Wie schon in der Vorwoche startet der 1. FC Köln auch gegen den SC Freiburg erneut ohne Florian Kainz. FC-Trainer Timo Schultz hatte angekündigt, dass es wenige Veränderungen gibt. Eine gibt es dennoch.
Mit einer Veränderung startet der 1. FC Köln in das Duell gegen den SC Freiburg. Florian Kainz sitzt erneut zunächst auf der Bank. So spielt der FC gegen Freiburg.
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Timo Schultz hatte unter der Woche angekündigt, dass es nur wenige Veränderungen im Vergleich zum Mainz-Spiel geben würde. Einerseits deutete der Trainer an, dass es keinen Grund für große Wechsel geben würde. Auf der anderen Seite hätten sich aber auch einige Spieler aufgedrängt. Damit meinte der Trainer offenbar Linton Maina. Der Schienenspieler steht wieder in der Anfangsformation. Dafür sitzt Steffen Tigges zunächst nur auf der Bank. Ob Faride Alidou oder Jan Thielmann in der Spitze spielen, ist nicht klar.
Florian Kainz erneut nur auf der Bank
Wie bislang nur gegen Leverkusen und Mainz in der Vorwoche, wird Florian Kainz auch gegen Freiburg zunächst nur auf der Bank Platz nehmen. Schultz hatte unter der Woche noch einmal erwähnt, dass Kainz für die Mannschaft sehr wichtig sei. Der Kapitän hatte gegen Mainz auch ordentlich gespielt.
Nach dem 1:1 gegen den FSV Mainz beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz für den 1. FC Köln fünf Zähler. Die Ausgangslage könnte für den FC drei Spieltage vor Saisonende durchaus besser sein. Aussichtslos ist die Situation aber noch nicht.
Der 31. Spieltag hat die Ausgangslage für den 1. FC Köln nicht gerade verbessert. Fünf Zähler müssen die Geißböcke in drei Spielen aufhoben. Der Blick auf die Statistik ist nicht verheißungsvoll. Doch es gab schon ähnliche Aufholjagden. Dafür braucht es eine Erfolgsserie für den 1. FC Köln: Ausgerechnet Freiburg schaffte das kleine Wunder.
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Auch wenn nicht alles rund lief, der FC zeigte am vergangenen Samstag wohl eine der besseren Saisonleistungen gegen Mainz. Mehr als ein Zähler war allerdings nicht drin. Dementsprechend war die Enttäuschung der Kölner Spieler auch absolut nachvollziehbar. Doch auf den Frust folgte schnell das Aufbäumen. So erklärte Mark Uth unmittelbar nach dem Remis, dass es noch nicht vorbei sei und man nun die restlichen drei Spiele gewinnen wolle. Auch Thomas Kessler sprach auf der Pressekonferenz am Donnerstag von drei Siegen. Bei fünf Punkten Rückstand auf Mainz und Rang 16 werden diese neun Zähler wohl tatsächlich nötig sein. Nur wird das alles andere als ein Selbstläufer. Schließlich haben die Kölner erst vier Saisonsiege eingefahren.
1994: Freiburg rettet sich mit Schlussspurt
Und auch der Blick in die Statistik macht nicht besonders viel Hoffnung. Im Schnitt holte der Tabellenvorletzte in den verbleibenden drei Saisonspielen seit Einführung der Drei-Punkte-Regel vier Punkte. Mit nur vier Zählern würden die Kölner absteigen. Dabei gab es schon große Aufholjagden. Die volle Punkteausbeute holten der VfB Stuttgart in der Spielzeit 2014/15. Damals retteten sich die Schwaben im Schlussspurt vom letzten Platz in die sichere Zone. Auch Eintracht Frankfurt gelang bereits ein ähnliches Kunststück. In der Saison 99/2000 verbesserte sich die Eintracht vom vorletzten Platz auf Rang 15. Einen Rückstand von fünf Punkten konnte in den vergangenen 28 Jahren kein Kellerkind aufholen.
Allerdings überflügelte der SC Freiburg in der Saison 93/94 den 1. FC Nürnberg mit drei Erfolgen in den letzten drei Spielen. Der Rückstand zum rettenden Ufer betrug vier Zähler – vor Einführung der Drei-Punkte-Regel. Umgerechnet holte die Mannschaft aus dem Breisgau also noch sechs Punkte auf.
Elf Mal verbesserte sich in den vergangenen 28 Jahren ein Tabellenvorletzter noch auf Rang 16, fünf Mal rettete sich der 17. auch direkt. Neun Mal verbesserte sich der Tabellensechzehnte noch um mindestens einen Platz. Due gute Nachricht für Bochum: Nur neun von 28 Mal rutschte ein 15. noch in die Abstiegsränge ab. Im vergangenen Jahr sicherte sich der VfL mit einem Schlussspurt mit sieben Zählern sogar noch einen Platz am sicheren Ufer. Das wollen die Geißböcke nun auch schaffen. Nach dem bisherigen Saisonverlauf fehlt allerdings die Fantasie, wie die Kölner noch drei Siege in drei Spielen einfahren wollen.
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Wird Davie Selke nicht mehr für den FC auflaufen? Laut Transfer-Experten Florian Plettenberg liegen dem Stürmer konkrete Anfragen vor. Im Abstiegsfall hat Selke keinen Vertrag mehr beim FC.
Sollte der 1. FC Köln absteigen, sind gleich zwei Spieler des FC vertragslos. Einer befindet sich offenbar auf dem Wunschzettel einiger anderer Clubs. Das berichtet Sky: Davie Selke liegen konkrete Anfragen vor.
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Der FC steuert der 2. Bundesliga entgegen und droht damit einige Leistungsträger zu verlieren. So haben Jeff Chabot, Marvin Schwäbe und wohl auch Timo Hübers Ausstiegsklauseln in ihren Verträgen verankert, sollten die Kölner tatsächlich den Gang ins Unterhaus antreten. Zwei Spieler wären beim Abstieg sogar komplett ohne Vertrag. Und das ruft erwartungsgemäß Interessenten auf den Plan. So war bereits bekannt, dass es ein loses Interesse aus der Major League Soccer an Stürmer Davie Selke geben soll. Ähnlich wie Mark Uth wäre auch der Stoßstürmer dem Vernehmen nach ohne Vertrag, sollten die Kölner absteigen.
Angebote aus Italien und Saudi Arabien
Nun berichtet Sky-Transfer-Experte Florian Plettenberg, dass dem Angreifer konkrete Anfragen aus der Serie A und aus Saudi Arabien vorliegen. Um welche Clubs es sich genau handelt, ist nicht bekannt. Allerdings ordnet Plettenberg einen Abschied beim Abstieg als „wahrscheinlich“ ein. Sollten die Kölner die Klasse halten, ist angesichts der Transfersperre nicht davon auszugehen, dass sie Selke ziehen lassen. Der Stürmer hatte sich im Duell gegen Bochum erneut den Mittelfußknochen gebrochen, musste dieses Mal operiert werden und steht dem FC im Abstiegskampf nicht zur Verfügung.
Vor gut drei Wochen kochte das Thema bereits ein wenig hoch. Damals berichtete der „Express“, Selke könne sich einen Verbleib in Köln auch bei Abstieg vorstellen. „Wir beide fühlen uns super wohl hier in Köln. Erst am Wochenende habe ich wieder gemerkt, wie toll der Verein und die Leute sind. Wir würden super gerne noch bleiben, aber es liegt halt nicht komplett in unseren Händen“, schrieb damals auch Selkes Ehefrau Evelyn auf Instagram. Nun liegen konkrete Anfragen vor. Diese müssen aber keines Falls bedeuten, dass der Stürmer nicht doch noch beim FC bleibt.
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Nach dem späten 1:1-Unentschieden am 31. Spieltag gegen Mainz 05 steht nun erneut ein Endspiel an. Die Kölner empfangen den SC Freiburg. Timo Schultz wird wahrscheinlich für dieses Spiel erneut einige Änderungen in der Startelf vornehmen.
Drei Spieltage vor Saisonende und mit fünf Punkten Rückstand auf den 16. Platz startet der FC ins Duell gegen Freiburg. Sollten die Geißböcke dieses Spiel verlieren, ist ein Klassenerhalt bei einem Sieg von Mainz unmöglich und der Abstieg besiegelt. So könnte der 1. FC Köln gegen Freiburg spielen.
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Am 32. Spieltag heißt es für den 1. FC Köln Alles oder Nichts. Der FC muss das Duell gegen den SC Freiburg gewinnen, um die Chance auf das Erreichen des Relegationsplatzes zu wahren. Timo Schultz sprach zwar davon, dass die Wahrscheinlichkeit hoch sei, die gleiche Startelf wie gegen Mainz zu nominieren. Der Trainer sagte aber auch, dass sich einige Spieler im Training aufgedrängt hätten und er durchaus Änderungen vornehmen könnte. Eine Option könnte wieder Florian Kainz sein, der in der Nachspielzeit gegen die Rheinhessen den Elfmeter versenkte. „Das war das zweite Spiel, in dem er – seitdem ich da bin – draußen saß. Auch in der Hinserie hat er fast alles gemacht“, sagte Schultz. „Flo Kainz ist und bleibt unser Kapitän und hat eine extreme Wichtigkeit für die Mannschaft.“ Luca Waldschmidt verschoss seinen Elfmeter und war anschließend sichtlich mitgenommen. Dennoch wird Schultz wohl kaum auf seinen Unterschiedsspieler verzichten.
Viererkette bleibt bestehen
Kein Problem mit fehlendem Selbstvertrauen dürfte die Kölner Defensive haben. Die Abwehrkette der Kölner war zuletzt recht sicher und robust. Da Luca Kilian noch ausfällt, stellt sich die Innenverteidigung mit Jeff Chabot und Timo Hübers quasi von alleine auf. Auch Max Finkgräfe dürfte erneut in der Startelf stehen. Zumal Leart Pacarada krank fehlt. Auf der Rechtsverteidiger Position bekam in der Vorwoche Benno Schmitz den Vorzug vor Carstensen. Schmitz machte seinen Job gut. Dennoch könnte auch Jan Thielmann wieder eine Option in der Viererkette werden.
Vor allem, wenn Kainz tatsächlich von Beginn an aufläuft. Schulz betonte, dass man sowohl Außenverteidiger als auch offensiver spielen kann und es ihm entgegenkommt, den Spieler auf beiden Positionen einzuplanen. „Jan ist ein Spieler, der wie kaum ein anderer den 1. FC Köln verkörpert. Er kommt aus der Jugend, hat das Herz am rechten Fleck, gibt immer Vollgas. Das werden wir am Samstag brauchen.“
Des Weiteren stellt sich die Frage, wer auf der Doppelsechs spielen wird. Martel schwächelte zuletzt, daher wäre ein Einsatz von Jacob Christensen nicht undenkbar. Denis Huseinbasic machte gegen Mainz eine gute Partie. In der Offensive wird wahrscheinlich erneut das Tempo von Faride Alidou benötigt und im Zentrum könnte der erfahrenere Adamyan erneut den Vorzug vor Steffen Tigges erhalten. In den Kader kehrt zudem Justin Diehl zurück. „Justin ist seit zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining und könnte eine Option für den Kader sein.“
So könnte der 1. FC Köln gegen den SC Freiburg spielen
Beim 1:1 gegen Mainz kämpfte der FC, konnte den so dringend benötigten Dreier allerdings nicht einfahren. Nun soll gegen Freiburg eine Überraschung her. Doch die Bilanz spricht gegen die Kölner.
Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen die Breisgauer geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Freiburg.
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Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Freiburg?
Insgesamt lieferten sich beide Vereine 45 direkte Pflichtspiel-Duelle, von denen der FC 15 für sich entscheiden konnte. Allerdings kassierten die Kölner 22 Niederlagen und spielten acht Mal unentschieden. In diesen Begegnungen fielen insgesamt 127 Tore, von denen der FC 59 erzielte.
Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln gegen den SC Freiburg?
Das Spiel beginnt am Samstagabend um 18:30 Uhr und wird von Sky übertragen. Zusammenfassungen gibt es am Samstag unter anderem im „ZDF Sportstudio“.
Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Freiburg?
Den höchsten Sieg feierten die Geißböcke im Oktober 1975. Damals setzte sich der FC mit einem 8:2 in der 2. Runde des DFB-Pokals durch. Jeweils zwei Treffer erzielten Matthias Brücken und Hannes Löhr.
Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen den SC?
Die höchste Niederlage des FC gegen den FC Freiburg liegt fast drei Jahre zurück. In Freiburg mussten sich die Geißböcke mit 0:5 geschlagen geben. Auf Seiten der Freiburger trafen jeweils fünf verschiedene Torschützen. Man of the Match wurde Ermedin Demirović, der zwei Assists und ein Tor zum Heimsieg der Freiburger beitrug.
Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Freiburg?
Die meisten Treffer gegen Freiburg erzielte Toni Polster. In seiner FC-Zeit von 1993 bis 1998 war der Torjäger sieben Mal für die Kölner erfolgreich. Anthony Modeste traf immerhin sechs Mal. Von den aktuellen Spielern spielte Davie Selke gegen kein Team so oft wie gegen Freiburg. 16 Mal stand der Kölner Stürmer gegen das Team aus dem Breisgau auf dem Platz. Dabei erzielte der Angreifer einen Treffer und bereitete zwei Tore vor. Während Mark Uth gegen Freiburg noch gar nicht getroffen hat, kommt Luca Waldschmidt ebenfalls nur auf ein Tor.
Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen den SC?
Jonas Hector trug gegen den SC am häufigsten das FC-Trikot. 13 Mal spielte der ehemalige Kölner Kapitän gegen Freiburg. Christian Günter stand auf der anderen Seite bei 15 Spielen gegen den FC auf dem Platz.
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Mit seinen 21 Jahren ist Jan Thielmann beim 1. FC Köln eine feste Größe. Timo Schultz hob den Youngster noch einmal besonders hervor. Die Position für Samstag ist indes ungewiss. Nur wird sie sicherlich nicht auf der Bank liegen.
Für Jan Thielmann steht am Samstag das 123 Pflichtspiel für den 1. FC Köln auf dem Spielplan. Der 21-Jährige ist absoluter Stammspieler und für Timo Schultz die Verkörperung des 1. FC Köln: Jan Thielmann auf dem Weg zur Identifikationsfigur.
Foto: Adam Pretty/GettyImages
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Als der 1. FC Köln vor genau zwei Jahren mit einem 4:1-Erfolg über den FC Augsburg die Zeichen auf internationalen Wettbewerb stellte, da lief im Hintergrund bereits das Gescharre um die kommende Spielzeit. Akteure, die im Sommer gehen wollten, Spieler, die man aber eigentlich halten wollte. Besonders bemüht war man am Geißbockheim um die Dienste von Salih Özcan. Das Kölner Eigengewächs spielte in den Planungen der FC-Verantwortlichen eine große Rolle. „Salih muss die Entscheidung treffen, ob er den nächsten Schritt beim 1. FC Köln gehen möchte und hier der Faktor sein will, den wir ihm anbieten“, sagte damals Thomas Kessler. Und: „Salih hat hier alle Möglichkeiten, langfristig ein Eckpfeiler des Teams und ein Gesicht des Clubs zu werden. Er verkörpert vieles von dem, was den FC ausmacht.” Bekanntermaßen sah Özcan seine Chance, Königsklasse mit Borussia Dortmund zu spielen und nutzte sie.
Schultz: „Jan ist ein Spieler, der wie kaum ein anderer den 1. FC Köln verkörpert“
Das erhoffte Gesicht des Clubs muss also ein anderes werden oder vielleicht schon sein. Denn mit Jan Thielmann steht eine Identifikationsfigur der Kölner mindestens in den Startlöchern. „Jan ist ein Spieler, der wie kaum ein anderer den 1. FC Köln verkörpert. Er kommt aus der Jugend, hat das Herz am rechten Fleck, gibt immer Vollgas“, sagte am Donnerstag Timo Schultz. Im Alter von 15 Jahren kam der Kölner Youngster zum FC. Zwar befanden sich auch andere Nachwuchsleistungszentren in der Auswahl, doch Thielmann entschied sich für seinen Herzensclub. Für Thielmann ging es bekanntlich beim FC schnell bergauf – sehr schnell. Das Debüt unter Markus Gisdol, das erste Tor gegen den VfL Wolfsburg, schließlich die Relegation.
Mittlerweile kommt der etatmäßige Offensivspieler auf 122 Pflichtspieleinsätze für den FC – mit 21 Jahren und trotz zahlreicher, auch längerer, Verletzungen. Thielmann hat längst die Top-100 der Kölner Rekordspieler geknackt. Von den aktuellen FC-Akteuren haben nur Florian Kainz und Benno Schmitz öfter für die Geißböcke gespielt. Salih Özcan kommt auf 128 Einsätze, liegt also unmittelbar vor Thielmann. Und weitere werden dazukommen. Denn trotz seiner jungen Jahre ist Thielmann unter Timo Schultz gesetzt. 20 Mal stand der 21-Jährige im Kader, 18 Mal in der Startelf. Das Vertrauen in den gebürtigen Föhrener ist offenbar riesig. So funktionierte der Trainer den Offensivspieler kurzerhand zum Rechtsverteidiger um. Auch, weil Schultz trotz Überangebot auf den Außenbahnen nicht auf Thielmann verzichten wollte.
Thielmann: „Der 1. FC Köln ist für mich Heimat, Liebe und Verbundenheit“
Gegen Mainz wurde es wieder die offensivere Variante. Zwar konnte der 21-Jährige nicht überzeugen, Thielmann ackerte und mühte sich aber wie kaum ein anderer FC-Spieler. Wieder einmal. Und das nicht erst in dieser Saison. Symptomatisch für den Einsatz des Youngsters war auch die von Steffen Baumgart so betitelte „Monstergrätsche“ gegen Borussia Dortmund, die im Netz gefeiert wurde. Auch im Duell gegen den SC Freiburg wird Thielmann mit großer Wahrscheinlichkeit auflaufen. Da eine Rückkehr von Florian Kainz nicht ausgeschlossen ist, könnte Thielmann auch wieder auf der rechten Position in der Viererkette spielen. „Jan ist ein Spieler, der aus der Offensive kommt. Er besitzt aber auch das Profil Außenverteidiger spielen zu können“, sagte Schultz.
Thielmann selbst ist die Position egal, der Youngster will einfach nur spielen. Und: „In der Zukunft möchte ich ständiger Bundesligaspieler bleiben, vielleicht den ein oder anderen Titel gewinnen und nochmal international mit dem FC spielen“, so der U21-Nationalspieler vor einigen Wochen im FC-Podcast. Und: „Der 1. FC Köln ist für mich Heimat, Liebe, große Verbundenheit. Ich glaube es ist etwas ganz Besonderes, gerade das Geißbockheim, die Umgebung, die Fans, die Stadt.“ Warme Worte für Fans, die sich nach einem neuen FC-Gesicht sehnen.
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Mit fünf Punkten Rückstand bleibt dem FC vor dem 32. Spieltag nur noch eine Minimal-Chance auf den Klassenerhalt. Als Hoffnungsschimmer wird immer wieder das leichte Restprogramm genannt. Aber stimmt das überhaupt?
Die Aussichten auf den Klassenerhalt haben am vergangenen Wochenende einen herben Dämpfer erhalten. Dennoch hat der FC noch die Chance auf den Relegationsplatz. Als Trumpf wird immer wieder das vermeintlich leichte Restprogramm genannt. Das ist zwar rein nach Tabellenstand tatsächlich „leichter“ als das der Konkurrenz, dennoch müssen die Spiele auch erst gewonnen werden vom 1. FC Köln: So leicht ist das Restprogramm wirklich.
Fotos: Christian Kaspar-Bartke/Adam Pretty/Luciano Lima/GettyImages
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Auch wenn der sichere Abstieg vor dem 32. Spieltag noch nicht feststeht, der FC rauscht mit großen Tempo auf die 2. Bundesliga zu. Bereits am Sonntag kann auch das letzte Fünkchen Hoffnung erloschen sein. Um den Relegationsplatz doch noch zu erreichen, machen Spieler und Trainer eine einfache Rechnung auf: die ausstehenden drei Spiele müssen gewonnen werden. Die Rechnung mag einfach sein, die Umsetzung nicht. In den bisherigen 31 Begegnungen hat der FC in der Liga genau vier Spiele gewonnen, jetzt sollen es drei aus drei werden. Bei fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und der starken Form der Rheinhessen wird wohl tatsächlich nur eine beeindruckende Serie helfen. Dabei hilft auch nicht der Hinweis aus ein vermeintlich leichtes Restprogramm. Denn leicht sind die Aufgaben wahrlich nicht.
Freiburg hoff noch auf die internationalen Plätze
SC Freiburg: Am Samstagabend empfängt der FC die Mannschaft von Christian Streich – genau wie vor drei Jahren. Auch in der Spielzeit 20/21 belegten die Kölner vor dem 32. Spieltag den vorletzten Tabellenplatz (unter Einberechnung der Corona-Nachholspiele von Berlin). Durch die beiden Erfolge über Leipzig und Augsburg hatten die Kölner neuen Mut geschöpft. Doch der FC wurde gegen die Mannschaft aus dem Breisgau unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. 1:4 hieß es nach einer durchwachsenen Leistung gegen Freiburg. Nach 0:2-Rückstand kamen die Kölner durch Sebastian Andersson noch einmal zurück. Jan Thielmann erzielte auch den Ausgleich, doch der wurde aufgrund eine vermeintlichen Handspiels von Jonas Hector nicht gegeben. Freiburg erkonterte sich noch zwei späte Tore.
Dennoch: Von den jüngsten fünf Heimspielen gegen den SC gewannen die Kölner zwei. Zuletzt beim 1:0-Erfolg im Februar 2022. Zwar ist Freiburg in dieser Saison nicht immer sattelfest, spielt eine ungewohnt durchwachsene Saison, die letzten drei Auswärtsspiele konnten die Breisgauer aber allesamt gewinnen. Zudem geht es für die Mannschaft von Christian Streich auch noch um den Platz im internationalen Geschäft. Aktuell belegt Freiburg Rang sieben mit 40 Punkten. Es folgen aber Augsburg und Hoffenheim mit jeweils 39. Auch Bremen und Heidenheim können mit 37 Zählern noch ein Wörtchen mitreden.
Union noch mit zwei direkten Duellen
1. FC Union Berlin: Zwar haben die Eisernen aktuell sieben Punkte Vorsprung auf den FC und eine Aufholjagd ist bei drei ausstehenden Spielen unwahrscheinlich, doch Berlin ist damit alles andere als sicher. Die Köpenicker spielen am kommenden Sonntag gegen den VfL Bochum. Sollte Union das Duell verlieren und der FC tatsächlich gegen Freiburg gewinnen, bekommt die Begegnung am 33. Spieltag noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Denn dann könnten die Geißböcke den Abstand im direkten Duell auf einen Zähler reduzieren. Am letzten Spieltag spielen die Berliner dann gegen den SC Freiburg, der auf jeden Fall nach Europa will. Allerdings ist die Rechnung mit viel Konjunktiv versehen.
Zumal Union Berlin nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der Kölner gehört. Zwar blickt der FC auch auf ein 7:0-Torfestival gegen die Eisernen zurück, das wurde aber vor fast 22 Jahren gespielt. Zudem haben die Kölner in den bisherigen neun Bundesliga-Begegnungen nicht einmal gegen Union gewonnen. Der letzte Erfolg über Berlin liegt mittlerweile zehn Jahre zurück. Im April 2014 gewann Köln in Berlin 2:1. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch zeigte die Formkurve zuletzt wieder steil nach unten. Aus den vergangenen fünf Spielen holte Union ganze zwei Punkte. Allerdings spielte Berlin in diesem Zeitraum unter anderem auch gegen die Bayern, Leverkusen und Frankfurt
Schafft Heidenheim den Sprung nach Europa?
1. FC Heidenheim: Dem Aufsteiger hätten wohl nur die wenigsten eine so erfolgreiche Saison zugetraut. In der Theorie kann Heidenheim noch auf den Relegationsplatz abrutschen. Aber nur noch in der Theorie. Die Mannschaft von Frank Schmidt müsste die restlichen drei Begegnungen verlieren, Mainz alle drei gewinnen. Punkte wegschenken wird der Aufsteiger nach jetzigem Stand aber auch nicht. Denn Heidenheim kann die gute Spielzeit sogar mit dem Erreichen der internationalen Plätze beenden. Aktuell belegt der Rückstand auf den SC Freiburg und Rang sieben gerade einmal drei Punkte. Immerhin spricht die Bilanz knapp für den FC. Von den bisherigen drei Spielen gewann Köln eins, die weiteren beiden endeten unentschieden. Aus den vergangenen vier Spielen holte Heidenheim immerhin sieben Zähler.
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Für den 1. FC Köln geht es am Samstag einmal mehr ums Überleben in der Bundesliga. Und das im eigenen Stadion. Das war in dieser Saison aber noch kein großer Vorteil. Ein Umstand, den Timo Schultz zurechtrücken will.
Am Samstagabend empfängt der FC den SC Freiburg im Kölner Stadion. Das war in dieser Saison alles andere als eine Festung. Der 1. FC Köln ist im eigenen Stadion zu schwach. Das soll sich nun ändern.
Foto: Christof Koepsel/GettyImages
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Als Steffen Baumgart vor fast drei Jahren am Geißbockheim vorgestellt wurde, kam der ehemalige Trainer mit einer Idee. Baumgart wünschte sich, dass man in Zukunft öfter mal wieder das „Trömmelche“ hören solle, dass die Fans wieder Spaß im Stadion haben würden, dass ein Spiel wieder ein Erlebnis werde. Tatsächlich entfachte der Coach damals ein Feuer, das über zwei Jahre brannte – mal mehr, mal weniger. Vermutlich auch, weil der FC gerade aus einer Krisensaison kam. Der hemdsärmelige Trainer kam zum rechten Zeitpunkt an den richtigen Ort. Knapp drei Jahre später steht Baumgart in Hamburg an der Seitenlinie und das „Trömmelche“ ist in Köln zu einer Rarität geworden. Ganze zwölf Tore haben die Geißböcke in ihren 15 Heimspielen erzielt, gerade einmal drei Siege eingefahren. Das Kölner Stadion ist in dieser Saison alles andere als eine Kölner Festung.
Schultz: „Wir sollten unsere Bilanz aufpolieren“
Das musste am Donnerstag auch Timo Schultz zugeben. „Es ist auffällig, dass wir auswärts sehr stabil sind und zu Hause den ein oder anderen Punkt haben liegen lassen“, erklärte der Kölner Coach. Tatsächlich holten die Geißböcke im eigenen Stadion ganze zwölf Zähler. Schlechter ist in dieser Spielzeit nur der bereits abgestiegene SV Darmstadt mit sechs Punkten, auf Rang 16 liegt die TSG Hoffenheim, allerdings schon mit 19 Punkten. „Sehr stabil“ bedeutet für die Auswärtsspiele zwar auch nur elf Punkte, immerhin liegen die Kölner in dieser Statistik auf Rang 14 – wenn auch nur hauchdünn. „Wir haben nun zwei Heimspiele Zeit, das zurecht zu rücken. Wir sollten unsere Bilanz aufpolieren“, sagte Schultz. Dabei bleibt die Frage, wo der Trainer den Mut zu diesem Plan hernimmt. Die bisherigen Heimspiele waren nicht nur von den Ergebnissen eher mau.
Immerhin sorgte der Last-Minute-Erfolg über den VfL Bochum für eine Explosion im eigenen Stadion. Die erhoffte Initialzündung blieb bei der Mannschaft allerdings aus, wie das 0:2 im Heimspiel gegen den Absteiger aus Darmstadt nur zwei Wochen später eindrucksvoll bewies. Nun hoffen die Kölner Verantwortlichen gegen Freiburg auf Stimmung unterm Stadiondach. „Ich wünsche mir persönlich, dass wir genau die Energie aus Mainz auf den Platz bekommen. Von der ersten Minute müssen wir zeigen, dass unser Stadion eine extreme Wucht sein kann“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. „So wie es nach dem Darmstadt-Spiel eine extreme Enttäuschung war, so muss es jetzt genau der andere Weg sein.“ Die braucht es auch, wollen die Geißböcke noch im Geschäft um den Klassenverbleib bleiben. Sollte Köln gegen die Mannschaft von Christian Streich gewinnen, kann der FC an diesem Wochenende noch nicht absteigen. Egal, was die Konkurrenz macht.
Kessler: „Wir sind dafür sehr dankbar und wir brauchen es“
Selbst bei einem Remis oder einer Niederlage ist je nach den Begegnungen von Mainz, Bochum und Union noch nicht alles verloren, doch die Rettung ist dann wohl endgültig nur noch theoretischer Natur. Dabei liegt die fehlende Wucht im Kölner Stadion sicher nicht an der Unterstützung der Fans. Für Köln erstaunlich geschlossen stehen die Anhänger hinter der Mannschaft, während die Kritik an den Kölner Bossen wächst. Und das, obwohl die Saison nur wenig Anlass für gute Stimmung geboten hat. „Es ist nicht selbstverständlich, dass die Fans uns trotz der großen Enttäuschung gegen Darmstadt in Mainz so unterstützt hat“, sagt deswegen auch Kessler. „Wir sind dafür sehr dankbar und wir brauchen es.“
Keine Unterstützung werden die Kölner dagegen von Mark Uth erhalten. Der Angreifer hatte auch die Trainingseinheit am Donnerstag krankheitsbedingt verpasst. „Ich gehe davon aus, dass er am Wochenende nicht zur Verfügung steht“, sagte Schultz. ausgerechnet Uth, der in der vergangenen Woche noch einmal Schwung in die Begegnung gegen Mainz brachte und zudem als gebürtiger Kölner und Eigengewächs wie kaum ein anderer für den FC steht. Gleiche Worte nutzte Schultz allerdings auch für Jan Thielmann. Beim 21-Jährigen wollte sich der Trainer noch nicht festlegen, ob es wieder zurück in die Rechtsverteidigung geht oder ob der Youngster in der Offensive spielt. „Jan ist ein Spieler, der aus der Offensive kommt. Er besitzt aber auch das Profil, Außenverteidiger spielen zu können“, sagte Schultz. „Jan ist ein Spieler, der wie kaum ein anderer den 1. FC Köln verkörpert. Er kommt aus der Jugend, hat das Herz am rechten Fleck, gibt immer Vollgas. Das werden wir am Samstag brauchen.“
Thielmann ist auch einer jener Spieler, die ein Stadion für sich gewinnen können. Freiburgs Coach Christian Streich erwartet unterdessen in ein „ganz heißes Spiel zu gehen. Die Kölner müssen gegen uns gewinnen. Das ist gefährlich für uns, andererseits sind sie natürlich richtig unter Druck. Es wird sehr emotional werden, es wird laut werden.“ Darauf hoffen auch die Kölner Verantwortlichen. Vor allem, wenn das „Trömmelche“ laufen sollte.
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Nach dem 1:1 gegen Mainz steuert der FC auf den siebten Abstieg der Vereinsgeschichte zu. Am Samstag empfangen die Geißböcke den SC Freiburg. Am Donnerstag fand die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag statt.
Für den 1. FC Köln steht am Samstagabend das nächste Endspiel auf der Zielgeraden an. Die Geißböcke empfangen den SC Freiburg. Das sagt Timo Schultz vor dem Freiburg-Spiel.
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Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Mainz biegt der 1. FC Köln auf die Zielgerade der Saison ein. Und das mit ordentlich Druck. Fünf Punkte beträgt der Abstand zum Relegationsplatz, neun Punkte sind noch zu holen. Doch bei den Geißböcken glaubt man nach wie vor noch an den Klassenerhalt. „Die Mannschaft macht einen guten Eindruck. Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir unsere Ausgangposition an diesem Wochenende nochmal deutlich verbessern können“, sagte Timo Schultz auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen den SC Freiburg. Gegen die Mannschaft aus dem Breisgau wollen die Kölner endlich die schon so lange benötigte Serie starten. Der FC muss dazu am Samstagabend voregen, die Konkurrenz spielt am Sonntag mit Mainz in Heidenheim sowie dem direkten Duell zwischen Union Berlin und dem VfL Bochum.
Schultz: „Er könnte eine Option für den Kader sein“
Personell hat der FC einen weiteren Rückschlag erlitten. „Leart Pacarada und Mark Uth sind beide krank und konnten heute auch nicht trainieren. Ich gehe jetzt erst mal davon aus, dass sie am Wochenende nicht zur Verfügung stehen“, sagte Schultz und deutete an, dass gerade der Ausfall von Uth „extrem bitter“ sei. Immerhin könnte dadurch ein anderer Offensivspieler wieder in den Fokus rücken. „Justin Diehl ist seit zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining und könnte eine Option für den Kader sein“, sagte Schultz. „Die Spieler haben in jeder Trainingseinheit die Möglichkeit, sich anzubieten. Wir haben in Mainz eine ordentliche und in der zweiten Halbzeit eine gute Leistung gebracht. Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir gleich anfangen werden.“
Allerdings betonte der Trainer auch, dass die Spieler unter der Woche sehr gut trainiert hätten und es insofern auch die „ein oder andere Anpassung“ geben könne. Ein möglicher Kandidat wäre Florian Kainz, der am Sonntag nach seiner Einwechslung eine ordentliche Begegnung machte. „Das war das zweite Spiel, in dem er – seitdem ich da bin – draußen saß. Auch in der Hinserie hat er fast alles gemacht. Flo Kainz ist und bleibt unser Kapitän und hat eine extreme Wichtigkeit für die Mannschaft“, sagte Schultz und deutete an, dass der Kölner Kapitän durchaus eine Option für eine Anpassung sei. Auch Freiburg hat mit personellen Problemen zu kämpfen. „Sie werden ähnlich kreativ sein müssen wie wir in der Offensive in dieser Spielzeit. Der Kader von Freiburg gibt schon noch Alternativen her.“
Schultz: „Wir sollten unsere Bilanz aufpolieren“
Über weitere Positionen wollte sich Schultz nicht zu viel entlocken lassen. Auch nicht, ob Jan Thielmann wieder eine Option für die rechte Abwehrseite ist. „Jan ist ein Spieler, der aus der Offensive kommt. Er besitzt aber auch das Profil Außenverteidiger spielen zu können“, sagte Schultz. „Jan ist ein Spieler, der wie kaum ein anderer den 1. FC Köln verkörpert. Er kommt aus der Jugend, hat das Herz am rechten Fleck, gibt immer Vollgas. Das werden wir am Samstag brauchen.“ Und der FC wird auch ein wenig mehr Heimstärke brauchen. Denn damit haben es die Geißböcke in dieser Saison nicht so recht. „Es ist auffällig, dass wir auswärts sehr stabil sind und zu Hause den ein oder anderen Punkt haben liegen lassen“, sagte Schultz. „Wir haben zwei Heimspiele Zeit, dass zurecht zu rücken. Wir sollten unsere Bilanz aufpolieren.“
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Luca Waldschmidt wechselte im Sommer auf Leihbasis zum 1. FC Köln. Der Blick auf seine Erfolgsgeschichte beim SC Freiburg machte den FC-Verantwortlichen sowie den Kölner Fans Hoffnung. Diese konnte der 27-Jährige bislang nicht rechtfertigen.
Luca Waldschmidt trifft am Wochenende auf einen Meilenstein seiner Karriere. Beim SC Freiburg wurde der Stürmer des 1. FC Köln laut eigener Aussage „zum Bundesligaspieler“ und will am Samstag gegen die Breisgauer zurück in die Erfolgspur finden.
Fotos: Lars Baron/Thomas Kienzle/AFP/GettyImages
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Der schlechte Freistoß, der zum Gegentor führte, der verschossene Elfmeter, eine insgesamt schwache Leistung – Luca Waldschmidt gehörte am vergangenen Wochenende zu den großen Verlierern beim 1:1 gegen Mainz. Ein Punkt erkämpft und doch zwei essentielle verloren. Der FC steuert dem Abstieg entgegen. Auch, weil der Kader der Kölner qualitativ nicht gut genug besetzt ist. Gerade in Waldschmidt hatten die Geißböcke große Hoffnungen gesteckt. Der Angreifer kam als Königstransfer, sollte beim FC unter Steffen Baumgart wieder zurück in die Spur finden. Doch auch der 27-Jährige hängt seiner Form vergangener Tage deutlich hinterher. Nur selten war Waldschmidt bislang das, was sich zunächst Baumgart und nun Timo Schultz von dem ehemaligen Nationalspieler versprochen haben, ein Unterschiedsspieler.
In Freiburg wird Waldschmidt Nationalspieler
Waldschmidts Leistungen sind in dieser Spielzeit einmal mehr unbeständig. Zwar kommt der Angreifer auf drei Treffer und zwei Torvorlagen, unterm Strich haben sich mit Wolfsburg, Köln und dem Stürmer alle Beteiligten mehr von dem Deal versprochen. Denn Waldschmidt galt einst als eins der ganz großen deutschen Offensivtalente. Während seiner Zeit im Breisgau avancierte der junge Waldschmidt zum Schlüsselspieler, war Leistungsträger beim SC und öffnete sich dadurch Türen zu zahlreichen Vereinen, vor allem aber zur deutschen Nationalmannschaft. „In Freiburg bin ich erst zum Bundesligaspieler geworden. Bei den Vereinen davor hat es sich noch eher angefühlt wie ein Jugendspieler“, sagte Waldschmidt vor einigen Jahren dem „Kicker“. „Freiburg war meine wichtigste Station.“
Im Breisgau kam er in 56 Spielen auf siebzehn Scorerpunkte. Das rief einige europäische Clubs auf den Plan und Waldschmidt nahm an. Der Stürmer wechselte zu Benfica mit emotionalen Worten. „Ich habe mir die Entscheidung zu gehen wirklich nicht leicht gemacht, weil ich weiß, was ich am SC Freiburg hatte. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das mir der Sport-Club entgegengebracht hat“, sagte Waldschmidt damals. Der Wechsel zu Benfica Lissabon im Sommer 2020 markierte in gewisser Weise den Wendepunkt. An die starken Leistungen konnte Waldschmidt nicht mehr ganz anknüpfen. Während der SC Freiburg nach seinem Abgang das DFB-Pokalfinale 21/22 erreichte, stand der Offensivspieler aufgrund der Stürmerflut in Lissabon bereits schnell wieder auf der Abschiedsliste.
Zukunft von Waldschmidt offen
Der Stürmer wechselte für zwölf Millionen Euro zum VfL Wolfsburg und nach einer durchwachsenen Zeit im vergangenen Sommer zum FC. Der erhoffte Karriereschub ist Köln für den 27-Jährigen bislang wahrlich nicht. Im Gegenteil: Waldschmidt blickt einer unsicheren Zukunft entgegen. Der Stürmer soll den Kölner Verantwortlichen signalisiert haben, nicht mit in die 2. Bundesliga gehen zu wollen, in Wolfsburg scheint man aber auch nicht die größte Verwendung für den Angreifer zu haben. Eine großartige Bewerbung für andere Clubs hat der Offensivspieler ebenfalls noch nicht abgegeben. Nun steht das Spiel gegen die „wichtigste Station“ seiner Karriere an. Ausgerechnet gegen Freiburg will der Offensivspieler zurück in die Erfolgsspur finden. Dass er das Potential dazu hat, hat Waldschmidt oft genug bewiesen. Es wird Zeit, dass er es abruft.
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