Kessler: „Es muss keiner Sorge haben, dass er uns vom Hof reitet“

So plant der FC mit Max Finkgräfe
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Kessler: „Es muss keiner Sorge haben, dass er uns vom Hof reitet“

Er ist der große Gewinner seit dem Amtsantritt von Timo Schultz. Max Finkgräfe begeistert aktuell ganz Köln und Teile der Bundesliga. Kein Wunder, dass sich viele FC-Fans Gedanken um die Zukunft des Youngsters machen.

Seit einigen Wochen besticht Max Finkgräfe durch seine herausragende Form. Der Youngster ist der große Gewinner des neuen Jahres. So plant der FC mit Max Finkgräfe.

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Zwölf Bundesliga-Spiele, sieben Startelf-Einsätze, drei bis vier Mal bester Feldspieler, ein Tor – die Bilanz von Max Finkgräfe kann sich sehen lassen. Der 19-Jährige ist in dieser Spielzeit sicherlich der Shooting-Star der Liga. Nach seinem Tor gegen Hoffenheim wurde der Youngster einmal mehr mit Lob überhäuft. Schon bei seinem starken Auftritt gegen Eintracht Frankfurt verglich TV-Experte Lothar Matthäus den Linksverteidiger mit Jonas Hector, brachte ihn sogar mit der Nationalmannschaft in Verbindung. „Es ist ein Spieler, der im vergangenen Jahr noch U19 gespielt hat“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung am Mittwoch. „Er hat mit einem guten 2004er Jahrgang im vergangenen Jahr den DFB-Pokal gewonnen. Wir haben ihn sehr eng bei uns gehabt in einer Phase, in der er auch ein bisschen gesundheitlich angeschlagen war.“ Gerade auch in dieser Phase habe man den Spieler versucht, weiter aufzubauen. Das versuchte auch Steffen Baumgart, der ebenfalls das Talent in dem Youngster gesehen und ihm früh zum Bundesliga-Debüt verholfen hat.

Kessler: „Er macht momentan einfach Freude“

Doch der Kölner Ex-Trainer setzte nur sporadisch auf den Linksverteidiger, der sich mittlerweile festgespielt hat. Baumgart wird und wurde auch deswegen von einigen Fans kritisiert. Der Coach setze zu wenig auf die jungen Spieler, hieß es. Finkgräfe sammelte seine Erfahrung zunächst in der Kölner Reserve und das ziemlich erfolgreich. Für Kessler der richtige Weg. „Diese Spielzeit, die man in der U21 hat, ist für die Jungs unglaublich wichtig. Es ist für die jungen Spieler wichtig, nicht nur Posterboys zu sein, sondern auch Spielzeit zu haben“, sagte der ehemalige Keeper. „Wir sind sehr froh, dass wir die wichtige U21 haben, in der wir den Jungs, die unter der Woche bei uns trainieren auch die Spielpraxis geben. Max ist ein gutes Beispiel dafür.“ Ein gutes Beispiel für einen schnellen Weg.

Denn es warten noch einige weitere Talente in der Reserve. Wie bereits in der Vorwoche betonte Trainer Timo Schultz beispielsweise erneut, dass Innenverteidiger Elias Bakatukanda seine Sache gerade sehr gut mache. Auch der Abwehrspieler könnte also schon bald sein Bundesliga-Debüt feiern. Am Freitagabend sicher nicht von Beginn an. Denn Schultz ließ zwischen den Zeilen lesen, dass das Abwehr-Duo in Abwesenheit von Jeff Chabot eher Timo Hübers und Luca Kilian heißen wird.

Finkgräfe nutzt seine Chance

Dennoch könnte auch das Abwehrtalent am Wochenende zum Einsatz kommen. Kessler betonte, dass es normal sei, „dass der ein oder andere ein bisschen länger braucht, um die Spielzeit zu nutzen.“ Bei Finkgräfe sei es natürlich schön, dass er die Chance genutzt habe. „Er hat die Verletzung von Paca einfach genutzt. Er macht momentan einfach Freude. Aber am Ende des Tages ist es noch ein junger Spieler“, sagte Kessler und sprach eine leichte Warnung aus: „Da wird es auch noch die ein oder andere Delle geben. Er hat auch gegen Hoffenheim die ein oder andere Situation gehabt, in der er sehr gefordert war – natürlich auch gegen einen guten Stürmer. Da muss er noch ein bisschen dazulernen.“

Dennoch ist man in Köln gerade sehr froh um die Qualitäten des Youngsters, dessen Vertrag im Sommer 2025 ausläuft. Kein Wunder, dass viele Kölner Fans auf eine schnelle Verlängerung des Kontrakts hoffen. „Es muss keiner Sorge haben, dass er uns im Sommer vom Hof reitet“, sagte Kessler. Max Finkgräfe hatte in der vergangenen Woche noch betont, wie dankbar er seinem Verein sei. Klingt so, als würde das gute Beispiel dem FC noch erhalten bleiben.


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Das sagt Timo Schultz zu Maina, Kilian und Bremen als Vorbild

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Das sagt Timo Schultz zu Maina, Kilian und Bremen als Vorbild

Nach dem 1:1-Remis gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Sonntag geht es am Freitag gegen Bremen wieder um drei Zähler. Am Mittwoch fand die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag statt.

Nach dem 1:1 gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Spieltag steht für den 1. FC Köln nun die Begegnung gegen Werder Bremen auf dem Programm. Am Mittwoch gab es die obligatorische Pressenkonferenz. Das sagt Timo Schultz vor dem Bremen-Spiel.

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Nach der Gelb-Sperre ist Jeff Chabot bekanntermaßen für das kommende Duell gegen Werder Bremen gesperrt. Dafür ist Timo Hübers aber wieder verfügbar. Timo Schultz lobte in Bezug auf einen möglichen Ersatz für Chabot erneut Elias Bakatukanda: „Ele Bakatukanda zeigt eine sehr gute Trainingsleistung und ist ein hochtalentierter Junge. Timo Hübers kehrt wieder zurück in die Startelf. Da verrate ich nicht zu viel.“ Ebenso habe Luca Kilian gerade in der Defensive ein gutes Spiel gegen Hoffenheim gemacht und der Mannschaft die Stabilität verliehen, die sich der Trainer von ihm erhofft hatte. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die beiden zusammen auflaufen“, kündigte Schultz an.

Timo Schultz hat zu Bremen eine besonders persönliche Verbindung. Werder war sein erster Verein, er freue sich, wenn er dort ins Stadion gehen kann und alte Bekannte trifft. Fußballerisch sei Bremen sehr gut ins Jahr reingekommen und habe einen Coup in München gelandet und das nicht mal unverdient. „Sie haben deutlich mehr Punkte gesammelt in den ersten vier Spielen als in der Hinserie und doppelt so viele Tore geschossen wie wir und auch zehn Punkte mehr. Das ist momentan der große Unterschied.“ sagte Schultz. „Es ist ein Gefüge, das zusammen gewachsen ist und sich in der ersten Halbserie entwickelt hat und jetzt sogar die Punkte einfährt. Das kann für uns vielleicht sogar ein kleines Vorbild sein. Dass wenn man an sich glaubt, stabil bleibt, wenn man an den Themen arbeitet, wenn man Kontinuität auf den Platz bekommt, dass man dann auch eine kleine Serie starten kann. Zu Hause gegen Heidenheim, das ist kein Selbstläufer.“ Bremen verlor zuletzt gegen Heidenheim 2:1. Der FC spielte zu Beginn des Jahres gegen den Aufsteiger noch unentschieden.

Gegen Heidenheim war eine der positiven Überraschungen „Freigeist“ Florian Kainz, gegen Hoffenheim konnte der Kölner Kapitän nicht überzeugen und wurde schon nach einer knappen Stunde ausgewechselt. „Kainzi hat einen sehr guten Start in die Rückrunde gehabt. Er lebt auch davon, dass wir es als Mannschaft schaffen, organisierter ins letzte Drittel zu kommen und ihn in Szene setzen können. Das ist uns gegen Hoffenheim nicht oft genug gelungen. Wir haben gesehen, dass wir nicht zwischen die Linien kommen und wollten auf Tempo setzen. Wir können froh sein, dass wir ihn bei uns haben“, lobte Schultz. Für Kainz wurde Linton Maina eingewechselt.

Zum Spiel gegen Hoffenheim und vor allem der Offensive findet Schultz deutliche Worte: „Ich glaube, wenn wir ein bisschen mutiger gewesen wären, den Ball länger in den eigenen Reihen gehalten hätten, länger anzudribbeln, dann hätten wir uns deutlich mehr Chancen erspielen können. Am Ende fehlte immer eine Fußspitze oder die Genauigkeit im Pass, um sich die zweite oder dritte Chance zu erarbeiten“, sagt Schultz. Die defensive Stabilität wird wieder über allem stehen müssen. Der FC müsse sich dennoch mehr Chancen erspielen als in Hoffenheim. Das sei zu wenig gewesen. Auch die Einwechslung von Linton Maina bewertet der Trainer positiv. Maina habe für Belebung gesorgt. Nachdem Maina unter Steffen Baumgart gesetzt war, saß er unter dem neuen Trainer zuletzt auf der Bank. „Für Linton war es eine ungewohnte Situation, aber er hat die richtige Reaktion gezeigt. Das wird ein Abwägungsprozess gegen Bremen, wer uns weiterbringen kann. Wenn Linton Maina gut drauf ist, kann er jedem weh tun“, so Schultz.  


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Entwarnung für Hennes

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Entwarnung für Hennes

Wenige Tage vor dem Heimspiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen gab es Fragezeichen, ob das Maskottchen das Spiel seiner Mannschaft im Stadion verfolgen kann. Im Kölner Zoo ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Nun gibt es Entwarnung für Hennes.

Bis Mittwochvormittag war nicht klar, ob der FC auf die Unterstützung seines Maskottchens Hennes IX. im Heimspiel gegen Werder Bremen zählen kann. Der Geißbock begleitet die Mannschaft bekanntlich bei den Heimspielen im RheinEnergieStadion. Doch momentan ist im Kölner Zoo, Hennes` Heimat, die Vogelgrippe ausgebrochen. Aber, wie der Zoo und der Verein gegenüber come-on-fc.com bestätigten: Der Kölner Geißbock darf ins Stadion.

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Der Geißbock Hennes IX. begleitet den FC seit seinem Amtsantritt bei der offiziellen Saisoneröffnung am 4. August 2019 zu jedem Heimspiel. Am 23. August 2019 feierte er gegen Borussia Dortmund sein Debüt. Das Maskottchen begleitet den FC nun schon seit 1950 in der achten Generation zu Pokalsiegen, Meisterschaften sowie Auf- und natürlich auch Abstiegen. Seit August 2018 lebt die „Bunte Deutsche Edelziege“ in seinem FC-Häuschen im Kölner Zoo. Doch dieser bleibt vorerst erst einmal geschlossen. Ein positiver Vogelgrippe-Befund veranlasste das Veterinäramt dazu, den Zoo für Besucher zu schließen. Tierpfleger brachten am Montag alle Tiere, die sich anstecken könnten, in Sicherheit.

Städtische Behörden prüften

Das neben dem Frankfurter Steinadler Attila einzige lebende Maskottchen der Bundesliga sorgte bei so manchem Spiel für Furore. Der teilweise sture Geißbock machte seinem Namen alle Ehre und zeigte im Stadion auch schonmal gerne, wer das Sagen in Müngersdorf hat. Bis Mittwochvormittag war nicht klar, ob das Maskottchen unter Umständen nicht am Spiel der Kölner gegen den SV Werder Bremen am Freitagabend teilnehmen können würde. „Die Teilnahme ist derzeit in der Prüfung der städtischen Behörden“, bestätigte Christoph Schütt von der Presseabteilung des Kölner Zoos am Mittwochmorgen gegenüber come-on-fc.com. Dass Hennes IX. am Freitag im Stadion dabei sein kann, entschied sich wenig später. „Er darf ins Stadion“, entwarnte Schütt und gab grünes Licht. Auch der FC bestätigte, dass „Hennes nicht von der Quarantäne betroffen ist und am Duell am Freitagabend dabei sein kann“. Dies habe das Veterinäramt so bestätigt.

Bereits 2001 hatte Hennes VII. gegen den VfL Wolfsburg Stadionverbot wegen Maul- und Klauenseuche. Es herrschte ein Transportverbot wegen Ansteckungsgefahr. Damals sagte FC-Trainer Ewald Lienen: „Das ist natürlich der schlimmste Ausfall, da müssen wir schauen, wie wir das kompensieren können.“ Ganz ohne Bock trat der FC allerdings nicht an. Ein Pappaufsteller wurde als Ersatz präsentiert und durch das Stadion gerollt. Laut Aussage des Vereins hätte es am Freitag im Falle eines Ausfalls von Hennes IX. keinen Papp-Hennes geben. Den braucht es jetzt ohnehin nicht.

Wie kam Hennes zum FC?

Nicht ganz überraschend hat das Kölner Maskottchen etwas mit Karneval zu tun. Denn Carola Williams, Zirkusdirektorin, überreichte dem Klub zum zweijährigen Geburtstag eben auf einer Karnevalssitzung am 13. Februar 1950 einen jungen Geißbock. Diesen hatten Mitarbeiter des Zirkus in Thüringen aufgegriffen. Die Kölner Verantwortlichen brauchten nicht lange, um einen passenden Namen zu finden. Hennes wurde nach dem damaligen Spielertrainer Hennes Weisweiler benannt. Dass Hennes seinen Namensgeber auf der Bühne noch angepinkelt habe, ist wohl nicht mehr als nur ein Gerücht.

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Die Offensive bleibt ein Kernproblem

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Die Offensive bleibt ein Kernproblem

Auch am Sonntagabend gegen die TSG Hoffenheim war die Offensive ein Kernproblem der Geißböcke. Die Torgefahr der Kölner bleibt überschaubar.

Wie bereits in der gesamten Saison strahlte der FC auch gegen Hoffenheim wenig Torgefahr aus. Echte Großchancen sind trotz der Umstellung auf weniger Flanken weiterhin Mangelware beim 1. FC Köln: Die Torgefahr bleibt ein Kernproblem.

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Timo Schultz ist die Bedeutung von Karneval in Köln durchaus bewusst. Auch wenn der neue Trainer des 1. FC Köln betonte, dem Kölner Kulturgut nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken zu wollen, erhielt ein Teil der Profis am Montag frei. Schultz selbst und einige Spieler verbrachten die Feierlichkeiten auf dem FC-Wagen im Rosenmontagszug. Und das, obwohl die Woche zwischen dem 1:1 gegen Hoffenheim und dem Heimspiel am Freitag gegen Bremen eine sehr kurze ist. Ganz offensichtlich hat es Timo Schultz in kurzer Zeit geschafft, dem FC ein stabileres Spielgerüst zu verpassen. „Wir kennen unsere Themen und wissen, dass wir die Null halten müssen. Da war das ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Schultz. Andere offene Baustellen bleiben dagegen ein langwierigeres Problem, sodass man meinen könnte, jeder potenzielle Trainingstag zählt. Vielleicht kam der freie Tag aber auch gelegen, denn mit dem Ausfall von Jeff Chabot dürfte es, trotz der Rückkehr von Timo Hübers ins Training, im Hinblick auf die Partie gegen Bremen neue Sorgenfalten bei Timo Schultz geben.

Offensivkraft bleibt das Kernproblem

Denn zum zweiten Mal in Folge muss der Kölner Trainer die Abwehrzentrale umbauen. Luca Kilian löste seine Aufgabe gut, der FC ließ auch ohne Timo Hübers wenig zu. Die Marschroute „die Null muss stehen“ scheint immer besser zu passen, nur scheint diese auf beiden Seiten zu gelten. Die Offensivkraft der Kölner bleibt demnach weiterhin das Kernproblem. So auch am Sonntagabend gegen Hoffenheim. Die Kölner erspielten sich – mit Wohlwollen – ganze vier Chancen und brachten gerade einmal einen Schuss direkt aufs Tor. Dass Max Finkgräfe mit diesem auch direkt sehenswert traf, hätte den Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt. Der 2:0-Erfolg über Frankfurt blendete das gleiche Problem ein wenig aus. Auch gegen die Eintracht erspielte sich der FC nur eine Handvoll Chancen, erzielte aber immerhin zwei Treffer, die zu drei Punkten reichten.

Echte Großchancen kreierten die Geißböcke auch nicht gegen Dortmund oder Wolfsburg. Dabei hat Timo Schultz das Spielsystem auch in der Offensive umgestellt. Der FC sucht seltener die Flanken als Allheilmittel. Nicht ohne Grund betonte Timo Schultz in der vergangenen Woche, dass im Profifußball nur die wenigsten Tore aus hohen Flanken resultieren. Unglücklich, dass Schultz` Vorgänger Steffen Baumgart genau dieses Spielsystem über mehr als zwei Jahre beim FC implementiert hat. Das Kernproblem analysierte Schultz treffend: „Wir haben es nicht geschafft, die Kontersituationen und Ballgewinne besser auszuspielen. Dementsprechend hatten wir viel zu wenige klare Torchancen.“ Auch Florian Kainz war mit der Offensivarbeit unzufrieden. „Mit dem Ball war das nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagte der Kapitän des 1. FC Köln und macht deutlich, dass auch die Mannschaft andere Ansprüche hat. Das wird wohl die nächste Stellschraube sein, an der der FC drehen muss. Dringend. Auch, wenn es nicht einfach wird.


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Timo Schultz und seine Geschichte mit Werder Bremen

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Timo Schultz und seine Geschichte mit Werder Bremen

Nur fünf Tage nach dem 1:1 gegen Hoffenheim steht für den 1. FC Köln und Trainer Timo Schultz die Begegnung gegen Werder Bremen an. Eine ganz besondere Partie für den 46-Jährigen.

Für den 1. FC Köln geht es am Freitagabend (20.30 Uhr, DAZN) im Duell gegen Werder Bremen um wichtige Punkte. Für den Trainer ist es mehr als „nur“ eine Bundesliga-Begegnung. Timo Schultz und die besondere Verbindung zu Werder Bremen.

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Nahezu 15 Jahre musste Timo Schultz warten, bis der heutige Trainer des 1. FC Köln im Alter von 33 Jahren sein Bundesliga-Debüt feierte. Der Ostfriese wurde damals für St. Pauli gegen Borussia Dortmund eingewechselt. Trotz der langen Wartezeit spielt die Begegnung gegen den BVB nicht die größte Rolle in den sportlichen Erinnerungen des 46-Jährigen. „Ich war jahrelang ein durchschnittlicher Drittligaspieler. Ich habe dann das Glück gehabt, mit St. Pauli von der dritten in die zweite Liga und dann in die erste Liga aufzusteigen“, sagte Schultz vor gut zwei Wochen im WDR-Podcast „Einfach Fußball“ und deutete an, dass die vier Bundesliga-Spiele „mehr oder weniger“ Geschenke vom Trainer gewesen seien. „Mein wichtigstes Spiel und das, auf das ich am liebsten zurückblicke, ist das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen, weil es sehr speziell war.“

Schultz: „Es war eine Wahnsinnserfahrung“

Sehr speziell ist noch stark untertrieben. Der Pokalfight im Januar 2006 hätte aufgrund von Schnee und Eis nicht stattfinden dürfen. Schiedsrichter Felix Brych pfiff die Begegnung dennoch an, sehr zum Entsetzen der Bremer. Später wurde die Begegnung als „Skandalspiel“ gehandelt. „Mit alldem drum herum, mit Leuten die so getan haben, als hätten sie Schnee geschippt und als der Schiri weg war, abgehauen sind“, erinnert sich der 46-Jährige. Tatsächlich setzten sich die Kiezkicker als Drittligist gegen den Bundesligisten 3:1 durch. Im Halbfinale war gegen die Bayern Schluss.

Doch die Begegnung gegen Werder war nicht nur aufgrund der Umstände für „Schulle“ besonders. Der damalige Mittelfeldspieler bezwang damals im Nordderby mit St. Pauli eben auch eine Art Heimatklub. „Ich bin damals zu Werder in die U19 gegangen und war zum ersten Mal von zu Hause weg“, zitiert den 46-Jährigen die Morgen Post. „Dort habe ich auch mein Abi gemacht. Ich werde die Zeit in schöner Erinnerung behalten.“ Dabei war die Zeit in Bremen alles andere als nur rosig. Schultz hatte keine Chance, sich bei den Profis durchzusetzen. Gegen Spieler wie Dieter Eilts, Frank Baumann oder Thorsten Frings hatte der erst 18-Jährige keine Chance. „Es war für mich eine Wahnsinnserfahrung, in dieser Mannschaft überhaupt mittrainieren zu dürfen. Die haben damals ja noch im Europapokal der Landesmeister gespielt“, sagte Schultz.

Ein Stück weit Werder-Fan

Fünf Jahre trug Schultz das Trikot der Bremer. Es folgte der Wechsel nach Lübeck. Die Zuneigung ist nie abgeebbt. „Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich ein Stück weit Werder-Fan bin“, sagte Schultz einst. Am Freitagabend wird die Verbundenheit zu Werder für mindestens 90 Minuten ruhen müssen. Denn für Schultz und den FC geht es gegen Bremen um wichtige Punkte im Abstiegskampf, es folgen vor der Länderspielpause die Duelle gegen den VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen sowie Mönchengladbach und gegen RB Leipzig. Weitere Punkte wären sicherlich nicht verkehrt. Auf sein Trainer-Debüt in der Bundesliga musste der Coach zwölf Jahre warten. In den kommenden Wochen wird er alles daransetzen, dass der erste Abstieg als Bundesliga-Coach nicht früher kommt, als erhofft. Den Anfang macht das Duell ausgerechnet gegen Werder Bremen.


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Timo Hübers wieder zurück im Training

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Timo Hübers wieder zurück im Training

Nachdem Timo Hübers krankheitsbedingt beim Duell gegen die TSG Hoffenheim gefehlt hat, steht der Verteidiger dem FC nun wieder zur Verfügung.

Den Ausfall in der Abwehrreihe kompensierte Timo Schultz durch den Einsatz von Luca Kilian, der seine Sache am Sonntagabend durchaus gut machte. Für die Begegnung gegen Bremen steht der gesetzte Innenvertreidiger wohl wieder bereit, denn Timo Hübers ist zurück im Training.

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Nach der Teilnahme einiger FC- Profis am Kölner Rosenmontagszug erschienen am Dienstag die einsatzfähigen Spieler wieder fit auf dem Trainingsplatz. Timo Schultz kann also am kommenden Freitag im Spiel gegen den SV Werder Bremen nahezu aus dem Vollen schöpfen. Der Gelb-gesperrte Jeff Chabot wird allerdings der Mannschaft nicht zur Verfügung stehen und muss ersetzt werden. Ebenso fallen die Langzeitverletzten Luca Waldschmidt, Davie Selke und Mark Uth noch bis auf Weiteres aus. Eine Rückkehr wird noch etwas auf sich warten lassen.

Kaderumstellungen gegen Bremen

Durch die Sperre von Jeff Chabot muss Timo Schultz die Abwehr am Freitagabend erneut umstellen. Die Rückkehr von Timo Hübers, der bisher kein Spiel verpasst hat, erleichtert diese Aufgabe. Dass Luca Kilian die Lücke füllen wird, ist nach seiner soliden Leistung gegen Hoffenheim sehr wahrscheinlich. Aber auch der Einsatz von Dominique Heintz oder Elias Bakatukanda sind mögliche Optionen für den Chef-Coach des 1. FC Köln. Gerade den 19-Jährigen lobte der Trainer vor dem Duell gegen Hoffenheim noch und äußerte sich im Bezug auf den möglichen Hübers-Ersatz: „Auch der Elias Bakatukanda macht es sehr gut, seitdem ich da bin. Er ist ein sehr hochtalentierter Spieler, dem ich das auch zutraue.“


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Kommentar: So spielt kein Absteiger

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Kommentar: So spielt kein Absteiger

Beim 1:1 in Hoffenheim spielte der FC in der Offensive lange zu harmlos, fand kaum statt. Dennoch wäre gegen die TSG auch ein Erfolg möglich gewesen. Am Ende steht ein Punkt gegen einen Europa-League-Anwärter und die Erkenntnis, dass der FC in der Liga mithalten kann. Ein Kommentar.

Das 1:1 bei der TSG Hoffenheim hatte schon viel von Magerkost. Lange gab es so gut wie keine Annäherung an das Gehäuse der Sinsheimer. Und doch fühlte sich das 1:1 wie eine Niederlage an. Auch, weil der FC einmal mehr einem Gegner auf Augenhöhe begegnet ist. 1. FC Köln: Kommentar zum Spiel in Hoffenheim.

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Von den jüngsten 16 Duellen gegen Hoffenheim nur zwei gewonnen, in den vergangenen 20 Jahren nur zwei direkte Karnevalsspiele für sich entschieden – rein nach der Statistik gab es für den FC am Sonntagabend wenig in Sinsheim zu holen. Die Enttäuschung eigentlich vorprogrammiert – und tatsächlich fühlte sich das achtbare Remis bei der TSG wie eine Niederlage an. Der FC hat an drei weiteren Punkten geschnuppert, die den Kölnern nach dem Erfolg der Eisernen gegen Wolfsburg auch sehr gut zu Gesicht gestanden hätten. So wurde es einer, der nach einem durchschnittlichen Auftritt zweier angeschlagener Klubs doch verdient war. Einer, der für die Kölner aber noch sehr wichtig werden kann und einer, mit dem vor dem Spieltag nicht unbedingt zu rechnen gewesen ist.

In der Hinrunde noch Ausrede

Vor allem aber war es bereits der sechste Punkt im fünften Spiel unter Timo Schultz. Das ist sicher keine gigantische Ausbeute, die Situation nach wie vor bedrohlich und die Geißböcke alles andere als über den Berg. Eine Hochrechnung, wie viele Punkte die bisherige Ausbeute am Ende der Spielzeit bedeuten könnten, macht auch keinen großen Sinn. Dafür ist der Fußball bekanntlich zu unberechenbar. Doch sind diese sechs Zähler mehr als nur ein Hoffnungsschimmer. Zur Erinnerung: Die Kölner Verantwortlichen hatten vor dem Saisonauftakt mehrfach betont, wie schwer das Auftaktprogramm gegen die Teams aus der kolportierten oberen Tabellenhälfte sein werden würde. Als die Kölner sich am fünften Spieltag gegen Werder Bremen erstmals mit einem Gegner auf Augenhöhe wähnten, war aus der Mahnung längst eine Ausrede geworden. Mit nur einem Zähler lag der FC punktgleich mit Darmstadt (17.) und Mainz (18.) auf dem Relegationsplatz.

Es folgte der schwache Auftritt bei Werder, die Gewissheit, dass das eine schwere Saison werden würde und nicht nur das harte Auftaktprogramm Grund für eine drohende Misere sein könne. Fünf Monate später hat sich die Tabellensituation nicht grundlegend verändert. Der FC ist noch immer oder wieder 16., die Konkurrenz ist auf einen Hauch Distanz gebracht. Allerdings holten die Geißböcke aus den gleichen Begegnungen sechs Punkte. Eine Ausbeute, die dem FC in der Hinrunde zu diesem Zeitpunkt Rang zehn eingebracht hätte. Und das ohne Leistungsträger wie Luca Waldschmidt oder Davie Selke. Timo Schultz hat dem FC Stabilität und Selbstvertrauen zurückgegeben. Attribute, die bei dem Hurra-Fußball von Steffen Baumgart verloren gegangen sind. Das Spiel mag vielleicht nicht mehr so attraktiv sein, es ist aber effektiv. Und nur darauf kommt es im Abstiegskampf an. So lag am Sonntag ein Sieg in der Luft, bei dem die Kölner genau einen Schuss direkt aufs Tor gebracht hätten.

Spiele auf Augenhöhe

Der Ausgleich in der Nachspielzeit war bitter, aber durchaus leistungsgerecht. Leistungsgerecht gegen einen Gegner, der sich im Kampf um die Europa League sieht. Sicher war das Spiel gegen Hoffenheim kein Leckerbissen und gerade die Offensive zu harmlos. Und doch bleiben nach den ersten Wochen unter dem neuen Trainer zwei wichtige Erkenntnisse. Erstens: So wie die Kölner aktuell auftreten, spielt kein Absteiger. In keinem der bisherigen Schultz-Spiele, auch nicht bei der 0:4-Klatsche gegen Dortmund, war der FC chancenlos. Die Kölner spielten größtenteils auf Augenhöhe, hätten vielleicht mit ein wenig mehr Spielglück sogar noch mehr Punkte geholt. Zweitens: Es befinden sich dieselben Spieler im Kader wie noch vor Weihnachten. Und dieser hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er zumindest aktuell doch die Qualität für die Bundesliga hat. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Erkenntnis nicht zu spät kommt.


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Am Sonntag 100. Bundesliga-Spiel – am Freitag in der Top-100?

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Am Sonntag 100. Bundesliga-Spiel – am Freitag in der Top-100?

Beim 1:1-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim absolvierte Jan Thielmann sein 100. Bundesliga-Spiel. Am Freitag könnte der 21-Jährige eine weitere Top-Marke erreichen.

Keinen einzigen Torschuss auf das Tor der TSG Hoffenheim gab Jan Thielmann am vergangenen Sonntag ab. Dennoch ist der 21-Jährige ein großer Gewinn für den 1. FC Köln. Jan Thielmann erreicht die nächste Top-Marke.

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Das 1:1 gegen die TSG Hoffenheim am Sonntag zählt sicherlich nicht zu den besseren Spielen, die Jan Thielmann für den FC absolviert hat. Und dennoch war es für den Offensivspieler ein besonderes. Gut vier Jahre nach seinem Bundesliga-Debüt gegen Bayer Leverkusen spielte das Kölner Eigengewächs sein 100. Bundesliga-Spiel – und das im zarten Alter von gerade einmal 21 Jahren. Kein anderer FC-Profi erreichte in diesen jungen Jahren diese Marke. Thielmann unterbot den bisherigen Rekordspieler Pierre Littbarski um knapp 20 Tage. Und der Wert wird noch einmal angesichts der Verletzungsanfälligkeit des 21-Jährigen beeindruckender. So stand der Stammspieler in dieser Saison in den ersten neuen Begegnungen nicht auf dem Platz, in der vergangenen Spielzeit verpasste der FC-Spieler ebenfalls neun Spiele verletzungs- oder krankheitsbedingt.

Thielmann kurz vor der nächsten Top-Marke

Thielmann gilt beim FC nicht umsonst als großes Versprechen. Der Youngster ist auf zahlreichen Positionen einsetzbar, spielt aktuell im Sturm, fand sich unter Steffen Baumgart in aller Regel auf der Außenbahn, aber auch schon mal als Verteidiger wieder. Kein anderer FC-Profi steht so für Leidenschaft und Wille. Nur mit dem Toreschießen will es bei dem U21-Nationalspieler noch nicht so recht klappen. Gegen Eintracht Frankfurt vor zehn Tagen erzielte Thiemann sein erstes Saisontor. „In der ersten Halbzeit hatte ich nicht so viel Glück, da hat der Torwart gut gehalten. In der 80. Minute ist dann einfach der Kopf ausgegangen. Ich dachte: Komm, ich halte drauf, mehr als danebengehen kann er nicht“, sagte der Torschütze. In 114 Pflichtspielen für die Geißböcke war Thielmann insgesamt erst neun Mal erfolgreich. Immerhin bereitete der Kölner Youngster 13 Treffer vor. Im Schnitt ist Thielmann also in jedem fünften Spiel an einem Kölner Treffer beteiligt.

Am Freitag könnte der Kölner Offensivspieler die nächste Rekordmarke erreichen. Sollte er gegen Bremen (20.30 Uhr, DAZN) auflaufen, würde Thielmann sein 115. Pflichtspiel für die Geißböcke spielen und damit in der Liste der Kölner Rekordspieler ein paar Plätze klettern. Der 21-Jährige würde dann sogar die Top-100-Marke knacken und mit Klaus Fischer und Faryd Mondragon gleichziehen. Nur drei aktive Kölner haben noch mehr Spiele für den FC absolviert. Dominique Heintz (116 Spiele, Platz 98), Benno Schmitz (133/85) und Florian Kainz (149/74). Pierre Littbarski ist mit seinen 504 Pflichtspielen (Dritter der Rekordspieler-Tabelle) noch viele Einsätze entfernt. Sollte Thielmann jedes Duell für die Geißböcke bestreiten, wäre auch dieser Rekord in der Theorie erreichbar. In der Theorie.


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Und dann fehlt auch Chabot

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Und dann fehlt auch Chabot

Nachdem Timo Hübers gegen Hoffenheim krankheitsbedingt ausgefallen ist, wird nun Jeff Chabot gegen Bremen nach seiner fünften gelben Karte fehlen.

Auch gegen Hoffenheim war Jeff Chabot wieder einer der besten Abwehrspieler. Doch nach Timo Hübers wird nun der zweite Innenverteidiger ausfallen. Jeff Chabot fehlt gegen Bremen aufgrund einer Gelbsperre.

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Er gewann die meisten Zweikämpfe der FC-Profis und brachte prozentual die zweitmeisten Pässe zum Mitspieler. Dazu gewann er zahlreiche Zweikämpfe am Boden und in der Luft. Jeff Chabot war auch beim 1:1 gegen Hoffenheim einmal mehr die Konstante in der Kölner Hintermannschaft, sortierte das Team, war am Spielaufbau entscheidend beteiligt. Der Innenverteidiger ist zweifelsfrei einer der besten Feldspieler der Kölner über die gesamte Saison hinweg. Im wichtigen Spiel gegen Werder Bremen am kommenden Freitag (20.30 Uhr, DAZN) wird der Abwehrspieler aber definitiv fehlen. Chabot sah nach einem Foulspiel gegen Ihlas Bebou die Gelbe Karte, seine fünfte. Chabot ist für das nächste Spiel gesperrt.

Wird Hübers rechtzeitig fit?

Für den seit heute 26-Jährigen wird die Begegnung gegen Bremen die zweite sein, die der Abwehrspieler gesperrt von der Tribüne aus sehen wird. Im Duell gegen den SC Freiburg hatte der Innenverteidiger die Gelb-Rote Karte gesehen und war dementsprechend bei Steffen Baumgarts Abschiedsspiel gegen Union Berlin nicht mit von der Partie. Nun folgt das Aus gegen Werder. Für Timo Schultz bedeutet das, dass er nun zum zweiten Mal in Folge seine Abwehrzentrale umbauen muss. Denn Timo Hübers fehlte gegen Hoffenheim krankheitsbedingt. Immerhin betonte Schultz, dass man gerade in der Innenverteidigung besonders gut aufgestellt sei. Sollte sich Hübers allerdings nicht rechtzeitig für die Bremen-Begegnung zurückmelden, wird das komplette Abwehrzentrum gesprengt sein. Dann müsste Schultz neben Luca Kilian auf Dominique Heintz oder Youngster Elias Bakatukanda setzen.

Dass Kilian eine weitere Chance von Beginn an erhält, ist nach dem ordentlichen Auftritt am Sonntagabend mehr als nur wahrscheinlich. „Es ist bitter, dass Jeff Chabot ausfällt. Aber es ist nicht mehr ganz so bitter, wenn  ich sehe, wie Luca Kilian heute gespielt hat. Das war wirklich tadellos, gerade in der Defensive“, sagte Schultz. Kilian hatte in diesem Jahr noch keine Rolle in den Planungen von Timo Schultz gespielt. Der Innenverteidiger stand bis zum Hoffenheim-Duell im Jahr 2024 noch keine Minute auf dem Feld. Am vergangenen Freitag hatte Schultz auch Youngster Elias Bakatukanda ins Spiel gebracht. Betont, dass er dem Abwehrspieler ebenfalls die Rolle im Abwehrzentrum zutraue. Je nachdem wie schnell Hübers fit wird, könnte Bakatukanda zu einer Option werden. Wahrscheinlicher wäre in diesem Fall aber der Einsatz von Dominique Heintz.


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Nach Finkgräfe-Traumtor: „Keine Angst, dass er abhebt!“

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Nach Finkgräfe-Traumtor: „Keine Angst, dass er abhebt!“

Beim 1:1 gegen die TSG Hoffenheim war Max Finkgräfe wieder der auffälligste Kölner Spieler. Und dieses Mal krönte er die starke Leistung mit einem Traumtor.

Der 19-jährige Max Finkgräfe kommt mittlerweile auf seinen zwölften Bundesliga-Einsatz und hat sich längst in der Startelf festgespielt. Im Duell gegen die TSG Hoffenheim belohnt sich der Youngster für seine gute Leistungen und erzielt sein erstes Saisontor.

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Jeff Chabot kniete mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf dem Boden und schüttelte fast schon ungläubig den Kopf. Dann zeigte er mit dem Daumen auf Max Finkgräfe, der sich nur wenige Meter weit entfernt von den rund 6000 Kölner Fans feiern ließ. 1:0 – nachdem dem FC fast 80 Minuten nichts in der Offensive gegen harmlose Hoffenheimer eingefallen war, war es der Youngster, die Entdeckung der Saison, der mit einem perfekten Freistoß zur Kölner Führung traf. Das Selbstvertrauen des Youngsters könnte gerade wohl kaum größer sein. Anton Stach hatte den kurz zuvor eingewechselten Linton Maina rund 25 Meter vor dem Tor gelegt und möglicherweise bereits geahnt, dass die kommende Situation brenzlig werden würde. Zumindest haderte Stach mit der Entscheidung des Schiedsrichters, obwohl es relativ wenig Spielraum für den Unparteiischen gab. Und so nahm sich Max Finkgräfe die Kugel, nahm im Ronaldo-Style Anlauf und versenkte diese im Netz: 1:0.

Finkgräfe: „Dafür trainiere ich jeden Tag“

„Max macht es im Moment überragend, deswegen hat er sich das Tor auch redlich verdient. Er hat heute wieder ein super Spiel gemacht. Er ist ein bodenständiger Junge und mit ihm kann man gut arbeiten“, sagte Benno Schmitz, der erneut den Vorzug vor Rasmus Carstensen erhielt. Für sein Premieren-Tor in der Bundesliga hatte sich der 19-jährige Finkgräfe diesen besonderen Treffer ausgesucht. Und einen, der nicht von ungefähr kommt. „Ich trainiere schon jeden Tag, nehme mir nach dem Training so zehn Bälle und ich bin neben Jeff Chabot der einzige Linksfuß auf dem Platz“, erklärte der Torschütze. „Dann habe ich um den Freistoß gebeten und habe ihn bekommen. Ich habe mir gedacht, das ist er jetzt, dafür trainiere ich jeden Tag.“ Und das Training zahlt sich aus, das war er dann.

Erneut in der Elf des Spieltags

Für den gebürtigen Mönchengladbacher zeigt die Karriereleiter weiter nach oben. Mittlerweile kommt der 19-Jährige auf zwölf Bundesliga-Einsätze, davon die jüngsten sieben von Beginn an. Längst hat sich Finkgräfe in der Stammelf festgespielt, ist eine Konstante. Auch gegen Hoffenheim überzeugte der Youngster nicht nur aufgrund seines Tors. Finkgräfe hatte hinter Jeff Chabot und Eric Martel die drittmeisten Kölner Ballkontakte, gewann fast 70 Prozent seiner Zweikämpfe und fiel vor allem immer wieder als wichtiger Balltreiber auf. „Es war ein super Spiel von Max. Er ist ein super Junge, macht es gut und ist klar im Kopf. Deshalb habe ich auch keine Angst, dass er abhebt. Er ist für uns ein echter Gewinn in der jetzigen Situation“, sagte Kapitän Florian Kainz. Und Trainer Timo Schultz ergänzte: „Dass er den heute so getroffen hat, freut mich extrem. Er hat heute wieder eine super Leistung gezeigt. Der Junge macht richtig Spaß.“

Auch, weil der Youngster nun bereits zum dritten Mal in Folge bester Kölner Spieler war. Das zeichnete auch das Fachmagazin „Kicker“ aus und berief den Youngster erneut in die Elf des Spieltags. Perfekt verlief das Spiel für den 19-Jährigen allerdings nicht. Andrej Kramaric verdarb dem FC in der Nachspielzeit die Karnevalsparty. „Ich freue mich trotzdem über den Punkt. Wir müssen es positiv sehen, auch wenn es sich eher wie eine Niederlage anfühlt. Jeder Punkt hilft“, sagte das Kölner Eigengewächs. „Und dann geht es Freitag auch schon weiter.“ Mal sehen, was sich der Linksverteidiger für die Begegnung gegen Bremen vorgenommen hat.



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