In Frankfurt einst ausgemustert, beim FC zurück zu alter Form?

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In Frankfurt einst ausgemustert, beim FC zurück zu alter Form?

Nach zuletzt drei guten Spielen unter Timo Schultz dürfte Denis Huseinbasic auch am Samstag gegen die Eintracht zum Einsatz kommen. Gegen jenen Klub, bei dem der 22-Jährige in der Jugend aussortiert wurde.

Unter Timo Schultz blüht auch Denis Huseinbasic beim 1. FC Köln wieder ein wenig auf. Der 22-Jährige lieferte zuletzt wieder ordentliche Leistungen ab. Ein Einsatz gegen seinen Ex-Verein scheint wahrscheinlich. Denis Huseinbasic hat mit Eintracht Frankfurt noch eine Rechnung offen.

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Auf seinem linken Unterarm stehen zwei Wörter: „samo dalje“. „Immer weiter machen“, lautet die Botschaft, die sich Denis Huseinbasic unter die Haut hat tätowieren lassen. Ein Motto mit großer Bedeutung für den 22-Jährigen. Ein Motto, das er von seinen Eltern früh mit auf den Weg bekommen hat und das ihn von diesem auch nicht abbringen soll. Die Geschichte des Mittelfeldspielers, der vor zwei Jahren noch in der Regionalliga bei Kickers Offenbach kickte und in der vergangenen Spielzeit zum Newcomer der Bundesliga und zum Teilnehmer der U21-Europameisterschaft avancierte, klingt wie ein perfektes Märchen. Doch der rasante Weg in die höchste deutsche Spielklasse war für den 22-Jährigen alles andere als immer gradlinig.

Bei Frankfurt ausgemustert

So hat der Kölner Mittelfeldspieler ausgerechnet mit dem kommenden Gegner Eintracht Frankfurt (Samstag, 18.30 Uhr, Sky) eine kleine offene Rechnung zu begleichen. Denn das Duell gegen die Hessen ist auch eine Begegnung mit der Vergangenheit. Vier Jahre trug der gebürtige Hesse bei den Junioren das Trikot der Eintracht, galt zwar als Talent, wenn auch nicht als das große Juwel. Nach vier Jahren endete der eingeschlagene Weg bei dem Bundesligisten. Er sei zu klein, zu schmächtig, ihm fehle es an der nötigen Einstellung – sollen Kritikpunkte gewesen sein. Und so teilte der Verein der Familie Huseinbasic die Entscheidung mit. Doch der Mittelfeldspieler ließ sich davon nicht abhalten. Er machte weiter, schloss sich dem Nachwuchs von Kickers Offenbach an. Auch im ersten Seniorenjahr lief es noch nicht rund. Gerade in der Hinrunde kam der Hesse nur selten zum Einsatz.

In der Rückrunde avancierte Huseinbasic zum Stammspieler und das mit 18 Jahren. Das weckte Interesse, vornehmlich aus der 2. Bundesliga. Der Mittelfeldspieler aber wechselte für knapp 50.000 Euro nach Köln, dem Vernehmen nach soll Steffen Baumgart keine ganz unwichtige Rolle bei dem Transfer, aber auch bei Huseinbasics rasanter Entwicklung gespielt haben. Zumindest fand der Trainer die richtigen Worte, als es auch mal nicht für die Nominierung in die erste Elf reichte. „Kopf hoch, deine Zeit wird kommen“, soll Baumgart damals gesagt haben oder anders ausgedrückt: immer weiter machen. Die aktuelle Saison lief bislang ebenfalls nicht nach dem Geschmack des Youngsters, der als besonders ehrgeizig, aber auch selbstbewusst gilt.

Starke Werte

Nach der schwachen U21-EM im Sommer spielte Huseinbasic in den Überlegungen von Steffen Baumgart keine Rolle, kam in der Liga zunächst nur auf ein paar Minuten Einsatzzeit. Das änderte sich kurzfristig durch die Verletzung von Eric Martel. Nach dessen Genesung ging es zurück auf die Bank. Zuletzt stand der 22-Jährige für den FC vier Mal in Folge 90 Minuten auf dem Platz, unter Timo Schultz sichtbar verbessert. Aktuell weist der 22-Jährige mit über 90 Prozent die beste Passquote aller FC-Profis auf, läuft im Schnitt 11,8 Kilometer pro Spiel, ebenfalls mehr als seine Mannschaftskollegen. Einem Einsatz gegen Frankfurt am Samstag steht wohl eher wenig im Weg. Gegen seinen Ex-Klub hat er bei den Profis erst ein Mal gespielt – vor einem Jahr beim 3:0-Erfolg. Aus Kölner Sicht kann er gerne so immer weitermachen.


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Justin Diehl: VfB erhöht den Druck – weiterer Kandidat im Werben?

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Justin Diehl: VfB erhöht den Druck – weiterer Kandidat im Werben?

Justin Diehl hat die ersten Spiele in dieser Saison für die Kölner Profis absolviert. Und das durchaus vielversprechend. Auf seine Entscheidung, den FC zu verlassen, hat das offenbar keine Auswirkung. Laut einem Medienbericht drängen die Schwaben auf eine Entscheidung.

Er gilt bei den Kölnern als großer Hoffnungsträger – allerdings nicht mehr lange. Denn die Zukunft des Sturm-Juwels scheint nicht in Köln zu liegen. Der VfB erhöht den Druck auf die Entscheidung des Youngsters. Wie geht es weiter mit Justin Diehl?

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Nachdem Florian Kainz am vergangenen Mittwoch ausgefallen war, fehlte diesen Mittwoch Justin Diehl. Die Kölner Nachwuchshoffnung meldete sich offenbar krank, genauere Details gab der Verein nicht bekannt. Ob der Youngster bis zum kommenden Samstag zum Duell gegen Eintracht Frankfurt (18.30, Sky) wieder fit ist, ist wohl eher unwahrscheinlich. Dabei hatte FC-Trainer Timo Schultz noch am vergangenen Donnerstag betont, dass Diehl sehr nah an der ersten Elf sei. Nicht wenige Experten und Anhänger hatten bereits im Duell gegen Wolfsburg mit einem Einsatz in der Anfangsformation gerechnet. Diehl kam erst für die Schlussphase, hatte keinen großen Einfluss mehr auf das Spiel. Dennoch wird der Angreifer mit großer Wahrscheinlichkeit in dieser Spielzeit bei den Geißböcken noch von Beginn an auflaufen.

VfB drängt auf Entscheidung

Dass er das auch in der kommenden Spielzeit in Köln tut, wird offenbar immer unwahrscheinlicher. Diehl sieht seine Zukunft auch weiterhin nicht bei den Geißböcken, ein Abstieg würde die Situation sicher nicht verbessern. Schon zu Beginn der Saison hatte der Youngster den Kölner Verantwortlichen offenbar mitgeteilt, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen und war, wie berichtet, in die U21 degradiert worden. Zwar habe man Ungereimtheiten ausgeräumt, wie Christian Keller zu Beginn des Jahres erklärte, und Diehl nun auch Einsätze bei den Profis ermöglicht. An den Vorstellungen des Youngsters scheint das aber nicht sonderlich viel zu ändern. So soll sich das Kölner Eigengewächs dem Vernehmen nach mit dem VfB Stuttgart bereits in Gesprächen befinden. Laut der „Sport Bild“ haben die Schwaben in den vergangenen Wochen auf eine Entscheidung des Youngsters gedrängt, laut der Zeitschrift kämen die Bemühungen der Geißböcke zu spät.

Hintergrund sei ironischer Weise auch die Spielzeit beim FC. Denn mit jedem Einsatz wächst der Kreis der Konkurrenten im Buhlen um das junge Talent. So berichtet das Fachmagazin weiter, dass neben der TSG Hoffenheim mittlerweile auch RB Leipzig die Fühler nach dem 19-Jährigen ausgestreckt haben soll. Kein Wunder, dass der VfB nun auf das Gaspedal tritt. Und die Argumente für die Schwaben sind nicht schlecht. Immerhin wird Stuttgart mit großer Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr europäisch, vielleicht sogar Königsklasse spielen. Beim FC droht die Zweitklassigkeit. Diehl wird helfen dürfen, den Abstieg noch zu verhindern. Gleichzeitig hat der Youngster die Chance, sich für weitere Klubs zu empfehlen – eine recht komfortable Situation.

Faride Alidou: „Das macht etwas mit einem“

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Faride Alidou: „Das macht etwas mit einem“

Am Samstag gehörte Faride Alidou zu den Gewinnern des Spieltags. Nun will er ausgerechnet gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber nachlegen.

Am Samstag steht das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt auf dem Spielplan. Für den 22-Jährigen ein besonderes Matsch. Das sagt Faride Alidou über seine Krise und den Treffer gegen den VfL Wolfsburg.

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Faride Alidou schrie sich den Frust von der Seele, als der Offensivspieler am vergangenen Samstag sein erstes Tor für den 1. FC Köln erzielte. „Ich habe die letzten Monate nicht viel gespielt. Das macht etwas mit einem“, sagte Alidou am Mittwoch. „Ich habe jeden Tag mein Bestes gegeben im Training und auf die aktuelle Situation gehofft. Jetzt muss ich da sein und weitermachen.“ Und das ausgerechnet gegen Eintracht Frankfurt, seinen eigentlichen Arbeitgeber. An die erste Begegnung gegen die Hessen im Sommer wird der 22-Jährige nicht die besten Erinnerungen haben.

FC-Debüt ausgerechnet gegen die Eintracht

Denn das Debüt im Kölner Trikot hätte wohl kaum schlimmer ausfallen können. Ausgerechnet gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber lief Faride Alidou erstmals mit dem Geißbock auf der Brust auf. Der Offensivspieler kam nach einer knappen Stunde, hatte wenig Zugriff auf das Spiel, um dann entscheidend in Szene zu treten. 20 Minuten nach seiner Einwechslung verlor der 22-Jährige einen einfachen Ball gegen Sebastian Rode in der eigenen Hälfte. Der Routinier leitete den späten Ausgleich ein. Der FC hatte lange 1:0 geführt und dementsprechend am ersten Dreier der Saison geschnuppert. Alidou benötigte die Aufmunterung seines Trainers. „Ich habe ihm gesagt, dass solche Dinge bei unserem Spiel dazu gehören und er sich weiterentwickeln muss“, sagte der damalige Coach Steffen Baumgart. Er solle den Kopf hochnehmen.

Doch auch die weiteren Einsätze verliefen nicht glücklich, wenn auch bei weitem nicht so unglücklich wie das 1:1 bei den Hessen. Alidou verlor zwischenzeitlich den Kaderplatz. Es deutete viel auf eine besonders enttäuschende Saison hin. Eine bittere Niederlage für den ehrgeizigen Offensivspieler, der dem Vernehmen nach dem FC-Lockruf 2022 auch nicht folgte, weil die Kölner Offerte nicht seinen Vorstellungen entsprochen haben soll. Damals entschied sich der gebürtige Hamburger für Eintracht Frankfurt. Auch die Hessen haben lange um das Talent gebuhlt, wollten es bereits im Winter zuvor verpflichten. Doch damals hatte wohl der HSV in anderen Sphären gedacht. Kein Wunder, bei den Hanseaten durchlief Alidou einige Juniorenteams und wurde auch vereinsintern als großes Juwel bezeichnet.

FC besitzt Kaufoption

Zu einer ganz ähnlichen Einschätzung scheint man im Sommer auch bei den Hessen gekommen zu sein. Denn obwohl sich der einstige U21-Nationalspieler bei der Eintracht nicht durchsetzen konnte, sogar seltener spielte als in der Hinrunde bei den Geißböcken, haben die Frankfurter Alidou verliehen und einer einfachen Kaufoption der Kölner für den kommenden Sommer nicht zugestimmt. So wurde neben diesem Vertragsanker eine Rückkaufoption vereinbart. Die Hessen haben weiterhin die Hand auf dem Deal. Von vier Millionen Euro Kaufoption ist die Rede, von einem Rückkauf in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro. Eine stolze Summe für einen Spieler, der in der Hinrunde nicht über den Status eines erfolglosen Jokers hinausgekommen ist. So dürfte diese Möglichkeit trotz der Transfersperre bislang nicht die größte Option in Köln gewesen sein.

Alidou profitiert auch von Diehl

Bislang. Denn tatsächlich zeigte Alidou gegen Wolfsburg Ansätze seines Potenzials. „Ich war megaglücklich über mein erstes Tor und ich hoffe, es kommen noch weitere. Die Mannschaft hat sich auch sehr für mich gefreut“, sagte Alidou. Dass er sich dafür 16 Spiele Zeit gelassen hat, könnte ein Fingerzeig sein, dass es sich um einen positiven Ausreißer gehandelt hat. Es könnte aber genauso gut sein, dass der Knoten nun unter dem neuen Trainer Timo Schultz, der explizit die Trainingsleistung des 22-Jährigen lobte, geplatzt ist. Und einen besseren Zeitpunkt hätte sich der 22-Jährige nicht aussuchen können. Am Samstag geht es schließlich wieder gegen den eigentlichen Arbeitgeber. „Das ist schon etwas Besonderes für mich, weil ich letztes Jahr sehr viel mit dem Verein erlebt habe und mit den Spielern sehr gut befreundet bin“, sagte Alidou. Doch die Freundschaft wird am Samstag ausgeblendet. „Ich bin gerade FC-Spieler und ich werde alles dafür tun, dass wir siegen.“

Aktuell profitiert der Außenbahnspieler nach eigener Aussage überraschenderweise von einem Youngster, von Justin Diehl. „Wir haben ähnliche Fähigkeiten. Ich bin sehr glücklich, dass er hier ist“, sagt Alidou. „Wir konkurrieren im Training, gerade in den Eins-gegen-Eins-Situationen, und versuchen immer, besser als der andere zu sein. Das tut mir sehr gut und pusht mich nach vorne.“


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HSV-Deal fix: Das sagen Keller und Katterbach

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HSV-Deal fix: Das sagen Keller und Katterbach

Es hatte sich in den vergangenen Tagen angedeutet, nun ist es auch offiziell bestätigt. Noah Katterbach wechselt zum Hamburger SV. Das sagen Christian Keller und Noah Katterbach zum Abschied.

Plötzlich ging dann doch noch ganz schnell. Nun ist es auch Offiziell: Noah Katterbach wechselt zum Hamburger SV. Das gaben die Vereine am Nachmittag bekannt.

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Der 22-Jährige unterschreibt beim HSV einen Vertrag bis 2027. „Für Noah ist es wichtig, dass er seiner Karriere einen Re-Start verpasst, nachdem seine Entwicklung in den vergangenen Jahren aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr die erwünschte Entwicklung genommen hat. Der vorgezogene Wechsel zum HSV, dem er sich ab 1. Juli ohnehin angeschlossen hätte, macht daher für alle Beteiligten Sinn“, sagte Christian Keller. „Wir wünschen Noah für die Zukunft alles Gute und den angestrebten sportlichen Erfolg.“ Laut dem Sky-Experten Florian Plettenberg haben die Klubs eine „überschaubare leistungsabhängige Bonus-Vereinbarung getroffen“. Diese greife bei einer gewissen Anzahl an Spielen. So soll der FC von einem Aufstieg der Hanseaten profitieren.

Keine Chance unter Baumgart

Wie bereits unter Steffen Baumgart hatte Katterbach auch unter Timo Schultz keine Rolle gespielt. Noch in der vergangenen Woche betonte Thomas Kessler, dass der Youngster nach seinem Kreuzbandriss durchaus die Chance gehabt hätte, sich sportlich zu empfehlen. Diese Chance konnte Katterbach offensichtlich nicht nutzen. „Ich bin sehr glücklich, wieder hier beim HSV zu sein und gemeinsam mit dem Team sowie allen Verantwortlichen und den Fans anzugreifen, um unser gemeinsames großes Ziel zu erreichen“, so Katterbach auf der Homepage der Hamburger. Der ehemalige U21-Nationalspieler kam im Alter von sieben Jahren zum FC, durchlief alle Juniorenmannschaften und aber der U16 auch die Nachwuchsteams des DFB. Katterbach galt immer als großes Versprechen.

Der Linksverteidiger wurde gleich zwei Mal mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet. 2019 gab Katterbach als 18-Jähriger unter Achim Beierlorzer sein Profidebüt gegen den FC Schalke 04. Der Abwehrspieler erkämpfte sich schnell einen Stammplatz und schien auch langfristig in den Kölner Planungen eine Rolle spielen zu können. Auch unter Markus Gisdol gehörte Katterbach im Folgejahr zum erweiterten Kreist des Stammpersonals, kam immerhin noch auf 21 Einsätze. Mit Steffen Baumgart kam für das Eigengewächs die Wende. Einzig bei der 0:5-Klatsche gegen Hoffenheim durfte der Youngster ran, hatte ansonsten keine Einsatzchance. Folgerichtig wurde Katterbach verliehen, zunächst zum FC Basel, anschließend zum Hamburger SV.


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Stimmen zum Spiel

Eric Martel und Ellyes Skhiri auf Augenhöhe

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Eric Martel und Ellyes Skhiri auf Augenhöhe

Am Samstag kommt es im Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt zum zweiten Duell zwischen den beiden Sechsern Eric Martel und Ellyes Skhiri. Nachdem Skhiri mit Tunesien beim Afrika-Cup frühzeitig ausgeschieden ist, steht er für die Partie gegen seinen Ex-Club wieder zur Verfügung.

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen die Eintracht in der Hinrunde kommt es am Samstag zum erneuten Duell zwischen dem ehemaligen Kölner Ellyes Skhiri und seinem damaligen Nebenspieler Eric Martel. Skhiri galt beim FC als unersetzbar, aber stimmt das überhaupt? Eric Martel und Ellyes Skhiri befinden sich zumindest statistisch auf Augenhöhe.

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Eigentlich wollte Ellyes Skhiri mit Tunesien am Samstag das Viertelfinale beim Afrika-Cup bestreiten. Doch für den Mittelfeldspieler war das Turnier frühzeitig beendet. Sang- und klanglos schied Tunesien als Gruppenletzter mit zwei Punkten bei der Kontinental-Meisterschaft aus. So steht für Skhiri anstatt Viertelfinale der graue Ligaalltag gegen den FC auf dem Programm. Gegen den Verein, den der 28-Jährige letzten Sommer Richtung Frankfurt verlassen hat und gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Eric Martel. Nach seinem Abgang galt Skhiri bei den Kölnern lange als unersetzbar, hinterließ eine viel zu große Lücke im Mittelfeld. Eine Lücke, die nie adäquat geschlossen worden ist. Doch schon im Hinspiel gegen die Hessen bewies sein einstiger Nebenspieler Eric Martel, dass er es mit seinem ehemaligen Teamkollegen mittelfristig aufnehmen kann. Dieser ist mit seinen erst 21-Jahren absoluter Stammspieler und konstanter Leistungsträger beim FC und wird seiner Rolle als würdiger Nachfolger zunehmend gerecht.

Martel und Skhiri auf Augenhöhe

Zusammen mit Denis Huseinbasic, der zuletzt drei Mal in der Startelf stand, bekleidet Martel aktuell die Doppelsechs. So wie im Vorjahr eben mit Skhiri. Wie bereits zu seinen Zeiten beim 1. FC Köln liefert der Tunesier auch in Frankfurt weiterhin Topwerte, ist erwartungsgemäß Stammspieler, Leistungsträger. Mit einer Laufleistung von insgesamt 173,8 Kilometern in 15 Spielen und 12,7 Kilometern pro 90 Minuten ordnet sich Skhiri auf dem zweiten Platz der internen Mannschaftsstatistik ein. Eric Martel rangiert beim FC wenig überraschend auf Platz eins mit 176,3 Kilometern in 16 Spielen im internen Laufvergleich, also einem Durchschnittswert von 11,43 Kilometern in 90 Minuten. Auch in den weiteren Statistiken nehmen sich Skhiri und Martel nicht viel. Während der Tunesier auf eine Passquote von 86,6 Prozent kommt, bringt Martel aktuell 86,4 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Der Unterschied ist also ebenfalls nur marginal.

Die Stärke beider Mittelfeldspieler liegt vor allem aber in den Zweikämpfen im defensiven Mittelfeld. Die klassischen Sechser der Marke „Holding Six“ schenken sich auch in dieser Kategorie nicht viel. Der 21-Jährige Kölner liegt mit einem Wert von 55,4 Prozent zwar leicht unter dem Wert des Frankfurters mit 56,4 Prozent, dafür hat Martel aber auch 343 Zweikämpfe geführt, Skhiri hingegen „nur“ 250, also fast 100 weniger, obwohl auf Martels Konto lediglich ein Spiel mehr zu Buche steht. Für einen zentralen Mittelfeldspieler ein beeindruckender Wert und der Beleg, dass der Kölner keinem Zweikampf aus dem Weg geht.

Skhiri offensiver als Martel

Einzig bei der Torgefahr zeigen sich dann doch größere Unterschiede. Im Gegensatz zum Kölner, der in dieser Spielzeit noch keinen Scorerpunkt erzielt hat, traf Skhiri bereits zwei Mal. Zudem bereitete der Tunesier einen Treffer vor. Skhiri ist der deutlich offensivere Sechser. Der ehemalige Kölner legte bereits 15 Torschüsse auf, Martel hingegen kommt nur auf fünf Torschussvorlagen. Dafür brachte Martel im bisherigen Saisonverlauf bereits 14 Flanken, Skhiri, auch dem Frankfurter Spielsystem geschuldet, gerade einmal zwei. In der Spielzeit 2022/23 hatte Skhiri am 19. Spieltag für den FC bereits drei Tore erzielt. Auch er fing damit die schon damals herrschende Sturmflaute mit auf.

In einer Kategorie ist Martel aber deutlich besser. Der Kölner Sechser gehört in den fünf Top-Ligen Europas zu den Spielern mit den meisten Balleroberungen. Die Online-Plattform gool.ai berechnet den Marktwert des Kölners mittlerweile auf fast sieben Millionen Euro.


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Neuer Trainer, neue Bewertung

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Neuer Trainer, neue Bewertung

Während Faride Alidou am Samstag gegen Wolfsburg überraschend in der Startelf stand, stand Steffen Tigges gegen die Wölfe noch nicht einmal im Kader des 1. FC Köln. Offenbar auch, weil Trainer Timo Schultz einige Spieler anders bewertet als sein Vorgänger.

Mit dem Training als Grundlage für das Spiel haben nun wohl auch Spieler, die bisher eher hinten dran waren die Chance auf Einsatzzeit beim 1. FC Köln. Faride Alidou zeigte mit seinem Startelf-Einsatz am Wochenende, dass er diese Gelegenheit auch zu nutzen wusste. Dafür blieben andere außen vor. Timo Schultz bewertet die FC-Spieler neu.

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Die Überraschung war FC-Trainer Timo Schultz definitiv gelungen. Faride Alidou hatten zumindest wohl nur die wenigsten Fans bei ihrer Vorstellung einer möglichen Startelf auf dem Zettel. Doch der Kölner Trainer brachte den 22-Jährigen von Beginn an. Wohl gemerkt jenen 22-Jährigen, für den eine Kaufoption in Höhe von rund vier Millionen Euro vereinbart worden ist und der unter Steffen Baumgart in 16 Spielen auf 260 Minuten Spielzeit kam, es sogar vier Mal nicht in den Kader schaffte. Nun waren die Maßnahmen des ehemaligen Kölner Trainers auch nicht sonderlich verwunderlich. Alidou wusste bei keinem seiner bisherigen Auftritte zu überzeugen. Der gebürtige Hamburger stand bei Trainer, aber auch den Fans zumindest nicht besonders hoch im Kurs. Zwischen dieser Entscheidung und der Meinung der Kölner Anhänger lag keine besonders große Diskrepanz.

Baumgart: „Um Spieler, die ich zweieinhalb Jahre erlebt habe, anders zu bewerten“

Die gab es allerdings bei einigen Einsätzen von Steffen Tigges, der auch in dieser Saison noch nicht viele Argumente für Einsatzzeit gesammelt hat. Der Stürmer war im Sommer 2022 aus Dortmund für rund 1.5 Millionen Euro an den Rhein gewechselt, galt als Baumgarts Wunschspieler, lieferte aber in seinen Spielen nur selten einen erkennbaren Grund für diesen Wunsch des Ex-Trainers. Einen richtig positiven Eindruck hinterließ der Angreifer in der vergangenen Saison in den Spielen gegen Augsburg und Bremen, in denen er jeweils doppelt traf. Dass sich Schultz schon gegen Dortmund für Jan Thielmann und gegen Ex-BVB-Spieler Steffen Tigges im Sturmzentrum entschieden hat, ist bereits ein deutlicher Fingerzeig gewesen. Gegen Wolfsburg blieb Tigges komplett zu Hause.

Als Steffen Baumgart vor zwei Wochen bei dem Podcast seines ehemaligen Spielführers Jonas Hector zu Gast war, sprach der ehemalige Kölner Trainer davon, dass es durchaus gute Gründe für sein Aus beim FC gab. „Vielleicht ist dann ein Wechsel besser, um neue Impulse zu setzen. Um Spieler, die ich zweieinhalb Jahre erlebt habe, anders zu bewerten“, sagte der 52-Jährige. „Spieler, die ich vielleicht zu gut oder zu schlecht gesehen habe. Vielleicht ist da ein Spieler, der jetzt der Mannschaft helfen kann.“ So einer könnte Alidou tatsächlich sein. Zumindest waren die Ansätze gut. Allerdings war es auch erst ein guter Auftritt in 16 Saisonspielen.

Schultz: „Mir ist Training wichtig“

Dass der 22-Jährige überhaupt eine Chance und Steffen Tigges am vergangenen Wochenende eben keine bekommen hat, hat aber auch Gründe und die sind mehr als naheliegend. „Mir ist Training wichtig, Training ist die Grundlage für das Spiel“, hatte Schultz zuletzt gesagt und bereits mehrfach betont, dass alle Akteure sich über das Training empfehlen könnten. Genauso wollte der Trainer den Einsatz von Alidou als Zeichen verstehen, für alle Spieler die „hinten dran“ seien. Die Nachricht dahinter ist recht simpel: ihr habt alle die Chance, in die Startelf zu rücken. Das gilt demnach auch für einen Steffen Tigges.


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Sky: Noah Katterbach wechselt noch im Winter zum Hamburger SV

Noah Katterbach wechselt zum Hamburger SV
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Sky: Noah Katterbach wechselt noch im Winter zum Hamburger SV

Das Interesse vom Hamburger SV hat nie nachgelassen, nun scheint es fix zu sein. Noah Katterbach verlässt den 1. FC Köln bereits diesen Winter und kehrt zum Hamburger SV zurück.

Plötzlich ging dann doch noch ganz schnell. Wie bereits erwartet, scheint der Deal nun in trockenen Tüchern: Noah Katterbach wechselt zum Hamburger SV. Das berichtet Sky-Transfer-Experte Florian Plettenberg.

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Der 22-Jährige soll beim HSV einen Vertrag bis 2027 unterschreiben. Laut Plettenberg soll der Medizincheck heute oder morgen von der Bühne gehen. Das Transferfenster schließt bekanntlich am Donnerstagabend. Laut dem Transfer-Experten haben die Klubs eine „überschaubare leistungsabhängige Bonus-Vereinbarung getroffen“. Diese greife bei einer gewissen Anzahl an Spielen. Wie bereits unter Steffen Baumgart hatte Katterbach auch unter Timo Schultz keine Rolle gespielt. Noch in der vergangenen Woche betonte Thomas Kessler, dass der Youngster nach seinem Kreuzbandriss durchaus die Chance gehabt hätte, sich sportlich zu empfehlen. Diese Chance konnte Katterbach offensichtlich nicht nutzen.

Keine Chance unter Baumgart

Der ehemalige U21-Nationalspieler kam im Alter von sieben Jahren zum FC, durchlief alle Juniorenmannschaften und aber der U16 auch die Nachwuchsteams des DFB. Katterbach galt immer als großes Versprechen. Der Linksverteidiger wurde gleich zwei Mal mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet. 2019 gab Katterbach als 18-Jähriger unter Achim Beierlorzer sein Profidebüt gegen den FC Schalke 04. Der Abwehrspieler erkämpfte sich schnell einen Stammplatz und schien auch langfristig in den Kölner Planungen eine Rolle spielen zu können. Auch unter Markus Gisdol gehörte Katterbach im Folgejahr zum erweiterten Kreist des Stammpersonals, kam immerhin noch auf 21 Einsätze.

Mit Steffen Baumgart kam für das Eigengewächs die Wende. Einzig bei der 0:5-Klatsche gegen Hoffenheim durfte der Youngster ran, hatte ansonsten keine Einsatzchance. Folgerichtig wurde Katterbach verliehen, zunächst zum FC Basel, anschließend zum Hamburger SV. Gerade bei den Hanseaten schien Katterbach sein Glück gefunden zu haben. Der HSV wollte eigentlich die Kaufoption ziehen, doch Katterbach riss sich das Kreuzband und kehrte zunächst ans Geißbockheim zurück. Der HSV schien das Interesse an dem Linksverteidiger aber nie verloren zu haben. Zuletzt gab es allerdings Gerüchte, dass sich die Hanseaten bei dem Wechsel im Winter querstellen würden. Das scheint nicht der Fall zu sein.


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Keine Transfers für den FC – aber was macht die Konkurrenz?

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Keine Transfers für den FC – aber was macht die Konkurrenz?

Am Donnerstagabend endet die Wintertransferperiode und damit der erste Teil der Transfersperre der Kölner. Während der FC also nur zuschauen kann, darf die Konkurrenz nachbessern. Aber tut sie das auch?

Am Donnerstagabend hat der 1. FC Köln den ersten Teil der ausgesprochenen Transfersperre überstanden. Dann schließt die erste Phase ohne Neuverpflichtungen. Es gibt keine Zugänge beim FC, aber was macht die Konkurrenz?

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Christian Keller machte zuletzt keinen Hehl mehr daraus, dass man durchaus im Winter gerne nachjustiert hätte. Und das, nachdem der Sportdirektor den Kader noch im Sommer für gut genug, den Sturm als „ganz okay“ befunden hatte. Doch die Transfersperre hat alle Planungen und offenbar auch weit gediehene Gespräche zunichte gemacht. Unter anderem soll man sich mit dem Stürmer Faris Moumbagna bereits einig gewesen sein. Der FC war wohl bereit, fünf Millionen Euro für den Nationalspieler Kameruns zu bezahlen. Mittlerweile wechselte der Stürmer für acht Millionen Euro zu Olympique Marseille. Auch andere Namen wurden gehandelt. Mit den Verstärkungen wird es bekanntlich nichts. Der 1. FC Köln muss mit dem Kader über die Runden kommen, der im vergangenen Sommer aufgestellt worden ist. Erst im Januar 2025 dürfen aufgrund des CAS-Urteils komplett neue Spieler verpflichtet werden.

Wenig Aktivität beim Tabellenschlusslicht

Den Kader nicht nachjustieren zu dürfen, ist aber nur die halbe Strafe. Denn während der FC nur tatenlos die Transferphase aus der Ferne beobachtet, kann die Konkurrenz fleißig nachrüsten. Kann – die Realität sieht bislang anders aus. Man kann zumindest nicht behaupten, dass die anderen Abstiegskandidaten den vermeintlichen Vorteil maßlos ausgenutzt, große Luftsprünge in der Transferphase gemacht haben. Bevor am Donnerstag um 18 Uhr das Fenster schließt, deutet auch nicht mehr viel auf große Wechsel-Aktionen hin. Dabei wären die munter nötig. Wer das Keller-Duell zwischen Union Berlin und dem SV Darmstadt am Sonntag beobachtet hat, wird mitunter auch an die Kölner gedacht haben. Und das sicher nicht, weil ausgerechnet der im vergangenen Frühling umworbene Benedict Hollerbach das einzige Tor erzielte.

Darmstadt spielte gegen die Eisernen munter mit, hatte ähnlich viel Ballbesitz, gewann ähnlich viele Zweikämpfe und hatte ähnlich große Probleme, für Gefahr im letzten Drittel zu sorgen. Die Begegnung hatte viel von dem Spiel Wolfsburg gegen Köln. Auch beim SV fehlt die Durchschlagskraft, ein neuer Zielstürmer soll eigentlich noch kommen. „Es ist in unserer aktuellen Situation nicht ganz einfach, einen Spieler für uns zu gewinnen. Aber wir versuchen es“, sagte SV-Coach Thorsten Lieberknecht. Mit Gerrit Holtmann hat das Tabellenschlusslicht einen Außenspieler vom VfL Bochum geliehen. Die Hinrunde spielte der 28-Jährige bei Antalyaspor, kam dort aber gerade einmal auf sieben Einsätze. In der vergangenen Spielzeit hatte Holtmann gegen den FC getroffen. Zudem wurde Julian Justvan von der TSG Hoffenheim ausgeliehen. Justvan traf auch schon für die Lilien, in Sinsheim gelang dem Spieler der Durchbruch allerdings nicht.

Mainz hält die Füße still

Der FSV Mainz 05 hat auf dem Transfermarkt in diesem Winter noch gar nicht zugeschlagen und wird das vermutlich auch nicht mehr tun. „Wenn alle fit sind, haben wir eine gute Truppe, müssen’s nur wieder aufs Feld bringen. Dazu brauchen wir keine fünf Spieler nachzuverpflichten“, betonte Christian Heidel im Herbst in der „Bild“. „Und meine Erfahrung lehrt mich, dass es einer Mannschaft Flügel verleiht, wenn sie merkt, dass man ihr vertraut und an sie glaubt. Und das ist bei uns in der Tat so!“ Tatsächlich wurde bislang nur Nachwuchsspieler David Mamutovic zu den Profis hochgezogen. Mit Aymen Barkok (Hertha BSC, Leihe) und Niklas Tauer (Eintracht Braunschweig, Leihe) geben die Mainzer aber zwei Spieler ab.

Union Berlin haben gleich mehrere Spieler verlassen: Laurenz Dehl (SK Austria Klagenfurt), Sheraldo Becker (Real Sociedad San Sebastián), Leonardo Bonucci (Fenerbahce Istanbul), David Fofana (FC Chelsea, Leihe beendet), Yannic Stein (VfB Lübeck, Leihe), Keita Endo (FC Tokyo, Leihe) und Aljoscha Kemlein (FC St. Pauli, Leihe) spielen nicht mehr für die Eisernen. Also einige namhafte Abgänge. Dafür hat sich Berlin mit Chris Bedia und Kevin Vogt verstärkt. Mittelstürmer Bedia war zuletzt in der Schweiz für Servette FC auf Torejagd, der Ex-Kölner Kevin Vogt spielte für die TSG Hoffenheim. Doch weitere könnten noch folgen. Die Eisernen wollen den Belgier Yorbe Vertessen verpflichten, der Deal mit dem Stürmer stand auch eigentlich unmittelbar bevor, doch PSV Eindhoven zögert, weil sich ein weiterer Offensivspieler verletzt hat. Dagegen steht Kevin Behrens auf dem Wunschzettel des VfL Wolfsburg. Einen großen Vorteil hat sich die Konkurrenz zumindest nicht erkauft.


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Timo Schultz: kleine Veränderungen, große Wirkung?

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Timo Schultz: kleine Veränderungen, große Wirkung?

Nach den ersten drei Spielen unter dem neuen Trainer Timo Schultz lässt sich bereits eine andere Handschrift beim 1. FC Köln erkennen. Ob diese am Ende reicht, wird erst das Saisonfinale zeigen.

Nach drei Spielen des 1. FC Köln unter dem neuen Trainer stehen unter dem Strich nicht nur zwei Punkte, der 46-Jährige hat bereits an einigen Stellschrauben gedreht. Timo Schultz: Erste Veränderungen zeigen sich bereits.

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Über die Sinnhaftigkeit eines Trainerwechsels im Profisport lässt sich diskutieren. Zumindest gab es zu diesem Thema in den vergangenen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, zahlreiche Studien. Ein großer Teil der Experten erklärt darin, dass sich ein mittelfristiger Erfolg nur in seltenen Fällen einstelle. Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Zum Beispiel arbeiten auch die neuen Übungsleiter meist mit demselben Personal, im Falle einer Transfersperre sogar zu 100 Prozent und laut Wissenschaftler ist ein Teil des Fußballs ohnehin nicht beeinflussbar. Tatsächlich Dinge, die im Bereich des Zufalls oder aufgrund von Schiedsrichterentscheidungen passieren. Ob sich eine Mannschaft durch einen neuen Trainer tatsächlich verbessert hat oder er genauso erfolgreich oder eben nicht erfolgreich beim Vorgänger agiert hätte, liegt im Konjunktiv, im Bereich der Spekulationen. Wer weiß schon, ob Baumgarts bedingungsloser Offensivfußball gegen Heidenheim nicht zu drei Punkten geführt hätte und damit zu mehr als den zwei Zählern von Timo Schultz in drei Begegnungen.

Kleine Veränderungen, große Wirkung

Veränderungen lassen sich seit dem Amtsantritt von Timo Schultz bei den Geißböcken aber durchaus ausmachen. An Kleinigkeiten wollte der Coach arbeiten. Diese Nuancen haben ganz offensichtlich auch einen Effekt auf das Kölner Spiel. Der FC trat in den drei Spielen unter neuem Trainer mutig und durchaus selbstbewusst auf. Selbst das 0:4 in Dortmund sorgte nicht für neue Verunsicherung. Die Kölner ließen sich auch nicht von dem Rückschlag des Gegentores gegen Wolfsburg – wie noch beim 1:1 gegen Heidenheim aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: der FC begegnete den Wölfen über 90 Minuten auf Augenhöhe und hätte mit ein wenig Fortune auch als Sieger, mit ein wenig Pech aber auch als Verlierer vom Platz gehen können. Das Offensivspiel, das Anlaufen wirkte mutig, aber nicht bedingungslos.

Taktisch hat der Trainer ohnehin Änderungen vorgenommen, die dem Kölner Spiel gut tun. „Wir werden das schaffen, wenn wir mehr das Zentrum der Gegner bedrohen, indem wir mehr Spieler in die gegnerische Box bringen“, sagt der Ostfriese noch vergangene Woche in einem Podcast des WDR. So setzt der 46-Jährige unter anderem auf den Freigeist Kainz, der immer wieder im Wechsel mit den Außenspielern ins Zentrum stoßen soll „Vielleicht werden wir nicht ganz so früh flanken, sondern dem ganzen Mannschaftsverbund die Möglichkeit geben, noch einmal nachzurücken, den ersten Ball in der Box zu attackieren oder auch mal die zweite Welle fahren.“ Das setzten die Kölner noch nicht alles um. Dennoch scheint die Marschroute ausgeglichener. Das Mittelfeld wird öfter spielerisch überbrückt, nicht mehr so oft der tiefe Pass über die Außen gesucht. Auch gegen Wolfsburg nutzte der FC viele Flanken als Mittel, diese wurden aber seltener aus dem Enddrittel, öfter aus dem Halbfeld geschlagen. Dennoch kamen von den 19 Hereingaben nur drei beim Mitspieler an.

Spieler besser in Form?

Besonders auffallend aber, dass Timo Schultz offenbar das praktiziert, was man Steffen Baumgart lange nachgesagt hat. Der neue Trainer scheint Spieler aus ihrer Formkrise holen zu können. Florian Kainz gelang weder gegen Dortmund noch gegen Wolfsburg alles, doch der Kölner Kapitän tritt mit einem anderen Selbstverständnis auf, lenkt das Spiel, gibt den Ton an und bereitete auch endlich ein Tor vor. Dieses erzielte Faride Alidou, ein Spieler, von dem man sich im Sommer viel versprochen hatte, der sich aber unter Steffen Baumgart nicht durchsetzen konnte und bereits als Fehlinvestition verschrien wurde. Auch der 22-Jährige war alles andere als überragend, doch die Ansätze waren vielversprechend. Auch Denis Huseinbasic läuft wieder zu besserer Form auf und Max Finkgräfe avanciert zunehmend zum Leistungsträger. Unterm Strich hat aber auch Timo Schultz erst zwei Punkte aus drei Spielen eingefahren. Inwiefern sich die Veränderungen auszahlen, wird erst die Endabrechnung zeigen.


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Kommentar: Ein Pünktchen Hoffnung. Eins, das nicht blenden sollte

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Kommentar: Ein Pünktchen Hoffnung. Eins, das nicht blenden sollte

Beim 1:1 gegen den VfL Wolfsburg spielte der 1. FC Köln nicht wie ein Absteiger. Unterm Strich steht aber nach wie vor nur ein Punkt. Die Leistung darf Hoffnung machen, sie sollte aber nicht über die vorhandenen Schwächen hinwegtäuschen. Ein Kommentar

Mit einer ordentlichen Leistung hat der FC am Samstag einen Punkt mit nach Hause genommen. Die Leistung macht Hoffnung, der Punkt nur in Teilen. Es bleibt schwer für den 1. FC Köln: Kommentar zum Punktgewinn in Wolfsburg.

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Es ist eine seltsame Gemengelage, die das Geißbockheim nach dem 1:1 in Wolfsburg gerade umgibt. Hat der FC nun einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf eingesammelt? Ist dieser aufgrund der ordentlichen Leistung, vor allem aber in der Endabrechnung dann doch zu wenig? Von einem Hoffnungsschimmer ist auf der einen Seite die Rede, auf der anderen steht wiederum das große „Aber“. Und das ist alleine an einer einfachen und bitteren Statistik festzumachen: Der FC hat mit dem Remis beim VfL Wolfsburg die schlechteste Bilanz der eigenen Vereinsgeschichte eingefahren. Nie standen die Kölner schlechter da – noch nicht einmal in der bisherigen Katastrophensaison 2017/18. Daran gibt es nach der desaströsen Hinrunde auch nicht viel schönzureden.

Direkter Klassenerhalt in weiter Ferne

Mit zwölf Zählern aus 19 Spielen haben die Geißböcke sogar Glück, dass sie aktuell den Relegationsplatz belegen. Und das auch, weil das Keller-Duell zwischen Union Berlin und Mainz noch aussteht (Immerhin haben die Rheinhessen aus den vergangenen fünf Spielen gegen die Eisernen nur einen Punkt geholt.). Steffen Baumgart bezeichnete den Abstiegskampf vor einigen Wochen als ein Schneckenrennen, bei dem es bis zum Ende spannend bleiben wird. Seit diesem Wochenende ist zumindest der direkte Klassenerhalt den Kölnern dann doch in einem recht schnellen Tempo davon geeilt. Fünf Punkte zu Union, schon acht zu Bochum und neun zu Augsburg. Der FC wird sich wohl oder übel vorerst mit dem Kampf um den Relegationsplatz begnügen müssen. Und den zu halten wird aufgrund der auch weiterhin anhaltenden desolaten Sturmleistung schwer genug werden.

Angesichts der schwachen Ergebnisse der direkten Konkurrenz besteht trotz zwölf Zählern immerhin noch die Hoffnung auf den Relegationsplatz und nach dem ordentlichen Auftritt gegen die Wölfe umso mehr. Der FC wirkt unter Timo Schultz aktuell deutlich stabiler, in der Defensive kompakter, im Spielaufbau zielstrebiger. Es werden wichtige Zweikämpfe im Mittelfeld gewonnen, die Bälle erobert und der Gegner zu Fehlern gezwungen. Zudem blühte am Samstag mit Faride Alidou ein bereits abgeschriebener Spieler auf, der – wenn es sich denn nicht um einen positiven Ausreißer gehandelt hat – wie ein gefühlter Neuzugang empfunden werden kann. Gerade in Zeiten der Transfersperre. Mit Max Finkgräfe und Justin Diehl gibt es zudem zwei Jungprofis, die den Kölnern ganz offensichtlich frischen Wind verleihen. Die Ansätze machen durchaus Hoffnung. Das müssen sie auch.

Auf die dicken Strohhalme kommt es an

Sie dürfen aber nicht blenden. Der FC hat in Wolfsburg gegen einen aus VfL-Sicht enttäuschend schwachen Gastgeber auf Augenhöhe mit- und nicht wie ein Absteiger gespielt. Köln hat den Gegner aber nicht dominiert und sicher auch nicht nur unglücklich Remis gespielt. Entgegen der Äußerungen von Thomas Kessler („Es gibt keine zwei Meinungen, wer als Sieger hätte vom Platz gehen müssen“) hätte der FC einen Sieg in Wolfsburg genauso wenig verdient wie eine Niederlage. Tatsächlich war ein deutliches Chancenplus beim VfL zu sehen. Der FC hat weiterhin erhebliche Probleme, Chancen zu kreieren und ist in der Defensive auch nicht 90 Minuten stabil. Am Ende steht also ein Punkt, der die Kölner vorerst auf den Relegationsplatz hievt. Es ist nicht mehr als ein Pünktchen Hoffnung.

Zum Klassenverbleib, den großen Sprüngen im Schneckenrennen wird es mehr brauchen. Um es frei nach den Worten von Steffen Baumgart (in Bezug auf die Routine der Spieler) zu sagen: am Ende wird es auf die dicken Strohalme, nicht auf die dünnen ankommen. Das gilt auch für die Punkte. Sich an einem Sieg festzuklammern, macht zumindest deutlich mehr Hoffnung als an einem Unentschieden. Das Heimspiel gegen die Eintracht wäre ein guter Zeitpunkt.


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