Last-Minute-Glück für den FC – Der 1. FC Köln besiegt das Jahn-Trauma

Lukas Kwasniok coacht gegen Bergamo
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Last-Minute-Glück für den FC – Der 1. FC Köln besiegt das Jahn-Trauma

Der SSV Jahn Regensburg bleibt weiterhin ein Angstgegner der Geißböcke. Doch das Trauma scheint besiegt. Der 1. FC Köln besiegt Regensburg nach zwei späten Treffern 2:1 und steht in der zweiten Runde des Pokals.

Die zuletzt gefühlte Euphorie rund um das Geißbockheim hätte beinahe einen herben Dämpfer bekommen. Es drohte einmal mehr das Aus im DFB-Pokal. Doch durch zwei späte Tore drehten die Kölner das Spiel. Der 1. FC Köln besiegt Regensburg 2:1.

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Lukas Kwasniok hatte angekündigt, dass seine Mannschaft anders aussehen würde, als noch im Testspiel gegen Atalanta Bergamo. Und der neue Coach hielt für seine erste Pflichtspiel-Elf Wort. Wie angekündigt lief Ron-Robert Zieler als Pokal-Keeper auf und führte das Teams aufs Feld. Überraschender war da schon das Startelf-Debüt von Cenk Özkacar, der für Tom Krauß in die Anfangsformation rotierte. Zudem erhielten Luca Waldschmidt und Linton Maina den Vorzug vor dem gegen Bergamo stark aufspielenden Jan Thielmann sowie Kristoffer Lund. Damit befanden sich sechs Neuzugänge direkt in der Anfangsformation. „In der Liga wirst du den Gegner nicht ganz so häufig tief bespielen können. Das erwarte ich heute schon mit zunehmender Dauer. Insofern stand das Spiel im letzten Drittel in der Vorbereitung im Fokus“, sagte Kwasniok vor der Begegnung.

Hübers Fehler sorgt für die größte Gefahr

Während genau dieser Ansatz gegen Vitesse Arnheim noch nach hinten losging, übernahm der FC frühzeitig das Zepter und spielte munter nach vorne und ließ hinten nichts zu. Große Gefahr strahlten die Geißböcke aber zunächst ebenfalls nicht aus. Der Drittligist stand rund um die eigene Box sehr sicher, verteidigte konzentriert. Erst ein Steckpass von Waldschmidt auf Jakub Kaminski deutete mal die von Kwasniok unter der Woche geforderte Finesse an. Doch es blieb dabei, der FC gab den Ton an, mehr als ein Distanzschuss von Marius Bülter war vor der ersten Trinkpause dann aber nicht drin (21.). Und sollte Regensburg den Plan verfolgt haben, den FC erst einmal mürbe zu machen, um dann Nadelstiche zu setzen, dann ging das einigermaßen auf. Zumindest kam der Gastgeber nach 25 Minuten ebenfalls zu den ersten beiden Ecken, die aber deutlich gefährlicher waren als das Halbe Dutzend der Geißböcke.

Auf der anderen Seite brachte Kaminski eine Flanke auf Bülter, der den Ball per Kopf über das Tor setzte (28.). Doch Köln fehlte auch weiterhin die richtige Idee, die Defensive des Jahn zu knacken. Das sah nach einem katastrophalen Fehler von Timo Hübers auf der anderen Seite anders aus. Lucas Hermes übernahm die Kugel, suchte den Weg zum Tor, brauchte aber zu lange, so dass die Kölner Abwehr aufrücken konnte. Zieler hatte mit dem Abschluss schließlich kein Problem mehr (38.). Für Regensburg war in der Situation deutlich mehr drin. Mit dem Halbzeitpfiff kam dann auch der FC noch einmal gefährlich vor das Regensburger Gehäuse. Einen Freistoß aus dem Halbfeld köpfte Hübers zwar Richtung Tor, aber eben auch nur Richtung. Die Teams gingen also mit einem torlosen Remis in die Kabine.

Bauer schockt den FC

Kwasniok schickte die gleiche Elf in den zweiten Abschnitt und der FC schien zunächst etwas zielstrebiger. Zumindest wurde Waldschmidt direkt gut am Strafraum eingesetzt, der Versuch verfehlte das Ziel aber ebenfalls deutlich (48.). Eine Momentaufnahme. Die Begegnung blieb zerfahren. Und auch Schiedsrichter Christian Dingert wollte nicht mitspielen. Zwei mindestens diskutable Handspiele der Regensburger Hintermannschaft reichten nicht für den Elfmeterpfiff. Der FC wurde nun aber deutlich stärker, erhöhte den Druck. Unter anderem kam erneut Waldschmidt aus 16 Metern zum Abschluss, aber Felix Gebhardt hatte mit dem Flachschuss keine große Mühe (65.). Auf der anderen Seite machte es Benedikt Bauer besser. Nachdem der Regensburger zuvor im eigenen Strafraum noch klar den Ball mit der Hand gespielt hatte, nahm er nun aus 20 Metern Maß und brachte den Gastgeber in Front (66.).

Vielleicht so etwas wie der Weckruf? Immerhin kam der eingewechselte Jan Thielmann nach einer Ecke aus der Drehung zum Abschluss, der Versuch wurde geblockt (71.). Kwasniok brachte mit Said El Mala, Florian Kainz und Ragnar Ache drei weitere Kräfte für die Schlussphase. Und das zeigte direkt Wirkung. Kainz streckte durch auf El Mala, der das lange Eck anvisierte, aber an der Grätsche eines Regensburgers scheiterte (77.). Der Kölner Youngster belebte das Spiel deutlich, war aber mitunter zu eigensinnig. Der FC warf noch einmal alles nach vorne und belohnte sich spät. Zunächst glich Martel in der Nachspielzeit aus, dann war Johannesson mit dem 2:1 zur Stelle. Der FC ist mit einem blauen Auge davon gekommen. Am kommenden Sonntag steht dann auch das erste Ligaspiel an. Dann ist der FC zu Gast beim 1. FSV Mainz 05.

Zieler – Özkacar (68. Thielmann), Hübers, Schmied – Maina (68. Lund), Sebulonsen – Kaminski (75. El Mala), Martel, Johannesson, Waldschmidt (75. Kainz) – Bülter (75, Ache) Tore: 1:0 Bauer (66.) 1:1 Martel (90. +6.), 1:2 Johannesson (90. +8)


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Härtetest bestanden: Der 1. FC Köln gewinnt 4:0 gegen Atalanta Bergamo

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Härtetest bestanden: Der 1. FC Köln gewinnt 4:0 gegen Atalanta Bergamo

Es war nochmal ein Härtetest, den die Kölner bravourös bestanden haben. Denn die Mannschaft von Lukas Kwasniok lieferte im letzten Testspiel der Sommervorbereitung eine sehr starke Leistung ab: Der 1. FC Köln gewinnt im Test gegen Atalanta Bergamo 4:0.

Es war das erste Testspiel der Geißböcke im RheinEnergieSTADION und die Mannschaft zündete das Publikum mit einer sehr guten Leistung direkt an: Der 1. FC Köln gewinnt im Test gegen Atalanta Bergamo 4:0. So steigt die Vorfreude auf den Pflichtspielstart.

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Ein echter Härtetest erwartete den 1. FC Köln zum Ende der Vorbereitung. Der italienische Champions-League-Teilnehmer Atalanta Bergamo kam ins RheinEnergieSTADION. Und auch wenn die Partie schon eine Standortbestimmung für die Kölner war, wollte Trainer Lukas Kwasniok mit seiner Aufstellung noch keine Hinweise auf die Startelf für das erste Pflichtspiel gegen Jahn Regensburg geben. So spiele Bergamo mit einem extremen Mann gegen Mann-Pressing, hatte der Coach gesagt. „Das ist beim Spiel in Regensburg was völlig anderes höchstwahrscheinlich, wo du eher einen tiefen Block bespielen musst. Da brauchst du dann wieder andere Qualitäten der Spieler“, so Kwasniok.

Starker Beginn des FC

Und so rotierte der Coach auch auf einigen Positionen im Vergleich zur Begegnung mit Vitesse Arnheim vergangenen Sonntag. Neuzugang Kristoffer Lund kam direkt zu seinem ersten Einsatz und auch Joel Schmied und Tom Krauß spielten von Beginn an. Direkt vom Anpfiff weg präsentierte sich der FC sehr griffig. So traf Schmied bereits nach zwei Minuten bei einer Ecke die Latte. Und nur ein paar Minuten später gab es direkt den nächsten Aluminiumtreffer der Kölner: Nach etwas Unordnung im Atalanta Strafraum und einer Unsicherheit ihres Torwarts Marco Carnesecchi köpfte ein Verteidiger den Ball fast ins eigene Netz. Die Italiener zeigten sich fast gar nicht in der Offensive, wurde von der Verteidigung der Geißböcke gut in Schach gehalten.

Und so blieb der FC die spielbestimmende Mannschaft. Nach 26 Minuten gab es dann auch die Belohnung für das gute Spiel. Jakub Kaminski gewann in der gegnerischen Hälfte den Ball und spielte schnell in den Strafraum auf Jan Thielmann. Der machte einen Haken und vollendete ins lange Eck. Und die Kölner blieben dran: Ein Schuss von Eric Martel in der 30 Minuten nach Flanke von Marius Bülter ging nur knapp vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen später klingelte es dann wieder im Kasten Bergamos: Schwäbe spielte einen langen Ball, nach dem Sebulonsen auf links durch war. Seinen Pass in den Rückraum schoss Kaminski ins Netz.

Köln weiter deutlich griffiger

Atalanta kam gar nicht zu guten Aktionen, da die Kölner sehr zweikampfstark waren. Dabei machten die Italiener aber auch Fehler: Nach einem katastrophalen Pass Bergamos lief Kaminski frei auf den Torwart zu. Sein Schuss wurde aber im letzten Moment geblockt. Fünf Minuten später gab es direkt die nächste Großchance für die Geißböcke. Eine Flanke von Sebulonsen köpfte Lund gut aufs Tor, Carnesecchi konnte den Versuch gerade so um den Pfosten lenken. Und so blieb es beim 2:0 für den FC zur Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte dann auch Bergamo seine erste Chance: Nach einem langen Ball wurde der Winkel jedoch zu spitz und der Ball ging ans Außennetz. Doch dann machten die Italiener wieder Fehler und luden die Geißböcke ein. Sebastian Sebulonsen fing einen Pass des Torwarts im Strafraum ab, legte quer, aber Kaminski verpasste. Kurz darauf machte es der FC besser: Krauß spielte den eingelaufenen Thielmann mit einem langen Ball frei. Der verlud den Torwart und schnürte den Doppelpack. Kurz darauf wechselte der FC, aber es kam kein Bruch ins Spiel. Waldschmidt holte kurz nach seiner Einwechslung einen Elfer raus, den er mit einem clever durchgelassenen Ball auch eingeleitet hatte. Den Strafstoß verwandelte der Angreifer selber souverän.

Köln baut Führung aus

Im Anschluss kam auch Bergamo mal mit zwei Ecken nach vorne, wirklich Gefahr strahlten sie dabei aber nicht aus. Kurz darauf gab es aber fast wieder ein Eigentor. Linton Maina war nach einem Ballgewinn der Kölner aus der eigenen Hälfte durchgesprintet, seine Hereingabe wurde beinahe ins eigene Tor geklärt. Und auch seine nächste flache Flanke wurde zur Ecke geklärt. Der Flügelspieler hatte davor am gegnerischen Sechzehner den Ball erobert. Kurz darauf zielte Hübers aus gut 20 Metern zu hoch. Genauso lief es bei El Mala in der 85. Minute vom Strafraumrand.

In etwas über einer Woche am Sonntag (17.08.) steht für die Mannschaft dann das erste Pflichtspiel an. Da geht es für den FC in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Drittligisten SSV Jahn Regensburg.

Schwäbe – Schmied (79. Heintz), Krauß (63. Pacarada), Hübers – Lund (63. Maina), Sebulonsen (79. Gazibegovic) – Kaminski (79. El Mala), Martel (79. Huseinbasic), Johannesson (79. Kainz), Thielmann (63. Waldschmidt)- Bülter (63. Ache); Tore: 1:0, 3:0 Thielmann (26., 58.), 2:0 Kaminski (32.), 4:0 Waldschmidt (66., FE)


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Test unter Zuschauer-Ausschluss: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Vitesse Arnheim 7:4

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Test unter Zuschauer-Ausschluss: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Vitesse Arnheim 7:4

Das fünfte Testspiel und der vierte Sieg: Der 1. FC Köln gewinnt im Test gegen Vitesse Arnheim 7:4. Allerdings lief die Begegnung nicht komplett rund für den FC.

Der 1. FC Köln gewinnt im Test gegen Vitesse Arnheim 7:4. Jakub Kaminski, Linton Maina, Imad Rondic und Ragnar Ache trafen für die Geißböcke. Der nächste Test der Geißböcke steht am Samstag gegen Atalanta Bergamo an. 

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Das Testspiel zwischen Vitesse Arnheim und dem 1. FC Köln am Sonntagmachmittag im Franz-Kremer-Stadion sollte den Geißböcken dazu dienen, in der heißen Phase der Vorbereitung nun zunehmend auch eine feste Startformation auf den Prüfstand zu stellen: “Jeder bekommt dann 60 Minuten und dann nähern wir uns immer mehr einer vermeintlichen Startelf an. Ich erwarte Intensität nach Ballverlusten und Gegenpressing. Weil die Holländer gleichzeitig auch einen gepflegten Ball spielen, musst du auch gut arbeiten. Deswegen ist es ein perfektes Testspiel”, sagte FC-Coach Lukas Kwasniok bereits am Freitag.

Spektakuläre Aufholjagd nach scherem Start

Umso überraschender war der Spielverlauf in den ersten 60 Minuten. Wie angekündigt startete Kwasniok den Test mit einer Aufstellung, die sich bereits nach einer veritablen Startelf ließt: Beginnen durften Marvin Schwäbe im Tor, davor verteidigten Timo Hübers, Leart Pacarada, Sebastian Sebulonsen. Jan Thielmann und Linton Maina bespielten die Schienen links und rechts. Im Zentrum begannen Isak Johannesson gesäumt von Linton Maina, Eric Martel und Jakub Kaminski. In der Spitze stürmten Luca Waldschmidt und Marius Bülter. Vitesse Arnheim zeigte sich von Beginn an spielfreudig und aktiv in den Zweikämpfen. Ob des Klassenunterschiedes bespielten die Gelbhemden in den ersten Minuten und pressten die Geißböcke zeitweise tief in ihrer eigenen Hälfte. Kwasnioks erste Elf tat sich damit in der Anfangsphase schwer.

So auch in der 12. Minute. Nach einem kritischen Abspielfehler von Isak Johannesson im Aufbauspiel aus dem Abwehrzentrum heraus gelangte Arnheims Dillon Hoogewerft an den Ball. Johannesson versuchte noch den Abschluss zu blocken, fälschte den Ball damit aber unhaltbar ab für Marvin Schwäbe: 0:1. Trotz einiger Offensivbemühungen der Domstädter veränderte sich daran im weiteren Spielverlauf erstmal nichts. Vielmehr zeichnete sich ein deutliches negatives Muster im FC -Spiel ab. Immer wieder rückte Isak Johannesson dabei in den Fokus, der sich aus dem Mittelfeld häufig in die letzte Kette fallen ließ. Nach einem missglückten Anspiel ins Abwehrzentrum hatte der Isländer das Nachsehen im Zweikampf mit Vitesses Irakli Yegoian. Dieser setzte sich durch und kam aus gut 20 Metern zentral vor dem Kölner Tor frei zum Abschluss und versenkte die Kugel sehenswert zur 2:0 Führung für die Gäste nach 24 Minuten.

FC mit überragenden 10 Minuten

Nach einer kurzen Pause nach 30 Minuten justierte Kwasniok nach, beorderte Martel in die Defensive, Johannesson wiederum übernahm den offensiven Part im Mittelfeld. Erneut war es Ballverlust tief in der Kölner Hälfte, diesmal klaute Vitesses Dillon Hoogewerft den Ball auf Rechtsaußen von Timo Hübers. Hoogewerft wurde im Anschluss nicht vor allzu große Herausforderungen gestellt, den glücklosen Isak Johannesson auszuspielen und fand Tim Van der Ley, der den Ball über die Torlinie zum 3:0 stocherte (39.).

In der Schlussphase des ersten Abschnitts kippte dann erstaunlich deutlich das Spiel zu Gunsten des 1. FC Köln. Kaminski tauchte nach einem langen Ball von Pacarada frei vor Torhüter Bramel im Kasten von Vitesse auf und erzielte den ersten Treffer der Geißböcke nach 53. Minuten. Unmittelbar im Anschluss netzte Kaminski gleich nochmal. Ein langer Ball von Pacarada landete bei Waldschmidt im Zentrum, der wiederum spielte einen cleveren Ball in den Strafraum der Gäste, Kaminski musste nur noch einschieben zum 2:3 in der 54. Minute. Linton Maina vollendete das Wechselbad der Gefühle. Nach dem nächsten raumöffnenden Steckpass von Waldschmidt auf Thielmann legt dieser auf Maina ab. Dieser schob einfach ein zum 3:3 nach 60 Minuten.

Hattrick in unter Zehn Minuten: Ache erwischt einen Sahnetag

Nach der Halbzeitpause rotierte Kwasniok das komplette Personal im Franz Kremer Stadion. Und auch die zweite Elf des Tages tat sich zu Beginn schwer gegen die Gelbhemden. Die zweiten 60. Minuten starteten gleich mit einem erneuten frühen Gegentor. Eine Ecke des Arnheimers Thenu Xiamaro konnten die Kölner nicht aus der Gefahrenzone klären. Der Ball rauschte einmal durch den Strafraum der Hausherren mit der Endstation beim Arnheimer Marcus Steffen, der das Spielgerät an Zieler vorbei über die Linie drückte zum 4:3 in Minute 61. Anders als in Halbzeit eins gelang es Kwasnioks Kickern schnell Fuß zu fassen und unter Druck zu setzen. Häufig suchten die Kölner den eingewechselten Ragnar Ache. Und das mit Erfolg. So erzielte der Neuzugang etwa ein Kopfballtor nach Ecke von Florian Kainz in der 73. Minute und glich somit eine Viertelstunde nach dem frühen Rückstand aus.

Daraufhin spielte der FC sich in einen Rausch. Said El Mala spielte Steffen Tigges auf der linken Seite frei, der in der 77. Minute die Kugel stramm ins Zentrum zog und den einrutschenden Ache sein zweites Tor des Tages auflegte. In der 83. Minute gelangte Kainz auf Linksaußen an die Kugel und flankte unvermittelt auf Ache, der im Arnheimer Sechzehner lauerte und in der Folge den Dreierpack schnürte. In der Folge stabilisierten die Kölner das Spiel und schufen Ergebnis technisch Fakten. Erneut war es Kainz, der einen Treffer vorbereitete. Aus dem rechten Halbraum heraus landete seine Hereingabe auf dem Kopf von Imad Rondic, der den Ball perfekt erwischte und mit seinem harten Abschluss dem eingewechselten Arnheimer Keeper Max Brüll keine Chance ließ. Anschließend büßte das Spiel zwar nicht an Intensität ein, jedoch fehlte dem FC in einigen Situationen das nötige Spielglück.

Ache musste Behandelt werden

In den letzten Minuten des Testspiels kam es schließlich noch zu einem Schreckensmoment. Ragnar Ache blieb nach einem Zweikampf am Mittelkreis liegen und musste vom medizinischen Personal behandelt werden. Gemeinsam wurde entschieden, den Test frühzeitig nach 112 Minuten zu beenden.  Der Stürmer humpelte anschließend mit einem bandagierten Knie vom Spielfeld. Unterm Strich eine Aufschlussreiche Begegnung für den 1. FC Köln mit sicherlich einer Menge Erkenntnisse, die Coach Lukas Kwasniok vor dem Saisonstart beschäftigen werden. 

Am Samstag  (09.08.) steht für die Mannschaft dann der letzte härtetest an. Dann geht es für den FC  zum Abschluss der Saisonvorbereitung gegen den italienischen Champions League Teilnehmer Atalanta Bergamo

Schwäbe (Zieler 60.) – Paqarada (Tigges 60.) , Hübers (Schmied 60.) , Martel (Heintz 60.)) – Maina (El Mala 60.), Sebulonsen (Gazibegovic 60.), – Kaminski (Kainz 60.), Thielmann (Krauss 60.) , Johannesson (Huseinbasic 60.)- Waldschmidt (Ache 60,), Bülter (Rondic 60.) – Tore: Hoogewerft (12.), Yegoian (24.), Van der Ley (39.), Kaminski (53., 54.), Maina (60.), Wisser (61.), Ache (73., 77., 83.), Rondic (91.)


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Gelungenes Benefizspiel zu Wolfgang Overaths 80. Geburtstag: Der 1. FC Köln gewinnt im Test gegen den Siegburger SV 0:7

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Gelungenes Benefizspiel zu Wolfgang Overaths 80. Geburtstag: Der 1. FC Köln gewinnt im Test gegen den Siegburger SV 0:7

Das vierte Testspiel und der dritte Sieg: Der 1. FC Köln gewinnt im Test gegen den Siegburger SV 0:7. Damit kann die Mannschaft die positive Entwicklung auch nach dem Trainingslager fortsetzen.


Mit einem deutlichen Sieg im Benefizspiel gegen den Mittelrheinliga-Klub Siegburger SV startet der FC nun in die finale Phase der Saisonvorbereitung. Der nächste Test steht am Sonntag gegen Vitesse Arnheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit an. Der 1. FC Köln gewinnt im Test gegen den Siegburger SV 0:7. Linton Maina, Ragnar Ache, Timo Hübers, Imad Rondic, Luca Waldschmidt und Isak Johannesson trafen für die Geißböcke. Der nächste Test steht am Sonntag gegen Vitesse Arnheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit an.

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Das Testspiel zwischen dem Siegburger SV und dem 1. FC Köln am Mittwochabend im Walter-Mundorf-Stadion stand unter einem besonderen Stern. Vor 5.000 begeisterten Zuschauern ging es zwar um den Feinschliff für die kommende Saison, doch im Mittelpunkt dieses Abends stand die Würdigung einer wahren Kölner Legende. Wolfgang Overath feierte seinen 80. Geburtstag. Im Vorfeld blickte Overath im Interview mit dem Verein bewegend auf seine enge Verbindung zu Siegburg und den Geißböcken zurück: „Hier in der Gegend gibt es unerhört viele FC-Anhänger. Deshalb hat der FC schon mehrmals in Siegburg gespielt. Das ist echt super für meinen Heimatclub und der FC kann sich weiter einspielen für die ersten Spiele im DFB-Pokal und in der Bundesliga. Das Startprogramm ist nicht so einfach. Ich hoffe, dass beide Teams einen guten Tag haben und es ein schönes Spiel wird.“

FC ohne Thielmann im Kader

Und das sollte es werden. Wie schon beim 3:1-Erfolg gegen Leicester City schickte Kwasniok seine Mannschaft wieder mit einer Fünferkette aufs Feld, rotierte allerdings ordentlich das Personal. Für Marvin Schwäbe, Timo Hübers, Sebastian Sebulonsen, Isak Johannesson, Jan Thielmann, Jakub Kaminski und Luca Waldschmidt starteten Matthias Köbbing, Tom Krauß, Ragnar Ache, Florian Kainz, Said El Mala, Jusuf Gazibegovic und Imad Rondic. Überraschenderweise verzichtete Kwasniok auf Jan Thielmann. Der U-21 Nationalspieler stand gegen Siegburg nicht im Kader. Dafür kam Rohdiamant Said El Mala zum ersten Einsatz von Beginn an für den 1. FC Köln.

Gegen tiefstehende Hausherren dauerte es eine ganze Weile bis zur ersten nennenswerten Aktion durch Eric Martel. Dessen zentral plazierter Kopfball in der 5. Minute Minute striff allerdings nur die Latte des Kastens von Michael Vogel im Tor der Hausherren. In der 9. Minute dann fiel der erste Treffer durch Linton Maina nach Hereingabe von Gazibegovic. Die Flanke des Bosniers segelte einmal durch den Strafraum der Siegburger, Maina schloss sehenswert direkt aus der Luft ins untere Linke Eck ab. Er erzielte bereits sein drittes Testspieltor.

Einige gute Chancen für den FC

In der ersten Hälfte spielten die Geißböcke generell viel über die Außen. El Mala und Gazibegovic brachten die tiefstehenden Siegburger immer wieder in Bewegung und suchten Ache im gegnerischen Strafraum. Dieser kam in der ersten Hälfte auf mehrere gute Chancen, konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen. Richtig gefährlich wurde es noch einmal in der 30. Minute. Der gut aufgelegte Maina fasste sich aus knapp 20 Metern zentral vor dem Tor ein Herz, traf aber nur Imad Rondic. Dieser war sichtlich überrascht und konnte den Ball nicht kontrolliert verwerten. Trotzdem landete der Versuch am rechten Pfosten.

In der 35. Minute wurde dann Kölns Torhüter Köbbing wachgerüttelt: Ein gefährlicher Kopfball des Siegburger Neuners Alexander Sai landete knapp über dem Tor. Sonst bekam Köbbing in der ersten Hälfte nicht viel zu tun. Anders auf der anderen Seite des Feldes: Florian Kainz suchte durch einen Freistoß aus 30 Metern erneut Ragnar Ache, der das Spielgerät am Fünfer erwischte und wuchtig per Kopf ins untere rechte Eck traf – kurz vor Ende der ersten Hälfte.

Sehenswerte Partie mit mutigen Siegburgern

Kwasniok tauschte zur Halbzeit bis auf Imad Rondic und Torwart Köbbing die gesamte Mannschaft auf dem Feld aus. Die zweite Hälfte startete dann mit einer sehenswerten Kombination. Isak Johanneson überspielte das Siegburger Mittelfeld mit einem langen Ball, den Luca Waldschmidt per Kopf auf den einlaufenden Timo Hübers ablegte. Der Innenverteidiger traf den Ball gut und es zappelte zum 3:0 im Siegburger Tor. In der Folge wurde die Torschützenliste für den 1. FC Köln immer länger. Luca Waldschmidt traf doppelt, Rondic fand nach torloser erster Halbzeit ebenso das Netzt der Siegburger. Isak Johannesson setzte dem torreichen und dominanten Auftritt der Geissböcke mit einem sehenswerten Schlenzer ins obere linke Eck in der 87. Minute den Deckel auf. Trotz des eindeutigen Ergebnisses zeigten sich die Hausherren mutig. Sie kamen immer wieder auch vors Tor von Matthias Köbbing. Unterm Strich ein in der Höhe verdienter Sieg für den FC und sicher ein schönes Fußballfest zu Ehren von Wolfgang Overath.

Am Sonntag (03.08.) steht für die Mannschaft dann der nächste Test in der Saisonvorbereitung an. Dann geht es für den FC unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen den niederländischen Zweitligisten Vitesse Arnheim.

Köbbing – Paqarada (Tigges 46.) , Schmied (Hübers 46.), Gazibegovic (Telle 46.) – Krauß (Huseinbasic 46.), Martel (Heintz 46.), Kainz (Johannesson 46.) – Maina (Sebulonsen 46.) , El Mala (Kaminski 46.) – Ache (Waldschmidt 46.), Rondic – Tore: Maina (9.), Ache (43.), Hübers (52.), Rondic (72.), Waldschmidt (70., 76.), Johannesson (87.)


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1. FC Köln gewinnt zum Abschluss des Trainingslagers gegen Leicester City

Kölner Jubel nach der Führung
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1. FC Köln gewinnt zum Abschluss des Trainingslagers gegen Leicester City

Der FC hat das Trainingslager in der Steiermark mit einem Erfolg beendet. Der 1. FC Köln gewinnt gegen Leicester City 3:1. Am Samstag reist die Mannschaft wieder zurück nach Köln.

Mit einem verdienten Sieg über einen englischen Zweitligisten tritt der FC die Heimreise aus dem Trainingslager an. Der 1. FC Köln gewinnt gegen Leicester City 3:1. Sebastian Sebulonsen, Luca Waldschmidt und Florian Kainz trafen für die Geißböcke. Am Samstag geht es für die Mannschaft zurück nach Köln.

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Lukas Kwasniok rotierte im Vergleich zum Testspiel gegen Fortuna Köln einmal mehr durch. Die beiden U21-DFB-Rückkehrer Eric Martel und Jan Thielmann standen etwa genauso in der Anfangsformation wie Neuzugang Sebastian Sebulonsen. Allerdings spielte der FC mit einer Art Dreierkette, bei der Linton Maina auf der linken Schiene agierte. Und der Offensivspieler hätte beinahe die erste Duftmarke gesetzt. Nach einem starken Diagonalpass von Jakub Kaminski war Maina durch, doch die Kugel versprang. Keine 60 Sekunden später steckte Kaminski perfekt durch auf Sebulonsen, der zur Führung der Kölner einschob (5.). Und der FC blieb dran. Nach einem weiteren Diagonalball von Luca Waldschmidt war Sebulonsen durch, flankte ins Zentrum, doch Kaminski scheiterte an dem hervorragend haltenden Keeper. Waldschmidt machte es mit einem Schlenzer besser: 2:0 (17.).

McAteer verkürzt für Leicester

Leicester fiel im ersten Abschnitt recht wenig ein. Wenn, dann kam der englische Zweitligist bei Kontern mal in das Kölner Schlussdrittel. Nach einer guten halben Stunde konnte sich so auch Marvin Schwäbe das erste Mal nach einem starken Schlenzer aus knapp 16 Metern auszeichnen, als der Keeper den Ball aus dem Winkel fischte. Auf der anderen Seite scheiterte Pacarada mit einem Schuss aus der Distanz. Der FC war auch weiterhin das aktivere Team. Vor allem Kaminski und Sebulonsen fielen positiv auf. Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff zwang Jeremy Monga den Kölner Keeper zur nächsten Parade, doch wieder war Schwäbe zur Stelle. Keine Chance hatte der Keeper als Kasey McAteer aus zwölf Metern abzog.

Zur Pause wechselte Kwasniok nahezu komplett durch. Einzig Joel Schmied stand weiterhin in der Anfangsformation. Und der FC blieb das Spiel bestimmende Team. So legte Said El Mala nach starkem Dribbling den Ball quer auf Gazibegovic , dessen Schuss aber übers Tor flog. Kurz zuvor war Ragnar Ache am gegnerischen Keeper gescheitert. Nach einer knappen Stunde probierte es El Mala selbst, doch der Versuch landete ebenfalls hinter dem Tor. Allerdings wollte gerade das Spiel in die Offensive nicht mehr so richtig gelingen. El Mala suchte zwar immer wieder das Eins-gegen-eins, blieb aber oft hängen, auf der anderen Seite war der letzte Pass oft zu ungenau. Allerdings wurde auch der Gegner eher selten gefährlich. Eine Viertelstunde vor Spielende schickte Steffen Tigges mit einem Kopfball El Mala, doch der Youngster entschied sich für einen Fehlschuss Richtung langes Eck, anstatt den mitgelaufenen Imad Rondic in Szene zu setzen.

Auch Florian Kainz trifft im „Heimstadion“

In der nächsten Aktion war es Rondic, der dann wiederum Ache und El Mala übersah. Auf der anderen Seite verpasste Stilko Thomas nach Flanke den Ball nur knapp. In den Schlussminuten wurde Denis Huseinbasic in der Box freigespielt, der Mittelfeldspieler von den Beinen geholt – es gab Elfmeter. Florian Kainz trat in seinem Heimstadion an und verwandelte im zweiten Anlauf (87). Für den FC endet mit dem Testspiel das Trainingslager in Bad Waltersdorf. Am Samstag reist die Mannschaft am frühen Nachmittag wieder nach Köln.

Schwäbe (46. Zieler) – Maina (46. Tigges), Pacarada (46. Heintz), Hübers (46. Krauss), Schmied, Sebulonsen (46. Gazibegovic) – Martel (46. Kainz), Johannesson (46. Huseinbasic) – Kaminski (46. El Mala), Waldschmidt (46. Rondic), Thielmann (46. Ache) Tore: 1:0 Sebulonsen (5.), 2:0 Waldschmidt (17.), 2:1 McAteer (43.), 3:1 Kainz (87., FE)


Gegentor in letzter Minute: FC verpasst Erfolg gegen Fortuna Köln

Tom Krauß im Zweikampf beim Spiel des 1. FC Köln gegen Fortuna Köln
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Gegentor in letzter Minute: FC verpasst Erfolg gegen Fortuna Köln

Ernüchterung in letzter Minute des zweiten Testspiels. Der 1. FC Köln spielt bei Fortuna Köln 2:2 und verabschiedet sich mit einem Remis ins Trainingslager nach Bad Waltersdorf. Die Geißböcke taten sich gerade im ersten Abschnitt im Schlussdrittel einmal mehr schwer. In letzter Minute kassierten die Geißböcke den späten Ausgleich.

Alles andere als mit einer Glanzleistung im Stadtduell geht es für die Geißböcke in das Trainingslager in die Steiermark. Der 1. FC Köln spielt bei Fortuna Köln 2:2. Jusuf Gazibegovic und Florian Kainz trafen nach Wiederanpfiff für die Geißböcke, Julian Pauli verkürzte mit einem Eigentor, bevor Nicolas Westerhoff in der Schlussminute ausglich.

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Lukas Kwasniok hatte die Zielvorgabe für den zweiten Test gegen Fortuna Köln klar formuliert.„Es gilt nach wie vor, Eindrücke zu gewinnen. Aber mit einer anderen Intensität“, so der neue Trainer vor dem Spiel. Dementsprechend schickte er eine auf einigen Positionen veränderte Mannschaft aufs Feld, mit allerdings deutlich weniger Experimenten als vor knapp einer Woche gegen Bergisch Gladbach. Und der FC begann auch mit Schwung. Speziell Neuzugang Jakub Kaminski war in den ersten Minuten ein Unruheherd, brachte nach drei Minuten eine gefährliche Flanke, an die Ragnar Ache aber nicht richtig drankam. Rund zehn Minuten später hatte erneut Ache dann die erste große Chance: Nach einem schönen Steckpass von Luca Waldschmidt war der Stürmer im Strafraum frei durch, schoss aber aus leicht spitzem Winkel am langen Eck vorbei. Kurz darauf probierte es Leart Paqarada nach einer zu kurz geklärten Ecke aus der Distanz. Der Ball kam aber zu zentral auf den Torwart der Fortuna. Und auch Waldschmidts Abschluss aus zentraler Position ging nicht ins Tor sondern knapp vorbei.

Auch Fortuna kommt zu Chancen, der FC macht aber die Tore

Bis dahin hatten die Geißböcke die Partie komplett im Griff. Sie kontrollierten Ball und Gegner, ohne aber nochmal zwingend zu werden. Nach etwas über 20 Minuten kam dann aber die Fortuna erstmal vors Tor – und das gleich doppelt. Erst konnte Neo Telle eine Hereingabe noch klären. Dann waren sich die Kölner nicht einig, wer den Ball aufnimmt, sodass die Gastgeber zum Abschluss kamen. Zieler musste sich strecken, um den Ball aus dem Eck zu fischen. Nach einer halben Stunde hatte der FC dann die zweite große Chance zur Führung: Kaminski steckte auf Paqarada durch, der flankte von der Grundlinie in die Mitte auf Isak Johannesson, der freistehend aber nicht richtig Druck hinter den Ball bekam. Etwas später fing Linton Maina einen schlechten Pass ab und steckte auf Waldschmidt durch. Der schoss aber knapp vorbei. Und auch ein paar Minuten später fehlte im die Präzision: Nach einer Flanke von Johannesson kam er aus dem Rückraum zum Abschluss, zielte aber zu zentral auf den Torwart.

Kurz nach der Pause hatte die Fortuna dann die Chance zur Führung. Den Abschluss aus gefährlicher Position im Strafraum konnte Jusuf Gazibegovic gerade noch blocken. Etwas später kam auch der FC zur ersten Chance im zweiten Durchgang, Florian Kainz konnte eine abgefälschte Flanke aber nicht aufs Tor bringen. Im Anschluss blieb die Partie offen, Standards auf beiden Seiten brachten jedoch nichts ein. Dann gingen die Geißböcke aber in Führung. Fayssal Harchaoui spielte schön durch auf Gazibegovic, der mit links den Ball reinschlenzte. Etwas später gab es dann eine gute Freistoßposition vom Strafraumrand für Florian Kainz. Der zog aber nicht platziert genug ab. Kurz darauf entschied der Schiedsrichter dann auf Elfmeter für Köln nach einem Foul an Harchaoui. Dieses Mal machte es Kainz genauer und verwandelte.

Gegentreffer nach Ballverlust

Der FC kam damit immer besser in Schwung. Niang dribbelte sich durch den Strafraum, der Abschluss von Denis Huseinbasic im Anschluss geht aber vorbei. In der 68. Minute tauchte dann auch die Fortuna nach einem Konter vor dem Tor auf, der Schuss ging aber knapp am Kasten vorbei. Etwas später hatten sie mehr Glück. Nach einem Ballverlust von Gazibegovic kam eine Flanke von links und Al-Gaddioui überwand Marvin Schwäbe. Julian Pauli drückte den Ball beim Klärungsversuch ins eigene Netz. Kurz vor Schluss hatten die Hausherren dann noch die Chance auf den Ausgleich, Schwäbe konnte den nicht perfekt getroffenen Versuch aus der Drehung aber parieren. Bei einem Abschluss von der linken Strafraumseite kurz darauf musste er jedoch nicht eingreifen. Mit dem Schlusspfiff fiel dann aber doch noch der Ausgleich. Nicolas Westerhoff erzielte das 2:2.

Am Samstag fährt die Mannschaft dann ins Trainingslager nach Bad Waltersdorf in der österreichischen Steiermark. Dort steht dann am Freitag (25.7.) um 17 Uhr das nächste Testspiel gegen Leicester City an.

Zieler (46. Schwäbe) – Paqarada (46. Tigges), Heintz (46. Pauli), Schmied (46. Hübers), Telle (46. Gazibegovic) – Krauß (46. Huseinbasic), Johannesson (46. Harchaoui), Kaminski (46. Kainz) – Waldschmidt (46. Niang) – Maina (46. Borie), Ache (46. Rondic) – Tore: 0:1 Gazibegovic (57.), 0:2 Kainz (67.), 1:2 Pauli (75., Eigentor), 2:2 Westerhoff (90.)


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1. FC Köln gelingt erster Test in Bergisch Gladbach

Florian Kainz und Linton Maina überzeugten im ersten Testspiel
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1. FC Köln gelingt erster Test in Bergisch Gladbach

Der erste Test des FC unter Lukas Kwasniok kann durchaus als gelungen angesehen werden. Der 1. FC Köln gewinnt gegen Bergisch Gladbach 7:1. Vor allem Linton Maina, Florian Kainz und Ragnar Ache überzeugten.

Mit dem Testspiel beim SV Bergisch Gladbach 09 endet die erste Vorbereitungswoche der neuen Spielzeit. Und die Kölner haben sie durchaus positiv beendet. Der 1. FC Köln gewinnt gegen Bergisch Gladbach 7:1.

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Erwartungsgemäß formierte der neue Trainer eine Mannschaft, die vermutlich so nicht unbedingt noch einmal auflaufen würde. Angeführt von Timo Hübers stand von den Neuverpflichtungen vorerst nur Isak Johannesson auf dem Feld. Überraschend: Erneut agierte wie bereits im Training Steffen Tigges auf der linken Außenbahn, Jacob Christensen spielte auf Rechts. Der FC machte von Beginn an Druck. Doch so wirklich gefährlich wurde der FC zu diesem Zeitpunkt nicht. Erst nach einer Viertelstunde fand eine Flanke von Florian Kainz Offensivspieler Linton Maina, der nahm die Kugel direkt und netzte ein. Nur wenige Minuten später war es das gleiche Duo, das traf. Maina schlenzte den Ball ins lange Eck. Steffen Tigges erhöhte ebenfalls mit einem Schlenzer auf 3:0, allerdings mit Unterstützung des gegnerischen Torhüters.

Starker Auftritt von Ragnar Ache

Eigentlich hatte der FC die Begegnung im Griff. Eigentlich. Denn nach einem Fehlpass von Jacob Christensen hatte Claudio Heider freie Bahn und zog einfach mal ab. Schwäbe machte bei der Parade nicht die beste Figur. Vor dem Wechsel hätte der FC erhöhen können, vergab aber einige Möglichkeiten. Zur Pause wechselte Kwasniok die gesamte Mannschaft aus. Und der zweite Anzug passte. Es waren noch keine 60 Sekunden gespielt, da erhöhte Ragnar Ache auf 4:1. Und der FC setzte nach. Ache legte die Kugel stark ab auf Etienne Borie, der auf 5:1 stellte. Und keine fünf Minuten später erhöhte Fayssal Harchaoui auf 6:1. Für die Schlussphase brachte Kwasniok auch Malek El Mala.

Doch die Kölner hatten bereits einen Gang zurückgeschaltet. Dennoch erhöhte der FC. Jusuf Gazibegovic legte nach Pass von Jakub Kaminski ab, Luca Waldschmidt schob nur noch ein. In den letzten Minuten hätten Joel Schmied und Tom Krauß erhöhen können, vergaben aber. Insgesamt kamen 23 Spieler für den FC zum Einsatz. Am kommenden Freitag steht im Südstadion das nächste Testspiel an. Dann sind die Geißböcke zu Gast bei Fortuna Köln.

Schwäbe (46. Zieler) – Heintz (46. Pauli), Hübers (46. Schmied), Telle (46. Gazibegovic) – Tigges (46. Pacarada), Huseinbasic (46. Harchaoui), Johannesson (46. Kaminski), Christensen (46. Krauß) – Kainz (46. Waldschmidt) – Maina (46. Ache, 74. El Mala), Rondic (31. Niang, 45. Borie) – Tore: 1:0, 2:0 Maina (14., 16.), 3:0 Tigges (19.), 3:1 Heider (21.), 4:1 Ache (46.), 5:1 Borie (58.), 6:1 Harchaoui (62.), 7:1 Waldschmidt (84.)


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Maina bleibt! Linton Maina richtet Worte an die Fans – „Beim Bundesligisten unterschrieben“

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Maina bleibt! Linton Maina richtet Worte an die Fans – „Beim Bundesligisten unterschrieben“

Linton Maina bleibt beim 1. FC Köln. Das sagte der Offensivspieler am Rande der Aufstiegsfeier der Geißböcke nach dem 4:0-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern. Maina wird also auch in der kommenden Spielzeit bei „einem Bundesligisten“ spielen.

Mitten in die Aufstiegsfeier richtete der Außenbahnspieler dann einige Worte an die Fans, die lange schon den Rasen des Kölner Stadions geatürmt hatten. Linton Maina bleibt beim 1. FC Köln.

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Natürlich gab es kein Halten mehr. Auch, wenn der FC mehrfach darum bat, dass die Fans den Platz nicht betreten sollten, strömten die Anhänger des Bundesligisten auf den Platz. Und dort gab es eben nicht nur den Aufstieg zu feiern. Da der HSV zweitgliech bei Greuther Fürth 2:3 verlor, gehen die Kölner als Zweitliga-Meister zurück in das deutsche Oberhaus. Und neben der Schale gab es auch warme Worte von einigen Spielern. Eine besondere Botschaft hatte Linton Maina im Gepäck. „Ich habe vor sechs Wochen bei ’nem Bundesligisten uterschrieben, der sich jetzt wieder Bundesligist nennen darf‘, sagte der 26-Jährige. Wie Dejan Ljubicic war auch bei Linton Maina lange nicht klar, wo der gebürtige Berliner in der kommenden Saison spielen würde.

Maina bereitet die meisten Tore vor

Doch während sich Ljubicic mit dem Aufstieg vermutlich Richtung Zagreb verabschiedet, bleibt Maina auch weiterhin beim FC. Der 25-Jährige erzielte in dieser Saison drei Tore und bereitete zehn weitere vor, war einer der absoluten Topscorer bei den Kölnern, in jedem Fall der beste Vorlagengeber des FC. In der Rückrunde hatte sich Maina verletzt, war erst vor wenigen Wochen wieder einsatzbereit. „Ihr seid der Wahnsinn. Vielen Dank, dass ihr alle hier seid. Ihr seid verrückt“, sagte der 25-Jährige als er vor den Fans sprach. Neben Ljubicic werden zahlreiche weitere Spieler den FC verlassen. Unter anderem Tim Lemperle, den es wohl Richtung Hoffenheim zieht. Mark Uth beendet dagegen seine Karriere. Auch der Offensivspieler richtete seine Worte an die Fans. „Es war mir eine riesen Ehre. Jetzt mit dem Aufstieg gemeinsam mit euch zu feiern. Ich verspreche euch, es wird richtig spät!“, sagte der 33-Jährige.

Bei der Schalenübergabe flossen dann auch ein paar Tränen, als ein Video der Highlights einer langen Karriere gezeigt wurden.

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Aufstieg: Der 1. FC Köln spielt wieder Bundesliga! FC lässt Kaiserslautern keine Chance

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Aufstieg: Der 1. FC Köln spielt wieder Bundesliga! FC lässt Kaiserslautern keine Chance

Die Funkel-Patrone hat gesessen. Der FC wird in der kommenden Spielzeit wieder erstklassig sein. Der 1. FC Köln steigt in die Bundesliga auf. Die Geißböcke setzten sich letzten Spieltag verdient mit 4:0 gegen Kaiserslautern durch. Da der HSV in Fürth unterlag, geht der FC als Meister der 2. Bundesliga hoch.

Es ist vollbracht, der Aufstieg ist perfekt. Die Kölner spielen wieder erstklassig. Der 1. FC Köln steigt nach einem verdienten 4:0-Erfolg über Kaiserslautern wieder in die Bundesliga auf. Eric Martel, Luca Waldschmidt, Florian Kainz und Mark Uth trafen zum 4:0-Aufstiegserfolg.

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Unter der Woche hatte Friedhelm Funkel noch angekündigt, er wolle seinem Gegenüber Torsten Lieberknecht noch nicht zu viel verraten. Doch die ganz große Überraschung in Sachen Aufstellung blieb zumindest aus. Der Coach nahm genau eine Änderung zur Vorwoche vor, brachte Damion Downs für Tim Lemperle. Unterstützung erhielten die Profis von den U19-Junioren, die das erste Endspiel des sonntags gewannen und sich nur wenige Stunden zuvor zum Meister gekürt hatten. Der FC gab die Richtung mit Anstoß vor. Eine flache Hereingabe von Downs setzte Waldschmidt aber deutlich über das Tor. Auf der anderen Seite lud Downs Stürmer Ache ein. Mit einem beachtlichen Fehlpass schickte der Stürmer sein Gegenüber, doch der vermeintliche Kölner Wunschspieler scheiterte an Marvin Schwäbe, die anschließende Flanke brachte Ache nicht aufs Tor (7.). Auf der anderen Seite zeichnete sich Julian Krahl mit einer ähnlichen Parade beim Flachschuss von Waldschmidt aus (11.).

Martel und Waldschmidt stellen die Weichen auf Aufstieg

Und der Offensivspieler bekam kurz darauf die nächste Chance. Dieses Mal nach einem Konter. Florian Kainz legte quer, doch wieder scheiterte Waldschmidt an dem gegnerischen Keeper. Doch der anschließende Einwurf brachte die Führung. Kainz spielte Leart Pacarada auf der rechten Seite frei, die Flanke landete bei eric Martel, der einnickte (14.). Doch der FCK spiele ebenfalls munter mit. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Hanslik frei zum Kopfball, setzte die Kugel aber neben den Kasten (20.). Der FC blieb die aktivere Mannschaft, suchte weiterhin den Weg ins Schlussdrittel und fand ihn. Denis Huseinbasic leitete den Angriff mit einem starken Tunnel ein, legte dann ab auf Downs, der wiederum ins Zentrum passte. Dort lauerte Waldschmidt: 2:0 (33.). Und der FC hätte erhöhen müssen. Jan Thielmann und Downs kamen in eine Zwei-auf-eins-Situation, doch Thielmann verpasste den rechtzeitigen Pass.

Für einen Höhepunkt sorgten dann die A-Junioren, die in der Sükurfe mit der Meisterschale auftauchten. Auf dem Platz hatte Lautern mehr Spielanteile, bemühte sich wieder in die Begegnung zu finden. Das aber mit mäßigem Erfolg. Erst kurz vor dem Seitenwechsel hätte Erik Wekesser den FCK wieder ranbringen können, doch wieder parierte Schwäbe einen Flachschuss stark. Mit der verdienten Führung ging es in die Halbzeitpause und der FC stand bereits mit einem Bein in der Bundesliga.

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Kainz macht den Deckel drauf

Auch nach dem Wechsel spielte der FC nicht auf Absicherung. Im Gegenteil mit der Einwechslung von Linton Maina für den offenbar angeschlagenen Jusuf Gazibegovic wollte Funkel für weiteren Schwung sorgen. Doch der Gast war nun auf längere Ballbesitzühasen aus, versuchte so, das Spiel zu beruhigen. Das klappte aber auch nur in Teilen. So spielte Kainz mit einem tollen Pass Waldschmidt in der Box an, der Offensivspieler suchte den Zweikampf, zog das Foul und Schiedsrichter Sören Storks entschied auf Strafstoß. Den vergab der ehemalige Nationalspieler leichtfertig (57.). Doch vom Gegner kam nicht mehr viel. Lautern tat sich sichtbar schwer, gerade im Schlussdrittel fand der Gast kaum noch statt. Der FC lauerte weiterhin auf Konter und belohnte sich.

Nach einem schicken Doppelpass mit Jan Thielmann spielte Maina den Ball ins Zentrum, Waldschmidt nahm die Kugel direkt und schoss Nico Elvedi an. Der Ball landete bei Florian Kainz, der im Fallen den Deckel draufmachte (76.). Und wie versprochen schenkte Friedhelm Funkel Mark Uth, aber auch Mathias Olesen noch einen besonderen Abschied, brachte die beiden Spieler für die Schlussminuten. Und Uth dankte es dem Trainer mit seinem ersten Saisontor und dem 4:0 (87). Danach gab es nur noch kollektive Feierei.

FC: Schwäbe – Pacarada, Heintz (33. Schmied), Hübers, Gazibegovic (46. Maina) – Martel, Huseinbasic – Kainz, Waldschmidt (81. Uth), Thielmann – Maina; Tore: 1:0 Martel (14.), 2:0 Wadlschmidt (29.), 3:0 Kainz (76.), 4:0 Uth (87.); Besondere Vorkommnisse: Waldschmidt verschießt Elfmeter


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Mehr als nur ein Funkel Hoffnung – der FC kann heute schon aufsteigen!

Friedhelm Funkel gelingt der erste Streich im Aufstiegsrennen
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Mehr als nur ein Funkel Hoffnung – der FC kann heute schon aufsteigen!

Mit einer ordentlichen Leistung hat der FC das Spiel in Nürnberg verdient 2:1 gewonnen und ist dem ersehnten Aufstieg ganz nah. Es scheint so, als habe sich der Trainerwechsel also ausgezahlt für den 1. FC Köln: Der Versuch mit Friedhelm Funkel sitzt.

Nahezu sämtliche entscheidenden Statistiken sprachen am Ende für den FC. Die Kölner setzten sich verdient beim Club durch, feierten drei wichtige Punkte, die Tabellenführung und stehen vor der Rückkehr in die Bundesliga. Erleichterung beim 1. FC Köln: Der Versuch mit Friedhelm Funkel sitzt.

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So ein wenig stoisch wirkte es schon, wie Friedhelm Funkel da die Linie mit verschrenkten Armen hin und her schlich – so als könne den erfahrenen Trainer nichts aus der Ruhe bringen. „In den letzten Minuten bin ich auch ein bisschen nervöser geworden, hektischer geworden“, sagte er Kölner Coach, dem die Hektik äußerlich aber nicht so wirklich anzusehen war. Dabei hatte die Begegnung in Nürnberg natürlich für Funkel und sein Team eine schon besonders große Bedeutung. Nach den eher mageren fünf Punkten aus den vergangenen fünf Spielen und der Trainerentlassung zwei Spieltage vor Saisonende, war der Fokus natürlich auf den FC gerichtet, der mit einem Sieg das Tor zur Bundesliga schon extrem weit öffnen würde. Friedhelm Funkel sollte nun den entscheidenden Impuls geben und die von den FC-Bossen ausgewählte Patrone saß – wenn auch mit Ladehemmungen.

„Die Mannschaft ist am Drücker geblieben“

Köln begann forsch, bekam schon nach wenigen Minuten einen Elfmeter zu- und nach Ansicht der Videobilder wieder abgesprochen. „Wir sind sehr gut in das Spiel rein gestartet, haben uns gute Situationen ausgearbeitet. Dann kriegen wir den Elfmeter zurückgenommen. Das ist bitter, aber die Mannschaft ist am Drücker geblieben“, sagte Thomas Kessler. Tatsächlich spielte der FC munter nach vorne, wie es Funkel schon unter der Woche angekündigt hatte. Luca Waldschmidt kam zu einer guten Möglichkeit, traf aus kurzer Distanz nur den Gegenspieler, Jan Thielmann dafür einmal den Innenpfosten und einmal die Unterkante der Latte. Gerade in der Vorwärtsbewegung sah das zum Teil sehr gut aus. Da sich die Defensive aber einige Schnitzer erlaubte, war auch der Club im Spiel.

Dennoch wirkten die Kölner keineswegs verunsichert. Im Gegenteil: „Wie haben versucht, auch in der Woche schon gute Abläufe im Spiel mit dem Ball einzustudieren. Das ist uns glaube ich auch ganz gut gelungen. Ich glaube, wir waren heute mit Ball echt gut, haben uns viele gute Aktionen rausgespielt. Haben auch viele Chancen gehabt“, sagte Florian Kainz. Welchen Einfluss Friedhelm Funkel auf die offenbar verbesserte Spielweise hatte, ist natürlich schwer zu sagen – immerhin hatte der Coach ganze drei Trainingseinheiten mit dem Team. „Wahrscheinlich hätten wir ein ähnliches Spiel auch mit dem alten Trainer machen können“, gab auch Kapitän Timo Hübers zu. „Wir als Mannschaft versuchen, jedes Spiel bestmöglich anzugehen.“ Und doch war der Auftritt verändert.

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Individuelle Fehler der Nürnberger

Schon die gesamte Woche war eine andere Haltung beim FC, aber auch den Fans zu bemerken – eine gewisse Euphorie, die die Verpflichtung von Funkel ganz offensichtlich entfacht hat. „Friedhelm hat nicht nur einen positiven Fan-Effekt, sondern auch einen positiven Effekt auf die Mannschaft. Er strahlt eine unfassbare Ruhe aus“, sagte Jan Thielmann. „Das macht einfach Spaß, ich darf das zweite Mal unter ihm Spieler sein. Er strahlt unfassbar was aus und das nehmen wir auch auf.“ Gerade nach dem überraschenden Rückstand unmittelbar nach dem Seitenwechsel durch Janis Antiste drehten die Kölner noch einmal auf, drückten. „Nach den 1:0 ging mir vieles durch den Kopf. Dann habe ich der Mannschaft erstmal gesagt „Ruhig bleiben“. Dann überlegen wir uns draußen schon, wie wir das noch verändern können“, sagte Funkel.

Ruhig bleiben und Dominanz entwickeln, war offenbar die richtige Maßnahme. Auch, wenn im Schlussdrittel weiterhin nicht alles gelingen wollte. So waren es auch zwei individuelle Fehler, die die Kölner eiskalt ausnutzen. Zunächst luchste Luca Waldschmidt Caspar Jander den Ball ab und leitete das 1:1 ein, in der letzten Minute gewann Tim Lemperle ein (aus Nürnberger Sicht) unnötiges Duell gegen Torwart Michal Kukucka, legte ab auf Kainz: 2:1. Da hielt sich dann auch Funkel nicht mehr zurück und stürmte zu seinen Co-Trainern. „Die Entscheidung ist auf Friedhelm gefallen, weil wir genau so einen gesucht haben. Wir brauchten eine gewisse Stabilität, jemanden, der Ruhe ausstrahlt, am besten auch die Mannschaft und den Club kennt“, sagte Thomas Kessler. „Friedhelm hat einfach unglaublich viel Erfahrung.“

„In Köln wollen wir das Spiel dann nutzen, um aufzusteigen“

Und diese Erfahrung scheint einen starken Einfluss auf die Mannschaft zu nehmen. „Wir hatten eine kurze Woche und haben geschaut, dass wir denn relativ einfach unser Spiel durchspielen. Wir haben eine geile Saison gespielt, vielleicht nicht immer erfolgreich im Sinne von gutem Fußball, aber wir haben unsere Punkte eingefahren“, sagte Marvin Schwäbe. „Deshalb stehen wir auch da, wo wir jetzt stehen. Das hat uns Friedhelm vor Augen geführt.“ Und verbunden damit wohl der Gang der Richtung Bundesliga – denn der ist nur noch einen Zähler entfernt – kann sogar am Samstag schon perfekt sein. Und Funkel? Der fühlt sich in Köln mal wieder so richtig wohl: „Ich habe mich in der Kürze der Zeit noch nie so wohl bei einer Mannschaft gefühlt wie jetzt. Wir sind so schnell zusammengewachsen“, sagte der neue Trainer. „Wir haben sowas von verdient gewonnen. Das gibt uns jetzt nochmal einen Schub. In Köln wollen wir das Spiel dann nutzen, um aufzusteigen.“

Möglicherweise ist das dann schon nicht mehr nötig.


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