1. FC Köln gibt Florian Dietz an Regensburg ab

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1. FC Köln gibt Florian Dietz an Regensburg ab

Offenbar rutscht der erste aussortierte Spieler von der Payroll des 1. FC Köln: Florian Dietz wechselt wohl zu Jahn Regensburg. In der 3. Liga will der Angreifer seiner Karriere wieder Schwung verleihen.

In der vergangenen Spielzeit spielte Sargis Adamyan für den Jahn, nun kommt wohl ein anderer Stürmer vom 1. FC Köln: Florian Dietz wechselt wohl zu Jahn Regensburg. Das berichtet die „Bild“.

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Der FC hat den ersten Spieler offenbar von der Payroll bekommen. Wie die „Bild“ am Dienstagmorgen berichtet, verlässt Florian Dietz die Geißböcke und wird sich Jahn Regensburg anschließen. Ausgerechnet jenem Verein, an den Sargis Adamyan in der vergangenen Spielzeit ausgeliehen war. Dietz war schon zu Beginn der Vorbereitung von den Kölner Verantwortlichen aussortiert worden, war auch nicht mit nach Bad Waltersdorf ins Trainingslager in der Steiermark gereist. Der Abschied war also nur eine Frage der Zeit. Allerdings gab es lange keinen Abnehme für den Angreifer. Dietz war schon in der Vorsaison von Gerhard Struber aus dem Kader gestrichen worden, es folgte eine Leihe zum SCR Altach nach Österreich. Der Stürmer hatte wie Sargis Adamyan und Steffen Tigges vergeblich auf den Durchbruch beim FC gehofft.

Neuer Anlauf beim Jahn

Umso erstaunlicher, dass der Vertrag des Angreifers im vergangenen Sommer dann noch einmal verlängert wurde. Dietz war unter Steffen Baumgart in den Profi-Kader aufgerückt. Mehrere Verletzungen hatten den Angreifer immer wieder zurückgeworfen. Zuletzt standen ein Wechsel zum 1. FC Schweinfurt sowie eine Verpflichtung des MSV Duisburg im Raum, daraus wurde aber nichts. Nun zieht es den Stürmer offenbar in die Oberpfalz. Regensburg hat bislang einen durchwachsenen Saisonauftakt hingelegt. Der Jahn verlor zu Beginn der Saison drei Pflichtspiele in Folge, darunter das Pokal-Aus gegen den FC. Am vergangenen Samstag gab es den ersten Saisonerfolg gegen Schweinfurt. Für Sargis Adamyan sowie die drei weiteren aussortierten Spieler gibt es zwar Angebote, aber noch keine Lösung, wie es weitergeht. Die Zeit rennt. Thomas Kessler bleiben für die kommenden Kaderentscheidungen nur noch sieben Tage. Dann schließt das Transferfenster.


Gegen Mainz erneut in der Dreierkette: Tom Krauß wird beim FC zum Defensiv-Allrounder

Tom Krauss vom 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm/Getty Images))
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Gegen Mainz erneut in der Dreierkette: Tom Krauß wird beim FC zum Defensiv-Allrounder

Wie im Test gegen Atalanta Bergamo spielte Tom Krauß erneut als linker Teil der Dreierkette. Dabei ist der Neuzugang eigentlich im Mittelfeld zu Hause. Doch dabei bleibt es nicht beim 1. FC Köln: Tom Krauß in der Rolle des Defensiv-Allrounders.

Gegen Regensburg durfte noch Cenk Özkacar als linker Innenverteidiger ran, gegen Mainz aber wie auch schon in der Vorbereitung dann wieder Tom Krauß. Der gebürtige Leipziger ist mehr als „nur“ ein Mittelfeldspieler beim 1. FC Köln: Tom Krauß in der Rolle des Defensiv-Allrounders.

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So haben sie ihn in Mainz eher selten spielen sehen. Bei der Rückkehr zu seinem Stammverein spielte Tom Krauß in einer für ihn ungewohnten Rolle. So durfte sich der 24-Jährige an seiner alten Wirkungsstätte für den 1. FC Köln als linker Teil der Dreierkette beweisen. Eine Position, die der eigentliche Mittelfeldspieler bereits im letzten Test der Sommervorbereitung gegen Atalanta Bergamo bekleidet hatte. Auf neuer Position muss Krauß seinen Trainer so sehr überzeugt haben, dass Lukas Kwasniok den Neuzugang dort erneut aufbot. Und das anstelle von Cenk Özkacar, der als gelernter Innenverteidiger zur Verfügung gestanden hätte und auch im Pokal bei Jahn Regensburg gespielt hatte.

Kwasniok nicht komplett zufrieden

Aber Kwasniok hatte die gleich Aufstellung wie gegen Bergamo wählen wollen, was den Ausschlag für Krauß gab. „Ich wollte diese Vibes auf dem Feld haben“, so der Coach nach dem Spiel. Das gelang für ihn aber nicht wirklich: „Das haben wir nicht ganz so hinbekommen. Aber klar, Auswärtsspiel, Bundesliga, was völlig anderes. Der Vorteil ist einfach, als Rechtsfuß da in der Dreierkette, dass er normalerweise gegen eine Mann-Mann-Konstellation ganz gut nach innen auflösen kann. Deswegen haben wir Kristoffer Lund recht tief geholt, damit wir einen Linksfuß eher so in der Breite haben. Die Theorie war gut, die Praxis war nicht ganz optimal. Wie gesagt, weil wir ein bisschen schlampig waren und technisch unsauber.“

Vollends überzeugt war der Coach von der Leistung seiner Defensive nicht, gerade, was das Aufbau-Spiel anging. Immer wieder gestikulierte der Kölner Coach wild an der Seitenlinie, war sichtbar unzufrieden. Denn statt die Situation nach vorne aufzulösen, drehten seine Abwehrspieler häufig ab und spielten lieber sicher hintenrum. Insgesamt zog Kwasniok bei seinem umfunktionierten Abwehrspieler ein positives Fazit: „Was er einfach mitbringt, ist Energie, Bereitschaft, auch die Kette immer wieder rauszuschieben, und eine Einsatzbereitschaft. Und deswegen ist er als Defensiv-Allrounder für uns wertvoll.“

Ordentliche Leistung

Der Neuzugang machte dennoch eine sehr ordentliche Partie. So trug Krauß dazu bei, dass die FC-Abwehr über weite Phasen stabil stand und wenig zuließ. Es ist also möglich, dass der 24-Jährige noch weitere Chancen in der Innenverteidigung bekommen wird, auch trotz der großen Konkurrenz um die anderen Verpflichtungen Özkacar und Rav van den Berg, seine Nebenleute gegen Mainz Timo Hübers und Joel Schmied oder Talent Julian Pauli.

Krauß selber hat zumindest mit der Position kein Problem. „Das ist neu für mich. Aber ich habe die Position in der Innenverteidigung in der Vorbereitung bereits einige Male gespielt – mal links, mal zentral. Ich glaube, man hat in den ersten 10, 15 Minuten gesehen, dass man da schon reinkommen muss, aber umso länger das Spiel dann ging, umso sicherer wurde ich dann auch“, so der Kölner Spieler nach der Partie. „Mir ist es wichtig, dass mein Trainer sieht, wo meine Qualitäten liegen. Ob als Innenverteidiger oder auf der Sechs – es ist sicher nicht ganz schlecht, wenn man mehrere Positionen spielen kann.“ Man darf also gespannt sein, wo Tom Krauß bei seinem nächsten FC-Einsatz zu sehen ist – in der Innenverteidigung oder doch wieder auf seiner angestammten Position im Mittelfeld.


Lukas Kwasniok im FC-Outfit: Seltsamer Hype um den Trikot-Trainer polarisiert

Lukas Kwasniok im  Trikot des 1. FC Köln
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Lukas Kwasniok im FC-Outfit: Seltsamer Hype um den Trikot-Trainer polarisiert

Vor zehn Tagen sorgte das Ausweichtrikot der Geißböcke für Rekorde, nun steht erneut ein Jersey im Fokus. Der Kölner Coach trug beim Auswärtsspiel in Mainz das Heimtrikot des 1. FC Köln: Wirbel um Lukas Kwasniok im Trikot polarisiert.

Die einen wundern sich über das Thema, die anderen finden das Outfit falsch, wieder andere freut die offensichtliche Identifikation mit dem 1. FC Köln: Der Wirbel um Lukas Kwasniok im Trikot der Geißböcke polarisiert.

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Der Abnutzungskampf der Kölner in Mainz war wohl am deutlichsten dem Trikot von Marius Bülter anzusehen. Der goldene Sponsorendruck auf dem rekordträchtigen Ausweichjersey war nur noch in Teilen zu erkennen. Wie es genau zu dem „Missgeschick“ kam, wusste der Stürmer nicht mehr, war nicht glücklich über diesen Umstand, betonte aber pflichtgemäß, dass es sich gut in den Trikots spielen lasse. „Wir haben zwei Mal damit gewonnen, also kann so weitergehen“, sagte der Spieler. In den bisherigen Pflichtspielen ist der FC in den beliebten Jerseys angetreten, beide Spiele wurden spät gewonnen. Das schwarze Trikot ist vor zehn Tagen veröffentlicht worden und hat innerhalb von Stunden Rekorde gebrochen.

„Ich trage dieses Trikot mit Stolz“

Für ordentlich Gesprächsstoff sorgt ein FC-Trikot nun aber aus einem ganz anderen Grund. Lukas Kwasniok trug während des Spiels gegen Mainz das Heimtrikot der Geißböcke. Der Coach im FC-Jersey – ein eher ungewöhnliches Bild. „Ich habe die Präsentation des Trikots bei einem Sponsorenabend gesehen und hatte Gänsehaut. Bei der Präsentation unseres schwarzen Ausweichtrikots ebenso. Und dann war die Entscheidung für mich klar, dass ich das mache – wenn ich es darf“, sagte der Coach am Sonntag nach der Partie in Mainz. Tatsächlich erlaubt die DFL das Tragen des Trikots, wenn es sich denn von denen der Spieler farblich deutlich unterscheidet. Das war der Fall. „Ich will mich auf diesen Verein einlassen und tue das auch. Ich trage dieses Trikot mit Stolz“, sagte Kwasniok.



In der jüngeren Vergangenheit gab es bekanntlich durchaus kritische Stimmen gegen Timo Schultz und Gerhard Struber, die die Trainer dafür kritisierten, sich eben nicht auf Köln, den Verein und das Drumherum ausreichend eingelassen zu haben. Dem beugt Kwasniok offenbar vor. Dabei stößt das Tragen des Trikots eben nicht nur auf Gegenliebe. In den Sozialen Medien gibt es auch einige kritische Stimmen. Vor allem aber auch Fans, die sich über den Hype um das Outfit des Coachs wundern. Andere freuen sich aber auch, dass der Trainer offenbar dem Wunsch der Fanszene „Alle im Trikot nach Mainz“ nachgekommen sei. Kwasnoik gab mit einem Schmunzeln zu, noch ein ganz anderes Ziel verfolgt zu haben: „Ich dachte, dass die Kombination aus Schwarz und Weiß-Rot einem hilft, etwas schlanker auszusehen. Das war am Ende dann aber nur so lala, wie ich es gerade im TV gesehen habe.“


Aufatmen beim 1. FC Köln: Linton Maina und Ragnar Ache wohl nicht schwerer verletzt

Linton Maina sitzt am Boden beim Training des 1. FC Köln
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Aufatmen beim 1. FC Köln: Linton Maina und Ragnar Ache wohl nicht schwerer verletzt

Glück im Unglück beim 1. FC Köln: Linton Maina und Ragnar Ache sind wohl nicht schwerer verletzt. Wie lange die Spieler ausfallen, ist nach wie vor unklar.

Aufatmen beim 1. FC Köln: Die beiden FC-Profis Linton Maina und Ragnar Ache sind wohl nicht schwerer verletzt. Eine genaue Diagnose teilte der Verein bislang aber nicht mit.

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Lukas Kwasniok beantwortete auf der Pressekonferenz nach dem 1:0-Erfolg über den FSV Mainz gewohnt fröhlich die Fragen der Medienvertreter. Ernst wurde es dann aber als es um eine mögliche Verletzung von Ragnar Ache ging. Diese sei zwar nicht so schlimm wie befürchtet, sagte der Coach, er appellierte aber an eine andere Regelauslegung bei ähnlichen Fouls. Philipp Mwene hatte den Kölner Angreifer in der Nachspielzeit oberhalb des Knies mit den Stollen getroffen und laut Kwasniok eine Fleischwunde verursacht. Der Kölner Coach wunderte sich, dass es für einen Tritt oberhalb des Knöchels eine Rote Karte gäbe, für einen Tritt oberhalb der Kniescheibe aber noch nicht einem Gelb. Immerhin scheint sich die Prognose des Kölner Coachs zu bewahrheiten. Nach Informationen von come-on-fc.com ist die Verletzung tatsächlich nicht so schlimm wie befürchtet.

Maina nicht schlimmer verletzt

Das gleiche gilt für Linton Maina, der sich am Ende der vergangenen Woche im Training das Knie verdreht hatte. Der Kölner Flügelflitzer hatte Schwierigkeiten beim Schuss und konnte die Reise nach Mainz nicht antreten. Kristoffer Lund rückte für Maina in die Anfangsformation. Eine strukturelle Verletzung liegt aber offenbar nicht vor. Wie lange die beiden Offensivspieler ausfallen werden, ist nicht bekannt. Man werde von „Tag zu Tag“ schauen, heißt es aus dem Geißbockheim. Gerade Ache hatte im Pokalspiel gegen Regensburg maßgeblichen Anteil am Erreichen der 2. Runde. Der Angreifer bereitete beide späten Treffer vor. Im Duell gegen Mainz kam Ache in der Schlussphase, konnte dem Spiel aber nicht mehr so richtig seinen Stempel aufdrücken. Maina überzeugte bekanntlich in der vergangenen Saison als Vorlagengeben beim FC.

Am Dienstag hat das Team frei, bevor am Mittwoch (14.30 Uhr) dann die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Freiburg am Sonntagabend ansteht. Wie in der Vorwoche sind die Einheiten am Mittwoch und Donnerstag (10.30 Uhr) öffentlich, die an Freitag und Samstag sollen hinter verschlossenen Türen stattfinden.


Zweiter Last-Minute-Sieg in Folge: Der 1. FC Köln verdient sich sein Glück

Kaminski ist von Nebel nur per Foul zu stoppen.
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Zweiter Last-Minute-Sieg in Folge: Der 1. FC Köln verdient sich sein Glück

Der Erfolg beim FSV Mainz 05 war der zweite Last-Minute-Sieg innerhalb einer Woche für den FC. Und dieses 0:1 hatten sich die Geißböcke mit Leidenschaft verdient: Der 1. FC Köln erarbeitet sich gegen Mainz erneut sein Glück.

Es war eine sehr enge Partie gegen den FSV Mainz 05, die die Kölner am Ende mit vielleicht auch etwas Glück für sich entschieden. Aber dieses hatten sie die Geißböcke auch verdient: Der 1. FC Köln erarbeitet sich gegen Mainz erneut sein Glück.

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Eine knappe Stunde war gespielt, da stand die Partie zwischen Mainz 05 und dem 1. FC Köln auf Messers Schneide: Tom Krauß traf bei einer Verteidigungsaktion Anthony Caci am Fuß, die Mainzer forderten Strafstoß. Schiedsrichter Tobias Stieler sah das aber anders und ließ weiterlaufen. Sebastian Sebulonsen nutzte die Gunst der Stunde und spielte einen langen Pass in Richtung Mainzer Strafraum auf Jakub Kaminski. Der kontrollierte wiederum den Ball und wäre frei auf das Tor zugelaufen, wenn ihn nicht Paul Nebel festgehalten hätte. Die logische Konsequenz: Rot. Zwei richtige Entscheidungen von Stieler, wie auch Tom Krauß nach der Partie fand: „Am Ende läuft er in mich hinein. Ich habe die Szene auch gerade noch mal gesehen. Das ist für mich kein Elfmeter. Ich hole auch nicht mal mein Bein raus. Es ist schon gut, dass es so gelaufen ist. Vielleicht hätten andere Schiedsrichter das nicht so gut gesehen.“

Kwasniok: „Fußballerisch kein Gaumenschmauß“

Trotzdem hatte der FC in der Szene auch etwas Glück. Wenn der Schiedsrichter bei der Aktion von Krauß gegen Caci auf Elfmeter entschieden hätte, wäre nicht komplett sicher gewesen, ob der Strafstoß nach VAR-Einsatz zurückgenommen worden wäre. Und die Rote Karte für Nebel hätte es erst recht nicht gegeben. Aber auch wenn die Kölner in einer engen Begegnung erneut wie im Pokal einen etwas glücklichen Last-Minute-Treffer gebraucht haben, lässt sich festhalten: Die Geißböcke haben sich ihr Glück mit Leidenschaft erarbeitet.

Spielerisch war der Erfolg nämlich keine Glanzleistung. Gerade in der ersten Halbzeit war sogar Mainz überlegen und der FC eher in einer Findungsphase. „Das war fußballerisch kein Gaumenschmaus. Wenn du in der Bundesliga dein erstes Spiel auswärts bei einem Europa-Pokal-Teilnehmer machst, dann musst du dich erstmal zurechtfinden. Wir hatten zwei, drei ganz krasse technische Fehler und dann merkst du, dass der Mannschaft das Selbstvertrauen gefehlt hat, hier den Gegner zu bespielen. Mit den Versuchen von Sebulonsen und Kaminski gab es zwei Abschlüsse, die aber nicht herausgespielt waren. Die sind dann in dem Spiel entstanden. Mainz war schon die drückende Mannschaft“, befand auch Trainer Lukas Kwasniok nach der Begegnung.

Erstem Mainzer Druck standgehalten

Diesen Eindruck hatte auch Krauß. „Die ersten 10, 15 Minuten haben wir sie auch schon ins Spiel kommen lassen. Da hat man schon gemerkt, dass es anders ist als in der zweiten Liga und dass sie schon mit sehr viel Wucht kommen“, so der Mittelfeldspieler. Aber gleichzeitig kamen auch die 05er kaum zu nennenswerten Chancen. Denn der FC verteidigte konzentriert und warf sich im Notfall noch in jeden Ball rein. So arbeitete sich der Aufsteiger in die Partie und gestaltete sie auf Augenhöhe. Mit der immer wieder von Kwasniok geforderten Leidenschaft spulten die Spieler Kilometer um Kilometer ab. Die für den Trainer so wichtigen Grundtugenden waren über die gesamten 90 Minuten plus Nachspielzeit zu sehen.

Nach der Roten Karte blieb das Spiel dann ausgeglichen. Das war für Luca Waldschmidt aber auch verständlich. „Man denkt dann natürlich: Jetzt können wir spielen, wird ungeduldig, probiert Sachen, die man eigentlich Elf gegen Elf nicht so probiert. Aber wir haben es vernünftig weitergespielt und probiert, in der Ordnung zu bleiben und auf die Chance gewartet. Und die haben wir dann bekommen“, so der Joker. Und an der entscheidenden Chance hatte der 29-Jährige einen gehörigen Anteil: Mit seiner wunderschönen, langen Flanke legte er Marius Bülter den einzigen Treffer vor. Damit hatte – wie gegen Regensburg – die Kaderbreite mit den Unterschied gemacht.

Umstellung Kwasnioks geht auf

Und auch eine Umstellung Kwasnioks war wie im Pokal, als der Coach nach dem Rückstand auf Viererkette umstellte, wichtig. „Nach und nach haben wir dann bessere Fußballer mit Kainz und Waldschmidt aufs Feld gebracht. Bülter haben wir erstmal auf der Schiene gelassen, weil wir noch nicht so dominant waren. Dann haben wir irgendwann gesagt, Luca, geh du auf die Schiene, weil du gegen eine Fünferkette mit deinem Fuß zum Tor den Ball nicht verteidigen kannst. Du hast mit Ache und Bülter zwei Büffel vorne und einer davon macht es dann. Glücklicherweise ist es mal aufgegangen“, erklärte der Trainer seinen Schachzug.

Und so verdienten sich die Geißböcke mit guten Wechseln, sinnvollen Umstellungen und einer leidenschaftlichen Vorstellung den zweiten Last-Minute-Sieg in Folge. Auf die Art hat sich der FC sein Glück erarbeitet und kann darauf aufbauen. Und das Ergebnis gibt natürlich Rückenwind. „Es war wichtig heute mit einem Sieg reinzugehen. Das erste Spiel zeigt dann so ein wenig, wo man steht, wie es sich anfühlt. Wenn du dann am ersten Spieltag gewinnst, hast du das Gefühl ´Wir sind da, wir können mitgehen.´“, sagte Luca Waldschmidt. Und das wird die Mannschaft auch in einer Woche gegen den SC Freiburg wieder beweisen wollen – mit der Sicherheit im Hinterkopf, dass sie sich für eine leidenschaftliche Vorstellung auch spät noch belohnen kann.


Glück im Unglück: Ragnar Ache ist wohl nicht schwerer verletzt

Ragnar Ache im Testspiel gegen Atalanta Bergamo
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Glück im Unglück: Ragnar Ache ist wohl nicht schwerer verletzt

Es war eine Szene, die die FC-Verantwortlichen und -Fans schon Schlimmes befürchten ließ: In der Nachspielzeit bei der Partie gegen Mainz musste Ragnar Ache verletzt unter Schmerzen vom Feld. Jetzt gibt es eine erste, leichte Entwarnung beim 1. FC Köln: Ache ist wahrscheinlich nicht schwerer verletzt.

Von zwei Betreuern gestützt musste Ragnar Ache in der Nachspielzeit der Begegnung gegen Mainz 05 verletzt vom Feld. Nach dem Spiel gab es aber eine erste, leichte Entwarnung beim 1. FC Köln: Ache ist wahrscheinlich nicht schwerer verletzt.

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Es lief schon die Nachspielzeit, da ereignete es sich: Ragnar Ache trieb den Ball über außen nach vorne, während der Mainzer Philipp Mwene versuchte, ihn daran zu stoppen. Dabei ging der Verteidiger risikoreich mit dem Fuß auf Kniehöhe zum Ball und traf in der Folge den Kölner Stürmer hart knapp über dem Knie. Der Torjäger blieb unter großen Schmerzen verletzt liegen und musste behandelt werden. Nach einigen Minuten verließ er gestützt von den medizinischen Betreuern das Feld, konnte nicht mehr weitermachen. Die FC-Fans und -Verantwortlichen dürften in dem Moment Schlimmes befürchtet haben. Schließlich gilt Ache sowieso schon als verletzungsanfällig. Doch nach dem Spiel gab Trainer Lukas Kwasniok eine erste leichte Entwarnung. So handle es sich wohl nur um eine Fleischwunde, eine schlimmere Verletzung liege wahrscheinlich nicht vor.

Kwasniok hätte gerne Rot für Mwene gesehen

„Es ist noch nicht final, aber er hat nur eine sehr schmerzhafte Fleischwunde oberhalb des Knies“, sagte der FC-Trainer nach den ersten Eindrücken aus der Kabine. Auch wenn damit der Worst Case eines längeren Ausfalls seines Torjägers nicht eintrifft, war der FC-Coach ziemlich ungehalten über die Aktion Mwenes. „Er tappt dem einfach das Knie weg“, sagte Kwasniok. „Unabsichtlich, aber da muss man sagen: Rote Karte.“

So hatte die Szene für ihn Ähnlichkeit zu einer Situation im DFB-Pokalspiel vom Montag zwischen Rot-Weiß Essen und Borussia Dortmund gehabt. In der Partie hatte Kelsey Owusu Dortmunds Yann Couto an der Eckfahne ohne Chance auf den Ball sehr hart auf das Knie getreten. Statt Rot gab es aber für den Essener nur Gelb – eine klare Fehlentscheidung. Die lag für Kwasniok auch beim Foulspiel an Ache vor. „Was ich inakzeptabel finde“, meinte Kwasniok, „das war ein unbewusstes Foul, aber es war ganz ähnlich wie bei Essen gegen Dortmund. Im DFB-Pokal gab es keinen VAR. Aber ich kann nicht verstehen, dass er hier nicht eingreift.“ Denn Mwene kam komplett ohne Verwarnung davon, da Schiedsrichter Tobias Stieler das Foul anscheinend nicht wahrgenommen hatte. Dass der VAR danach nicht eingriff, war darum für den Kölner Coach ein großer Fehler und vollkommen unverständlich.


Marius Bülter beschert dem 1. FC Köln den Last-Minute-Sieg zum Bundesliga-Auftakt

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Marius Bülter beschert dem 1. FC Köln den Last-Minute-Sieg zum Bundesliga-Auftakt

Die Kölner haben sich mit einem Sieg in der Bundesliga zurückgemeldet. Der 1. FC Köln gewinnt am 1. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim FSV Mainz 1:0. Der entscheidende Treffer fiel erneut unmittelbar vor Spielende.

Mit Ruhm haben sich die Kölner auch im zweiten Pflichtspiel der Saison nicht bekleckert, aber drei Punkte aus Mainz entführt. Der 1. FC Köln gewinnt beim 1. FSV Mainz 1:0. Dabei profitierten die Kölner von einer Roten Karte gegen Paul Nebel. Den entscheidenden Treffer erzielte Marius Bülter kurz vor Spielende.

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Lukas Kwasniok machte sein Versprechen wahr und änderte seine Aufstellung gleich auf mehreren Positionen. Auch notgedrungen: So musste der Kölner Coach kurzfristig auf den verletzten Linton Maina verzichten. Dafür rotierte Kristoffer Lund in die Anfangsformation. Auf der rechten Seite startete zudem Jan Thielmann für Luca Waldschmidt. In der letzten Kette begann Tom Krauß für Cenk Özkacar und im Tor stand erwartungsgemäß Marvin Schwäbe, der die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führte. Kwasniok hatte erwartet, dass die Gäste umgehend den Vorwärtsgang einlegen würden und das tat der Gastgeber auch. Nach einem langen Ball war Philipp Mwene auf der linken Seite komplett durch, legte den Ball zurück, doch Paul Nebel fand nur ein Kölner Bein (2.). Mainz gab auch weiterhin den Ton an, der FC benötigte ein paar Minuten, um sich zu sammeln. Erst nach gut zehn Minuten schlug Lund eine lange Flanke aus der eigenen Hälfte Richtung Joel Schmied, der die Kugel nicht erreichte (11.).

Nebel sieht Rot

Mainz musste zu dieser Zeit bereits umstellen. Nelson Weiper kam für den verletzten Benedikt Hollerbach. Doch die Rheinhessen blieben weiterhin das spielbestimmende Team. Auch, weil sich der FC einige Fehler im Spielaufbau leistete, Bälle unnötig herschenkte. Die beste Chance vergab noch Sebastian Sebulonsen, der nach Pass von Jakub Kaminski in der Box keinen Druck mehr hinter die Kugel brachte (27.). Bei den 05ern sah das deutlich gefährlicher aus. Immer wieder probierte es der Gastgeber mit hohen Flanken, doch der FC verteidigte immerhin leidenschaftlich. So musste Schwäbe lange nicht eingreifen. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel kam dann Kaminski aus 16 Metern zum ersten Kölner Abschluss aufs gegnerische Gehäuse, doch Robin Zentner parierte stark (45.). So ging es torlos in die Kabine.

Und der FC kehrte mit unerwarteten Schwung zurück aus Feld. Bülter ging über die rechte Seite, spielte die Kugel ins Zentrum, aber Thielmann war offenbar zu überrascht und traf den Ball nicht richtig. Anschließend versuchte es Lund aus 18 Metern, doch die Kugel rauschte über die Latte (47.). Der FC hatte sich offensichtlich für den zweiten Abschnitt mehr vorgenommen. Die Angriffsbemühungen verpufften aber schnell wieder. Mainz übernahm wieder die Kontrolle. Unter anderem versuchte es Nadiem Amiri aus gut 20 Metern, aber Schwäbe war zur Stelle (57.). Dann wurde es hektisch. Krauß traf bei einem Klärungsversuch den Fuß von Anthony Caci, Schiedsrichter Tobias Stieler ließ weiterspielen. Daraus entstand ein Konter, bei dem Kaminski Richtung Tor lief und vom letzten Mainzer Paul Nebel von den Beinen geholt wurde: Rot (60.).

Wie bewertet ihr die FC-Profis gegen Mainz?


Bülter trifft kurz vor Spielende

Trotz Unterzahl blieben die Hausherren dran. Kwasniok reagierte, brachte mit Ragnar Ache, Cenk Özkacar und Said El Mala gleich drei frische Kräfte. Und doch blieb der Gastgeber gefährlich. Unter anderem versuchte es Weiper mit einem Drehschuss, aber wieder war der Kölner Keeper zur Stelle (71.). Mit Luca Waldschmidt und Florian Kainz wollte Kwasniok für weiteren Offensivpower sorgen. Und der FC übernahm zunehmend die Kontrolle und suchte die Chance. Unter anderem schlenzte El Mala die Kugel knapp über das Tor. Auf der anderen Seite blockten die Kölner weiterhin alles weg. Als nicht mehr viel auf die Entscheidung deutete, war Marius Bülter nach einer Flanke von Waldschmidt mit einem Kopfball ins lange Eck zur Stelle. Mainz warf noch einmal alles nach vorne, belohnte sich aber nicht mehr.

Am kommenden Sonntag empfängt der FC dann den SC Freiburg zum ersten Heimspiel dieser Saison.

1. FC Köln: Schwäbe – Krauß (67. Özkacar), Hübers, Schmied – Lund (67. El Mala), Martel, Johannesson (80. Kainz), Sebulonsen (74. Waldschmidt) – Kaminski, Thielmann (67. Ache) – Bülter; Gelbe Karten: Lund (1); Rote Karte: Nebel (60.); Tor: Bülter 0:1 (90.)


Eine zuletzt vermisste Qualität: Der FC profitiert plötzlich von der Breite des Kaders

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Eine zuletzt vermisste Qualität: Der FC profitiert plötzlich von der Breite des Kaders

In der vergangenen Saison wurde Gerhard Struber für seine Wechselstrategie bemängelt. Die lag mitunter aber auch an der Zusammensetzung des Kaders. Nun weht unter Lukas Kwasniok ein neuer Wind beim 1. FC Köln: Plötzlich gibt es eine Breite des Kaders.

In der Vorsaison noch eine große Schwäche, nun vielleicht eine Qualität beim 1. FC Köln: Plötzlich gibt es eine Breite des Kaders.

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Der Zeitpunkt der taktischen Umstellung war dem drohenden Unheil geboten und nicht so sehr dem Gegentreffer. Als der FC im Jahnstadion durch einen schicken Treffer von Benedikt Bauer in Rückstand geriet, reagierte Lukas Kwasniok umgehend. Allerdings eben nicht aus einem Reflex heraus. „Die Wechsel waren zur Trinkpause schon vorbereitet. Wir hatten schon in der Halbzeitpause überlegt, etwas machen zu wollen“, sagte der Coach nach dem Spiel. „Es war schon klar, dass wir auf Viererkette würden umstellen müssen. Auch im Falle des 0:0. Die Jungs waren eigentlich schon drei, vier Minuten so weit.“ Doch genau in dieser Wechselvorbereitung fiel die Führung der Gastgeber. Kwasniok blieb bei seinem Plan, brachte mit Jan Thielmann und Kristoffer Lund zwei Spieler und stellte seine taktische Formation um.

Kwasniok wechselt den Sieg ein

Und das durchaus mit Erfolg. Der FC wurde zwingender und als schließlich auch Said El Mala, Florian Kainz und Ragnar Ache kamen, nahm das Spiel bekanntlich eine andere Wendung. Gerade der Kölner Youngster El Mala sorgte mit einigen Eins-gegen-Eins-Situationen für ordentlich Tempo auf den Außen, vergaß aber ab und an, den finalen Pass zu spielen, probierte es selbst mit noch wenig Erfolg. Kainz kurbelte das Spiel mit schicken Steckpässen und einigen Flanken an und Ache wurde mit seinen beiden Vorlagen in der Nachspielzeit zum Matchwinner. „Wir haben heute gewonnen, weil die Kaderbreite entscheidend war. Wir konnten in der Offensive nachlegen und unterschiedliche Spielertypen bringen“, sagte Kwasniok. „Das war Sinn und Zweck bei der Kaderzusammenstellung, dass wir auf etwaige Situationen reagieren können.“

So blieben auch Spieler wie Tom Krauß, Jusuf Gazibegovic oder Rav van den Berg 90 Minuten auf der Bank, damit ebenfalls Akteure, die man durchaus auch in der Startelf erwarten kann. Stammspieler der vergangenen Saison wurden noch nicht einmal in den Kader berufen. Der FC scheint in der Breite nun tatsächlich stärker aufgestellt zu sein. Eins der ganz großen Mankos der Vorsaison. Dort wurde immer wieder bemängelt, dass Gerhard Struber zu spät oder zu wenig wechselte, vor allem aber von der Bank kaum noch Gefahr kam. Am Sonntagnachmittag sah das Bild anders aus. Kwasniok wechselte wenn man so will den Sieg ein, auch, wenn beide Torschützen schon zu Beginn auf dem Feld gestanden hatten. „Wir haben mit Said einen Dribbler gebracht, mit Kainzi einen Kreativen, mit Jan Emotionalität und Tiefgang und mit Ragnar einen klassischen Zielspieler“, sagte der Coach. „Deswegen ist es doch schön Trainer des 1. FC Köln zu sein. Weil du die Qual der Wahl hast“.

Dabei ist das Goldene Händchen ganz sicher nicht mit dem FC verbunden. So waren in der Vorsaison Einwechselspieler von Gerhard Struber an fünf Toren beteiligt. Kwasniok zeigte beim SC Paderborn da schon andere Fähigkeiten. Seine Einwechselspieler kamen auf 24 Torbeteiligungen. Sicher eine Sache des Kaders, vielleicht aber auch des Vereins.


Eric Martel vom DFB gekürt, El Mala von den Fans: Wer war der wichtigste Spieler für den 1. FC Köln gegen Regensburg?

Said El Mala spielt für den 1. FC Köln
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Eric Martel vom DFB gekürt, El Mala von den Fans: Wer war der wichtigste Spieler für den 1. FC Köln gegen Regensburg?

Während mehrere Profis enttäuschten gegen Regensburg, gab es auch ein paar Spieler, die sich in guter Form zeigten. Besonders vier stachen heraus beim 1. FC Köln: Wer sollte Spieler des Spiels gegen Regensburg sein?

Eric Martel wurde vom DFB offiziell zum „Man of the Match“ beim Spiel zwischen Köln und Jahn Regensburg gekürt, Said El Mala von den FC-Fans. Aber auch Isak Johannesson und Ragnar Ache zeigten bei ihren Pflichtspiel-Debüts starke Leistungen für den 1. FC Köln: Wer sollte Spieler des Spiels gegen Regensburg sein?

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Jan Thielmann war sichtbar aufgebracht, als er wild gestikulierend auf Said El Mala einredete. Das Kölner Eigengewächs war alles andere als glücklich darüber, dass El Mala nicht nur den entscheidenden Zeitpunkt für den finalen Pass verpasste, sondern lieber selbst den Abschluss aus unvorteilhafter Position suchte. Thielmann hatte in der Tat besser gestanden. Nur war es unter anderem El Mala, der dem FC nach seiner Einwechslung Leben einhauchte. Der Youngster zog immer wieder auf der linken Seite Tempo an, suchte das Eins-gegen-Eins und fand oft den Weg in die Box. Zwar waren seine Versuche nicht von Erfolg gekrönt, dennoch war der 18-Jährige ein durchaus belebendes Element.

El Mala Spieler des Spiels der Fans

Dabei überzeugte der Youngster die Fans sogar so sehr, dass diese ihn zum Spieler des Spiels wählten, wie der Verein bekannt gab. Bei einer Abstimmung in der FC-App sammelte er 37 Prozent der Stimmen. Damit belohnten ihn die Anhänger für seine engagierte Leistung. Trotzdem sollten die Fans jetzt nicht zu viel von dem unbestritten sehr großen Talent erwarten. Denn gegen einen Bundesligisten ist es nochmal eine ganz andere Aufgabe als gegen einen Drittligisten wie Regensburg, bei dem die Spieler auch schon 75 Minuten in den Knochen hatten. Und wie beschrieben muss El Mala auch noch daran arbeiten, den richtigen Zeitpunkt für ein Abspiel zu finden. Trotzdem ist die Leistung des 18-Jährigen im Pokal vielversprechend und er wird bestimmt seine Chancen in der Liga bekommen.

Neben El Mala haben sich aber auch noch einige andere FC-Profis mit guten Leistungen gegen Regensburg hervorgetan. So wurde etwa Eric Martel zum offiziellen „Man of the Match“ gekürt und kam bei der Fan-Abstimmung auf Platz zwei. Zwar hatte der Mittelfeldspieler in der ersten Stunde noch wenig Aktionen, stopfte aber einige Löcher in der Defensive. Und nach der Stundenmarke sorgte er mit seinen Aktionen auch in der Offensive für mehr Schwung. Folgerichtig gelang ihm dann in der Nachspielzeit technisch anspruchsvoll mit einem schönen Abschluss der Ausgleich.

Vorlagengeber und Torschütze als alternative Spieler des Spiels?

Den legte ihm Ragnar Ache auf. Der Neuzugang war wie El Mala erst nach knapp 75 Minuten als Joker ins Spiel gekommen und hatte direkt einen positiven Einfluss. Mit seiner Präsenz war der Stürmer eine Anspielstation für hohe Bälle und machte diese fest. Auf genau diese Art lieferte der 27-Jährige nicht nur die Vorlage für den Ausgleich, sondern auch für den Siegtreffer. Bei der Abstimmung der Fans landete Ache dadurch auf Platz drei mit 25 Prozent. Durch seinen Einfluss auf die Partie wäre es sogar keine falsche Entscheidung, ihn auf den ersten Platz zu setzen.

Das könnte man auch beim Siegtorschützen Isak Johannesson sagen, der in der Abstimmung auf Rang vier landete. Neben dem entscheidenden Treffer leitete der Isländer auch den Ausgleich durch einen Chip in den Strafraum auf Ache ein. Dazu war der 22-Jährige über die gesamte Partie hinweg der Profi, der am meisten Ideen im Spielaufbau und im letzten Drittel hatte. So lieferte er fünf Torschussvorlagen, der Top-Wert bei den Kölnern. Insgesamt zeigte Johannesson damit ein starkes Debüt bei seinem neuen Verein. Somit gab es mit ihm, El Mala, Martel und Ache gleich vier Spieler, die im insgesamt schwachen Kölner Spiel Lichtblicke waren und sich die Auszeichnung zum Spieler des Spiels verdient hätten.


Nach Pokalsieg: Die Leistung sollte warnen, der Erfolg kann aber auch Beweis für Moral und ein Brustlöser sein

Lukas Kwasniok fand nach dem Spiel gegen Fortuna Köln deutliche Worte
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Nach Pokalsieg: Die Leistung sollte warnen, der Erfolg kann aber auch Beweis für Moral und ein Brustlöser sein

Mit dem glücklichen 2:1-Sieg über den SSV Jahn Regensburg ist der FC in die zweite Runde des Pokals eingezogen und erfolgreich in die Saison gestartet. Dabei haben die Geißböcke allerdings nicht überzeugt. Die Leistung kann durchaus als Warnung verstanden werden, das Ergebnis aber auch als Zeichen einer funktionierenden Moral beim 1. FC Köln: Ein Kommentar zum Pokalsieg über Regensburg.

Nach dem nicht gegebenen Handelfmeter, dem Gegentor durch Benedikt Bauer und den vergebenen Chancen in der Schlussphase deutete viel auf eine Niederlage im Pokal hin. Der FC hat sicher nicht überzeugt, aber eine beeindruckende Moral bewiesen. Auch, weil Trainer und Mannschaft diesen Erfolg unbedingt wollte. Es läuft zwar noch nicht alles rund, es gab aber auch durchaus positive Aspekte beim Erfolg des 1. FC Köln: Ein Kommentar zum Pokalsieg über Regensburg.

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Würde sich Fußball anhand von Kaderwerten oder individueller Qualität gänzlich vorhersagen lassen, würde der Modus beziehungsweise die Form des DFB-Pokals recht wenig Sinn ergeben. Gerade die Underdogs, unterklassige Mannschaften, bräuchten dann gegen die Bundesligisten nicht mehr anzutreten. Der Pokalsieg würde wenn überhaupt unter einem Trio, maximal Quartett ausgemacht werden. Da aber die prominenteste Gesetzmäßigkeit dieses Wettbewerbs bekanntlich die Außergesetzmäßigkeit von Klassen, Qualität und Kaderwerten ist, gibt es im Pokal dann doch immer wieder die kleinen Sensationen oder Wunder. So schnupperte Regensburg einmal mehr an der Überraschung, dem 1. FC Köln ein Bein stellen zu können – wie bereits zwei Mal zuvor.

Der FC muss noch eine Schippe drauflegen

Und genau aus diesem Grund sollte man das Spiel des Bundesliga-Aufsteigers gegen den Absteiger in die dritte Liga von Sonntag in der Bewertung nicht zu hoch hängen. So haben die FC-Akteure durchaus Recht, wenn sie betonen, dass auch andere Favoriten ihre Problemchen hatten. Und dennoch dürfen Fragen nach dem glücklichen 2:1-Erfolg über den Jahn erlaubt sein. Denn bis zum 0:1-Rückstand war den Geißböcken in der Offensive einmal mehr erschreckend wenig eingefallen. Und das, obwohl FC-Trainer Lukas Kwasniok vor dem Spiel prophezeit hatte, dass der Gegner hauptsächlich im Schlussdrittel zu bespielen sei und deswegen eine extrem offensive Taktik gewählt hatte. Man darf von einem Bundesligisten, der sich selbst eine offensive Ausrichtung auferlegt hat, ganz sicher mehr erwarten als den lange einfallslosen Auftritt in der Oberpfalz.

Die ersten 70 Minuten gegen den Drittligisten waren ganz einfach zu wenig. Gegen einen Bundesligisten wäre der Spielverlauf mit einer ähnlichen Leistung sicher ein anderer gewesen. So gab der Trainer zurecht zu, dass er mit den „inhaltlichen Aspekten“ seiner Mannschaft nicht zufrieden war. Das änderte sich erst mit der Umstellung auf die Viererkette und einigen Einwechslungen. Dementsprechend müssen die Kölner ab kommender Woche noch eine ordentliche Schüppe drauflegen, um in der Bundesliga bestehen zu können. Man könnte zumindest den Eindruck gewinnen, dass der FC zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht soweit ist, wie es sich Trainer, Spieler und Fans erhofft haben. Ein ähnliches Szenario gab es bereits zu Beginn der Vorbereitung.

Es gibt aber auch positive Aspekte

Die Alarmglocken brauchen aber sicherlich auch nicht zu schrillen. Die Leistung war über weite Strecken alles andere als gut, sie war aber auch nicht besorgniserregend. Der FC hat den Ton angegeben, war spielbestimmend – hatte aber große Probleme, daraus Kapital zu schlagen. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn man den Erfolg also als glücklichen Arbeitssieg abhaken kann und den Fokus auf die kommenden Spiele richten will, dann bleiben auch einige positive Aspekte, die der Kölner Fan in der jüngeren Vergangenheit durchaus vermisst haben dürfte. Darunter sicherlich die Erkenntnis, dass eine Systemumstellung während der Begegnung möglich ist und offenbar auch erfolgreich sein kann. Oder, dass der FC in dieser Spielzeit über eine zuletzt nicht mehr gekannte Breite im Kader verfügt und dementsprechend in brenzliger Lage nachlegen kann.

Vor allem aber, dass die Mannschaft die Moral, den Glauben und die Qualität hat, ein ganz sicher verlorenes Spiel doch noch zu drehen – wenn auch in der 6. und 8. Minute der Nachspielzeit. Der glückliche Erfolg über Regensburg ist also ganz sicher eine Warnung an die Mannschaft, die emotionale Explosion in der Nachspielzeit kann aber mindestes ein Brustlöser sein, ist ein Ausdruck einer funktionierender Moral und sollte nun Motivation und Selbstvertrauen schüren.