Der 1. FC Köln auf Torwartsuche: Diese Kandidaten könnten interessant werden

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04
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Der 1. FC Köln auf Torwartsuche: Diese Kandidaten könnten interessant werden

Mit Anthony Racioppi, Philipp Pentke und Jonas Nickisch haben gleich drei Keeper den FC verlassen. Die Kölner werden also nachrüsten müssen. Natürlich werden die Verantwortlichen ihren Schattenkader haben. Doch welche Torhüter sind realistisch für Köln auf dem Markt? Diese Keeper könnten für den 1. FC Köln interessant sein.

Mit Marvin Schwäbe soll der Vertrag, der ohnehin bis 2027 läuft, verlängert werden. Die Kölner setzen wieder auf den Torwart, der in der Vorsaison kurzfristig ausgemustert wurde. Doch die FC-Bosse müssen das Team um dem Stammkeeper auffüllen. Keine leichte Aufgabe, schließlich soll der Ersatzmann Schwäbe fordern, gleichzeitig aber auch bereit sein, auf der Bank zu sitzen. Diese Keeper könnten für den 1. FC Köln interessant sein. Es handelt sich aber nicht um Transfergerüchte.

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Marcel Lotka: Der 24-Jährige galt bereits früh als großes Talent, durchlief nicht umsonst die Nachwuchsmannschaften von unter anderem Bayer Leverkusen. Bei Hertha BSC feierte der Keeper früh sein ungeahntes Debüt und kam auf zehn Liga-Einsätze, bevor es zur Zweitvertretung von Borussia Dortmund ging. Beim BVB konnte sich der Keeper bei den Profis nicht durchsetzen, da die Konkurrenz miz Gregor Kobel und Alexander Meyer einfach zu groß war. Lotka überzeugte in der 3. Liga und sucht nun eine neue Herausforderung. Da sein Vertrag in Dortmund ausläuft wäre der Keeper ablösefrei zu haben. Der FC hat sich schon im vergangenen Winter für Lotka interessiert.

Mit viel Erfahrung

Yvon Mvogo: Ebenfalls ablösefrei wäre der Schweizer zu haben. Der 30-Jährige spielte zuletzt beim fC Lorient in der zweiten französischen Liga. Der Vertrag läuft ebenfalls am Ende der Saison aus. Mvogo sammelte zwischen 2017 und 2020 als Ersatzkeeper bei RB Leipzig bereits Bundesliga-Erfahrung. Der Keeper spielte aber auch schon für die Young Boys Bern, PSV Eindhoven und eben Lorient und kommt insgesamt auf rund 300 Pflichtspiel-Einsätze. Der Torhüter durchlief sämtlichen Junioren-Nationalmannschaften der Eidgenossen und kommt auf elf Einsätze bei der A-Nationalmannschaft. Schon im vergangenen Sommer wollte der 30-Jährige wechseln, bleib am Ende aber in Frankreich. Das hat sich für Lorient ausgezahlt. Mvogo wurde zum besten Keeper der zweiten Liga gewählt. Ob der Torhüter Lust auf Nummer zwei hat, ist aber fraglich.

Alexander Schwolow: Anfang Mai lehnte der Keeper dem Vernehmen nach ein Angebot von Union Berlin ab. Der Vertrag wurde nicht verlängert, der Keeper ist ablösefrei. Bei den Eisernen vertrat der 32-Jährige den verletzten Stammtorhüter Frederik Rönnow in sieben Begegnungen. Doch Schwolow blickt selbst ebenfalls auf ordentlich Erfahrung zurück. Alleine in der Bundesliga sammelte der Keeper mehr als 200 Einsätze – unter anderem für den SC Freiburg. Anfang Mai sollen sich einige Bundesligisten für den Keeper interessiert haben, der FC war zu diesem Zeitpunkt eher nicht dabei. Gut möglich, dass Schwolow ebenfalls auf einen Stammplatz schielt.

Junge Talente

Johannes Schenk: Interessant könnte auch ein talentierter, junger Keeper werden. Schenk durchlief zahlreiche Juniorenteams beim FC Bayern München, wechselte dann nach Münster und ist dort uneingeschränkter Stammkeeper. Der 22-Jährige gilt als großes Talent, dem die Zukunft gehören kann. Allerdings hat Schenk noch Vertrag bis 2027 und es gibt keine großen Anzeichen für einen möglichen Wechsel. Interessenten dürfte es genug geben. Und Schenk gehört zum erweiterten Kreis des U21-Kaders, der sich gerade auf die EM in der Slowakei vorbereitet. Der Marktwert wird auf eine Millionen Euro geschätzt, ein Transfer des großen Talents dürfte aber eine deutlich höhere Ablöse mit sich bringen. Schenk würde beim FC zudem seinen Stammplatz aufgeben müssen. Damit wäre dem Keeper sicher nicht geholfen.

Felix Gebhardt: Auf einem ähnlichen Niveau befindet sich auch der Keeper von Jahn Regensburg. Allerdings hat der 23-Jährige nur noch bis Sommer 2026 Vertrag. Sollte Gebhardt den Kontrakt nicht verlängern, würde eine markgerechte Ablösesumme nur noch in diesem Sommer erzielt werden können. Durch den Abstieg dürfte sich auch die Ablöse aber ohnehin im Rahmen halten. Der Marktwert wird auf 900.000 Euro geschätzt. Aber auch der ehemalige U-Nationalspieler benötigt Spielpraxis, der er in Köln wohl eher nicht bekommen wird. Gut möglich aber, dass Gebhardt Bundesliga-Luf schnuppern mag.

Luca Plogmann: Der 25-Jährige gilt ebenfalls als Talent, kam aber zuletzt nur noch selten zum Einsatz. Der Keeper, der sämtliche Juniorenmannschaften von Werder Bremen durchlief, ist aktuell bei den Go Ahead Eagles in der Eredivisie nur noch zweite Wahl, auch, wenn er am letzten Spieltag noch spielte. Die Hinrunde war der Keeper noch gesetzt. Der Vertrag läuft noch bis 2026, der Marktwert wird auf 600.000 Euro eingeschätzt.

Jonathan Fischer: Der Däne gilt als eins der größten Talente des Landes und sorgt aktuell in der norwegischen ersten Liga bei Fredrikstad für Furore. Alleine der Marktwert ist zuletzt explodiert und auf 2,5 Millionen Euro angestiegen. Neben einigen deutschen Clubs – unter anderem der FC – soll es auch Interessenten aus England und Italien geben. Der Keeper hat im Grunde die Qual der Wahl. Die Ersatzbank hinter Marvin Schwäbe gehört wohl nicht dazu.

Ist Ragnar Ache beim 1. FC Köln die Antwort auf einen der größten Transferfehler der vergangenen drei Jahre?

Ragnar Ache im Spiel gegen seinen künftigen Club, den 1. FC Köln
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Ist Ragnar Ache beim 1. FC Köln die Antwort auf einen der größten Transferfehler der vergangenen drei Jahre?

Mit Ragnar Ache hat Thomas Kessler den ersten Sommerneuzugang eingetütet. Der Stürmer kommt mit einer Empfehlung von 18 Saisontoren und einem Marktwert von sieben Millionen Euro zum 1. FC Köln: Kann Ragnar Ache den großen Transferfehler der vergangenen drei Spielzeiten korrigieren?

Um Punkt 19:30 Uhr hatte Thomas Kessler am Dienstagabend sein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Der FC gab die Verpflichtung von Ragnar Ache bekannt. Jener Stürmer hat also beim FC unterschrieben, der in der abgelaufenen Saison den 1. FC Kaiserslautern lange vom Aufstieg träumen ließ. Der Stürmer kommt mit der Empfehlung von 18 Toren zum 1. FC Köln: Kann Ragnar Ache den großen Transferfehler korrigieren?

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Ragnar Ache schleppte sich schon eher über den Platz, als dass er für sich selbst noch einmal hätte Eigenwerbung betreiben konnte. Der Stürmer der Pfälzer hätte nach wenigen Minuten im Spiel gegen den FC zum großen Lauterer Helden werden können, vergab aber gleich doppelt in den Anfangsminuten. Eigenwerbung musste er wohl nicht mehr betreiben, denn die FC-Bosse waren längst überzeugt von dem Angreifer. So überzeugt, dass sie offenbar bereit sind, eine kolportierte Ablösesumme von vier bis fünf Millionen Euro zu bezahlen. Und das für einen Topstürmer der 2. Bundesliga. Ache erzielte 18 Tore, belegte in der Torjägerliste damit Rang drei hinter Davie Selke (22) vom Hamburger SV und Martijn Kaars (19) vom 1. FC Magdeburg. Angesichts eines kolportierten Budgets der Kölner von zwölf Millionen Euro scheinen vier viel, angesichts Aches Marktwerts von sieben Millionen Euro auch wieder nicht.

Leistungsträger wurden nicht ersetzt

Dennoch scheint das Vertrauen groß zu sein, einen der größten Transferfehler der vergangenen drei Jahre ausmerzen zu können. Rückblick: Im Nachhinein wurde der Gefühlsausbruch ein wenig als der Anfang vom Ende angesehen. Gewohnt mürrisch antwortete Steffen Baumgart Anfang Dezember 2023 nach einem Training den Fragen der Journalisten. Auf die Frage nach einem möglichen Abschied von Dejan Ljubicic für frische Gelder wurde der damalige Coach dann selbst für Baumgart-Verhältnisse ungewohnt laut. „Das habe ich bislang nicht so deutlich gesagt, aber wir kommen in die Situation rein, wo es nicht sein darf, wo wir unsere besten Spieler abgeben, um uns zu verstärken“, sagte der heutige Coach von Union Berlin. „Wenn kein Geld da ist, muss welches besorgt werden. In so einer Stadt, in diesem Verein muss es möglich sein, anders zu agieren als das, was wir im Moment machen.“

Kritik, die Christian Keller nur wenige Tage später relativierte, die aber durchaus bei dem Sportdirektor ankam. Denn in der Tat ließen die Kölner in der Keller/Baumgart-Zeit zahlreiche Spieler ziehen, die dann nicht adäquat ersetzt wurden. Und das hat ganz offensichtlich Wirkung hinterlassen. Im vergangenen Sommer verließ Jeff Chabot den FC. Zwar waren den Kölnern damals die Hände aufgrund der Transfersperre gebunden, als die Geißböcke im Winter aber nachverpflichten durften, kam Joel Schmied, der bis heute nicht vollends überzeugte. Im Sommer 2023 verließen mit Ellyes Skhiri und Jonas Hector zwei weitere Säulen die Mannschaft, deren Verlust ebenfalls nicht aufgefangen wurde und sicherlich auch einen Anteil am Abstieg hatte. Jacob Christensen und Leart Pacarada galten nicht als Eins-zu-eins-Ersatz, wuchsen in die großen Fußstapfen bis heute aber auch nicht oder nur zum Teil rein.

Der FC schaffte es nicht, einen Mittelstürmer zu verpflichten

Noch deutlicher sichtbar wird der Aderlass aber an einer Personalie, die wohl als der größte Kaderfehler der vergangenen drei Jahre angesehen werden darf. Denn im Sommer 2022 tüteten die Geißböcke den internationalen Startplatz, die Conference League ein. Und der Erfolg trug eigentlich einen Namen: Anthony Modeste. Baumgart hatte den Franzosen aus der Krise geholt, offenbar die richtigen Worte gefunden. Modeste kam am Ende auf 20 Ligatore, nur zwei weniger als Erling Haaland damals für den BVB erzielte. Modeste wechselte bekanntlich zum BVB. Über die Qualität und das Leistungsvermögen des Stürmers ließ sich schon damals streiten und es besteht wohl kaum ein Zweifel daran, dass Modeste damals einfach auch überperformte. Unterm Strich erzielte der Stürmer aber eben 20 Tore, schloss damit das Tor Richtung Abstieg und öffnete die Tür zu Europa.

Seinen Abgang ließen sich die Kölner deutlich über Marktwert bezahlen und angesichts des Alters und der zu erwartenden Form, war der FC mit der Entscheidung weit von einem Fehler entfernt. Nur verpassten es die FC-Bosse, einen ähnlich gefährlichen Angreifer nachzuverpflichten. Das Narrativ, der FC habe Steffen Tigges und Sargis Adamyan als Modeste-Ersatz verpflichtet, ist zwar oft erzählt worden, dadurch aber noch immer nicht richtig. Denn beide Stürmer kamen Anfang Juli 22, da trug Modeste noch den Geißbock für einige Wochen auf dem Trainings-T-Shirt der Kölner, der Wechsel zum BVB erfolgte erst im August. Als Nachfolge für den Franzosen wurden Branimir Hrgota, Joel Pohjanpalo und Alexander Sörloth gehandelt, doch verpflichtet wurde kein Angreifer mehr. „Wir haben auch nach dem Abgang von Anthony Modeste die absolute Überzeugung, dass wir einen guten Kader für unsere Ziele in der Saison besitzen“, hieß es vom FC damals.

Reicht Ragnar Ache als Stürmer?

Worte, die man so oder ähnlich immer wieder hörte. Tatsächlich hielt der Kader in der Folgesaison ordentlich mit. Das aber vor allem, weil sich das Mittelfeld als extrem torgefährlich erwies. Während der Sturm in der Liga 13 Tore erzielte, kam das Mittelfeld auf 28, alleine Florian Kainz sammelte in seiner wohl stärksten Spielzeit für den FC 17 Scorerpunkte ein. Tigges, Adamyan und Florian Dietz erwiesen sich als Enttäuschung. Im Winter verpflichteten die Kölner Davie Selke nach, der immerhin fünf Treffer zu den 13 Stürmertoren zusteuerte. Doch schon in der nächsten Transferphase kam das Thema Sturmflaute wieder auf den Tisch. Die Kölner suchten aktiv nach einer weiteren Lösung. Gerade, weil die Hoffnungen mit Mark Uth und Selke auf zwei verletzungsanfälligen Stürmer lagen. Aber: „Wir sind zufrieden mit unserem Kader und finden, dass wir ordentlich besetzt sind und sehen deshalb keine Notwendigkeit, etwas zu verändern“, hieß es erneut.

Wieder konnten die Geißböcke nicht den gewünschten Stürmer verpflichten. Ganz bewusst entschied sich der FC auch gegen vertragslose Spieler. Der Ausgang ist bekannt: Köln stieg ab, mit gerade einmal 28 Toren, zwölf gingen auf das Konto der Angreifer. Aufgrund der Transfersperre gab es auch im vergangenen Sommer keinen neuen Stürmer, umso erstaunlicher, dass der FC Davie Selke letztendlich wohl fahrlässig gehen ließ. Zwar war die Entwicklung so nicht abzusehen, doch 22 Tore für den HSV sprechen eine beeindruckende Sprache. In der Winterpause kam bekanntlich Imad Rondic. Nicht die A-Lösung und ganz offensichlich bislang auch keine glückliche. Rondic ist jedenfalls nicht die erhoffte Verstärkung. Und so schleppt sich der FC nun seit drei Jahren ohne fitten und wirklich torgefährlichen Stürmer durch die Spielzeiten.

Umso wichtiger, dass der FC in diesem Sommer einen Mittelstürmer verpflichtet hat. Um in der Liga zu bestehen, wird es einen klassichen Angreifer brauchen. Einen Mittelstürmer, wuchtig, robust, stark. Und vor allem torgefährlich. Am besten ein Angreifer, der zweistellig trifft. So wie Ragnar Ache in der aktuellen Saison. Ob der 26-Jährige aber auch in der Bundesliga einschlägt, wird sich erst noch zeigen. Es ist ein teures Risiko, das die Kölner eingehen mussten. Aber eins, dass sich lohnen kann.


Frauen des 1. FC Köln verpflichten weitere Nationalspielerin

Lydia Andrade im Zweikampf
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Frauen des 1. FC Köln verpflichten weitere Nationalspielerin

Die FC-Verantwortlichen rüsten weiter den Kader für die kommende Saison auf. Die Frauen des 1. FC Köln verpflichten Lydia Andrade. Die 26-Jährige kommt von RB Leipzig zum FC und hat einen Vertrag bis 2027 unterschrieben.

Während bei den Herren die Gerüchteküche gerade zu brodeln beginnt, geht das Aufrüsten bei den Fußballerinnen der Geißböcke in die nächste Runde. Die Frauen des 1. FC Köln verpflichten Lydia Andrade und damit bereits die sechste Spielerin.

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Bei den Frauen des FC besteht offenbar schneller Handlungsbedarf. Der Verein gab am Mittag bereits die sechste Neuverpflichtung für die kommende Saison bekannt. Lydia Andrade wechselt zum 1. FC Köln und wird den Kader weiter verstärken. Die Angreiferin kommt von RB Leipzig. „Lydia Andrade ist eine Spielerin, die durch ihr Tempo unserem Offensivspiel mehr Möglichkeiten verleiht. Sie kennt die Bundesliga durch die vergangenen drei Jahre bereits bestens und wird die Qualität unseres Kaders weiter erhöhen“, sagt Nicole Bender-Rummler. Andrade debütierte im Alter von 20 Jahren beim FC Zürich, spielte in der Schweiz auch Champions League und gewann dort auch Meisterschaft und Pokal. Zur Saison 2022/23 wechselte die Stürmerin zum SV Meppen und ein Jahr später zu RB Leipzig. 

„Köln ist ein toller und ambitionierter Verein“

 „Köln ist ein toller und ambitionierter Verein mit guten Möglichkeiten. Für meine Entwicklung bedeutet der FC nochmal einen riesigen Schritt nach vorne. Ich freue mich schon sehr auf meinen neuen Club, auf die Stadt und auf die FC-Fans“, sagt die 26-Jährige, die für Leipzig 59 Mal in der Bundesliga auflief. Bei RB läuft der Vertrag in diesem Sommer aus, der Abgang stand schon seit einigen Wochen im Grunde fest, nur über das Ziel war spekuliert worden. Andrade ist seit April 2024 auch Nationalspielerin der Schweiz, bestritt mittlerweile fünf Länderspiele für den Nachbarn. Der FC hat offenbar viel vor. Andrade ist bereits die sechste Neuverpflichtung und dazu erneut eine mit internationaler Erfahrung. Neben Marina Hegering, Lisa Schmitz, Merle Hokamp und Ella Touon haben die Geißböcke zuletzt Pauline Bremer verlpflichtet.

Die Frauen des 1. FC Köln schlossen die vergangene Saison auf einem am Ende doch enttäuschenden 10. Tabellenplatz ab. In der kommenden Saison will die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson deutlich besser abschneiden.


„Es ist ja sowieso eine schwierige Situation“ – Jonas Hector über die Lage beim 1. FC Köln

Jonas Hector
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„Es ist ja sowieso eine schwierige Situation“ – Jonas Hector über die Lage beim 1. FC Köln

In der aktuellen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“ äußerte sich Jonas Hector zum Aufstieg des FC. Unter anderem spricht der Ex-Kölner über seine Sicht auf Thomas Kessler und Friedhelm Funkel. Das sagt Jonas Hector zur Situation des 1. FC Köln.

“Es ist ja sowieso eine schwierige Situation“, bewertet der Ex-Kölner die aktuelle Lage beim FC. Nach der ereignisreichen Woche blickt der ehemalige Nationalspieler und seinem Podcast zurück auf die Geschehnisse und äußert seine Sicht der Dinge zum FC: Das sagt Jonas Hector zur Situation des 1. FC Köln.

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Die vergangenen Wochen sind nun wirklich keine alltäglichen gewesen beim 1. FC Köln. Die Entlassungen von Trainer Gerhard Struber und Sportdirektor Christian Keller, der Aufstiegskampf mit Friedhelm Funkel sowie der Party-Eklat des Top-Stürmers Tim Lemperle kurz vor dem Entscheidungsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern – Ruhe sieht anders aus. Doch einer hat die Ruhe bei den Geißböcken zurückgebracht, findet auch Ex-Kölner Jonas Hector. Friedhelm Funkel „hat sich in gewisser Hinsicht auch ausgezahlt, dadurch dass er eine gewisse Ruhe in die Woche reingebracht hat. Bis Freitag hat keiner über das Spiel geredet. Und dann hattest du auch gar nicht diese krasse Anspannung“, so Hector.

“Ich hätte nicht damit gerechnet“

Das beherrschende Thema in den Tagen vor dem Duell war der Eklat um Lemperle und die Geschichten dahinter. „Es war ganz gut, dass der FC zu diesem Zeitpunkt einen Trainer hatte wie Friedhelm Funkel, der das ganz gut gemanagt hat, was die Presse angeht“, betont Hector. Der Kölner Ex-Profi kennt die Situation vor bedeutenden Spielen des FC und die damit verbundene Stimmung und auch die Erwartungshaltung aus eigener Erfahrung. Diesmal hat Hector das Spektakel allerdings von Außen betrachten dürfen. „In den letzten zwei Tagen hat man das in der Stadt schon gemerkt, dass es langsam Richtung Spiel geht und das noch viel passieren konnte“, so der 34-Jährige im Podcast. Passieren hätte am 34. Spieltag der 2. Bundesliga tatsächlich noch viel können.

So habe Hector auch „nicht damit gerechnet, dass es so deutlich wird. Das ist für jede geschundene Fan-Seele natürlich ein perfekter Ablauf gewesen. Gerade auch damit, dass Mark dann zehn Minuten vor Schluss reinkommt und dann auch noch ein Tor geschossen hat zum 4:0.“ Mark Uth beendete mit dem Treffer aber nicht nur das Duell gegen Kaiserslautern, er setzte auch einen erinnerungswürdigen Schlusspunkt seiner Karriere. Denn der 33-Jährige hat seine Fußballschuhe mit dem Ende der Saison und dem Aufstieg der Geißböcke an den Nagel gehängt. Der FC muss sich nun also – und das bekanntlich nicht nur auf dieser Position – um Ersatz kümmern. Keine leichte Aufgabe, gerade zur Zeit, weiß auch Hector.

„Das ist eine schwierige Situation in Köln“

Denn ein „Trainer ist auch noch keiner fix. Das ist eine schwierige Situation in Köln. Auch wenn man jetzt an neue Spieler rangeht. Da muss man ja auch sagen können ,Das ist unser Trainer‘“, erklärt Hector die Situation. „Auf einmal kommt ein Spieler, der zusagt und der Trainer hat einen Bock auf den Spielertyp. Das gibt es ja auch alles. Das ist eine verzwickte Situation.“ Und gerade die Verpflichtung des richtigen Coaches ist für die Geißböcke für die kommende Saison essentiell. Auch der Ex-Kölner weiß, welche Auswirkungen und welchen Einfluss ein Trainer auf die Mannschaft haben kann. Man sähe ja, „was das bewirken kann, wenn jemand da ist und was anders macht. Du hast da eine andere Truppe gesehen, ein anderes Selbstverständnis, in weiten Strecken in den beiden Spielen. Das hat sich ausgezahlt, da eine Veränderung zu vollziehen“, so der 33- Jährige.

„Friedhelm hat genau das gemacht, was er gut kann und das hast du dann auf dem Platz gesehen. Dass da mehr Selbstvertrauen da war und dann Tore entstanden sind, wie sie entstanden sind“, sagte Hector weiter. Ob der 71-Jährige den Posten des Trainers in Köln behält, ist indes noch nicht gänzlich geklärt. Die Aufgabe der Suche nach einem Trainer für die anstehende Saison in der Bundesliga ist keine leichte. Ebenso wie die Verhandlungen mit den Spieler und während der Transferphase.

Eine Möglichkeit für Thomas Kessler, der das Amt des Sportdirektors wohl inne haben wird, sich zu beweisen findet Hector und beschreibt die Situation am Geißbockheim als ohnehin verzwickt. „Das Präsidium wird so nicht mehr zu Stande kommen, die Wahl ist dann aber erst im Herbst. Da macht es ja jetzt auch keinen Sinn einen neuen Geschäftsführer einzustellen, wenn das neue Präsidium keinen Bock auf den hätte. Da hat Thomas Kessler jetzt die Chance. Warum soll er die jetzt nicht auch bekommen, auch jetzt in der Transferperiode. Dann kann er abliefern, das ist doch gut.“.

„Ich für mich persönlich schließe das nicht aus“ -Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Kaiserslautern

Am 34. Spieltag hat der FC im Kölner Stadion 4:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern gewonnen und somit den Aufstieg und die Zweitliga-Meisterschaft perfekt gemacht. Nach dem Spiel äußerten sich unter anderem Friedhelm Funkel und Luca Waldschmidt: Die Stimmen zum Heimspiel des 1. FC Köln gegen Kaiserslautern.

Steht Tim Lemperle in der Startelf? So könnte der 1. FC Köln gegen Kaiserslautern spielen

Friedhelm Funkel beim Spiel des 1. FC Köln
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Steht Tim Lemperle in der Startelf? So könnte der 1. FC Köln gegen Kaiserslautern spielen

Es ist angerichtet. Am Nachmittag steht für den FC das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern auf dem Plan. Nach den turbulenten vergangenen Tagen geht es nun nur noch um den Aufstieg. Friedhelm Funkel kann nahezu aus dem Vollen schöpfen. So könnte der 1. FC Köln gegen Kaiserslautern spielen.

Friedhelm Funkel war die Woche um Ruhe bemüht, versuchte seinem Stürmer Tim Lemperle den Rücken zu stärken. Aber spielt der Angreifer nun auch? So könnte der 1. FC Köln gegen Kaiserslautern spielen.

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Als Tim Lemperle am Donnerstag unter nahezu größter Geheimhaltung eine Trainignseinheit am Geißbockheim absolvierte, waren die Vorzeichen schon klar. Der Stürmer würde mit großer Wahrscheinlichkeit gegen den 1. FC Kaiserslautern auch zum Einsatz kommen. Warum sonst einen angeschlagenen Spieler nach einem schon ziemlich krassen Eklat hinter dicken Vorhängen auf den Rasen schicken. Am Freitag untermauerte Friedhelm Funkel diesen Plan als er dem Stürmer den Rücken stärkte und am Samstag stieg Lemperle tatsächlich in den Mannschaftsbus, der den Kader für die Begegnung gegen Lautern zum Teamhotel brachte. Tim Lemperle steht im Kader und wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zum Einsatz kommen. Das Unterfangen Aufstieg hat mögliche moralische Bedenken beiseite gewischt.

Downs oder Lemperle?

Ob der Stürmer dann auch in der Startelf stehen wird, ist alles andere als klar. Unter normalen Umständen wäre wohl nicht damit zu rechnen, dass Lemperle nach der verkürzten Trainingswoche, mit seinen Verletzungen von Beginn an auflaufen wird. Doch was ist dieser Tage schon normal in Köln? Dabei werden weite Teile der ersten Elf sicherlich nicht überraschen. Vor Marvin Schwäbe dürfte die Viererkette von vergangener Woche zum Einsatz kommen. Timo Hübers und der Ur-Pfälzer Dominique Heintz werden von Jusuf Gazibegovic und Leart Pacarada flankiert. Auf der Sechs wird definitiv Eric Martel starten und nach seinem Doppelpack führt wohl auch kein Weg an Florian Kainz vorbei. Eigentlich sollten auch Luca Waldschmidt und Jan Thielmann gesetzt sein, nur stellt sich dann die Frage nach dem wiedergenesenen Linton Maina.

Der Offensivspieler belebte mit seinem Tempo die Außenbahn. Gut möglich, dass Maina für Denis Huseinbasic in die Startelf rotiert und Funkel ohne Doppelsechs in die Begegnung startet. Und dann ist da wieder die Frage nach dem Sturm. Damion Downs oder Tim Lemperle? Vielleicht sogar beide? Auch, wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, tippen wir tatsächlich auf Tim Lemperle. Geheimtraining, Spezialmaske, die Entscheidung – für ein paar Minuten Einsatzzeit vielleicht ein wenig viel Aufwand.

Duell gegen Kaiserslautern: So könnte die Startelf des 1. FC Köln aussehen

Flog gegen Hannover vorzeitig vom Platz: Leart Pacarada

Leart Pacarada

Dominique Heintz ist ein Leistungsträger beim 1. FC Köln

Dominique Heintz

Timo Hübers im Pokalspiel des 1. FC Köln

Timo Hübers

Jusuf Gazibegovic

Jusuf Gazibegovic

Florian Kainz nach seinem Treffer zur Kölner Führung

Florian Kainz

Eric Martel vom 1. FC Köln

Eric Martel

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln

Luca Waldschmidt

Tim Lemperle beim 1. FC Köln

Tim Lemperle

Linton Maina, Spieler des 1. FC Köln
Linton Maina



Aufstiegsfeier, Meisterschale, Verkehrsaufkommen – Köln bereitet sich auf den Aufstieg vor

Kölner Spieler feiern die Zweitliga.Meisterschaft
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Aufstiegsfeier, Meisterschale, Verkehrsaufkommen – Köln bereitet sich auf den Aufstieg vor

Schlussspurt in der 2. Bundesliga. Für den FC geht es am Sonntag um den direkten Wiederaufstieg. Sollten die Kölner ihr Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern gewinnen und der HSV keinen Dreier einfahren, gibt es sogar noch den Titel für den 1. FC Köln: Die Meisterschale befindet sich bereits in Köln.

Für den Fall des Aufstiegs wird es in Köln hoch hergehen. Die Vorkehrungen sind bereits getroffen. Je nach Ausgang der Partien könnte es sogar für Platz eins reichen für den 1. FC Köln: Die Meisterschale befindet sich bereits in Köln.

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Friedhelm Funkel tat am Freitagnachmittag viel dafür, dass das Thema Tim Lemperle nicht mehr viel länger eins sein werde. Der Kölner Coach machte ziemlich unmissverständlich klar, dass es nun nur noch um den Aufstieg gehe. Tatsächlich stehen die Chancen nicht schlecht, dass der FC so gegen 17:30 Uhr am Sonntagnachmittag als Aufsteiger in die Bundesliga gefeiert wird. Ein einziger Punkt reicht dem FC, selbst bei einer Niederlage könnten die Kölner direkt hochgehen, allerdings nur, wenn Paderborn und Elversberg nicht gewinnen. Mit einem Zähler ist indes alles klar. Nur kündigte Funkel an, dass das nicht die Marschroute sein wird, die er mit der Mannschaft angehen werde. „Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition. Wir spielen zu Hause und wollen gewinnen. Wer am Ende Dritter, Vierter, Fünfter oder Sechster wird, ist mir relativ wurscht“, sagt der Coach. „Ich bin davon überzeugt, dass wir keine Schützenhilfe brauchen.“

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Platzsturm und Polizeiaufgebot und Meisterschale

Und spätestens dann steigt in Köln die riesen Party. Wie am vergangenen Wochenende in Hamburg ist auch in Köln mit einem Platzsturm zu rechnen – allerdings sollte der gesitteter ausfallen. Schließlich gab es in Hamburg nahezu 20 schwerverletzte Fans. Voll wird es im Erfolgsfall da wohl auf dem Rasen werden. Das Stadion ist natürlich ausverkauft, der FC hätte rund 300.000 Tickets verkaufen können. Wer jetzt noch keine Karte hat, wird wohl in den Kneipen in der Innenstadt zuschauen oder tief in die Tasche greifen müssen. Im Netz werden Karten im vierstelligen Bereich angeboten – wohlgemerkt Steher oder vermeintlich günstige Sitzplätze. Auch die Polizei kommt mit einem Großaufgebot, mit mehreren Hundertschafften, die aber auch aus der Nachbarschaft angefordert werden.

„Neben Kräften der Bereitschaftspolizei werden rund um das Stadion sowie an bekannten Szene-Treffpunkten im Stadtgebiet auch Diensthunde und -pferde sowie Beamte der Wasserschutzpolizei auf dem Rhein eingesetzt“, heißt es in der Pressemitteilung der Kölner Polizei. „Die Beamtinnen und Beamten werden wie gewohnt bereits deutlich vor Anpfiff des letzten Saison-Heimspiels präsent sein, damit alle friedlichen Fußballfans eine spannende Begegnung erleben können.“ Die Polizei warnt auch vor einem erhöhten Verkehrsaufkommen. Eine pünktliche Anreise zum Spiel ist also von Vorteil. Sollten die Kölner den Aufstieg perfekt machen, werden wohl die Kneipen die Anlaufstellen sein. Laut Wetterbericht wird es zumindest trocken sein, so dass auch in der Stadt wohl kräftig gefeiert wird.

Die Zweitliga-Meisterschale befinden sich derweil am Sonntag in Köln. Sollte der HSV seinen Vorsprung am 34. Spieltag verteidigen, steht für die Rothosen am Montag die Ehrung mit Schale dann aber in Hamburg an. So wird die Schalenübergabe nicht beim Auswärtsspiel in Fürth stattfinden. Als Grund gab die DFL dafür Sicherheitsbedenken an. „Wir setzen am Ende jeder Saison alles daran, die Ehrung des Meisters der Bundesliga und der 2. Bundesliga im Stadion vor und mit den Fans zu ermöglichen – sofern es keine Sicherheitsbedenken gibt“, hieß es in einem Statement der DFL. „Die offizielle Einschätzung der zuständigen Behörden und des Veranstalters lässt aus Sicherheitsgründen aber leider keine Übergabe der Zweitliga-Meisterschale am Sonntag im Stadion in Fürth zu.“


Das Dilemma im Fall Tim Lemperle – Gefangen zwischen Moral und maximalem Erfolg

Tim Lemperle nach einem Tor 1. FC Köln
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Das Dilemma im Fall Tim Lemperle – Gefangen zwischen Moral und maximalem Erfolg

Wenn das Knie mitmacht, wird Tim Lemperle am Sonntag zum Einsatz kommen. Der FC setzt ganz offensichtlich alle Karten auf maximalen sportlichen Erfolg, viele Fans haben mit einer Sanktion gerechnet beim 1. FC Köln: Moralische Konsequenzen oder sportlicher Erfolg? – ein Drahtseilakt für den FC.

Kurz vor dem Saisonfinale steht für den FC verständlicherweise der Aufstieg an erster Stelle. Zu einem anderen Zeitpunkt der Saison hätte der vereinsinterne Umgang mit Stürmer Tim Lemperle möglicherweise andere Konsequenzen hervorgebracht. Doch es ist (hoffentlich) nur noch ein Duell zu spielen – der Auftieg ist greifbar für den 1. FC Köln: Moralische Konsequenzen oder sportlicher Erfolg? – ein Drahtseilakt für den FC.

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Friedhelm Funkel wusste natürlich, dass das Thema Tim Lemperle die Pressekonferenz vor dem Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern am Freitagmittag bestimmen würde. Kein Wunder, ein Fußballprofi, der stark alkoholisiert mit gebrochener Nase nach einer Schlägerei im Krankenhaus nächtigt – und das genau eine Woche vor dem wohl wichtigsten Spiel des Jahres – das ist wohl nicht die alltäglichste Geschichte, über die es sich zu berichten lohnt. Und so schlug der Vorfall bekanntlich recht hohe Wellen – auch international in Italien, Spanien oder England. Gefühlt jede zweite Frage drehte sich auf der PK um den Stürmer und die Vorkommnisse im Roxy. Anders als sein Kapitän unter der Woche, wich der Trainer dem Thema nicht aus, beantwortete stoisch auch das dritte und vierte Nachfragen.

Lemperle mit Spezialmaske

Die Diskussion, ob der 23-Jährige denn nach der Schlägerei überhaupt eine Option in Funkels Kader-Planungen spielen dürfe, beendete der Trainer mit einem ganz klaren Statement. „Er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat und dass das nicht gut war. Er hat viel Reue gezeigt, das muss ich ganz klar sagen“, sagte Funkel. „Von daher ist das Thema für mich auch erledigt. Es geht jetzt darum, sich auf das Spiel zu konzentrieren.“ Das große Ziel sei nun mal der Aufstieg und nur darum würde es gehen, ließ der Coach anklingen. „Es ist jetzt die ganze Woche über den Fall gesprochen worden und irgendwann muss man dann mal einen Schlussstrich ziehen. Dann ist es vorbei und dann sollte man auch nur noch das eine Ziel haben, gemeinschaftlich aufzusteigen“, sagte Funkel. Dementsprechend trainierte der Stürmer am Freitag auch wieder mit der Mannschaft, mit Spezialmaske.

Zwar wollte Funkel sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, immerhin laboriert der 23-Jährige auch weiterhin an eine Knieverletzung herum, doch die Zweifel an einem Lemperle-Einsatz sind nur sehr kleiner Natur. Der nächtliche Vorfall hat jedenfalls keinen Einfluss auf die Kader-Nominierung. Eine Entscheidung, die der 71-Jährige zwar mit der Mannschaft und dem Staff besprochen, offensichtlich dann aber doch eigenmächtig getroffen habe. „Für die sportlichen Entscheidungen bin ich zuständig“, sagte der Coach bestimmt. Und unter dem sportlichen Gesichtspunkt ist die Entscheidung, auf Lemperle zu setzen, eine absolut nachvollziehbare. Der FC will um jeden Preis, muss vielleicht sogar aufsteigen und das mit allen Mitteln. „Ich glaube, wir alle wollen aufsteigen. Auch ich war verärgert über den Vorfall, aber es gibt nur ein Ziel: Das Spiel zu gewinnen. Dem ordnen wir alles unter“, sagte Funkel.

Moralische Konsequenzen oder sportlicher Erfolg? – Es bleibt ein Beigeschmack

Offenbar auch eine Entscheidung über mögliche Konsequenzen des 23-Jährigen. Der Erfolg der Mannschaft, der Wiederaufstieg sind schon alleine aus wirtschaftlicher Sicht wichtiger. Tim Lemperle ist tatsächlich aktuell der gefährlichste Angreifer der Geißböcke, zudem ständiger Stressor der gegnerischen Hintermannschaft. Und genau das hatte noch in der vergangenen Woche zur Entscheidung beigetragen. Aus sportlichen Gründen führt also kein Weg an dem Kölner Topscorer vorbei. Und das, obwohl der FC durchaus Alternativen hätte. Mit Damion Downs sogar eine sehr konkrete, die schon mehrfach bewiesen hat, in wichtigen Spielen entscheidende Dinge zu tun. Doch in der Vorwoche kam jene Alternative genauso wenig zum Einsatz wie Winter-Neuzugang Imad Rondic.

Und doch bleibt da ein Beigeschmack. Nicht wenige Fans fordern eine Sanktion, sogar eine Suspendierung. Und auch diese Meinung ist absolut nachvollziehbar. Einen jugendlichen Leichtsinn, das Verlangen nach Spaß in jungen Jahren vorzuschieben, ist in diesem Fall wohl viel zu einfach. Lemperle ist 23 Jahre alt, Fußballprofi und eine Person der Öffentlichkeit. Die Folgen eines solchen Ausflugs, mögliche Provokationen, aber auch der mediale Rattenschwanz sollten durchaus bekannt sein. Das Störgeräusch kam für den FC zum absolut falschen Zeitpunkt. Zu einem Zeitpunkt, in dem der volle Fokus auf dem Aufstieg liegen sollte. Nicht wenige Fans sprechen in den Sozialen Medien davon, dass Lemperle der Mannschaft, dem Verein geschadet habe. Vermeintlich neutrale User wundern sich über die nicht ergriffenen Maßnahmen, ausbleibenden Folgen.

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„Wir wollen alle gemeinsam aufsteigen“

„Moralisch ist es für mich überhaupt kein Problem, Tim womöglich Spielzeit zu geben. Er hat in den letzten Tagen genügend berechtigte Kritik einstecken müssen. Irgendwann muss es auch mal gut sein“, sagte Funkel. Es ist sehr gut möglich, dass der Verein zu einem anderen Zeitpunkt in der Saison anders reagiert hätte. Es ist genauso gut möglich, dass es noch eine Sanktion geben wird, vielleicht sogar hinter den Kulissen schon gab. Funkel versuchte mit einem Appell selbst den gewünschten Schlussstrich unter die Angelegenheit zu setzen. „Auch ich habe das nicht gutgeheißen, auch ich war verärgert. Aber den Aufstieg des 1. FC Köln müssen wir uns jetzt alle als Ziel setzen, das ist mein Appell auch an alle im Stadion: Nehmt diese Situation an, wie sie ist, und dann wollen wir alle gemeinsam aufsteigen.“

Das Ende einer Achterbahnfahrt: Mark Uths letzter Tanz? „Mark hat den besten Abschied verdient“

Mark Uth vom 1. FC Köln beendet seine Karriere (Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images))
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Das Ende einer Achterbahnfahrt: Mark Uths letzter Tanz? „Mark hat den besten Abschied verdient“

14 Jahre nach seiner ersten Kaderberufung endet am Sonntag (wahrscheinlich) eine große Karriere beim 1. FC Köln: Für Mark Uth schließt sich der Kreis. Der 33-Jährige musste zahlreiche Rückschläge hinnehmen und kämpfte sich immer wieder zurück.

Seit vergangene Woche steht fest, dass die Karriere des 33-Jährigen dort endet, wo sie einst begonnen hat – beim 1. FC Köln: Für Mark Uth schließt sich am Sonntag der Kreis.

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Mit den Identifikationsfiguren ist es so eine Sache beim 1. FC Köln. Sie sind in der aktuellen Mannschaft zumindest rar geworden. Letztlich ist ja auch gar nicht genau definiert, wie sie zu solchen werden oder geworden sind. Mark Uth ist vielleicht die größte unter den aktiven Spielern beim FC. Wenn man sich die reine Spielzeit des gebürtigen Kölners für die Geißböcke anschaut, wirkt das vielleicht ein wenig kurios. Denn die Zeit, in der der Stürmer für den FC gespielt hat, ist sicher nicht die ruhm- oder erfolgreichste – weder für Spieler noch für Verein. Auf 77 Pflichtspiel-Einsätze kommt der 33-Jährige für den FC und reiht sich damit in der Rerkordspielerliste jenseits der 150 ein. Ganze neun aktive FC-Profis standen öfter für die Kölner auf dem Platz – unter anderem Steffen Tigges oder Denis Huseinbasic. Für Hoffenheim lief der Offensivspieler sogar öfter auf.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Steiniger Beginn einer langen Karriere

In gewisser Weise ein bitterer Wert. Ein Wert, der die Leidenszeit der vergangenen Jahre nur zu sehr verdeutlicht. Denn Uth spielte nahezu fünfeinhalb Jahre für die Geißböcke, hätte also inklusive Pokal und Conference League auf rund 200 Einsätze kommen können. Nur in den Spielzeiten 21/22 sowie der halbjährigen Leihe 20/21 war der gebürtige Kölner Stammspieler, in den vergangenen drei Saisons mehr verletzt als fit. Nur noch 29, meist Kurzeinsätze, sammelte der Angreifer in diesem Zeitraum und avancierte dennoch gerade im Abstiegsjahr und in dieser Spielzeit immer wieder zum großen Hoffnungsträger. Mit Uth würde schon die Wende kommen, so die Hoffnung. Die Hoffnung, die vor allem in den spielerischen Stärken ihre Ursache finden. Der Angreifer war immer ein Akteur, der den riskanten, schnellen Ball nicht scheute, der aber auch selbst den schnellen Abschluss suchte.

So schaffte es Uth auch in die Nationalmannschaft, wenn auch nur einmalig. 2018 lief der Angreifer für die DFB-Elf gegen die Niederlande auf, stand sogar in der Anfangsformation, wurde aber nach einer guten Stunde von Jogi Löw ausgewechselt. Sicherlich einer der größten Erfolge seiner Karriere. Einer Karriere, die aber steinig begann. Als Zwölfjähriger kam Uth 2004 vom TuS Langel nach Köln, 2007 folgte der Wechsel zur Viktoria, 2009 die erste Rückkehr. Der Angreifer wollte den Durchbruch beim FC unbedingt schaffen, spielte zunächst in der U21 und sorgte dort in einer Mannschaft mit Timo Horn, Jonas Hector und Simon Terodde für mächtig Aufsehen. So sehr, dass die Einladung zum Trainingslager der Profis kam. Uth fuhr mit, war von seiner Leistung überzeugt und bekam dann aber doch keine Chance unter Stale Stolbakken.

Von Verletzungen zurückgeworfen

Es folgte folgerichtig der Wechsel zum SC Heerenveen, eine Leihe zu Heracles Alemelo und nach der Rückkehr zum niederländischen Erstligisten der Durchbruch. Für Heerenveen erzielte Uth in 42 Spielen 21Tore und bereitete zwölf weitere vor. Das weckte Interesse, auch aus Deutschland. Damals wollte der Stürmer eine Rückkehr nach Köln nicht ausschließen, es fehlte das Angebot. Dafür klopfte die TSG Hoffenheim an, verpflichtete Uth für rund zwei Millionen Euro. Der Kölner gehörte in Sinsheim zum Stammpersonal, traf in 86 Spielen 33 Mal, sogar zwei Mal gegen Liverpool in der Champions-League-Quali, gegen Spieler wie Sadio Mané, Mo Salah und Emre Can. In dieser Zeit stieg der Marktwert auf 18 Millionen Euro an. Uth wechselte dennoch ablösefrei zum FC Schalke 04 und spielte dort ebenfalls Champions League – unter anderem gegen ManCity – und wurde eben Nationalspieler.

Im Januar 2020 folgt die nächste Rückkehr zum FC, damals als Leihe, im Juli 21 die insgesamt dritte, das vierte Engagement bei den Geißböcken. Und auch wenn Uth zuletzt nur noch selten auf dem Platz stand, ist das Standing in der Mannschaft und bei den Fans ungebrochen. „Er ist nicht nur ein toller Spieler, er ist auch ein toller Mensch“, sagte FC-Coach Friedhelm Funkel am Freitag auf der Spieltags-Pressekonferenz. Ein Mensch, der am Sonntag wohl das letzte Mal für den FC aufläuft. 14 Jahre nach seiner ersten Kader-Berufung beim FC schließt sich der Kreis auch wieder in Köln. „Ich bin sehr glücklich, dass ich meine Karriere beim 1. FC Köln beenden kann, denn hier hat alles angefangen“, sagte der Offensivspieler vor wenigen Tagen via Instagram.

Funkel zu Uth: „Der Abschied, den er verdient hat“

Eine große Abschiedsfeier wie vor zwei Spielzeiten für Jonas Hector und Timo Horn ist angesichts einer möglichen Aufstiegsparty eher unwahrscheinlich. Doch für den Angreifer dürfte ohnehin nur der maximale sportliche Erfolg, in diesem Fall die Rückkehr ins Bundesliga-Oberhaus, im Vordergrund stehen. Einen gebührenden Abschied werden ihm die Fans sicherlich auf dem Feld bereiten, denn Einsatzzeit sollte er noch bekommen. „Mark hat den besten Abschied verdient, den man haben kann“, sagt Funkel. „Wenn sich die Möglichkeit ergibt, dann will ich Mark die Möglichkeit geben, nochmal die ein oder andere Situation hier in unserem Stadion positiv zu gestalten. Und dass er dann den Abschied bekommt, den er auch verdient hat – nämlich nach 90, 95 Minuten beim Abpfiff auf dem Platz zu stehen.“ Dann endet eine beeindruckende Karriere, die einer Kölner Identifikationsfigur.