Ein Fehler des Systems?

Gerhard Struber coacht an der Seitenlinie den 1. FC Köln.
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Ein Fehler des Systems?

Nach dem 1:5-Debakel gegen Darmstadt wird der Ton rauer am Geißbockheim. Doch die Kritik ist nur in Teilen berechtigt. Denn auch die Spieler sind nur Teil eines Systems, das nicht so recht passen will beim 1. FC Köln: Muss Struber sein Spielsystem anpassen?

Das 1:5 gegen Darmstadt zeigte erneut deutlich die Schwächen des FC auf. Doch alleine an den Spielern und ihren Leistungen liegt es nicht beim 1. FC Köln: Muss Struber sein Spielsystem anpassen?

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Wie schnelllebig der Fußball ist, ist dieser Tage beim 1. FC Köln mal wieder gut zu sehen. Nach dem 2:0-Erfolg über den SSV Ulm zeigte sich nicht nur der Trainer der Geißböcke mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden und wähnte sich dem Aufstiegsplatz nahe. Der FC habe die richtige Balance, die richtigen Zutaten, den Schlüssel zu mehr Stabilität gefunden, lauteten Meinungen rund ums Geißbockheim. Wenn es so weiterginge, wäre der Aufstieg ein mögliches Szenario. Die Realität sah wohl schon damals anders aus. Köln hatte gegen harmlose Spatzen gewonnen, die zudem noch eine Stunde lang in Unterzahl agierten. Selbst die offensichtliche Schwachstelle auf der rechten Seite wusste Ulm an diesem Tag nicht für sich und Chancen zu nutzen. Die meisten Angriffe des Gegners endeten bereits wenige Meter hinter der Mittellinie. Aus dieser Begegnung einen Trend abzulesen, war verfrüht.

18 Gegentore nach neun Spielen sind zu viel

Das hat das 1:5-Debakel am Freitagabend bitter vor Augen geführt. Der FC ist in der Defensive brutal anfällig. 18 Gegentore nach neun Spielen sind für eine Mannschaft, die ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitsprechen will, einfach zu viel. Und das, obwohl die Kölner die wenigsten Torschüsse der Liga zulassen – mit Abstand. Dass Christian Keller nun deutliche Worte findet, mag nicht jedem FC-Fan angesichts mancher Transferentscheidung gefallen, einige Punkte sind aber nicht von der Hand zu weisen. „Ich finde schon, dass sich die Leistung angekündigt hatte“, sagte der Sportdirektor. „Mir hat bereits das Karlsruhe-Spiel nicht gefallen, da haben wir auch schon die Basics vermissen lassen. Mir hat auch das Ulm-Spiel nicht gefallen, obwohl wir es gewonnen haben – gegen einen Gegner, der an diesem Tag einfach kein Gradmesser war. Nun haben wir das leider nahtlos fortgesetzt.”

Tatsächlich waren am Freitagabend deutliche Parallelen zum KSC-Spiel zu erkennen. Nach Ansicht der Sportdirektors hätte der FC auch gegen Ulm in Schwierigkeiten kommen können, wenn Ulm mehr Geschwindigkeit auf die Bahn bekommen hätte. Für das 1:5 machte Keller unter anderem die Einstellung der Defensivabteilung verantwortlich. „Wenn die Sprints in die defensive Spielrichtung von Spiel zu Spiel weniger werden, hat das nichts mit Taktik, sondern mit Haltung zu tun“, sagte Keller dem „Geissblog“. Zumindest die Quantität der Sprints der Abwehrspieler wurde allerdings nicht weniger. So kamen die Innenverteidiger in den vergangenen vier Spielen immer gemeinsam auf 30 Sprints und damit im Schnitt auf zehn mehr als die Innenverteidiger des Gegners. Das ist angesichts des Spielsystems aber auch nicht verwunderlich.

Muss Struber sein System überdenken?

Das hohe Pressing führt in der Regel dazu, dass die Kölner Gegner einfach tief stehen. Die Viererkette der Lilien war am Freitagabend in Höhe des eigenen Fünferraums postiert, die letzte Kette der Geißböcke wiederum nur wenige Meter vor der Mittellinie. Der FC setzt in seiner Spielweise auf ein hohes Anlaufen, ein hohes Pressing, schnelle Balleroberungen und ist damit sehr erfolgreich. Kein anderes Team erobert so oft den Ball, nur fehlen den Kölnern in der Offensive dann die Ideen. Und der FC ist durch das hohe Pressing, das ständige Anlaufen und das Aufrücken der letzten Kette gegen konterstarke Mannschaften bei deren Umschaltmomenten extrem anfällig. Wie anfällig und wohl auch kontraproduktiv dieses System ist, spiegelt sich brutal in der Statistik von Freitag wider. Beide Teams schossen genau sechs Mal auf das gegnerische Tor. Insgesamt schlossen die Geißböcke sogar 18 Mal ab, Darmstadt nur elf Mal.

Nahezu alle Statistiken gingen an den FC, die meisten sehr deutlich. Viel davon hat man auf dem Platz aber nicht gemerkt, der Erfolg der Lilien ging auch in der Höhe vollkommen in Ordnung. Und das nicht nur, weil Darmstadt einfach das deutlich gefährlichere Team war. Der xGoals-Wert der Hessen lag aber nahezu doppelt so hoch wie der der Kölner. Der FC wird auch gegen die kommenden Gegner mit dieser Spielweise seine Probleme bekommen. Und so muss die Frage erlaubt sein, ob Struber dennoch an seinem Hurra-Fußball festhält, ob es einen Plan B für den Coach gibt, der auch verpflichtet worden ist, um seine Idee von attraktivem Fußball zu implementieren. Jener Fußball, der in den ersten Wochen so begeistert und auch überzeugt hat. Die Schattenseiten scheinen nun zu überwiegen. Unweigerlich werden Erinnerungen an die vergangenen Spielzeiten wach. Auch damals spielten die Kölner lange einen attraktiven Offensivfußball, das auch lange erfolgreich. Der Ausgang ist bekannt.


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Kommentar zum Darmstadt-Spiel

Mark Uth vom 1. FC Köln

Wird Mark Uth noch einmal zur Option?

1:5-Debakel offenbart auf dramatische Weise, dass der FC nicht nur auf zwei Positionen nachrüsten muss

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln
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1:5-Debakel offenbart auf dramatische Weise, dass der FC nicht nur auf zwei Positionen nachrüsten muss

Das 1:5 gegen Darmstadt sorgte verständlicherweise für mächtig schlechte Stimmung bei den Geißböcken, brachte gleichzeitig aber auch einmal mehr eine bittere Erkenntnis beim 1. FC Köln: Der FC muss auf mehr als zwei Positionen nachrüsten.

Thomas Kessler hat jüngst bestätigt, dass der FC einen Rechtsverteidiger und einen Stürmer sucht. Die Pleite am Freitag zeigte aber noch weitere Problemstellen beim 1. FC Köln: Der FC muss auf mehr als zwei Positionen nachrüsten.

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Rasmus Carstensen war am Freitagabend nun wirklich nicht zu beneiden. Sieben Monate hatte der Däne auf den nächsten Startelf-Einsatz warten müssen. Sieben Monate, in denen verschiedene Trainer ihm einen gelernten Offensivspieler, einen etatmäßigen gerade erst genesenen Linksverteidiger und zuletzt auch einen 19-jährigen Innenverteidiger vor die Nase gesetzt hatten. Nun das Comeback in der Anfangsformation und direkt wieder eine Klatsche. Schon beim letzten Startelf-Einsatz im März kassierte der FC damals gegen Leipzig eine heftige 1:5-Pleite. Allerdings im Abstiegskampf der Bundesliga und nicht als vermeintlich „beste Mannschaft der 2. Liga“. Für den Kaderwert-Krösus der Liga war es die dritthöchste Niederlage im Bundesliga-Unterhaus und die höchste seit dem 0:5 gegen Rot-Weiss Essen in der Saison 06/07.

Es fehlt an Alternativen

Und gerade die Personalie Carstensen zeigte unerbittlich die Schwäche des Kölner Kaders. Wochenlang war Carstensen außen vor, erhielt wenn überhaupt nur Kurzeinsätze. Die Experimente mit Jan Thielmann und Max Finkgräfe scheiterten und Julian Pauli machte seine Sache auf der Position zwar gut, doch der Youngster wurde in der Innenverteidigung gebraucht. Struber hatte alle diese „Burschen“ als mögliche Rechtsverteidiger aufgezählt, um dann am Freitag jenem Spieler das Vertrauen zu schenken, der gegen Ulm noch nicht einmal im Kader stand. Dass Carstensen keine Argumente für weitere Einsätze sammeln konnte, lag vor allem am Gesamtauftritt der Kölner. Carstensen war sichtbar bemüht und sicher nicht der größte Schwachpunkt der Kölner Defensive.

Denn auch die Innenverteidigung erwischte einen rabenschwarzen Tag. Timo Hübers stand vollkommen neben sich. Schon gegen den Karlsruher SC war der Kölner Abwehrchef an drei Gegentoren beteiligt, nun legte Hübers noch eine Schippe drauf. Aber auch Julian Pauli bekam gerade den abgebrühten Angreifer Isac Lidberg nicht in den Griff, war ebenfalls an Gegentreffern beteiligt. Struber musste reagieren, erlöste den Youngster und offenbarte mit dem Wechsel in der Innenverteidigung den nächsten Schwachpunkt des Kaders. Gegen die Umschaltmomente und Konter über die schnellen Offensivspieler der Lilien brachte der Coach Dominique Heintz – zwar ein Routinier, aber nicht gerade einer, der für seine Endgeschwindigkeit bekannt ist. Andere Alternativen hatte Struber für diese Position keine auf der Bank.

Mit einem Stürmer ist es nicht getan

Für Denis Huseinbasic brachte der Kölner Trainer im zweiten Durchgang Mathias Olesen und damit einen weiteren Spieler, dem Struber zuletzt eher selten vertraute. Olesen hatte keinen Einfluss mehr aufs Spiel. Zu diesem Zeitpunkt stand es zwar schon 1:4 aus Kölner Sicht, der Glaube an eine Wende war sicherlich nicht mehr sonderlich groß, die Qualität steigerte die Einwechslung aber auch nicht. Man hatte nicht gerade den Eindruck, als würde noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gehen. Immerhin wird in den kommenden Wochen Dejan Ljubicic zurück erwartet. Doch aktuell zeigt sich auch im Mittelfeld immer mehr, dass personell nicht wirklich viel passieren darf. Wenig passierte bei den Kölnern in vorderster Front. Der FC war ideenlos, den Geißböcken fehlte es an Kreativität, vor allem aber an Durchschlagskraft.

Auch ein Luca Waldschmidt blieb wieder hinter den Erwartungen zurück. Nicht zum ersten Mal. Ob Mark Uth eine mittelfristige Alternative wird, ist angesichts der Verletzungshistorie vollkommen offen. Vielleicht hätte ein echter Knipser, ein klassischer Neuner die Spieldynamik noch ein wenig verändert. Ein Stürmer wie Darmstadts Fraser Hornby, der zwei Mal goldrichtig stand und zwei Mal gegen den FC traf oder wie Isac Lidberg, der mit der Kölner Hintermannschaft leichtes Spiel hatte und nun bereits sein siebtes Saisontor im siebten Spiel erzielte. Der Schwede wurde in diesem Sommer für eine Millionen Euro verpflichtet, Hornby in der vergangenen Spielzeit für 1,5 Millionen Euro. Erschwingliche Stürmer, die den SV Darmstadt enorm weiterbringen. Nur zeigt das 1:5 sehr deutlich, dass es mit einem neuen guten Stürmer bei den Kölnern im Winter nicht getan ist.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Ticker zum Nachlesen

Die Stimmen zum Darmstadt Spiel

Rasmus Carstensen in der Startelf – so startet der FC gegen Darmstadt

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Rasmus Carstensen in der Startelf – so startet der FC gegen Darmstadt

Für den FC steht am Freitagabend die Begegnung gegen Darmstadt auf dem Programm. Trainer Gerhard Struber kann nahezu aus dem Vollen schöpfen und weiß um die Stärken des Gegners, aber auch um die des 1. FC Köln: So startet der FC gegen Darmstadt.

Sich auf die Basics besinnen und Punkte einfahren lautet die Devise des FC-Coaches gegen die Lilien. Und so will Struber im nächsten Abschnitt der Saison das Ziel des Wiederaufstiegs angehen mit dem 1. FC Köln: So startet der FC gegen Darmstadt spielen.

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Nach der Länderspielpause steht für den 1. FC Köln die Auswärtsbewegung gegen den SV Darmstadt auf dem Spielplan. Im Stadion am Böllenfalltor kommt es somit zum Duell der beiden Bundesliga-Absteiger. Im Abstiegskampf der vergangenen Saison war die Begegnung der beiden Teams schon eine besondere – für den FC zumindest besonders bitter. Köln verlor gegen die Lilien damals 0:2 und verschenkte wichtige Punkte, um den Klassenerhalt doch noch zu sichern. Es war erst die zweite Niederlage der Kölner gegen Darmstadt überhaupt. Am Freitagabend stehen sich die beiden Mannschaften nun eine Liga weiter unten erneut gegenüber.

Struber setzt sich große Ziele

Große Umstellungen im Gegensatz zur Aufstellung gegen Ulm gibt es nicht. Unter der Woche stand jedoch noch ein Fragezeichen hinter Leart Pacarada. Der Abwehrspieler war mit Rückenproblemen verfrüht von der Nationalmannschaft des Kososvo zurück nach Köln gekehrt. Nun wird Pacarada aber erneut in der Startelf auflaufen. Nach dem durchwachsenen Auftritt von Jan Thielmann auf der Position des Rechtsverteidigers bei der U21, gab es erneut Diskussionen um den 22-Jährigen. Und Thielmann erhält eine weitere Pause. Rasmus Carstsensen beginnt. Vor der Defensive setzt Struber erneut auf das gut funktionierendes Gebilde aus Linton Maina, Eric Martel und Denis Huseinbaseic sowie Tim Lemperle. In der Offensive laufen Damion Downs und der zuletzt ordentlich aufspielende Luca Waldschmidt erneut auf.

So startet der FC gegen Darmstadt


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Gerhard Struber will den Auftsieg

Mark Uth vom 1. FC Köln

Das ist der Plan mit Mark Uth

Jüngste Aussagen deuten sogar auf mehr Transfers beim 1. FC Köln hin

Gerhard Struber und Christian Keller im Gespräch beim 1. FC Köln
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Jüngste Aussagen deuten sogar auf mehr Transfers beim 1. FC Köln hin

Dass der FC im Winter den Kader nachjustieren will, ist bekannt. Vor allem ein Knipser und ein Rechtsverteidiger sollen verpflichtet werden. Doch bleibt es dabei? Jüngste Aussagen lassen darauf schließen, dass noch deutlich mehr passieren soll beim 1. FC Köln: Was plant der FC auf dem Transfermarkt?

Als Thomas Kessler vor einigen Tagen seine Wünsche für mögliche Transfers publik machte, überraschten die Aussagen nicht wirklich. Ein Stürmer und ein Rechtsverteidiger sollen es bitte sein. Doch ganz offensichtlich will man noch mehr beim 1. FC Köln: Was plant der FC auf dem Transfermarkt?

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Als der FC vor einer guten Woche die neue Doku „Geliebter Fußball“ launchte, da sprach der Verein davon, dass man einen Einblick in viele Facetten des Vereins bekommen würde. In der zweiten Episode erzählten Leart Pacarada und Linton Maina unter anderem über ihre freundschaftliche Verbundenheit, Präsident Werner Wolf äußerte sich zu der Mitgliederversammlung im September mitsamt der Nicht-Entlastung des Vorstands und auch Trainer Gerhard Struber kam zu Wort. Am Ende der zweiten Folge wurde dann auch ein weiterer Mitarbeiter der Geißböcke gezeigt: Martin Schulz. Der Chefscout des 1. FC Köln befand sich gerade auf dem Weg zum Flughafen Köln/Bonn um eine Reise nach Österreich anzutreten. “Ich fliege nach Österreich, weil das Ende der Transfersperre naht und wir da den einen oder anderen Verpflichtungskandidaten haben, den ich mir jetzt anschaue“, sagt der 38-Jährige und kündigte dann Transfers für den Winter an.

„Perspektivisch“ passt nicht zu neuralgischen Positionen

Ein wirklich großes Geheimnis verriet Schulz da nun wirklich nicht. Schließlich hatte schon in der vergangenen Woche Thomas Kessler angekündigt, dass der FC im Winter noch einmal nachlegen wolle – jetzt, wo die Transfersperre abgelaufen ist. Und dass sich ein Chefscout Spiele anderer Mannschaften anschaut, ist nun auch nicht die größte Überraschung. Dass die Reise den Scout nach Österreich verschlägt, vielleicht schon eher – wenn auch nur ein wenig. Denn auch in der Länderspielpause gab es für den Scout in Österreich gleich mehrere Spiele zu beobachten. Sowohl die U21 als auch die erste Mannschaft bestritten ihre Heimspiele gegen Sloweniens U21 sowie Kasachstan und Norwegen in der Heimat, in Wien trat allerdings nur der Nachwuchs an. Nimmt der FC also ein weiteres Talent unter Vertrag? Gut möglich, dass Struber und sein Trainerteam den ein oder anderen Tipp aus der Heimat parat hatten.

Am Mittwoch hatte der Kölner Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Darmstadt angekündigt, dass man auf dem Transfermarkt clevere und smarte Entscheidungen treffen wolle, „die richtigen Jungs holen, die einfach auch von der Mentalität gut dazu passen und perspektivische Qualität mitbringen“. „Perspektivisch“ deutet dabei wohl eher auf junge Profis hin. Dass die Kölner sich auch für die Zukunft breit aufstellen wollen, ist ebenfalls nicht verwunderlich. Nur passt „perspektivisch“ nicht so wirklich zu der Ausbesserung neuralgischer Positionen. Der FC sucht aktuell wohl zwei Spieler, die den Geißböcken auch umgehend weiterhelfen. Die Probleme auf der rechten Abwehrseite sind genauso offensichtlich, wie das Fehlen eines Knipsers. Auch, wenn das aufgrund der funktionierenden Kölner Offensive ganz sicher nicht so schwer ins Gewicht fällt. Vermutlich meinte Christian Keller damit auch den „Mehrwert“, den er bei den vertragslosen Spielern nicht sieht.

Das nötige Kleingeld sollte da sein

„Es gibt Positionen, auf denen wir uns verbessern wollen. Die Rechtsverteidiger-Position ist sicherlich eine, auf der wir uns umschauen“, sagte Kessler noch in der vergangenen Woche. „Wir schauen auch nach einem klaren Neuner, sondieren den Markt. Ein Neuner, der abschlussstark ist, kostet natürlich das meiste Geld.“ Dass der FC darüber hinaus auch weitere Spieler verpflichten mag, bestätigte Kessler und Struber zog am Mittwoch nach. „Wir halten die Augen und Ohren nach interessanten Spielern auf vielen Positionen offen. Wir prüfen Möglichkeiten, ich würde das nicht nur runterbrechen auf einen Stürmer und einen Rechtsverteidiger. Es ist wichtig, dass wir uns da nicht einschränken“, so der Trainer. In der aktuellen Folge der Doku ergänzt der Trainer, dass man auf dem Transfermarkt „das ein oder andere machen“ wolle. Allerdings sei der Winter-Transfermarkt kein leichter.

Und das könnte die Transfer-Euphorie nach der abgesessenen FIFA-Sanktion eher bremsen als das nötige Kleingeld. Denn das sollte für den ein oder anderen Transfer vorhanden sein. Nötig wären neue Spieler auch auf anderen Positionen. Denn der FC braucht mehr Breite im Kader, will auch mal von der Bank nachlegen. Junge Spieler könnten auch dort eine Option werden. Tätig müssen die Kölner auch in Bezug auf einen Keeper werden. Marvin Schwäbe und Jonas Nickisch wollen den Verein wohl verlassen, im Sommer laufen die Verträge von Philipp Pentke und Matthias Köbbing aus. Martin Schulz wird sich sicherlich auch noch weitere Begegnungen und Akteure anschauen. Nicht nur in Österreich. Namen werden die Geißböcke wohl früher oder später auch nennen. Vielleicht schon im November? Denn die aktuelle Folge kündigt „mehr“ in der nächsten Folge im kommenden Monat an.



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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Verzwickte Keeper-Situation beim FC

Ausgebootet, abgelöst und ausgetauscht

Aufstiegswunsch: Gerhard Struber will es in dieser Saison schon wissen

Gerhard Struber im Spiel des 1. FC Köln
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Aufstiegswunsch: Gerhard Struber will es in dieser Saison schon wissen

Für den 1. FC Köln geht es nun in die nächste Liga-Phase. Und die Geißböcke haben einige Gegner vor der Brust, die mit dem Aufstiegswunsch in die Saison gestartet sind. Der war beim FC bislang an das Wort „schnellstmöglich“ gekoppelt. Das änderte nun der Coach des 1. FC Köln: Gerhard Struber peilt den Aufstieg an.

Nach acht Spieltagen liegt der FC auf Tabellenplatz sieben, vier Punkte sind es bis zum Relegationsplatz. Gerhard Struber und sein Team arbeiten sehr hart an ihrem Ziel beim 1. FC Köln: Gerhard Struber peilt den Aufstieg an.

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Dass ein Verein wie der 1. FC Köln in die Bundesliga gehört, braucht wohl nicht die wohlwollenden Worte zahlreicher Experten, die das Woche für Woche an den Mikrofonen erklären. Dass sich der Club auch selbst eher als Bundesligist denn als Zweitligist sieht, ist ebenfalls keine Neuigkeit. Strahlkraft, Historie, Umfeld und Mitglieder sprechen jedenfalls eher für erstklassig als für Liga-Unterhaus. Dabei spielt der FC aktuell genau dort und bekannter Maßen auch vollkommen zu recht. Und bislang war die Marschroute der FC-Bosse auch eindeutig, der FC wolle schnellstmöglich wieder in die Bundesliga aufsteigen, hieß es von Vereinsseite. Bloß nicht zu viel Druck. Nur ist diese Aussage dann doch gar nicht so eindeutig. Schließlich ist der Begriff „schnellstmöglich“ ein sehr schwammiger. Kann je nach dem „möglich“ eine Saison genauso gut aber auch 28 Spielzeiten bedeuten (und sogar noch mehr).

Struber: „Das wünsche ich mir“

Dass die Kölner Verantwortlichen die Saisonziele mit Bedacht geäußert haben, ist kein Wunder. Die Spielzeit 24/25 war eine Reise ins Ungewisse und ist es noch immer. Durch die Transfersperre, die Kaderzusammenstellung waren zu Beginn der Abstiegssaison einfach zu viele Faktoren unbekannt. Mittlerweile steht der Kader. Es gab deutlich weniger Abgänge als Christian Keller und Co. wohl selbst befürchtet haben, der FC plant offensichtlich mit Hochdruck bereits die Wintertransfers. Auch sportlich ist Köln in der Liga angekommen. Sogar mehr als das. Die Geißböcke gehören gerade in der Vorwärtsbewegung zu den besten Mannschaften der Liga. Da aber die nötige Balance mit der Defensive sowie ein kaltschnäuziger Vollstrecker fehlen, sind die Aufstiegsplätze noch ein Stück weit weg. Der FC belegt aktuell Rang sieben, vier Punkte hinter dem Relegationsplatz.

Vermutlich haben die FC-Boss auch deswegen das Saisonziel noch nicht korrigiert. Das Thema Aufstieg aus dem Verschwommenen geholt. Das hat nun Gerhard Struber in der zweiten Folge der Kölner Doku „Geliebter Fußball“ getan. Zumindest – um es in seinen Worten zu sagen – ein Stück weit. „Dass wir den Aufstieg realisieren, das wünsche ich mir“, sagte der Coach. „Ich arbeite da sehr hart dran mit meinem Trainerteam.“ Strubers Ehrgeiz ist in der Tat spürbar, die Euphorie hörbar. Doch zum Aufstieg benötigt es nicht nur die Arbeit auf dem Platz. „In dem Wissen, dass wenn wir den Rucksack der Vergangenheit endlich abschütteln, dass wir dann auch ein Wörtchen mitreden müssen, um den Aufstieg“, sagte der Coach weiter. Gerade die verschenkten Punkte gegen Magdeburg und Düsseldorf wurmten den Coach. „Gibt es irgendwo jemanden, der in eine Vodoo Puppe sticht, weil es einfach nicht klappen will“, sagte Struber mit einem Lächeln.

Der FC benötigt aber „frische Gesichter“

Doch der Blick ist längst nach vorne gerichtet, der Trainer will nun den Schalter umlegen. Dazu wollen die Geißböcke nun in den kommenden Spielen punkten.  „Wir wollen uns punktemäßig strecken und uns steigern. Wir müssen jeden einzelnen Gegner sehr fleißig abarbeiten, um die Punkte einzufahren. Es ist eine richtige Challenge, in dieser Liga ins Punkten zu kommen“, sagte der Coach, deutete aber in der Doku wiederum an, dass es dafür Neuverpflichtungen geben müsse. „Es braucht aber auch das ein oder andere frische Gesicht, frisches Blut, dass uns sicher helfen wird, da wieder hinzukommen, wo wir hin wollen und das ist der schnellstmögliche Aufstieg.“ Und wenn es nach Struber geht, bedeutet „schnellstmöglich“ ganz offensichtlich noch in dieser Spielzeit.



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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Verzwickte Keeper-Situation beim FC

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Die nächste Bewerbung – Werden die Leihspieler schon im Winter zur Option?

Said El Mala spielt künftig für den 1. FC Köln
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Die nächste Bewerbung – Werden die Leihspieler schon im Winter zur Option?

Der 1. FC Köln will sich im Winter bekanntlich im Angriff und in der Abwehr verstärken. Dabei hat Köln bereits im vergangenen Sommer fünf Offensivspieler verpflichtet, die den FC perspektivisch weiterbringen sollen. Vor allem Said El Mala drängt sich auf und damit die Frage beim 1. FC Köln: Werden die Leihspieler nun zur Option?

Der FC will sich breiter aufstellen, die Offensive und die Defensive verstärken. Dabei haben die Geißböcke noch fünf Offensivspieler in der Hinterhand. Und die drängen sich zum Teil auf für mehr beim 1. FC Köln: Werden die Leihspieler nun zur Option?

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Aus gut 20 Metern nahm sich Said El Mala ein Herz und schlenzte die Kugel per Aufsetzer ins Netz. Der Linksaußen traf sehenswert zur Führung der deutschen U19-Nationalmannschaft gegen Norwegen. Für El Mala war das Tor am Dienstag bereits der dritte Treffer im fünften Spiel. Beim FC wird man die Leistungen des 18-Jährigen mit besonders großem Wohlwollen verfolgt haben, schließlich hat der Angreifer im Sommer bei den Geißböcken unterschrieben, ist aber vorerst aufgrund der Transfersperre zunächst weiterhin beim Heimatclub Viktoria Köln untergebracht. Genauso wie Bruder Malek El Mala. Eigentlich ist der Plan, dass die beiden Offensivspieler die Saison beim Nachbarclub verbringen und im kommenden Sommer die Rheinseite wechseln. Allerdings gibt es laut der „Bild“ eine Klausel, dass der FC auch schon im Winter zuschlagen kann.

Fünf Offensivspieler mit Perspektive

Demnach könnten die Kölner die Geschwister schon zur kommenden Wechselperiode ans Geißbockheim holen. Gerade der jüngere Said El Mala gibt eine Bewerbung nach der nächsten ab. Drei Tore bei der deutschen U19, Stammspieler in der 3. Liga, das bereits mit zweit Treffern und im zarten Alter von 18 Jahren. Der FC hat anscheinend ein ganz großes Talent an der Angel. Und die Kölner wollen offenbar gerade in der Offensive perspektivisch groß aufrüsten. Es scheint fast so, als wolle man einer ähnlichen Sturmflaute wie in den vergangenen Jahren mittelfristig mit breiter Front entgegen treten. Die Gebrüder El Mala sind nur zwei Mosaiksteinchen. Mit Mansour Ouro-Tagba und Chilohem Onuoha haben die Geißböcke zwei weitere Stürmer verpflichtet, mit Patrik Kristal zudem einen zentralen Mittelfeldspieler mit enormen Vorwärtsdrang.

Fünf Offensivspieler zwischen 16 und 19 Jahren, die allesamt bereits Profifußball-Erfahrung sammeln, von denen zwei bereits A-Nationalspieler sind. Kristal und Ouro-Tagba spielten in der vergangenen Woche erneut für Estland beziehungsweise Togo. Dass alle fünf kurzfristig eine Rolle im Kader der Kölner Profis spielen werden, ist indes unwahrscheinlich. Zumal der FC in der Offensive quantitativ sehr gut aufgestellt ist und mit Damion Downs, Tim Lemperle, Marvin Obuz und Jaka Potocnik bereits an einem zukünftigen Sturm bastelt – bei Lemperle und Obuz fehlt allerdings noch eine Vertragsverlängerung, die Kontrakte laufen im kommenden Sommer aus. Und so richtig in Fahrt kommt bislang auch nur Said El Mala. Bruder Malek ist bei der Viktoria Joker, spielte bereits acht Mal, kam immer in der Schlussphase und erzielte gegen Aue auch sein erstes Profitor.

Gespräche über die Zukunft der Brüder El Mala

Ouro-Tagba kommt in der 2. Bundesliga für Jahn Regensburg erst auf fünf Kurzeinsätze, sah zudem bereits einmal glatt Rot. Auch Onuoha ist beim SC Verl eher Ergänzungsspieler, sammelte allerdings schon drei Startelf-Plätze sowie ein Tor und zwei Vorlagen ein. Nach den blanken Zahlen hat Said El Mala aktuell wohl die besten Chancen, schnell beim FC Fuß zu fassen. Dank der Klausel im Vertrag wäre das auch schon im Winter möglich. Doch scheint ein Wechsel in der bevorstehenden Transferperiode auch wirklich realistisch? Gegenüber der „Bild“ äußerte Franz Wunderlich, Sportvorstand der Viktoria, den Wunsch, die El-Mala-Brüder bis zum Saisonende bei den Höhenbergern zu behalten. „Der grundsätzliche Gedanke ist, dass beide die Saison bei uns beenden. Das wäre aus meiner Sicht für alle Beteiligten das Beste, besonders für die Entwicklung der Spieler“, sagt Wunderlich.

Tatsächlich will sich der FC im Winter im Sturm verstärken. Primär suchen die Geißböcke aber nach einem Knipser, wohl einem klassischen Neuner. Und nach einem, der dem FC sofort weiterhelfen kann. Ein klassischer Zielstürmer ist bei den neu verpflichteten Spielern nicht dabei und auch der von Christian Keller angesprochene „Mehrwert“ ist aktuell nicht unbedingt zu erkennen. Der FC ist in der ersten Elf für die 2. Liga mit Lemperle, Downs, Luca Waldschmidt und dann wohl auch Mark Uth ordentlich aufgestellt. Ein Knipser eröffnet Struber eine andere Spielweise, mehr Platz für einen Linksaußen wie El Mala oder schnelle Angreifer, die den Weg in die Tiefe suchen, bekommt der FC im Kader dadurch aber auch nicht. Allerdings wäre der 18-Jährige möglicherweise eine Option für die Breite des Kaders, um dann von der Bank doch nochmal Impulse setzen zu können.

Eine Idee, die natürlich auch für andere Hoffnungsträger gelten könnte. Dass der Weg für die Nachwuchskräfte aber kein einfacher ist, zeigt alleine die aktuelle Saison. Jaka Potocnik gilt ähnlich wie Patrik Kristal bekanntlich als großes Talent. Bei seinem Profidebüt wirkte der Weg aber dann doch noch weit. Marvin Obuz sammelt auch nicht gerade Einsatzminuten. Und das, obwohl der Offensivspieler in der vergangenen Spielzeit mit sieben Toren und 14 Vorlagen für Rot-Weiss Essen einer der besten Scorer und vor allem Vorlagengeber der 3. Liga war. Scorerpunkte alleine bedeuten aber nicht Einsatzzeit.



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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Verzwickte Keeper-Situation beim FC

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Gerhard Struber fordert gegen den SV Darmstadt Punkte

1. FC Köln gegen Darmstadt: Jan Thielmann im Zweikampf
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Gerhard Struber fordert gegen den SV Darmstadt Punkte

Der FC ist am Freitagabend zu Gast beim SV Darmstadt. Auf dem Papier eine leichte Aufgabe, doch der Kölner Coach warnt vor den Lilien. Dennoch ist die Marschroute klar für den 1. FC Köln: Gerhard Struber fordert Punkte gegen Darmstadt.

Der FC will im nächsten Saisonabschnitt den Anschluss zum oberen Tabellendrittel halten. Dafür sollte gegen den SV Darmstadt ein Sieg her. Doch der Kölner Coach weiß, dass dies „ein hartes Stück Arbeit“ wird für den 1. FC Köln: Gerhard Struber fordert Punkte gegen Darmstadt.

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Das letzte Aufeinandertreffen wird vielen FC-Fans noch besonders bitter in Erinnerung geblieben sein. Rund ums Geißbockheim war nach dem Last-Minute-Erfolg gegen Bochum von einer Initialzündung im Aufstiegsrennen die Rede. Doch der Motor wurde jäh im Heimspiel gegen die Lilien abgewürgt. 0:2 hieß es nach einer enttäuschenden Begegnung – eine der zahlreichen Begegnungen, vor denen die FC-Bosse fast schon mantraartig erklärt hatten, dass nun die Spiele kommen würden, die man gewinnen müsse. Zu einer ähnlichen Äußerung, wenn auch in einem anderen Setting, ließ sich am Mittwoch FC-Trainer Gerhard Struber hinreißen. „Wir wollen uns punktemäßig strecken und uns steigern“, sagte der Coach. „Um am Ende vorne dabei zu sein, braucht es einfach mehr Punkte.“, so Struber in Hinblick auf die kommenden Begegnungen vor der letzten Länderspielpause des Jahres.

Struber: „Es ist eine richtige Challenge, in dieser Liga ins Punkten zu kommen“

Kein Wunder. Der FC holte aus der ersten Liga-Phase im Sommer sieben Punkte, in den Spielen vor der letzten Länderspielpause waren es dann nur noch fünf. Um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren und am Ende dabei zu sein, muss Zählbares her. „Dazu braucht es ein paar mehr Punkte als im letzten Block. Wir müssen jeden einzelnen Gegner sehr fleißig abarbeiten, um die Punkte einzufahren. Es ist eine richtige Challenge, in dieser Liga ins Punkten zu kommen“, sagte Struber. Dabei bietet gerade die Begegnung gegen Darmstadt auf dem Papier die größte Chance, diese Punkte auch einzufahren. Denn während der FC es anschließend in den Begegnungen gegen Paderborn, Hertha BSC und Greuther Fürth mit Mannschaften zu tun bekommt, die ebenfalls wie der FC ein Wörtchen im Kampf um die Aufstiegsplätze mitreden wollen, kämpfen die Lilien seit Saisonbeginn mit den Nachwirkungen des Abstiegs.

Auch deswegen wurde im September Florian Kohfeldt für Torsten Lieberknecht als neuer Trainer zum SV geholt. Ein Coach , der angeblich vor Saisonbeginn auch ein Kandidat in Köln gewesen sein soll. Unter Kohfeldt verloren die Lilien nur eine von vier Begegnungen, gewannen nach 0:3-Rückstand noch gegen den FC Schalke 04 und holten am vergangenen Wochenende einen Achtungs-Punkt gegen den Karlsruher SC. „Darmstadt ist eine Mannschaft, die richtig Qualität hat und das in den vergangenen Spielen eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat“, sagte Struber am Mittwoch. „Speziell mit dem neuen Trainer definieren sie sich über viel Ballbesitz und wollen über Kombinationen Erfolge erzielen.“ Und so arbeiten sich die Hessen langsam in der Tabelle wieder nach oben.

FC weiterhin auf der Suche nach der Balance

Der FC will dagegen in den kommenden Begegnungen den Anschluss ans obere Tabellendrittel halten, um sich dann in der Winterpause noch einmal zu verstärken und spätestens in der Rückrunde die Aufstiegsplätze in Angriff zu nehmen. Doch der Kölner Trainer erwartet einen unangenehmen Gegner „Das wird ein richtig hartes Stück Arbeit, ein dickes Brett, das wir bohren müssen“, sagte Struber. „Wenn wir unsere Basics sauber durchkriegen, dann wird es für Darmstadt schwer. In diese Richtung wollen wir es bewegen.“ Dabei ist gerade die Richtung eine gewisse Unbekannte beim FC. Noch zu Beginn der Spielzeit beeindruckten die Kölner durch einen fast schon vergessenen, attraktiven Hurra-Fußball. Darunter litt mitunter aber die Stabilität in der Defensive. Gegen Ulm dann ein ganz anderes Bild: Köln stand hinten sicher, entwickelte in der Offensive aber nicht mehr die Wucht aus den ersten Begegnungen.

Struber sucht die Lösung in der Defensive

„Es gibt Spiele, die gewinnt man nicht in Schönheit sondern mit einer ordentlichen Arbeitsmoral“, so Struber, der aber die Spiele zu Beginn der Saison auch nicht vergessen hat. „Wir wollen attraktiv spielen, speziell zu Hause Gegner dominieren“, sagt der Coach, mahnt aber: „Es ist in der Liga sichtbar, dass jeder Gegner Probleme machen kann, wenn man ihn nicht ernst nimmt.“ Personell kann Struber nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nahezu: Mark Uth wird wohl Einsatzzeit bei der U21 bekommen und auch für Dejan Ljubicic kommt ein Einsatz wohl zu früh. Abgesehen von den Langzeitverletzten (Luca Kilian und Jacob Christensen) sind alle Spieler einsatzbereit. Auch die „Burschen“, die auf den Länderspielreisen waren. So stellt sich die Startelf wohl weitestgehend von alleine auf.

Einzig in der Defensivreihe hat Struber die Qual der Wahl – und die ist nicht unbedingt einfach. Während auf der linken Seite Leart Pacarada wohl den Vorzug vor Max Finkgräfe erhalten könnte, scheint die Rechtsverteidigerposition noch offen zu sein. Jan Thielmann zeigte bei der U21 nicht sein bestes Spiel, Rasmus Carstensen war zuletzt kein Faktor, Finkgräfe tat sich auf unerwähnter Position sichtbar schwer und Julian Pauli wird eigentlich in der Innenverteidigung benötigt. „Ich sehe das Thema sehr gelassen, weil ich einige Jungs dort zur Verfügung stehen habe“, sagt Struber. Noch gelassener wohl mit dem zweiten Ligasieg in Serie.


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Mark Uth vom 1. FC Köln

Das ist der Plan mit Mark Uth

Struber zu möglichen Transfers

Einordnung: Hat der FC wirklich ein abstiegsbedrohendes Tempoproblem? Eigentlich nicht

Linton Maina ist einer der Leistungsträger des 1. FC Köln
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Einordnung: Hat der FC wirklich ein abstiegsbedrohendes Tempoproblem? Eigentlich nicht

Acht Spieltage sind gespielt, der FC befindet sich auf Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen. Für ganz oben reicht es aus unterschiedlichen Gründen bislang nicht. Zuletzt wurde ein vermeintliches Tempoproblem bei den Kölner diskutiert. Hat der 1. FC Köln wirklich ein Tempoproblem?

Kann der einzelne Wert der Höchstgeschwindigkeit tatsächlich Aussagen über ein mögliches Tempoproblem einer Mannschaft zulassen, oder müssten nicht noch weitere Parameter hinzugezogen werden? Zugegeben, rein statistisch hat der FC nur einen Spieler in den Top-80 der schnellsten Spieler der zweiten Bundesliga, aber hat der 1. FC Köln deswegen wirklich ein Tempoproblem?

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In der aktuellen Podcast-Folge des 1. FC Köln erzählt Timo Hübers von seinen frühen Überlegungen, Profi-Fußballer zu werden, von Zweifeln und Alternativen. Unter anderem erzählt der Kölner Abwehrchef auch von seinem „sehr speziellen“ Verhältnis zu seinem einstigen Nachwuchscoach bei Hannover 96, Daniel Stendel. „Er hatte mich als sehr langsamen Spieler abgespeichert, aus den Beobachtungen der vorherigen Jugendmannschaften“, sagt Hübers. „Er hat dann aber gesehen, dass ich doch gar nicht so langsam bin und dann auch gar nicht so blind verteidige.“ Das Verhältnis zu Stendel wurde später ein besonders gutes. Der Trainer öffnete Hübers die ein oder andere Tür. Tatsächlich gilt der Abwehrspieler beim FC sicherlich nicht als einer der schnellsten Profis. Dabei belegt der Innenverteidiger mit einem Wert von 33,53 km/h aktuell Rang zwei bei der gemessenen Höchstgeschwindigkeiten der FC-Profis.

Die Höchstgeschwindigkeit muss auch eingeordnet sein

Ligaweit gehört der Wert von 33,53 km/h allerdings nicht zur Spitze, noch nicht einmal ansatzweise. Hübers liegt auf Rang 83 der Liste der schnellsten Spieler der Liga, nur hauchdünn vor Jan Thielmann, der auf einen Wert von 33,51 kommt. Einzig Linton Maina befindet sich in der Top-80, rangiert auf dem zehnten Platz mit einer Höchstgeschwindigkeit von 35,11 km/h. Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf hat gleich drei Akteure alleine in der Top-20, der Hamburger SV immerhin zwei. Der Blick in die Statistik offenbart also augenscheinlich ein Tempo-Problem bei den Geißböcken, deren Spiel unter Gerhard Struber ja bekanntlich auf Geschwindigkeit in der Offensive ausgelegt ist. Doch stimmt das so? Sagt dieser Wert tatsächlich etwas über die Aufstiegsmöglichkeiten der Geißböcke aus? Die Statistik lügt bekanntlich nicht und insofern ist es auffällig, dass die Kölner in der Liste auf den vorderen Plätzen unterrepräsentiert sind.

Es steht außer Frage, dass es im Fußball auf das Tempo ankommt. Doch jeder aktive oder ehemalige Fußballer weiß natürlich, dass die Höchstgeschwindigkeit nicht alles ist. Antritt, Explosivität, selbst das mentale Umschalten spielen im Fußball bekanntlich eine mindestens genauso große Rolle. Zumal die angegebene Höchstgeschwindigkeit dann auch nochmal einzuordnen ist. Das zeigt zum Beispiel der Spitzenreiter der 2. Bundesliga. So wurde Düsseldorfs Jona Niemic im Duell gegen Greuther Fürth mit einer beeindruckenden Höchstgeschwindigkeit von 36,4 km/h gemessen. Der Köln-Torschütze war bei seiner Messung drei km/h schneller als Timo Hübers. Allerdings so deutlich auch nur in der Begegnung gegen Fürth. Im ersten Saisonspiel kam Niemic auf einen Top-Speed von 28,6 km/h. Den zweitbesten Wert erreichte der Düsseldorfer bei der 0:3-Pleite gegen den HSV, der lag bei 33,9. Der Durchschnittswert der Höchstgeschwindigkeit liegt bei Niemic bei 32,5 km/h.

FC in der Offensive mit zahlreichen Topwerten

Der gemessene Höchstwert ist also relativ. Das zeigt auch die Bilanz der Kölner aus der Vorsaison. Dort erreichte Davie Selke, ebenfalls nicht als der Kölner Usain Bolt bekannt, als zweitbester FC-Profi einen Wert von 34,9 km/h und belegte damit ligaweit Rang 39. Ein Wert, den auch Dejan Ljubicic in der Vergangenheit schon erreicht hat. In der erfolgreichsten Spielzeit der vergangenen Jahre, in der Saison 21/22 als die Kölner bekanntlich für einen ähnlichen Offensivfußball standen wie aktuell unter Gerhard Struber, befanden sich fünf Spieler in der Top-80. Darunter eben Ljubicic und Jan Thielmann. Insgesamt waren es drei aktuelle FC-Profis, die allesamt mit den damaligen Werten aktuell in der Top-40 der Liga lägen. Daraus aber zu schließen, dass die FC-Profis unter Baumgart fitter gewesen seien, heute langsamer sind, ist sicherlich ebenfalls verschoben.

Zudem hängt ein Höchsttempo auch immer mit der Spielweise des Gegners zusammen. Der FC tritt in dieser Saison als eine Mannschaft mit viel Ballbesitz auf und hohem Pressing auf. Lange, raumgreifende Sprints sind da eher die Ausnahme. Mal ganz abgesehen von der Höchstgeschwindigkeit ziehen die Kölner ligaweit die fünftmeisten Sprints, die drittmeisten intensiven Läufe an. Und das in der Offensive auch ganz offensichtlich sehr erfolgreich. Der FC hat sich auch nach dem achten Spieltag die meisten Großchancen der Liga erspielt (20), kommt auf die meisten Tore, die meisten Torabschlüsse, den höchsten xGoals-Wert, die zweitmeisten Flanken, die zweitmeisten erfolgreiche Flanken. Über die Außen leiten die Kölner also genauso die meisten gefährlichen Aktionen ein, wie durch das Zentrum. Ein aufstiegsbedrohendes Tempodefizit schlägt sich zumindest nicht auf die Offensivbemühungen nieder.

Schwache Zweikampfwert, niedrige Effizienz

Und in der Defensive? Da zeigte sich Köln beispielsweise gegen den KSC als besonders anfällig. Auch in der Rückwärtsbewegung sind die meisten Werte der Kölner doch recht ordentlich. Der FC lässt die wenigsten Torabschlüsse, die wenigsten Kopfbälle aufs Tor zu. Nur vier Kontrahenten haben sich mehr Flanken eingefangen als die Kölner, zwei Teams weniger Tore nach Großchancen kassiert. Ein großes Tempodefizit lässt sich bislang auch in der Abwehr nicht so wirklich beziffern. Warum der FC nicht die Liga anführt dagegen schon. Zum Beispiel bei den ausgelassenen Großchancen, der xGoals-Effizienz oder den erschreckend wenig gewonnenen Zweikämpfen. Die haben wiederum wenig mit der Höchstgeschwindigkeit zu tun. Timo Hübers kam in der Spielzeit 21/22 auf einen Top-Speed von 34,6 km/h – damit läge er aktuell auf Rang 23 der Top-Geschwindigkeit. Daniel Stendel wird es freuen, er sollte recht behalten haben.


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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Verzwickte Keeper Situation

Mark Uth vom 1. FC Köln

Das ist der Plan mit Mark Uth

Das ist der Plan mit Mark Uth

Mark Uth, Stürmer des 1. FC Köln
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Das ist der Plan mit Mark Uth

Mark Uth soll laut FC-Trainer Gerhard Stuber wieder in den Spielbetrieb integriert werden. Der 33-Jährige fiel zuletzt wegen einer Adduktorenverletzung, die er sich im Spiel gegen Elversberg zugezogen hatte, aus. Das ist der Plan des 1. FC Köln mit Mark Uth.

Mark Uth war in den vergangenen Spielzeiten vom Pech verfolgt. Der Offensivspieler des FC zog sich unterschiedlichste Verletzungen zu und musste immer wieder aussetzen. Nun soll Uth wieder zurück auf den Platz: Das ist der Plan des 1. FC Köln mit Mark Uth.

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Mark Uth macht offensichtlich Fortschritte. Der Offensivspieler des FC soll möglichst schnell wieder Spielpraxis sammeln. Möglicherweise schon im nächsten Spiel der U21. Dabei würde der Offensivspieler auch bei den Profis neben Rückkehrer Max Finkgräfe und Florian Kainz die Kölner Bank verstärken. Man will beim FC aber weiterhin vorsichtig bleiben. „Der Mark macht richtig gute Schritte. Auch, was die Intensität angeht. Er verkraftet die Belastungen bis hier her sehr sehr gut“, so FC-Trainer Gerhard Struber auf der Pressekonferenz vor Darmstadt am Mittwoch. „Wir wollen versuchen, ihn über Spielzeit, möglicherweise jetzt mit der U21, in den Wettbewerb zu bringen, um zu schauen, wie geht er damit dann um“, so Struber weiter. Über die U21 wieder zurück in den Ligabetrieb zu finden, war bereits zu Saisonbeginn die Idee der Trainer.

Uth blieb vom Pech verfolgt

Nachdem sich Uth in langer und intensiver Saisonvorbereitung individuell auf die aktuelle Spielzeit vorbereitet hatte, kehrte der 33-Jährige gegen den SV Elversberg zurück auf den Platz, musste damals jedoch nach wenigen Minuten bereits wieder ausgewechselt werden, da er sich eine leichte Adduktorenverletzung zuzog. “Er hat dreieinhalb Wochen voll trainiert und ein ordentliches Spiel in der U21 gemacht. Dann spielt in Elversberg nach einigen Minuten ein Muskel nicht mit, auf den wir im Aufbau sehr viel Wert gelegt haben”, kommentierte Christian Keller damals die Situation. „In sieben bis zehn Tagen sollte wieder eine volle Trainingsfähigkeit da sein“, prognostizierte Keller damals. Weit gefehlt. Die Rückkehr des 33-Jährigen ließ länger auf sich warten, als erhofft.

Und es ist nicht das erste Comeback des Offensivspielers. Der gebürtige Kölner hatte sich bereits in der Saison 22/23 eine langwierige Schambeinentzündung zugezogen, musste sich mehrfach Operationen unterziehen und fiel fast die komplette Spielzeit aus. Nur fünf Duelle konnte Uth damals bestreiten. Auch in der vergangenen Spielzeit hatte der Kölner kein gesundheitliches Glück. Zunächst fiel Uth wegen einer Muskelverhärtung bis Ende Oktober aus, kam – damals noch unter Steffen Baumgart – aber auch nur bis zum Beginn der Rückrunde zum Einsatz. Eine Knieverletzung setzte Uth weitere 13 Spiele außer Gefecht. Zum Ende der vergangenen Saison durfte der 33-Jährige dann unter Timo Schultz noch einmal in vier Partien als Joker in den Abstiegskampf eingreifen. Nun winkt Einsatzzeit am Freitag – allerdings mit der U21 beim Wuppertaler SV.


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Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

„Beste Mannschaft der Liga“ reicht nicht mehr

Kuriose Torwartsituation

„Wir müssen im Winter smarte Entscheidungen treffen, die richtigen Jungs holen“

Gerhard Struber auf der Pressekonferenz des 1. FC Köln
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„Wir müssen im Winter smarte Entscheidungen treffen, die richtigen Jungs holen“

Am Mittwochmittag fand die obligatorische Pressekonferenz des FC vor der Partie gegen die Lilien statt. Trainer Gerhard Struber äußerte sich nicht nur zum Personal und dem kommenden Gegner des 1. FC Köln: Das sagt Gerhard Struber zu möglichen Transfers.

Der FC trifft am neunten Spieltag auf Mit-Absteiger Darmstadt. Der Trainer sprach auf der Pressekonferenz aber nicht nur über den Gegner und das Personal beim 1. FC Köln: Das sagt Gerhard Struber zu möglichen Transfers

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Dass der FC im Winter noch einmal nachlegen muss, wurde erst am Dienstagabend beim Länderspiel der U21 noch einmal deutlich. Jan Thielmann erwischte einmal mehr nicht seinen besten Tag auf dieser Position. Und nun ist die Frage offen, ob der 22-Jährige dennoch eine weitere Chance gegen Darmstadt bekommt oder ob Gerhard Struber eine weitere Variante aus dem Hut zaubert. Der Trainer sagte am Mittwoch, er sähe die Position sehr gelassen. „Wir haben eine Auswahl an Spielern, die diese Position bestreiten und dort auch etwas erfolgreich bewegen können“, sagte der Coach und zählte neben Thielmann eben auch Rasmus Carstensen, Max Finkgräfe und Julian Pauli auf, die ebenfalls in Frage kommen könnten. Struber erzählte aber nicht, dass alle Optionen auch ihre „Abers“ mitbringen.

Struber: „Wir halten immer die Augen offen“

Dass der FC im Winter auf dieser Position nachlegen muss, ist offensichtlich. Dass der FC auch nachlegen will, sprach zuletzt Thomas Kessler öffentlich aus. Der Leiter der Lizenzspielabteilung hatte bei einer Talkrunde des „Kölner-Stadtanzeigers“ einen Knipser und einen Rechtsverteidiger als mögliche Kandidaten hervorgehoben. Doch soll es dabei auch bleiben? „Wir halten immer die Augen und Ohren für interessante Spieler offen – in vielen Positionen“, sagte der Kölner Trainer am Mittwoch. Man schaue immer, was der Markt im Winter aktuell so hergebe, man prüfe alle Möglichkeiten. „Da geht es nicht nur um den Stürmer oder den rechten Verteidiger, da geht es um viele Positionen“, sagte der Coach. „Das würde ich nicht runterbrechen auf einen Außenverteidiger und einen Stürmer.“ Man schaue vielmehr, welcher Spieler den Kölnern grundsätzlich im „Hier und Jetzt, aber auch perspektivisch“ weiterhelfen könne, „um Spieler an Bord zu haben, die perspektivisch für den FC Sinn machen,“

„Wir haben einen coolen Kader“

Gleichzeitig betonte der Trainer aber auch, dass er dem aktuellen Kader vertraue. „Wir haben einen coolen Kader. Wir haben viele Jungs, die bereit sind, den nächsten Schritt zu machen“, so Struber, der gerade seine Youngster damit ansprach. „Es gibt aber auch erfahrene Burschen, die Leistung und Verantwortung übernehmen und ihre Leistungen bringen.“ Dennoch ist die Vakanz auf der rechten Verteidigerposition offensichtlich, die des Stürmers angesichts der Ausbeute der zweiten Garde wohl auch. „Wir müssen im Winter smarte Entscheidungen treffen, die richtigen Jungs holen, die einfach auch von der Mentalität gut dazu passen und perspektivische Qualität mitbringen, die einen gewissen Standard gewährleisten.“ Wirklich konkret brodelt die Gerüchteküche noch nicht. Die ersten Namen wurden bereits in den Ring geworfen, erscheinen aber weitestgehend als eher unrealistisch.

Zunächst steht ohnehin die Begegnung gegen den SV Darmstadt auf dem Spielplan und dort erwartet der Kölner Coach eine nicht ganz einfache Herausforderung. „Das wird ein richtig hartes Stück Arbeit, ein dickes Brett, dass wir bohren müssen. Wenn wir unsere Basics sauber durchkriegen, dann wird es für Darmstadt schwer. In diese Richtung wollen wir es bewegen“, sagte der Coach.



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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Verzwickte Keeper-Situation beim FC

Ausgebootet, abgelöst und ausgetauscht