Nur noch ein Jahr Vertrag: Wechselt Luca Waldschmidt zu Hertha BSC Berlin?

Hertha BSC Berlin soll an Luca Waldschmidt interessiert sein
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Nur noch ein Jahr Vertrag: Wechselt Luca Waldschmidt zu Hertha BSC Berlin?

Neben dem möglichen Abgang von Said El Mala könnte auch ein weiterer Offensivspieler noch gehen beim 1. FC Köln: Hertha BSC Berlin soll an Waldschmidt interessiert sein. Der Stürmer hat in Köln nur noch ein Jahr Vertrag.

Seit 2023 ist Luca Waldschmidt mittlerweile beim 1. FC Köln. Völlig überzeugen konnte der Angreifer dabei jedoch nie. Jetzt gibt es vielleicht ein Jahr vor Vertragsende einen Abgang des 30-Jährigen. Hertha BSC Berlin soll laut der „Bild“ Interesse am Stürmer zeigen.

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Eigentlich hatte René Wagner noch vor dem Trainingslager gesagt, dass er nicht davon ausgehen, dass von den Profis, die mit nach Kitzbühel gefahren sind, jemand gehen würde. „Generell haben wir dafür gesorgt, dass auf dem Trainingsplatz nur Spieler stehen, die bei uns auch eine Rolle spielen sollen“, erklärte der Coach. Er ließ aber eine Hintertür offen. „Alles andere muss man während der Vorbereitung sehen.“ Das könnte nun relevant werden. Denn laut der „Bild“ soll Hertha BSC Berlin Luca Waldschmidt in die Hauptstadt lotsen wollen.

FC wäre wohl gesprächsbereit

Demnach würde der FC Waldschmidt wegen dessen hohen Gehalts (rund zwei Millionen Euro) auch unter seinem geschätzten Marktwert von zwei Millionen Euro ziehen lassen. Ohnehin hat der Angreifer nur noch ein Jahr Vertrag in Köln. Dabei ist der Konkurrenzkampf auf seinen Positionen sehr groß. Und er könnte unter anderem durch die möglichen Verpflichtungen von Mikey Moore oder Thijs Dallinga noch größer werden. Daher ist es trotz seiner guten Scorer-Quote aus der vergangenen Saison, in der ihm in gerade mal 666 Minuten Spielzeit in der Bundesliga fünf Tore und vier Vorlagen gelangen, nicht sicher, ob der 30-Jährige auf viel Einsatzzeit kommen würde.

In Berlin müsste der siebenmalige deutsche Nationalspieler zwar auf Gehalt verzichten. Dafür käme ihm eine deutlich wichtigere Rolle zuteil. Denn die Hertha hatte zwar diesen Sommer schon 13 Abgänge zu verkraften, aber mit Oluwaseun Adewumi erst einen einzigen Zugang per Leihe vorgestellt. Damit wäre Waldschmidt bei den Berlinern voraussichtlich als eine wichtige Säule eingeplant. Für die Geißböcke wäre es gleichzeitig die letzte Möglichkeit, für den Angreifer vielleicht ein bisschen Geld und ihn vor allem von der Gehaltsliste zu bekommen. Daher könnte ein Deal für alle Seiten Sinn ergeben. Nach Informationen von come-on-fc.com ist das Gerücht aber aktuell trotzdem noch nicht besonders heiß. Wenn dann müsste Waldschmidt jedoch abwägen, wie groß er seine Chancen bei den Kölnern einschätzt und auf wie viel Gehalt er bereit wäre, zu verzichten.


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Trotz überzeugendem Auftritt im Testspiel: Warum es Luca Waldschmidt trotzdem weiter schwer haben wird

Luca Waldschmidt im Kölner Stadion
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Trotz überzeugendem Auftritt im Testspiel: Warum es Luca Waldschmidt trotzdem weiter schwer haben wird

Das erste Testspiel der noch jungen Saison gegen den FC Rheinsüd konnte mit dem Endstand von 5:0 erfolgreich bestritten werden. Dabei stach in der ersten Halbzeit vor allem Luca Waldschmidt heraus. Der 30-jährige erzielte ein Tor selbst und bereitete ein weiteres vor. Ein vielversprechender Start: Doch Luca Waldschmidt wird es beim 1. FC Köln wohl weiterhin schwer haben.

Im Testspiel gegen Rheinsüd Köln wurde am vergangenen Wochenende erneut die Qualität von Luca Waldschmidt sichtbar – wenn auch zugegebenermaßen nur gegen einen Bezirksligisten. Doch die Kontinuität der Leistungen schwankte in der Vergangenheit zu häufig. Kann Waldschmidt in der kommenden Saison zur stetigen Komponente werden? Die Konkurrenz ist jedenfalls groß.

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Es ist kein Geheimnis, dass Luca Waldschmidt mit dem Ball am Fuß umgehen kann. Im Testspiel gegen den FC Rheinsüd hob er sich als einer der wenigen klar vom Rest ab. Dabei tauchte der ehemalige Nationalspieler flexibel im letzten Drittel auf, suchte seine Mitspieler und wurde gefunden. Eine Leistung, die Hoffnung macht, auch wenn der Gegner lediglich in der Bezirksliga spielt. Doch Hoffnung ist eine bekannte Empfindung bei der Personalie Luca Waldschmidt. Das Talent ist offensichtlich und auch der Scoring-Output stimmt meistens. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison konnte der 30-Jährige fünf Tore sowie vier Vorlagen verbuchen. Setzt man das in Relation zu seinen 666 Einsatzminuten, erhält man im Schnitt alle 74 Spielminuten eine Torbeteiligung – Ein überragender Wert. Was wirklich fehlt, ist die Konstanz. Der Entwicklungsschritt vom ewigen Joker zum verlässlichen Stammspieler.

Der ewige Joker

Als solcher konnte er sich in seiner bisherigen Karriere nie so richtig etablieren. Selbst in seiner persönlich erfolgreichsten Zeit beim SC Freiburg stand er in zwei Spielzeiten nur 14 beziehungsweise 16 Mal in der Startelf. Dennoch gelangen Waldschmidt bei den Breisgauern in der ersten Saison zwölf Scorer. In seiner zweiten Spielzeit folgten sieben Treffer und drei Vorlagen. Genug für den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon, denen die Dienste des Offensiv-Allrounders im Sommer 20/21 fünfzehn Millionen Euro wert waren. Der Linksfuß erwischte einen guten Start im neuen Land. In den ersten 13 Ligaspielen überzeugte er mit sechs Toren und zwei Vorlagen. Es sollte das letzte Mal sein, dass er sich in einer Startelf festspielen konnte.

Eine Corona-Erkrankung beendete diese Phase dann auch schneller als sie gekommen war. Der Rest der Saison verlief schwierig. Nach nur einem Jahr trat er den Wechsel zurück nach Deutschland an, zum VFL Wolfsburg. Zusammengefasst: Ein einziges Desaster. In zwei Spielzeiten stand Waldschmidt nur 13 Mal in der Startelf. Schlussendlich folgte der Transfer in seine Heimat Nordrhein-Westfalen. Der gebührtige Siegener geht nun in die vierte Saison beim 1. FC Köln. Auch hier blickt er bisher auf ein Dasein als Edeljoker zurück, obwohl die Scorer-Ausbeute erneut ansehnlich ist. Bei so viel Talent und dieser Torausbeute stellt sich zwangsläufig die Frage: Warum klappt es nicht als Stammspieler?

Die Flexibilität als Stolperstein

Ob aus dem Zentrum oder über Außen, als alleiniger Stürmer oder als hängende Spitze in einem Doppelsturm – Luca Waldschmidt kann in der Offensive jede Position bekleiden. Im Testspiel gegen den FC Rheinsüd wurde diese Flexibilität erneut sichtbar. Und genau da liegt auch das Problem: In seiner gesamten Karriere ist es Waldschmidt nicht gelungen, sich langfristig auf einer Position festzuspielen. Das Selbstverständnis, das man über das konstante Bekleiden einer Position erlangt, fehlt komplett. Zu viel wurde der Linksfuß in seiner Laufbahn rumgeschoben.

Es ist ein Paradoxon: Die Stärke der Flexibilität ist seine größte Schwäche. Um Waldschmidt nachhaltig zu etablieren, müsste man ihm die größtmöglichen Freiheiten im Angriff gewähren. Man müsste die Offensive um ihn herum aufbauen. In einem enger geschnürten taktischen Korsett scheint wenig Platz für einen Spieler dieses Schlags. Das kann nur funktionieren, wenn dieser Spieler der größte Unterschiedsspieler im Team ist. Und da muss sich Waldschmidt wohl oder übel hinter anderen Akteuren bei den Geißböcken einsortieren.

Die Konkurrenzsituation beim FC

Beim Wort Unterschiedsspieler denkt man beim FC unweigerlich an einen Namen: Said El Mala. Sollte der 19-jährige den Kölnern tatsächlich für eine weitere Saison erhalten bleiben, so beansprucht er zwangsläufig sämtliche der limitierten taktischen Freiheiten für sich. Dieselben Freiheiten, die Waldschmidt guttun würden. Zudem ist El Mala nicht der einzige mit Anspruch auf Spielzeit in der Offensive. Ragnar Ache ist, wenn fit, gesetzt im Sturmzentrum. Des Weiteren konnte Marius Bülter in der vergangenen Saison für wichtige Momente sorgen. Auch er erwischte mit einem Doppelpack einen guten Einstieg gegen Rheinsüd. Reigan Heskey wird ebenfalls mit Ansprüchen in die Domstadt gereist sein, ebenso wie der erwartete Neuzugang Okon-Engstler. Nicht zu vergessen sind natürlich die Routiniers Jan Thielmann und Linton Maina sowie die ambitionierten Young Goats Fynn Schenten und Youssoupha Niang.

Bei diesem Konkurrenzkampf wird es für Waldschmidt äußerst schwer werden, auf seine Spielzeit zu kommen. Erst recht mit dem Anspruch auf die Startelf. Wobei, eine Chance gibt es: Wenn Waldschmidt endlich der Unterschiedsspieler wird, den er immer mal wieder aufblitzen lässt.


Luca Waldschmidt sammelt die nächsten Pluspunkte – aber auch für mehr als die Joker-Rolle beim 1. FC Köln?

Luca Waldschmidt nach seinem Treffer zum 1:2
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Luca Waldschmidt sammelt die nächsten Pluspunkte – aber auch für mehr als die Joker-Rolle beim 1. FC Köln?

Wie schon in der Vorwoche gegen St. Pauli trifft der 29-Jährige auch gegen Leverkusen für den 1. FC Köln: Luca Waldschmidt glänzt erneut in der Joker-Rolle. Doch eine Garantie für mehr Einsatzzeit ist das nicht.

Kölns Ex-Trainer Lukas Kwasniok wurde lange nicht müde, die Nicht-Nominierung von Said El Mala mit den Joker-Qualitäten zu erklären. Gleiche Erklärung könnte aktuell auch für Luca Waldschmidt gelten. Der sammelt weiterhin seine Pluspunkte und doch könnte es bei der Joker-Rolle bleiben.

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Luca Waldschmidt konnte es nicht schnell genug gehen. Der Offensivspieler der Geißböcke rannte zum Leverkusener Tor und holte den Ball, den er erst wenige Augenblicke zuvor genau dort hereingeschossen hatte, wieder hervor. Winkend animierte er seine Mitspieler ihm zu folgen, nun ebenfalls noch einmal aufs Tempo zu drücken. Kein Wunder, das Tor von Waldschmidt war für die Kölner wieder einmal so etwas wie ein Türöffner zu einem Spiel, das bereits sicher verloren schien. Und da der FC schon mehrfach in dieser Spielzeit zurückgekommen ist, war den Antrieb des 29-Jährigen nach dem Anschlusstreffer durchaus verständlich. Gut 70 Minuten war das Tempo des gebürtigen Siegeners ein anderes. Waldschmidt saß einmal mehr auf der Bank. Noch unter der Woche hatten einige Fans auf einen Einsatz von Beginn an gehofft, auf einen Ersatz für Ragnar Ache. Schließlich wurde der Offensivspieler von René Wagner über den grünen Klee gelobt, die Form schien zu stimmen.

„Es gehört Vertrauen dazu“

Doch der Kölner Coach hatte zwischen den Zeilen schon auf der Pressekonferenz am Donnerstag durchblicken lassen, dass das Duell gegen Leverkusen kein Waldschmidt-Startelf-Spiel sein würde. Und das hat Gründe. Diese wollte Wagner am Samstag nach der 1:2-Niederlage nicht noch einmal benennen, erklärte, dass er das mit Waldschmidt selbst bespreche. Doch am Donnerstag hatte der Coach erklärt, dass „am Ende auch viel Ballbesitz von Nöten ist, um Luca immer wieder ins Spiel zu bekommen“, sagte Wagner. „Wir müssen mal gucken, ob wir gegen Leverkusen dann die Momente haben, wo wir den Ball dann so oft haben, dass Luca gefährlich werden kann.“ Möglicherweise hatte der Trainer nicht mit einer solchen Dominanz von Beginn an gerechnet. Warum auch, Köln spielte gegen einen Champions-League-Teilnehmer der aktuellen und tatsächlich auch noch -Anwärter für die kommende Saison.

Dass Waldschmidt kein Wandspieler ist, steht ohnehin außer Frage. Nun also saß der Offensivspieler 70 Minuten auf der Bank und feierte dann mit seinem Treffer einen perfekten Einstand. „Es gibt Spiele, die laufen von Anfang an, es gibt Spiele, die gehen später auf. Ich bin ein Spielertyp, der manchmal weniger im Spiel ist, manchmal mehr. Ich habe aber die Geduld, dann doch in Aktionen zu kommen“, sagte Waldschmidt. „Es geht nicht darum, mal wieder von Anfang an spielen. Es gehört Vertrauen dazu. Ich versuche auf dem Platz einfach alles zu geben und es fühlt sich einfach gut an, wenn du weißt, dass du der Mannschaft helfen konntest.“ Das konnte Waldschmidt in der jüngeren Vergangenheit mit seinen Toren zumindest zwei Mal in Folge. Zwangsläufig eine Bewerbung für mehr. „Es ist nicht meine Aufgabe, das zu entscheiden.“ Diese Entscheidung wird Wagner auch in den kommenden Spielen treffen.

Fakt ist, dass Waldschmidt derzeit wieder ein wenig aufblüht. Ausgerechnet jener Spieler, dem man noch im Winter eine gewisse Unzufriedenheit und damit verbunden einen kolportierten Wechselwunsch nachsagte. Wie zufrieden der Offensivspieler mit seinem Standing in Köln ist, ist nicht so wirklich bekannt. René Wagner betonte zuletzt, Waldschmidt habe seine Rolle gefunden und akzeptiert. Und gerade gegen die kommenden Gegner Union Berlin und Heidenheim stehen die Chancen nicht schlecht, dass der FC den Ballbesitz haben wird, um Waldschmidt in die Positionen zu bringen. Und doch ist die Frage durchaus berechtigt, ob der 29-Jährige nicht als Joker die bessere Variante ist.


1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

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1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

Luca Waldschmidt brilliert in der Jokerrolle. Auch gegen den FC St. Pauli wusste der 29-Jährige zu überzeugen und setzte die positive Entwicklung fort beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

Im Kellerduell gegen den FC St. Pauli gab es nur wenige Lichtblicke für den 1. FC Köln. Für Luca Waldschmidt allerdings lief das Aufeinandertreffen mit den Kiezkickern wie gemalt.

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Die mitgereisten FC-Fans hatten für die Auswärtspartie gegen den FC St. Pauli eine eindringliche Botschaft im Gepäck, die sie kurz vor Anpfiff in einem Tifo entrollten: Zu sehen war ein finster dreinblickender Geißbock im Muscle-Shirt mit dem Schriftzug „Niemals aufgeben – niemals zurückziehen”. Umwabert vom Rauch der zündelnden FC-Fans nichts geringer als eine außergewöhnliche Darbietung für den Showdown am Millerntor-Stadion. Und diese Worte treffen auf einen Akteur im FC-Dress nur zu genau zu. Denn dieser Appell ist auch Ausdruck der schwierigen Spielzeit von Luca Waldschmidt, der seit der Amtsübernahme durch René Wagner ein neues Gesicht auf dem Feld zeigt und sich pudelwohl zu fühlen scheint.

Bereits am vergangenen Mittwoch teilte Wagner im Pressegespräch mit, dass ihm die derzeitige Entwicklung des gebürtigen Siegeners mehr als zusagt: „Es ist einfach eine Phase, in der ich finde, dass man mit vielen Spielern sprechen muss, weil die Situation natürlich nicht einfach ist. Wir haben gewisse Rollen, die verteilt wurden und eingehalten werden müssen. Da muss jeder seinen Beitrag leisten. Ein großes Beispiel ist für mich Luca Waldschmidt. Er reißt sich in jedem Training den Allerwertesten auf, wird gefährlich, wenn er reinkommt, und hat im Training immer positive Energie. Das erwarte ich von den Jungs. Ohne jetzt Luca als einzigen herauszunehmen, machen das alle Spieler, die aktuell nicht von Anfang an spielen.”

Waldschmidt: „Ich spüre einfach Vertrauen“

Wagners Plan mit Waldschmidt scheint aufzugehen: Auch auf St. Pauli gelang es ihm, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken – mit etwas Mithilfe von außen. In der 79. Minute kam er für Isak Johannesson ins Spiel und übernahm die kreative Rolle in der FC-Offensive. Nachdem Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck mit Unterstützung des Videoassistenten ein Foul an Jakub Kaminski als elfmeterwürdig bewertet hatte, schnappte sich der 29-Jährige den Ball. Mit Blick auf die Auswärtskurve und gegen den Elfmeterkiller Nikola Vasilj im Tor der „Boys in Brown“ behielt Waldschmidt die Nerven und glich die Führung der Hamburger aus. Im Nachklapp des glücklichen Unentschiedens gegen die Kiezkicker erwiderte Waldschmidt das vorangegangene Lob seines Trainers: “ich glaube, ich bin mit René im guten und offenen Austausch. Ich spüre einfach auch Vertrauen. Auch wenn man vielleicht nicht von Beginn an auf dem Platz steht, glaube ich, kann man trotzdem ein gewisses Vertrauen dem Spieler entgegenbringen”.

Der Torschütze bestätigte noch einmal, dass er mit dem Wechsel auf der Trainerposition auch bei ihm Umdenken über seine Rolle innerhalb der Mannschaft stattgefunden habe: “Gerade in dieser Phase ist es wichtig, dass jeder seine Stärken ins Spiel bringt. Wenn die aktuell hinten raus sind, dann ist das eben so. Dass ich gerne lange auf dem Platz stehe, ist, glaube ich, kein Geheimnis. […] Wenn man sich das Spiel anschaut, dann sieht man, dass es an sich kein besonderes, schönes Fußballspiel war. Es ist selten schön, muss man sagen, sondern es ist viel Abarbeiten, viel Kampf. Vielleicht wird es hinten raus einfach ein bisschen mehr Fußball. Es geht dann einfach mehr darum, hinten raus nochmal Akzente zu setzen“.

Raus aus der Jokerrolle, rein in die Startelf

Mit Blick auf den Großteil der Partie abseits der Schlussphase inklusive des erlösenden Elfmeters muss allerdings klar werden: Auch ein herausragender Joker wird die größten Probleme des 1. FC Köln nicht lösen können, die im Duell mit Alexander Blessins St. Paulianern teils erschreckend deutlich wurden. So waren die Geißböcke gegen den Hamburger Defensivverbund lange Zeit ideenlos, es hakte im Umschaltspiel und bei den vielversprechenden Torchancen. So kam St. Pauli, das mit großem Abstand die harmloseste Offensive der Liga stellt, auf 2,26 xGoals, die Geißböcke nur auf 1,51, wobei der Elfmeter seinen Teil zur Bemessungsgrundlage für den Kölner Wert beiträgt. Zudem droht Ragnar Ache für die verbleibenden Saisonspiele auszufallen, was angesichts seiner zentralen Rolle im Offensivspiel des FC schwierig zu kompensieren sein wird. Vielleicht darf Waldschmidt am kommenden Spieltag gegen Bayer Leverkusen dann doch wieder von Beginn an ran.


Darum übernahm Luca Waldschmidt den Elfmeter beim 1. FC Köln

Luca Waldschmidt jubelt nach dem Ausgleich
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Darum übernahm Luca Waldschmidt den Elfmeter beim 1. FC Köln

Mit seinem verwandelten Elfmeter rettete Luca Waldschmidt dem FC einen Punkt. Auch Said El Mala hätte wie gegen Bremen gerne geschossen. Doch große Diskussion gab es deswegen nicht beim 1. FC Köln: Darum übernahm Luca Waldschmidt den Elfmeter.

Mit seinem späten Treffer besorgte ausgerechnet Luca Waldschmidt per Elfmeter dem FC einen wichtigen Zähler. Ausgerechnet, weil Trainer René Wagner den Spieler unter der Woche besonders gelobt hatte. Auch Said El Mala stand für den Strafstoß bereit.

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Es wirkte ein wenig wie ein Generationswechsel. Während Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck sich das eindeutige Foulspiel von Karol Mets an Jakub Kaminski noch auf dem Bildschirm anschaute, besprachen sich Said El Mala und Luca Waldschmidt, wer der Schütze des möglichen Elfmeters sein könnte. Viel deutete zunächst auf den Youngster, der schon gegen Werder Bremen am vergangenen Wochenende Verantwortung übernommen und getroffen hatte. „Said brennt für jedes Tor, für jedes Dribbling. Natürlich will er Tore schießen“, erklärte Thomas Kessler nach der Begegnung bei Sky. El Mala hat bekanntlich in dieser Spielzeit bereits elf Treffer erzielt und damit einen mehr als Lukas Podolski in seiner Premieren-Saison. Für den Youngster geht es natürlich auch darum, weiter Eigenwerbung zu betreiben. Zum einen für mögliche Sommer-Interessenten, aber auch für die Nationalmannschaft. Der 19-Jährige will noch mit zur WM.

„Luca ist enorm sicher“

Doch kurz vor dem Elfmeter übergab der Youngster die Kugel an Waldschmidt. Und der ehemalige Nationalspieler verwandelte sicher zum so wichtigen Ausgleich. „Ich bin ganz klar ran. Da habe ich gedacht, das ist meine Ecke, die nehme ich mir“, sagte der Torschütze. „Ich wollte keine großen Experimente bei der Wichtigkeit des Tores machen.“ Die Bedeutung war tatsächlich eine hohe. Hätten die Kölner verloren, betrüge der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch zwei Zähler, das vor dem Spiel gegen Leverkusen. Die Geißböcke hätten sich wieder mitten in der Verlosung befunden. „Vielleicht kommt es dann auch auf das bisschen Erfahrung an“, erklärte Marvin Schwäbe, der aber auch verriet, dass es keine große Absprache bei den Elfmetern gäbe. „Es kommt immer darauf an, wer sich gerade gut fühlt. Luca hat es in der Vergangenheit gut gemacht. Von daher ist es absolut in Ordnung. So lange derjenige trifft, der antritt, ist es mir scheißegal. Die Jungs legen sich im Training die Bälle für die Elfmeter hin und probieren es. Luca ist enorm sicher.“

Eine große Diskussion gab es zwischen den beiden Spielern ohnehin nicht. „Said hatte direkt im Mittelkreis gefragt, ob ich ihn nehmen will. Ich habe „Ja“ gesagt“, so Waldschmidt. „Er hat gesagt: ,Ist gut, mach ihn`. Im Sechzehner wollte er aber glaube ich nochmal ein bisschen Verwirrung stiften, so dass der Torwart denkt, er schießt. Smarter Move. Mich hatte er schon gefragt, als der Schiri noch draußen war.“ René Wagner bestätigte später, dass es bei den Spielern von ihm aus keine genaue Absprache gäbe, wer schießt. Die Jungs müssten sich auch danach fühlen. Dieses Mal fühlte sich Waldschmidt danach. „Großen Respekt an Said, in der Situation den Ball abzugeben. Ich freue mich für Luca, dass er ihn dann auch reingehauen hat“, sagte Wagner.


Nur 33 Minuten seit Einsatzzeit-Kritik: Luca Waldschmidt tut sich beim 1. FC Köln weiter schwer

Luca Waldschmidt saß gegen Wolfsburg 90 Minuten auf der Bank
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Nur 33 Minuten seit Einsatzzeit-Kritik: Luca Waldschmidt tut sich beim 1. FC Köln weiter schwer

In fünf Spielen in 2026 kam Luca Waldschmidt bisher nur als Joker zum Einsatz – wenn überhaupt. Gegen Wolfsburg bekam der Angreifer das zweite Mal in diesem Jahr gar keine Minuten: Luca Waldschmidt hat beim 1. FC Köln einen schweren Stand.

90 Minuten saß Luca Waldschmidt am vergangenen Freitag gegen seinen Ex-Verein VfL Wolfsburg auf der Bank. Dabei gäbe es gerade sogar als zweite Spitze neben Ragnar Ache oder hinter den Spitzen passende Rollen im FC-System. Trotzdem setzt Lukas Kwasniok kaum auf den 29-Jährigen: Luca Waldschmidt hat beim 1. FC Köln einen schweren Stand.

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Es waren deutliche Aussagen direkt zu Jahresbeginn. In einem Interview mit dem „Express“ hatte Luca Waldschmidt Anfang Januar betont, dass manche Entscheidungen, die Trainer Lukas Kwasniok trifft, für ihn „schwer zu begreifen“ seien. Unter anderem offenbar die aus seiner Sicht wenige Einsatzzeit. Die reine Spielzeit sei aus seiner Sicht „deutlich zu wenig. Er erklärt einem immer, wie seine Gedanken sind. Trotzdem ist das aus persönlicher Sicht natürlich nicht zufriedenstellend. Von daher ist es ganz normal, dass wir auch mal anderer Meinung sind.“ Ebenso deutlich wie die Aussagen des ehemaligen deutschen Nationalspielers war auch die Reaktion seines Coaches. Denn der strich den 29-Jährigen für den Jahresauftakt in Heidenheim aus dem Kölner Kader. Zwar holte Kwasniok den Angreifer für die darauffolgende Partie gegen Bayern München zurück in die Mannschaft und brachte ihn in der Schlussphase als Joker.

Bisher kaum Einsatzzeit in 2026

Trotzdem lässt sich nach fünf Kölner Pflichtspielen in 2026 festhalten: Verbessert hat sich Waldschmidts Situation nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall. So sammelte der Stürmer in 2026 erst 33 Minuten Einsatzzeit. Gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Freitag saß der Angreifer sogar 90 Minuten auf der Bank. Damit dürfte auch die Unzufriedenheit des 29-Jährigen inzwischen wieder größer geworden sein. Denn vor der Winterpause hatte Waldschmidt immerhin noch zweimal gegen St. Pauli und Bayer Leverkusen in der Startelf gestanden. Im letzten Spiel des Jahres gegen Union Berlin hatte er aus Krankheitsgründen gefehlt. Jetzt scheint der flexible Offensivspieler aber kaum noch eine Rolle in Kwasnioks Planungen zu spielen.

Dabei hat es gerade in den vergangenen Partien im Kölner System eine Rolle gegeben, die sehr gut zum Profil des 29-Jährigen gepasst hätte. Denn seit Kwasnioks Umstellung zur zweiten Halbzeit gegen Mainz 05 agierte der FC in den vergangenen Partien in einem 4-4-2 mit einer Doppelspitze. Neben Zielspieler Ragnar Ache agierte Marius Bülter als sehr bewegliche zweite Spitze. Immer wieder weicht der ehemalige Hoffenheimer auf die Flügel aus oder lässt sich etwas tiefer fallen als sein Sturmpartner. So genießt Bülter in seiner Rolle viele Freiheiten und sucht sich die für ihn passende Räume.

Passende Rolle im System eigentlich vorhanden

Diese Position als zweite Spitze mit viel Freiheiten würde auch perfekt zu Waldschmidt passen. Der 29-Jährige hat nicht das Profil eines klassischen Stoßstürmers wie Ache, sondern lässt sich oft fallen, um am Spielaufbau beteiligt zu sein. Mit seinem starken linken Fuß und seiner Übersicht kann der ehemalige Wolfsburger sowohl mit Pässen durch die gegnerischen Linien als auch mit präzisen Flanken Chancen kreieren. Statt aber auf die Qualitäten des ehemaligen deutschen Nationalspieler zu setzen, vertraute Kwasniok zuletzt eben Bülter. Zum einen wahrscheinlich, weil der Sommerneuzugang aus Hoffenheim eine stärkere Physis mitbringt. Dadurch strahlt der 32-Jährige auch im Strafraum bei Flanken mehr Gefahr aus. Zum anderen dürften Waldschmidts Aussagen im Trainingslager seine Chancen bei Kwasniok nicht verbessert haben.

Letzterer hatte zu Beginn der Transferperiode noch nicht ausgeschlossen, dass Spieler, die unzufrieden mit ihren Einsatzzeiten sind, eventuell den Verein verlassen könnten. Dafür ist es für Waldschmidt wohl zu spät, nur wenige Transferfenster sind noch geöffnet. Dass der Stürmer aber noch auf die von ihm gewünschten Einsatzzeiten kommen wird, ist wohl nach den vergangenen Wochen eher unwahrscheinlich. Wenn jedoch die Anzahl an Minuten wirklich so gering wie in den vergangenen Wochen bleibt, wird nicht nur Waldschmidts Unzufriedenheit größer. Sie könnte sich gleichzeitig auf den Rest der Mannschaft auswirken. Eine knifflige Situation, die Kwasniok managen muss. Daher wird es spannend zu sehen seien, wie der Trainer mit der Situation um den Angreifer umgeht. Und ob er ihn darum in den nächsten Wochen vielleicht doch wieder mehr Chancen gibt – zum Beispiel eben als hängende Spitze neben Ache.


Engagiert, aber blass: Luca Waldschmidt kann sich beim 1. FC Köln erneut nicht empfehlen

Luca Waldschmidt fällt gegen den VfB Stuttgart aus
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Engagiert, aber blass: Luca Waldschmidt kann sich beim 1. FC Köln erneut nicht empfehlen

Gegen den FC Augsburg bekam er mal wieder eine Chance in der Startelf, blieb aber blass für den 1. FC Köln: Luca Waldschmidt kann sich nicht empfehlen. Mit der Rückkehr von Marius Bülter droht ihm nun erneut die Bank.

Gegen Hoffenheim hatte Luca Waldschmidt noch 90 Minuten auf der Bank gesessen. Gegen Augsburg bekam der Angreifer dann mal wieder die Chance, sich von Beginn an zu zeigen. Nutzen konnte er sie jedoch nicht beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt kann sich nicht empfehlen.

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Bis jetzt hat Luca Waldschmidt diese Saison sehr viel gependelt. Von der Jokerrolle zu 90 Minuten auf der Bank zur Startformation und von da kurz darauf wieder zurück zur Bank. Gegen den FC Augsburg durfte der Stürmer dann mal wieder in der Startelf ran, nachdem er vor der Länderspielpause gegen Hoffenheim noch ohne Minute geblieben war. Wirklich Argumente dafür sammeln, dass er seinen Status als Pendler gegen den eines Stammspielers eintauschen kann, konnte der Angreifer dabei aber erneut nicht. Bis zu seiner Auswechslung in der 59. Minute blieb der frühere deutsche Nationalspieler größtenteils blass, war nicht groß am Kölner Spiel beteiligt.

Lauffreudig, aber ohne großen Ertrag

Dabei kann man ihm den Einsatz definitiv nicht absprechen. So lief Waldschmidt in der Partie starke 7,47 Kilometer, bis zu seiner Auswechslung wieder einmal der Topwert, und der ehemalige Nationalspieler hatte auch in seinen vorherigen Einsätzen gute Laufwerte. So ist der Stürmer sehr beweglich, lässt sich häufig aus dem Sturmzentrum nach hinten oder auf die Außen fallen. Einen sonderlich großen Einfluss auf das Spiel hatte der Offensivspieler gegen Augsburg dabei aber nicht. So wurde der FC-Angriff erst nach der Auswechslung des 29-Jährigen gefährlicher. Unter anderem durch Said El Mala, der mit mehr Zug zum gegnerischen Tor agierte.

Waldschmidt kommt dagegen häufig nicht über Momente hinaus. Ein solchen hatte der Offensivspieler auch gegen Augsburg. Dort war er mit einer guten Übersicht und einem präzisen Pass an der Entstehung der besten Kölner Chance in der ersten Hälfte beteiligt, als Jakub Kaminski am Ende nur den Pfosten traf. Und auch beim Saisonstart gegen Mainz hatte der Angreifer einen genialen Moment, als er mit einer wunderschönen Flanke den Kölner Siegtreffer vorlegte. In diesen Augenblicken zeigt der 29-Jährige sein Potential. Dieses kann der Stürmer aber nicht konstant abrufen, weder in einem Spiel, noch über eine gesamte Saison hinweg. Großen Einfluss nimmt Waldschmidt wohl zu selten.

Gegen Dortmund droht erneut die Bank

Und so droht dem siebenmaligen Nationalspieler nun wohl erneut die Bank. Mit Marius Bülter ist einer seiner Konkurrenten wieder fit, der sich bis jetzt in dieser Saison in starker Form zeigte und den den 29-Jährigen verdrängen könnte. Bis sich Waldschmidt vielleicht wieder mit einem genialen Moment als Joker oder in einem Testspiel, wie in der ersten Länderspielpause der Spielzeit, für mehr empfiehlt. Um aber kurz darauf nicht wieder außen vor zu sein, muss der Stürmer auch abseits von einzelnen Momenten dem Kölner Team einen Mehrwert liefern. Ansonsten bleibt der Angreifer in dieser Saison ein Pendler zwischen Bank und Startelf.