Macht Thomas Kessler jetzt ernst? Der 1. FC Köln kämpft um Raphael Obermair. Anscheinend sind die unterschiedlichen Vortsellungen bei den Transfermodalitäten zu überbrücken.
Geht jetzt alles ganz schnell? Wenige Tage vor dem Transferschluss wollen die Geißböcke noch einmal zuschlagen. Der 1. FC Köln kämpft um Raphael Obermair. Wie die „Bild“ berichtet liegen die Teams mit ihren Vorstellungen gar nicht mehr so weit auseinander.
Raphael Obermair vom SC Paderborn
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Am Morgen haben die Kölner einen weiteren Abgang bekannt gegeben, ein weiterer Zugang könnte in den Startlöchern stehen. Wie die „Bild“ berichtet haben die Kölner ein weiteres Angebot für Raphael Obermair abgegeben. Sportdirektor Thomas Kessler scheint ernst zu machen und Neuverpflichtung Nummer elf eintüten zu wollen. Demnach habe das letzte Angebot der Kölner bei rund zwei Millionen Euro gelegen. Eine stolze Summe für den Schienenspieler. Schließlich läuft dessen Kontrakt nur noch bis zum kommenden Sommer, der Marktwert wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt und die Bundesliga-Erfahrung fehlt dem 29-Jährigen auch. Dennoch hat das Angebot bislang nicht ausgereicht. Wie das „Westfalen-Blatt“ am Montag berichtet hat, fordert der SCP 2,7 Millionen Euro.
Neuer Anlauf beim Jahn
Gut möglich, dass sich die Teams irgendwo in der Mitte bald einigen. Denn so wirklich glücklich ist keiner mit der aktuellen Situation. Der FC will den Schienenspieler unbedingt verpflichten, braucht nach der Ausbootung von Leart Pacarada einen weiteren Außenbahnspieler. Obermair hat bereits angedeutet, dass er gerne zum FC wechseln würde. Zuletzt hat der Kapitän der Ostwestfalen schon das Training verpasst. Und Paderborn wird sich sicherlich nicht mit einem Spieler rumschlagen wollen, der mit dem Kopf schon bei einem anderen Verein ist. Es könnte also schnell Bewegung in die Sache kommen. Zuletzt gab es aber auch Misstöne zwischen den beiden Clubs. Paderborn war nicht sonderlich glücklich über das öffentliche Buhlen von Lukas Kwasniok.
Der Kölner Coach unterstellte seinem Ex-Verein zudem unterschwellig, nicht ganz die Wahrheit gesagt zu haben, als der SCP von einem Kölner Angebot nichts wissen wollte. Die verbale Retourkutsche ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Dennoch scheint eine Einigung in Sicht zu sein. Damit hätte der FC seinen Kader weitestgehend zusammen. Es soll allerdings noch Abgänge geben. Ob noch ein weiterer Stürmer verpflichtet wird, ist indes eher unwahrscheinlich.
Der FC hat den ersten aussortierten Spieler abgegeben. Es gibt einen weiteren Abgang beim 1. FC Köln: Florian Dietz wechselt zum SSV Jahn Regensburg. Das sagen Florian Dietz und Thomas Kessler.
Es hatte sich am Morgen schon angedeutet, nun ist es offiziell. Es gibt einen weiteren Abgang beim 1. FC Köln: Florian Dietz wechselt zum SSV Jahn Regensburg. Das sagen Spieler und die sportliche Leitung der Kölner.
Florian Dietz soll im Fokus von Schweinfurt stehen?
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Nun ist es also offiziell: Florian Dietz verlässt den FC nach fünf Jahren. „Die Zeit beim FC war sehr besonders für mich. Für Köln in der Bundesliga und in der Conference League aufzulaufen, war mein bisheriges Karrierehighlight“, sagte Dietz. Tatsächlich war der Stürmer unter Steffen Baumgart aus der U21 hchgezogen worden und kam im europäischen Wettbewerb zum Einsatz. „Ich bin dankbar, hier diese Möglichkeit bekommen zu haben. Jetzt war klar, dass es sportlich für mich beim FC nicht weitergeht. Deshalb habe ich mich für den Wechsel nach Regensburg entschieden und freue mich auf meine neue Herausforderung. Dem gesamten FC wünsche ich eine erfolgreiche Saison in der Bundesliga.“ Der FC hat damit den ersten Spieler offenbar von der Payroll bekommen.
Neuer Anlauf beim Jahn
„Wir haben im Sommer sehr offene Gespräche mit Florian geführt und ihm dabei aufgezeigt, dass es für ihn beim FC schwer sein wird, auf Einsatzzeiten zu kommen und für den Spieltagskader berücksichtigt zu werden“, sagte Thomas Kessler. „In der gemeinsamen Abwägung war schnell klar, dass ein Wechsel für seine weitere Laufbahn der richtige Schritt ist.“ Dietz war schon zu Beginn der Vorbereitung von den Kölner Verantwortlichen aussortiert worden, war auch nicht mit nach Bad Waltersdorf ins Trainingslager in der Steiermark gereist. Der Abschied war also nur eine Frage der Zeit. Allerdings gab es lange keinen Abnehmer für den Angreifer. In der vergangenen Spielzeit war der Stürmer an den SCR Altach nach Österreich verliehen worden.
Dietz hatte in der Zeit beim FC immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen unter anderem mit einem Kreuzbandriss, der ihn lange beschäftigt hat. „Besonders imponiert hat mir, wie Florian im Laufe seiner Karriere immer wieder mit Rückschlägen umgegangen ist und sich dabei stets kompromisslos in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Mit dem SSV Jahn Regensburg hat er einen ambitionierten Verein gefunden, bei dem er seine Stärken einbringen kann. Für seinen Einsatz im FC-Trikot danken wir ihm herzlich und wünschen ihm für die kommenden Aufgaben sportlich wie persönlich nur das Beste“, sagte FC-Sportdirektor Thomas Kessler.
Offenbar rutscht der erste aussortierte Spieler von der Payroll des 1. FC Köln: Florian Dietz wechselt wohl zu Jahn Regensburg. In der 3. Liga will der Angreifer seiner Karriere wieder Schwung verleihen.
In der vergangenen Spielzeit spielte Sargis Adamyan für den Jahn, nun kommt wohl ein anderer Stürmer vom 1. FC Köln: Florian Dietz wechselt wohl zu Jahn Regensburg. Das berichtet die „Bild“.
Linton Maina sitzt am Boden beim Training des 1. FC Köln
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Der FC hat den ersten Spieler offenbar von der Payroll bekommen. Wie die „Bild“ am Dienstagmorgen berichtet, verlässt Florian Dietz die Geißböcke und wird sich Jahn Regensburg anschließen. Ausgerechnet jenem Verein, an den Sargis Adamyan in der vergangenen Spielzeit ausgeliehen war. Dietz war schon zu Beginn der Vorbereitung von den Kölner Verantwortlichen aussortiert worden, war auch nicht mit nach Bad Waltersdorf ins Trainingslager in der Steiermark gereist. Der Abschied war also nur eine Frage der Zeit. Allerdings gab es lange keinen Abnehme für den Angreifer. Dietz war schon in der Vorsaison von Gerhard Struber aus dem Kader gestrichen worden, es folgte eine Leihe zum SCR Altach nach Österreich. Der Stürmer hatte wie Sargis Adamyan und Steffen Tigges vergeblich auf den Durchbruch beim FC gehofft.
Neuer Anlauf beim Jahn
Umso erstaunlicher, dass der Vertrag des Angreifers im vergangenen Sommer dann noch einmal verlängert wurde. Dietz war unter Steffen Baumgart in den Profi-Kader aufgerückt. Mehrere Verletzungen hatten den Angreifer immer wieder zurückgeworfen. Zuletzt standen ein Wechsel zum 1. FC Schweinfurt sowie eine Verpflichtung des MSV Duisburg im Raum, daraus wurde aber nichts. Nun zieht es den Stürmer offenbar in die Oberpfalz. Regensburg hat bislang einen durchwachsenen Saisonauftakt hingelegt. Der Jahn verlor zu Beginn der Saison drei Pflichtspiele in Folge, darunter das Pokal-Aus gegen den FC. Am vergangenen Samstag gab es den ersten Saisonerfolg gegen Schweinfurt. Für Sargis Adamyan sowie die drei weiteren aussortierten Spieler gibt es zwar Angebote, aber noch keine Lösung, wie es weitergeht. Die Zeit rennt. Thomas Kessler bleiben für die kommenden Kaderentscheidungen nur noch sieben Tage. Dann schließt das Transferfenster.
Bis einschließlich kommenden Montag können die Teams der Bundesliga neue Spieler verpflichten. Es bleiben also noch sieben Tage, in denen auch bei den Kölnern noch etwas passieren kann und auch muss. Was sich beim 1. FC Köln noch am Kader tun kann.
Mehr als 20 Transferhandlungen hat Thomas Kessler auf seiner Liste in diesem Sommer schon stehen. Dazu einige ausgemusterte Spieler. Doch es könnte noch einmal Bewegung in die Sache kommen. Was sich beim 1. FC Köln noch am Kader tun kann.
Ist Thomas Kessler noch auf Spielersuche?
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Thomas Kessler kann man in diesem Sommer wahrlich keine Untätigkeit vorwerfen. In seiner ersten Transferphase als Sportdirektor hat der ehemalige Kölner Keeper ziemlich viel bewegt. Zehn Sommer-Neuverpflichtungen stehen auf der Seite der Zugänge. Bis auf Rav van den Berg kam bislang jeder Spieler, der in diesem Sommer verpflichtet wurde, auch schon zum Einsatz. Auf der anderen Seite stehen zahlreiche Abgänge. Der FC hat ein komplett neues Gesicht bekommen. Sportlich hakt es zwangsläufig auch noch an der ein oder anderen Stelle, die Ergebnisse stimmen aber bislang. Und die Kaderveränderungen sind noch nicht abgeschlossen. Es soll noch mindestens einen Zugang, ganz sicher aber einige Abgänge geben. Dabei rennt die Zeit. Den Kölnern bleiben noch sieben Tage, bevor am kommenden Montagabend das Transferfenster schließt.
Mögliche Zugänge
Auf der Seite der Neuverpflichtungen steht aktuell nur noch ein Name. Raphael Obermair wird weiterhin gehandelt. Die Kölner brauchen einen weiteren linken Schienenspieler. Denn durch die Ausbootung von Leart Pacarada und den Abgang von Max Finkgräfe ist das die einzige Position im Kader, die nicht doppelt besetzt ist. Der Kapitän des SC Paderborn steht ganz oben auf der Liste und aktuell macht es den Anschein, als fehle Plan B. Dabei ist alles andere als gesagt, dass die Kölner den Wunschspieler von Lukas Kwasniok auch bekommen. Zwar will auch Obermair zum FC kommen, doch die Ostwestfalen sollen wie berichtet eine Forderung von utopischen 2,7 Millionen Euro aufgerufen haben. Die Vorstellung liegt deutlich über denen der Kölner und auch deutlich über dem Marktwert.
Die Fronten scheinen zudem verhärtet. Zuletzt gab es einige Misstöne. Und Obermair soll sich wie das „Westfalen-Blatt“ berichtet vom Training abgemeldet haben. Weil der „Kopf frei“ bekommen möchte. Eine zerfahrene Situation. Fakt ist, dass Obermair einen gültigen Vertrag beim SCP hat – wenn auch nur noch bis 2026. Darüber hinaus sehen die Kölner Kaderplaner keine zwingende Notwendigkeit, noch einmal aktiv zu werden. Kwasniok gab in einer Talkrunde in der vergangenen Woche an, dass es auch nicht dringend einen weiteren Stoßstürmer brauche. Allerdings sind die Kölner spätestens nach der Ausbootung von Imad Rondic in vorderster Front sehr dünn besetzt. Mit Ragnar Ache und Marius Bülter verfügen die Kölner eigentlich nur über zwei klassische Stürmer. Ein weiterer Zugang erscheint nicht ausgeschlossen.
Erster Abgang fix
Ende vergangener Woche haben die FC-Bosse dann ihren Kader noch einmal an drei Stellen verkleinert. Der FC will natürlich Abnehmer für Rondic, Pacarada und Jacob Christensen finden. Denn die drei Akteure belasten die Payroll. Dafür sind die Kölner offenbar auch bereit, die Spieler für eine geringe bis gar keine Ablöse abzugeben. Interessenten soll es geben, eine Lösung bislang jedenfalls noch nicht. Doch dabei soll es nicht bleiben. Nach wie vor ist der FC auf der Suche nach Abnehmer für potenzielle Leihspieler. Julian Pauli stand in den beiden Pflichtspielen nicht im Kader. Dem Kölner Youngster wollen die FC-Bosse Spielzeit über eine Leihe ermöglichen – und das mindestens in der 2. oder zur Not 3. Liga. Aktuell deutet sich noch kein Wechsel an.
Ähnlich verhält es sich mit den Nachwuchsspielern Neo Telle und Emin Kujovic. Die beiden Akteure sollen ebenfalls verliehen werden, sind aktuell aber Teil des U21-Kaders. Bei Telle gestaltet sich die Situation insofern schwierig, weil der Vertrag des Innenverteidigers ausläuft. Wollen die Kölner ein Leihkonstrukt anstreben, muss der Youngster einen neuen Kontrakt unterschreiben. Wie es mit dem bereits zuvor ausgemusterten Sargis Adamyan weitergeht, ist ebenfalls noch offen. Dem Armenier lagen Angebote vor, eine Einigung gab es aber nicht. Dem Vernehmen nach, weil sich FC und Spieler nicht auf eine Abfindung einigen konnten. Anders verhält es sich bei Florian Dietz: Der Stürmer wechselt in die 3. Liga zum SSV Jahn Regensburg. Das haben die Vereine am Vormittag bestätigt.
Mit zwei Pflichtspiel-Siegen und diese auch auswärts ist der FC nach den Ergebnissen perfekt in die neue Saison gestartet. Das versprochene Spektakel lässt noch auf sich warten. Ob es das aber am Ende braucht, ist eine andere Frage. Ein Kommentar zum Auftakt des 1. FC Köln.
Zwei Siege zum Saisonauftakt hätten im Frühsommer wohl viele Fans unterschrieben. Die Auftritte gegen Regensburg und Mainz lassen den Beobachter aber auch in einem Zwiespalt zurück. Ein Kommentar zum Auftakt des 1. FC Köln.
Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln nach dem Erfolg über Mainz (Foto: Alex Grimm/GettyImages)
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Zwei Auswärtsspiele, zwei Siege, zwei emotionale Explosionen in der Nachspielzeit – nach den nackten Ergebnissen ist dem FC ein ziemlich guter Start in die neue Saison gelungen. Das sollte man trotz der doch überschaubaren spielerischen Leistung nicht herunterspielen. Der FC ist nach der Tabelle in der Bundesliga bereits nach dem ersten Spieltag angekommen, hat sehr früh die ersten wichtigen Punkte auf dem Konto und gleichzeitig bewiesen, dass die Kölner mit einer neu zusammengewürfelten Truppe gegen einen Bundesligisten mithalten können, sogar gegen einen, der in dieser Spielzeit (noch) europäisch unterwegs ist. Das hätten sicherlich viele Fans sofort unterschrieben, als die DFL den Spielplan für die nun laufende Saison herausgegeben hat.
Der FC kann von der Bank nachlegen
Der Start ist geglückt und das ermöglicht Lukas Kwasniok und seinem Team Luft, um die kommenden Wochen in ruhigen Fahrgewässern anzugehen. Ein Pokal-Aus verbunden mit einer Auftakt-Niederlage hätte Zweifel an dem Unterfangen Klassenerhalt und dann natürlich auch an der Kaderzusammenstellung genährt. Insofern kann der FC aus den beiden Pflichtspiel-Siegen Kraft, Selbstvertrauen und Motivation schöpfen. Man sollte aber nicht den Fehler machen, hinter den Erfolgen eine Zermürbungs-Taktik als Allheilmittel für die Bundesliga abzuleiten. Sicherlich wird die Doppelbelastung der Mainzer in den taktischen Überlegungen der Kölner eine Rolle gespielt haben. Das gaben Marvin Schwäbe und Lukas Kwasniok nach der Begegnung auch zu. Allerdings darf, kann und wird das nicht der Masterplan für die Begegnung gewesen und erst recht nicht für die kommenden Aufgaben sein.
Fakt ist, dass der FC von der Bank qualitativ nachlegen kann. Gegen Mainz brachte der Coach vor allem Akteure, die spielerische Lösungen suchen und sie wie im Fall von Luca Waldschmidt mit seiner grandiosen Flanke vor dem 1:0 auch gefunden haben. Fakt ist aber auch, dass das Spiel erst durch die Rote Karte eine neue Dynamik bekommen hat. Zur Wahrheit gehört zudem, dass sich die Kölner sowohl gegen Regensburg als auch gegen die Rheinhessen in der Vorwärtsbewegung extrem schwer getan haben. Natürlich spricht der 1:0-Erfolg für eine stabile Defensivleistung – aber war sie das? Marvin Schwäbe bekam so gut wie gar nichts zu tun. Sicherlich auch, weil die Kölner Abwehrspieler bei den Mainzer Versuchen immer wieder ein Bein, ja auch mal einen Arm oder den Körper an der Kugel hatten.
Noch kein Spektakel
Dass den 05ern nicht viel im Schlussdrittel gelang, lag aber ganz sicher auch daran, dass mit Jonathan Burkardt die Mainzer Torgefahr der Vorsaison die wenigen Kilometer nach Frankfurt abgewandert ist. Weder Benedict Hollerbach noch Nelson Weiper erfüllten die Aufgabe eines klassischen Mittelstürmers ausreichend. Nur deutete auf den Siegtreffer der Kölner mindestens genauso wenig hin. Denn nach vorne war das Heilmittel viel zu oft der lange Ball. Der Kölner Spielaufbau war überschaubar, nicht selten war der sichere Pass das bevorzugte Mittel – und das ganz offensichtlich nicht im Sinne des Trainers, der an der Seitenlinie nicht nur durch das FC-Trikot auffiel. Von dem versprochenen Spektakel sind die Geißböcke bislang noch ein Stück weit entfernt.
Nun wissen die FC-Fans ja schon seit der vergangenen Spielzeit, dass das Ergebnis vor der Schönspielerei steht. Schließlich werden einzig die Punkte über den Verbleib in der Liga entscheiden. Das muss nicht gefallen, kann aber am Ende der Saison den Ausschlag geben. Und da ist noch ein anderer nicht unwesentlicher Punkt: Den Geißböcken gelangen die beiden Erfolge auch durch Willen, Leidenschaft, Glaube und Moral. Anders sind die späten Tore in dem eigentlich verloren geglaubten Spiel in Regensburg und dem Abnutzungskampf in Mainz nicht zu erklären. Bekanntlich sind genau das die Tugenden, um im Abstiegskampf zu bestehen – und an dem wird sich der FC sicherlich erst einmal orientieren müssen.
Wie im Test gegen Atalanta Bergamo spielte Tom Krauß erneut als linker Teil der Dreierkette. Dabei ist der Neuzugang eigentlich im Mittelfeld zu Hause. Doch dabei bleibt es nicht beim 1. FC Köln: Tom Krauß in der Rolle des Defensiv-Allrounders.
Gegen Regensburg durfte noch Cenk Özkacar als linker Innenverteidiger ran, gegen Mainz aber wie auch schon in der Vorbereitung dann wieder Tom Krauß. Der gebürtige Leipziger ist mehr als „nur“ ein Mittelfeldspieler beim 1. FC Köln: Tom Krauß in der Rolle des Defensiv-Allrounders.
Tom Krauss vom 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
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So haben sie ihn in Mainz eher selten spielen sehen. Bei der Rückkehr zu seinem Stammverein spielte Tom Krauß in einer für ihn ungewohnten Rolle. So durfte sich der 24-Jährige an seiner alten Wirkungsstätte für den 1. FC Köln als linker Teil der Dreierkette beweisen. Eine Position, die der eigentliche Mittelfeldspieler bereits im letzten Test der Sommervorbereitung gegen Atalanta Bergamo bekleidet hatte. Auf neuer Position muss Krauß seinen Trainer so sehr überzeugt haben, dass Lukas Kwasniok den Neuzugang dort erneut aufbot. Und das anstelle von Cenk Özkacar, der als gelernter Innenverteidiger zur Verfügung gestanden hätte und auch im Pokal bei Jahn Regensburg gespielt hatte.
Kwasniok nicht komplett zufrieden
Aber Kwasniok hatte die gleich Aufstellung wie gegen Bergamo wählen wollen, was den Ausschlag für Krauß gab. „Ich wollte diese Vibes auf dem Feld haben“, so der Coach nach dem Spiel. Das gelang für ihn aber nicht wirklich: „Das haben wir nicht ganz so hinbekommen. Aber klar, Auswärtsspiel, Bundesliga, was völlig anderes. Der Vorteil ist einfach, als Rechtsfuß da in der Dreierkette, dass er normalerweise gegen eine Mann-Mann-Konstellation ganz gut nach innen auflösen kann. Deswegen haben wir Kristoffer Lund recht tief geholt, damit wir einen Linksfuß eher so in der Breite haben. Die Theorie war gut, die Praxis war nicht ganz optimal. Wie gesagt, weil wir ein bisschen schlampig waren und technisch unsauber.“
Vollends überzeugt war der Coach von der Leistung seiner Defensive nicht, gerade, was das Aufbau-Spiel anging. Immer wieder gestikulierte der Kölner Coach wild an der Seitenlinie, war sichtbar unzufrieden. Denn statt die Situation nach vorne aufzulösen, drehten seine Abwehrspieler häufig ab und spielten lieber sicher hintenrum. Insgesamt zog Kwasniok bei seinem umfunktionierten Abwehrspieler ein positives Fazit: „Was er einfach mitbringt, ist Energie, Bereitschaft, auch die Kette immer wieder rauszuschieben, und eine Einsatzbereitschaft. Und deswegen ist er als Defensiv-Allrounder für uns wertvoll.“
Ordentliche Leistung
Der Neuzugang machte dennoch eine sehr ordentliche Partie. So trug Krauß dazu bei, dass die FC-Abwehr über weite Phasen stabil stand und wenig zuließ. Es ist also möglich, dass der 24-Jährige noch weitere Chancen in der Innenverteidigung bekommen wird, auch trotz der großen Konkurrenz um die anderen Verpflichtungen Özkacar und Rav van den Berg, seine Nebenleute gegen Mainz Timo Hübers und Joel Schmied oder Talent Julian Pauli.
Krauß selber hat zumindest mit der Position kein Problem. „Das ist neu für mich. Aber ich habe die Position in der Innenverteidigung in der Vorbereitung bereits einige Male gespielt – mal links, mal zentral. Ich glaube, man hat in den ersten 10, 15 Minuten gesehen, dass man da schon reinkommen muss, aber umso länger das Spiel dann ging, umso sicherer wurde ich dann auch“, so der Kölner Spieler nach der Partie. „Mir ist es wichtig, dass mein Trainer sieht, wo meine Qualitäten liegen. Ob als Innenverteidiger oder auf der Sechs – es ist sicher nicht ganz schlecht, wenn man mehrere Positionen spielen kann.“ Man darf also gespannt sein, wo Tom Krauß bei seinem nächsten FC-Einsatz zu sehen ist – in der Innenverteidigung oder doch wieder auf seiner angestammten Position im Mittelfeld.
Vor zehn Tagen sorgte das Ausweichtrikot der Geißböcke für Rekorde, nun steht erneut ein Jersey im Fokus. Der Kölner Coach trug beim Auswärtsspiel in Mainz das Heimtrikot des 1. FC Köln: Wirbel um Lukas Kwasniok im Trikot polarisiert.
Die einen wundern sich über das Thema, die anderen finden das Outfit falsch, wieder andere freut die offensichtliche Identifikation mit dem 1. FC Köln: Der Wirbel um Lukas Kwasniok im Trikot der Geißböcke polarisiert.
Lukas Kwasniok im Trikot des 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm/GettyImages)
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Der Abnutzungskampf der Kölner in Mainz war wohl am deutlichsten dem Trikot von Marius Bülter anzusehen. Der goldene Sponsorendruck auf dem rekordträchtigen Ausweichjersey war nur noch in Teilen zu erkennen. Wie es genau zu dem „Missgeschick“ kam, wusste der Stürmer nicht mehr, war nicht glücklich über diesen Umstand, betonte aber pflichtgemäß, dass es sich gut in den Trikots spielen lasse. „Wir haben zwei Mal damit gewonnen, also kann so weitergehen“, sagte der Spieler. In den bisherigen Pflichtspielen ist der FC in den beliebten Jerseys angetreten, beide Spiele wurden spät gewonnen. Das schwarze Trikot ist vor zehn Tagen veröffentlicht worden und hat innerhalb von Stunden Rekorde gebrochen.
„Ich trage dieses Trikot mit Stolz“
Für ordentlich Gesprächsstoff sorgt ein FC-Trikot nun aber aus einem ganz anderen Grund. Lukas Kwasniok trug während des Spiels gegen Mainz das Heimtrikot der Geißböcke. Der Coach im FC-Jersey – ein eher ungewöhnliches Bild. „Ich habe die Präsentation des Trikots bei einem Sponsorenabend gesehen und hatte Gänsehaut. Bei der Präsentation unseres schwarzen Ausweichtrikots ebenso. Und dann war die Entscheidung für mich klar, dass ich das mache – wenn ich es darf“, sagte der Coach am Sonntag nach der Partie in Mainz. Tatsächlich erlaubt die DFL das Tragen des Trikots, wenn es sich denn von denen der Spieler farblich deutlich unterscheidet. Das war der Fall. „Ich will mich auf diesen Verein einlassen und tue das auch. Ich trage dieses Trikot mit Stolz“, sagte Kwasniok.
In der jüngeren Vergangenheit gab es bekanntlich durchaus kritische Stimmen gegen Timo Schultz und Gerhard Struber, die die Trainer dafür kritisierten, sich eben nicht auf Köln, den Verein und das Drumherum ausreichend eingelassen zu haben. Dem beugt Kwasniok offenbar vor. Dabei stößt das Tragen des Trikots eben nicht nur auf Gegenliebe. In den Sozialen Medien gibt es auch einige kritische Stimmen. Vor allem aber auch Fans, die sich über den Hype um das Outfit des Coachs wundern. Andere freuen sich aber auch, dass der Trainer offenbar dem Wunsch der Fanszene „Alle im Trikot nach Mainz“ nachgekommen sei. Kwasnoik gab mit einem Schmunzeln zu, noch ein ganz anderes Ziel verfolgt zu haben: „Ich dachte, dass die Kombination aus Schwarz und Weiß-Rot einem hilft, etwas schlanker auszusehen. Das war am Ende dann aber nur so lala, wie ich es gerade im TV gesehen habe.“
Glück im Unglück beim 1. FC Köln: Linton Maina und Ragnar Ache sind wohl nicht schwerer verletzt. Wie lange die Spieler ausfallen, ist nach wie vor unklar.
Aufatmen beim 1. FC Köln: Die beiden FC-Profis Linton Maina und Ragnar Ache sind wohl nicht schwerer verletzt. Eine genaue Diagnose teilte der Verein bislang aber nicht mit.
Linton Maina sitzt am Boden beim Training des 1. FC Köln
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Lukas Kwasniok beantwortete auf der Pressekonferenz nach dem 1:0-Erfolg über den FSV Mainz gewohnt fröhlich die Fragen der Medienvertreter. Ernst wurde es dann aber als es um eine mögliche Verletzung von Ragnar Ache ging. Diese sei zwar nicht so schlimm wie befürchtet, sagte der Coach, er appellierte aber an eine andere Regelauslegung bei ähnlichen Fouls. Philipp Mwene hatte den Kölner Angreifer in der Nachspielzeit oberhalb des Knies mit den Stollen getroffen und laut Kwasniok eine Fleischwunde verursacht. Der Kölner Coach wunderte sich, dass es für einen Tritt oberhalb des Knöchels eine Rote Karte gäbe, für einen Tritt oberhalb der Kniescheibe aber noch nicht einem Gelb. Immerhin scheint sich die Prognose des Kölner Coachs zu bewahrheiten. Nach Informationen von come-on-fc.com ist die Verletzung tatsächlich nicht so schlimm wie befürchtet.
Maina nicht schlimmer verletzt
Das gleiche gilt für Linton Maina, der sich am Ende der vergangenen Woche im Training das Knie verdreht hatte. Der Kölner Flügelflitzer hatte Schwierigkeiten beim Schuss und konnte die Reise nach Mainz nicht antreten. Kristoffer Lund rückte für Maina in die Anfangsformation. Eine strukturelle Verletzung liegt aber offenbar nicht vor. Wie lange die beiden Offensivspieler ausfallen werden, ist nicht bekannt. Man werde von „Tag zu Tag“ schauen, heißt es aus dem Geißbockheim. Gerade Ache hatte im Pokalspiel gegen Regensburg maßgeblichen Anteil am Erreichen der 2. Runde. Der Angreifer bereitete beide späten Treffer vor. Im Duell gegen Mainz kam Ache in der Schlussphase, konnte dem Spiel aber nicht mehr so richtig seinen Stempel aufdrücken. Maina überzeugte bekanntlich in der vergangenen Saison als Vorlagengeben beim FC.
Am Dienstag hat das Team frei, bevor am Mittwoch (14.30 Uhr) dann die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Freiburg am Sonntagabend ansteht. Wie in der Vorwoche sind die Einheiten am Mittwoch und Donnerstag (10.30 Uhr) öffentlich, die an Freitag und Samstag sollen hinter verschlossenen Türen stattfinden.
Der Erfolg beim FSV Mainz 05 war der zweite Last-Minute-Sieg innerhalb einer Woche für den FC. Und dieses 0:1 hatten sich die Geißböcke mit Leidenschaft verdient: Der 1. FC Köln erarbeitet sich gegen Mainz erneut sein Glück.
Es war eine sehr enge Partie gegen den FSV Mainz 05, die die Kölner am Ende mit vielleicht auch etwas Glück für sich entschieden. Aber dieses hatten sie die Geißböcke auch verdient: Der 1. FC Köln erarbeitet sich gegen Mainz erneut sein Glück.
Kaminski ist von Nebel nur per Foul zu stoppen.
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Eine knappe Stunde war gespielt, da stand die Partie zwischen Mainz 05 und dem 1. FC Köln auf Messers Schneide: Tom Krauß traf bei einer Verteidigungsaktion Anthony Caci am Fuß, die Mainzer forderten Strafstoß. Schiedsrichter Tobias Stieler sah das aber anders und ließ weiterlaufen. Sebastian Sebulonsen nutzte die Gunst der Stunde und spielte einen langen Pass in Richtung Mainzer Strafraum auf Jakub Kaminski. Der kontrollierte wiederum den Ball und wäre frei auf das Tor zugelaufen, wenn ihn nicht Paul Nebel festgehalten hätte. Die logische Konsequenz: Rot. Zwei richtige Entscheidungen von Stieler, wie auch Tom Krauß nach der Partie fand: „Am Ende läuft er in mich hinein. Ich habe die Szene auch gerade noch mal gesehen. Das ist für mich kein Elfmeter. Ich hole auch nicht mal mein Bein raus. Es ist schon gut, dass es so gelaufen ist. Vielleicht hätten andere Schiedsrichter das nicht so gut gesehen.“
Kwasniok: „Fußballerisch kein Gaumenschmauß“
Trotzdem hatte der FC in der Szene auch etwas Glück. Wenn der Schiedsrichter bei der Aktion von Krauß gegen Caci auf Elfmeter entschieden hätte, wäre nicht komplett sicher gewesen, ob der Strafstoß nach VAR-Einsatz zurückgenommen worden wäre. Und die Rote Karte für Nebel hätte es erst recht nicht gegeben. Aber auch wenn die Kölner in einer engen Begegnung erneut wie im Pokal einen etwas glücklichen Last-Minute-Treffer gebraucht haben, lässt sich festhalten: Die Geißböcke haben sich ihr Glück mit Leidenschaft erarbeitet.
Spielerisch war der Erfolg nämlich keine Glanzleistung. Gerade in der ersten Halbzeit war sogar Mainz überlegen und der FC eher in einer Findungsphase. „Das war fußballerisch kein Gaumenschmaus. Wenn du in der Bundesliga dein erstes Spiel auswärts bei einem Europa-Pokal-Teilnehmer machst, dann musst du dich erstmal zurechtfinden. Wir hatten zwei, drei ganz krasse technische Fehler und dann merkst du, dass der Mannschaft das Selbstvertrauen gefehlt hat, hier den Gegner zu bespielen. Mit den Versuchen von Sebulonsen und Kaminski gab es zwei Abschlüsse, die aber nicht herausgespielt waren. Die sind dann in dem Spiel entstanden. Mainz war schon die drückende Mannschaft“, befand auch Trainer Lukas Kwasniok nach der Begegnung.
Erstem Mainzer Druck standgehalten
Diesen Eindruck hatte auch Krauß. „Die ersten 10, 15 Minuten haben wir sie auch schon ins Spiel kommen lassen. Da hat man schon gemerkt, dass es anders ist als in der zweiten Liga und dass sie schon mit sehr viel Wucht kommen“, so der Mittelfeldspieler. Aber gleichzeitig kamen auch die 05er kaum zu nennenswerten Chancen. Denn der FC verteidigte konzentriert und warf sich im Notfall noch in jeden Ball rein. So arbeitete sich der Aufsteiger in die Partie und gestaltete sie auf Augenhöhe. Mit der immer wieder von Kwasniok geforderten Leidenschaft spulten die Spieler Kilometer um Kilometer ab. Die für den Trainer so wichtigen Grundtugenden waren über die gesamten 90 Minuten plus Nachspielzeit zu sehen.
Nach der Roten Karte blieb das Spiel dann ausgeglichen. Das war für Luca Waldschmidt aber auch verständlich. „Man denkt dann natürlich: Jetzt können wir spielen, wird ungeduldig, probiert Sachen, die man eigentlich Elf gegen Elf nicht so probiert. Aber wir haben es vernünftig weitergespielt und probiert, in der Ordnung zu bleiben und auf die Chance gewartet. Und die haben wir dann bekommen“, so der Joker. Und an der entscheidenden Chance hatte der 29-Jährige einen gehörigen Anteil: Mit seiner wunderschönen, langen Flanke legte er Marius Bülter den einzigen Treffer vor. Damit hatte – wie gegen Regensburg – die Kaderbreite mit den Unterschied gemacht.
Umstellung Kwasnioks geht auf
Und auch eine Umstellung Kwasnioks war wie im Pokal, als der Coach nach dem Rückstand auf Viererkette umstellte, wichtig. „Nach und nach haben wir dann bessere Fußballer mit Kainz und Waldschmidt aufs Feld gebracht. Bülter haben wir erstmal auf der Schiene gelassen, weil wir noch nicht so dominant waren. Dann haben wir irgendwann gesagt, Luca, geh du auf die Schiene, weil du gegen eine Fünferkette mit deinem Fuß zum Tor den Ball nicht verteidigen kannst. Du hast mit Ache und Bülter zwei Büffel vorne und einer davon macht es dann. Glücklicherweise ist es mal aufgegangen“, erklärte der Trainer seinen Schachzug.
Und so verdienten sich die Geißböcke mit guten Wechseln, sinnvollen Umstellungen und einer leidenschaftlichen Vorstellung den zweiten Last-Minute-Sieg in Folge. Auf die Art hat sich der FC sein Glück erarbeitet und kann darauf aufbauen. Und das Ergebnis gibt natürlich Rückenwind. „Es war wichtig heute mit einem Sieg reinzugehen. Das erste Spiel zeigt dann so ein wenig, wo man steht, wie es sich anfühlt. Wenn du dann am ersten Spieltag gewinnst, hast du das Gefühl ´Wir sind da, wir können mitgehen.´“, sagte Luca Waldschmidt. Und das wird die Mannschaft auch in einer Woche gegen den SC Freiburg wieder beweisen wollen – mit der Sicherheit im Hinterkopf, dass sie sich für eine leidenschaftliche Vorstellung auch spät noch belohnen kann.
Lange sah es bei den Geißböcken nicht gut aus, Mainz war die bessere Mannschaft. Am Ende hatten sich die Geißböcke den Sieg dann aber erarbeitet. Die Einzelkritik zum Bundesliga-Auftakt des 1. FC Köln in Mainz.
Dank eines späten Treffers von Marius Bülter haben die Geißböcke drei Punkte zum Liga-Auftakt entführt. Dabei überzeugte der FC aber nicht über die gesamte Spieldauer. Auch deswegen fällt die Bewertung durchwachsen aus. Die Einzelkritik zum Bundesliga-Auftakt des 1. FC Köln in Mainz.
Marius Bülter jubelt nach seinem Treffer gegen Mainz (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
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FC-Trainer Lukas Kwasniok hatte einen intensiven Fight erwartet, er hat ihn bekommen. Und lange hatten die Kölner große Probleme, ins Spiel zu finden. Auch, weil sich die Geißböcke gerade im Spielaufbau einige Fehler leisteten. Vor allem im ersten Abschnitt bevorzugte die Defensive den sicheren Pass ins Aus, suchte nicht wirklich den Weg in den Spielaufbau. Nach dem Wechsel hatte der FC zwar mehr Zug zum Tor, das Spiel veränderte sich aber erst mit der roten Karte gegen Paul Nebel. Auch dann blieb Mainz gefährlich, der FC entschied das Spiel aber für sich.
Solide aber unspektakuläre Abwehrreihe
Marvin Schwäbe
Der Keeper kehrte erwartungsgemäß zurück in die Startelf. Erlebte trotz Mainzer Druck eine ruhige erste Halbzeit, weil seine Vorderleute blockten und abfälschten. Wurde nach einer knappen Stunde erstmals von Amiri und anschließend von Weiper geprüft, faustete aber in Schwäbe-Manier alles weg. Insgesamt nicht viel zu tun, dabei aber souverän.
Kristoffer Lund
Rückte für den verletzten Maina in die Anfangsformation. Leitete nach zehn Minuten so etwas wie die erste Chance ein, aber Schmied schaltete nicht schnell genug. Sein Versuch aus 18 Metern kurz nach dem Wiederanpfiff wurde überraschend gefährlich. Hatte aber ebenfalls nicht so wirklich den Impact auf den Vorwärtsdrang. Sah Gelb, weil Johannesson unnötig den Ball verlor.
Tom Krauß
Heimspiel für den Neuzugang: Der etatmäßige Mittelfeldspieler lief wie in der Vorbereitung in der letzten Kette auf und feierte somit sein Pflichtspiel-Debüt für die Geißböcke. Fügte sich mit einem katastrophalen Ausrutscher gegen Nebel ein, der ungestraft blieb. Fing sich anschließend. Kam auf eine starke Passquote. Allerdings auch, weil er oft die sichere Variante wählte. Sein Zweikampf gegen Caci war umstritten, aber wohl zurecht kein regelwidriger.
Timo Hübers
Bestritt viele Luftduelle, gewann nicht alle. Entschärfte kurz vor der Halbzeit mit einer Grätsche eine gefährliche Hereingabe. Hatte zudem eine große Chance nach einem Eckball. Eine Zweikampfquote von unter 60 Prozent ist unterm Strich zu wenig für den Abwehrchef.
Joel Schmied
Stand erneut in der Startelf, wirkte aber nicht immer souverän. Spielte einige Bälle lieber ins Aus, als den Weg nach vorne einzuschlagen. Machte es sich selbst viel zu oft schwer.
Sebastian Sebulonsen
Ließ sich gleich zu Beginn von Mwene erstaunlich leicht überlaufen. Wirkte auch anschließend defensiv alles andere als sicher. Ging ebenfalls zu oft auf Sicherheit anstatt den Weg nach vorne zu suchen. Leitet mit einem langen Ball den Konter über Kaminski nnd damit die Überzahl ein.
Der Sechser dirigierte gewohnt stark im Zentrum. Warf sich gefühlt in jeden Ball, verteidigte, was zu verteidigen war. Lief am meisten, kam auf die meisten Ballkontakt und erreichte die beste Zweikampfquote der Kölner. Das sagt viel aus, vor allem, wenn das Spiel eher unscheinbar war.
Isak Johannesson
Leistete sich den ein oder anderen Fehlpass oder Ballverlust im Spielaufbau. Blieb lange in der Vorwärtsbewegung blass. Wohl auch, weil die Verbindung in die Offensive nicht funktionieren wollte. 40 Ballkontakte und im Schnitt nur einer von vier gewonnenen Zweikämpfe sind zu wenig.
Jakub Kaminski
Der Unruheherd der Geißböcke in der ersten Halbzeit. Wenn etwas ging, dann über den Polen. So auch der erste Abschluss aufs Tor unmittelbar vor dem Seitenwechsel, der aber nicht präzise genug war. Holte clever die Rote Karte gegen Nebel raus. Verschwand hintenraus zunehmend von der Bildfläche.
Jan Thielmann
Erhielt den Vorzug vor Luca Waldschmidt. Mühte sich sichtbar, ging in viele Zweikämpfe, es fehlte aber lange die Bindung zwischen Mittelfeld und vorderster Reihe. Vergab dann nach Wiederanpfiff aus kurzer Distanz eine Großchance.
Marius Bülter
Lieferte sich mit der Mainzer Hintermannschaft ein Abnutzungskampf, meist als zweiter Gewinner. Den Kampf sah man seinem Trikot an. Leitete die erste Großchance nach dem Wechsel ein, aber Thielmann vergab. War dann Stürmer like zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Späte Einwechslung, wenig Gefahr
Said El Mala
Kam spät und versuchte umgehend, über seine Dribblings für Gefahr zu sorgen. Lief sich einige Male fest. Zeigte mit einem schönen Schlenzer aber, dass er jederzeit für Torchancen gut ist.
Ragnar Ache
Seine Körperlichkeit ist beeindruckend und eine Waffe. Diese zog gegen Mainz nicht wie erhofft. Seine Verletzung ist offenbar nicht so schlimm wie befürchtet.
Cenk Özkacar
Kam in der Schlussphase und dafür auf erstaunliche 40 Ballkontakte. Sehr sicher im Passspiel, im Zweikampfverhalten dieses Mal nicht immer sicher.