Es war eine Szene, die die FC-Verantwortlichen und -Fans schon Schlimmes befürchten ließ: In der Nachspielzeit bei der Partie gegen Mainz musste Ragnar Ache verletzt unter Schmerzen vom Feld. Jetzt gibt es eine erste, leichte Entwarnung beim 1. FC Köln: Ache ist wahrscheinlich nicht schwerer verletzt.
Von zwei Betreuern gestützt musste Ragnar Ache in der Nachspielzeit der Begegnung gegen Mainz 05 verletzt vom Feld. Nach dem Spiel gab es aber eine erste, leichte Entwarnung beim 1. FC Köln: Ache ist wahrscheinlich nicht schwerer verletzt.
Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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Es lief schon die Nachspielzeit, da ereignete es sich: Ragnar Ache trieb den Ball über außen nach vorne, während der Mainzer Philipp Mwene versuchte, ihn daran zu stoppen. Dabei ging der Verteidiger risikoreich mit dem Fuß auf Kniehöhe zum Ball und traf in der Folge den Kölner Stürmer hart knapp über dem Knie. Der Torjäger blieb unter großen Schmerzen verletzt liegen und musste behandelt werden. Nach einigen Minuten verließ er gestützt von den medizinischen Betreuern das Feld, konnte nicht mehr weitermachen. Die FC-Fans und -Verantwortlichen dürften in dem Moment Schlimmes befürchtet haben. Schließlich gilt Ache sowieso schon als verletzungsanfällig. Doch nach dem Spiel gab Trainer Lukas Kwasniok eine erste leichte Entwarnung. So handle es sich wohl nur um eine Fleischwunde, eine schlimmere Verletzung liege wahrscheinlich nicht vor.
Kwasniok hätte gerne Rot für Mwene gesehen
„Es ist noch nicht final, aber er hat nur eine sehr schmerzhafte Fleischwunde oberhalb des Knies“, sagte der FC-Trainer nach den ersten Eindrücken aus der Kabine. Auch wenn damit der Worst Case eines längeren Ausfalls seines Torjägers nicht eintrifft, war der FC-Coach ziemlich ungehalten über die Aktion Mwenes. „Er tappt dem einfach das Knie weg“, sagte Kwasniok. „Unabsichtlich, aber da muss man sagen: Rote Karte.“
So hatte die Szene für ihn Ähnlichkeit zu einer Situation im DFB-Pokalspiel vom Montag zwischen Rot-Weiß Essen und Borussia Dortmund gehabt. In der Partie hatte Kelsey Owusu Dortmunds Yann Couto an der Eckfahne ohne Chance auf den Ball sehr hart auf das Knie getreten. Statt Rot gab es aber für den Essener nur Gelb – eine klare Fehlentscheidung. Die lag für Kwasniok auch beim Foulspiel an Ache vor. „Was ich inakzeptabel finde“, meinte Kwasniok, „das war ein unbewusstes Foul, aber es war ganz ähnlich wie bei Essen gegen Dortmund. Im DFB-Pokal gab es keinen VAR. Aber ich kann nicht verstehen, dass er hier nicht eingreift.“ Denn Mwene kam komplett ohne Verwarnung davon, da Schiedsrichter Tobias Stieler das Foul anscheinend nicht wahrgenommen hatte. Dass der VAR danach nicht eingriff, war darum für den Kölner Coach ein großer Fehler und vollkommen unverständlich.
In der 90. Minute trifft Marius Bülter für den FC und sichert der Mannschaft drei Punkte.Die Geißböcke gewinnen 1:0 gegen Mainz 05. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem Torschütze Marius Bülter: Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln in Mainz.
Die Kölner haben sich mit einem Sieg in der Bundesliga zurückgemeldet. Der 1. FC Köln gewinnt am 1. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim FSV Mainz 1:0. Der entscheidende Treffer fiel erneut unmittelbar vor Spielende.
Mit Ruhm haben sich die Kölner auch im zweiten Pflichtspiel der Saison nicht bekleckert, aber drei Punkte aus Mainz entführt. Der 1. FC Köln gewinnt beim 1. FSV Mainz 1:0. Dabei profitierten die Kölner von einer Roten Karte gegen Paul Nebel. Den entscheidenden Treffer erzielte Marius Bülter kurz vor Spielende.
Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm/GettyImages)
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Lukas Kwasniok machte sein Versprechen wahr und änderte seine Aufstellung gleich auf mehreren Positionen. Auch notgedrungen: So musste der Kölner Coach kurzfristig auf den verletzten Linton Maina verzichten. Dafür rotierte Kristoffer Lund in die Anfangsformation. Auf der rechten Seite startete zudem Jan Thielmann für Luca Waldschmidt. In der letzten Kette begann Tom Krauß für Cenk Özkacar und im Tor stand erwartungsgemäß Marvin Schwäbe, der die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führte. Kwasniok hatte erwartet, dass die Gäste umgehend den Vorwärtsgang einlegen würden und das tat der Gastgeber auch. Nach einem langen Ball war Philipp Mwene auf der linken Seite komplett durch, legte den Ball zurück, doch Paul Nebel fand nur ein Kölner Bein (2.). Mainz gab auch weiterhin den Ton an, der FC benötigte ein paar Minuten, um sich zu sammeln. Erst nach gut zehn Minuten schlug Lund eine lange Flanke aus der eigenen Hälfte Richtung Joel Schmied, der die Kugel nicht erreichte (11.).
Nebel sieht Rot
Mainz musste zu dieser Zeit bereits umstellen. Nelson Weiper kam für den verletzten Benedikt Hollerbach. Doch die Rheinhessen blieben weiterhin das spielbestimmende Team. Auch, weil sich der FC einige Fehler im Spielaufbau leistete, Bälle unnötig herschenkte. Die beste Chance vergab noch Sebastian Sebulonsen, der nach Pass von Jakub Kaminski in der Box keinen Druck mehr hinter die Kugel brachte (27.). Bei den 05ern sah das deutlich gefährlicher aus. Immer wieder probierte es der Gastgeber mit hohen Flanken, doch der FC verteidigte immerhin leidenschaftlich. So musste Schwäbe lange nicht eingreifen. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel kam dann Kaminski aus 16 Metern zum ersten Kölner Abschluss aufs gegnerische Gehäuse, doch Robin Zentner parierte stark (45.). So ging es torlos in die Kabine.
Und der FC kehrte mit unerwarteten Schwung zurück aus Feld. Bülter ging über die rechte Seite, spielte die Kugel ins Zentrum, aber Thielmann war offenbar zu überrascht und traf den Ball nicht richtig. Anschließend versuchte es Lund aus 18 Metern, doch die Kugel rauschte über die Latte (47.). Der FC hatte sich offensichtlich für den zweiten Abschnitt mehr vorgenommen. Die Angriffsbemühungen verpufften aber schnell wieder. Mainz übernahm wieder die Kontrolle. Unter anderem versuchte es Nadiem Amiri aus gut 20 Metern, aber Schwäbe war zur Stelle (57.). Dann wurde es hektisch. Krauß traf bei einem Klärungsversuch den Fuß von Anthony Caci, Schiedsrichter Tobias Stieler ließ weiterspielen. Daraus entstand ein Konter, bei dem Kaminski Richtung Tor lief und vom letzten Mainzer Paul Nebel von den Beinen geholt wurde: Rot (60.).
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Bülter trifft kurz vor Spielende
Trotz Unterzahl blieben die Hausherren dran. Kwasniok reagierte, brachte mit Ragnar Ache, Cenk Özkacar und Said El Mala gleich drei frische Kräfte. Und doch blieb der Gastgeber gefährlich. Unter anderem versuchte es Weiper mit einem Drehschuss, aber wieder war der Kölner Keeper zur Stelle (71.). Mit Luca Waldschmidt und Florian Kainz wollte Kwasniok für weiteren Offensivpower sorgen. Und der FC übernahm zunehmend die Kontrolle und suchte die Chance. Unter anderem schlenzte El Mala die Kugel knapp über das Tor. Auf der anderen Seite blockten die Kölner weiterhin alles weg. Als nicht mehr viel auf die Entscheidung deutete, war Marius Bülter nach einer Flanke von Waldschmidt mit einem Kopfball ins lange Eck zur Stelle. Mainz warf noch einmal alles nach vorne, belohnte sich aber nicht mehr.
Am kommenden Sonntag empfängt der FC dann den SC Freiburg zum ersten Heimspiel dieser Saison.
Am Sonntagnachmittag war es soweit. Nach Wochen der Vorbereitung startete der FC ins erste Liga-Spiel. Dabei traf der Aufsteiger auf den Tabellensechsten der vergangenen Saison und konnte drei Punkte mitnehmen: Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Mainz 05.
Der FC gewinnt durch einen Treffer von Marius Bülter 1:0 in Mainz. Die letzten Minuten ging es nach der Verletzung von Ragnar Ache mit Zehn gegen Zehn weiter. Alle Informationen zum Nachlesen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Mainz 05.
Lukas Kwasniok gibt beim Training Anweisungen
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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und Mainz 05. In der MEWA Arena traf der FC am Sonntag um 15:30 Uhr im ersten Ligaspiel auf den Conference-League-Teilnehmer. FC-Trainer Lukas Kwasniok sah den FC zwar als Underdog, wollte mit seiner Mannschaft aber dennoch gegenhalten. Und das ist gelungen. Nach einem Duell, das lange unentschieden stand, traf Marius Bülter nach einer Flanke von Luca Waldschmidt und schoss den FC zu drei Punkten. Alle Informationen zum Duell gibt es hier im Liveticker.
Nach einer intensiven Vorbereitung geht es für den FC nun endlich los. Am Sonntagnachmittag gastiert das Team von Trainer Lukas Kwasniok zum ersten Bundesliga-Spiel in Mainz. Das erwartet den 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05.
Mit dem Duell in Mainz starten die Kölner in das Unterfangen Bundesliga. Das erwartet den 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05.
Bo Henriksen hat Mainz neues Leben eingehaucht (Foto: Pau Barrena/Getty Images)
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Aktuelle Form: Nachdem die Mainzer in der Vorbereitung keines ihrer sieben Spiele verloren hatten und dabei sogar sechs Siege einfahren konnten, starteten die 05er am vergangenen Montag mit dem Pokalspiel bei Dynamo Dresden in die neue Saison. Gegen den Zweitligisten tat sich der Conference-League-Teilnehmer ähnlich wie der FC in Regensburg schwer, setzte sich aber ebenfalls knapp durch (1:0). Am Donnerstagabend gab es dann eine bittere Niederlage in den Play-Offs zur Conference League unterlagen die 05er Trondheim nach einem Last-Minute-Gegentreffer 1:2, zeigten dabei aber eine ansprechende Leistung.
Abgang in Mainz
Schmerzhafter Abgang und dessen Nachfolger: Mit Jonathan Burkardt haben die Mainzer einen sehr schmerzhaften Abgang hingenommen. Der 25-Jährige, der im Sommer 2014 aus Darmstadt nach Mainz gewechselt war und seitdem diverse Jugendmannschaften durchlief, feierte in der Spielzeit 18/19 sein Debüt im Profiteam der 05er. Von da an gehörte er stets zur ersten Mannschaft und entwickelte sich kontinuierlich weiter. In der vergangenen Saison stellte der Stürmer mit 18 Treffern und drei Vorlagen seine persönliche Bestleistung auf. Damit hatte er einen großen Anteil daran, dass sich Mainz die Teilnahme am europäischen Wettbewerb sicherte.
Neuzugang und offene Entscheidung
Diese starke Saison blieb auch Eintracht Frankfurt nicht verborgen, die den Offensivspieler vor der Saison für 21 Millionen Euro fest verpflichteten. Als Ersatz für Burkardt nahmen die Mainzer Benedict Hollerbach von Union Berlin unter Vertrag. Für den ehemaligen Wiesbadener überwiesen die Rot-Weißen zehn Millionen Euro nach Berlin. Sowohl in Dresden als auch in Trondheim stand der 24-Jährige in der Startformation. Dabei zeigte sich der ehemalige Kölner Wunschspieler sehr bemüht, blieb jedoch noch ohne Torerfolg.
Unruhe um Weiper: In den vergangenen Tagen gab es in Mainz ein wenig Unruhe. Grund dafür war Stürmer Nelson Weiper, der in Mainz noch einen Vertrag bis 2026 besitzt. Mainz würde den Vertrag mit dem Stürmer gerne vorzeitig verlängern. Allerdings lässt sich Weiper bei seiner Entscheidung ein wenig Zeit. Aufgrund dessen haben die Verantwortlichen rund um Trainer Bo Henriksen den U21-Nationalspieler für die Partien in Dresden und Trondheim aus dem Kader gestrichen, damit er den Kopf freibekommen kann. Auch gegen den FC wird Weiper daher aller Voraussicht nach nicht im Kader stehen.
Trainer und Taktik
Formation: Trainer Henriksen lässt sein Team überwiegend im 3-4-3-System agieren. Dabei besteht die Dreierkette meist aus Dominik Kohr, Stefan Bell und Danny da Costa. Alle drei verfügen über eine gewisse körperliche Präsenz, können aber auch das Spiel von hinten heraus gestalten. Bei den beiden Schienenpositionen setzt der Däne auf zwei Akteure, die viel marschieren können und sich auch immer wieder in das eigene Angriffsspiel einschalten. Im zentralen Mittelfeld agiert Kaishu Sano als defensiver Sechser, während Amiri eher als Achter spielt und das Herzstück des Mainzer Spiels ist. In der Angriffsreihe setzt Henriksen nicht auf einen klassischen Neuner, sondern vielmehr auf drei spielstarke Akteure, die immer wieder ihre Positionen tauschen. Dadurch stellen die 05er den Gegner häufig vor neue Aufgaben. Beim Abwehrverhalten machen die Rheinhessen das Zentrum sehr eng und versuchen, den Gegner früh unter Druck zu setzen.
Lukas Kwasniok über Mainz: „Wir fahren als Underdog dahin, müssen uns aber auch nicht kleiner machen, als wir sind. Ich habe schon das Gefühl, dass uns Mainz zwei Jahre voraus ist. Mit dem Trainer haben sie mit dem extremen Pressing eine Identität auf dem Spielfeld. Sie können unglaublich viel laufen und marschieren. Die drei vorn laufen jeden Ball an und ziehen damit die komplette Mannschaft mit. Bei ihnen hat sich in Hinblick auf die Haltung ein gewisses Selbstverständnis entwickelt. Es wird eine Herkulesaufgabe.“
Bo Henriksen über den FC: „Köln spielt sehr guten Fußball. Sie sind sehr gut mit dem Ball, haben Selbstvertrauen und wollen Fußball spielen. Auch haben sie gute Spieler und eine gute Organisation auf dem Platz. Köln hat gegen Bergamo 4:0 gewonnen und sie auch hoch gepresst. Wir müssen es besser machen als Atalanta. Es wird ein offenes Spiel.“
Mögliche Aufstellung Mainz: Zentner – da Costa, Bell, Kohr – Caci, Amiri, Sano, Mwene – Nebel, J.-S. Lee – Hollerbach
Es fehlen: Niklas Tauer (nicht berücksichtigt) und Nelson Weiper (Versetzt zur U23)
Für Trainer Lukas Kwasniok und die Geißböcke steht am Sonntag das erste Pflichtspiel der Bundesliga auf dem Plan. Um 15:30 Uhr erfolgt der Anstoß in der MEWA Arena. Wer überträgt das Duell des 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05?
Das Warten hat ein Ende: Das erste Bundesliga-Spiel unter Trainer Lukas Kwasniok steht an. Am Sonntagnachmittag geht es gegen den 1. FSV Mainz 05. Wen der Trainer aufstellen wird, ist noch offen. So könnte der 1. FC Köln spielen.
Die Wochen der Vorbereitung sind vorbei, jetzt geht es wieder los. Der FC startet mit der Begegnung gegen Mainz in die Saison. Trainer Lukas Kwasniok ließ sich im Bezug auf die Aufstellung noch nicht in die Karten gucken: So könnte der 1. FC Köln spielen.
Isak Johannesson dürfte gesetzt sein
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Dass Lukas Kwasniok seinen Kader noch verkleinern würde, hatte der Trainer schon mehrfach angedeutet. Dass Kwasniok allerdings vor den Deadline-Day am 1. September eine finale Entscheidung treffen würde, hatte am Donnerstag dann doch überrascht und wurde an Freitag bereits umgesetzt. Dementsprechend waren Imad Rondic, Leart Pacarada und Jakob Christensen für das Mainz-Spiel schon kein Thema mehr. Nach den Eindrücken der Vorbereitung sowie der Nominierung in der Vorwoche für Regensburg war die Personalentscheidung alles andere als eine Überraschung. Doch auch für den Bundesliga-Start musste der Kölner Coach unliebsame Entscheidungen treffen, schließlich darf der Coach nur 18 Feldspieler für die Begegnung nominieren. So bleiben Dominique Heintz und Julian Pauli auch dieses Mal zu Hause. Zudem verletzte sich Linton Maina und wird also ebenfalls fehlen.
Kwasniok muss seine Startelf umbauen
Durch den Ausfall wird es also definitiv eine Startelf-Veränderung geben müssen. Für Maina wird mit großer Wahrscheinlichkeit Kristoffer Lund starten. Der gelernte Linksverteidiger hatte in der Vorbereitung überzeugt und sollte daher eine Option für die Startelf sein. Aber auch darüber hinaus könnte es weitere Veränderungen geben. Zwar betonte Kwasniok in der Pressekonferenz am Freitag, dass die Eindrücke aus dem Regensburg-Spiel eher wenig Einfluss auf die Aufstellung hätten, allerdings wird der 43-Jährige auch nicht müde, zu betonen, dass er keine Stammelf habe, vielmehr routieren wolle, seine Mannschaft jeweils auf den Gegner anpassen werde. Und es ist wahrlich nicht zu erwarten, dass Conference-League-Teilnehmer Mainz ähnlich aufspielen wird wie Drittligist Regensburg.
Gut möglich, dass Rav van den Berg an Sonntag zu seinem ersten Einsatz für den 1. FC Köln kommt. Dann würde Cenk Özkacar ein Platz auf der Bank drohen, denn der Kölner Coach hatte bereits gesagt, dass die beiden Innenverteidiger wohl eher nicht gemeinsam auflaufen werden. Auch in der Offensive könnte es zu Veränderungen kommen. So sorgte Jan Thielmann gegen Regensburg nach seiner Einwechslung für ordentlich Bewegung und wurde vom Kölner Trainer am Freitag nochmal explizit gelobt. In der Sturmspitzen wäre Ragnar Ache sicherlich eine Option, denn auch der Zielstürmer veränderte die Spieldynamik gegen den Jahn.
Mit bislang zehn neuen Spielern starten die Kölner am Sonntag in die Bundesliga-Spielzeit. Die Transfers haben bereits eine gewisse Euphorie entfacht, dabei ist noch um keinen Punkt gespielt. Ist der 1. FC Köln schon bereit für die Bundesliga?
Von der Aufstiegsmannschaft der Geißböcke sind nur wenige Stützen geblieben, zahlreiche Neuverpflichtungen drängen in die erste Elf. Der neue Coach, vor allem aber Sportdirektor Thomas Kessler haben die Euphorie rund um den FC entfacht. Aber reicht das? Ist der 1. FC Köln schon bereit für die Bundesliga?
Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Die Bilanz kann sich sehen lassen. Mehr als 20 Millionen Euro haben die FC-Bosse in neue Spieler investiert. Zehn Akteure wurde in diesem Sommer neu verpflichtet. Wiederum sechs von ihnen standen am Sonntag im Pokalspiel gegen Regensburg in der Anfangsformation, weitere zwei wurden eingewechselt. Einzig Rav van den Berg und Tom Krauß saßen im Jahnstadion 90 Minuten auf der Bank, beide gehören aber ganz sicher zum erweiterten Kreis einer möglichen Startelf. Kölns Trainer Lukas Kwasniok wird bekanntlich nicht müde, zu betonen, dass es bei ihm keine klassische Stammelf gibt, vielmehr einen Pool an Spielern, die für die Anfangsformation in Betracht kommen. Bis auf Ron-Robert Zieler, der zweifelsfrei auch das Zeug dazu hätte, dürften eben alle Neuzugänge zu der illustren Runde gehören.
Zweithöchste Investition der Vereinsgeschichte
Zweifelsohne haben die Kölner ein neues Gesicht verpasst bekommen. Einige Stammspieler der Vorsaison müssen sich sogar Gedanken um ihre Zukunft machen. Zumindest standen sie gegen Regensburg bekanntlich gar nicht erst im Kader, Kwasniok sprach ganz offen über Tendenzen für die Zukunft. Für die Investitionen und auch die Neuverpflichtungen wird Thomas Kessler aktuell von vielen Fans gefeiert. Kein Wunder, nach Jahren des Sparkurses hat der neue Sportdirektor ordentlich Geld in die Hand genommen – sogar mehr als erwartet. Inklusive der Ablöse für den Coach sind es an die 25 Millionen Euro und damit so viel wie seit Jahren nicht mehr, die zweithöchste Investition je. Doch bekanntlich schießt Geld keine Tore und die vergangenen Jahre haben beim FC ebenfalls gezeigt, dass nicht jeder Transfer auch eine sportliche Wende bedeutet.
Der Auftritt gegen Regensburg hat jedenfalls Fragen hinterlassen. 70 Minuten haben die Geißböcke alles andere als überzeugt. Die Hintermannschaft stand nicht immer sattelfest, in der Vorwärtsbewegung fehlte es dagegen lange an Ideen. Erst die Umstellung auf Viererkette, die insgesamt fünf Einwechslungen und wohl auch das drohende Pokal-Aus änderten die Spieldynamik. Dennoch ist man beim FC von den Sommertransfers absolut überzeugt. „Wir brauchten frisches Blut, eine höhere Qualität und einen höheren Konkurrenzkampf in der Mannschaft. Das war unser Auftrag“, sagte Thomas Kessler am Mittwochabend auf dem „Rheinischen Fußballgipfel“ der RP. Er sei „absolut zufrieden“, fügte der Sportdirektor an. Und die Neuverpflichtungen sind in der Tat vielversprechend. Ob sie aber eine höhere Qualität haben, wird sich zeigen müssen.
Sonntag bringt den ersten Schritt Richtung Wahrheit
Ein Garant für den Klassenerhalt oder sogar mehr sind die Transfers nämlich auch nicht. Für viele Spieler sind es bekanntlich die ersten Schritte in der Bundesliga, ob der Weg ins deutsche Oberhaus ein glücklicher sein wird, muss sich in den kommenden Wochen zeigen. Andere FC-Akteure hatten zumindest zuletzt ihre Probleme mit der Erstklassigkeit. Sonst hätten die abgebenden Vereine einem Abgang des jeweiligen Akteurs sicherlich nicht zugestimmt. So wirklich ist die Stärke des Kaders also noch nicht einzuschätzen. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass die Vorbereitungsspiele allesamt keine Gradmesser waren. Selbst das 4:0 gegen Atalanta Bergamo ist ganz sicher mit Vorsicht zu genießen.
Zudem waren die Transfers nach den zahlreichen Abgängen auch einfach nötig oder sie ermöglichten mindestens andere Schritte. Zwar liest sich der Kaderwert der Geißböcke auch nach den Transfers weiterhin wie der eines Abstiegskandidaten (Platz 15 mit rund 40 Millionen Euro Rückstand auf Union Berlin), doch entscheidet der am Ende nicht über die Punkte auf dem Platz. Dazu wird auch das Zusammenspiel der Mannschaft benötigt. Es muss sich zeigen, ob die neu zusammengewürfelte Mannschaft bereits über eine gewisse Eingespieltheit verfügt. Den ersten Schritt Richtung Wahrheit wird es dann am Sonntag geben. So oder so.
Am Sonntag startet auch für den FC die Saison in der Bundesliga. Es ist auch ein wenig die Reise ins Ungewisse. Zum Auftakt in die Spielzeit wagen die Mitarbeiter von come-on-fc einen Blick in die Zukunft: So fällt unsere Saisonprognose für den 1. FC Köln aus.
Auch wenn es den Kölner Fans immer wieder nachgesagt wird: So wirklich werden wohl die Wenigsten auf Europa hoffen. Die Meinungen zum Abschneiden des FC in der aktuellen Spielzeit kreisen eher in Sphären zwischen Mittelmaß bis Abstiegskandidat. Die Mitarbeiter von come-on-fc wagen ebenfalls einen Ausblick: So fällt unsere Saisonprognose für den 1. FC Köln aus.
Florian Kainz und Linton Maina überzeugten im ersten Testspiel
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Simon Hense: Der FC wird eine solide bis gute Saison spielen. Thomas Kessler hat für mich mit vielen Zugängen wie – um nur ein paar zu nennen – Sebastian Sebulonsen, Tom Krauß, Isak Johannesson oder Jakub Kaminski einen guten Job gemacht und die Qualität des Kaders deutlich gesteigert. Das war sehr wichtig nach dem nicht immer souveränen Aufstiegsjahr. Mit Lukas Kwasniok hat der Sportdirektor außerdem einen passenden Trainer verpflichtet, der für einen aktiven Spielstil steht, aber auch sehr gut darin ist, seine Mannschaft an den Gegner anzupassen. Außerdem gibt es mit dem HSV, Heidenheim, Werder Bremen, St. Pauli oder Union Berlin einige Mannschaften, die ich im Moment aus unterschiedlichen Gründen schwächer oder zumindest nicht besser als den FC sehe. Darum denke ich, dass es am Ende auf Platz 13 hinausläuft.
Einen kleinen Hot Take habe ich auch noch: Johannesson wird seine 17 Scorerpunkte aus der abgelaufenen Zweitligasaison auch in der Bundesliga bestätigen und damit einer der entscheidenden Kölner Spieler sein.
Hendrik Broschart: Anfang August schlug Fußball-Rentner Mark Uth vor dem Testspiel der Geißböcke gegen Arnheim royale Töne an. Uth erklärte damals den neuen Stürmer Marius Bülter kurzerhand zum „Königstransfer“. Dabei ist er bei einem Blick auf die Liste der Kölner Neuzugänge nur einer von vielen spannenden Kandidaten, für die es sich lohnt, die kommende Saison der Domstädter mit besonderem Augenmerk zu verfolgen.
Die Transfersperre, der schmerzliche Abstieg und auch die sportlich fragwürdigen Entscheidungen des ehemaligen Sportdirektors Christian Keller hatten die Geduld der Fans lange Zeit überstrapaziert. Damit ist nun Schluss: Das Transferkarussell drehte sich im Sommer so rasant wie selten zuvor am Geißbockheim. “Don Kess” hat in allen Mannschaftsteilen für frischen Wind gesorgt und den Kader in Spitze und Breite bundesligatauglich geformt. Welche der vielen neuen Spieler sich dabei als echter Glücksgriff erweisen, bleibt abzuwarten. Fest steht aber: Eine solche Aufbruchstimmung wie derzeit hat es beim FC lange nicht gegeben. Die Kölner gehen rundum erneuert in die Mission Klassenerhalt. Wenn es Lukas Kwasniok in seiner Premierensaison gelingt, die neu zusammengestellte Mannschaft zusammenzuhalten, sollte das Mindestziel erreichbar sein.
Cedrik Kaiser: Der 1. FC Köln ist wieder zurück in der Bundesliga. Wäre das nicht Grund genug zum Feiern, steht der FC dank Sparfuchs Dr. Christian Keller finanziell so gut da, wie vielleicht zuletzt in den 80er Jahren. Diesen Umstand nutzte Keller-Nachfolger Thomas Kessler in diesem Sommer aus, um einen Kaderumbruch hinzulegen, der absolut notwendig war. Reichen die Neuzugänge aus, um die Klasse zu halten? Ich habe da keine Zweifel. Ein Grund für mich: Lukas Kwasniok. Kein dogmatischer Sturkopf wie Steffen Baumgart, aber mit einem ebenso beneidenswerten Motivationstalent gesegnet. Kwasnioks erste Monate zeigen, dass er nicht zum 1. FC Köln gekommen ist, um eine Wohlfühloase aufzubauen, sondern der Erfolg des gesamten Teams über allem steht. Sollten die Schlüsselspieler Marvin Schwäbe, Rav van den Berg, Eric Martel, Isak Johannesson und Ragnar Ache performen, steht einem Platz zwischen 10 – 14 nichts im Wege.
Wenn Kwasniok es dann noch gelingen sollte, Spieler wie Jan Thielmann oder Luca Waldschmidt in die Spur zu bekommen, dann wird es einige Feste in Müngersdorf zu feiern geben. Eine Sorge habe ich aber: Sollte die neu formierte Abwehr sich nicht schnell einspielen, droht dem FC eine sehr schwierige Saison mit hartem Abstiegskampf und Kwasniok würde nicht auf dem FC-Wagen den Rosenmontagszug genießen können.
Außerdem wird die Vorstandswahl ein voller Erfolg und ein Zeichen für lebendige Demokratie bei einem Bundesligisten. Am Ende der Saison unterschreibt FC-Geschäftsführer Phillipp Türoff einen Deal mit der Stadt Hürth, ungenutztes Industrieareal für den Neubau des NLZs zu nutzen. Die U19 feiert den historischen Gewinn der Youth League, während tausende Kölnerinnen und Kölner die FC-Bubis durch halb Europa begleiten. Ach ja, in der Saison 26/27 heißt es dann wieder #effzehinternational. Diesmal geht es mit dem FC-Frauen auf die Reise.
Simon Bartsch: Der FC steht vor Saisonbeginn also einmal mehr vor einer Reise ins Ungewisse. Ein am Horizont noch nicht erkennbarer Zielhafen ist für die Kölner mittlerweile eher obligatorisch als neu. Und doch ist diese Spielzeit anders. Mit Lukas Kwasniok wurde wohl ganz bewusst einmal mehr ein Trainer verpflichtet, der Motivieren kann, der Euphorie entfacht, Spektakel verspricht. Das ist vor einigen Jahren schon mal gut gegangen. Auch, weil die Spieler vielleicht glaubten, besser zu sein, als sie am Ende es dann wirklich waren. Das Feuer ist dementsprechend auch schnell wieder erloschen, das Gebilde wie ein Kartenhaus zusammengestürzt. Nun ist die Marschroute wieder „Entertrainer“.
Die große Euphorie hat aber auch Thomas Kessler ausgelöst. Zehn Neuverpflichtungen und fast 25 Millionen Euro sind schon sehr beachtlich. Damit hat der neue Sportdirektor ein unerwartetes Statement gesetzt. Allerdings auch eins, das ein gewisses Risiko birgt. Denn die ganz große Bundesliga-Erfahrung kann der Großteil der neuen Spieler nicht vorweisen. Ein überragender Zweitliga-Spieler muss in der Bundesliga nicht zwingend zünden. Kann er aber und das macht eine Prognose so schwer. Zumal die Testspiele auch alles andere als Gradmesser waren. Weder das 2:2 gegen Fortuna Köln noch der 4:0-Erfolg über Atalanta Bergamo. Das 2:1 gegen Regensburg war hart erarbeitet und sicher nicht der Quell aller Vorfreude auf die Liga. Allerdings dürfte sich das Team noch in der Findungsphase befinden.
Unterm Strich gibt es in dieser Spielzeit sicher andere Teams, die nach aktuellem Transferstand größere Probleme haben dürften. Findet Kwasniok die richtigen taktischen Mittel im Rückwärtsgang, kann die Mannschaft sicherlich einen Platz im gesicherten Mittelfeld erreichen.
Meine Hot Takes: Lukas Kwasniok wird auf dem Rosenmontagszug auf dem FC-Wagen Platz nehmen dürfen (Ja, als Trainer). Ragnar Ache wird zweistellig treffen und damit die lange Suche nach einem Modeste-Nachfolger endlich beenden. Isak Johannesson wird der Topscorer der Kölner. Und Said El Mala wird mit dem Kader für die Weltmeisterschaft 2026 in Verbindung gebracht – ABER ACHTUNG: primär von den FC-Fans!
Die Werkself ist mit einem herben Dämpfer in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Und daran hatte ein in Köln doch sehr bekannter Angreifer seinen Anteil: Ex-FC-Profi Tim Lemperle lässt Leverkusen leiden.
Sein Abschied war mit einigen Geräuschen verbunden, nun sorgte das Kölner Eigengewächs ausgerechnet bei der Werkself für Furore. Ex-FC-Profi Tim Lemperle lässt Leverkusen leiden
Tim Lemperle im Zweikampf (Christof Koepsel/GettyImages)
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Nicht nur der FC startet mit einem neuen Gesicht in die Bundesliga, auch bei der TSG Hoffenheim gab es in diesem Sommer einige Neuverpflichtungen. Eine aus Kölner Sicht sehr bekannte hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg der Sinsheimer ausgerechnet bei der Werkself. Tim Lemperle erzielte ausgerechnet in Leverkusen sein erstes Pflichtspieltor für die TSG. Das Kölner Eigengewächs traf nach einer guten Stunde zum 2:1. Lemperle hat die Kölner im Sommer bekanntlich ablösefrei verlassen. Angesichts der doch ordentlichen Personaldecke im Angriff war darüber spekuliert worden, ob es für den ehemaligen FC-Profi überhaupt zu viel Einsatzzeit reicht. Nun hat Lemperle eine Bewerbung abgegeben. Der Stürmer hatte im Winter seinen Wechselwunsch nach Hoffenheim kommuniziert.
Asllani erzielt den Ausgleich
Etwa zur gleichen Zeit geriet wohl ein anderer Akteur in den Fokus der Geißböcke. Damals soll Fisnik Asllani auf dem Wunschzettel der Kölner gestanden haben. Die SV Elversberg gab ihren geliehenen Akteur nicht frei, im Sommer wechselte der Offensivspieler zurück zur TSG und am Samstag machte sich das bereits bezahlbar. Asllani traf zum zwischenzeitlichen 1:1. Erwartungsgemäß hatte Jarell Quansah die Werkself in Führung gebracht. Nicht ganz so optimal verlief der Liga-Auftakt für Max Finkgräfe. Auch der Linksverteidiger soll angeblich bei Hoffenheim auf der Liste gestanden haben. Finkgräfe trägt nun das Trikot von RB Leipzig. Zum Einsatz kam der Abwehrspieler bei den Roten Bullen in einem Pflichtspiel noch nicht.