Das erwartet den 1. FC Köln: Kopfballstarke Innenverteidiger, Erfolgsgarant im Sturm

Jan Thielmann mit dem 1. FC Köln im Duell gegen Darmstadt
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Das erwartet den 1. FC Köln: Kopfballstarke Innenverteidiger, Erfolgsgarant im Sturm

Nach dem knappen 1:0-Sieg in Ulm und der damit verbundenen Rückkehr auf einen direkten Aufstiegsplatz  steht für den 1. FC Köln nun das nächste wichtige Spiel in der Liga vor der Tür. Am Samstagabend gastiert der SV Darmstadt im RheinEnergie-Stadion. Das erwartet den 1. FC Köln im Heimspiel gegen Darmstadt.

Am Samstag empfängt der FC die Wundertüre der Liga. Keine leichte Aufgabe für die Geißböcke. Auch, wenn Darmstadt zu den Keller-Kindern gehört. Das hat das Hinspiel schließlich eindrucksvoll bewiesen. Das erwartet den 1. FC Köln im Heimspiel gegen Darmstadt.

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Aktuelle Form: Das Team von Trainer Florian Kohfeldt gewann von den vergangenen neun Ligaspielen lediglich zwei Partien, ging ein Mal mit einem Unentschieden und sechs Mal als Verlierer vom Feld. Nach der Winterpause startete der SVD mit einem Unentschieden bei Fortuna Düsseldorf, bevor es gegen den SC Paderborn 07, beim 1. FC Nürnberg, gegen Elversberg und gegen Eintracht Braunschweig vier Niederlagen in Folge setzte. Im Heimspiel gegen den FC Schalke feierten die Lilien dann mit einem 2:0 ihren ersten Sieg des Jahres und gingen in der Woche später in Magdeburg nach einer 1:0-Führung am Ende wieder als Verlierer vom Platz.

Vergangene Woche schlugen die Darmstädter zu Hause den Karlsruher SC mit 3:1. Mit 31 Zählern liegen die Lilien in der Tabelle auf Rang 13, mit sieben Punkten in der Rückrunde stehen die Hessen jedoch in der Rückrundentabelle auf dem 14. Platz.  Kurios: In Kohfeldts ersten zwölf Spielen als Trainer der Lilien verlor Darmstadt lediglich eine Partie und gehörte in dieser Zeit zu den besten Teams der Liga.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Stärken und Schwächen

Offensiv stark: Mit 44 eigenen Toren stellen die Darmstädter gemeinsam mit dem Karlsruher SC die viertbeste Offensive der Liga. Nur die SV Elversberg (45), der 1. FC Magdeburg (53) und der Hamburger SV (55) trafen in dieser Spielzeit noch häufiger.

Abschlussfreudig: Die Darmstädter gaben in der laufenden Saison die zweitmeisten Torschüsse aller Teams ab. Insgesamt 376-mal versuchten die Hessen ihr Glück. Nur der 1. FC Köln kommt mit 401 Versuchen auf noch mehr Abschlüsse.

Kopfballstarker Innenverteidiger: Aleksandar Vukotic ist mit einer Körpergröße von 2,01 Metern der größte Spieler der Liga. Dies macht sich auch im Spiel des Serben bemerkbar. Ist der 29-Jährige mit dem Fuß vielleicht nicht der beste Techniker und auch nicht einer der schnellsten Verteidiger der Liga, doch im Luftduell ist der Linksfuß fast unschlagbar. Mit 111 gewonnenen Kopfballduellen kann ihn nur Lukas Frenkert (116) vom SC Preußen Münster in dieser Statistik schlagen. Welche Qualität Vukotic mit dem Kopf hat, musste der FC bereits im Hinspiel am eigenen Leib erfahren. Hier erzielte der Verteidiger in der Nachspielzeit den 5:1-Endstand. Und das natürlich mit dem Köpfchen.

Im Fokus: Mit Stürmer Isaac Lidberg hat der SV Darmstadt 98 einen echten Top-Stürmer in seinen Reihen. Der 26-Jährige wechselte vor dieser Saison vom niederländischen Erstligisten aus Utrecht für eine Million Euro nach Hessen und gehört seitdem zu den absoluten Leistungsträgern im Team von Trainer Florian Kohfeldt. In bislang 19 Ligaspielen erzielte der Schwede zwölf Treffer und legte seinen Kollegen drei weitere Treffer auf. Lidberg ist ein sehr schneller Spieler, der neben einer feinen Technik auch die körperliche Präsenz mitbringt. Vor dem gegnerischen Tor ist der Rechtsfuß sehr effizient, versucht aber auch immer den besser positionierten Mitspieler in Szenen zu setzen. Fällt der Angreifer angeschlagen aus, ist das dem Spiel der Lilien deutlich anzumerken. Keines der vier Spiele, in denen Lidberg gefehlt hat, gewannen die Darmstädter. Tatsächlich gab es nur einen Punkt.

Taktik

Formation/Taktik: Trainer Florian Kohfeldt lässt seine Mannschaft ausschließlich im 4-4-2-System auflaufen. Dabei variiert er jedoch zwischen einem klassischen System mit zwei Außenspielern oder einer Raute. Bei dieser gibt es im Mittelfeld einen Sechser, zwei Achter und einen Zehner. Dabei wechseln die beiden Achter und der Spieler hinter den beiden Spitzen immer wieder die Positionen. So sorgen die Akteure für viel Flexibilität, aber auch Unruhe beim Gegner. Bei Angriffen schiebt der linke, aber auch rechte Außenverteidiger immer sehr hoch, damit es zum einen mehr Anspielstationen gibt, zum anderen das Spiel auch breit gemacht wird. Dabei setzen die Darmstädter weniger auf Flanken, sondern probieren, die Abwehr durch schnelle Kombinationen auszuspielen. Beim Verteidigen agieren die Hessen situationsbedingt teilweise sogar mit einer Fünferkette. Dafür lässt sich der Sechser zwischen die beiden Innenverteidiger fallen.

Das sagen die Trainer

Gerhard Struber über Darmstadt: „Das ist ein Gegner, der sehr viel Tiefgang und Spieler in der vorderen Linie hat, die Spielwitz, aber auch Wucht haben. Sie haben ein gutes Positionsspiel, sind aber auch immer wieder sehr schnell im Umschalten und suchen den direkten Weg zum Tor. Das wird eine richtige Herausforderung, um unser Ziel zu erreichen, und das ist klar der Sieg.“

Gäste-Trainer Florian Kohfeldt über den FC: „Der FC ist eine Mannschaft, die berechtigt aufsteigen will und hat wahrscheinlich den besten Kader der Liga. Auch haben sie gefühlt die besten Rahmenbedingungen von allen, wie zum Beispiel das Stadion. Alles um sie herum ist wie bei einem Erstligisten und Deshalb haben sie absolut berechtigt die Ambitionen, diese Liga sofort wieder zu verlassen. Sie haben viele gute Ergebnisse geliefert, in den letzten Wochen aber ein paar Schwankungen gezeigt, sind aber dennoch sehr stabil und bekommen wenige Gegentore. Der FC ist der klare Favorit.“

Personal

Personal: Die Darmstädter müssen beim  1. FC Köln auf Matthias Bader (Kreuzbandriss), Othane El Idrissi (Knieverletzung), Philipp Förster (Krank), Fabian Holland (Trainingsrückstand), Kai Klefisch (Leistenzerrung), Fabian Nürnberger (Rotsperre), Paul Will (Kreuzbandriss) und Christoph Zimmermann (Knieprobleme) verzichten

Mögliche Startelf: Schuhen – Lopez, Riedel, Vukotic, Guille Bueno – A. Müller, Papela – Boetius, Corredor – Hornby, Lidberg



Dreier- oder Viererkette? Überraschung im Sturm? So könnte der FC gegen Darmstadt spielen

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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Dreier- oder Viererkette? Überraschung im Sturm? So könnte der FC gegen Darmstadt spielen

Die Personalsituation hat sich beim 1. FC Köln wieder ein wenig entspannt. Wirklich beruhigend ist sie gerade in der Offensive aber weiterhin nicht. Es wird wieder Veränderungen geben. So könnte der 1. FC Köln gegen Darmstadt beginnen.

Lässt Gerhard Struber mit der Dreier- oder der Viererkette spielen? Wer läuft im Angriff auf? Was ist mit den Rückkehrern? So könnte der 1. FC Köln gegen Darmstadt beginnen.

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FC-Trainer Gerhard Struber hatte schon unter der Woche eine kleine Überraschung am Start, als der Coach die eigentlich öffentlich geplante Trainingseinheit kurzerhand hinter einen Vorhang verbannte. Nun sind Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Profifußball keine Seltenheit. Auch beim FC nicht. Sie waren sogar lange Zeit die Norm. Doch die kurzfristige Umstellung deutete natürlich auf eine weitere Überraschung, auf eine vielleicht sogar größere hin. Wofür sonst ein Geheimtraining? Gut möglich also, dass sich der Kölner Coach für das Duell gegen den SV Darmstadt also einen Geniestreich überlegt hat. Der Gedanke liegt nahe, dass es sich dabei um die zuletzt oft diskutierte hinterste Reihe der Geißböcke handeln könnte. Nur wäre der Überraschungseffekt für die Lilien wohl kein besonders großer.

Rondic oder Tigges?

SVD-Coach Florian Kohfeldt wird sein Team mit großer Sicherheit auf beide System eingestellt haben. Dass die Kölner beide System spielen können und die Anfälligkeit für Konter wohl eher mit der taktischen Höhe und dem Anlaufverhalten zu tun hat, ist unbestritten. Die ganz große Überraschung würde Struber also nicht aus der Kappe zaubern. Möglich ist aber auch, dass der Trainer personelle Veränderungen plant, die der Gegner nicht so wirklich auf dem Schirm hat. Da die Vorstellung gegen Ulm in der Defensive eine ordentliche war und zumindest im ersten Abschnitt der FC ein wenig Offensivgefahr entwickelte, würde es nicht überraschen, wenn der Trainer bei der Viererkette bleibt. Die Besetzung könnte aber anders aussehen. So könnten wohl Leart Pacarada und Dominique Heintz wieder zurückkehren und die Reihe mit Timo Hübers und Jusuf Gazibegovic komplettieren.

Eric Martel steht dem FC wieder zur Verfügung und sollte der Kapitän der U21-Nationalmannschaft nicht zurück in die hinterste Reihe rotieren, wird Martel wohl auf seiner angestammten Sechs beginnen. Davor wird es spannend. Jan Thielmann zeigte gegen Ulm eine ansprechende Leistung und könnte genauso in der Startelf stehen wie auf der linken Seite Florian Kainz sowie Ulm-Siegtorschütze Luca Waldschmidt hinter der Spitze. Wenn die Ausrichtung die gleiche wie gegen den SSV bleibt. Auch Dejan Ljubicic wäre eine Option für das Mittelfeld. Wer im Sturm spielen wird, scheint nach vergangener Woche vollkommen offen. Imad Rondic war eigentlich schon in der Anfangsformation für die Begegnung gegen Ulm erwartet worden, saß 90 Minuten auf der Bank. Steffen Tigges konnte sich allerdings ebenfalls nicht empfehlen. Am Ende des Tages könnte genau dort die Überraschung liegen.

Duell gegen Darmstadt: So könnte die Startelf des 1. FC Köln aussehen

Leart Pacarada beim Spiel des 1. FC Köln

Leart Pacarada

Timo Hübers vom 1. FC Köln

Timo Hübers

Dominique Heintz beim 1. FC Köln

Dominique Heintz

Jusuf Gazibegovic

Eric Martel vom 1. FC Köln

Eric Martel

Dejan Ljubicic im Testspiel gegen Viktoria Köln
Dejan Ljubicic im Testspiel gegen Viktoria Köln

Dejan Ljubicic

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln

Luca Waldschmidt

Florian Kainz nach seinem Treffer zur Kölner Führung

Florian Kainz

Jan Thielmann beim 1. FC Köln

Jan Thielmann

Imad Rondic soll für den 1. FC Köln Tore schießen

Imad Rondic



Jaka Cuber Potocnik – Trotz Sturmflaute weiterhin keine Option beim 1. FC Köln

Jaka Potocnik saß wieder auf der Bank des 1. FC Köln
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Jaka Cuber Potocnik – Trotz Sturmflaute weiterhin keine Option beim 1. FC Köln

Auch trotz eklatanter Sturmsorgen bei den Geißböcken spielt der junge Slowene bei den Profis keine Rolle. Zuletzt bekam Oliver Schmitt den Vorzug und saß gegen den SSV Ulm auf der Kölner Reservebank. Jaka Cuber Potocnik ist für Gerhard Struber keine Option beim 1. FC Köln.

Immerhin insgesamt neun Mal stand der 19-Jährige in dieser Saison im Profikader von FC-Trainer Gerhard Struber. Seit nunmehr sechs Spieltagen wurde der Slowene allerdings nicht mehr berücksichtigt. Jaka Cuber Potocnik ist für Gerhard Struber keine Option beim 1. FC Köln.

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Die Nominierung für die U21 von Slowenien dürfte genau zu richtigem Zeitpunkt gekommen sein – eine Art „schlechte-Stimmungskiller“. Denn rund läuft es für Jaka Potocnik dieser Tage beim 1. FC Köln nun mal nicht. Auf den Schultern des Angreifers lastet nach dem Wirbel um das Registrierungsverbot eine besonders hohe Erwartungshaltung. Erfüllen konnte Potocnik diese bislang nocht nicht. Im Gegenteil: Die Personalsorgen der vergangenen Woche waren gerade in der Offensive immens. Mit den Ausfällen von Linton Maina und Damion Downs mussten die Geißböcke auf nahezu die gesamte Offensive verzichten. Zudem fehlte im Duell gegen Ulm auch der eigentlich zum Comeback zurück erwartete Tim Lemperle. Und so blieben FC-Coach Gerhard Struber wenige Optionen, um eine torgefährliche Spitze aufzustellen. Potocnik spielte einmal mehr keine Rolle in den Gedanken des Trainers.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Keine Einsatzzeit für Potocnik

Der 19-Jährige hatte noch zu Beginn der Saison unter dem Österreicher zumindest die Option auf Einsatzzeit bekommen. So stand Potocnik bis zum 20. Spieltag insgesamt neun Mal im Kader der Geißböcke, kam auf einen 15 minütigen Einsatz am siebten Spieltag der Saison gegen den KSC. Seit Anfang Februar wurde der Youngster allerdings nicht mehr berücksichtigt und läuft dafür in der U21 des 1. FC Köln auf. Bei der Kölner Reserve kommt der Slowene auf mittlerweile 16 Kadernominierungen, stand davon 15 Mal in der Startelf von Evangelos Sbonias und erzielte in der aktuellen Saison für die zweite Mannschaft der Kölner drei Tore. Eine Ausbeute, die nicht so richtig das hält, was sich die FC-Verantwortlichen wohl versprochen hatten. Und so stand im Winter auch eine mögliche Leihe des 19-Jährigen im Raum.

So äußerte Struber, dass der Stürmer möglicherweise noch einen Zwischenschritt benötige und erklärte damals im „Kicker“, dass „Spielzeit für ihn am wichtigsten“ sei. Eine Leihe kam nicht zustande. Deutliche Worte und eine eindeutige Einschätzung. Und so stand auch trotz der eklatanten Offensivnot am vergangenen Wochenende U21-Teamkamerad Oliver Schmitt im struberschen Kader gegen den SSV Ulm. Bereits gegen Eintracht Braunschweig am 20. Spieltag erhielt Schmitt von Struber Einsatzzeit – wenn auch nur eine Minute. Kein Wunder, denn der Youngster kann mit deutlich besseren Werten aufwarten als sein Mitspieler Potocnik. So kommt Schmitt in der Regionalliga West auf 18 Kader-Berufungen, von denen er 14 Mal in der Startelf stand. Mit sieben erzielten Toren und vier Assists weist der 24-Jährige eine deutlich bessere Bilanz auf.

Potocnik ist für Gerhard Struber keine Option beim 1. FC Köln

Vor dem Hintergrund der Einbußen und Restriktionen, die der FC durch den Transfer Potocniks mit der verhängten Transfersperre in Kauf genommen hat, ist die Entwicklung besonders bitter. Offensichtlich schätzt FC-Trainer Struber die Qualität des 19-Jährigen als momentan noch so gering ein, dass er den Stürmer nichtmal bei der aktuellen Personalflaute im Sturm berücksichtigt. Zumindest wenn man den Worten und der Einschätzung Strubers zu Beginn des Jahres Glauben schenkt. Dabei sollte man meinen, dass der FC aktuell jede Unterstützung in der Offensive brauchen kann. Denn auch Neuverpflichtung Imad Rondic scheint eben auch nicht die gewünschte Sofortverstärkung zu sein. Eine Option für die kommenden Duelle wird der junge Slowene für den Coach aber wohl nicht werden. Und das trotz der Sturmflaute in der Profi-Mannschaft.

Eine Chance, sich zu beweisen bekommt Potocnik nun also bei der U21 von Slowenien.


Spielt die Viererkette den Neuverpflichtungen des 1. FC Köln in die Karten?

Sollen den 1. FC Köln verstärken: Jusuf Gazibegovic und Joel Schmied
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Spielt die Viererkette den Neuverpflichtungen des 1. FC Köln in die Karten?

Erstmals seit Oktober letzten Jahres spielte Gerhard Struber wieder von Beginn an mit der Viererformation. Ob die Umstellung dem FC mehr Stabilität verleiht, ist nicht beantwortet, doch es deutet sich eine Erkenntnis an beim 1. FC Köln: Die Viererkette kommt den Winter-Zugängen entgegen.

So wirklich rund läuft es für die Kölner Neuzugänge in dieser Spielzeit noch nicht. Auch am vergangenen Samstag war nicht alles Gold was glänzt, doch es deutet sich eine Tendenz an beim 1. FC Köln: Die Viererkette kommt den Winter-Zugängen entgegen.

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Die Begegnung war eine offenbar besonders schmerzhafte. Gleich zwei Mal lag Joel Schmied innerhalb der ersten Halbzeit am Boden, musste behandelt werden. Nach dem Zusammenprall mit SSV-Keeper Christian Ortag auch ein wenig länger. Dafür war der Arbeitstag wiederum nach einer weiteren Blessur frühzeitig beendet. Eine schwerere Verletzung lag zwar nicht vor, doch das Spiel war nach gut 80 Minuten beendet. Dabei erwischte der Winter-Neuzugang gegen die „Spatzen“ einen durchaus guten Tag. Der Schweizer gewann mehr als 70 Prozent seiner Zweikämpfe (beste Quote der FC-Profis) und brachte 95 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Auch, wenn der Innenverteidiger einige Male lieber klärte, als das Spiel mit einem Pass aufzubauen, war die Leistung stabil, möglicherweise die bislang beste, die der Abwehrspieler im Trikot der Kölner absolviert hat.

Schmied profitierte von der Infekt-Welle

Dabei profitierte Schmied von der Infekt-Welle, die die Geißböcke eingeholt hat. Denn möglicherweise hätte der Innenverteidiger unter anderen Voraussetzungen gar nicht erst gespielt. Zumindest hatte Trainer Gerhard Struber in der vergangenen Woche die Dreierkette mit Eric Martel, Dominique Heintz und Timo Hübers im Training einstudiert. Und auch in der Viererformation hätte wohl Heintz den Vorzug vor Schmied erhalten. Wenn der Routinier denn fit gesesen wäre. Da aber Heintz und Martel nicht, zumindest nicht von Beginn an, zur Verfügung standen, war Schmied die folgerichtige Alternative. Mal abgesehen von einem Stellungsfehler bei der großen Chance von Semir Telalovic blieb der Schweizer nahezu fehlerlos, wirkte souverän und robust in seinem Spiel.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Ob daran letztlich die Viererkette, die taktische Ausrichtung oder die Qualität des Gegners ihren Anteil hatten, ist unklar – vermutlich aber eine Mischung aus allem. Fakt ist, dass Schmied beim FC Sion nahezu ausschließlich in der Viererformation zu Hause war und sich dort auch wohl gefühlt hat. Allerdings hatte der 26-Jährige auch gegen Fortuna Düsseldorf in der Dreierformation schon eine sehr ordentliche Partie absolviert, war einer der besten Feldspieler auf dem Platz – eben bis zum Blackout wenige Minuten vor Spielende, der den Elfmeter und damit den Ausgleich der Rheinländer mit sich brachte. Schmied scheint beim FC so langsam angekommen zu sein, findet einen soliden Platz. Die Frage ist dennoch wie lange, denn in dieser Woche kehrten sowohl Dominique Heintz als auch Eric Martel wieder zurück.

Gute Werte von Gazibegovic

Auch bei Jusuf Gazibegovic wirkte es am Samstag so, als würde die Position in der Viererkette deutlich besser funktionieren. Gerade im ersten Abschnitt brannte auf der rechten Abwehrseite so gut wie gar nichts an, zudem suchte der Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina auch immer wieder die tiefen Läufe, den Weg in die Offensive. Gemeinsam mit Jan Thielmann erzeugte der Abwehrspieler so auch Gefahr. Bis zur Halbzeit liefen mehr als 50 Prozent der Angriffe über die rechte Seite. Im Durchschnitt sind es in dieser Spielzeit keine 30 Prozent, die Gefahr lauert eigentlich auf der linken Seite und den schnellen Tempoläufen von Linton Maina, der bekanntlich verletzt ausfällt. Auch, wenn sicher nicht alles rundlief und der Bosnier gerade im zweiten Abschnitt doch deutlich nachlies, kam Gazibegovic auf einen für einen Außenverteidiger starken Zweikampfwert von 67 Prozent, die meisten Ballkontakte und die höchste Endgeschwindigkeit.

Trotz des Leistungsabfalls nach dem Wechsel war die Begegnung sicherlich die beste des Rechtsverteidigers im FC-Trikot. Vielleicht auch, weil der 25-Jährige auf seiner eigentlichen Position spielte. Denn bei Sturm Graz agierte Gazibegovic ausschließlich in einer Viererkette. Noch vor wenigen Wochen hatte Gerhard Struber erklärt, dass die Umgewöhnung für den Spieler auch nicht unbedingt eine einfache sei. Trotz der durchwachsenen Leistung macht das Spiel gegen Ulm Hoffnung auf mehr. Vor allem aber zeigte die Begegnung, dass Jan Thielmann auf der rechten Seite nur eine Option in der Offensive sein sollte.


1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #1: Ordentliche Leistung in Ulm oder mit einem blauen Auge davongekommen?

Der Podcast zum 1. FC Köln
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1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #1: Ordentliche Leistung in Ulm oder mit einem blauen Auge davongekommen?

Verfügt der FC über die Qualität für das Aufstiegsrennen? Reichen die 1:0-Erfolge gegen vermeintlich schwache Gegner? Und was hat es nun genau mit den Wintertranfers auf sich? Der 1. FC Köln bietet viel Raum für Diskussionen, Meinungen und Kommentare. Grund genug, come-on-fc auch hörbar zu machen. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #1: Ordentliche Leistung in Ulm oder mit einem blauen Auge davongekommen? Der Podcast zum 1. FC Köln.

Ist ein Aufstieg des „Effzeh“ wahrscheinlich? Wie lief eigentlich das vergangene Spiel und was ist zu den Neuzugängen zu sagen? Im neuen Podcast sprechen Cedrik und Simon von „come-on-fc“ über die aktuellen Fragen zum FC. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #1: Ordentliche Leistung in Ulm oder mit einem blauen Auge davongekommen? Der Podcast zum 1. FC Köln.

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Ab März gibt es die geballte Ladung come-on-fc auch als Podcast. Und in der Regel während der Spieltags-Wochen wöchentlich. Denn bekanntlich gibt es rund um den FC, das Geißbockheim und die Stadt viel zu diskutieren, viele Meinungen, viele Diskussionen. Und genau da wollen wir ansetzen. 1948 – Der Podcast von come-on-fc will die Themen rund um den FC möglichst aus verschiedenen Sichtweisen diskutieren. Das wird nicht immer gelingen. Aber doch hoffentlich möglichst oft.

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Folge #1: Ordentliche Leistung in Ulm oder mit einem blauen Auge davongekommen?

In der ersten Folge blicken wir zurück auf das Duell gegen den SSV Ulm. Denn das hat nun wirklich viel Potenzial zum Austausch. War das Spiel nun „ordentlich“ oder eben nicht? Ist die Erwartungshaltung in Köln zu hoch? Oder sollte es der Anspruch sein, auch eine gewisse Dominanz auszustrahlen? Und warum bleibt überhaupt Neuzugang Imad Rondic auf der Bank? Und weil es immer und immer wieder Diskussionspunkte gibt und man ohnehin niemals genug über den „Effzeh“ reden kann, geht die Reise nun los! „1948 – Der COME-ON-FC Podcast.“ Wir freuen uns, auf spannende und auch kontroverse Diskussionen und den Meinungsaustausch.

Die erste Folge gibt es hier auf dem come-on-fc.com YouTube-Kanal ab sofort zum Reinhören.
Der Podcast bei Spotify oder bei Amazon oder bei Deezer.



Absprache ignoriert? Karnevals-Ärger um Linton Maina

Linton Maina, Spieler des 1. FC Köln
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Absprache ignoriert? Karnevals-Ärger um Linton Maina

Linton Maina wird dem FC wohl noch einige Wochen fehlen. Der Offensivspieler hat sich bekanntlich eine Bänderverletzung zugezogen. Für Wirbel sorgt der Flügelflitzer aber dennoch, wenn auch nicht in der Offensive des 1. FC Köln: Hat Linton Maina gegen Party-Auflagen an Karneval verstoßen?

Ärger beim 1. FC Köln: Hat Linton Maina gegen Party-Auflagen an Weiberfastnacht verstoßen? Das berichtet die „Sport Bild“. Demnach habe der Außenbahnspieler zwei Tage vor dem Duell gegen Karlsruhe entgegen der internen Absprachen gefeiert.

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Zwölf Tore, fünf Vorlagen – eigentlich sorgt Linton Maina in dieser Spielzeit ausschließlich im gegnerischen Schlussdrittel für mächtig Wirbel. Nun ist der Offensivspieler bekanntlich verletzt, wird einige Wochen ausfallen und doch schafft es der 25-Jährige wieder in die Schlagzeilen. Wie die „Sport Bild“ in der aktuellen Ausgabe berichtet, soll der Flügelflitzer gegen die Karnevals-Auflagen des Vereins verstoßen haben – und das bereits an Weiberfastnacht. Wie es in dem Artikel heißt, sei Maina „mindestens in einer angesagten Party-Kneipe und einem Szene-Club“ gesehen worden. Dabei soll es innerhalb der Mannschaft die Absprache gegeben haben, dass die Profis vor dem wichtigen Duell gegen den KSC nicht um die Häuser ziehen sollten. Immerhin hatten die Geißböcke gerade nur einen Punkt aus den Begegnungen gegen Magdeburg und Düsseldorf eingefahren. Bekanntlich ist Weiberfastnacht der Beginn des Straßenkarnevals.

Zwei weitere Spieler involviert

Nur zwei Tage später stand bereits die Auswärtsbegegnung beim Karlsruher SC auf dem Spielplan. Maina hatte sich bei der 0:1-Pleite wie berichtet nach einer Viertelstunde verletzt, zunächst weitergespielt, war dann aber vom Platz gegangen. Der Außenbahnspieler soll sich einen Bänderriss zugezogen haben und wird noch einige Wochen ausfallen. Laut der „Sport Bild“ sollen an Weiberfastnacht auch zwei weitere Spieler des Profi-Kaders mit unterwegs gewesen sein. Spieler, die aber aufgrund von Verletzungen oder Sperren keine Rolle für das KSC-Spiel gespielt hätten. Der Verein wollte sich auf Anfrage von come-on-fc nicht zu dem Vorfall äußern. Allerdings äußerte sich Timo Hübers am Mittwoch nach dem Training und bestätigte, dass sich die Spieler bei der Mannschaft entschuldigt hätten. „Wir kommunizieren offen und ehrlich darüber. Das haben wir auch gemacht. Für mich ist das ein Thema der Vergangenheit“, sagte Hübers.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Dennoch bleibt ein Beigeschmack. Und das in einer Situation, in der der FC nur zu gerne mit dem 25-Jährigen verlängern würde. Bekanntlich läuft im Sommer der Kontrakt des Außenbahnspielers aus. Die Gespräche sollen dem Vernehmen nach laufen, Maina hat aber schon durchklingen lassen, dass eine Verlängerung beim FC an den möglichen Aufstieg geknüpft sei. Dazu hat der gebürtige Berliner bis zu der Begegnung gegen den KSC auch ordentlich mitgeholfen. Alleine in der Liga kommt der Offensivspieler auf zehn Vorlagen und drei Tore. Dementsprechend schmerzhaft ist der aktuelle Ausfall. Zumal mit Damion Downs auch der zweite Topscorer der Geißböcke aktuell verletzt ausfällt. Wann Maina wieder zurückkehren wird, ist aktuell offen. Der Verein sprach von einer „längeren Pause“.


Steht Marvin Obuz beim FC schon vor dem Abflug?

Marvin Obuz beim Spiel des 1. FC Köln
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Steht Marvin Obuz beim FC schon vor dem Abflug?

Trotz der angespannten personellen Lage in der Offensive saß Marvin Obuz am Samstag wieder einmal 90 Minuten auf der Bank. So wirklich zufriedenstellend ist die Situation für den Offensivspieler nicht beim 1. FC Köln: Wie geht es im Sommer weiter mit Marvin Obuz?

Eigentlich wollte der Offensivspieler noch einmal richtig angreifen, doch mehr als ein Kurzeinsatz gegen den Hamburger SV steht nicht zu Buche. Es stellt sich die Frage, ob es eine Zukunft gibt beim 1. FC Köln: Wie geht es im Sommer weiter mit Marvin Obuz?

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Lange sah es nicht so aus, als könnten die Kölner am Samstag noch das Spiel gegen den SSV Ulm für sich entscheiden. Die Offensive wollte gerade im zweiten Abschnitt nicht so richtig ins Laufen kommen. Doch Gerhard Struber wechselte seine Offensivkräfte nicht ein, vertraute den Spielern auf dem Platz und sollte unterm Strich ja auch recht behalten. Zufriedenstellen war die Situation gerade für die Offensivspieler nicht. Spieler wie Marvin Obuz. Der Verlauf der letzten Monate wird den 23-Jährigen nicht besonders glücklich stimmen. Denn nach seiner Rückkehr im Sommer und dem Ende der sehr erfolgreichen Leihe an Rot-Weiss Essen war der Plan wohl, nun den nächsten Karriereschritt zu gehen. Und der sollte bei seinem Heimatverein, dem 1. FC Köln verwirklicht werden – so zumindest der Plan.

Fünf Einsätze bei 23 Kadernominierungen

Doch die aktuellen Einsatzzeiten des Offensivspielers deuten eine Entwicklung nun so gar nicht an. Obuz kommt in der aktuellen Saison gerade einmal auf knapp 100 Minuten Spielzeit, stand zwar 23 Mal im Kader, spielte aber 18 Mal überhaupt keine Rolle. Und das obwohl die Hoffnung im Trainingslager im Winter noch durchaus gegeben war. Denn FC-Trainer Gerhard Struber lobte seinen Schützling mehrfach und sah ihn laut eigener Aussage sogar nah an der Startelf. „Er ist natürlich ein Spieler, der in meinem Kopf schwirrt, wenn ich über die Spielzeit nachdenke. Ich habe es schon einige Male gesagt und es hat sich nicht verändert: Er ist sehr nah dran“, hatte der Coach zum Beispiel nach dem Aachen-Testspiel im Winter gesagt. Umso verwunderlicher, dass der Rechtsaußen auch in der Rückrunde nur gegen den HSV 14 Minuten Einsatzzeit erhielt.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Und das ob der zuletzt sehr angespannten Personalsituation in der Kölner Offensive. Dass sowohl Spieler, als auch Berater darüber nicht besonders glücklich sind, ist wohl nicht verwunderlich. Denn wenn ein Spieler, der in der vergangenen Saison – zugegeben in der dritten Liga – auf 14 Assists und sieben Tore kommt noch nicht einmal eine Chance bekommt, wenn es gegen Ulm eng wird, muss die Frage erlaubt sein, wann denn dann. Zu Beginn des Trainingslagers war die Stimmung auf Seiten des Spielers noch positiv. „Die Gespräche mit dem Trainer sind sehr offen, gut und ehrlich. Deswegen gehe ich da ganz positiv an die Sache ran“, sagte Obuz damals dem „Kicker“. Die positive Herangehensweise wandelte sich nach der Begegnung gegen Ulm und dem erneuten Verbleib auf der Bank nun aber.

„Der Junge bekam bis dato nie eine wirkliche Chance“

Spielerberater Dirk Hebel bewertete die Situation gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Das haben wir uns nach Marvins starker Saison in Essen natürlich ganz anders vorgestellt. Marvin ist Kölner durch und durch. Es war sein großer Traum, als FC-Profi in Müngersdorf zu spielen. Doch dazu kam es ja praktisch nie“, so der Berater. „Wenn man sich vergegenwärtigt, wie wenig Einsatzzeit Marvin erhalten hat und dazu noch die großen Probleme des FC in der Offensive betrachtet, dann ist das sehr enttäuschend. Der Junge bekam bis dato nie eine wirkliche Chance zu zeigen, was er kann.“ Deutliche Worte.

Und Worte, die einen Verbleib des Offensivspielers über den Sommer hinaus wohl sehr in Frage stellen. „Im Moment ist die Hoffnung noch da, dass Marvin einen positiven Einfluss auf das Aufstiegsrennen nehmen kann. Der Aufstieg des Clubs steht auf für ihn über allem. Doch bleibt alles so, wie es ist, dann muss man sagen, dass es dann keinen Sinn mehr macht. Dann wird Marvin seinen Heimatverein verlassen. Und das wäre enttäuschend“, sagt Hebel. Wie der „Stadt-Anzeiger“ berichtet, soll der 1. FC Nürnberg weiterhin Interesse an Obuz haben. Auch RWE wird immer wieder mit dem gebürtigen Kölner in Verbindung gebracht. Stellt sich die Frage, ob der FC angesichts der ohnehin anstehenden Kaderveränderungen – ob Aufstieg oder Ligaverbleib – mit Obuz überhaupt planen will.


Aufstiegsgarant Selke? Der HSV hat das, was der FC gerne hätte und bekanntlich auch mal hatte

Davie Selke macht beim HSV den Unterschied
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Aufstiegsgarant Selke? Der HSV hat das, was der FC gerne hätte und bekanntlich auch mal hatte

Wenn überhaupt kristallisiert sich in der engen 2. Bundesliga einzig der Hamburger SV als Aufstiegskandidat immer mehr heraus. Ein Erfolgsgarant der Hanseaten spielte noch in der vergangenen Saison für den 1. FC Köln: Schießt ausgerechnet Davie Selke den HSV in die erste Liga?

Bereits 17 Tore stehen auf dem Konto des Stürmers in der Liga-Saison, eins im Pokal. Der EX-Kölner verkörpert Torgefahr. Jene Qualität, die momentan fehlt beim 1. FC Köln. Schießt ausgerechnet Davie Selke den HSV in die erste Liga?

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So ein wenig bizarr wirkte das Gedankenspiel dann doch. In der „Bild“-Show „Reif ist live“ wurde Davie Selke als möglicher Backup für Harry Kane gehandelt. Die Idee hatte ein wenig von den Äußerungen von Steffen Baumgart, der den Angreifer einst in Richtung DFB-Elf sah. Realistisch sind in der Tat beide Szenarien nicht. Zweifelsohne befindet sich Selke aber in der Form seines Lebens. 17 Tore hat der Stürmer in der Liga in dieser Saison geschossen, dazu ein weiteres im Pokal. In der doch mittlerweile langen Profi-Karriere hat Selke nie mehr als zehn Saisontore erzielt. Nun ist der Schondorfer mindestens der Erfolgsgarant der Rothosen und Stand jetzt deutet auch ziemlich viel daraufhin, dass der 30-Jährige zum Aufstiegsgaranten der Hanseaten werden könnte. Und so könnte es ausgerechnet Selke sein, der den HSV in die erste Liga schießt.

Dem FC fehlt die Torgefahr

Sicher ist, dass Selke aktuell ziemlich genau das verkörpert, was den Kölnern so unwahrscheinlich fehlt: Torgefahr. Alleine sieben der Treffer hat der Stürmer in diesem Jahr erzielt und damit eins mehr als die gesamte Kölner Mannschaft. Zweifelsohne steht der HSV auch Dank des Angreifers an der Tabellenspitze. Und das ist aus Kölner Sicht besonders bitter, denn Selke hätte auch für die Kölner auf Torejagd gehen können. Die Kurzgeschichte: Selke kam im Winter 23 zum FC, absolvierte anderthalb Spielzeiten, erzielte elf Tore und war durchaus daran interessiert, die Kölner auch wieder zurück in die Bundesliga zu führen. Der FC unterbreitete Selke ein Angebot, dem Vernehmen nach war der Stürmer mit den Konditionen nicht einverstanden und als er sich dann doch pro FC entschied, hatte Christian Keller die Tür bereits zugestoßen.

Selke verabschiedete sich vom FC mit einer kleinen Spitze und fand erstaunlich schnell Unterschlupf bei Steffen Baumgart und dem HSV. Zwar ist der ehemalige Kölner Trainer von Hamburg weiter nach Berlin gezogen, Selke befindet sich dennoch bei den Rothosen in seinem zweiten Frühling. Und nicht wenige Kölner Fans trauern dem charismatischen Angreifer, vor allem aber seinen Toren, hinterher. Und das wiederum nicht grundlos. Dem FC geht aktuell der Offensivdrang, die Torgefahr völlig ab. Am vergangenen Samstag taten sich die Geißböcke über weite Strecken gegen Ulm erschreckend schwer, fanden kein Mittel, der entscheidende Treffer durch Luca Waldschmidt hatte nun mal so gar nicht in der Luft gelegen. Acht Mal setzten sich die Geißböcke mit einem knappen 1:0 durch. Zwar ein rekordverdächtiger Wert, aber sicher keiner, der für die große Torgefahr spricht.

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Hat sich Christian Keller verzockt?

Um die Offensive ein wenig zu beleben, wurde Imad Rondic von Widzew Lodz an den Rhein geholt. Der Angreifer bringt eine ordentliche Veranlagung mit, die Leistungswerte, Statistiken sind aber alles andere als beeindruckend. Fünf Einsätze, kein Tor, keine Vorlage. Kein Wunder also, dass die Kritik an Christian Keller bei einigen Fans dann doch schon sehr heftig ausfällt. Die Kritik ist nachvollziehbar. Der Kölner Sportdirektor war möglicherweise zu stur, die Tür für den Stürmer wieder einen Spalt weit zu öffnen. Nun trifft ausgerechnet Selke für den HSV und könnte den HSV in die erste Liga schießen. Doch die Wahrheit ist natürlich dann doch ein wenig vielschichtiger, als den Abgang von Selke als klassische Fehleinschätzung zu verkaufen. Denn so richtig rund lief es bei dem Angreifer in den vergangenen Jahren nicht. Seit der Spielzeit 2017/18 hatte Selke in der Liga nicht mehr zweistellig getroffen.

Auch beim FC war Selke nicht gerade der Dauer-Torgarant. In anderthalb Jahren elf erzielte Tore ist für einen Mittelstürmer wenn überhaupt ein Durchschnittswert. Das lag wiederum auch an der Verletzungshistorie des Angreifers. Selke litt unter einer seltsamen Zerrung, brach sich gleich zwei Mal den Mittelfuß, fehlte aber auch aufgrund von muskulären Beschwerden. Mit großer Warscheinlichkeit wird Keller im Sommer die verschiedenen Aspekte im Kopf gehabt, das Risiko abgewogen haben. Punkte wie Kosten, Verletzungsanfälligkeit und Torgefahr – ein Teil der Wahrheit. Ein anderer ist, dass das Kölner Spiel – zumindest aktuell – gar nicht auf einen Stoßstürmer ausgelegt ist. Das bekommt Imad Rondic gerade bitter zu spüren. Ob Selke beim FC eine bessere Figur gemacht hätte, ist also rein spekulativ. Ein verletzter Selke hätte die Kölner jedenfalls nicht weitergebracht, aber eine Stange Geld gekostet.

Am Ende des Tages ist die Personalsituation ohnehin nicht mehr zu ändern. Selke spielt für den HSV, wird für die Rothosen immer wichtiger. Der FC muss mit den aktuellen Stürmern des Kaders arbeiten. Wer am Ende der Spielzeit der lachende Dritte ist, wird sich noch zeigen müssen. Selke hat jedenfalls recht gute Karten.


Nach Niederlage gegen den 1. FC Köln: Ulm entlässt offenbar Trainer Wörle

Thomas Wörle ist nicht mehr Trainer des SSV Ulm
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Nach Niederlage gegen den 1. FC Köln: Ulm entlässt offenbar Trainer Wörle

Der FC hat sich gegen den SSV Ulm wahrlich nicht von der besten Seite gezeigt – aber 1:0 gewonnen. Für den FC geht es rauf auf Platz zwei, doch auch für die Spatzen gibt es Folgen: Ulm trennt sich nach der FC-Niederlage von Thomas Wörle.

Der 1:0-Sieg der Geißböcke gegen Ulm brachte den FC zurück auf den zweiten Tabellenplatz. Und er hatte auch Auswirkungen auf den Gegner. Denn: Ulm trennt sich nach der FC-Niederlage von Thomas Wörle.

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So wirklich zufriedenstellend war die Leistung gegen den SSV Ulm eigentlich nicht. Zumindest strahlten die Kölner gegen den Tabellenvorletzten über weite Phasen, gerade im zweiten Abschnitt, keine Gefahr mehr aus. Das Tor durch Luca Waldschmidt hatte sich nicht so wirklich angedeutet. Im Gegenteil: Zu Beginn der ersten Halbzeit und auch in den ersten Minuten des zweiten Abschnitts waren die „Spatzen“ dem Tor ein Stück weit näher. Semir Telalovic hätte die Begegnung entscheiden können, wenn nicht müssen, als er im Strafraum zum Abschluss kam. Und auch Oliver Batiasta Meier hatte die Führung auf dem Fuß, traf aber nur den Außenpfosten. Über einen Gegentreffer hätten sich die Kölner am Samstag wohl genauso wenig beschweren können, wir über ein Remis.

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Vier Punkte Rückstand

Am Ende des Tages fuhren die Kölner aber die drei Punkte ein, verbesserten sich wieder auf einen Aufstiegsplatz und hatten gleichzeitig auch Einfluss auf den Gegner. Denn am Dienstagabend zogen die Ulmer Verantwortlichen laut dem TV-Sender „Sky“ die Reißleine. Thomas Wörle ist demnach nicht mehr Trainer der „Spatzen“. U19-Trainer Robert Lechleiter soll das Training der Profis übernehmen. Wörle hatte den SSV zunächst in die 3. und im Folgejahr in die 2. Bundesliga geführt. Aktuell belegt der SSC den vorletzten Tabellenplatz, der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt vier Zähler. Für Ulm ist eigentlich noch alles drin. Der SSV blieb allerdings sechs Spiele in Folge ohne Sieg, sammelte gerade einmal zwei Punkte in diesem Zeitraum. Das Hinspiel hatte der FC 2:0 gewonnen. Auch damals tat sich Köln schwer.


Verfrühtes Geheimtraining – setzt Gerhard Struber jetzt auf den Überraschungseffekt?

Gerhard Struber als Trainer des 1. FC Köln
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Verfrühtes Geheimtraining – setzt Gerhard Struber jetzt auf den Überraschungseffekt?

Am Dienstag ist der FC in die Vorbereitung auf das Spiel gegen Darmstadt gestartet. Und wie sich nun herausstellt, ist es die einzige Einheit, die für Fans öffentlich war. Denn den Rest der Woche wird es nur Geheimtraining geben beim 1. FC Köln: Setzt Gerhard Struber auf den Überraschungseffekt?

Das ursprünglich öffentlich angesetzte Training am Mittwoch ist in eine für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Einheit umgewandelt worden. Welche Veränderungen FC-Trainer Gerhard Struber hinter verschlossenen Türen mit seiner Mannschaft einstudieren wird, wird sich dann gegen Darmstadt zeigen beim 1. FC Köln: Setzt Gerhard Struber auf den Überraschungseffekt?

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Dass Gerhard Struber kein großer Freund der offenen Karten ist, ist mittlerweile bekannt. Zumindest lässt sich der Coach nur sehr ungerne in selbige reinschauen. Das ist in der Trainerwelt nichts ungewöhnliches, ist nur eine andere Vorgehensweise als die von Vor-Vorgänger Steffen Baumgart noch gelebte. Der Ex-Coach, der mittlerweile bei Union Berlin seinen Pfeif-Code an die Spieler bringt, hatte kein großes Geheimnis aus Aufstellung oder Trainingsinhalten gemacht. Gerade zu Beginn seiner Amtszeit waren Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Vergleich zum aktuellen Coach eine Seltenheit. Baumgarts Denke war wohl „der Gegner hat sich auf uns einzustellen, komme was wolle“. Gerhard Struber scheint da schon eher der Pokerspieler zu sein. Selbst erwartbare Stammspieler werden im Vorfeld einer Begegnung eher selten kommentiert.

Viererkette auch gegen Darmstadt?

Für die letzte Woche vor der Länderspielpause hat sich der Coach noch einmal etwas besonderes einfallen lassen. Denn das für Mittwoch ursprünglich als öffentlich angegebene Training wurde kurzerhand in eine Einheit eben unter Ausschluss der Öffentlichkeit umgewandelt. Eine ungewöhnliche Maßnahme, aber eine, die darauf schließen lässt, dass der Kölner Coach gegen die Lilien auf einen Überraschungseffekt setzen will. Die Frage ist nur, welchen. Im Hinspiel agierten die Kölner mit der Viererkette, wurden aber gerade im Umschaltspiel besonders böse erwischt, kassierten Konter um Konter und damit auch die höchste Saisonniederlage, die für die Lilien dagegen den höchsten Saisonsieg bedeuteten. Für den FC eine bittere Pleite, die vermutlich die ersten Gedanken einer Wende verfestigten.

Nun steht also erneut die schwere Aufgabe gegen die Wundertüte der Liga bevor und ausgerechnet vor dieser Begegnung ruderte Struber zurück zur Viererkette, ließ diese erstmals seit der 1:2-Pleite gegen Paderborn im Oktober 24 wieder von Beginn an spielen. Sollte Struber bei der Viererkette wirklich bleiben, ist nicht von einem ähnlichen Debakel auszugehen. Denn die Kölner stehen seit der Umstellung grundsätzlich tiefer, attackieren nicht mehr so früh und aggressiv und kommen seitdem auch nur noch selten in die Verlegenheit, den Weg zurück nicht schnell genug mitgehen zu können. Ob die Formation der hintersten Reihe also den großen Überraschungseffekt beim Gegner verursachen kann, ist daher fraglich. Möglicherweise geht es dem Trainer auch um personelle Entscheidungen. So könnte beispielsweise Eric Martel ein Kandidat für die Innenverteidigung werden. Allerdings fiel der Sechser am Dienstag noch krankheitsbedingt aus.

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Gibt es personelle Veränderungen?

Spannend ist dagegen die Situation in der Offensive. Denn das Kölner Spiel war gerade im Angriff oft eindimensional. Lange, vor allem aber oft setzten die Geißböcke auf Vertikalpässe auf die schnellen Offensivspieler. Gerade Linton Maina war immer wieder die eingesetzte Waffe der Kölner. Mehr als 40 Prozent aller FC-Angriff liefen bislang über die linke Seite. Nur fallen mit Damion Downs und eben Maina die schnellen Angreifer am Wochenende aus. Das Spiel mit einem Strafraumstürmer ist dagegen ein ganz anderes. Und auch dort könnten personelle Veränderungen vorliegen. Ob das System verändert wird oder es personelle Anpassungen gibt, ist alles reine Spekulation. Kein Wunder, Gerhard Struber lässt sich nun mal nicht sonderlich gerne in die Karten schauen.