Eine besondere Rückkehr für Jens Castrop

Jens Castrop spielt wieder in Köln
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Eine besondere Rückkehr für Jens Castrop

Sechseinhalb Jahre spielte Jens Castrop im Nachwuchsbereich des 1. FC Köln. Dem Youngster wurde ein großes Talent beim FC bescheinigt. Das zeigt der 21-Jährige als Leistungsträger nun als Stammspieler beim Club. Am Wochenende geht es für den 21-Jährigen gegen den 1. FC Köln: Jens Castrop kehrt zurück an seine alte Wirkungsstätte.

Das FC-Eigengewächs kehrt zurück ins Kölner Stadion. Jens Castrop verließ den FC im Sommer 22, startete in Nürnberg durch und sammelt ordentlich Einsatzzeit. Anders als damals beim 1. FC Köln: Jens Castrop kehrt zurück an seine alte Wirkungsstätte.

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Viel musste Jens Castop nicht mehr machen. Eigentlich musste der Mittelfeldspieler nur seinen Fuß Höhe Elferpunkt hinhalten. Und genau das tat der 21-Jährige, erzielte damit die 1:0-Führung für den Club im Auswärtsspiel bei der SV Elversberg. Zwar kassierte Nürnberg eine 1:2-Niederlage, für Castrop war es aber das zweite Saisontor, der dritte Scorerpunkt und möglicherweise eine kleine Erhöhung auf seinem Preisschild. Denn der U21-Nationalspieler ist ein sehr umworbener Zweitligaprofi. Gleich mehrere Bundesligisten sollen dem Vernehmen nach die Fühler nach dem Mittelfeldspieler ausgestreckt haben. Der Club soll wiederum nicht abgeneigt sein, Spieler, die etwas Geld in die Kasse spülen, abzugeben. Vermutlich also auch für Castrop, der noch Vertrag bis 2026 bei den Mittelfranken hat.

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Köln ließ Castrop im Sommer 23 ziehen

Und in Diensten des 1. FC Nürnberg steht am Sonntag dann auch eine Auswärtsreise für den 21-Jährigen an und die verschlägt den Mittelfeldspieler dann wiederum in seine Heimat, zumindest zum Heimatclub, denn gebürtig stammt Castrop aus Düsseldorf. Mit elf Jahren wechselte das Talent von der Fortuna zum FC und galt dort als großes Talent. Castrop holte mit einigen aktuellen FC-Profis wie Jan Thielmann die B-Juniorenmeisterschaft, der Weg in den Profifußball schien beim FC vorgezeichnet zu sein. Doch bei den Profis bekam das Kölner Eigengewächs damals nicht die erhoffte Chance. Und so ging Christian Keller auch mit diesem Talent den gängigen Weg über ein Leihkonstrukt. Der Mittelfeldspieler sollte beim 1. FC Nürnberg Spielpraxis sammeln, auf Einsatzzeit kommen, die er beim FC nicht erhalten hätte. Beim Club schon. In der ersten Spielzeit stand der Mittelfeldspieler 31 Mal im Kader, 29 Mal auf dem Platz und davon 26 Mal in der Startelf.

Zweieinhalb Jahre später kehrt der Mittelfeldspieler als gestandener Zweitligaprofi zurück ins Kölner Stadion. Ob im Guten, ist tatsächlich nicht bekannt. Denn der Wechsel hat zumindest nach Außen eine Fragen hinterlassen. Trotz der starken Saison in Nürnberg und dem Vorhaben, den FC zu einem Entwicklungsclub zu machen, holten die Kölner Verantwortlichen den heute 21-Jährige nach der Leihe nicht zurück, Nürnberg schlug zu und verpflichtete den Youngster fest. Nicht nur das, es gab auch keine Rückkaufoption für Castrop. „Jens Castrop wird in der kommenden Saison nicht beim 1. FC Köln unter Vertrag stehen“, lautete die damalige Erklärung von Vereinsseite. Und das, obwohl der FC gerade auf der Suche nach einem zentralen Mittelfeldspieler und einem Rechtsverteidiger war, beides Positionen, die der 21-Jährige spielen kann.

Marktwert vervielfacht

Doch der FC entschied sich gegen Castrop und damit auch gegen die Chance, von einer Marktwertsteigerung des Akteurs zu profitieren. Dem Vernehmen nach kassierten die Kölner damals 450.000 Euro aus Nürnberg. Laut dem Online-Portal transfermarkt.de ist der Mittelfeldspieler mittlerweile drei Millionen Euro wert. Und das sollte sich bei einem Wechsel in die Bundesliga noch einmal ändern. Spätestens im Sommer will der Mittelfeldspieler den Sprung in die Bundesliga unbedingt schaffen, berichtet die „Bild“. Aktuell deutet nicht viel daraufhin, dass das mit dem Club gelingt, die Zeichen stehen eher auf Wechsel. Und ganz sicher will der 21-Jährige am Sonntag Eigenwerbung betreiben. Vielleicht reicht es dann auch gegen den Ex-Club, einfach mal den Fuß hinzuhalten.


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Kaderlücken beim FC

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Lemperle im Winter weg?

Nach sieben Monaten endlich zurück in der Startelf

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Nach sieben Monaten endlich zurück in der Startelf

Zum ersten Mal seit dem Abstiegsspiel gegen Heidenheim stand Florian Kainz wieder in der Startelf der Geißböcke. Das Comeback lief auch für den 32-Jährigen nicht perfekt, doch ein entscheidender Moment war dabei für den 1. FC Köln: Florian Kainz könnte für den FC wieder wichtig werden.

Schon vor einigen Wochen hatte FC-Trainer Gerhard Struber ihn zu einem potenziellen Kandidaten für die Startelf gemacht. Nun stand er wieder in der Anfangsformation des 1. FC Köln: Und Florian Kainz könnte gerade in den engen Begegnungen für den FC wieder wichtig werden.

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Mit viel Zuversicht und ambitioniert war Florian Kainz in die Vorbereitung gestartet. Kein Wunder, der Ex-Kapitän der Vorsaison hatte gerade den Verbleib in Köln angekündigt und stand unmittelbar vor dem Trainingslager in der Heimat in Österreich. Kainz wollte dabei helfen, die schwierige Vorsaison vergessen zu machen. Eine Vorsaison, an deren Misere der Spieler durchaus beteiligt war. Doch bekanntlich machte eine Sprunggelenksverletzung Kainz einen Strich durch die Rechnung. Der Österreicher zog sich diese im Testspiel gegen Viktoria Köln zu, wurde operiert, musste in die mühsame Reha und fand erst im Spätsommer wieder zurück auf das Feld. Gegen Karlsruhe erfolgte die Rückkehr in den Kader, eine Woche später gegen Ulm das Comeback.

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Kainz mit dem genialen Moment

Zwei Monate musste sich Kainz mit der Rolle des Einwechselspielers begnügen, am Sonntag stand der 32-Jährige erstmals seit vergangenem Mai, seit dem bitteren 1:4 gegen Heidenheim und dem Abstieg, wieder in der Startelf. Doch die Begegnung war alles andere als gut. Der FC tat sich sichtbar schwer, war zwar das bessere Team, doch Chancen blieben Mangelware. „Bei den Platzverhältnissen ist es schwer, alles von hinten rauszukombinieren“, sagte Kainz. Und doch war es der Österreicher, der den entscheidenden Geistesblitz hatte. Immer wieder versuchte es der 32-Jährige mit Pässen in die Tiefe. Nach einer guten halben Stunde kam einer direkt gespielt auf Tim Lemperle durch. Der Stürmer fackelte nicht lange und netzte ein. „Ich wusste, dass wir bei unseren Stürmern einen guten Tiefgang haben. Da habe ich den Ball mehr auf Verdacht vorne reingespielt. Es hat gut funktioniert, wie wir es besprochen hatten“, sagte der Offensivspieler.

Dass Kainz der Spieler für solche Situationen sein kann, kommt nicht überraschend. Immerhin hatte der 32-Jährige genau diese Qualität im ersten Jahr unter Steffen Baumgart mehr als unter Beweis gestellt. „Er hat viel Qualität, speziell wenn es um Ballbesitz-Phasen geht. Er hat Spielwitz und bringt eine hohe Spielintelligenz mit“, sagte auch Struber noch im November und deutete bereits an, dass Kainz das Potenzial für einen Startelfeinsatz habe. „Er ist sehr nahe dran, auf Augenhöhe“, sagte der Coach damals. Nun erhielt der Österreicher seine Chance. Natürlich auch durch den Ausfall von Julian Pauli bedingt. Denn Eric Martel wurde in die Innenverteidigung und Dejan Ljubicic ins defensive Zentrum zurückgezogen. Die Position in der Offensive nahm Kainz ein, vermutlich weil auch Luca Waldschmidt verletzt ausfiel.

Viel Konkurrenz für Kainz

Der 32-Jährige ist neben seinem Verletzungspech wohl auch ein wenig ein Opfer des Registrierungsverbots. Denn die Dysbalance im Kölner Kader ist unübersehbar. Während der FC auf einigen Positionen in der Defensive ganz offensichtlich zu dünn aufgestellt ist, gibt es in der Offensive ein quantitatives Überangebot. Spieler, die der FC aufgrund des Registrierungsverbots halten wollte und musste, Spieler die aus ihren Leihen zurückkehrten. Ein Zweitligist, der Spieler wie Kainz, Mark Uth oder Luca Waldschmidt auf die Bank setzen kann, scheint ganz offensichtlich ein Luxusproblem zu haben. Auf der anderen Seite steht bislang aber die mangelnde Fähigkeit auch gegen destruktive Mannschaften spielerische Mittel zu finden. Kainz verfügt grundsätzlich über genau diese Qualität und lies sie auch mit seiner Vorarbeit aufblitzen.

Nur tauchte der Mittelfeldspieler in der Begegnung zunehmend ab, schaffte es nicht, das Offensivspiel anzukurbeln. „In der zweiten Halbzeit war es für mich mit den vielen langen Bällen schwerer, in Aktion zu kommen“, sagte der Österreicher. Und dennoch hatte diese eine Aktion spielentscheidenden Charakter. „Auch wenn das nicht immer so sexy ist, diese 1:0-Siege, aber sie geben uns drei Punkte und das zählt am Ende.“ Auch für Kainz, der nach dem 1:0 gegen Fürth seinen zweiten Scorerpunkt einfuhr und zum zweiten Mal war der Treffer dann auch entscheidend.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Unterschiedsspieler?

Kommentar: Die Ergebnisse geben dem FC recht, aber es ist ein Ritt auf der Rasierklinge

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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Kommentar: Die Ergebnisse geben dem FC recht, aber es ist ein Ritt auf der Rasierklinge

Mit dem sechsten Sieg im siebten Spiel, dem vierten 1:0 scheint der FC aktuell viel richtig zu machen. Zumindest mischen die Geißböcke wieder heftig im Aufstiegsrennen mit. Die Ergebnisse geben dem FC aktuell recht, doch es ist ein Ritt auf der Rasierklinge beim 1. FC Köln: Ein Kommentar zu der Kölner Erfolgsserie.

13 Punkte aus fünf Ligaspielen ist eine beeindruckende Bilanz. Die Spielweise der Kölner konnte zuletzt nur selten beeindrucke. Bislang geht das Motto „Nicht schön, aber erfolgreich“ auf. Und doch ist das ein Ritt auf Messers Schneide beim 1. FC Köln: Ein Kommentar zu der Kölner Erfolgsserie.

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Gerade in einer emotionalen Angelegenheit wie dem Leistungssport liegt es wohl in der Natur der Sache, dass die Wahrnehmung sich schon mal ein wenig verschiebt. So kam es in der jüngeren Vergangenheit vor, dass die gegnerischen Trainer, die Leistung gegen den FC als besonders stark einschätzten, obwohl der Bus so tief im eigenen Kasten parkte, dass sich der Busfahrer wohl beim Aussteigen im Netz verheddert hätte. Auch FC-Trainer, darunter sicherlich auch Gerhard Struber, hatten mitunter schon mal eine andere Wahrnehmung bei der Einschätzung der eigenen Mannschaft als der neutrale Beobachter. Am Sonntag traf der aktuelle Kölner Coach aber genau ins Schwarze als er erklärte, die Kölner hätten sich bei dem ein oder anderen Standard sicher „nicht sehr glorifiziert verhalten“ und gerade in der zweiten Halbzeit habe der FC „das Spiel etwas verloren“.

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Kainz mit dem genialen Moment

Der FC hatte in der Tat den Faden verloren. So sehr, dass sich Regensburgs Trainer Andreas Patz dazu entschied, letztlich mit fünf Stürmern die Schlussphase zu bestreiten. Eine Maßnahme, aus der beide Teams überhaupt keinen Nutzen schlagen konnten. Dass der FC die Begegnung gewonnen hat, war wohl in Summe verdient. Doch das knappe 1:0 spiegelte erstaunlicherweise auch die Leistungen des Aufstiegskandidaten sowie des Kellerkindes wider. Und da ja bei unterschiedlichen Wahrnehmungen gerne schon mal die Zahlen Abhilfe leisten, zeigt die Statistik eindrucksvoll, wie ausgeglichen die Begegnung am Ende denn dann wirklich war. Die Kölner hatten mehr Ballbesitz (55:45), verloren aber mehr Zweikämpfe (47:53), Die Torschussbilanz war nahezu ausgeglichen (13:12, davon 3:2 aufs Tor).

So brauchte es weitere Ansätze, um das Ergebnis nach dem Spiel einzuordnen. Und auch diese trafen den Punkt. Eric Martel beispielsweise erklärte, dass es am Ende des Tages nur auf das Ergebnis ankomme. Nur durch Siege komme man nach oben, würde nur durch Siege aufstehen. Das Motto der Kölner ist dieser Tage eindeutig „Nicht schön, aber erfolgreich“. Und die Kölner fahren gut mit dieser Maxime. Vier Siege und ein Unentschieden haben die Geißböcke aus den vergangenen fünf Ligaspielen geholt und für alle die nach dem zehnten Spieltag bei zwölf von 30 möglichen Punkten Herzklabaster bekommen haben, dürfte die Ausbeute von 13 aus 15 dann Balsam auf die geschundene FC-Seele sein. Ganz nebenbei steht Köln mal wieder in der Runde der letzten Acht im Pokal.

Mit der Wahrnehmung ist das immer so eine Sache

Wer aufsteigen will, muss auch diese Spiele gewinnen, lautet eine dieser Weisheiten im Fußball und sie enthält sehr viel Wahrheit. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der FC aktuell nicht nur keinen schönen Fußball spielt, die Geißböcke spielen auch keinen besonders guten. Die zähen Begegnungen gegen die Kellerkinder Münster, Regensburg und Fürth waren für einen Aufstiegskandidaten einfach schwach und hätten ehrlicher Weise auch anders ausgehen können. Trotz Überzahl fand der FC kein Mittel gegen Hannover und auch lange keins gegen die Hertha. Ja, der FC eilt aktuell von Erfolg zu Erfolg und gewinnt die Spiele nicht schön, aber unterm Strich verdient. In keiner dieser Begegnungen hätten sich die Kölner aber beschweren dürfen, wenn es am Ende nur einen oder sogar gar keinen Punkt gegeben hätte.

Denn es gab in den vergangenen Begegnungen durchaus die Momente, in denen die FC-Defensive bedenklich wackelte. Und es fällt nach wie vor auf, dass dem FC der erwünschte Spielidee, die Kreativität bei defensiv eingestellten Gegnern fehlt. Für den Moment geht es gut. Und die Wahrnehmung ist insofern zu recht eine positive. Denn die Ergebnisse stimmen. Doch mit der Wahrnehmung ist das immer so eine Sache. Die Rechnung, dass sechs Siege aus sechs Spielen gegen die Underdogs am Ende zum Aufstieg reichen, erscheint recht abenteuerlich, wenn es gegen die Mannschaften aus der Top-Ten nicht einen einzigen Erfolg gab. Am Ende des Tages ist das Kölner Spiel zurzeit eins: Ein Ritt auf der Rasierklinge.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Unterschiedsspieler?

Das zähe 1:0 gegen Regensburg deckt die Kaderlücken auf

Christian Keller vom 1. FC Köln
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Das zähe 1:0 gegen Regensburg deckt die Kaderlücken auf

Bislang wurden beim FC die Vakanzen im Sturm und auf der rechten Abwehrseite als Transferziel ausgemacht. Doch der knappe 1:0-Erfolg über Regensburg zeigt, dass es doch noch mehr zu tun gibt beim 1. FC Köln: Auf diesen Positionen muss der FC nachbessern.

Die Verstärkung auf der rechten Abwehrseite scheint mit dem gelungenen Transfer von Jusuf Gazibegovic abgehandelt zu sein. Die Suche nach einem weiteren Stürmer bleibt aber nicht die einzige Baustelle des 1. FC Köln: Auf diesen Positionen muss der FC nachbessern.

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Daran, dass der FC die Begegnung gegen Jahn Regensburg verdient gewonnen hatte, bestand wohl nach dem knappen 1:0-Erfolg am Sonntagnachmittag wenig Zweifel. Daran, dass die Kölner aber alles andere als überzeugt hatten, wohl auch nicht. Der FC tat sich gegen das Tabellenschlusslicht erstaunlich schwer. Nach einer ersten Offensivphase mit einigen Standards, von denen wiederum auch einige ein gewisses Gefahrenpotenzial hatten, ließ der FC ziemlich schnell, ziemlich stark nach. Vor allem im zweiten Abschnitt fanden die Geißböcke in der Offensive kein Mittel mehr und hatte zu diesem Zeitpunkt Glück, dass Regensburg im ersten Abschnitt fahrlässig mit zwei großen Möglichkeiten umgegangen war und in den zweiten 45 Minuten aus den plötzlich doch vorhandenen Räumen nichts machte.

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Struber mit dem 1:0 zufrieden

Und so fand auch Gerhard Struber, in der Regel Freund der positiven Aspekte, neben diesen auch ein paar kritische Worte. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns zu schnell vom Stil des Gegners anstecken lassen, haben unser Spiel verloren. Darüber konnte der Gegner mehr und mehr aufkommen und hat einen guten Druck auf uns gemacht“, erklärte der Coach, um dann aber ziemlich schnell seine Mannschaft doch als den verdienten Sieger auszumachen. In der Summe hatte Struber mit dieser Einschätzung auch recht. Nur änderte die nichts daran, dass der FC nicht in der Lage war, gegen das Tabellenschlusslicht 90 Minuten lang eine Dominanz zu entwickeln, die den Ansprüchen des Clubs gerecht werden würde. Im Gegenteil, die Mannschaft mit den bisher wenigsten Torabschlüssen versuchte es am Sonntag genauso oft, wie die Mannschaft mit den meisten Abschlüssen.

Der FC brachte gegen das Team mit den meisten Gegentoren ganze drei Schüsse direkt aufs Tor. Immerhin war der Versuch von Tim Lemperle dann im Kasten und das 1:0 sicherte dem FC das siebte ungeschlagene Spiel in Serie und das vierte 1:0. „Wir verstehen es im Moment auch zu verteidigen, um ein „zu Null“ nach Hause zu bringen, da braucht es eine gute Abstimmung, eine Synchronität, aber da braucht es auch die Leidenschaft zu fighten und alles dafür zu unternehmen, am Ende diese Null da stehen zu haben“, erklärte der Trainer. „Wir sind immer gut für ein Tor.“ Und diese Stabilität, gepaart mit dem einen Tor, brachte den FC einmal mehr ans Ziel. „Das ist kein Spiel, das in Erinnerung bleiben wird, aber die drei Punkte nehmen wir mit“, fasste es Timo Hübers zusammen und Eric Martel sagte: „Im Fußball sind Ergebnisse das Wichtigste. Nur so kommst du nach oben.“

Flanken als probates Mittel?

Recht hat er. Nur mit Erfolgen kommt ein Team nach oben. Und davon haben die Kölner zuletzt einige eingefahren, sind nun wieder oben dran und können am Sonntag mit einem Sieg sogar die Tabellenspitze übernehmen – wenn die Konkurrenz denn mitspielt. Und doch offenbarte das Spiel am Sonntag eindrucksvoll, dass die Kölner eigentlich nicht drum herumkommen, auf dem Transfermarkt eben nicht nur auf den beiden angekündigten Positionen zuzuschlagen. So hatten die FC-Bosse ja schon mehrfach angekündigt, nach einem Rechtsverteidiger und einem Knipser zu suchen. Mit Jusuf Gazibegovic scheinen die Geißböcke die erste dieser beiden Baustellen geschlossen zu haben. Gerade dort brach am Sonntag aber kein Feuer aus. Jan Thielmann hatte zumindest in der Defensivbewegung keine Probleme. Dennoch ist die Verpflichtung eines Rechtsverteidigers natürlich zwingend nötig.

Ein Zielstürmer hätte den Kölnern dagegen sicherlich gut getan. Der FC mühte sich vor allem mit Pässen in die Tiefe, die schnellen Offensivspieler ins Spiel zu bringen, doch der Ertrag war abgesehen von der Führung durch Tim Lemperle überschaubar. Flanken auf einen Zielstürmer wären möglicherweise ein probates Mittel geworden. Denn die Kölner schlugen durchaus ihre Flanken, nur fanden weniger als ein Drittel auch einen Abnehmer. Dabei gehört der FC auch zu den Teams, die die meisten Kopfbälle gewinnen und die meisten Torschüsse mit dem Kopf aufs Tor bringen. Das Mittel scheint also probat, die Umsetzung nicht immer. Zwar kommt der FC durchaus bereits auf sechs Kopfballtore, liegt damit auf Platz zwei in der Liga, doch die Quote ist angesichts der Flanken doch überschaubar.

Der Spielwitz fehlte dem FC

Zur Wahrheit gehört aber sicher auch, dass es die Kölner Offensive viel zu selten schaffte, Stürmer Damion Downs in gute Positionen zu bringen. „In der zweiten Halbzeit haben wir es dann gar nicht mehr hinbekommen, in die Tiefe zu spielen. Da war es dann auch für unsere Stürmer schwer“, befand Kaderplaner Christian Keller. Tatsächlich lahmte das Spiel in der Offensive. Der von Gerhard Struber oft betonte Spielwitz seiner Spieler fehlte den Kölnern in den vergangenen Begegnungen doch auffallen oft. Es fehlen Ideen, Mittel gegen die Defensivbollwerke, die gegen die Kölner nun offenbar errichtet werden. Dabei verfügen die Geißböcke eigentlich über viel kreatives Potenzial. Nur können das Spieler wie Luca Waldschmidt, aber auch die beiden Rückkehrer Florian Kainz und Mark Uth bislang nicht auf den Platz bringen. Bei dem quantitativen Überangebot klingt eine weitere Neuverpflichtung für die Kette hinter den Spitzen unwahrscheinlich.

Dysbalance zwischen überbesetztem Mittelfeld und zu dünner Defensive

Doch sollen die Kölner dem Vernehmen nach auch im Mittelfeld suchen. Viel wichtiger wird aber zunehmend eine andere Personalie: In der Innenverteidigung muss spätestens nach der Verletzung von Luca Kilian ebenfalls nachgebessert werden. Zwar löst Eric Martel die Aufgabe als Abwehrchef stark, doch müssen die Kölner zeitgleich auf den besten Sechser der Liga in der Zentrale verzichten. Als Notfalllösung scheint dieser Rollentausch gut zu funktionieren, nur ob diese Idee eine Dauerlösung ist, ist eher fraglich. Als am Sonntag dann auch Dominique Heintz angeschlagen vom Platz ging, spielte Max Finkgräfe in der Innenverteidigung. Für den Youngster eine lösbare Aufgabe, nur spielten damit gleich zwei Akteure in der Innenverteidigung, die nominell auf anderen Positionen zu Hause sind.

Neben den zahlreichen Vertragskonstellationen werden Christian Keller und Co. sich sicherlich auch viele Gedanken über einen ausgeglichenen Kader machen. Denn die Dysbalance zwischen überbesetzten Mittelfeld und dünner Defensive ist offensichtlich. Dem Vernehmen nach weilte Keller am Samstag beim Spiel von Sturm Graz. Und das sicherlich nicht, um sich seinen neuen Transfer Jusuf Gazibegovic anzuschauen.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Laura Vogt für das Tor des Monats der Sportschau nominiert

Laura Vogt vom 1. FC Köln ist für das Tor des Monats nominiert
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Laura Vogt für das Tor des Monats der Sportschau nominiert

Ein schönes Tor, eine besondere Auszeichnung? Zumindest gibt es eine Nominierung für den 1. FC Köln: Laura Vogt ist für das Tor des Monats der Sportschau nominiert. Die Mittelfeldspielerin hat aber starke Konkurrenz.

Winkt dem FC eine Auszeichnung der Sportschau? Zumindest gibt es eine Nominierung für den 1. FC Köln: Laura Vogt ist für das Tor des Monats November nominiert.

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Die 23-Jährige hatte im Nachbarschaftsduell gegen Bayer Leverkusen das zwischenzeitliche 1:1 erzielt und das besonders sehenswert per Fallrückzieher. „“Ich habe mich über das Tor gefreut und in dem Moment gar nicht großartig darüber nachgedacht, wie ich den Ball nehme“, sagte die Torschützin damals und konnte sich im Endeffekt auch nicht besonders freuen. Denn die Kölner Frauen verloren das Spiel noch 1:2. „Ärgerlich ist aber, dass wir wieder keine Punkte hierbehalten haben. Wir können gegen gute Teams mithalten, dominieren das Spiel sogar zweitweise, bekommen den Ball aber nicht oft genug über die Linie“. Immerhin wurde der Treffer nun für das Tor des Monats November nominiert. Und die Mittelfeldspielerin ist in guter, aber auch starker Gesellschaft.

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Starke Konkurrenz für Laura Vogt.

Unter anderem ist Bayerns Top-Torjäger Harry Kane für einen Treffer gegen den FC Augsburg nominiert. Auch Topscorer Omar Marmoush von Eintracht Frankfurt ist in der Auswahl. Der Ägypter hatte per direktem Freistoß in der Europa League gegen Slavia Prag getroffen. Sollte sich Vogt durchsetzen wäre sie die erste Frau des 1. FC Köln, die die Auswahl für sich entscheidet. In diesem Jahr haben bereits drei Frauen die Monatswahl der Sportschau für sich entschieden. Paulina Krumbiegel von der TSG Hoffenheim im Februar, Elisa Senß für die deutsche Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Paris und Sophie Weidauer im Oktober für Werder Bremen. Der letzte Kölner Gewinner Timo Hübers im Mai 23 mit seinem Hackentreffer gegen Hertha BSC. Hübers war damals auch für das Tor des Jahres nominiert. Die Wahl entschied Florian Wirtz für sich.

Zuletzt war Benno Schmitz für die Monatswahl nominiert. Bis heute kommt der FC auf 37 Gewinner der Wahl und ist damit das drittbeste Team hinter der DFB-Auswahl und Bayern München. Lukas Podolski holte sich insgesamt 13 Mal die Ehrung, sieben Mal für Köln. Marcel Risse ist einer von zwei Akteuren, die drei Mal per Freistoß das Tor des Monats schossen. Der erste geehrte FC-Spieler war Hans-Josef Kapellmann im Januar 1973. Für Laura Vogt dürfte die Nominierung eine große Ehre sein, der Fokus wird aber voraussichtlich auf dem Abstiegskampf mit der Mannschaft liegen. Die Kölner Frauen gewannen am vergangenen Sonntag gegen Potsdam und verbesserten sich auf Rang zehn der Tabelle.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Unterschiedsspieler?

Jüngste Aussagen deuten sogar auf mehr Transfers beim 1. FC Köln hin

Gerhard Struber und Christian Keller im Gespräch beim 1. FC Köln
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Jüngste Aussagen deuten sogar auf mehr Transfers beim 1. FC Köln hin

Dass der FC im Winter den Kader nachjustieren will, ist bekannt. Vor allem ein Knipser und ein Rechtsverteidiger sollen verpflichtet werden. Doch bleibt es dabei? Jüngste Aussagen lassen darauf schließen, dass noch deutlich mehr passieren soll beim 1. FC Köln: Was plant der FC auf dem Transfermarkt?

Als Thomas Kessler vor einigen Tagen seine Wünsche für mögliche Transfers publik machte, überraschten die Aussagen nicht wirklich. Ein Stürmer und ein Rechtsverteidiger sollen es bitte sein. Doch ganz offensichtlich will man noch mehr beim 1. FC Köln: Was plant der FC auf dem Transfermarkt?

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Als der FC vor einer guten Woche die neue Doku „Geliebter Fußball“ launchte, da sprach der Verein davon, dass man einen Einblick in viele Facetten des Vereins bekommen würde. In der zweiten Episode erzählten Leart Pacarada und Linton Maina unter anderem über ihre freundschaftliche Verbundenheit, Präsident Werner Wolf äußerte sich zu der Mitgliederversammlung im September mitsamt der Nicht-Entlastung des Vorstands und auch Trainer Gerhard Struber kam zu Wort. Am Ende der zweiten Folge wurde dann auch ein weiterer Mitarbeiter der Geißböcke gezeigt: Martin Schulz. Der Chefscout des 1. FC Köln befand sich gerade auf dem Weg zum Flughafen Köln/Bonn um eine Reise nach Österreich anzutreten. “Ich fliege nach Österreich, weil das Ende der Transfersperre naht und wir da den einen oder anderen Verpflichtungskandidaten haben, den ich mir jetzt anschaue“, sagt der 38-Jährige und kündigte dann Transfers für den Winter an.

„Perspektivisch“ passt nicht zu neuralgischen Positionen

Ein wirklich großes Geheimnis verriet Schulz da nun wirklich nicht. Schließlich hatte schon in der vergangenen Woche Thomas Kessler angekündigt, dass der FC im Winter noch einmal nachlegen wolle – jetzt, wo die Transfersperre abgelaufen ist. Und dass sich ein Chefscout Spiele anderer Mannschaften anschaut, ist nun auch nicht die größte Überraschung. Dass die Reise den Scout nach Österreich verschlägt, vielleicht schon eher – wenn auch nur ein wenig. Denn auch in der Länderspielpause gab es für den Scout in Österreich gleich mehrere Spiele zu beobachten. Sowohl die U21 als auch die erste Mannschaft bestritten ihre Heimspiele gegen Sloweniens U21 sowie Kasachstan und Norwegen in der Heimat, in Wien trat allerdings nur der Nachwuchs an. Nimmt der FC also ein weiteres Talent unter Vertrag? Gut möglich, dass Struber und sein Trainerteam den ein oder anderen Tipp aus der Heimat parat hatten.

Am Mittwoch hatte der Kölner Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Darmstadt angekündigt, dass man auf dem Transfermarkt clevere und smarte Entscheidungen treffen wolle, „die richtigen Jungs holen, die einfach auch von der Mentalität gut dazu passen und perspektivische Qualität mitbringen“. „Perspektivisch“ deutet dabei wohl eher auf junge Profis hin. Dass die Kölner sich auch für die Zukunft breit aufstellen wollen, ist ebenfalls nicht verwunderlich. Nur passt „perspektivisch“ nicht so wirklich zu der Ausbesserung neuralgischer Positionen. Der FC sucht aktuell wohl zwei Spieler, die den Geißböcken auch umgehend weiterhelfen. Die Probleme auf der rechten Abwehrseite sind genauso offensichtlich, wie das Fehlen eines Knipsers. Auch, wenn das aufgrund der funktionierenden Kölner Offensive ganz sicher nicht so schwer ins Gewicht fällt. Vermutlich meinte Christian Keller damit auch den „Mehrwert“, den er bei den vertragslosen Spielern nicht sieht.

Das nötige Kleingeld sollte da sein

„Es gibt Positionen, auf denen wir uns verbessern wollen. Die Rechtsverteidiger-Position ist sicherlich eine, auf der wir uns umschauen“, sagte Kessler noch in der vergangenen Woche. „Wir schauen auch nach einem klaren Neuner, sondieren den Markt. Ein Neuner, der abschlussstark ist, kostet natürlich das meiste Geld.“ Dass der FC darüber hinaus auch weitere Spieler verpflichten mag, bestätigte Kessler und Struber zog am Mittwoch nach. „Wir halten die Augen und Ohren nach interessanten Spielern auf vielen Positionen offen. Wir prüfen Möglichkeiten, ich würde das nicht nur runterbrechen auf einen Stürmer und einen Rechtsverteidiger. Es ist wichtig, dass wir uns da nicht einschränken“, so der Trainer. In der aktuellen Folge der Doku ergänzt der Trainer, dass man auf dem Transfermarkt „das ein oder andere machen“ wolle. Allerdings sei der Winter-Transfermarkt kein leichter.

Und das könnte die Transfer-Euphorie nach der abgesessenen FIFA-Sanktion eher bremsen als das nötige Kleingeld. Denn das sollte für den ein oder anderen Transfer vorhanden sein. Nötig wären neue Spieler auch auf anderen Positionen. Denn der FC braucht mehr Breite im Kader, will auch mal von der Bank nachlegen. Junge Spieler könnten auch dort eine Option werden. Tätig müssen die Kölner auch in Bezug auf einen Keeper werden. Marvin Schwäbe und Jonas Nickisch wollen den Verein wohl verlassen, im Sommer laufen die Verträge von Philipp Pentke und Matthias Köbbing aus. Martin Schulz wird sich sicherlich auch noch weitere Begegnungen und Akteure anschauen. Nicht nur in Österreich. Namen werden die Geißböcke wohl früher oder später auch nennen. Vielleicht schon im November? Denn die aktuelle Folge kündigt „mehr“ in der nächsten Folge im kommenden Monat an.



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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Verzwickte Keeper-Situation beim FC

Ausgebootet, abgelöst und ausgetauscht