Jusuf Gazibegovic: Noch keine Woche im Dienst und schon auf dem Weg zum Publikumsliebling?
Simon Bartsch
Obwohl die Geißböcke sehnsüchtig auf das erste Transferfenster nach der Registrierungssperre gewartet haben, ist die Ausbeute bislang eher mau. Allerdings hat Christian Keller mit der bislang einzigen Neuverpflichtung auf den ersten Blick richtig gelegen. Jusuf Gazibegovic kann beim 1. FC Köln Publikumsliebling werden.
Die Eingewöhnung scheint dem Rechtsverteidiger und Neuzugang der Geißböcke nicht schwer zu fallen. Der 24-Jährige fühlt sich bei den Kölner Kollegen gut aufgenommen und hat große Ziele. Auch bei den Fans kommt der Zugang aus Salzburg gut an. Jusuf Gazibegovic kann beim 1. FC Köln Publikumsliebling werden.
Jusuf Gazibegovic (Foto: Stuart Franklin / Getty Images)
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Vier Tage ist Jusuf Gazibegovic erst für den 1. FC Köln (aktiv) tätig und schon bewegt sich der Außenverteidiger mit erstaunlichem Tempo Richtung Publikumsliebling – zumindest ist so der Eindruck, wenn man die Kommentare in den Sozialen Medien auf den Kölner Fanseiten durchgeht. Gazibegovic scheint in den wenigen Tagen seit seiner Ankunft schon den Anschluss an die Mannschaft gefunden zu haben. „Ich bin sehr gut reingekommen, die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen. Es ist aber auch nicht schwer, sich hier wohlzufühlen, weil die Jungs alle sehr cool sind“, sagt der Akteur. Die Aufnahme verlief wohl auch einfach, weil mit Gerhard Struber und Denis Huseinbasic gleich zwei alte Bekannte des 24-Jährigen den Geißbock auf der Brust oder zumindest auf der Kappe tragen. Struber war einst der Trainer des Rechtsverteidigers, Huseinbasic spielt aktuell mit dem Abwehrspieler in der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina.
Gazibegovic: „Es fühlt sich richtig gut an, hier zu sein“
Nun steht der Abwehrspieler mit dem FC auf dem Platz und die ersten Eindrücke sind vielversprechend. „Ich bin direkt da gewesen, es fühlt sich richtig gut an, hier zu sein. Der Fußball unterscheidet sich nicht allzu sehr von dem, was wir in Graz gespielt haben“, sagt Gazibegovic. „Sehr intensiv, Pressing, es ist nichts Neues für mich. Jetzt gilt es, die Jungs auch im Spiel möglichst gut kennenzulernen und in die Abläufe zu kommen.“ Nun wolle er sich schnell reinfinden und erwarten, dass es endlich losgehe, das könne er ebenfalls nicht mehr. Noch knapp zwei Wochen muss sich der Spieler allerdings gedulden – zumindest bis zum ersten Pflichtspiel. Immerhin sind für die letzten Tage im Trainingslager Testspiele eingeplant. Gazibegovic wird sich zum ersten Mal im FC-Trikot zeigen.
Dass in den Abwehrspieler bereits große Erwartungen gesteckt werden, bevor „Gazi“ überhaupt den ersten Ball im Trikot der Kölner berührt hat, kommt aber auch nicht wirklich überraschend. Denn nach den Eindrücken, die der Außenverteidiger bei seinem Ex-Verein Sturm Graz hinterlassen hat, ist Gazibegovic auf jeden Fall eine Verstärkung für den FC. Der 24-Jährige war in Graz trotz seiner noch jungen Jahre Stammspieler, Leistungsträger und eben auch Publikumsliebling. Mehr als 200 Pflichtspiel-Einsätze, darunter auch einige internationale, sprechen eine deutliche Sprache. Zudem ist der Abwehrspieler auch in der Nationalmannschaft unumstrittener Stammspieler. Und die Chancen stehen gut, dass er genau das auch unter Struber wird. „Ich bin ein Typ, der nicht aufgibt, ein Kämpfer ist. Der Coach hat das immer gesehen. Ich habe mich in der Akademie durchgeboxt – und er hat mich dafür mit der Chance belohnt, Profi zu werden“, erinnert sich der Neu-Kölner.
Gazibegovic: „Ich hatte direkt ein gutes Gefühl“
Zumal Gazibegovic auch mit der Empfehlung eines Champions-League-Teilnehmers zum FC kommt und das als Akteur, dessen Marktwert das Online-Portal transfermarkt.de auf fünf Millionen Euro schätzt. Insofern hat der Wechsel zu den Geißböcken auch ein wenig überrascht. „Natürlich schaut man sich an, wo man hinkommt. Meine Entscheidung, hierher zu kommen, ist aber sehr schnell gereift. Ich hatte direkt ein gutes Gefühl“, sagt der Abwehrspieler. „Das war damals, als ich nach Graz gegangen bin, genauso. Da habe ich über mein Bauchgefühl entschieden – und das war jetzt auch wieder der Fall.“ Den FC empfinde er ohnehin nicht als Zweitliga-Verein. „Für mich und meine Denkweise war das der richtige Schritt – und das gilt es jetzt, unter Beweis zu stellen“, sagt Gazibegovic.
Noch wird sich der Abwehrspieler, aber auch die Fans gedulden müssen. In knapp zwei Wochen steht das erste Pflichtspiel gegen den Hamburger SV an.
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Neues Jahr, altes Leid: Mark Uth bleibt das Sorgenkind des 1. FC Köln
Simon Bartsch
Auch dieses Jahr fängt für einen Spieler der Geißböcke alles andere als gut an. Mark Uth fällt beim 1. FC Köln erneut verletzt aus. Der gebürtige Kölner springt von einer Verletzung in die nächste. Nun droht das Trainingslager früh beendet zu sein.
Auch am Sonntag gab es noch keine genaue Diagnose. Fakt ist: Offensivspieler Mark Uth fällt beim 1. FC Köln erneut verletzt aus.
Mark Uth beim Training des 1. FC Köln (Archivfoto)
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Die Vorfreude auf das neue Jahr mit dem Aufstiegskampf vom 1. FC Köln hielt kein 20 Minuten. Der FC hatte am Samstag gerade erst mit dem aktiven Teil des Trainingslagers begonnen, da war die erste Einheit für den gebürtigen Kölner auch schon wieder am Ende. Offenbar mit einer Muskelverletzung verließ Uth das Trainingsgelände unweit der Costa del Sol. „Mark hat etwas in der Wade gespürt. Im Laufe des Tages wird ein Bild gemacht, dann werden wir weitersehen“, sagte FC-Trainer Gerhard Struber. Auch am Sonntag gab es laut „Geissblog“ noch keine offizielle Diagnose. Ein MRT sei aufgrund der Feiertage in Spanien erst am Dienstag möglich. Auch eine vorzeitige Abreise steht im Raum. Der sportliche Teil des Trainingslagers könnte für den 33-Jährigen frühzeitig beendet zu sein.
Mark Uth kommt beim 1. FC Köln auf 23 Einsätze in zweieinhalb Jahren
Unabhängig der Diagnose schwingt bei dem 33-Jährigen fast schon obligatorisch die Sorge vor weiteren Verletzungen, geknüpft an längere Pausen, mit. Denn tatsächlich ist die Verletzungshistorie des Porzers überspitzt gesagt eine ziemlich beeindruckende. Erst in dieser Saison war der Stürmer monatelang ausgefallen. Und das, obwohl sich Uth im Duell gegen die SV Elversberg im August eine auf den ersten Blick harmlose Adduktorenverletzung zugezogen hatte. Auch beim FC dürfte man über die lange Ausfallzeit überrascht gewesen sein. Trotz vermeintlich leichter muskulärer Verletzung gab der Kölner Angreifer erst im November sein Comeback.
Und das ziemlich beeindruckend. Im Testspiel gegen den FC Groningen erzielte der Stürmer mit einem Traumtor – auch Dank freundlicher Unterstützung des gegnerischen Keepers – die Führung. Uth war 45 Minuten lang ein absoluter Leistungsträger. Und nährte damit die Hoffnung, schon bald der Mannschaft helfen zu können. In Pflichtspielen sammelte der Angreifer seitdem aber nur wenig Spielzeit. Dennoch äußerte sich Uth noch vor dem letzten Hinrundenspiel gegen Kaiserslautern dann sich sehr optimistisch. „Es hat sich gut angefühlt. Mir geht es aktuell sehr gut damit. Ich bin bereit für mehr. Ich hoffe, dass ich am Sonntag auch wieder ein wenig Einsatzzeit bekomme“, so Uth, der wieder Vertrauen in seine Körper gefunden hat. Dass dieses verloren gegangen ist, ist angesichts der vergangenen zwei Jahre alles andere als überraschend.
In den vergangenen zweieinhalb Jahren kam der Angreifer gerade einmal auf 23 Einsätze. Schon mehrfach wurde über ein Karrierenende des Angreifers spekuliert. Dem tritt der Stürmer entschieden entgegen. Schon mehrfach betonte der 33-Jährige, dass Aufgeben für ihn nie eine Option sei. Die Liebe für den Fußball ist für den Offensivspieler einfach zu groß. Über die Schwere der Verletzung wird ohnehin erst einmal eine genauere Untersuchung aufklären können – egal, ob in Spanien oder in Köln.
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Unabsteigbar? Frauen des 1. FC Köln könnten sogar als Tabellenletzter Bundesligist bleiben
Daniel Mertens
Die Frauen-Bundesliga wird zur kommenden Saison von zwölf auf 14 Mannschaften aufgestockt. Dadurch gibt es in dieser Saison grundsätzlich nur einen sportlichen Absteiger. Allerdings besteht ein Szenario, nachdem selbst das Schlusslicht am Saisonende die Klasse halten könnte. In diesem Szenario können die Frauen des 1. FC Köln nicht absteigen.
Die FC-Frauen wollen mit der neu verpflichteten Cheftrainerin Britta Carlson den Sprung aus dem Tabellenkeller schaffen, den Klassenerhalt sichern. Die Zeichen stehen dafür auch dank Vergrößerung der Liga zur kommenden Saison gut, wenn nicht sogar besonders gut: In diesem Szenario können die Frauen des 1. FC Köln nicht absteigen.
Die Frauen des 1. FC Köln jubeln (Foto: Reinaldo Coddou H. / Getty Images)
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Die Frauen-Bundesliga soll attraktiver und lukrativer werden. Deswegen wird das Oberhaus zur Saison 2025/26 von zwölf auf 14 Vereine aufgestockt. Dies bietet mehr aufstrebenden Zuschauer-Magneten einen Startplatz in der Beletage des deutschen Frauenfußballs und somit auch mehr interessante Spiele zur Vermarktung. Aufgrund der Vergrößerung wird es nach der aktuell laufenden Saison ausnahmsweise nur einen statt wie bisher zwei Absteiger in die zweite Bundesliga geben. Aus dem Unterhaus steigen stattdessen die ersten drei statt normalerweise zwei Mannschaften auf. Spätestens nach dem 1:0-Erfolg des 1. FC Köln beim 1. FFC Turbine Postdam Anfang Dezember deutet zumindest aktuell vieles darauf hin, dass der Brandenburger Traditionsverein auch am Saisonende die rote Laterne in der Bundesliga tragen wird und die Abstiegsfrage damit bereits zur Weihnachtspause vorentschieden ist.
Aufbruchstimmung beim 1. FC Köln
Beim FC herrscht nach dem Sieg in Potsdam und der Verpflichtung von Britta Carlson als neuer Cheftrainerin Aufbruchstimmung, den Sprung aus dem Tabellenkeller zu schaffen. Es gibt allerdings auch ein Szenario, nachdem der FC komplett sorgenfrei durch das zweite Halbjahr gehen könnte – ganz gleich, wie es sportlich auf dem Rasen läuft. Dann könnte der 1. FC Köln selbst bei einer – bislang unwahrscheinlich anmutenden – Aufholjagd der Potsdamerinnen sogar als Tabellenletzter in der Bundesliga bleiben. Dafür bräuchte der FC jedoch Schützenhilfe aus Hessen. Der DFB teilte bei der Verkündung der Liga-Vergrößerung im Sommer mit, dass sich die Zahl der Aufsteiger auf zwei reduziert, „wenn sportlich aufstiegsberechtigte Vereine nicht in die Frauen-Bundesliga aufsteigen können oder wollen“.
Derzeit belegen der 1. FC Nürnberg, Union Berlin und der VfL Bochum die ersten drei Plätze in der zweiten Bundesliga. Dieses Trio würde zweifellos aufsteigen wollen. Interessant jedoch: Auf dem vierten Platz liegt Eintracht Frankfurts U20 nur einen Zähler hinter dem dritten Platz. Sollten die Hessinnen bis zum Saisonende allerdings noch auf einen der ersten drei Plätze klettern, würde das obige Szenario Realität. Da die Frankfurter Reserve nicht aufsteigen darf, würde nicht – wie bisher – das nächstplatzierte Team nachrücken, sondern die Zahl der Aufsteiger würde sich auf zwei reduzieren und aus der Bundesliga würde keine Mannschaft absteigen. Somit wäre selbst der Tabellenletzte weiterhin im Oberhaus vertreten.
Pikant: Ausgerechnet Friederike Kromp kann dem 1. FC Köln im worst case des Absturzes ans Tabellenende zum Klassenerhalt verhelfen. Die 40-Jährige steht bei Frankfurts U20 an der Seitenlinie, war im Frühjahr 2023 aber auch eine Kandidatin für die Nachfolge des beim FC entlassenen Sascha Glass. Freilich: Verlassen darf man sich auf so ein Geschenk als Bundesligist in diesem Frühling nicht. Der 1. FC Köln sollte ohnehin auch sportlich den Klassenerhalt schaffen. Dennoch dürfte man am Geißbockheim der Frankfurter U20 aus eigenem Interesse im restlichen Saisonverlauf sportlich nur das Beste wünschen. Sicher ist ja bekanntlich sicher.
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Leihe offiziell: Florian Dietz wechselt vom 1. FC Köln zum SCR Altach
Simon Bartsch
Nun ist auch der nächste Abgang offiziell: Florian Dietz wechselt vom 1. FC Köln zum SCR Altach. Der Angreifer wird an den österreichischen Erstligisten verliehen. Das gab der FC am Sonntag bekannt.
Die Absicht von Sportdirektor Christian Keller, auch erfahrene Spieler in Leihen zu schicken, wird nun bei dem nächsten Kölner Stürmer umgesetzt. Florian Dietz wechselt wie erwartet vom 1. FC Köln zum österreichischen Club SCR Altach. Das gab der Verein am Mittag bekannt.
Sargis Adamyan, 1. FC Köln
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Schon an Weihnachten hatte es die ersten Gerüchte gegeben. Nun ist an der Leihe ein Haken. Nach Sargis Adamyan verleihen die Geißböcke einen weiteren Stürmer. Auch Florian Dietz verlässt Köln vorerst und wird an den SCR Altach verliehen. Der österreichische Club belegt Platz zwölf der Bundesliga und damit den letzten Tabellenplatz. Seit August wartet das Team auf den nächsten Pflichtspielsieg. Gerade die Offensive schwächelt, acht Tore in 13 Spielen spricht jedenfalls nicht für eine absolute Offensivwucht. Die Durchschlagskraft soll Dietz nun ankurbeln. „Wir hatten mit Flo bereits im Sommer bei der Vertragsverlängerung eine mögliche Winterleihe vorbesprochen. Nun setzen wir diesen Schritt um. Flo passt gut zur Spielausrichtung von Altach und zu den Anforderungen der österreichischen Bundesliga, so dass die Voraussetzungen für eine ergiebige Leihe gegeben sind“, sagte Keller.
Dietz: „Ich freue mich über die Chance“
Im Sommer 2020 war Dietz eigentlich als Unterstützung für die Kölner U21 aus Unterhaching auf Leihbasis an den Rhein geholt worden. Unter Ex FC-Trainer Steffen Baumgart wurde der heute 26-Jährige dann aber schon im Folgejahr zu den Profis befördert – eine überraschende Entscheidung. In der Saison 22/23 bekam Dietz vier Einsätze in der Startelf, stand insgesamt elf Mal im Kader. Hinzu kamen fünf Einsätze in der Conference-League. Doch Dietz wurde einmal mehr von Verletzungen ausgebremst, zog sich einen Kreuzbandriss zu, von dem er sich lange nicht so richtig erholte. Erst am 10. Dezember 23 lief der Offensivspieler wieder für die Profis auf und stand gegen Mainz 26 Minuten auf dem Platz. Es folgten allerdings nur weitere 39 Minuten Einsatzzeit in der vergangenen Saison.
Dennoch wurde der Kontrakt des Angreifers im vergangenen Sommer noch einmal verlängert. Unter dem heutigen Coach Gerhard Struber erhielt Dietz in dieser Saison kaum Einsatzzeit. Die Leihe nach Altach kommt also nicht überraschend. „Ich freue mich über die Chance, nach Österreich in die Bundesliga zu wechseln und wieder mehr Spielzeit zu bekommen. Dem FC wünsche ich alles Gute und viel Erfolg für die Rückrunde“, sagt der Angreifer.
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Bankfrust, auslaufende Verträge, Leihen: Droht dem 1. FC Köln wirklich die große Flucht der Eigengewächse?
Simon Bartsch
Mit Tim Lemperle steht der erste Abgang eines Eigengewächses bereits fest. Weitere junge Spieler sind heiß umworben, Verträge laufen aus. Die Sorge vieler Fans vor dem Abschied zahlreicher FC-Talente ist nicht unbegründet. Welche Eigengewächse könnten den 1. FC Köln verlassen?
Der FC definiert sich spätestens seit dem Amtsantritt von Christian Keller als Entwicklungsclub und der erste Blick auf die Statistik gibt den Kölnern auch Recht. Zahlreiche Eigengewächse im Kader, mehrere Profi-Debüts und U-Nationalspieler. Auf der anderen Seite drohen gleich mehrere Abgänge. Welche Eigengewächse könnten den 1. FC Köln verlassen?
Welche Eigengewächse könnten den 1. FC Köln verlassen?
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Eigentlich ist die Basis auf dem Weg zum Entwicklungclub für den 1. FC Köln eine gute. Die Kölner verfügen im Profi-Kader über die meisten Eigengewächse aller Zweitligisten. In dieser Saison feierten mit Julian Pauli, Elias Bakatukanda und Jaka Potocnik schon drei Youngster ihr Profi-Debüt und eine handvoll Kölner Profis ist auch Teil der U-Nationalmannschaften. Der FC stellt die meisten Spieler der U21- und U20-DFB-Auswahl. Doch gerade die jüngere Entwicklung um Spieler wie Tim Lemperle bereitet dem ein oder anderen FC-Fan Sorgen und die Frage, für wen der FC überhaupt entwickelt, ist durchaus legitim. Denn neben Lemperle, droht der FC auch weitere Youngster zu verlieren. Die ersten Interessenten klopfen an, Verträge laufen aus, die Situation ist für den ein oder anderen nicht einfach.
Auslaufende Verträge
Tim Lemperle: Die Situation um den 22-Jährigen hat sich bereits im Dezember im Grundsatz entschieden. Der Offensivspieler wird den FC verlassen, mit großer Wahrscheinlichkeit nach Hoffenheim. Christian Keller bestätigte im Dezember nicht nur den Abschied, der Sportdirektor ließ durchblicken, dass Lemperle sicher in der Bundesliga spielen will. Eine Sicherheit, die die Kölner dem Eigengewächs nicht geben konnten. Ob die Liga-Zugehörigkeit der einzige Grund für den Wechsel ist, darf zumindest hinterfragt werden. Da der Vertrag des gebürtigen Hessen im kommenden Sommer ausläuft, wechselt Lemperle ablösefrei. Zuletzt wurde aber darüber spekuliert, ob die TSG den Angreifer nicht doch schon im Winter verpflichten wolle. Das hatte Keller wiederum vor einigen Wochen noch abgelehnt. Tendenz: Abschied im Sommer.
Marvin Obuz: Der gebürtige Kölner wechselte im Sommer mit hohen Erwartungen zurück zu seinem Heimatclub. Mit hohen Erwartungen und der Empfehlung von sieben Toren und 14 Vorlagen. Diesen Erwarungen wurde der 22-Jährige nicht gerecht beziehungweise konnte er auch nur selten gerecht werden. Denn die Einsatzzeit hielt sich doch stark in Grenzen. Und das, obwohl Trainer Gerhard Struber immer wieder besonders lobende Worte für den Offensivspieler fand. Die Situation dürfte für Obuz frustrierend sein, denn auch bei diesem Anlauf hat der Rechtsaußen den Durchbruch bei seinem Heimatverein nicht geschafft. Auch der Vertrag von Obuz gilt nur noch bis zum kommenden Sommer. Heißt: Eine weitere Leihe wäre an eine Vertragsverlängerung gekoppelt. Angesichts der aktuellen Situation ist diese Variante aber nicht die wahrscheinlichste. Tendenz: Abschied wohl 2025.
Die Zeichen stehen auf Abschied
Mathias Olesen: Auch der Nationalspieler von Luxemburg kehrte im Sommer von einer Leihe zurück und sollte dem Kader mehr Breite verleihen. Bereits früh in der Saison avancierte Olesen zu Pokalhelden gegen Sandhausen. Das verhalf dem gebürtigen Kopenhagener aber nicht zu viel mehr Einsatzzeit. Gerade zu Beginn der Saison nahm der Mittelfeldspieler oft auf der Bank Platz. Da Eric Martel zuletzt einige Male in der Innenverteidigung aushalf, gab es für Olesen mehr Spielzeit. Der 23-Jährige hinterließ zwar einen ordenrlichen Eindruck, aber sicher keine Empfehlung für höhere Aufgaben. Dabei läuft auch das Arbeitspapier des Mittelfeldspielers nur noch bis zum kommenden Sommer. Wie es dann weitergeht, ist offen. Sollten sich die Kölner aber auch auf der zentralen Position verstärken, wird die Ausgangslage für Olesen nicht leichter. Tendenz: offen.
Maximilian Schmid: Schon in der Vorbereitung zeichnete sich schnell ab, dass der Stürmer unter Gerhard Struber keine Chance erhalten würde. Ein Wechsel im vergangenen Sommer galt damals als wahrscheinlich. Die Kölner fanden aber keinen passenden Abnehmer, sodass Schmid hauptsächlich bei der U21 zum Einsatz kam. Mit zwei Toren in 15 Begegnungen sind die Bewerbungsunterlagen für beispielsweise eine Leihe, gebunden an eine Vertragsverlängerung, eher bescheiden. Tendenz: Abschied wohl 2025.
Meiko Wäschenbach: Der Youngster galt beim FC einst als großes Zukunftsversprechen. Sowohl Spieler als auch Verein hatten offenbar viel miteinander vor. Doch der Kapitän der U19-Pokalsieger-Mannschaft ist weit von seinem Profi-Debüt bei den Geißböcken entfernt. Zuletzt spekulierte die Sport Bild über einen Winterabschied Richtung Karlsruhe. Der KSC hatte schon im vergangenen Sommer ein loses Interesse an Wäschenbach, konkret wurde es dem Vernehmen nach nicht. Wie konkret und ob Gespräche laufen, ist nicht bekannt, doch der Vertrag des 20-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus. Im Trainingslager in Spanien legte Gerhard Struber dem Mittelfeldspieler eine Leihe ans Herz. Dafür wäre aber eine Vertragsverlängerung nötig. Tendenz: Die Zeichen stehen auf Abschied.
Wie geht es weiter mit Jonas Urbig?
Jan Thielmann: Für den Föhrener verlief die Saison alles andere als zufriedenstellend. Als große Hoffnung auf der Rechtsverteidiger-Position gestartet, waren auch die durchwachsenen Leistungen des 22-Jährigen ein Grund für die Systemumstellung beim FC. Thielmann verlor zwischeneitlich seinen Stammplatz und das nicht nur beim FC. Auch bei der U21-Nationalmannschaft ist die eigentliche Stammkraft zurzeit nur noch zweite Wahl. Zwar spielte Thielmann in der Dreierkette zuletzt wieder regelmäßig, doch hat sich die Situation durch die Neuverpflichtung von Jusuf Gazibegovic nicht verbessert. Gut möglich aber, dass das Eigengewächs nun wieder die Chance in der Offensive erhält. Der Konkurrenzkampf ist aber auch da nicht ohne. Thielmanns Vertrag läuft noch bis zum Sommer 26. Tendenz: Ein Verbleib über den Vertrag hinaus scheint durchaus möglich.
Jonas Urbig: Für den im Sommer als Nummer eins in Köln zurückgekehrten Keeper ist die aktuelle Situation alles andere als zufriedenstellend. Als vermeintlich größtes Torwart-Talent des Landes sitzt Urbig auf der Bank eines Zweitligisten. Kein Wunder also, dass sich der Torhüter dem Vernehmen nach einen Wechsel in diesem Winter vorstellen kann. Und auch die Kölner werden sich gut überlegen, ob ein verfrühter Abschied nicht für alle Beteiligten das beste Szenario wäre. Für die Entwicklung des Keepers ist der Bankplatz alles andere als förderlich. Ein Abgang scheint spätestens zum Vertragsende im Sommer 2026 unausweichlich. In dieser und der kommenden Transferperiode könnten die Kölner noch eine marktgerechte Ablöse einstreichen. Interessenten gibt es wohl genug. Tendenz: Abschied wohl 2025.
Elias Bakatukanda: Der Abwehrspieler feierte zwar in dieser Saison schon sein Profi-Debüt, vom Durchbruch ist der gebürtige Kölner aber dann doch ein gutes Stück weit entfernt. Trainer Gerhard Struber und die FC-Verantwortlichen trauen dem Youngster durchaus eine große Karriere zu, allerdings mit einigen Zwischenschritten. Zumindest wurde schon klar kommuniziert, dass der 20-Jährige nochmal verliehen werden soll. Aktuell ist der Innenverteidiger nicht mit nach Spanien gereist. Im Trainingslager sprach der Kölner Coach nun davon, dass es einen sehr interessanten Verein für „Ele“ gäbe. Dann wäre aber eine Vertragsverlängerung ratsam. Denn der Kontarkt des Innenverteidigers läuft bis zum Sommer 26. Nach einer möglichen Rückkehr ist es nicht die beste Idee, mit einem Spieler in die neue Saison zu starten, dessen Vertrag nur noch ein Jahr Gültigkeit besitzt. Tendenz: Leihe im Winter.
Aktuell Bankplätze für vergangene Stammspieler
MaxFinkgräfe: Noch in der vergangenen Saison galt der 20-Jährige als der Shootingstar der Geißböcke. Finkgräfe wurde von dem ein oder anderen Experten schon als Jonas Hector Nachfolger gefeiert und sogar mit der Nationalmannschaft in Verbindung gebracht. Auch wenn der 20-Jährige im letzten Spiel des Jahres zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startelf gestanden hat, ist die Situation für den gebürtigen Mönchengladbacher beim FC alles andere als zufriedenstellend. Denn Fingräfe kommt eben nur auf zwei Startelf-Einsätze, der Youngster wurde zudem neun Mal eingewechselt. Und wenn die Kölner tatsächlich im Winter noch einmal in der Innenverteidigung nachbessern, wird sich an der Situation für den Youngster nicht viel verändern. Gerhard Struber setzt bekanntlich auf Leart Pacarada als Linksverteidiger. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wurde der Abwehrspieler zuletzt mit dem VfB Stuttgart in Verbindung gebracht. Konkrete Gespräche hat es wohl noch nicht gegeben. Der Vertrag läuft och bis 2026. Tendenz: In diesem Winter kein Wechselthema.
Damion Downs: Der Stürmer feierte bereits in der vergangenen Saison sein Debüt bei den Profis und erzielte bekanntlich auch die ersten Tore. In dieser Spielzeit legte der Angreifer nochmal zu, erzielte bereits sieben Tore, bereitete drei weitere Treffer vor und hat somit großen Anteil am Erfolg der Geißböcke. Gerhard Struber wird nicht müde, zu betonen, dass die Kölner sehr wohl um die Qualitäten des Stürmers wissen. In den kommenden Wochen wird sich der Angreifer in den Konkurrenzkampf mit Tim Lemperle sowie einem möglichen Neuzugang begeben. Da der 20-Jährige aber ein breites Paket mit sich bringt, wird er spätestens mittelfristig bei den Kölnern eine sehr wichtige Rolle spielen. Allerdings sollte der Verein auch hier möglichst schnell den Vertrag verlängern. Downs ist aktuell bis Sommer 26 an den FC gebunden. Tendenz: Wechsel kein Thema.
Lange Verträge
Jaka Potocnik: Vor allem aufgrund des großen Risikos, das die Kölner bei der Verpflichtung des Youngsters eingegangen sind, ist die Erwartungshaltung an den Slowenen eine große. Das Versprechen konnte Potocnik bislang nicht erfüllen. Sein Profi-Debüt gegen den Karlsruher SC verlief durchwachsen. Eine weitere Chance gab es bei den Profis nicht. Zuletzt brachte Struber eine Leihe als vielversprechenden Zwischenschritt ins Spiel. Potocnik soll bei einem anderen Club Spielpraxis sammeln. Seine bisherigen Leistungen in der Kölner U21 waren aber nur selten überzeugend. Ein Selbstläufer wird die Suche nach einem geeigneten Verein also sicher nicht. Tendenz: Leihe im Winter.
Julian Pauli: Der Innenverteidiger ist die große Entdeckung der aktuellen Saison. Der 19-Jährige hatte in der Vorbereitung schon restlos überzeugt und sich zu Recht in der Stammelf festgespielt. Und das, obwohl man vor der Saison Elias Bakatukanda die besseren Chancen für den Durchbruch zutrauen konnte. Zu Beginn der Saison war der gebürtige Londoner noch der beste Abwehrspieler der Kölner Defensivreihe. Das hohe Niveau konnte der 19-Jährige nicht komplett halten. Allerdings war das für den Youngster auch nicht erwartbar. Zuletzt bremste Pauli eine Gehirnerschütterung aus. Der Youngster wird sich in der Rückrunde wohl mit mehr Konkurrenz auseinandersetzen müssen. Dennoch ist auch Pauli ein vielversprechendes Talent. Und eins. Das Dem FC noch erhalten bleibt, Pauli hat noch Vertrag bis 2027. Tendenz: Keine Wechselgefahr.
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Tim Lemperle und Julian Pauli wieder im Teamtraining, Mark Uth muss abbrechen
Simon Bartsch
Für den FC stand am Samstag die erste Trainingseinheit des Trainingslagers in Spanien auf dem Programm. Dabei gab es gute und schlechte Nachrichten: Gleich zwei Spieler befinden sich nun wieder im Treamtraining, Mark Uth muss die Einheit verfrüht abbrechen.
Mit Tim Lemperle und Julian Pauli befinden sich zwei Profis wieder im Training des 1. FC Köln, Mark Uth muss dagegen die Einheit am Samstag abbrechen.
Mark Uth beim Training des 1.FC Köln (Archivfoto)
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Für die Profis des 1. FC Köln hat am Samstag nun auch der aktive Teil des Trainingslagers an der Costa del Sol begonnen. Und das bei strahlendem Himmer und knapp 20 Grad. Die Kölner werden bis zum kommenden Freitag die Grundlagen der Vorbereitung schaffen, um sich dann den Feinschliff für das erste Pflichtspiel des Jahres gegen den Hamburger SV am 18. Januar zu holen. Für den FC geht es dann darum, einen Aufstiegsplatz zu behaupten. Denn nichts anderes als der Wiederaufstieg ist das – wenn auch nicht so offeniv kommunizierte – Saisonziel. Doch die Konkurrenz schläft nicht, auch deswegen das Trainingslager in Spanien. „Wir wollen noch besser und kontrollierter werden, was unseren Spielstil angeht und noch besser ins letzte Drittel kommen“, sagte der Coach am Samstag in der Mixed Zone.
„Mark hat etwas in der Wade gespürt“
Und zum ersten Training gab es von Kölner Seite auch direkt positive Nachrichten. Tim Lemperle und Julian Pauli sind pünktlich zum neuen Jahr wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Lemperle hatte sich im Duell gegen Jahn Regensburg eine Muskelverletzung zugezogen, konnte dann gegen den 1. FC Nürnberg und den 1. FC Kaiserslautern nicht mehr auf Torejagd gehen. Pauli war wiederum im DFB-Pokal mit Berlins Marton Dardai aneinandergerauscht und war in der Folge einer Gehirnerschütterung ebenfalls in den letzten Spielen des Jahres kein Faktor mehr. Nun kehrten die beiden Rekonvaleszenten zurück und absolvierten die Einheit mit der Mannschaft.
Allerdings musste Mark Uth das Training bereits früh abbrechen. Der Routinier hat sich offenbar eine muskuläre Verletzung zugezogen. „Mark hat etwas in der Wade gespürt. Im Laufe des Tages wird ein Bild gemacht, dann werden wir weitersehen“, erklärte Struber bei „fc.de„. Uth hatte sich erst in den vergangenen Wochen nach einer langen Muskelverletzung im Adduktorenbereich mühsam zurückgekämpft. Vor dem Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern hatte der Offensivspieler noch erklärt, er hoffe schon bald auch wieder ein Kandidat für die Startelf zu werden. Nun werden die Kölner die finale Diagnose abwarten müssen. Der FC wird in den kommenden Tagen ein- bis zweimal am Tag trainieren. Für Donnerstag und Freitag sind Testspiele anberaumt. Bislang steht nur der FC Lugano als Gegner fest.
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Darum würde Verteidiger Joël Schmied zum 1. FC Köln gut passen
Simon Bartsch
Der 1. FC Köln steht offenbar vor der Verpflichtung seines gesuchten Innenverteidigers. Anscheinend hapert es nur noch an der Ablösesumme. Und die Verpflichtung könnte sich als sehr sinnvoll erweisen. Darum könnte Joël Schmied zum 1. FC Köln gut passen.
Die Verpflichtung des neuen Innenverteidigers steht bei den Geißböcken offenbar kurz bevor. Die Parteien sind sich generell einig, Uneinigkeit herrscht offenbar noch über die Ablösesumme. Doch eine Einigung wird sehr bald erwartet. Darum könnte Joël Schmied zum 1. FC Köln gut passen.
Joël Schmied könnte zum FC wechseln (Foto: picture alliance/KEYSTONE | SALVATORE DI NOLFI)
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Die Anzeichen verdichten sich, dass der 1. FC Köln den gesuchten Abwehrspieler gefunden hat und die nächste Baustelle bei der Kaderplanung schon bald schließen wird. Dem Vernehmen nach geht es zwischen den Teams „nur noch“ um die passende Ablösesumme. Doch generellt wird Sion dem Spieler keine Steine in den Weg legen, der FC will offenbar schnell ernst machen, damit der Innenverteidiger noch ins Trainingslager nach Spanien nachreisen kann. Nachdem sich die Clubs final geeinigt haben, stünde zumindest noch die restlichen Vertragsmodalitäten und der obligatorische Medizincheck aus. Nachdem der Deal mit Wunsch-Verteidiger Gregory Wüthrich also gescheitert ist, sind die Kölner nun in der Schweiz fündig geworden. Und das bei einem Spieler, der offenbar nicht auf den Wunschlisten von Halb-Europa gestanden hat.
Joël Schmied ist beim FC Sion absoluter Leistungsträger
Dabei scheint der Innenverteidiger auf den ersten Blick recht gut zum FC zu passen. Der 26-jährige Rechtsfuß würde als Ersatz-Kapitän des FC Sion, Captain Reto Ziegler war lange verletzt und kam zuletzt nur noch selten zum Einsatz, zumindest reichlich Leader-Qualitäten mit. Schmied gilt als direkt, ehrlich, spricht Dinge direkt an, kann auch konstruktiv kritisieren. Und er gilt bei Sion als Stabilisator einer Defensive, die als Aufsteiger an der Meisterschaftsrunde schnuppert und von den vergangenen fünf Liga-Spielen vier gewann und nur im Elfmeterschießen am FC Basel scheiterte. Vor Weihnachten setzte sich der Aufsteiger gegen Olesen-Ex-Club Yverdon durch. „Wir sind in der Schweiz und das kann ich nicht wirklich sagen, aber Joël ist für mich als Franzose ein bisschen wie meine Sozialversicherung“, sagte Trainer Didier Tholot nach dem Erfolg.
Auf diese Sozialversicherung muss der französische Coach wohl in Zukunft verzichten. Und auch auf die Defensivqualitäten. Der Innenverteidiger ist eigentlich beim FC Sion in einer Viererkette zu Hause, hat aber auch schon in der Dreierkette gespielt. Schmied wurde bereits auf der rechten Verteidigerposition eingesetzt und agierte auch einige Male im defensiven Mittelfeld. Für einen Abwehrspieler strahlt Schmied zudem eine gewisse Torgefahr aus, die schon in der Vergangenheit Begehrlichkeiten weckte. Im vergangenen Sommer sollen einige Schweizer Erstligisten beim Aufsteiger angeklopft haben, doch der gebürtige Berner blieb in Sion und der Club aus dem Kanton Wallis legte einen starken Start hin, angeführt von Schmied. Der FC Sion hat einige turbulente Jahre hinter sich, gerade bei einigen Transfers lag der Verein nicht immer richtig.
Joël Schmied kennt den Aufstiegskampf
So kam der Abstieg in die 2. Schweizer Liga im Sommer 23, der erste nach 17 Jahren, nicht überraschend. Schmerzhaft war er für den zweimaligen Schweizer Meister dennoch. „Mit dem Challenge-League-Team hatten wir den Druck, aufzusteigen. In der Challenge League spielt man einen ganz anderen Fussball“, sagt Schmied in Schweizer Medien und spricht damit Eigenschaften an, die wohl auch in der 2. Bundesliga nicht unwichtig sind. „Es gibt zahlreiche Duelle, die Spiele sind hart[…]. Es ist keine einfache Liga. Alle Teams, die absteigen, haben den Drang, direkt wieder aufzusteigen. Bei uns war es genauso.“ Der FC Sion hielt dem Druck stand, stieg souverän auf und spielt eine ordentliche Saison. Schmied spielt sogar eine starke Saison. Der Innenverteidiger verpasste ganze sechs Spielminuten in 18 Saisonspielen, gehört damit in der Liga zu den zehn Akteuren mit der meisten Spielzeit.
Zudem gewinnt der Innenverteidiger im Schnitt zwei von drei Zweikämpfen. 66 Prozent sind ein ordentlicher Wert für einen Innenverteidiger. Timo Hübers und Dominique Heintz kommen in der 2. Bundesliga auf jeweils 61 Prozent, Julian Pauli auf 54. Auch der Passwert von 87 Prozent kann sich durchaus sehen lassen. Damit liegt er im Bereich von Heintz (87) und Pauli (88), ein wenig besser als Hübers (84). Natürlich sind die Ligen nicht direkt miteinander vergleichbar, allerdings ist der Fingerzeig kein schlechter. Zudem verfügt der Abwehrspieler bereits über einige Erfahrung. Mittlerweile kommt der Abwehrspieler, der auch in der U-Nationalmannschaft der Schweiz einige wenige Male zum Einsatz kam, auf knapp 200 Profi-Pflichtspiele. Unter anderem spielte Schmied auch die Qualifikation der Conference League, allerdings war schon nach zwei Spielen Schluss.
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Darum kann Haris Tabakovic für den 1. FC Köln eigentlich gar kein Thema sein
Simon Bartsch
Die Gerüchteküche um neue Spieler brodelt beim FC weiter. Zuletzt wurden gleich mehrere Stürmer als mögliche Neuverpflichtungen bei den Kölnern ins Spiel gebracht. Bei einem kann es aber eigentlich nicht zum Wechsel an den Rhein kommen: Haris Tabakovic kann wohl nicht für den 1. FC Köln spielen.
Der FC ist nach dem geplatzen Deal mit Ivan Prtajin immernoch auf der Suche nach einem Stürmer. Zuletzt wurde über den Torschützenkönig der zweiten Bundesliga spekuliert. Haris Tabakovic kann wohl nicht für den 1. FC Köln spielen.
Haris Tabakovic für Hoffenheim
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Nach dem geplatzten Deal von Ivan Prtajin zu den Geißböcken befinden sich die Kölner nach wie vor auf der Suche nach einem neuen Stürmer. Und eigentlich hatte die Verpflichtung eines Zielstürmers neben der des Rechtsverteidigers bei den Kölnern schon seit Monaten höchste Priorität. Nun scheinen die Kölner einem neuen Innenverteidiger wie berichtet näher zu sein. Dabei haben die Spekulationen um einen neuen Knipser längst Fahrt aufgenommen. Zunächst wurde Serdar Dursun ins Spiel gebracht. Der Stürmer spielte zuletzt in der Türkei für Alanyaspor, kann den Verein ablösefrei verlassen. Die „Bild“ hatte den FC als möglichen Interessenten genannt. Tatsächlich sollen Hannover 96 und der 1. FC Kaiserlautern dem Vernehmen nach aber eher um die Gunst des ehemaligen Torschützenkönig der 2. Bundesliga buhlen.
Tabakovic spielte bereits für Berlin und Hoffenheim
In den vergangenen Tagen wurde dann noch ein weiterer Angreifer, ein weiterer Torschützenkönig der 2. Bundesliga genannt. Der letzte Gewinner der Zweitliga-Kanone: Haris Tabakovic setzte sich gemeinsam mit Düsseldorfs Cristos Tzolis und Hamburgs Robert Glatzel mit 22 Treffern in der 2. Bundesliga an die Spitze. Der Angreifer wechselte im vergangenen Sommer zur TSG Hoffenheim, konnte sich dort aber nicht ähnlich in Szene setzen wie bei der Hertha. Nach 17 Pflichtspielen kommt der Angreifer auf zwei Tore, eins im Pokal, eins in der Liga sowie einer Vorarbeit. Seine Torgefahr in der 2. Bundesliga ist dennoch unbestritten und daher ist der Wunsch nach einem Stürmer der Marke Tabakovic absolut verständllich, nur dürfte es nach den Regularien dder DFL zu einem Wechsel zum FC gar nicht erst kommen.
Denn der Stürmer hat in dieser Saison bereits für Hertha BSC Pflichtspiele absolviert, genauso wie für die TSG Hoffenheim. Zwar darf ein Spieler durchaus von drei Vereinen innerhalb der Saison verpflichtet werden, allerdings nicht für drei Vereine Pflichtspiele absolvieren. Bei der DFL heißt es dementsprechend: „Einem Spieler kann im Zeitraum vom 1.7. bis 30.6. des Folgejahres für höchstens drei Clubs eine Spielerlaubnis erteilt werden. In diesem Zeitraum kann der Spieler in Pflichtspielen von lediglich zwei Clubs eingesetzt werden.“ Tabakovic hatte im August für die Hertha noch die beiden Ligaspiele gegen den SC Paderborn und den Hamburger SV bestritten. Im Pokal bereitete der Angreifer gegen Hansa Rostock zudem sogar noch ein Tor vor. Dann folgte der Wechsel zur TSG Hoffenheim. Für die Sinsheimer lief der Angreifer schon 17 Mal auf.
Der FC muss wohl an anderer Stelle suchen
Diese Einschätzung teilt auch Jurist Prof. Dr. Alexander Scheuch, der einst selbst in der Rechtsabteilung des FC tätig war. „Eine ausdrückliche Ausnahme sieht das Reglement nur vor, wenn der Spieler berechtigterweise außerordentlich bei seinem früheren Club gekündigt hat, weil der Club seine Pflichten verletzt hat. Das kann man in diesem Fall wohl ausschließen“, sagt Professor Scheuch. Eine Dreifach-Registrierung könnte es nur bei Spielern geben, die an eine andere Saisonphase gebunden sind. Beispielsweise in einer Liga, die bereits im Januar beginnt und im Dezember endet – sowie in den USA. Die Suche nach einem Stürmer muss also anscheinend an anderer Stelle weitergehen. Interessant: Auch Hertha BSC sucht nach einem Angreifer. Und nach den Regeln könnte Berlin den Stürmer wohl zurückholen. Die Frage ist ohnehin, ob Hoffenheim den Stürmer überhaupt abgeben will.
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1. FC Köln reist ohne Dietz, Downs und Bakatukanda ins Trainingslager
Simon Bartsch
Die Geißböcke haben sich am Freitag zurück aus der Winterpause gemeldet und melden sich direkt wieder ab – zur Vorbereitung an der Costa del Sol: 1. FC Köln bricht ohne drei Spieler auf ins Trainingslager.
Knapp zwei Wochen nach dem letzten Hinrunden-Spiel hat der FC mit der Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen. Und direkt zu Beginn geht es nach Spanien: 1. FC Köln bricht ohne drei Spieler auf ins Trainingslager.
Denis Huseinbasic und Jusuf Gazibegovic auf dem Weg ins Trainingslager mit dem 1. FC Köln
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Mit der Reise an die Costa del Sol beginnt für den 1. FC Köln die Vorbereitung auf die Rückrunde. Für die Geißböcke geht es ab dem 18. Januar mit dem Auswärtsspiel beim HSV an das Unterfangen direkter Wiederaufstieg. Diesen Wunsch hatte zuletzt auch Christian Keller im Interview mit fc.de öffentlich kommuniziert. Die Grundlagen für die spannende Rückrunde wollen die Geißböcke in Spanien holen. Bei angenehmen 15 bis 20 Grad, allerdings sind auch Regenschauer angesagt. Am Freitagvormittag gab es für die Kölner ein erstes Aufeinandertreffen am Geißbockheim, bevor es dann zum Flughafen Düsseldorf ging und von dort aus weiter nach Spanien. Dort werden sich die Kölner bis zum 10. Januar aufhalten um sich dann in Köln den Feinschliff für die Begegnung gegen den HSV zu holen.
Dietz und Bakatukanda stehen ebenfalls vor Leihen
Mit dabei ist nun auch der erste Neuzugang Jusuf Gazibegovic. Der Rechtsverteidiger wurde im Dezember verpflichtet, weitere Neuzugänge sollen noch folgen. Wie berichtet ist der FC sehr nah an der Verpflichtung von Joel Schmied. Grundsätzlich sind sich Club und Spieler einig, es soll dem Vernehmen nach nur noch um die passende Ablöse gehen. Der Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina war am Freitag mit dabei, einige andere Spieler dafür nicht. Sargis Adamyan spielt in der Rückrunde für Jahn Regensburg, wie berichtet hat der FC den Stürmer an seinen Ex-Club verliehen. Auch Florian Dietz ist aktuell freigestellt und soll sich möglichst schnell mit seinem aufnehmenden Verein einigen. Auch bei Dietz wird schon bald ein Vollzug erwartet. Der Stürmer soll an den SCR Altach verliehen werden.
Und auch Elias Bakatukanda steht offenbar unmittelbar vor einer Leihe. Das hatte sich in den vergangenen Tagen allerdings noch nicht angebahnt. Eigentlich hätte der Youngster mit nach Spanien fahren sollen. Dazu wird es nicht kommen. Auch Bakatukanda kümmert sich laut fc.de um eine mögliche Leihe. Offenbar hat es kurzfristig eine Anfrage gegeben. Und noch ein weiterer Spieler verpasst den Auftakt ins Trainingslager. Dammion Downs fehlte am Freitag erkältet. Der Stürmer soll aber umgehend nach seiner Genesung nach Spanien nachreisen, möglicherweise dann schon mit der ein oder anderen Neuverpflichtung. Mit dabei sind dagegen die U21-Youngsters Alessandro Blazic, Neo Telle, Emin Kujovic sowie Olli Schmitt. Insgesamt sind für das Trainingslager drei testspiele anberaumt.
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Leihe perfekt: Sargis Adamyan wechselt vom 1. FC Köln zu Jahn Regensburg – „Veränderung wichtig“
Simon Bartsch
Die Anzeichen, dass Sargis Adamyan den 1. FC Köln wohl zum Winter verlässt hatten sich bereits verdichtet. Der Offensivspieler reist nicht mit ins Trainingslager an die Costa del Sol. Nun gab der Verein bekannt: Sargis Adamyan wird vom 1. FC Köln an den Zweitligisten Jahn Regensburg verliehen.
Es hatte sich bereits angedeutet. Der Stürmer des FC erhielt unter FC-Coach Gerhard Struber keine Einsatzzeit mehr, Sportdirektor Christian Keller sprach von Leihen auch für erfahrene Spieler. Nun ist es offiziell: Sargis Adamyan wird vom 1. FC Köln an den Zweitligisten Jahn Regensburg verliehen.
Sargis Adamyan, 1. FC Köln
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Sargis Adamyan wird an den Zweitliga-Club und seinen ehemaligen Verein Jahn Regensburg verliehen. Der 31-Jährige soll dort der Mannschaft von Andreas Patz aus dem Tabellenkeller helfen. „Für Sargis ist es sehr wichtig, dass er wieder Vertrauen in sein Spiel findet. Die Leihe nach Regensburg ist dafür der richtige Schritt“, sagte Christian Keller. „Sargis kennt den SSV Jahn und die dortigen Gegebenheiten bestens und sollte daher keine allzu lange Eingewöhnungszeit benötigen. Mit vielen Einsätzen und bestenfalls auch Scorerpunkten soll der dem SSV Jahn zum Klassenerhalt verhelfen.“ Keller hat bekanntlich ebenfalls beste Verbindungen nach Regensburg, war dort ebenfalls Sportdirektor. Der Wechsel hatte sich bereits in der vergangenen Woche angedeutet, nun wurde vor dem Traningslager in die Schweiz Nägel mit Köpfen gemacht.
Sargis Adamyan: „Für mich ist die Veränderung wichtig“
Adamyan war in der Vergangenheit immer wieder als möglicher Wechselkandidat der Kölner ausgemacht worden. Der Stürmer des 1. FC Köln konnte auch in dieser Saison unter FC-Coach Gerhard Struber nicht überzeugen. Der Armenier bekam vom Trainer in dieser Spielzeit gerade einmal 125 Minuten auf dem Platz – und das immer nur als Joker. Wirklichen Einfluss auf das Spiel nahm der 31-Jährige allerdings nie. Seit Anfang November stand Adamyan nicht einmal mehr im Kader des Österreichers. Nachdem der Kölner Offensivspieler als einer von zweien auch beim Testspiel gegen Alemannia Aachen keine Einsatzzeit bekam, deuteten die Zeichen deutlich auf Abschied. Spätestens aber, seit den Aussagen von Sportchef Christian Keller in seinem Interview auf fc.de war abzusehen, dass für Adamyan wohl eine Lösung gefunden werden wird.
„Wenn es bei einzelnen Personalien dann nicht so klappt wie von beiden Seiten definiert, braucht es eine Luftveränderung“, sagte Christian Keller Ende Dezember. „Deshalb ist sicher die eine oder andere Leihe angestrebt – bei erfahreneren Spielern mit einer unbefriedigenden Situation oder bei jungen Spielern, die wir über mehr Spielpraxis gezielt fördern möchten.“ Unbefriedigend dürfte die Situation für Adamyan allemal sein. Und so kommt die Nachricht über die Leihe des 31-Jährigen nicht überraschend. Wenn auch eine Leihe für einen Spieler, der in zweieinhalb Jahren den Durchbruch nicht schaffte, als eine ungewöhnliche Maßnahme erscheint.
Für Adamyan ist es jedenfalls noch einmal die Chance in vertrauter Umgebung seine Angreifer-Qualitäten wiederzufinden. „Für mich ist die Veränderung wichtig, um wieder ins Spielen zu kommen. Deshalb freue ich mich, dass ich in Regensburg jetzt die Chance dazu habe. Dem FC und meinen Teamkollegen wünsche ich für die Rückrunde alles, alles Gute, maximalen Erfolg und im besten Fall den Aufstieg“, sagte der Angreifer.
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