Sommer-Trainingslager: Der 1. FC Köln bereitet sich in Kitzbühel vor
Simon Bartsch
Der FC wird sich in diesem Sommer erneut in Österreich auf die kommende Saison vorbereiten. Allerdings geht es nach Tirol und nicht mehr in die Steiermark. Der 1. FC Köln bezieht Ende Juli das Trainingslager in Kitzbühel. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt.
Wie schon im Vorjahr wird es auch in diesem Sommer wieder eine Vorbereitung in den Bergen für die Geißböcke geben. Der 1. FC Köln bezieht allerdings dieses Mal das Trainingslager nicht in der Steiermark, sondern reist nach Kitzbühel. Vom 24. bis 31. Juli bereitet sich die Mannschaft von René Wagner in den Alpen gezielt auf die neue Saison vor.
Der FC bezieht im Juli wieder ein Vorbereitungs-Trainingslager in Österreich. Dieses Mal geht es Richtung Kitzbühel nach Tirol. Am 24. Juli bricht die Mannschaft auf und kehrt am 31. Juli wieder zurück. Sicherlich wird man sich auch um Testspiele kümmern, Termine oder mögliche Gegner stehen aber noch nicht fest. Trainieren wird die Mannschaft im nahegelegenen St. Johann. Dort befinden sich gut bespielbare Rasenplätze sowie das Koasastadion. Der Alpenort hat sich in den vergangenen Jahren als beliebtes Ziel für Profimannschaften entpuppt. Unter anderem bereiteten sich bereits der VfB Stuttgart und der Hamburger SV auf die bevorstehende Saison vor.
Für Trainer René Wagner keine Unbekannte
Bereits im vergangenen Sommer reiste der heutige Chefcoach René Wagner mit der Mannschaft zur Saisonvorbereitung nach Österreich. Damals noch als Co-Trainer unter Lukas Kwasniok. Allerdings damals noch nach Bad Waltersdorf in der Steiermark. Die Bedingungen vor Ort scheinen aber nicht restlos überzeugt zu haben. Unter anderem wies der Rasen im Stadion erhebliche Schäden nach einem Feuerwehrfest auf. Bis zum Start der Bundesliga-Saison 26/27 am 28. August sowie dem Auftakt in den DFB-Pokal eine Woche zuvor hat der FC nach der Rückkehr an den Rhein dann noch drei Wochen, um weiter an den nötigen Stellschrauben zu drehen und die Mannschaft zu formen. Der Trainingsauftakt wird voraussichtlich am 13. Juli stattfinden.
Wenig Spielzeit, viel Konkurrenz und Verletzungspech – Das sind unsere Verlierer der Saison beim 1. FC Köln
Luca Kaiser
Der FC blickt nach dem Klassenerhalt auf eine durchwachsene Spielzeit zurück. Nicht alle Spieler können mit ihrer Saison zufrieden sein. Dafür gibt es bei jedem jedoch unterschiedliche Gründe beim 1. FC Köln: Das sind unsere Verlierer der Saison 25/26.
In einer Spielzeit, in der es Gewinner innerhalb eines Kaders gibt, die eine gute Entwicklung genommen haben und auch einen großen Anteil am Klassenerhalt hatten, gibt es auch Profis, die trotz des Erreichens des gesteckten Ziels auf eine ernüchternde Spielzeit zurückblicken.
Denis Huseinbasic: Gehörte der Mittelfeldspieler in der Aufstiegssaison noch zum Kreis des Stammpersonals beim FC, änderte sich dies in der vergangenen Spielzeit komplett. So sammelte der 24-Jährige in der Hinrunde noch 13 Einsätze, in der Rückrunde waren es lediglich noch zwei. Nach dem Trainerwechsel von Lukas Kwasniok zu René Wagner und der Genesung von einigen Profis, wurde die Situation von Huseinbasic noch schlechter. Zwar stand der Mittelfeldspieler bei Wagners Debüt in Frankfurt in der Startelf, konnte dabei jedoch nicht überzeugen. In den vergangenen sechs Duellen blieb der Bosnier dann sogar ohne eine einzige Minute Einsatzzeit und gehörte drei Mal nicht zum Spieltagskader. Auch durch die schwache Saison in Köln verpasste Huseinbasic auch eine WM-Nominierung für Bosnien. Im Sommer dürften sich die Wege des 24-Jährigen und der Kölner trotz eines Vertrags bis 2027 trennen.
Hinter den Möglichkeiten und wenig Einsatzzeit
Eric Martel: Der Mittelfeldspieler konnte diese Saison nicht wirklich überzeugen. Zwar gehörte Martel sowohl unter Kwasniok als auch unter Wagner zum Kreis der Stammspieler, zeigte jedoch selten seine vollen Qualitäten. Was bei Martel besonders störte, war die offene Vertragssituation. So lehnte der Sechser bereits während der Spielzeit ein Angebot der Kölner zur Verlängerung ab. Auch ein zweites, neues Arbeitspapier von Thomas Kessler konnte Martel am Ende nicht vom Verbleib überzeugen. Einen Tag nach Saisonende gab der FC dann den Abgang bekannt, bevor nur kurze Zeit später Martels Wechsel nach Mainz offiziell wurde.
Florian Kainz: Der Österreicher hatte in der 2. Bundesliga mit fünf Treffern und zwei Vorlagen, besonders aber mit seinem Doppelpack am vorletzten Spieltag in Nürnberg, seinen Anteil an der sofortigen Rückkehr in die Bundesliga. Im deutschen Oberhaus änderte sich die Situation für Kainz jedoch drastisch. So stand der dienstälteste Kölner in nur zwei Spielen in der Startelf und kam bei 15 Einsätzen auf lediglich 269 Einsatzminuten. Besonders in der zweiten Saisonhälfte gehörte der 33-Jährige immer seltener zum Kader der Kölner und musste die Partien immer häufiger von der Tribüne aus verfolgen.
Zum Abschied bekam Kainz, der seine Karriere beendet, von Chefcoach Wagner gegen Heidenheim und Bayern noch einmal zwei Kurzeinsätze. Jedoch dürfte sich der Offensivspieler seine letzte aktive Saison anders vorgestellt haben. Das einzige Highlight in der Spielzeit war für Kainz das Heimspiel gegen den HSV. Gegen die Rothosen erzielte der Österreicher per Freistoß seinen einzigen und letzten Treffer im FC Trikot und führte das Team zu einem ganz wichtigen Dreier vor heimischem Publikum.
Ausgebremst und Chance verpasst
Rav van den Berg: Der Rekordneuzugang des Sommers blickt auf eine enttäuschende Saison zurück, die er am Ende als Innenverteidiger Nummer vier beendet. Nach einer Schulterverletzung zu Saisonbeginn erkämpfte sich der Niederländer einen Platz in der Startelf. Im letzten Spiel vor der kurzen Winterpause sah der Innenverteidiger die Rote Karte, die ihn im neuen Jahr erst einmal wieder ausbremste. Von Mitte Februar bis Anfang April etablierte sich van den Berg erneut in der ersten Elf und zeigte, was in ihm steckt. Nach einer Startelfnominierung in Wagners erstem Spiel als Cheftrainer in Frankfurt, blieb der Rechtsfuß in den letzten sechs Spielen der Saison ohne Einsatz. In der kommenden Spielzeit sollte sich die Situation von van den Berg ändern, damit der Abwehrmann nicht als Flop-Transfer bezeichnet werden kann.
Felipe Chávez: Der junge Mittelfeldspieler wurde im Winter vom FC Bayern München als Verstärkung für das zentrale Mittelfeld verpflichtet. Allerdings war dieser Transfer aus der Retrospektive sowohl für den Akteur als auch für den FC wohl nicht zufriedenstellend. So kam der 18-Jährige in der Rückrunde auf lediglich sieben Kurzeinsätze mit nur 96 Einsatzminuten. Die Kölner haben für den Peruaner eine Kaufoption von rund 4,5 Millionen Euro vereinbart. Diese wird aber nicht gezogen.
Starke Offensive, Überraschungen in der Defensive – Das sind unsere Gewinner der Saison beim 1. FC Köln
Luca Kaiser
Der FC hat zwei Spieltage vor Saisonschluss den Klassenerhalt nach einer Saison mit Schwankungen eingetütet. Somit kann Thomas Kessler jetzt die nächste Saison in der Bundesliga planen und den Kader neu ausrichten. Dass der FC nicht einmal unter dem Strich lag, hängt auch mit einigen Starken Leistungen beim 1. FC Köln zu tun: Das sind unsere Gewinner der Saison 25/26.
Auch wenn die Leistungen gerade im Saisonfinale alles andere als optimal waren, hat der FC sein Saisonziel erreicht. Auch, weil die Offensive zur oberen Hälfte der Liga gehörte. Vor allem drei Angreifer wussten zu überzeugen. Aber auch in der Defensive gab es durchaus Gewinner.
Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
Said El Mala: Said El Mala ist die Entdeckung der Saison beim 1. FC Köln. Im Sommer 2025 kehrte der Offensivspieler von seiner vermeintlichen Leihe bei Viktoria Köln zum FC zurück und sofort waren die Hoffnungen auf ein neues Top-Talent im Kölner Kader geweckt. Und El Mala konnte diese Hoffnungen erfüllen. So entwickelte sich der 19-Jährige vom Einwechselspieler zu Saisonbeginn zum Stammspieler. Mit 13 Treffern und fünf Vorlagen sammelte El Mala die meisten Scorerpunkte im Kölner Kader und hatte somit einen großen Anteil am Klassenerhalt. El Mala begeisterte jedoch nicht nur mit Toren und Assists, sondern auch mit seinem frechen Spielstil. Die WM bleibt dem Talent aber verwehrt. Dass der Youngster in der kommenden Saison immer noch beim FC spielt, ist unwahrscheinlich. So sind bereits mehrere Vereine aus dem Ausland konkret an El Mala dran.
Der Königstransfer
Jakub Kaminski: Der Pole kann als echter Top-Transfer von Thomas Kessler bewertet werden. So stand Kaminski in jedem Pflichtspiel in der Startelf und verpasste in der gesamten Spielzeit lediglich 68 Minuten auf dem Feld. Der Offensivspieler steuerte in der Saison sieben Treffer und fünf Assists bei und war somit hinter El Mala gemeinsam mit Ragnar Ache der zweitbeste Scorer. Die große Stärke von Kaminski ist seine Polyvalenz. So agierte der 23-Jährige auf mehreren Positionen und zeigte auf jeder ordentliche Leistungen. Thomas Kessler verkündete nach dem Spiel beim St. Pauli, dass die Kölner die Kaufoption ziehen werden. Allerdings ist offen, ob Kaminski auch in der kommenden Saison für den FC spielt. Der Spieler selbst soll sich einen Wechsel vorstellen können und es soll auch bereits Interesse geben.
Ragnar Ache: Der Neuzugang aus Kaiserslautern kam nach einer schwierigen Hinrunde und der Rolle des Einwechselspielers immer besser in Fahrt. Auf einen Treffer in der Hinrunde folgten in der Rückrunde sechs. Besonders im Kopf bleibt dabei der Fallrückzieher gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Doch nicht nur bei den Toren, sondern auch im Spiel wurde Ache immer besser. So war Ache eine ständige Gefahr für die gegnerische Abwehr, arbeitete für die eigene Mannschaft und wirkte auch körperlich topfit. Leider verletzte sich der Angreifer beim Auswärtsspiel bei St. Pauli und musste dadurch die letzten Spiele der Saison von der Tribüne aus verfolgen. Allerdings konnte Ache beweisen, dass er die Bundesliga im Tank hat und für den FC in der kommenden Saison ein wichtiger Baustein werden kann.
Überzeugende Leistung, aber keine feste Verpflichtung
Cenk Özkacar: Der Türke kann sicher als der Gewinner der Rückrunde bezeichnet werden. Nach einer eher durchwachsenen Hinserie, stand Özkacar seit dem 20. Spieltag immer in der Startelf und spielte dabei sogar zwölfmal durch. Der 25-Jährige zeigte von Woche zu Woche immer bessere Leistungen, blieb nahezu fehlerlos und agierte auch im Spiel mit dem Ball immer sicherer. Meist übernahm der Linksfuß die Position des linken Innenverteidigers in der Dreier- oder Viererkette. Doch die Leistungen reichten dem FC nicht für eine feste Verpflichtung.
Jahmai Simpson-Pusey: Der junge Engländer kam im Winter per Leihe zum FC und zeigte sofort, dass er Köln weiterhelfen kann. Simpson-Pusey ist ein moderner und entwicklungsfähiger Innenverteidiger. Der Abwehrspieler gab der Kölner Defensive Elemente, die vorher nicht vorhanden waren. So gehörte Simpson-Pusey sofort zum Stammpersonal, präsentierte sich stark im Spielaufbau sowie im Stellungsspiel und blieb nahezu fehlerlos. Ob Simpson-Pusey in Köln bleibt, ist aktuell noch unklar. Der FC besitzt eine Kaufoption im hohen einstelligen Millionenbereich. Hat der FC das Budget, sollten die Verantwortlichen alles daran setzen, den Abwehrmann fest zu verpflichten. Nur besitzt ManCity eine Rückkaufoption.
Die ersten Entscheidungen sind gefallen – wer geht, wer bleibt, wer soll gehen
Simon Bartsch
Die ersten Abgänge stehen mittlerweile fest. Doch es wird ganz sicher weitere geben. Und bei einigen zeichnen sich schon bald Lösungen ab. Übersicht zur aktuellen Kader-Situation beim 1. FC Köln.
Seit dem Wochenende häufen sich auch die Gerüchte um mögliche Abgänge oder nicht gezogene Kaufoptionen. Fix ist noch nicht viel, doch erste Konturen sind sichtbar.
Die Kölner Spieler feiern: Wer wird kommende Saison noch dabei sein?
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Diese Spieler werden den FC verlassen
Für Florian Kainz gab es am Wochenende noch einmal ein besonderes Erlebnis. Der Ex-Kapitän der Kölner war gemeinsam mit Linton Maina in Berlin und verfolgte das DFB-Pokalfinale live vor Ort. Für den Österreicher beginnt bekanntlich nun ein anderes Kapitel, der Mittelfeldspieler hat sein Karriereende bekannt gegeben. Genauso wurden Luca Kilian und Dominique Heintz nach dem letzten Heimspiel gegen Heidenheim offiziell verabschiedet. Eric Martel macht das Quartett der ganz sicheren Abgänge komplett. Der Mittelfeldspieler hat bekanntlich bei Mainz unterschrieben und wurde dort auch schon vorgestellt. Zwar wurde der Abgang noch nicht bestätigt, doch sickerte am Sonntagabend durch, dass die Kölner die Kaufoption bei Felipe Chávez nicht ziehen werden. Das Talent kehrt demnach zu den Bayern zurück.
Das sind die aktuellen Wackelkandidaten beim FC
Nicht ganz so sicher, aber sehr wahrscheinlich erscheint ein Abgang von Kristoffer Lund. Der Wahl-Amerikaner konnte auf der linken Schiene nicht wie erhofft überzeugen, leistete sich einige folgenschwere Patzer und wird wohl nach Palermo zurückkehren. Bei dem italienischen Zweitligisten ist man sich zurzeit auch nicht sicher, wie es weitergeht. Offen ist die Situation bei Jahmai Simpson-Pusey. Der FC will den Spieler behalten, würde auch die Ablöse von acht Millionen Euro aufbringen, nur ist nicht klar, wie Manchester City die Personalie bewertet. Die „Sky Blues“ haben das letzte Wort.
Keine konkreten Wechselbewegungen gibt es bei einer Handvoll weiterer Spieler, die aber durchaus in eine Rubrik fallen könnten, die Thomas Kessler in der Vergangenheit bereits angesprochen hat. Der Geschäftsführer erklärte, dass durchaus Akteure geben könnte, die mit ihrer aktuellen oder künftigen Situation nicht zufrieden seien und daraus könnten sich dann doch Wechselabsichten ergeben. Unzufrieden dürfte etwa Denis Huseinbasic sein. Der spielte unter René Wagner keine Rolle und soll darüber alles andere als glücklich sein. Da der Trainer nun bleibt, könnte der Mittelfeldspieler um seine Chancen bei den Geißböcken fürchten. Entschieden ist da aber noch nichts. Weitere potenzielle Kandidaten könnten Spieler wie Luca Waldschmidt oder Linton Maina sein.
Um diese Spieler gibt es Transfergerüchte
Schon über die gesamte Saison ranken sich die Transfergerüchte um Said El Mala. Es wird wohl Richtung England gehen. Das ist die einzige Konstante in den Spekulationen, nachdem sich die deutschen Vereine aufgrund der kolportierten Wunschablöse aus dem Rennen verabschiedet haben. Sollte aber ein Club die offenbar geforderten 50 Millionen (oder mehr) auf den Tisch legen, wird der Kölner Youngster den Verein verlassen. Das gilt auch für Jakub Kaminski. Nur mit dem Unterschied, dass dem FC die Hände gebunden sind, sollte ein Interessent die festgeschriebene Ausstiegsklausel bezahlen. Die liegt bei rund 20 Millionen Euro. Auch dort soll es Interessenten aus der Premier League geben, konkret ist nach Informationen von come-on-fc.com noch nichts. Genauso wenig wie bei Marvin Schwäbe, dessen Abgang ohnehin sehr unwahrscheinlich ist.
Bei Cenk Özkacar ist die Situation offenbar verzwickt. Nach Informationen von come-on-fc.com laufen aktuell noch die Gespräche mit Valencia und dem Spieler, allerdings sind sie ein wenig ins Stocken geraten. Knackpunkt soll das Gehalt des Akteurs sein. Der Innenverteidiger hatte sich zuletzt zwar festgespielt, doch unumstritten ist der 25-Jährige nicht.
Wer kommt zurück?
Rein vertraglich werden nahezu alle Leihspieler erst einmal zum FC zurückkehren. Bei Rasmus Carstensen ist der Abschied so gut wie sicher. Für Imad Rondic wird man eine andere Lösung finden wollen. Dass der Stürmer noch einmal für den FC aufläuft, gilt als unwahrscheinlich. Jusuf Gazibegovic kündigte an, seine Chance nutzen zu wollen. Beim Verein soll das allerdings mindestens skeptisch gesehen werden. Mit Jaka Potocnik und Mansour Ouro-Tagba würde man am liebsten weitere Leihkonstrukte angehen. Julian Pauli und Elias Bakatukanda sollen dem Vernehmen nach ihre Chance in der Vorbereitung bekommen.
Das ist der Kader des 1. FC Köln für die kommende Saison – nach jetzigem offiziellen Stand (ohne die Leihspieler)
Tor Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler, Matthias Köbbing
Abwehr Joel Schmied, Timo Hübers, Jahmais Simpson-Pusey, Rav van den Berg, Cenk Özkacar, Sebastian Sebulonsen, Kristoffer Lund, Alessio Castro-Montes
Mittelfeld Tom Krauß, Denis Huseinbasic, Said El Mala, Jakub Kaminski, Isak Johannesson, Felipe Chávez, Jan Thielmann, Linton Maina,
Sturm Luca Waldschmidt, Ragnar Ache, Malek El Mala, Marius Bülter (+Youssoupha Niang, Fynn Schenten)
Vom erhofften Leistungsträger zum Wackelkandidaten: FC-Spieler auf dem Prüfstand?
Simon Bartsch
Vor allem Linton Maina gehörte noch in der Aufstiegssaison zu den absoluten Leistungsträgern. Jan Thielmann ist als Eigengewächs seit Jahren ein erhofftes Zukunftsversprechen. Doch für beide lief es in der Saison nicht immer rund beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Jan Thielmann und Linton Maina?
Durch die Kaderumstrukturierung im vergangenen Sommer entstand auch für zwei langjährige FC-Profis eine neue Konkurrenzsituation. Auch in der kommenden Saison dürften die beiden es schwer haben.
Wie heiß die Spur nach LA oder Venezuela wirklich ist, ist nicht so ganz überliefert. Der FC beschäftigt sich zweifelsohne mit David Martínez, doch so konkret wie Fernando Petrocelli den „bevorstehenden“ Deal beschreibt, ist es wohl noch nicht. Doch das Interesse ist durchaus auch ein Signal an den aktuellen Kader, die aktuellen Spieler. Martínez ist gelernter Rechtsaußen, macht über die rechte Seite sein Tempo und strahlt dabei auch eine ordentliche Torgefahr aus. Natürlich könnte der Spieler mit seinem Tempo und seinen Dribblings in das Profil eines Said El Mala passen, der ziemlich wahrscheinlich die Kölner schon bald verlassen wird. Doch seine Paraderolle ist eigentlich die auf der rechten Seite, nicht die des Kölner Shootingstars. Die Suche der FC-Bosse nach einem schnellen Spieler für die rechte Offensive erhöht den Druck auf einige Akteure, die gerne die Rolle des Leistungsträgers übernehmen würden, das aber in der Saison viel zu selten taten.
Starke Konkurrenz für Linton Maina
Linton Maina hatte dabei durchaus das Pech mit Jakub Kaminski und Said El Mala gleich zwei Offensivkräfte vor die Nase gesetzt zu bekommen, die in ihrer vollen Leistungsentwicklung in dieser Spielzeit geradezu unerwartet explodierten. Selbst Kaminski hatte es mitunter schwer, sich an El Mala vorbeizumogeln, wurde auf zahlreichen Positionen eingesetzt und war doch über die gesamte Saison der komplettere Spieler. Maina blieb nur die Rolle des Jokers und das mit der Bewerbung des Top-Scorers der Vorsaison. Der gebürtige Berliner hatte seinen Vertrag aber sicherlich in der Absicht verlängert, auch in der Bundesliga voll anzugreifen. Erst zu Beginn des Jahres änderte sich seine Rolle, seine Leistungen stimmten, ein Rippenbruch bremste Maina bekanntlich aus. Es folgten meist Begegnungen in der Rolle des Jokers. So wirklich zufrieden dürfte der Spieler also mit seiner Einsatzzeit nicht gewesen sein.
Aber auch die Kölner Verantwortlichen dürften die Leistungen des Offensivspielers in dieser Saison kritisch betrachten. Lukas Kwasniok hatte zu Beginn der Saison immer wieder betont, dass das Tempo des Spielers durchaus eine Waffe sein könne. Nur ist es eine stumpfe, wenn daraus am Ende zu selten Torgefahr entsteht. Zwar stehen sowohl El Mala als auch Kaminski auf der Liste möglicher Abgangskandidaten, der Weg wäre in der Theorie für Maina frei. Doch die Lücke, die bei den Abgängen entstehen würde, wäre eine kaum zu schließende. Auf der anderen Seite scheiden sich die Geister an Jan Thielmann. Der 23-Jährige kommt mittlerweile auf 185 Pflichtspiele für den FC, absolvierte für die Kölner mehr als Lukas Podolski, Toni Polster oder Thomas Häßler. Trotz der vielen Spiele hat sich bei vielen Fans der Eindruck verfestigt, dass dem Spieler der letzte Punch fehlt.
Auf der Suche nach einem Nachfolger?
Zweifellos steht Thielmann für Leidenschaft und Willen, ist einer der Akteure, die sich voll und ganz für den Verein zerreißen. Der Föhrener ist sich auch nicht zu schade, Positionen zu bekleiden, die sicher nicht zu seinen Lieblingsrollen gehören und ihm sportlich offensichtlich auch nicht besonders liegen. Und doch ist auch der Ertrag des Eigengewächses, das in dieser Saison den Großteil der Spiele in der bevorzugten Offensiv-Position bestritt zu gering. Gut möglich also, dass bei den zahlreichen Analysen, die im Zuge der Trainerfindung auf dem Programm standen, auch Personalien, die spielerische eben in der Bundesliga nicht immer überzeugten, diskutiert wurden. Das Gerücht David Martínez könnte also durchaus ein Zeichen in diese Richtung sein. Ob der 20-Jährige dann bei einer Verpflichtung auch das Zeug zum Stammspieler hätte, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
Zwei Rückkehrer und ein Ausfall – So könnte der 1. FC Köln bei Bayern München starten
Luca Kaiser
Am Samstagnachmittag ist der FC zu Gast in der bayrischen Landeshauptstadt. Gegen den FCB kehren zwei Profis in den Kader der Geißböcke zurück, es gibt allerdings auch einen Ausfall. So könnte der 1. FC Köln bei Bayern München beginnen.
Beim letzten Saisonspiel für die Geißböcke in München reist der 1. FC Köln nahezu mit der vollen Kapelle an. Im Vergleich zur Pleite gegen Heidenheim werden gegen den FCB zwei Profis in den Kader der Kölner zurückkehren. Auch die Leistung gegen den FCH würde René Wagner Anlass für Wechsel geben. Auf einer Position wird der Trainer im Vergleich zur Vorwoche aber definitiv umstellen müssen.
Der 1. FC Köln muss beim Saisonfinale in München auf die drei Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers und Ragnar Ache sowie Tom Krauß verzichten. Im Vergleich zum Spiel gegen den 1. FC Heidenheim kehren zudem Jahmai Simpson-Pusey und Eric Martel in den Kader der Kölner zurück. Während Martel die Partie gegen den FCH aufgrund einer Gelbsperre verpasste, wurde Simpson-Pusey von Wagner aus disziplinarischen Gründen aus dem Spieltagskader gestrichen. Durch die Rückkehr der Beiden kann der FC beim Deutschen Meister nun fast aus dem Vollen schöpfen. Die Leistung gegen Heidenheim ließe aber Wechsel in der ersten Elf in Erwägung ziehen.
Wechsel im Mittelfeld
Zwischen den Pfosten startet obligatorisch Marvin Schwäbe. Vor dem Schlussmann werden Sebastian Sebulonsen als Rechtsverteidiger und Cenk Özkacar als linker Innenverteidiger beginnen. Bei den anderen beiden Positionen gibt es jeweils ein Duell auf Augenhöhe. Den zweiten Platz in der Innenverteidigung machen Joel Schmied und Jahmai Simpson-Pusey unter sich aus. Die Wahl wird wohl auf „JSP“ fallen. Auf der Linksverteidigerposition dürfte Alessio Castro-Montes für den gegen den FCH erneut unglücklich wirkenden Kristoffer Lund beginnen. Im zentralen Mittelfeld hat Wagner mit Eric Martel und Isak Johannesson aufgrund des Ausfalls von Tom Krauß seine Kandidaten für die zwei Positionen gefunden.
In der Offensive dürften trotz mäßiger Leistung gegen Heidenheim wieder Said El Mala und Jakub Kaminski das Vertrauen von Wagner erhalten. Ebenso hat sich Marius Bülter mit jeweils einem Treffer in den vergangenen beiden Partien gegen Union Berlin und den FCH und auch sonst ordentlichen Auftritten einen kleinen Vorteil im Duell mit Luca Waldschmidt erarbeitet. Auch spricht gegen Bayern für Bülter, dass er im Vergleich zu seinem Konkurrenten besser anläuft. Bei der verbliebenen Position ist die Sache jedoch noch vollkommen offen. Linton Maina blieb am vergangenen Spieltag sehr blass und dürfte aus der ersten Elf rutschen. Hier ist Jan Thielmann der heißeste Kandidat auf den dann freien Platz. Allerdings könnte Wagner auch Waldschmidt aufbieten, ihn neben Bülter in die Spitze stellen, El Mala nach links und Kaminski auf die rechte Seite rücken.
Abschied vom 1. FC Köln? Ist Jakub Kaminski in diesem Sommer wirklich ein Verkaufskandidat?
Simon Bartsch
Zuletzt strahlte der Pole nicht mehr die Leichtigkeit und die Gefahr der vergangenen Wochen aus. Dennoch ist er einer der Gewinner der Saison. Und doch: Jakub Kaminsi könnte den 1. FC Köln im Sommer schon wieder verlassen.
Sieben Tore und fünf Vorlagen lautet die eindrucksvolle Bilanz des Offensivspieler. Kein Wunder, dass der FC Kaminski fest binden, die Kaufoption unbedingt zielen will. Doch wie sieht es mit dem Spieler aus?
Jakub Kaminski ist für den FC in jeglicher Hinsicht ein Gewinn
So richtig rund liefen die vergangenen Begegnungen auch für Jakub Kaminski nicht mehr. Der Pole war zwar auch weiterhin einer der Aktivposten der Geißböcke, doch die große Gefahr strahlte der Offensivspieler nicht mehr aus und wenn, vergab er die Chancen zu leicht. „Kuba ist einer unserer besten Spieler und das hat er die gesamte Saison bewiesen. Und daran hat sich für uns nichts geändert“, sagte René Wagner am Donnerstag. Tatsächlich ist Kuba in dieser Spielzeit unumstrittener Leistungsträger, vermutlich der Kölner Akteur, der in dieser Saison insgesamt die besten Leistungen brachte – und das eigentlich sehr konstant. Kaminski kommt auf sieben Tore und fünf Vorlagen. Eine bessere Bilanz erreichte der 23-Jährige in der Bundesliga bislang nicht. Kein Wunder, dass die Kölner die Kaufoption ziehen, wie Thomas Kessler in der vergangenen Woche sehr deutlich machte.
20 bis 25 Millionen für Jakub Kaminski?
Rund fünf bis sechs Millionen Euro wird der FC an den VfL Wolfsburg überweisen. Eine stolze Summe und doch ein Schnäppchen, angesichts der Marktwert-Explosion des Spielers. Denn Kaminskis Marktwert wird von dem Online-Portal transfermarkt.de auf zwölf Millionen Euro geschätzt. Der Kontrakt soll dann bis 2029 gelten. Doch wie bereits berichtet, ist alles andere als gesagt, dass der Offensivspieler den Vertrag auch erfüllen wird. Laut Sky-Experte Florian Plettenberg habe „der Spieler schon vor, zu wechseln“ – allerdings sagt der Reporter nicht wann.. Tatsächlich plant der Pole mittelfristig den Wechsel in die Premier League. Daraus macht Kaminski auch keinen Hehl, betonte das schon während der Saison. So im Interview mit come-on-fc.com. „Es ist nun mal die beste Liga der Welt – mit hohem Tempo und hoher Intensität. Die Fans leben Fußball in England. Das wäre schon ein Traum“, so Kaminski, Aber schon in diesem Sommer? Das ist erst einmal unwahrscheinlich, wäre aber durchaus möglich, selbst wenn der FC die Kaufoption zieht. Denn in dem neuen Vertrag ist eine Ausstiegsklausel vereinbart und die soll bei rund 20 Millionen Euro liegen.
„Stand jetzt ist er unser Spieler“
Viel Geld, aber Geld, das man in England auch zahlt. Und laut Plettenberg wäre es möglich, dass die Kölner den Spieler tatsächlich schon bald verkaufen wollen. 20 bis 25 Millionen Euro sollen für den Schienenspieler drin sein. Konkrete Angebote liegen laut Sky vor. Thomas Kessler wich der Frage vor einer Woche in einer Medienrunde noch aus. „Stand jetzt ist er unser Spieler“, sagte der Geschäftsführer, schränkte aber auch ein: „Nicht jeder Spieler, der im kommenden Jahr Vertrag beim 1. FC Köln hat, wird auch ganz sicher beim 1. FC Köln spielen.“ Das bedeutet aber nicht, dass Kaminski ganz sicher im Sommer weg ist. Ein Vertrag ist jedenfalls noch nicht unterschrieben. Auch, weil die Kölner den Offensivspieler halten wollen. Und Kaminski? Der hatte im Interview mit come-on-fc.com im vergangenen Jahr gesagt: „Meine Freundin und ich fühlen uns hier in der Stadt wohl und sind gut angekommen.“
Ein Transfer würde den Kölnern jedenfalls eine hübsche Summe in die Kassen spülen und wäre schon jetzt unabhängig von einem El-Mala-Transfer der zweitteuerste der Vereinsgeschichte. Nicht umsonst ist Jakub Kaminski wie von come-on-fc.com berichtet der eigentliche Königstransfer des vergangenen Sommers. Das weiß auch Kessler, wie er in der aktuellen Folge der Doku „Geliebter Fußballclub“ durchblicken lies: „Wir müssen realistisch sein: Unsere Mannschaft ist genau da aufgehängt, wo wir aktuell in der Tabelle stehen“, sagt Kessler. Kaminski sei „von seinem Potenzial ein Spieler, der besser ist als eine Mannschaft, die in der Region unterwegs ist“.
Gelbsperre und die große Qual der Wahl – So könnte der 1. FC Köln gegen Heidenheim starten
Luca Kaiser
Acht Tage nach dem Unentschieden bei Union Berlin steht für den 1. FC Köln das letzte Heimspiel in dieser Spielzeit auf dem Programm. Am Sonntagabend empfängt das Team von René Wagner den Tabellenletzten. So könnte der 1. FC Köln gegen Heidenheim beginnen.
Gegen den FCH müssen die Kölner im Vergleich zum Spiel in Berlin einen Ausfall hinnehmen. Ansonsten hat René Wagner die Qual der Wahl.
René Wagner muss nur noch einen kleinen Schritt gehen bis zum Klassenerhalt
Holt der 1. FC Köln gegen Heidenheim mindestens einen Zähler, ist der Klassenerhalt auch rechnerisch fix, wenn der VfL Wolfsburg und St. Pauli ihre Spiele am Samstag gewinnen. Gewinnen die beiden Clubs jedoch nicht, stünde der Verbleib in der Liga bereits vor dem Anpfiff fest. Egal wie der VfL und die Hanseaten spielen, wollen die Kölner ihr Duell gewinnen und einen positiven Abschluss vor den eigenen Fans feiern. René Wagner kann dabei fast aus dem Vollen schöpfen. Im Vergleich zum Spiel bei Union muss Köln einen Ausfall hinnehmen und eine Änderung an der Startelf vornehmen.
Gelbsperre für Martel
Denn Wagner wird neben den Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers und Ragnar Ache auch auf Eric Martel verzichten. Der Mittelfeldspieler hatte in Berlin seine zehnte Gelbe Karte gesehen und ist dadurch für die Partie gegen Heidenheim gesperrt. Ansonsten stehen dem Coach alle Profis zur Verfügung. Zwischen den Pfosten wird Kapitän Marvin Schwäbe starten. Vor dem Schlussmann stellt sich die Viererkette eigentlich von selbst auf. So dürften Sebastian Sebulonsen rechts, Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar in der Mitte sowie Kristoffer Lund links die Viererkette bilden. Eine weitere Alternative für die Linksverteidigerposition wäre Alessio Castro-Montes, der sich seit der Übernahme des Interimscoaches mit Lund ein Duell auf Augenhöhe liefert und sich somit auch berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen kann.
Johannessons Rückkehr nach Gelbsperre
Im zentralen Mittelfeld wird erneut Tom Krauß den Vorzug vor Felipe Chávez erhalten. Neben dem Mittelfeldspieler könnte Isak Johannesson den Platz von Eric Martel einnehmen. Der Isländer verpasste die Partie bei Union aufgrund einer Gelbsperre, ist nun aber wieder spielberechtigt. In der Offensive haben Said El Mala und Jakub Kaminski ihren Platz sicher. Bei den anderen beiden offenen Positionen kann Wagner aus Luca Waldschmidt, Marius Bülter, Linton Maina und Jan Thielmann wählen. In Köpenick erhielten Waldschmidt und Bülter das Vertrauen des FC-Trainers und zeigten eine ordentliche Leistung. Daher könnte der Coach den beiden auch gegen den FCH das Startelfmandat aussprechen.
Ein Stammspieler ohne Zukunft beim 1. FC Köln? Wie geht es weiter mit Kristoffer Lund?
Simon Bartsch
Statistisch gehört er zu den Dauerbrennern bei den Geißböcken, doch seine Zukunft ist alles andere als geklärt. Nun heißt es sogar, der FC würde die Kaufoption nicht ziehen. Möglicherweise hat er keine Zukunft mehr beim 1. FC Köln: Verlässt Kristoffer Lund den FC im Sommer?
Auch Kristoffer Lund gehörte zu Saisonbeginn zu den Transfers, für die Thomas Kessler damals von allen Seiten gelobt wurde. Mittlerweile ist man beim FC aber nicht mehr restlos von dem Wahl-US-Amerikaner überzeugt.
Die Bilanz ist wahrlich keine schlechte. In 33 von 34 möglichen Pflichtspielen kam er zum Einsatz, davon 25 von Beginn an. Es ist die Bilanz eines Stammspielers, dabei ist Kristoffer Lund beim FC sicherlich nicht unumstritten. Der im dänischen Kerteminde geborene US-Amerikaner kam im vergangenen Sommer aus Palermo, hatte dort in der Serie B gespielt. Wie bei allen Leihspielern hatte Thomas Kessler auch für Lund eine Kaufoption vereinbart. Rund zwei Millionen Euro muss der FC überweisen, will er den Spieler fest unter Vertrag nehmen. Unter Lukas Kwasniok sollte der 23-Jährige auf der linken Seite den Stamm-Wingback bilden, mit seinen Flanken und Tempoläufen für Torgefahr sorgen. Erst am vergangenen Samstag zeigte der nominelle Linksverteidiger diese Qualität, als er Said El Mala die 2:0-Führung gegen Union Berlin auflegte. Genauso hatte es sich Kwasniok vorgestellt.
Zieht Thomas Kessler die Kaufoption?
Nur ist der 44-Jährige eben nicht mehr Trainer der Geißböcke und Lund kommt in dieser Spielzeit eben erst auf zwei Scorer. Torgefahr sieht bekanntlich anders aus. Vor allem aber unterlaufen Lund immer wieder Patzer und Wackler, die in dieser Spielzeit auch nicht immer folgenlos blieben, wie etwa bei der 1:3-Pleite im Hinspiel gegen Borussia Mönchengladbach als der Verteidiger gleich zwei Elfmeter verursachte. Es gab aber auch noch einige weitere Patzer. Wie vom come-on-fc.com berichtet ist daher ein Verbleib des Abwehrspielers alles andere als sicher. „Sky“ berichtet auch, dass der FC die Kaufoption nicht ziehen wird. Dann würde Lund im Sommer zurück nach Italien gehen. Thomas Kessler ließ sich am Donnerstag diesbezüglich nicht in die Karten schauen, als er über die Leihen sprach, erklärte aber, man habe ganz bewusst in den Leih-Verträgen Kauf-Optionen verankert. Dass der FC ohnehin einen Backup benötigen würde, steht außer Frage.
Nur werden sich die Kölner in diesem Zuge vielleicht auch direkt nach einer Alternative umschauen. Mit Alessio Castro-Montes haben die Kölner einen Wingback, der auf beiden Seiten spielen kann. Der Belgier deutete zwar immer wieder an, dass er ein guter Fußballer ist und dem FC durchaus weiterhelfen kann, die Konstanz fehlt „Monti“ aber zweifelsohne auch. Allerdings warfen den Schienenspieler auch Verletzungen zurück. Gerade die Vorbereitung im Winter brachte Castro-Montes in Form. Möglicherweise tut dem Belgier die Vorbereitung im Sommer ähnlich gut. Die wird Lund möglicherweise nicht mehr beim FC erleben.
Kader-Baustellen: Auf diesen Positionen muss der 1. FC Köln zur neuen Saison am dringendsten nachlegen
Tim Vrastil
Der 1. FC Köln hat das Saisonziel Klassenerhalt zwei Spieltage vor Schluss erreicht und kann nur noch bei höchst unrealistischen Ereignissen auf dem Relegationsplatz landen. Auch wenn die Kölner als Aufsteiger zu keinem Zeitpunkt der Saison auf einem Abstiegsrang standen, so hat sich in den vergangenen Monaten doch die ein oder andere Baustelle offenbart: Auf diesen Positionen muss der 1. FC Köln im anstehenden Transfersommer nachlegen.
Immer wieder fielen während der Saison Lücken innerhalb des Kölner Kaders auf. Weitere werden wohlmöglich durch anstehende Abgänge gerissen. So wird sich Thomas Kessler wohl bereits Gedanken über weitere Optionen der Verstärkung machen.
Trotz ordentlichen 47 erzielten Saisontoren hat der 1. FC Köln mit Blick auf die offensive Unterstützung seiner Defensivspieler noch Luft nach oben. Vor allem die beiden Außenverteidigerpositionen konnten zwei Spieltage vor Saisonende nicht den offensiven Output liefern, den man sich vermutlich gewünscht hätte bei den Kölner Verantwortlichen. Zumindest hatte Lukas Kwasniok die erhoffte Offensivstärke seiner „Wingbacks“ gleich mehrfach eingefordert. Sowohl Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen als auch sein Pendant auf der linken Seite Kristoffer Lund bringen es bis dato in 31 bzw. 33 Pflichtspielen auf kein einziges Saisontor. Auch was die Torvorlagen angeht, sieht es eher mau aus. Während Sebulonsen noch gänzlich ohne Torbeteiligung ist, konnte Lund immerhin zwei Treffer für seine Teamkollegen auflegen. Zuletzt bereitete er den Treffer von Said El Mala gegen Union Berlin vor.
Die kam indes von Alessio Castro-Montes. Der Belgier ließ in der Spielzeit phasenweise seine Qualitäten aufblitzen, war aber insgesamt nicht konstant genug. Gerade in der Offensive hat man sich von den Wingbacks mehr vorgestellt. Wenngleich natürlich in erster Linie die defensive Stabilität für eine Mannschaft wie den Aufsteiger aus Köln im Vordergrund steht, so hätte sicher niemand in Köln ein Problem mit etwas mehr Gefahr nach vorne über beide Schienen.
Wie sieht es in der Zentrale aus?
Im Kölner Mittelfeld hängt eine Entscheidung über einen Neuzugang vermutlich stark von der Zukunft Eric Martels ab. Der Stammspieler und Leistungsträger konnte zwar in der Rückrunde (wie viele seiner Teamkollegen) nicht mehr ganz an die starke Hinrunde anknüpfen, soll nach Möglichkeit und Ansicht der Kölner Führungsetage aber dennoch am Rhein bleiben. Problematisch ist die Situation aber trotzdem: Während der Spieler sich bislang noch nicht entschieden hat und den Kölnern so keine Planungssicherheit gibt, hat der 1. FC Köln ein ursprüngliches Angebot an Martel mittlerweile zurückgezogen und hat die Personalie nicht mehr als oberste Priorität auf der Agenda. Viel Werbung in eigener Sache kann Martel nicht mehr machen: Aufgrund seiner zehnten Gelben Karte und der damit verbunden Sperre gegen Heidenheim bleibt ihm nur noch das Saison-Abschlussspiel gegen den Rekord-Meister FC Bayern München.
Die Kölner brauchen einen Stoßstürmer
Im letzten Drittel hat man mit Jakub Kaminski, Said El Mala, Ragnar Ache, Luca Waldschmidt und Marius Bülter sowie den Youngstern Fynn Schenten und Youssoupha Niang nominell zwar ein Überangebot, einen echten großgewachsenen Stoßstürmer sucht man allerdings vergeblich im FC-Kader. Ragnar Ache erfüllt die Aufgabe eines Wandspielers und Zielstürmers, ist aber offenbar verletzungsanfällig. Ein Ersatz war schon im vergangenen Sommer ein Thema. Doch den gab es am Ende bekanntlich nicht. Das rächt sich zumindest quantitativ zum Saisonfinale. Den Ache ist verletzt. Ein zweiter Zielstürmer dürfte daher ein besonders wichtiges Ziel sein.
Während die Kölner die Kaufoption bei Kaminski ziehen werden und den Polen inklusive einer Ausstiegsklausel im Bereich von rund 20 Millionen so fest an sich binden, ist ein Verbleib von Juwel El Mala weiterhin unklar. Angebote im Bereich von 35 bis 40 Millionen Euro sollen dem 1. FC Köln nicht ausreichen, um einem Transfer des Senkrechtstarters (Vertrag bis 2030) zuzustimmen. Waldschmidt hingegen würde selbst gerne in der Domstadt bleiben, kommt aber auch in dieser Saison meist nur von der Bank aus zum Einsatz. Denkbar, dass die Kölner ihn ein Jahr vor Vertragsende noch abgeben, um eine Ablöse zu erhalten. Dabei würde den Kölnern ein kreativer Offensivspieler sicher auch gut tun, vielleicht auf der Acht, vielleicht hinter den Spitzen.