Ein weiteres Kölner Talent verlässt den FC: Neo Telle verlässt den 1. FC Köln und schließt sich mit sofortiger Wirkung Fortuna Köln an. Das gab der Verein am Dienstag bekannt.
Es hatte sich wohl schon angedeutet, nun ist es auch offiziell: Neo Telle verlässt den 1. FC Köln. Der Youngster feierte in der vergangenen Spielzeit sein Profi-Debüt, war aber in dieser Spielzeit nur für die reserve vorgesehen.
Neo Telle wird nicht mehr für den 1. FC Köln auflaufen (Foto: come-on-fc.com)
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come-on-fc.com berichtet täglich aus dem Trainingslager in Spanien
Gegen den FC Schalke 04 feierte Neo Telle in der vergangenen Spielzeit noch sein Profidebüt, nun wechselt das vielversprechende Talent zum Stadtrivalen Fortuna Köln. „Bereits im letzten Sommer haben wir mit Neo intensiv über seine nächsten Entwicklungsschritte und seine Perspektive beim FC gesprochen. Da eine von allen Seiten angestrebte Leihe als nächster Entwicklungsschritt nicht realisiert werden konnte, haben wir die Situation nun gemeinsam nochmal neu bewertet“, sagt nun der Technische Direktor Lukas Berg. „Dass sich Neo jetzt für eine Veränderung entschieden hat, um in einem neuen Umfeld die nächsten Schritte zu gehen, ist für uns nachvollziehbar. Wir wünschen Neo in der Südstadt alles Gute und viel Erfolg für seinen weiteren Karriereweg.“
Nur acht Einsätze für die U21
Der FC hatte im Sommer eine Lösung für Telle gesucht. Wie andere Youngster sollte auch der Innenverteidiger eine Leihe eingehen, um Spielpraxis zu sammeln. Dafür hätte Telle aber auch seinen auslaufenden Vertrag verlängern müssen. Dazu kam es nun nicht. In dieser Saison war der Abwehrspieler trotz des Verletzungspechs bei den Profis keine Option. Im Gegenteil, Spieler wie Yannick Mausehund oder Luc Dabrowski durften im Gegensatz zu Telle regelmäßig bei den Profis vorspielen. Mausehund reiste mit dem FC nun auch ins Trainingslager nach Spanien. Doch auch in der U21 spielte der Innenverteidiger nicht die erhoffte Rolle, kam nur acht Mal für die Mannschaft von Evangelos Sbonias zum Einsatz.
„Die Fortuna ist für mich ein sehr interessanter und attraktiver Verein mit klaren sportlichen Zielen und Plänen. Ein Teil dieses Projekts zu sein und aktiv meinen Beitrag zu leisten, ist für mich äußerst spannend und motivierend. Gleichzeitig entschied ich mich für diesen Weg, da mir die Perspektive gefällt. Ich kann mich hier sportlich weiterentwickeln“, wird Telle auf der Homepage von Fortuna Köln zitiert. „Ich will meine Qualitäten auf den Platz bringen und damit der Mannschaft weiterhelfen und freue mich sehr auf diese neue Herausforderung.“
Youngster des 1. FC Köln: Fynn Schenten nutzt seine Chance bei den Profis
Simon Bartsch
Nach der Hälfte des Trainingslagers in La Nucia ist es schwer, die großen Gewinner auszumachen. Einer ist erst 18 und darf sich Hoffnung auf mehr machen beim 1. FC Köln: Fynn Schenten sammelt Argumente für die Profis.
Etwas überraschend stand er in der Anfangsformation, am Wochenende könnte die nächste Kader-Nominierung anstehen beim 1. FC Köln: Fynn Schenten sammelt Argumente bei den Profis.
Fynn Schenten im Testspiel des 1. FC Köln gegen den FC Lugano (Foto: come-on-fc.com)
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Es hatte schon ein wenig von Said El Mala. Fynn Schenten wurde auf der linken Seite angespielt. Der Stürmer zog mit einer Körpertäuschung am Gegenspieler vorbei und nach innen und suchte dort den Abschluss. Die Kugel flog deutlich über die Kiste, doch die Aktion war der erste Abschluss im Testspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Lugano. Keine 60 Sekunden später probierte es der Angreifer ein weiteres Mal.
Dieses Mal aus zentraler Position, dieses Mal aufs Tor, nur dieses Mal ohne die nötige Präzision und Power um einen gestandenen Profitorhüter wie Amir Saipi zu überlisten – immerhin auch Nationalspieler des Kosovo. Dennoch war der Auftritt des 18-Jährigen mehr als nur ordentlich. „Er hatte gleich zwei, drei gute Torschuss-Aktionen gehabt und seine Sache gut gemacht“, sagte Lukas Kwasniok.
„Wir haben da einen guten Jungen“
Gerade in der ersten halben Stunde war der Youngster der auffälligste Kölner Offensivspieler. Zwar wollte sicher nicht alles gelingen, dennoch konnte das Kölner Eigengewächs offensichtlich Pluspunkte sammeln. „Wir haben viele gute Spieler in der Offensive, aber er bringt einfach ein anderes Element mit“, sagte der Coach. „Er hat eine körperliche Wucht, sehr viel Tempo, einen guten Abschluss und Tiefgang. Das hat bei uns kein klassischer Neuner. Deswegen wollte ich mir das anschauen. Und das hat er in den ersten zwei, drei Tagen hier unter Beweis gestellt und deswegen hat er die Möglichkeit bekommen, sich 45 Minuten zeigen zu dürfen.“ Chance genutzt, könnte das zwischen den Zeilen wohl bedeuten. Denn noch zu Beginn des Trainingslagers hatte Kwasniok den „fünf Jungdachsen“ die Chance auch öffentlich ermöglicht, sich für mehr zu empfehlen.
Im Testspiel gegen den FC Lugano kamen aber mit Yannick Mausehund und eben Schenten nur zwei der fünf Youngster zum Einsatz. Der Mittelstürmer weiß durchaus, wo das Tor steht. In sämtlichen Wettbewerben im Nachwuchs hat der Angreifer in dieser Saison schon getroffen. Auch in allen Spielen der Youth League. In jedem Duell war das Eigengewächs erfolgreich.
„Wir haben da einen guten Jungen in der Nachwuchsabteilung“, so Kwasniok. Ob der gute Junge dann aber tatsächlich eine Option für Samstag und das Spiel gegen den 1. FC Heidenheim ist, wird sich zeigen. „Wenn ich das Gefühl habe, wir können da einen reinwerfen, dann sollten wir das tun“, sagte der Coach. „Ob das der Fall sein wird, wag ich jetzt nicht zu beantworten.“
Fakt ist, dass nicht alle Youngster die restliche Woche noch bei den Profis bleiben werden, für einige steht schon bald die Heimreise an. Schenten dürfte seine Chance genutzt haben, erst am Freitag abzureisen. Dann mit der gesamten Mannschaft und Richtung Memmingen. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer bis zur nächsten Kader-Nominierung für das Auswärtsspiel am Samstag.
Auftakt beim 1. FC Köln: Das erste Training von Jahmai Simpson-Pusey in La Nucia – die ersten Bilder
Simon Bartsch
Seit Montagabend weilt er bei der Mannschaft, am Dienstag folgte dann die Transfer-Bestätigung und anschließend die erste Einheit beim 1. FC Köln: Es gab den Trainingsauftakt für Jahmai Simpson-Pusey.
Am Montagabend traf der Innenverteidiger in La Nucia ein, am Dienstag ging es dann zum ersten Mal auf den Platz im Dienste des 1. FC Köln: Trainingsauftakt für Jahmai Simpson-Pusey.
Jahmai Simpson-Pusey beim ersten Training für den 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)
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Die offizielle Bestätigung stand lange aus, am Dienstagvormittag erfolgte sie. Und für Jahmai Simpson-Pusey ging es bereits 30 Minuten später so richtig los. Der Neuzugang stand in der Vormittagseinheit bereits mit der Mannschaft auf dem Platz. Noch am Montagabend hatte Lukas Kwasniok erklärt, dass er von dem Neuzugang in erster Linie „Qualität“ erwarte. Zu sehr wollte der Trainer aber nicht ins Detail gehen, sagte, man solle sich ruhig auch mal überraschen lassen. „Lassen wir ihn erst mal ankommen“, so der Trainer. Das ist mittlerweile passiert. Im ersten Training lernten sich Mannschaft und neuer Innenverteidiger dann auch am Ball erstmals kennen. Zur Begrüßung gab es für den Neuzugang viel Beifall.
Jahmai Simpson-Pusey beim ersten Training für den 1. FC Köln
Weitere Kaderoption
Simpson-Pusey war am Montagabend aus Köln angereist. Um 20 Uhr betrat der Innenverteidiger das Fünf-Sterne-Hotel Barceló in La Nucia, in dem die Mannschaft während des Trainingslagers weilt. Der 20-Jährige könnte am Samstag im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim in den Kader rutschen. Ein Startelf-Einsatz kommt wohl noch zu früh. Am Montag startete Kwasniok gegen den FC Lugano mit einer Dreierkette mit Eric Martel, Dominique Heintz und Sebastian Sebulonsen. Kwasniok erklärte später, dass die Startelf gegen den Schweizer Erstligisten schon eine kleine Tendenz für das erste Pflichtspiel sein könne. Das dürfte vor allem für die hinterste Defensivkette gelten. Ob der Neuzugang bereits zum Einsatz kommt, ist also trotz der dünnen Personaldecke offen.
Simpson-Pusey übernahm nach eine kurzen Aufwärm-Phase direkt ein orangenes Leibchen und war umgehend integriert. Im Spiel bekam es der Neuzugang hauptsächlich mit Fynn Schenten und Linton Maina zu tun.
Wechsel offiziell: Jahmai Simpson-Pusey wird neuer Innenverteidiger des 1. FC Köln
Simon Bartsch
Der FC hat seinen ersten Winter-Transfer erfolgreich abgewickelt und nun ist es offiziell: Jahmai Simpson-Pusey wechselt zum 1. FC Köln. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Der 20-Jährige kommt aus der Leihe bei Celtic Glasgow ans Geißbockheim. Der FC leiht den Engländer bis zum Saisonende aus und hat eine Kaufoption vereinbart.
An Neujahr wurde der Name erstmals gehandelt, nun ist es offiziell: Jahmai Simpson-Pusey wechselt zum 1. FC Köln. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Die Verpflichtung des Engländers ist der erste Transfer dieses Winters.
Jahmai Simpson-Pusey hat beim 1. FC Köln unterschrieben (Foto: 1. FC Köln)
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Die Transfergerüchte über den anstehenden Medizincheck des Innenverteidigers am Sonntag machten am Samstag bereits die Runde. Nun ist es dann auch amtlich. „Jahmai ist ein talentierter Spieler, der trotz seines jungen Alters bereits Erfahrungen auf hohem Niveau sammeln konnte. Er wurde bei einem internationalen Top-Club ausgebildet, ist spielstark und ballsicher“, sagt Sportdirektor Thomas Kessler. „Mit seiner Verpflichtung erweitern wir unsere Optionen in der Innenverteidigung und schaffen die notwendige personelle Breite. Darüber hinaus bringt Jahmai eine hohe Motivation und einen ausgeprägten Ehrgeiz mit, was den internen Konkurrenzkampf positiv beeinflussen wird“ Der 20-Jährige wechselt ans Geißbockheim und kommt direkt aus der Leihe aus Glasgow an den Rhein. Ausgeliehen worden war der Innenverteidiger von der U21 von Manchester City. Nach Informationen von come-on-fc.com ist in Simpson-Puseys Vertrag eine Kaufoption enthalten.
„Der Wechsel ist ein Neustart für mich“
„Der Wechsel nach Köln ist ein Neustart für mich, auf den ich mich sehr freue. Als ich mich mit dem FC und seiner Geschichte beschäftigt habe, wollte ich am liebsten direkt loslegen“, sagt Simpson-Pusey. „Jetzt freue ich mich, meine Mannschaftskollegen kennenzulernen – und Hennes, wenn wir zurück in Köln sind. Ich möchte hier möglichst viele Spiele machen und dem FC dabei helfen, in dieser Saison seine Ziele zu erreichen.“ Der Marktwert des 20-Jährigen liegt aktuell laut dem Onlineportal transfermarkt.de bei vier Millionen Euro.
In der bisherigen Spielzeit stand der Engländer bei Celtic Glasgow lediglich 64 Minuten auf dem Platz. Im Duell gegen Kilmarnock FC durfte der 20-Jährige von Beginn an auflaufen. Ansonsten schlagen nur vier weitere Kadernominierungen zu Buche, die der Innenverteidiger allerdings auf der Bank absaß. In den vergangenen beiden Spielzeiten sammelte der U20-Nationalspieler vorwiegend in der U21 von Manchester City wichtige Spielpraxis. Und auch das erfolgreich. Der 20-Jährige führte das Team zum Youth Cup und wurde als erster Abwehrspieler zum Spieler des Jahres in der Premier League 2 ausgezeichnet. In der Saison 2024/2025 kam der Rechtsfuß auch sechs Mal für das Team von Pep Guardiola zum Einsatz und sammelte dabei sowohl zwei Einsätze in der Premier League als auch zwei in der Champions League.
Für den FC könnte sich der Deal lohnen. Der Engländer, den zunächst auf Leigbasis an Geißbockheim wechselt, bringt seiner Größe von 1,87 Meter, seiner Robustheit und guten Grundschnelligkeit ideale Voraussetzungen für das Spiel in der Bundesliga mit. Attribute, die der FC in der aktuellen Situation in der ausgedünnten Defensive sicherlich gut gebrauchen kann. Simpson-Pusey war am Montagabend im Trainingslager in La Nucia eingetroffen.
Nach Testspiel-Sieg des 1. FC Köln: Ein Fingerzeig für Heidenheim
Simon Bartsch
Mit 2:1 setzten sich die Kölner gegen den FC Lugano im Testspiel am Montagnachmittag durch. Alles wollte den Geißböcken dabei nicht gelingen und doch hat Lukas Kwasniok einige Lehren aus dem Duell ziehen können für den 1. FC Köln: Testspiel-Erfolg zeigt erste Tendenz für Heidenheim.
Neben einem 2:1-Erfolg gab es auch einige Lehren für den 1. FC Köln: Der Testspiel-Erfolg zeigt jedenfalls eine erste Tendenz für Heidenheim am kommenden Samstag.
Jakub Kaminski im Testspiel gegen den FC Lugano (Foto: come-on-fc.com)
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So richtig rund lief der Motor der Geißböcke am Montagnachmittag im Testspiel gegen den FC Lugano noch nicht. Über weite Strecken hatten die Kölner mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, wie auch zum Ende des vergangenen Jahres. Der FC gab durchaus den Ton an, war über weite Strecken das Spiel bestimmende Team, doch gerade im Schlussdrittel fiel den Kölnern dann meist wieder nichts ein. Erst nach einer Viertelstunde gaben die Kölner ihre ersten Torschüsse ab.
Nach einer knappen halben Stunde legte Jan Thielmann Stürmer Marius Bülter auch die Führung auf. Doch auch anschließend lief es nicht so richtig rund. Zwar hatte gegen den Schweizer Erstligisten eine durchgemischte Elf zunächst begonnen, doch war sie durchaus ein erster Fingerzeig für die bevorstehende Begegnung gegen den 1. FC Heidenheim.
„Eine Tendenz war schon vorhanden“
„Eine Tendenz war da schon vorhanden, dass die Jungs, die in der ersten Halbzeit gespielt haben, ein Stück weiter vorne sind in meiner Gedankenwelt fürs Wochenende“, sagte Lukas Kwasniok. „Aber nicht vollumfänglich und nicht auf jeder Position, aber von der Tendenz her schon.“ Dabei hatten sich im Testspiel durchaus zwei, drei Namen in die Startelf gemogelt, die man für ein Bundesliga-Spiel nicht zwingend auf dem Zettel gehabt hatte.
Alessio Castro-Montes hatte beispielsweise nach seiner Verpflichtung im Sommer bislang noch nicht so wirklich überzeugt. Eher im Gegenteil – bei dem Belgier wollte es bis zum Winter einfach nicht rund laufen. Auch Fynn Schenten stand gegen den Schweizer Erstligisten in der Anfangsformation. Und machte seine Sache gut, hatte die ersten beiden Abschlüsse der Partie.
Ein Einsatz von Beginn an, ist wohl eher unwahrscheinlich. Denn der FC ist gerade in der Offensive stark besetzt. Schenten könnte aber durchaus erneut im Kader stehen. Ein Gerüst dürfte der Trainer für das Spiel gegen den direkten Konkurrenten aber durchaus haben. Zumal auch Marius Bülter mit seinem Treffer und weiteren Abschlüssen Pluspunkte sammeln konnte.
Said El Mala stand dagegen nicht in der Anfangsformation. Der Stürmer kam nach dem Wechsel, hatte ebenfalls einige vielversprechende Offensivaktionen. So oder so stehen noch mehrere Einheiten während des Trainingslagers an. Bis zur Rückreise am Freitag werden die Spieler also durchaus noch die Chance haben, das Gedankenspiel des Trainers noch zu verändern. Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey wird dann vielleicht auch noch ein Wörtchen mitreden.
Jahmai Simpson-Pusey in La Nucia: Neuzugang des 1. FC Köln trifft in Spanien ein
Simon Bartsch
Er ist die erste Neuverpflichtung des Winters und nun auch beim Rest der Mannschaft des 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey ist im Hotel in La Nucia angekommen und zum Team gestoßen. Am Dienstag wird der Innenverteidiger mit trainieren.
Die offizielle Bestätigung steht noch aus, doch er weilt schon bei der Mannschaft des 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey ist am Montagabend im Trainingslager der Geißböcke in La Nucia angekommen.
Jahmai Simpspon-Pusey im Hotel in La Nucia (Foto: come-on-fc.com)
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Lukas Kwasniok wollte mal wieder nicht um den heißen Brei reden. Als der Kölner Coach nach dem Testspiel-Sieg gegen den FC Lugano (2:1) nach dem möglichen Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey gefragt wurde, da erklärte der Trainer, dass er die Neuverpflichtung schon zum Abendessen erwarte. Während der FC den Deal noch nicht offiziell verkündet hat, weilt der Engländer tatsächlich schon bei der Mannschaft. Das anvisierte Abendessen um 19 Uhr hat das in England einst getaufte „Wunderkind“ wohl verpasst. Der Flieger aus Köln landete um kurz nach halb sieben mit wenigen Minuten Verspätung in Alicante. Von dort ging es dann die knapp 60 Kilometer in das Fünf-Sterne-Hotel, in dem der FC im Trainingslager in La Nucia weilt. Um 20 Uhr Uhr traf der 20-Jährige dann auch ein.
Kwasniok baut auf neue „Qualität“
Schon am Dienstag wird der Innenverteidiger in das Training der Geißböcke eingreifen. Die erste Einheit ist für 10.30 Uhr geplant, es soll am Nachmittag noch eine zweite geben. Bis dahin sollte auch die offizielle Bestätigung vom Verein veröffentlicht sein. Der Deal ist natürlich längst in trockenen Tüchern. Kölns Trainer gab nur einen kurzen Einblick, was er von seinem neuen Spieler erwartet. „Qualität“, sagte der Coach. Kwasniok wollte sich aber nicht genauer äußern. „Am Ende erzähle ich was und das trifft dann gar nicht zu, das wäre ja doof“, so Kwasniok mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Dass Simpson-Pusey zuletzt nicht so wirklich viel Spielpraxis sammelte, ist für den Coach kein Problem. Aufgrund der aktuellen Personalsituation besteht tatsächlich eine realistische Chance, dass der Engländer am Samstag in Heidenheim schon sein Debüt gibt.
Allerdings sicher nicht von Beginn an. Simpson-Pusey wurde in den vergangenen Jahren als eins der größten Defensiv-Talente Englands gefeiert. Der 20-Jährige gilt in der Defensive als polyvalent, ist allerdings vor allem in der Innenverteidigung zu Hause. Bei Celtic Glasgow sollte der U20-Nationalspieler eigentlich Spielpraxis sammeln, doch das gelang mit einem Einsatz für rund 60 Minuten eher mäßig. In Köln soll Simpson-Pusey eine andere Rolle spielen. Der FC hat für den Innenverteidiger eine Kaufoption im Vertrag verankert. Allerdings besitzt Manchester eine Rückkauf-Option.
Testspiel des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok mit deutlichen Worten zur Einstellung – das Team gibt die Antwort
Simon Bartsch
Trotz des Sieges gegen den FC Lugano war der Coach nicht immer zufrieden mit dem Team des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok findet deutliche Worte und die Mannschaft gibt die richtige Antwort.
Im Testspiel gegen Lugano gab es einen Sieg für den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok findet dennoch deutliche Worte. Allerdings war der Trainer mit den ersten Tagen des Trainingslagers nicht gänzlich zufrieden.
Lukas Kwasniok im Training des 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)
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So richtig glücklich wirkte Lukas Kwasniok nach dem 2:1-Erfolg über Lugano nicht. Das Spiel hatte den Coach zwar schon zufrieden gestellt, die Tage zuvor dann eher nicht. „Ich bin da ehrlich. Die ersten zwei, drei Tage hat da schon ein Quäntchen gefehlt“, sagte der Trainer nach dem Duell in La Nucia. „Es ist ein wichtiges Spiel am Samstag und da gab es schon den Hinweis, Fußball auch zu arbeiten.“ Am Sonntagabend hatte der Coach also deutliche Worte gefunden. „Du kannst deinen Job erledigen, oder du kannst ihn mit Hingabe erledigen. Ich glaube, wir tun gut daran, das vom ersten Tag zu tun“, sagte der Trainer. Die Anspannung ist verständlich. Nach sechs sieglosen Spielen in Serie muss der FC schnell die Wende herbeiführen. Gerade am Samstag im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim.
Kwasniok wartete vergeblich auf einen Impuls
Nur eine Woche später steht mit dem 1. FSV Mainz noch ein weiteres Duell gegen einen direkten Konkurrenten an. Ohne die gewünschte Hingabe und Gier ist dann nicht viel zu holen. Er habe gewartet, ob dieser Impuls „von innen heraus“ aus der Mannschaft komme. Doch der Trainer wartete vergeblich. „Ich habe gestern Abend ein bisschen länger zur Mannschaft gesprochen und darauf hingewiesen, worum es für den 1. FC Köln in der Bundesliga geht – nämlich den Klassenerhalt. Da gehören eine Gier, eine Hingabe, eine Energiebereitschaft in jeder Trainingseinheit dazu.“ Und ganz offensichtlich hat der Trainer die richtigen Worte gefunden. „Ich habe kein Zuckerschlecken erwartet, sondern eine gute Haltung, viel Kommunikation und Bereitschaft in der Arbeit gegen den Ball. Das haben die Jungs gemacht, deswegen bin ich unter dem Strich zufrieden.“
Und der Kölner Coach hofft, dass diese Haltung nun auch untereinander weitergegeben wird. „Ich will, dass das aus der Mannschaft kommt und nicht auf Ansagen des Trainers gehofft wird“, sagte Kwasniok und deutete darauf hin, dass er in einem vollen Stadion nämlich nicht zu hören sei. Ein Lächeln rang dagegen Luganos Trainer Mattia Croci-Torti dem Kölner Coach ab, der mit seinen Schimpftiraden für Unterhaltung sorgte. „Hätte man nur ihn beobachtet, wäre das wahrscheinlich interessanter gewesen als das Spiel“, sagte Kwasniok schmunzelnd. „Das war süffisant und unterhaltsam – wir haben kostenlos eine Show geboten bekommen.“
Abgang von Leihspieler des 1. FC Köln: Der SC Verl macht Onuoha-Deal offiziell – zumindest in Teilen
Simon Bartsch
Es hatte sich schon angedeutet, nun ist es auch offiziell, wenn auch nicht vom 1. FC Köln: Der SC Verl verkündet den Abschied von Chilohem Onuoha – zumindest in Teilen.
Jetzt ist es offiziell, wenn auch noch nicht bestätigt vom 1. FC Köln: Der SC Verl verkündet den Abschied von Chilohem Onuoha – und nennt den aufnehmenden Verein nicht. Mittlerweile ist die Meldung von der Homepage aber verschwunden.
Chilohem Onuoha wird nicht mehr für den SC Verl auflaufen
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Überraschend kommt die Meldung nicht mehr, kurios erscheint sie dennoch. Chilohem Onuoha verlässt den SC Verl und den FC. Die Leihe mit den Ostwestfalen wird abgebrochen und der Stürmer zieht nach Portugal weiter, das aber fest. Angedeutet hat sich das bereits vor einigen Wochen, die offizielle Bestätigung fehlte bislang. Die gibt es nun, allerdings nicht von Kölner Seite. Der SC Verl hat den Abschied des Angreifers bekannt gegeben. Auf der Homepage des Drittligisten schrieb der Verein: „In der Rückrunde wird Chilohem Onuoha kein Bestandteil unserer Mannschaft sein. Einvernehmlich wurde die Leihe mit dem 1.FC Köln abgebrochen und unser ehemaliger Offensivspieler schnürt ab sofort in Portugal die Fußballschuhe.“ Und weiter: „Für unseren Sportclub kam er in der 3.Liga auf 33 Partien, in denen er sechs Tore erzielte. Ab Winter wird Chilo jetzt für … in Portugal spielen.“
Onuoha wechselt nach Portugal
Mittlerweile ist der Text wieder von der Seite verschwunden. Dabei ist das Ziel durchaus bekannt. Wie von come-on-fc.com berichtet wird Onuoha künftig für den portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora auflaufen. „Chilo kam mit dem Wunsch auf uns zu, dass er eine neue sportliche Herausforderung angehen möchte und da haben wir zugestimmt. Wir hätten ihm in der Rückrunde nicht viel mehr Spielzeit garantieren können und wünschen ihm viel Erfolg in Portugal“, wurde Sportvorstand Zlatko Jonjic zitiert. Ob die Meldung gerade überarbeitet wird oder noch gar nicht hätte veröffentlich werden sollen, ist nicht klar. Onuoha kam im Sommer 2024 von RB Leipzig ans Geißbockheim, wurde aber aufgrund der Transfersperre direkt wieder verliehen. Bei der nächsten Leihe sollte der Angreifer Spielpraxis sammeln. Nun geht es weiter Richtung Portugal. Die offizielle Bestätigung wird wohl bald folgen, dann auch mit dem aufnehmenden Club.
4. Tag im Trainingslager des 1. FC Köln: Standards unter den Augen von FC-Präsident Jörn Stobbe
Simon Bartsch
Unter den Augen von Präsident Jörn Stobbe hat der FC am Montagvormittag die nächste Einheit im Trainingslager in La Nucia absolviert. Unter anderem wurde auch an einer Schwachstelle des 1. FC Köln gearbeitet: Lukas Kwasniok lässt Standards trainieren.
Es ist eine der Schwachstellen des 1. FC Köln und nun auch Thema im Trainingslager in La Nucia: Lukas Kwasniok lässt am Montag Standards trainieren. Und das unter den Augen von FC-Präsident Jörn Stobbe sowie seinem Vize-Präsidenten Ulf Sobek.
Sportdirektor Thomas Kessler, Vize-Präsident Ulf Sobek und FC-Präsident Jörn Stobbe im Trainingslager in La Nucia (Foto: come-on-fc.com)
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Am vierten Tag des Trainingslagers in La Nucia wollte das Wetter dann so gar nicht mehr mitspielen. Leichter Nieselregen hatte den FC schon am Sonntag an der Costa Blanca immer mal wieder begleitet, doch am Montagvormittag regnete es bei einer kurzen Einheit dann in Strömen. Dennoch hatte es sich FC-Präsident Jörn Stobbe nicht nehmen lassen, beim Training der Profis vorbeizuschauen. Der 60-Jährige war am Vormittag angereist und unterhielt sich während der Einheit angeregt mit seinem Vize-Präsidenten Ulf Sobek sowie Sportdirektor Thomas Kessler. Stobbe besitzt ein Domizil in der Nähe von La Nucia. Der Kölner Präsident wird auch das Testspiel der Geißböcke am Nachmittag gegen den Schweizer Erstligisten FC Lugano verfolgen (Ab 15.20 Uhr im Liveticker bei come-on-fc.com).
Kwasniok lässt Ecken trainieren
Für den Nachmittag ist wenn überhaupt nur leichter Regen vorausgesagt. Derweil nutzte Kölns Trainer die Einheit auch, um an einer bekannten Schwachstelle zu arbeiten. Nach einigen Spielformen ordnete Lukas Kwasniok Standards an. Gleich mehrere Schützen traten zu Ecken an. Eine halbe Stunde ließ Kwasniok verschiedene Varianten einstudieren. Kein Wunder, der FC ist sowohl bei der Ausbeute der offensiven Versuche als auch in der Defensive das Schlusslicht der Liga. Die Kölner haben nach Ecken noch kein Tor erzielt, sich aber bereits 13 Treffer nach Standards, davon sieben nach Eckbällen gefangen. Auch, wenn Kwasniok mehrfach betont hat, kein Freund von großen Statistiken und Bilanzen zu sein, wird er diese unbedingt aufpolieren wollen.
Um Elf und elf war das Training beendet. Damit ist etwa die Hälfte des Trainingslagers bereits schon wieder absolviert. Am Montagnachmittag findet das Testspiel gegen Lugano statt. Für Dienstag ist eine weitere Trainingseinheit anberaumt, bevor die Mannschaft dann am Mittwoch einen Tag frei erhält. Am Donnerstag steht eine weitere Einheit auf dem Programm, bevor es dann am folgenden Vormittag wieder zum Flughafen geht. Allerdings wird das Team erst einmal nach Memmingen aufbrechen. Von dort geht es dann weiter Richtung Heidenheim, wo am Samstag das erste Pflichtspiel ansteht.
Isak Johannesson im Interview: „Deswegen bin ich den Hatern dankbar“
Simon Bartsch
Der Isländer fühlt sich wohl in Köln – und das nicht nur fußballerisch. Mit come-on-fc.com spricht der 22-Jährige über den Wechsel, sein Vorbild und seine Rolle beim 1. FC Köln: Isak Johannesson im Interview.
Nach einem starken Saisonstart lief es zuletzt weniger rund für den 22-jährigen Sommerzugang. Doch der Isländer fühlt sich wohl in Köln und blickt positiv in die Zukunft. Mit come-on-fc spricht der isländische Nationalspieler über seine bisherige Zeit bei den Geißböcken, seine Position im Team und seine Entscheidung für den 1. FC Köln: Isak Johannesson im Interview.
Isak Johannesson im Interview mit come-on-fc.com
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Das Gespräch führte come-on-fc.com
Herr Johannesson, wenn wir es hier im Training am Samstag richtig mitbekommen haben, mussten Sie bei einer Trainingsform laut auf Deutsch zählen. Wie weit ist es mit Ihrem Deutsch?
Isak Johannesson: Ich verstehe alles und versuche auch möglichst oft und viel Deutsch zu sprechen. In Island habe ich gerade erst einen Deutschen kennengelernt, mit dem ich mich gut unterhalten konnte. Ich habe schon sehr gute Fortschritte gemacht.
Besonders deutsch ist es, Fondue oder Raclette an Silvester zu machen. Zudem gibt es Feuerwerk. Wie feiert man den Jahreswechsel in Island?
Isak Johannesson: Dort gibt es viele Menschen, die sich verkleiden. Tatsächlich schaut man in Island traditionell eine Comedy-Show, in der Späße über die Politik und Politiker des vergangenen Jahres gemacht werden. Das sehen sich bestimmt 95 Prozent aller Isländer an. Die Sendung geht bis 23.30 Uhr und dann machen alle ein großes Feuerwerk. Das ist schon ein wenig verrückt. Wenn man das das erste Mal erlebt, ist es überwältigend.
„Ich bin im Sommer zu einem Topclub gewechselt“
Ein Feuerwerk war das Jahr 2025 nicht immer. Sie sind mit dem FC stark in die Saison gestartet, der Trend zeigte zuletzt aber nach unten. Mit der Nationalmannschaft gab es den Achtungserfolg gegen Frankreich, die Siege gegen Aserbaidschan und dann das Aus gegen die Ukraine. Von außen betrachtet war es für Sie wohl ein wenig eine Achterbahn der Gefühle…
Isak Johannesson: Für mich persönlich lief das Jahr schon sehr gut. Ich bin im Sommer schließlich zu einem Topclub gewechselt. Wir sind richtig gut gestartet, dann kamen leider auch ein paar schlechtere Ergebnisse dazu. Man darf aber nicht vergessen, dass wir gerade erst aufgestiegen sind und da gehört eine Achterbahnfahrt schon mal dazu. Wir müssen weiter hart arbeiten, ruhig und fokussiert bleiben, dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen. Auch in der Nationalmannschaft war es vermutlich mein bestes Jahr. Ich bin dort Stamm- und Schlüsselspieler.
Und dennoch steht da das WM-Aus auf dem Papier. Wie groß war der Traum von den USA, Mexiko und Kanada für Sie persönlich?
Isak Johannesson: Natürlich war das ein großer Traum von mir. Insofern ist es auch hart, dass wir uns nicht qualifiziert haben. Es hat vielleicht zwei, drei Tage gebraucht, um es zu verarbeiten. Rückschläge gehören zum Sport genauso wie zum Leben einfach dazu. Es ist aber nicht der erste Rückschlag meiner Karriere.
Isak Johannesson im Trainingslager in La Nucia
In Island hofft man wieder auf eine goldene Ära wie 2016 oder 2018 mit großem Turnieren. Jetzt kam das Aus – wie weit ist das aktuelle Team von einer Teilnahme an einem Endturnier entfernt?
Isak Johannesson: In Island vergleicht man die Situation jetzt mit der von 2014. Damals war die Nationalmannschaft auch in den Playoffs gescheitert und es folgten die großen Turniere. Wir sind ein sehr junges Team. Wir haben sehr gute Spieler, die in Frankreich und in Italien spielen – alle im besten Fußballeralter. Ich habe auch zwei, drei richtig gute Freunde im Team, die in starken Ligen spielen und auch erst 22 oder 23 Jahre alt sind. Es ist schon eine sehr positive Entwicklung. Mein Ziel ist aber schon länger die Europameisterschaft in England 2028. Es wäre großartig, wenn wir uns dafür qualifizieren könnten. Und der Weg zur EM ist ja auch ein bisschen leichter als der zur WM.
Sie sind unter Islands Trainer Arnar Gunnlaugsson absoluter Schlüsselspieler – und das mit gerade einmal 22 Jahren. Ist das für Sie eher eine Ehre oder auch ein Haufen Verantwortung?
Isak Johannesson: Arnar Gunnlaugsson ist für uns junge Spieler in erster Linie ein Vorbild. Er ist ein hervorragender Trainer, der mich immer wieder mit seinem taktischen Wissen überrascht. Es ist für mich eine Ehre unter ihm zu spielen. Er hat mich zum Schlüsselspieler gemacht und ich fühle mich sehr wohl mit ihm als Trainer.
„Das ist schon die perfekte Position für mich“
Gerade zu Saisonbeginn warst du auch in Köln unumstrittener Stammspieler. Wie siehst du deine Rolle beim FC?
Isak Johannesson: Ich stand in 15 Spielen auf dem Platz, deswegen bin ich sehr glücklich. Ich übernehme auf der Doppelsechs eine wichtige Aufgabe, kann mich in das Spiel nach vorne einschalten. Das ist schon die perfekte Position für mich.
Trotzdem haben Sie sich bei der Fortuna häufiger in die Scorerliste eingetragen. Gerade weil Ihre Rolle deutlich offensiver war. Wie wohl fühlen Sie sich auf der Sechs?
Isak Johannesson: Auf der Sechs fühle ich mich extrem wohl. Aber es stimmt schon, ich habe in Düsseldorf mehr Tore geschossen. Jetzt habe ich eine etwas andere Aufgabe. Ich bin eher für den Spielaufbau mitverantwortlich, spiele die Pässe zu den Jungs, die die Tore erzielen sollen. Zudem spiele ich diese Saison das erste Mal in der Bundesliga. Natürlich würde ich gerne mehr Tore schießen oder vorbereiten, aber meine Rolle ist jetzt eben anders. Ich bekomme nicht mehr die drei, vier Abschlüsse im Spiel wie noch in Düsseldorf. Bislang sind es sechs oder sieben in der gesamten Saison.
Zuletzt lief es in Köln aber auch nicht rund. Sechs sieglose Spiele in Folge. Woran machen Sie den negativen Trend fest?
Isak Johannesson: Das gehört bei einem Aufsteiger dazu. Es gibt Höhen und Tiefen. Wir wollen jetzt wieder zu dem zurückkehren, was uns am Anfang der Saison stark gemacht hat. Daran arbeiten wir hier im Trainingslager. Das ist ein klarer Matchplan, gegen den man nur schwer bestehen konnte. Da haben wir die Gegner überrannt, waren voller Energie. Zu diesen Basics müssen wir zurückfinden. Denn da haben wir Punkte geholt. Vielleicht fehlte uns zuletzt auch ein wenig Glück.
Lukas Kwasniok hat Sie schon vor Ihrer Verpflichtung als seinen Lieblingsspieler betitelt. Was bedeutet Ihnen das?
Isak Johannesson: Wenn ein Trainer so etwas sagt, fühlt sich das natürlich gut an. Ich glaube, er sieht die Fähigkeiten, die in mir stecken, meine Stärke mit dem linken Fuß und mein Spielverständnis. Ich will möglichst viele Spiele für den Club aber auch für ihn gewinnen.
Isak Johannesson jubelt mit dem 1. FC Köln
„Es ist also ein perfektes Match“
Die Gespräche über Ihren Wechsel wurden aber an anderer Stelle geführt. Wie hat Sie Thomas Kessler – oder war es noch Christian Keller – überzeugt?
Isak Johannesson: Das war Thomas Kessler. Aber es brauchte gar nicht viel, um mich zu überzeugen. Der Club hat von Beginn an an meine Entwicklung geglaubt. Der FC hat mir einen Vertrag bis 2030 gegeben, weil wir diesen Weg gemeinsam gehen wollen. Ich will ein guter Spieler der Bundesliga werden, der Verein will sich wieder fest etablieren. Es ist also ein perfektes Match.
Der Wechsel nach Köln war erwartungsgemäß von einigen Störgeräuschen der Düsseldorfer Fans begleitet. Was machen solche Hasskommentare mit einem so jungen Spieler? Die werden ja nicht spurlos an Ihnen vorüber gegangen sein.
Isak Johannesson: Die Kommentare haben mich und meine Familie noch stärker gemacht. Ich habe da etwas durchgemacht, dass noch nicht viele 22-Jährige erlebt haben. Wie gesagt, jetzt bin ich noch stärker. Deswegen bin ich den Hatern auch dankbar.
Neben dem Lob des Trainers gab es zuletzt auch ein Lob Ihres Vaters. Er sei unheimlich stolz auf Sie. Wie eng ist die Verbindung, welchen Anteil hat er an Ihrer Karriere?
Isak Johannesson: Er hat den wohl größten Anteil an meiner Karriere. Er hat mir bei meiner Entwicklung extrem geholfen. Ich war noch sehr jung, als ich aus meiner Heimat weg bin. Aber mein Vater war immer für mich da, ich konnte ihn immer um Rat fragen. Er war auch zwei Jahre mein Nationaltrainer. Und vor allem war er mein Vorbild, als ich als kleines Kind Spiele der Premier League gesehen habe.
Wenn Sie schon von Ihrem großen Vorbild sprechen. Ihr Vater hat für 15 Vereine gespielt. Eine beeindruckende Bilanz. Wäre das etwas für Sie?
Isak Johannesson: Ich habe einen Vertrag bis 2030. Und das sagt eigentlich schon alles. Ich bin sehr glücklich, noch für so viele Jahre beim FC zu spielen.
„Die Fans, die Stadien, das Gesamtpaket ist fantastisch“
Aber Sie sind in England groß geworden, Ihr Vater hat dort erfolgreiche Jahre verbracht. Reizt die Premier League gar nicht?
Isak Johannesson: Für jeden jungen Spieler ist es ein Traum, in der Premier League zu spielen. Aber ich würde meine gesamte Karriere gerne in Deutschland verbringen. Es ist wirklich schön – die Fans, die Stadien, das Gesamtpaket ist fantastisch. Meine Freundin und ich fühlen uns wohl, und das ist das Wichtigste. Natürlich weiß man nie, was passiert, im Fußball kann sich alles sehr schnell ändern.
Nicht so schnell ändern soll sich das Dasein als Bundesligist. Was ist für den FC im kommenden halben Jahr möglich?
Isak Johannesson: Wir wollen einen erfolgreichen Start ins neue Jahr hinlegen. Das würde uns schon helfen. Wir sind aktuell Elfter. Es wäre stark, wenn wir am Ende in der oberen Tabellenhälfte landen. Aber unser erstes Ziel ist der Klassenerhalt. Darauf kann man dann aufbauen.