Abgang oder Durchbeißen: Wie geht es weiter mit Linton Maina beim 1. FC Köln?

Linton Maina dürfte mit der Rolle beim 1. FC Köln unzufrieden sein
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Abgang oder Durchbeißen: Wie geht es weiter mit Linton Maina beim 1. FC Köln?

In der vergangenen Spielzeit war er noch der absolute Topscorer und ganz Köln wünschte sich die Vertragsverlängerung. Die gab es. Aktuell ist Maina eher der Joker und damit werden Wechselgerüchte angeheizt. Bleibt Linton Maina beim 1. FC Köln?

In der vergangenen Spielzeit stand hinter dem 26-Jährigen ein ganz besonders dickes Fragezeichen. Es gab Transfergerüchte, Spekulationen über Wechsel-Gedanken. Pünktlich zum Aufstieg überraschte der Topscorer der Vorsaison mit einer längst unterschriebenen Vertragsverlängerung. Doch so richtig gut läuft es für ihn in dieser Spielzeit nicht. Bleibt Linton Maina beim 1. FC Köln?

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Wenn Lukas Kwasniok von Linton Maina spricht, dann sind es meistens sehr lobende, warme, fast schon schwärmende Worte. Der Trainer bezeichnet den Spieler als „warm“, „herzlich“ und „feinen Menschen“, nennt ihn auf dem Feld aber auch eine Waffe. Nur bleibt die Waffe stumpf, wenn sie auf der Bank sitzt. Deswegen betonte Kwasniok, dass er aus Maina „das letzte Quäntchen“ herausquetschen wolle und das wiederum auch schon mal mit der Nicht-Berücksichtigung. In der Liga stehen in dieser Saison erst zwei Startelf-Einsätze, keine 300 Spielminuten zu Buche. Wohlgemerkt von dem Spieler, der in der vergangenen Spielzeit mit elf Assists und drei Toren der Topscorer der Geißböcke war. Die aktuelle Saison dürfte sich der Flügelspieler ganz anders vorgestellt haben als er im Frühling seine Vertragsverlängerung beim FC unterschrieben hat.

„Wenn man sich wohlfühlt, ist das das Wichtigste“

Tatsächlich war Maina gegen Ende der vergangenen Spielzeit heiß begehrt. Es soll Angebote aus dem In- und Ausland gegeben haben. „Es gab einige andere Angebote, darunter auch lukrativere und bessere. Es war dennoch schnell klar für mich, dass ich in Köln bleibe“, sagte Maina im Interview mit come-on-fc.com im Trainingslager in Bad Waltersdorf. Gespräche habe es schon sehr früh gegeben, so der gebürtige Berliner. „Ich war sehr froh, dass das alles so geklappt hat. Wenn man sich wohlfühlt, ist das das Wichtigste.“ Die Frage ist natürlich, wie wohl sich Maina aktuell beim FC fühlt. Im FC-Podcast von Radio Köln, erklärte der 26-Jährige, dass die Situation in Köln für ihn gerade schwer sei. Allerdings fand der Offensivspieler auch lobende Worte für den Trainer.

Fakt ist, die Konkurrenz ist in der Mannschaft größer geworden. So groß, dass beispielsweise ein Youngster wie Said El Mala wohl hauptverantwortlich dafür ist, dass der von Kwasniok auserkorene beste Spieler der Mannschaft von seiner Stammposition auf der linken Außenbahn weichen muss. So spielte Jakub Kaminski zuletzt auf der rechten Defensivseite. Auch Florian Kainz, Marius Bülter und Jan Thielmann sind Spieler, die auf den Außen schon agiert haben oder dort zu Hause sind. „Ich sehe mich am liebsten links, habe aber auch oft schon rechts oder im Zentrum gespielt. Ich mag es, vorne meine Freiheit zu haben und trotzdem die Taktik nicht zu vergessen. Am Ende muss man sehen, was das Beste für die Mannschaft ist. Der Trainer wird das regeln“, sagte Maina im Sommer.

Es soll Interessenten geben

Aktuell ist der 26-Jährige in dieser Regelung ein Ergänzungsspieler. Und diese Rolle wird Maina nicht besonders gut schmecken. Zwangsläufig stellt sich die Frage, wo sich der Spieler weiterhin sieht. Und so wird bereits über einen Abschied in Köln spekuliert. Die „Bild“ berichtet, dass es Interessenten aus der Bundesliga und 2. Liga geben könnte. Doch das bedeutet nicht, dass Maina den Verein auch wirklich im Winter schon verlassen wird. Im Sommer waren die Ziele des damaligen Topscorers noch eindeutig: „Ich fühle mich hier sehr wohl, habe jeden Tag Spaß. Ich hoffe, dass ich noch lange hier spielen kann, vor allem in der ersten Liga und wir noch viele Erfolge zusammen feiern können“, sagte Maina. Doch die Vorzeichen haben sich ein wenig verschoben. 

Gerhard Struber spricht über das Aus beim 1. FC Köln: „Es war nicht immer schön anzusehen“

Gerhard Struber ist mit Bristol erfolgreich
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Gerhard Struber spricht über das Aus beim 1. FC Köln: „Es war nicht immer schön anzusehen“

Vor einem halben Jahr hat Gerhard Struber den FC verlassen müssen. Und das, obwohl die Geißböcke auf einem Aufstiegsplatz rangierten. Nun ist der Trainer in Bristol beschäftigt und fühlt sich wohl. Das sagt Gerhard Struber zum Aus beim 1. FC Köln.

Das Ende kam plötzlich und für den Österreicher war es eine Enttäuschung. Nun geht es in England weiter und wieder ist das Ziel der Aufstieg. Das sagt Gerhard Struber zum Aus beim 1. FC Köln.

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Vor etwa einem Jahr erlebte der FC eine kleine Zäsur. Gerhard Struber kehrte nach zehn Spieltagen in der 2. Bundesliga von der Viererkette, dem vogelwilden Offensivfußball und einigen vorzeitigen Personalentscheidungen ab. Der damalige Kölner Coach ließ deutlich defensiver spielen, nicht mehr so attraktiv und mit routinierteren Spielern. Ein halbes Jahr später war Schluss für den Österreicher. Als Tabellenzweiter musste der Trainer die Geißböcke verlassen. „Das Aus in Köln war natürlich nicht leicht. Aber gleichzeitig muss man nach vorne schauen, gut reflektieren und versuchen, die Dinge hinter sich zu lassen“, sagte Struber nun im Interview mit transfermarkt.de. „Im ersten Moment ging es für mich ehrlich gesagt in die Richtung, eine Pause zu machen. Weil ich das Fußballland England sehr schätze, war für mich aber klar: Kommt ein Verein, bei dem ich mit meiner Spielidee erfolgreich sein kann, würde ich das machen.“

Voller Fokus auf neue Aufgabe

Und das macht er nun in Bristol in der britischen Championship. Der Österreicher belegt aktuell Rang acht, allerdings auf Tuchfühlung mit den Aufstiegsrängen. „Als wir mit dem Training begonnen haben, hatte ich den 1. FC Köln komplett hinter mir gelassen und vollen Fokus auf diese neue Aufgabe“, sagt Struber. Dabei war der Abschied alles andere als schön. Nach dem 1:1 gegen Regensburg am 32. Spieltag waren die Tage des Trainers gezählt. „Es gibt überhaupt keinen Ärger mehr. Das hat schon ein bisschen Zeit gebraucht. Aber ich schaue inzwischen anders darauf zurück“, sagte Struber. „Natürlich wünscht man sich, erfolgreich zu sein und dass man alles so umsetzen kann, wie man es sich vorstellt. Aber das Jahr hat mir gutgetan, um mich persönlich zu entwickeln. Es ist immer eine Frage des Stils, wie man auseinandergeht und eine solche Situation beendet.“

Wie der Stil beim FC am Ende dieser Reise gewesen ist, will Struber nicht näher erläutern. „Ich möchte nicht auf Details eingehen. Es herrschte nach dem Abstieg so viel Dramatik beim 1. FC Köln, als die Mannschaft natürlich schwer enttäuscht war, dazu kam die Transfersperre“, so der Trainer. „Es herrschte keine gute Stimmung im und rund um den Club, als ich übernommen habe. Trotzdem lagen wir bis kurz vor Schluss auf Aufstiegskurs. Auf den Rest möchte ich, wie gesagt, gar nicht mehr groß eingehen. Das ist Vergangenheit.“ Dennoch sitzt der Stachel wohl noch tief. Immerhin hatte der Coach den Aufstieg direkt vor Augen. Das Mittel war das Ziel. „Es war nicht immer schön anzusehen, was wir gespielt haben. Aber wir waren am Ende trotzdem auf einem direkten Aufstiegsplatz. Es hat sich in den letzten Jahren in der 2. Liga kein Traditionsverein leichtgetan“, sagt der Österreicher.

Nun soll der Aufstieg in England gelingen. Dabei hat es wohl auch Anfragen aus Deutschland gegeben. Unter anderem von einem „Traditionsverein“. Es ist England geworden. Einfach wird das Thema Aufstieg bei der harten Konkurrenz auch nicht. Doch Struber fühlt sich wohl. Und Köln? Köln ist Vergangenheit.

Verträge, Verstärkung und Transfers: Für Thomas Kessler stehen zum Jahresende wohl einige Herausforderungen an

Thomas Kessler wirkt nachdenklich
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Verträge, Verstärkung und Transfers: Für Thomas Kessler stehen zum Jahresende wohl einige Herausforderungen an

Für seine Sommertransfers wurde er in höchsten Tönen gelobt. Kein Wunder, ein Großteil der Neuverpflichtungen schlug beeindruckend ein. Doch zum Ende des Jahres warten die nächsten Herausforderungen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler steht wohl vor einem arbeitsreichen Winter.

Zahlreiche Verträge laufen aus, Kaderentscheidungen sind zu treffen und zum Ende des Jahres ist wohl auch der ein oder andere Transfer geplant beim 1. FC Köln: Thomas Kessler steht wohl vor einem arbeitsreichen Winter.

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Möglicherweise verhinderte Karneval bei dem ein oder anderen FC-Spieler eine gesamte Woche „Kopf frei bekommen“ vor dem Endspurt Richtung Weihnachten. Dass Lukas Kwasniok seinen Spielern in der letzten Länderspielpause des Jahres noch einmal eine etwas längere Auszeit gönnt, ist nicht unbekannt. In der vergangenen Saison verabschiedete der Coach die Mannschaft des SC Paderborn für eine ganze Woche in den Kurzurlaub. Dieses Mal sind es immerhin noch fünf Tage. Und dann soll mit Vollgas der letzte Block in 2025 angegangen werden, mit dem Auftakt gegen Eintracht Frankfurt am Samstag in einer Woche. Auf dem Trainingsplatz ist es dieser Tage also ein wenig leiser. Auch für Thomas Kessler und Co. steht noch ein spannendes Jahresfinale auf dem Programm. Denn der Sportdirektor hat mit seinem Team sicherlich noch einige Punkte auf seiner To-do-Liste stehen.

Zahlreiche Verträge laufen aus

So laufen insgesamt zehn Verträge zum Ende der Saison aus. Und Kessler wird wohl nur ungerne mit Spielern mit auslaufendem Vertrag in die Rückrunde starten. Darunter befinden sich mit Tom Krauß, Cenk Özkacar, Kristoffer Lund und Jakub Kaminski vier Leihspieler. Für alle vier sollen die Kölner eine Kaufoption besitzen, beziehungsweise für Krauß eine Kaufpflicht. Die Vertragssituation um die Leihspieler ist also eine komfortable. Die FC-Verantwortlichen werden sicherlich die weitere Entwicklung der Akteure abwarten wollen. Bei Kaminski deutet allerdings schon jetzt sehr viel auf eine feste Verpflichtung hin. Die Ablöse soll dann bei rund fünf Millionen Euro liegen. Bei den weiteren Kandidaten ist die Ausgangslage wohl ein wenig komplizierter. Timo Hübers und Luca Kilian arbeiten hart an ihrem Comeback. Im vergangenen Winter verlängerte der FC den Kontrakt mit Kilian, einen Tag vor Weihnachten und kurz nach der Reruptur seines Kreuzbandes. Das ist mittlerweile bekanntlich wieder gerissen. Eine Rückkehr ist komplett offen.

Genauso, wie der FC in diesem Fall mit dem Vertrag des Abwehrspielers umgeht. Dass auch Timo Hübers eine Vertragsverlängerung angeboten bekommt, scheint wahrscheinlich. Der Innenverteidiger fällt ebenfalls lange aus. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Hübers in dieser Saison gar nicht mehr zum Einsatz kommt. Die weiteren Situationen sind ebenfalls nicht ohne. So laufen die Verträge von Florian Kainz und Dominique Heintz ebenfalls aus. Beide müssen sich mit ihrer neuen Rolle als Ergänzungsspieler zurecht finden. Dass beide auch in der Bundesliga noch mithalten können, haben sie in dieser Spielzeit bewiesen – auch von Beginn an. Dennoch ist bei beiden Akteuren nicht klar, wie es weitergeht und ob sie sich auch weiterhin beim FC sehen. Dazu sind beide Akteure sehr verdient in Köln. Kainz ist aktuell der Rekordspieler unter den aktiven, steht kurz vor seinem 200. Spiel, Heintz kommt immerhin auf 156 Einsätze für die Geißböcke.

Transfers im Winter wahrscheinlich

Verlängern würden die Kölner Verantwortlichen dagegen mit Eric Martel. Der Sechser beweist sich aktuell wieder als Innenverteidiger und ist neben Jakub Kaminski der einzige Spieler, der immer in der Startelf stand. Auch, wenn sich Martel noch nicht entschieden hat, dürfte die Verlängerung des Kontrakts ein hartes Stück Arbeit werden. Denn die Verlockung aus dem Ausland wird nicht klein sein. Auch mit Neo Telle wollten die Kölner eigentlich verlängern. Der Innenverteidiger feierte in der vergangenen Saison sein Profidebüt. Der eigentliche Plan war im Sommer, den Vertrag zu verlängern und dem Talent über eine Leihe Spielpraxis zu ermöglichen. Dazu ist es nicht gekommen. Nun spielt der Abwehrspieler in der U21, allerdings nicht als Stammspieler. Gegen Rödinghausen saß der Youngster 90 Minuten auf der Bank.

Neben möglichen Vertragsverlängerungen dürften aber auch weitere Personalentscheidungen anstehen. Unter anderem sollen die Kölner aufgrund der Verletzung von Timo Hübers auf der Suche nach einem weiteren Innenverteidiger sein. Ebenfalls kein leichtes Konstrukt. Denn sollte der Vertrag des Abwehrspielers verlängert werden, dürften die Kölner in der kommenden Spielzeit vor einem kleinen Luxusproblem stehen. Mit Julian Pauli und Elias Bakatukanda kommen eigentlich zwei Zukunftsversprechen nach ihren Leihen zurück zum Geißbockheim. Naheliegend wäre wohl eine kurzfristige Leihe in diesem Winter. Auch auf der Sechs könnte es weiteren Bedarf geben – je nachdem, wie es mit Eric Martel weitergeht. Und auch auf der anderen Seite kann es durchaus noch Veränderungen geben.

Vor allem hinter Jusuf Gazibegovic steht derzeit ein großes Fragezeichen. Der Rechtsverteidiger spielt unter Lukas Kwasniok überhaupt keine Rolle. Seit dem 2. Spieltag stand Gazibegovic nicht mehr auf dem Platz. Für den Abwehrspieler geht es aber auch darum, den Traum von der WM am Leben zu lassen. Bosnien hat noch alle Chancen auf die direkte WM-Quali, mindestens aber auf die Playoffs. Nur hat Gazibegovic seinen Stammplatz in der Nationalmannschaft verloren. Pluspunkte wird er auf der Kölner Bank nicht sammeln. Möglicherweise wird es auch weitere Veränderungen geben – wenn auch nicht zwingend wahrscheinlich. Denn sicherlich wird der ein oder andere Leistungsträger der Vorsaison mit seiner aktuellen Rolle hadern. Spannend ist auch die Frage, wie es mit Sargis Adamyan weitergeht. Der Stürmer spielt aktuell in der Regionalliga, dürfte da aber der Best-Verdiener sein. So oder so: Auf Thomas Kessler und Co. wartet viel Arbeit.

Beim 1. FC Köln schleicht sich ein alt bekanntes Problem wieder ein

Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach
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Beim 1. FC Köln schleicht sich ein alt bekanntes Problem wieder ein

Die 1:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach war für den FC besonders bitter, weil sie angesichts der Statistiken unnötig erscheint. Denn die Geißböcke strahlten schon eine gewisse Dominanz aus. Und doch gab es am Ende keine Punkte. Der 1. FC Köln offenbart mit Ball ein altes Problem.

Nach den blanken Zahlen waren die Kölner am Samstag gegen Gladbach doch die bessere Mannschaft. Unterm Strich stand aber eine nicht gänzlich unverdiente Niederlage und das trotz deutlich mehr Ballbesitz. Der 1. FC Köln offenbart mit Ball ein altes Problem.

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Der Saisonauftakt der Geißböcke war mehr als verheißend. Mit sieben Zählern aus drei Spielen hätte der Beginn kaum besser laufen können. Anschließend ist der Kölner Motor allerdings ein wenig ins Stocken geraten. Es folgten aus sieben Begegnungen ebenfalls nur sieben Zähler, dazu das Pokal-Aus gegen die Bayern. Lukas Kwasniok hatte vor der Spielzeit angedeutet, dass er kein konkretes Saisonziel ausgeben wolle. Er wolle lieber die einzelnen Blöcke zwischen den Länderspielpausen bewerten. Dementsprechend fällt die letzte Bilanz zumindest tabellarisch nicht allzu gut aus. Fünf Spiele, davon drei verloren, ein 1:1 gegen Augsburg, aber auch der verdiente 4:1-Erfolg über den Hamburger SV. Vier Punkte, das Pokal-Aus, zehn Gegentore gefangen. Gerade die Derby-Pleite am vergangenen Wochenende dürfte besonders am Kölner Coach genagt haben.

Keine Lösungen im letzten Drittel

Denn nach den Statistiken hätte der FC die Begegnung eigentlich gewinnen müssen. Das Datenblatt schlug deutlich Richtung FC aus, das Ergebnis bekanntlich nicht. Das hatte natürlich viele Gründe. Vor allem taten sich die Geißböcke im Schlussdrittel schwer, Chancen zu kreieren. Ein aus der vergangenen Saison doch sehr bekanntes Problem. „Es ist schon sehr lange her, dass der 1. FC Köln zu Borussia Mönchengladbach gefahren ist, die uns dann den Ball gegeben haben und eigentlich gar nichts wollten“, sagte Thomas Kessler nach dem Spiel. Tatsächlich kamen die Kölner auf beeindruckende 61 Prozent Ballbesitz. Für die Geißböcke ein in dieser Saison ungewohntes Szenario. Bis zum neunten Spieltag hatte der FC im Schnitt rund 45 Prozent Ballbesitz, nun über 60. Und mit diesem Übergewicht wusste der FC gerade im ersten Abschnitt so gut wie gar nichts anzufangen.

So lag der xGoals-Wert nach 45 Minuten unter 0,3. „Wir wussten, dass die Borussia aufgrund der Gesamtsituation darauf bedacht ist, eine Kompaktheit an den Tag zu legen. Und doch waren wir ein wenig überrascht, dass wir so viel Kontrolle hatten“, sagte auch Lukas Kwasniok und FC-Keeper Marvin Schwäbe erklärte: „Ich glaube, dass wir im letzten Drittel keine Lösung gefunden haben. Wir hatten enorm viel Ballbesitz. Wir lassen uns dann einfach auskontern.“ Tatsächlich hatte der FC in dieser Spielzeit in drei Liga-Begegnungen mehr Ballbesitz als der Gegner. Das gegen den FC Augsburg und gegen Mainz – also beides Spiele, in denen der FC vor dem gegnerischen Tor nicht die ganz große Gefahr ausstrahlte, einmal einen xGoals-Wert von 1,4 und einmal von 0,5 erreichte, in beiden Begegnungen aber auch jeweils einen Treffer erzielte.

„Da gilt es, in der Zukunft wieder eine gute Mischung zu finden“

Ähnlich war es auch im ersten Pokalspiel gegen Regensburg, als Köln erst in der Nachspielzeit die Begegnung in die eigene Richtung bog, spät zwei Treffer erzielte und den xGoals-Wert immerhin noch auf 0,9 hochdrückte. „Es ist nicht normal, dass du dir als Aufsteiger den Gegner auswärts zurechtlegen musst“, sagte Kwasniok, betonte aber auch, dass sich „die Jungs das erarbeitet“ hätten. Und doch erinnerte das Spiel an gleich mehrere aus der vergangenen Saison, als Köln ebenfalls keine Mittel gegen tiefstehende Gegner fand. Dabei deutete der FC eine mögliche Lösung in der zweiten Halbzeit gegen Gladbach an. Zumindest strahlten die beiden Zielstürmer Ragnar Ache und Marius Bülter Gefahr aus, hoben den xGoals-Wert noch einmal auf mehr als zwei an. „Wir haben unterschiedliche Spielertypen, die zu unterschiedlichen Spielen passen“, sagte also auch Kwasniok. „Da gilt es, in der Zukunft wieder eine gute Mischung zu finden.“

Eric Martel: Die Konstante des 1. FC Köln weckt Begehrlichkeiten

Eric Martel im Spiel des 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05
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Eric Martel: Die Konstante des 1. FC Köln weckt Begehrlichkeiten

Nach dem zehnten Spieltag gibt es nur wenige Spieler beim FC, die immer in der Anfangsformation standen. Dazu zählt Eric Martel und das kommt nicht überraschend. Der 23-Jährige bringt auch in diesem Jahr wieder konstante Leistungen für den 1. FC Köln: Eric Martel weckt wieder Begehrlichkeiten.

Er ist in dieser Spielzeit wieder einer der Leistungsträger und die Konstante beim 1. FC Köln: Eric Martel weckt damit natürlich wieder Begehrlichkeiten. Etwas Konkretes ist aber nicht bekannt.

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Als Lukas Kwasniok zu Beginn seiner Amtszeit verkündete, es gäbe bei ihm keine Stammelf, vielmehr eine rotierende Startelf, da wird sich der ein oder andere Fan und Experte vielleicht gedacht haben, die Aussage würde sich nach ein paar Spieltagen schon überholen, eine Anfangsformation vielleicht dann doch zumindest in großen Teilen einpendeln. Tatsächlich hat der Kölner Trainer seinen Worten Taten folgen lassen und in dieser Spielzeit noch nicht einmal die gleiche Elf auflaufen lassen. Zudem sind auch klassische Stammspieler bei den Kölnern rar – zumindest die, die in dieser Saison immer zum Anpfiff auf dem Platz gestanden haben. Wettbewerbsübergreifend sind es in dieser Spielzeit genau zwei – wenn auch einigen Verletzungen geschuldet. So spielte Isak Johannesson gegen Wolfsburg erst zur zweiten Halbzeit, weil er sich in der Länderspielpause zuvor einen Pferdekuss eingefangen hatte und Timo Hübers Verletzung ist ebenfalls bekannt.

Martel ist die Kölner Konstante

Aber gerade der Innenverteidiger wurde vor der Saison mit dem Label „immer gesetzt“ versehen. Gemeinsam mit Eric Martel, der neben Jakub Kaminski der zweite Dauerbrenner beim FC ist. Und das hat natürlich einen Grund. Während Kaminski laut Kwasniok der beste Spieler des Kaders ist, ist Martel der Inbegriff von Wille, Leidenschaft und Einsatz. Kein Kölner Spieler schmeißt sich in so viele Bälle, geht in so viele Zweikämpfe (113) und gewinnt dementsprechend viele (63). Auch ligaweit gehört Martel wieder einmal zu den besten Zweikämpfern. Zudem hat Martel in der Liga die meisten Pässe aller Kölner gespielt, von denen 88 Prozent auch ankamen. Nach der Verletzung von Timo Hübers ist der 23-Jährige auch wieder der Abwehrchef in der letzten Kette und löst auch diese Aufgabe Woche für Woche souverän.

Zu Kölns und Kwasnioks Glück gehört bei Martel wohl nur noch die erhoffte Vertragsverlängerung. Denn der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft im kommenden Sommer aus. Und das bringt bekanntlich Probleme mit sich. Der FC würde gerne mit dem Mittelfeldspieler verlängern, Martel hat sich aber gewünscht, die Hinrunde abwarten zu dürfen. Das bekräftige der Sechser auch noch einmal im Interview mit come-on-fc.com im September. Auch Martels Berater Michael Reschke hatte im Podcast „Dreierkette“ erklärt, dass die Zukunft komplett offen sei. Dabei hat der ehemalige Kapitän der U21-Nationalmannschaft natürlich schon längst Begehrlichkeiten geweckt. Dem Vernehmen nach soll Martel auf einigen Zetteln der Bundesliga, aber auch in Europa stehen. Am Mittwoch brachte die „Corriere dello Sport“ den AC Florenz ins Gespräch.

Die ersten Interessen werden bald anklopfen

Allerdings berichtet das Fachmagazin nicht von einem konkreten Interesse. Es weist darauf hin, dass Martel durchaus ein Kandidat sei, auf den ein von Florenz ausgestelltes Profil passen würde. So heißt es, dass Martel eine Option werden „könne“. Fakt ist, dass Florenz schon im Sommer die Fühler nach dem Mittelfeldspieler ausgestreckt hatte. Zum Ende der Transferphase tauchten auch andere Namen wie Besiktas Istanbul auf. „Ich nehme das zwar wahr, aber letztendlich spielt das für mich keine Rolle. Ich habe klar gesagt, dass ich jetzt erstmal für den FC weiterspielen werde. Das ist jetzt einfach in meinem Kopf drin“, sagte Martel damals gegenüber come-on-fc.com. „Ich denke gar nicht ans Wechseln, sondern für mich steht die Entwicklung mit dem FC im Fokus. Und ja, mein voller Fokus liegt auf der Bundesliga.“

Und die Entwicklung beim FC wird Martel sicherlich gefallen. Zumindest war mit diesem Saisonstart sicherlich nicht zu rechnen. Eine Garantie ist das natürlich nicht. Sollte der Mittelfeldspieler den FC verlassen wollen, könnten die Kölner nur noch in diesem Winter eine Ablöse verlangen. Ein Wechsel im Sommer ist daher eher unwahrscheinlich. Die ganz große Ablöse in diesem Winter aber wohl auch. Aktuell wird der Marktwert bei transfermarkt.de auf acht Millionen Euro geschätzt. Lieber würden die Kölner den Sechser aber ohnehin behalten.

Party hard, be smart: Lukas Kwasniok bleibt seinen Prinzipien treu und macht Kampfansage für wichtige Wochen

Lukas Kwasniok ist ein Erfolgsgarant beim 1. FC Köln
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Party hard, be smart: Lukas Kwasniok bleibt seinen Prinzipien treu und macht Kampfansage für wichtige Wochen

Nach nun bereits nahezu einem Drittel der Saison stehen für die Geißböcke die dritte Länderspielpause und somit ein paar freie Tage an. Mit dem Prinzip „Work hard, be smart“ startete der neue Trainer des FC in die Saison und hält daran auch nach dem zehnten Spieltag fest beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok macht vor Frankfurt eine Kampfansage.

Ob Kaderentscheidung, Startaufstellung oder Auszeit. Für den Trainer des FC gelten klare Leitplanken, die er auch durchaus klar kommuniziert beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok macht vor Frankfurt eine Kampfansage.

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Dass Lukas Kwasniok kein Blatt vor den Mund nimmt, dürfte in den vergangenen Monaten wohl auch dem letzten Anhänger der Geißböcke klar geworden sein. Die erste wohl sehr deutliche Demonstration seines Prinzips der Offenheit und Klarheit lieferte der frisch gebackene Trainer des 1. FC Köln nach dessen Testspiel gegen die Fortuna im Juli diesen Jahres. „Bei einigen reicht es noch lange nicht für die Bundesliga“, sagte der Coach damals und stellt im Nachhinein klar, dass er bei seinen Aussagen relativ direkt sei, ohne dabei persönlich zu werden. Er müsse dann auch nicht um den heißen Brei herum reden. Und Kwasniok blieb seither bei dieser Ansicht. Für den Trainer des 1. FC Köln gelten klare Regeln, die er auf seine Mannschaft, sich selbst – und manchmal sogar auf die Medienvertreter anwendet.

Lukas Kwasniok steht zu seinem Wort

So tat Kwasniok auf der vergangenen Pressekonferenz vor dem Duell gegen Borussia Mönchengladbach seinen Unmut über das aus seiner Sicht zu späte Ankommen eines Journalisten kund. Der Kölner Cheftrainer begrüßte den Medienvertreter mit den Worten: „Wir sind schon mitten drin“ und schob hinterher, es sei „eine Frage des Respekts, hier pünktlich zu erscheinen.“ Abermals deutliche Worte, diesmal jedoch nicht in Richtung seiner Mannschaft. Das Einhalten von Konventionen, Regeln und Normen scheint beim Kölner Coach tatsächlich oberstes Gebot zu sein – eine Marschroute, die Kwasniok aber auch für sich selbst anlegt. Der 44-Jährige steht zu seinem Wort. Sei es die für ihn nicht existierende Stammelf oder die Tatsache, dass jeder Spieler sich immer aufs Neue beweisen kann und muss.

Worte, die von unterschiedlichsten Trainern oft gehört, aber sicherlich kaum so konsequent umgesetzt worden sind wie aktuell am Geißbockheim. Unter anderem startete Kwasniok in zwölf Duellen mit zwölf verschiedenen Anfangsformationen. Eine Startelf hat er also wie angekündigt wirklich nicht. Spieler wie Dominique Heintz, die zu Beginn der Saison noch chancenlos schienen, standen plötzlich von Beginn an auf dem Platz, andere setzte der Coach zwischenzeitlich auf die Bank. Maßnahmen, die zum Teil überraschten, meist aber aufgingen und einem ausgeklügelten Plan zu Grunde lagen. Lag der Coach falsch, nahm er die Fehler auf seine Kappe. Überraschen kann Kwasniok den Gegner allemal – und nicht nur den Gegner.

Es warten Gegner auf Augenhöhe

Denn nach der bitteren 1:3-Niederlage im Derby gegen Borussia Mönchengladbach dürften den ein oder anderen Außenstehenden fünf freie Tage der Kölner Profis während der Länderspielpause ebenfalls überrascht haben. Denn bis zur Winterpause stehen – folgt man Kwasnioks Einordnung – noch zwei Kracher-Spiele gegen Leverkusen und Frankfurt sowie drei Highlight-Duelle gegen Gegner auf Augenhöhe an. Mit Bremen, vor allem aber Union Berlin und dem FC St. Pauli warten bis zur Winterpause noch Gegner, die rein tabellarisch Kontrahenten sind, gegen die der FC Punkte holen sollte. Zieht Köln diese Spiele, dann kann das Team rund um Kwasniok ganz beruhigt in die Winterpause gehen.

Vor dem Start in diese wichtige Phase gibt es nun eben nochmal einige Tage Auszeit. Eine Maßnahme, die der Trainer schon bei seiner vergangenen Station angewendet hat. Aber warum eigentlich? Auch hier bleibt Kwasniok seinem von Beginn an kommunizierten Credo „Work hard, be smart“ treu. Nur wer zwischenzeitlich den Kopf frei kriege, könne danach auch wieder voll angreifen und smarte Entscheidungen auf dem Spielfeld treffen. Und so verabschiedete sich der Kölner Coach am Dienstagmorgen mit einer klaren Kampfansage in den Kölner Karneval und die danach anstehende freie Zeit: „Wir versprechen euch eins: Heute lassen wir die Sau raus, nächste Woche gegen Frankfurt, sind wir wieder voll für euch da.“ Frei nach dem Motto: „Party hard, be smart.“


Imad Rondic wird auch verliehen zum Problemfall für den 1. FC Köln

Imad Rondic vom 1. FC Köln
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Imad Rondic wird auch verliehen zum Problemfall für den 1. FC Köln

Kurz vor Toresschluss wechselte Imad Rondic doch noch per Leihe. Beim FC hatte der Stürmer zuvor nicht den besten Eindruck hinterlassen. Ähnlich geht es beim neuen Club in Polen jetzt weiter und das ist nicht gut für den 1. FC Köln: Darum wird Imad Rondic für den FC erneut zum Problemfall.

Auch weiterhin läuft es nicht rund für den Leihspieler des 1. FC Köln: Darum wird Imad Rondic für den FC wieder zum Problemfall – und das noch nicht mal im Trikot der Geißböcke.

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20 Tore hat der FC in den bisherigen Spielen der aktuellen Saison geschossen. 14 davon gehen auf die neu verpflichteten Offensivspieler, die in vorderster Front ran dürfen, an Jakub Kaminski, Said El Mala und Marius Bülter. Dazu hat Ragnar Ache im bisherigen Saisonverlauf bereits fünf Treffer vorbereitet. Gerade Bülter und Ache sollen in Zukunft die Lücke füllen, die eigentlich Anthony Modeste 2022 gerissen hat. Eine Lücke, die eigentlich nie so richtig geschlossen wurde. Der letzte Versuch hieß Imad Rondic. Der Bosnier wurde bekanntlich im vergangenen Winter verpflichtet. Und auch wenn es immer wieder hieß, der Stürmer solle erst in seine neue Rolle reinwachsen, wurde er im vergangenen Winter wohl doch als Soforthilfe geholt.

Situation für drei Parteien nicht einfach

Nur wurde aus dieser Soforthilfe bekanntlich nicht viel. Rondic fand nie den sportlichen Anschluss, erzielte in seiner Zeit bei den Geißböcken ein Tor mit freundlicher Unterstützung von Paderborns Felix Götze. Rondic war auch noch in einer anderen Situation auffällig. Im DFB-Pokal-Spiel gegen Bayer Leverkusen netzte der Stürmer zum vermeintlichen 3:3 ein, stand dabei aber hauchdünn im Abseits. Möglicherweise wäre sein Karriereschritt in Köln anders verlaufen, wenn der 26-Jährige damals zum Pokal- und Derbyheld geworden wäre. Wurde er nicht. Dass Lukas Kwasniok im Sommer keine Verwendung mehr für den Stürmer hatte, wurde schnell deutlich. Spätestens als Rondic es noch nicht einmal mehr in einen Vorbereitungsspiel-Kader schaffte. Die Tage in Köln waren endgültig gezählt, als der Angreifer offiziell ausgebootet wurde.

Doch die wenigen Einsätze dienten wohl keiner guten Bewerbung. Ein Abnehmer fand sich zunächst nicht. Der Deal mit dem Karlsruher SC platzte, erst unmittelbar vor Toresschluss gelang den FC-Bossen noch ein Kompromiss. Rondic wurde nach Polen an Rakow Czestochowa verliehen. Vermutlich auch, weil es einfach keine andere Lösung gegeben hat. Denn an eine große Zukunft beim FC glaubt man wohl nicht mehr. Zwar hat der polnische Erstligist eine Kaufoption im Vertrag verankert, aber momentan sammelt Rondic erneut keine Pluspunkte, empfiehlt sich wahrlich nicht für eine feste Verpflichtung. In den bisherigen zwölf Pflichtspielen stand Rondic vier Mal in der Startelf. Auf ein Tor wartet der Stürmer vergeblich.

Es läuft sportlich also weiterhin nicht rund. Und das wird für den FC zunehmend zu einem Problem. Denn Rondic macht aktuell weder den Eindruck als könne er über Spielpraxis bei den Kölner Bossen Pluspunkte sammeln, noch empfiehlt sich der 26-Jährige für andere Aufgaben, möglicherweise in einem anderen Trikot. Rondic schwimmt auch bei seinem neuen Club unter dem Radar. Die Saison ist noch lang, es kann noch viel passieren. Nur lässt die jüngere Vergangenheit nicht wirklich darauf hoffen. Beim FC steht noch ein Vertrag bis 2029 aus, der Bosnier soll eine sechsstellige Summe im hohen Bereich verdienen.

Vorstand des 1. FC Köln baut um: Kompetenzteam muss gehen

Erich Rutemöller und Frank Schaefer werden als Kompetenzteam des 1. FC Köln abgeschafft
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Vorstand des 1. FC Köln baut um: Kompetenzteam muss gehen

Der neue Vorstand des FC hat nun auch nach außen offensichtlich seine Arbeit aufgenommen. Der 1. FC Köln schafft sein Kompetenzteam ab. Das teilte der Verein am Dienstag mit.

Erich Rutemöller und Frank Schaefer werden den FC nicht mehr in der bisherigen Form beraten. Der 1. FC Köln schafft sein Kompetenzteam ab. Das gab der Verein am Dienstagvormittag bekannt. Die Entscheidung sei aus „rein strukturellen“ Gründen gefallen.

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Über viele Jahre haben Erich Rutemöller und zunächst Jörg Jakobs, zuletzt Frank Schaefer den Vorstand der Geißböcke in sportlichen Dingen beraten. Das wird in Zukunft mindestens in diesem Ausmaß nicht mehr der Fall sein. Der FC schafft sein Kompetenzteam Sport ab. „Die Entscheidung hat in diesem Fall keine fachlichen, sondern rein strukturelle Gründe aufgrund der neuen Herangehensweise. Wir bedanken uns bei Erich Rutemöller und Frank Schaefer ganz herzlich für die geleistete Arbeit, die großartige Hilfe und die eingebrachte Kompetenz in den vergangenen Jahren“, sagte FC-Vizepräsident Ulf Sobek. „Von dieser Wertschätzung waren auch die persönlichen Gespräche mit den beiden über die Veränderungen geprägt. Sowohl Frank Schaefer als auch Erich Rutemöller bleiben dem FC eng verbunden und sind jederzeit gern gesehene Gäste am Geißbockheim“,

„Projektbezogene Zusammenarbeit“ bleibt Option

Hintergrund der Maßnahme dürfte die sportliche Kompetenz von Sobek sein. Der 53-Jährige war bis zum Oktober noch im Trainerstab der deutschen U20-Nationalmannschaft tätig. Sobek ist Inhaber der A-Lizenz und hat über viele Jahre diverse Mannschaften trainiert. Nun wird er wohl große Teile der bisherigen Arbeit von Rutemöller und Schaefer übernehmen. „Frank Schaefer hat alle sportlichen Entscheidungen in dieser Phase eng begleitet und großen Anteil daran, dass der nahtlose Übergang in der Verantwortung von Christian Keller zu Thomas Kessler als Sportdirektor und Lukas Berg als Technischem Direktor geglückt ist“, sagt Ulf Sobek. „Eine zukünftige, projektbezogene Zusammenarbeit mit Frank Schaefer als Experten bleibt immer eine Option. Gleiches gilt für Erich Rutemöller, der Stephan Engels künftig bei der Betreuung der Traditionsmannschaft unterstützen wird.“

Wenn nötig, soll auch in Zukunft weiterhin auf Experten vertraut werden. Allerdings soll diese sportliche Expertise „themenbezogen“ eingeholt werden. „Der Fußball befindet sich in einem permanenten Weiterentwicklungsprozess – sportlich wie auch wirtschaftlich. Aus diesem Grund werden wir in Zukunft je nach Thema ganz individuell mit Expertinnen und Experten aus dem jeweiligen Bereich zusammenarbeiten“, erläutert Sobek.

Rav van den Berg vor Comeback: Über die U21-Nationalmannschaft zurück ins Spiel beim 1. FC Köln

Rav van den Berg im Einsatz für den 1. FC Köln
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Rav van den Berg vor Comeback: Über die U21-Nationalmannschaft zurück ins Spiel beim 1. FC Köln

Die Rückkehr von Rav van den Berg steht offenbar unmittelbar bevor. Zwei Monate nach seiner Schulterverletzung könnte es das Comeback geben. Allerdings noch nicht beim 1. FC Köln: Rav van den Berg bekommt wieder Spielpraxis – erst einmal in der U21 der Niederlande.

Nach der Verletzung von Timo Hübers braucht der FC dringend Verstärkung in der letzten Kette. Die wird es nun geben und sie kommt vom 1. FC Köln: Rav van den Berg bekommt wieder Spielpraxis. Der 21-Jährige soll für die U21 der Niederlande spielen.

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Der Blick auf die Spieler des 1. FC Köln, die dieses Mal für ihre jeweilige Nationalmannschaft für die anstehenden Länderspiele nominiert worden sind, hielt schon die ein oder andere Überraschung parat. Auf der Liste tauchte zum Beispiel Sebastian Sebulonsen nicht auf. Der Außenbahnspieler hatte im Oktober sein Debüt für Norwegen gegeben. Wahrlich kein schlechtes. Eine weitere Einladung gab es von Ståle Solbakken dieses Mal nicht. Allerdings war Sebulonsen damals auch erst nachnominiert worden. Auch der beim FC eigentlich immer besser spielende (abgesehen vom unglücklichen Auftritt im Derby) Kristoffer Lund wurde nicht für sie USA nominiert. Auf der anderen Seite überraschte dann doch die A-Nominierung für Said El Mala. Auch, dass Florian Kainz auf der Abruf-Liste für Österreich steht, hat wohl nicht jeder auf dem Schirm gehabt. Und dann taucht da noch ein anderer Name auf: Rav van den Berg.

Aktuell drei gesunde Innenverteidiger beim FC

Der Niederländer wurde einmal mehr für die anstehenden Begegnungen der U21 nominiert. Die trifft in der EM-Quali auf Slowenien mit Jaka Potocnik und Israel. Als Leistungsträger des niederländisches Nachwuchses, Spieler mit einem Marktwert von acht Millionen Euro, ist die Berufung des Innenverteidigers natürlich alles andere als eine Sensation. Allerdings fehlte der Abwehrspieler dem FC bekanntlich seit knapp zwei Monaten. Van den Berg hatte sich im Duell gegen den VfL Wolfsburg eine schwere Schulterverletzung zugezogen, war operiert worden und hatte zuletzt in Teilen wieder mit der Mannschaft trainiert. Ein Einsatz wäre bislang zu früh gekommen. Van den Berg werde nun „in Absprache mit dem FC und in enger Abstimmung mit der medizinischen Abteilung zur Nationalmannschaft reisen, trainieren und erste Spielpraxis sammeln“, heißt es von Seiten des Vereins.

Das dürfte bedeuten, dass der Abwehrspieler wohl über die Länderspiele bei der U21 wieder an die nötige Spielpraxis für den FC herangeführt wird. In Köln fiebert man der Rückkehr des Niederländers entgegen. Spätestens nach der Verletzung von Timo Hübers sind die Geißböcke in der Innenverteidigung recht dünn aufgestellt. Mit Cenk Özkacar, Joel Schmied und Dominique Heintz hat der FC aktuell drei gesunde Innenverteidiger. Neben Ersatz-Abwehrchef Eric Martel mussten zuletzt Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund aushelfen, zu Beginn der Saison auch Tom Krauß. Nicht umsonst hatte Lukas Kwasniok nach dem BVB-Spiel und der Verletzung von Hübers betont, dass man die Rückkehr von Rav van den Berg herbeisehne. Die scheint mit der Nominierung für die niederländische U21 also kurz bevorzustehen.

Goldenes Händchen, starke Transfers, hohe Effizienz: So fällt die Zwischenbilanz aus beim 1. FC Köln

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln beim Sieg gegen Freiburg
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Goldenes Händchen, starke Transfers, hohe Effizienz: So fällt die Zwischenbilanz aus beim 1. FC Köln

Zehn Spieltage sind in dieser Saison in der Liga absolviert, knapp ein Drittel ist damit gespielt. Und der FC steht mit 14 Zählern recht ordentlich da. Auch einige Statistiken sind vielversprechend. Die Zwischenbilanz des 1. FC Köln ist recht positiv.

Nach zehn Spieltagen steht der FC mit 14 Zählern auf dem neunten Tabellenrang. Das war so nicht unbedingt zu erwarten: Die Zwischenbilanz des 1. FC Köln ist recht positiv.

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Der Stachel der 1:3-Pleite im Derby dürfte wohl rund um das Geißbockheim noch immer tief sitzen. Vor der Begegnung hatte der Kölner Coach noch erklärt, dass sein Zwischenfazit in Bezug auf die Ergebnisse mit einem Sieg gegen Gladbach sicherlich „sehr positiv“ ausfallen würde. Nun erlebte die Bilanz einen herben Dämpfer und das ausgerechnet gegen den ungeliebten Nachbarn. Ein Duell, das laut Kwasniok ohnehin „ganz anders gewichtet“ werden würde. Die Niederlage war insofern natürlich bitter. Dennoch brauchen die Geißböcke nach dem Saisonstart kein Trübsal zu blasen. „Es geht dann aber auch um ein paar andere Elemente“, sagte Kwasniok in Bezug auf das Spiel gegen die Borussia, der Trainer könnte aber auch den bisherigen Saisonverlauf gemeint haben.

Ordentliche Statistiken

Denn da geht es zweifellos auch um andere Elemente, die verdeutlichen, wie positiv die bisherige Spielzeit für den FC doch gewesen ist. Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison belegten die Kölner mit zwölf Punkten in der 2. Bundesliga Rang zwölf und Gerhard Struber sah sich gezwungen, Taktik und Personal anzupassen. Davon ist nun keine Rede. Denn mit 14 Zählern nach dem zehnten Spieltag, also nach einem knappen Drittel der Saison, stehen die Kölner in der Tabelle wohl besser da, als es vor der Saison vielleicht erwartet wurde. Nach wie vor haben die Geißböcke in dieser Spielzeit immer einen Platz in der oberen Tabellenhälfte eingenommen – für einen Aufsteiger eine Seltenheit.

Ganz anders aber als die aktuelle Punkteausbeute. Alleine in den vergangenen zwölf Spielzeiten fuhren acht Aufsteiger 14 Punkte oder mehr innerhalb der ersten zehn Spieltage ein. Bei Leipzig waren es 16/17 24 Punkte, bei Hannover ein Jahr später immerhin 18. Dennoch liegen die Kölner über dem Schnitt. Im gleichen Zeitraum sammelten die Aufsteiger durchschnittlich elf Punkte. Das bisherige gute Abschneiden hängt nach den Statistiken ganz stark mit der gut funktionierenden Offensive der Kölner zusammen. Der FC hat die sechstmeisten Tore geschossen, hat am sechstmeisten Treffer aus dem Spiel heraus erzielt. 15 Mal war das in der Liga der Fall, im Abstiegsjahr 23/24 waren es nach der gesamten Saison 14 Treffer. Insgesamt kommen die Kölner auf 17 Tore, der xGoals-Wert liegt bei 16,5. Vor zwei Jahren lag dieser nach dem zehnten Spieltag bei 14,5, der FC hatte aber erst acht Tore geschossen. Sowohl damals wie heute kamen die Kölner dabei auf 13 Großchancen.

Nicht alles läuft beim FC rund

Auf der anderen Seite haben die Kölner in dieser Saison erst fünf Tore aus dem Spiel heraus kassiert, aber zehn nach Standards, vor zwei Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 20 Tore aus dem Spiel heraus, davon nur einer nach einem ruhenden Ball. Großen Anteil am bisherigen Saisonverlauf haben die Kaderplaner um Thomas Kessler sowie Trainer Lukas Kwasniok. Der FC verfügt über einen breiten Kader, der offenbar auch Impulse von der Bank senden kann. Bis auf Matthias Köbbing und den Langzeitverletzten Luca Kilian kamen alle Spieler in dieser Saison bereits zum Einsatz. Von den zwölf Neuverpflichtungen gehören vier bis sieben Spieler zum absoluten Stammpersonal, bis auf Alessio Castro-Montes sammeln die weiteren aber auch Einsatzzeit.

Zu den großen positiven Überraschungen gehören zweifelsohne Jakub Kaminski und Said El Mala. Der FC hat bislang elf unterschiedliche Torschützen und in zwölf Spielen, zwölf Mal mit unterschiedlichem Personal gespielt. Meist wählt der Kölner Trainer auch eine andere Taktik. Kwasniok beweist mit seinen Einwechslungen zudem oft ein gutes Händchen. Elf Torbeteiligungen der Joker sind absolute Ligaspitze. Fünf Tore der Joker bedeutet gemeinsam mit Gladbach Platz eins.

Doch wo Licht, da ist auch Schatten. Auch der FC hat natürlich noch Felder, die zu bearbeiten sind, um es in den Worten von Thomas Kessler zu sagen. Die Kölner haben unter anderem wie auch in der Vorsaison ihre Schwierigkeiten im Ballbesitz, Chancen zu kreieren. Das Thema Standards ist nach wie vor ein großes. Und das in beide Richtungen. Die schwere Verletzung von Timo Hübers wirft einen zusätzlichen Schatten auf das erste Saisondrittel. Unterm Strich ist das aber vielleicht für einen Aufsteiger Klagen auf hohem Niveau. Vor der Saison hätten wohl viele diesen Start sofort unterschrieben und tun es wahrscheinlich immer noch.