Vier Treffer, Rote Karte, Eigentor – FC verpasst möglichen Sieg gegen Hannover

Eric Martel beim 1. FC Köln gegen Hannover
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Vier Treffer, Rote Karte, Eigentor – FC verpasst möglichen Sieg gegen Hannover

Der FC hat den fünften Pflichtspielsieg verpasst. Der 1. FC Köln spielt gegen Hannover 96 2:2. Und das in Überzahl und trotz später Führung. Der FC verfehlt damit auch den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.

Der 1. FC Köln spielt gegen Hannover 96 2:2 und verpasst damit sowohl den fünften Pflichtspielsieg in Serie als auch den Sprung auf einen Aufstiegsplatz. Die Führung von Jessic Ngankam drehten Tim Lemperle und Damion Downs, bevor Florian Kainz ins eigene Tor traf. Max Christiansen hatte im zweiten Abschnitt die Rote Karte gesehen.

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FC-Trainer Gerhard Struber sah nach dem 1:0-Erfolg über Preußen Münster keinen Grund, die taktische Formation und die Startelf umzubauen. Doch die Kölner taten sich von Beginn an schwer. Auch, weil Hannover ganz anders mitspielte als die Gegner der vergangenen Wochen. Den Niedersachsen gehörten die ersten Minuten, die 96er spielten sich fest und der FC setzt auf Konter. Unter anderem schickte Dejan Ljubicic Mitspieler Linton Maina, der alleine auf den gebürtigen Kölner Ron-Robert Zieler zulief, aber im Eins-gegen-eins scheiterte. Maina hatte wohl ohnehin im Abseits gestanden. Ljubicic gehörte auch die nächste Aktion. Der Österreicher trieb die Kugel durchs Zentrum und ging mit Tempo auf die letzte Kette zu, doch verpasste den entscheidenden Moment für ein Abspiel auf Maina und lief sich fest (11.).

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Lemperle trifft, Christiansen sieht Rot

Für die größte Gefahr auf der anderen Seite sorgte zunächst ein Fehlpass von Julian Pauli. Der Youngster legte die Kugel im eigenen Defensivdrittel auf Håvard Nielsen ab, der suchte aus 17 Metern den Abschluss, fand aber in Marvin Schwäbe seinen Meister (18.). Jessic Nagnkam machte es wenige Minuten später deutlich besser. Nach einem harmlosen Zweikampf bekam Hannover einen Freistoß aus dem Halbfeld. Den brachte Enzo Leopold genau in die Box, Ngankam stieg hoch und nickte zur Führung ein (25.). Beinahe hätte der FC die richtige Antwort gegeben, Tim Lemperle trieb die Kugel über die linke Seite, brachte eine scharfe Hereingabe und Ljubicic rutschte in den Ball, doch traf aus spitzem Winkel nicht (28.). Doch der Gast blieb gefährlicher. Unter anderem kam erneut Nielsen aus wenigen Metern zum Abschluss, doch Dominique Heintz rettete für den geschlagenen Schwäbe (39.). Es ging mit dem knappen und verdienten Rückstand in die Kabine.

Der FC erwischte dafür einen guten Einsatnd nach Wiederanpfiff. Timo Hübers spielte Leart Pacarada auf der linken Seite an, der leitete die Kugel direkt weiter auf Lemperle und der Kölner Top-Torjäger schob aus spitzem Winkel souverän ein (48.). Und der FC setzte nach. Nach einem Freistoß von der linken Seite, landete der Ball über Umwege vor den Füßen von Eric Martel, der Sechser schob ein, stand aber im Abseits. Auch die nächste Aktion gehörte dem U21-Nationalspieler. Max Christiansen ging bei einem Zweikampf mit gestrecktem Bein in Martel, traf den Sechser auf dem Schienbein. Schiedsrichter Storks zeigte zurecht Rot. Der FC machte in Überzahl weiter Druck. Unter anderem vergab Ljubicic nach Anspiel von Lemperle aus acht Metern (65.). Hübers köpfte einen Ball nach einer Ecke neben die Kiste (67.).

Downs dreht den Spielstand, Kainz trifft ins eigene Tor

Auch der gerade erst eingewechselte Florian Kainz hatte es auf dem Fuß. Der Ex-Kapitän bekam die Kugel von Ljubicic auf 16 Metern vorgelegt, doch die Kugel rauschte am Giebel vorbei (75.). Der FC drückte auf den Treffer. Und bekam ihn. Linton Maina nahm auf der linken Seite Tempo auf, fand die Lücke und konnte selbst mit einem Foul nicht gestoppt werden. Der 25-Jährige legte die Kugel an den langen Pfosten, dort lauerte Downs und schob ein (81.). Doch die Freude währte nicht lange. Nach einer Flanke von Muroya verlängerte Hübers den Ball unglücklich an die Brust von Kainz, der ins eigene Tor traf (86.). Der FC machte noch einmal Druck, ein weiterer Treffer fiel aber nicht mehr. Köln empfängt am kommenden Mittwoch Hertha BSC zum Pokal-Achtelfinale (Liveticker auf come-on-fc.com), bevor am Sonntag das Auswärtsspiel gegen Regensburg ansteht.


FC: Schwäbe – Heintz, Hübers, Pauli (71. Kainz) – Pacarada, Martel, Huseinbasic, Ljubicic – Lemperle, Waldschmidt (71. Downs), Maina Tore: 0:1 Ngankam (25.), 1:1 Lemperle (48.), 2:1 Downs (81.), 2:2 Kainz (ET, 86.) – Rote Karte: Christiansen


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Ticker zum Nachlesen

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Rückrunden-Vorbereitung an der Costa del Sol

Kempinski Hotel
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Rückrunden-Vorbereitung an der Costa del Sol

Die Geißböcke bereiten sich im Süden auf die Rückrunde vor: Der 1. FC Köln hält sein Trainingslager im Winter in Spanien ab. Anfang Januar geht es nach Estepona.

Der FC wird sich in diesem Winter wieder im Ausland auf die Rückrunde vorbereiten. Der 1. FC Köln hält sein Trainingslager im Winter in Spanien ab. Im Januar reist der FC-Tross in ein Fünf-Sterne-Hotel nach Estepona.

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Nach gut zehn Monaten kehrt der 1. FC Köln Anfang Januar zurück nach Spanien. Die Geißböcke werden in dieser Saison wieder ein Winter-Trainingslager beziehen. Vom 3. bis zum 10. Januar geht es dazu in das Kempinski Hotel Bahia Quartier in Estepona. Das Fünf-Sterne-Hotel an der Costa del Sol liegt direkt am Meer, verfügt über verschiedene Spa- und Fitnessangebote sowie Tennisplätze. In der Vergangenheit haben dort schon weitere deutsche Clubs wie der 1. FC Nürnberg oder der FSV Mainz ihre Zelte in dem Luxusressort aufgeschlagen. Die Stadt Estepona in der andalusischen Provinz Malaga ist ein beliebtes Ziel für Trainingslager. In den vergangenen Jahren zog es den Karlsruher SC regelmäßig Richtung Malaga. Nun wird der FC in den Süden fliegen.

FC startet mit Spiel gegen Hamburg in die Rückrunde

In der vergangenen Saison hatten sich die Kölner ursprünglich gegen ein Winter-Trainingslager entschieden. Die Vorbereitung auf das erste Saisonspiel des Jahres wäre wohl zu kurz geworden. Nach der anhaltenden Krise entschieden sich die Verantwortlichen um Trainer Timo Schultz dann doch noch zu einem Tapetenwechsel und einem Kurz-Trainingslager im März. Damals reiste der FC aber nach Algorfa in der Nähe von Alicante. Die Kölner wollten sich für das Liga-Finale den Feinschliff holen. Das Trainingslager sorgte in den Sozialen Medien für kleinere Diskussionen. Vor allem, weil damals der Großteil der vermeintlichen Stammelf gar nicht erst mit anreiste, der FC sich nicht so richtig auf den Abstiegskampf vorbereiten konnte. Der Ausgang der vergangenen Spielzeit ist bekannt.

Nun geht es nach Malaga. Der FC wird im Estepona Football Center trainieren. Die Anlage verfügt über einen Großplatz, ein Kleinfeld sowie Fitness-Räume. Voraussichtlich werden die Geißböcke in Spanien auch Testspiele bestreiten. Schließlich gilt die Costa del Sol als beliebtes Winter-Trainingslager-Ziel der Bundesligisten. Am 18. Januar startet der FC in die Rückrunde. Zunächst steht die Begegnung gegen den Hamburger SV auf dem Programm.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Pauli im Interview

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Kölner Leih-Talente vom Sprung zum FC noch sehr weit entfernt

Mansour Ouro-Tagba
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Kölner Leih-Talente vom Sprung zum FC noch sehr weit entfernt

Trotz der Transfersperre hat der FC im vergangenen Sommer fünf Spieler verpflichtet. Spieler, die hochtalentiert sind und Köln mittelfristig weiterhelfen sollen. Dabei deutet aktuell viel darauf hin, dass mittelfristig noch nicht einmal im kommenden Sommer ist. Die Kölner Leih-Talente sind noch weit vom Kader des 1. FC Köln entfernt.

Von den im vergangenen Sommer eingekauften Akteuren könnte aktuell wohl nur einer von fünfen tatsächlich an den Kölner Kader herangeführt werden. Die Hoffnung, dass die momentan verliehenen Spieler dem FC schon bald weiterhelfen könnten, ist eher unwahrscheinlich. Die Kölner Leih-Talente sind noch weit vom Kader des 1. FC Köln entfernt.

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In genau fünf Wochen endet für den FC die Transfersperre und die Kölner Verantwortlichen sind wieder in der Lage, Spieler zur verpflichten, diese dann auch zu registrieren und einzusetzen. Die ersten Namen werden bereits gehandelt, wirklich konkret ist aber noch nichts. Dennoch sorgt die Möglichkeit bereits wieder für eine gewisse Euphorie rund ums Geißbockheim. Zwar endet die Sanktion erst im Januar, bekanntlich hat der FC aber im vergangenen Sommer dann doch schon mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Wenn auch im kleineren Rahmen. Gleich fünf Spieler hat der FC verpflichtet, mit den Brüder Said und Malek El Mala zum Heimatclub Viktoria Köln, Mansour Ouro-Tagba zu Jahn Regensburg und Chilohem Chukwuma Onuoha zum SC Verl aber vier von ihnen aufgrund des Registrierungsverbots im Grunde direkt wieder weiterverliehen. Und eine baldige Rückkehr ist bei fast allen Spielern eher unwahrscheinlich.

Kristal mit großer Erfahrung

Tatsächlich gelten die vier Leihspieler sowie Patrik Kristal, der fünfte im Sommer verpflichtete Akteur, als besonders große Talente. Sie sammelten alle schon ihre Erfahrungen für diverse Nationalmannschaften. Und so dürfte die Hoffnung bei dem ein oder anderen Kölner Anhänger durchaus gewachsen sein, dass die Youngster dem FC schon ab dem kommenden Winter, spätestens ab Sommer weiterhelfen können. Doch das ist aus unterschiedlichen Gründen unwahrscheinlich, bis auf eine Ausnahme. Denn mit Kristal haben die Kölner einen Spieler für den kommenden Januar verpflichtet. Der 17-Jährige wird offiziell ab dem 1. Januar beim FC geführt und kommt mit der Erfahrung von fast 50 Profieinsätzen in Estland sowie drei Länderspielen der A-Nationalmannschaft Estlands. Doch der Youngster ist vorerst wohl eher für die U21 und die Regionalliga vorgesehen.

Mansour Ouro-Tagba und Chilohem Chukwuma Onuoha würden vom Alter schon eher in den Profikader passen. Doch beide kommen vorerst ziemlich sicher ebenfalls nicht in Frage. Zum einen müssten die Kölner für diesen Winter eine entsprechende Klausel im Vertrag mit den beiden Spielern und dem Leih-Verein vereinbart haben. Diese Klausel soll es bei den El-Mala-Brüdern geben. Bei den weiteren beiden Offensivspielern ist diese eher fraglich. Zudem stellt sich die Frage, wie die beiden jungen Talente dem FC weiterhelfen sollen. Beide sind sehr ähnliche Spielertypen, spielen vornehmlich auf den Außen oder als Mittelstürmer, also auf Positionen, auf denen der FC aktuell recht gut besetzt ist. Immerhin so gut, dass Spieler wie Marvin Obuz, der in der vergangenen Saison zu den Topscorern der 3. Liga gehörte, keine Chance oder wie Damion Downs begrenzte Spielzeit erhalten.

Youngster konnten sich nicht richtig durchsetzen

Und so richtig will der Durchbruch bislang auch noch nicht gelingen. Vor allem Ouro-Tagba kommt bei seinem Leihverein nicht auf die erhoffte Einsatzzeit. Bislang wurde der Offensivspieler bei Jahn Regensburg erst sieben Mal eingesetzt. Und das immer nur für wenige Minuten. An Toren war der 19-Jährige bislang noch nicht beteiligt, holte sich aber schon eine Rote Karte ab. Da die Einsatzzeit in Regensburg fehlt, ist beim FC nicht mit mehr zu rechnen. Es ist fraglich, ob der Youngster in der kommenden Spielzeit eine Alternative in einem Kölner Kader werden kann. Wahrscheinlicher scheint aktuell, dass es auch auf weitere Leihen hinausläuft. Bei Onuoha ist die Sachlage minimal anders. Der 19-Jährige kommt beim SC Verl immerhin schon auf 13 Einsätze, erzielte schon zwei Tore und bereitete drei weitere vor. Allerdings stand der Youngster zuletzt zwei Mal gar nicht im Kader. Auch bei dem Angreifer könnte eine weitere Leihe eine Option werden.

In vielen Spielen überzeugen konnte bislang ohnehin nur Said El Mala. Der 18-Jährige ist bei Viktoria Köln Stammspieler, stand in dieser Saison in jedem Spiel auf dem Platz und erzielte bereits vier Tore, bereitete zwei weitere Treffer vor. Der Angreifer ist von allen Leihspielern wohl am weitesten und damit gleichzeitig am nächsten am Sprung in den Kölner Kader. Ein Wechsel jetzt im Winter würde allerdings nur sehr wenig Sinn machen. Während El Mala bei der Viktoria wohl Einsatzzeit sammeln wird, gilt auch für den Offensivspieler, dass er beim FC wohl in einen zu starken Konkurrenzkampf treten würde und auf der Bank säße. Christian Keller wird den Fokus auch bei dem 18-Jährigen also weiterhin auf dem Leihkonstrukt halten. Im kommenden Sommer könnte der Youngster aber interessant werden.

Bruder Malek El Mala kann mit den Leistungen seines jungen Bruders ebenfalls nicht mithalten und ist insofern aktuell ebenfalls eher keine Option. Der Mittelstürmer muss erst einmal Spielpraxis bekommen, bevor er eine ernstzunehmende Option für den FC wird. Nach dem aktuellen Stand scheint nur Said El Mala für die kommende Saison eine Option beim FC zu sein.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Packender Aufstiegskampf

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Der FC beginnt sich für einen Umbruch zu rüsten

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Der FC beginnt sich für einen Umbruch zu rüsten

Bereits einige Wochen vor der Winter-Transferperiode beginnt die Gerüchteküche um mögliche Neuverpflichtungen beim 1. FC Köln zu brodeln. Trainer Gerhard Struber sprach indes von einem benötigten „Zufluss“ auf einigen Positionen beim 1. FC Köln: Baut der FC für den Kader-Umbruch im Sommer vor?

Ein Rechtsverteidiger und ein Stürmer waren noch vor einigen Wochen die gesuchten Transferziele des FC. Doch Keller und Co. scheinen auch auf andere Positionen zu schauen in der Planung für den 1. FC Köln: Baut der FC für den Kader-Umbruch im Sommer vor?

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Das Wechselkarussell beginnt sich gegen Ende November nun immer schneller zu drehen – naturgemäß gibt es die ersten Spekulationen um mögliche Neuverpflichtungen. Und angesichts der bekanntermaßen zahlreichen auslaufenden Verträge und der durch den Abstieg in die zweite Bundesliga nicht besonders attraktiven Verhandlungsposition, tut der Verein auch Not daran, sich zu verstärken. Und so verwundern auch die Worte von FC-Trainer Gerhard Struber nach dem 1:0-Sieg gegen Preußen Münster nicht sonderlich. „Wir haben mehrere Dinge auf der Prioritätenliste. Ein gesunder Konkurrenzkampf facht den Wettbewerb an“, so der Coach. „Am Ende werden wir speziell eine Qualität benötigen. Da braucht es auf gewissen Positionen natürlich auch ein bisschen Zufluss.“

Auch Außenstürmer und zentrales Mittelfeld als Optionen

Welche genau gemeint sind, ließ Struber offen. Dass auf mehreren Positionen nach Verstärkung gesucht wird, ist hingegen kein Geheimnis mehr. Immerhin hatte Thomas Kessler bereits angekündigt, dass man einen Knipser und einen Rechtsverteidiger suche. Doch mittlerweile ist klar, dass sich die Geißböcke offensichtlich auch um Akteure bemühen, die auf Positionen spielen, die momentan eigentlich gut besetzt sind. Wie berichtet weilte Christian Keller am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Scout Lennart Strufe beim Drittliga-Duell von Borussia Dortmund II gegen Erzgebirge Aue, um sich die zwei BVB-Talente Julian Hettwer und Franz Roggow näher anzuschauen. Der Offensivspieler Hettwer traf in 14 Begegnungen bereits neun Mal, bereitete weitere fünf Treffer vor und könnte als gelernter Linksaußen auch Spielern wie Linton Maina Konkurrenz machen.

Oder diesen im Falle eines Abgangs im Sommer 2025 auf der Position vielleicht sogar mittelfristig ersetzen. Teamkollege Roggow hingegen spielt im zentralen Mittelfeld oder auf der Sechs. Eine Position, die beim FC momentan ebenfalls alles andere als unterbesetzt ist. Ganz offensichtlich baut FC-Sportdirektor Keller bereits für die Zukunft vor. Ein sinnvolles Vorgehen, gerade vor dem Hintergrund der zahlreichen auslaufenden Verträge im Sommer 2025. Wie schnell denn dann eben doch mehr als „nur“ ein Rechtsverteidiger und ein Knipser benötigt werden, zeigen die Gerüchte um Tim Lemperle. Der Stürmer wurde zuletzt mehrfach mit der TSG Hoffenheim in Verbindung gebracht. An dem Angreifer sollen aber auch weitere Bundesligisten interessiert sein. Der FC wird das Eigengewächs wohl nicht halten können.

Der Fokus hat sich verschoben

Im Gegenteil, es droht noch viel mehr Ungemach. Ein Dutzend Verträge laufen im Sommer ’25, zahlreiche weitere ’26 aus und Köln hat aktuell nicht sonderlich viel im Angebotsfach liegen, um bei Vertragsverhandlungen mit beispielsweise Bundesligisten mithalten zu können. Von außen scheint sich der Fokus beim FC in Sachen Transfers insgesamt verschoben zu haben. Der Rechtsverteidiger steht sicherlich noch immer genauso weit oben auf der Liste wie ein möglicher Stürmer, doch haben sich weitere Transfer-Ziele dazu geschoben. Auch, wenn noch ein wenig Zeit bleibt, es wird immer nötiger, dass sich die FC-Bosse nun schon umschauen, auf alle Eventualitäten vorbereiten. Nach den Vorkommnissen und einigen Transfers der vergangenen beiden Jahren will sich Christian Keller bestimmt nicht vorwerfen lassen, nicht mit genug Weitsicht an einen wahrscheinlichen Kader-Umbruch im kommenden Sommer gegangen zu sein.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Packender Aufstiegskampf

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Julian Pauli: „Ich hatte erst einmal mit mir selbst zu kämpfen“

Julian Pauli beim Spiel des 1. FC Köln
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Julian Pauli: „Ich hatte erst einmal mit mir selbst zu kämpfen“

Julian Pauli hat sich beim FC zum absoluten Stammspieler gemausert. Der 19-Jährige ist der Shootingstar der aktuellen Saison und auch wichtiger Teil der zuletzt so stabilen Dreierkette. Am Mittwoch äußerte sich der Abwehrspieler des 1. FC Köln: Das sagt Julian Pauli über seine Rolle in der Abwehr, seine Karriere beim FC und schwierige Phasen.

Vor der Saison rechnete er noch mit einer Spielzeit in der Regionalliga West, nun ist er Stammspieler und Leistungsträger beim 1. FC Köln. Das sagt Julian Pauli über seine Karriere, seine Rolle beim FC und die schwierige Phasen rund um die Krise vor vier Wochen.

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Bundesliga-Debüt, Startelf-Debüt, das erste Profi-Tor, Stammspieler – er ist der Shootingstar der Geißböcke. In den vergangenen Wochen ist es ein wenig ruhiger geworden um Julian Pauli. Der Innenverteidiger des 1. FC Köln ist ein wenig aus dem Fokus der Schlagzeilen geraten. Eigentlich ein gutes Zeichen: Zuletzt ging es beim FC eher um Transfergerüchte, den Kader, mögliche Abgänge, Rückkehrer und die Dreierkette. Pauli ist ein Teil dieser Dreierkette, die seit vier Pflichtspielen keinen Gegentreffer mehr zugelassen hat. Ein sehr wichtiger Part, denn der Youngster spielte als einziger Innenverteidiger in allen vier Begegnungen nahezu 90 Minuten durch (Gegen Fürth 85). Dass es um den 19-Jährigen also ruhiger geworden ist, hängt damit zusammen, dass das Kölner Eigengewächs konstant seine Leistung abspult, auf gutem Niveau in der 2. Bundesliga absolut angekommen ist, sein doch erstaunlicher Werdegang nun immer mehr zu gelebten Normalität wird.

Pauli: „Ich bin noch ein kleiner Junge“

Zumindest nach außen, für den Youngster hat die Entwicklung offenbar noch immer sehr viel Unglaubliches. „Ich kann es immer noch nicht so ganz realisieren. Das ging ja jetzt alles sehr schnell“, sagt der Innenverteidiger, der vor der Saison wohl eher mit Einsätzen bei der U21 gerechnet hat. Nun ist es die große Bühne mit allen Facetten. „Ich mache mir keinen großen Kopf darum, genieße das einfach und versuche, der Mannschaft zu helfen“, sagt Pauli, gibt aber zu. „Ich bin immer noch ein kleiner Junge und kann das nicht so richtig realisieren.“ Dabei hat der Youngster auch die Unannehmlichkeiten mitbekommen. Das 1:5 gegen Darmstadt und die folgende Pleite gegen Paderborn (1.2) hatten den FC in eine kleine Krise gestürzt, Mannschaft und Trainer waren massiv kritisiert worden.

Und auch der Youngster geht hart mit sich ins Gericht, gerade mit der Pleite gegen die Lilien. „Das war das erste Spiel, bei dem ich selbst gesagt habe, dass es nicht gut von mir war“, sagt Pauli. „Ich hatte erst einmal mit mir selbst zu kämpfen, weil da alles ein bisschen neu war für mich. Ich glaube man hat mir das in dem Spiel danach auch ein bisschen angemerkt.“ Doch Pauli spult nicht nur auf dem Platz ein für sein Alter erstaunliches Pensum ab, der Youngster wirkt auch bei der Aufarbeitung sehr ausgeräumt. „Da war ich sehr kritisch zu mir und dann habe ich es analysiert und versuche es nun besser zu machen.“ Gerade das zweite Tor gegen den SV habe er sich noch einmal vorgenommen, nun will er sich anders zum Gegner positionieren. „Wir haben uns darauf konzentriert, nicht mehr viele Gegentore zu bekommen“, sagt Pauli. „Das lief nicht so gut. Aber die Spiele danach waren wesentlich besser.“

Pauli: „Die Stimmung wird immer besser“

Danach folgten vier Siege und alle vier zu Null. „Man merkt das ja auch im Training und in der Kabine: Die Stimmung wird immer besser und besser. Jetzt heißt es, weiter dran anknüpfen“, sagt der Abwehrspieler. Die Umstellung auf die Dreierkette spielt dabei natürlich eine große Rolle. Und die kommt auch dem Youngster entgegen. „Wenn du zwei erfahrene Spieler neben dir hast, dann sorgt das schon für Sicherheit und im Verbund mit den Außenspielern passt das einfach“, so Pauli, der betont, dass es für ihn keinen Unterschied mache, ob er vor Marvin Schwäbe oder Jonas Urbig spiele. Wohler fühle er sich auf jeden Fall auf der rechten Abwehrseite: „Wenn man mit dem sicheren Fuß spielen kann, dann hat man schon eine bessere Sicherheit am Ball“, sagt Pauli.

Nun steht die Begegnung gegen Hannover 96 an. Für den FC die Möglichkeit einen Aufstiegsplatz einzunehmen. „Es wäre das fünfte Spiel zu Null. Das ist natürlich unser Ziel. Wir wissen aber auch, dass es ein sehr schwieriges Spiel werden wird“, sagt Pauli und liefert direkt einen Verbesserungsansatz. „Wir haben uns gegen den Ball schon sehr stabilisiert, wir müssen aber noch nach vorne mehr Lösungen finden.“ Daran will auch der Innenverteidiger seinen Anteil haben, gibt aber zu, dass „Heintzi“ und „Hübi“ ihre Vorzüge in Sachen Spielaufbau hätten. Doch auch das wolle er verbessern. Seine starken Leistungen sind auch dem DFB nicht verborgen geblieben. Pauli ist mittlerweile auch Stammspieler bei der deutschen U20. „Es ist eine Ehre für mich, wieder für Deutschland zu spielen“, sagt der Abwehrspieler, scheint dem Ganzen aber auch nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken zu wollen. Die Ruhe um seine Person scheint dem Youngster zumindest zu passen.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Packender Aufstiegskampf

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Testspiel ein klarer Gradmesser: Es bahnt sich das Ende eines langen Missverständnisses an

Sargis Adamyan, 1. FC Köln
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Testspiel ein klarer Gradmesser: Es bahnt sich das Ende eines langen Missverständnisses an

Das Testspiel gegen Alemannia Aachen sollte den Ergänzungsspielern Einsatzzeit bringen. Nur erhielt nicht jeder Akteur der zweiten Garde Spielminuten. Und das dürfte ein klarer Fingerzeig sein beim 1. FC Köln: Sargis Adamyan wohl vor dem Abschied.

Vor dem Testspiel gegen Alemannia Aachen hatte FC-Trainer Gerhard Struber angekündigt, den zuletzt wenig berücksichtigten Spielern Einsatzzeit zu geben. Zwei Feldspieler kamen gegen Aachen aber gar nicht zum Einsatz. Die Vorzeichen sind damit offensichtlich klar beim 1. FC Köln: Sargis Adamyan steht wohl vor dem Abschied.

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Eigentlich konnte FC-Trainer Gerhard Struber mit dem kurzfristig anberaumten Testspiel gegen Alemannia Aachen durchaus zufrieden sein. Nach acht Monaten Verletzungspause kehrte zum Beispiel Luca Kilian wieder zurück auf den Rasen und entwickelt sich beim FC zu einer weiteren Option. Die Spieler, die in den vergangenen Wochen die Begegnungen weitestgehend von der Bank beobachtet haben, sammelten ebenfalls Einsatzminuten und der ein oder andere Ergänzungsspieler zeigte durchaus auf, dass vielleicht auch ein wenig mehr drin ist, als eben nur die Ergänzung. Zum Beispiel Mark Uth, der ja schon gegen Groningen andeutete, dass er für die Kölner dann doch noch mal wichtig werden kann. „Es war gut, einen Eindruck von vielen Spielern zu bekommen, die zuletzt nicht so viel Einsatzzeit bekommen haben“, sagte der Trainer.

Struber: „Es gibt auch in solchen Spielen das eine oder andere Opfer“

Doch bei aller Zufriedenheit gab es auch am Dienstag dieses „aber“. Denn ein leichter Schatten lag dann doch über dem Franz-Kremer-Stadion. Struber hatte mit seiner Aufstellung für das Testspiel nämlich einen ziemlich eindeutigen und erstaunlich offensichtlichen Gradmesser über seine Einschätzung des Kaders abgegeben. Während die Stammelf zunächst erst einmal geschont wurde, erhielten die Spieler von Beginn an Einsatzzeit, die direkt auf die Stammformation folgen. Akteure, die über Spielpraxis näher an die erste Elf geführt werden sollen, um dann vielleicht die zu Beginn der Spielzeit so deutlich fehlende Breite im Kader noch ein wenig besser kompensieren zu können. Denn durch die Rückkehr einiger Leistungsträger ist der FC zweifelsohne schon deutlich besser aufgestellt.

So spielten zunächst die Ergänzungsspieler, nach und nach kam dann auch ein Großteil der ersten Elf auf den Rasen. Insgesamt standen 23 Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen der Geißböcke, von denen wiederum 21 zum Einsatz kamen. Genau zwei nicht. Sargis Adamyan und Florian Dietz machten sich warm, ein paar Spielminuten gegen den Drittligisten waren aber nicht drin. „Wir sind zu viele Spieler“, sagte Struber, der vor der Begegnung noch Einsatzzeit für die Spieler angekündigt hatte, die zuletzt eher wenig bis nicht berücksichtigt wurden. „Es gibt auch in solchen Spielen das eine oder andere Opfer. Das ist natürlich nicht fein, aber ich habe mich dafür entschieden, die Spieler mit Spielzeit zu versorgen, die im Moment sehr nahe dran sind, auch im echten Wettbewerb auf Spielzeit zu kommen“, sagte der Trainer unter anderem dem „Kicker“. 

Deutliches Zeichen

Heißt im Umkehrschluss Adamyan und Dietz sind nicht so nahe dran, „auch im Wettbewerb“ ihre Chance zu bekommen. Der Gradmesser am Dienstag hat sogar auf unbarmherzige Art und Weise verdeutlicht, wie weit die beiden Offensivspieler von weiteren Pflichtspielen für den FC entfernt sind. Keine Minute Einsatzzeit in einem bedeutungslosen Testspiel, das einzig dafür anberaumt wurde, den nicht so oft berücksichtigten Spielern eben dann doch Minuten zu geben, ist wohl mehr als nur eine Tendenz. Nach zweieinhalb Jahren stehen die Zeichen für Adamyan, Dietz und möglicherweise auch Steffen Tigges auf Abschied. „Es ist natürlich eine Situation, in der wir alle wissen, dass es bei dem einen oder anderen im Winter in eine andere Richtung gehen könnte“, sagte Struber dem „Geissblog“. Einen Vollzug gäbe es aber noch nicht. Am Ende war es „einfach ein Match, in dem es zwei Jungs gegeben hat, die nicht in Spielzeit gekommen sind.“

Ganz so einfach scheint es dann aber doch nicht. Der Fingerzeig wird den Akteuren auch noch einmal die aktuelle Situation verdeutlicht haben. Es bahnt sich das Ende eines langen Missverständnisses an. Adamyan war vor zweieinhalb Jahren wie aus dem Nichts im Trainingslager in Donaueschingen aufgetaucht. Der Armenier wurde als Königstransfer beschrieben und immer wieder als Nachfolger von Anthony Modeste kolportiert. Das ist so nicht ganz richtig. Als der Offensivspieler im Juli 22 zum FC stieß, stand Modeste noch bei den Kölnern im Brot. Steffen Baumgart betonte damals, dass er mit beiden Offensivspielern plane, der FC so variabler sei. Das machte in der Erklärung auch durchaus Sinn. Denn Adamyan ist vom Spielertyp schon mal gar nicht mit einem Modeste vergleichbar.

Immer wieder die Chance

Der Ex-Trainer, der den Armenier schon aus einer gemeinsamen Zeit bei Hansa Rostock kannte (genauso wie Christian Keller aus Regensburg), erklärte, dass Adamyan dem FC weiterhelfen könne, in dem er viele Tore schieße. Zweieinhalb Jahre später stehen auf dem Pflichtspielkonto des Armeniers zwar 60 Einsätze, vier Treffer ist dann aber doch ein Stück weit weg von „vielen Toren“. Adamyan blickt auf eine durchwachsene Zeit in Köln zurück. „Ich hatte immer großen Spaß daran, im FC-Stadion zu spielen”, sagte er im Juli 22. „Jetzt, wenn ich auf der richtigen Seite stehe, wird es denke ich noch mehr Spaß machen.“ Doch so richtig viel Spaß wird der Offensivspieler in Köln nicht gehabt haben. Zumindest blieb dem mittlerweile 31-Jährigen der spielerische Durchbruch verwehrt. Und das, obwohl ihm Baumgart, Timo Schultz und auch nun Gerhard Struber immer wieder die Chance gaben.

Erst im April keimte noch die Hoffnung auf, mit Davie Selke und Adamyan ein gutes Duo gefunden zu haben. Das war nicht der Fall. Schon mehrfach wurde Adamyan in Transferperioden als Wechselkandidat gehandelt, doch gerade in der Vorbereitung zeigte der Offensivspieler immer wieder ansatzweise, was in ihm schlummert. In die Pflichtspiele konnte der Angreifer das aber nur selten transportieren. Und so verdichten sich die Anzeichen, dass es in dieser Transferperiode den Abschied geben wird. Der FC setzt in der Offensive auf Tim Lemperle, Damion Downs, Luca Waldschmidt und Mark Uth. Dazu kommt das Top-Talent Jaka Cuber Potocnik sowie ein weiterer Stürmer, den der FC verpflichten will. Aktuell wird der Name Ivan Prtajin gehandelt. Für Adamyan bahnt sich das Ende beim FC an. Es wäre das Ende eines langen Missverständnisses.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Packender Aufstiegskampf

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Der FC als Entwicklungsclub? Die Basis ist vielversprechend, die Ausbeute bislang eher nicht

Tim Lemperle und Marvin Obuz beim Training des 1. FC Köln
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Der FC als Entwicklungsclub? Die Basis ist vielversprechend, die Ausbeute bislang eher nicht

Mit der Nachricht des möglichen Abgangs von Tim Lemperle reißen bei vielen FC-Fans alte Wunden auf. Zu oft schon hat der Verein junge Talente ziehen lassen oder ziehen lassen müssen – und das ablösefrei. Der 1. FC Köln als Entwicklungsclub? Die Basis stimmt, der Ertrag nicht.

Zahlreiche Nachwuchskräfte hat der FC in den vergangenen Spielzeiten im Profikader installiert, ein halbes Dutzend trägt zurzeit den Adler auf der Brust. Und das nicht ohne Grund. Der FC setzt den Fokus auf die Ausbildung. Der 1. FC Köln als Entwicklungsclub? Die Basis stimmt, der Ertrag nicht.

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Das Bild wirkte schon ein wenig schief, als der FC am Dienstagmorgen einen Instagram-Post über Yann Aurel Bisseck absetzte. Die Geißböcke ehrten damit den jüngsten Bundesliga-Debütanten der Vereinsgeschichte. Der Abwehrspieler hatte am Dienstag vor sieben Jahren gegen Hertha BSC das erste Mal Bundesliga-Luft geschnuppert. Es folgten noch die Begegnungen gegen Schalke und Freiburg und dann einige durchwachsene Jahre mit insgesamt vier Leihen und einigen gescheiterten Versuchen in Köln. Mittlerweile ist der Innenverteidiger Stammspieler bei Inter Mailand, war am Dienstagabend nicht ganz unschuldig am knappen 1:0-Erfolg in der Champions League über RB Leipzig. Dass sich die Kölner über die Entwicklung des Eigengewächses freuen, ist vollkommen legitim, verständlich, warum auch nicht, es wirkte aber nur wenige Stunden nach dem Lemperle-Schock seltsam.

Der FC droht weitere Talente zu verlieren

Denn am Montagabend war die Nachricht des möglichen Wechsels von FC-Talent Tim Lemperle zur TSG Hoffenheim aufgeploppt. Eigengewächs, großes Talent, ablösefrei. Nicht wenige Fans des Traditionsvereins werden ein innerliches „Nicht schon wieder-Gefühl“ verspürt haben. Nicht schon wieder ein Talent, das den FC zu früh verlässt – nicht schon wieder ein Kölner Eigengewächs, das eben ohne Ablöse und somit wirtschaftlichen Gewinn für den FC geht – nicht schon wieder ein zukünftig millionenschwerer Profi, den die Kölner nicht länger binden konnten. Und aller Voraussicht nach wird die Antwort im Sommer 2025 wohl erneut lauten: Doch, schon wieder. Wie weit die Gespräche mit der TSG fortgeschritten sind, ist rein spekulativ. Zumal es mittlerweile Berichte gibt, dass auch der FC in den kommenden Wochen Gespräche führen werde.

Nur ist die Aussicht für ein aufstrebendes Talent beim FC nicht zwingend die rosigste. Aktuell ist nun wirklich nicht abzusehen, ob die Geißböcke nächstes Jahr wieder erstklassig spielen werden. Und die durchaus spannende 2. Bundesliga wird dafür sorgen, dass es auch bis weit in den Frühling rein mit großer Wahrscheinlichkeit keine annähernde Sicherheit gibt. Finanziell fühlen sich die Geißböcke einigermaßen erholt, doch die Taschen sind nicht so tief, dass der FC auch unabhängig der Liga einen entscheidenden Vorstoß wagen könnte. Zumindest sind die Taschen einiger Mitbewerber deutlich größer. Wenn man den Tatsachen realistisch ins Auge blickt, ist ein Verbleib von Lemperle in Köln über diesen Sommer hinaus doch eher unwahrscheinlich. Der FC verliert nach Bisseck, Justin Diehl, Florian Dietz, aber auch Chris Führich wohl ein weiteres Talent, dem man mehr als „nur“ einen Kaderplatz bei einem Bundesligisten zugetraut hat.

Die Basis eines Entwicklungsclubs ist gegeben

Und es wird vermutlich auch nicht nur bei Lemperle bleiben. Um wenigstens eine gewisse Ablöse einzufahren, könnten schon im kommenden Sommer Talente wie Jonas Urbig oder Max Finkgräfe ebenfalls abgegeben werden. Vermutlich nah am Marktwert, mit Sicherheit nicht drüber. Sportdirektor Christian Keller wird sich der nächsten Kritik stellen müssen. Denn die FC-Bosse waren aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage, mit zukunftsorientierten Verträgen der Talente in diese schwierige Saison zu gehen. Der Fairness halber sei aber gesagt, dass zu einer Vertragsverlängerung auch immer zwei Seiten gehören. Und ist der Anreiz nun mal nicht groß genug, dann gibt es auch wenige Möglichkeiten einen jungen Spieler den Verbleib schmackhaft zu machen. Zumal die Transfersperre die Ausgangslage sicher nicht einfacher gemacht hat.

Möglicherweise waren die Positionen im vergangenen Sommer so klar, dass die FC-Bosse abwägen mussten: Lieber ein Jahr mit Spielern, deren Vertrag ausläuft, als mit einem Gerippe in die neue Spielzeit zu gehen, das nicht in der Lage ist, um den Aufstieg mitzuspielen.

Es ist wenige Wochen her, da äußerten sich die Kölner Verantwortlichen stolz über die eigene Jugendarbeit. Kein Wunder, der FC stellt in Deutschland die meisten U21- und U20-Nationalspieler. Sechs bis sieben sind es – je nachdem, ob Tim Lemperle es noch einmal zurück in den Kader von Antonio Di Salvo schafft. Es würde nicht überraschen, wenn bei der kommenden U21-EM gleich fünf FC-Profis mit dem Adler auf der Brust auflaufen würden. Ja, die Nominierungen sind – zumindest weitestgehend – eine Auszeichnung für den Verein. Jenen Verein, der sich mit den Amtsantritt von Keller das Ziel „Entwicklungsclub“ auf die Fahne geschrieben hat. Die Vorgehensweise ist nicht nur verständlich, sie ist aus wirtschaftlicher Sicht eine sehr naheliegende. Das Prinzip lautet: Junge Spieler günstig verpflichten oder aus der eigenen Jugend ziehen, weiterentwickeln und entweder sportlichen Nutzen daraus ziehen, zumindest aber teuer verkaufen.

Gleich mehrere Abgänge drohen

Dass der FC die Basis eines Entwicklungsclubs mit der guten Ausbildung seiner Nachwuchsspieler geschaffen hat, ist schon mal erfreulich. Wenn der Verein aber weder einen sportlichen noch einen wirtschaftlichen Mehrwert daraus ziehen kann, dann macht die Vorgabe eines Entwicklungsclubs nun mal wenig Sinn. Neben Lemperle droht der FC auch in diesem Sommer mit Meiko Wäschenbach und Marvin Obuz zwei weitere Eigengewächse ablösefrei zu verlieren. Sollten die drei Youngster den Verein wirklich verlassen, dann muss die Frage erlaubt sein, für wen der FC am Ende des Tages eigentlich entwickelt. Das ist wohlgemerkt nicht nur ein Problem der jetzigen FC-Verantwortlichen. Abgesehen von Lukas Podolski (15 Millionen Euro + 10 Millionen Euro), Yannick Gerhardt (13) und Ismail Jakobs (7) sind große Millionenbeträge, die der FC aus dem eigenen Nachwuchs generierte, eine Seltenheit.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Testspiel gegen Aachen: Nur zwei Spieler bleiben auf der Bank – der nächste Fingerzeig

Gerhard Struber als Trainer des 1. FC Köln
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Testspiel gegen Aachen: Nur zwei Spieler bleiben auf der Bank – der nächste Fingerzeig

Am Dienstagnachmittag stand für die Kölner das Testspiel gegen Alemannia Aachen auf dem Plan. Der FC setzte sich nach Toren von Luca Waldschmidt und Eric Martel 2:0 gegen den Drittligisten durch. Für Gerhard Struber ging es in erster Linie um andere Dinge beim 1. FC Köln: Es gab den nächsten Fingerzeig in Richtung Abgänge.

Beim Testspiel gegen Alemannia Aachen am Dienstag kam die B-Mannschaft des FC zum Einsatz. Nahezu alle auf dem Spielberichtsbogen stehenden Akteure bekamen Spielzeit – bis auf zwei: Und so gab es den nächsten Fingerzeig in Richtung Abgänge beim 1. FC Köln.

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FC-Trainer Gerhard Struber hatte vor der Begegnung gegen Alemannia Aachen natürlich klare Vorstellungen, worum es in dem Duell gehen werde. „Das Testspiel gegen Aachen ist vor allem für die Spieler, die zuletzt nicht so viel Spielzeit bekommen haben. Ziel ist es, das Level im Bereich Matchfitness zu erhöhen“, hatte der Trainer erklärt und hielt Wort. Auf dem Platz standen zu Beginn der Begegnung nahezu sämtliche Spieler, die nahe am Sprung in die Mannschaft sind, wie es der Coach wohl nennen würde. Damion Downs, Mark Uth, Max Finkgräfe, Florian Kainz, Jonas Urbig – die Mannschaft auf dem Platz im Franz-Kremer-Stadion hatte schon ziemlich viel von einer nominell starken Zweitliga-Truppe. Unter anderem gab auch Luca Kilian gut acht Monate nach seinem Kreuzbandriss das lang ersehnte Comeback. „Es war gut, einen Eindruck von vielen Spielern zu bekommen, die zuletzt nicht so viel Einsatzzeit bekommen haben“ sagte Struber nach dem 2:0-Erfolg.

Obuz mit ordentlichem Auftritt

Ganz offensichtlich ging es dem Trainer in dem Test tatsächlich darum, die Spieler näher an die Mannschaft zur führen. Auch, wenn sich der ein oder andere nach Strubers jüngsten Aussagen bereits auf Augenhöhe mit der Mannschaft befände oder wie im Fall von Marvin Obuz eben auf dem Sprung. So durfte auch das Kölner Eigengewächs von Beginn an ran und konnte unter anderem mit einem Pfostenschuss auf sich aufmerksam machen. Auch Rasmus Carstensen stand in der Anfangsformation, allerdings begann der Däne in der Innenverteidigung, genauso wie Elias Bakatukanda. Während es bei dem gebürtigen Kölner in den kommenden Wochen wohl eine Entscheidung geben wird, ob der Youngster durch eine Leihe zu mehr Spielpraxis kommen soll, scheint die Zukunft des Dänen offen.

So oder so befanden sich bis auf Carstensen und Kilian nur Spieler auf dem Feld, die zuletzt auch im Spiel-Kader gestanden hatten. Struber hatte zumindest in den ersten 45 Minuten tatsächlich also für mehr Matchfitness bei seinen Ergänzungsspielern gesorgt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen dann auch Denis Huseinbasic sowie Neo Telle und Steffen Tigges. Beim Einsatz von Telle handelte es sich wohl um eine Belastungssteuerung für Kilian. Tigges hatte wiederum schon in der Begegnung gegen Groningen in der Anfangsformation gestanden. Möglicherweise erhoffen sich die Kölner Verantwortlichen weiterhin den Durchbruch des Stürmers. Ob die frühe Einwechslung aber ein Fingerzeig ist, ist offen. Viel deutlicher scheinen dagegen die Anzeichen bei Sargis Adamyan und Florian Dietz zu sein.

Adamyan und Dietz ohne Einsatz

Denn die beiden Offensivspieler wurden auch nicht im Laufe der zweiten Halbzeit vom Trainer eingewechselt und blieben die einzigen beiden Feldspieler, die auf dem Spielberichtsbogen standen, gegen Aachen aber nicht zum Einsatz kamen. Und das, obwohl Struber die Mannschaft ordentlich durcheinander wirbelte. Matchfitness werden die beiden Offensivspieler also nicht bekommen haben. Und es verdichten sich die Anzeichen, dass die beiden auch in den kommenden Wochen unter Gerhard Struber keine Rolle mehr spielen werden. „Es gibt in solchen Spielen immer das eine oder andere Opfer, was die Spielzeit angeht. Ich musste die Spieler mit Spielzeit versorgen, die im Moment nah dran sind, im Wettbewerb zu Spielzeit zu kommen“, sagte der Trainer dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Dazu dürfte wohl auch Tigges gehören. Der Zielstürmer wurde gegen Ende des Spiels wieder ausgewechselt. Schon in den vergangenen Spielen gehörten Adamyan, Dietz und Tigges nicht mehr zu Kader. Ein Wechsel im Winter wird immer wahrscheinlicher oder deutlicher. Das wäre angesichts der Erfolgsquote der vergangenen zweieinhalb Jahre auch nicht unbedingt verwunderlich. Gegen den Drittligisten setzte sich der FC letztlich verdient mit 2:0 durch. Die Tore erzielten Luca Waldschmidt und Eric Martel. Wie es mit anderen Wackelkandidaten weitergeht, ist allerdings offen.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Testspiel gegen Aachen: Eine letzte Bewerbung?

Sargis Adamyan und Florian Dietz
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Testspiel gegen Aachen: Eine letzte Bewerbung?

Am Nachmittag steht das Testspiel gegen Aachen auf dem Programm der Geißböcke. FC-Trainer Gerhard Struber hat schon angekündigt, dass die zweite Garde zum Einsatz kommen wird beim 1. FC Köln: Wird das Duell eine letzte Bewerbungschance?

Beim Testspiel gegen Alemannia Aachen am Dienstag wird wohl hauptsächlich eine B-Mannschaft zum Einsatz kommen für den 1. FC Köln: Wird das Duell gegen den Drittligisten eine letzte Bewerbungschance?

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In die Vorbereitung auf die letzte Phase des Jahres geht der FC einen etwas ungewöhnlichen Weg der Trainingsbelastung. Zumindest haben die Kölner Verantwortlichen für die Woche zwischen den beiden Ligaspielen gegen Preußen Münster am vergangenen Freitag und Hannover 96 am kommenden Samstag noch das Duell gegen die Alemannia für heute Nachmittag anberaumt. „Das Testspiel gegen Aachen ist vor allem für die Spieler, die zuletzt nicht so viel Spielzeit bekommen haben. Ziel ist es, das Level im Bereich Matchfitness zu erhöhen“, erklärte FC-Trainer Gerhard Struber den Sinn hinter dieser Maßnahme. Aufgrund der Trainingssteuerung und dem Risiko von Verletzungen wäre wohl ohnehin nicht damit zu rechen gewesen, dass die Geißböcke unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Bestbesetzung auflaufen würden.

Wer zum Einsatz kommen könnte…

Es wird also Matchfitness und Einsatzzeit geben, für Spieler, die zuletzt nur auf der Bank saßen. Max Finkgräfe wird sicherlich vorspielen. Der Youngster kam in dieser Saison erst zwei Mal zum Einsatz. Gegen Fürth vermutlich nur, weil sich Leart Pacarada verletzte. Struber hatte den Youngster vor einigen Wochen in höchsten Tönen gelobt, Einsatzzeit hatte der Youngster deswegen aber nicht bekommen. Das Testspiel gegen Groningen wäre sicherlich eine Chance für Finkgräfe gewesen. Doch der Linksverteidiger wurde bekanntlich für die U20 nachnominiert und feierte sein Länderspieldebüt. Auch Damion Downs kam zuletzt nur noch vor der Bank. Der Stürmer ist aber einer der gefährlichsten Torjäger der Kölner und hatte das zuletzt mit einem Doppelpack ebenfalls bei der U20 unter Beweis gestellt.

Den Rückkehrern wie Mark Uth und Luca Kilian winkt wohl ebenfalls Einsatzzeit. Beim Test gegen Groningen hatte gerade Uth überzeugen können, für Innenverteidiger Kilian kam das Spiel noch zu früh. Doch es geht vermutlich auch um ein wenig mehr, als „nur“ die Spieler der zweiten Garde bei Laune zu halten. Für einige Wackelkandidaten wird es möglicherweise eine letzte Bewährungsprobe, die letzte Chance, sich noch einmal für weitere Aufgaben beim FC zu empfehlen. So läuft bekanntlich der Vertrag von Marvin Obuz aus. Unter Struber kommt der gebürtige Kölner nicht zum Zug. Gut möglich, dass die Kölner dem Offensivspieler noch einmal eine Leihe ermöglichen wollen. Nur wäre dann eine Vertragsverlängerung zwingend nötig. Das wiederum wirft die Frage auf, ob das Eigengewächs überhaupt ein Interesse an einer dritten Leihe hat.

Carstensen spielt trotz gutem Test weiterhin keine Rolle

Und dann werden wohl auch die Spieler zum Einsatz kommen, die es in letzter Zeit und mit großer Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft schwer hatten und schwer haben werden. Auch Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Florian Dietz dürfen wohl mit Spielzeit rechnen. Es ist aber kaum vorstellbar, dass ein guter Eindruck im Duell gegen den Drittligisten die Situation um das Offensiv-Trio noch einmal großartig verändern wird. Die Einsatzzeit hielt sich bei Adamyan, Dietz und Tigges in dieser Spielzeit in Grenzen, ein Tor erzielten die drei Angreifer nicht, kamen im gesamten Saisonverlauf zusammen auf insgesamt acht Torabschlüsse. Zuletzt standen die Angreifer gar nicht mehr im Kader und werden es bekanntlich auch weiterhin schwer haben. Schließlich gewinnt dieser immer mehr an Breite.

Zumal der FC ja auch im Winter noch einmal nachverpflichten wird. Und das nicht nur im Angriff. Rasmus Carstensen ist ein weiterer Kandidat, der am Nachmittag nochmal das FC-Trikot überstreifen wird. Gegen Groningen machte der Däne eine ordentliche Partie und heimste dafür auch viel Lob vom Trainer ein. Seine Situation bei den Kölnern hat das nicht verbessert. Ein gutes Testspiel ist scheinbar keine entscheidende Bewerbung und erst recht keine Garantie für mehr oder überhaupt Spielzeit.


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Auf Formsuche: Eigenwerbung betreibt Dejan Ljubicic nicht und die Konkurrenz wächst

Dejan Ljubicic im Trikot des 1. FC Köln
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Auf Formsuche: Eigenwerbung betreibt Dejan Ljubicic nicht und die Konkurrenz wächst

Mit einer schönen Flanke bereitete Dejan Ljubicic am Freitag die Kölner Führung vor. Ansonsten gab es zuletzt eher selten Zählbares oder einen großen Impact von dem Österreicher beim 1. FC Köln: Dejan Ljubicic sucht weiterhin seine Form.

Zu Saisonbeginn blühte der Österreicher beim FC regelrecht auf, in den vergangenen Wochen war es eher Magerkost für den Mittelfeldspieler des 1. FC Köln: Dejan Ljubicic sucht weiterhin seine Form.

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Nein, so wirklich überraschend kam die Personalie am Freitag dann nicht. FC-Trainer Gerhard Struber hatte sich gegen den bisherigen Stammspieler Jan Thielmann in der Startformation entschieden. Und nachdem der Trainer sich nur wenige Tage zuvor äußerst positiv über Marvin Obuz geäußert hatte, unter anderem betonte, das Kölner Eigengewächs sei auf dem Sprung in die Mannschaft, wäre der 22-Jährige auf der rechten Seite vielleicht eine denkbare Alternative gewesen. Immerhin hatte Obuz die Position im Testspiel gegen den FC Groningen bekleidet und nach Aussage des Coaches die Aufgabe auch gut gelöst. Für den U21-Nationalspieler lief allerdings Luca Waldschmidt von Beginn an auf, allerdings erwartungsgemäß in einer zentraleren und offensiveren Rolle. Auf der rechten Außenbahn startete Dejan Ljubicic.

Wieder eine blasse Vorstellung

Eine insgesamt doch erstaunliche Entscheidung. Und das nicht etwa, weil Ljubicic auf der Außenbahn völlig Fehl am Platz wäre. „Er bringt eine gewisse Erfahrung und Variabilität mit, verschiedene Positionen spielen zu können. Er kann die Position auf interessante Art und Weise interpretieren, ist mit seinem Tempo unberechenbar“, erklärte Struber die Personalie vor dem Duell. Allerdings befindet sich der Österreicher seit seiner Mandel-OP auf Formsuche und auf der Suche nach einer geeigneten Position im neuen Gebilde von Trainer Gerhard Struber. Ljubicic spielte im neuen System bereits in der vordersten Kette, hinter den Spitzen und nun eben auf der rechten Außenbahn. In der Theorie eine absolut nachvollziehbare Entscheidung. Ljubicic bringt das Tempo für den Weg in die Offensive und die Zweikampfstärke für die Arbeit in der Defensive mit.

Der Mittelfeldspieler ist sicherlich am Ball einer der besten Spieler der zweiten Liga, bringt gute Flanken, wie vor dem Tor von Tim Lemperle und ist für einen Überraschungsmoment gut. Ljubicic ist in Topform eigentlich zu gut für die 2. Bundesliga. Doch in der Praxis lässt der 26-Jährige weiterhin sehr viel von seiner Qualität vermissen. Drehte der Österreicher zu Saisonbeginn mit zwei Toren und zwei Vorlagen mächtig auf, erinnert er momentan viel zu oft an den Ljubicic der Vorsaison, der mit dem Kopf offenbar woanders war, nur nicht zwingend rund ums Geißbockheim oder im Abstiegskampf. In den vergangenen fünf Spielen kam nur noch eine Torvorlage dazu. Struber hält an seinem Landsmann fest, wissend und offensichtlich auch hoffend um die Qualität des 26-Jährigen. Doch die ruft der Mittelfeldspieler viel zu selten ab.

Die Konkurrenz wächst

Und so drängt sich die Frage nach Alternativen auf. Dass Ljubicic auf der rechten Seite Thielmann verdrängt hat, kommt nicht überraschend. Das Kölner Eigengewächs fremdelte bis zur Systemumstellung mit der Position des Rechtsverteidigers und sucht seitdem seine Form. Auch bei der U21-Nationalmannschaft saß Thielmann zuletzt vermehrt auf der Bank und muss sich Gedanken um seinen Stammplatz machen. Das gilt nun auch für seine sonst so sichere Position beim FC. Gerade bei der Auslegung des neuen Spielsystems kommt aber auch Marvin Obuz auf der Position in Frage. Eigentlich, denn der Trainer scheint dem Youngster dann doch nicht das ganz große Vertrauen zu schenken. Mehr als ein paar Kurzeinsätze kommen einfach nicht zusammen. Auch Tim Lemperle wäre auf der rechten Seite eine Option, ist aber im Zentrum gesetzt.

Zu Saisonbeginn spielte Ljubicic noch auf den Halbpositionen. Eine Rolle, mit der der Österreicher ganz offensichtlich gut zurecht kommt. Die werden im neuen System nicht mehr benötigt. Hinter den Spitzen ist die Konkurrenz mit Mark Uth, Florian Kainz und Waldschmidt ebenfalls groß. Somit könnte auch Ljubicic zu einem Verlierer der taktischen Umstellung werden. Dabei würde der Österreicher bekanntlich zu gerne Eigenwerbung betreiben. Schließlich läuft der Vertrag des 27-Jährigen im kommenden Sommer aus.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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