Lobende Worte, die Aussicht auf mehr – und doch wieder keine Einsatzzeit

Max Finkgräfe, Elias Bakatukanda und Marvin Obuz
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Lobende Worte, die Aussicht auf mehr – und doch wieder keine Einsatzzeit

Marvin Obuz, Max Finkgräfe und Elias Bakatukanda – der FC hat einige Spieler im Kader, die eigentlich auf dem Sprung in die Mannschaft sind. Die Kölner Verantwortlichen finden auch lobende Worte, für mehr Einsatzzeit reicht das aber nicht beim 1. FC Köln: Diese Kölner Eigengewächse warten trotz großen Lobs weiterhin auf Spielzeit.

Für einige Akteure läuft es momentan nicht rund beim FC. Trotz guter Leistungen im Testspiel und im Training werden einige Spieler nicht berücksichtigt. Der Kampf um die Positionen und somit um Einsatzzeit ist ein harter beim 1. FC Köln: Diese Kölner Eigengewächse warten trotz großen Lobs weiterhin auf Spielzeit.

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Die Worte von Gerhard Struber waren verheißungsvoll. Zumindest dürften sie bei dem ein oder anderen Spieler die Hoffnung auf ein wenig mehr Einsatzzeit entfacht haben. So erklärte der Kölner Coach in der vergangenen Woche, dass Rasmus Carstensen seine Sache im Testspiel gegen Groningen sehr gut gemacht habe. Der Trainer sei „happy, wie er die Position interpretiert hat.“ Der junge Däne hatte gegen den niederländischen Erstligisten auf der linken Seite begonnen. Dass der 24-Jährige wirklich eine Option auf der Position werden könnte, ist aber sehr unwahrscheinlich. Der FC ist mit Max Finkgräfe und Leart Pacarada sehr gut aufgestellt – zumal die Rolle auch deutlich offensiver ausgelegt werden kann und dann eher Spieler wie Linton Maina und Florian Kainz in Frage kämen. Vielmehr wirkte es so, als wolle der Coach Carstensen Einsatzzeit ermöglichen, auf der eigentlich angestammten rechten Seite aber mal das gefühlte Experiment mit Marvin Obuz probieren.

Marvin Obuz schon elf Mal 90 Minuten auf der Bank

Auch das Kölner Eigengewächs bekam also Einsatzzeit und anschließend das Lob des Trainers. Sogar mehr als das. „Er hatte in den letzten Wochen eine Spielzeit-Problematik“, sagte Struber. Obuz sei „mehr und mehr auf dem Sprung“ in die Mannschaft. Man könnte also meinen, der Youngster würde auch in der Liga eine Option. Zumal der Vertrag des 22-Jährigen ausläuft und der FC eventuell nach Argumenten sucht, die für eine weitere Verlängerung und eine weitere Leihe sprechen könnte. Doch Obuz saß zum elften Mal in dieser Saison 90 Minuten auf der Bank. Möglicherweise ist der Youngster auf dem Sprung in die Mannschaft, der Absprung verzögert sich aber offensichtlich. Immerhin stand Obuz im Kader, Carstensen wurde noch nicht einmal in diesen berufen. Ob der Däne noch eine Chance beim FC bekommt, scheint zurzeit eher fraglich. Bei dem Kölner Eigengewächs soll es dem Vernehmen nach die ersten Interessenten geben.

Eine Chance soll Elias Bakatukanda sicherlich erhalten. Nur nicht zwingend noch in dieser Spielzeit. Der Abwehrspieler gilt als hoch veranlagt. Doch offenbar reicht das Talent zumindest zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls nicht für Struber. Bereits zum zweiten Mal musste gegen Münster ein Innenverteidiger verletzt frühzeitig von Platz, zum zweiten Mal setzte der Trainer lieber auf Eric Martel, also einen nominellen Mittelfeldspieler in der Abwehrzentrale. Der gebürtige Bayer machte seine Sache sehr gut, rechtfertigte die Maßnahme, nur dass Bakatukanda trotz allem Lob weiterhin keine große Rolle spielt. Und die Situation wird nicht leichter. Denn mit Luca Kilian drängt der nächste Innenverteidiger zurück in den Kader. Eine Leihe steht wohl im Raum und wäre ein sinnvoller Kurswechsel.

Max Finkgräfe wartet auf seine Chance

Außen vor ist auch Max Finkgräfe weiterhin. Der Linksverteidiger kam zwar gegen Fürth zum Einsatz, allerdings wohl nur, weil Leart Pacarada gegen die Mittelfranken ausfiel. Dabei fand Struber auch für den Youngster lobende Worte, sprach noch vor einigen Wochen ein wenig mystisch, dass er den Youngster auf Positionen sieht, „auf denen man ihn noch nicht gesehen hat“. Bislang ist die Position am Seitenrand. Der Shootingstar der vergangenen Spielzeit saß in dieser Spielzeit bereits fünf Mal 90 Minuten auf der Bank, kam erst zu zwei Kurzeinsätzen. Für keinen der vier Spieler reichte es am Wochenende für Spielminuten. Der FC verfügt augenscheinlich über viel Talent, über gute Perspektivspieler. Das werden die Verantwortlichen auch nicht müde zu betonen, mehr Einsatzzeit gibt es für die Akteure deswegen aber offenbar noch nicht.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Packender Aufstiegskampf

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Vor vier Wochen angezählt, plötzlich Rekordtrainer – doch Zweifel sind angebracht

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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Vor vier Wochen angezählt, plötzlich Rekordtrainer – doch Zweifel sind angebracht

Nach vier Siegen in Folge scheint es für FC-Trainer Gerhard Struber wieder aufwärts zu gehen. Vor vier Wochen war Struber noch angezählt, doch plötzlich ist er Rekordtrainer. Dennoch bleiben Fragen offen beim 1. FC Köln: Darum ist zu viel Euphorie verfrüht.

Nach harten Zeiten beim FC gibt es wieder Grund zur Freude bei Gerhard Struber und seinem Team. Doch sicher ist nicht alles Rosarot-Weiß beim 1. FC Köln: Darum ist zu viel Euphorie verfrüht.

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Als Tim Lemperle per Kopfball gegen Preußen Münster einnickte, war die Freude und Erleichterung auf dem Gesicht von FC-Coach Gerhard Struber deutlich sichtbar. Dafür, dass es dem Trainer klar war, dass die Chance kommen würde, fiel dem 47-Jährigen schon ein gehöriger Stein von den Schultern. Der Österreicher fuhr mit dem 1:0 gegen Preußen Münster den vierten „zu Null“-Sieg in Folge ein und befindet sich gefühlt im Aufwind. Nur vier Wochen zuvor war der Stuhl des 47-Jährigen noch gehörig ins Wanken geraten. Struber hatte innerhalb kurzer Zeit im Amt bereits heftige Kritik von Außen einstecken müssen, sein Aus wurde lautstark gefordert. Eine Situation, die den Coach nicht unberührt gelassen hatte. Es folgte eine Systemumstellung und damit offenbar die Rückkehr zum Erfolg.

Eine große Herausforderung

Es fühlt sich dann doch auch ein wenig wie eine Achterbahnfahrt mit dem neuen Coach an. Als Struber im Sommer 2024 den FC als Trainer übernahm, hatte der Club bereits die wohl bitterste Saison in der Vereinsgeschichte hinter sich – und eine durchaus nicht minder herausfordernde vor sich. Die Transfersperre im vergangenen Winter katapultierte den 1. FC Köln in die Handlungsunfähigkeit, sicher gewähnte Transfers platzten, die Geißböcke verloren wichtige Punkte und konnten im Abstiegskampf auch durch immer weiter schwindendes Selbstvertrauen und zunehmende Verunsicherung nicht mithalten. Sportliche Rückschläge erschütterten den Club immer wieder nach kurzen Momenten des Hoffens, doch noch die Relegation zu erreichen. Die theoretische Chance erhielt sich der FC bis zum letzten Spieltag, der Ausgang ist bekannt – Abstieg. Innerhalb einer Saison trennte sich der Verein von gleich zwei Trainern.

Eine verunsicherte Mannschaft, die geltende Transfersperre, unbekanntes Terrain – eine Gesamtsituation also, die wohl kaum herausfordernder hätte sein können. Gerhard Stuber wurde kurz vor dem stattfindenden Trainingslager in der Steiermark Mitte Juni 24 verpflichtet und nahm die Herausforderung an. Es folgten sechs Siege in Testspielen sowie ein Remis gegen Viktoria Köln. In der Liga startete der FC mit offensiv ausgerichtetem Hurra-Fußball. Holte sieben Zähler aus den ersten vier Spielen. Die darauf folgenden Begegnungen zeigten jedoch immer wieder die Schwächen der Kölner. Mal in der Defensive, mal in der abschlussschwachen Offensive. Und so fand sich der 1. FC Köln plötzlich in der unteren Hälfte der Tabelle wieder und musste sich offenbar neu erfinden – Ausnahmezustand in Köln. Es hagelte Kritik am Geschäftsführer und dem Trainer.

Ganz so rosig ist der FC Fußball nicht

Vier Wochen später sieht die Welt unter dem Österreicher plötzlich ganz anders aus. Vier Pflichtspielsiege in Folge, der FC wieder auf Tuchfühlung mit den Aufstiegsplätzen und dem Coach wird auch der Einzug ins erste Pokal-Viertelfinale seit 15 Jahren zugetraut. Auf einmal ist der Trainer, der noch vor vier Wochen zumindest gefühlt vor der Entlassung stand, eine punktetechnischer Heilsbringer. Der 47-Jährige ist der erste Trainer in der Geschichte der Kölner, der in vier Pflichtspielen in Folge ohne Gegentor blieb. Plötzlich ist der vor vier Wochen noch angezählte nun also ein Rekordtrainer. Und der Erfolg gibt dem Trainer wie schon mehrfach kolportiert bekanntlich recht. Die FC-Welt driftet also so langsam wieder ein ein schickes Rosarot und Weiß.

So ganz so rosig ist der FC-Fußball dabei aber nicht wirklich. Denn der Einzug ins Pokal-Achtelfinale und die neun Punkte in der Liga kaschieren die Schwächen, die der FC auch weiterhin ganz offensichtlich hat. Die Offensivflaute ist angesichts der Wucht, die die Kölner in den ersten Spielen entwickelt haben, doch ungewöhnlich und sicher nicht mit der Defensiven Ausrichtung zu erklären. Auch, wenn die Anzahl der Torschüsse abgenommen hat. Vor der Umstellung waren es mehr als 20 im Schnitt, in den vergangenen drei Begegnung, den drei 1:0-Erfolgen immerhin noch 16 Abschlüsse pro Spiel. Heißt im Umkehrschluss aber auch, dass der FC im Schnitt 16 Abschlüsse braucht, um das Tor einmal zu treffen und in dieser Bilanz stehen die Kölner auf dem vorletzten Platz, nur Regensburg braucht noch mehr Abschlüsse.

Ritt auf der Rasierklinge

Die Statistik beweist, wie gefährlich der Ritt auf der Rasierklinge ist. Selbst, wenn Struber nicht müde wird zu betonen, dass es „klar“ gewesen sei, dass der FC diese eine Chance bekommen würde oder wie nach dem Fürth-Spiel, dass man Lösungen finden müsse, um es dann mit Geduld schon regeln werde. Ganz so klar, war es eben nicht, dass die Kölner diese eine Chance gegen Münster erhalten würden. Denn die 50 Minuten vor dem Lemperle-Treffer deutete nicht wirklich viel auf ein Kölner Tor. Der geflügelte Halbsatz „Wie aus dem Nichts“ hat in dieser Saison wohl kaum besser gepasst. Auch das Tor von Damion Downs gegen die Spielvereinigung war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erwartbar gewesen, weil die Kölner dann doch nicht die Masse an Lösungen gegen den geparkten Bus gefunden hatten.

Nach vier Siegen in Serie verbietet sich sein „Hätte, wenn und aber“. Nur sollten die Kölner gewarnt sein. Denn zur Wahrheit gehört ganz offensichtlich, dass die Geißböcke sich spielerisch schwer tun gegen tiefstehende Gegner, es an kreativen Momenten, eben doch an Lösungen fehlt. In der Abwehr mag Köln die richtige Balance gefunden haben. Ob die Defensive noch immer so stabil ist gegen Kontrahenten, die aktiv am Spiel teilnehmen wollen, muss und wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Möglicherweise schon am kommenden Samstag gegen Hannover 96. Eine schwere Aufgabe, ein anderes Spiel. In Köln wäre man mehr als glücklich mit dem gleichen Ergebnis.

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Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

Spannendes Aufstiegsrennen

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Matchwinner Lemperle

Mächtig Betrieb im Aufstiegsrennen – Zwei Drittel der Tabelle trennen nur sechs Punkte

Die Spieler des 1. FC Köln freuen sich nach ihrem Sieg über den SSV Ulm.
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Mächtig Betrieb im Aufstiegsrennen – Zwei Drittel der Tabelle trennen nur sechs Punkte

Mit dem 1:0-Erfolg über Preußen Münster hat der 1. FC Köln den Abstand zu den Aufstiegsplätzen noch einmal verkürzt. Doch die Geißböcke sind wahrlich nicht alleine. Der 1. FC Köln hat viel Konkurrenz im Rennen um die Aufstiegsplätze.

Die Geißböcke haben sich nach dem dritten Ligasieg in Folge auf Rang fünf vorgeschoben. Doch die Konkurrenz steht auch nicht viel schlechter da. Die Punkteverteilung der Tabelle war noch nie so eng beieinander. Der 1. FC Köln hat viel Konkurrenz im Rennen um die Aufstiegsplätze.

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Die Kapitänsbinde verlieh offensichtlich Mut. Eric Martel hatte sie von Timo Hübers im Spiel gegen Preußen Münster übernommen und das Amt des Kapitäns auch würdevoll vertreten – inklusive Abklatschen und Anfeuern der Mitspieler. Doch nach dem verdienten, wenn auch zähen 1:0-Erfolg über die Preußen widersetzte sich der 22-Jährige dann mutig den Wünschen seines Vorgesetzten. Nach dem Spiel gegen Fürth hatte Thomas Kessler betont, man wolle nicht den Fehler machen und nun einen Blick auf die Statistik wagen und auch Gerhard Struber wurde nicht müde zu betonen, dass man weiterhin von Spiel zu Spiel schaue. Doch Martel hatte nach dem dritten Liga-Erfolg in Serie anderes im Sinn. „Heute werde ich mal ein bisschen öfter auf die Tabelle schauen. In den letzten Wochen konnte ich das nicht so“, erklärte der Ersatzkapitän am Freitag.

Nur sechs Punkte zwischen dem Spitzenreiter und Rang zwölf

Mit zwei Tagen Abstand wird dem Sechser der Blick wohl noch besser gefallen. Denn die Tabelle hat sich wieder ein wenig mehr zusammengeschoben. Nachdem Hannover, Düsseldorf und Hamburg erneut Federn ließen, beträgt der Rückstand auf Platz eins für den FC nur noch drei Zähler, der auf Rang drei einen Punkt. Nach zuletzt neun Punkten aus drei Spielen befinden sich die Kölner als Tabellenfünfter wieder Mitten in der Verlosung. Der FC hat somit am Samstag im Duell gegen Hannover 96 (13 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc-.com) die Chance, mit einem Sieg auf Platz zwei zu springen. Die Tabellenführung ist nicht möglich, da Paderborn beim Überraschungsteam in Elversberg spielt. Egal, wie die Begegnung ausgeht, ein Team wird vor dem FC bleiben.

Dennoch war diese Entwicklung vor vier Wochen so noch nicht abzusehen, der FC war bekanntlich dem unteren Relegationsplatz näher als dem oberen. Und da es in dieser Spielzeit ganz offensichtlich kein Topteam gibt und jede Mannschaft von den vermeintlichen Aufstiegskandidaten schon seine kleine oder größere Krise miterlebt hat oder sogar gerade noch miterlebt, ist die 2. Bundesliga auch nach dem 13. Spieltag so spannend wie nie zuvor. Tatsächlich teilt sich das Tableau aktuell in Auf- und Abstiegskandidaten. Zwischen dem Spitzenreiter aus Paderborn und Fortuna Düsseldorf auf Tabellenplatz sieben liegen gerade einmal drei Zähler. Erst zwei Mal betrug der Abstand zwischen Rang eins und sieben weniger als sechs Zähler. Der Vorsprung der Ostwestfalen auf Rang zwölf (Hertha) beträgt ganze sechs Punkte. Ähnlich spannend ging es in der 2. Liga seit der Drei-Punkte-Einführung nur in der Spielzeit 05/06 zu. Von dem damaligen Spitzentrio stieg am Ende nur Cottbus auf.

Soll heißen: Zwei Drittel der Liga spielen bis zur Winterpause wohl um die gute Ausgangsposition für die Rückrunde mit. Und auch am kommenden Wochenende stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Liga sich weiter zusammenschiebt. Immerhin kommt es zu drei Topspielen zwischen Teams aus der ersten Acht. Ähnlich spannend geht es auch im unteren Tabellendrittel zu. Da liegen zwischen Rang 13 und dem Schlusslicht sechs Zähler. Wie schnell es gehen kann, zeigt das Beispiel des 1. FC Köln.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Lemperle erneut Matchwinner

Gerhard Struber und Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln

Hinter den Erwartungen

Die rätselhaften Schwankungen von Luca Waldschmidt

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln
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Die rätselhaften Schwankungen von Luca Waldschmidt

Dass Luca Waldschmidt über fußballerische Qualitäten verfügt, ist sicherlich unbestritten. Doch der 28-Jährige ist in seinen Leistungen nicht konstant genug beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt bleibt weiterhin hinter den Erwartungen zurück.

Dem Kölner gelangen Traumtore gegen Karlsruhe und Kiel, in den Partien gegen Hamburg, Paderborn und Münster hingegen blieb Waldschmidt blass beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt bleibt weiterhin hinter den Erwartungen zurück.

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Dass FC-Trainer Gerhard Struber gegen Preußen Münster zum vierten Mal in Folge dieselbe Startelf aufstellen würde, hätte nach den drei gewonnenen Begegnungen in Serie am Freitag wohl niemanden überrascht. Dass der Trainer aber umstellen könnte, war mindestens genauso wahrscheinlich. Denn in der vergangenen Woche hatten sich gleich mehrere Spieler aufgedrängt. Etwa Florian Kainz, der seiner Tor-Vorbereitung gegen Fürth einen guten Auftritt im Testspiel gegen Groningen, aber auch eine sehr gute Trainingswoche am Geißbockheim folgen ließ. Auch Damion Downs sammelte bei der U20 Pluspunkte. Der junge Stürmer war bekanntlich zu Saisonbeginn Stammspieler, verlor die Position aufgrund einer Erkältung, vor allem aber aufgrund der Systemumstellung, betrieb aber mit einem Doppelpack im Nationaldress Eigenwerbung.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Auch Marvin Obuz und Rasmus Carstensen zeigten sich gegen Groningen von einer ordentlichen Seite und wurden von Struber dementsprechend gelobt. Obuz sei auf dem Sprung in die Mannschaft, Downs immer ein Kandidat für die Startelf und Kainz befinde sich auf Augenhöhe mit Spielern aus der Anfangsformation, so die Worte des Trainers. Am Ende entschied sich der Coach aber für Luca Waldschmidt. Das ist auf der einen Seite sicherlich nichts Ungewöhnliches. Denn Struber hat sich schon mehrfach sehr positiv über den Offensivspieler geäußert, hält Waldschmidt für einen Unterschiedsspieler und lobt die fußballerischen Voraussetzungen des 28-Jährigen. Die sind sicherlich unbestritten. Die Qualitäten haben Waldschmidt einst zum Nationalspieler, zu einem begehrt Angreifer in Halb-Europa gemacht, dessen Marktwert Mal bei rund 20 Millionen Euro lag.

Wieder eine blasse Vorstellung

Auch beim FC lässt Waldschmidt diese Qualitäten aufblitzen. Aber für einen Unterschiedsspieler viel zu selten. Die Tore gegen Karlsruhe und Holstein Kiel waren wunderschön, technisch sauber gemacht, die Leistungen etwa gegen unter anderem Hamburg, Paderborn oder nun Münster fragwürdig für einen Akteur mit diesen Voraussetzungen. Der Finger hinter den Ohren nach einem geschossenen Tor ist eine verständliche Reaktion. Aber eine, die man sich als Außenstehender nach einer Folge von konstant guten Leistungen wünschen würde. Fakt ist: Waldschmidt bleibt auch in dieser Saison weit hinter den erhofften Erwartungen zurück – trotz seiner drei Ligatore und fünf Treffer insgesamt. Gegen Münster blieb der 28-Jährige abgesehen von einem Distanzschuss wieder einmal blass. Wirklich kreativ wurde der Offensivspieler hinter den Spitzen nicht.

Das Arbeitszeugnis war zumindest nach den Zahlen kein furchtbar schlechtes, gut aber eben auch nicht. So spielte etwa der für Waldschmidt eingewechselte Kainz in einem Drittel der Zeit mehr Pässe, von denen auch mehr ankamen, hatte nahezu gleich viele Ballkontakte und brachte mehr Flanken, die beim Mitspieler landeten. Es bleibt dabei, dass Waldschmidt zu den Spielern gehört, die sich seit der vergangenen Spielzeit nicht wirklich verbessert haben. Die uneffektiven Auftritte stellen die Tore bislang aber in den Schatten. Für einen Unterschiedsspieler ist diese Entwicklung in der zweiten Bundesliga bisher zu wenig. Die Konkurrenz steht in der zweiten Reihe bereit und wartet auf den Einsatz in Strubers Startelf.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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Ex-Trainer vom FC nun auch Ex-Trainer vom HSV – Hamburg trennt sich von Baumgart

Steffen Baumgart beim Hamburger SV
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Ex-Trainer vom FC nun auch Ex-Trainer vom HSV – Hamburg trennt sich von Baumgart

Ex-FC-Coach Steffen Baumgart ist nicht mehr länger Trainer des HSV. Das bestätigte der Club am Sonntagmittag. Auch Kevin McKenna und René Wagner müssen den Hamburger SV verlassen.

Es hatte sich bereits am Samstagabend angedeutet, nun ist es offiziell: Ex-FC-Coach Steffen Baumgart ist nicht mehr länger Trainer des HSV. Der Zweitligist hat die Personalie am Sonntagmittag verkündet.

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Das 2:2 am Samstagabend hat das Fass offensichtlich zum Überlaufen gebracht. Der HSV hatte gegen den FC Schalke 04 2:0 geführt, dann aber nach einer schwachen zweiten Halbzeit zwei Gegentreffer hinnehmen müssen. Nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg, darunter die Pokalpleite gegen Freiburg, haben die HSV-Verantwortlichen nun die Reißleine gezogen. „Steffen hat mit großer Leidenschaft, Energie und Einsatz bis zuletzt alles für den HSV gegeben. Unsere Analyse der aktuellen Situation und des gestrigen Spiels hat aber nochmals verdeutlicht, dass wir für den Weg aus der Leistungs- und Ergebniskrise einen neuen Impuls für nötig erachten“, sagte Stefan Kuntz, Vorstand Sport, am Sonntagmittag. Der HSV hat nach dem 13. Spieltag nur zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und liegt aktuell auf Rang sieben.

Auch McKenna und Wagner freigestellt

Die anhaltende Negativserie muss also den Ausschlag gegeben haben. Baumgart muss seinen „Lieblingsclub“ nach weniger als nur einem Jahr wieder verlassen. „Ich möchte mich bei Stefan Kuntz und auch Jonas Boldt für die Chance bedanken, bei meinem Lieblingsverein der Kindheit arbeiten zu dürfen“, sagte der Ex-Coach. „Es war eine spannende und sehr intensive Zeit. Ich bleibe dem Club verbunden und wünsche dem HSV, dass man die Ziele erreicht. Mein Dank gilt auch dem gesamten Staff und allen Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle.“ Neben Baumgart wurden auch die beiden Co-Trainer Kevin McKenna und René Wagner, die dem Trainer auch beim FC zur Seite standen freigestellt. Der gebürtige Rostocker hat damit innerhalb von einem Jahr seinen zweiten Verein verlassen müssen.

Wie bewertet ihr die FC-Profis gegen Münster?

Baumgart und der FC gingen im Dezember vergangenen Jahres getrennte Wege. Der Coach hatte die Kölner zunächst in die Conference League geführt, war dann aber nach einem ordentlichen zweiten Jahr in die Kriese gerutscht. Für den gebürtigen Rostocker kam Timo Schultz, der den Abstieg bekanntlich nicht verhindern konnte. Anfang des Jahres heuerte der Coach bei den Rothosen an. Nach dem verpassten Aufstieg im Sommer sollte es in dieser Spielzeit bei den Rothosen klappen. Der Beginn war vielversprechend. Unter anderem gewann der HSV das Auftaktspiel gegen den FC 2:1.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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„Mr. Lemperle“ setzt zum Höhenflug an

Tim Lemperle vom 1. FC Köln
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„Mr. Lemperle“ setzt zum Höhenflug an

Ein guter Offensivmoment reichte dem FC gegen Preußen Münster zum knappen 1:0-Erfolg. Nicht überraschend erzielte den entscheidenden Treffer der beste Kölner Angreifer: Tim Lemperle ist einmal mehr der Matchwinner für den 1. FC Köln.

Zum dritten Mal in Folge gewinnt der FC in der Liga 1:0, zum zweiten Mal erzielt das Kölner Eigengewächs dabei den entscheidenden Treffer für die Geißböcke. Tim Lemperle ist einmal mehr der Matchwinner für den 1. FC Köln.

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Es lief die 51. Minute des bis dahin eher zähen Abendduells im Preußenstadion, als Tim Lemperle in den kalten Nachthimmel aufstieg. Der Stürmer erreichte die Flanke von Mitspieler Dejan Ljubicic und köpfte die Kugel ins Tor von Johannes Schenk. Der Keeper von Preußen Münster konnte nur noch hinter sich greifen. 1:0 für den 1. FC Köln. Lemperle setzte zum nächsten Höhenflug vor den Fans an. Kein Wunder der 22-Jährige avancierte zum Matchwinner der Begegnung und sicherte dem FC den vierten Sieg ohne Gegentor in Folge sowie den vorläufig dritten Tabellenplatz – wieder einmal. Denn der Stürmer scheint seine Form gefunden zu haben und damit auch in der Saison Richtung Höhenflug anzusetzen. Mit nun insgesamt sechs Ligatoren, einem Treffer im Pokalspiel gegen Holstein Kiel sowie vier Assists ist der Youngster neben Linton Maina der Topscorer der Geißböcke.

Lemperle: „Ich bleibe auf jeden Fall weiter dran“

Besonders seine Kopfballtore sicherten dem FC in den vergangenen vier Spielen die Siege. Seine Stärke in der Luft kommentierte Lemperle bereits nach dem Pokalspiel gegen Holstein Kiel. „Ich hatte drei Jahre Zeit, um mir das bei Anthony Modeste abzugucken, einem unfassbaren Kopfballspieler. Da habe ich mir das abgeguckt und heute umgesetzt“, so das Kölner Eigengewächs. Auch nach der Begegnung in Münster freute sich der Offensivspieler über sein Tor. „Ich denke, ich hab die Voraussetzungen, aber ich denke, ich hab da auch noch viel Potenzial. Nicht jeder Kopfball von mir ist sauber, aber den treffe ich heute sehr gut“, resümierte der Torschütze. „Ich bleibe auf jeden Fall weiter dran und arbeite.“ Und nicht nur in der Luft zeigt Lemperle seine Qualitäten.

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Im Duell gegen Hertha BSC vor 15.000 mitgereisten Kölner Fans im Olympiastadion bewies der junge Kölner seine Kaltschnäuzigkeit mit dem Fuß. Für Lemperle scheint es in dieser Saison beim FC einfach rund zu laufen. Bereits nach dem 13. Spieltag hat der Stürmer seine Bilanz der Vorsaison bei Greuther Fürth geknackt. Auch bei den Mittelfranken kam Lemperle auf sechs Tore und vier Vorlagen – nur eben bei 32 Begegnungen. Kein Wunder, dass FC-Trainer Gerhard Struber auf den gebürtigen Frankfurter vertraut. In allen 13 Duellen der Liga sowie den beiden Partien im DFB-Pokal stellte der Coach Lemperle in die Startelf. Und auch nach der Umstellung auf die Dreierkette behielt der Offensivspieler, anders als Damion Downs, seinen Stammplatz. Der Erfolg gibt dem Trainer recht.

Der Kölner Sturm kommt ins Toreschießen

Struber hatte in der Vergangenheit mehrfach schon fast mantraartig betont, dass seine Jungs „ins Toreschießen“ kommen müssten. Das setzen die Kölner Angreifer eindrucksvoll um. Downs und Lemperle kommen zusammen immerhin auf elf Tore in der Liga. So dass die Frage, ob überhaupt ein weiterer Knipser nachverpflichtet werden muss, zumindest eine gewisse Berechtigung erfahren könnte. Doch Struber hat eine klare Vorstellung: „Wir haben mehrere Dinge auf der Prioritätenliste. Ein gesunder Konkurrenzkampf facht den Wettbewerb an“, sagt der 47-Jährige. Und so könnte der Coach seine Aussage, die er nach dem ersten Treffer seines Offensivspielers gegen Eintracht Braunschweig tätigte wiederholen: „Mr. Lemperle hat unter Beweis gestellt, was ihn ihm steckt“. Und das seitdem gleich mehrfach.

Ein zweischneidiges Schwert. Denn Lemperle weckt mit jedem Treffer, mit jedem guten Spiel Begehrlichkeiten. Schon vor Wochen tauchten Gerüchte über ein mögliches Interesse aus der Bundesliga auf. Auch das kommt nicht überraschend. Schließlich läuft der Vertrag des Angreifers aus. Beim FC wird man wohl alles daran setzen, den Youngster doch zu halten. Aktuell ist der Wert des Stürmers für den FC jedenfalls horrend.


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Der FC hat erkannt, worauf es ankommt: Willkommen in Liga zwei – ein Kommentar

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Der FC hat erkannt, worauf es ankommt: Willkommen in Liga zwei – ein Kommentar

Nach einem Tief vor gerade erst einmal vier Wochen haben sich die Geißböcke in nur drei Liga-Spielen an die oberen Tabellenplätze herangearbeitet. Dabei ist das Offensivspiel ganz sicher nicht attraktiver geworden. Der FC hat erkannt, worauf es ankommt – auf Ergebnisse. Der 1. FC Köln ist in der zweiten Liga angekommen. Ein Kommentar zum dritten Ligasieg des 1. FC Köln in Folge.

Nicht besonders attraktiv, nicht außergewöhnlich kreativ – dennoch konnten die Kölner aus den letzten drei Spielen die maximal zu erreichende Punkteausbeute einfahren und wissen nun wohl, worauf es ankommt. Der 1. FC Köln ist in der zweiten Liga angekommen. Ein Kommentar zum dritten Ligasieg des 1. FC Köln in Folge

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Der Blick auf die vergangenen vier Wochen ist im FC-Universum schon ein sehr spannender. Am 25. Oktober, also Freitag vor vier Wochen, kassierten die Geißböcke im Heimspiel gegen den damaligen Tabellendritten eine 1:2-Niederlage. Die Pleite gegen einen Aufstiegskandidaten an sich wäre im Laufe einer „normalen“ Spielzeit wohl kaum mehr als ein geringes Übel gewesen. Doch die Gesamtumstände traten eine Lawine in den Sozialen und „herkömmlichen“ Medien los. FC-Trainer Gerhard Struber, vor allem aber Sportdirektor Christian Keller wurden heftigst kritisiert. Es wurden bereits Nachfolger gehandelt, Namen spekuliert. Wie gesagt, die Niederlage an sich wäre gar nicht das Problem gewesen. Vielmehr hatte man eine deutliche Reaktion auf die desolate Leistung bei der 1:5-Klatsche gegen Darmstadt erwartet – die blieb mit einer defensiven, abwartenden und sicher auch sehr schwachen Vorstellung der Kölner aus.

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Die Kölner Offensive lahmt weiterhin

Vier Wochen später schnuppern die Kölner wieder an den Aufstiegsplätzen. Nein, sie mischen im Aufstiegsrennen mit, können am kommenden Spieltag den 2. Platz einnehmen und je nach Verstärkung im Winter können die Kölner tatsächlich ein gehöriges Wort mitsprechen. Auch, wenn Christian Keller bei den möglichen Transfers schon wieder gefühlt auf die Erwartungs-Bremse tritt. Plötzlich ist der vor Wochen noch in Frage gestellte Trainer eine Art Heilsbringer. Zumindest was die jüngste Punkteausbeute angeht. Neun Zähler holten die Kölner aus den vergangenen drei Spielen. Das hat an diesem Wochenende in der 2. Bundesliga nur Darmstadt geschafft. Es ist natürlich naheliegend, dass dieser Erfolgskurs mit der oft erklärten Systemumstellung der Kölner zusammenhängt. Der FC scheint in der Dreierkette nicht so anfällig, Köln hat in den ersten zehn Spielen zwei Tore im Schnitt kassiert, nun seit vier Spielen keins mehr.

Nach vier Siegen in Serie gibt der Erfolg den Entscheidungen des Trainers ganz sicher recht. Von Glück oder Zufall zu reden wird zumindest immer schwerer. Auch, wenn einige Einwechslungen für den Außenstehenden durchaus Fragezeichen hinterlassen dürften. Und dennoch bleibt da ein kleines „Aber“. Denn der Fußball der Kölner ist auch weiterhin alles andere als ein attraktiver. Spielerisch traten die Geißböcke bei ihren jüngsten Erfolgen sicherlich nicht viel besser auf, als zum Beispiel gegen Paderborn. Gerade in der Offensive bietet der FC sehr wenig bis hin zu gar nichts an. Mal abgesehen von dem Distanzschuss von Luca Waldschmidt und eben dem Treffer von Tim Lemperle war Köln im Grunde chancenlos. Im ersten Abschnitt gab es sogar eine sehr kurze Phase, da geriet die FC-Hintermannschaft dann doch mal kurz ins Wanken.

Der FC hat den Kampf angenommen

Dennoch ist eine gewisse Stabilität nicht von der Hand zu weisen. Und am Ende des Tages ist es auch nicht wichtig, wie attraktiv der Kölner Fußball ist. Es kommt auf die Punkte an und davon fuhren die Geißböcke zuletzt eben reichlich ein. Es fehlt nur die Fantasie, wie das Spiel in der Offensive denn wieder attraktiver werden soll. So lange das Motto „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ für den FC weiterhin funktioniert, braucht es diese Fantasie aber auch nicht. Vor einigen Wochen mahnten die FC-Bosse an, dass es eben nicht nur eine Sache des Spielsystems sondern eben auch eine der Tugenden sei.

Am Ende des Tages ist es für den möglichen Aufstieg eben auch wichtig die „ekelhaften“ Begegnungen, Spiele dreckig zu gewinnen. Gerade in der 2. Bundesliga geht es sicherlich nicht nur darum, in Schönheit zu glänzen. Dann droht offensichtlich die Gefahr, in Schönheit zu sterben. Nein, der FC hat den Kampf im Unterhaus des deutschen Fußballs angenommen. Gerhard Struber sagte vor dem Duell am Freitag Preußen Münster sei in der 2. Bundesliga angekommen. Es hat allerdings vielmehr den Anschein, dass der FC nun endlich angekommen ist.


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Diehl trifft nach 19 Sekunden

Justin Diehl trifft für den VfB Stuttgart
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Diehl trifft nach 19 Sekunden

Bislang war der Wechsel von Justin Diehl zum VfB Stuttgart wahrlich kein glücklicher. Doch das hat sich am Samstag zumindest ein wenig verändert: Justin Diehl erzielt nach 19 Sekunden erstes Bundesliga-Tor.

Der Wechsel von Justin Diehl zum VfB Stuttgart war bekanntlich kein leiser und bislang auch kein besonders glücklicher. Das hat sich zumindest leicht verändert. Justin Diehl erzielt im Duell gegen den VfL Bochum nach 19 Sekunden sein erstes Bundesliga-Tor.

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Die Begegnung des VfB Stuttgart gegen den VfL Bochum war lange kein Leckerbissen. Die Schwaben führten 1:0, Bochum fiel nicht viel ein. VfB-Coach Sebastian Hoeneß wechselte doppelt, brachte Florian Rieder und Justin Diehl. Und das zahlte sich umgehend aus. Rieder bekam nach einem Abschlag den Ball, steckte durch auf Diehl und das ehemalige FC-Talent schob souverän zum 2:0 der Stuttgarter ein. Ein verdienter Erfolg für den VfB und ein persönlicher für Justin Diehl. Denn der Angreifer hat es bislang in Stuttgart alles andere als leicht. Schon der Abgang vom FC war bekanntlich kein besonders erfreulicher – zumindest aus Sicht der Kölner. Diehl deutete früh an, seinen Kontrakt nicht verlängern zu wollen, wurde daraufhin degradiert und die Versuche, das Talent doch noch zu halten, kamen wohl zu spät, wenn sie denn überhaupt noch Aussicht auf Erfolg gehabt haben sollten. Diehl wechselte ablösefrei zum VfB.

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Doch in Stuttgart lief es für den Stürmer alles andere als rund. Zunächst wurde der Youngster nicht für den Kader der Champions League berufen, nach einem ersten Kurzeinsatz in der Bundesliga landete Diehl sogar bei der Zweitvertretung der Stuttgarter. Dort verletzte sich der 19-Jährige umgehend, zog sich eine Schulterluxation zu und fiel monatelang aus. Schon am vergangenen Spieltag feierte der Angreifer sein Comeback gegen Eintracht Frankfurt. Nun kam der Offensivspieler in der 77. Minute im Duell gegen den VfL Bochum und schlug nur 19 Sekunden nach seiner Einwechslung zu. Das erste Bundesliga-Tor des Youngsters. Und Diehl hätte noch mehr für sein Scorerkonto tun können. Kurz vor Spielende legte der Angreifer ab auf Nick Woltemade, doch der U21-Nationalspieler vergab aus perfekter Position.

Unmittelbar vor Spielende konterte Stuttgart, Diehl lief alleine aufs gegnerische Tor zu, zögerte dann und verpasste das Abspiel auf den mitgelaufenen Rieder, der wohl nur den Fuß hätte hinhalten müssen. Der Angreifer traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Das 1:0 hatte auch ein Ex-Kölner erzielt. Und das mehr als beeindruckend. Chris Führich wurde mit einem langen Diagonalball freigespielt. Der 26-Jährige nahm sich die Kugel und schlenzte sie aus 25 Metern ins lange Eck. Mit Jeff Chabot spielte noch ein weiterer Ex-Kölner, der eine starke Leistung ablieferte.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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Mark Uth muss noch warten

Er hatte sich gegen Preußen Münster bereits zum Wechsel angemeldet, doch es gab die Rolle zurück beim Spiel des 1. FC Köln: Mark Uth wartet weiter auf sein Comeback. Das ist aber nur kurzfristig aufgeschoben.

Am Freitagabend war Mark Uth schon bereit für seine erste Einwechslung in der zweiten Bundesliga seit August. Doch dazu kam es dann doch nicht beim 1. FC Köln: Mark Uth wartet weiter auf sein Comeback.

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Bereit stand der 33-Jährige schon. Bereit für den ersten Einsatz in der 2. Bundesliga seit August. Doch Mark Uth muss sich auch weiterhin in Geduld üben. Der Offensivspieler hatte die Trainingsjacke im Duell gegen Preußen Münster am Freitagabend bereits ausgezogen, stand neben Gerhard Struber und wartete auf seine Einwechslung. Doch der gebürtige Kölner setzte sich nur wenige Minuten später wieder auf die Bank, kam nach einem kurzen Gespräch mit dem Coach dann doch nicht zum Einsatz. „Es war nicht klar mit Kainzi. Das war unser letztes Wechsel-Fenster. Deswegen habe ich den Mark nochmal zu mir gebeten. Aber dann ist es nur noch der geplante Wechsel geworden“, sagte der Trainer nachher auf der Pressekonferenz. Tatsächlich war Florian Kainz nach einem missglückten Pass zu Boden gegangen. Die Sorge vor einer erneuten Fußverletzung war groß.

Uth fehlt seit Anfang August

Kainz hatte sich bekanntlich im Sommer am Sprunggelenk verletzt und mehrere Monate gefehlt. Gerade die vergangenen Wochen mit der Vorarbeit zum Damion-Downs-Treffer gegen Fürth sowie einem guten Auftritt im Spiel gegen den FC Groningen hatten den Österreicher zu einem Hoffnungsträger beim FC gemacht, ein Ausfall wäre besonders bitter. Doch Kainz konnte nach kurzer Behandlung weitermachen. Und somit muss sich Uth weiter in Geduld üben. „Er hatte Verständnis dafür, es war ein guter Austausch“, sagte der Coach. Unter der Woche hatte Struber schon angekündigt, dass man mal sehen werde, ob es auch Einsatzzeit für den Routinier gäbe. Nach der Führung von Lemperle sah der Trainer offenbar keinen Grund, den möglichen Unterschiedsspieler schon gegen Münster zu bringen.

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Für Uth ist die Kader-Nominierung schon der erste, wichtige Schritt zurück. Seit dem 2:2 gegen Elversberg Anfang August hat Uth nicht mehr für die Profis gespielt. Damals war der Offensivspieler spät eingewechselt worden, nach fünf Minuten ging es aber mit einer Adduktorenzerrung schon wieder runter vom Platz. Die Zerrung oder deren Folgen stellten sich als besonders hartnäckig heraus. Dabei hatten die Kölner Verantwortlichen schon ein individuelles Training in der Vorbereitung für den Stürmer anberaumt. Man wollte den verletzungsanfälligen Uth besonders auf die bevorstehende Saison vorbereiten. Kein Wunder: Uth kommt in den vergangenen zweieinhalb Spielzeiten auf gerade einmal 19 Einsätze.

Und dennoch hoffen die Geißböcke auf eine schnelle Rückkehr. „Der Mark ist einer, der etwas einfädeln kann. Der in der finalen Zone immer für Entscheidungen gut ist“, hatte Struber unter der Woche gesagt. „Und dort wird er wieder auftauchen. Die Position werde ich nicht festzimmern. Er wird in einen Bereich eingeteilt, wo er Fäden ziehen kann. Da kann er in vielen Positionen agieren. Er ist da sehr erfahren und sehr variabel“, so Struber weiter. Diese Stärken kann der 33-Jährige vielleicht schon am kommenden Samstag gegen Hannover einbringen. Bereit wäre der Kölner.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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Die Konkurrenz patzt – Der FC mischt plötzlich wieder im Aufstiegskampf mit

Gerhard Struber jubelt
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Die Konkurrenz patzt – Der FC mischt plötzlich wieder im Aufstiegskampf mit

Nach dem 1:0-Sieg gegen Preußen Münster am Freitagabend und den eingefahrenen drei Zählern kletterte der FC in der Tabelle. Nun patzte zudem ein Teil der Konkurrenz – und der Abstand nach oben wird knapper. Der 1. FC Köln mischt wieder im Aufstiegskampf mit.

Nach den Duellen der direkten Konkurrenz in der zweiten Liga steht der FC nun auf Tabellenplatz fünf. Bis zum Tabellenersten sind es nur noch drei Punkte Abstand. Der 1. FC Köln mischt wieder im Aufstiegskampf mit.

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Am Freitagabend gelang FC-Coach Gerhard Struber und seiner Mannschaft der dritte Ligasieg in Folge – und das „zu Null“. Bereits vor einigen Wochen prophezeite Jonas Hector, dass es in der engen zweiten Liga ganz schnell mit einer Serie auch wieder nah an die Aufstiegsplätze herangehen könne. Vier Wochen später ist der FC auf Tuchfühlung mit den ersten Plätzen der Tabelle und belegt nach Beendigung der Samstagmittags-Spiele Rang fünf. An der Spitze steht aktuell der SC Paderborn mit nur drei Zählern mehr. Es bleibt also spannend in der zweiten Bundesliga. Auch, weil die weiteren Plätze nur wenige Punkte auseinander liegen. So befinden sich gleich sechs Teams auf den Plätzen, die nur drei Zähler Rückstand auf den ersten Rang haben. Zwei der Kontrahenten, die den 13. Spieltag noch bestreiten müssen, haben ebenfalls die Chance, mit in den Topf dieser Teams zu gelangen.

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Die zweite Liga ist eng zusammengerückt wie nie

So belegen vor den Duellen des HSV gegen Schalke, Regensburgs gegen Magdeburg und Kaiserslautern gegen Braunschweig aktuell sechs Teams mit mindesten 21 Punkten die ersten sechs Plätze der Liga und sind auf direkter Schlagdistanz zum Tabellenführer Paderborn mit 24 Zählern. Doch dies könnte sich je nach Ausgang der Partien am Samstagabend und am morgigen Sonntag noch verschärfen. Gewinnt das Team von Steffen Baumgart im Heimspiel gegen Schalke 04, zieht der HSV mit dann 22 Punkten an den Geißböcken vorbei. Fahren die Magdeburger auswärts gegen den Tabellenletzten Jahn Regensburg ebenfalls drei Zähler ein, sind sie punktgleich mit den Kölnern und Fortuna Düsseldorf. Somit könnten es nach Beendigung des 13. Spieltags acht Mannschaften in die Riege derer sein, die drei Punkte vom Spitzenplatz entfernt sind oder diesen belegen.

Heißt auch: Gewinnt Hamburg und Magdeburg lässt Federn, kommt es am kommenden Spieltag zu drei Spitzen-Spielen der Top-Sechs. Spitzenreiter Paderborn ist zu Gast bei der Mannschaft der Stunde aus Elversberg. Der KSC empfängt als Tabellenzweiter die Rothosen und der FC erwartet bekanntlich Hannover 96. Noch vor vier Wochen befand sich Köln in einer tiefen Krise. Drei Spieltage später bekommen die Geißböcke nicht nur ein Spitzenspiel im FC-Stadion, sollte Köln dieses sogar gewinnen, belegt der FC mindestens Rang drei. Die Konstellation heißt aber auch, dass die Tabellenführung mit einem Sieg nicht möglich ist.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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