Jan Thielmann und Eric Martel vom 1. FC Kรถln feiern bei der U21-EM den dritten Sieg mit der DFB-Auswahl

Jan Thielmann im Trikot der U21
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Jan Thielmann und Eric Martel vom 1. FC Kรถln feiern bei der U21-EM den dritten Sieg mit der DFB-Auswahl

Nach den Siegen gegen Slowenien (3:0) und Tschechien (4:2) ist den deutschen Junioren der dritte Erfolg bei der U21-Europameisterschaft in der Slowakei gelungen. Trainer Antonio di Salvo stellte die komplette Startelf um. Die DFB-Auswahl gewinnt mit dem Duo vom 1. FC Kรถln gegen England 2:1.

Die Gruppenphase der U21-EM schlieรŸt die DFB-Auswahl als Gruppenerster ab. Das Team von Antonio di Salvo gewann mit der deutschen U21 2:1. Jan Thielmann vom 1. FC Kรถln stand gegen die Englรคnder von Beginn an auf dem Platz, Eric Martel fehlte in der Startelf und nahm auf der Bank platz, wurde in der Schlussphase jedoch noch eingewechselt. Die DFB-Auswahl gewinnt mit dem Duo vom 1. FC Kรถln gegen England 2:1.

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Mit den beiden ersten Duellen in der Gruppe B gegen Slowenien und Tschechien starteten Eric Martel und Jan Thielmann zum Auftakt der Europameisterschaft in der Slowakei bereits erfolgreich. Am Mittwochabend setzte sich die Auswahl von Bundestrainer Antonio di Salvo dann auch gegen England durch. Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Spielen stand Eric Martel nicht von Beginn an auf dem Feld. Trainer di Salvo wechselte die komplette Startelf aus. Die deutschen Junioren erwischten einen perfekten Start in die Partie. Bereits in der 4. Minute eroberten Nelson Weiper und Caspar Jander den Ball gegen Elliot Anderson und leiteten den Konter ein. Lukas Ullrich flankte den Ball aus dem linken Halbfeld in den Sechszehner. Ansgar Knauff kontrollierte die Kugel perfekt und versenkte das Spielgerรคt gekonnt im langen Eck zum frรผhen 1:0. In den weiteren Spielminuten wirkte die deutsche U21 ebenfalls frisch.

Schreckmoment bei Jan Thielmann

Auch Thielmann fand gut in die Partie und รผberzeugte frรผh durch zwei starke Pรคsse auf Knauff. Dieser nahm die Pรคsse zwar gut an, konnte sich aber gegen die gegnerische Abwehr nicht durchsetzen. Ein Abschluss von Omari Hutchinson aus gut acht Metern verfehle das Tor von DFB-Keeper Tjark Ernst und ging links am Kasten vorbei. Fรผr einen kurzen Schreckmoment sorgte Thielmann, der direkt vor der deutsche Bank gefoult wurde und behandelt werden musste. Fรผr den Kรถlner ging es allerdings schnell weiter. Die deutsche Elf machte weiter Druck und belohnte sich in der 33. Minute mit dem 2:0 durch Nelson Weiper nach Vorarbeit von Knauff. Mit der komfortablen Fรผhrung ging es in die Halbzeit. Deutschland prรคsentierte sich in den ersten 45 Minuten sehr effizient. Fun Fakt: In der letzten Minute der Nachspielzeit fiel ein Flutlichtmast aus.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte Lee Carsley gleich dreimal das Personal, di Salvo blieb bei seiner Startelf. Die Partie verlor zunรคchst an Schnelligkeit, die Mannschaften begegneten sich auf Augenhรถhe, kreierten allerdings keine groรŸen Chancen. Auch wenn die Englรคnder รผber mehr Ballbesitz verfรผgten und bis ins letzte Drittel vorstoรŸen konnten, stand die deutsche Defensive lange stabil und verteidigte sicher. In der 76. Minute gelang den Englรคndern durch Alex Scott der Anschlusstreffer. Nach einem Flachpass von Omari Hutchinson musste Scott nur noch den FuรŸ hinhalten. Di Salvo wechselte Paul Nebel und Nicolo Tresoldi fรผr Ansgar Knauff und Merlin Rรถhl ein. Das Spiel nahm an Fahrt auf und der deutsche Coach verstรคrkte in den letzten fรผnf Minuten die Abwehrreihe durch einen Wechsel von Weiper durch Bright Arrey-Mbi. Auch Eric Martel und Elias Baum bekamen noch Spielzeit und wurden in der 88. Minute eigewechselt, hatten aber keinen Zugriff mehr auf die Partie.

Den DFB-Junioren gelang der dritte Sieg in der Gruppe B. Als Tabellenfรผhrer trifft die DFB-Auswahl am Sonntag, den 22. Juni im Viertelfinale auf Italien, England trifft am Tag vorher auf Spanien.

Mit Tempo in die neue Saison? Der 1. FC Kรถln sucht nach mehr Geschwindigkeit

Lucas Monzon (links) soll auf der Liste des 1. FC Kรถln stehen
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Mit Tempo in die neue Saison? Der 1. FC Kรถln sucht nach mehr Geschwindigkeit

Besonders schnell war der 1. FC Kรถln in der letzten Saison nicht unterwegs. Nicht im Aufstiegsrennen, aber auch nicht die Spieler. Nur ein Kรถlner konnte mit den schnellsten Spielern der 2. Bundesliga mithalten. In der Bundesliga kรถnnte genau das zur Herausforderung werden: Wie lรถst der 1. FC Kรถln sein Tempoproblem?

Der FuรŸball wird immer athletischer und darum auch immer schneller. Genau da hat der 1. FC Kรถln aber Nachholbedarf. Im Vergleich zu der Konkurrenz waren die GeiรŸbรถcke in der abgelaufenen Spielzeit eher langsam unterwegs. Gerade in der Bundesliga kรถnnte das Probleme bedeuten: Wie lรถst der 1. FC Kรถln sein Tempoproblem?

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Gerade zu Beginn der abgelaufenen Zweitligasaison war es eins der ganz groรŸen Themen. Vier Gegentore gegen den KSC, fรผnf gegen Darmstadt – meist nach Kontern und damit verbunden die Frage, ob der 1. FC Kรถln ein Geschwindigkeitsproblem hat. Der Blick in die Statistik der Hรถchstgeschwindigkeit verrรคt: Nur ein Kรถlner Spieler gehรถrt zu den schnellsten Spielern der Liga. Linton Maina kam letzte Saison auf einen Bestwert von 35,87 km/h und lag damit auf Platz elf der schnellsten Spieler der 2. Bundesliga. Bis der nรคchste Akteur des FC in jener Bilanz auftaucht, muss man aber lange suchen. Erst auf Platz 70 befindet sich Winterneuzugang Joรซl Schmied mit 34,29 km/h. Insgesamt schaffen es nur vier Kรถlner Spieler in die Top-100. Zum Vergleich: Vom Mitaufsteiger Hamburger SV sind es gleich doppelt so viele.

Noch langsamer im Vergleich zur Bundesliga

Zwar ist der Topspeed am Ende des Tages nicht alles, aber vielleicht doch viel. Dass der 1. FC Kรถln in der Hinsicht nachbessern muss, zeigt sich auch, wenn man sich die Werte der Bundesliga aus der abgelaufenen Saison anschaut. In dieser gab es deutlich mehr schnellere Spieler als im Unterhaus: Nur Linton Maina wรคre vom FC noch in den ersten 100 Plรคtzen vertreten, allerdings auf Platz 20. Um in der Bundesliga mithalten zu kรถnnen, muss da vermutlich deutlich mehr kommen. Vor allem, wenn der Verein den vom neuen Trainer Lukas Kwasniok ausgerufenen Spielstil umsetzen mรถchte. Kwasniok hat schon angekรผndigt, auf โ€žintensiven, vielleicht auch etwas wilden FuรŸballโ€œ setzen zu wollen. AuรŸerdem wird der FC in der Bundesliga sicherlich รถfter als AuรŸenseiter in Spiel gehen. Es kann sich also lohnen, auf schnelle Umschaltspieler zu setzen.

Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?

Dass der Verein die fehlende Geschwindigkeit als Problem erkannt hat, zeigt sich gerade besonders bei den Transfergerรผchten. Gleich mehrere schnelle Spieler werden gehandelt. Zum Beispiel in der Defensive, in der vergangene Saison Dominique Heintz eine wichtige Rolle gespielt, der in Sachen Geschwindigkeit aber deutliche Defizite hat. Ein gehandelter Ersatz: Lucas Monzรณn, der bereits mit mehr als 37 km/h gemessen wurde, oder Calvin Brackelmann, vergangene Spielzeit 35,83 km/h schnell und damit auf Platz zwรถlf in der 2. Bundesliga. Letzteren kennt Trainer Kwasniok zusรคtzlich bereits aus Paderborn. Brackelmann war unter ihm in der abgelaufenen Saison Paderborner Abwehrchef, der Trainer weiรŸ also um seine Stรคrken.

FC setzt auf Geschwindigkeit

Brackelmann ist damit auch nur minimal langsamer als der schnellste FC-Spieler Linton Maina. Mit dessen Vertragsverlรคngerung hatten die FC-Bosse bereits am Ende der abgelaufenen Saison den schnellsten Spieler des Kaders gehalten. Noch schneller wรคre aber Stรผrmer Rayan Philippe von Eintracht Braunschweig, an dem der 1. FC Kรถln Interesse gehabt hat. Er knackte letzte Saison mit 36,39 km/h sogar die 36er-Marke. Ein Transfer wird wohl nicht zu Stande kommen, Philippe zieht es anscheinend zum Hamburger SV. Willem Geubbels von St. Gallen wurde ebenfalls mit einer Geschwindigkeit von mehr als 36 km/h genannt. Was sich also an den Gerรผchten zeigt: Der 1. FC Kรถln hat erkannt, dass er mit mehr Tempo in die neue Bundesliga-Saison gehen muss und versucht das mit Transfers zu รคndern.


Verliert der 1. FC Kรถln seinen Leader? Der SC Freiburg nimmt Eric Martel ins Visier

Eric Martel und Linton Maina
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Verliert der 1. FC Kรถln seinen Leader? Der SC Freiburg nimmt Eric Martel ins Visier

Aktuell heiรŸt das Ziel Titelgewinn bei der U21-EM. Doch schon bald wird sich Eric Martel wieder auf den Liga-Alltag konzentrieren mรผssen. Fรผr welchen Club ist dabei aber offen. Den Vertrag beim FC hat er noch nicht verlรคngert und die ersten Konkurrenten klopfen schon an. Der SC Freiburg ist an Eric Martel interessiert.

Bleibt er oder geht er? Der FC droht einen seiner absoluten Leistungstrรคger zu verlieren. Der Sechser ist zumindest ein begehrtes Ziel. Der SC Freiburg ist an Eric Martel interessiert.

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Wenn es nach Thomas Kessler geht, besteht kaum ein Zweifel, wo Eric Martel in der kommenden Spielzeit am besten aufgehoben ist. Beim Mitgliederstammtisch sprach der 39-Jรคhrige davon, Martel „ein Paket zu bauen“, dass nicht nur finanziell den Erwartungen entsprechen sollte. Kessler habe bei dem Sechser auch noch Entwicklungsfelder ausgemacht und die wรผrde der 23-Jรคhrige doch am besten beim FC angehen, so der Tenor. Der FC ist bereit, sich fรผr den eigentlichen Leader der Mannschaft zu strecken. „Wir werden alles versuchen, um Eric zu halten“, sagte Kessler kรคmpferisch, schob dann aber doch ein wenig einschrรคnkend hinterher: „Aber auch da reguliert der Markt die Preise und es muss von Eric aber auch eine sportliche รœberzeugung geben.“

Fรผnf Millionen Euro Ablรถse

HeiรŸt wohl, ab einer gewissen Summe wรผrden die Kรถlner Verantwortlichen ins Grรผbeln kommen und Martel muss seine sportliche Herausforderung weiter in Kรถln sehen. Beim FC wรคre man sicherlich mit einer Vertragsverlรคngerung inklusive Ausstiegsklausel bei entsprechender Freigabesumme sehr zufrieden. Doch die steht nach wie vor in den Sternen. Denn Martel wolle erst die EM in der Slowakei abwarten, hieรŸe es von Spieler und Berater. Das wird in Kรถln natรผrlich respektiert. Doch viel Zeit bleibt den Kรถlner Verantwortlichen dann nicht mehr, um auf einen Abgang schnell und vor allem adรคquat zu reagieren. Die deutsche U21 hat das Viertelfinale der EM erreicht, wird in der kommenden Woche also noch beim Turnier dabei sein. Es kรถnnte bis Anfang Juli weitergehen, dann steht schon der Trainingsauftakt beim FC an.

Martels Berater Michael Reschke erklรคrte vor wenigen Wochen bei Sky, dass man sich „auch“ mit dem FC zusammensetzen werde. Auch bedeutet in dem Zusammenhang, dass es noch mehr Gesprรคche geben wird. Unter anderem bringt die „Sport Bild“ nun den SC Freiburg ins Spiel. Das Team aus dem Breisgau soll Martel auf dem Schirm haben und wรผrde den interessanten Faktor Europa League mitbringen. Zudem hรคtte der Sechser durchaus eine realistische Chance, sich beim Sportclub durchzusetzen. Das Preisschild beziffert die „Sport Bild“ auf fรผnf Millionen Euro. Doch es wird sicher nicht bei Freiburg als Interessent bleiben. Im vergangenen Sommer soll auch Eintracht Frankfurt interessiert gewesen sein. Ob es eine Anfrage gegeben hat, ist offen. Fakt ist, sollte Martel nicht verlรคngern, wรผrden die Kรถlner nur jetzt finanziell profitieren.

Und der FC benรถtigt frisches Geld, will sich noch auf zahlreichen Positionen verbessern. Ob es Martel aber der richtige Spieler ist, um Ablรถsesummen zu generieren, ist eine andere Frage.

Verwirrung um angebliche Ausstiegsklausel: Kann Willem Geubbels die Downs-Alternative werden?

Willem Geubbels soll auf de rListe des 1. FC Kรถln stehen
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Verwirrung um angebliche Ausstiegsklausel: Kann Willem Geubbels die Downs-Alternative werden?

Gleich auf mehreren Positionen will der FC noch nachbessern. Auch im Angriff kรถnnte es noch Verstรคrkung geben. Mรถglicherweise auch als Ersatz fรผr Damion Downs, der beim Gold Cup weilt. Im Gesprรคch ist ein Franzose. Aber ist ein Transfer von Willem Geubbels fรผr den 1. FC Kรถln realistisch?

Er ist schnell, robust und hat in der abgelaufenen Saison zu alter Stรคrke zurรผckgefunden. Nun soll der FC sein Interesse bekundet haben. Ist ein Transfer von Willem Geubbels fรผr den 1. FC Kรถln aber รผberhaupt realistisch?

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Die ganz groรŸen Transferziele wollte Thomas Kessler auf dem Mitgliederstammtisch zunรคchst nicht erklรคren, erst nach und nach sprach der neue Sportdirektor die vakanten Positionen an. Vor allem im Tor und in der Defensive sieht der 39-Jรคhrige dringenden handlungsbedarf. Doch der ehemalige Keeper lieรŸ sich dann doch noch zu weiteren Aussagen hinreiรŸen. Eigentlich suche man ja ohnehin in allen Positionsgruppen noch Spieler, hatte er schon vorher angedeutet. Spรคtestens wenn Damion Downs die unterbreitete Vertragsverlรคngerung nicht unterschreiben wird und den Verein verlรคsst, wird der FC auch im Angriff noch einmal tรคtig werden mรผssen. Vermutlich auch so. Und so werden nach wie vor auch Stรผrmer in die Transfergerรผcht-Verlosung rund um den FC geschickt.

Wenn รผberhaupt nur bei Abschieden mรถglich

Ein Name, der gehandelt wird ist Willem Geubbels. Der Franzose galt mal als Ausnahmetalent, wechselte in jungen Jahren fรผr rund 20 Millionen Euro zur AS Monaco, um dann aber ein langes Karrieretief zu erleben. Erst aktuell bei St. Gallen dreht der robuste Angreifer mal so richtig auf. Und spielt sich somit in den Fokus zahlreicher Clubs. In der Schweizer Super League erzielte der 23-Jรคhrige 14 Tore, bereitete drei weitere vor. Der Knoten scheint geplatzt zu sein und in der Schweiz macht man sich Hoffnungen auf einen lukrativen Deal. Denn der Franzose hat noch Vertrag bis 2027 und befindet sich endlich in der einst erwarteten Form. Kein Wunder also, dass auch der FC seine Fรผhler nach dem schnellen Stรผrmer ausgestreckt haben soll. Geubbels wรผrde zu dem intensiven, schnellen Spielstil von Lukas Kwasniok perfekt passen.

Wรคre da eben nicht die horrende Ablรถsesumme, die der Schweizer Erstligist wohl fordern wรผrde. Denn der Marktwert des Angreifers liegt laut transfermarkt.de bei rund zehn Millionen Euro. Also etwa die Summe, die der FC fรผr die Neuverpflichtungen Ragnar Ache, Isak Johannesson sowie Trainer Lukas Kwasniok ausgegeben hat. Noch einmal zehn Millionen fรผr einen weiteren Stรผrmer klingt aktuell mehr als unwahrscheinlich. Der FC hat von seinem eigentlichen Budget nur noch zwei Millionen Euro รผbrig. Es kรถnnten noch gut zwei weitere Millionen aus dem Wechsel von Florian Wirtz dazukommen. Zu wenig fรผr eine Verpflichtung des Stรผrmers. Und daran wรผrde wohl auch der Verkauf einiger Spieler nichts รคndern. Sollte Downs wirklich den Verein verlassen, wรคren vielleicht fรผnf Millionen Euro einzunehmen, wรผrde wohl noch immer nicht reichen. Zumal die Kรถlner auch auf anderen Positionen noch Geld in die Hand nehmen mรผssen.

Zuletzt machte ein Artikel des St. Galler Tagblatt Hoffnung. Im Mai hatte die Zeitung von einer Ausstiegsklausel des Stรผrmers berichtet. Demnach wรผrde Geubbels รผber eine Ausstiegsklausel in Hรถhe von 5,5 Millionen Euro verfรผgen. Das Onlineportal „fussballtransfers.com“ berichtet dagegen, dass die Klausel nur fรผr den vergangenen Winter gegolten hรคtte. Nun wรคre die Ablรถse frei verhandelbar. Selbst 5,5 Millionen sind fรผr den FC nur schwer stemmbar gewesen. Sollte es zu freien Verhandlungen kommen, wird es ein schweres Unterfangen den Stรผrmer nach Kรถln zu lotsen. Neben dem FC und Union Berlin sollen auch zahlreiche englische Clubs wie Wolverhampton Wanderers, Sheffield United, Leeds United und der FC Southamptonย an dem Stรผrmer interessiert sein. Und bei denen sitzt das Geld bekanntlich ein wenig lockerer.

„Talenteflucht“ beim 1. FC Kรถln? So will Sportdirektor Thomas Kessler in Zukunft agieren

Thomas Kessler vom 1. FC Kรถln.
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„Talenteflucht“ beim 1. FC Kรถln? So will Sportdirektor Thomas Kessler in Zukunft agieren

Aktuell wird wieder viel รผber Florian Wirtz gesprochen und das reiรŸt alte Wunden auf. Der Abgang von jungen Talenten fรผhrt immer wieder zu Diskussionspotenzial beim FC. Zuletzt verloren die GeiรŸbรถcke U17-Weltmeister Justin von der Hitz. Ein รคrgerlicher Verlust. So will der 1. FC Kรถln eine Flucht der Talente vermeiden.

Mit Justin von der Hitz verlรคsst auch in diese Sommer ein groรŸes Talent den FC. Und so musste sich Sportdirektor Thomas Kessler am Dienstagabend beim Mitgliederstammtisch der Frage nach dem Umgang mit jungen Talenten stellen. So will der 1. FC Kรถln die Nachwuchsarbeit in Zukunft angehen.

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Wie schmerzhaft die Causa Florian Wirtz fรผr die Fans des 1. FC Kรถln nach wie vor ist, zeigte sich einmal mehr am Dienstagabend beim Mitgliederstammtisch. Selbst mehr als fรผnf Jahre nach dem Wechsel zu Bayer Leverkusen ist der Nationalspieler rund um das GeiรŸbockheim noch immer ein schmerzhaftes Thema. „Wir hรคtten ihn alle gerne im FC-Trikot spielen sehen“, sagte Thomas Kessler. Wirtz ist auch deswegen wieder ein Thema, weil der Wechsel des Nationalspielers zum FC Liverpool auf dem Plan steht und dieser mit einem Solidaritรคtsbeitrag in Hรถhe von rund 2,5 Millionen Euro verbunden ist, die der FC erhalten wird. Wirtz ist aber auch ein Thema, weil sich bei den Fans der GeiรŸbรถcke hartnรคckig das Gefรผhl hรคlt, dass die FC-Bosse die jungen Talente unter Wert abgeben. Die Fallhรถhe ist dabei – eben durch Wirtz – hoch. „Seit Florian Wirtz sind wir da alle getriggert“, sagte Kessler.

So will der 1. FC Kรถln die Talente-Flucht in Zukunft vermeiden

So sehr getriggert, dass auch Vergleiche herangezogen werden, die nicht ganz stimmig sind. Zum Beispiel Yann Aurel Bisseck, der mittlerweile fรผr Inter Mailand und die Nationalmannschaft spielt und daher wahrgenommen den FC einst unter Wert verlassen hat. Zur Wahrheit gehรถrt aber auch, dass es der Innenverteidiger es wรคhrend mehreren Leihen nicht geschafft hat, sich durchzusetzen, dem FC somit finanziell mรถglicherweise weiter auf der Tasche gelegen hรคtte und ein Wechsel der logische nรคchste Schritt war. Jens Castrop, Justin Diehl, Meiko Wรคschenbach – die Liste junger Spieler, die den FC in den vergangenen Jahren verrlassen haben, ist dennoch lang. Zuletzt reihte sich U17-Weltmeister Justin Von der Hitz ein, der kรผnftig fรผr den 1. FC Nรผrnberg spielen wird.

Und der Wechsel des Deutschen U19-Meisters wiegt schwer. Denn die Formkurve des 18-Jรคhrigen zeigt steil nach oben. Und so musste sich Kessler am Dienstag auch der Frage stellen, wie zukรผnftig vermieden werden soll, dass junge Talente den Verein ohne groรŸen wirtschauftlichen Gewinn verlassen. Grundsรคtzlich sei die Situation laut Kessler mittlerweile eine andere als noch vor einigen Jahren, als Jugendspieler bis zur U19 blieben, man schaute, ob sie es zu den Profis schaffen und diese, falls dies nicht gelรคnge, erst dann weitergingen. Der Markt ist ein anderer geworden. „Wir mรผssen uns dem Wettbewerb stellen, wo andere Vereine, die finanziell vielleicht besser aufgestellt sind als wir, vielleicht auch in frรผhen Jahren recht aggressiv auf junge Spieler zuzugehen und versuchen die รผber die Berater oder Eltern unter Vertrag zu nehmen“, so der Sportdirektor der GeiรŸbรถcke.

„Das sind halt Dinge, die sind super รคrgerlich“

Konkret will der Verein attraktiv bleiben fรผr die Akteure, eine Herausforderung anbieten. „Und das ist dann eben nicht nur die im sportlichen Bereich, sondern auch eine ganzheitliche Seite zur Verfรผgung stellen. Wir versuchen ein Rundum-Paket zu bieten, was aber darin mรผnden muss, wenn die Spieler so talentiert sind, dass sie die Plattform bekommen, in Zukunft das Trikot im Stadion zu tragen“, so Kessler. In der Causa Von der Hitz kรถnnte eben das Aufzeigen dieser Option nicht transparent genug transportiert worden zu sein. Der Verein habe sich nicht genug um den 18-Jรคhrigen bemรผht, lautet die Kritik unter anderem in den Sozialen Medien. Und auch fรผr den neuen Sportdirektor des 1. FC Kรถln ist der Wechsel des Youngsters mehr als รคrgerlich.

Denn gerade in den finalen Spielen habe Von der Hitz gezeigt, was er zu leisten im Stand ist. Ein Phรคnomen, das aber eben leider nicht neu ist beim 1. FC Kรถln. „In der Vergangenheit war es leider viel zu hรคufig so, dass wir Spieler im falschen Moment vom Hof haben gehen lassen. Das ist definitiv eine groรŸe Geschichte, die ich mir anheften lasse. Wir wollen die Spieler halten. Das klappt nicht immer“, rรคumte Kessler ein. Im Bezug auf den Rechtsverteidiger erlรคuterte der Sportdirektor, dass es durchaus sehr sehr lange Gesprรคche gegeben habe, man frรผhzeitig mit den Eltern zusammengesessen und ihnen „einen Weg aufgezeigt“ habe. „Die Vertragsgesprรคche sind dann nicht so fortgesetzt worden, dass es zu einem Ergebnis kam. Und er geht jetzt nach Nรผrnberg. Das sind halt Dinge, die sind super รคrgerlich, weil der Junge einfach talentiert ist.“ Die Frage, warum die Gesprรคche nicht fortgesetzt wurden, darf allerdings durchaus erlaubt sein.

Am Ende zรคhlt des Vertrauen

Die Situation, nicht allen talentierten Akteure eine Perspektive bei den Profis bieten zu kรถnnen bedingt alleine die Tatsache, dass der FC gerade in der kommenden Spielzeit das gesteckte Ziel des Klassenenerhalts erreichen muss. „Wir kรถnnen nicht Bundesliga spielen, indem wir 15 junge Spieler spielen lassen“, so Kessler. Dennoch habe man „freie Plรคtze fรผr junge Spieler“. So wie in der vergangenen Saison, als unter anderem Julian Pauli sowie zahlreiche weitere Akteure der FC-Reserve ihr Profi-Debรผt feiern durften. ZugegebenermaรŸen wohl auch ein wenig aus der Not heraus. Dennoch bot der Verein jungen Talenten die Mรถglichkeit, sich zu beweisen. Und das eben wenn mรถglich durch Leihen wie bei Elias Bakatukanda, der noch einJahr lรคnger in Linz bleiben wird, um Spielpraxis zu erhalten. Kessler betonte, dass es fรผr die Entwicklung nun mal wichtiger sei mรถglichst viel lange zu spielen, als wenn รผberhaupt ein paar Kurzeinsรคtze in wenigen Spielen.

Eone kolpoltierte Talentefliucht soll es jedenfalls nicht geben. „Ich verspreche aber hoch und heilig, dass wir alles dafรผr tun werden, das zu verhindern, dass es in dem AusmaรŸ nochmal passiert“, sagt Kessler. Eine Sache bleibt indes unbestritten: „Am Ende mรผssen die Jungs ein Vertrauen Richtung 1. FC Kรถln haben.“

Thomas Kessler hadert mit dem Abschied von Marvin Obuz beim 1. FC Kรถln und findet deutliche Worte

Marvin Obuz beim Spiel des 1. FC Kรถln
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Thomas Kessler hadert mit dem Abschied von Marvin Obuz beim 1. FC Kรถln und findet deutliche Worte

Marvin Obuz verlรคsst seinen Heimatclub diesen Sommer. Der Offensivspieler konnte sich in der abgelaufenen Spielzeit wieder einmal nicht durchsetzen beim 1. FC Kรถln: Thomas Kessler bedauert den Abschied von Marvin Obuz.

Er galt vor der Saison als einer der mรถglichen Hoffnungstrรคger, am Ende war es fรผr ihn eine groรŸe Enttรคuschung beim 1. FC Kรถln: Thomas Kessler bedauert den Abschied von Marvin Obuz.

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Die Gala war schon ziemlich beeindruckend. Said El Mala war der groรŸe Lichtblick der deutschen U19 im Duell gegen England bei der Europameisterschaft in Rumรคnien. Ein Lichtblick, den Thomas Kessler am Dienstag nicht sah, weil er gerade auf dem Mitgliederstammtisch im Kรถlner Stadion sprach und das eben unter anderem รผber El Mala. Ein richtig guter Typ sei dieser 18-Jรคhrige, sagte Kessler. Schon alleine El Mala sei der Grund, warum sich der Sportdirektor so besonders auf den Start der kommenden Saison freue. Der Offensivspieler stellte genau das in Rumรคnien unter Beweis. Mit unnachahmlichen Dribblings war der 18-Jรคhrige einer der Topspieler der Begegnung, bereitete so ein Tor vor, erzielte ein weiteres nach einem klasse Eins-gegen-eins. Das nรคchste Tor war dann eher eins der Marke Abstauber.

„Das war einfach unfair“

Dass El Mala ein besonders groรŸes Talent ist, hat der Youngster eben auch in der 3. Liga bewiesen. 13 Tore hat der Offensivspieler fรผr die Viktoria erzielt, war damit auch ein Grund, warum die Hรถhenberger so lange um den Aufstieg mitspielten. Beim FC ist man recht zuversichtlich, dass der Youngster den Sprung in die Profimannschaft schafft, die Voraussetzungen scheint der 18-Jรคhrige jedenfalls mitzubringen. Eigentlich ist die Perspektive eine gute. Eigentlich, denn es gibt da noch dieses mahnende Beispiel, das zumindest fรผr Skepsis sorgt. Eine Spielzeit zuvor rรคumte ein anderes Talent die 3. Liga auf, brachte Rot-Weiss Essen mit 14 Vorlagen und sieben Toren ganz nah Richtung Aufstieg. Marvin Obuz wurde vom FC an die HafenstraรŸe ausgeliehen und schien zum ersten Mal in der jungen Karriere angekommen zu sein.

Und mit dieser Bilanz sprach doch auch viel dafรผr, dass es dann auch mit dem Durchbruch in Kรถln klappen sollte. Tat es aber nicht. Obuz war in der Vorbereitung verletzt, fand anschlieรŸend unter Gerhard Struber kaum Beachtung. „Wenn er denn mal die Chance bekommen hat, hat er sie in einer Formation bekommen, in der er nicht zu Hause war. Dann sollte er in Testspielen glรคnzen, wo die eine Hรคlfte der Mannschaft auf Lรคnderspielreise war und die andere Hรคlfte gedanklich im Feierabend“, so Kessler. Insgesamt kam Obuz in dieser Spielzeit auf fรผnf Kurzeinsรคtze. Im Testspiel gegen den SC Verl sollte er laut Gerhard Struber seine Chance nutzen, fand aber genau wie die gesamte Mannschaft nicht statt. „Das war einfach unfair. Das habe ich Marvin auch zur Verabschiedung gesagt.“

„Das tut mir persรถnlich sehr leid“

Den Sportdirektor scheint die Personalie zu beschรคftigen, denn es ist ungewรถhnlich, dass der ehemalige Keeper sich รถffentlich so kritisch gegenรผber dem Ex-Trainer รคuรŸert. Fรผr Obuz ist die Reise in Kรถln nun erst einmal beendet, der Offensivspieler wird seinen Heimatclub verlassen. „Die Personalie Marvin Obuz tut mir persรถnlich sehr leid. Weil ich ihn fรผr einen sehr guten FuรŸballer halte. Der leider und das passiert nun mal im Laufe einer Saison, wenn du mal unter Druck stehst, hinten รผbergekippt“, sagt Kessler. „Es funktioniert eben auch nicht immer. Wir dรผrfen uns nicht die Illusion machen, dass jeder Spieler, der nach einer Leihe zurรผckkommt, sofort durchschieรŸt.“ Said El Mala sei nun die nรคchste Chance, sagt der Sportdirektor. Und die soll dieses Mal ein Treffer sein.

Vorfreude beim 1. FC Kรถln: Said El Mala-Gala reicht dennoch nicht zum Sieg der DFB-U19

Said El Mala
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Vorfreude beim 1. FC Kรถln: Said El Mala-Gala reicht dennoch nicht zum Sieg der DFB-U19

Die Euphorie um den Youngster wรคchst rund um den 1. FC Kรถln: Said El Mala รผberragt bei der U19 des DFB. Der Offensivspieler erzielte gegen England zwei Tore und bereitete ein weiteres sensationell vor. Zum Sieg reichte es dennoch nicht.

Mรถglicherweise war Thomas Kessler nicht so richtig glรผcklich รผber die terminliche Ansetzung des Stammtischs am Dienstagabend. Denn so verpasste er den Gala-Auftritt eines Hoffnungstrรคgers beim 1. FC Kรถln: Said El Mala รผberragt bei der U19 des DFB. Der Offensivspieler war gleich doppelt erfolgreich, bereitete beim 5:5 gegen England einen weiteren Treffer vor. Zwar ist DFB-Auswahl bei der Europameisterschaft noch im Rennen, nach einer Niederlage und einem Remis ist die Mannschaft von Hanno Balitsch aber noch auf Schรผtzenhilfe angewiesen.

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Der zukรผnftige FC-Profi erwischte von Beginn an einen perfekten Start. El Mala setzte sich auf der linken Seite nach wenigen Minuten bereits ganz stark im Eins-gegen-eins durch, legte von der Grundlinie zurรผck und Noah Darvich schob ein (7.). Und der kommende FC-Profi machte einfach auf ganz groรŸem Niveau weiter. Nach einer guten halben Stunde setzte sich der 18-Jรคhrige einmal mehr auf der linken Seite durch, zog ins Zentrum und wรคhlte die kurze Ecke zum 2:0. Joshua King verkรผrzte fรผr die Three Lions und England wurde besser. Das 3:1 fรผr die DFB-Auswahl fiel ein wenig glรผcklich. Max Moerstedt versenkte einen abgefรคlschten Ball ins Tor, noch vor dem Wechsel erhรถhte Leopold Wurm nach einer Ecke auf den 4:1-Halbzeitstand.

El Mala auch nach der Halbzeit hellwach

Die DFB-Auswahl kam mit viel Schwung aus der Kabine und erhรถhte erneut. Dieses Mal passte Moerstedt auf El Mala, der zum 5:1 einschob. Eigentlich standen die Vorzeichen also frรผh ganz klar auf Sieg. Eigentlich, denn England kam zurรผck. Und wie. Ethan Wheatley, Reiss-Alexander Russel-Denny, Zach Abbott und Jesse Shaun Derry benรถtigten gerade einmal elf Minuten, um das Spiel wieder auszugleichen. Und England war am Ende dem sechsten Treffer sogar ein Stรผck weit nรคher als die Mannschaft des Ex-Profis Hanno Balitsch. Die DFB-Junioren taten sich fortan schwer und vergaben eine groรŸe Chance. Gesunken ist diese dagegen auf das Erreichen der nรคchsten Runde. Die DFB-Auswahl muss nun am letzten Spieltag gegen Norwegen gewinnen und gleichzeitig hoffen, dass England nicht gegen die Niederlande gewinnt. Ein Remis wรผrde Deutschland bei einem Erfolg reichen.

Fรผr den FC bleibt zumindest die Erkenntnis, dass er mit Said El Mala ein riesengroรŸes Talent verpflichtet hat. Gerade im Eins-gegen-eins bringt der 18-Jรคhrige eine Qualitรคt mit, die man bei den Kรถlnern nur auf wenigen Positionen sieht. El Mala wird zur kommenden Spielzeit zum Kader der Profis gehรถren. Der 18-Jรคhrige war im vergangenen Jahr von der Viktoria verpflichtet und umgehend an den FC-Nachbarn verliehen worden.

Kaderplanung des 1. FC Kรถln: Das sagt Thomas Kessler zu Transfers und Wackelkandidaten wie Eric Martel

Thomas Kessler ist seit fรผnf Wochen Sportdirektor des 1. FC Kรถln
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Kaderplanung des 1. FC Kรถln: Das sagt Thomas Kessler zu Transfers und Wackelkandidaten wie Eric Martel

Nach den Neuverpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson ist der Transfermotor ein wenig ins Stocken geraten. Doch wie geht es nun weiter auf dem Transfermarkt? Was passiert mit Eric Martel und Damion Downs? Es gibt viele Themen beim 1. FC Kรถln: Das sagt Thomas Kessler zu geplanten Transfers.

ErwartungsgemรครŸ wurden viele Fragen gestellt beim Mitgliederstammtisch des 1. FC Kรถln: Das sagt Thomas Kessler zu den geplanten Transfers, aber auch zu den Wechselkandidaten wie Eric Martel oder Damion Downs.

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Dass es nicht lange dauern wรผrde, bis es ans Eingemachte beim Mitgliederstammtisch geht, war frรผh abzusehen. Doch Thomas Kessler war am Dienstagabend gut vorbereitet. Souverรคn sprach der neue Sportdirektor auch รผber kritische Themen und war fรผr den ein oder anderen SpaรŸ zu haben. Das Hauptthema natรผrlich die Zusammenstellung eines wettbewerbsfรคhigen Kaders. Und da dauerte es nicht lange, bis die ersten Namen auf den Tisch fielen. Namen wie Salih ร–zcan, der bereits mehrfach mit dem FC in Verbindung gebracht worden ist. Dem Vernehmen nach sollen auch die Kรถlner an eine Rรผckkehr des Mittelfeldspielers denken. „Ich habe einen guten Draht zu ihm. Ich habe mich รผber seinen Weg nach Dortmund gefreut“, sagt Kessler. „Es ist heute nicht so, dass ich sagen kann, wir sind in sportlichen Gesprรคchen. Wir sind in Gesprรคchen, aber im privaten.“ Der Sportdirektor deutete auch an, dass man nicht jedem Gerรผcht glauben solle.

„Wir werden alles versuchen, um Eric zu halten“

Dennoch muss der FC natรผrlich noch einmal nachlegen. „Wir schauen uns schon auf dem Markt um und haben schon den Anspruch, dass wir auf jeder Positionsgruppe den ein oder anderen Spieler noch dazu holen mรถchten“, so der 39-Jรคhrige weiter. Nach weiteren Nachfragen wurde der ehemalige Keeper dann auch ein Stรผck weit konkreter: „Eine Position ist der Rechtsverteidiger, wir suchen einen zweiten Torwart, der dem Marvin den Rรผcken frei hรคlt. In der Innenverteidigung haben wir auch noch eine Vakanz. Je nach dem wer uns verlรคsst, vielleicht auch auf der anderen AuรŸenverteidigerposition“, sagte der Sportdirektor. Allerdings werden mรถglicherweise auch andere Positionen noch einmal zu einem Thema. Etwa dann, wenn wichtige Spieler den Verein verlassen wรผrden.

Spieler wie Eric Martel. Kessler erklรคrte, er habe mit Berater und auch kurz mit dem Spieler gesprochen. „Wir werden alles versuchen, um Eric zu halten. Aber auch da reguliert der Markt auch die Preise. Es muss von Eric aber auch eine sportliche รœberzeugung geben. Wenn Sie mich fragen, kรถnnen wir Eric ein Paket bauen, dass finanziell sehr vernรผnftig sein wird“, so Kessler, der dem Kapitรคn der U21-Nationalmannschaft aber auch den Weg der kommenden Schritte aufzeigen will. Kessler sei davon รผberzeugt, dass der Spieler sich beim FC noch verbessern kรถnne. „Wir hoffen, dass wir ihn รผberzeugen kรถnnen.“ Auch Damion Downs will der FC รผberzeugen. โ€žEs hat noch niemand irgendwo was unterschriebenโ€œ, sagte Kessler. โ€žWir sind mit Damion im Austausch. Er konnte sich noch nicht durchringen, den Vertrag zu unterschreiben.โ€œ

Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?

„Wir kรถnnen nicht im groรŸen Teich mitschwimmen“

Verรคnderungen wird es auch auf der Abgabe-Seite geben. Nach wie vor gilt Max Finkgrรคfe als heiรŸer Kandidat. „Wir haben auch den ein oder anderen Spieler, der in sein letztes Vertragsjahr geht und wo wir gucken mรผssen, wie wir uns da entscheiden. Mรถchte der Spieler verlรคngern? Wollen wir verlรคngern?“, so Kessler. „Es sind schon Gesprรคche gefรผhrt worden. Es werden weitere Gesprรคche gefรผhrt. Wir werden auch den ein oder anderen Spieler abgeben. Wir werden aber auch dem ein oder anderen Spieler schon noch die Mรถglichkeit geben, sich zu prรคsentieren. Gerade unter dem neuen Trainer.“ Durch die Abgabe von Spielern kรถnnten dann auch Gelder akquiriert werden, die wieder in den Kader flieรŸen.

Doch Kessler bremste auch die ganz groรŸen Erwartungen. „Wir kรถnnen nicht im groรŸen Teich mitschwimmen“, so der 39-Jรคhrige. „Ich bin kein Freund von Spielern, die einen Namen haben. Wir brauchen eine gute Mischung. Wir wollen der Mannschaft eine Struktur geben. Wir werden nicht darumkommen, weiterhin ein Entwicklungsclub zu bleiben. Vielleicht wird der ein oder andere dabei sein, der einen grรถรŸeren Namen hat.“ Die Erwartungshaltung solle aber nicht sein, dass es „zehn Spieler aus dem Topregal sind“ – vielmehr wolle man Spieler dahin entwickeln, dass sie irgendwann Topregal sein kรถnnten.


Abgang beim 1. FC Kรถln: Dejan Ljubicic bei Dinamo Zagreb vorgestellt

Dejan Ljubicic im Trikot des 1. FC Kรถln
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Abgang beim 1. FC Kรถln: Dejan Ljubicic bei Dinamo Zagreb vorgestellt

Er stand als erster Abgang fest beim 1. FC Kรถln und nun ist es auch offiziell: Dejan Ljubicic spielt kรผnftig fรผr Dinamo Zagreb. Der Mittelfeldspieler wurde am Dienstag in der kroatischen Hauptstadt vorgestellt.

Vier Jahre trug er das Trikot des 1. FC Kรถln: Dejan Ljubicic spielt aber kรผnftig fรผr Dinamo Zagreb. Der kroatische Rekordmeister hat die Verpflichtung des ร–sterreichers nun offiziell verkรผndet. Ljubicic soll in Kroatien einen Vierjahresvertrag unterschrieben haben.

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โ€žEs ist mir eine groรŸe Ehre, ab heute das Dinamo-Trikot zu tragenโ€œ, so Ljubicic. โ€žIch bin seit meiner Kindheit Dinamo-Fan und freue mich besonders, ab heute offiziell ein Spieler der Blauen zu sein. Ich bin hier hingekommen, um Titel zu gewinnen und hoffe, dass wir in der nรคchsten Saison den Meistertitel zurรผck holen werden.โ€œ Zagreb hatte die Meisterschaft in dieser Saison verpasst. Schon vor einigen Wochen hatte der Mittelfeldspieler den Medizincheck bestanden. Das Kapitel bei den GeiรŸbรถcken findet damit sein Ende. „Liebe FC-Familie, die letzten Tage und Wochen waren laut โ€“ und genau so muss es sein! Ihr habt eure Meinungen deutlich gemacht, und das respektiere ich. Durch euch lebt der Klub, in guten wie in schlechten Zeiten“, hatte Ljubicic zum Abschied auf Instagram geschrieben.

Beim FC nicht mehr glรผcklich geworden

Der Mittelfeldspieler verlรคsst den Verein ablรถsefrei, war aber auch ablรถsefrei zum FC gewechselt. Ljubicic hatte nach zwei starken Spielzeiten unter Steffen Baumgart in den vergangenen beiden Saisons nicht mehr so recht zu seiner Form gefunden. Das sorgte fรผr Kritik. Unter anderem wurde dem Mittelfeldspieler vorgeworfen, er sei nicht mehr richtig mit dem Kopf bei der Sache gewesen. Vor allem nach den Wechselgerรผchten, die Ljubicic in den vergangenen Jahren umgeben haben. „Dieser Verein ist mehr als nur ein Klub. Er ist Leidenschaft, Geschichte, Familie. Hier habe ich nicht nur FuรŸball gespielt, sondern ein Zuhause gefunden โ€“ in der Stadt, im Stadion, bei euch, den Fans. Wir haben gemeinsam gefeiert, gemeinsam gelitten. Hรถhen und Tiefen gehรถren dazu, doch eines bleibt unverรคndert: Ich habe den GeiรŸbock mit Stolz auf meiner Brust getragen. Immer“, schrieb Ljubicic damals.

Ljubicic stand in vier Jahren beim FC insgesamt in 122 Pflichtspielen auf dem Platz und erzielte dabei 16 Tore.ย Nun geht der ร–sterreicher fรผr den Club auf Torejagd, fรผr den zuvor bereits sein Bruder Robert gespielt hat.


Der nรคchste Wunschdeal ist geplatzt: Auch Jonjoe Kenny kommt nicht zum 1. FC Kรถln

Jonjoe Kenny wechselt nach Griechenland
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Der nรคchste Wunschdeal ist geplatzt: Auch Jonjoe Kenny kommt nicht zum 1. FC Kรถln

Die anfรคngliche Transfer-Euphorie verfliegt so langsam ein wenig. Denn der FC scheint auch in einem weiteren Fall leer auszugehen. Jonjoe Kenny wird nicht zum 1. FC Kรถln wechseln. Der Englรคnder soll einen Vertrag bei PAOK Thessaloniki unterschreiben.

Gut mรถglich, dass sich der neue Sportdirektor Thomas Kessler am Abend beim Mitglieder-Stammtisch der ein oder anderen unangenehmen Frage stellen muss. Denn erneut gehen die Kรถlner im Buhlen um einen Spieler offensichtlich leer aus. Jonjoe Kenny wird nicht zum 1. FC Kรถln wechseln. Der Rechtsverteidiger soll sich bereits mit PAOK geeinigt haben.

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Zunรคchst war es Jordan Torunarigha, der sich fรผr den Hamburger SV und gegen den FC entschieden hat. Nun sollen mit Rayan Philippe und Jonjoe Kenny zwei weitere Wunschspieler andere Clubs den Kรถlnern vorziehen. Auch Philippe zieht es wohl zu den Rothosen, Kenny wechselt ins Ausland. Aber nicht wie eigentlich geplant zurรผck nach England, der Rechtsverteidiger soll sich bereits mit PAOK Thessaloniki einig sein. Das vermeldet der Transfer-Experte Fabrizio Romano und schreibt bereits von einem „Done Deal“. Der Deal sei also erledigt. Spieler und Verein hรคtten sich bereits geeinigt. Der Medizincheck sowie die Vertragsunterschrift sollen in den kommenden Tagen folgen. Zuletzt hatten sich gleich mehrere Bundesligisten groรŸe Hoffnungen auf die Verpflichtung des Englรคnders gemacht.

Kenny zieht es nach Griechenland

Kein Wunder. Der Rechtsverteidiger gilt als aggressiver Leader, willensstark und guter Flankengeber. Bei der Hertha bereitete er in der Liga acht Tore vor, erzielte eins selbst. Zudem verfรผgt der Abwehrspieler รผber viel Erstliga-Erfahrung, spielte unter anderem fรผr Schalke und Berlin Bundesliga, aber auch in der Premier League. Fรผr den FC wurde Kenny auch interessant, weil der 28-Jรคhrige ablรถsefrei zu haben war. Nun hat PAOK zugeschlagen. Noch vor wenigen Wochen hieรŸ es, der FC befinde sich in fortgeschrittenen Gesprรคchen mit dem Englรคnder. Dass dieser Deal aber nicht einfach werden wรผrde, hatte sich schon abgezeichnet. Vor allem aber, weil Kenny eigentlich angekรผndigt hatte, aus familiรคren Grรผnden zurรผck in die Heimat gehen zu wollen. Das hatte der Rechtsverteidiger auch im Winter vor, einem Wechsel wurde aber ein Riegel vorgeschoben. Jetzt hat sich Kenny fรผr Griechenland entschieden, wohl auch, um Europa League zu spielen.

Nun mรผssen sich die Kรถlner weiter umschauen. Der FC braucht einen Backup fรผr Jusuf Gazibegovic. Der Rechtsverteidiger war im Winter zu den Kรถlnern gestoรŸen, nachdem Jan Thielmann die Position ganz offensichtlich nicht ausfรผllen konnte. Aktuell kehrt zwar Rasmus Carstensen wieder zum FC zurรผck. Der Dรคne soll aber eigentlich keine Rolle mehr in den Plรคnen der GeiรŸbรถcke spielen.