Friedhelm Funkels Marschroute: „Wir wollen nach vorne spielen, wir wollen Tore schießen“

Friedhelm Funkel beim Training des 1. FC Köln
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Friedhelm Funkels Marschroute: „Wir wollen nach vorne spielen, wir wollen Tore schießen“

Vor drei Tagen noch auf dem Tennisplatz, in zwei Tagen die Begegnung gegen den 1. FC Nürnberg. Friedhelm Funkel blieb nicht viel Zeit, um sich auf die schwere Aufgabe beim FC vorzubereiten. Eine Idee, wie das Unterfangen Aufstieg klappen kann, hat der Trainer aber allemal für den 1. FC Köln: Friedhelm Funkel kündigt offensiven Fußball an.

Viel Zeit für große Veränderungen bleibt dem Trainer wohl nicht, dennoch wird es nun eine andere Herangehensweise geben beim 1. FC Köln: Friedhelm Funkel kündigt offensiven Fußball an.

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Friedhelm Funkel ist bereits wieder voll in seinem Element. Der Trainer des 1. FC Köln wirkt fast so, als sei er nie weggewesen. Mal als stiller Beobachter, mal als Spielerflüsterer. Hier eine Anweisung, da ein kurzes Gespräch und dann noch der doch charmante Plausch mit den Journalisten. Kaum vorstellbar, dass der 71-Jährige noch vor wenigen Tagen im Urlaubsmodus gewesen sein soll. Auf der Antritts-Pressekonferenz erzählte Funkel, dass er von dem Thema, dem Angebot überrascht gewesen sei. Die Eingewöhnungszeit scheint jedenfalls nicht lange gedauert zu haben. „Das musste sie ja auch. Ich hatte ja nicht viel Zeit. Nur zehn, zwölf Tage.“ Tatsächlich ist das geplante Engagement ein erstaunlich kurzes. Am vergangenen Montag offiziell vorgestellt, am Samstag in einer Woche kann das Saisonziel erreicht, die Aufgabe damit wieder beendet sein.

„Die Taktik wird in meinen Augen im Fußball oftmals übertrieben“

Dazwischen liegen zwei Bundesliga-Spiele inklusive Vorbereitung, Video-Analysen, Ruhephasen und und und. Das große Rad kann in diesem Zeitraum einfach nicht gedreht werden. Eine besonders große taktische Umstellung ist insofern auch nicht zu erwarten. „Die Taktik wird in meinen Augen im Fußball oftmals übertrieben. Fußball ist eine einfache Sache. Es ist keine Mathematik“, sagt daher auch Funkel. „Ich versuche Einfachheit und Klarheit in die Abläufe zu bekommen. Auch, was das Auftreten auf dem Platz angeht.“ Immer wieder betont der Trainer, dass es ihm eher um die Lockerheit, Spaß beim Fußball geht. Es macht den Eindruck, als wolle der Trainer den Spielern – wie auch schon bei seinem vergangenen Auftritt am Geißbockheim – die Schwere nehmen.

Die hatte es zumindest den Auftritten nach zu urteilen durchaus gegeben. Vor allem mit Gesprächen will Funkel die Spieler in der kurzen Zeit erreichen. Kein Wunder, viele Trainingseinheiten für komplizierte Spielformen und Laufwege gibt es einfach nicht. Und doch wählt der Coach ganz bewusst einen ganz anderen Ansatz, als sein Vorgänger. „Wir haben in den Einheiten viel mit Ball gemacht. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen versucht, gegen den Ball gut zu arbeiten. Das hat auch ganz gut geklappt“, sagt Funkel, vermutlich um seine Worte nicht zu sehr als Kritikpunkt klingen zu lassen. „Wir haben versucht, ein paar Spielszenen nachzustellen und den Jungs ein paar Abläufe mit auf den Weg zu geben, wenn wir selbst im Ballbesitz sind. Das haben sie gut gemacht.“ 

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Tatsächlich will sich der Coach nicht hinten reinstellen, den Weg wieder in die Offensive finden. Auch deswegen spielt das Thema Selbstvertrauen eine große Rolle. Und die Marschroute ist klar: „Wir wollen nach vorne spielen, wir wollen Tore schießen, wir wollen das Spiel gewinnen“, sagt Funkel. „Da muss man auch mit dem Ball gute Ideen haben.“ Das war in den vergangenen Wochen allerdings das Kernproblem der Geißböcke. Viel zu oft haperte es an den entscheidenden Ideen, am Spielwitz, an der Kreativität. „Die Vergangenheit interessiert mich nicht“, so der 71-Jährige. Und somit auch nicht, in welchen Strukturen die Kölner ihre Spiele erfolgreich bestritten haben oder eben nicht. „Wenn ein Spieler in der Dreierkette spielen kann, dann kann er auch in einer Vierer- oder Fünferkette spielen. Wenn man es wirklich überzeugend rüberbringt, dann sagen die Jungs bestimmt nicht ‚Nein'“. Am Ende ist es wieder eine Sache des Kopfes.


„Ich kann nachvollziehen, dass du dann was änderst“ – Jonas Hector über das Struber-Aus

Jonas Hector
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„Ich kann nachvollziehen, dass du dann was änderst“ – Jonas Hector über das Struber-Aus

In der aktuellen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“ äußerte sich Jonas Hector zur aktuellen Situation des FC. Unter anderem spricht der Ex-Kölner über seine Sicht auf Personalentscheidungen des 1. FC Köln: Das sagt Jonas Hector zum Struber-Aus.

Drei Spiele in Folge hat der FC nun nicht mehr gewonnen, aber „zum Glück gewinnen die anderen ja auch nicht“ resümiert der Ex-Kölner. 1. FC Köln: Das sagt Jonas Hector zum Struber-Aus

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Eine kuriose Situation wird Friedhelm Funkel und Jonas Hector immer verbinden. Bei seiner letzten Amtszeit stellte der Coach den damaligen Defensivspezialisten im Spiel gegen Leipzig kurzerhand im Sturm auf. „Ich hatte ja keinen anderen“, sagte der Trainer am Mittwoch und erklärte, dass der eigentliche Stürmer Sebastian Andersson verletzt war und Hector im Training immer die meisten Tore erzielt habe. Und das tat der damalige Kapitän auch gegen den Favoriten – und das gleich doppelt. Hector avancierte zum Matchwinner, der FC sammelte ganz wichtige Punkte und Friedhelm Funkel heimste die nächsten Beliebtheits-Zähler ein. Eine ähnliche Überraschung sei nun nicht nötig. Schließlich verfüge der Coach ja dieses Mal über Stürmer.

„Das traue ich ihm zu“

Hector glaubt indes, dass die Kölner Verantwortlichen mit dem Coach die richtige Wahl getroffen haben. „Friedhelm ist jemand, der redet viel mit den Spielern. Er versucht, jeden abzuholen und in den zwei Wochen eine Stimmung reinzubringen, bei der man merkt: ‚Alles klar, Jungs, ihr habt das eh drauf – dann zeigt es einfach mal.‘ Das traue ich ihm zu“, sagt Hector in seinem Podcast „schlag und fertig“. „Die Wahl in dieser Situation ist absolut nachvollziehbar“, sagt Hector, der im übrigen auch Verständnis für die Entlassung von Gerhard Struber aufbringen kann. „Den Trainerwechsel verstehe ich insofern, weil man merkt, dass die Mannschaft gar kein Selbstvertrauen hatte“, so Hector. „Wenn man nur auf die Aufstellung guckt, ist jeder Spieler des 1. FC Köln besser als einer von Jahn Regensburg gewesen.“ 

Und doch war auf dem Feld davon nicht viel zu sehen. Köln war zwar dominant, aber eben nicht zwingend genug. Im letzten Drittel fehlte es einmal mehr. „Jeder hatte die Erwartungshaltung, dass man Regensburg weghaut. Du hast schon in der ersten Halbzeit gemerkt, dass die Fans unruhig werden, weil die Zuschauer unzufrieden waren“, sagt der ehemalige Nationalspieler, der das Spiel im Stadion verfolgte. „Daran kann man festmachen, wie die Leute, die im Endeffekt entscheiden, das Spiel am Samstag aufgenommen und dann auch umgesetzt haben.“ Und weiter: „Dass es eine Mannschaft nicht hinbekommt, vor 50.000 euphorisierten Fans den Schritt Richtung Aufstieg zu machen, wo du gemerkt hast, jeder hat Bock. Da kann ich kann schon nachvollziehen, dass du da was änderst.“ Das taten die FC-Bosse bekanntlich. Gerhard Struber ist nicht mehr länger Trainer.

„Da geht das Überlegen los“

Und auch Christian Keller musste den Verein verlassen. „Das war ein Paukenschlag. Ich habe es so nicht unbedingt erwartet“, sagte Hector. „Du hast halt noch zwei Spiele. In Nürnberg mit wenig Selbstvertrauen und dann gegen Kaiserslautern. Und du hast oben auch nicht das beste Torverhältnis. Da ist kein Puffer dabei. Elversberg hat das beste Torverhältnis. Da geht das Überlegen schon los. Dass Christian Keller mitgehen muss, hat mich das schon überrascht.“


Friedhelm Funkel gibt erstes Personal-Update: Sorge um Stürmer und wohl ein Rückkehrer

Friedhelm Funkel und Mathias Lust beim ersten Training des 1. FC Köln
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Friedhelm Funkel gibt erstes Personal-Update: Sorge um Stürmer und wohl ein Rückkehrer

Nur noch zwei Tage und Friedhelm Funkel gibt auch sein Comeback an der Seitenlinie der Geißböcke. Dann steht das Auswärtsspiel beim Club an für den 1. FC Köln: Friedhelm Funkel gibt das Personalpdate vor Nürnberg.

Gespräche zwischen dem Interims-Trainer und den Spielern der Mannschaft wurden bereits geführt. Der 71-Jährige will seinen Akteuren mehr Selbstvertrauen geben beim 1. FC Köln: Friedhelm Funkel gibt das Personalpdate vor Nürnberg.

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Für Friedhelm Funkel wird es ernst. Der 71-Jährige steht unmittelbar vor der Rückkehr an die Seitenlinie des 1. FC Köln. Nach den ersten Trainingseinheiten steuert das Team auf das nicht unwichtige Spiel beim 1. FC Nürnberg am Freitagabend (18.30 Uhr, Sky und Liveticker come-on-fc.com) hin. Der FC kann einmal mehr einen großen Schritt Richtung Bundesliga machen. Allerdings dieses Mal mit neuem Trainer. In der „Sport Bild“ betonte der Coach, dass er auf den Rat seiner Leistungstrger hören will, in welchem System er die Mannschaft auflaufen lassen wird. Beim Personal zeichnet sich zwar ebenfalls an vielen Stellen eine klare Tendenz an, es wird aber wohl auch Veränderungen geben. Möglicherweise auch notgedrungen. Denn hinter Tim Lemperle steht noch immer eim Fragezeichen.

„Wir wissen noch nicht, ob er spielen kann“

Am Mittwoch trainierte der Angreifer individuell. „Wir wissen noch nicht, ob er spielen kann. Ich werde gleich mal gucken, wie die Einheit im Kraftraum gewesen ist, ob er noch Schmerzen hat oder eben keine Schmerzen. Er wird morgen versuchen, zu trainieren. Wenn er das kann, wird er auch mitfahren und dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er von Anfang an spielt“, sagte Funkel am Mittwoch nach der Einheit. Lemperle ist bekanntlich einer der absoluten Topscorer bei den Geißböcken. Dafür bahnt sich aber ein Comeback an. Jusuf Gazibegovic steht offenbar unmittelbar vor seiner Rückkehr. „Er hat zumindest alle Einheiten gut mitgemacht. Ich werde auch da morgen mal reinhorchen, wie er sich fühlt. Er ist ein erfahrener Spieler, der nach Verletzungen vielleicht früher zurückkommt, als der eine oder andere glaubt. Wir schauen mal, wie er sich morgen fühlt“, sagte Funkel. „Ich weiß es aber noch nicht.“

Der neue Coach betonte, dass die Einheiten gut verlaufen seien. „Wir haben versucht, ein bisschen Lockerheit und Selbstvertrauen reinzubekommen“, sagte der Trainer. „Wir haben viel mit Ball gemacht. Wir haben versucht, ein paar Spielszenen nachzustellen und Abläufe mit auf den Weg zu geben. Wir wollen nach vorne spielen und Tore schießen.“ Funkel erklärte, dass Fußball keine Mathematik sei. Er wolle Einfachheit und Klarheit in die Abläufe bekommen.

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Friedhelm Funkel und die Winter-Zugänge: Erst heftig kritisiert, nun motivierende Worte?

Friedhelm Funkel beim Training des 1. FC Köln
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Friedhelm Funkel und die Winter-Zugänge: Erst heftig kritisiert, nun motivierende Worte?

Der neue Mann an der Seitenlinie der Geißböcke nimmt kein Blatt vor den Mund. Bereits vor Wochen äußerte sich der 71-Jährige zu einigen Spielern, vor allem aber zu den Winter-Zugängen des 1. FC Köln: Friedhelm Funkel sieht die Neuzugänge des FC kritisch.

Viel Zeit bleibt dem neuen Coach der Geißböcke nicht, um die Mannschaft auf das Duell gegen den 1. FC Nürnberg am Wochenende vorzubereiten. Lediglich drei Trainingseinheiten hat der geborene Neusser mit dem 1. FC Köln: Friedhelm Funkel sieht die Neuzugänge des FC kritisch.

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Seit Dienstag steht Friedhelm Funkel mit der Mannschaft des 1. FC Köln auf dem Trainigsplatz und hat nur wenig Zeit, sich auf das Duell am 33. Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg vorzubereiten. Insgesamt drei Einheiten stehen dem Interims-Coach zur Verfügung, um die Kölner auf die Erfolgsspur und damit Richtung direkten Wiederaufstieg in die erste Bundesliga zu bringen. Die erste Trainingseinheit diente dem 71-Jährigen dazu, seine neuen Schützlinge kennenzulernen. Und so gab es vor Trainingsbeginn eine einstündige Besprechung mit den Spielern hinter verschlossenen Türen. Denn laut Funkel wolle er der Mannschaft vor allem Lockerheit und Selbstvertrauen geben. „Ich bin davon überzeugt, dass wir im Trainerteam die richtigen Worte finden werden, damit die Mannschaft am Freitagabend in Nürnberg selbstbewusst auftritt und ein gutes Ergebnis erzielen wird“, so Funkel.

„Mein lieber Mann…“

Keine leichte Aufgabe – und das nicht nur in Anbetracht der Zeit. Denn mit Tim Lemperle fehlte einer der Top-Scorer des FC beim Training aufgrund von anhaltenden Knieproblemen. Neben Damion Downs, Luca Waldschmidt, Steffen Tigges sowie Mark Uth, der unlängst sein Karriereende nach der aktuellen Saison bekannt gab, steht Funkel in der Offensive noch Neuzugang Imad Rondic zur Verfügung. Ob der Coach diesem allerdings gegen Nürnberg Spielzeit geben wird, ist offen. Denn erst vor wenigen Wochen fand Funkel noch deutliche Worte über die Winter-Neuverpflichtung des 1. FC Köln – und die waren nicht sehr gut. „Was ich nicht verstehe: Seit Monaten war klar, dass der FC händeringend einen Mittelstürmer sucht. Und der kommt dann am letzten Tag des Transferfensters. Bislang sehe ich nicht, warum Rondic für die Mannschaft eine Verstärkung sein soll. Er hat einen Viereinhalb-Jahres-Vertrag – mein lieber Mann…“, so der Coach in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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Aus seiner Einschätzung zu den drei neuen Feldspielern der Geißböcke machte der Trainer keinen Hehl. „Klare Meinung von mir: Das sind keine Verstärkungen“, sagte der 71-Jährige im März und führte seine Aussage weiter aus: „Die Verantwortlichen hatten über ein Jahr Zeit, sich auf die Transferperiode im Winter vorzubereiten. Es galt, erst einmal die Chance auf den direkten Wiederaufstieg zu erhöhen. Dann kann ich aber nicht öffentlich sagen, dass die Transfers nicht als Soforthilfen gedacht seien“, so Funkel. „Doch, es müssen Soforthilfen sein, die aber natürlich auch mittelfristig der Mannschaft weiterhelfen sollen. Sind sie es nicht, hätte man auch nicht so viel Geld investieren müssen.“ Deutliche Worte über Spieler, die nun sein klares Ziel Aufstieg mit umsetzen sollen.

Am Dienstag fiel jedenfalls auf, dass Funkel lange das Gespräch mit Gazibegovic suchte. Der Rechtsverteidiger könnte sein Comeback nach langer Verletzung geben. Wie groß die Chancen der weiteren Neuverpflichtungen auf Einsatzzeit sind, ist offen. Doch Funkel hat die Erfahrung, Spieler aus einem Formtief zu holen. Möglicherweise sind Rondic und Co. ja keine Soforthilfe, aber am Ende noch eine wichtige Aufstiegssäule.


Steht Lukas Kwasniok auf der Wunschliste des 1. FC Köln?

Steht Lukas Kwasniok auf der Liste des 1. FC Köln?
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Steht Lukas Kwasniok auf der Wunschliste des 1. FC Köln?

Mit Friedhelm Funkel starten die Kölner in die letzten beiden Spiele der regulären Saison. Wie es danach auf der Trainerposition weitergeht, ist unklar. Doch sehr wahrscheinlich nicht mit Funkel. Dementsprechend werden bereits die ersten Namen genannt. Darunter auch einige übliche Verdächtige. Eine Spur führt zum Ligarivalen. Ist der 1. FC Köln an Lukas Kwasniok interessiert?

Obwohl der SC Paderborn die Spielzeit sogar noch mit dem Aufstieg krönen kann, wird Lukas Kwasniok die Ostwestfalen verlassen. Und der Trainer ist bereits sehr begehrt und wird mit einer Handvoll Clubs in Verbindung gebracht. Natürlich auch mit den Geißböcken. Ist der 1. FC Köln an Lukas Kwasniok interessiert?

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Eigentlich sollten die Tage rund um Weihnachten doch besinnlich sein. Eigentlich. Das waren sie in Paderborn nicht überall. Denn Lukas Kwasniok hatte eben kurz vor dem Heiligen Fest noch etwas weniger Erfreuliches zu erklären. Der Trainer des SC Paderborn holte zum großen Rundumschlag gegen seinen Club aus. Seine Spieler hätten nicht die nötige Klasse und wenn der SCP denn dann endlich mal etwas erreichen wolle, dann sollte der Verein doch auch mal bessere Spieler holen, erklärte Kwasniok nach der 1:2-Niederlage gegen den Karlsruher SC sinngemäß, schob aber noch hinterher, dass es sich nicht um eine Aufforderung, sondern nur um eine Feststellung handeln würde. Möglicherweise war es aber auch eine Spur von Retourkutsche. Denn der SCP hatte dem Coach anscheinend wenige Tage zuvor ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk verwehrt.

Deswegen passt Lukas Kwasniok zum 1. FC Köln

Ob das wirklich der Grund für den Gefühlsausbruch war, weiß der Trainer am Ende wohl nur selbst. Kwasniok soll sich dieser Tage aber schon mit dem Hamburger SV einig gewesen sein. Erst wenige Wochen zuvor war Steffen Baumgart bei den Rothosen entlassen worden. Nun also Kwasniok? Eine fast schon logisch erscheinende Folge, schließlich hatte der 43-Jährige den gebürtigen Rostocker schon beim SCP beerbt, als dieser 2021 zum FC wechselte. Doch zum zweiten Baumgart-Erbe kam es nicht. Offenbar weil die Ostwestfalen den Deal zu verhindern wussten. Immerhin erhielt der Coach im Winter einige neue Spieler. Zwar kann es in dieser Saison mit Kwasniok beim SCP noch zum Happy End Aufstieg kommen, mit den Ostwestfalen wird der Trainer aber nicht in die Bundesliga gehen. Die Trennung im Sommer ist beschlossene Sache und offen kommuniziert.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Die vier Jahre beim SCP haben Begehrlichkeiten geweckt und mehr als „nur“ vom Hamburger SV, der ohnehin mit Merlin Polzin mittlerweile ziemlich gut fährt. Dem Vernehmen nach soll auch der 1. FC Köln ein Auge auf den Coach geworfen haben. Sogar mehr als das. Tatsächlich würde der 43-Jährige auch zum FC passen. Kwasniok lässt einen attraktiven Offensivfußball spielen, gilt als Fan von Vertikalpässen und vielen Flanken. Und: Dem Coach wird nachgesagt, er könne junge Spieler weiterentwickeln, sie formen. Die Basics, wie Gerhard Struber sagen würde, stimmen also schon mal. Auch, wenn es keine finale Aussage zu der Zukunft von Friedhelm Funkel gegeben hat, schauen sich die Kölner Verantwortlichen nicht nur um, es wird ein neuer Trainer für die kommende Spielzeit gesucht. Kwasniok wäre frei.

„Natürlich sind solche Vereine reizvoll“

Noch. Denn zahlreiche Vereine sind auf der Suche nach einem Trainer und mit genau so vielen Vereinen wird der 43-Jährige auch in Verbindung gebracht. Der VfL Wolfsburg wird genauso genannt, wie die TSG Hoffenheim. Auch der VfB Stuttgart wird immer wieder in Zusammenhang mit dem Coach gebracht, obwohl die Schwaben erst vor wenigen Wochen mit Sebastian Hoeneß verlängert haben. Zuletzt war es der FC Schalke, der als möglicher neuer Verein des Trainers galt. Ausschließen wollte Kwasniok einen Wechsel nicht. „Nein! Warum sollte ich? Es wäre erstunken und erlogen, wenn ich das tun würde. Das ist ein großer, toller Verein“, sagte Kwasniok. „Natürlich sind solche Vereine reizvoll. Aber es ist nicht so, dass der Deal schon fix ist. Im Fall der Fälle, falls sie eines Tages Interesse haben sollten, müsste Schalke viele positive Argumente auf den Tisch legen.“

Diese Argumente dürften beim FC aktuell die besseren sein. Zumindest, wenn der Aufstieg gelingt. Doch, ob ein Wechsel realistisch ist, ist offen. Die Argumente der genannten Bundesligisten könnten je nach Ideen dann doch vielleicht noch ein wenig interessanter sein. Und wenn nicht, dann tritt Kwasniok vielleicht doch noch die zweite Baumgart-Nachfolge an, wenn auch keine direkte.


Diskussionen von Experten und im Netz – Sind Friedhelm Funkel und Thomas Kessler die richtige Wahl?

Friedhelm Funkel, Werner Wolf und Thomas Kessler im Stadion des 1. FC Köln
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Diskussionen von Experten und im Netz – Sind Friedhelm Funkel und Thomas Kessler die richtige Wahl?

Nach der Mini-Krise mit fünf Punkten aus fünf Spielen haben die FC-Bosse die Reißleine gezogen und Gerhard Struber entlassen. Es folgte auch die Trennung von Christian Keller. Nun sollen Friedhelm Funkel und Thomas Kessler die Geschicke leiten beim 1. FC Köln: Sind Funkel und Kessler die richtige Wahl?

Zwei Spieltage vor dem Saisonende ist der Wind, der durch das Kölner Stadion weht, wahrlich kein frischer oder neuer. Thomas Kessler ist Interims-Sportdirektor und arbeitete unter Christian Keller in sehr ähnlicher Position. Und auch Friedhelm Funkel kennt so ziemlich jeden Stein beim 1. FC Köln: Sind Funkel und Kessler die richtige Wahl?

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FC-Präsident Werner Wolf schien es auf der Pressekonferenz nach dem Struber- und Keller-Aus schon wichtig zu sein, auf die Handlungsfähigkeit des Clubs hinzudeuten. „Er ist voll handlungsfähig, wie man gerade sieht“, sagte Wolf. Möglicherweise hätte man eine Portion Stolz aus der Tonlage des FC-Bosses raushören können, vermutlich wäre das aber ein wenig überinterpretiert. Doch mit der Entscheidungsfreudigkeit und dem schnellen Handeln ist es in Köln bekanntlich in den vergangenen Monaten und Jahren so eine Sache. Auch in dieser Spielzeit gab es bekanntlich die ein oder andere Situation, da hätten sich nicht wenige Fans ein schnelleres, ein konsequenteres, ein anderes Eingreifen gewünscht. Und offenbar wäre Christian Keller noch immer im Amt, hätte er sich hinter die Trainer-Entscheidung des Vorstands gestellt. Und der Coach wäre wohl noch immer im Amt, wäre dem FC gegen den Jahn ein glückliches Sieg-Tor gelungen.

Namen werden diskutiert

Ist es aber nicht. Und weil sich auch Christian Keller treu blieb, sind sowohl Sportdirektor als auch Trainer entlassen und die Nachfolger bereits eben handlungsschnell gefunden. Allerdings Interims-Nachfolger. Zumindest ist so die erste Erzählweise. Friedhelm Funkel soll für mindestens zwei, aber maximal vier Spiele die Geschicke bei den Geißböcke leiten. Die Bild will erfahren haben, dass der 71-Jährige sich diese Spiele im Erfolgsfall mit einer Viertelmillionen Euro vergolden lassen will. „Jetzt haben wir erstmal über die zwei Spiele gesprochen. Alles andere zählt für mich nicht. Danach werden wir sehen, was passiert“, sagte der neue Coach. Doch so wirklich viel wird wohl nach dem Ende der Saison selbst im Aufstiegsfall nicht passieren. Denn dem Vernehmen nach suchen die Kölner sehr wohl auch schon nach einem Nachfolger des Struber-Nachfolgers.

Bei Thomas Kessler ist die Situation ein wenig anders gelagert. Der ehemalige Leiter der Lizenzspielabteilung ist nun Sportdirektor. Wirklich viel hat sich für den Ex-Keeper der Geißböcke nicht verändert. Er habe nur „jetzt die Befugnis, Entscheidungen aus eigener Position zu treffen.“ Der Frage nach der Nachfolge von Keller wich Werner Wolf jedenfalls aus. Erst einmal wolle man ohnehin die Saison beenden, so eine zentrale Botschaft des Nachmittags. Und doch werden beide Namen in den Sozialen Medien heftig diskutiert. Die Namen, vor allem aber, ob es nicht bessere Optionen gegeben hätte. Unterm Strich lässt sich diese Frage erst am Ende der Spielzeit beantworten. Sollte Funkel den Aufstieg eintüten, hat er natürlich alles richtig gemacht. Die Frage ist aber dennoch erlaubt, ob ein Trainer, der regelmäßig aus dem Ruhestand zurückkehrt, der richtige Mann für die doch brisante und offenbar essentielle Aufgabe „Wiederaufstieg“ ist.

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Kessler erhält Bewährungschance

Die Diskussionen im Netz und unter den Experten ist längst entbrannt, das Spektrum der Meinungen ein beachtlich breites. Lukas Podolski ist es „Wurscht“, weil ohnehin nichts beim Verein passiere. Andere beglückwünschen den Verein für die gute Trainerwahl. Dass Funkel eine Mannschaft motivieren, anpeitschen und erfolgreich machen kann, steht außer Frage. „Friedhelm hat es ja nicht nur an diesem Standpunkt unter Beweis gestellt, dass er in solchen Situationen einen schnellen Impact auf die Mannschaft hat und die Wahrscheinlichkeit erhöhen kann, damit wir unsere Ziele erreichen“, sagte Kessler. Offenbar hat der Trainer ein Kernproblem in der Psyche der Spieler ausgemacht. Kein Wunder, nach den vergangenen fünf Spielen ist der Optimismus der Fans, vor allem aber die Selbstsicherheit so mancher Akteure offensichtlich verloren gegangen.

Deshalb wolle der 71-Jährige mit den Spielern in erster Linie sprechen, die nötige Lockerheit, das Selbstvertrauen wiedergeben. Ob und wie ihm das in der Kürze der Zeit gelingt, ist offen. Doch Funkel hat schon andere Situationen gemeistert. Und grundsätzlich stellt sich auch die Frage, welcher Trainer auf die Schnelle bereit gewesen wäre, kurzfristig und dann auch nur für zwei bis vier Spiele einzuspringen. Denn für die kommende Spielzeit wird ein neuer Coach gesucht. Ob sich Kessler lange mit der Trainersuche aufhalten wird, ist offen. Immerhin bekommt der 39-Jährige eine Bewährungschance. Und das macht wiederum durchaus Sinn. Denn die ersten Gespräche mit potenziellen Neuverpflichtungen, aber auch mit dem eigenen Personal wurden bereits geführt. Es geht um Verträge und die mittelfristige Zukunft. Ein Know-How, das mit Christian Keller nun den Verein verlassen hat. Kessler war vielleicht nicht bei allen Gesprächen dabei, er wird aber sehr wohl über die Schachzüge seines Vorgesetzten Bescheid gewusst haben.

Das kann ein Fluch, genauso aber ein Segen sein.


Racioppi wohl vor dem Aus, plant der 1. FC Köln mit diesem Talent aus Dänemark?

Jonathan Fischer soll auf dem Zettel des 1. FC Köln stehen
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Racioppi wohl vor dem Aus, plant der 1. FC Köln mit diesem Talent aus Dänemark?

Der FC wird offenbar sein Torwartteam für die kommende Spielzeit umbauen. Dabei deutet sich ein Abgang von Anthony Racioppi an. Es gibt aber bereits den ersten Namen für eine Alternative. Der 1. FC Köln ist wohl an Jonathan Fischer interessiert.

Der 1. FC Köln ist wohl an Jonathan Fischer interessiert. Das berichten dänische Medien. Der Keeper gilt als großes Talent und spielt eine überragende Saison.

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Die Anzeichen erscheinen ziemlich eindeutig. In den vergangenen beiden Spielen war die eigentliche Nummer zwei des 1. FC Köln weit von einem Bankplatz entfernt. Anthony Racioppi spielte in den jüngsten Planungen von Gerhard Struber keine große Rolle mehr. Der Keeper war im Winter ausgeliehen worden, sollte den Druck auf Marvin Schwäbe erhöhen. Gegen Hannover und Regensburg hieß der Ersatzkeeper aber Philipp Pentke. Racioppi hätte sich einen Kaderplatz erkämpft, wenn Marvin Schwäbe länger ausgefallen wäre. Die Kölner Nummer eins hatte in der vergangenen Woche mit Unwohlsein zu kämpfen. Auf der Pressekonferenz vergangene Woche erklärte der Coach, dass Struber dem 40-jährigen Pentke wohl eher vertraue. Die Zeichen scheinen für Racioppi schon wieder auf Abschied zu stehen.

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Finanziell eine Herausforderung

Der Schweizer Keeper wurde bekanntlich ausgeliehen, der FC hat aber eine Kaufoption. Doch es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese gezogen wird. Es sei denn der ehemalige Kölner Keeper und Interims-Sportdirektor Thomas Kessler hat eine andere Sichtweise als Ex-Trainer Struber. Im Testspiel gegen den SC Verl im März avancierte Racioppi noch zu einem der wenigen Hoffnungsträger, bei seinem Auftritt in der U21 leistete sich der Keeper folgenschwere Patzer. Der FC will sich im Sommer wohl neu im Torwartteam um Marvin Schwäbe aufstellen. Gerade im Aufstiegsfall scheint das auch bitter nötig. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Pentke dann noch eine Rolle spielen würde. Dementsprechend kommen die Transfergerüchte aus Dänemark nicht überraschend.

Denn laut dänischen Medien soll der FC ein Auge auf Torhüter Jonathan Fischer geworfen haben. So berichtet das Portal tipsbladet.dk, dass der FC einer von mehreren europäischen Interessenten sei. Neben Köln soll auch der belgische Club Genk sowie der französische Verein FC Lorient einen Vertreter nach Norwegen geschickt haben. Der 23-Jährige spielt dort für den norwegischen Erstligisten Fredrikstads. „Es ist schwer zu ignorieren, dass Jonathan ein sehr hohes Niveau hält und dass er mit seiner Mentalität in der kommenden Zeit nur noch besser werden wird“, zitiert das Portal Fredrikstads Sportdirektor Anders Jensen. Der Keeper kommt mittlerweile auf 35 Erstliga-Einsätze, war bereits U19-Nationalspieler für Dänemark und wurde im Winter zum „Spieler des Jahres“ nominiert – als einziger Keeper.

Innerhalb kürzester Zeit hat der Däne seinen Marktwert auf 2,5 Millionen Euro nach oben geschraubt. Da der Keeper das Interesse mehrerer Clubs geweckt hat und der Vertrag bis 2028 läuft, dürfte eine Ablöse aber deutlich höher liegen. Schon bei Odenses Luca Kjerrumgaard war die geforderte Ablöse dem FC zu hoch. Die Kölner verfügen im Aufstiegsfall dem Vernehmen nach über ein Budget von rund zwölf Millionen Euro. Ein Großteil des Geldes wird sicher nicht in die Verpflichtung einer Nummer zwei fließen sollen. Eine Leihe wäre wohl eher eine Option.


Zweiter Saison-Sieg sorgt für Erleichterung: FC-Frauen können versöhnlichen Abschluss schaffen

Britta Carlson beim Training des 1. FC Köln
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Zweiter Saison-Sieg sorgt für Erleichterung: FC-Frauen können versöhnlichen Abschluss schaffen

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich die Chance erarbeitet, die Bundesliga-Saison wenigstens noch mit einem guten Gefühl beenden. Der Sieg in Bremen war Balsam für die Seele. Die Frauen des 1. FC Köln wollen zum Abschluss nachlegen.

Das Bild war ein seltenes, aber eins, das für Erleichterung sorgte. Die Frauen des 1. FC Köln feierten den zweiten Saisonsieg und wollen zum Abschluss nun nochmal nachlegen.

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Es waren Bilder, die selten waren in dieser Bundesliga-Saison: Die FC-Frauen strahlten nach dem Abpfiff und feierten gemeinsam mit den mitgereisten Kölner Fans den 2:1-Auswärtssieg bei Werder Bremen. Es war erst der zweite Dreier für den FC in dieser Saison und der erste Sieg seit Anfang Dezember beim 1:0 in Potsdam. Dem Gegner schien das drei Tage vorher verlorene Pokal-Finale noch in den Knochen und möglicherweise noch viel mehr im Kopf zu stecken. Dies begünstigte sicherlich den starken Auftritt, den die Kölnerinnen insbesondere vor der Pause hinlegten. Mit ein bisschen mehr Glück im Abschluss wäre da sogar schon mehr drin gewesen als die knappe 1:0-Halbzeitführung. „Wir hätten da schon deutlicher führen müssen“, konstatierte auch Britta Carlson, die erstmals einen Bundesliga-Sieg als FC-Trainerin feiern konnte.

„Ich wusste gar nicht, dass sie so kopfballstark ist“

Nach der Pause drohte den Kölnerinnen die Partie jedoch zu entgleiten. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine Viertelstunde, in der Bremen sehr gedrückt hat, viele Standards hatte. Wir konnten das gerade noch gut wegverteidigen“, analysierte Carlson und haderte: „Wir haben dann in der Phase, als wir dem 2:0 ein bisschen näher waren, das 1:1 bekommen.“ Letztlich waren es zwei ruhende Bälle, die dem FC den Sieg bescherten. Das 1:0 fiel nach einer Ecke, das 2:1 von Anna Gerhardt nach einem Freistoß. „Ich wusste gar nicht, dass sie so kopfballstark ist“, schmunzelte die Trainerin kurz nach der Partie.

Carlson konstatierte nach den intensiven 90 Minuten an der Weser: „Ich glaube, dass es aufgrund des gesamten Spielverlaufs schon absolut in Ordnung geht, dass wir auch gewonnen haben.“ Die FC-Frauen erhöhten ihr Punktekonto damit auf elf Zähler und stehen bei der exakt gleichen Punktzahl wie am Ende der Saison 2017/18. Damals stieg der FC mit diesem Minusrekord als Vorletzter ab. Diesmal kletterten die Kölnerinnen sogar an Jena vorbei auf den zehnten Rang – zumindest bis Montagabend, wenn Jena zuhause gegen den Double-Sieger aus München nachziehen kann. Jena genügt ein Unentschieden, um am FC wieder vorbeizuziehen.

„Wir haben noch keinen Heimsieg“

Der FC möchte nun aber sogar noch drei Zähler oben draufpacken zum Saison-Abschluss am Sonntag (14 Uhr) gegen den Absteiger Turbine Potsdam. Zwei Siege in Folge wären ein versöhnlicher Abschluss am Ende einer über weite Teile enttäuschenden Saison. „Wir haben noch keinen Heimsieg“, richtete Carlson den Blick bereits in Bremen nach vorne und formulierte damit auch die Mission zum Saison-Abschluss: „Insofern ist es natürlich für die Mannschaft auch noch mal wichtig, da zu punkten, auch mit der Art und Weise, wie wir auch spielen wollen.“ Zudem sollen „die Spielerinnen, die den Verein verlassen, vernünftig verabschiedet“ werden. Carlson forderte, „nochmal alles reinzulegen und den heimischen Fans was zurückzugeben. Das ist wichtig.“


Marvin Schwäbe nach Trainer-Aus: „Wir waren schon überrascht“

Marvin Schwäbe beim Training des 1. FC Köln
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Marvin Schwäbe nach Trainer-Aus: „Wir waren schon überrascht“

Vor rund 500 Fans hat Friedhelm Funkel am Dienstag die erste Einheit nach seiner Rückkehr ans Geißbockheim geleitet. Nicht nur für die Fans bot sich ein anderes Bild beim 1. FC Köln: Das sagt Marvin Schwäber zum Trainer und Struber-Aus.

Nach der Einheit am Dienstag stellte sich der Kölner Keeper den Fragen der Journalisten. Das sagt Marvin Schwäber zum neuen Trainer Friedhelm Funkel und zum Struber-Aus.

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Die sportlichen Voraussetzungen waren sicher noch schwer zu beurteilen. Gerade einmal 75 Minuten dauerte die erste Einheit unter dem neuen Trainer Friedhelm Funkel am Dienstagvormittag. Der neue Coach fungierte lange als Beobachter, gab aber auch seine Eindrücke weiter, suchte immer wieder das Gespräch. „Es ging heute nicht darum, irgendwelche Inhalte reinzubringen“. sagte Marvin Schwäbe nach dem Auftakt. „Es ging darum, eine gute Einheit hinter sich zu bringen, einen guten Fokussierung zu haben.“ Und vermutlich auch, die vergangenen Tage abzuschütteln. Denn so wirklich absehbar war die Entwicklung mit dem Aus für Trainer und Sportdirektor für die Mannschaft wohl nicht. „Wir wurden natürlich auch informiert. Wir waren überrascht. Wir haben das aber nicht entschieden“, sagte Schwäbe. „Es geht schnell in dem Geschäft. Das merkt man immer wieder.“

„Es geht jetzt nur um die zwei Spiele“

Offenbar sogar sehr schnell. Gerhard Struber habe sich jedenfalls noch nicht von der Mannschaft verabschieden können. Der Fokus gilt nun ohnehin nur den kommenden Aufgaben. „Wir haben heute einen guten Tag gehabt in der ersten Einheit und das ist jetzt das, was zählt“, so Schwäbe, der offenbar nicht so wirklich über den Trainerwechsel und den personellen Schritt sprechen wollte. „Es steht nicht zur Debatte, ob das der richtige ist oder nicht. Das werden wir erst am Ende sehen. Wir sind grundsätzlich eine gute Einheit“, sagte Schwäbe. „Man braucht bei Friedhelm Funkel nicht darüber zu reden, welchen Namen und welche Historie er mit sich bringt. Was er in die Mannschaft reinbringen kann, hat er heute Morgen schon gezeigt.“ Das habe die Mannschaft auch direkt gemerkt.

„Man merkt das schon, wenn er den Raum betritt. Bei seiner Erfahrung hört jeder zu. Das ist ein gutes Gefühl“, sagt der Keeper, der in dieser Spielzeit bekanntlich einer der absoluten Leistungsträger und sicherlich einer der Garanten der guten Platzierung ist. Und die wollen die Kölner unbeidingt halten. „Es geht jetzt nur um die zwei Spiele. Allen voran jetzt das Spiel in Nürnberg. Es geht darum, dass wir da mit breiter Brust und Selbstvertrauen auf dem Platz stehen“, sagte der 30-Jährige. Die Aufgabe wird sicher ebenfalls keine leichte. Nürnberg hat zwar keine Chance mehr in den Aufstiegskampf mit einzugreifen, den ehemaligen Bundesliga-Konkurrenten würde der Club dennoch zu gerne ärgern. „Wir werden als Einheit zusammenstehen“, warnt Schwäbe dennoch schon mal.

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Das erste Funkel-Training beim 1. FC Köln – ein Stammspieler fehlt

Friedheolm Funkel beim Training des 1. FC Köln
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Das erste Funkel-Training beim 1. FC Köln – ein Stammspieler fehlt

Mit dem neuen Trainer ist der FC am Dienstag in die Vorbereitung auf das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg gestartet. Die erste Einheit unter Friedhelm Funkel ließen sich auch viele Fans nicht entgehen. Wie immer gab es auch ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Tim Lemperle fehlt angeschlagen.

Zahlreiche Fans sind am Dienstagmorgen zum ersten Training nach dem Personalbeben in Köln in das Franz-Kremer-Stadion gekommen. Friedhelm Funkel präsentierte sich erstmals auf dem Platz. Und es gab ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Tim Lemperle fehlt angeschlagen.

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Rund eine Stunde hat Friedhelm Funkel zunächst mit seinem Team hinter verschlossenen Türen gesprochen, bevor es am Dienstagvormittag dann auf den Platz im Franz-Kremer-Stadion ging. Nachdem Athletik-Trainer Max Weuthen das Aufwärmen übernommen hat, leitete der neue Assistenztrainer Matthias Lust die erste Spieleinheit. Friedhelm Funkel war zunächst eher in der Rolle des Boebachters, nahm sich aber immer wieder Spieler zur Seite und gab Anweisungen. Hier mal Jusuf Gazibegovic, da Timo Hübers oder Eric Martel. Schon in der Pressekonferenz am Montag hatte der 71-Jährige angekündigt, viel mit den Spielern sprechen zu wollen. Für den erfahrenen Coach spielt die Psyche eine übergeordnete Rolle. Funkel sprach davon, der Mannschaft wieder Lockerheit und Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben.

Tim Lemperle fehlt verletzt

Zumindest mit Spaß war die Mannschaft auch voll dabei. Und das mit nahezu voller Kapelle. Nicht mit auf dem Platz standen Tim Lemperle – der Angreifer verpasste die Einheit aufgrund anhaltender Knieprobleme – sowie Luca Kilian, der sich von seinem Kreuzbandriss weiter erholt. Dafür war Gazibegovic voll integriert. Ob es für einen Einsatz am Freitag wieder reicht, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen können. Rund 500 Fans verfolgten die erste Einheit unter dem „neuen“ Coach. Unter den Zuschauern befanden sich auch FC-Verantwortliche wie Philipp Türoff und der neue Sportdirektor Thomas Kessler.

Am Freitagabend (18.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com) steht das Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg auf dem Programm. Die Kölner können mit einem Sieg einen großen Schritt Richtung Aufstieg machenund würden gleichzeitig den 1. FC Kaiserslautern so auf Distanz halten, dass es kein direktes Endspiel gegen die Roten Teufel am letzten Spieltag mehr geben kann. Nürnberg hat sich als erstes Team dagegen aus den Aufstiegsträumen verabschiedet. Der Club kann als Zehnter Platz drei nicht mehr erreichen. Für die Top-Neun ist der Aufstieg zumindest in der Theorie möglich.

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