Die Mechanik des Comebacks: Wie Köln Frankfurt entschlüsselte

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Die Mechanik des Comebacks: Wie Köln Frankfurt entschlüsselte

Im Duell mit Eintracht Frankfurt dominierten die Gastgeber das Spiel, doch die besseren Chancen lagen bei Köln. Wie passt das zusammen? Das Unentschieden zwischen Frankfurt und dem 1. FC Köln: Zwischen Effizienz und Exzellenz

Frankfurt hat den Ball, Köln die besseren Chancen. Wie konnte der 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt trotz der Dominanz hochkarätige Chancen kreieren?

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René Wagner ordnete den Punktgewinn seiner Mannschaft am Ostersonntag wie folgt ein: „Nach dem 0:2 so zurückzukommen, spricht für die Mannschaft, spricht für den Charakter der Truppe. Die Jungs kommen zurück, haben einen unfassbaren Willen und sind auch in schweren Momenten immer füreinander da.“

Was der 37-Jährige hier etwas floskelhaft als Charakter und Willensstärke seiner Mannschaft beschreibt, ist angesichts des Zahlenwerks rund um das Spiels gegen Eintracht Frankfurt durchaus eine genauere Analyse wert. Denn die 3,01 Expected Goals der Geißböcke im Vergleich zu 2,52 xGoals der Frankfurter werfen eine zentrale Frage auf. Wie konnte die Wagner-Elf mit deutlich geringeren Spielanteilen gegen eine zuletzt stabilisierte Frankfurter Defensive derart aussichtsreiche Chancen herausarbeiten und diese zudem effizient verwerten? Wie konnte sie den Frankfurtern, die unter Riera bis zum Spiel gegen Köln noch kein einziges Gegentor zu Hause kassiert hatten, gleich zwei einschenken?

Umschaltmomente und Einzelkämpfer

Über weite Strecken der Partie standen die Geißböcke tief und versuchten, das überladene Mittelfeld mit langen Bällen auf Ragnar Ache zu überbrücken. Im Angriff setzte Köln gezielt auf das Tempo von Said El Mala und Jakub Kaminski. Das Zentrum wurde bewusst überspielt. Ragnar Ache machte die Bälle fest und leitete sie an nachrückende Mitspieler weiter. In den ersten 60 Minuten griff dieser Plan jedoch kaum. Ein wesentlicher Grund dafür lag in der stabilisierten Frankfurter Defensive. Seit der Amtsübernahme von Dino Toppmöller kassiert die Eintracht im Schnitt nur noch 0,8 Gegentore pro Spiel, zuvor waren es 2,25. Grundlage dafür ist eine angepasste Ausrichtung.

Frankfurt verteidigt tiefer und organisiert das Mittelfeld über ein konsequentes Mann-gegen-Mann-Pressing. Nach einem Ballverlust benötigten die Frankfurter im Durchschnitt nur 18 Sekunden, um den Ball zurückzuerobern; die Kölner hingegen benötigten 28 Sekunden. Das Zentrum wurde so zur Frankfurter Kontrollzone. Köln blieb häufig nur der lange Ball oder das Umschalten nach einem Ballgewinn. Auch die letzte Linie der Eintracht agierte nahezu fehlerfrei gegen die vielen langen Zuspiele. Gefahr für Köln entstand vor allem nach Einzelaktionen oder Ballgewinnen, wenn es gelang, Tempo aufzunehmen. Eine der wenigen Szenen dieser Art gab es kurz vor der Pause. Ache klärte einen Frankfurter Einwurf per Kopf, der Ball landete bei El Mala, der sofort in die Tiefe startete und auf Kaminski ablegte. Aufgrund einer unsauberen Ballmitnahme konnte Torhüter Zetterer die Situation jedoch entschärfen.

René Wagners Instinkt zahlt sich aus

Die Antwort auf die Ausgangsfrage ist vielschichtig. Einerseits war da ein aufdrehender Kaminski, der zunächst bei einer Großchance in der ersten Hälfte noch am fehlenden Glück scheiterte, später jedoch den Anschlusstreffer erzielte. Dieser Treffer setzte spürbar neue Kräfte frei und veränderte die Dynamik der Partie.

Andererseits bewies Wagner gemeinsam mit seinem Trainerteam ein gutes Gespür für den Spielverlauf. Die Einwechslungen von Linton Maina, Alessio Castro-Montes, Marius Bülter und Luca Waldschmidt erfolgten genau im richtigen Moment. Mitten in der aufkommenden Druckphase der Kölner brachten sie frische Energie, zusätzliche Tiefe und neue Impulse ins Offensivspiel und legten damit den Grundstein für das Schlussfeuerwerk.

Nicht nur eine Charakterfrage

Kölns Comeback war weniger das Produkt reiner Moral als vielmehr das Ergebnis eines Spiels, das lange auf Messers Schneide stand und in den entscheidenden Momenten kippte. Und weil Köln genau in den wenigen offenen Momenten zuschlug, in denen Struktur zweitrangig wurde und Tempo, individuelle Qualität sowie Timing den Ausschlag gaben. So entstand aus einem über weite Strecken klar kontrollierten Spiel der Frankfurter doch noch eine Partie, in der Effizienz und Spielglück auf Kölner Seite den Unterschied machten. Oder anders gesagt: Der Charakter, von dem Wagner spricht, zeigte sich vor allem darin, im richtigen Moment die wenigen sich bietenden Räume konsequent zu nutzen.


Neue Entwicklungen in der Transfersaga um Said El Mala

Said El Mala wurde zum dritten Mal in die Kicker Elf des Spieltags gewählt
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Neue Entwicklungen in der Transfersaga um Said El Mala

Berichten zufolge gibt es neue Entwicklungen um einen möglichen Transfer von Said El Mala. Neue Gerüchte rund um den 1. FC Köln: Ist der El Mala-Abgang bereits in trockenen Tüchern?

Ein neuer Tag, ein neues Gerücht rund um das Juwel des 1. FC Köln: Steht der Abgang von El Mala bereits fest?

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Laut Informationen des Reporters Christopher Michel vom Portal „Absolut Fußball“ ist der Abgang von Said El Mala nach England so gut wie beschlossene Sache. „Nach meinen Informationen aus Beraterkreisen soll der Wechsel von Said El Mala zu Brighton weitestgehend durch sein“, teilte Michel via „X“ mit. Laut Informationen des Kicker würde der Transfer auf Kölner Seite nur durchgewunken werden, wenn die Südengländer bereit wären, eine Summe jenseits von 50 Millionen Euro für den Senkrechtstarter zu bezahlen.

Die Zeichen stehen auf Abschied

Vor dem Hintergrund der jüngsten strategischen Entscheidungen am Geißbockheim erscheinen diese Informationen folgerichtig. Informationen der BILD zufolge hat der 1. FC Köln zwei Millionen Euro an Viktoria Köln überwiesen, um sich die Weiterverkaufsklausel über zehn Prozent zu sichern. Zudem spielt die anhaltend gute Form des Youngsters dem Domstadtklub in die Karten. Schließlich ist eine WM-Teilnahme des 19-Jährigen nach wie vor nicht auszuschließen, was den Marktwert des Topscorers massiv in die Höhe treiben würde.

Es gibt neben Brighton & Hove Albion gibt es jedoch auch andere Klubs von der Insel, die El Mala beobachten und ihn für den Sommer als mögliches Transferziel ins Auge fassen. Dazu zählen Newcastle United und der FC Chelsea. Der Londoner Klub ist weiterhin im Rennen, hat bislang jedoch kein offizielles Angebot abgegeben. Newcastle hat nach Informationen von BILD bereits einen Vorstoß unternommen, wurde jedoch von der Familie El Mala, die den Shootingstar des 1. FC Köln berät, zunächst abgeblockt. Auf die letzte Anfrage aus Newcastle soll es die Rückmeldung gegeben haben, dass die Tendenz eher in Richtung Brighton gehe.Es bleibt abzuwarten, wann in dieser Angelegenheit Nägel mit Köpfen gemacht werden.


Jan Thielmann als Rechtsverteidiger – es bleibt ein schwieriges Unterfangen

Jan Thielmann gegen Frankfurt
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Jan Thielmann als Rechtsverteidiger – es bleibt ein schwieriges Unterfangen

Beim 2:2-Unentschieden in Frankfurt machte nicht jeder FC-Profi eine gute Figur. Vor allem in der Defensive zeigte sich wieder eine bekannte Baustelle beim 1. FC Köln: Jan Thielmann tut sich schwer als Rechtsverteidiger.

Gerade über die rechte Seite geriet die Kölner Defensive im Duell gegen Eintracht Frankfurt das ein oder andere Mal ins Schwimmen. Kein neues Phänomen der Geißböcke.

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Ob Ayoube Amaimouni-Echghouyab dem Franzosen Arnaud Kalimuendo den Ball wirklich auflegen wollte, darf zumindest hinterfragt werden. Doch der Franzose nutze die Vorlage mit einem wunderbaren Abschluss zur Frankfurter 2:0-Führung und krönte damit seine insgesamt starke Leistung. Die Leistung war auch stark, weil der 24-Jährige zuvor mit Jan Thielmann im Grunde machen konnte, was er wollte. Immer wieder stieß der Franzose über die linke Seite durch und legte die Kugel dann zurück ins Zentrum. Doch entweder war noch ein Abwehrspieler wie Rav van den Berg dazwischen oder die Frankfurter Akteure vergaben leichtfertig wie unter anderem Hugo Larsson. Und nicht selten war auch Marvin Schwäbe zur Stelle.

„Jan hatte Probleme, weil die Struktur nicht gepasst hat“

Gerade in der ersten Halbzeit hatte der 23-jährige Kölner erhebliche Schwierigkeiten. Wohl auch, weil Thielmann dann doch wieder überraschend als rechter Verteidiger der Fünferkette auflief und nicht wie zunächst wie erwartet in vorderer Reihe. Neben Kalimuendo war auch Nathaniel Brown ein Unruhefaktor. „Wir haben schnell auf die Viererkette umgestellt. Jan hatte Probleme, weil die Struktur nicht gepasst hat“, so Chefcoach René Wagner. „Wir haben keinen Druck auf den Ball bekommen, dann wurde es schwer für die zentralen Mittelfeldspieler. Ich glaube, der Wechsel auf die Viererkette hat dann auch Jan geholfen, die Orientierung an Brown zu haben.“

Wagner wollte die Schwierigkeiten nicht an Personen festmachen. Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass die defensiven Probleme Thielmanns auf der rechten Schienenposition in der Fünferkette nicht neu sind. Schon in der vergangenen Saison spielte Thielmann oft auf der rechten Seite die Defensivposition, die bekanntlich die größte Baustelle der Aufstiegs-Mannschaft darstellte. Im vergangenen Winter hatte Thomas Kessler mit Jusuf Gazibegovic nachjustiert, aber auch der Bosnier konnte nicht alle Erwartungen erfüllen. Thielmann musste immer mal wieder aushelfen, überzeugte dabei aber eher selten. In der offensiveren Position fühlt sich das Kölner Eigengewächs offensichtlich deutlich wohler.

Nach dem Wechsel spielte der FC auf den Flügeln in der Defensive deutlich stabiler. „Wir standen in der zweiten Halbzeit dann echt gut“, sagte der Trainer. Die Tore fielen trotzdem. „Dann sind es aus meiner Sicht zwei unfassbare Aktionen der Frankfurter und wir sind in der Box-Verteidigung nicht sauber, bekommen die Gegentore, kommen super zurück und müssen am Ende mit dem Punkt zufrieden sein“, so Wagner weiter. Neben dem Punkt dürfte der Coach auch die Erkenntnis gewonnen haben, dass die rechte Verteidigerposition in der Fünferkette und Jan Thielmann ein schwieriges Unterfangen bleiben.


Neuer Trainer, altes Spiel? Das machte René Wagner gegen Eintracht Frankfurt (nicht) anders als Kwasniok

OF Sebastian Sebulonsen im Spiel gegen Eintracht Frankfurt (Foto: Neil Baynes/Getty Images)
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Neuer Trainer, altes Spiel? Das machte René Wagner gegen Eintracht Frankfurt (nicht) anders als Kwasniok

Mit einem Remis nach 2:0-Rückstand startete René Wagner in seine Zeit als Cheftrainer beim FC. Dabei gab es trotz Trainerwechsel viel Gewohntes, aber auch einen Unterschied beim 1. FC Köln: Was machte René Wagner in Frankfurt anders als Kwasniok?

Viel war vor dem ersten Spiel von René Wagner darüber geredet worden, welche Stellschrauben er drehen würde. Am Ende gab es zumindest spielerisch viele Dinge, die man in dieser Saison bereits vom FC gewohnt war. Aber besonders einen Aspekt scheint Wagner doch anders zu machen als sein Vorgänger.

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Neuer Trainer, altes Spiel? Ein bisschen konnte es den FC-Anhängern bei der Premiere von René Wagner als Chefcoach im Spiel gegen Eintracht Frankfurt so vorkommen. Denn im Spiel der Kölner gegen die SGE ließen sich viele Elemente und Muster erkennen, die es auch schon zuvor unter dem vor zwei Wochen entlassenen Lukas Kwasniok gegeben hatte. So starteten die Kölner wie so häufig bei Kwasniok mit einer Fünferkette. Als Wagner jedoch in der Anfangsphase merkte, dass die Geißböcke besonders in Person von Jan Thielmann gegen Arnaud Kalimuendo in dieser Formation Probleme gegen den Ball hatten, stellte der Coach kurzerhand auf Viererkette um. „Jan hatte Probleme, weil die Struktur nicht gepasst hat. Wir hatten zwei, drei Spieler, die immer gekippt sind. Wir haben keinen Druck auf den Ball bekommen, dann wurde es schwer für die zentralen Mittelfeldspieler. Ich glaube, der Wechsel auf die Viererkette hat dann auch Jan geholfen, die Orientierung an Brown zu haben“, begründete der neue Trainer seine Entscheidung.

Viele Parallelen zu Kwasniok

Damit zeigte sich eine weitere Parallele zu Kwasniok. Denn der Wagner-Vorgänger ist kein Coach, der stur an einem Plan festhielt. Stattdessen nahm der Ex-FC-Trainer auch öfter in Spielen taktische Anpassungen vor – genau wie es jetzt sein Nachfolger tat. Aber auch ansonsten gab es spielerisch einige Gemeinsamkeiten. Etwa, dass Wagner weiter als ein Mittel auf Umschaltmomente setzte. So hätte Jakub Kaminski bei einer solchen Aktion die Geißböcke kurz vor der Halbzeit eigentlich in Führung bringen müssen. Allerdings hatte der Pole beim Anspiel von Said El Mala einen so schlechten ersten Kontakt, dass Eintracht-Keeper Michael Zetterer noch rauskommen und den Abschluss blocken konnte.

Eine weitere Ähnlichkeit, auf die Wagner allerdings bestimmt gerne verzichtet hätte, waren zu leichte Gegentreffer. „Die zwei Gegentore müssen wir auf jeden Fall noch einmal analysieren. Das ging mir definitiv zu einfach. Zwei Mal Box-Verteidigung, wo wir nicht gut stehen“, meinte daher Kapitän Marvin Schwäbe. So war beim 1:0 für die Hausherren Cenk Özkacar zu spät auf Vorlagengeber Fares Chaibi rausgerückt. In der Mitte verlor dann Sebastian Sebulonsen Torschütze Jonathan Burkardt aus den Augen. Beim zweiten SGE-Treffer nur drei Minuten später schaffte es die Defensive im Kollektiv nicht, Kalimuendo am Abschluss zu hindern oder vorher die Burkardt-Hereingabe zu unterbinden.

Kölner Comeback-Qualitäten

Trotzdem ließen sich die Kölner nicht unterkriegen – und kamen zuerst kurz darauf zum Anschlusstreffer durch Jakub Kaminski und dann in der 83. Minute durch Alessio Castro-Montes sogar zum Ausgleich. Dabei zeigten sich gleich zwei Gemeinsamkeiten zur Kwasniok-Zeit. Zum einen, dass die Mannschaft auch unter Wagner weiter Moral und Comeback-Qualitäten zeigt wie bereits öfter in der Spielzeit. „Es spricht für die Mannschaft, das wir weiterhin dran glauben, egal in welchen Rückstand wir sind. Wir kommen wieder zurück und das zählt am Ende“, lobte Schwäbe. Zum anderen hat der FC weiter eine starke Bank. So waren am Ausgleich mit Castro-Montes, Luca Waldschmidt und Marius Bülter gleich drei Joker beteiligt. Das freute auch den FC-Keeper: „Wir können uns darauf verlassen, dass immer dieses Quäntchen Power noch einmal von der Bank kommt. Man hat es heute wieder gesehen. Es war ein Zusammenspiel aus den Einwechselspielern. Da profitieren wir von.“

Bei so vielen Gemeinsamkeiten gab es dann aber doch vor allem eine der in den vergangenen Wochen viel zitierten Stellschrauben, an der Wagner wohl speziell gedreht hat. Und die bezieht sich nicht auf das Spielerische, das dem unter Kwasniok eben weiter sehr ähnelt. „Er hat eine gute Kommunikation gefunden. Ich glaube, er ist sehr nah bei uns. Er hat die richtige Worte für diese Situation gefunden, die ja nicht einfach ist. Er hat die Fäden ganz gut in der Hand“, betonte Schwäbe. In der Ansprache zur Mannschaft, aber auch in der Kommunikation nach außen hat der 37-Jährige wohl einen anderen Ansatz gewählt als sein Vorgänger. So wirkt Wagner ruhiger und formulierte klare Aussagen in der Kommunikation mit den Medien, ohne sich wie Kwasniok zu etwas kurios anmutenden Vergleichen oder ähnlichem hinreißen zu lassen.

„Ich will, das wir alle als Gruppe funktionieren“

In der Kommunikation mit der Mannschaft hatte der neue Coach schon bei der Pressekonferenz vor dem Spiel durchklingen lassen, wie er sie erreichen möchte. „Emotionen kann man in die Mannschaft über die Ansprache hineintragen. Man kann aber auch versuchen, in der täglichen Arbeit eine Bindung zu den Spielern herzustellen. Das ist mein Ansatz. Ich will, dass wir alle als Gruppe funktionieren. Ich werde mir die Jungs im ein oder anderen Moment vor dem Spiel packen. Das ist einfach mein Weg und den werde ich jetzt die nächsten Spiele verfolgen“, so der Trainer. Zumindest im Spiel gegen die Eintracht scheint der Ansatz angesichts des Kölner Comebacks schonmal gut gefruchtet zu haben. Nun wird sich in den kommenden Spielen zeigen, ob dieser die entscheidende Stellschraube im Kampf um den Klassenerhalt sein kann – oder ob Wagner noch weitere finden muss.


Eine Eins, mehrere Vieren – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt

OF Jakub Kaminski im Duell mit Frankfurts Ritsu Doan (Foto: Neil Baynes/Getty Images)
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Eine Eins, mehrere Vieren – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt

Beim Cheftrainer-Debüt von René Wagner holten die Geißböcke immerhin einen Punkt nach Rückstand. Dabei stachen vor allem zwei Spieler positiv heraus: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt.

Mit einem Punkt im Gepäck kehren die Geißböcke zurück nach Köln. Während vor allem zwei Spieler gegen die Eintracht ihre zuletzt guten Leistungen bestätigen konnten, gab es auch ein paar Ausreißer nach unten.

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Marvin Schwäbe, Einzelkritik 1-

Marvin Schwäbe

Hielt seine Mannschaft gleich mehrmals entscheidend im Spiel. Parierte stark bei der guten Chance von Ansgar Knauff (24.) und im Eins-gegen-Eins gegen Arnaud Kalimuendo (34.). Fälschte zu Beginn der zweiten Hälfte eine flache Hereingabe von Nathaniel Brown noch entscheidend ab. Ansonsten bei Frankfurter Abschlüssen aus etwas größerer Distanz sicher. Leitete einige Umschaltaktionen mit langen Abwürfen ein, aus denen seine Vorderleute aber zu wenig machten.


Kristoffer Lund Einzelkritik 3+

Kristoffer Lund

Der Linksverteidger klärte schon nach sechs Minuten eine Hereingabe vor Knauff und verhinderte so eine Großchance. Ließ sich von diesem aber bei dessen guter Chance zu leicht abkochen (24.). Ansonsten stand der 23-Jährige recht sicher in der Defensive, konnte lange aber wenig in der Offensive erreichen, obwohl er die meisten Kölner Sprints (31) anzog. Dann vor dem Ausgleich aber mit einer guten Flanke auf Waldschmidt.


Cenk Özkacar Einzelkritik Note 4

Cenk Özkacar

Bei der Knauff-Chance ließ er sich zu leicht rausziehen (24.), nur um dann beim 1:0 zu spät auf Fares Chaibi rauzurücken, sodass dieser aufdrehen und die Vorlage geben konnte. Ließ knapp zehn Minuten vor dem Gegentreffer Arthur Theate bei einer Ecke völlig frei und hatte Glück, dass die Eintracht nicht da schon in Führung ging. Ansonsten resolut in den Zweikämpfen und ordentlich im Spielaufbau, wenn auch ohne große Ideen.


Rav van den Berg Einzelkritik 4+

Rav van den Berg

Ließ Kalimuendo bei einem Frankfurter Konter zu alleine, sodass dieser frei vor Marvin Schwäbe auftauchte. Unterlief dann vor dem zweiten SGE-Treffer einen langen Ball, sodass Jonathan Burkardt den Ball in die Mitte legen konnte. Ansonsten defensiv in Ordnung, aber mit keiner guten Zweikampfquote von 44%. Dafür eine starke Passquote (94%).


Sebastian Sebulonsen, Einzelkritik 3-

Sebastian Sebulonsen

Hatte eine schwierige Aufgabe gegen den auffälligen Kalimuendo. Ließ sich direkt zu Beginn auch zu leicht von diesem austanzen bei einer Frankfurter Chance. Bekam ihn danach zumindest besser in den Griff, konnte ihn jedoch nicht am 2:0 hindern. Verlor außerdem beim ersten Eintracht-Treffer Torschütze Burkardt aus den Augen. Dafür in der ersten Hälfte mit einer guten Offensivaktion, als er erst gut den Ball eroberte und dann nach einem kurzen Antritt Said El Mala in Szene setzte, der aber verzog.


Gemischte Leistungen im Mittelfeld

Einzelkritik Huseinbasic, Note 4-

Denis Huseinbasic

Bekam in der Mittelfeldzentrale den Vorzug vor Isak Johannesson, blieb dabei aber blass. Kam gerade mal auf 26 Ballkontakte. So konnte er dem Kölner Spiel weder Struktur verleihen noch ihm kreative Momente geben. Beim 1:0 nicht in der Position, um Chaibis Lauf zu verhindern. Wurde nach 67 Minuten ausgewechselt.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Tom Krauß vom 1. FC Köln Einzelkritik Note 3

Tom Krauß

Spielte direkt zu Beginn einen tollen Pass quer über den Platz auf Jakub Kaminski und legte so die erste Kölner Chance auf. Das blieb allerdings für das gesamte Spiel seine beste Aktion im Spielaufbau. Wurde in der zweiten Hälfte bei einem guten Laufweg stark von Ragnar Ache in die Tiefe geschickt, spielte dann aber einen schwachen Querpass und verspielte so eine gute Möglichkeit. Ansonsten engagiert in der Defensive, gewann 62% seiner 13 Zweikämpfe. Wichtig etwa, wie er sich am eigenen Strafraumrand noch zwischen den Ball und Mario Götze schob und danach einen Freistoß bekam (78.). In der 82. Minute kam für ihn dann Alessio Castro-Montes, als Köln in Rückstand mehr nach vorne warf.


Jan Thielmann, Einzelkritik 4-

Jan Thielmann

Ein kompliziertes Spiel für den 23-Jährigen. Startete auf der rechten Schiene, wo er mit Kalimuendo anfangs völlig überfordert war. Danach stellte Wagner etwas um, sodass Sebulonsen den SGE-Angreifer und Thielmann Brown übernahm. Ließ diesen aber in der 50. Minute dann aber doch fast folgenschwer laufen, Schwäbe fälschte die Hereingabe des Frankfurters aber noch ab. Das Kölner Eigengewächs führte am Ende keinen einzigen Zweikampf, da er immer zu spät war. Auch in der Offensive ohne Aktionen und folgerichtig in der 75. Minute ausgewechselt.


Jakub Kaminski Einzelkritik 2

Jakub Kamiński

Der auffälligste Kölner Offensivakteur mit sieben Abschlüssen, den ersten direkt nach einer Minute, der jedoch zu ungenau war. In der ersten Hälfte vergab er außerdem die größte Kölner Chance wegen eines unsauberen ersten Kontakts, als er frei auf Michael Zetterer zulief. Nach zwei weiteren aussichtsreichen Versuchen (50., 65.) machte der Pole es nach 70 Minuten besser: Nach einem schönen Zusammenspiel mit Ragnar Ache erzielte der Linksaußen mit einem abgefälschten Schuss den wichtigen Anschlusstreffer. Blieb auch danach auffällig und machte viele Wege. Holte sich in der Nachspielzeit aber eine unnötige Gelbe Karte wegen Reklamieren.


Said El Mala Einzelkritik, Note 3-

Said El Mala

Spielte zentral in der Spitze neben Ragnar Ache auf einer ungewohnten Position. War dort kaum ins Spiel eingebunden. Das belegen seine gerade mal vier Pässe in über 80 Minuten. Trotzdem mit zwei guten Offensivaktionen: Nach einem Pass von Sebulonsen drehte sich der Youngster schön mit dem Ball, schoss am Gegenspieler vorbei jedoch knapp drüber (25.). Kurz vor seiner Auswechslung in der 82. Minute bekam der 19-Jährige dann nach einem guten Laufweg einen schönen Steckpass von Linton Maina, scheiterte aber aus leicht spitzem Winkel an Zetterer. Für ihn kam in der Schlussphase Luca Waldschmidt.


Ragnar Ache Einzelkritik 2-

Ragnar Ache

Bei Zetterers Unsicherheit in der ersten Minute aufmerksam, scheiterte aber mit seinem Nachschuss knapp am gerade noch reagierenden Frankfurter Keeper. Machte danach immer mal wieder Bälle fest und rieb sich auf, ohne aber zumindest in der ersten Stunde die ganz großen Aktionen zu haben. Stark dann aber, wie er auf den einlaufenden Krauß durchsteckte, woraus dieser nicht mehr machte (63.). Schön, wie der Angreifer vor Kaminskis Anschlusstreffer mit dem Polen auf engen Raum zusammenspielte und so dessen Tor einleitete. Für ihn kam knapp zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit Marius Bülter.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben


„…dann habe ich keine Haare mehr“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt

Jakub Kaminski für den 1. FC Köln im Duell gegen Eintracht Frankfurt
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„…dann habe ich keine Haare mehr“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt

Am Sonntag war der FC zu Gast in Hessen und konnte nach einem 0:2 Rückstand noch einen Punkt mit nach Köln nehmen. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Jakub Kaminski und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt.

Für René Wagner war es sein erstes Bundesliga-Duell als Chefcoach an der Seitenlinie. Gegen die Adler gelang den Geißböcken noch ein 2:2-Unentschieden.


„Chapeau für die Mannschaft“

Jakub Kaminski darf auf die WM hoffen

Jakub Kaminski

“Chapeau für die Mannschaft. Nach dem 0:2-Rückstand noch ein 2:2. Wir haben noch die Chance auf das 3:2 – ein tolles Spiel.
In der ersten Halbzeit hatten wir direkt zwei, drei gute Chancen. Wir schießen das Tor aber nicht. Aber das ist der Fußball. Wir müssen in unserer Situation diese Chancen dann auch nutzen. Wir müssen jetzt nach vorne gucken.“

“Wir kämpfen immer bis zum Ende. Die erste Situation war 100 Prozent. Am Ende ist das Wichtige, dass wir den Punkt geholt haben. Wir haben jetzt sechs Finale vor uns. Wir müssen alles geben, um in der Liga zu bleiben. Köln kann nicht in der 2. Liga spielen.“

„Schwierige Momente gehören dazu. das muss ich akzeptieren. Wenn ich jetzt an das Spiel gegen Schwede eine Woche lang denke, dann habe ich keine Haare mehr.“


Zu seinem Babyjubel: “Meine Frau ist schwanger. Es ist eine gute Zeit für uns.“


„Da profitieren wir von“

Marvin Schwäbe ist ein starker Rückhalt des 1. FC Köln

Marvin Schwäbe

“Auswärts den Punkt mitzunehmen, ist am Ende des Tages das, was wir uns minimal vorgestellt haben. Die zwei Gegentore müssen wir auf jeden Fall noch einmal analysieren. Das ging mir definitiv zu einfach. Zwei Mal Box-Verteidigung, wo wir nicht gut stehen. Es spricht für die Mannschaft, das wir weiterhin dran glauben, egal in welchen Rückstand wir sind. Wir kommen wieder zurück und das zählt am Ende.“


„Es ist natürlich nicht einfach. Aber, wir können uns darauf verlassen, dass immer dieses Quäntchen Power noch einmal von der Bank kommt. Man hat es heute wieder gesehen. Es war ein Zusammenspiel aus den Einwechselspielern. Da profitieren wir von.“


Zu René Wagners Coaching: „Er hat es natürlich sehr einfach gehalten, hat uns in den zwei Wochen sehr gut eingestellt. Er hat eine gute Kommunikation gefunden. Ich glaube, er ist sehr nah bei uns. Er hat die richtige Worte für diese Situation gefunden, die ja nicht einfach ist. Er hat die Fäden ganz gut in der Hand.“


„Wir haben einfach ganz viele Spieler, die ganz viel Herz haben…“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

“Es war ein Auf und Ab. In der ersten Halbzeit hatten wir zwei, drei Riesenchancen, wenn ich gerade an die beiden Umschalter denke. Da hat Kuba den ersten auf dem Schlappen liegen und dann gehen wir 0:2 in Rückstand und dann wird es in Frankfurt echt schwer. Die Jungs haben gezeigt, was für ein Charakter in der Mannschaft steckt. Das 2:2 war am Ende super für uns. Mit ein bisschen Glück kann man noch ein, zwei Chancen erspielen. Dann ging das Spiel auch ein bisschen auf. Beide Mannschaften haben versucht, noch Kontrolle zu bekommen.“


„Wir haben einfach ganz viele Spieler, die ganz viel Herz haben und dann auch die Power haben, 90 Minuten Vollgas-Fußball zu gehen. Dann liegst du 0:2 hinten und hast vielleicht nicht mehr die Angst in der eigenen Hälfte, da mal Risiko zu gehen. Dann sieht man auch die Qualität der Jungs, den Ball mal nach vorne zu spielen. Ich würde mir wünschen, dass wir dann auch in der ersten Halbzeit den Mut fassen. Vor allem in der gegnerischen Hälfte. Wir haben auch nach dem Wechsel, zwei, drei Situationen, wo wir ein bisschen cleverer sind. Ich wünsche mir, dass die Jungs dann die Leistung auch mal ohne Rückstand abrufen.“


„Wir haben schnell auf die Viererkette umgestellt. Jan hatte Probleme, weil die Struktur nicht gepasst hat. Wir hatten zwei, drei Spieler, die immer gekippt sind. Wir haben keinen Druck auf den Ball bekommen, dann wurde es schwer für die zentralen Mittelfeldspieler. Ich glaube, der Wechsel auf die Viererkette hat dann auch Jan geholfen, die Orientierung an Brown zu haben. Wir standen in der 2. Halbzeit dann echt gut. Dann sind es aus meiner Sicht zwei unfassbare Aktionen der Frankfurter, dann sind wir in der Box-Verteidigung nicht sauber, bekommen die Gegentore und kommen super zurück und müssen am Ende mit dem Punkt zufrieden sein.“


Zu seinem ersten Bundesliga-Spiel als Cheftrainer: „Ich hab ein, zwei Mal ins Stadion gekuckt und schon gedacht, da kommt jetzt etwas Neues, da zu stehen. Aber das hilft der Mannschaft ja nicht, wenn ich mich mit Sachen ablenke, die nicht zum Spiel gehören. Ich versuche, mit den Jungs hinter mir, die Lösungen zu finden, die wir dann auch auf dem Feld brauchen. Ich muss bei meiner Aufgabe bleiben.“

Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt: Castro-Montes gleicht aus – 2:2

Rene Wagner und Cenk Özkacar
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt: Castro-Montes gleicht aus – 2:2

Am Sonntagnachmittag ist der FC zu Gast in Frankfurt. Dann steht für die Geißböcke das 28. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt.

Nach dem 3:3-Unentschieden im Derby vor der Länderspielpause müssen die Geißböcke heute auswärts gegen die Mannschaft von Albert Riera zeigen, was in ihnen steckt. Keine leichte Aufgabe für das Team von René Wagner, denn der Erfolgsdruck ist hoch.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt. Spannend wird sein, wie der neue Coach René Wagner seine Mannschaft aufstellen wird und ob es Veränderungen gegenüber der Startelf seines Vorgängers Lukas Kwasniok geben wird. Personell stehen dem neuen Trainer, abgesehen von den Langzeitverletzten, so gut wie alle Spieler zur Verfügung. Einzig Eric Martel fehlt gegen die Eintracht wegen seiner Gelb-Rot Sperre. Jedoch sind noch nicht alle Rückkehrer auch bereit für den Einsatz. „Alessio ist eine Kaderoption, Joel noch nicht“, so Wagner auf der Pressekonferenz vor Frankfurt.

Gegen Frankfurt stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe. Denn der Druck auf den neuen Trainer und das Team ist enorm im Kampf um den Klassenerhalt. Das weiß auch Wagner, sieht in der Herausforderung allerdings das Positive. „Wir versuchen an vielen Stellen Kleinigkeiten zu verändern“, so der Kölner Trainer. Für den 37-Jährigen wird die Begegnung die erste Feuertaufe als Bundesliga-Cheftrainer an der Seitenlinie. „Der Club hat uns als Staff eine Aufgabe gegeben, die wir jetzt erfüllen sollen. Wenn alle um mich herum Erfolg haben, dann werde ich automatisch auch erfolgreich sein. Wenn es dem Staff gutgeht und die Mannschaft das Gefühl hat, dass sie am Wochenende performen kann, dann werde ich wahrscheinlich einen guten Job gemacht haben“, so Wagner.



Defensive kommt in Form, aber Probleme in der Luft – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Frankfurt

Jan Thielmann im Zweikampf mit Ritsu Doan
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Defensive kommt in Form, aber Probleme in der Luft – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Frankfurt

Nach der Länderspielpause geht es für den FC mit dem Duell gegen Frankfurt am Sonntag in der Liga weiter. Und den FC erwartet bei den Hessen alles andere als eine einfache Aufgabe.

Nach dem Schicksalsspiel gegen Borussia Mönchengladbach vor zwei Wochen steht nun das erste Duell für René Wagner als neuer Cheftrainer auf dem Spielplan. Doch die Eintracht ist zurzeit alles andere als ein Aufbaugegner.

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Form: Die Eintracht läuft ihren Erwartungen in dieser Saison bislang hinterher. Nach durchwachsenen 20 Ligaspielen sowie einer Sieglos-Serie von sechs Begegnungen in Folge entließen die Frankfurter Anfang Februar Dino Toppmöller. Für den ehemaligen Co-Trainer von Julian Nagelsmann übernahm Albert Riera. In den ersten sechs Spielen unter dem Spanier gewannen die Hessen gegen Gladbach, Freiburg und Heidenheim, holten sowohl gegen Union Berlin als auch gegen St. Pauli einen Punkt und mussten sich lediglich in München geschlagen geben. Vor der Länderspielpause war die SGE in Mainz gefordert. Gegen die Rheinhessen sah es für Frankfurt lange nach einem Punkt aus, bis Paul Nebel kurz vor Spielende den 2:1-Siegtreffer für die 05er erzielte. Aktuell stehen die Adler mit 38 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz.

Wenig Luftzweikämpfe

Schwache Defensive kommt in Form: Eintracht Frankfurt stellt hinter dem VfL Wolfsburg und dem FC Heidenheim die drittschlechteste Defensive der Bundesliga. In den bisherigen 27 Ligaspielen musste die SGE bereits 51 Gegentreffer hinnehmen. Allerdings hat sich die Abwehr der Frankfurter seit dem Trainerwechsel stabilisiert. Unter Riera kassierte die Eintracht in sieben Spielen lediglich fünf Gegentore und hielt in vier die Null. Damit blieben die Hessen sogar einmal mehr ohne gegnerischen Treffer als in den 20 Spielen zuvor.

Wenige Abschlüsse: Der Europa-League-Sieger von 2022 gab in dieser Saison mit 222 Versuchen die drittwenigsten Schüsse aller Teams ab. Nur Mainz 05 und St. Pauli versuchten es noch seltener mit einem Schuss auf das gegnerische Tor.

Probleme in der Luft: Die Adler haben in dieser Spielzeit Probleme bei Zweikämpfen in der Luft. Mit 341 gewonnenen Kopfballduellen gewannen die Frankfurter die zweitwenigsten Zweikämpfe in der Luft. Lediglich der FC Bayern München weist noch weniger gewonnene Luftduelle als die Eintracht auf.

Viele Pässe: Die Eintracht spielte in der laufenden Spielzeit 13631 Pässe und damit die viertmeisten aller Mannschaften. In der Bundesliga spielten der FC Bayern München, Bayer Leverkusen und der VfB Stuttgart mehr Zuspiele als Frankfurt.

Im Fokus:

Im Fokus: Mit Arnaud Kalimuendo hat Markus Krösche im Winter eine echte Sofortverstärkung an den Main geholt. Der Franzose, der vom englischen Erstligisten Nottingham ausgeliehen wurde, sammelte in seinen ersten zwölf Ligaspielen bereits vier Tore sowie eine Vorlage. Kalimuendo gibt dem Spiel der SGE Breite, Tiefe, Dynamik, Robustheit und Tempo. Der bei Paris ausgebildete 24-Jährige hat in seiner Karriere schon einige Stationen hinter sich. Nach vielen Jahren in der Jugend des französischen Topclubs landete der Offensivspieler nach zwei Leihen zu RC Lens im Sommer 2024 bei Stade Rennes. Dort sammelte der Rechtsfuß in 112 Pflichtspielen 40 Tore und 14 Assists. Im Sommer 2025 wagte Kalimuendo dann erstmals den Schritt aus Frankreich heraus und wechselte nach England zu Nottingham Forest. Die SGE besitzt für den Franzosen im Sommer eine Kaufoption von rund 27 Millionen Euro.

4-3-3-System

Formation: Albert Riera lässt seine Mannschaft in einem  4-3-3-System auflaufen. Zwischen den Pfosten ist nach der Verletzung von Kaua Santos aktuell Michael Zetterer die unangefochtene Nummer eins. Vor dem Schlussmann haben sich Nathaniel Brown und Nnamdi Collins  auf den beiden Außenverteidigerpositionen sowie Robin Koch und Aurele Amenda in der Innenverteidigung festgespielt. Auf der Sechs hat der Schwede Hugo Larsson die Nase vorn. Auf den beiden Achterpositionen hat die SGE mit Mario Götze, Fares Chaibi, Ritsu Doan und Oscar Hojlund vier Möglichkeiten. Allerdings hat sich Chaibi in den vergangenen Wochen einen kleinen Vorsprung erarbeitet und ist nicht aus der Startelf wegzudenken. Auf der linken offensiven Außenbahn hat Jean-Matteo Bahoya seinen Platz sicher. Die Besetzung der verbliebenen beiden Positionen hängt von der personellen Situation ab. Sind alle Spieler fit, sind Jonathan Burkardt im Zentrum und Arnaud Kalimuendo rechts die erste Wahl. Fällt jedoch Burkardt aus, rückt Kalimuendo ins Zentrum und Ansgar Knauff oder Ayoube Amaimouni-Echghouyab übernehmen auf der Außenbahn.

Mögliche Aufstellung: Zetterer – Theate, Koch, Amenda, Brown – Larsson, Doan, Chaibi – Knauff, Burkardt, Kalimuendo

Es fehlen: Die Eintracht muss gegen den FC auf Jean-Matteo Bahoya (Oberschenkelverletzung), Nnamdi Collins (Sprunggelenkverletzung), Kaua Santos (Innenbandverletzung im Knie) und Rasmus Kristensen (Syndesmose-OP) verzichten.


René Wagner streicht einen Abwehrspieler – Das ist der Kader für Frankfurt

Said El Mala, Ragnar Ache und Felipe Chavez auf dem Weg zum Auto
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René Wagner streicht einen Abwehrspieler – Das ist der Kader für Frankfurt

Mit der Begegnung bei Eintracht Frankfurt steht für den FC das erste Spiel unter René Wagner als Cheftrainer an. Und möglichst sollen direkt die ersten Punkte her. Gleich mehrere Spieler kehrten unter der Woche ins Training zurück. Am Samstagnachmittag machte sich das Team auf den Weg zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln: Das ist der Kader für Frankfurt.

Nach sieben sieglosen Spielen in Serie wollen und müssen die Geißböcke am Sonntag endlich wieder punkten. Für den FC geht es dazu nach Frankfurt. Doch die Eintracht befindet sich gerade im eigenen Stadion in recht guter Verfassung. Es wird also nicht leicht für den FC.

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Für den FC geht es gegen Frankfurt um wichtige Punkte und nach sieben sieglosen Spielen in Folge wohl auch um das erhoffte Ende der Negativserie. Doch einfach wird das nicht. Die Eintracht ist in den vergangenen Wochen zu Hause eine Macht, hat die jüngsten drei Spiele gewonnen – alle zu Null. FC-Trainer René Wagner hat sich einen Matchplan zurechtgelegt, wie er das Defensivbollwerk knacken will. Für das Duell gegen die Hessen stehen dem neuen Trainer erstaunlich viele Spieler zur Verfügung. Seit dem 11. Spieltag hatten die Kölner Verantwortlichen bei der Kader-Zusammenstellung nicht mehr die Qual der Wahl. Und so kam Wagner bereits bei seinem ersten Spiel in die ungeliebte Rolle, Entscheidungen zu treffen, „die nicht so cool sind“. Der 37-Jährige hat gleich mehreren Spielern sagen müssen, dass sie zu Hause bleiben.

René Wagner auf dem Weg zum Bus
René Wagner auf dem Weg zum Bus

Jahmai Simpson-Pusey nicht dabei

So vor allem den jungen Spielern Youssoupha Niang, Fynn Schenten und Cenny Neumann, die für die U21 zum Einsatz kamen. Doch auch einen älteren Spieler hat es erwischt. Jahmai Simpson-Pusey ist ebenfalls nicht mit dabei und brach am Samstag nicht mit der Mannschaft auf. Wagner hatte bereits erklärt, dass er den potenziellen Streichkandidaten eine Tendenz gegeben habe. Der Innenverteidiger hatte im Interview mit come-on-fc.com noch erklärt, er nehme seine Rolle so oder so an. „Egal, wie die Entscheidung ausfällt, werde ich sie respektieren. Wenn ich nicht berücksichtigt werde, werde ich mich nicht hinsetzen und aufgeben. Dann werde ich noch  härter an mir arbeiten, um Teil des Teams zu sein“, so der Abwehrspieler gegenüber come-on-fc.com. Nach Informationen von come-on-fc.com fehlt der 20-Jährige aus persönlichen Gründen und könnte eventuell nachreisen.

Diese Spieler sind am Sonntag in Frankfurt mit von der Partie

Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler
Abwehr: Sebastian Sebulonsen, Cenk Özkacar, Rav van den Berg, Kristoffer Lund, Dominique Heintz
Mittelfeld: Felipe Chávez, Isak Johannesson, Tom Krauß, Said El Mala, Jakub Kaminski, Linton Maina, Jan Thielmann, Alessio Castro-Montes, Denis Huseinbasic, Florian Kainz
Sturm: Ragnar Ache, Marius Bülter, Luca Waldschmidt

Verletzt, gesperrt oder nicht berücksichtigt: Luca Kilian, Timo Hübers, Joel Schmied, Youssoupha Niang, Fynn Schenten, Cenny Neumann, Jahmai Simpson-Pusey

Premiere für René Wagner – Der neue FC-Trainer will die Mannschaft bestmöglich performen lassen

Luca Waldschmidt traf im Hinspiel gegen Frankfurt
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Premiere für René Wagner – Der neue FC-Trainer will die Mannschaft bestmöglich performen lassen

Die Begegnung gegen Eintracht Frankfurt wird die erste als Chefcoach an der Seitenlinie für René Wagner. Und der neue Trainer steht vor keiner leichten Aufgabe, hat aber einen klaren Plan: So will der 1. FC Köln in Frankfurt punkten.

Die Jagd um Punkte im Klassenkampf geht nach der Länderspielpause in die letzte Runde. Mit den Geißböcken will FC-Interimstrainer René Wagner in Frankfurt die Serie von sieben sieglosen Spielen durchbrechen und drei Punkte mit nach Köln bringen.

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Wenn der FC am Sonntagnachmittag zum Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt antritt, ist die Entlassung von Lukas Kwasniok zwei Wochen alt. Und gerade durch die Länderspielpause wirkt es fast so, als sei der Trainerwechsel schon eine gefühlte Fußball-Ewigkeit her. Ist er nicht. Denn das Duell bei den Hessen wird die Premiere für René Wagner. „Die ersten Tage, die ersten fast zwei Wochen waren für mich natürlich eine neue Erfahrung. Ich habe versucht, bei mir zu bleiben und Ruhe auszustrahlen“, so Wagner. „Ich habe versucht, der Mannschaft die Sicherheit zu geben, dass das was wir jetzt hier machen auch Hand und Fuß hat.“ Nach zuletzt sieben sieglosen Spielen in Serie und zwei Erfolgen in 18 Begegnungen wird es in den kommenden Partien auch auf eine gewisse Sicherheit der Spieler ankommen.

„Das ist meine Stärke“

Wagner will vor allem über die Motivationsschiene den erhofften Impuls setzen. „Ich versuche immer, positiv zu bleiben, ruhig zu bleiben, sachlich, analytisch. Das ist, glaube ich, meine Stärke“, sagt der neue Coach. „Emotionen kann man in eine Mannschaft hineintragen über Sprache, über eine Ansprache. Man kann aber auch versuchen, dass in der täglichen Arbeit eine Bindung entsteht und dadurch Emotionen reinkommen. Das ist mein Ansatz. Ich will, dass wir als Gruppe funktionieren.“ Dass die Gruppe grundsätzlich funktioniert, hatte sie zuletzt im Rheinderby bewiesen, als sie gleich mehrfach zurückgekommen ist und immerhin noch einen Punkt holte, der dann wiederum für Kwasniok am Ende zu wenig war. Nun soll gegen Frankfurt zumindest der Beginn der Wende eingeläutet werden.

Die hat wiederum die Eintracht schon vollzogen. Mitte Januar wurde Dino Toppmöller entlassen und nach der 1:3-Heimniederlage gegen Leverkusen Ende Januar Albert Riera als neuer Coach installiert. Und seitdem ist die Eintracht im eigenen Stadion eine Macht. Die SGE fuhr zuletzt gegen Mönchengladbach, Freiburg und Heidenheim drei Heimsiege in Folge ein – und alle zu Null. Frankfurt sei eine Mannschaft, „die vielleicht ein oder zwei Gegentore zu viel bekommen, dann den Trainer gewechselt und somit das Problem auf jeden Fall erst einmal gelöst hat“, sagt Wagner. „Dass dann die Offensive ein bisschen ins Straucheln kommt, ist glaube ich logisch. Ich gehe aber stark davon aus, dass die Frankfurter jetzt die letzten Tage versucht haben, an ihrer Offensive zu arbeiten.“ Daran hätten aber auch die Kölner gearbeitet, erklärte der Trainer weiter.

„Ich muss dafür sorgen, dass die Mannschaft am Wochenende performt“

Und Wagner präsentierte auch einen Lösungsansatz wie die starke Frankfurter Defensive dann doch zu knacken sei. Schließlich gäbe es in der Mannschaft Unterschiedsspieler. „Wir müssen gucken, dass wir die ins Spiel bekommen. Ich glaube, dass wir über eine mannschaftliche Geschlossenheit gemeinsam ins letzte Drittel kommen können, vielleicht auch mal den Ball ein bisschen länger am letzten Drittel halten können, um einfach da gefährlicher die Box zu besetzen“, so Wagner. „Wir müssen schauen, dass die Jungs an dem Tag vielleicht einen guten Flankenfuß haben und sie den Ragy dann in der Box auch finden. Aber der Ragy wird es nicht alleine machen können.“ Dabei sind Flanken – wie berichtet – das große Manko der Hessen. Die Eintracht kassierte bereits 13 Gegentreffer nach Flanken – ist in dieser Kategorie das Liga-Schlusslicht. 

Personell hat sich die Situation bei den Kölnern entspannt. Neben den beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian fehlen der gesperrte Eric Martel sowie Joel Schmied, der laut Wagner noch keine Option für den Kader sei. Dennoch wird der Co-Trainer auch noch Akteure aus dem Kader streichen müssen. „Ich muss ein paar Entscheidungen treffen, die vielleicht nicht für jeden cool sind. Damit muss ich jetzt leben können, aber damit müssen auch die Jungs leben“, so Wagner. „Das hat nichts damit zu tun, dass ich vielleicht einige persönlich nicht leiden kann, sondern ganz im Gegenteil, bei den Jungs, die ich halt schon lange kenne wird es mir wahrscheinlich am meisten weh tun.“ Das werde bei der Entscheidungsfindung keine Rolle spielen. „Ich muss dafür sorgen, dass die Mannschaft am Wochenende bestmöglich performt“, sagt der Coach.