FC verlängert Vertrag mit Sturm-Talent Youssoupha Niang

Youssoupha Niang spielt in der U19 des 1. FC Köln
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FC verlängert Vertrag mit Sturm-Talent Youssoupha Niang

Der FC hat eins seiner größten Talente langfristig an sich gebunden. Der 1. FC Köln verlängert mit Youssoupha Niang. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Der Kontrakt des 18-Jährigen wäre im Sommer ausgelaufen.

Ein Sturmtalent wird den Weg weiter mit dem FC gehen: Der 1. FC Köln verlängert den Vertrag mit Youssoupha Niang. Das gab der Verein am Dienstagvormittag bekannt. Der 18-Jährig geht aktuell in der U19 der Geißböcke an den Start.

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Er gilt als eine der größten Sturmhoffnungen des Vereins: Youssoupha Niang spielt bereits seit fünf Jahren für die Geißböcke, hatte zuvor schon beim Bonner SC die Aufmerksamkeit auf sich gelockt. Nun haben die Kölner das Talent langfristig an den Verein gebunden. Der Vertrag wäre schon im kommenden Sommer ausgelaufen. Über die Länge des Kontrakts gibt es keine Auskünfte. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich meinen Vertrag hier verlängert habe und danke meinem Club für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich werde weiter sehr hart an mir arbeiten, um mir meinen Traum, im RheinEnergieSTADION aufzulaufen, zu erfüllen“, sagt der Youngster. Der 18-Jährige stand auch für die U16 der deutschen Naitonalmannschaft schon im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.

Beeindruckende Bilanz des Youngsters

Beim FC traut man dem Stürmer den mittelfristigen Sprung zu den Profis zu. „Youss bringt viele Dinge mit, die es braucht, um den Weg aus dem Junioren- in den Profifußball erfolgreich zu meistern. Wir freuen uns darüber, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen werden. Nun gilt es Schritt für Schritt das große Potential von Youss zur Entfaltung zu bringen“, sagt Lukas Berg, Bereichsleiter Nachwuchsfußball. Tatsächlich ist die Bilanz der vergangenen Jahre ziemlich beeindruckend. In 31 Spielen erzielte der Angreifer für die U17 und U19 der Geißböcke 22 Tore. Allerdings wurde Niang auch immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Auch in dieser Spielzeit musste der 18-Jährige bereits einige Male aussetzen, kommt erst auf fünf Einsätze, aber immerhin drei Treffer.

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Gazibegovic mit Anlaufschwierigkeiten

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Kaderlücke: HSV-Spiel zeigt einmal mehr, wie dringend der 1. FC Köln einen Stürmer braucht

Damion Downs vom 1. FC Köln
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Kaderlücke: HSV-Spiel zeigt einmal mehr, wie dringend der 1. FC Köln einen Stürmer braucht

Im Duell gegen den HSV fand der Kölner Sturm nicht statt. Es fehlte an Ideen, Kreativität und vor allem an Torschüssen und -chancen. Die Hoffnung auf eine große Verstärkung im Winter bremste Sportdirektor Christian Keller. Aber: Dem 1. FC Köln fehlt immer noch ein effektiver Stürmer.

Ein xGoals-Wert von 0.38 und gerade ein Schuss aufs Tor ist die ernüchternde Bilanz der Kölner Offensive im Duell gegen den Hamburger SV. Auch wenn die FC-Verantwortlichen einen dritten Transfer nicht unbedingt für nötig erachten, müssten diese Werte eine deutliche Sprache sprechen. Dem 1. FC Köln fehlt immer noch ein effektiver Stürmer.

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Die Bilanz war vielsagend: Ein Torschuss (!), 48 Ballkontakte, gefühlt nicht den Hauch einer Chance. Der Arbeitsnachweis der drei Kölner Angreifer, vorausgesetzt man zählt Luca Waldschmidt als Spieler hinter den Spitzen überhaupt zu den diesen dazu, war schon sehr bescheiden. Der 20-jährige Damion Downs war gegen den Hamburger SV überhaupt kein Faktor, hing vor allem im ersten Abschnitt komplett in der Luft, wirkte Fehl am Platz. Nach dem Wechsel war der Stürmer durchaus besser ins Spiel eingebunden, aber auch weiterhin nicht wirklich gefährlich. Der Wechsel nach einer guten Stunde insofern absolut nachvollziehbar. Nur änderte sich das Spiel auch mit der frischen Kraft mal so gar nicht. Steffen Tigges spielte nahezu eine halbe Stunde, kam in diesem Zeitraum auf vier Ballkontakte, lief dabei sogar einmal alleine aufs Tor zu, scheiterte aber ziemlich schwach an Daniel Heuer Fernandes im HSV-Tor, stand aber auch im Abseits.

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Mangelnde Torgefahr schon seit Wochen

Vielsagend war noch ein ganz anderer Eindruck: Zwar ebenfalls doppelt zurückgepfiffen, aber in die beste Schussposition brachte sich gleich zwei Mal Eric Martel – der Hilfs-Innenverteidiger, der einmal das Außennetz und einmal den Pfosten traf. Auch, wenn die Tore beide nicht gegolten hätten, Martel strahlte noch mit die größte Gefahr aus. Zwar fand Gerhard Struber am Samstagabend noch sehr deutliche Worte, kritisierte seine Mannschaft ungewohnt scharf, sprach unter anderem von Päuschen, die sich einige Spieler geleistet hätten, das sollte aber nicht über den Umstand hinwegtäuschen, der sich nun schon seit einigen Wochen oder besser gesagt einigen Ligaspielen deutlich aufdrängt: Der FC findet in der Offensive einfach zu wenig statt. In den Spielen vor der Pause ging das gut, weil des Öfteren ein Moment reichte, um die Duelle zu entscheiden.

Gegen den HSV waren die Kölner diesem Moment aber nicht wirklich nahe. Ein xGoals-Wert von 0.38 spricht zumindest nicht dafür, dass die Geißböcke an einem Treffer schnupperten. Die Rothosen strahlten da mit 2.51 schon deutlich mehr Torgefahr aus. Die Kölner Offensivschwäche hat sicherlich verschiedene Facetten und am Samstag wurden diese an mehreren Stellen deutlich. Der FC war beim Passspiel zu unpräzise. Die tiefen Bälle aus dem Mittelfeld fanden viel zu selten Mitspieler. Dem Kölner Offensivspiel fehlte jegliche Kreativität, dazu verloren die Geißböcke viel zu viele Zweikämpfe und einfache Bälle und gewannen die Kugel dann erst sehr spät wieder zurück. Die Kölner strahlen seit einigen Wochen zu wenig Gefahr aus. In der ersten Hälfte der Hinrunde führte der FC die Statistik der xGoal-Werte souverän an, ab dem elften Spieltag befinden sich die Geißböcke nur noch im Liga-Mittelfeld.

Dem FC fehlt ein Zielstürmer

Und so kommt der Wunsch der Kölner Fans nach einem weiteren Angreifer, einem wuchtigen Knipser, wie ihn Thomas Kessler vor einigen Monaten ins Spiel brachte, alles andere als von ungefähr. Zwar fällt Tim Lempele wohl nicht lange aus, Damion Downs hat schon bewiesen, dass er in die Rolle des Topstürmers reinwachsen kann. Doch dem Stürmer fehlt noch die nötige Konstanz. Ein erfahrener Stürmer würde diese durchaus in den Angriff bringen. Ein klassischer Zielstürmer sollte zumindest für andere Offensivmomente sorgen können. Die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive wird natürlich auch den Kölner Verantwortlichen nicht verborgen geblieben sein, umso erstaunlicher, dass Christian Keller auch am Samstagabend jegliche Euphorie der Fans ausbremste.

„Wir wollten einen Rechtsverteidiger holen – das ist gelungen mit Jusuf Gazibegovic. Wie wollten einen Innenverteidiger holen, der ins Profil passt – das ist mit Joël Schmied auch gelungen“, erklärte der Sportdirektor seine bisherigen Transfers. „Ansonsten kann es sein, dass wir uns in der Offensive nochmal verstärken werden, das muss aber nicht sein.“ So Keller weiter. Auch Thomas Kessler hatte vor kurzem die Hoffnung auf einen Stürmer, der sofort helfen würde gedämpft. „Wir haben gesagt, dass wir uns die Entwicklung unserer Spieler anschaun“, so Kessler. Und die sei bei den Kölnern Angreifern sehr positiv. „Deswegen sind wir jetzt nicht in der Situation, in der wir auf Biegen und Brechen etwas machen werden.“ Die Begegnung gegen den HSV deutete aber sehr wohl daraufhin, dass es im Angriff noch Bedarf gibt.

Ausschließen will man einen weiteren Transfer in Köln natürlich nicht. „Das hängt davon ab, wie die nächsten zwei Wochen auf dem Transfermarkt laufen. Meistens passiert ja hinten raus, mit dem man davor vielleicht nicht gerechter hat und der ein oder andere wird doch noch entscheidungsfreudiger“, so Keller. Die kommenden Tage könnten Aufschluss bringen. Die Zurückhaltung wird wohl vor allem mit dem schweren Winter-Transfermarkt zusammenhängen. Einen Angreifer mit Torgefahr geben die Vereine schließlich nicht einfach ab.

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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Ticker zum Nachlesen

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Trotz Top-Auftritt: Darum ist Said El Mala beim 1. FC Köln noch nicht die Antwort auf die Stürmerfrage

Said El Mala im Zweikampf mit seinem möglichen Vorgänger Tim Lemperle
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Trotz Top-Auftritt: Darum ist Said El Mala beim 1. FC Köln noch nicht die Antwort auf die Stürmerfrage

Wie schon im Testspiel gegen den FC zeigte Said El Mala am Wochende auch gegen Dynamo Dresden für die Viktoria eine überragende Leistung. Und erneut häufen sich die Stimmen für eine schnelle Rückholaktion. Doch ist die wirklich sinnvoll? Ist Said El Mala für den 1. FC Köln jetzt schon eine Option?

Im vergangenen Sommer verpflichtete der FC einige Talente, um sich für die Zukunft gut aufzustellen. Da Köln diese aufgrund der Transfersperre nicht für den Spielbetrieb registrieren konnte, verlieh er die jungen Spieler an andere Vereine. Während die Leihe von Offensivspieler Mansour Ouro-Tagba zum SSV Jahn Regenburg aufgrund von mangelnder Spielzeit abgebrochen wurde und dieser nun in der zweiten Mannschaft der Kölner zum Einsatz kommt, glänzt ein anderer Youngster beim Stadtnachbarn. Ist Said El Mala für den 1. FC Köln jetzt schon eine Option?

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So wirklich zufrieden konnten die FC-Bosse mit der ersten Halbzeit des Testspiels gegen Viktoria Köln nicht gewesen sein. Doch einen positiven Aspekt hatten die 45 Minuten: Said El Mala. Der Youngster spielt bei Viktoria Köln ohnehin eine starke Saison und ist maßgeblich am Erfolg des Teams von Trainer Olaf Janßen verantwortlich. So auch bei Rückrundenauftakt gegen Herbstmeister Dynamo Dresden am vergangenen Wochenende. Gegen die Sachsen zeigte El Mala von Beginn an, dass er sich für die Partie viel vorgenommen hat. Immer wieder zog der junge Außenstürmer an Dresdens Rechtsverteidiger Jan-Hendrik Marx vorbei und leitete dadurch sehr viele vielversprechende Chancen ein. Nachdem El Malas vermeintlicher Führungstreffer aufgrund einer Abseitsentscheidung nicht anerkannt wurde, hatte der 18-Jährige wenige Minuten später großen Anteil am Führungstreffer der Viktoria.

El Mala muss verletzt vom Platz

Der U-Nationalspieler scheiterte nach einem schnellen Gegenstoß zunächst an Dresden Torwart Tim Schreiber, bevor Teamkollege Semih Güler den Abpraller zur Führung einschob. In der 25. Minute war es dann so weit. Nach einem erneuten Angriff über die starke El-Mala-Seite erhöhte dieser mit seinem sechsten Saisontor den Vorsprung der Kölner. Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hatte der junge Offensivspieler noch Möglichkeiten, einen weiteren Treffer zu erzielen, scheiterte jedoch immer wieder an Schreiber. Kurz vor der Pause verletzte sich der Youngster ohne Gegnereinwirkung am linken Oberschenkel. Zwar probierte es El Mala in der zweiten Hälfte noch einmal, musste dann aber in der 52. Minute ausgewechselt werden.

Dennoch fiel das Fazit sehr positiv aus. Zumindest zeigten sich die Verantwortlichen der Viktoria nach dem Spiel sehr zufrieden mit der Leistung des Leihspielers. „Said ist brutal im Eins-gegen-eins“, lobte Viktorias Sportchef Stephan Küsters. Auch Trainer Janßen sah es ähnlich: „Wenn er loslaufen kann und Platz hat, ist er nicht mehr zu halten. Im finalen Dribbling und Schuss hat er auch noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Dann ist Said kaum zu verteidigen.“ Nicht umsonst fordern die ersten Fans in den Sozialen Medien einen schnellen Leih-Abbruch, ähnlich wie bei Mansour-Togba, nur eben für die lahmende Offensive der Profis.

Christian Keller gegen eine vorzeitige Rückkehr

Doch FC-Geschäftsführer Christian Keller am vergangenen Mittwoch beim FC-Mitgliederstammtisch bereits einen Riegel vor. „Beide Jungs (Said und seinen Bruder Malek El Mala, Anm. d. Red) könnten wir, so ist die vertragliche Regelung und so machen wir das bei Leihen sehr oft, ohne Probleme zu uns zurückholen – noch jetzt innerhalb der laufenden Winter-Transferperiode. Wir werden das aber nicht tun, beide El-Mala-Brüder bleiben bei der Viktoria“, sagte der Sportdirektor entschieden. Fraglich wäre ohnehin, wie sinnvoll eine vorzeitige Rückkehr wäre. Beim FC hätte El Mala im aktuellen Team von Gerhard Struber mit Linto Maina, Damion Downs und Tim Lemperle drei Konkurrenten, die ein ähnliches Spielerprofil wie der Youngster aufweisen, von der Erfahrung und Qualität jedoch noch etwas vor ihm liegen.

Es dürfte also schwer für den 18-Jährigen werden. Bei der Viktoria sieht das in der Rückrunde ganz anders aus. Hier dürfte der Youngster ohne Verletzung weiter gesetzt sein und könnte sich so in Ruhe auf hohem Niveau weiterentwickeln. Auch für den FC wäre eine Rückkehr nicht unbedingt sinnvoll. Zwar suchen die Kölner noch einen Angreifer, der als Mittelstürmer agieren kann, doch dieses Profil bringt das Talent nicht wirklich mit. Viel eher würden die Verantwortlichen der Geißböcke durch eine vorzeitige Rückkehr die Entwicklung des 18-Jährigen gefährden. Im Sommer sieht die Sache jedoch ganz anders aus. Durch den Abgang von Lemperle wird eine Kaderposition frei, die optimal zu El-Mala passen würde. Sollte die Entwicklung des Leihspielers weiter so steil nach oben zeigen, hätten die Kölner einen potenziellen Nachfolger für Lemperle bereits in den eigenen Reihen.

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Jusuf Gazibegovic vor dem Spiel des 1. FC Köln

Gazibegovic mit Anlaufschwierigkeiten

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Die Konkurrenz patzt, der 1. FC Köln ist immerhin noch Dritter

Dejan Ljubicic im Zweikampf beim Duell gegen den HSV
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Die Konkurrenz patzt, der 1. FC Köln ist immerhin noch Dritter

Nicht nur die Geißböcke erlebten an diesem Spieltag eine bittere Niederlage, auch die Konkurrenz patzte. Der 1. FC Köln belegt damit nach dem 18. Spieltag immerhin noch Tabellenplatz drei.

Auch am Tag nach der bitteren 0:1-Pleite beim HSV gibt es für die Geißböcke wenig positives von dem Rückrundenauftakt mitzunehmen. Wenn überhaupt die Schwäche der Konkurrenz. Denn diese patzte am Sonntag zum Großteil ebenfalls. Der 1. FC Köln belegt damit trotz Niederlage Tabellenplatz drei.

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Die Enttäuschung war nach dem 0:1 gegen den HSV bei den Geißböcken an vielen Stellen sichtbar. Vor allem aber auch hörbar. Gerhard Struber fand sogar ungewöhnlich scharfe Worte. „Wenn sich der ein oder andere ein Päuschen gönnt, hat das eine Wirkung. Es geht darum, dass sich jeder bewusst ist, wie wichtig der Beitrag eines jeden Einzelnen ist“, sagte der Kölner Coach. „Wir müssen alles in die Waagschale werfen, was unsere Prinzipien ausmachen. Und da haben wir seit ein paar Tagen nicht unser höchstes Level.“ Der FC kassierte damit nicht die erste Pleite seit Oktober und verlor gleichzeitig den Spitzenplatz in der Tabelle. „Wir beschäftigen uns nicht so sehr mit der Tabelle“, fügte Struber an. „Wir wissen, dass wir Spitzenreiter waren.“ Aber eine Bürde sei das nicht gewesen.

Köln punktgleich mit den Plätzen eins und zwei

Und wenn doch, dann können die Kölner die Sache nun ein wenig gelassener angehen. Denn der Spitzenplatz ist erst einmal weg. Der HSV ist vorbeigezogen und am Sonntag drohten die Kölner sogar aus der Top-drei zu rutschen. Schließlich waren mit dem SC Paderborn, dem Karlsruher SC, der SV Elversberg und dem 1. FC Magdeburg gleich vier Mannschaften im Einsatz, von denen zumindest drei am FC hätten vorbeiziehen können. Drei, weil Elversberg und Magdeburg in einem direkten Duell aufeinandertrafen. Platz fünf war also durchaus möglich. Doch die Kölner hatten ein wenig Glück im Unglück, wenn man das nach dem schwachen Auftritt überhaupt so formulieren will. Denn die Konkurrenz patzte. Der Karlsruher SC musste sich verdient dem Club aus Nürnberg 1:2 geschlagen geben. Die Führung durch Top-Spieler Stefanos Tzimas glich Fabian Schleusener noch aus, in der Nachspielzeit erzielte Florian Flick die Entscheidung.



Dadurch verpasste der KSC den Sprung an die Spitze, ist nun Tabellensechster. Der SC Paderborn unterlag im Heimspiel Hertha BSC. Derry Scherhant und Mikael Cuisance brachten die Alte Dame in Führung. Kurz vor Spielende verkürzte Sven Michel noch einmal. Die Ostwestfalen liegen nun nur noch auf Rang acht. Die SV Elversberg gingen gegen Magdeburg zwar zunächst nach Toren von Luca Schnellbacher und Lukas Petkov in Führung, nach der Roten Karte gegen Frederik Schmahl drehte der Gast aber die Begegnung, gewann 5:2. Alleine Martijn Kaars erzielte drei Treffer. Magdebug zog also auch an den Geißböcken vorbei. Der FC liegt nun mit 31 Zählern punktgleich mit dem HSV und Magdeburg auf Rang drei. Zwar patzte die Konkurrenz, doch dadurch hat sich der Kreis potenzieller Aufstiegskandidaten noch einmal erhöht. Zwischen dem Tabellenführer und Platz zwölf liegen gerade einmal sechs Punkte.

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Keller zu Schmied-Verhandlungen

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Fronten verhärtet? „Für Jonas Urbig bekommen wir Stand jetzt überhaupt kein Geld“

Wie geht es weiter mit Jonas Urbig beim 1. fC Köln?
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Fronten verhärtet? „Für Jonas Urbig bekommen wir Stand jetzt überhaupt kein Geld“

Auch im Vorfeld der Begegnung der Geißböcke in Hamburg wurde eine Personalie heftig diskutiert beim 1. FC Köln: Wie ist der Plan mit Jonas Urbig? Die Bayern hüllen sich in Schweigen, der FC gibt sich hart.

Gibt es noch einen Abgang bei den Geißböcken? Nach wie vor ist Jonas Urbig heiß umworben, doch eine Einigung ist nicht in Sicht. Einen dringenden Wechseldruck gibt es offensichtlich nicht beim 1. FC Köln: Wie ist der Plan mit Jonas Urbig?

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Die Begegnung gegen den Hamburger SV hielt für Jonas Urbig am Samstagabend keine großen Überraschungen parat. Der Keeper der Geißböcke saß erwartungsgemäß auf der Bank, kam nicht zum Einsatz. Zwar hatten die Kölner Verantwortlichen dem möglicherweise größten Torwarttalent des Landes bald schon wieder Spielzeit in Aussicht gestellt, allerdings nicht für den Abend im Volksparkstadion. Möglicherweise wollten die FC-Bosse mit den Äußerungen aber auch nur das Zeichen setzen, dass sie nicht darauf angewiesen sind, dem Lockruf der Bayern zu folgen. Der Rekordmeister ist bekanntlich an einer Verpflichtung des jungen Kölner Keepers interessiert. Urbig würde gerne gehen, ist sich mit dem Rekordmeister einig, der FC wäre auch einverstanden, wenn es denn mit der Ablöse stimmt.

Keller gibt sich gelassen

Und da scheiden sich offenbar weiterhin die Geister der Verhandlungsführer. Während der FC laut übereinstimmenden Medienberichten rund zehn Millionen Euro fordert, sollen die Bayern nicht bereit sein, eine Schmerzgrenze von kolporierten 6,5 bis sieben Millionen Euro zu überschreiten. Die Lücke scheint noch beachtlich. Doch nach außen geben sich die Kölner vollkommen gelassen. „Grundsätzlich wissen wir gar nicht, ob schon etwas auf dem Tisch ist, es wird immer viel spekuliert. Wir werden einfach schauen, was die nächsten Wochen noch passiert“, sagte Christian Keller am Samstag im Vorfeld der Begegnung gegen den HSV und wurde dann doch sehr deutlich. „Wir sind nicht mit Transferabsichten – und vor allem nicht mit abzugebenden Spielern – in diese Transferperiode gegangen“, sagte der Sportdirektor der Kölner. 


Auch der Rekordmeister versprüht nicht unbedingt Dringlichkeit. Max Eberl zeigte sich am Samstag vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg ähnlich gelassen. Personalien wolle er auch weiterhin nicht kommentieren. Aber: „Wir haben einen quantitativ und qualitativ hervorragend besetzten Kader. Ich denke nicht, dass sich bis zum Ende der Transferfrist etwas tut“, sagte Eberl. Den Bayern liegt mittlerweile ein Angebot für Daniel Peretz von RC Lens vor. Der Tabellenführer der Bundesliga würde seine Nummer zwei gerne verleihen und dann eine neue starke Nummer zwei, am liebsten Jonas Urbig präsentieren. Nur scheint Peretz keine Lust zu haben, die Säbener Straße zu verlassen. Der Keeper hat das Angebot des französischen Erstligisten dem Vernehmen nach abgelehnt. Dennoch sollen die Bayern ein weiteres Angebot für Urbig vorbereiten.

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Ausschreitungen – LKA nimmt Ermittlungen auf

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Nach Fan-Ausschreitungen: LKA nimmt Ermittlungen auf, Vereine beziehen Stellung

Polizei im Einsatz vor einem Fußballspiel
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Nach Fan-Ausschreitungen: LKA nimmt Ermittlungen auf, Vereine beziehen Stellung

Das Spitzenspiel des 1. FC Köln gegen den HSV wurde überschattet durch Fan-Ausschreitungen in der Hamburger Innenstadt. Friedliche Köln-Fans waren von Vermummten angegriffen worden. Nach Angriff auf FC-Fans: LKA nimmt Ermittlungen auf.

Nach dem Angriff auf friedliche FC-Fans: Das LKA nimmt nach den Ausschreitungen Ermittlungen wegen Landfriedensbruch auf und die Verantwortlichen beider Vereine finden drastische Worte im Rahmen der Begegnung des 1. FC Köln beim HSV.

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Die Szenen waren erschreckend: Friedlich feiernde FC-Fans auf dem Kiez voller Vorfreude auf das Samstagabendspiel der Geißböcke gegen die Rothosen, wie aus dem Nichts angegriffen. Die Bilder der Massenschlägerei verbreiteten sich binnen weniger Minuten in den Sozialen Medien. Rund 150 Vermummte prügelten vor dem Club „Rutsche“ wahllos auf Kölner Fans ein, darunter ältere Feiernde und Frauen. Die überraschten Kölner versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Über Verletzte ist noch nicht viel bekannt. FC-Sportdirektor Christian Keller sprach im Vorfeld des Abendspiels von einem Verletzten, der mit Verdacht auf Schädelbruch im Krankenhaus behandelt werde. HSV-Fans distanzierten sich von den Angreifern. Nach Informationen von come-on-fc.com haben sich zahlreiche der Angreifer zuvor am Hamburger Hafen versammelt.

Polizei stellt Beweismittel sicher

In der Nacht zu Sonntag gab die Polizei Hamburg auch ein erstes Statement ab. Demnach sei es um 15.10 Uhr zu den Ausschreitungen auf der Friedrichstraße gekommen. Die Vermummten seien anschließend in die Gerhardstraße geflüchtet. Ein Großaufgebot der Polizei rückte an und überprüfte rund 400 mutmaßlich Beteiligte. Dabei stellten die Einsatzkräfte diverse Beweismittel sicher, darunter mehr als 60 Vermummungsmaterialien und mutmaßliche Tatkleidung. Gegen einige Tatverdächtige wurden Aufenthaltsverbote ausgesprochen. Das zuständige Landeskriminalamt hat unter anderem wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs und der Körperverletzung Ermittlungen aufgenommen und bittet Geschädigte und Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise geben können, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg zu melden.

Zu weiteren nennenswerten Vorkommnissen sei es laut Polizei nicht gekommen. Dem Vernehmen nach sollen drei Menschen verletzt worden sein. Noch am Abend bezogen auch die Vereine Stellung. „Wir freuen uns auf ein Fußballfest mit einer tollen Atmosphäre von zwei tollen Fanszenen. Wir haben aber auch diese schlimmen Bilder gesehen. Was heute Nachmittag passiert ist, dafür fehlen mir die Worte“, sagte Keller vor der Begegnung. „Nach meinem Kenntnisstand waren die FC-Fans wirklich harmlos. Wenn harmlose Passanten von vermummten Halbstarken angegriffen werde, wenn auf Frauen und Alte eingeschlagen wird, das ist dermaßen asozial, das habe ich selten gesehen.“ Ähnlich äußerte sich auch HSV-Vorstand: „Wir werden es aufarbeiten. Gewalt widerspricht den Grundwerten des HSV. Das ist nicht akzeptabel.“

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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Liveticker zum Nachlesen

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Massenschlägerei vor dem FC-Spiel

Polizei bei einem Fußballspiel (Archivfoto)
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Massenschlägerei vor dem FC-Spiel

Ausschreitungen vor der Begegnung des 1. FC Köln in Hamburg: Im Vorfeld der Partie zwischen dem Hamburger SV und den Geißböcken ist es zu wilden Schlägereien auf dem Kiez gekommen. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

Die Vorfreude auf das Samstagabend-Spiel den Rückrundenstart ist groß, doch sie wird getrübt. Offenbar gibt es Ausschreitungen vor der Begegnung des 1. FC Köln in Hamburg. Zahlreiche Vermummte sind offenbar auf Kölner Fans losgegangen.

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Gegen Nachmittag meldeten die ersten User auf „X“, dass sich zahlreiche Einsatzfahrzeuge auf dem Weg Richtung Innenstadt befänden. Tatsächlich war die Polizei mit einem Großaufgebot auf dem Weg zur Friedrichstraße. Auf Videos, die come-on-fc.com vorliegen, sind um die 50 vermummte Hooligans mit blauen Schals zu sehen, die vor dem bekannten Club „die Rutsche“ scheinbar wahllos auf friedlich vor der Kneipe stehende Menschen einprügeln und eintreten. Gegnerische Hooligans sind auf den Bildern nicht zu sehen. Mobiliar wird demonliert, gegen Fensterscheiben geschlagen. Besucher eines weiteren Clubs rufen nach der Polizei. Wie die MorgenPost schreibt, soll es Verletzte gegeben haben. Das hat die Polizei Hamburg aber bislang noch nicht bestätigt. Christian Keller bestätigte am Abend, dass ein Fan mit Verdacht auf Schädelfraktur untersucht wird.

Keller: „Das ist dermaßen asozial“

Laut TAG24 teilte ein Sprecher des Lagedienstes der Polizei mit, dass die Beamten gegen 15 Uhr zum Kiez gerufen wurden. Die Beamten hätten die Situation mit einem Großaufgebot auflösen und die beiden Fanlager voneinander trennen können. Der Angriff erfolgte gegen 15 Uhr, also rund fünfeinhalb Stunden vor Anpfiff. In den sozialen Medien distanzieren sich HSV-Fans von den Anhängern. „Das sind keine HSVler, das sind keine Fans“, hieß es unter anderem. Christian Keller äußerte sich im Vorfeld der Begegnung gegen den HSV. „Es fehlen mir die Worte. Wenn harmlose Passanten – auch wenn sie in FC-Klamotten rumlaufen, dann von vermummten Halbstarken angegriffen werden, da weiß ich gar nicht, was ich dazu sagen soll. Und dann Halbstarke auf ältere Menschen und Frauen einschlagen. Das ist dermaßen asozial“, so der Sportdirektor.

Am Abend ist der FC bekanntlich zu Gast zum Spitzenspiel beim Hamburger SV. Die Begegnung wird um 20.30 Uhr angepfiffen. Rund 7.000 FC-Fans sollen nach Norddeutschland mitgereist sein. Es habe aber mehr als 60.000 Anfragen aus Köln gegeben, heißt es. Mit ordentlich Unterstützung aus der Domstadt ist also zu rechen. Der FC startet als Tabellenerster in die Partie, die Rothosen haben vor dem Duell drei Punkte Rückstand. Mit einem Sieg oder einem Unentschieden blieben die Kölner Spitzenreiter, bei einer Niederlage würde der HSV vorbeiziehen. Die Begegnung gibt es im neuen Liveticker-Gewand bei come-on-fc.com.

Hier geht es zum Liveticker zum Duell gegen Hamburg – ab heute im neuen Gewand. Schaut vorbei…



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

So könnte der FC spielen

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Der 1. FC Köln und mindestens acht Konkurrenten – wer steigt auf? Unsere Einordnung

Die Spieler des 1. FC Köln freuen sich über das Tor von Timo Hübers gegen Ulm.
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Der 1. FC Köln und mindestens acht Konkurrenten – wer steigt auf? Unsere Einordnung

Am Freitag ist es so weit. Die Rückrunde der 2. Bundesliga beginnt. Für den 1. FC Köln steht direkt das schwere Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV an. Es ist der Auftakt in eine Saisonhälfte, in der sich die halbe Liga berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen kann. Das sind die Konkurrenten des 1. FC Köln im Aufstiegskampf.

Die 2. Bundesliga ist wohl so spannend wie nie zuvor. Den Spitzenreiter Köln und den Tabellenneunten aus Kaiserslautern trennen gerade einmal fünf Zähler. Da noch 17 Begegnungen zu spielen sind, ist auch noch lange nichts entschieden. Das sind die Konkurrenten des 1. FC Köln im Aufstiegskampf.

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1. FC Köln – 31 Punkte
Nach anfänglichen Problemen und dem Tiefpunkt gegen den SC Paderborn (1:2) kehrten die Kölner nach einer Systemumstellung, aber auch einigen personellen Veränderungen in die Erfolgsspur zurück. Besonders die neu gewonnene Defensiv-Stabilität ist wohl einer der Hauptpunkte für den Umschwung am Geißbockheim. Seit Ende Oktober sind die Kölner in der Liga ungeschlagen und kletterten dadurch auf Platz eins in der Tabelle. Mit Jusuf Gazibegovic und Joël Schmid haben sich die Kölner qualitativ nochmal verstärkt. Besonders Gazibegovic dürfte ein Upgrade für die Rechtsverteidigerposition sein, auf der in der Hinrunde regelmäßig Offensiv-Akteur Jan Thielmann aushelfen musste. Der Bosnier sammelte in dieser Saison bereits Erfahrung in der Champions League und machte dabei deutlich, dass er mehr Qualität als für die zweite Liga hat.

Von den Namen her haben die Kölner den wohl qualitativ hochwertigsten Kader. Dennoch sollte der FC keinen Gegner unterschätzen.  Gerade im Sturm fehlen vielleicht noch Alternativen. Doch auch wenn der FC nicht mehr aktiv wird und weiter die Defensiv-Stabilität an den Tag legt, dürfte der Aufstieg nur über das Team von Gerhard Struber führen.

Mindestens acht Verfolger

Karlsruher SC – 29 Punkte

Nach einem hervorragenden Saisonstart und einer zwischenzeitlichen Ergebniskrise verabschiedeten sich die Karlsruher mit zwei Siegen in die Winterpause. Mit der Hinrunde dürften sowohl Christian Eichner als auch die Fans des KSC sehr zufrieden sein. Besonders in der Offensive zeigten die Badener ansprechende Leistungen. Vor allem Top-Torjäger Budu Zivzivadze konnte überzeugen. Der Georgier verließ den Club jedoch im Winter und wurde nun durch Mikkel Kaufmann ersetzt. Durch den Verlust des Stürmers haben die Karlsruher nicht nur ihre absolute Lebensversicherung verloren, sondern auch den Publikumsliebling. Jetzt muss man sehen, wie der Ersatz einschlägt und schnell integriert werden. Sollte dies nicht gelingen, ist es gut möglich, dass es am Wildpark eine weitere Saison in der zweiten Liga gibt.

Hamburger SV – 28 Punkte

So wie die Spielzeiten zuvor ist auch diese kein Selbstläufer für den ehemaligen Bundesliga-Club. Nach sehr schwankenden Leistungen gab es beim HSV bereits einen Trainerwechsel. Merlin Polzin übernahm für Steffen Baumgart, der in seiner Amtszeit keine positive Entwicklung herbeiführen konnte. Besonders bitter ist der Ausfall von Torjäger Robert Glatzel, auf den die Rothosen noch länger verzichten müssen. Unter Polzin holten die Hamburger aus vier Spielen acht Punkte. Eine wirkliche Verbesserung im Spiel war jedoch auch unter ihm bislang nicht zu erkennen. Dass der Kader der Hanseaten über viel Qualität und Potenzial verfügt, ist unumstritten. Gelingt es dem Trainer, die Mannschaft an ihr Maximum zu bringen, sind die Hamburger neben den Kölnern der zweite Topfavorit für den Aufstieg in die erste Liga.

Überraschungsteams rechnen sich Chancen aus

SV 07 Elversberg – 28 Punkte

Die größte Überraschung in dieser Saison ist eindeutig die SV Elversberg. Die Saarländer sind mit 28 Punkten voll im Kampf um den Aufstieg dabei. An ihr eigentliches Saisonziel, nämlich den Klassenerhalt, kann die Elv so gut wie einen Haken machen. Zwischenzeitlich stand das Team sogar auf Platz eins und konnte viele andere Spitzenteams ärgern. Besonders die beiden Offensivspieler Fisnik Asllani und Muhamed Damar sorgten für teils hervorragende Leistungen. Im Vergleich zu den anderen Mannschaften besitzen die Saarländer zwar vom Namen her weniger Qualität, stellen jedoch im Hinblick auf die Bereitschaft und den Einsatz einige Mannschaften in den Schatten. Am Ende dürfte es für das Team von Horst Steffen dennoch schwierig werden, in die Bundesliga aufzusteigen.

1. FC Magdeburg – 28 Punkte

Besonders auswärts konnten die Magdeburger in dieser Saison überzeugen. In neun Spielen holte das Team von Christian Titz 22 Punkte und steht damit auf Platz eins in der Auswärtstabelle. Ganz anders sieht es bei den Heimspielen der Sachsen aus. Hier ist der FCM noch sieglos und wartet seit fast einem Jahr auf einen Sieg vor heimischem Publikum. Unter Titz spielen die Blau-Weißen den wohl attraktivsten Fußball der Liga, der sehr stark auf Dominanz und Ballbesitz ausgerichtet ist. Das Problem sind häufig individuelle Fehler, die in der Hinrunde einige Punkte kosteten und damit eine noch bessere Situation zur Winterpause verhinderten. Sollten die Magdeburger ihre individuellen Fehler abstellen und auch mal zu Hause drei Punkte holen, sind auch sie ein ganz heißer Kandidat für die Top-Drei der Liga.

Konkurrenten rüsten auf

SC Paderborn 07- 28 Punkte

Genau wie die SV Elversberg gehört auch der SC Paderborn zu den positiven Überraschungen dieser Saison. Das Team von Lukas Kwasniok zeigte konstant gute Leistungen und rückte dadurch sogar auf Platz eins in der Tabelle vor. Vor der Winterpause ging den Ostwestfalen die Leichtigkeit ein wenig verloren. Genau wie beim 1. FC Magdeburg haben sich die Paderborner häufig durch individuelle Fehler um wertvolle Punkte gebracht. Kwasniok äußerte daher vor der Winterpause starke Kritik an seiner Mannschaft. Die Verantwortlichen reagierten sofort und verpflichteten mit Marvin Mehlem und Casper Terho zwei Spieler, die die Qualität in der Mannschaft anheben. Vor allem Mehlem scheint ein großer Gewinn. In der vergangenen Saison spielte der Spieler mit Darmstadt 98 in der Bundesliga und war dort trotz des Abstiegs einer der wenigen Lichtblicke der Lilien. Sollten die Paderborner ihre Konstanz aus den ersten Spielen wiederfinden und die Neuzugänge einschlagen, sollte man den SCP im Aufstiegskampf auf keinen Fall unterschätzen.

Hannover 96 – 27 Punkte

Hannover 96 sorgte in der Winterpause für eine große Überraschung. Die Niedersachsen entließen Trainer Stefan Leitl und verpflichteten dafür Andre Breitenreiter.  Dieser Wechsel war nicht wirklich vorhersehbar, könnte aber der entscheidende Impuls für den Aufstieg in die erste Liga sein. Vom Kader her sind die Hannoveraner deutlich besser besetzt, als es der aktuelle Platz vermuten lässt. Mit Jessich Ngankam, Marcel Halstenberg und Havard Nielsen hat der aktuelle Siebte drei Spiele im Kader, die bereits gezeigt haben, dass sie zu gut für die zweite Liga sind. Damit der Aufstieg wirklich gelingen wird, verstärkten sich die 96 in dieser Transferperiode mit zwei sehr spielstarken und robusten Defensivspielern. Mit den Transfers von Kenneth Schmidt sowie Boris Tomiak vom 1. FC Kaiserslautern sorgten die Verantwortlichen für eine qualitativ hochwertige Breite im Kader. Sollte es Breitenreiter gelingen, die Konstanz ins Team zurückzubringen, dürfte Hannover bis zum Ende ganz oben mitspielen.

Findet Düsseldorf wieder in die Spur?

Fortuna Düsseldorf – 26 Punkte

Nach der verlorenen Relegation startete die Fortuna sehr stark in die neue Saison. Die Offensive konnte den Abgang von Top-Torjäger Christos Tzolis auffangen, während die Defensive die gewohnte Stabilität auf den Platz brachte. Diese ging den Düsseldorfern im Verlauf der Hinrunde verloren. In vielen Spielen kassierte die Fortuna zu einfache Gegentore. Ein positives Signal. Die Verantwortlichen verlängerten trotz der teils ungenügenden Leistungen mit Trainer Daniel Thioune, der die Fortuna von einem Abstiegskandidaten zu einem sehr guten Zweitligisten entwickelte.  Dadurch soll die Kontinuität in den nächsten Jahren fortgeführt werden, um als Verein weiterzuwachsen.  Um noch mehr Qualität und Breite in der Offensive zu haben, verpflichteten die Rheinländer Moritz-Broni Kwarteng vom VfL Bochum. Wenn die Fortuna wieder zu ihrer alten Form zurückfindet und die anderen Teams ein wenig schwächeln, ist mit den Fortunen auf jeden Fall zu rechen.

1. FC Kaiserslautern – 26 Punkte

Die Pfälzer spielen bislang eine sehr solide Runde. Nach der komplizierten Vorsaison zeigt die Richtung unter Markus Anfang nun wieder nach oben. Die Lauterer konnten sich trotz der immer wieder auftretenden Verletzungen und damit verbundenen Ausfällen ihres Stürmers Ragnar Ache kontinuierlich weiterentwickeln. Die Mannschaft von Anfang zeigte spielerisch gute Leistungen. Mit Boris Tomiak verloren die Pfälzer einen sehr wichtigen Spieler an den Konkurrenten Hannover 96. Der Verlust des Defensivspielers ist für den Verein sehr schmerzhaft, da er ein echter Führungsspieler im Team war. Ob die Verantwortlichen einen Ersatz verpflichten, ist bislang nicht klar. Im Aufstiegskampf dürfte dem 1. FC Kaiserslautern eher eine Außenseiterrolle zukommen, da die Qualität der Konkurrenten zu groß ist. Zumal auch Ragnar Ache den Verein noch verlassen könnte.

Am Ende des Tages würde es aber auch nicht verwundern, wenn selbst der formstarke SV Darmstadt dann wieder ein Wörtchen mitreden will.



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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Das Duell des HSV gegen den 1. FC Köln wird im Free-TV gezeigt

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Das Duell des HSV gegen den 1. FC Köln wird im Free-TV gezeigt

Zum Auftakt der Rückrunde steht für den FC die Begegnung beim Hamburger SV auf dem Plan. Gegen die Rothosen geht es für Gerhard Struber darum, die Tabellenführung zu behaupten oder im besten Fall, den Vorsprung auf die Verfolger auszubauen mit dem 1. FC Köln: Das Duell gegen Hamburg wird im Free-TV gezeigt.

Am Samstagabend sind die Geißböcke zu Gast beim Hamburger SV. Dann werden wohl auch Joël Schmied und Jusuf Gazibegovic zum ersten Liga-Einsatz im Trikot der Geißböcke kommen. Es geht darum, einen guten Einstieg in die Rückrunde zu erwischen für den 1. FC Köln: Das Duell gegen Hamburg wird im Free-TV gezeigt.

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Es war der Beginn einer stürmischen Hinrunde, als der neue FC-Coach Gerhard Struber Anfang August letzen Jahres das erste Mal das ausverkaufte Kölner Stadion betrat und die Atmosphäre aufsog. Neben ihn stellte sich Ex-FC Coach Steffen Baumgart an der Seitenlinie auf. 1. FC Köln gegen den Hamburger SV – das Spitzenspiel zum Saisonauftakt. Seitdem ist viel passiert. Die Achterbahnfahrt des FC ins untere Tabellendrittel, die Aufholjagd und zuletzt die Herbstmeisterschaft. Nun steht Struber erneut an der Seitenlinie gegen die Rothosen, diesmal in Hamburg, diesmal ohne Baumgart, aber mit demselben Ziel: Drei Punkte für das Kölner Konto einzufahren. „Ich bin bereit“, erklärte Struber auf der Pressekonferenz vor dem HSV-Spiel. „Ich freue mich richtig auf diesen Auftakt jetzt in Hamburg. Es ist für mich das erste Mal in diesem Stadion.“

FC-Spiel im Free-TV

Auch für die Neuzugänge des 1. FC Köln ist das Auflaufen im Hamburger Volksparkstadion wohl eine Besonderheit. Ob Jusuf Gazibegovic und Joël Schmied am Samstag bereits in der Startelf stehen werden, wollte der Trainer noch nicht durchblicken lassen. Für Gazibegovic fand der Coach aber lobende Worte. „Er hat in den letzten Trainings unter Beweis gestellt, wie schnell er harmoniert mit der Idee unseres Spiels und natürlich auch mit seiner Art und Weise, wie er auch Verantwortung übernimmt. Er ist ein Spieler, der uns sicherlich noch mal interessanter macht.“ Auch Schmied hatte beim Testspiel gegen Viktoria Köln einen guten Einstieg. Je nach Personaldecke wird Struber auf die beiden Neuzugänge zurückgreifen.

Dem Coach fehlt bisher neben den Langzeitverletzten Luca Kilian, Jacob Christensen und Mark Uth und auch noch Julian Pauli, der wie schon in den Testspielen der Vorbereitung wegen seiner Kopfverletzung aus der Begegnung gegen Hertha BSC angeschlagen ist. Zudem stehen noch Fragezeichen hinter einem Einsatz von Tim Lemperle und Dejan Ljubicic. Beide FC-Stammkräfte hatten sich im Testspiel gegen Viktoria Köln am vergangenen Dienstag verletzt und mussten frühzeitig vom Platz. Eine schwerwiegende muskuläre Verletzung wurde unter der Woche ausgeschlossen, ob es für das Duell gegen den HSV reicht, ist allerdings ungewiss. Zudem steht dem österreicher Coach Rasmus Carstensen nicht mehr zur Verfügung. Der 24-Jährige verlässt den FC Richtung Polen. Eine Leihe mit sofortiger Wirkung zu Lech Posen gab der Verein am Donnerstagnachmittag bekannt.

Die Begegnung zum Auftakt der Rückrunde wird live auf Sport1 übertragen. Ebenso kann das Duell auch über Sky Sport Bundesliga sowie SkyGO und WOW sowie im Liveticker auf come-on-fc.com verfolgt werden.


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Gibt es noch den Stürmer?

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Deswegen erwartet den 1. FC Köln beim HSV eine besonders schwere Aufgabe

Eric Martel und Davie Selke im Zweikampf
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Deswegen erwartet den 1. FC Köln beim HSV eine besonders schwere Aufgabe

Für den Effzeh steht am Samstagabend zum Rückrundenstart eine denkbar schwere Aufgabe auf dem Plan. Die Geißböcke sind zu Gast beim HSV. Nach überstandener Mini-Krise haben sich die Rothosen wieder gefangen. Den 1. FC Köln erwartet beim HSV jedenfalls eine besonders schwere Aufgabe.

Am Samstagabend treffen die Geißböcke auf den Hamburger SV unter Flutlicht im Volksparkstadion. Der mittlerweile als Dauergast spielende Traditionsverein aus dem Norden hatte zwar im Vergleich zum FC den besseren Saisonstart hingelegt, doch mitten in der Hinrunde eine Ergebniskrise: Fünf Spiele in Serie ohne Sieg – für Cheftrainer Steffen Baumgart zu viel. Doch die Hoffnung, dass ein Konkurrent der Kölner weniger um den Aufstieg dabei sein wird, ist mittlerweile verflogen. Der HSV ist unter neuem Trainer wieder in der Spur. Den 1. FC Köln erwartet beim HSV eine schwere Aufgabe.

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Die Bilder vom Hinspiel schwirren immer noch im Kopf: Zu Beginn der Saison empfing der 1. FC Köln den HSV zum Auftakt. Das Endergebnis lautete 1:2, doch im Mittelpunkt der Coach beim HSV: Steffen Baumgart. Der ehemalige FC-Trainer geisterte, wie bei seiner Amtszeit beim FC, während des Spiels durch die Coachingzone und trieb seine Mannschaft zum Sieg. Der Trend zum Aufstieg war für den HSV zu Saisonbeginn besser als beim 1. FC Köln. Die Rothosen standen bis zum neunten Spieltag auf dem dritten Tabellenplatz, während der FC bereits kriselte. Doch dann kam der Einbruch: Vier Ligaspiele in Folge kein Sieg, dazu das Pokalaus in Freiburg. Die Spielweise unter Baumgart griff nicht mehr, die Spieler verloren immer mehr das Selbstbewusstsein. So kam es, dass Baumgart nach dem 2:2 Heimspiel gegen Schalke 04, trotz der 2:0-Pausenführung, seinen Hut beim HSV nehmen musste.

Heimstärke und Aufschwung unter neuem Trainer

Der neue Trainer, Merlin Polzin, hat dem Hamburger SV neues Leben eingehaucht: In den vergangenen vier Ligaspielen ungeschlagen, dazu im jüngsten Heimspiel ein überzeugender 5:0-Erfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth. Besonders die Heimspiele machen den HSV stark: Keines der neun Spiele zu Hause hat der HSV in dieser Saison verloren. In der Heimtabelle belegen die Rothosen in der Hinrunde mit 17 Punkten den zweiten Platz. Dazu konnte die Mannschaft immer auf die zahlreiche Unterstützung seiner Fans bei den Heimspielen rechnen. Im Schnitt besuchten 55.798 Zuschauer bei neun Spielen das Volksparkstadion. Auch am Samstag wird voraussichtlich das Spiel bei dem Aufeinandertreffen der Traditionsvereine ausverkauft sein. Somit erwartet den 1. FC Köln wieder ein Spiel vor fantastischer Kulisse.

Doch nicht nur die Heimstärke hat den HSV bisher getragen. Seit dem Trainerwechsel hat der 34-jährige Polzin den HSV wieder in die Spur gekriegt. Der vorherige Co-Trainer beim HSV genießt innerhalb des Teams eine hohe Anerkennung, der seine Jungs in- und auswendig kennt. Aber nicht nur menschlich, auch spielerisch hat er seine Mannschaft wieder mehr Selbstvertrauen gegeben. Der Erfolg liegt vor allem darin, dass Polzin seiner Mannschaft wieder ihren Stärken ausgerichtet und das System auf ein 4-3-3 zurückgesetzt hat. Und während Baumgart auffällig seinen Stil aus Köln, das frühe Pressen auf den Gegner und hohe Ballgewinne zu erzwingen, in Hamburg eingestellt und mehr auf Stabilität gesetzt hatte, agiert der HSV unter dem jungen Polzin wieder aktiver.

Geschwindigkeitsunterschied der Game-Changer?

Wenn es am Samstagabend zum Gipfeltreffen der beiden Vereine kommt, wird sich zeigen, ob der FC die Revanche aus dem Hinspiel gelingt. Interessant werden dabei die Duelle auf dem Außenbahnen sein. Im Kader des HSV befinden sich drei Spieler, die sich in der Hinrunde der 2. Bundesliga unter den Top 20 der schnellsten Spieler befinden. Besonders Immanuel Pherai mit 34,99 km/h und Jean-Luc Dompe mit 34,79 Km/ sind auf den Flügeln pfeilschnell unterwegs, die der Abwehrkette der Kölner für Probleme bereiten könnte. Somit wird es spannend bleiben, wie Gerhard Struber in Hamburg seine Mannschaft einstellen wird. Die Gefahr könnte darin bestehen, das Spiel zu machen und den Ball in der Vorwärtsbewegung oder vor dem Strafraum bei hohen Angriffspressing des Gegners zu verlieren.

Dann könnte der HSV durch den Geschwindigkeitsvorteil den FC richtig wehtun. Der FC ist also gewarnt vor dem HSV. Eine Niederlage zum Rückrundenauftakt beim direkten Aufstiegskonkurrenten könnte die ungeschlagene Serie beenden und zeitgleich die ohnehin schon packende Tabellensituation enger zusammenbringen.



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