„Am Ende ist Fußball ein Ergebnissport“, nur bleiben die guten aus – Ein Kommentar

Lukas Kwasniok kann nicht mehr hingucken
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„Am Ende ist Fußball ein Ergebnissport“, nur bleiben die guten aus – Ein Kommentar

Wieder haben die Kölner gegen eine Top-Mannschaft lange gut mitgehalten, an der Überraschung geschnuppert und das in Unterzahl. Am Ende steht der FC wieder mit leeren Händen da. Was bringt ein gutes Spiel, wenn man Woche für Woche den Abstiegsplätzen näher kommt? Nichts! Ein Kommentar zur 1:2-Niederlage des 1. FC Köln gegen Dortmund.

Auch im fünften Spiel in Folge ist der FC sieglos geblieben. Gegen den BVB vielleicht nicht die ganz große Überraschung. Dennoch kommt der Abstiegsplatz immer näher und näher. Und die Zweifel wachsen, ob die Kölner die Kurve noch kriegen werden.

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Lukas Kwasniok war ganz offensichtlich voller Überzeugung und doch klangen seine Worte auf der Pressekonferenz nach der 1:2-Niederlage gegen den BVB auch ein wenig gequält. „Auch, wenn es der ein oder andere nicht mehr hören kann, wir werden dieses Ding drehen“, sagte der Coach der Geißböcke. Und alleine schon, weil das den Klassenerhalt bedeuten würde, darf man fein damit sein, wenn der 44-Jährige nach dem letzten Spieltag ein lautes „Siehste“ hinterherschicken wird. Doch die Situation, und das weiß auch der Trainer, wird von Woche zu Woche bedrohlicher. Denn nachdem am Sonntagnachmittag erst St. Pauli einfach und dann Werder Bremen dreifach gepunktet haben, sind es nur noch acht Gegentore, die den FC vom Relegationsplatz trennen.

In der Formtabelle unten angekommen

Lange hat Köln von einem Polster profitiert, das sich die Geißböcke wiederum angefressen haben, als sie in den ersten Spielen euphorisiert überperformt haben. Die Realität ist hart und schmerzhaft. Mit nur einem Zähler aus den vergangenen fünf Spielen sind die Kölner in der Formtabelle ziemlich weit unten angekommen. Einzig Wolfsburg und Heidenheim sind noch schlechter, aber auch nur aufgrund der Torbilanz und das mit einem Treffer Unterschied. Aus den vergangenen 16 Begegnungen holten die Kölner zwei Siege – genauso wenige wie Schlusslicht Heidenheim. Der FC ist in diesem Zeitraum das zweitschlechteste Team. Dass der Trainer das Vertrauen vieler Fans ganz offensichtlich verloren hat, ist angesichts dieser Punkteausbeute absolut verständlich. Das ist nun einmal Teil der Maschinerie, genauso wie das Rückenstärken der Vereinsführung und die Durchhalteparolen des Trainers.

Dabei kann man Lukas Kwasniok sicher nicht vorwerfen, er habe keinen Plan für die Begegnung gegen den BVB gehabt. Trotz der anhaltenden Verletzungsmisere, die den FC ja auch an diesem Spieltag wieder heimgesucht und über die sich der 44-Jährige noch nicht einmal beschwert hat, schien der Kölner Coach sogar den richtigen Schlüssel gegen schwache Dortmunder gefunden zu haben. Die Geißböcke waren in der Anfangsphase die bessere Mannschaft, waren der Führung deutlich näher und spielten auch nach dem Rückstand aus dem Nichts weiter mit. Tatsächlich durften sich die FC-Fans lange Hoffnung auf die ganz große Überraschung machen. Die (berechtigte) Rote Karte von Jahmai Simpson-Pusey hat die Spieldynamik verändert, dem BVB natürlich in die Karten gespielt.

Fußball ist nun mal ein Ergebnissport

Und dennoch hat Köln weiter Gas gegeben, Moral bewiesen und am Ende an der Überraschung geschnuppert und sie wahrscheinlich sogar mit der klaren Fehlentscheidung in der Nachspielzeit genommen bekommen. Die Leistung der Kölner war gegen den Tabellenzweiten einmal mehr gut. In langer Unterzahl wäre ein Punkt möglich gewesen. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie intakt ist und selbst in dieser schwierigen Zeit nicht auseinanderfällt. Der FC scheint gewappnet für den Abstiegskampf, hat die richtige Reaktion auf den trostlosen Auftritt gegen Augsburg eine Woche zuvor gezeigt. Man ist geneigt, Hoffnung aus der Leistung, der Moral, dem Willen zu ziehen – nur war man das in dieser Spielzeit schon viel zu oft. Es reicht nicht, immer nur nah dran zu sein.

Lukas Kwasniok brachte es am Samstagabend selbst auf den Punkt. „Am Ende ist Fußball ein Ergebnissport“, sagte der Trainer – wenn auch zu Niko Kovac, um dem BVB-Coach zu den drei Punkten zu gratulieren. Recht hat Kwasniok. Die jüngsten Bilanzen offenbaren aber schonungslos, dass von den guten Ergebnissen in Köln zu wenige vorhanden sind. Auch, wenn der Trainer nichts davon wissen will: Die kommenden Begegnungen werden sicherlich auch über seine Zukunft entscheiden. Gewinnen die Kölner nicht mindestens eine der beiden Partien gegen den Hamburger SV oder Borussia Mönchengladbach, dann wird es für den Trainer eng werden. Und so langsam werden sich die Kölner auf einen Gedanken vorbereiten müssen: Dass das Ding am Ende vielleicht doch nicht gedreht wird.


Rote Karte zieht dem FC den Stecker? Nein! Aber die Belohnung bleibt den Kölnern verwehrt

Gleich in mehreren Situationen hatten die FC-Spieler gegen den BVB Redebedarf
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Rote Karte zieht dem FC den Stecker? Nein! Aber die Belohnung bleibt den Kölnern verwehrt

Über eine Halbzeit lang spielte der FC gegen Borussia Dortmund in Unterzahl. Trotzdem steckten die Geißböcke nicht auf und bewiesen Moral – wenn auch am Ende vergebens: Der 1. FC Köln belohnt sich für großen Kampf in Unterzahl nicht.

Es war eine unglückliche Niederlage am Samstagabend für die Geißböcke. Trotz der Roten Karte für Jahmai Simpson-Pusey kurz vor der Pause war der FC drauf und dran, gegen den BVB einen Punkt mitzunehmen. Doch wieder belohnen sich die Kölner nicht.

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Es war eine der beiden Schlüsselszenen am Samstagabend: Kurz vor der Halbzeit traf Jahmai Simpson-Pusey in der gegnerischen Hälfte Maximilian Beier von hinten mit offener Sohle an der Achillessehne. Auf einen Hinweis von Videoschiedsrichter Benjamin Cortus schaute sich Referee Daniel Siebert die Szene nochmal an. Und änderte seine Entscheidung von Gelb auf Rot gegen den Kölner Innenverteidiger. Für Thomas Kessler war es die Spiel entscheidende Szene. „Wenn man sich das im Video anschaut, Jahmai ist das ganze Spiel super fleißig gewesen und kommt einfach einen Schritt zu spät. Und wenn du jemanden dann so auf der Achillessehne triffst, dann brauchst du dich nicht beschweren, wenn der VAR kommt und sagt, dass das eine Rote Karte ist. Das ist natürlich bitter für uns, über eine Halbzeit in Unterzahl zu spielen“, so der Geschäftsführer.

Chancen für den FC, aber das Tor fällt für den BVB

Bitter war es für die Kölner auch deshalb, weil sie vorher eigentlich gut im Spiel waren. So hatten die Geißböcke gleich zu Beginn mehrere Chancen, in Führung zu gehen. Bereits nach fünf Minuten verzeichnete der FC zwei Abschlüsse durch Isak Johannesson und Youssoupha Niang. Und nach 15 Minuten hatten die Kölner bereits fünf Ecken. Direkt danach schlug jedoch der BVB im Anschluss an seine erste Ecke eiskalt in Person von Serhou Guirassy zu. „Du bist eigentlich gut im Spiel, musst vielleicht auch mit der ersten Chance des 1:0 machen. Kriegst dann wieder ein scheiß Gegentor, das muss man ehrlicherweise sagen“ regte sich daher Tom Krauß über den Spielverlauf auf. Denn bis zur Dortmunder Führung und bis zur Roten Karte hatten die Geißböcke hinten kaum etwas zugelassen.

Nach der Führung des BVB steckte der FC nicht auf und kam etwa durch Said El Mala in der 36. Minute oder kurz darauf erneut durch Niang per Kopf zu guten Chancen. Alleine der Treffer fehlte. Dann kam für die Geißböcke mit dem Platzverweis kurz vor der Pause jedoch der nächste Nackenschlag. „Mit der Roten Karte war das dann ein völlig anderes Spiel. Wir haben in der Halbzeit darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, das Spiel zu gewinnen oder einen Punkt zu holden, gering ist, aber sie da ist, wenn wir uns bis zum Schluss hier aufopfern“, erklärte Lukas Kwasniok nach dem Spiel.

Rote Karte zieht Köln nicht den Stecker

Damit fand der Coach anscheinend die richtigen Worte, denn seine Mannschaft ließ sich trotz Unterzahl nicht unterkriegen. „Das macht die Mannschaft aus, die versucht immer alles reinzuhauen. Natürlich funktioniert nicht immer alles so, wie wir uns das vorstellen, aber heute hat man – gerade in Unterzahl über diese lange Strecke – wieder gesehen, dass wir dem BVB so die Stirn bieten, dass ist top“, lobte daher Kapitän Marvin Schwäbe. Es passte aber zum unglücklichen Abend der Kölner, dass das 2:0 der Dortmunder unmittelbar nach der großen FC-Chance auf den Ausgleich für Jakub Kaminski, die Gregor Kobel im Dortmunder Tor gut vereitelte, fiel. Ebenso sinnbildlich dafür stand, dass Tom Krauß kurz vor dem Treffer der Westfalen wegrutschte. Dadurch konnte Maximilian Beier überhaupt erst nach innen ziehen und den Doppelpass mit Julian Brandt spielen.

Trotzdem verteidigten die Kölner in Unterzahl weiter gut und nutzten dann kurz vor Schluss ihre Chance auf den Anschluss. Mit in dem Fall mal etwas Glück, weil Waldemar Anton den Ball noch unhaltbar abfälschte, belohnte sich Jakub Kaminski für seine gute Leistung. Kurz danach verließ das Glück die Kölner aber direkt wieder, als in der Nachspielzeit Schiedsrichter Daniel Siebert den Kölnern nach einem Handspiel von Yan Couto keinen Elfmeter gab und auch Videoschiedsrichter Benjamin Cortus nicht eingriff. Sehr zum Unmut von Kessler: „Ich muss ganz ehrlich sagen, ich verstehe es nicht. Ich weiß nicht, was Benjamin Cortus in diesem Moment im Keller gemacht hat. Der Ball ist lange unterwegs, er geht am Kopf vorbei, er berührt ihn mit der Hand und deswegen ist Linton Maina im Rücken, wo er sich verschätzt, nicht in der Lage, den Ball anzunehmen. Dann ist es eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Ball am Fuß hat und frei vorm Tor steht.“

Nächste Topspiel am Samstagabend in einer Woche

So bleiben unterm Strich erneut eine engagierte Kölner Leistung in einem Topspiel, aber keine Punkte stehen. Auch wenn die Moral gestimmt hat und die Kölner selbst in Unterzahl nicht aufsteckten. Umso wichtiger ist es für die Geißböcke, diese positiven Aspekte mitzunehmen. Denn in einer Woche wartet direkt das nächste Topspiel um 18:30 Uhr auf den FC. Dieses Mal aber mit dem Hamburger SV gegen ähnlich starken Gegner. „Jetzt kommen die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind und wo wir die Punkte holen müssen und darauf kommt es dann an“, meinte daher auch Schwäbe. Ein Sieg wäre dabei enorm wichtig. Denn von zwar engagierten Leistungen, aber keinem Ertrag in Form von Punkten können sich die Kölner nicht viel kaufen im Kampf gegen den Abstieg.


„Ich will niemandem den Willen absprechen, aber…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Marvin Schwäbe im Kasten des 1. FC Köln
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„Ich will niemandem den Willen absprechen, aber…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Am Samstagabend empfing der FC den BVB im heimischen Stadion. Nach der 1:2-Niederlage in Unterzahl äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und Lukas Kwasniok: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund.

Die Partie in Müngersdorf startet stark für den FC. Dennoch kassieren die Geißböcke nach 16 Minuten das 0:1. Nach der Roten Karte für Jahmai Simpson-Pusey agierten die Kölner die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl.

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Ich will niemandem den Willen absprechen, aber…“

Marvin Schwäbe im Kasten des 1. FC Köln

Marvin Schwäbe zur Unterzahl: „Das macht die Mannschaft aus, die versucht immer alles reinzuhauen. Natürlich funktioniert nicht immer alles so, wie wir uns das vorstellen, aber heute hat man – gerade in Unterzahl über diese lange Strecke – wieder gesehen, dass wir dem BVB so die Stirn bieten, dass ist top. Am Ende ist es natürlich schade, dass nichts dabei rumkommt.“

Zu den Toren durch Standards: Die letzten Wochen waren viel besser als noch die Hinrunde. Deswegen lassen wir uns von dem einen Gegentor nicht unterkriegen. Da müssen wir auf jeden Fall noch einmal drüber gucken und vielleicht enger am Mann sein. Der steht da komplett blank alleine vor mir. Das ist dann extrem schwer.“

Natürlich würden wir alle gerne ein bisschen weiter oben stehen und hätten gerne ein paar Punkte mehr. Am Ende muss sich jeder an die eigene Nase fassen und gucken, ob er immer 100 Prozent gegeben hat und ob er komplett da ist. Ich will niemandem den Willen absprechen, aber wir sind im Leistungssport, wir wollen immer alles reinhauen, wollen aber auch Punkte holen. Jetzt kommen die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind und wo wir die Punkte holen müssen und darauf kommt es dann an.“

Zur Trainerdiskussion: Für uns steht das jetzt gerade nicht zur Debatte.

Das war für mich ein ganz klares Handspiel

Tom Krauß überzeugt zunehmend

Tom Krauß:
Das war für mich ein ganz klares Handspiel. Und wenn das ein 50/50-Ding ist, muss man rausgehen und sich das wenigstens anschauen. Klar, der Schiedsrichter hat es vielleicht nicht gesehen, aber die im Keller. Und es bringt am Ende nichts, dass du sagst, wir haben wieder Pech. Jetzt kommen die entscheidenden Phasen. Dann musst du vielleicht auch mal ein bisschen Glück haben mit so einer Handsituation. Für mich ist das ganz klar Hand und deswegen ist es unfassbar bitter.“

„Am Ende musst du es leider hinnehmen, weil am Ende die entscheiden. Die stehen da auf dem Platz und sind die Schiedsrichter. Wir sind auch nur Menschen, wir geben auch alles jede Woche, um irgendwie hier die Punkte zu holen. Am Ende brauchen wir jetzt Punkte, ganz klar.“

Zur Roten Karte: Es ist natürlich unfassbar bitter. Du bist eigentlich gut im Spiel, musst vielleicht auch mit der ersten Chance das 1:0 machen, kriegst dann wieder ein scheiß Gegentor, das muss man ehrlicherweise sagen. Dann gehst du mit 1:0 in die Halbzeit und mit der Roten Karte natürlich, kriegst dann das 2:0. Aber am Ende siehst man trotzdem, dass wir uns irgendwie zurückkämpfen wollen, das 2:1 noch schießen wollten. Und das haben wir erreicht. Dann hat man gesehen, was dann in den letzten Minuten los war. Und eigentlich spielst du ja 2:2 mit der Entscheidung, wenn dann natürlich der Schütze den Elfmeter trifft. Aber ja, normalerweise hast du dann einen Elfmeter.“

Zum VAR im Fußball:Uns bringt das gerade wenig. Du weißt gar nicht mehr, was sie für eine Linie haben. Und das ist in der Phase, wo wir gerade sind, absolut bitter.“


„Das ist eine klare Vereitlung einer Torchance

Thomas Kessler beim Spiel des 1. FC Köln

Thomas Kessler: „Es ist natürlich eine sehr große Enttäuschung jetzt nach dem Spiel. Das ist sehr unglücklich gelaufen für uns. Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen, haben gerade in der ersten Viertelstunde ein paar gute Aktionen gehabt.“

Zum VAR: „Ich glaube, der VAR war ja heute sehr wachsam. Die Spiel entscheidende Szenen aus unserer Sicht ist natürlich die Rote Karte gegen Jahmai. Wenn man sich das im Video anschaut, Jahmai ist das ganze Spiel super fleißig gewesen und kommt einfach einen Schritt zu spät. Und wenn du jemanden dann so auf die Achillissehne triffst, dann brauchst du dich nicht beschweren, wenn der VAR kommt und sagt, dass das eine Rote Karte ist. Das ist natürlich bitter für uns, über eine Halbzeit in Unterzahl zu spielen.

Zum Handspiel: Ich muss ganz ehrlich sagen, ich verstehe es nicht. Ich weiß nicht, was Benjamin Cortus in diesem Moment im Keller gemacht hat. Der Ball ist lange unterwegs, er geht am Kopf vorbei, er berührt ihn mit der Hand und deswegen ist Linton Maina im Rücken, wo er sich verschätzt, nicht in der Lage, den Ball anzunehmen. Dann ist es eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Ball am Fuß hat und frei vorm Tor steht. Dass da keiner von Außen eingreift… Ich will da auch ehrlicherweise keine Erklärung hören. Das ist eine klare Vereitlung einer Torchance. Dass man das nicht sieht, dafür habe ich absolut kein Verständnis.“


Dann kannst du das nicht mehr kontrollieren

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln

Lukas Kwasniok zum Handspiel: „Ich brauche mir die Situation nicht öfter anschauen, ich muss ja nur einmal hinschauen. Da gibt es für mich nicht so viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie man die Szene bewerten kann. Ich habe da keine Erklärung für. Ich möchte, ich weiß gar nicht wer verantwortlich ist, dem DFB oder der DFL den Gefallen nicht tun, und losledern. Denn dann müsste ich dafür bezahlen. Das macht kein Sinn. Den Elfmeter bekommen wir nicht mehr gepfiffen.“

“Ich fand, dass wir die erste Halbzeit die bessere Mannschaft gewesen sind. Wir haben die ersten 15 Minuten auf ein Tor gespielt, hatten fünf, sechs Eckbälle. Dann schenken wir dem Gegner einen Eckball, den wir eigentlich auf den ersten Ball sehr sehr gut verteidigen, dann aber nicht schnell genug rausrücken. Guirassy ist dann knapp nicht im Abseits und auf einmal steht es 0:1 und keiner weiß in dem Moment so recht, warum. Die Mannschaft hat sich davon aber auch nicht unterkriegen lassen und hat dann zumindest bis zur 25 Minute den Gegner immer wieder gestresst. Wir hatten keine hochkarätigen Torchancen, aber es waren schon Einschussmöglichkeiten da.“

„Mit der Roten Karte war das dann ein völlig anderes Spiel. Wir haben in der Halbzeit darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, das Spiel zu gewinnen oder einen Punkt zu holen, gering ist, aber sie da ist, wenn wir uns bis zum Schluss hier aufopfern. Leider kassieren wir dann das 2:0 – ein bisschen zu früh mit der ersten Aktion in der zweiten Halbzeit. Tom Krauß, der ein gutes Spiel auf der rechten Position als Notnagel gemacht hat, rutscht in dem Moment weg und ruckzuck waren es dann nicht nur einer weniger, sondern zwei. Dann kannst du das nicht mehr kontrollieren.“

“Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Dortmunder uns an die Wand gespielt haben. Sie hatten den Ball, aber uns war schon klar, wenn eine Aktion mal im Netz landet, dass das Stadion dann nochmal explodiert. So war es dann. Am Ende meint es der gute Mann da oben nicht ganz so gut mit uns.“

Zum anstehenden Duell beim HSV und der Trainerfrage: „Aktuell bin ich erstmal mit dieser Niederlage sehr beschäftigt. Ich glaube, das aller Wichtigste im Leben ist, sich auf die Dinge zu fokussieren, die man beeinflussen kann. Wenn man die Mannschaft heute hier gesehen hat, dann glaube ich nicht, dass es zwei Meinungen gibt im Bezug auf Leistung und Aufopferungsbereitschaft. Das ist uns als Trainer ganz ganz wichtig. Grundsätzlich liegt dein Schicksal nie in deinen eigenen Händen.“

Der “Topspiel-Fluch” bleibt bestehen: Der 1. FC Köln verliert gegen Borussia Dortmund mit 1:2

Eric Martel und Jakub Kaminski beim Duell des 1. FC Köln gegen den BVB
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Der “Topspiel-Fluch” bleibt bestehen: Der 1. FC Köln verliert gegen Borussia Dortmund mit 1:2

Der FC hatte sich viel für das Heimspiel gegen Dortmund vorgenommen, am Ende steht aber trotz großem Kampf in Unterzahl wieder eine Niederlage. Der 1. FC Köln unterliegt Borussia Dortmund mit 1:2.

Der FC kann den “Topspiel-Fluch” auch im siebten Anlauf nicht ablegen und schlittert nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund tiefer in den Abstiegskampf. Der 1. FC Köln unterliegt Borussia Dortmund mit 1:2.

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Vor dem Samstagabendspiel gegen Borussia Dortmund sprach Trainer Lukas Kwasniok über eine besondere Motivation seiner Mannschaft.  „Es ist immer ein erstes Mal. Irgendwann sprichst du dein erstes Wort, fährst das erste Mal mit dem Rad in die Schule. Wir haben in dieser Saison noch kein Spiel am Samstagabend gewonnen“, sagte Kwasniok. „Und dann wird es irgendwann auch einfach Zeit. Es ist ja nicht so, dass wir uns aufs Fahrrad setzen, obwohl wir es gar nicht können. Wir können das.“ Im Verlauf der Trainingswoche habe der Trainer gespürt, dass seine Spieler fest daran glauben, den Fluch der Samstagabendspiele zu beenden und zugleich einen großen Gegner zu schlagen.

Personell gab es dafür jedenfalls Bewegung im Vergleich zum Duell gegen den FC Augsburg. Cenk Özkacar, Marius Bülter und Luca Waldschmidt mussten auf der Bank, für sie rückten Isak Johannesson, Said El Mala und Youssoupha Niang in die Startelf. Für Letzteren war es das Debüt in der Startformation. Der Youngster sollte den Kölnern mit seiner Geschwindigkeit helfen. Ein angekündigter Wechsel konnte jedoch doch nicht stattfinden: Alessio Castro-Montes, dem Kwasniok zwei Tage vor der Partie noch einen Platz in der ersten Elf versprochen hatte, stand nicht im Kader. Der Schienenspieler hatte im Abschlusstraining kleinere Beschwerden und blieb vorsichtshalber außen vor. Wieder im Kader war dagegen Linton Maina, musste aufgrund eines Trainingsrückstands zunächst aber mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen.

Starker Kölner Start

Und zu Beginn legten die Geißböcke direkt mutig los. Schon in der ersten Minute hatten die Kölner die erste gute Chance. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf brachte Jakub Kaminski den Ball von der Grundlinie nach innen. Johannessons Volley, bei dem der Isländer den Ball nicht voll erwischte, konnte Ramy Bensebaini aber blocken und die Dortmunder den Ball klären. Nur ein paar Minuten später flankte dieses Mal El Mala von links. Niangs Kopfball-Aufsetzer lenkte Gregor Kobel jedoch über die Latte. Kurz darauf kam auch der BVB zu den ersten Offensivaktionen: Nach einem geblockten Abschluss von Daniel Svensson zielte Marcel Sabitzer aus gut 20 Metern aber zu hoch (9.). Auf der anderen Seite konnte wiederum Maximilian Beier einen Schuss von Kristoffer Lund von der Strafraumkante nach einer Ecke gerade noch blocken.

Nach einer Viertelstunde leistete sich dann Johannesson in der Kölner Defensive einen schlimmen Aussetzer. Serhou Guirassy fing einen schwachen Pass des Isländers ab und steckte auf Beier durch. Dessen Abschluss entschärfte Tom Krauß auf Kosten eines Eckballs. Und bei diesem schlug die Borussia eiskalt zu: Ragnar Ache köpfte die Hereingabe zu kurz raus, sodass Beier den Ball mit einem Kopfball über die gesamte Kölner Abwehr hinweg wieder in den Sechzehner brachte. Dort lenkte Guirassy die Kugel gerade so mit der Sohle an Schwäbe vorbei ins Tor zum 0:1 (16.).

Rote Karte kurz vor der Pause

Und die Führung zeigte Wirkung. Bis auf einen Abschluss ans Außennetz kam der FC erstmal kaum noch nach vorn. Dortmund kontrollierte das Spiel und hatte in der 33. Minute die Chance, die Führung auszubauen – van den Berg konnte jedoch noch blocken. Im Gegenzug kamen dann die Geißböcke aber dann mal wieder zu einer Chance – und die hatte es in sich. Eine Flanke aus dem Halbfeld rutschte zu El Mala auf den zweiten Pfosten durch. Der Youngster zog aus spitzen Winkel aber zu hektisch ab und verfehlte das Tor. Eigentlich hätte der 19-Jährige noch Zeit gehabt, sich den Ball besser zurecht zu legen und an Julian Ryerson vorbeizuziehen. Ebenfalls zu unpräzise war kurz danach Niangs Hereingabe von der Grundlinie, die in den Rücken vom einlaufenden Kaminski kam. In der 39. verfehlte Niang dann selber per Kopf nach einer El-Mala-Flanke das Tor.

Auf der anderen Seite klärte Lund eine Dortmunder Hereingabe im Strafraum direkt auf Guirassy. Dessen Volley-Abnahme hielt Schwäbe jedoch stark. Trotzdem mussten die Kölner kurz vor der Pause einen herben Rückschlag hinnehmen. Jahmai Simpson-Pusey kam in der gegnerischen Hälfte gegen Beier zu spät und trat diesem mit offener Sohle von hinten. Nach VAR-Einsatz änderte Schiedsrichter Daniel Siebert seine Entscheidung von Gelb auf Rot, die Kölner waren also fortan nur noch zu zehnt (44.). Darum musste Kwasniok in der Pause umstellen, Cenk Özkacar kam für Johannesson.

Köln vergibt in Unterzahl den Ausgleich

Aufgeben taten sich die Geißböcke aber nicht. So konnte Lund nach einer Dortmunder Klärung ein paar Minuten nach dem Seitenwechsel aus gut 20 Metern abschließen, stellte Kobel aber vor keine große Herausforderung. Anders sah es etwas später aus. Kaminski zog nach Zuspiel von El Mala aus elf Metern ab, Kobel musste sich lang machen, um an den Ball zu kommen. Den Nachschuss von Niang konnte Ryerson noch blocken. Eiskalter zeigten sich dagegen die Dortmunder in der 60. Minute: Beier zog von links am ausrutschende Krauß vorbei nach innen, spielte einen Doppelpass mit Julian Brandt und behielt frei vor Schwäbe die Nerven: das 0:2. Und es wäre fast noch schlimmer gekommen für die Geißböcke: Einen Abschluss vom eingewechselten Fabio Silva wehrte Schwäbe in der 66. Minute nach vorne ab. Beim Nachsetzen traf Özkacar zuerst den Ball und danach den Dortmunder Angreifer. Darum nahm Siebert den Strafstoß, den er zuerst gegeben hatte, zurück.

In der Folge flachte die Partie weiter ab. Dortmund ließ die Kölner laufen. Diese schafften es in Unterzahl wiederum nicht, Nadelstiche zu setzen, verteidigten aber mit großem Einsatz. Die Chancen blieben dennoch auf Seiten der Dortmunder, auch wenn die wirklichen Hochkaräter ausblieben. Felix Nmecha brachte die Kugel aus dem Rückraum nicht aufs Tor (75.). Silva wiederum bekam aus spitzem Winkel keinen Druck hinter den Ball, sodass Schwäbe diesen sicher aufnehmen konnte. Ebenfalls nicht genau genug zielte Bensebaini aus gut 14 Metern nach einer Ablage von Silva.

Kaminski mit dem Anschluss

Kurz vor Schluss kam dann aber doch nochmal Spannung auf. Eine Kölner Hereingabe konnten die Dortmunder nicht richtig klären, sodass Kaminski im Strafraum von links nach innen zog. Sein Abschluss schlug abgefälscht von Waldemar Anton zum 1:2 im kurzen Eck ein (88.). In der Nachspielzeit verpasste dann der eingewechselte Cenny Neumann eine scharfe Flanke von Marius Bülter knapp, setzte gegen Svensson aber auch sehr stark seinen Ellbogen ein. Kurz darauf konnte Kobel eine scharfe, flache Hereingabe von Linton Maina von der Grundlinie zur Ecke klären. In der Situation reklamierten die Kölner auch ein Handspiel von Yann Couto im Strafraum, das Siebert aber nicht pfiff – eine kontroverse Entscheidung. In der siebten Minute der Nachspielzeit wollten die Geißböcke nach einem Foulspiel im Sechzehner nach einem langen Freistoß erneut einen Elfmeter. Der von Sabitzer gefoulte Özkacar stand zuvor aber im Abseits.

Und so blieb es bei der Niederlage aus Kölner Sicht. Für die Geißböcke geht es in einer Woche direkt mit dem nächsten Topspiel am Samstagabend weiter. Um 18:30 Uhr (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) ist die Elf von Trainer Kwasniok beim Mitaufsteiger Hamburger SV zu Gast.


1.FC Köln: Schwäbe – Lund, Simpson-Pusey, van den Berg, Krauß (86. Heintz) – Martel, Johannesson (46. Özkacar), Kaminski – Niang (75. Maina), Ache (86. Bülter), El Mala (86. Neumann); Gelbe Karten: Bensebaini (45+5), Martel (86.); Rote Karte: Simpson-Pusey (44.); Tore: 0:1 Guirassy (16.), 0:2 Beier (60.); 1:2 Kaminski (88.)

Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund: Kaminski verkürzt nochmal

Ragnar Ache und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund: Kaminski verkürzt nochmal

Am Samstagabend empfängt der FC Borussia Dortmund. Dann steht für die Geißböcke das 25. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund.

Nach der 0:2- Niederlage gegen den FC Augsburg am vergangenen Wochenende wollen die Geißböcke im Heimspiel gegen die Mannschaft von Nico Kovac zeigen, was in ihnen steckt. Keine leichte Aufgabe für das Team von Lukas Kwasniok, denn die Bilanz spricht klar für den BVB.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund. Personell gibt es im Gegensatz zur vergangenen Woche guten Nachrichten für Coach Lukas Kwasniok. Mit Linton Maina und Alessio Castro-Montes kehren zwei Akteure zurück. Für letzteren sowie Youngster Said El Mala gab es vom Trainer bereits am Donnerstag einen Einsatzgarantie. Im Duell gegen den BVB fehlen den Geißböcken neben den Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian weiterhin Joel Schmied, Jan Thielmann, Denis Huseinbasic und Sebastian Sebulonsen.

Gegen Dortmund stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe. Dennoch blickt Lukas Kwasniok positiv in die Zukunft. „Wir fokussieren uns auf uns und wissen, dass das möglich ist“, so der Coach. „Wir sind in der Lage, zwei, drei, vier Spiele am Stück nicht zu verlieren. Das ist nicht einfach so dahergebabbelt, sondern ich sehe, wie die Jungs arbeiten. Und wenn ich dieses Gefühl irgendwann nicht mehr habe, glaubt mir, ich weiß, wo die Büros der Verantwortlichen sind.“ Das Ziel des Klassenerhalts sieht der Trainer nicht gefährdet. „Ich werde euch nicht damit plagen, dass die Mannschaft Grütze kickt und ich euch damit nerve. Solange ich diese Überzeugung habe, muss man sich keine Gedanken machen, denn die Mannschaft ist zu gut, um das Ziel am Ende nicht zu erreichen“, so Kwasniok.



Qualität vorn und hinten, gute Standards, Intensität und Gefahr in der Luft – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln im Duell mit dem BVB
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Qualität vorn und hinten, gute Standards, Intensität und Gefahr in der Luft – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund

Nach der 0:2-Niederlage beim FC Augsburg am vergangenen Freitag steht für den 1. FC Köln das nächste Top-Spiel auf dem Programm. Am Samstagabend empfängt das Team von Trainer Lukas Kwasniok den BVB. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund.

Der 1. FC Köln ist am 25. Spieltag gegen Dortmund gefordert. Nach vier Spielen ohne Sieg wollen die Kölner endlich wieder einen Dreier einfahren und erstmals gegen ein Team in einem Samstagabendspiel punkten.

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Form: Borussia Dortmund hat in den vergangenen Wochen gleich zwei bittere Niederlagen hingenommen. Nach sechs Siegen und zwei Unentschieden aus den ersten acht Ligaspielen im Jahr 2026 kassierte der BVB am vergangenen Wochenende die überhaupt erst zweite Pleite in der kompletten Saison. Gegen den FC Bayern München zeigten die Schwarzgelben eine gute Leistung, gaben sich am Ende dann jedoch knapp mit 2:3 geschlagen. Dennoch steht Dortmund aktuell mit 52 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz.

Stark in der Luft und bei Standards

Gute Offensive: Borussia Dortmund erzielte in dieser Saison bereits 51 Tore und damit die zweitmeisten der ganzen Liga. Nur der FC Bayern München ist mit 88 Treffern noch effektiver vor dem gegnerischen Kasten. Im Durchschnitt trifft der BVB ca. 2,1 Mal pro Partie.

Stabile Defensive: Mit lediglich 25 Gegentreffern kassierten die Schwarzgelben in dieser Saison hinter Bayern die zweitwenigsten Tore aller Bundesligisten. Gregor Kobel behielt dabei insgesamt elf Mal eine Weiße Weste und blieb damit als Torwart am häufigsten ohne Gegentor.

Stark in der Luft: Der BVB erzielte in dieser Spielzeit bereits zwölf Treffer per Kopf und damit so viele wie keine andere Mannschaft. Eine besondere Gefahr strahlen dabei Serhou Guirassy und Nico Schlotterbeck aus.

Gute Flanken und Standards: Das Team von Trainer Niko Kovač ist die beste Mannschaft nach Flanken und Ecken. Überdies erzielte Dortmund mit 17 Toren die zweitmeisten Treffer nach Standards. Insgesamt ein Drittel der BVB-Erfolgserlebnisse resultierten aus ruhenden Bällen.

Intensität: Dortmund absolvierte hinter der TSG Hoffenheim und Bayern München die drittmeisten intensiven Läufe. Insgesamt spulten die Schwarzgelben 17161 Läufe mit hoher Intensität ab.

Im Fokus

Julian Ryerson hat sich in diesem Jahr zum Stammspieler beim BVB entwickelt. Der Norweger, der im Januar 2023 für fünf Millionen Euro von Union Berlin nach Dortmund gewechselt war, sammelte in seinen ersten zweieinhalb Jahren für die Westfalen 13 Scorerpunkte. Diese Zahl übertrumpft Ryerson in der bisherigen Saison. In wettbewerbsübergreifend 32 Pflichtspielen gelangen dem 28-Jährigen ganze 14 Vorlagen. Davon stammen neun aus dem Jahr 2026. Neben der Qualität als Vorbereiter gibt Ryerson dem Dortmunder Spiel Intensität, Dynamik und Robustheit. Gegen den FC steht der ehemalige Unioner dem BVB nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung.

3-4-2-1-System

Formation: Niko Kovač lässt seine Mannschaft in einem 3-4-2-1-System auflaufen. Im Tor ist Gregor Kobel die klare Nummer eins. Vor dem Schweizer sind Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck gesetzt. Den dritten Platz in der Dreierkette machen Ramy Bensebaini, Luca Reggiani, Emre Can, Niklas Süle und Filippo Mane unter sich aus. Da Can, Süle und Mane aktuell jedoch verletzt sind, wird entweder Reggiani oder Bensebaini in der Abwehr beginnen. Auf der rechten Schiene hat Julian Ryerson im Duell mit Yan Couto die Nase vorn, während Daniel Svensson links ohne wirkliche Konkurrenz ist. Im Zentrum hat Felix Nmecha seinen Platz sicher.

Neben dem deutschen Nationalspieler wechseln sich meist Marcel Sabitzer und Jobe Bellingham ab. Hinter der Spitze, die vorwiegend Serhou Guirassy heißt, hat Kovač mit Julian Brandt, Karim Adeyemi, Carney Chukwuemeka und Maximilian Beier einige Optionen.

Mögliche Aufstellung Dortmund:
Kobel – Bensebaini, Anton, Schlotterbeck – Ryerson, Sabitzer, Nmecha, Svensson – Brandt, Adeyemi – Guirassy

Ausfälle Dortmund: Niko Kovač muss in Köln auf Emre Can (Kreuzbandriss), Filippo Mane (Muskelverletzung) und Niklas Süle (Oberschenkel-Verletzung) verzichten.


Der Faktor Zufall: Warum der 1. FC Köln gegen Dortmund nicht chancenlos ist

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Der Faktor Zufall: Warum der 1. FC Köln gegen Dortmund nicht chancenlos ist

Köln gegen Dortmund, Abstiegskampf gegen Champions-League-Ambitionen. Trotz Ergebniskrise glaubt FC-Trainer Lukas Kwasniok an seine Mannschaft. Denn im Fußball kann ein Faktor Spiele kippen, der den Geißböcken sogar in die Karten spielen könnte im Duell zwischen Dortmund und dem 1. FC Köln: Darum spielt der Zufall den Geißböcken in die Karten

„50 bis 60 Prozent“ – so hoch beziffert FC-Coach Lukas Kwasniok den Anteil, den er bei der Vorbereitung seiner Spieler für Spieltage hat. Welche Rolle spielt der Zufall für den 1. FC Köln und wie können die Kölner ihn sich zunutze machen?

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Der 1. FC Köln hat eine schwere Aufgabe vor der Brust. Am Samstag empfangen die Kölner den Tabellenzweiten Borussia Dortmund im RheinEnergieStadion. Und das inmitten einer Ergebniskrise der Domstädter, die im Rennen gegen den Abstieg auf jeden Punkt angewiesen sind. FC-Trainer Lukas Kwasniok teilte am Donnerstag auf der Pressekonferenz vorab mit, weshalb er trotz der brenzligen Ausgangssituation einen kühlen Kopf bewahrt: „Wir versuchen, den Jungs einen ordentlichen Plan mit auf den Weg zu geben. Die Nächte rund um das Spiel sind grundsätzlich relativ kurz. Aber ich habe eins gelernt: Du bist für alles verantwortlich und kannst nur etwa 50 bis 60 Prozent beeinflussen. Das ist einfach so.“ Überlässt Kwasniok das Schicksal seiner Mannschaft demnach einfach ohne weiteres dem Zufall? Keineswegs. Denn letzterer spielt im Fußball nachweislich eine schwerwiegende Rolle und in mancher Hinsicht könnte er dem 1. FC Köln sogar in die Karten spielen.

Underdog 1. FC Köln: So können Sie sich den Zufall zunutze machen

Ein wesentlicher Grund für die große Rolle des Zufalls im Fußball ist, dass es sich um eine sogenannte Low-Scoring-Sportart, also eine Sportart mit vergleichsweise wenigen Treffern, handelt. Da in der Bundesliga im Durchschnitt nur etwa drei Tore pro Spiel fallen, haben Außenseiter deutlich bessere Chancen als in vielen anderen Sportarten, ein Spiel offen zu gestalten oder sogar Punkte zu holen – trotz eigentlich schlechterer Voraussetzungen. Wie eng die Spiele häufig sind, zeigen die Ergebnisse einer Untersuchung der Deutschen Sporthochschule Köln zur englischen Premier League im Zeitraum von 2012 bis 2019: Von insgesamt 2 451 ausgewerteten Partien endeten mehr als 60 Prozent unentschieden oder mit nur einem Tor Unterschied. Bei nahezu jedem zweiten Tor (46 %) spielten Zufallseinflüsse eine Rolle.

Besonders ausgeprägt war dieser Effekt bei schwächeren Mannschaften sowie bei einem unentschiedenen Zwischenstand, also in Spielsituationen, in denen einzelne Ereignisse stärker ins Gewicht fallen. Gleichzeitig zeigte die Analyse, dass der Zufall seltener eine große Rolle spielte, wenn Tore aus dem offenen Spiel oder durch Elfmeter erzielt wurden. Treffer nach Standardsituationen wie Freistößen oder Ecken waren dagegen stärker von unvorhersehbaren Faktoren geprägt. Eine Möglichkeit für Mannschaften, die auf dem Papier unterlegen sind, den Zufall auf ihre Seite zu ziehen, sind ruhende Bälle, also Standardsituationen. Während es den Geißböcken bislang beeindruckend konsequent gelingt, Gegentreffer nach Standards zu verhindern, tun sie sich weiterhin schwer, daraus offensiv Kapital zu schlagen.

Mit nur einem Treffer nach einem ruhenden Ball gehören sie zu den harmlosesten Teams der Liga. Auch nach Ecken warten die Kölner bislang noch auf ein Tor. Mit durchschnittlich nur vier Ecken pro Spiel erhält die Mannschaft von Lukas Kwasniok allerdings auch vergleichsweise wenige Gelegenheiten. Gleichzeitig muss sie im Schnitt etwa sechs gegnerische Ecken pro Partie verteidigen, und das gelingt den Domstädtern nach dem Jahreswechsel so gut wie keiner anderen Mannschaft in der Liga.

Warum Köln gegen Dortmund an seine Chance glaubt

Am Samstagabend gilt es für die Kölner, das Schicksal herauszufordern und den deutlichen Vorzeichen der Partie ein Schnippchen zu schlagen. Wer weiß, vielleicht gelingt den Geißböcken gegen die Schwarzgelben ja der Coup (Samstag, 18:30 Uhr, Liveticker auf come-on-fc.com). Sicher ist: Trainer Lukas Kwasniok glaubt an seine Mannschaft.

„Wir fokussieren uns auf uns und wissen, dass das möglich ist“, so der 44-Jährige. „Wir sind in der Lage, zwei, drei, vier Spiele am Stück nicht zu verlieren. Das ist nicht einfach so dahergebabbelt, sondern ich sehe, wie die Jungs arbeiten. Und wenn ich dieses Gefühl irgendwann nicht mehr habe, glaubt mir, ich weiß, wo die Büros der Verantwortlichen sind. Ich werde euch nicht damit plagen, dass die Mannschaft Grütze kickt und ich euch damit nerve. Solange ich diese Überzeugung habe, muss man sich keine Gedanken machen, denn die Mannschaft ist zu gut, um das Ziel am Ende nicht zu erreichen“, so Kwasniok weiter.

Am Samstagabend wird sich zeigen, ob seine Überzeugung auch gegen Niko Kovačs Dortmunder Bestand hat – und vor allem, ob die Geißböcke diesmal das Glück auf ihrer Seite haben.


Schwache Ausbeute gegen Top-Teams: Immerhin steht der 1. FC Köln im Vergleich gar nicht so schlecht da

Said El Mala im Duell des 1. FC Köln gegen den BVB
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Schwache Ausbeute gegen Top-Teams: Immerhin steht der 1. FC Köln im Vergleich gar nicht so schlecht da

Zuletzt feierten der FC St. Pauli und Union Berlin überraschend Siege gegen Champions-League-Anwärter, der FC offenbart dagegen Probleme. Vier Zähler holten die Geißböcke gegen Mannschaften aus der Top-6. Der 1. FC Köln hat Schwierigkeiten gegen die Top-Teams. Doch das Problem haben andere Abstiegskandidaten auch.

Im Podcast von Radio Köln sprach Tom Krauß die schwache Leistung gegen Augsburg an und verwies darauf, dass die Konkurrenz eben nicht schlafe und nun punkte. Und das zuletzt sogar gegen die Favoriten. Das fällt dem FC bislang schwer. Die Bilanz ist nicht gut, sie ist aber im Vergleich zur direkten Konkurrenz dann vielleicht doch nicht so schlimm wie befürchtet.

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Als der 1. FC Köln vor seinem letzten Topspiel an einem Samstagabend stand, da hatte Lukas Kwasniok überraschende Worte parat. Der Kölner Trainer gratulierte dem damals kommenden Gegner bereits zum Erfolg, da war die Kugel noch nicht einmal auf den Platz gelegt. Zu vernichtend ist die Samstagabend-Bilanz in dieser Spielzeit für die Geißböcke. Sechs Topspiele, sechs Niederlagen, dazu noch eine Partie am ungeliebten Karnevalssamstag und gegen eine Mannschaft aus der Top-6. Es brauchte keine besonders hellseherischen Fähigkeiten, um zu erahnen, dass die Glückwünsche – dem Galgenhumor zum Trotz – durchaus ihre Berechtigung hatten. Tatsächlich setzte sich der VfB Stuttgart dann bekanntlich auch nicht unverdient gegen die Kölner durch.

Einige Teams erst mit einem Punkt

Nun steht mit dem BVB das nächste Topspiel gegen eine Mannschaft aus der Top-6 an und Kwasniok könnte zumindest aufgrund der genannten Bilanzen die nächsten Glückwünsche verfassen. Die Bilanz gegen die Mannschaften, die sich Hoffnungen auf die Königsklasse machen, ist in der Tat mau. Vier Punkte gab es bislang in neun Begegnung – diese Zähler alle gegen Hoffenheim. Und da zuletzt der ein oder andere direkte Konkurrent eben die vermeintlichen Großen überraschte, wurden die Forderungen nach einem Erfolg gegen die Favoriten lauter. Dabei ist der FC im Kampf gegen die Topteams wahrlich nicht die schlechteste Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte. Die Kellerkinder Bremen, Heidenheim und Wolfsburg holten in ihren Begegnungen gegen die ersten Sechs der Liga jeweils nur einen Punkt.

Auch die Borussia liegt mit drei Zählern aus acht Spielen hinter dem FC. Allerdings hört es dann auch schon wieder auf. Der Hamburger SV hat nach dem Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen fünf Zähler in geholt, die Mannschaft der Stunde aus Augsburg sechs. Am besten kommt Union Berlin mit den Teams aus dem oberen Tabellendrittel zurecht. Die Mannschaft von Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart sammelte schon elf Punkte gegen die Teams von oben ein. Der FC hat am Samstagabend gegen Dortmund also die Chance, diese Bilanz ein wenig aufzupolieren. Allerdings wird das bekanntlich nicht leicht. Selbst, wenn Lukas Kwasniok die Vision hat, den Negativtrend der Samstagabendspiele ausgerechnet gegen den BVB zu brechen.

Vielmehr geht es für die Kölner in der näheren Zukunft dann darum, die Duelle gegen die direkte Konkurrenz zu gewinnen. Und da ist die Bilanz auch nicht die beste. Gegen Bremen, Union Berlin, St. Pauli, Heidenheim und Gladbach gab es jedenfalls keinen Sieg.


Die Vision des Gewinnens beim 1. FC Köln – So will Lukas Kwasniok den BVB knacken

Said El Mala im Hinspiel gegen Dortmund
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Die Vision des Gewinnens beim 1. FC Köln – So will Lukas Kwasniok den BVB knacken

Der FC befindet sich nach vier sieglosen Spielen in Serie im Krisenmodus. Ausgerechnet jetzt kommt eine der besten Mannschaften der Liga. Doch Lukas Kwasniok sieht durchaus seine Chance. So will der 1. FC Köln gegen den BVB punkten.

Im Hinspiel im Oktober vergangenen Jahres haben die Geißböcke bewiesen, dass sie gegen den BVB durchaus nicht chancenlos sind. Gereicht hat es am Ende nicht. Das soll sich im Rückspiel nun ändern.

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Nach dem 0:2 gegen den FC Augsburg am vergangenen Freitag gab Lukas Kwasniok eine fast schon wild erscheinende Prognose ab. Der Trainer kündigte an, die Negativserie der verlorenen Topspiele ausgerechnet gegen Borussia Dortmund durchbrechen zu wollen. Ausgerechnet, weil der BVB trotz der jüngsten beiden Niederlagen gegen Atalanta Bergamo und Bayern München eine durchweg hervorragende Saison spielt. In der Liga kassierten die Westfalen genau zwei Niederlagen – beide gegen den FCB, belegen einen sehr guten zweiten Tabellenplatz und das auch mit sechs Zählern Vorsprung. Zwar kam das Aus in der Champions League früher als erwartet, doch die Mannschaft von Niko Kovac befindet sich immerhin auf direktem Weg in die Königsklasse der kommenden Saison.

„Wir können das“

Die Aufgabe wird also nicht leicht. Und doch scheint der Kölner Trainer seine doch mutige Aussage nicht nur aufgrund der Emotionalität nach dem 0:2 bei den Fuggerstädtern getroffen zu haben. „Es ist immer ein erstes Mal. Irgendwann sprichst du dein erstes Wort, fährst das erste Mal mit dem Rad in die Schule. Wir haben in dieser Saison noch kein Spiel am Samstagabend gewonnen“, sagte Kwasniok. „Und dann wird es irgendwann auch einfach Zeit. Es ist ja nicht so, dass wir uns aufs Fahrrad setzen, obwohl wir es gar nicht können. Wir können das.“ Der 44-Jährige betonte, dass man sich nicht nur von Ergebnissen würde leiten lassen. Das Füreinander in der Mannschaft geben dem Coach das Gefühl, das nächste Spiel gewinnen zu können.

Davon war nur beim letzten Auftritt recht wenig zu sehen. Und so sind die Zweifel des ein oder anderen Fans durchaus verständlich. Kwasniok erklärte, dass gegen den FCA die Überzeugung gefehlt habe, für einen Sieg viel zu machen. Das soll gegen die Borussia anders aussehen. Als Beispiel wie es klappen kann, dient das Hinspiel. Der FC spielte wie so oft gegen ein Topteam der Liga munter mit, hatte sogar selbst die Chance in Führung zu gehen und musste durch ein sehr spätes Gegentor dann doch die Pleite hinnehmen. Viel schlimmer war aber die schwere Verletzung von Timo Hübers. „In diesem Spiel haben wir unseren wichtigsten Spieler in der Abwehr verloren“, erklärte Kwasniok. „Wir haben dort 20 Minuten mit zehn gegen elf leidenschaftlich verteidigt, aber die Ecke in der 97. Minute konnten wir dann nicht mehr verteidigen.“

Jungs haben eine „Vision“

Gerade durch den Ausfall sei das Konstrukt in der Defensive ein wenig anfälliger gewesen. „Ich glaube, dass wir mit der Rückkehr von einigen Spielern nach und nach genau diese Stabilität auch wieder reinbekommen, ohne an offensiver Gefährlichkeit zu verlieren“, so Kwasniok. Für das Spiel am Samstagabend kehren Alessio Castro-Montes und Linton Maina wieder in den Kader zurück. Ersterer wird auch beginnen, erhielt eine Startelf-Garantie. Ansonsten fehlen die Langzeitverletzten, dazu Joel Schmied, Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Denis Huseinbasic. Kwasniok glaubt, „dass die Dortmunder nach wie vor ähnlich oder gleich spielen in der gleichen Herangehensweise, mit der gleichen Überzeugung, es sind die gleichen Abläufe, nur, dass sich halt jetzt noch mal perfektioniert haben in der Zwischenzeit.“

Der 44-Jährige weiß um die Qualität der Schwarzgelben. „Ja, die Dortmunder sind sehr sehr schwer zu bespielen. Weil sie unglaublich diszipliniert sind. Sie haben eine große körperliche Wucht und sind einfach bereit, Spiele dann 1:0 zu gewinnen“, erklärte der Trainer. Das aber nicht, ohne nicht auf die eigene Chance hinzuweisen. Der Trainer spürte diese „Woche wieder im Training zu 100 Prozent, dass die Jungs daran glauben, dass sie diese Vision haben tatsächlich nicht nur diese Samstagabend Fluch zu brechen, sondern auch eine große Mannschaft zu schlagen und den BVB sozusagen bis auf die Bayern die erste Niederlage zuzuführen.“ Dafür muss aber eine fast 180-Grad-Wende zum Spiel gegen den FCA gelingen.  


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Das sagt Lukas Kwasniok zur aufkeimenden Kritik: „Wir haben nie über die nächsten drei Spiele gesprochen“

Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz des 1. FC Köln
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Das sagt Lukas Kwasniok zur aufkeimenden Kritik: „Wir haben nie über die nächsten drei Spiele gesprochen“

Nach der Niederlage gegen den FC Augsburg wurde der Ton rauer am Geißbockheim, die Kritik am Trainer wuchs. Unter anderem war von einem Ultimatum die Rede. Nun äußerte sich der Coach des 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zur Trainerdiskussion.

Die Kritik am Trainer nahm nach der 0:2-Niederlage gegen den FC Augsburg in den Sozialen Medien noch einmal zu. Unter anderem wurde über ein Ultimatum spekuliert, dass der Coach von Thomas Kessler erhalten haben soll. Auch dazu äußerte sich der Trainer am Donnerstag auf der obligatorischen Pressekonferenz.

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Lukas Kwasniok erlebt gerade stürmische Zeiten beim FC. Nach der 0:2-Niederlage gegen den FC Augsburg und einer mäßigen Leistung sind die Geißböcke auf Rang 13 abgerutscht. Der Relegationsplatz ist nur noch zwei Punkte entfernt. Kein Wunder also, dass die Diskussionen um den Trainer dann noch einmal zugenommen haben. „Wir gehen auf den Platz, um nach Möglichkeit Spiele zu gewinnen. Und wenn dir das eine Zeit lange nicht gelingt, dann kommen andere Themen auf. Das ist nichts Außergewöhnliches“, sagte der Trainer. „Mein Auftrag ist es, dauerhaft gut mit den Jungs zu arbeiten und den Glauben zu haben, die Situation verändern zu können.“ Der Coach nannte auch einige Beispiele von Clubs, die zuletzt den Turnaround geschafft haben.  

„Man entwickelt schon ein Gefühl dafür“

„Wir sind in der Lage, drei, vier Spiele in Folge nicht zu verlieren“, sagte Kwasniok. „Ich werde euch nicht damit plagen, dass die Mannschaft eine Grütze zusammenkickt.“ Dabei war die Begegnung gegen Augsburg alles andere als eine ordentliche Leistung. Das weiß auch der 44-Jährige. „Nach Augsburg war es so, dass ich das Gefühl hatte, dass wir gehofft haben, dass die Augsburger einen Fehler machen“, so der Coach weiter. Den Gefallen tat der FCA dem FC nicht. Im Gegenteil. Die entscheidenden Fehler machte der FC. „Ich habe darauf hingewiesen, dass wir keine Tretertruppe sind. Wir haben aber auch keine Angriffe clever unterbunden“, sagte der Coach. Tatsächlich ließ der schwache Auftritt in Augsburg die Kritik an Kwasniok noch einmal wachsen.

„Man entwickelt schon ein Gefühl für so eine Situation. Das ist aber in Paderborn oder Jena nicht anders, wenn du die Spiele nicht gewinnst. Mir geht es aber einzig um die Arbeit mit der Mannschaft“, sagte der Trainer und erklärte, man könne sich gerne mit seiner Person aufhalten, wenn das gleichzeitig bedeute, dass seine Spieler weiter fokussiert arbeiten könnten. Unter der Woche wurde dann über ein mögliches Ultimatum spekuliert. Demnach habe Kwasniok drei Spiele um vier Punkte zu holen. „Wir haben noch nie über die nächsten drei Spiele gesprochen, seitdem ich da bin. Wir sprechen immer nur über das nächste“, sagte der Coach. Und das nächste Spiel ist das Duell gegen den BVB am Samstagabend. Ein Sieg käme wohl einer Überraschung gleich. Er würde aber ein wenig die Wogen glätten.


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