Auf Schmitz-Patzer folgt Zellers Joker-Tor: Frauen des 1. FC Köln jubeln zum Heim-Abschied spät gegen den HSV

Die Spielerinnen des 1. FC Köln vor dem Duell gegen Leipzig
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Auf Schmitz-Patzer folgt Zellers Joker-Tor: Frauen des 1. FC Köln jubeln zum Heim-Abschied spät gegen den HSV

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben auch das zweite Heimspiel innerhalb von sieben Tagen gegen einen Gegner aus dem Norden gewonnen: Auf das 3:0 gegen Werder Bremen folgte ein 2:1 (1:0) gegen den HSV: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen den Hamburger SV.

Dora Zeller erzielte spät in der Nachspielzeit den verdienten und umjubelten Siegtreffer für den FC. Zuvor hatte Lisa Schmitz mit einem Patzer den Ausgleich für den HSV ermöglicht.

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Kölns Trainerin Britta Carlson schickte dieselbe Startelf aufs Feld, die sieben Tage zuvor in Müngersdorf einen Gala-Auftritt gegen Bremen (3:0) hinlegte. Die Gäste aus dem Norden wurden bereits am Freitagabend auf dem Hotel-Sofa in Köln den größten Druck im Kampf um den Klassenerhalt los. Da die auf dem ersten Abstiegsplatz stehende SGS Essen beim 1. FC Nürnberg mit 0:3 verlor, wäre der am rettenden Ufer stehende HSV mit mindestens drei Punkten Vorsprung und dem deutlich besseren Torverhältnis in den letzten Spieltag gegangen. Der Ligaverbleib war damit für den Aufsteiger schon vor dem Anpfiff nahezu greifbar.

Köln die spielbestimmende Mannschaft

Die Kölnerinnen versuchten dem Spiel von Anfang an den Stempel aufzudrücken, kamen dabei allerdings zunächst zu keinen gefährlichen Aktionen rund um den Hamburger Strafraum. Die Gäste wiederum spielten forsch mit, holten einer Vielzahl ruhender Bälle im Angriffsdrittel heraus, aus denen sie aber kein Kapital schlagen konnten. Ein flacher Distanzschuss von Anna-Lena Stolze vom Sechzehner genau in die Arme von Hamburgs Torfrau Lea Paulick war die beste Offensiv-Aktion der Anfangsphase (18.). Kurz danach hätte Lydia Andrade jedoch zwingend die Kölner Führung erzielen müssen. Eine Hamburgerin rutschte im Mittelkreis im Zweikampf mit Andrade aus und die Kölner Stürmerin konnte unbedrängt aufs HSV-Tor zulaufen. Der Schweizerin versagten aber offenbar die Nerven, sodass ihr Flach-Schuss genau in den Beinen von Paulick landete (23.).

Die Kölnerinnen waren mittlerweile die spielbestimmende Mannschaft – und Andrade machte ihren Aussetzer kurz danach wett. Laura Vogt köpfte in den Lauf von Stolze, die den Ball an Hamburgs Torfrau vorbeilegte, Andrade drückte ihn mühelos über die Linie zum 1:0 (30.). Die Kölner Überlegenheit war auch nach der Halbzeit sichtbar, allerdings entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit vielen Unterbrechungen und gelben Karten auf beiden Seiten. Den 1895 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion boten sich derweil kaum gefährliche Aktionen in den beiden Strafräumen.

Spätes Tor verhilft zum Dreier

Pauline Bremer ließ das eigentlich sichere 2:0 liegen, als sie – analog zu Andrade in der ersten Hälfte – frei aufs Tor zulief, aber ebenfalls mit ihrem Schuss an Paulick scheiterte und auch bei den Nachsetzern an der Hamburger Keeperin hängenblieb (67.). Und das Pech blieb der Stürmerin treu: Nach Zuspiel von Laura Vogt flog Bremers Schuss knapp am Hamburger Tor vorbei (74.). Die Gäste wurden in der Schlussphase bissiger, was sich nicht nur in einem Platzverweis eines Hamburger Betreuers auf der Ersatzbank widerspiegelte (78.). Ein Patzer von Lisa Schmitz bescherte dem HSV schließlich den Ausgleich. Kölns Torfrau segelte unter einem Freistoß von Mia Büchele aus dem Mittelfeld durch und Annaleen Böhler köpfte mühelos zum 1:1 am langen Pfosten ein (83.).

Als alles nach einer Punkteteilung und dem damit verbundenen sicheren Klassenerhalt des HSV aussah, schlug der FC nochmals zu. Pauline Bremer setzte sich auf dem linken Flügel durch und legte die Kugel ins Zentrum. Die eingewechselte Dora Zeller traf aus der Drehung mit Wucht in den Winkel zum 2:1 (90.+7). Über die gesamte Spieldauer war der Heimsieg für die Gastgeberinnen komplett verdient. Nach dem Schlusspfiff wurde es besonders emotional, als mit Adriana Achcinska, Sara Agrez, Sylwia Matysik, Aurora Mikalsen und Martyna Wiankowska fünf Spielerinnen vom Vizepräsidenten Ulf Sobek und Nicole Bender-Rummler, Direktorin Frauen- und Mädchenfußball, verabschiedet wurden.

Die Saison endet für die FC-Frauen nächste Woche Sonntag (14 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim als Absteiger feststehenden Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena.

1. FC Köln: Schmitz – Imping (66. Wiankowska), Degen, Hegering, Agrez (90. Hasenauer), Jessen – Vogt, Bohnen – Bremer, Andrade (75. Zeller), Stolze (46. Achcinska). Tore: 1:0 Andrade (30.), 1:1 Böhler (83.), 2:1 Zeller (90.+7). Zuschauer: 1895.

Ein Jahr vorm Vertragsende beim 1. FC Köln: Quo vadis, Luca Waldschmidt?

Luca Waldschmidt im Kölner Stadion
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Ein Jahr vorm Vertragsende beim 1. FC Köln: Quo vadis, Luca Waldschmidt?

Luca Waldschmidt kommt beim 1. FC Köln auch in der laufenden Bundesligasaison nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Trotz eines laufenden Vertrages bis Sommer 2027 könnten sich die Wege nun ein Jahr vor Vertragsende trennen, sollten Spieler und Club eine Lösung finden, die für beide Parteien passt. Argumente gibt es sowohl für als auch gegen einen Verbleib beim 1. FC Köln: Wohin geht die Reise für Luca Waldschmidt?

Zuletzt präsentierte sich Luca Waldschmidt beim FC in starker Verfassung. Zwei Tore, ein Assists in drei Spielen sind zumindest eine gute Ausbeute. Doch es bleibt Skepsis, ob der 29-Jährige die Leistung weiterbringt. Zu oft fehlte dem ehemaligen Nationalspieler die nötige Konstanz. Und so stellt sich durchaus die Frage, wohin die Reise von Luca Waldschmidt im Sommer geht.

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Luca Waldschmidt ist auch zwei Jahre nach seinem fixen Wechsel vom VfL Wolfsburg zum 1. FC Köln weiterhin kein unumstrittener Stammspieler, sondern muss sich zu großen Teilen mit der Rolle des Einwechselspielers zufrieden geben. Umso beachtlicher lesen sich die Zahlen des offensiv-Allrounders: mit fünf Toren und vier Vorlagen in 23 Ligaspielen ist der bald 30-Jährige nach den Stammspielern Said El Mala, Jakob Kaminski und Ragnar Ache der viertbeste Scorer im Team von René Wagner. Im Vergleich zu den genannten FC-Profis stand Waldschmidt allerdings nur sieben Mal in der Anfangsformation, eine doch sehr effiziente Quote für den Angreifer. Nach dem so gut wie sicheren Klassenerhalt des Aufsteigers aus Köln stellt sich nun dennoch die Frage nach der Zukunft des Spielers, der vertraglich noch bis zum Ende der kommenden Saison an den FC gebunden ist.

Vertrag bis 2027

„Luca hat einen Vertrag bis 2027, daher stellt sich die Frage für mich nicht“, sagte FC-Sportdirektor Thomas Kessler am Donnerstag. Grundsätzlich betonte der Geschäftsführer aber auch, dass der ein oder andere Spieler vielleicht nicht die Einsatzzeiten erhält, die er sich vorstelle. Und dann wiederum könne es auch Wechselabsichten geben. Auch Waldschmidt, der laut Kumpel und Ex-FC-Profi Christian Clemens hart arbeite, aber mit seiner Situation nicht komplett zufrieden sei. Der Spieler, der sich in Köln sichtlich wohl fühlt, hält sich bezüglich seiner Zukunft aktuell noch bedeckt, Argumente gibt es sowohl für einen Verkauf als auch für einen Verbleib am Rhein.

Neben seiner guten Quote ist Waldschmidt auf vielen offensiven Position einsetzbar, kann sowohl auf beiden Flügeln als auch hinter der Spitze oder in
vorderster Front auflaufen. Dazu ist er ein wichtiger Bestandteil der Kabine, kennt den Verein und das Umfeld mittlerweile sehr gut. Auch wenn er mit seinen Einsatzzeiten nicht zufrieden ist und eine Änderung dieser wohl nicht in Sicht ist, hat er sich stets in den Dienst der Mannschaft gestellt und zuletzt auch wichtige Tore erzielt wie beispielsweise den Ausgleichstreffer per Elfmeter gegen Konkurrent FC St. Pauli.

Marktgerechte Ablöse nur noch diesen Sommer

Dem gegenüber steht die Tatsache, dass man nur noch in diesem Sommer möglicherweise eine adäquate Ablöse für ihn generieren könnte. Sollte sich eine interessante Option für ihn und den 1. FC Köln ergeben, wird man sich sicher zusammensetzen. Denn unter dem Strich hat Waldschmidt es in
drei Jahren nicht geschafft, sich unter oder gerade trotz mehrerer Trainer in Köln durchzusetzen und als fester Stammspieler zu etablieren. Sollte der Spieler selbst seinen Vertrag erfüllen wollen und sich auch weiterhin unabhängig von seinen Einsatzzeiten zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft stellen, so hat der FC mit ihm auch in der kommenden Spielzeit einen ungemein flexiblen und effizienten Allrounder für die Offensive in seinen Reihen. Zudem kann Waldschmidt auch in engen Spielen aufgrund seiner Erfahrung und seiner Qualität als sicherer Elfmeterschütze sehr wertvoll sein.

Entscheidung am Samstag? So hält der 1. FC Köln heute die Klasse

Jubel des 1. FC Köln nach dem Duell gegen St. Pauli
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Entscheidung am Samstag? So hält der 1. FC Köln heute die Klasse

Zwar greifen die Geißböcke erst am Sonntag in den 33. Spieltag ein, doch die Entscheidung über die kommende Saison könnte bereits vorher fallen. So hält der 1. FC Köln bereits am Samstag die Klasse.

Der Klassenerhalt der Geißböcke ist so gut wie sicher. Nur noch in einer sehr weit entfernten Theorie könnte es noch einmal eng werden. Bereits am Samstag könnte die Entscheidung gefallen sein.

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Auf große Rechenspiele hatten am Freitag weder René Wagner noch Frank Schmidt große Lust. Die beiden Trainer treffen am Sonntag bekanntlich mit ihren Mannschaften im direkten Duell aufeinander. Während die Kölner nur noch in einer ganz fernen Theorie absteigen können, geht es für das Tabellenschlusslicht ums nackte Überleben. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass sich für eine der beiden Mannschaften am Samstagabend das Fragezeichen in ein Ausrufezeichen verwandelt hat. Sollten St. Pauli und Wolfsburg punkten, steht Heidenheim als Absteiger so gut wie fest. Der Grund: Aktuell hat Heidenheim drei Punkte Rückstand auf die beiden Kontrahenten. Spielen die direkten Gegner in ihren Begegnungen unentschieden, kann der FCH mit einem Sieg bis auf einen Zähler an die Mannschaften heranrücken. Da sich die Kiezkicker und die Wölfe aber am letzten Spieltag direkt gegenüber stehen, könnte Heidenheim in dem Fall nur noch ein Remis der beiden Teams retten.

Schwere Aufgaben für St. Pauli und Wolfsburg

Beim FC verhält es sich im Grunde genau anders herum. Gewinnen Wolfsburg und St. Pauli nicht, ist der Klassenerhalt schon vor der Partie gegen Heidenheim auch rechnerisch sicher. Dabei ist die zweite Variante zumindest auf dem Papier die deutlich wahrscheinlichere. Denn St. Pauli ist zu Gast bei RB Leipzig. Gegen die Sachsen haben die Nordlichter erstaunlich oft gut ausgesehen. Allerdings haben die Hamburger die letzten acht Spiele nicht mehr gewonnen. Die Form zeigt ganz klar Richtung 2. Bundesliga, dabei schlitterte das Team von Alexander Blessin oft an einem Sieg vorbei, wie im Duell gegen die Geißböcke. Ein Sieg gegen RB wäre dennoch überraschend. Zumal Leipzig den Champions-League-Platz nach unten absichern will. Die Sachsen sind im eigenen Stadion zudem seit Januar ungeschlagen. Der VfL Wolfsburg spielt zu Hause gegen den FC Bayern München. Die Erinnerung an die 1:8-Pleite aus dem Hinspiel wird noch tief sitzen.

Überhaupt liegt der letzte Sieg der Wölfe gegen die Bayern mehr als zehn Jahre zurück. Und der Rekordmeister wird wohl eine Reaktion nach dem bitteren Aus in der Champions League zeigen wollen. Für den FC ist die Rechnung ganz einfach. St. Pauli und Wolfsburg haben nur dann überhaupt die Chance, den FC noch zu erreichen, wenn sie ihre Partien gewinnen. Erst dann müsste der FC am Sonntag einen Punkt einfahren, um den Klassenerhalt auch zu 100 Prozent einzutüten. „Wir wollen das Spiel gewinnen und dann ist es fix“, sagte René Wagner am Freitag. Spätestens dann braucht es ohnehin keine großen Rechenspiele mehr.

Erst „dagegenhalten“, dann die Feierlichkeiten: So will der 1. FC Köln gegen Heidenheim punkten

Tom Krauß im Hinspiel der Kölner gegen Heidenheim
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Erst „dagegenhalten“, dann die Feierlichkeiten: So will der 1. FC Köln gegen Heidenheim punkten

Zum letzten Mal wird das Kölner Stadion am Sonntag in dieser Saison Schauplatz für ein Duell der Geißböcke. Zwar ist der Klassenerhalt so gut wie sicher, doch viel Zeit für Experimente oder Sentimentalitäten gibt es für den Trainer nicht. So will der 1. FC Köln gegen Heidenheim punkten.

Am Sonntagnachmittag trägt der FC sein letztes Heimspiel der Saison aus. Gegen den 1. FC Heidenheim soll auch der letzte kleine Zweifel im Kampf um den Klassenerhalt beseitigt werden. René Wagner erwartet eine schwere Aufgabe.

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Wie hoch die sportliche Relevanz im Duell gegen den 1. FC Heidenheim für die Geißböcke am Sonntagnachmittag sein wird, entscheidet sich im Laufe des Samstags. Sollten St. Pauli und der VfL Wolfsburg ihre Begegnungen nicht gewinnen, steht der FC als Bundesligist fest, bevor der Ball gegen den FCH überhaupt rollt. Ohnehin ist die Wahrscheinlichkeit auf den Abstieg nach dem 32. Spieltag wohl auf eine kaum messbare Variabel gefallen. Köln wird auch in der kommenden Spielzeit Bundesliga spielen, daran führt nur noch ein sehr sehr enger Weg vorbei. „Wir wollen das Spiel gewinnen und dann ist es fix“, sagte René Wagner am Freitag, wohlwissend, dass natürlich auch ein Zähler ganz sicher reichen würde. „Es kann auch vorher schon vorbei sein. Und dann gilt es, gerade, wenn es vorher schon rechnerisch durch sein sollte, den gleichen Fokus an den Tag zu legen, wie wenn es nicht so wäre.“

„Wir rechnen nicht“

Wagner habe daher auch unter der Woche versucht, dass es bei seinem Team nicht zu einem „Spannungsabfall“ komme. „Wir haben eine Aufgabe zu erledigen gegen Heidenheim und nur darauf konzentrieren wir uns.“ Die Anspannung ist dagegen in Heidenheim doch deutlich höher. Denn für das Tabellenschlusslicht geht es noch um reichlich. Das Team von der Ostalb hat zwei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Mit einem Sieg wären die Gegner plötzlich wieder mitten in der Verlosung. Allerdings wohl nur mit einem Sieg. Sollte der Tabellenletzte Unentschieden spielen und im Heidenheimer Idealfall Pauli und Wolfsburg verlieren, betrüge der Rückstand zwar nur noch zwei Zähler auf die beiden Kontrahenten. Doch die treffen wiederum am letzten Spieltag aufeinander. Nur bei einem Unentschieden käme es zu einer Pattsituation, bei der der FCH stand jetzt die schlechtesten Karten hätte.

Viel Konjunktiv, den der FCH unbedingt umgehen will. „Wir rechnen nicht und rechnen uns auch nichts schön. Wir haben einen Auftrag. Wir müssen ein Spiel gewinnen, das ist das einzige, was wir beeinflussen können“, sagte FCH-Coach Frank Schmidt. „Wenn es am Ende des Tages die Geschichte ist, dass wir es schaffen, dieses Spiel zu gewinnen und eine Konstellation am letzten Spieltag haben, wo alles möglich ist – da hätten wir richtig Bock drauf.“ Die Stimmung wollen die Kölner möglichst früh im Keim ersticken, doch Wagner warnt vor dem Gegner. „Es wird ein brutal schweres Spiel. Man muss sich ja nur mal die Leistungen und Ergebnisse der letzten Spiele anschauen“, erklärte der Kölner Coach. „Da kommt eine Mannschaft auf uns zu, für die es um alles geht. Da müssen wir gegenhalten.“

Eine Niederlage in sechs Spielen

Tatsächlich ist die Bilanz der jüngeren Vergangenheit in Heidenheim eine spannende. Von den vergangenen sechs Begegnungen verlor das Team von der Ostalb eins – und das nicht etwa gegen Gegner wie Leverkusen oder die Bayern. Gerade gegen den Rekordmeister deutete zuletzt viel auf die ganz große Überraschung. Erst in der Nachspielzeit kassierte das Tabellenschlusslicht den ganz bitteren und unglücklichen Ausgleich. Es wäre der erste Sieg eines Tabellenschlusslichts gegen einen Tabellenführer seit mehr als 60 Jahren gewesen. Wäre, denn der FCB glich spät aus. Dennoch ein Punkt für das Selbstvertrauen. „Die werden volles Brett draufgehen.“ Personell hat sich die Situation verbessert. Rav van den Berg ist nach seinen muskulären Problemen wieder dabei. Ansonsten fallen nur Ragnar Ache, die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian sowie der gesperrte Eric Martel aus.

Eine Startelfgarantie sprach Wagner „nur“ Tom Krauß aus, der für Martel starten wird. Doch es wird auch Kaderplätze für die zuletzt nicht mehr berücksichtigten Florian Kainz und Dominique Heintz geben. Beide haben somit die Chance, noch ein letztes Mal den Geißbock im Kölner Stadion zu tragen. Beide werden – genauso wie Luca Kilian – nach dem Spiel verabschiedet. Allerdings stellte Wagner auch klar, dass es nur zu einem Einsatz kommen würde, wenn es der Spielverlauf zulässt. Für Sentimentalitäten wird also nicht zwingend Platz sein. Das dürfte auch daran liegen, dass die Beförderung von René Wagner wahrscheinlich, aber noch nicht hundert Prozent sicher ist. Thomas Kessler will den 37-Jährigen befördern, doch der Wunsch muss durch die Gremien. Ein schwacher Auftritt gegen Heidenheim und die Bayern könnte die Tendenz zumindest abschwächen. Dementsprechend will Wagner, dass auch der FC volles Brett draufgeht.


„Werden mit dem bestmöglichen Team auflaufen“ – Die Frauen des 1. FC Köln möchten auch das letzte Heimspiel der Saison gewinnen

Frauen des 1. FC Köln
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„Werden mit dem bestmöglichen Team auflaufen“ – Die Frauen des 1. FC Köln möchten auch das letzte Heimspiel der Saison gewinnen

Nach dem Highlightspiel des vergangenen Wochenendes folgt nun direkt das nächste Heimspiel. Vor den Augen der über 30.000 Fans bezwangen die FC-Frauen den SV Werder Bremen mit 3:0. Damit stehen sie bei noch zwei verbleibenden Spielen auf Rang acht mit 16 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und 17 Punkten Rückstand auf einen Europapokalplatz. Am Samstag spielen die Frauen des 1. FC Köln gegen Hamburg.

Für Britta Carlson kein Grund, das Spiel gegen den HSV auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Frauen des 1. FC Köln möchten sich erfolgreich aus der Saison verabschieden.

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Während es für die Kölnerinnen tabellarisch um nicht wirklich viel geht, kämpfen die Damen des HSV um den Klassenerhalt. Mit drei Punkten Vorsprung auf die SGS Essen stehen die Hamburgerinnen knapp auf dem rettenden Ufer. „Gerade für den HSV geht es ja noch um ganz viel. Sie kämpfen um den Klassenerhalt und deswegen werden wir auch wieder mit allem was wir haben, auflaufen“, stellte Carlson klar. Man wolle sein Spiel durchziehen anstatt extra junge oder bisher weniger häufig zum Zug gekommene Spielerinnen einzusetzen. Die FC-Frauen haben vor, das Spiel so ernst anzugehen, wie jede andere Partie auch, um sich erfolgreich vom heimischen Publikum zu verabschieden.

Die gute Leistung bestätigen 

Der Heimsieg gegen Bremen am vorherigen Spieltag dürfte dafür sicherlich Motivation genug sein. „Das Highlightspiel gibt auch noch mal ein bisschen Auftrieb und man sieht einfach, was in der Mannschaft steckt. Die paar Prozente mehr, die vielleicht die Kulisse gebracht haben, werden auch wieder da sein.“, stellte Carlson in Aussicht. Das vergangene Wochenende scheint die Truppe zu beflügeln. „Es war einfach ein ganz schöner Rahmen. Man merkt die ganze Woche, wie die Freude auch im Training noch da ist. Wir sind ein gutes Team und eine gute Einheit und jetzt geht es darum, diese Freude auch auf den Platz zu bringen“, sagte die Cheftrainerin.

Das Hinspiel konnten die Domstädterinnen mit 4:1 für sich entscheiden. Laut Carlson spiegelt dieses Ergebnis aber nicht die Qualität des Gegners wider. „Das Hinspiel ist natürlich sehr gut für uns gelaufen und war ein deutlicher Sieg. So eindeutig war das Spiel aber nicht. Wir hatten sehr gute Umschaltmomente, die wir gut zu Ende gespielt haben und waren sehr effizient. Aber auch da hat man schon gesehen, dass der HSV uns zwischendurch echt gefordert hat. Ein 4:1 war das glaube ich nicht“, ordnete Carlson das Hinspiel ein. Und auch in den letzten Spielen erkennt die gebürtige Kielerin eine Steigerung bei den Hanseatinnen.

Denn Hamburg habe immer gute Leistungen gezeigt, sich aber nicht belohnt. Auch gegen Union sei es so gewesen, dass sie sich viele Chancen erspielt hätten, aber dann die Effizienz vor dem Tor gefehlt habe. Somit erwarte Calson einen Gegner, welcher dem Team alles abverlangen werde, um nochmal zu punkten. Zumal die Hamburgerinnen am letzten Spieltag der Saison auf den FC Bayern München treffen.

Wiedersehen alter (Un)bekannter

Seit wenigen Wochen steht bei den HSV-Frauen Rodolfo Cardoso an der Seitenlinie. Der Argentinier hat genau wie Carlson eine Vergangenheit als Spieler des HSV und das sogar größtenteils zur selben Zeit. „Wir lagen öfter mal beide auf der Pritsche beim Physio Hermann Rieger, aber da wird er sich wahrscheinlich eher nicht dran erinnern, aber unbewusst oder bewusst kennen wir uns ein bisschen“, erinnert sich die 48-Jährige. 

Nahezu volle Kapelle 

Für das Spiel gegen ihren Ex-Verein muss die Kielerin weiterhin auf Laura Feiersinger verzichten. Die Österreicherin befindet sich zwar auf einem guten Weg, fällt jedoch weiterhin aus. Anna Gerhard hat nach wie vor mit muskulären Problemen zu kämpfen. Merle Hokamp macht währenddessen gute Fortschritte in der Reha. Zusätzlich konnte Sylwia Matysik erstmals seit ihrer Verletzung im Februar vollständig am Mannschaftstraining teilnehmen. Somit können die Kölnerinnen fast aus dem Vollen schöpfen. Ob das dann für die nächsten drei Punkte reicht, wird sich am Samstagmittag im Franz-Kremer-Stadion zeigen. Anstoß ist um 12 Uhr. 

Transfergerücht: Der 1. FC Köln soll an Ihlas Bebou interessiert sein – war da nicht was?

Ihlas Bebou soll auf dem Zettel der Geißböcke stehen
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Transfergerücht: Der 1. FC Köln soll an Ihlas Bebou interessiert sein – war da nicht was?

Der Klassenerhalt ist so gut wie sicher und die Planungen für die kommende Spielzeit werden intensiviert. Dem Vernehmen nach sollen die Kölner auch einen Zielstürmer auf dem Zettel haben. Und laut „Sky“ gibt es auch ein erstes Interesse an einem. Ist der 1. FC Köln an Ihlas Bebou interessiert?

Thomas Kessler erklärte am Donnerstag, dass man auch ohne den Verkauf von Said El Mala durchaus handlungsfähig bei der Zusammenstellung des Kaders für die kommende Saison sei. Allerdings werden die Geißböcke in dem Fall sicher nicht die ganz großen Sprünge machen können. Ein Mittelstürmer wäre ablösefrei zu haben. Und der soll laut „Sky“ in den Fokus der Kölner gerückt sein.

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Als sich Christian Keller und Steffen Baumgart vor knapp drei Jahren zu einer gemeinsamen Pressekonferenz rund um den Deadline Day ankündigten, war die Hoffnung groß. Die Kölner Fans waren der Meinung, der FC würde noch einen Stoßstürmer brauchen und das könnten die beiden Verantwortlichen doch gerne verkünden. Und die Hoffnung wurde am Morgen geschürt, als das Gerücht die Runde machte, Ihlas Bebou sei an der MediaPark Klinik zwecks Medizincheck gesehen worden. Das stellte sich später als Falschmeldung heraus. Zudem verkündeten die Verantwortlichen, dass es keinen weiteren Stürmer geben werde, man dem aktuellen Kader vertraue. Nun aber wird das Thema wohl zumindest ein wenig heißer. Glaubt man einem Bericht von Sky. Demnach haben die Kölner ihr Interesse an dem Stürmer der TSG Hoffenheim signalisiert. Doch Köln ist nicht alleine, auch Union Berlin und der FC Thun werden als Interessenten genannt.

Im Sommer ablösefrei

Der 32-Jährige spielt mittlerweile seit sieben Jahren in Sinsheim, doch die Wege werden sich zum Ende der Saison trennen. Dann läuft der Vertrag des Angreifers aus, eine Verlängerung in Hoffenheim wird es nicht geben. Bebou lief insgesamt 176 Mal für die TSG auf, erzielte dabei 37 Tore und bereitete 25 vor. Zuvor spielte der Stürmer schon für Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf. Nun sucht Bebou einen neuen Verein. Und das auch, weil der ehemalige Nationalspieler Togos nicht mehr über die Rolle des Jokers hinauskommt. Bebou kommt auf 16 Einsätze, allerdings stand der Angreifer in dieser Saison bislang noch nicht in der Anfangsformation. Zuletzt blieb er vier Mal in Folge ohne Einsatz, insgesamt stehen in dieser Spielzeit in der Liga 176 Einsatzminuten auf dem Konto.

Gemeinsam mit Grischa Prömel und Kevin Akpoguma wird Bebou am Samstag beim Duell gegen Werder Bremen verabschiedet. „Sie haben es sich mehr als verdient, würdig verabschiedet zu werden. Alle drei sind top professionell, wie sie noch immer an die Sache herangehen“, sagte Trainer Christian Ilzer. Wie groß das Interesse der Geißböcke tatsächlich ist, wird sich noch zeigen müssen. Fakt ist, dass Bebou in dieser Spielzeit auf keine Torbeteiligung kommt und mit seinen 32 Jahren auch nicht mehr der jüngste Angreifer der Liga ist.


Generalprobe für kommende Saison? So will René Wagner auf die Martel-Sperre reagieren

Wie geht es weiter mit Eric Martel?
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Generalprobe für kommende Saison? So will René Wagner auf die Martel-Sperre reagieren

Ausgerechnet im letzten Heimspiel der Saison bleibt Eric Martel nur die Rolle des Zuschauers. Der Sechser sah die zehnte Gelbe Karte und fehlt nun dem 1. FC Köln: So reagiert René Wagner auf die Martel-Sperre.

Bereits zum dritten Mal bleibt Eric Martel in dieser Spielzeit nur die Rolle des Zuschauers. Besonders bitter: Möglicherweise verpasst der Sechser damit die letzte Chance auf ein Heimspiel im Geißbocktrikot. Für René Wagner geht es um adäquaten Ersatz.

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Ehre wem Ehre gebührt könnte am Sonntagnachmittag beim Auftritt der Kölner gegen Heidenheim ein Motto lauten. Sollte es der Spielverlauf gegen Heidenheim zulassen, werden Florian Kainz und Dominique Heintz ihre Abschiedsspiele bekommen (come-on-fc.com berichtete). Ein möglicher Abschied im eigenen Stadion könnte allerdings einem anderen Spieler verwehrt bleiben, der in den vergangenen Jahre ebenfalls eine Konstante war. Und möglicherweise auch weiterhin bleibt, doch das ist eben noch nicht geklärt. Eric Martel könnte genauso gut den Club im Sommer verlassen. Die Kölner würden gerne mit dem Spieler verlängern, allerdings nicht mehr zu den Konditionen, die einst aufgerufen wurden. Martel wiederum hatte die Geißböcke lange hingehalten, befindet sich dem Vernehmen nach auch im Kontakt mit den FC-Bossen, aber möglicherweise auch mit anderen Interessenten. Der ehemalige U21-Nationalspieler ist zumindest ablösefrei zu haben.

Krauß rückt für Martel auf die defensive Sechs

Dass Martel aber kein Abschiedsspiel in Köln erhalten wird, liegt eben nicht nur an der offenen Zukunft, sondern vor allem an der Gelbsperre, die der 24-Jährige nach seiner zehnten Verwarnung im Spiel gegen Union Berlin nun absitzen muss. Und damit verbunden ist die Frage nach einem potenziellen Ersatz. Martel hat in dieser Spielzeit auf der Sechs konstant ordentliche Leistungen abgeliefert, ist unumstrittener Stammspieler, hält das Zentrum kompakt. Ein Eins-zu-eins-Ersatz zu finden, ist nicht leicht. Vielleicht aber die Generalprobe für die kommende Saison. Während die Zukunft von Martel offen ist, hat sich die von Tom Krauß so gut wie geklärt. Der Mittelfeldspieler wird auch in der kommenden Spielzeit für den FC spielen. Erst am Donnerstag hatte Thomas Kessler in einer Medienrunde bekräftigt, dass mit dem Klassenerhalt die Kaufpflicht bei dem gebürtigen Leipziger greifen würde.

Dieser wird voraussichtlich am Sonntag erreicht und Tom Krauß damit auch in der kommenden Spielzeit Akteur der Geißböcke sein. Genauso fix ist aber auch der Einsatz gegen Heidenheim. Denn die Antwort auf die Frage nach dem Martel-Ersatz lautet eben Krauß. „Er hat es in Berlin ja schon gut gemacht“, erklärte René Wagner am Donnerstag. „Ich glaube, er wird die Rolle von Eric dann gut übernehmen können. „Wir müssen schauen, wer daneben spielen wird. Da haben wir mehrere Optionen.“ Diese Optionen heißen wohl Isak Johannesson, Denis Huseinbasic oder sogar Felipe Chávez. Die Chancen für einen Einsatz von Beginn an sind aber vermutlich nicht gleich verteilt. Denn gerade Huseinbasic ist einer der Verlierer des Trainerwechsels, vielleicht sogar einer der größten. Zwar kehrte der 24-Jährige nach zwei Ausbootungen zuletzt wieder in den Kader zurück, allerdings schaute der Mittelfeldspieler 90 Minuten zu.

Chance für Chávez?

Insgesamt blieb Huseinbasic nun vier Mal in Folge ohne Einsatz. Es würde also nicht überraschen, wenn es der 24-Jährige nicht in die Anfangself schafft. Johannesson ist wohl die wahrscheinlichste Variante. Der Isländer profitierte zunächst von dem Trainerwechsel, die Form stieg wieder an, doch zuletzt waren die Leistungen wieder eher durchwachsen. Und was ist mit Chávez? Der Peruaner hat bislang eher wenig Einsatzzeit erhalten, spielte am vergangenen Wochenende erstmals länger als eine halbe Stunde. Die Ansätze sind vielversprechend, mehr aber noch nicht. Zudem ist das Talent des FC Bayern München deutlich offensiver ausgerichtet als die Konkurrenz. Möglicherweise ist aber das Tabellenschlusslicht genau der Gegner, um sich einen Eindruck von Chávez in der Anfangsformation zu verschaffen. Die einzige Startelf-Garantie erhielt so oder so nur Krauß.


„Sind momentan gut drauf“: Die U21 des 1. FC Köln möchte die steigende Formkurve in Dortmund bestätigen

Malek El Mala und Fayssal Harchaoui vom 1. FC Köln
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„Sind momentan gut drauf“: Die U21 des 1. FC Köln möchte die steigende Formkurve in Dortmund bestätigen

Die U21 des 1. FC Köln trifft am Sonntagabend auf Borussia Dortmund II. Um 17 Uhr wird im traditionsreichen Stadion Rote Erde angepfiffen. Nach zuvor fünf Niederlagen am Stück trotz solider Auftritte, stabilisierte sich das Team von Evangelos Sbonias. Sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen stehen zu Buche. Diese Form möchte man gegen den Viertplatzierten der Regionalliga West untermauern. 

Mit ordentlich Selbstvertrauen geht es für die Kölner U21 am Wochenende Richtung Dortmund. „Wir sind momentan gut drauf. Wir haben sieben Punkte aus den letzten drei Spielen geholt. Das ist gut. Aber die Dinge, die wir bei den Niederlagen gemacht haben, waren auch nicht so schlecht. Da hat eher das Ergebnis nicht gepasst“, sagte der Coach. „Es war nicht alles so schlecht, wie es das Ergebnis ausgesagt hat, genauso wie jetzt noch nicht alles so rosig ist, wie die Ergebnisse der letzten drei Spiele.“ 

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Das Hinspiel gegen die Schwarz-Gelben ging im heimischen Franz-Kremer-Stadion mit 3:5 verloren. Ein wildes Torfestival dieser Art möchte Sbonias  verhindern. „Am Wochenende kommt es darauf an, kein typisches U-Spiel daraus werden zu lassen, sondern auch in der Entwicklung in Richtung Ende der Saison dann auch erwachsen und seriös zu spielen und damit keinen offenen Schlagabtausch zuzulassen“, sagte Evangelos Sbonias. Der Gegner spielt dabei keine besondere Rolle. „Mir ist es eigentlich relativ egal, auf wen wir treffen. Der Ansatz ist immer gleich und wir versuchen, unsere Inhalte aufs Parkett zu bekommen. Wir haben uns für die letzten zwei Saisonspiele in eine sehr gute Ausgangssituation gebracht.“ Allerdings warnt der Trainer vor dem kommenden Gegner. „Ich erwarte eine sehr spielstarke und mit Ball dominante Mannschaft mit hoher Geschwindigkeit in vorderster Linie mit guten Eins-gegen-eins-Spielern. Das ist schon ein sehr starkes Paket, das da auf uns wartet“, schätzt der 43-Jährige den BVB ein.

Rückkehrer nach langer Leidenszeit

Sargis Adamyan wird am Wochenende gelbgesperrt fehlen. Der Armenier sah beim 2:1-Heimerfolg gegen den SV Rödinghausen seine fünfte Gelbe Karte. Somit fehlt in Dortmund der beste Scorer des Teams. Dafür gibt es eine andere erfreuliche Nachricht. „Diese Woche trainiert Malek El Mala zum ersten Mal wieder voll mit“, sagte der Übungsleiter. „Wir müssen dann am Ende der Woche schauen, inwiefern die Kräfte für einen Kaderplatz reichen. Das wird sich dann kurzfristig entscheiden“. Sonst soll sich am Kader jedoch nicht viel verändern. „Die U19-Spieler bleiben im U19-Setting. Maik Akumu bleibt wie letzte Woche im U21-Setting, das werden wir diese Woche weiterhin so handhaben.“, stellte Sbonias in Aussicht.

Leader auf und neben dem Platz

Die Gefahr und die Torbeteiligungen des ausfallenden Armeniers scheinen aber aktuell von seinen Mitspielern kompensiert zu werden. Das gilt zurzeit vor allem für Marvin Ajani. Der Sommerneuzugang kommt in den vergangenen beiden Spielen auf drei Tore und eine Vorlage. Gegen Rödinghausen wurde er mit seinem Doppelpack zum Matchwinner und sicherte den Jungböcken somit drei Punkte. „Für Marvin freut es mich einfach. Auch für ihn persönlich, dass er sich belohnt, weil er auf dem Platz ein absolutes Vorbild ist. Er geht immer voran, gibt immer Vollgas“, lobte Sbonias den 32-Jährigen. „Er hat scoringtechnisch viel für uns getan, um auch die nötigen Punkte zu holen. Er ist dann einer, der eher über seine Art und Weise wie er auf dem Feld auftritt, als Vorbild vorangeht.“ 

Am Sonntag bietet sich Ajani dann die nächste Chance seine Torgefahr unter Beweis zu stellen, um mit seiner Mannschaft die nächsten drei Punkte aus Dortmund mitzunehmen. Für beide Teams geht es tabellarisch um nichts mehr. Dennoch werden alle Akteure ihre Saison mit Erfolgserlebnissen abschließen wollen. Ob dies der Truppe von Sbonias gelingt, wird man dann am Wochenende im Stadion Rote Erde sehen. Anstoß ist um 17 Uhr. 

Emotionaler Abschied beim 1. FC Köln? René Wagner gibt Florian Kainz und Dominique Heintz die Kader-Garantie

Florian Kainz und Dominique Heintz vom 1. FC Köln
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Emotionaler Abschied beim 1. FC Köln? René Wagner gibt Florian Kainz und Dominique Heintz die Kader-Garantie

Mit dem Duell gegen den 1. FC Heidenheim findet am Sonntagnachmittag das letzte Heimspiel der Saison statt. Und dann könnte es tatsächlich noch einmal einen sportlichen Abschied geben für künftige Ex-Spieler des 1. FC Köln: Florian Kainz und Dominique Heintz stehen im Kader.

Die Entscheidung über den Klassenerhalt scheint gefallen zu sein. In der sportlichen Situation könnte es durchaus zum Einsatz von Florian Kainz und Dominique Heintz kommen – wenn es das Spiel denn zulässt.

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Wenn die Geißböcke am Sonntagnachmittag das Team von der Ostalb in Köln erwarten, dann kann eigentlich nicht mehr viel anbrennen. Zwar hat der FC sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone und es sind noch sechs Punkte zu holen, doch alleine die erfreulich gute Tordifferenz lässt wohl wenig Zweifel daran, dass der FC auch in der kommenden Spielzeit Bundesliga spielen wird. „Für uns geht es nun erst einmal darum, das Spiel zu gewinnen, dann ist es fix und das ist unsere Aufgabe“, sagte René Wagner. „Natürlich haben wir uns gefreut, dass die Ergebnisse so reingekommen sind, wie sie reingekommen sind. Das hat uns die Woche auch ein bisschen erleichtert. Wir können auf den Sieg gehen, ohne zu gucken, was die anderen machen.“

Und die anderen haben so schwere Aufgaben vor sich, dass es bereits vor dem Anpfiff am Sonntag entschieden sein könnte. St. Pauli ist zu Gast bei RB Leipzig, Wolfsburg spielt zu Hause gegen die Bayern. Gewinnen beide Teams nicht, ist der Klassenerhalt auch rechnerisch ganz sicher. „Dann gilt es für uns, genau den gleichen Fokus an den Tag zu legen“, sagte Wagner. „Wir wollen die Jungs auf Spannung halten. Und darauf konzentrieren wir uns.“

„Ich hoffe, dass beide mit ihrer Zeit zufrieden sind“

Heißt, dass es auch beim sicheren Klassenerhalt wohl eher kein Startelf-Comeback für die Routiniers gibt. „Es ist für uns erst einmal ein wichtiges Bundesliga-Spiel. Florian Kainz und Dominique Heintz werden aller Voraussicht nach im Kader stehen“, sagte der Kölner Coach. „Dann müssen wir schauen, wie sich das Spiel entwickelt und was sich daraus entwickelt.“ Die beiden Routiniers stehen nach ihrer langen Zeit beim FC zwar ganz sicher im Kader und wenn es der Spielstand zulässt, werden auch beide Akteure ihren sportlichen Abschied bekommen. Ein Einsatz von Beginn an, wird es demnach wohl nicht geben. Dabei weiß der Trainer um die Verdienste. „Ich kenne Kainzi seitdem ich hier anfangen durfte. Er ist ein unfassbarer Fußballspieler“, erklärte Wagner. „Er hat sich die letzten Wochen immer reingehauen und auch die Mannschaft geführt.“

Der Ex-Kapitän habe für das Team alles gegeben. Ähnlich verhalte es sich bei dem Immenverteidiger. „Heintzi wird ja auch weiterspielen. Ich kann jedem Verein, der den Heintzi zu sich holt, nur gratulieren, zu einem supertollen Menschen“, erklärte Wagner. „Ich hoffe, dass beide mit ihrer Zeit hier beim FC zufrieden sind.“ Der Trainer erklärte auch, dass es noch keine Gespräche um seine Person gegeben habe. Die würden dann folgen, wenn der Klassenerhalt in trockenen Tüchern ist. Für das Spiel am Sonntag wird Tom Krauß wieder zu einer Option. Der Mittelfeldspieler soll Eric Martel auf der defensiven Sechs ersetzen, gesucht wird noch eine offensivere Variante fürs Zentrum. Auch Rav van den Berg könnte nach überstandenen muskulären Problemen wieder in den Kader rotieren.


Ein Stammspieler ohne Zukunft beim 1. FC Köln? Wie geht es weiter mit Kristoffer Lund?

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln
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Ein Stammspieler ohne Zukunft beim 1. FC Köln? Wie geht es weiter mit Kristoffer Lund?

Statistisch gehört er zu den Dauerbrennern bei den Geißböcken, doch seine Zukunft ist alles andere als geklärt. Nun heißt es sogar, der FC würde die Kaufoption nicht ziehen. Möglicherweise hat er keine Zukunft mehr beim 1. FC Köln: Verlässt Kristoffer Lund den FC im Sommer?

Auch Kristoffer Lund gehörte zu Saisonbeginn zu den Transfers, für die Thomas Kessler damals von allen Seiten gelobt wurde. Mittlerweile ist man beim FC aber nicht mehr restlos von dem Wahl-US-Amerikaner überzeugt.

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Die Bilanz ist wahrlich keine schlechte. In 33 von 34 möglichen Pflichtspielen kam er zum Einsatz, davon 25 von Beginn an. Es ist die Bilanz eines Stammspielers, dabei ist Kristoffer Lund beim FC sicherlich nicht unumstritten. Der im dänischen Kerteminde geborene US-Amerikaner kam im vergangenen Sommer aus Palermo, hatte dort in der Serie B gespielt. Wie bei allen Leihspielern hatte Thomas Kessler auch für Lund eine Kaufoption vereinbart. Rund zwei Millionen Euro muss der FC überweisen, will er den Spieler fest unter Vertrag nehmen. Unter Lukas Kwasniok sollte der 23-Jährige auf der linken Seite den Stamm-Wingback bilden, mit seinen Flanken und Tempoläufen für Torgefahr sorgen. Erst am vergangenen Samstag zeigte der nominelle Linksverteidiger diese Qualität, als er Said El Mala die 2:0-Führung gegen Union Berlin auflegte. Genauso hatte es sich Kwasniok vorgestellt.

Zieht Thomas Kessler die Kaufoption?

Nur ist der 44-Jährige eben nicht mehr Trainer der Geißböcke und Lund kommt in dieser Spielzeit eben erst auf zwei Scorer. Torgefahr sieht bekanntlich anders aus. Vor allem aber unterlaufen Lund immer wieder Patzer und Wackler, die in dieser Spielzeit auch nicht immer folgenlos blieben, wie etwa bei der 1:3-Pleite im Hinspiel gegen Borussia Mönchengladbach als der Verteidiger gleich zwei Elfmeter verursachte. Es gab aber auch noch einige weitere Patzer. Wie vom come-on-fc.com berichtet ist daher ein Verbleib des Abwehrspielers alles andere als sicher. „Sky“ berichtet auch, dass der FC die Kaufoption nicht ziehen wird. Dann würde Lund im Sommer zurück nach Italien gehen. Thomas Kessler ließ sich am Donnerstag diesbezüglich nicht in die Karten schauen, als er über die Leihen sprach, erklärte aber, man habe ganz bewusst in den Leih-Verträgen Kauf-Optionen verankert. Dass der FC ohnehin einen Backup benötigen würde, steht außer Frage.

Nur werden sich die Kölner in diesem Zuge vielleicht auch direkt nach einer Alternative umschauen. Mit Alessio Castro-Montes haben die Kölner einen Wingback, der auf beiden Seiten spielen kann. Der Belgier deutete zwar immer wieder an, dass er ein guter Fußballer ist und dem FC durchaus weiterhelfen kann, die Konstanz fehlt „Monti“ aber zweifelsohne auch. Allerdings warfen den Schienenspieler auch Verletzungen zurück. Gerade die Vorbereitung im Winter brachte Castro-Montes in Form. Möglicherweise tut dem Belgier die Vorbereitung im Sommer ähnlich gut. Die wird Lund möglicherweise nicht mehr beim FC erleben.