Weitere Personalie beim 1. FC Köln: Lukas Sinkiewicz wird Co-Trainer von René Wagner
Simon Bartsch
Der FC wird auf der Co-Trainer-Position noch einmal nachlegen. Es gibt eine weitere wichtige Personalie beim 1. FC Köln: Lukas Sinkiewicz wird Co-Trainer von René Wagner. Der FC hatte Wagner am vergangenen Sonntag zum Cheftrainer befördert.
Nach Informationen von come-on-fc.com gibt es noch einen weiteren Co-Trainer bei den Geißböcken: Demnach wollen die Kölner ihren Ex-Spieler Lukas Sinkiewicz als Assistenztrainer unter Vertrag nehmen.
Lukas Sinkiewicz wird das Trainerteam der Geißböcke verstärken
Thomas Kessler wird einen alten Bekannten ans Geißbockheim holen. Come-on-fc.com kann die Erstmeldung von Sky bestätigen, dass der FC Lukas Sinkiewicz als weiterer Assistenztrainer unter Vertrag nehmen wird. Am vergangenen Sonntag hatte der FC den bisherigen Trainer Lukas Kwasniok freigestellt und den bisherigen Assistenzcoach René Wagner befördert. Dem 37-Jährigen wurde mit Armin Reutershahn ein besonders erfahrener Co-Trainer an die Seite gestellt. Der 66-Jährige war bereits für diverse Bundesligisten, wie unter anderem Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund tätig. Sowohl Kessler als auch Wagner betonten, dass man ganz bewusst einen sehr erfahrenen Assistenten ausgewählt habe. Nun wird es einen weiteren Co-Trainer geben.
76 Spiele für den FC
Und der ist am Geißbockheim alles andere als ein Unbekannter. Sinkiewicz kam im Alter von zehn Jahren ans Geißbockheim, durchlief anschließend sämtliche Juniorenmannschaften und feierte 2004 sein Debüt bei den Profis. Beim FC spielte der Abwehrmann bis 2007, bevor es zum Nachbarn Leverkusen ging. Für die Kölner lief Sinkiewicz 76 Mal auf. Später spielte er auch für den VfL Bochum und den FC Augsburg. Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte der Innenverteidiger drei Spiele. Von 2017 bis 2018 sammelte der gebürtige Pole erste Trainererfahrungen als Assistenztrainer der Kölner U21. Es folgten weitere Stationen bei Fortuna Düsseldorf II und beim Regionalligisten Bonner SC.
Seine Trainerkarriere startet der heute 40-Jährige, nachdem er aufgrund mehrerer schwerer Verletzungen während seiner Laufbahn nach der Saison 2014/15 die Fußballschuhe an den den Nagel hing und seine aktive Laufbahn beendete. Bei den Geißböcken soll der neue Co-Trainer zusammen mit Armin Reutershahn und Cheftrainer René Wagner für den Klassenerhalt sorgen. Schon am Freitag geht es für Sinkiewicz wohl los, denn dann soll er bereits am Geißbockheim mit den FC-Profis trainieren. Die Trainingseinheit ist für neun Uhr morgens angesetzt.
Weiterhin große Personalsorgen: Dezimierte U21 des 1. FC Köln spielt gegen Ex-FC-Trainer
Daniel Mertens
Die U21 des 1. FC Köln tritt am Freitagabend (18:30 Uhr) zum Nachholspiel bei den Sportfreunden Siegen an. Die FC-Reserve will nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge endlich wieder gewinnen, der FC-Coach Evangelos Sbonias erinnert sich derweil mit gemischten Gefühlen an das Hinspiel gegen den Aufsteiger. Bei dem sitzt mittlerweile ein Ex-Kölner auf der Trainerbank.
Der Gedanke an das Hinspiel lässt Kölns Trainer Evangelos Sbonias noch heute mit dem Kopf schütteln: „Das war eines der dominantesten Spiele von uns mit Ball, aber am Ende kassieren wir vier Gegentreffer.“ Die U21 verlor Mitte August im Franz-Kremer-Stadion mit 2:4 gegen den Aufsteiger aus Siegen.
Für das Wiedersehen am Freitagabend erwartet Sbonias jedoch andere Rahmenbedingungen: „Das Spiel wird ein bisschen anders gelagert sein aufgrund der Platzverhältnisse. Wir werden unser Ballbesitzspiel dort nicht so aufziehen können. Daher wird es ein offeneres Spiel. Ich hoffe, dass wir die Entwicklung auf den Platz bekommen in den Basics in der Verteidigung des eigenen Tores. Und dann muss man sehen, ob wir im letzten Drittel so effizient sind, um die ein, zwei, drei Chancen, die kommen werden, zu nutzen“, so der Trainer. Sbonias muss in Siegen womöglich auf Arda Süne verzichten, der in Gütersloh vorzeitig vom Feld musste. „Er hat seitdem nur im Reha-Setting trainiert. Er wird heute auf den Platz zurückkommen und dann werden wir mal sehen, inwieweit es irgendwie geht, dass er mit nach Siegen fährt“, erklärte Sbonias am Donnerstag gegenüber dieser Redaktion.
Zahlreiche Spieler fehlen
Definitiv fehlen werden Luca Lechner, Malek El Mala, Ilias Elyazidi, Sargis Adamyan und Artem Belousov. Patrik Kristal ist zudem in der aktuellen Länderspielpause mit der Auswahl Estlands unterwegs. „Das Problem mit den Personalsorgen der letzten zwei Wochen führt sich leider noch mal fort“, konstatierte Sbonias. Offen blieb, ob Spieler aus der U19 mit dabei sein werden. Die U19 absolvierte am vergangenen Sonntag einen intensiven Fight über 120 Minuten im Pokal-Halbfinale beim VfL Wolfsburg (2:3) und empfängt am Sonntag in der Nachwuchsliga den HSV. Einige Spieler aus der U19 trainierten jedoch am Mittwoch auch mit dem Bundesliga-Team des FC. „Da müssen wir schauen, ob es Sinn macht von der Belastungssteuerung her, dass die Jungs am Freitag bei mir sind und am Sonntag noch mal bei der U19“, verriet der Trainer.
„Es ist für mich immer etwas Besonderes“
Auf der Siegener Trainerbank sitzt inzwischen ein alter Bekannter. Boris Schommers, der bis 2017 am Geißbockheim tätig war, übernahm im Oktober die Sportfreunde. „Wir stehen nur drei Punkte auseinander. Daher wird es ein Duell auf Augenhöhe“, mutmaßte der 47-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion, „beide Mannschaften wollen auch Fußball spielen, dementsprechend wird es eine gute Regionalliga-Partie. Wir haben ein Flutlichtspiel zuhause vor unseren tollen Fans, ich freue mich sehr auf den Abend.“
Angesprochen auf seine Zeit beim FC und das Wiedersehen am Freitagabend äußerte Schommers: „Es ist für mich immer etwas Besonderes und sehr Schönes. Du triffst immer alte Weggefährten. Ich blicke auf eine sehr erfolgreiche und sehr schöne Zeit beim 1. FC Köln zurück mit über elf Jahren im Jugendbereich. Es waren wunderschöne Jahre beim FC und ich habe noch viele Freunde dort. Etwa Martin Bülles, mein damaliger Co-Trainer, der heute eine große Rolle als Nachwuchs-Chefscout des FC spielt. Oder auch zu Ulf Sobek, der damals mein Athletik-Trainer war und heute Vize-Präsident des FC ist. Und natürlich noch viele mehr.“
Am Freitagabend wird die alte Verbundenheit jedoch für 90 Minuten ruhen. Die U21 will dann die drei Zähler aus dem Leimbachstadion entführen. Damit könnten die FC-Talente nach Punkten mit dem Aufsteiger gleichziehen und die 40-Punkte-Marke knacken.
Timo Hübers steht offenbar unmittelbar vor der Vertragsverlängerung beim 1. FC Köln
Simon Bartsch
Timo Hübers steht offenbar kurz vor der Vertragsverlängerung beim 1. FC Köln. Das berichtet der „Kicker“. Demnach seien nur noch Deteils zwischen Verein und Ex-Kapitän zu klären. Wann Hübers aber wieder auf dem Feld steht, ist unklar.
Die Verletzung machte die unglückliche Niederlage gegen den BVB fast schon vergessen. Timo Hübers zog sich eine schwere Knieblessur zu. Ob und wann der Abwehrspieler zurückkehrt, scheint offen. Und dennoch wollen die Kölner laut „Kicker“ den Vertrag mit dem 29-Jährigen verlängern.
Auch, wenn der FC am vergangenen Wochenende wieder drei Gegentreffer kassierte, die Innenverteidigung scheint sich in den vergangenen Wochen einigermaßen gefunden zu haben. Zumindest hinterließen Rav van den Berg und Cenk Özkacar zuletzt einen guten Eindruck. Mit Jahmai Simpson-Pusey kommt ein weiterer starker Abwehrspieler nach seiner Rotsperre nun wieder dazu. Wie die Konstellation der Defensive in der kommenden Spielzeit aussehen wird, ist allerdings unklar. Sie wird wohl maßgeblich mit der Spielklasse zu tun haben. Und aufgrund einiger Leihen ist selbst beim Klassenerhalt nicht klar, wer in der kommenden Saison für den FC auflaufen wird. Allerdings scheinen die Kölner nun einen Vertrag bereits verlängern zu wollen. Das mit einem Spieler, bei dem noch gar nicht klar ist, wie und wann er wieder ins Spiel eingreifen kann.
Nur noch Details zu klären
Wie der „Kicker“ am Donnerstag berichtet, befinden sich die Kölner auf der Zielgeraden bei der Vertragsverlängerung von Timo Hübers. Der Arbeitspapier des Innenverteidigers läuft im kommenden Sommer eigentlich aus. In der jüngeren Vergangenheit war immer wieder über einen Abgang des 29-Jährigen spekuliert worden. Hübers wurde mit mehreren in- und ausländischen Clubs in Verbindung gebracht, konkret war da meist aber nichts. Durch seine schwere Verletzung im Duell gegen Borussia Dortmund hat sich die Situation des gebürtigen Hildesheimer natürlich grundsätzlich verändert. Die Vertragsverlängerung bei den Geißböcken ist für den Innenverteidiger wohl die sinnvollste Option. Denn es scheint aktuell nicht so wirklich absehbar, wann Hübers wieder zu 100 Prozent leisten kann.
In der Meldung des „Kickers“ heißt es, dass nur noch wenige Details zu klären seien. Sollte der Kontrakt ausgeweitet werden, wäre Hübers in der kommenden Saison nach Jan Thielmann und gemeinsam mit Marvin Schwäbe der dienstälteste Profi bei den Geißböcken. Florian Kainz hat bereits sein Karriere-Ende bekanntgegeben. Der Vertrag des Österreichers wäre ohnehin ausgelaufen und mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht verlängert worden (come-on-fc.com berichtete).
Heute geht’s los: Die Nationalspieler des 1. FC Köln sind an diesen Tagen im Einsatz
Simon Bartsch
Vier FC-Profis sind mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Und für einen geht es um den großen WM-Traum. Es stehen gleich mehrere Länderspiele an: An diesen Tagen spielen die Profis des 1. FC Köln.
Während das Team mit dem neuen Trainer René Wagner hinter verschlossenen Türen arbeitet, befinden sich gleich mehrere Spieler auf Länderspielreise.
Said El Mala machte für den DFB bislang schon ordentlich Dampf
FC-Trainer René Wagner zeigte sich durchaus zufrieden mit dem Umstand, nun ein wenig mehr Zeit für sein Team und die Suche nach den Stellschrauben zu haben. An jenen will der 37-Jährige in den kommenden Tagen und Wochen drehen, um für den Abstiegskampf gewappnet zu sein. Die Länderspielpause kommt dem Coach also gerade recht. Und das, obwohl die große Kennenlernphase für den ehemaligen Co-Trainer eigentlich nicht so richtig nötig ist. Doch alle Spieler stehen dem Coach nicht zur Verfügung. Zum einen fehlen nach wie vor einige Akteure verletzungsbedingt, zum anderen befinden sich gleich vier Profis mit den Nationalmannschaften auf Länderspielreise. Einige weitere stehen auf Abruf.
EM-Quali für Said El Mala
Und schon heute Abend geht es für Jakub Kaminski um den großen WM-Traum. Der 23-Jährige trifft mit Polen auf die Mannschaft aus Albanien (21 Uhr, DAZN). Sollte sich das Team um „Kuba“ und Superstar Robert Lewandowski in Warschau durchsetzen, steht am kommenden Dienstag das Finale um das WM-Ticket an. Im zweiten Halbfinale stehen sich die Ukraine und Schweden gegenüber. Der Sieger des Mini-Turniers fährt zur WM in die USA, nach Mexiko und Kanada. Dort reist Isak Johannesson bereits jetzt schon hin. Allerdings nur zu Testspielen. Denn Island scheiterte (wie von come-on-fc berichtet) in einem packenden Spiel gegen Polens möglichen Finalgegner die Ukraine. In Toronto geht es erst gegen Kanada (Sa, 28.03., 18 Uhr) und dann gegen Haiti (Di, 31.03., 18.30 Uhr).
Für Said El Mala und Rav van den Berg stehen dagegen Qualifikationsspiele auf dem Programm. Der 19-jährige El Mala spielt mit der deutsche U21 am Freitag um 18 Uhr gegen Nordirland, am kommenden Dienstag steht dann das packende Spitzenspiel gegen den Tabellenführer aus Griechenland auf dem Spielplan – ebenfalls um 18 Uhr. Beide Partien überträgt ProSieben Maxx. Van den Berg muss auch am Freitag ran. Die Niederlande trifft in der EM-Quali auf Norwegen. Am Dienstag folgt ein Testspiel gegen Belgien. Sebastian Sebulonsen (Norwegen), Kristoffer Lund (USA) und Denis Huseinbasic (Bosnien-Herzegowina) wurden nicht berufen.
Immerhin auf Abruf befinden sich einige Jungprofis. Fynn Schenten, Cenny Neumann und Mikolaj Marutzki stehen auf der Liste der deutschen U19, Youssoupha Niang auf dem der U20. Das gleiche gilt für Jahmai Simpson-Pusey und die U21 der Three Lions.
Gefühlsachterbahn bei Jakub Kaminski? Zwischen dem Aus seines Befürworters und der WM-Hoffnung
Simon Bartsch
Am Abend trifft Jakub Kaminski mit Polen in den WM-Playoffs auf Albanien. Das Ziel ist die WM-Teilnahme. Für den 23-Jährigen ist es wohl auch die Chance, auf andere Gedanken zu kommen, weit weg vom 1. FC Köln: Was bedeutet das Kwasniok-Aus für Jakub Kaminski?
Zwei Siege ist Jakub Kaminski noch von der WM im kommenden Sommer entfernt. Darauf liegt der Fokus, während in Köln der größte Befürworter des Polen die Koffer packen musste.
Die Reise mit der Nationalmannschaft dürfte für Jakub Kaminski gerade recht kommen. Der 23-Jährige wird im Kreise der polnischen Auswahl ganz sicher auf andere Gedanken kommen. Beim FC läuft es bekanntlich nicht rund, zwei Siege in 18 Spielen sind eine verheerende Bilanz. Und möglicherweise wird die Entlassung von Lukas Kwasniok den „Allrounder“ unter den Spielern mit am meisten getroffen haben. Kaum ein Akteur hat so von dem 44-jährigen Trainer profitiert wie eben Kaminski. Unter dem aus dem polnischen Gliwice stammenden Ex-Coach war „Kuba“ zum absoluten Leistungsträger avanciert. Kaum ein Spieler spult Woche für Woche ein ähnliches Programm auf konstant hohem Niveau ab. Kaminski betonte immer wieder, dass seine gute Leistung auch mit dem Vertrauen des Trainers zusammenhänge.
Noch lebt die WM-Hoffnung
Nun wird Kaminski René Wagner vorspielen. Dass der Pole einen herben Leistungsabfall einstecken wird, ist unwahrscheinlich. Genauso, dass Wagner auf den Schienenspieler in den kommenden Wochen verzichten wird. Sechs Tore und drei Vorlagen sind der beste Wert, den der Linksaußen je in einer Bundesliga-Saison erreicht hat. Er gehört damit zu den Topscorern beim FC, ist Teil der insgesamt doch erfolgreichen Offensive. Am Abend wird Kaminski auf anderer Bühne, auf internationaler vorspielen. Mit Polen will der 23-Jährige im Sommer zur WM. Er ist wohl der einzige Kölner Kandidat, der sich sehr große Hoffnungen auf eine Teilnahme am Endturnier machen darf. Vorausgesetzt, Polen erreicht dieses. Dazu sind zwei Siege notwendig. Gegen Albanien am Abend und dann – wenn ein Sieg eingefahren wird – am kommenden Dienstag gegen den Sieger des anderen „Halbfinales“ zwischen der Ukraine und Schweden.
Wie es nach der möglichen WM für den Polen weitergeht, ist dieser Tage wieder ein wenig offener. Eigentlich wollen die Kölner unbedingt die Kaufoption für Kaminski ziehen. Das ist kein Wunder, der FC würde rund 5,5 Millionen Euro bezahlen, der Marktwert des Offensivspielers wird auf zwölf geschätzt. Zudem ist der sportliche Wert ein großer. Doch ist es kaum vorstellbar, dass der 23-Jährige im Fall der Fälle den Weg mit ins deutsche Unterhaus gehen würde. Beim Abstieg wird der FC Kaminski sicher nicht halten können. Zumal der 23-Jährige sich wohl eine Ausstiegsklausel in den Vertrag schreiben lassen will. Das auch, weil er noch ganz andere Ziele verfolgt.
Kaminski träumt von Barcelona
So gab Kaminski nun in einem Interview mit polnischen Medien bekannt, dass er sich durchaus mittelfristig einen Wechsel nach Barcelona vorstellen könne. Und in der Bundesliga? Da wäre Borussia Dortmund, jener Verein für den unter anderem schon Robert Lewandowski oder Jakub Błaszczykowski aufgelaufen sind, die erste Wahl. Vorerst wird der Kölner „Kuba“ erst einmal mit René Wagner weiter arbeiten. Und der hat schon angekündigt, dass er nicht nur die Spieler, die zuletzt weniger gespielt haben, abholen will. Nein, auch die bisherigen Stammspieler sollen an Bord geholt werden. Aber das ist für Kaminski in Zeiten der WM-Playoffs wohl eh noch eine andere Welt.
Die Talente des 1. FC Köln: Zwischen Juve-Interesse, Profi-Debüt und neuen Verträgen
Simon Bartsch
Noch vor einem guten Jahr geisterte der Begriff „Talenteflucht“ ums Geißbockheim. Und mit Justin von der Hitz haben die Kölner einmal mehr ein großes Talent gehen lassen müssen. Das will man eigentlich vermeiden beim 1. FC Köln: Aber David Fürst steht wohl im Fokus von Juventus Turin.
Mit der Vertragsverlängerung von Benjamin Ley haben die Kölner ein Talent an sich gebunden. Ein anderes könnte die Kölner erneut ablösefrei verlassen. Zumindest gibt es großes Interesse.
David Fürst im Kreise der U19 des 1. FC Köln beim Spiel gegen Inter (2. v. r.)
Für Cenny Neumann war das Derby am Samstag ein Nachmittag zum Vergessen. Dabei hatte der Tag aus seiner Sicht eigentlich gut angefangen. Nur wenige Minuten vor dem Spielstart erfuhr der Rechtsverteidiger, dass er in die Anfangsformationen stehen, sein Profidebüt geben würde. Das Spiel verlief weniger gut. Neumann hatte seine Aktien in den Gegentoren. Zwei davon erzielte ausgerechnet ein ehemaliges Kölner Talent, dass nicht gerade im Besten aus Köln weggegangen ist. Nach dem Derby erklärte Jens Castrop, warum er den Verein damals verlassen hat. „Ich weiß nicht, ich war ein sehr ehrgeiziger junger Spieler und ich wollte so schnell wie möglich mein Debüt machen. Ich habe all die Spieler in meinem Jahrgang um mich herum gesehen, die ganzen Talente, wie sie in ihren Mannschaften zu ihren ersten Spielen kommen und ich stand irgendwie auf der Stelle, kam nicht weiter“, so der Mittelfeldspieler, der aber Köln keinen Vorwurf machen wolle.
Für Castrop der richtige Weg
Tatsächlich steht auch Castrop für eine ganze Reihe an ehemaligen Kölner Talenten, die aus Sicht der Fans gerne hätten bleiben oder zumindest mehr Geld in die Kassen hätten spülen können – wenn nicht müssen. Castrop, Justin Diehl, Justin von der Hitz, Meiko Wäschenbach – die Liste ist noch länger. Und nicht selten war die Rede davon, dass der aufgezeigte Weg nicht den Wünschen oder Planungen der Youngster entsprach. Es ist eine komplizierte Gemengelage, bei der unterschiedliche Parteien unterschiedliche Ziele verfolgen. Mal geht es für die Spieler nicht gut aus, mal sehr gut – wie nun im Fall von Castrop, der in Gladbach mindestens zum erweiterten Kreis der Stammformation gehört und sich berechtigte Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme mit Südkorea machen darf.
Dass sich junge Spieler gegen die Wege ihrer Heimatvereine entscheiden, ist nicht ungewöhnlich. Nur haben sie in Köln alleine durch den Fall Florian Wirtz eine andere empfundene Tragweite. Noch im vergangenen Jahr geisterte der Begriff Talenteflucht rund um das Geißbockheim. „In der Vergangenheit war es leider viel zu häufig so, dass wir Spieler im falschen Moment vom Hof haben gehen lassen. Das ist definitiv eine große Geschichte, die ich mir anheften lasse. Wir wollen die Spieler halten. Das klappt nicht immer“, hatte Thomas Kessler im Sommer gesagt, als klar war, dass von der Hitz den Verein verlassen würde. Zur Wahrheit gehört auch, dass der 19-Jährige in Nürnberg erst im Februar sein erstes Spiel gemacht hat. Dann aber gleich vier und sogar einen ersten Assist feierte.
Juve an David Fürst interessiert?
Der heutige Geschäftsführer erklärte damals, dass man den jungen Spielern ein attraktives Umeld schaffen wolle. „Und das ist dann eben nicht nur die im sportlichen Bereich, sondern auch eine ganzheitliche Seite zur Verfügung stellen. Wir versuchen ein Rundum-Paket zu bieten, was aber darin münden muss, wenn die Spieler so talentiert sind, dass sie die Plattform bekommen, in Zukunft das Trikot im Stadion zu tragen“, so Kessler. Möglicherweise waren das dann auch Gründe, die Benjamin Ley dazu bewegt haben, den Vertrag beim FC zu verlängern. Das gab der Verein am Mittwoch bekannt, Ley sprach davon, dass ein Traum in Erfüllung gehen würde. Dass aber nicht jedes Talent automatisch beim FC verlängert, zeigt ein anderes Beispiel.
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Eins, das den Kölnern wehtun könnte. Leys Mannschaftskollege David Fürst fiel erst am vergangenen Wochenende mit einem sehenswerten Treffer in den Winkel im DFB-Pokal-Halbfinale auf. Der Rechtsverteidiger hatte auch schon vor 50.000 Zuschauern in der Youth League gegen Inter Mailand überzeugt. So sehr, dass nun Ex-Trainer Lukas Kwasniok den Youngster auf dem Zettel hatte, ihn einige Male mittrainieren ließ und sogar Einsatzzeit in Aussicht stellte. Die bekam zuletzt Cenny Neumann auf jener Position. Brisant: Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Mittwochabend berichtet, soll Juventus Turin das Talent gleich mehrfach beobachtet haben. Fürst stehe im Fokus der Italiener. Nach Informationen von come-on-fc.com sollen auch weitere italienische Clubs aufmerksam geworden sein.
Starke Zeichen
Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet zudem über weiteres Interesse aus Deutschland. Augsburg und Stuttgart sollen die Fühler demnach nach dem Spieler, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, ausstrecken. In Köln weiß man natürlich um die Qualität des Youngsters und wird auch Fürst einen Weg aufzeigen wollen. Auch, wenn es die aktuelle personelle Situation anders vermuten lässt, wartet auf Fürst bei den Profis große Konkurrenz. Schließlich sind die Geißböcke im Falle des Klassenerhalts mit Sebastian Sebulonsen, Alessio Castro-Montes, Jan Thielmann und eben Neumann gut aufgestellt. Und dennoch: Die Vertragsverlängerungen von Ley, aber auch von Fynn Schenten vor einigen Wochen ein gutes, vor allem aber ein starkes Zeichen.
1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #6: Zwischen Kwasnioks Entlassung und Wagners ersten Tagen
Simon Bartsch
Der 1. FC Köln bietet viel Raum für Diskussionen, Meinungen und Kommentare. Grund genug, come-on-fc auch hörbar zu machen. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #6: Zwischen Kwasnioks Entlassung und Wagners ersten Tagen. Der Podcast zum 1. FC Köln.
Im Podcast sprechen Simon, Hendrik und Simon von „come-on-fc“ über die aktuellen Fragen zum FC. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #6: Zwischen Kwasnioks Entlassung und Wagners ersten Tagen.
Podcast zum 1. FC Köln
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Alle zwei Wochen gibt es die geballte Ladung come-on-fc als Podcast. Denn bekanntlich lässt sich rund um den FC, das Geißbockheim und die Stadt viel diskutieren. Und genau da setzen wir an. 1948 – Der Podcast von come-on-fc bespricht die Themen rund um den FC möglichst aus verschiedenen Sichtweisen. Das wird nicht immer gelingen. Aber doch hoffentlich möglichst oft.
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Folge #6:
In Folge Sechs gibt es natürlich vor allem ein beherrschendes Thema: Die Entlassung von Lukas Kwasniok nach dem Rheinderby. Und bei so einem großen Thema trifft es sich gut, dass es eine Premiere bei 1948 gibt: Neben der doppelten Simon-Kombi von der vorherigen Folge bestehend aus Simon Bartsch und Simon Hense gibt Hendrik Broschart aus dem come-on-fc-Team seine Premiere. Zusammen diskutieren sie, ob die Entlassung die richtige Entscheidung war, was sich Kwasniok (nicht) vorwerfen lassen muss und wie die Ernennung des vorherigen Co-Trainers René Wagner zu bewerten ist. Zum Schluss machen sie dann noch einen kleinen Abstecher in Richtung Nationalmannschaft, wieso sich Said El Mala wieder (nur?) bei der U21 zeigen darf. Und weil es immer und immer wieder Neuigkeiten und Diskussionspunkte gibt und man ohnehin niemals genug über den „Effzeh“ reden kann, hört einfach rein in „1948 – Der COME-ON-FC Podcast.“ Wir freuen uns, auf spannende und auch kontroverse Diskussionen und den Meinungsaustausch.
Mögliche Verlängerung: Darum ist es für den FC sinnvoll, Jaka Cuber Potocnik trotz weniger Einsätze zu halten
Simon Hense
Seit dem Sommer ist Jaka Cuber Potocnik an RW Essen verliehen. Auch wenn er dort bisher eher wenig gespielt hat, soll der Youngster nun vor einer Ausdehnung seines Kontrakts stehen beim 1. FC Köln: Darum ergibt eine Verlängerung mit Jaka Potocnik Sinn.
Am Wochenende spielte Jaka Cuber Potocnik das erste Mal durch in der dritten Liga bei Rot-Weiss Essen. Zuvor hatte das FC-Talent sich aber vor allem mit der Joker-Rolle zufrieden geben müssen – auch aufgrund von Verletzungen. Trotzdem möchten die Geißböcke nun wohl mit dem 20-Jährigen verlängern.
Jaka Potocnik ist momentan an Rot-Weiss Essen verliehen
Bisher lief die Zeit von Jaka Cuber Potocnik beim 1. FC Köln noch nicht so, wie es sich alle Seiten bei seinem Wechsel Anfang 2022 idealerweise vorgestellt hatten. Als großes Talent gekommen, stand der Slowene erstmal deshalb im Rampenlicht, weil um seinen Transfer ein großer Streit mit dem abgebenden Verein Olimpija Ljubljana stattfand. Dieser endete bekanntlich mit der zwischenzeitigen Transfersperre für die Geißböcke. Ohne selber etwas dafür zu können, lastete damit ein ziemlicher Druck auf dem Talent. In der vergangenen Saison gegen den Karlsruher SC gab er dann sein Debüt bei den Profis. Für weitere Einsätze hat es bisher jedoch nicht gereicht. Stattdessen kam der Angreifer nur bei der U21 zum Einsatz. Dort deutete Potocnik mit neun Treffern in 24 Partien 2024/25 immerhin sein weiter vorhandenes Potenzial an. Um ihm Spielpraxis auf einem höheren Niveau zu ermöglichen, entschieden die FC-Verantwortlichen im vergangenen Sommer, den Youngster in die Dritte Liga zu Rot-Weiss Essen zu verleihen.
Wenig Einsatzzeit in Essen
Das mit der Spielpraxis hat bis jetzt allerdings nur sehr bedingt funktioniert. Denn nach 30 Spieltagen kam der Stürmer erst zwölf Mal zum Zug, erzielte dabei zwei Tore. Grund dafür waren auch mehrere Muskelverletzungen, durch die der 20-Jährige insgesamt 14 Begegnungen verpasste. Am vergangenen Wochenende gegen Viktoria Köln stand das FC-Talent dann das erst zweite Mal in der Startelf, durfte zum ersten Mal 90 Minuten durchspielen. Das lag aber vor allem am Ausfall seines Konkurrenten Marek Janssen wegen Muskelproblemen. Sonst ist der 28-Jährige im Sturm gesetzt, Potocnik bleibt nur die Joker-Rolle.
Trotz der bisher dadurch eher enttäuschenden Leihe, soll der 20-Jährige kurz vor einer Vertragsverlängerung stehen. Das berichtete der Kicker. Außerdem solle der Stürmer im Sommer erneut verliehen werden – eventuell wieder zu RWE. Angesichts der geringen Einsatzzeiten stellt sich schon für sowohl die Verlängerung als auch die mögliche erneute Leihe nach Essen die Frage, wie sinnvoll beides ist. Es könnte bei der Ausdehnung des Kontrakts der Eindruck entstehen, dass sich die Kölner nicht die Blöße geben wollen, ausgerechnet den Spieler, wegen dem sie sich eine Transfersperre eingeholt haben, ohne Gewinn gehen zu lassen, auch wenn es vielleicht nicht für das FC-Niveau reicht.
„Zwei Dinge auf hohem Niveau gemacht“
Dem ist jedoch entgegenzusetzen, dass die Verantwortlichen bei den Geißböcken heute andere sind als bei der Verpflichtung. So hatte sich der FC zum Beispiel 2024 wegen seiner Rolle im Potocnik-Transfer von Berater Jörg Jakobs getrennt. Seit dem vergangenen Jahr ist außerdem ein neuer Vorstand im Amt. Die mögliche Verlängerung mit dem Angreifer dürfte daher eher an sportlichen Gründen liegen. Denn auch wenn er bisher weniger zum Zug kam, hat der 20-Jährige weiter vielversprechende Anlagen, die der Youngster potenziell jetzt mehr ausspielen und entwickeln kann, wenn er länger verletzungsfrei bleiben sollte.
So lobte etwa RWE-Trainer Uwe Koschinat nach dem Einsatz am vergangenen Wochenende seinen Schützling: „Jaka hat zwei Dinge auf hohem Niveau gemacht. Zum einen ist er ein Spieler, der sich im eigenen Ballbesitz sehr intelligent bewegt und der unheimlich gut anspielbereit ist. Darüber hinaus bringt er schon eine sehr ordentliche Robustheit mit.“ So scheint der Coach vom Slowenen überzeugt zu sein. „Toll, dass wir jetzt den Beweis haben, dass wir über zwei hervorragende Mittelstürmer verfügen“, so der Trainer. Diese Wertschätzung Koschinats dürfte auch der Grund sein, warum Essen im kommenden Sommer erneut ein mögliches Ziel für eine Leihe ist. Dafür, ob der 20-Jährige noch ein Jahr bei RWE verbringt, dürfte vielleicht ebenfalls entscheidend sein, wie viel Einsatzzeit Potocnik nun noch im restlichen Saisonverlauf erhält. Zumindest aus Sicht seines Trainers hat der Slowene am vergangenen Wochenende schonmal eine gute Visitenkarte von sich abgegeben.
220.000 Euro! DFB verhängt die nächste Strafe gegen den 1. FC Köln
Simon Bartsch
Köln auf die Zwei: Der FC ist zur nächsten heftigen Strafe verdonnert worden und wieder aufgrund von Pyrotechnik: Der 1. FC Köln muss 220.000 Euro bezahlen.
Auch in dieser Saison muss der FC wieder viel Geld in die Kassen des DFB überweisen. Denn erneut sind die Kölner zu einer saftigen Strafe aufgrund von Pyrotechnik verurteilt worden.
Pyrotechnik beim Spiel des 1. FC Köln
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Die Begegnung gegen den FC Bayern München Mitte Januar war schon besonders emotional. Und das auch aufgrund der Fans. Und einige Kölner Anhänger meinten es mit der Unterstützung besonders gut. Der Einsatz von Pyrotechnik kommt den Verein aber wieder einmal teuer zu stehen. Denn der DFB hat die Geißböcke erneut mit einer Strafe belegt und erneut mit einer besonders heftigen. 220.000 Euro müssen die Kölner für das Duell gegen den Rekordmeister berappen. Wegen „unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger“ ist der FC laut DFB-Urteil bestraft worden. Wie immer kann ein Drittel der Summe für „eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden“, heißt es weiter.
110 pyrotechnische Gegenstände
Zur Begründung heißt es, dass die Fans zu Beginn des Spiels zahlreiche Pyro-Gegenstände gezündet hätten. „Der DFB-Kontrollausschuss geht nach Inaugenscheinnahme von Videomaterial von mindestens 110 pyrotechnischen Gegenständen (mindestens 100 Bengalische Feuer und 10 Rauchkörper) aus.“ Tatsächlich werden die einzelnen Pyrogegenstände im Nachhinein gezählt und die Summe addiert. Zudem wurde die Begegnung ebenfalls zu Beginn des Spiels für knapp zehn Minuten unterbrochen. Die Strafe von 220.000 Euro ist die höchste, die die Geißböcke in dieser Saison erhalten haben. Insgesamt kommt der FC in dieser Saison auf mehr als 570.000 Euro an bereits ausgesprochenen Strafen. Damit liegen die Geißböcke auf Platz zwei der ligainternen Wertung. Nur der Hamburger SV hat noch mehr bezahlen müssen.
Im März gab es bereits zwei Strafen von Seiten des DFB. Im Duell gegen Frankfurt wurde Pyrotechnik gezündet, die Kölner mussten mehr als 70.000 Euro bezahlen. Es folgten die 8000 Euro für die verbale Entgleisung von Stadionsprecher Michael Trippel im Duell gegen Dortmund. Für die Pyrotechnik im Derby in Gladbach muss der FC ebenfalls fast 200.000 Euro bezahlen. Vor der Präsidentschafts-Wahl im September hatte sich Jörn Stobbe gegenüber come-on-fc.com zum Thema geäußert: „Pyro ist ein schwieriges Thema. Manche sind dafür, manche dagegen. Es ist aber ein ganz elementarer Teil der internationalen Fanszene. Wir müssen dafür sorgen, dass das Strafen-System angepasst wird. Das Verbots-System hat doch versagt. Wir wollen keine Kollektivstrafen.“
Talent Benjamin Ley bleibt langfristig beim 1. FC Köln
Simon Bartsch
Der FC hat den Kontrakt mit einem seiner großen Talente ausgedehnt. Benjamin Ley verlängert beim 1. FC Köln. Der 17-Jährige spielt seit elf Jahren mit dem Geißbock auf der Brust.
Noch vor wenigen Monaten hinterließ er einen guten Eindruck bei der U17-Weltmeisterschaft, nun hat er sich langfristig an die Geißböcke gebunden. Benjamin Ley bleibt noch einige Jahre beim FC.
Benjamin Ley verlängert seinen Vertrag bei den Geißböcken (Foto: 1. FC Köln)
Die Geißböcke arbeiten weiter an der mittelfristigen Zukunft. Die Kölner haben eins ihrer größten Talente langfristig an sich gebunden. Wie der Verein am Mittag mitteilte bleibt Benjamin Ley weiterhin Teil der Geißböcke. „Wir freuen uns sehr, dass Ben seine sportliche Zukunft beim FC sieht und die nächsten Schritte seiner noch jungen Laufbahn gemeinsam mit uns gehen möchte. Ben ist am Geißbockheim groß geworden und zeichnet sich nicht nur durch sein großes Talent, sondern auch durch seinen Ehrgeiz und seine Mentalität aus“, sagt Lukas Berg, technischer Direktor der Kölner. „Diese Eigenschaften haben ihm von der U8 bis zur Unterschrift dieses Vertrags verholfen und bieten eine hervorragende Basis, um sich hier zum Profi zu entwickeln. Auf diesen Traum werden wir weiterhin gezielt zusammen hinarbeiten.“
„Ich werde weiter an meinem Traum hart arbeiten“
Der gebürtige Berliner wechselte 2015 ans Geißbockheim, ist seitdem fester Bestandteil jeglicher Juniorenmannschaften. Aktuell bei der U19 von Stefan Ruthenbeck. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Verantwortlichen und danke allen, die mich auf meinem Weg bis hierhin begleitet haben“, sagt Ley. „Für mich geht heute ein großer Traum in Erfüllung und ich freue mich, bei meinem Heimatverein, den ich, seit ich denken kann, liebe, verlängert zu haben. Ich werde weiter hart an meinem Traum arbeiten, vor 50.000 Fans im RheinEnergieSTADION zu spielen.“ Einen Vorgeschmack erhielt der 17-Jährige im Februar als er mit der U19 in der Youth League vor ausverkauften Haus gegen Inter Mailand spielte.
Der Mittefeldspieler kommt in dieser Saison wettbewerbsübergreifend auf 25 Einsätze für die U19. Insgesamt erzielte Ley vier Tore und bereitete sechs weitere vor. Für die deutsche U17 lief der Berliner mittlerweile sechs Mal auf. Bei der bitteren Halbfinal-Niederlage im DFB-Pokal am vergangenen Sonntag stand der Youngster 120 Minuten auf dem Feld. Der FC unterlag dem VfL Wolfsburg nach hartem Kampf 2:3.