Jeff Chabot, Justin Diehl – zwei VfB-Wechsel, zwei unterschiedliche Wege

Justin Diehl und Jeff Chabot sind im Sommer 2024 vom FC zum VfB Stuttgart gewechselt
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Jeff Chabot, Justin Diehl – zwei VfB-Wechsel, zwei unterschiedliche Wege

Mit Jeff Chabot und Justin Diehl haben gleich zwei Spieler den FC im Sommer 2024 Richtung Stuttgart verlassen. Doch es läuft nur für einen Ex-Spieler des 1. FC Köln: der eine überzeugt, der andere kriselt.

Zwei Spieler haben den FC 2024 verlassen und sind zum VfB Stuttgart gewechselt. Glücklich ist bislang aber nur ein Akteur geworden.

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Früh hatten die FC-Bosse versucht, der Transfersperre personell entgegen zu wirken. Die Sorge, dass der Kader auseinander brechen würde, bewahrheitete sich im Sommer 2024 nicht. Nahezu alle Leistungsträger konnte Köln halten. Mit Jeff Chabot hatte allerdings ein Spieler in einer schwachen Saison so überzeugt, dass es wohl einige interessante Angebote für den Abwehrspieler gab. Chabot entschied sich damals für den VfB und damit die Chance, Champions League zu spielen. Ein Wechsel, der sich für den Abwehrspieler absolut gelohnt hat. Chabot ist Stammspieler und Leistungsträger, mit 126 gewonnenen von 193 Zweikämpfen ist er einer der besten Innenverteidiger der Liga. Der Abwehrspieler spielte mit dem VfB gegen Juventus, PSG oder Real Madrid.

Er ist ein sehr wichtiger, ein zentraler Spieler

Und die Leistungen wecken Begehrlichkeiten. Im vergangenen Sommer soll Juve interessiert gewesen sein. Nun sind es AS Rom und Benfica, loses Interesse soll auch aus Saudi Arabien bestehen. Der VfB Stuttgart will den Abwehrspieler gerne behalten – der Vertrag läuft bis 2028. Und für Chabot bietet sich möglicherweise noch eine ganz andere Chance. Der seit Donnerstag 28-Jährige träumt von einer Teilnahme an der WM. Chabot hat sämtliche Nachwuchsmannschaften des DFB durchlaufen, auf ein Spiel in der A-Nationalmannschaft wartet der Innenverteidiger bislang vergeblich. Immerhin macht sich sein Trainer Sebastian Hoeneß für eine Berufung stark. „Für uns ist er ein sehr wichtiger, ein zentraler Spieler. Wir spielen auch nicht die schlechteste Rolle in der Bundesliga, dann ist es auch normal, dass du ins Blickfeld der Nationalmannschaft gerätst“, sagte Hoeneß bei Sky.

Auch Justin Diehl hat einige Nachwuchsmannschaften des DFB durchlaufen, auch Justin Diehl ist im Sommer 2024 vom FC Richtung Stuttgart gewechselt, aber irgendwie ganz anders. Im Gegensatz zu Chabot ging Diehl mit Störgeräuschen. Die Kölner hätten den Youngster gerne behalten, hatten aber einen anderen Entwicklungsplan als ihn sich Diehl vorgestellt hat. Es kam zum Zerwürfnis, zur Ausbootung und zur Begnadigung. Doch der Wechsel stand früh fest – ablösefrei. Ärger kam bei den Fans auf, weil sie befürchteten, Diehl würde sich zu einem ähnlichen Fall wie Florian Wirtz entwickeln. Doch davon ist der Youngster weit entfernt.

Diehl wieder verletzt

Während Chabot zum absoluten Glücksfall für den VfB geworden ist, hat sich der Deal von Justin Diehl bislang nicht gelohnt. Vor allem verletzungsbedingt spielt der 21-Jährige bei den Profis so gut wie keine Rolle. Der Offensivspieler kommt bislang auf neun Kurzeinsätze für die erste Mannschaft. Zum Vergleich: Said El Mala spielt auf der gleichen Position wie Diehl. Doch der Kölner hat schon 23 Pflichtspiel-Einsätze gesammelt – in dieser Saison. El Mala konnte bekanntlich seinen Marktwert laut transfermarkt.de auf 40 Millionen Euro steigern. Vor allem aber besteht für den aktuellen FC-Profi die realistische Chance auf eine WM-Teilnahme. Am Samstagabend gibt es also ein Wiedersehen – wenn auch „nur“ mit Jeff Chabot. Justin Diehl ist wieder einmal verletzt, würde aber sonst wohl auch eher bei der zweiten Mannschaft spielen.


Rav van den Berg drängt wieder in den Fokus beim 1. FC Köln – „Die Tür steht immer offen“

Rav van den Berg im Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin
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Rav van den Berg drängt wieder in den Fokus beim 1. FC Köln – „Die Tür steht immer offen“

Für rund acht Millionen Euro wechselte Rav van den Berg im Sommer an den Rhein. Die Saison verläuft bislang insgesamt durchwachsen für den Verteidiger des 1. FC Köln: Rav van den Berg drängt in die Startelf.

Zu Saisonbeginn Trainingsrückstand, eine schwere Schulterverletzung, dann einige Einsätze, die Rote Karte gegen Union Berlin – die Saison ist für Rav van den Berg bislang ein wenig eine Achterbahn der Gefühle. Jetzt will der Niederländer wieder voll angreifen.

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Zum gefühlt großen Versprechen machte ihn alleine schon die Ablöse. Rund acht Millionen Euro soll Thomas Kessler für den Abwehrspieler bezahlt haben, inklusive Boni werden es vielleicht zehn. Rav van den Berg ist damit der teuerste Abwehrspieler der Kölner Vereinsgeschichte und gleichzeitig der teuerste Transfer des vergangenen Sommers. Wenn man so will also der Königstransfer. Nur, dass van den Berg in diesem Jahr erst auf zwei Einsätze kommt. In den vergangenen beiden Spielen sammelte der Niederländer vier Spielminuten und die in der Begegnung gegen Wolfsburg. Zuletzt erhielten andere Spieler den Vorzug. Cenk Özkacar, der lange nach seinem Platz beim FC suchte, der gelernte Wingback Sebastian Sebulonsen oder der gelernte Sechser Eric Martel. Van den Berg war zuletzt eher zweite Wahl.

„Es gibt gar keine anderen Gründe“

Der Abwehrspieler ist also ein erstaunlich teurer Bankdrücker. Und so stellt sich durchaus die Frage, warum der Innenverteidiger zuletzt eher nicht gespielt hat. „Na ja, weil ein anderer in dem Moment einfach auf der Position dann eben besser abliefert oder, weil die Trainingsleistung noch nicht so ist, wie ich es mir vorstelle“, sagte Lukas Kwasniok am Donnerstag. „Es gibt gar keine anderen Gründe“, versichert der Trainer weiter. „Kein Trainer wird irgendwie jemanden aufstellen oder nicht aufstellen aufgrund von persönlichen Favorisierungen, weil ich mich mit dem einen ein bisschen besser verstehe als mit dem anderen.“ Beim Kölner Coach komme es dann eben auf Leistung an. Wer im Training liefert, kann die Chance bekommen zu spielen, so das Credo.

Und seinen Teil der Bedingung hat der Niederländer erfüllt. „Er hat gut trainiert, das ist die Basis“, sagt der Trainer. „Fakt ist einfach, dass Sebulonsen das sehr gut gemacht hat und wir mit Cenk eben auch jemanden haben, der sich stabilisiert hat und der einfach einen linken Fuß mitbringt und wenn du dann viel verteidigen musst, ist so diese aufopferungsvolle Spielweise von Erik Martel etwas, was vielleicht ein Ticken mehr gebraucht wird, als jetzt die fußballerischen Qualitäten von Rav.“ Und dennoch besteht die Chance durchaus, dass der 21-Jährige gegen Stuttgart beginnen könnte. „Ich habe einfach am Mittwoch das Gefühl gehabt, er will es mir jetzt zeigen, so wie es auch ein Monti oder ein Tom Kraus und andere geschafft haben“, sagt Kwasniok. „Die Tür ist immer offen. Die Jungs haben immer die Möglichkeit, sich da wirklich reinzuarbeiten, reinzuspielen und das war gestern eine Top-Performance.“

Der Niederländer dürfte ohnehin mit seinen 21 Jahren als eine Art Perspektivspieler gelten. Das Potenzial wird hoch eingeschätzt. Der Abwehrspieler träumt von einem ähnlichen Weg, den sein Bruder gegangen ist. Van den Berg will sich über die Bundesliga für die Premier League empfehlen. Bei entsprechender Entwicklung dürfte sich der U21-Nationalspieler also als wirtschaftlicher Glücksgriff herausstellen – selbst bei der zurzeit doch hoch erscheinenden Ablöse.



Ist der 1. FC Köln für den Abstiegskampf zu fair? Darum setzt Lukas Kwasniok bewusst auf keine „Tretermannschaft“

Eric Martel in einem Zweikampf gegen Mainz
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Ist der 1. FC Köln für den Abstiegskampf zu fair? Darum setzt Lukas Kwasniok bewusst auf keine „Tretermannschaft“

Die Geißböcke gehören in dieser Spielzeit zu den fairsten Mannschaften der Liga. Leidenschaft und Willen ja, Foulspiel und Karten riskieren dann aber bitte nicht, lautet das Motto beim 1. FC Köln: Darum setzt Lukas Kwasniok eher auf Fairplay.

Ein Top-Platz in der Fairplay-Tabelle, die wenigsten Fouls. Der FC gehört in dieser Saison zu den fairsten Teams der Liga. Aber braucht es im Abstiegskampf nicht auch mal das ein oder andere Vergehen? Lukas Kwasniok hat eine ganz klare Meinung.

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Mit einer engagierten Leistung hat der FC am vergangenen Wochenende RB Leipzig einiges abverlangt. Aber aus Punktesicht offenbar nicht genug. Die Kölner haben sich für einen aufopferungsvollen Kampf mal wieder nicht belohnt. Viel Aufwand, wenig Ertrag, lautet einmal mehr das Credo aus der Begegnung. Zwar hatte wohl auch das Team der Unparteiischen am Ausgang der Partie einen Anteil. Zur Wahrheit gehört aber eben auch, dass RB das Spiel nicht unverdient gewonnen hat, in nahezu jeder Statistik die bessere Mannschaft war. So auch in der Zweikämpfen. Leipzig gewann 52 Prozent der direkten Duelle. Zwar haben sich die Kölner im Laufe der Saison einem ausgeglichenen Wert insgesamt angenähert, in der Statistik der geführten Duelle findet sich das Team von Lukas Kwasniok aber eher im unteren Tabellendrittel wieder.

„Es ist wichtig, Spiele mit elf Mann zu beenden“

Vor allem aber fällt wie berichtet auf, dass die Geißböcke zu den fairsten Teams der Liga gehören. Eigentlich bis zu der Roten Karte gegen Rav van den Berg im Duell gegen Union Berlin war der FC in der Fairnesstabelle immer auf einem der vorderen Plätze zu finden. Mittlerweile liegen die Kölner gemeinsam mit den Bayern auf Rang sechs. Tatsächlich aber spielen die Geißböcke wie berichtet die wenigsten Fouls. Der FC kommt auf 165 Vergehen am Gegner, gefolgt von Bayer Leverkusen (174) und dann Bayern und Leipzig (je 184). Auf dem letzten oder je nach Lesart ersten Platz liegt die TSG Hoffenheim mit 282. Auffallend: Mit Union Berlin, dem 1. FSV Mainz, dem FC Augsburg und dem Hamburger SV befinden sich vier direkte Konkurrenten ebenfalls in der Top-5 dieser Statistik.

Und so wird die Frage durchaus erlaubt sein, ob eine härtere Gangart, mal ein Halten, ein in den Weg stellen, für den Abstiegskampf nicht die richtige Wahl sein darf., vielleicht sogar sollte. „Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass wir nur Pfadfinder auf dem Feld haben, sondern schon auch Jungs, die hinlangen können“, sagte Lukas Kwasniok. „Aber, ich habe das schon im Training nicht leiden können und eine meiner ersten Ansagen den Jungs gegenüber war, dass wenn einer den anderen bewusst umtritt, er direkt duschen gehen darf.“ Und die Ansicht kommt nicht von ungefähr. „Es ist wichtig, Spiele mit elf Mann zu beenden“, sagte der Coach und erinnerte an Begegnungen, die der FC in Unterzahl zu Ende spielte und dann knapp verlor. „Deswegen animiere ich meine Jungs eben nach Möglichkeit nicht mit einer Gelben Karte sich selbst früh zu belangen.“

Vielmehr solle man sich auf das fokussieren, „was wir gut können: Nämlich leidenschaftlich gemeinsam zu verteidigen, keine unnötigen Freistöße zu provozieren“, sagte der Trainer und erinnerte noch einmal an die Standardschwäche seiner Mannschaft. „Ich glaube nicht, dass du mit einer Tretermannschaft die Wahrscheinlichkeit erhöhst, Spiele zu gewinnen.“



1. FC Köln vor schwerem Auswärtsspiel: Mit Fokus und Leistung soll die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöht werden

Sebastian Sebulonsen im Spiel gegen den VfB Stuttgart
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1. FC Köln vor schwerem Auswärtsspiel: Mit Fokus und Leistung soll die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöht werden

Für den FC steht am Wochenende ein besonders schweres Spiel auf dem Programm. Die Kölner sind zu Gast beim VfB Stuttgart. Die Bilanz, die Rahmenbedingungen sprechen für den Gegner. Der 1. FC Köln will die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen.

Die Aufgabe wird für die Geißböcke am Samstag erwartungsgemäß eine schwere. Denn der VfB fühlt sich zu Hause in dieser Saison besonders wohl und hat Ambitionen für die Königsklasse. Auch die Bilanz spricht für die Stuttgarter.

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Mehr als sieben Monate ist Lukas Kwasniok nun im Amt beim FC und man kann dem Trainer sicherlich nicht vorwerfen, dass er sich nicht auf die Stadt und die Wucht des Vereins eingelassen hätte. Im Gegenteil, Kwasniok war von Beginn an bemüht, sich auch mit dem Drumherum in Köln zu arrangieren. Hier der Auftritt im Trikot, da der Versuch, Kölsche Tön zu finden oder der Schäbbisch-Pulli rund um Weihnachten. Dementsprechend weiß der 44-Jährige natürlich um die Bedeutung der fünften Jahreszeit, die es so nun mal nur in der Domstadt gibt. Und weil man auch beim FC um die Bedeutung weiß, ist es ein wenig ein Spagat, den man in diesem Jahr finden muss. Denn zwei Tage nach der vereinseigenen Karnevalssitzung brechen die Kölner schon Richtung Stuttgart auf.

„Insofern: Jetzt schon Glückwunsch an Stuttgart“

Von einer Karnevalsflucht will der Kölner Coach nichts wissen. „Es ist keine Flucht, es ist einfach Professionalität“, erklärte Kölns Trainer Lukas Kwasniok. „Es geht um Ergebnisse. Die Ergebnisse sind rund um Karneval in der Vergangenheit nicht so berauschend gewesen.“ Die Bilanz ist wie berichtet tatsächlich eine besonders maue. Und da es am Ende eben möglicherweise um jeden einzelnen Zähler geht, soll auch der komplette Fokus auf die kommende Begegnung gerichtet werden. Herschenken will man in Köln auch für Karneval nichts. „Logischerweise, wenn du vor Ort bist, ist der Fokus nicht komplett auf dem, wofür du bezahlt wirst. Die Ablenkungsgefahr ist extrem groß“, sagt Kwasniok, der die Idee von „Kess“ dementsprechend gut fand und sich auf ein „hoffentlich gutes Spiel“ freut.

Auf den Fokus wird es am Ende nicht nur ankommen. Denn die Aufgabe wird bekanntlich eine besonders schwere. Der FC ist zu Gast beim VfB Stuttgart, eine Mannschaft, die sich in dieser Saison zu Hause besonders wohl fühlt (23 von 30 Punkten) und vor allem einen Platz in der Königsklasse am Ende der Spielzeit erreichen will. Auch die Bilanz der Kölner gegen den VfB ist nicht gerade die beste und dann spielt der FC auch das Topspiel, das der FC in dieser Saison auch nicht wirklich oft erfolgreich bestritten hat. „Also eigentlich brauchen wir gar nicht anfangen. Karnevalsbilanz schlecht, gegen die Großen schlecht, Samstagabend noch schlechter. Insofern jetzt schon Glückwünsche an den VfB Stuttgart“, sagt Kwasniok mit einem Lächeln. „Wir versuchen uns bestmöglich zu verkaufen. Nein, wir versuchen einfach das Beste zu geben.“

Mit Physis zum Erfolg

Der Schlüssel wird wohl wieder eine gewissen Körperlichkeit sein. „Wie willst du denn diese Diamondes dieser Welt verteidigen, diese Lewelings? Fußball ist ein physischer Sport und es gibt zwei Möglichkeiten: Irgendwann vielleicht die Physis zu brechen, entweder mit noch mehr Physis, um eben überhaupt mal auf Augenhöhe zu agieren oder Fußballerisch insgesamt so gut zu sein. Das ist natürlich ein weiter weiter Prozess“, sagt Kwasniok. Dabei wären Punkte am Samstag durchaus wichtig. Der FC hat zwar noch vier Zähler Vorsprung auf den relegationsplatz, aber das Polster ist zuletzt geschrumpft und wird es am bei einer Niederlage auch weiter, denn die Konkurrenz trifft in den kommenden Wochen gleich mehrfach in direkten Duellen aufeinander.

„Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Punkte, die wir geholt haben, immer so ein Puffer sind, um eben uns nach Möglichkeit von den unteren Tabellenplätzen fernzuhalten“; sagt der Trainer. „Klar, wenn die Konkurrenten punkten und wir nicht, dann rückt alles ein bisschen enger zusammen. Am Ende wirst du halt irgendwo zwischen wahrscheinlich 32 und 35 Punkten brauchen, um die Klasse zu halten.“ Und dann komme es eben auch auf Kleinigkeiten an. Mitunter Dinge, die das Spiel beeinflussen und gar nicht so sehr bei der Qualität liegen. Beispielsweise Elfmeter, die es auf der einen Seite und auf der anderen nicht gegeben habe. „Du kannst eben immer nur deine Leistung beeinflussen und hoffen, dass andere nicht zu sehr das Ergebnis beeinflussen“, sagt Kwasniok. Bei allem Fokus schwingt beim Trainer noch der vergangene Sonntag und die VAR-Situation mit.

Am Ende will der FC mit einer ordentlichen Leistung zumindest die Wahrscheinlichkeit erhöhen, beim VfB etwas mitzunehmen.


Marvin Schwäbe ist Ruhepol und Rückhalt beim 1. FC Köln – auch wenn nicht immer alles gelingt

Marvin Schwäbe ist ein starker Rückhalt des 1. FC Köln
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Marvin Schwäbe ist Ruhepol und Rückhalt beim 1. FC Köln – auch wenn nicht immer alles gelingt

Die Leistungen des Kölner Keepers retteten den FC schon vor so manchem Punktverlust. Auch abseits des Platzes hat der Torhüter einen großen Einfluss. Fehlerlos ist der Keeper aber sicherlich nicht beim 1. FC Köln: Marvin Schwäbe ist dennoch der Rückhalt der Geißböcke.

Der 29-Jährige gehört laut manchen Bilanzen zu den besten Keepern der Liga. Auch über eine Berücksichtigung bei der deutschen Nationalmannschaft wurde schon gemutmaßt. Für den FC ist die Nummer Eins ein Fels in der Brandung, auch wenn nicht immer alles gelingt.

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Es ist noch nicht wirklich lange her, da ploppte mal wieder eine Bilanz auf, die Marvin Schwäbe zu einem der besten Keeper der Liga machte. Bekanntlich sind diese Statistiken gerade bei Torhütern angesichts der jeweiligen Tabellensituation oder Durchlässigkeit der Defensive mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Dass Schwäbe dem FC in den vergangenen Wochen und Monaten gleich mehrfach Punkte festgehalten hat, steht außer Frage. Zum Beispiel erst kürzlich gegen Wolfsburg, aber unter anderem auch gegen Bremen oder Hoffenheim. „Was er die letzten Jahre hier geleistet hat, ist Weltklasse. Er hilft uns aber nicht nur mit seinen Paraden, sondern auch mit dem, was er neben dem Platz beiträgt“, sagte Linton Maina nach dem VfL-Spiel. „Wir sind alle sehr froh, dass er hier ist und unsere Nummer Eins ist.“

“Es sind viele Torhüter vor mir“

Tatsächlich fällt der Keeper immer wieder durch seine starken Reflexe auf. Und so kommt immer wieder das Thema Nationalmannschaft bei vielen Fans auf. 2023 hatte es einen losen Kontakt zur DFB-Elf gegeben. DFB-Torwarttrainer Andreas Kronenberg hatte sich bei Schwäbe gemeldet, erklärt, dass sich der Kölner Keeper im Dunstkreis der deutschen Auswahl befände. Seitdem kocht das Thema immer mal wieder stärker oder schwächer auf. Die FC-Fans würden sich sicherlich über einen weiteren potenziellen Kandidaten freuen. Und nicht nur die. „Jetzt gerade ist es schon ein Stück weit weg. Es sind viele Torhüter vor mir. Aber natürlich würde ich mich unfassbar freuen“, hatte Schwäbe nach dem Wolfsburg-Spiel gesagt. „Es ist eine Ehre, für Deutschland spielen zu dürfen oder mit dabei zu sein. Wir schauen mal, wie es kommt.“

Am Wochenende machte der Torhüter beim ersten Gegentreffer gegen RB Leipzig nicht den besten Eindruck, zögerte einen Tick zu lange. Kritiker bemängeln Schwäbes Strafraumbeherrschung, bei hohen Bällen faustet der Keeper die Kugel schon einmal unkonventionell weg. Dennoch ist der 29-Jährige der absolute Rückhalt beim FC, strahlt eine enorme Ruhe aus, ist einer der unumstrittenen Leader der Mannschaft. Eigenschaften, die jedem Team guttun würden. Allerdings hat der Keeper wohl nicht ganz unrecht, wenn er aktuell einige deutsche Torhüter vor ihm sieht. Oliver Baumann ist unter Julian Nagelsmann gesetzt. Noah Atubolu, Finn Dahmen und Alexander Nübel scheinen aktuell eher im Fokus zu stehen. Auch die Keeper in England Stefan Ortega und Bernd Leno sind potenzielle Kandidaten.

Manuel Neuer wird trotz seines Rücktritts aus der Nationalmannschaft auch immer wieder als mögliche DFB-Nummer-Eins für die WM genannt.


So erobert Steffen Tigges die Herzen der Paderborn-Fans

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So erobert Steffen Tigges die Herzen der Paderborn-Fans

Steffen Tigges verließ den 1. FC Köln im Sommer in Richtung Paderborn. Dort fällt der Stürmer insbesondere durch seine kuriosen Treffgewohnheiten auf. Ex- Publikumsliebling beim 1. FC Köln: So erobert Steffen Tigges die Herzen der Paderborner Fans

Er war ein Sympathieträger in der Domstadt und ist auch bei seinem neuen Club auf dem besten Weg, ein Plätzchen in den Herzen der Fans zu erobern. Ex-Publikumsliebling beim 1. FC Köln: So erobert Tigges die Herzen der Paderborner Fans

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Im Sommer wurde Steffen Tigges mit warmen Worten vom Geißbockheim verabschiedet: „Er hat sich in seiner gesamten Zeit beim FC stets in den Dienst der Mannschaft gestellt und war durch seine Art ein wichtiger Bestandteil unseres Teams – auf und neben dem Platz. Dafür gebührt ihm großer Respekt und ein herzliches Dankeschön“, ließ sich Geschäftsführer Thomas Kessler damals bei der Bekanntgabe des Wechsels des Mittelstürmers vom 1. FC Köln zum SC Paderborn zitieren. Aus sportlicher Perspektive erschien der Abschied von Tigges sinnvoll. Damals bezeichnend: Unter FC-Coach Lukas Kwasniok wurde er vom Mittelstürmer zum Linksverteidiger umfunktioniert. Der Schritt ins Unterhaus sollte einen sportlichen Neuanfang einläuten. Der Wechsel zum SCP stellte für die Kölner aus anderen Gründen einen erheblichen Verlust dar. Tigges war in der Kurve außerordentlich beliebt. In Paderborn, wo er wieder als Mittelstürmer aufgestellt wird, macht der 27-Jährige – zumindest im Hinblick auf das Sammeln von Sympathiepunkten – dort weiter, wo er beim 1. FC Köln aufgehört hat.

Tigges´kuriose Treffgewohnheiten

Steffen Tigges verpasste bei seinem neuen Arbeitgeber nur ein Spiel aufgrund von Adduktorenproblemen, stand im Schnitt 62 Minuten auf dem Rasen und konnte dabei vier Tore und eine Vorlage zur Aufstiegsmission der Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann beisteuern. Das sind keine Statistiken, die sonderlich aufhorchen lassen. Mannschaftskollege Laurin Curda etwa kommt bereits auf sechs Tore und fünf Vorlagen. Zum Goalgetter ist „Tigginator“ für im Trikot der Paderborner demnach keineswegs avanciert. Spannend aber ist, wie er seine Tore erzielt, und insbesondere, wann er trifft.

Denn wenn er trifft, dann ausschließlich per Kopf und im Doppelpack. So geschehen im Ostwestfalen-Derby zwischen Paderborn und Arminia Bielefeld am neunten Spieltag, als der Stürmer seinen Premierentreffer zum emotionalsten Zeitpunkt erzielte und gleich Treffer Nummer zwei im Paderborn-Trikot nachlegte. Es folgte ein Winterschlaf, welchen er, wieder per Kopf und im hitzigen Duell mit einem Lokalrivalen, Ende Januar beendete. Denn auch gegen Preußen Münster brachte er die Kugel gleich zweimal im Kasten der Münsteraner unter. Damit konnten die Paderborner Fans kaum anders, als Tigges zu ihrem Spieler des Monats Januar zu wählen.

Tigges: „Würde gerne mal in einem normalen Spiel treffen“

Ob da ein Plan dahintersteckt? Nach dem Doppelschlag gegen Münster klärte Tigges gegenüber der Sportschau auf: „Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Ich würde auch gerne mal in einem normalen Spiel einfach treffen. Das wäre auch schön.“
Fest steht, dass Paderborn im Rennen um den Aufstieg oben mitmischt. Die Mannschaft, die in der abgelaufenen Saison noch von FC-Coach Lukas Kwasniok betreut wurde, steht nach 21 Spieltagen mit 39 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Elversberg und Hannover folgen mit nur einem Punkt weniger.

Eine weitere Gelegenheit, auch in einem „normalen Spiel“ zu treffen, hat Tigges bereits am Sonntag. Dann muss er auswärts an der Castroper Straße gegen den VfL Bochum antreten. Vielleicht gelingt ihm ja gegen den ehemaligen FC-Keeper Timo Horn der nächste Streich – aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Kopf und im Doppelpack.


1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zur frühen Abreise und dem Personal vor Stuttgart

Lukas Kwansiok auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bayern
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1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zur frühen Abreise und dem Personal vor Stuttgart

An Weiberfastnacht bricht der FC zum Auswärtsspiel nach Stuttgart auf. Für die Kölner eine ungewohnt frühe Abreise. Aber eine, die für den Coach des 1. FC Köln durchaus Sinn ergibt: Das sagt Lukas Kwasniok zur frühen Abreise.

Einen Tag früher als gewohnt bricht der FC-Tross zum Spiel nach Stuttgart auf. Der Kölner Coach erklärte noch einmal, warum die Kölner Weiberfastnacht aufbrechen. Lukas Kwasniok erklärte zudem den Plan mit dem Personal.

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Während mit Weiberfastnacht der Straßenkarneval seinen ersten Höhepunkt erreicht, reist der FC früher als gewöhnlich, aber mit gut gefüllter Personaldecke zum Auswärtsspiel in Stuttgart. „Es ist keine Flucht, es ist einfach Professionalität“, erklärte Kölns Trainer Lukas Kwasniok. „Es geht um Ergebnisse. Die Ergebnisse sind rund um Karneval in der Vergangenheit nicht so berauschend gewesen.“ Tatsächlich haben die Kölner in den vergangenen 26 Jahren gerade einmal drei Karnevalsspiele gewonnen. Ausgerechnet jetzt geht es gegen ein weiteres Topteam, den VfB Stuttgart. Und darauf liegt der gesamte Fokus, Karneval wäre ein unnötiges Störfeuer. „Logischerweise, wenn du vor Ort bist, ist der Fokus nicht komplett auf dem, wofür du bezahlt wirst. Die Ablenkungsgefahr ist extrem groß.“

Fragezeichen hinter Johannesson

Somit wird der FC also am Donnerstag aufbrechen. „Es geht nach Frankfurt, mit einer Trainingseinheit in Frankfurt. Der Gedanke ist, dass wir nicht eine lange Fahrt nach Stuttgart, sondern einen Zwischenstopp haben“, sagte der Coach. „Und nicht drei Tage an einem Ort verweilen, weil es sich sonst zieht. Ich fand die Idee von Kess gut und freue mich auf das Training und die Fahrt.“ Kwasniok erklärte, dass er auch verfrüht nicht den gesamten Kader mitnehmen werde. 18 Spieler plus drei Torhüter sollen es sein. Dabei steht noch ein Fragezeichen hinter einem Mittelfeldspieler. „Isak Johannesson hat zwar individuell trainiert, aber seinen Lauf auf dem Laufband nicht zu Ende bringen können. Da müssen wir schauen, wie es ihm nachher geht. Da müssen wir abwarten“, sagte Kwasniok. Der Isländer wird aber im Bus sitzen.

„Die Langzeitverletzten sind natürlich noch kein Thema.“ Heißt: Timo Hübers, Luca Kilian fehlen aufgrund ihrer schweren Knieverletzungen, Linton Maina nach seinem Rippenbruch und Alessio Castro-Montes mit muskulären Problemen. Die beiden Akteure hatten sich zuletzt in absoluter Topform befunden, fehlten aber schon gegen Leipzig. Und wie sieht es mit den weiteren Rekonvaleszenten aus? „Jahmai ist noch nicht so weit, Heintzi hat wieder mit trainiert, ist auch rein theoretisch wieder eine Kaderoption, hat aber noch nicht so viel gemacht. Joel ist schon wieder im Kader“, sagte der Trainer. „Ragnar und Said konnten wieder voll umfänglich trainieren. Die Frage stellt sich demnach nicht.“ Ob Felipe Chávez mehr Einsatzzeit bekommt, ließ der Kölner Trainer zunächst offen. Für die Startelf scheint der Spieler aber keine Option zu sein. Kwasniok sprach davon, dass es für solche Spieler erst einmal „andere Kaliber“ benötige.

Rav van den Berg könnte dagegen eine Option wieder für die Startelf werden. Der Niederländer hatte zuletzt im Training überzeugt. „Sebulonsen hat es einfach sehr gut gemacht. Mit Cenk haben wir auch jemanden, der sich stabilisiert hat und einen linken Fuß mitbringt. Und wenn du dann viel verteidigen musst, dann ist eine aufopferungsvolle Spielweise von Eric Martel vielleicht das, was einen Tick mehr benötigt wird, als die spielerischen Qualitäten von Rav“, so Kwasniok. „Ich habe aber das Gefühl gehabt, er will es mir jetzt zeigen. Die Tür ist immer offen.“ Ob der Niederländer von Beginn an spielt, „wird sich zeigen“.

Bittere Karnevalsspiel-Bilanz für den 1. FC Köln: Der frühzeitige Kampf gegen den Karnevalskater

Enttäuschung nach dem vergangenen Karnevalsspiel in Karlsruhe
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Bittere Karnevalsspiel-Bilanz für den 1. FC Köln: Der frühzeitige Kampf gegen den Karnevalskater

Mit einer ungewöhnlich frühen Anreise will der FC dem Karnevalstrubel vorerst aus dem Weg gehen. Das hat gleich mehrere Gründe. Einer dürfte eine besonders schwache Bilanz sein beim 1. FC Köln: Der FC will wieder ein Karnevalsspiel gewinnen.

Die Bilanz der Karnevalsspiele ist für den FC schon fast verheerend. In dem vergangenen Vierteljahrhundert gab es für Köln gerade einmal drei Siege am Karnevals-Wochenende. Diese Bilanz soll dringend aufpoliert werden und dafür geht man beim FC ungewohnte Wege.

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Verkleidet waren sie als Super Mario, als Rennfahrer oder als Cowboy – doch die ganz große Karnevalsstimmung soll beim FC in dieser Saison noch nicht aufkommen. Kölns Trainer Lukas Kwasniok hatte seinen Spielern am Dienstagabend auf der vereinseigenen Karnevalssitzung jedenfalls einen Zapfenstreich mit auf die Feier gegeben. Auch an Weiberfastnacht werden die Kölner dem Trubel wie berichtet aus dem Weg gehen. Der FC-Tross reist schon am Donnerstag Richtung Stuttgart, wo am Samstag das nächste Ligaspiel auf dem Plan steht. Am Freitag werden die Kölner noch eine Einheit in Frankfurt auf dem neuen Trainingscampus des DFB absolvieren. Der Fokus ist zu Beginn der tollen Zeit komplett auf die Begegnung bei den Schwaben gerichtet.

Keine gute Bilanz gegen den VfB

Es ist ein ungewohnter Weg, den sich die FC-Bosse überlegt haben und möglicherweise hat er mit der fast schon katastrophalen Karnevals-Bilanz der Kölner zu tun. In den vergangenen 26 Jahren gingen nur drei Karnevalsspiele an den FC. In den vergangenen 16 Jahren waren es neun Niederlagen, fünf Unentschieden, die sich zu zwei Siegen gesellten. 2019 gab es in der 2. Bundesliga einen 2:1-Erfolg über den FC Ingolstadt, ein Jahr später sorgten die Kölner mit einem 5:0-Erfolg über Hertha BSC für besonders fröhliche Karnevalstage. Besonders bitter auf der anderen Seite eine deutliche 0:3-Klatsche vor drei Jahren, die erste Niederlage des Jahres und das ausgerechnet in Stuttgart. Der VfB feierte damals dagegen den ersten Sieg in 2023.

Die Vorzeichen von damals haben sich verkehrt. Stuttgart ist mittlerweile wieder im oberen Tabellendrittel beheimatet, spielt regelmäßig international und peilt auch in dieser Saison wieder den europäischen Wettbewerb, am liebsten die Königsklasse an. Aktuell belegen die Schwaben den fünften Tabellenplatz, punktgleich mit RB Leipzig auf Rang vier und drei Zähler hinter dem Dritten aus Hoffenheim. Gegen den FC wollen die Schwaben nachlegen und gleichzeitig ihren eigenen Rekord einstellen. In den 80er Jahren blieb der VfB sieben Mal in Serie ohne Niederlage gegen die Geißböcke. Aktuell steht Stuttgart bei sechs. In der Liga gewannen die Kölner in Stuttgart vor mehr als zehn Jahren das letzte Mal. In den vergangenen zwölf Bundesliga-Partien gab es nur einen Erfolg. Die Aufgabe könnte also kaum schwerer sein.

In den vergangenen Jahren hatte die Feierei auch bei der Mannschaft bekanntlich Nachwirkungen. Spieler fielen erkrankt aus, in der vergangenen Saison verstießen einige Akteure, darunter Linton Maina, gegen Vereins-Auflagen und gingen trotz anderer Vorgabe an Weiberfastnacht feiern. Nun ist der Weg ein anderer, das Ziel aber klar: Die Mannschaft aber auch die FC-Fans sollen nicht erst am Rosenmontag viel Grund zum Feiern haben.


Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?

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Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?

Nach der „Fisch-oder-Fleisch“-Kritik von Lukas Kwasniok anlässlich der Leipzig-Niederlage stellt sich durchaus eine Frage: Fehlt dem 1. FC Köln ein Abwehrchef? Denn beim FC kommt es in der Hintermannschaft immer wieder mal zu Abstimmungsfehlern.

Das 0:1 gegen Leipzig fiel nach Ansicht von FC-Coach Lukas Kwasniok viel zu einfach. Vor dem Hintergrund der Abstimmungsprobleme in der Defensive des 1. FC Köln kommt die Frage auf: Fehlt dem 1. FC Köln ein Abwehrchef?

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Neben dem Ärger über die umstrittene VAR-Entscheidung beschäftigte FC-Trainer Lukas Kwasniok nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig vor allem eine Szene aus der ersten Halbzeit. „Das war kein Fisch und kein Fleisch. Jetzt müssen wir in die Ursachenforschung gehen, warum das so etwas Halbschwangeres war“, sagte der Trainer am Sonntag. „Der Raum zwischen Torhüter und Kette ist so groß, dass ein Linksfuß wie Raum den Ball genüsslich reinchippen kann. Wenn du am Elfmeterpunkt stehst, hast du eine gute Orientierung. So hast du nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich saß auf der Bank, habe es kommen sehen und war erst einmal acht Minuten lang böse.“ Wer sich die Entstehung des Gegentreffers noch einmal anschaut, kann das Unverständnis des Trainers gut nachvollziehen.

Fehlt ein Abwehrchef?

David Raum flankte aus dem rechten Halbfeld in den Kölner Sechzehner, Leipzig nutzte mit einem einfachen Laufweg den Moment. Xaver Schlager orientierte sich an Tom Krauß, blockte dessen Rückwärtsbewegung geschickt ab, sodass Baumgartner in die entstehende Lücke stieß und den Ball vor Eric Martel per Kopf im Tor unterbrachte. Die Szene erweckt einen Eindruck: Dem FC fehlt möglicherweise ein bestimmtes Spielerprofil, das gerade bei Standards für klare Absprachen, präzise Zuweisungen und die Übersicht über die Tumulte im eigenen Strafraum sorgt – ein echter Abwehrchef. Bei den Geißböcken hat dieses inoffizielle Amt eigentlich Timo Hübers inne. Eine schwere Knieverletzung im Oktober verbannte den 29-Jährigen jedoch in die Zuschauerrolle. Zu allem Übel reihte sich in der Kölner Innenverteidigung eine Verletzung an die nächste.

Wer kann Hübers ersetzen?

Der Blick richtet sich nun auf spannende Kandidaten im Kader, die die besagte Lücke füllen könnten. Auf dem Papier gibt es nämlich gleich mehrere Spieler, die die Qualitäten eines Abwehrchefs mitbringen. Da wäre zum einen Rav van den Berg. Der 21-Jährige strahlt unter Druck Seelenruhe aus, ist Kapitän der U21-Nationalmannschaft der Niederlande und hat trotz seines jungen Alters bereits viel Erfahrung bei Stationen in Zwolle und Middlesbrough gesammelt. Er wurde mit einem Versprechen von rund zehn Millionen nach Köln geholt und ist prädestiniert, einmal in der Defensive die Zügel in der Hand zu haben. Van den Berg, der erst seit dem vergangenen Sommer in Köln ist, musste sich lange mit einer Schulterverletzung herumplagen. Nach seiner Rotsperre wegen Handspiels im Duell mit Union Berlin stand er in vier Spielen nur gegen den SC Freiburg von Beginn an auf dem Rasen; zuletzt saß er im Spiel gegen Leipzig über die vollen 90 Minuten auf der Bank. Das sind Faktoren, die seine Entwicklung im FC-Trikot ausbremsen.

Chef-Suche: Hängerunde im Kader

Neben der Abgebrühtheit von Anführern aus der Defensive ist ein weiteres Charakteristikum das saubere und risikobewusste Passspiel: scharfe, aber präzise Vertikalpässe, gezielte Spielverlagerungen und das Gespür dafür, wann die sichere Lösung gefragt ist. Andribbeln und Linien brechen: Er erkennt freie Räume vor sich und nutzt sie, um Druck aus dem Spielaufbau zu nehmen und Gegenspieler zu binden. Das hat Jahmai Simpson-Pusey seit seiner Ankunft im Winter eindrucksvoll gezeigt, indem er ohne jeglichen Spielrhythmus ordentliche Leistungen abgeliefert hat. Für van den Berg und Simpson-Pusey ist festzuhalten, dass sie allein aufgrund ihres Profils das Zeug zum Abwehrchef im Trikot des 1. FC Köln hätten. Aber niemand kann erwarten, dass die jungen Spieler die vakante Stelle des Abwehrchefs sofort ausfüllen. Das obliegt Spielern, die sich schon länger am Geißbockheim tummeln.

Knochenhart im Zweikampf, bewiesener Anführer auf dem Platz und Kapitän der deutschen U21-Auswahl: Eric Martel hat das Zeug, sich auch eine Position weiter hinten als Leader festzubeißen. Doch über ihm schwebt die Frage, ob man in Köln auch in Zukunft mit ihm planen kann. Die Anstrengungen von Kessler in der abgelaufenen Transferperiode deuteten zudem auf eine Umstrukturierung auf Martels Sechserposition hin. Ein Verbleib in Köln würde es ermöglichen, ihn dauerhaft in der letzten Kette zu etablieren, wie er es bereits gegen Leipzig getan hat. Die Hängepartie bezüglich seiner Vertragssituation macht es Kwasniok sicherlich nicht leichter, Martel als neuen starken Mann in der letzten Kette zu etablieren. Allerdings fehlte auch dem vermeintlichen Sechser zuletzt die nötige Konstanz.

Antworten auf die „Fisch-oder-Fleisch-Frage“

Die Frage nach dem Abwehrchef ist für den 1. FC Köln nach wie vor kompliziert. Um Gegentore wie das 0:1 gegen RB Leipzig zu vermeiden, muss der Verein einen neuen Lautsprecher im defensiven Zentrum installieren. Vielleicht tut sich ja schon im Spiel gegen den VfB Stuttgart ein neuer Chef in der Abwehr hervor, der für Klarheit in der „Fisch-oder-Fleisch-Frage“ sorgt. Die Frage darf aber durchaus erlaubt sein, ob die Kölner im Winter in der Innenverteidigung nicht doch hätten nachbessern müssen.

Gegen die Schwaben wird eine klare Rollenverteilung auch aufgrund ihrer flexiblen Spielweise unabdingbar sein. Es bleibt abzuwarten, wen Kwasniok in der letzten Kette gegen Sebastian Hoeneß‘ Elf aufbieten wird.


Vom Zettel ins Profitraining: Mit David Fürst bekommt das nächste Talent eine Chance

David Fürst im Kreise der U19 des 1. FC Köln beim Spiel gegen Inter (2. v. r.)
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Vom Zettel ins Profitraining: Mit David Fürst bekommt das nächste Talent eine Chance

Vor genau einer Woche erlebte David Fürst beim Youth-League-Spiel gegen Inter Mailand vor 50.000 Zuschauern sicherlich sein persönliches Karriere-Highlight. Nun wurde der 18-Jährige zum Training bei den Profis hochgezogen. Mit David Fürst steht das nächste Talent beim 1. FC Köln bereit.

Einige Spieler der U19 performen beim Rekord-Duell in der Youth League stark und spielten sich in den Fokus von FC-Coach Lukas Kwasniok. David Fürst trainierte am Mittwoch mit den Profis und kann seine Chance vielleicht nutzen.

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Es war sicherlich das Highlight der Kölner Youngster: Genau vor einer Woche rollte der Ball im „großen“ Stadion vor 50.000 Zuschauern – Flutlichtspiel in der Königsklasse des Nachwuchses, dann auch noch gegen Inter Mailand. Auch, wenn das Ergebnis am Ende eine Enttäuschung war, es war sicherlich ein einmaliges Erlebnis. Bislang – zumindest für den Großteil der Spieler. Denn nicht viele schaffen am Ende den Sprung zu den Profis. Einer, der einen richtig starken Eindruck gegen die Italiener hinterließ war David Fürst. Der 18-Jährige zeigte mit starken Grätschen, einem guten Stellungsspiel, dass er durchaus ein Hoffnungsträger der Kölner sein kann. Unter anderem Fürst scheint seine Chance sich zu zeigen, genutzt zu haben. Denn seine Leistung blieb wohl auch FC-Cheftrainer Lukas Kwasniok nicht verborgen.

„Zwei, drei Jungs auf dem Zettel“

Und so stand der Rechtsverteidiger am Mittwoch zusammen mit den FC-Profis auf dem Rasen am Geißbockheim und absolvierte gemeinsam mit der Mannschaft das Training zur Vorbereitung auf das Duell gegen den VfB Stuttgart. Der U19-Spieler ist mit seinen 1,85 Metern nicht nur als Rechtsverteidiger einsetzbar, Fürst kann ebenfalls Positionen im rechten oder linken Mittelfeld bekleiden. Seine Jugend verbrachte der Youngster bei Borussia Mönchengladbach, wechselte im Sommer 2022 zur U17 des 1. FC Düren. Nur ein Jahr später, im Sommer 2023 kam der heute 18-Jährige ablösefrei zum 1. FC Köln, spielte zunächst in der U17 und ist seit 2024 Teil der U19 der Geißböcke. Im Oktober vergangenen Jahres stand Fürst im Hinspiel der Zeiten Runde der Youth League gegen Racing Union YL noch nicht auf dem Platz.

Zum Rückspiel konnte sich der Youngster allerdings wohl empfehlen und wurde von Ruthenbeck für knapp 30 Minuten eingewechselt. Seitdem absolvierte Fürst in den folgenden drei Youth League Spielen alle Duelle über die gesamte Spieldauer. Auch in der U19 DFB-Nachwuchsliga scheint es rund zu laufen. Nur vier Mal war der 18-Jährige nicht Teil des Kaders, die restlichen neun Begegnungen stand Fürst in der Startelf. Nun durfte das Talent sich auch bei den Profis zeigen. Sicherlich auch, ob der starken Leistungen am vergangenen Mittwoch. Denn auch Kwasniok beobachtete die Partei gegen Mailand nicht nur privat. „Zwei, drei Jungs haben es auf meinen Zettel geschafft“, sagte Kwasniok zu seinen Beobachtungen während des Abends. Offenbar stand Fürst mit auf dem Papier. „Wie lange sie draufbleiben, hängt jetzt von ihnen ab“, so Kwasniok.

Für Fürst heißt es nun also, diese Chance gut zu nutzen. Ob es bereits am Samstag für den Kader reicht, wird sich morgen bei der Abfahrt der Profis zeigen.