Ein Vabanque-Spiel für den 1. FC Köln und Said El Mala

Wie geht es weiter mit Said El Mala?
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Ein Vabanque-Spiel für den 1. FC Köln und Said El Mala

Zuletzt lief es für Said El Mala beim FC nicht mehr so richtig rund. Der Offensivspieler befindet sich in einer kleinen Formdelle. Normal für einen 19-jährigen Shootingstar. Und dennoch wird man sich viele Gedanken um den Youngster machen müssen beim 1. FC Köln: Die Gratwanderung mit Said El Mala.

Said El Mala ist der große Gewinner der aktuellen Saison. Bislang der Kölner Topscorer, zahlreiche Verein sind interessiert und am Ende des Horizonts winkt vielleicht sogar die WM. Und das, obwohl es sportlich gerade nicht so richtig rund läuft. Und mitten in diesem Gemisch befindet sich der FC und muss sich Gedanken machen, wie es mit dem Youngster weitergehen soll.

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So wirklich rund will es dieser Tage für Said El Mala beim FC nicht laufen. Der Offensivspieler befindet sich zum ersten Mal in seiner noch jungen Profikarriere in einer Art Formdelle. Bei Viktoria Köln mischte El Mala in der vergangenen Spielzeit die 3. Liga auf, in der Bundesliga ging es bekanntlich auch lange bergauf. Profidebüt, das erste Bundesliga-Tor, mittlerweile Topscorer der Geißböcke und dadurch auch im Dunstkreis der Nationalmannschaft, sogar der WM im Sommer. Dazu der Hype um den 19-Jährigen und das Interesse diverser internationaler Clubs. Die Vereine lesen sich wie das Who-is-Who des europäischen Fußballs. Von Bayern München über Manchester City bis hin zum FC Barcelona – angeblich haben alle mindestens ein Auge auf den Kölner Youngster geworfen.

Ein großer Coup

Zweifelsohne ist Thomas Kessler ein ganz großer Coup gelungen. Und das nicht (nur) durch die Verpflichtung des Talents, die wohl zu einem großen Anteil eher mit Christian Keller und dem Tipp eines „Freundes“ zusammenhängt. Vielmehr hat Kessler durch eine geschickte Vertragsverlängerung die Zügel bei El Mala in der Hand. Der Youngster hat bekanntlich – gemeinsam mit seinem Bruder Malek – einen langfristigen Vertrag unterschrieben und den – ebenfalls bekannt – ohne Ausstiegsklausel – wohl eher eine Seltenheit im internationalen Fußball und mit einem Talent dieser Größenordnung. Und so befindet sich Kessler in der sehr guten Position, erst einmal abwarten zu können, welche Angebote denn da so in den Briefkasten am Geißbockheim hereinflattern.

Im vergangenen Sommer hatte mit Brighton & Hove Albion ein Club bereits ein konkretes Angebot unterbreitet, dieses später noch einmal deutlich angepasst, um nun im Winter den nächsten Versuch zu starten. Thomas Kessler und Co. können sich die gebotenen Summen zufrieden anschauen und in aller Ruhe entscheiden, wie es mit dem Youngster weitergeht. Laut der „Sport Bild“ haben die Seagulls 25 bis 30 Millionen Euro für den Kölner Shootingstar geboten. Und da sich der potenzielle Abnehmer in der lukrativen Premier League herumschlägt, dort bekanntlich höhere Ablösen bezahlt werden als im Rest Europas und das Online-Portal transfermarkt.de den Marktwert auf 40 Millionen Euro einschätzt, erscheint es nicht verwunderlich, dass der FC dem englischen Club den nächsten Korb überreicht hat.

Zahlreiche Abwägungen

Sollte es wirklich diese große Schar an Schwergewichten geben, die El Mala im Sommer verpflichten wollen, dann dürften 30 Millionen Euro bei Kessler nur ein müdes Lächeln hervorzaubern. Vielmehr könnte man in Köln auf ein Wettbieten bauen. Doch gerade befindet sich El Mala eben in diesem kleinen Formtief und deutet an, wie fragil dieses Fußballgeschäft sein kann. Und es ist mit zahlreichen Abwägungen verbunden. Zum Beispiel, ob der Shootingstar weiterhin seine Einsatzzeit bekommt, obwohl er aktuell nicht so richtig performt, andere vielleicht besser sind. Auf der anderen Seite wird man sich in Köln die Frage stellen, ob man auf einen Highlight-Spieler wie El Mala verzichten kann. Eröffnen die Geißböcke dem Youngster mit einem Stammplatz die WM-Chance oder wird der Dribbel-König der Kölner zum Einsatz kommen, wenn der Gegner müde gespielt ist?

Performt El Mala weiterhin eher mäßig oder wird nicht eingesetzt, könnte auch der Marktwert wieder fallen. Möglicherweise würde das Gefühl eines stagnierenden Potenzials wachsen. Erst recht, wenn es am Ende dann tatsächlich nicht für die WM reicht. Im Sommer wird das Thema erneut eins werden. Bleibt er, geht er? Wenn ja, wohin? Für wie viel? Und warum gibt Köln überhaupt ein so großes Talent ab?, könnten die Fragen lauten. Auch da werden die Kölner einen kühlen Kopf bewahren müssen. Auch da ist es ein riskanter Weg. Ein Abwägen aus den eigenen sportlichen Zielen, dem wirtschaftlichen Ertrag und einem antizipierenden Blick in die Zukunft. Hat der FC am Ende mehr von einer Millionensumme, die gewinnbringend investiert wird oder erhöht der Offensivspieler die Wahrscheinlichkeit, dass man einem Abstieg entgeht, der wiederum Millionen im deutlichen zweistelligen Bereich kosten würde.

Alles Gedanken, die sich die Kölner Führung in den kommenden Monaten wohl machen muss. Allerdings mit einem eher mäßigen Puls. Denn zum einen ist bei der bisherigen Leistungsexplosion nicht davon auszugehen, dass sich El Mala nicht aus der kleinen Krise befreit, zum anderen hat Kessler die Zügel in der Hand. Und das ist einer der größten Erfolge bislang mit Said El Mala.


Imad Rondic beschert Preußen den Punkt: Kölner Leihgabe trifft sehenswert

Imad Rondic bleibt das Sorgenkind des 1. FC Köln
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Imad Rondic beschert Preußen den Punkt: Kölner Leihgabe trifft sehenswert

Endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis für den Leihspieler des 1. FC Köln: Imad Rondic trifft sehenswert für Preußen Münster und das gegen Kölns ehemaligen Keeper Timo Horn im Tor des VfL Bochum. Der 26-Jährige bescherte dem SC einen wichtigen Punkt und beendete gleichzeitig seine Durststrecke.

Zweites Spiel, erstes Tor – Imad Rondic hat sich bei Preußen Münster am Freitagabend auch auf dem Scoreboard angemeldet. Der 29-Jährige gab gegen den VfL Bochum sein Startdebüt und belohnte das Vertrauen mit seinem Treffer seit fast einem Jahr.

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Er kann es also doch noch – und wie. Mehr als 300 Tage nach seinem letzten Treffer für die Kölner gegen den SC Paderborn hat Imad Rondic wieder ein Tor erzielt. Allerdings für Preußen Münster und das besonders sehenswert. Im Heimspiel gegen den VfL Bochum stand der Angreifer erstmals für die Adlerträger in der Startelf und das Vertrauen zahlte der Bosnier dann auch zurück. Mit einem tollen Pass schickte Jorrit Hendrix den 26-Jährigen auf die Reise. Rondic blieb ganz cool und lupfte den Ball über Kölns Ex-Keepern Timo Horn zum 1:0 ins Netz. In der zweiten Halbzeit glich Koji Miyoshi für den VfL aus. Für Rondic war das Spiel nach einer guten Stunde beendet. Der Bosnier hat damit in seinem zweiten Einsatz für die Preußen das erste Tor erzielt. Auch in der vergangenen Woche spielte der Stürmer und hinterließ einen ordentlichen Eindruck.

Wie geht es nach der Leihe weiter?

Ein Erfolgserlebnis für den Angreifer, der zuletzt an Raków Częstochowa verliehen war. In Polen blieb Rondic in 18 Spielen ohne eine einzige Torbeteiligung. Auch die Zeit beim FC verlief für den 26-Jährigen bekanntlich alles andere als glücklich. In der gesamten Rückrunde traf der Stürmer nur einmal – ein Billardtor gegen Paderborn. Vor genau einem Jahr war der Bosnier für rund 1,5 Millionen Euro an den Rhein gewechselt. Beim FC sollte Rondic die behäbige Offensive wiederbeleben. Das funktionierte bekanntlich nicht. In Köln hat der Angreifer noch einen Vertrag bis 2029. Am Geißbockheim erhofft man sich von der Leihe nach Münster Spielpraxis, aber in erster Linie eine deutliche Leistungssteigerung. Rondic soll sich für weitere Aufgaben empfehlen – wenn wohl auch nicht mehr beim FC.

Das sagt Lukas Kwasniok zu einem möglichen Debüt von Felipe Chávez beim 1. FC Köln

Felipe Chávez bei seiner ersten Trainingseinheit in Köln
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Das sagt Lukas Kwasniok zu einem möglichen Debüt von Felipe Chávez beim 1. FC Köln

Felipe Chávez wechselte am Deadline Day vom FC Bayern München zu den Geißböcken. Der 18-Jährige gilt als hoch veranlagt und hinterließ offenbar auch einen guten ersten Eindruck beim 1. FC Köln: Deswegen setzt Lukas Kwasniok auf Felipe Chávez – wenn auch nicht von Beginn an.

Seit Montag hat der FC einen weiteren neuen Spieler. Felipe Chávez soll die Offensivbewegungen der Geißböcke ankurbeln. Zu einem möglichen Startelf-Einsatz gegen RB Leipzig äußerte sich FC-Trainer Lukas Kwasniok.

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Einen Eindruck hat Felipe Chávez bereits im ersten Training hinterlassen. Einen guten, so war es zwischen den Zeilen bei Lukas Kwasniok herauszuhören. Ob der 18-Jährige nach den Eindrücken auch ein Kandidat für die Startelf gegen Leipzig ist? „Nein“, sagte der Kölner Coach entschieden auf der Spieltags-Konferenz am Freitag. Jahmai Simpson-Pusey hatte nur wenige Tage nach seiner Verpflichtung das Startelf-Debüt bei den Geißböcken gegeben, „Pippo“ Chávez wird nicht in den Genuss kommen, mit der ersten Elf ein- und aufzulaufen. „Die Situation ist einfach eine andere als bei Jahmai“, erklärte der Coach. „Ich weiß gar nicht, ob ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch eine Alternative hatte. Als Innenverteidiger ist es einfach so, dass du gefühlt ein halbes Jahr raus sein und trotzdem sofort spielen kannst. Die gesamte Laufintensität, die Umfänge, die Sprints, die sind einfach deutlich geringer als im Mittelfeld.“

„Er kann auf Bundesliga-Niveau Akzente setzen“

Personell sind die Kölner im zentralen Mittelfeld trotz der ausfälle weiterhin gut aufgestellt. „Ich finde schon, dass wir die Dinge im Mittelfeld zurzeit auch sehr gut machen. Gegen Leipzig, wo das Feld sehr groß, der Weg zum gegnerischen Tor weit werden wird und wir jetzt nicht davon ausgehen, dass wir hier hier ein balldominantes Spiel sehen werden, würde ich einfach dem Spieler auch keinen Gefallen tun“, so der Trainer weiter. Tatsächlich gilt Chávez von seiner Spielanlage eher als ein technisch hochklassiger Spieler, ein Kreativer, der für Überraschungsmomente sorgen kann, vielleicht nicht als Arbeiter. Der Kölner Coach erwartet bei RB den absoluten Vorwärtsgang und wird das zentrale Mittelfeld wohl eher kompakt halten wollen.

Dennoch ist der Deutsch-Peruaner eine absolute Verstärkung für den FC und seinen Trainer. „Dass er einen guten linken Fuß hat, das sieht auch ein Blinder mit einem Auge. Was ihn von vielen guten Fußballern unterscheidet, ist nicht nur, dass er eine Aktivität hat, wenn er den Ball hat, sondern er hat eine gute Aktivität und ein schlaues Verhalten, um den Ball zu bekommen“, so der Coach. „Mit dieser Aktivität endet es bei ihm aber nicht, sondern er spielt den Pass und ist dann weiterhin aktiv. Er hat so eine Spielschläue gepaart mit einer dauerhaften Aktivität. So kann er eben trotz körperlicher Nachteile robusten Spielern gegenüber einfach auch auf Bundesliga-Niveau Akzente setzen. Das haben wir jetzt schon im Training auch gesehen.“

Und die Wahrscheinlichkeit ist auch nicht gerade gering, dass die FC-Fans sich am Sonntag im Stadion ebenfalls einen Eindruck machen können. „Felipe kann das Spiel vor allem auch hinten raus dann für uns ankurbeln“, sagt der 44-Jährige. Auf eine genaue Position wollte der Coach den Spieler nicht festlegen, es gehe ihm eher um Profile. Dennoch sieht Kwasniok irgendwo „zwischen einer offensiven Sechs und einer defensiven Zehn“. Chávez war Anfang der Woche unter Vertrag genommen worden. Der 18-Jährige kommt per Leihe vom FC Bayern München an den Rhein. Beide Parteien erhoffen sich eine Entwicklung des Spielers. Der deutsche Rekordmeister geht von regelmäßigen Einsätzen beim FC aus. Den ersten könnte es am Sonntag geben, wenn auch nicht von Beginn an.


Doch noch ein Transfer beim 1. FC Köln: Emin Kujovic wird verliehen

Emin Kujovic wechselt nach Österreich
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Doch noch ein Transfer beim 1. FC Köln: Emin Kujovic wird verliehen

Spät gibt es doch noch einen Abschied beim 1. FC Köln: Emin Kujovic wird verliehen. Der Mittelfeldspieler soll bis zum Saisonende beim Wolfsberger AC in der österreichischen Bundesliga Spielpraxis sammeln.

Der FC hat doch noch eine Transferbewegung zu vermelden. Emin Kujovic wechselt auf Leihbasis nach Österreich. Das gab der Verein am Freitag bekannt. Kujovic sollte eigentlich schon im Sommer verliehen werden, um Spielpraxis zu sammeln. Nun hat es geklappt.

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Der FC gib Emin Kujovic doch noch ab. Der Mittelfeldspieler hatte im vergangenen Jahr seinen Vertrag verlängert, um anschließend verliehen zu werden. Dazu ist es damals bekanntlich nicht gekommen. Nun aber schon. Kujovic wechselt nun nach Österreich. „Bereits im Zuge der Vertragsverlängerung von Emin haben wir im Sommer gemeinsam nach einer geeigneten Leihstation gesucht“, sagte Lukas Berg, der technische Direktor der Geißböcke. „Dass Emin nun in der 1. Liga in Österreich seinen nächsten Entwicklungsschritt gehen kann, fühlt sich für alle gut und freut uns sehr. Wir werden Emin während der Leihe gut begleiten und wünschen ihm viel Erfolg.“

„Ich bin sehr glücklich, wie sich alles entwickelt hat“

Der Abgang war auch möglich, weil in Österreich das Transferfenster noch deutlich länger geöffnet hat, als in Deutschland. Dort ist bekanntlich seit vergangenem Montag Schluss. Wolfsberg rüstet zurzeit noch mächtig auf. Neben der Verpflichtung des Kölners hat das „Wolfsrudel“ unter anderem auch Jessic Ngankam von Eintracht Frankfurt unter Vertrag genommen. Kujovic soll in Österreich nun Spielpraxis sammeln, um auf das nächste Level gehoben zu werden. Das Nachbarland hat sich mittlerweile als gerngesehener Abnehmer Kölner Talente und Spieler erwiesen. Elias Bakatukanda spielt aktuell beispielsweise bei Linz, auch Florian Dietz war in der Vorsaison nach Österreich verliehen. Jusuf Gazibegovic spielt wieder in Graz.

Der gebürtige Kölner Kujovic spielt seit der U17 beim FC, war zuvor in diversen anderen Kölner Teams unterwegs. Zudem ist er U21-Nationalspieler für Bosnien und Herzegowina.


Auch Laura Vogt verlängert bei den Frauen des 1. FC Köln

Laura Vogt hat ihren Vertrag beim FC verlängert
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Auch Laura Vogt verlängert bei den Frauen des 1. FC Köln

Und die Personalien bei den Fußballerinnen des FC gehen weiter. Auch Laura Vogt verlängert ihren Vertrag beim 1. FC Köln. Die 24-Jährige spielt seit ihrer Jugend bereits in Köln.

Neuer Tag, neue Personalie – scheint aktuell das Motto bei den Frauen der Geißböcke zu sein. Nachdem am Donnerstag Celina Degen ihren Kontrakt verlängert hat, folgte am Freitag die Vertragsverlängerung von Laura Vogt.

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Und auch am Freitag gibt es bei den Kölner Fußballerinnen eine wichtige Personalie zu vermelden. Das tat der FC am Vormittag. Laura Vogt bleibt den Kölnerinnen auch weiterhin erhalten. Die Troisdorferin spielt seit ihrer Jugend bereits bei den Geißböcken, hat zahlreichen Juniorenteams durchlaufen und mittlerweile mehr als 60 Begegnungen für die Profis absolviert. „Auf die Entwicklung von Laura Vogt sind wir als Club außerordentlich stolz. Sie stammt aus unserer eigenen Akademie, identifiziert sich stark mit dem FC und hat sich inzwischen als feste Größe in der höchsten deutschen Spielklasse etabliert“, sagt Nicole Bender-Rummler. „Mit ihrer Leidenschaft und ihrem Feuer auf dem Platz verkörpert sie genau die Mentalität, die es für nachhaltigen Erfolg braucht. Wir sind überzeugt, dass ihre Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist, und freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.“ 

„Ich bin sehr glücklich, wie sich alles entwickelt hat“

Vogt ist absolute Stammspielerin bei den Kölnerinnen, hat in dieser Spielzeit 15 Begegnungen bestritten, in der Liga alle von Beginn an und nahezu immer über die gesamte Spieldauer. „Ich habe schon häufig betont, wie besonders der FC für mich ist. Als ich mit zwölf Jahren angefangen habe, beim FC zu spielen, hatte ich noch gar nicht den Traum, einmal Bundesligaspielerin zu werden. Dieser Wunsch ist erst mit der Zeit entstanden“, sagt Vogt. „Anfangs ging es mir nur um die Freude am Fußball und ich wollte unbedingt für den FC auflaufen. Ich bin sehr glücklich, wie sich alles entwickelt hat und dass wir uns als Mannschaft mittlerweile für unsere harte Arbeit belohnen. Wir hatten in der Vergangenheit schon immer ein gutes Team neben dem Platz, in dieser Saison gelingt es uns auch auf dem Feld zu zeigen, was wir für eine Einheit sind.“ 

Nun hat die 24-Jährige ebenfalls einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. In den vergangenen Tagen haben Amelie Bohnen, Vanessa Leimenstoll und Celina Degen ihre Arbeitspapiere ebenfalls ausgeweitet – genauso wie das Trainerteam um Britta Carlson.


„Er ist ein harter Hund“ – Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzungen beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok auf der PK vor dem Stuttgart-Spiel
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„Er ist ein harter Hund“ – Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzungen beim 1. FC Köln

Mit Alessio Castro-Montes und Linton Maina fallen erneut zwei Spieler beim FC aus. Während Maina unter einem Rippenbruch leidet, zog sich der Belgier eine Muskelverletzung zu und beide fehlen dem 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzungen.

Wieder fallen beim FC zwei Spieler aus, die Krankenakte wird dicker und dicker bei den Geißböcken. Genau dazu äußerte sich nun der Trainer auf der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Duell mit Leipzig.

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Ausgerechnet vor den schweren Spielen gegen Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim hat sich die Personalsituation beim FC wieder verschlechtert. Linton Maina und Alessio Castro-Montes gesellen sich zu der ohnehin schon langen Verletzten-Akte der Kölner hinzu. Während sich Maina eine Rippe gebrochen hat, muss Castro-Montes aufgrund einer Muskelverletzung passen. Mal wieder. Der Belgier ist nicht der erste Spieler, der mit muskulären Problemen passen muss. Aktuell fehlen Jahmai Simpson-Pusey und Dominique Heintz aus ähnlichen Gründen, Joel Schmied hat sich gerade zurück gekämpft. Und so wird die Frage nach der Belastungssteuerung in den Sozialen Medien bereits heiß diskutiert. „Ich weiß jetzt nicht, ob es die dritte oder vierte Muskelverletzung in dieser Saison war. Es ist nicht so, dass es dauerhaft der Fall ist“, sagte Kwasniok am Freitag auf der Pressekonferenz.

„Ich tue mich schwer mit Optionen“

Gerade in Englischen Wochen würden schon die Fragen aufkommen, warum der ein oder andere Spieler denn nicht auflaufe. „Monti hatte halt lange nicht gespielt, bei Jahmai hatte ich kaum eine Alternative. Er hat es gut gemacht, außerdem waren Innenverteidiger nicht gerade üppig vorhanden“, so Kwasniok. „Ich glaube schon, dass die Muskelverletzungen grundsätzlich zunehmen werden, weil du in der Diagnostik so weit bist. Weder bei Monti noch bei Jahmai war es so, dass sie ein Spiel oder ein Training nicht hätten beenden können“, so der Coach weiter. „Sie haben zwischen einem Spiel und einer Trainingseinheit etwas gespürt, dann gehen sie ins MRT und sind zwei bis vier Wochen dann nicht da. Heute nimmt man die Spieler ein, zwei Wochen raus, damit nichts Schlimmes passiert.“ Man müsse eine gewisse Vorsicht walten lassen. Diese Verletzungen lassen sich nicht immer verhindern, gerade wenn sie performen.

Eine Einschätzung wie lange Linton Maina fehlen werde, wollte der Coach nicht geben. „Es gab ja keinen Impact, es ist bei einer Torabschlussaktion passiert“, sagte der Trainer. „Ich tue mich schwer mit Prognosen. Bei einer Rippenthematik wird es auch davon abhängen, wie Linton damit umgehen kann. Aber er ist ja ein harter Hund.“ Marius Bülter hatte sich derweil unter der Woche das Knie leicht „verrenkt“. „Da habe ich schlimmeres befürchtet“, sagte der Coach. Der Spieler trainierte wieder. „Wir haben ihn nicht ins MRT geschickt, da können wir also auch nichts finden.“ Joel Schmied könnte derweil wieder zur Kaderoption werden. „Er hat im vergangenen Jahr sein letztes Spiel gegen Frankfurt gemacht“, so der Trainer weiter. Schmied wird nicht beginnen. Dafür aber ganz sicher Sebulonsen – und das in der Innenverteidigung.

Felipe Chávez wird noch nicht ins kalte Wasser geschmissen. „Ich finde schon, dass wir die Dinge im Mittelfeld sehr gut machen“, sagte Kwasniok und glaubt, dem Spieler gegen den Gegner „auch keinen Gefallen“ mit einem Einsatz zu tun.

Endlich angekommen: Tom Krauß hat nicht nur seine Rolle beim 1. FC Köln gefunden

Tom Krauß nach dem Spiel gegen Mainz
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Endlich angekommen: Tom Krauß hat nicht nur seine Rolle beim 1. FC Köln gefunden

Nicht nur aufgrund seiner Leistung fällt Tom Krauß seit Beginn des Jahres besonders positiv auf. Der Sechser avanciert immer mehr zum emotionalen Leader beim 1. FC Köln: Tom Krauß ist beim FC angekommen und trifft nun auf seinen Heimatclub.

Für Tom Krauß steht am kommenden Spieltag eine besondere Begegnung auf dem Programm. Der 24-Jährige trifft mit dem FC auf seinen Heimat- und Ausbildungsclub Leipzig. Nach zahlreichen Profi-Stationen scheint der Mittelfeldspieler nun aber auch in Köln angekommen zu sein.

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Gefühlt war es jeder Ball, in den sich Tom Krauß im Duell gegen den VfL Wolfsburg reinschmiss. Mit vollem Einsatz verteidigte der Sechser das Zentrum gegen die Wölfe, nicht immer glücklich, am Ende aber sehr erfolgreich – drei Punkte für den FC, drei Punkte gegen den Abstieg. „Das bin ich. Meine Mentalität ist einer der Gründe, weshalb ich Profi geworden bin“, sagt Krauß im Interview mit fc.de. „Ich mag diese Situationen. Das passt zu meiner ekligen Spielweise.“ Und diese Spielweise hat den 24-Jährigen in die Startelf gebracht und ihn als Stammspieler etabliert. Fünf Spiele im Jahr 2026, vier Mal von Beginn an. „Ich hatte schon in den letzten Spielen vor der Pause einige Einsätze. Da kam ich so langsam ins Rollen“, so Krauß. „Man kann schon sagen, dass ich jetzt voll angekommen bin.“  

Gegen den Ex-Club

So angekommen, dass der Mittelfeldspieler zuletzt sogar Eric Martel, der seit März 2024 immer in der Anfangsformation gestanden hatte, aus der Startelf drängte. „Am Ende bleibt es aber ein Tagesgeschäft und ich will auch gegen Leipzig wieder performen“, sagt Krauß. Kein Wunder, denn da trifft der 24-Jährige auf seine Geburtsstadt, seinen Ex-Verein. Als Zehnjähriger kam Krauß von Sachsen Leipzig zu RB, durchlief sämtliche Junioren-Mannschaften, wurde U-Nationalspieler, sammelte mehr als 40 Spiele mit diversen DFB-Teams und spielte an der Seite von Spielern wir Dayot Upamecano, Malik Tillmann oder Leipzigs Neuzugang Brajan Gruda. Der 24-Jährige kennt den RB-Fußball. „Seitdem ich aus Leipzig weg bin, hat sich der Spielstil ein Stück weit verändert. Damals war es viel Pressing, heute haben sie viel Struktur mit Ball“, sagt Krauß.

Die Wurzeln sind geblieben. Noch heute ist der Mittelfeldspieler der Stadt verbunden. Schon vor dem Hinspiel im Sommer hatte Krauß betont, dass Leipzig seine Heimat sei, seine Familie und Freunde dort leben. Über Umwege ist der Spieler beim FC angekommen, spielte zwischenzeitlich für Nürnberg, Schalke, Luton, Mainz und Bochum. Im Sommer hatte der Spieler erklärt, er wolle endlich bei einem Verein ankommen. Das könnte diese Spielzeit rein vertraglich gelingen. 15 Spiele hat der Akteur für den FC absolviert und damit einen Teil der Kaufpflicht erfüllt, nun müssen die Kölner „nur noch“ die Klasse halten. Aber auch privat scheinen Köln und Krauß zusammenzupassen.

„Die ganze Stadt lebt den Verein“

Vor allem die Emotionalität hat es dem 24-Jährigen angetan. „Die ganze Stadt lebt den Verein. Das bekommst du mit, wenn du zum Spiel hin oder nach dem Spiel nach Hause fährst. Die ganze Woche wird nur über den FC geredet“, sagt Krauß. „Das kenne ich schon von ein, zwei anderen Clubs, aber Köln hebt sich im Vergleich schon sehr ab. Dazu zählt natürlich auch die Stimmung. Die Hymne ist schon sehr besonders. Bei der Youth League konnte ich sie mal anders erleben und auf mich wirken lassen, ohne mich auf ein Spiel zu fokussieren.“ Am Sonntag (15.30 Uhr, ab 14.15 Uhr im Liveticker bei come-on-fc.com) liegt der volle Fokus auf Leipzig, seinem Ex-Verein, der Vergangenheit und in gewisser Weise damit auch auf seiner Zukunft in Köln.


Nach Verletzungspech beim 1. FC Köln: Rücken jetzt die nächsten Youngster auf?

Bernie Lennemann und Cenny Neumann in La Nucia (Foto: come-on-fc.com)
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Nach Verletzungspech beim 1. FC Köln: Rücken jetzt die nächsten Youngster auf?

Durch die aktuelle Verletzungsmisere bei den Geißböcken könnten sich nun neue Möglichkeiten eröffnen. So könnte es für Talente wie Cenny Neumann die Option geben, vielleicht schon gegen RB Leipzig einen Platz im Kader der Profis zu erlangen: Rücken die Talente nun auf beim 1. FC Köln?

Bereits ins Trainingslager nach La Nucia hatte FC-Trainer Lukas Kwasniok einige „Jungdachse“ zu Beginn des Jahres mitgenommen – und diese gelobt. Nun könnte es durch die verletzungsbedingten Ausfälle zu Nominierungen bei den Profis kommen.

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Dass Lukas Kwasniok gerne bei seinen Aufstellungen rotiert, ist mittlerweile bekannt. Die Diskussionen um die Maßnahme reißen in den Sozialen Medien nicht ab. Zur Wahrheit gehört natürlich auch die Verletzungsmisere der Geißböcke. Die Ausfälle von Alessio Castro-Montes und Linton Maina treffen den FC in der Vorbereitung auf die kommenden Spiele auf dem komplett falschen Fuß. Beide befinden sich zurzeit in Topform und ausgerechnet jetzt stehen die ohnehin schweren Spiele gegen Mannschaften wie RB Leipzig, den VfB Stuttgart und die TSG Hoffenheim an. Und so wird Kwasniok auch für die kommenden Begegnungen wieder kräftig puzzeln müssen – wenn auch gar nicht so sehr in der Defensive – wie in den vergangenen Wochen.

Rücken andere Youngster in den Fokus

Möglicherweise bietet die Misere allerdings auch anderen Spielern eine Chance. Denn offensichtlich hat der Kölner Coach zuletzt seine Liebe für den eigenen Nachwuchs gefunden. Noch in der Hinrunde war der Tenor meist, dass die Eigengewächse eher 90 Minuten beim Nachwuchs spielen als 85 Minuten bei den Profis die Bank drücken sollen. Mit Fynn Schenten und Youssoupha Niang wurden zuletzt aber zwei Youngster hochgezogen, die ihre ersten Einsätze und Minuten im Profikader sammeln durften. Schon ins Trainingslager nach La Nucia im Januar hatte Kwasniok einige Talente mitgenommen und seinen „Jungdachsen“ zumindest die Option auf Spielzeit bei den Profis in Aussicht gestellt. Nun könnten die jüngsten Verletzungen durchaus auch weitere Youngster in den Fokus rücken.

Gut möglich zum Beispiel, dass Cenny Neumann gegen Leipzig erneut in den Kader rückt. Der Rechtsverteidiger schnupperte gegen Bayer Leverkusen Mitte Dezember erstmals Profi-Luft. Nun könnte die nächste Berufung anstehen und das ausgerechnet gegen Leipzig. Von den Sachsen war der Rechtsverteidiger im Sommer an den Rhein gewechselt, bei den Sachsen spielte der 19-Jährige seit seinem elften Lebensjahr. Es wäre sicher ein besonderes Spiel für den Youngster, der aktuell bei der U21 spielt und dem man beim FC durchaus auch viel zutraut. Auch andere Spieler trainierten unter der Woche bei den Profis mit und könnten nun ihre Kader-Chance erhalten – zumindest in der Theorie. Nilas Yacobi und Etienne Borie rückten auch aufgrund der jüngsten Verletzungen in den Kader auf.

Stürmer Yacobi dürfte es aber angesichts der Chancen von Schenten und Niang aktuell noch schwer haben, für Borie ist die Konkurrenz durch die Verpflichtung von Felipe Chávez nicht kleiner geworden. Der offensive Mittelfeldspieler hatte allerdings im Trainingslager in Bad Waltersdorf schon sehr überzeugt.


Transfer vs. Talent: Der schwierige Balanceakt zwischen Nachwuchs-Förderung und sportlichen Zielen beim 1. FC Köln

Felipe Chávez im Training gegen Eric Martel
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Transfer vs. Talent: Der schwierige Balanceakt zwischen Nachwuchs-Förderung und sportlichen Zielen beim 1. FC Köln

Der Auftritt der Kölner U19 war überzeugend, der Abend beeindruckend, die Leistung und das Potenzial der Youngster vielversprechend. Aber: Während Eigengewächse wie Fayssal Harchaoui auf ihre Chance bei den Profis warten, holt der FC mit Transfers wie Felipe Chávez neue Konkurrenz von außer Haus. Passt das zusammen?

Die ganz großen Namen hat der FC in diesem Winter nicht verpflichtet. Dafür aber junge Spieler, die auf höchstem Niveau ausgebildet wurden, die ein Zukunftsversprechen sein können. Auf der anderen Seite drängen sich Kölner Eigengewächse auf, die auf eine Zukunft beim FC hoffen.

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Für die meisten der Nachwuchskicker, die im Youth-League-Kracher des 1. FC Köln gegen Inter Mailand auf dem Platz standen, war es mit großer Wahrscheinlichkeit das bislang größte Spiel ihrer Karriere. Trotz der 1:3-Niederlage war unübersehbar, mit welcher Intensität die Young Goats darum kämpften, ihre Europapokalgeschichte weiterzuschreiben. Gegen die Nerazzurri hielten sie die Partie bis tief in die Nachspielzeit offen. Die Reise der Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck zeigte, dass der FC mit seinen Talenten auch international konkurrenzfähig ist. Spieler wie Fayssal Harchaoui oder Assad Kotya-Fofana stehen exemplarisch für eine Ausbildung, die Perspektiven eröffnet und gezielt auf den Profifußball vorbereitet.

Die langfristige Vertragsverlängerung von Fynn Schenten bis 2030 verstärkt zunächst den Eindruck, dass der Weg aus dem Geißbockheim in den Profifußball beim 1. FC Köln klarer und gradliniger ist als bei manch anderem Bundesligisten. Diese Entwicklung ist auch das Ergebnis der Transfer- und Kaderstrategie von Sportdirektor Thomas Kessler. Doch genau dort gibt es Anzeichen eines Widerspruchs, der hinter der aktuellen Euphorie hervorblitzt. Während die eigenen Talente auf ihren nächsten Schritt hoffen, holt der FC mit Spielern wie Felipe Chávez externe Nachwuchskräfte hinzu, die sofort um dieselben Plätze konkurrieren. Erschwert der Verein seinen Eigengewächsen durch solche Transfers den Weg in die erste Mannschaft und nimmt ihnen wertvolle Entwicklungschancen? Wie durchlässig ist der Weg nach oben tatsächlich, wenn sportlicher Anspruch und Kaderplanung aufeinandertreffen?

Entscheidungen, die weh tun

Auftritte wie jener gegen Inter Mailand sind der Grund, warum die Verantwortlichen am Geißbockheim alles daransetzen, Fayssal Harchaoui im Verein zu halten. Und ihn behutsam an den Profifußball heranzuführen. Anstatt ihn ziehen zu lassen, soll der Sechser offenbar bewusst Spielklassen tiefer an die physischen und taktischen Anforderungen der Beletage herangeführt werden. Gegen Mailand trieb der U17-Weltmeister den Ball mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit durchs Zentrum. Er suchte konsequent den Weg nach vorne und setzte Mitspieler mit präzisen Schnittstellenpässen wirkungsvoll in Szene.

Die Vorstellung, dass ein Spieler mit diesen Fähigkeiten perspektivisch auch im Team von Lukas Kwasniok eine Rolle einnehmen könnte, ist naheliegend. Doch sie wirkt dann auch wieder fragil, seit der FC verstärkt externe Talente wie Felipe Chávez oder andere Profile aus renommierten Nachwuchsleistungszentren an Bord holt. Die gestiegene Attraktivität des Klubs für solche Leih- und Transferlösungen wird damit zur Geduldsprobe für die Eigengewächse. Gleichzeitig entsteht für Sportdirektor Thomas Kessler eine heikle strategische Frage: Wie geht man mit einem starken Jahrgang um? Ein Jahrgang, der sichtbar bereit für höhere Aufgaben ist, wenn der Weg nach oben immer enger wird? Mit fortschreitender Entwicklung dürften sich Spieler wie Harchaoui jedenfalls nicht dauerhaft mit der Rolle des Wartenden zufriedengeben.

Ruthenbeck: „Es fehlen die entscheidenden paar Prozent“

Eine ähnlich komplexe Konstellation deutet sich auch bei Innenverteidigern wie Assad Kotya-Fofana an. Der 17-Jährige zeigte gegen Inter Mailand eine reife und abgeklärte Defensivleistung und ist längst eine feste Größe im Team von Stefan Ruthenbeck. Seine Entwicklung verläuft konstant, sein Profil ist klar, und damit rückt zwangsläufig auch bei ihm die Frage nach dem nächsten Schritt in Richtung Profimannschaft in den Fokus. Doch auch auf dieser Position scheint der Weg nach oben alles andere als frei. Mit Jahmai Simpson-Pusey hat der FC einen Verteidiger-Typus verpflichtet, der nach seinem Wechsel von der Insel vor allem mit seinen spielerischen Qualitäten überzeugt. Hinzu kommen die derzeit verliehenen Eigengewächse Julian Pauli bei Dynamo Dresden und Elias Bakatukanda bei Blau-Weiß Linz, die mittelfristig ebenfalls Ansprüche anmelden dürften.

Für Youngster wie Kotya-Fofana gilt damit ein ähnliches Grundproblem: Die Perspektive ist vorhanden, doch die interne Konkurrenz wächst möglicherweise schneller, als es der eigene Unterbau verkraften kann. Stefan Ruthenbeck bewertete diese brisante Konstellation folgendermaßen: „Die Cheftrainer machen sich am meisten Gedanken darüber, wie ein Spiel gewonnen werden kann. Es ist immer einfach zu sagen, dass sie Mut haben und einfach mal ein Talent reinschmeißen sollen. Aber das bedeutet dann auch, dass andere Spieler nicht berücksichtigt werden können“, sagte der Nachwuchscoach im Oktober gegenüber dem Express. Wenn es dann darum ginge, die Klasse zu halten oder aufzusteigen fehlten bei den Talenten seiner Einschätzung nach „[…] die entscheidenden paar Prozent. Ich finde, das hat auch mit Respekt den Trainern gegenüber zu tun. Die müssen immer genau abwägen, was am besten für die Mannschaft ist“, schlussfolgerte Ruthenbeck.

Es ist ein Balanceakt

Und dann ist da noch die andere Seite: Denn es darf nicht unterschlagen werden, dass ein Verzicht auf den Transfer von Felipe Chávez allein aus Rücksicht auf den eigenen Nachwuchs kaum realistisch ist. Die Rahmenbedingungen des Geschäfts sind so gestaltet, dass alle Parteien nachts ruhig schlafen können. Thomas Kessler handelte ein Leihmodell mit Kaufoption aus, während sich der FC Bayern zusätzlich eine Rückkaufklausel sicherte. Für Chávez selbst ist es die Chance, auf hohem Niveau Spielpraxis zu sammeln, Verantwortung zu übernehmen und den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Ein junger Spieler mit spürbarem Ehrgeiz, der den Wettkampf sucht.

Gleichzeitig sendet der 1. FC Köln weiterhin deutliche Signale an den eigenen Nachwuchs. Auch ein Blick auf den Ligavergleich zeigt, dass der FC beim Einsatz eigener Nachwuchsspieler konstant in der oberen Tabellenhälfte rangiert. Genau hier liegt jedoch die eigentliche Herausforderung. Sportliche Ambitionen und kluge Transferentscheidungen so auszubalancieren, dass der Weg aus dem Geißbockheim in die erste Mannschaft nicht nur als Versprechen existiert. Es soll eine realistische Perspektive für eine Generation, die längst an die Tür klopft.



Unglaubliches Verletzungspech beim 1. FC Köln – und wieder trifft es die formstarken Spieler

Linton Maina und Alessio Castro-Montes werden dem FC fehlen
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Unglaubliches Verletzungspech beim 1. FC Köln – und wieder trifft es die formstarken Spieler

Linton Maina und Alessio Castro-Montes sind aktuell aus der Mannschaft der Geißböcke nicht wegzudenken. Doch Lukas Kwasniok muss auf die beiden verzichten. Und das vor den schweren Aufgaben des 1. FC Köln: Wieder fallen besonders formstarke Spieler verletzt aus.

Die Verletzungsliste bei den Geißböcken ist ungewohnt und erschreckend lang. Nun kommen zwei weitere Spieler dazu. Und nicht zum ersten Mal sind es Akteure, die gerade besonders performen und nun Wochen fehlen werden.

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Für Verletzungen – und besonders für langwierige und strukturelle – gibt es im Grunde nie einen guten Zeitpunkt. Und doch scheinen die aktuellen Ausfälle auf der anderen Seite absolut zur Unzeit zu kommen. Die Gründe sind vielschichtig. In erster Linie hat es nun mit Alessio Castro-Montes und Linton Maina zwei Spieler erwischt, die sich in einem absoluten Formhoch befinden. Der Belgier und der gebürtige Berliner stehen zurzeit symbolisch für die jüngste positive Entwicklung bei den Geißböcken. Maina erzielte in den vergangenen vier Spielen zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Und das, nachdem der 26-Jährige in der Hinrunde keine große Rolle gespielt hat. Drei Mal stand Maina bis zum Jahresende in der Startelf, einen Scorer sammelte der Flügelspieler nicht.

Die Liste der Verletzten ist lang

Mit dem neuen Jahr bekam der Offensivspieler das Vertrauen des Trainers und zahlte es zurück. Maina hat sich den Startelf-Platz zurück erkämpft und hoffte zuletzt, dass der Lauf so weiter gehe. Worte, die zumindest inhaltlich auch von Alessio Castro-Montes stammen könnten. Denn auch der Belgier erlebte eine Hinrunde zum Vergessen. Bei beiden Akteuren wurde bereits darüber spekuliert, dass sie den Verein im Winter vielleicht verlassen würden. Doch mit dem Jahresbeginn kam die Leistungssteigerung. Auch Castro-Montes befindet sich in guter Verfassung, bereitete zunächst drei Treffer vor, spielte zuletzt stark in der Kölner Defensive als rechter Verteidiger der Viererkette. Nun fallen beide mit strukturellen Verletzungen vermutlich wochenlang aus. Maina mit einem Rippenbruch, Castro-Montes mit einer muskulären Verletzung.

Und das ist in dieser Saison beim FC wahrlich nichts Neues. Die Kölner sind ohnehin vom Verletzungspech verfolgt. Doch aktuell macht es den Anschein, als würden bei den Geißböcken besonders oft Spieler ausfallen, die gerade besonders gut performen. Jahmai Simpson-Pusey hatte etwa einen besonders beeindruckenden Jahresauftakt gefeiert. Der 20-jährige Innenverteidiger hatte bei Celtic in der Hinrunde überhaupt keine Rolle gespielt. Die Leihe war also mit einem gewissen Risiko verbunden. Und mit der Frage nach einer weiteren Soforthilfe. Doch die Antwort gab der Engländer. Wenn auch „nur“ drei Spiele. Dann folge ebenfalls eine muskuläre Verletzung. Joel Schmied erwischte es im November. Zu einem Zeitpunkt, zu dem sich der Schweizer ebenfalls festgespielt hatte.

Kwasniok wird wieder puzzeln müssen

Noch im Sommer gab es nicht wenige Fans und Beobachter, die ihre Zweifel an der Bundesliga-Tauglichkeit des Abwehrspielers hatten. Die hat Schmied unter Beweis gestellt. Auch Dominique Heintz blühte einmal mehr auf, kurz bevor er sich ebenfalls verletzte. Timo Hübers war als Abwehrchef vor seiner schweren Knieverletzung ohnehin gesetzt, Rav van den Berg vor seiner Schulter-Op zumindest ein Startelf-Kandidat. Schon in der Hinrunde verpasste gerade die Innenverteidiger aufgrund von Verletzungen fast 50 Prozent der möglichen Einsätze – ein unglaublicher Wert. Nun betrifft es auch Spieler in der Offensive. Lukas Kwasniok wird also auch in den kommenden Wochen wieder puzzeln müssen. Und in diesen Fällen sicher nicht aus Leistungs- oder taktischen Gründen.