Deutlicher Heimsieg: Frauen des 1. FC Köln bezwingen Nürnberg

Jubel bei den Spielerinnen des 1. FC Köln
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Deutlicher Heimsieg: Frauen des 1. FC Köln bezwingen Nürnberg

Die Fußballerinnen des FC sind mit Schwung aus der Länderspiel-Pause in die Englische Woche gestartet: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen Nürnberg 3:0. Die Kölnerinnen ließen dem Aufsteiger 1. FC Nürnberg keine Chance.

Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen Nürnberg 3:0 und plötzlich rücken sogar die Europapokal-Ränge in Sichtweite.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zur 1:5-Niederlage in München vor der Länderspielpause auf drei Positionen: Martyna Wiankowska, Laura Donhauser und Pauline Bremer ersetzten Celina Degen, Adriana Achcinska und die gelb-gesperrte Carlotta Imping. Für Bremer war es der erste Startelf-Einsatz für die Kölnerinnen. Die FC-Frauen übernahmen nach den ersten Minuten des Abtastens das Kommando und ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen, ohne jedoch zunächst die Lücke in der gegnerischen Abwehr zu finden. Umso bemerkenswerter, dass die Kölnerinnen mit der ersten Chance direkt in Führung gingen: Anna-Lena Stolze spielte Bremer mit einem Heber in den Lauf frei. Die Stürmerin ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und chippte den Ball über die herausstürmende Torhüterin Larissa Rusek hinweg zum 1:0 ins Tor (23.).

FC führt zur Halbzeit deutlich

Danach dauerte es jedoch einige Zeit bis zum nächsten Aufreger: Stolze stürmte auf das Nürnberger Tor zur, scheiterte aus spitzem Winkel jedoch an Rusek (38.). Ein Querpass auf die mitgelaufene Jessen wäre in dieser Situation mutmaßlich die bessere Wahl gewesen. Doch die vergebene Chance war schnell vergessen: Keine zwei Minuten später spielte Laura Vogt von der linken Seite flach an die Sechzehner-Grenze. Martyna Wiankowska verwertete per schönem Schlenzer per Direktabnahme, die vom Innenpfosten zum 2:0 ins Tor prallte (40.). Die Kölnerinnen drückten vor der Pause aufs Tempo. Bremer traf mit einem Schuss nur den Außenpfosten (45.+1). Wenige Augenblicke später verwertete Sara Agrez eine Flanke von Anna Gerhardt per Kopf zum 3:0 (45.+1).

Die Gäste wechselten zur zweiten Hälfte doppelt und fanden etwas besser ins Spiel. Doch mehr als eine Vielzahl an Eckbällen sprang an Ertrag nicht heraus. Die Fränkinnen blieben insgesamt zu harmlos im Offensivspiel. Die eingewechselte Weronika Zawistowska hätte beinahe den vierten Kölner Treffer erzielt, doch Rusek lenkte den strammen Schuss aus 16 Metern über die Latte (71.). Auch die ebenfalls eingewechselte Vanessa Leimenstoll scheiterte mit ihrem Kopfball an Rusek (84.). Lydia Andrade schloss ihren Solo-Lauf mit einem Schuss ab, der knapp am Tor vorbeiflog (90.+4).

Der 1. FC Köln hat sich durch den dritten Saisonsieg in der Tabelle am 1. FC Nürnberg vorbeigeschoben und steht damit vorerst auf dem neunten Platz. Schöne Zwischenbilanz am Freitagabend zum Start ins Wochenende. Der Champions-League-Quali-Rang drei ist zumindest am Freitagabend nur noch drei Punkte entfernt. Allerdings ist der Weg in dieser Saison noch lang.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Hegering (74. Bohnen), Agrez, Wiankowska – Donhauser (74. Leimenstoll), Vogt, Feiersinger (63. Zawistowska) , Stolze (63. Achcinska) – Bremer, Jessen (83. Andrade). Tore: 1:0 Bremer (23.), 2:0 Wiankowska (40.), 3:0 Agrez (45.+1). Zuschauer: 1335.


Rav van den Berg trainiert mit dem Team, Lukas Kwasniok bremst aber die Erwartungen

Rav van den Berg am Ball
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Rav van den Berg trainiert mit dem Team, Lukas Kwasniok bremst aber die Erwartungen

Am Freitag absolvierte Rav van den Berg wieder eine Einheit mit dem Team. Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining will FC-Coach Lukas Kwasniok daraus aber noch nicht machen beim 1. FC Köln: Rav van den Berg arbeitet am Comeback.

Seine Rückkehr wird laut Lukas Kwasniok „herbeigesehnt“. Dennoch ist auch weiterhin Geduld gefragt beim 1. FC Köln: Rav van den Berg arbeitet am Comeback.

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Viele Fans hatten sich am Freitag nicht zum Training der Kölner ans Geißbockheim aufgemacht. Die, die vor Ort waren, bekamen Rav van den Berg beim Fußballtennis mit seinen Mannschaftskollegen zu sehen. Der Niederländer machte die lockere Einheit mit dem Team mit und hatte sichtbar Spaß. Van den Berg hatte sich im Duell gegen den VfL Wolfsburg eine Schultereck-Verletzung zugezogen, musste operiert werden und fällt seitdem aus. Der teuerste Abwehrspieler der Kölner Vereinsgeschichte wird ohnehin vermisst, durch die schwere Verletzung von Timo Hübers ist eine schnelle Rückkehr der Wunsch des Trainers und wohl auch der Fans. Und diese dürften sich dann auch Hoffnung auf ein baldiges Comeback machen, immerhin ist der 21-Jährige wieder am Ball.

Kein Mannschaftstraining

Doch Lukas Kwasniok schob einer möglichen Euphorie um eine baldige Rückkehr sehr schnell einen Hebel vor. „Ich weiß nicht, ob man das als Mannschaftstraining titulieren kann, wenn man ein wenig Fußballtennis spielt“, sagte der Kölner Coach am Rande des Trainings. „Es war heute der zweite Tag nach der Schlacht gegen die Bayern. Die Jungs sind in keinem Spiel so viel gesprintet. Insofern war klar, dass wir heute nicht so viel machen. Ohne jeglichen Körperkontakt war es ein perfekter Tag, um ihn da einzubinden.“ So arbeitete der Abwehrspieler am Ball, ohne der Gefahr von Zweikämpfen ausgesetzt zu sein. „Es ist schon der Plan, dass er spätestens nach der Länderspielpause wieder alles absolvieren kann“, so Kwasniok weiter. „Die nächste Woche wird noch mit angezogener Handbremse stattfinden. Wir sehnen die Rückkehr grundsätzlich herbei.“

Damit würde sich der Engpass in der Hintermannschaft ein wenig verbessern. Aktuell stehen den Kölnern als nominelle Innenverteidiger Dominique Heintz, Joel Schmied und Cenk Özkacar zur Verfügung. Tom Krauß und Eric Martel spielten in dieser Saison schon häufig auf der Position, am Mittwoch wurde die Rolle von Kristoffer Lund übernommen. Dennoch sollen sich die Kölner Verantwortlichen auf der Suche nach einem weiteren Innenverteidiger befinden. Timo Hübers und Luca Kilian fallen mit ihren Knieverletzungen bekanntlich noch monatelang aus. Eine Rückhol-Aktion von Julian Pauli oder Elias Bakatukanda erscheint weiterhin sehr unwahrscheinlich. Mit Jan Thielmann soll auch ein weiterer Verletzter in der Länderspielpause wieder ins Training einsteigen. Der Offensivspieler hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen.


Dienstältester Profi des 1. FC Köln: Florian Kainz zwischen Akzeptanz und Ehrgeiz für mehr

Florian Kainz bekommt beim FC nur noch wenig Einsatzzeit
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Dienstältester Profi des 1. FC Köln: Florian Kainz zwischen Akzeptanz und Ehrgeiz für mehr

Vor zwei Spielzeiten Kapitän, in dieser Saison meist Joker beim 1. FC Köln: Florian Kainz muss seine neue Rolle bei den Geißböcken akzeptieren. Das tut der Österreicher laut Trainer Lukas Kwasniok auch.

In der Vorbereitung gehörte der Offensivspieler zu den auffälligsten Kölnern. Doch aktuell gibt es eher wenig Einsatzzeit für den Spieler des 1. FC Köln: Florian Kainz muss seine neue Rolle akzeptieren.

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Die Begegnung war längst entschieden, als Florian Kainz noch einmal an seiner Einsatzzeit-Uhr drehen durfte. Der Österreicher kam so aber in den Genuss, wieder einmal einen Flutlicht-Pokalfight auf dem Platz zu erleben und das auch noch gegen die wohl beste Mannschaft des Landes. Für Kainz sicherlich ein Highlight-Spiel, vielleicht generell ein Highlight. Denn so richtig viel Spielzeit bekommt der Ex-Kapitän der Geißböcke beim FC zurzeit nicht mehr. Angesichts der Neuverpflichtungen in der Offensive ein erwartbares Szenario. „Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß mit Jakub und seiner Bundesligaerfahrung. Dazu Said, der ein Shootingstar ist. Aber auch mit Linton und rechts mit Jan Thielmann. Gerade auf den Außen ist die Konkurrenz sehr groß“, hatte Kainz im Sommer im Interview mit come-on-fc.com gesagt.

Große Konkurrenz für Kainz

Die Konkurrenz ist aktuell so groß, dass der 33-Jährige eben ein wenig hinten dran ist. Eine ganz neue Rolle für Kainz, die sich aber schon in der vergangenen Saison andeutete. Auch da gehörte der Mittelfeldspieler nicht immer zur ersten Wahl, kam aber immerhin auf 28 Einsätze, 16 von Beginn an. In dieser Spielzeit machte der Österreicher am Mittwoch die 100 Spielminuten voll, steht jetzt bei 109. „Die Kommunikation ist der wichtigste Part in der heutigen Zeit, in der heutigen Welt und wir haben sehr klar miteinander kommuniziert, dass diese Rolle für ihn jetzt erstmal angedacht ist, weil er der Mannschaft vor allem am Ende des Spiels Impulse geben kann“, sagte Lukas Kwasniok. „Bundesliga ist auch ein gewisser Abnutzungskampf. Da gibt es viel Physis.“ Mit zunehmender Laufbahn, sei es etwas schwieriger, Akzente zu setzen, fuhr der Trainer fort.

Kainz ist beim FC mittlerweile der dienstälteste Spieler. Der Österreicher wechselte im Januar 2016 an den Rhein, kommt mittlerweile auf 196 Pflichtspiele für den FC. Kainz stand bei den Geißböcken öfter auf dem Platz als Lukas Podolski, Dirk Lottner oder Thomas Häßler. Dennoch ist die Rolle neu und für Kainz sicherlich nicht immer einfach. „Er hat dennoch diesen Ehrgeiz, uns auch von Beginn an helfen zu können und es wird Spiele geben, wo das der Fall sein wird. Genauso ist er dann auch enttäuscht, wenn er diese Rolle mal am Ende eines Spiels wie jetzt in Dortmund nicht bekommt“, sagte der Coach. „Wenn er das nicht mehr hätte, würde ich ihm raten, Beachfußball an der Copacabana zu spielen. Er ist aber ein Leistungssportler.“ Die Mischung zwischen Rolle akzeptieren und Ehrgeiz für ein bisschen mehr, sei laut Kwasniok die richtige.

Gegen den Hamburger SV wird es angesichts der starken Konkurrenz wohl auch erst einmal wieder der Bankplatz sein.


Lukas Kwasniok gibt Offensiv-Tendenz ab: „Wahrscheinlichkeit schon hoch, dass er beginnt“

Am Sonntag gemeinsam in der Startelf? Said El Mala und Ragnar Ache
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Lukas Kwasniok gibt Offensiv-Tendenz ab: „Wahrscheinlichkeit schon hoch, dass er beginnt“

Wer stürmt gegen den Hamburger SV? Mit seinem Treffer gegen die Bayern hat Ragnar Ache eine Bewerbung abgegeben. Doch auch andere Angreifer machen sich Hoffnung beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok stellt Ragnar Ache erneut die Startelf in Aussicht.

Nicht nur aufgrund seines Treffers war er einer der auffälligsten Spieler beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok stellt Ragnar Ache auch daher die Startelf in Aussicht.

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Es war schon eine beeindruckende Bewerbung, die Ragnar Ache am Mittwoch gegen den FC Bayern München abgegeben hatte. Der Stürmer war an sechs Chancen der Geißböcke mit Abschlüssen oder Vorlagen zum Torabschluss beteiligt. Zudem gewann der Angreifer mehr als 60 Prozent seiner Zweikämpfe, rackerte und ackerte. Mit seinem Treffer zur Kölner Führung krönte Ache seine gute Leistung und erzielte gleichzeitig seinen ersten Pflichtspiel-Treffer für den FC. Kein Wunder, dass der 26-Jährige seinen Treffer aus ausgelassen feierte. Zwar hatte der Stürmer nach dem Spiel noch mit den Nachwirkungen eines Bayern-Fouls zu kämpfen, doch Ache betonte schon am Mittwochabend, dass er für seinen Trainer zur Verfügung stehen würde, wenn dieser in bräuchte.

„Er macht einen guten Eindruck“

Und ein Ache in dieser Form wird wohl gebraucht. Zumindest stellte Lukas Kwasniok seinem Torjäger einen Einsatz von Beginn an in Aussicht. „Grundsätzlich müssen wir nach wie vor auf die körperliche Gesamtkonstitution achten, aber ich finde, wir haben eine gute englische Woche. Wir haben Samstag gespielt, dann am Mittwoch und erst wieder am Sonntag. Du hast eigentlich genügend Zeit um zu regenerieren“, sagte der 44-Jährige am Rande des Freitagstraining. „Jetzt warten wir mal den morgigen Tag ab. Aber er macht einen guten Eindruck und dann ist die Wahrscheinlichkeit schon auch relativ hoch, dass er beginnt, um dann zu schauen, wie wie lange dann durchhalten kann.“ Kwasniok betonte auch, dass es bei der Neuverpflichtung für weitere 90 Minuten am Sonntag dann auch nicht reichen könnte.

Ache habe 45 Minuten im Tank und die Frage sei dann immer, ob die von Beginn an oder erst im Laufe der Halbzeit genutzt werden. „Wenn du die 45 Minuten in der ersten Halbzeit einfach absolvierst, dann hast du normalerweise mit 15 Minuten Pause auch noch mal eine gute Viertelstunde, vielleicht 20 Minuten im Tank“, so Kwasniok weiter. „Weil er einfach auch einen guten Job gemacht hat und auch eine andere Komponente mit ins Spiel bringt. Dass wir bei den Standards gefährlich waren, lag ja vor allem auch an ihm.“ Ache war zunächst noch mit einem Kopfball nach einer Ecke von Isak Johannesson an Jonas Urbig gescheitert. Der zweite Versuch in gleicher personeller Besetzung saß.

Am Mittwochabend hatte Kwasniok die Erwartungen noch ein wenig gebremst und betont, dass das Bayern-Spiel auch schon sehr auf Ache zugeschnitten war und es gegen den HSV eine andere Herangehensweise geben könne. Offenbar spielt der Stürmer dabei aber auch eine Rolle in den Gedanken des Trainers.

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Erfolg der Aufsteiger: Nicht nur der 1. FC Köln hat im Sommer clever investiert

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Erfolg der Aufsteiger: Nicht nur der 1. FC Köln hat im Sommer clever investiert

Trotz der beiden jüngsten Niederlagen blickt der FC auf einen erfolgreichen Saisonauftakt zurück. Dafür ist wohl vor allem die Einkaufspolitik von Thomas Kessler verantwortlich beim 1. FC Köln: Aber beide Aufsteiger profitieren von starken Transfers.

Am Sonntag empfängt der FC mit dem Hamburger SV einen Gegner auf Augenhöhe im eigenen Stadion. Die Kölner werden bemüht sein, weiterhin einen Platz in der oberen Tabellenhälfte zu halten. Der bisherige Erfolg hängt wohl auch an der Einkaufspolitik des 1. FC Köln: Aber beide Aufsteiger profitieren von starken Transfers.

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Auch die am Ende doch deutliche 1:4-Pleite im Pokal gegen den FC Bayern München sowie die knappe 0:1-Niederlage gegen Dortmund zuvor können nicht über den positiven Saisonauftakt der Kölner hinwegtäuschen. Wieso auch, gegen beide Topteams hielt der FC phasenweise mit, hätte gerade gegen den BVB mit einem Quäntchen Glück oder eben nicht so viel Pech mehr erreichen können. Unterm Strich haben sich die Geißböcke seit Saisonbeginn noch nicht einmal in der unteren Tabellenhälfte aufgehalten. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt sieben Zähler. Köln ist einfach gut in die Saison gestartet. Als einer der Väter des bisherigen Erfolgs wird neben Lukas Kwasniok vor allem Thomas Kessler angesehen. Der neue Sportdirektor hat im Sommer inklusive „Leihspieler“ Said El Mala zwölf Spieler ans Geißbockheim geholt.

Nicht nur in Köln gibt es eine starke Quote

Und der Großteil hat bislang einen starken Eindruck hinterlassen. Fünf Akteure sind Stammspieler, mindestens drei gehören zum Pool an Spielern, die über Rotation ebenfalls auf viel Spielzeit kommen. Da Ron-Robert Zieler als Nummer zwei an den Rhein geholt wurde und Rav van den Berg verletzt ist, hinken mit Cenk Özkacar und Alessio Castro-Montes gerade einmal zwei der verpflichteten Akteure den Erwartungen ein wenig hinterher. „Van den Berg, Johannesson, Ache, Sebulonsen, Bülter, Kaminski, Lund und El Mala – das sind absolute Top-Transfers und das sind von zwölf gleich acht. Das ist eine Wahnsinns-Quote“, hatte Eric Martels Berater Michael Reschke im FC-Podcast „Dreierkette“ gesagt. Der Ex-Sportchef gleich mehrerer Bundesligisten sprach sogar von „einem kleinen Fußballwunder“ und: „So eine Quote, wie Thomas sie mit seinem Team erzielt hat, die kannst du nicht erzielen.“

Wie erfolgreich die neuen Spieler eingeschlagen sind, spiegelte sich nur wenige Tage später bei den Marktwert-Einschätzungen des Online-Portals transfermarkt.de wider. Der FC steigerte den Kaderwert demnach um nahezu 40 Prozent. Doch nicht nur Kessler und Co. haben im Sommer auf dem Transfermarkt einiges richtig gemacht. Auch der Hamburger SV hat sich nach dem Aufstieg verändert, ein neues Gesicht bekommen. Und bei den Rothosen hat man offensichtlich im Sommer ebenfalls viel richtig gemacht. Der HSV hat auch ein Dutzend Spieler verpflichtet, von denen ebenfalls acht Akteure Stammspieler, zumindest zum erweiterten Kreis einer Stammformation gehören.

Luxusproblem im Mittelfeld

HSV-Coach Merlin Polzin hat ebenfalls mit dem ein oder anderen Luxusproblem zu kämpfen. Zuletzt musste der Hamburger Trainer gerade im Mittelfeld harte Entscheidungen treffen. Mit Nicolai Remberg, Nicolás Capaldo, Albert Sambi Lokonga und Fábio Vieira tümmeln sich gleich vier Neuzugänge im zentralen Mittelfeld, zwar auf unterschiedlichen, aber offenbar zu wenig Positionen für die gleiche Startelf. Auch in der Hintermannschaft hat sich der HSV mit Luka Vuskovic, Warmed Omari und Giorgi Gocholeishvili beeindruckend verstärkt. Die letzteren beiden fehlten zuletzt allerdings verletzt, Omari wird nach seiner Knieverletzung wohl noch lange ausfallen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich auch der vom FC ebenfalls umworbene Rayan Philippe beim HSV durchgesetzt.

Der Franzose gehörte zu den (mindestens) drei Spielern, die im Sommer wohl von beiden Clubs umworben worden sind. Neben Philippe setzte sich der HSV auch bei Jordan Torunarigha gegen die Kölner durch. Doch der Innenverteidiger erweist sich bislang als Transfer-Flop, kommt bei den Rothosen noch nicht an die erhoffte Leistung ran. Das gleiche gilt für Stürmer Yussuf Poulsen sowie Bayern-Keeper Daniel Peretz. Dabei hat man in Hamburg offenbar clever investiert. Für die Neuverpflichtungen gaben Stefan Kuntz und Co. knapp zehn Millionen Euro aus. Bei den Kölnern waren es rund 25 Millionen Euro. In dieser Statistik lässt der FC zehn Ligakonkurrenten hinter sich. Allerdings hat der FC im Sommer auch durch die Verkäufe von unter anderem Damion Downs und Max Finkgräfe viel Geld eingenommen.

Interessant: Trotz der Marktwert-Steigerung und den hohen Investitionen im Sommer schätzt transfermarkt.de den Kaderwert des HSV knapp wertvoller ein, als den des FC – allerdings um keine 200.000 Euro. Die Tabelle offenbart aktuell ein Zwischenfazit: Unterm Strich haben beide Aufsteiger im Sommer offensichtlich sehr clever investiert.


Warum das 1:4 gegen die Bayern dem 1. FC Köln viel Mut machen kann

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln um Duell gegen die Bayern
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Warum das 1:4 gegen die Bayern dem 1. FC Köln viel Mut machen kann

Mit dem 1:4 gegen die Bayern ist der FC durchaus verdient aus dem Pokal ausgeschieden. Der Rekordmeister war einfach die bessere Mannschaft. Das ist auch zu erwarten gewesen. Allerdings haben sich die Kölner teuer verkauft. Sehr teuer. Warum die Bayern-Pleite dem 1. FC Köln Mut machen kann.

Der Blick auf die Anzeigetafel war heftig. 1:4 stand dort nach 90 Minuten in großen Ziffern. Zwar ging das Ergebnis in Ordnung, der FC hat sich aber teuer verkauft. Warum die Bayern-Pleite dem 1. FC Köln Mut machen kann.

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Lukas Kwasniok hatte es vor dem Pokalfight gegen den FC Bayern München gesagt und der Trainer wiederholte es auch nach der 1:4-Pleite. Um die Bayern zu „stressen, muss ganz ganz viel zusammenkommen“, sagte der Kölner Coach etwa am Dienstag. „Du brauchst mehr als nur ein Quäntchen Glück. Du brauchst einen schlechten Tag der Bayern“, so Kwasniok weiter, der als zusätzliche Zutaten für das Bayern-Erfolgs-Rezept auch noch die Fans und einen aufopferungsvollen Kampf nannte. Den Kampf lieferten die Kölner, die Fans standen ohnehin als 12. Mann hinter den Geißböcken. Es fehlte aber das Quäntchen Glück und ganz offensichtlich auch der schlechte Tag des Gegners. So stand am Ende eine verdiente 1:4-Niederlage auf der Anzeigetafel und doch war Kwasniok der Meinung, dass alle „ein wenig zufrieden nach Hause“ gehen könnten – „zumindest mit der Leistung“.

Köln bislang Bayerns größte Herausforderung

Angesichts des Ergebnisses und des Pokal-Aus hätte die Aussage überraschen können. Sie tat es nicht, weil der FC durchaus eine gute Leistung gezeigt hat. Eine Leistung, die Mut für mehr machen sollte. Denn der FC Bayern gewann in Köln auch sein 14. Pflichtspiel in dieser Saison. Egal, ob im DFB-Pokal, in der Liga oder der Champions League; egal, ob der FC Chelsea, Borussia Dortmund oder Eintracht Frankfurt – bislang konnte noch kein Team dem Rekordmeister das Wasser reichen. Im Gegenteil: Die Bayern springen auch in dieser Spielzeit wieder von Rekord zu Rekord. Acht Siege in der Liga mit einer Tordifferenz von 30:4 hat noch kein Bundesligist in der Historie abgerissen. Europaweit gibt es aktuell auch kein Team, das eben jene 14 Pflichtspiele gewonnen hat.

In der Liga ließen die Münchner bislang im Schnitt acht gegnerische Torschüsse zu, von denen wiederum nur zwei auch aufs Tor kamen, der gegnerische xGoals-Wert lag im Schnitt bei 0,6. Der FC schloss insgesamt 13 Mal Richtung gegnerischen Kasten ab, so viel wie noch kein Gegner in dieser Saison, brachte davon auch sieben Versuche aufs Tor und erreichte einen xGoals-Wert von 1,52. Eine halbe Stunde sah es so aus, als könne der FC im Pokal für die nächste Überraschung sorgen. Und das eben nicht nur durch Wille und Leidenschaft, also die Zutaten, die für eine Pokal-Sensation nötig sind. Der FC spielte mutig mit. Und das war auch der Masterplan. „Wenn du die Bayern nicht Mann gegen Mann anläufst, dann verteidigst du nur dein eigenes Tor. Und über 90 Minuten ist es dann nicht möglich, die Null zu halten“, sagte der Trainer. „Das ist unmöglich und du kommst gleichzeitig nicht in die Möglichkeit, ein Tor zu erzielen.“

Niederlage darf durchaus Mut machen

Und genau das darf dem FC auch Mut machen. Lukas Kwasniok hat wie am vergangenen Wochenende gegen Borussia Dortmund nun auch gegen den Rekordmeister einen taktischen Plan ausgeheckt, der mit eben jenem Quäntchen Glück, ein erfolgreicher hätte sein können. Der Kölner Coach hat in dieser Spielzeit schon mehrfach bewiesen, dass er mit seinen taktischen Kniffen richtig gelegen hat. Gegen die individuelle Klasse und Qualität der Top-Mannschaften ist es dann aber noch ein weiter Schritt. „Die vier Niederlagen sind alles Niederlagen gegen Mannschaften, mit denen wir uns noch nicht messen können“, sagte der Coach. Immerhin wäre gegen den VfB Stuttgart wohl durchaus ein wenig mehr drin gewesen. Gegen Leipzig, Dortmund und nun München setzte sich dann doch die qualitativ stärkere Mannschaft durch.

Und so machen auch die Aussagen des Trainers Sinn, dass nun die eigentlichen Highlight-Spiele kommen. Denn die bevorstehenden Aufgaben heißen nun einmal Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach. Teams, mit denen sich der FC durchaus auf Augenhöhe wähnt. Teams, gegen die die Kölner nun aber auch liefern müssen. Obwohl sich das Ergebnis doch deutlich anhört, kann der FC aus der 1:4-Pleite Selbstvertrauen mitnehmen. Und genau das ließ der Kölner Coach dann auch schnell wieder aufblitzen: „Die Bayern kommen im Januar nochmal nach Köln und dann versuchen wir, noch ein bisschen näher dranzusein.“


Der Bann ist gebrochen: Der 1. FC Köln überzeugt mit seinen Standards

Ragnar Ache, Eric Martel und Jonas Urbig gehen zum Ball
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Der Bann ist gebrochen: Der 1. FC Köln überzeugt mit seinen Standards

In der Liga warten die Kölner nach wie vor auf das erste Tor nach einem ruhenden Ball. Gegen die Bayern hat der FC diesen Bann im Pokal gebrochen: Der 1. FC Köln trifft nach einem Standard. Gegen den HSV soll das nun auch in der Liga gelingen.

In der Liga warten die Geißböcke noch darauf, im Pokal ist es gelungen: Der 1. FC Köln trifft nach einem Standard. Ragnar Ache verwertet eine Ecke von Isak Johannesson.

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In der Bundesliga ist die Statistik noch immer verheerend. Der FC ist nach wie vor die einzige Mannschaft der Liga, die noch nicht nach einer Standardsituation getroffen hat. Ein bitteres Zahlenwerk, denn auch Lukas Kwasniok weiß natürlich um die Bedeutung des ruhenden Balls. Und hob diese auch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Bayern hervor. „Es gibt nur ganz wenige Teilbereiche in einem Fußballspiel, in dem du eine völlig überlegene Mannschaft auf dein Niveau heben kannst. Dazu gehören eben auch Standardsituationen“, hatte der Coach noch am Dienstagnachmittag betont. Und den Plan verfolgten die Kölner gegen die Bayern. Vor allem die Ecken von Isak Johannesson sorgten für ordentlich Gefahr.

Ache trifft nach einer Ecke

Und das auch schon gegen den BVB am vergangenen Wochenende. Da hatte der Isländer eine Ecke in die Box gebracht und Eric Martel war scheinbar so überrascht, dass er Nico Schlotterbeck den Vortritt ließ. Der Nationalspieler brachte den Ball unfreiwillig auf das eigene Tor. Nun kamen die Hereingaben ebenfalls so gefährlich vor das Tor, dass man sich über die bisherige Ausbeute von keinem Treffer, der aus einem ruhenden Ball resultiert, wundern durfte. So hätte Ragnar Ache bereits früh für den FC treffen können. Auch der Schussversuch von Johannesson, den Urbig aus dem Giebel kratzte, war die Folge eines Eckballs, genauso wie der Abschluss von Joel Schmied, den Jonathan Tah noch gerade so blockte. Abgesehen von dem Pfostenschuss von Linton Maina ging die größte Gefahr der Kölner tatsächlich von den Standards aus.

Und so war es auch eine Ecke, die dem FC die Hoffnung auf die Sensation gab. Ache setzte sich bei einer weiteren Hereingabe von Johannesson gegen Dayot Upamecano durch und nickte zur Führung ein. Auch, wenn die Statistik in der Liga bitter ist, haben die Kölner bewiesen, dass sie Standardsituationen doch können. Allerdings bestätigte der Pokalfight noch eine andere Statistik. Nämlich die der Kölner Anfälligkeit bei Standards. Auch bei den Gegentoren nach einem ruhenden Ball liegen die Geißböcke in der Liga auf dem letzten Rang. Und auch gegen die Bayern gab es im Pokal nach der Ecke den Treffer zum 1:3. „Der Ball auf den ersten Pfosten. Ich habe noch versucht hinzukommen, aber die Bayern haben einen Block gestellt und ich kam nicht mehr ran“, sagte Keeper Ron-Robert Zieler, der nicht die beste Figur machte.

Am Sonntag geht es nun gegen den Hamburger SV. Und auch die Rothosen sind in dieser Spielzeit alles andere als torgefährlich, wenn es um den ruhenden Ball geht. Erst einen Treffer hat der HSV nach einem Standard in der Liga erzielt. Der FC würde sicherlich gerne nachziehen.


Starker Pokal-Auftritt: Ragnar Ache betreibt beim 1. FC Köln Eigenwerbung

Ragnar Ache im Kopfball-Duell im Spiel gegen den FC Bayern München
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Starker Pokal-Auftritt: Ragnar Ache betreibt beim 1. FC Köln Eigenwerbung

Bislang kam der Angreifer nur selten über die Rolle des Edeljokers hinaus. Gegen die Bayern zeigte der 27-Jährige eine starke Leistung und das nicht nur aufgrund seines Treffers. Ragnar Ache wird beim 1. FC Köln zur Option.

Die 1:4-Niederlage war verdient und fiel doch irgendwie besonders bitter aus. Auch, weil einige Kölner eine richtig starke Partie ablieferten. Vor allem der Angreifer: Ragnar Ache wird beim 1. FC Köln zur Option.

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Der Fuß war mit einem dicken Eisbeutel versehen, als sich die Protagonisten des Kölner Pokalfights Richtung Katakomben bewegten. „Das Eis ist nur für die Sicherheit“, erklärte Ragnar Ache nach dem Duell gegen den FC Bayern. Der Stürmer hatte zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startformation gestanden. Bereits nach einer Viertelstunde war Ache von Aleksandar Pavlović unsanft von den Beinen geholt worden. Die Erinnerung trug der Stürmer also nun noch nach dem Spiel. Doch für den 27-Jährigen gab es an diesem Abend auch gute Erinnerungen. Denn der Angreifer stand nicht nur wieder überraschend in der Startelf, der Sommer-Neuzugang war gegen den FC Bayern auch noch einer der besten Kölner. Und das über die gesamte Spielzeit. „Ich bin richtig froh darüber, vor allem mit meiner Verletzungsgeschichte. 90 Minuten gegen die Bayern ist kein einfaches Spiel“, sagte Ache.

“Das war ein geiles Gefühl“

Der Stürmer blickt auch auf keinen einfachen Saisonstart zurück. Zumindest aus seiner Sicht. Ache war im Sommer die erste Neuverpflichtung der Geißböcke und direkt mit hohen Erwartungen versehen. Trotz guter Auftritte in der Vorbereitung kam der 27-Jährige aber nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Dabei hatte Ache unter anderem die Partie der ersten Runde des DFB-Pokals nach seiner Einwechslung entscheidend verändert. Der Stürmer hatte gleich beide Kölner Tore in der Schlussphase vorbereitet. Ache sammelte zwei weitere Assists, unter anderem im Duell gegen den VfB Stuttgart, als er ebenfalls von Beginn an auflief. Nun, bei seinem zweiten Startelf-Einsatz, erzielte der Stürmer dann auch endlich sein erstes Tor im FC-Trikot. „Das war ein geiles Gefühl“, sagte Ache. „Wenn man dann endlich das Tor schießt, dann ist man erleichtert.“

Schon zuvor hatte Ache ein Kopfball-Duell gegen die Hintermannschaft der Bayern nach einer Ecke gewonnen. Aber Jonas Urbig bekam noch im rechten Moment den Arm in die Höhe gerissen. Anschließend machte es der Angreifer besser. Ache nickte die Kugel präzise ins Eck ein. Insgesamt gab der Stürmer drei Torschüsse gegen die Bayern ab. Wohlgemerkt gegen die Mannschaft, die in der Liga im Schnitt gerade einmal acht Torschüsse pro Spiel zulässt. Ache bereitete drei weitere Abschlüsse vor. Dazu gewann der Stürmer nahezu 60 Prozent seiner Zweikämpfe, die meisten in der Luft. Und damit betrieb der Stürmer natürlich ordentlich Eigenwerbung. „Ragnar hat ein gutes Spiel gemacht“, lobte also auch Trainer Lukas Kwasniok.

Eine Einsatzgarantie für die Aufgabe gegen den Hamburger SV am Sonntag war das aber nicht. „Das Spiel war extrem auf ihn zugeschnitten“, fuhr Kwasniok fort. „Gegen den HSV können wir das nicht so 1:1 machen. Wir müssen neue Lösungen finden. Aber er hat auf sich aufmerksam gemacht.“ Bereit wäre der Stürmer. Der Fuß ist wohl nicht schwerer verletzt. „Wenn der Trainer mit mir rechnet, dann bin ich da würde ich sagen“, sagte Ache, der sicher mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen „da“ wäre. 


FC-Frauen empfangen Nürnberg: „Haben uns Respekt unserer Gegner erarbeitet“

Britta Carlson kassiert mit ihrem Team die zweite Niederlage
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FC-Frauen empfangen Nürnberg: „Haben uns Respekt unserer Gegner erarbeitet“

Die Frauen des 1. FC Köln wollen nach der Länderspiel-Pause den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen: Dafür ist am Freitagabend ein Heimsieg gegen den Aufsteiger 1. FC Nürnberg Pflicht. Die Frauen des 1. FC Köln empfangen Nürnberg.

Die Trainerin kann ihre Aufstellung für Freitag nur sehr kurzfristig festlegen. Die Frauen des 1. FC Köln empfangen Nürnberg.

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In den vergangenen Tagen war es vergleichsweise ruhig, wenn die Trainerin Britta Carlson ihre Mannschaft zum Training am Geißbockheim um sich versammelte. Gleich acht Spielerinnen des Bundesliga-Teams waren mit ihren Nationalmannschaften unterwegs: Celina Degen und Laura Feiersinger (beide Österreich), Sandra Jessen (Island), Adriana Achcińska, Martyna Wiankowska und Weronika Zawistowska (alle Polen) sowie Irina Fuchs (Schweiz) und Sara Agrez (Slowenien) fehlten zwischenzeitlich. „Die Trainingsgruppe ist kleiner, aber alle arbeiten intensiv“, konstatierte Carlson und ergänzte: „Einige haben am Wochenende zusätzlich in unserer U21 gespielt. Die Nationalspielerinnen sind am Donnerstag wieder im Training.“ Ella Touon und Amelie Bohnen standen am Sonntag in der U21-Startelf beim 8:0-Erfolg in der Regionalliga West gegen Spoho Köln.

„Du musst relativ kurzfristig reagieren“

Wer am Freitag gegen Nürnberg zur Verfügung stehen wird, entscheidet sich somit erst nach der Rückkehr aller Spielerinnen von ihren Nationalmannschaften: „Du musst relativ kurzfristig reagieren, weil du auch nicht weißt, in welcher Verfassung die Spielerinnen zurückkommen. Es sind ja einige, die noch am Dienstag relativ spät spielen, wie zum Beispiel die Polen in Wales, aber das betrifft unseren Gegner genauso“, äußerte Carlson und betonte zugleich: „Bei Nürnberg kommt noch die Anreise hinzu. Wir haben natürlich immer für alle Fälle Plan A, B und C im Kopf. Die Gegneranalyse werden wir erst mit der gesamten Mannschaft durchgehen. In der Kürze der Zeit ist das schon eine besondere Herausforderung.“

Die Wege mit dem 1. FC Nürnberg kreuzen sich in dieser Saison bereits zum zweiten Mal. Im Sommer gewannen die FC-Frauen im Trainingslager in Österreich klar mit 3:0 gegen den Aufsteiger. Das Duell will die Kölner Trainerin aber nicht als Maßstab nehmen: „Das Spiel ist schon ein bisschen her und ich finde, dass Nürnberg seitdem eine gute Entwicklung gemacht hat. Sie haben vor der Länderspielpause noch einen wichtigen Sieg gegen Freiburg eingefahren. Sie haben ihre Punkte geholt und es wird ein Duell, das uns auf jeden Fall fordern wird.“

„Wir haben uns den Respekt unserer Gegner erarbeitet“

Die Kölnerinnen wollen ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen und den jüngsten 1:5-Ausrutscher in München vor der Länderspielpause vergessen lassen: „Wir haben gute Leistungen gezeigt und konnten auch in München eine Halbzeit mithalten. Ich glaube, wir haben uns den Respekt unserer Gegner erarbeitet.“

Mit Blick auf die Entwicklung ihrer Mannschaft seit dem Saisonstart zog Carlson dieses Zwischenfazit: „Wir haben in der Tabelle drei Punkte zu wenig, finde ich. Das ist ein bisschen schade. Aber es ist ein Learning für uns gewesen und vom ersten Spieltag an ging es jeden Tag etwas mehr in die richtige Richtung, auch wenn die Ergebnisse anfangs nicht ganz gestimmt hatten. Wir brauchen sicherlich noch ein paar mehr, um das Selbstbewusstsein noch weiter zu stärken und die Entwicklung weiter mit Ergebnissen zu füttern. Am besten direkt am Freitag gegen Nürnberg.“


Kampfgeist, Chaos, Kontroversen: Kölns großer Abend gegen die Bayern

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Kampfgeist, Chaos, Kontroversen: Kölns großer Abend gegen die Bayern

Köln kämpft wie die alten Römer, Bayern siegt wie gewohnt. Ragnar Ache brachte das Kölner Stadion erst zum Beben, doch dann lassen Schiedsrichterpech und Münchner Abgeklärtheit den Traum vom Fußballwunder platzen beim 1. FC Köln: Ein beeindruckender Abend für die Geißböcke.

In der laufenden Spielzeit konnte noch kein Team Rekordmeister FC Bayern München die Stirn bieten wie am gestrigen Abend der 1. FC Köln: Ein beeindruckender Abend für die Geißböcke.

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Pokalnächte haben ihren eigenen Zauber. Sie entfachen die Leidenschaft der Fußball-Romantiker: Im Pokal schrieb der Fußball seine schönsten Geschichten. Hier wurden schon die Wundertaten von Drittligisten wie in der Vorsaison von Arminia Bielefeld zur Legende. Das Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München passte perfekt in dieses Muster. Es war ein Abend voller Emotionen, Wendungen und kleiner Dramen, wie sie nur der DFB-Pokal hervorbringen kann. Ein kämpfender Außenseiter, der sich mit Leidenschaft gegen die übermächtigen Bayern stemmte. Die Rückkehr von Torhüter Jonas Urbig ins Müngersdorfer Stadion. Und schließlich sorgte eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Tobias Welz und seinem Gespann für das Gesprächsthema des Abends.

Tapfere Römer bereiten Bayern ernsthafte Probleme 

Um die Mannschaft vor dem Fight gegen die in der laufenden Saison übermächtig erscheinenden Bayern einzustimmen, tat der Support aus der Kurve in Müngersdorf sein Übriges. Dort spannten die Fans kurz vor Anpfiff ein Tifo, das bei den Spielern einen Nerv getroffen zu haben schien. Die Südkurve zierte das Abbild eines Römischen Soldaten mit gezücktem Schwert in Angriffstellung, geschmückt mit dem Wappen der Stadt Köln. Darunter das Banner:  “Des Römers Erbe bleibt bestehen – Köln wird niemals untergehen” Und die elf Kölschen Legionäre wurden den Ansprüchen, die so eine Inszenierung erweckt, mehr als gerecht. 

FCB-Coach Vincent Kompany schickte seine erste Garde aufs Feld, nachdem er am Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach noch rotiert hatte. Mit Superstar Harry Kane in der Spitze trat der Rekordmeister in Bestbesetzung an und bekam es mit einem 1. FC Köln zu tun, der von Beginn an keinerlei Ehrfurcht zeigte. Der Effzeh stellte sich der Herausforderung mit den Gästen in einem kampfbetonten Spiel Mann-gegen-Mann. Müngersdorf wurde gestern Abend phasenweise zu einer Gladiatorenarena. Auffällig war dabei vor allem Eric Martel, der als eine Art persönliche Leibgarde von Harry Kane agierte. Der 23-Jährige wich dem englischen Stürmer kaum von der Seite. Kölns Trainer Lukas Kwasniok hatte seine Mannschaft perfekt auf den Favoriten eingestellt. In den ersten 35 Minuten fehlte den Bayern sowohl die gewohnte Dominanz als auch die absolute Kontrolle über das Geschehen.

Erstes Tor von Ache lässt Müngersdorf beben

Das Tor von Ragnar Ache nach einer scharfen Hereingabe fiel zwar etwas überraschend, war angesichts des Spielverlaufs in der Anfangsphase jedoch absolut verdient. Der Angreifer, dessen Trainer nach dem Spiel gegen Augsburg noch eine fehlende Körperlichkeit attestiert hatte, setzte sich im Luftzweikampf gegen den robusten Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano durch und erzielte in der 31. Minute das 1:0. Es war Aches erster Treffer im Trikot des 1. FC Köln. Der Neuzugang aus Kaiserslautern hatte bereits in der ersten Pokalrunde entscheidenden Anteil am Weiterkommen, als er gegen Regensburg als Joker beide Treffer vorbereitete. Auch diesmal ging der Plan von Trainer Kwasniok auf, der besonders auf Standardsituationen vertraute. Köln nutzte jede Gelegenheit, den Favoriten bei ruhenden Bällen zu fordern und zeigte sich in diesen Momenten zielstrebig und entschlossen.

Ache selbst zeigte sich nach dem Abpfiff erleichtert: „Das war ein geiles Gefühl. Die letzten Wochen und Monate waren es nur Assists und keine Tore. Wenn man dann endlich das Tor schießt, dann ist man erleichtert“, sagte der Stürmer. Doch das Momentum der Kölner währte nicht lange. Der amtierende Tabellenführer schüttelte den Schock des Rückstands schnell ab und begann, das Spiel zunehmend an sich zu reißen.

Bayern kämpft sich zurück – mit tatkräftiger Unterstützung des Schiedsrichtergespanns.

Zwei gute Aktionen reichten dem FC Bayern aus, um die Partie noch vor dem Wechsel auf den Kopf zu stellen. Mitten in der Drangphase der Kölner zeigte der Favorit, warum er in Deutschland das Maß aller Dinge ist. Es brauchte einen Moment individueller Klasse, um den Spielverlauf zu drehen. In der 36. Minute marschierte Konrad Laimer dynamisch durch die Kölner Hälfte und legte quer auf Josip Stanišić, der zentral vor Ron-Robert Zieler zum Abschluss kam. Dabei stand jedoch nicht nur der Torschütze im Mittelpunkt, sondern auch das Schiedsrichtergespann um Tobias Welz. Zieler parierte den ersten Versuch stark, doch der Abpraller landete bei Luis Diaz, der den Ball aus einer klaren Abseitsposition über die Linie drückte. Das Tor hätte nicht zählen dürfen, wurde aber dennoch gegeben. Die Proteste der Kölner verhallten wirkungslos und der Ausgleich sorgte für hitzige Diskussionen auf dem Rasen und auf den Rängen.

Nur wenige Minuten später bestraften die Bayern die Gastgeber ein zweites Mal. Harry Kane setzte sich mit einem cleveren Körpereinsatz gegen seinen Manndecker Eric Martel durch und schlenzte den Ball aus spitzem Winkel unhaltbar ins Tor. Kurz vor der Pause hatten die Gäste das Spiel gedreht. Marius Bülter fand nach dem Schlusspfiff deutliche Worte: „Das ist extrem bitter. Vor allem, weil es auch nicht knapp Abseits war. Noch mehr ärgert mich, dass ich in der Halbzeit mit dem Schiedsrichter spreche und er mir erzählen will, er habe es sich in der Halbzeit nicht angeguckt und wolle mich ein Stück weit für doof verkaufen. Das nervt mich. Ich habe ihm ja schon auf dem Spielfeld gesagt, dass es Abseits war, und ihn dann in der Halbzeit noch einmal darauf angesprochen. Ich finde, man sollte dazu stehen.“

Leistungsunterschied wird in Halbzeit zwei deutlich

In der 64. Minute sorgten die Bayern für die Vorentscheidung. Mit einer Ecke von der linken Seite zirkelte Joshua Kimmich den Ball mit viel Effet in den Fünfmeterraum. Kölns Torhüter Zieler wurde dabei eng zugestellt und kam nicht mehr rechtzeitig an den Ball. Kane nutzte den Moment, stieg am höchsten und köpfte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Umringt von Tom Krauß und Martel setzte sich der englische Stürmer dennoch durch und schnürte seinen Doppelpack.

Der Rekordmeister spielte die Partie anschließend routiniert zu Ende. In der 72. Minute leistete sich Kölns Sebastian Sebulonsen einen folgenschweren Ballverlust. Aleksandar Pavlović schaltete schnell, zog über die rechte Seite an und fand im Zentrum Luis Diaz. Der Kolumbianer legte quer auf den einlaufenden Michael Olise, der überlegt einschob und damit den Endstand herstellte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Klassenunterschied deutlich sichtbar.

Kölns Trainer Kwasniok zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch und realistisch. „Wir haben dann Mann gegen Mann versucht, sie von unserem Tor wegzuhalten. 30 Minuten ist das ganz ordentlich gelungen. Dann kam das 1:1, dann das 1:2 innerhalb von drei, vier Minuten, und dann wurde es schwer“, sagte der FC-Coach.

Kwasniok: “Hatte Sorge, dass das Stadion auseinanderfällt”

Von diesem Pokalabend werden wohl nur die ersten 45 Minuten in wohliger Erinnerung bleiben, da ist sich Lukas Kwasniok sicher. Besonders die Phase rund um das Führungstor werde ihm im Gedächtnis bleiben: „Es hat uns ein wenig leidgetan um die Stimmung im Stadion, weil die in den Minuten um das 1:0 natürlich unglaublich war. Ich habe mir Sorgen gemacht, dass das Stadion auseinanderfällt. Aber am Ende gehen alle irgendwie zufrieden nach Hause. 1:4 hört sich hart an, aber wir sind nicht die Ersten, die am Ende von den Bayern den Hintern versohlt bekommen, weil sie einfach gut sind“, sagte der Kölner Trainer nach dem Schlusspfiff.

Für den FC Bayern war es der 14. Sieg im 14. Pflichtspiel der Saison. Das hat vor ihnen noch kein Team der Top-fünf-Ligen Europas erreicht. Zugleich waren es die ersten fünf Minuten in dieser Spielzeit, in denen die Münchner in Rückstand gerieten. Und kein Gegner hatte bislang so häufig auf das Tor der Bayern geschossen wie der 1. FC Köln mit ganzen 13 Abschlüssen. Zahlen, die verdeutlichen, dass die Kölner auch mit den mächtigsten Kräften des deutschen Fußballs mithalten können. Am Sonntag steht für die Mannschaft von Kwasniok bereits das nächste Spiel an. Dann empfangen die Domstädter den Mitaufsteiger Hamburger SV.