Ob die Szene Spiel entscheidend war, ist reine Spekulation. Dennoch war man natürlich nicht sonderlich glücklich beim 1. FC Köln: Die Spieler üben deutliche Kritik nach dem Abseits-Tor der Bayern. Denn der Treffer von Luis Diaz hätte nicht zählen dürfen.
Die Szene hat die Dynamik des Spiels verändert für den 1. FC Köln: Die Spieler üben deutliche Kritik nach dem Abseits-Tor der Bayern.
Marius Bülter fand deutliche Worte
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Irgendwie wirkt es schon ein wenig kurios, dass die bislang schlechteste Erfahrung mit Tobias Welz für den 1. FC Köln eine als Video-Assistent war. Am 12. Spieltag der Abstiegssaison 2017/18 fingen sich die Geißböcke einen Strafstoß ein. Schiedsrichter Dr. Felix Brych fiel auf eine Schwalbe des Argentiniers Pablo de Blasis rein. Welz hätte aus dem Kölner Keller wohl eingreifen müssen, tat der Unparteiische nicht und wurde anschließend dafür hart kritisiert. Auch im Pokalspiel gegen die Bayern hätte der VAR eigentlich eingreifen müssen, wenn es diesen denn geben würde. Den gibt es aber erst ab dem Achtelfinale. Und so gab es kein Korrektiv, das den Schiedsrichter und sein Team auf dem Platz überstimmte.
„Ich glaube schon, dass man einfach dazu stehen sollte“
Tatsächlich hatte Luis Diaz ziemlich eindeutig im Abseits gestanden, als Josip Stanišić den Torabschluss suchte. Den Ball ließ Ron-Robert Zieler klatschen und der Kolumbianer war mit dem Ausgleich zur Stelle. Der Gegentreffer, vielleicht auch erst das anschließende 1:2, zog den Kölnern komplett den Stecker. „Jetzt hätten wir einmal den VAR gebraucht, jetzt ist er nicht da. Ich muss dennoch sagen, einen, anderthalb Meter kann man schonmal sehen“, sagte Ron-Robert Zieler. Tatsächlich stand Diaz so deutlich im Abseits, dass es ein Linienrichter durchaus hätte sehen können. „Wenn nicht sehen muss. Das ist ein Problem“, sagte auch Lukas Kwasniok. Ein Problem, denn der Gegentreffer veränderte die Spieldynamik komplett. Der FC knüpfte nicht mehr an die starke erste halbe Stunde an.
Und doch zeigte der Kölner Trainer auch Verständnis. „Wenn du halt immer mit Navi unterwegs bist, dann lernst du irgendwann diese Straßen nicht mehr“, sagte Kwasniok. „Du vergisst es. Sie können sich immer auf diesen VAR verlassen und auf einmal ist er nicht da.“ Der FC-Trainer erklärte auch, dass es für die Fans bitter gewesen sei, aber am Ende vielleicht kein Unterschied gemacht hätte. „Sie hätten uns einfach erdrückt“, sagte Kwasniok. Marius Bülter war da schon ein wenig undiplomatischer. „Mich ärgert noch mehr, dass ich dann in der Halbzeit mit dem Schiedsrichter spreche und er mir erzählen will, dass er es sich in der Halbzeit nicht angeguckt hat und mich ein Stück weit für doof verkaufen will“, so der Stürmer. „Ich glaube schon, dass man dann einfach dazu stehen sollte.“
Insgesamt erwischte das Schiedsrichter-Team wohl nicht den allerbesten Abend. So zeigte Welz Said El Mala bereits nach zwei Minuten für ein durchaus hartes Einsteigen die Gelbe Karte. Anschließend blieb der Karton aber meist in der Brusttasche, obwohl die Gangart beider Teams auf dem Niveau des El-Mala-Fouls blieb. Nebe Diaz für Ballwegschlagen sah in der Schlussviertelstunde Dayot Upamecano den Karton für klares Ballspielen. Unterm Strich kassierte der FC die Pokal-Pleite aber nicht aufgrund der Schiedsrichterleistung, Einfluss aufs Spiel nahm sie schon.
Eine halbe Stunde war das Spiel der Kölner ein beeindruckendes. Dann war Bayern doch überlegen. Das zeigt sich auch in unseren Noten: Die Einzelkritik zum Pokalspiel des 1. FC Köln gegen Bayern.
Eine starke halbe Stunde reichte den Kölnern am Ende nicht. Dann setzte sich die individuelle Qualität der Bayern durch. Die Einzelkritik zum Pokalspiel des 1. FC Köln gegen Bayern.
Beim Gegentreffer machten einige Kölner nicht die beste Figur (Foto: Lars Baron/GettyImages)
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Schwere Aufgabe gegen die Bayern-Offensive
Ron-Robert Zieler
Der Pokal-Keeper rotierte für Marvin Schwäbe in die Begegnung. Tauchte rechtzeitig gegen Diaz aus spitzem Winkel ab. Starker Reflex bei Kanes Kopfball. Ließ den Versuch von Stanisic vor den Fuß von Torschütze Diaz abprallen. Dennoch ohne Schuld wie auch beim anschließenden Treffer von Kane. Sah beim 1:3 nicht gut aus, verhinderte gegen Tah Schlimmeres, um dann gegen Olise wieder chancenlos zu sein.
Jakub Kaminski
Spielte als linker Schienenspieler und war in beide Richtungen extrem aktiv. Wenn auch im Schlussdrittel ohne große Gefahr. Hätte dennoch nach gut 20 Minuten die Führung erzielen müssen.
Kristoffer Lund
Hatte zu Beginn noch seine Probleme mit Olise und Co. Wurde im Laufe der Begegnung sicherer und bekam den Franzosen immer besser in den Griff. Bekam für eine Grätsche zu recht Szenenapplaus.
Eric Martel
Wie schon gegen den BVB in der letzten Reihe. Ließ sich von Gnabry böse tunneln. Merkte beim 1:2 zu spät, dass sich Kane in seinem Rücken davonstahl, machte dann auch beim Klärungsversuch keine gute Figur. Brachte sich einmal auch in der Offensive ein. Legte zunächst stark mit der Brust auf Johannesson ab und brachte die Kugel dann selbst aufs Tor.
Joel Schmied
Kehrte nach seiner Pause gegen den BVB wieder in die Anfangsformation zurück. Gewohnt solide in der Defensive. Hatte die Führung nach einer Ecke auf dem Fuß, scheiterte aber an Tahs Block.
Sebastian Sebulonsen
Verschätzte sich bei einer Flanke auf Diaz, die folgenlos blieb. Lief beim 1:1 mit Kane mit und verlor dadurch Vorbereiter Stanisic aus den Augen. War auch am 1:4 nicht unschuldig.
Spielte bei Ballbesitz auf einer Art Sechs und ließ sich gegen den Ball in die Kette fallen. Stopfte viele Löcher. Sah beim 1:3 gegen Kane nicht gut aus, als sich der Stürmer zu leicht Platz verschaffte. Dennoch ein sehr solider Auftritt.
Isak Johannesson
Stellte Urbig vor die erste Prüfung und meldete den FC mit einem satten Schuss an. Auch seine Ecken waren gefährlich. Schon in den ersten 30 Minuten hätten diese zur Führung führen können. Dann fand er Ache. Stoppte Laimer vor dem Ausgleich nicht.
Said El Mala
Fügte sich mit einer frühen Gelben Karte ein. Einen Hauch zu ungenau mit einem Pass bei einer Drei-auf-Eins-Situation Richtung Ache. Fand kaum ein Mittel auf der linken Seite. Sein Fehlpass leitete die Großchance von Diaz ein.
Ragnar Ache
Zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startelf. Hätte beinahe früh eine Standardsituation veredelt. Nutzte dann einfach den nächsten Versuch. Starke Zweikampfbilanz für einen Stürmer.
Marius Bülter
War lange gar nicht zu sehen. Versuchte es aus gut 40 Metern mit einem Abschluss über den herausgeeilten Urbig. Der eilte aber schnell genug zurück. War dann wieder eher selten zu sehen.
Am Mittwochabend hat der FC gegen die Mannschaft von Vincent Kompany einen beeindruckenden Kampfgeist bewiesen – und doch verloren. Nach dem Duell äußerten sich unter anderem Ron-Robert Zieler und Lukas Kwasniok. Die Stimmen zum Pokalspiel des 1. FC Köln gegen Bayern München.
Eine gute halbe Stunde schnupperte der FC an der Pokal-Überraschung. Dann schlug der Rekordmeister erbarmungslos zu. Der 1. FC Köln unterliegt dem FC Bayern 1:4 und verabschiedet sich aus dem Pokal.
Der FC hat die große Pokal-Überraschung am Ende doch deutlich verpasst. Eine starke erste halbe Stunde reichte den Geißböcken nicht, um den Bayern gefährlich zu werden. Der 1. FC Köln unterliegt dem FC Bayern 1:4. Die Führung durch Ragnar Ache drehten Luis Diaz, Harry Kane (2) und Michael Olise.
Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
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Kölns Trainer Lukas Kwasniok änderte seine Startelf im Vergleich zur 0:1-Bundesliga-Niederlage vier Tage zuvor in Dortmund auf vier Positionen. Marvin Schwäbe, der schwer verletzte Timo Hübers, Cenk Özkacar und Denis Huseinbasic wurden durch Ron-Robert Zieler, Joel Schmied, Tom Krauß und Ragnar Ache ersetzt. Stadionsprecher Michael Trippel sorgte für den ersten Gänsehaut-Moment des Abends, als er vor dem Spiel bei der Mannschaftsaufstellung auch den Namen von Timo Hübers aufrief. Die FC-Fans sorgten derweil zum Einlauf der Mannschaften vor dem Spiel für den passenden atmosphärischen Rahmen mit ihrer Römer-Choreo über die gesamte Südkurve. Es lag eine knisternde Stimmung in der Luft, die Kölner glaubten an die Pokal-Sensation gegen die scheinbar übermächtigen Bayern.
Ache bringt den FC in Führung
Die Gastgeber brauchten im Hexenkessel Müngersdorf zunächst noch einige Minuten, um ins Spiel zu finden, traten dann aber selbstbewusst auf. Und die erste zwingende Torchance gehörte sogar dem FC: Nach einer Ecke von Jakub Kaminski landete eine Kopfball-Abwehr bei Isak Johannesson. Dessen strammer Schuss wurde jedoch vom Ex-Kölner Jonas Urbig im Bayern-Tor mit Mühe über die Latte gelenkt (11.). Und der FC blieb weiter mutig: Urbig musste sich bei Ragnar Aches Kopfball erneut strecken, parierte aber stark (16.). Kurz danach hatten auch die Gäste ihre erste gute Gelegenheit, doch Harry Kane köpfte freistehend nach einer Flanke von Luis Diaz am Kölner Tor vorbei (18.). Und Kane kam direkt nochmals zum Kopfball-Abschluss, nachdem Sebastian Sebulonsen eine hohe Hereingabe unglücklich genau auf den Bayern-Stürmer verlängerte. Ron-Robert Zieler packte jedoch sicher zu (21.).
Nach dieser kleinen Drangphase der Gäste schüttelten sich die Geißböcke jedoch und traten wieder aufs Gaspedal. Der Funke sprang aufs Publikum über. Der Lohn eines engagierten Auftritts: Nach einer Ecke von Johannesson von der linken Seite stieg Ragnar Ache im Zentrum am höchsten und köpfte den Ball zum 1:0 ins Tor (31.). Müngersdorf explodierte in diesem Moment und verwandelte sich in ein Tollhaus – untermalt von roten Bengalos in der Südkurve. Die Freudenstimmung hielt jedoch nicht lange: Zieler konnte einen Schuss von Josip Stanisic nur nach vorne abklatschen lassen und Luis Diaz staubte zum 1:1 ab (36.). Bitter: Diaz hatte beim Schuss zunächst klar im Abseits gestanden und griff dann aktiv ins Spielgeschehen ein. Einen VAR gibt es im DFB-Pokal jedoch erst ab dem Achtelfinale und so wurde der Treffer nicht zurückgenommen.
Kane mit Doppelpack
Und die Bayern drehten die Partie aus dem Nichts komplett: Harry Kane schüttelte nach Zuspiel von Michael Olise am Fünfer Eric Martel ab und schlenzte den Ball aus spitzem Winkel und aus der Drehung zum 1:2 ins lange Eck und crashte damit vorerst die Kölner Party vollends (38.). Der Doppelschlag entpuppte sich auch als sportlicher Wirkungstreffer, denn die Geißböcke fanden bis zur Halbzeit nicht mehr in ihr selbstbewusstes Spiel zurück. Die Hausherren versuchten sich zu Beginn der zweiten Hälfte langsam zurück in die Partie zu kämpfen, als Luis Diaz dem FC den wohl endgültigen Knockout hätte verpassen müssen. Der Münchener schoss jedoch frei auf Zieler zulaufend überhastet und unplatziert deutlich am Kölner Tor vorbei (52.). Kurz darauf war es jedoch Martel, der dem FC wieder Leben einhauchte. Urbig wehrte den strammen Schuss aus spitzem Winkel jedoch zur Ecke ab (56.).
Und dann passierte es aber doch: Harry Kane stieg nach einer Ecke von Joshua Kimmich im Fünfer am höchsten und köpfte zum 1:3 ein (64.). Hierbei machte auch Zieler keine gute Figur, der Keeper flog am Ball vorbei. Mit diesem Gegentreffer war die Partie letztlich vorentschieden. Im einsetzenden Regen setzte sich mit zunehmender Spieldauer die Qualität der Gäste durch. Olise vollendete einen mustergültigen Konter nach Querpass von Diaz im Sechzehner mühelos zum 1:4 (72.). Den lange Zeit leidenschaftlichen Kölnern fehlten am Ende die Mittel und vielleicht auch die Kräfte, um noch einmal Nadelstiche nach vorne zu setzen – vom Pfostenschuss des eingewechselten Linton Maina einmal abgesehen (86.). Unterm Strich setzte sich der Favorit an diesem Abend verdient durch. Die Kölner können sich jedoch erhobenen Hauptes aus dem DFB-Pokal verabschieden.
Am Sonntag steht dann das Heimspiel gegen den Hamburger SV auf dem Programm.
1. FC Köln: Zieler – Lund, Martel, Schmied – Kaminski, Krauß (73. Kainz), Johannesson, Sebulonsen – El Mala (65. Huseinbasic), Ache, Bülter (65. Özkacar); Tore: 1:0 Ache (31.), 1:1 Diaz (36.), 1:2, 1:3 Kane (38., 64.), 1:4 Olise (72.); Gelbe Karten: El Mala
Am Mittwochabend steht für den FC die zweite Runde im DFB-Pokal auf dem Plan. Dabei haben die Geißböcke ausgerechnet den FCB zu Gast. Ob der aktuellen Form des Gegners eine fast unmögliche Aufgabe. Dennoch versucht der FC zu überraschen: Alle Informationen gibt es im DFB-Pokal Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayern München.
Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany ist am Mittwochabend zu Gast im RheinEnergieSTADION. Die Kölner wissen um die schwere Aufgabe, die ihnen bevorsteht: Alle Informationen gibt es im DFB-Pokal Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayern München.
Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)
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Herzlich Willkommen zum Liveticker der DFB-Pokal-Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München. Der FC empfängt am Mittwochabend die Mannschaft von Vincent Kompany. FC-Trainer Lukas Kwasniok weiß um die Stärken des Gegners: „Gegen die Bayern ist es immer schwierig. Aktuell, so gut wie unmöglich. Das ist die Wahrheit, weil sie unglaublich gut sind“, schätzt Kwasniok ein, steckt den Kopf aber nicht in den Sand: „Ich glaube, wir haben eine Mannschaft, die bereit ist für die nächste Schlacht. Wir sind kein Team, das sagt, wir haben keine Chance.“
In der 2. Runde des DFB-Pokals hat der FC ein schweres Los gezogen. Mit den Bayern treffen die Geißböcke auf einen dominanten Gegner mit Offensivpower und stabiler Defensive. Das erwartet den 1. FC Köln im DFB-Pokal gegen Bayern München.
Am Mittwochabend steht das nächste „Kracher-Spiel“ an für die Mannschaft von Lukas Kwasniok. Das erwartet den 1. FC Köln im DFB-Pokal gegen Bayern München.
Harry Kane gegen Florian Kainz
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Form: Der FC Bayern blickt auf eine bislang fehlerfreie Saison zurück. Bereits im ersten Spiel im Supercup gegen den VfB Stuttgart fuhren die Bayern ihren ersten Titel ein. In der Liga belegen die Münchener mit acht Siegen aus acht Spielen sowie einem Torverhältnis von 30:4 souverän den ersten Platz. Auch in der Champions League grüßt das Team von Trainer Vincent Kompany von oben. Nach den Siegen gegen Chelsea, Pafos und Brügge stehen die Münchener dort punktgleich mit Tabellenführer PSG auf dem zweiten Platz. Im Pokal war der FC Bayern in der ersten Runde beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Gegen den Gastgeber aus Hessen lag Bayern mit 2:0 vorn, kassierte innerhalb weniger Minuten jedoch zwei Gegentreffer und setzte sich am Ende dann durch einen Treffer von Harry Kane knapp durch. Aktuell ist der FCB auf Rekordjagd. 13 Siege zum Auftakt einer Saison gelangen lediglich dem AC Milan im Jahr 1992.
Power im Angriff und starke Abwehr
Offensivpower: Der FC Bayern stellt aktuell die beste Offensive der Bundesliga. In den ersten acht Spieltagen erzielten die Münchener 30 Tore. Überdies kommen noch zwölf weitere Tore in der Champions League, zwei Treffer im Supercup sowie drei Tore im Pokal aufs Konto der Rot-Weißen. Im Durchschnitt gelingen dem FCB 3,6 Treffer pro Partie. Auch in Sachen Torschüsse sind die Bayern mit 153 Versuchen die Spitze der Liga.
Starke Defensive: Mit lediglich vier Gegentoren stellt der FC Bayern die beste Defensive der Bundesliga. Auch in den fünf Pflichtspielen in den drei anderen Wettbewerben kassierten die Jungs von Trainer Vincent Kompany nur fünf Treffer des Gegners. Allgemein bekommt der FCB lediglich rund 0,7 Gegentore.
Laufstark: In der bisherigen Bundesligasaison legten die Profis des FC Bayern bereits 974,6 Kilometer zurück. Keine andere Mannschaft lief bislang mehr als Bayern. Auch bei den intensiven Läufen gehört der Rekordmeister mit 5669 zur Spitze der Liga. In dieser Statistik sind nur Hoffenheim (5910) und St. Pauli (5710) besser als der FCB.
Im Fokus: Lennart Karl
Standardstark: Der FC Bayern konnte in dieser Saison bereits sieben Treffer nach Standardsituationen erzielen. Darunter waren vier Strafstöße, die Harry Kane alle verwandelte. Auch bei den gegnerischen Standards zeigt sich der FCB sehr robust und kassierte aus solchen Situationen noch keinen Gegentreffer.
Ruhe am Ball: Das Team von Trainer Vincent Kompany hat mit 60 Prozent Ballbesitz den höchsten Ballbesitzanteil aller Bundesligisten. Auch bei der Passquote ist der FCB der Primus der Liga. So bringen die Bayern-Profis 90,3 Prozent aller Pässe zum Mitspieler.
Im Fokus: Lennart Karl gehört zu den Entdeckungen der noch jungen Saison. Der 17-Jährige rückte in der Sommervorbereitung ins Team von Kompany und zeigte bereits in den Testspielen, was in ihm steckt. In dieser Saison kommt der Offensivspieler wettbewerbsübergreifend auf bislang elf Einsätze. Nachdem Karl bereits einen Assist bei den Profis gesammelt hatte, feierte der deutsche U17-Nationalspieler im Spiel gegen Brügge seinen Premierentreffer für den FCB. Am vergangenen Samstag erzielte Karl beim Spiel in Mönchengladbach auch direkt seinen ersten Bundesligatreffer. Der Linksfuß zeichnet sich durch sein Tempo, seinen Abschluss sowie sein Dribbling aus. Mit dem 17-Jährigen haben die Münchener wieder einen Youngster aus dem eigenen Nachwuchs, der dem Verein aber auch den Fans in den nächsten Jahren eine Menge Freude bereiten dürfte.
Klares System
Formation: Trainer Vincent Kompany lässt seine Mannschaft in einem 4-2-3-1-System auflaufen. Dabei ist Manuel Neuer normalerweise im Kasten des Rekordmeisters gesetzt. Vor dem ehemaligen Welttorhüter bilden Jonathan Tah und Dayot Upamecano die Innenverteidigung. Auf der linken Außenverteidigerposition hat sich nach der Verletzung von Alphonso Davies Konrad Laimer etabliert. Rechts kam in den vergangenen Wochen überwiegend Sacha Boey zum Einsatz. In der Mittelfeldzentrale hat Joshua Kimmich seinen Platz sicher. Neben dem deutschen Nationalspieler wechseln sich meist Tom Bischof, Leon Goretzka und Aleksandar Pavlović ab.
Auf den offensiven Außenbahnen sind Luis Diaz links und Michael Olise rechts gesetzt. Variabel sind die Münchener auf der Zehner-Position sowie in der Spitze. Jedoch geht eine Position immer an Kane, der mal als Stürmer und mal als Zehner eingesetzt wird. Spielt der Engländer auf der Zehn, übernimmt Nicholas Jackson die Position des Stürmers. Im anderen Fall agierte Serge Gnabry vor seiner Verletzung auf der Position hinter der Spitze.
Kwasniok über die Bayern: „Aktuell, so gut wie unmöglich„
Lukas Kwasniok über den FCB: „Gegen die Bayern ist es immer schwierig. Aktuell, so gut wie unmöglich. Das ist die Wahrheit, weil sie unglaublich gut sind. Fußballinhaltlich, aber eben auch was die Bereitschaft angeht, habe ich ganz selten so eine Topmannschaft gesehen, die bereit ist, so viel zu investieren. Ich glaube, sie haben Großes vor diese Saison und haben gesehen, wie Paris es letztes Jahr auch gemacht hat. Es wird extrem schwer. Es gibt ganz wenige Teilbereiche, in denen du eine völlig überlegene Mannschaft auf dein Niveau hieven kannst. Da muss ganz viel zusammenkommen. Du brauchst einen herausragenden Torhüter, mehr als nur dieses Quäntchen Glück und einen schlechten Tag der Bayern. Du brauchst die Fans über 90, vielleicht auch über 120 Minuten und die gleiche Aufopferungsbereitschaft wie in Dortmund. Ich glaube, wir haben eine Mannschaft, die bereit ist für die nächste Schlacht. Wir sind kein Team, das sagt, wir haben keine Chance. Es geht um die Taten auf dem Platz, und dann wächst der Glaube, wie beispielsweise durch einen Zweikampf, minimal.“
Kompany lobt den FC
Vincent Kompany über den FC: „Es ist sehr deutlich, was der FC bisher sehr gut gemacht hat. Erst einmal muss man schätzen, was sie in der Verteidigung machen. Sie betreiben eine intensive Boxverteidigung, was ich als ehemaliger Innenverteidiger auch mag. Ich glaube, dass sie die Räume immer sehr schnell schließen, damit man nicht viel Raum beim Abschluss bekommt. Auch die Flankenverteidigung ist beim FC wichtig. Der FC ist unglaublich gefährlich beim Kontern und hat damit Mannschaften auch schon wehgetan. Neben der Boxverteidigung hat der FC auch einen guten Mittelblock. Dass der FC morgen an seine Chance glaubt, ist vollkommen normal. Sie spielen zu Hause. Wir nehmen viel Motivation und Hunger mit in den Pokal und haben auch unsere Stärken.“
Ausfälle beim FC Bayern: Vincent Kompany muss in Köln auf Manuel Neuer (Rotsperre), Alphonso Davies (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Jamal Musiala (Aufbautraining nach Wadenbeinbruch) und Hiroki Ito (Mittelfußbruch) verzichten.
Gegen den übermächtigen FC Bayern München scheinen die Geißböcke eigentlich keine Chance zu haben. Doch vielleicht gibt es dann doch so etwas wie Hoffnung für den 1. FC Köln: Der Pokalfluch der Bayern.
Geht es nach der reinen Statistik werden die Kölner am Mittwochabend im Pokal keine Schnitte gegen die Münchner bekommen. Und doch ist da ein wenig Hoffnung für den 1. FC Köln: Denn da ist noch der Pokalfluch der Bayern.
Enttäuschte Gesichter bei den Spielern des FC Bayern München nach dem Pokal-Aus gegen Leverkusen (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
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Die Dominanz des FC Bayern München in den vergangenen Jahren ist dann doch auch beeindruckend. Seit 2010 hat es genau drei Deutsche Meister in der Fußball-Bundesliga gegeben. Borussia Dortmund holte in den 16 Jahren zwei Mal den Titel, Leverkusen bekanntlich ein Mal. Alle anderen Meisterschaften gingen Richtung Säbener Straße. Insofern erscheint es nur folgerichtig, dass die Münchner immer als Favorit in ein Duell gehen. So auch im Pokalspiel am Mittwochabend. Nur hat die Dominanz da in den vergangenen Jahren erheblich gelitten. Zwar ist der FCB mit 20 Pokalsiegen eben auch der Rekordhalter im Cup, in den vergangenen fünf Jahren war für die Bayern aber immer recht schnell Schluss.
Bitteres Aus gegen Gladbach
2020/21: In der Saison nach dem zwanzigsten Triumph im DFB-Pokal musste der FC Bayern schon früh die Segel streichen. Nach einem Sieg gegen den damaligen Viertligisten Düren reiste der FCB in der zweiten Runde nach Kiel. In einem hitzigen Spiel gingen die Münchener gleich zweimal in Führung, kassierten in der fünften Minute der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer und mussten nach einer eher ereignisarmen Verlängerung ins Elfmeterschießen. Hier trafen bei beiden Teams jeweils die ersten sieben Schützen. Beim achten Versuch der Münchner scheiterte Bayern-Mittelfeldspieler Marc Roca am Kieler-Schlussmann. Somit hatte Fin Bartels die Chance, den FCB mit seinem Elfmeter aus dem Wettbewerb zu schießen. Und diese Möglichkeit ließ sich der ehemalige Bremer auch nicht entgehen und verwandelte seinen Strafstoß sicher.
2021/22: Auch in der darauffolgenden Spielzeit gab sich Bayern in der ersten Runde keine Blöße und setzte sich mit 12:0 gegen den Bremer SV durch. In der zweiten Runde musste der FCB dann nach Mönchengladbach. Dieser Abend sollte für die Münchner jedoch richtig bitter werden. Bereits nach wenigen Minuten führten die Gladbacher durch einen Treffer von Manu Kone. In der Folge war es dann Manuel Neuer, der mit einigen Paraden seine Mannschaft im Spiel hielt. Allerdings konnte der Keeper nicht alles verhindern. Noch vor der Pause erhöhte die Borussia durch einen Doppelpack von Ramy Bensebaini auf 3:0. Nach dem Seitenwechsel ging der Horror für die Rot-Weißen dann weiter. Anstatt selbst auf die Anzeigetafel zu kommen, fingen sich die Münchner durch Breel Embolo noch zwei weitere Gegentreffer. Somit musste der FCB durch die 0:5-Niederlage in Gladbach bereits das zweite Mal in Folge frühzeitig das Ausscheiden aus dem Pokal hinnehmen.
Nur ein Mal in der Runde der letzten Acht
2022/23: Nach zwei Zweitrunden-Pleiten wollte der FCB es in dieser Spielzeit besser machen. Nach einem 5:0-Sieg gegen Viktoria Köln setzte sich Bayern in der zweiten Runde mit 5:2 beim FC Augsburg durch. In der dritten Runde ließen die Münchener in Mainz nichts anbrennen und zogen mit einem 4:0-Erfolg souverän ins Viertelfinale ein. Dort empfing der FCB den SC Freiburg und ging durch Dayot Upamecano früh in Führung. Kurz vor der Pause erzielte dann Nicolas Höfler mit einem Traumtor den Ausgleich für die Gäste. In der zweiten Halbzeit waren die Münchner die deutlich bessere Mannschaft, verpassten es jedoch, eine ihrer Chancen zu nutzen. In der 90. Minute bekamen die Freiburger dann einen Handelfmeter zugesprochen. Diesen verwandelte Lukas Höler sicher und führte die Freiburger dadurch ins Halbfinale.
2023/24: In der zweiten Saison unter Thomas Tuchel setzten sich die Bayern zunächst mit 4:0 bei Preußen Münster durch. In der zweiten Runde musste der FCB dann zum Drittligisten Saarbrücken. Thomas Müller brachte die Münchener mit 1:0 in Führung. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielte Patrick Sontheimer den Ausgleich für den Underdog. Nach dem Seitenwechsel hatte der FCB deutlich mehr Ballbesitz, erspielte sich jedoch kaum nennenswerte Torchancen. So kam es, wie es kommen musste. In der sechsten Minute der Nachspielzeit wagten sich die Saarbrücker nach vorn und erzielten in Person von Marcel Gaus den Siegtreffer. Somit mussten die Münchener bereits das dritte Mal in vier Jahren in der zweiten Runde die Segel streichen.
2024/25: Vincent Kompany blickt auf eine bislang enttäuschende Pokalhistorie mit den Bayern zurück. In seinem ersten Jahr als Bayern-Coach setzte sich seine Mannschaft sowohl in Ulm als auch in Mainz zunächst mit 4:0-Toren durch. Im Achtelfinale bekamen es die Münchener dann mit dem Vorjahressieger Bayer Leverkusen zu tun. Gegen die Werkself war Bayern die bessere Mannschaft und war drauf und dran, in Führung zu gehen. Nach einem Foulspiel an Jeremie Frimpong sah Manuel Neuer in der 17. Minute die Rote Karte und stellte seine Mannschaft vor eine Mammutaufgabe. Bayern blieb jedoch sehr aktiv und spielbestimmend, allerdings ohne die größte Gefahr auszustrahlen. Mitten in der zweiten Hälfte kam dann der Nackenschlag für den Rekordpokalsieger. Nach einer Hereingabe brachte Nathan Tella Leverkusen mit 1:0 in Führung. Davon erholte sich München nicht mehr und musste am Ende das Ausscheiden im Achtelfinale hinnehmen.
In der zweiten Runde des DFB-Pokals empfängt der 1. FC Köln den FC Bayern München. Nach der bitteren Niederlage am vergangenen Bundesliga-Wochenende in Dortmund folgt nun der Pokalkracher gegen den Rekordmeister. So will der 1. FC Köln die Bayern überraschen.
Lukas Kwasniok und sein Team haben nicht gerade das Glückslos der zweiten Pokalrunde gezogen. Die Münchener gelten zurzeit als unschlagbar. Wie schon im letzten Ligaspiel gehen die Kölner also als Underdog in die Partie. Aber nach einem mutigen Spiel in Dortmund will der FC geschlossen auftreten. So will der 1. FC Köln die Bayern überraschen.
Linton Maina im Duell gegen die Bayern 2023
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Die Vorzeichen könnten klarer kaum sein: Der FC Bayern ist in der Bundesliga seit acht Spieltagen mit nur vier Gegentreffern ungeschlagen. Zuletzt überzeugte der Tabellenführer mit einem souveränen 3:0-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach. Doch der DFB-Pokal folgt seinen eigenen Gesetzen. Auch die Bayern mussten in der ersten Runde gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden zittern. Erst ein später Treffer von Harry Kane zum 3:2 sicherte das Weiterkommen. Hinzu kommt, dass die Münchener in den vergangenen Spielzeiten immer wieder in den vorzeitigen Pokalrunden patzten. Ein Funken Hoffnung für die Kölner, für eine Überraschung zu sorgen?
„Wir brauchen Kreativität in der Verteidigung“
Allerdings ging es bei den Geißböcken in der ersten Pokalrunde ähnlich dramatisch zu. Erst in der Nachspielzeit konnte sich der FC gegen Zweitliga-Absteiger Jahn Regensburg durchsetzen. Nach der knappen 0:1-Niederlage am vergangenen Wochenende in Dortmund wollen die Kölner an die unterm Strich doch gute Leistung anknüpfen. Gerade die Defensive konnte sich in Szene setzen. Umso bitterer sind die personellen Rückschläge auf der Innenverteidigerposition. Timo Hübers verletzte sich beim BVB schwer am Knie und auch Rav van den Berg fällt weiterhin aus. Gegen die aktuell stärkste Offensive der Liga um Serge Gnabry, Harry Kane und Michael Olise gilt es für Kwasniok, eine kreative Lösung zu finden. Der Kölner Coach setze auf Spieler, die mit Mut nach vorne verteidigen, sagte der Trainer am Dienstag.
Nach dem Hübers-Schock richtet sich der Blick auf mögliche Optionen in der Innenverteidigung. Zum Beispiel Cenk Özkacar. Der 25-Jährige, derzeit vom FC Valencia ausgeliehen, feierte beim 0:1 in Dortmund sein Startelf-Debüt in der Bundesliga und überzeugte in weiten Teilen. Gegen den BVB musste der Abwehrspieler frühzeitig ausgewechselt werden. Schon seit einigen Wochen kämpft Özkacar mit kleineren Knieproblemen. „Er hat die letzten Tage trainiert, das ging schon, aber wir wollen auf Nummer sicher gehen. Ich gehe davon aus, dass er im Kader sein wird, aber wir müssen noch abwarten.“ Ob er von Anfang an spielen kann, wird sich zeigen. Mit seiner Kopfball- und Zweikampfstärke würde der 1,90 Meter große Linksfuß genau das mitbringen, was der FC gegen die Bayern braucht.
Mit dem Shootingstar und dem Gamechanger
Köln wird wohl wie gewohnt in einer kompakten Dreierkette agieren. Eric Martel könnte dabei wieder zurück in die zentrale Innenverteidigerposition rücken. Als ein probates Mittel gegen die Bayern sieht der Kölner Trainer ausgerechnet eine aktuelle FC-Schwäche. „Standardsituationen können ein Schlüssel werden“, betonte Kwasniok. „Wenn du den Ball in die Luft bringst, musst du sie stressen.“ In einem Pokalspiel, in dem jeder Zweikampf, jeder Abpraller zählen kann, sind ruhende Bälle oft die Momente, in denen der Underdog zuschlägt. Allerdings haben die Kölner bislang als einziges Team der Liga noch nicht nach einem Standard getroffen.
Über die Flügel sollen Tempo und Mut das Spiel nach vorne tragen. Einer, der mit seiner Unbekümmertheit für Gefahr sorgen kann, ist Said El Mala. Der formstarke Offensivspieler war in Dortmund einer der auffälligsten Spieler. Kwasniok bestätigt seine starken Leistungen mit dem vorzeitig ausgesprochenen Startelfeinsatz. Im Tor wird wieder Ron-Robert Zieler stehen. Der Weltmeister ist in allen Pokalspielen gesetzt und bringt Erfahrung, Führungsstärke und Ruhe in die junge Kölner Mannschaft. „Ron ist ein absoluter Gamechanger in Sachen Mentalität“, lobte Kwasniok. „Er lebt Erfolgskultur und das überträgt sich auf alle.“
Der FC Bayern kommt mit nahezu voller Kapelle nach Köln. Als klares Saisonziel der Bayern wird das Triple formuliert. Dazu gehört zwangsläufig auch ein Sieg in der zweiten Runde des DFB-Pokals. In den vergangenen Saisons haben die Bayern ihre Erfolgskonstanz in dem DFB-Pokal-Wettbewerb missen lassen. Diese Saison wollen sie vom Gegenteil überzeugen. Das könnte den Kölnern einen kleinen Funken Hoffnung geben, gegen die vermeintlich unbesiegbaren Bayern, zu überraschen. „Vielleicht steigt unsere Chance von einem auf drei Prozent“, sagt Kwasniok.
Für Trainer Lukas Kwasniok und die Geißböcke steht am Mittwochabend die zweite Runde des DFB-Pokals auf dem Plan. Um 20:45 Uhr erfolgt der Anstoß im RheinEnergieSTADION. Wer überträgt das Duell des 1. FC Köln gegen Bayern München?
Für den 1. FC Köln steht wenige Tage nach der 0:1-Niederlage in Dortmund das Heimspiel gegen den FC Bayern München im DFB-Pokal auf dem Programm. Im Vergleich zum Spiel beim BVB muss FC-Coach Lukas Kwasniok seine Startelf jedoch auf mindestens einer Position verändern. So könnte der 1. FC Köln im Pokal gegen die Bayern spielen.
Auch Tage nach der Niederlage in Dortmund sitzt der Schock über Timo Hübers Verletzung noch tief. Nach dem Ausfall des Innenverteidigers muss sich Kwasniok einen neuen Plan gegen den FCB zurecht legen. So könnte der 1. FC Köln im Pokal gegen die Bayern spielen.
Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an
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Beim Pokal-Heimspiel gegen die Bayern muss FC-Coach Lukas Kwasniok bekanntermaßen auf Abwehrchef Timo Hübers verzichten. Sportlich und menschlich ein besonders bitterer Ausfall für den FC. Hübers ist nach Luca Kilian und Rav van den Berg schon der dritte Innenverteidiger, der lange fehlen wird. Hinter einem weiteren Abwehrspieler steht noch ein Fragezeichen. „Cenk hat ein paar Knie-Themen. Wir haben ihn jetzt noch einmal ins MRT geschickt, um einfach auf Nummer sicher zu gehen. Er hat die letzten Tage trainiert, das ging schon. Ich gehe davon aus, dass er morgen im Kader sein wird, aber wir müssen noch abwarten“, so der FC-Trainer über Özkacar, der in Dortmund angeschlagen ausgewechselt wurde.
Wie sieht die Innenverteidigung aus?
Wie Kwasniok seine Defensive gegen den FC Bayern letztlich formatieren wird, ließ der 44-Jährige noch nicht durchblicken, gab aber dennoch kleine Hinweise: „Wir haben nach wie vor genug Spieler. Wenn sich die Ausfälle auf einer Position ein wenig summieren, dann musst du kreativ werden. Ich freue mich immer auf die Challenge, neue Ideen zu finden“, so der Coach. „Gegen die Bayern brauchst du Spieler, die die Box gut verteidigen, aber auch Spieler, die aktiv sind und Eier haben, rauszuverteidigen. Ich glaube, wir haben genug Alternativen, Jungs, die die Physis haben rauszuverteidigen, um auch den sich fallen lassenden Stürmern folgen zu können. Deswegen sind das jetzt auch keine klassischen Innenverteidiger, die wir für das Spiel morgen benötigen“, so Kwasniok weiter.
Wieder zurück in die Startelf kommen dürfte Joel Schmied, der in Dortmund lediglich 20 Minuten zum Einsatz gekommen war. Zudem könnte auch Tom Krauß wieder in der Startelf stehen. Der ehemalige Leipziger zeichnet sich durch seine intensive Spielweise aus und dürfte insbesondere für das Hinausrücken wichtig werden. Der dritte Platz in der Dreierkette ist offen. Präferiert der FC-Trainer einen Linksfuß, werden entweder Dominique Heintz oder Cenk Özkacar beginnen, wobei Heintz wohl die Nase vorn hätte. Dann dürften Heintz links, Krauß zentral und Schmied rechts auflaufen. Entscheidet sich Kwasniok jedoch gegen einen Linksfuß, könnte Eric Martel auf die zentrale Position in der Dreierkette rücken und Krauß die linke Innenverteidigerposition übernehmen.
Weitere Positionen sind gesetzt
So offen wie die Frage in der Dreierkette, so klar sind wohl die anderen Positionen. Lediglich bei der Besetzung des zentralen Mittelfeldes gibt es ein Fragezeichen, das hauptsächlich mit der Besetzung der Dreierkette zusammenhängt. Sollte Martel in der Abwehr beginnen, dürften dort wie in Dortmund Denis Huseinbasic und Isak Johannesson starten. Rückt Martel jedoch eine Position nach vorn, würde voraussichtlich Huseinbasic auf der Bank bleiben. Im Tor wird Ron-Robert Zieler stehen, der von Kwasniok vor Saisonbeginn als Pokalkeeper festgelegt wurde. Auf den beiden Schienenpositionen sind Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen gesetzt.
Für die Offensive gestand Kwasniok eher unüblich: „Said wird morgen beginnen.“ Die anderen beiden Positionen werden wohl wie auch in Dortmund Marius Bülter und Jakub Kaminski bekleiden. Möglich ist jedoch auch, dass Kwasniok einem oder sogar beiden eine Pause gibt und zunächst Luca Waldschmidt, Ragnar Ache oder Linton Maina das Vertrauen von Beginn an schenkt.
Oder doch die Systemumstellung auf eine Viererkette?
Wenn Viererkette, dann wären Lund und Sebulonsen auf den Außen sowie Schmied und Krauß in der Mitte die ersten Kandidaten. Auf der Sechs könnte dann Martel neben Huseinbasic beginnen und Johannesson eine Position weiter nach vorn rücken. El Mala würde dann über die linke und Kaminski über die rechte Außenbahn kommen, während Bülter die klare Spitze wäre.