WM in Gefahr? FC-Profis Jusuf Gazibegovic und Denis Huseinbasic läuft die Zeit davon

Jusuf Gazibegovic und Denis Huseinbasic hoffen noch auf den WM-Zug
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WM in Gefahr? FC-Profis Jusuf Gazibegovic und Denis Huseinbasic läuft die Zeit davon

Jusuf Gazibegovic stand zuletzt zwei Mal wieder im Kader, Einsatzzeit sammelte er nicht. Denis Huseinbasic machte sein 100. Pflichtspiel für die Geißböcke. Für beide gibt es zurzeit ein Wettrennen neben dem 1. FC Köln: Huseinbasic und Gazibegovic droht das WM-Aus.

Am Sonntagabend stand Jusuf Gazibegovic wieder im Kader der Geißböcke, Denis Huseinbasic lief für den FC von Beginn an auf. Doch beide kämpfen um einen ganz großen Traum und der hängt auch an der Einsatzzeit beim 1. FC Köln: Denis Huseinbasic und Jusuf Gazibegovic droht das WM-Aus.

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Die Gefühle dürften am Sonntagabend bei einem Spieler der Geißböcke besonders gespalten gewesen sein. Auf der einen Seite sicherlich die Freude über den 4:1-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg, auf der anderen Seite einmal mehr ein komplettes Spiel als Zuschauer verfolgt. Immerhin stand Jusuf Gazibegovic gegen den HSV zu ersten Mal seit Ende August wieder im Bundesliga-Kader der Geißböcke – genauso wie schon unter der Woche im Pokal-Spiel gegen Bayern München. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass der Rechtsverteidiger aufgrund der personellen Situation, also vor allem der Verletzung von Timo Hübers in den Kader rutschte. Einsatzzeit erhielt der 25-Jährige auch weiterhin nicht. Und FC-Coach Lukas Kwasniok machte zuletzt bekanntlich auch keinen Hehl daraus, dass es Gazibegovic schwer haben wird.

Rechtsverteidiger will sich beweisen

Besonders bitter: Am Sonntag kehrten mit Linton Maina, Florian Kainz und Denis Huseinbasic gleich drei Spieler in die Startelf zurück, die unter Kwasniok ebenfalls einen Rollentausch erleben. In den vergangenen Spielzeiten Leistungsträger, Stammspieler oder zumindest im erweiterten Kreis, in dieser Spielzeit meist Joker. Doch im Gegensatz zu Gazibegovic ergab sich nun für das Trio die Chance, von Beginn an Akzente zu setzen. Und dem ein oder anderen gelang das auch. Die Zeichen stehen natürlich auf Abschied. Lukas Kwasniok scheint keine Verwendung für den 25-Jährigen zu haben, Gazibegovic will wieder mehr spielen. Ein Vereinswechsel ist die einzige naheliegende Option, falls der Kölner Coach nicht doch noch eine bislang offenbar unentdeckte Gamechanger-Stärke in dem Rechtsverteidiger entdeckt.

Noch vor wenigen Wochen hatte der Bosnier angekündigt, für seine Chance kämpfen zu wollen. Bislang hat der Rechtsverteidiger seinen Trainer wohl nicht überzeugt. Es ist mindestens fraglich, ob ihm das noch gelingen wird. Und selbst dann, wäre „Gazi“ wohl auch eher ein Ergänzungsspieler, der hin und wieder seine Chance bekommen könnte. Dabei braucht der Abwehrspieler Einsatzzeit, um einen ganz anderen Traum zu verwirklichen. Gazibegovic würde mit Bosnien-Herzegowina zu gerne an der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko teilnehmen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Südost-Europäer zum zweiten Mal nach der W 2014 an einem großen Endturnier teilnehmen. Aktuell belegt die Mannschaft von Sergej Barbarez den zweiten Rang der Gruppe M, hinter Österreich und vor Rumänien.

Gelingt Bosnien die direkte WM-Qualifikation?

Und genau gegen diese beiden Teams tritt Bosnien-Herzegowina in der kommenden Länderspielpause an. Sollte das Team gegen Rumänien in der kommenden Woche gewinnen, geht es anschließend gegen Gazibegovics zweite Heimat Österreich um den Gruppensieg und die direkte WM-Quali. Nur finden diese Endspiele eben ohne die beiden FC-Profis statt. Denn erneut wurden weder Gazibegovic noch Denis Huseinbasic von Barbarez nominiert. Im September rückte der Rechtsverteidiger noch nach, spielte auch gegen San Marino und Österreich stark und hoffte, sich für weitere Aufgaben im Verein und auf Nationalebene beworben zu haben. Das scheint nicht der Fall zu sein. Denn Gazibegovic steht auch nicht auf Abruf bereit.

Das gleiche gilt für Huseinbasic, der am Sonntag mal wieder von Beginn an auflief. Nicht nur das, Huseinbasic bestritt sein 100. Pflichtspiel für den FC. Eine Entwicklung, die bei seiner Verpflichtung für 50.000 Euro von Kickers Offenbach so vielleicht nicht absehbar gewesen ist. Doch auch der Mittelfeldspieler ist dieser Tage beim FC nicht immer erste Wahl. Das Kapitel Nationalmannschaft erlebte offenbar im Juni einen herben Dämpfer, als der 24-Jährige aus dem Kreis des A-Teams frühzeitig abreiste. Aus mentalen Gründen, wie es hieß. Ein kolportierter Streit mit Trainer Sergej Barbarez wurde ausgeschlossen. Dennoch dürfte die WM auch für den Mittelfeldspieler aktuell in weiter Ferne sein. Immerhin wird Huseinbasic wohl auch weiterhin seine Chancen für Eigenwerbung bekommen.


Zwei Tore in zwei Spielen: Ragnar Ache scheint beim 1. FC Köln angekommen zu sein

Ragnar Ache jubelt über seinen Treffer gegen den HSV
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Zwei Tore in zwei Spielen: Ragnar Ache scheint beim 1. FC Köln angekommen zu sein

Der 1. FC Köln steht nach dem 4:1-Heimsieg im Aufsteigerduell gegen den Hamburger SV auf dem siebten Tabellenplatz der Bundesliga und kann mit breiter Brust ins prestigeträchtige Rheinische Derby mit Borussia Mönchengladbach am 10. Spieltag gehen. Großen Anteil am jüngsten Erfolg der Geißböcke hat auch eine Neuverpflichtung des 1. FC Köln: Ragnar Ache ist in der Bundesliga angekommen.

Gegen den FC Bayern traf er im Pokal und nährte die Hoffnung auf eine Überraschung. Gegen den HSV wurde er mit seinem Tor zum Dosenöffner für den 1. FC Köln: Ragnar Ache ist in der Bundesliga angekommen.

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Für Ragnar Ache persönlich dürfte die vergangene Woche trotz der Pokal-Niederlage und dem Aus gegen Rekordmeister FC Bayern München (1:4) ziemlich zufriedenstellend gewesen sein. Der Angreifer stand sowohl im DFB-Pokal gegen die Münchner in der Startelf als auch jüngst beim Heimspiel gegen den HSV und eröffnete beide Partien jeweils zugunsten seiner Farben mit einem Tor. Nachdem er vor Beginn der vergangenen Woche noch ohne Pflichtspieltreffer für den FC in dieser Saison war, scheint Ache nun gerade rechtzeitig vor dem Derby gegen den Rivalen vom Niederrhein seine Form und vor allem auch seinen Platz im Kölner System gefunden zu haben und könnte so womöglich ein entscheidender Faktor im Duell mit Mönchengladbach werden.

Ragnar Ache kommt rechtzeitig in Form 

Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok hatte schon im Pokal gegen die Bayern einen vor allem in Halbzeit eins sehr ordentlichen Auftritt hingelegt und ging nicht unverdient durch das erste Saisontor von Ache in Führung. Im wichtigen Bundesliga-Duell im Kampf um den Klassenerhalt gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg sorgte sein Tor jedoch auch beim Stürmer selbst noch mal für euphorischere Stimmung. „Es fühlt sich viel besser an als am Mittwoch. Ein Tor zu schießen und zu gewinnen, ist immer ein geiles Gefühl“, so der gebürtige Frankfurter.

Nach zuletzt zwei Auftritten von Beginn an zeigte sich der Neuzugang aus Kaiserslautern fokussiert und blickt auch dem Duell mit dem Rivalen selbstbewusst und mit Vorfreude entgegen. „Ich fühle mich top und bereit für das Derby“, so der 27-Jährige. Ein positives Signal für alle FC-Fans, denn dabei war vor allem die Fitness des 1,83 Meter großen Offensivmannes immer wieder auch ein Thema am Geißbockheim und vermutlich Mitgrund oder gar Hauptgrund für seinen Bankplatz in den meisten Pflichtspielen in dieser Saison. „Am Anfang der Saison hätte ich keine 90 Minuten spielen können“, bestätigte auch er selbst die Probleme zu Beginn der Spielzeit. „Jetzt haben sich die beiden Spiele gut angefühlt, so muss ich weitermachen und weiterarbeiten, sodass ich mehrere Spiele hintereinander 90 Minuten spielen kann.“

Mit X-Faktor Ache ins Derby

Mit seiner Präsenz im Angriffsdrittel und seiner wiedergefundenen Form bringt Ache beim 1. FC Köln noch einmal eine neue Komponente ins Spiel. Der ehemalige U21-Nationalspieler verfügt über ein starkes Timing in der Luft und ist aufgrund seiner Sprungkraft trotz „nur“ 1,83m ein exzellenter Kopfballspieler auch im Luftduell gegen deutlich größere gegnerische Verteidiger. Als Wandspieler gewinnt Ache immer wieder wichtige Zweikämpfe im oder rund um den gegnerischen Strafraum und hat dabei oft auch den Blick für den besser postierten Nebenmann, legt so viele Torschüsse oder gefährliche Aktionen per Kopf auf. Dazu verfügt er über ein gutes Stellungsspiel, wie jüngst gesehen beim in der Entstehung durchaus etwas wirren 1:0-Führungstors des FC.

Pünktlich zum Derby kann FC-Coach Kwasniok also auf einen formstarken Ache bauen, der langsam aber sicher angekommen scheint bei seinem neuen Arbeitgeber und in der Bundesliga. Mit einem Sieg gegen den ungeliebten Rhein-Rivalen könnte sich wohl auch Ache endgültig in die Herzen der Kölner Anhänger spielen – falls er da nicht ohnehin schon angekommen ist. Der Stürmer selbst zeigte sich nach Abpfiff der Partie gegen den HSV noch ein wenig zurückhaltend, was die Zukunft angeht. „Im Fußball darf man immer träumen, aber am Ende muss man bodenständig bleiben und von Woche zu Woche gucken, dass man Spiele gewinnt und Punkte holt.“ Die nächste Chance dazu hat der 1. FC Köln dann am kommenden Samstag im Topspiel am Abend (18.30 Uhr) gegen die Borussia aus Mönchengladbach. Vielleicht kann ja dann auch Ache mithelfen, aus dem Traum vom Derbysieg Realität werden zu lassen.


Kaderplanung beim 1. FC Köln: Gegen den HSV zeigt sich, warum der FC dringend nachlegen muss

Joel Schmied vom 1. FC Köln
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Kaderplanung beim 1. FC Köln: Gegen den HSV zeigt sich, warum der FC dringend nachlegen muss

Das Duell gegen den HSV hat der FC insgesamt verdient gewonnen und damit wichtige Punkte gesammelt. Es zeigte sich aber auch die derzeitige Schwachstelle der Geißböcke deutlich. Der 1. FC Köln muss im Winter noch einmal nachbessern.

Der verdiente Sieg über den HSV hat die Euphorie zurück nach Köln gebracht. Am Sonntag offenbarte sich mit dem Ausfall von Joel Schmied aber auch eine nicht zu unterschätzende Wahrheit: Der 1. FC Köln muss im Winter noch einmal nachbessern.

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Neun Spieltage in der Liga und zwei Runden im Pokal sind gespielt und FC-Trainer Lukas Kwasniok hat ein Kunststück fertig gebracht. Der FC ist in dieser Saison noch kein Mal mit der gleichen Startelf auf den Platz gekommen. Auch, wenn der Kölner Coach vor der Saison bereits angekündigt hatte, dass er eben keine klassische Stammformation Woche für Woche ins Rennen schicken will, ist diese ausführliche Form der Rotation doch schon beachtlich. Man sollte meinen, langsam gehen dem Coach die Ideen aus. So stand am Sonntag gegen den Hamburger SV erstmals in dieser Spielzeit Florian Kainz in der Startelf. Kwasniok betont und beweist, dass er für jeden Gegner die passende Mannschaft aufstellt. Und dazu gehört auch, dass der Trainer kein Problem damit hat, seine Jungs mal positionsfremd aufzustellen.

Breiter Kader macht die Rotation möglich

Am Sonntag spielte Jakub Kaminski beispielsweise als rechter Schienenspieler. Das war wohl auch dem hohen Tempo der Gegner wie Jean-Luc Dompé geschuldet. Der breite Kader macht die Rotationen, das Wechselspiel möglich. Und so klingt es fast schon paradox, dass genau dieses Wechselspiel am Sonntag eben auch eine große Problematik noch einmal besonders verdeutlichte. Der FC muss im Winter noch einmal nachbessern. Dass nämlich Sebastian Sebulonsen am Sonntag zur zweiten Halbzeit den Part des rechten Innenverteidigers übernehmen musste, war so kein geplanter Geniestreich des Kölner Trainers. Die Personalie war tatsächlich aus der Not geboren. „Joel hat sich nicht wohl gefühlt“, sagte Kwasniok am Sonntag. „Mir gehen irgendwann die Innenverteidiger aus.“

Was sich vielleicht wie eine von Kwasnioks flapsigen Bemerkungen anhört, ist bitterer Ernst. Durch die schwere Verletzung von Timo Hübers ist die Personaldecke in der Innenverteidigung schon erstaunlich dünn. Zumal auch Rav van den Berg noch fehlt und auch mit Luca Kilian in den kommenden Monaten noch nicht zu rechnen ist. Der Ausfall von Schmied führte dazu, dass ein Schienenspieler die Position in der Innenverteidigung übernahm. Genauso wie in der Vorwoche bereits Kristoffer Lund und genauso wie eine Position weiter im Zentrum. Denn da läuft mit Eric Martel ebenfalls ein Spieler auf, dessen Stärken bekanntlich in einer anderen Rolle vollends ausgespielt werden. Mit Dominique Heintz, Cenk Özkacar und eben Schmied stehen den Kölnern nur drei nominelle Innenverteidiger zur Verfügung.

Suche nach einem Innenverteidiger

Das Vertrauen, dieses Trio ins Rennen zu schicken, hatte Kwasniok bislang noch nicht. Und selbst mit der Rückkehr von van den Berg, die für November vorgesehen ist, entspannt sich die Lage nur minimal. Möglicherweise rückt Martel dann wieder zurück auf seine angestammte Sechs. Bei einem Ausfall eines anderen Innenverteidigers stünden die Kölner also umgehend wieder vor derselben Problematik. Auch deswegen soll sich der FC dem Vernehmen nach intensiv auf dem Transfermarkt nach einem weiteren Innenverteidiger umschauen. Angesichts der ausgeliehenen Leihspieler wäre ebenfalls eine halbjährige Leihe vielleicht die sicherste Alternative.


29 Mal probiert, endlich ist es passiert! Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück

Florian Kainz jubelt mit der Mannschaft
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29 Mal probiert, endlich ist es passiert! Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück

Mit einem guten Spiel und einem überragenden Freistoß setzt er nach einer schwereren Phase wieder ein Ausrufezeichen beim 1. FC Köln: Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück.

Noch kein Mal schaffte es der Mittelfeldspieler in die Anfangsformation – bis zum Sonntag. Und sofort zeigte er eine beeindruckende Leistung für den 1. FC Köln: Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück.

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Für Florian Kainz gab es erst einmal nur einen Weg. Den zu Linton Maina. Der Mittelfeldspieler schüttelte seine Mannschaftskollegen nach seinem Treffer mit einer kurzen Täuschung ab, um seinem langjährigen Weggefährten lächelnd in die Arme zu fallen. Die beiden Kölner Profis eint eine ungewohnte Rolle in dieser Saison. Sowohl Maina als auch Kainz gehörten in den vergangenen Jahren zu den Stammspielern, oft auch zu den Leistungsträgern, zumindest zum erweiterten Kreis der Startelf. In dieser Saison ist alles anders. Die beiden Offensivkräfte kommen nicht so recht über die Rolle des Jokers hinaus. Im Sommer hatten sowohl Maina als auch Kainz im Interview mit come-on-fc.com gesagt, dass sie sich über den neuen, großen Konkurrenzkampf freuen. Die Freude hielt sich sicherlich zuletzt in Grenzen.

„Die ganze Situation war Wahnsinn“

Doch Lukas Kwasniok hält auch weiterhin sein Wort. Am Freitag hatte der Trainer gesagt, dass Florian Kainz irgendwann durchaus seine Chance von Beginn an bekommen würde. Und nur zwei Tage später war das irgendwann dann auch gekommen. Kainz und Maina standen in der Anfangsformation, der Österreicher zum ersten Mal in dieser Spielzeit, der gebürtige Berliner in der Liga zum zweiten Mal. „Dadurch, dass die Hamburger eben auch in einem 3-4-3 oder einem 3-5-2 zum Teil gegen den Ball agieren, war die Überlegung mit Ragnar Ache und mit Linton zwei unterschiedliche Spielertypen auf die letzte Reihe zu positionieren“, sagte Kwasniok. „Dann ist es manchmal schon auch sinnig, so einen Schwimmer irgendwo rund um die zwei zu positionieren.“ Kwasniok wollte mit diesem Schwimmer spielerische Mittel durchs Zentrum finden.

Und Kainz fand diese. Gerade im ersten Abschnitt lief im Zentrum viel über den Mittelfeldspieler. Der Routinier wich aber auch auf die Außen aus. Schon im ersten Abschnitt hätte der Offensivspieler treffen müssen, kurz bevor Ache die Führung erzielte. „Vor dem 1:0 wäre der Weg für mich frei gewesen und im Nachhinein war die ganze Situation Wahnsinn. Ich hätte dreimal selbst schießen können, dann wollte ich nicht zu Linton passen, weil ich dachte, dass er im Abseits stehen könnte“, sagte Kainz. „Dann kriegt ihn Linton auch nicht unter. Ragy hat es dann gut gemacht und ich freue mich, dass er wieder getroffen hat.“ Kainz nutzte dafür einen ruhenden Ball. Und das hatte nicht nur Seltenheitswert, das war die Premiere. „Ich habe ihn gut getroffen und bin froh, dass ich jetzt das erste Freistoß-Tor in meiner Karriere geschossen habe.“ 15 Jahre und 29 Versuche brauchte es für dieses Tor.

„Er hat die Chance genutzt“

Ein besonders schönes und ein besonders wichtiges. Denn eigentlich hatte der FC damit das Momentum wieder auf seiner Seite. „Kainzi hat heute diese Möglichkeit bekommen. Er hat sie genutzt und mit einem tollen Freistoß dann auch untermauert“, lobte Kwasniok, der aber auch schnell wieder bremste. „Er weiß, dass er nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten machen kann. Wir hoffen, dass wir nicht so lange auf das zweite Freistoß-Tor von ihm werden warten müssen wie aufs erste.“ Das hofft wohl auch Kainz, der sich in seiner „neuen Rolle“ auf der Bank erst einmal zurecht finden musste. „Es ist natürlich schön, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte der Mittelfeldspieler. Für Kainz wird es in den kommenden Wochen und Monaten darum gehen, Eigenwerbung zu betreiben. Denn bekanntlich läuft der Vertrag des Österreichers im Sommer aus. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.


Nach HSV-Erfolg: Drei Profis des 1. FC Köln in der Kicker Elf des Spieltags

Eric Martel im Kreise der Kölner Spieler
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Nach HSV-Erfolg: Drei Profis des 1. FC Köln in der Kicker Elf des Spieltags

Mit dem Erfolg über den Hamburger SV haben sich die Geißböcke am Wochenende weitere Zähler gesichert. Und bei dem 4:1 sorgten gleich mehrere Spieler für den Unterschied beim 1. FC Köln: Drei FC-Profis nach HSV-Sieg in der Kicker Elf des Spieltags.

Einen verdienten Sieg fuhren die Geißböcke ein. Dementsprechend gab es mehrere Gewinner beim 1. FC Köln: Drei FC-Profis nach HSV-Sieg in der Kicker Elf des Spieltags.

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Lukas Kwasniok bleibt dabei, der Kölner Trainer sorgt bei und mit seinen Aufstellungen immer wieder für Überraschungen. Am Sonntag im Duell gegen den Hamburger SV hatte der 44-Jährige gleich mehrere unerwartete Entscheidungen getroffen. Unter anderem lief Florian Kainz zum ersten Mal in dieser Spielzeit von Beginn an auf. Zudem startete Jakub Kaminski als rechter Schienenspieler. Doch die Taktik des Kölner Trainers ging auf. Der FC setzte sich gegen den HSV mit 4:1-Toren durch – wenn auch mit ein wenig Glück, wenn auch Dank einiger – durchaus berechtigter – Schiedsrichterentscheidungen. Am Ende aber auch, weil gleich mehrere Leute überzeugten. So eben auch Florian Kainz und Jakub Kaminski.

Schon vier Spieler in dieser Saison nominiert

Kainz spielte bei seinem Startelf-Debüt groß auf, war Dreh- und Angelpunkt und gefühlt überall auf dem Platz zu finden. Mit einem perfekten Freistoß rechtfertigte der Österreicher seine Aufstellung. Kein Wunder also, dass der Mittelfeldspieler vom Kicker in die „Elf des Tages“ gewählt wurde. Das gleiche gilt dann auch für Kaminski, der trotz der vermeintlich ungewohnten Position ein Tor erzielte und ein weiteres vorlegte. Eric Martel macht das Trio komplett. Auch der nominelle Sechser, der erneut als Innenverteidiger auflief, wurde berufen. Damit haben es in dieser Saison bereits sechs Kölner in die Auswahl der besten Elf geschafft und acht Nominierungen eingesammelt. Für Jakub Kaminski ist es bereits die zweite Auszeichnung. Neben dem Trio wurden bereits Said El Mala (2), Marvin Schwäbe und Marius Bülter nominiert.

Im Abstiegsjahr kam der FC in der gesamten Saison auf 14 Nominierungen, Schwäbe erhielt vier, die meisten aller FC-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es in der 2. Bundesliga 31, davon bekam der Torhüter fünf, wieder der Bestwert. Erwartungsgemäß gehen in dieser Saison bislang die meisten Nominierungen an den FC Bayern München (20) und Harry Kane (5).

In dieser Saison bereits nominiert:

  • Jakub Kaminski 2
  • Said El Mala 2
  • Marvin Schwäbe 1
  • Marius Bülter 1
  • Florian Kainz 1
  • Eric Martel 1

Kwasniok: Jakub Kaminski der „entscheidende Mann“ und der „beste Spieler“ des 1. FC Köln

Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV
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Kwasniok: Jakub Kaminski der „entscheidende Mann“ und der „beste Spieler“ des 1. FC Köln

Mit einem Tor und einem Assist trug sich der 23-Jährige doppelt in die Scorerliste ein. Und das, obwohl der polnische Nationalspieler auf eher ungewohnter Position unterwegs war. Daher gibt es keinen Zweifel für Lukas Kwasniok: Jakub Kaminski ist der „beste Spieler“ des 1. FC Köln.

Trotz ungewohnter Position gehörte der polnische Nationalspieler gegen den HSV zu den Leistungsträgern bei den Geißböcken. Auch deswegen gab es den Ritterschlag von Trainer Lukas Kwasniok Jakub Kaminski ist der „beste Spieler“ des 1. FC Köln.

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Lukas Kwasniok streckte die Daumen in die Höhe, um dann noch ein paar Kusshände hinterherzuschicken. Der Adressat stand nur wenige Meter entfernt und fiel dem Kölner Trainer schließlich in die Arme. Der Kölner Coach hatte eine gute Stunde vor dem Spiel gegen den Hamburger SV mit einem taktischen Kniff überrascht. Und dieser stellte sich als durchaus sinnvolle Aktion heraus. So lief Jakub Kaminski dieses Mal auf der rechten Seite als Schienenspieler auf. „Wir hatten in der Vergangenheit über die rechte Seite schon mal Schwierigkeiten, einen guten Spielvortrag dann auch an den Tag zu legen“, sagte Kwasniok. „Da haben wir noch Luft nach oben gehabt, das wollten wir heute tun. Und Kuba erfüllt dann diese Aufgabe.“ Tatsächlich arbeitete der Pole unermüdlich.

„Er war der entscheidende Mann“

Wenn auch im ersten Abschnitt noch nicht so richtig auffällig. „Ich habe noch nicht oft auf dieser Position gespielt. Aber das ist die Entscheidung des Trainers“, sagte Kaminski. „Das Wichtigste ist für mich, dass ich spiele. Die Position ist mir scheißegal.“ Dabei überzeugte der 23-Jährige auf ganzer Linie. Kaminski zog mit 28 die meisten Sprints an, spulte nahezu zwölf Kilometer ab und kam auf die meisten Torabschlüsse. Auch, wenn der Pole am Gegentreffer der Hamburger nicht unbeteiligt war, der Schienenspieler war ein absoluter Aktivposten, ein Leistungsträger. „Er ist und das habe ich von Anfang an gesagt, der beste Spieler, den wir haben. Es ist der beste Spieler“, sagte Kwasniok. „Er kann auf der linken Schiene, er kann links vorne, er kann rechte Schiene, rechts vorne. Er ist ein Offensiv-Allrounder und darüber hinaus demütig, extrem lernwillig und er war der entscheidende Mann am heutigen Tage, weil er unser Spiel verändert hat.“

Starke Worte vom Kölner Trainer und damit wohl auch ein Lob an Thomas Kessler und Co., die den Transfer ermöglicht haben. Kaminski kam bekanntlich im Sommer als Leihspieler vom VfL Wolfsburg. Nach einer ersten starken Saison bei den Niedersachsen liefen die nächsten zwei Spielzeiten nicht mehr ganz so rund. Daher war die Leihe wohl für Kaminski ein wichtiger Schritt und wie sich jetzt rausstellt, eine Win-Win-Win-Situation für alle Parteien. Denn die Geißböcke haben eine Kaufoption im Vertrag verankert, diese liegt dem Vernehmen nach bei rund fünf Millionen Euro und ist offenbar bis Ende Mai gültig. „Wir hoffen einfach, dass er nach einer tollen ersten Saison hier beim ersten FC vielleicht auch noch eine zweite gute folgen lassen kann. Das ist unser aller Ansinnen, aber dass er Qualitäten hat, hat er auch schon in Wolfsburg bewiesen.“

Erstaunliche Entwicklung

Nun beweist der 23-Jährige die Qualität beim FC, kommt mittlerweile auf vier Saisontore und hat damit seinen eigenen Bundesliga-Rekord aus der Spielzeit 22/23 in Wolfsburg eingestellt. Damals kam der polnische Nationalspieler zusätzlich noch auf drei Vorlagen, bislang steht Kaminski in Köln bei einem Assist. Das aber erst nach neun Spieltagen. Unterm Strich eine beeindruckende Entwicklung. „Ich glaube einfach, dass es diese Fälle immer mal wieder gibt, dass ein Spieler nach einer tollen ersten Saison bei einem Verein dann vielleicht nicht mehr diese Einsatzzeiten, diese Minuten bekommt, vielleicht nicht ganz so performen kann, weil die Gesamtkonstellation sich dann auch ändert“, sagte Kwasniok und deutete an, dass dann Clubs wie der FC von dieser Konstellation profitieren könnten. Das scheint der Fall zu sein. Und Kwasniok verriet mit einem Schmunzeln noch ein Geheimrezept: „Vielleicht hilft die polnische Kommunikation“, sagt der in Gliwice geborene Trainer.

Das Vertrauen des Trainers dürfte tatsächlich ein Grund für die positive Entwicklung sein.


Erfolg des 1. FC Köln: Gute Leistung, externe Faktoren und „der liebe Gott“

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Erfolg des 1. FC Köln: Gute Leistung, externe Faktoren und „der liebe Gott“

Mit dem verdienten Erfolg im Aufsteiger-Duell geht es für den FC weiter nach oben. Vor allem im ersten Abschnitt waren die Geißböcke überlegen. Nach dem Wechsel kamen andere Erfolgsfaktoren dazu beim 1. FC Köln: Das war der Schlüssel zum Erfolg gegen Hamburg.

Lukas Kwasniok hatte ein Spiel auf Augenhöhe erwartet, er sollte es bekommen. Auch, wenn das Ergebnis sehr deutlich ausfiel zu Gunsten des 1. FC Köln: Das war der Schlüssel zum Erfolg gegen Hamburg.

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Am Mittwochabend fühlte sich Köln vom Team der Unparteiischen zumindest um ein spannenderes Pokalspiel gebracht, am Sonntagnachmittag war die Kölner Anhängerschaft wohl mehr als glücklich, dass es einen Video-Assistenten gab. Im Cup erzielte Luis Diaz bekanntlich den Ausgleich nach Abseitsstellung, in der Liga nahm Schiedsrichter Daniel Schlager den vermeintlichen Anschlusstreffer von Fábio Vieira nach erstaunlich langen Minuten wieder zurück – weil Rayan Philippe seinen Arm im Gesicht von Eric Martel positioniert hatte. Dass Ransford Königsdörffer zudem in der Sicht von Marvin Schwäbe und dabei wohl auch im Abseits gestanden hatte, wurde ebenfalls überprüft, hatte aber keine Auswirkung. Das Tor wurde so oder so zurückgenommen. Und diese Entscheidung war für den FC wohl eine essentielle. Denn keine 60 Sekunden zuvor hatte Florian Kainz mit einem perfekten Freispruch die Kölner auf Erfolgskurs gebracht.

„Hamburg war in dem Moment die bessere Mannschaft“

Und das genau zum richtigen Zeitpunkt. Der HSV hatte wie bereits im ersten Abschnitt kurz vor dem 1:0 durch Ragnar Ache besser ins Spiel gefunden. „Wir haben zu Beginn der zweiten Halbzeit eine gute Torchance gegen uns gehabt, die wir mit einem guten Torhüter dann auch wieder bereinigen können“, sagte der Kölner Coach. „Dann haben wir mit dem Freistoß vermeintlich das Spiel auf unsere Seite gezogen, aber dann kommt die Psyche dazu. Denn dann hast du auf einmal etwas zu verlieren.“ Und genau in diesem Moment traf Vieira und machte dem HSV für mehr als sechs Minuten Hoffnung auf einen Anschlusstreffer. „Glücklicherweise war diese Entscheidung dann auf unserer Seite“, sagte Kwasniok. „Das gibt dir vermeintlich noch mal ein bisschen Auftrieb. Dem war aber nicht so.“

Tatsächlich war in dieser Phase der Gast stärker und kämpfte um den Anschluss. Der sehr agile Jean-Luc Dompé nutzte die zaghafte Verteidigung von Jakub Kaminski mit einem schicken Schlenzer dann doch zum 2:1. „Hamburg war in dem Moment schon die bessere Mannschaft und ich glaube, die äußeren Faktoren, die externen Faktoren waren heute komplett auf unserer Seite“, fuhr Kwasniok fort. Und damit meinte der Kölner Trainer nicht nur das zurückgenommene Tor von Vieira. Vielmehr die wohl Spiel entscheidenden Szenen, die gerade auf Hamburger Seite für viel Unmut sorgten. Der gerade erst eingewechselte Immanuel Pherai zog gegen Denis Huseinbasic ein taktisches Foul sah Gelb, um keine 60 Sekunden später ungestüm in Kristoffer Lund auszurutschen. Auch, wenn keine Absicht darin lag, der Platzverweis ging dennoch in Ordnung. „Der Spieler geht mit hoher Intensität in den Zweikampf, spielt nicht den Ball und grätscht mit hohem Tempo in die Beine seines Gegenspielers“, erklärte Schiedsrichter Schlager später.

„Das war schon beachtlich“

Vier Minuten später sah auch Vieira die Ampelkarte, das genau fünf Minuten nach der ersten Verwarnung. Schlager erklärte, dass er dem Mittelfeldspieler mehrfach darauf hingewiesen habe, die Beschwerden zu unterlassen. Irgendwann sei eine Grenze erreicht gewesen. Mit zwei Mann mehr ergaben sich mehr Räume. Der FC profitierte von den externen Faktoren. „Das hatten wir gegen Dortmund nicht, das hatten wir gegen den FC Bayern nicht. Die brauchst du aber, um Spiele in der Bundesliga zu ziehen“, sagte der Trainer. „In Summe habe ich das Gefühl gehabt, dass der liebe Gott gedacht hat, was einfach bei den letzten zwei Spielen nicht der Fall war, das gibt man euch heute zurück. Spätestens mit der zweiten Gelb-Roten Karte wurde es dann ein wenig leichter.“ Doch der HSV gab sich auch weiterhin nicht auf und hätte durch Nicolai Remberg beinahe den Ausgleich erzielt, aber Marvin Schwäbe war zur Stelle.

„Was der HSV dann auch mit Minus zwei Mann abgeliefert hat, das war schon beachtlich“, lobte auch der Kölner Coach. „In der Phase, als der HSV zwei Rote Karten bekommen hat, waren wir zu passiv. Sie hatten mehrere Torchancen, was mit zwei Mann weniger nicht sein kann“, fand auch Ragnar Ache. Doch Schwäbe parierte eben, machte dann das Spiel mit einem starken Abwurf schnell und ebnete damit die Vorentscheidung. Jakub Kaminski legte Said El Mala in der Nachspielzeit das 3:1 auf, bevor dieser sich nur zwei Minuten später revanchierte. Und somit kletterten die Kölner auf Platz sieben und bleiben damit auch am neunten Spieltag ein Team der oberen Tabellenhälfte. „Der erste Blick geht nach jedem Spiel eben auf die Distanz und Differenz zu den Nicht-Abstiegsplätzen. Wir haben jetzt aktuell acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und unsere Aufgabe ist es, im nächsten Spiel zu versuchen diesen mindestens eben aufrechtzuerhalten und nach Möglichkeit, um die Menschen auch hier in Köln glücklich zu machen, vielleicht auch etwas ausbauen zu können.“


Zwei Einsen, eine Zwei – so bewerten wir den 1. FC Köln gegen Hamburg

Florian Kainz jubelt mit der Mannschaft nach seinem Treffer
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Zwei Einsen, eine Zwei – so bewerten wir den 1. FC Köln gegen Hamburg

Das Ergebnis fiel am Ende vielleicht ein wenig hoch aus, denn die beiden Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Und doch ging der Erfolg der Kölner am Ende absolut in Ordnung. Die Einzelkritik zur Partie des 1. FC Köln gegen Hamburg.

Am Ende waren es gleich mehrere Schiedsrichter-Entscheidungen, die die Partie in Kölner Richtung lenkten. Der FC spielte über Phasen stark, ließ aber den HSV unnötig ins Spiel kommen. Dennoch fallen die Noten insgesamt positiv aus. Die Einzelkritik zur Partie des 1. FC Köln gegen Hamburg.

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Insgesamt solide Defensive

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Marvin Schwäbe

Nach einer guten halben Stunde erstmals ernsthaft von Dompé geprüft. Schwäbe tauchte rechtzeitig ab. Bei sämtlichen Gegentoren, also auch den nicht gegebenen, machtlos. Machte mit einem Abwurf das Spiel schnell und leitete so das 3:1 ein.


Einzelkritik Kristoffer Lund 3

Kristoffer Lund

Von Beginn an auf seiner Seite viel unterwegs. Rettete bereits früh mit einer Grätsche in der eigenen Box. Sein Abschluss aus 20 Metern war aber harmlos. Kann an seinem Stellungsspiel sicherlich noch arbeiten.


Joel Schmied

War auf der rechten Seite gegen das Tempo der Rothosen nicht immer auf der Höhe. Gewann im Schnitt nur einen von vier Zweikämpfen. Musste zur Halbzeit angeschlagen ausgewechselt werden.


Eric Martel, Einzelkritik 3+

Eric Martel

Begann wieder in der Innenverteidigung. Das dürfte bis zum Winter durch die Verletzung von Timo Hübers wohl Standard werden. War in den Zweikämpfen gewohnt robust, gewann aber nur 50 Prozent seiner Zweikämpfe. Überließ in der Schlussphase dann Dominique Heintz die Position im Zentrum.


Cent Özkacar Einzelkritik

Cenk Özkacar

Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn ein Innenverteidiger nicht besonders auffällt. Zumindest, was das Negative angeht. Seine beeindruckende Grätsche wurde zu recht von den Fans gefeiert. Erreichte die höchste Passquote der Geißböcke (98 Prozent).


Jakub Kaminski Einzelkritik 1-

Jakub Kaminski

Lief überraschend als rechter Schienenspieler auf. Kann er. Dass er aber offensiv effektiver ist, zeigte er in der Schlussphase, als er wieder eine Kette weiter vorne und in doppelter Überzahl agierte. Beeindruckend sein Sprint in der 85. Minute. Mit Assist und Tor krönte er seine starke Leistung. Hatte allerdings auch am Gegentreffer seinen Anteil.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<

Offensive überzeugt


Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln Einzelkritik Note 3

Denis Huseinbasic

Viele Ballkontakte, gewohnt stark im Passspiel (96 Prozent). Lief am meisten von allen Kölnern (12,9 Km). Auf der anderen Seite aber erstaunlich wenig Auffälligkeiten. Bei seinen technischen Möglichkeiten ist durchaus mehr drin.


Isak Johannesson Einzelkritik 3-

Isak Johannesson

Versuchte es mit einem Freistoß direkt, der war aber deutlich zu hoch. Traf auch in weiteren Situationen nicht immer die beste Entscheidung. Bei den Pässen aber einmal mehr eine Bank.


Einzelkritik Florian Kainz 1-

Florian Kainz

Stand überraschend erstmals in dieser Spielzeit von Beginn an auf dem Platz. Fügte sich mit einem guten ersten Abschluss aus 18 Metern ein. War auch auf den Flügeln unterwegs und avancierte immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt. Belohnte seine gute Leistung mit einem starken Freistoßtreffer. Viele Ballbesitze, gute Zweikampf- und Passquote.


Ragnar Ache Einzelkritik 2+

Ragnar Ache

Holte clever den ersten Freistoß raus, den Johannesson aus 18 Metern übers Tor schlenzte. War nach dem gescheiterten Kainz/Maina-Versuch zur richtigen Zeit am richtigen Ort und schob zur Kölner Führung ein. Auch sonst als Sturmtank immer anspielbar. Hatte einen weiteren Treffer auf der Stirn.


Linton Maina

Hatte die Kölner Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Vuskovic, der Ache den Ball zur Führung auflegte. Probierte es anschließend vergeblich mit Schlenzern aus 20 Metern sowie aus der Box. Holte clever den Freistoß zum 2:0 raus.

Sebastian Sebulonsen Einzelkritik 4+

Sebastian Sebulonsen

Kam für Schmied zur Halbzeit in die Innenverteidigung. Fügte sich mit einem starken Ballgewinn ein, aus dem Maina den Freistoß zum 2:0 generierte. Verschätzte sich gleich mehrfach und bekam Dompé ebenfalls nicht in den Griff.


In die Wertung fließen nur Spieler ein, die in der regulären Spielzeit 30 Minuten gespielt haben.

4:1-Erfolg! Der 1. FC Köln ringt den Hamburger SV nieder

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln nach dem Treffer von Florian Kainz
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4:1-Erfolg! Der 1. FC Köln ringt den Hamburger SV nieder

Der FC hat den vierten Sieg der laufenden Spielzeit eingefahren und das Duell der Aufsteiger für sich entschieden. Der 1. FC Köln gewinnt gegen den HSV 4:1. Damit klettern die Geißböcke auf Rang sieben.

Es war ein hartes Stück Arbeit, aber eins, das sich am Ende ausgezahlt hat. Der 1. FC Köln gewinnt gegen den HSV 4:1. Ragnar Ache, Florian Kainz, Said El Mala und Jakub Kaminski trafen für den FC. Jean-Luc Dompé hatte zwischenzeitlich verkürzt. Die Kölner profitierten aber auch von zwei Platzverweisen.

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Lukas Kwasniok wechselte gleich auf fünf Positionen und überraschte durchaus. Noch unter der Woche hatte der Kölner Trainer erklärt, Florian Kainz würde sicher irgendwann „reingeworfen“ werden. Nun war es soweit. Der Österreicher stand genauso in der Startelf wie Linton Maina und Denis Huseinbasic. Außerdem begann Cenk Özkacar in der Innenverteidigung und Marvin Schwäbe kehrte erwartungsgemäß in die Startelf zurück. Eric Martel übernahm wieder die Rolle in der zentralen Defensive. Said El Mala saß zunächst nur auf der Bank. Doch so überraschend die Nominierung von Kainz schien, so versuchte dieser, diese umgehend zu rechtfertigen. Zumindest gehörte der erste vielversprechende Abschluss dem Mittelfeldspieler (6.). Der FC gab weiterhin den Ton an. Unter anderem verfehlte Isak Johannesson das Tor mit einem direkten Freistoß aus 18 Metern (12.).

Ache und Kainz treffen für den FC

Und gerade als der HSV besser ins Spiel fand, leistete sich Albert Sambi Lokonga einen folgenschweren Stockfehler, Kainz witterte die Chance, lief alleine auf Daniel Heuer Fernandez zu, verpasste aber den richtigen Zeitpunkt. Der Versuch wurde von Luka Vuskovic geblockt, Maina nahm den zweiten Versuch, scheiterte aber ebenfalls. Der Ball landete bei Ragnar Ache, der sein Torkonto dann auch in der Bundesliga eröffnete (25.). Maina suchte kurz darauf den nächsten Abschluss, aber setzte zu hoch an (31.). Auf der anderen Seite brachte Rayan Philippe eine perfekte Flanke auf William Mikelbrencis, der aber seinen eigenen Mann anschoss (32.). Anschließend durfte sich auch Marvin Schwäbe bei einem Schlenzer von Ransford Königsdörffer auszeichnen (33.).

Auch Kainz probierte es nochmal aus der Distanz, aber setzte ebenfalls zu hoch an (34.). Genauso wie Maina aus der Box, der von Johannesson mit einem starken Steckpass eingesetzt wurde (42.). Es blieb zur Halbzeit bei der knappen Kölner Führung. Kwasniok musste schon zur Halbzeit wechseln, brachte Sebastian Sebulonsen für Joel Schmied. Und der Norweger fügte sich in der Innenverteidigung mit einem starken Ballgewinn ein. Sebulonsen übergab an Maina, der zwei Meter vor der Sechzehnerlinie von den Beinen geholt wurde. Den Freistoß nahm sich Kainz, der die Kugel in den Giebel schweißte (49.). Die Freude erhielt nur eine Minute später einen Dämpfer als Fábio Vieira aus der Distanz einnetzte. Zuvor hatte aber Rayan Philippe Martel mit dem Arm im Gesicht getroffen. Der Treffer wurde zurückgenommen (52.).

Dompé bringt den HSV zurück

Anschließend hätte Königsdörffer verkürzen können, traf aber nach einer Flanke den Ball nicht richtig. Das machte Jean-Luc Dompé mit einem schicken Schlenzer in den Winkel nach einer guten Stunde deutlich besser (61,). Der HSV war nun besser im Spiel, wollte den Ausgleich. Der Kölner Coach reagierte, brachte mit Dominique Heintz, Tom Krauß und Said El Mala drei neue Kräfte. Die Gäste gaben dennoch den Ton an. Und wieder zappelte der Ball im Netz von Marvin Schwäbe. Dieses Mal stand Rayan Philippe deutlich im Abseits, als er Vuskovic bediente (71.). Auf der anderen Seite wurde El Mala geschickt, der den hohen Ball aber nicht sauber verwerten konnte. Hamburg wollte viel, schwächte sich aber selbst. Immanuël Pherai stand noch keine zwei Minuten auf dem Platz, da musste der Offensivspieler schon wieder mit Gelb-Rot runter (79.).

Und nur vier Minuten später sah auch Vieira die Ampelkarte (83.). Der FC spielte nun in doppelter Überzahl. Der HSV spielte dennoch weiter nach vorne. Und ließ sich auskontern. Zunächst scheiterte El Mala noch an Heuer Fernandes. Dann machte Schwäbe das Spiel schnell mit einem Abwurf auf Kaminski, der legte quer zu El Mala, der nur noch einschieben musste (90.+7). Anschließend revanchierte sich der Torschütze und legte Kaminski das 4:1 auf (90.+9). Dabei blieb es. Am kommenden Samstag steht dann das Derby an.

1. FC Köln: Schwäbe – Özkacar, Martel, Schmied (46. Sebulonsen) – Lund, Huseinbasic, Johannesson (66. Heintz) Kaminski – Kainz (66. Krauß) – Ache, Maina (66. El Mala); Tore: 1:0 Ache (25.), 2:0 Kainz (49.), 2:1 Dompé (61.), 3:1 El Mala (90.+7), 4:1 Kaminski (90.+9) Gelbe Karten FC: Bülter; Gelb-Rote Karten: Pherai (79.), Vieira (83.).