Nach Wirbel um Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: Das sagt Rechtsexperte Professor Alexander Scheuch

Die Kandidatenteams zur FC-Wahl
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Nach Wirbel um Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: Das sagt Rechtsexperte Professor Alexander Scheuch

In drei Wochen wird beim 1. FC Köln ein neues Präsidium gewählt. Zuletzt gab es Wirbel um eine öffentliche Wahlempfehlung des Kölner Beirats, dem daraufhin fehlende Neutralität und eine Beeinflussung der Wahl vorgeworfen wurde. Viel Wirbel um die Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: So schätzt ein Jurist die Lage ein.

Viel Wirbel gab es unter der Woche über die Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: So schätzt ein Jurist die Lage ein. Wir haben mit Professor Dr. Alexander Scheuch gesprochen.

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Der Wahlkampf um das Präsidentenamt beim FC geht so langsam auf die Zielgerade und die Bandagen werden ganz offensichtlich härter. Unter der Woche sprach der Beirat des 1. FC Köln eine Wahlempfehlung aus und sorgte damit gerade bei den nicht empfohlenen Teams für Irritation – zumindest folgte die Antwort vom Team Adenauer recht schnell. „Wir sind zutiefst irritiert über das Vorgehen des Beirats, weil wir im Vorfeld des Gesprächs nicht darüber informiert wurden, dass am Ende eine öffentliche Wahl-Empfehlung durch dieses Gremium abgegeben wird“, hieß es in einem Statement und weiter: „Wir sind zudem enttäuscht darüber, dass die immer wieder kommunizierte Neutralität des Vereins durch die zugehörigen Gremien erneut verletzt wird. Sowohl Mitgliederrat als auch der Beirat haben eine Wahl-Empfehlung ausgesprochen und wollen die Wahl damit erheblich beeinflussen.“

Hätte der Beirat die Empfehlung aussprechen dürfen?

Auch Professor Dr. Alexander Scheuch war von der Empfehlung grundsätzlich überrascht. „Dass es noch eine Empfehlung des Beirats geben würde, hatte ich so konkret nicht auf dem Schirm. Welche Gremien bei der Wahl des Vorstands ein Vorschlagsrecht haben, eine Empfehlung abgeben oder sonst wie involviert sind, ist von Verein zu Verein sehr unterschiedlich“, sagt der Jurist, der einst selbst in der Rechtsabteilung der Kölner tätig war. „Der FC verfügt über relativ viele Gremien, sodass sich die Frage, wer hier wann wie aktiv werden muss oder darf eher stellt, als bei anderen Clubs.“ Und dieses Thema treibt offenbar nicht nur die Teams um. Auch in den Sozialen Medien wird über das Thema diskutiert. Vor allem eine Frage: Hätte der Beirat die Empfehlung überhaupt aussprechen dürfen?

„Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn dass ein Verein bei der Vorstandswahl in gewissem Maß auf Chancengleichheit und damit auch auf Neutralität achten muss, ist sicher so“, sagt Scheuch. So dürften beispielsweise Namen auf Stimmzetteln nicht unterschiedlich groß oder dick geschrieben sein. „Was Empfehlungen im Vorfeld zur Wahl angeht, ist das aber schwieriger zu beurteilen. Der Mitgliederrat hat ja zum Beispiel ausdrücklich die Aufgabe, ein Team vorzuschlagen. Hinter diesen Vorschlag muss er sich dann natürlich auch stellen dürfen“, so der Experte weiter. Werbung dürfe er insofern durchaus machen. „Der Beirat hat hingegen primär die Aufgabe, den Vorstand zu beraten. Dazu gehören erstmal keine Wahlempfehlungen. Aber selbstredend hat der Beirat ein Interesse, dass Personen gewählt werden, mit denen er gut zusammenarbeiten kann.“

„Das wird auch das Ziel gewesen sein“

Und Scheuch weiter: „Die Satzung sagt auch, dass der Beirat den Verein und dessen Ansehen fördern soll. Da kann man schon auf den Gedanken kommen, dass eine halbwegs zurückhaltend formulierte Empfehlung für eine solche Wahl zu seinen Aufgaben zählt.“ Und es gibt noch einen anderen Aspekt: „Beim FC kommt dazu, dass der Mitgliederrat laut Satzung vor seinem Wahlvorschlag auch den Beiratsvorsitzenden anhören muss. Insofern ist der Beirat also selbst ein Stück weit in die Auswahl involviert. Auch das ist ein Argument dafür, dass der Beirat eine Empfehlung aussprechen darf. Ich will aber nicht verhehlen, dass es bei einer so wenig konkreten Grundlage in der Satzung auch Argumente für die Gegenmeinung gibt“, sagt Scheuch.

Unterm Strich steht dennoch der vom Team Adenauer öffentlich geäußerte Vorwurf, dass der Beirat in die Wahl eingegriffen habe. Es bleibt ein Geschmack. „Eingegriffen hat er sicherlich. Das wird auch das Ziel gewesen sein“, sagt Scheuch. „Wenn der Beirat davon ausginge, seine Empfehlung sei ohnehin wirkungslos, hätte er sie nicht ausgesprochen. Die Frage ist allerdings: Durfte er eingreifen? Dafür sehe ich, wie gesagt, einige ganz ordentliche Argumente. Eindeutig ist die Lage aber nicht. Ich hoffe, dass der Beirat Für und Wider gut abgewogen hat, bevor er die Empfehlung ausgesprochen hat.“


Einsatzzeit und Kantersieg gegen den Bankfrust beim 1. FC Köln?

Jusuf Gezibegovic punktete mit der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina
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Einsatzzeit und Kantersieg gegen den Bankfrust beim 1. FC Köln?

Auch Jusuf Gazibegovic ist in die WM-Qualifikation gestartet. Es gab mit Bosnien-Herzegowina aber nicht nur einen verdienten Kantersieg für den Abwehrspieler des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic sammelt Einsatzzeit.

Mit einem 6:0-Erfolg über San Marino ist Bosnien-Herzegowina in die WM-Quali gestartet. Erfreulich verlief das Spiel für den Rechtsverteidiger des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic sammelt Einsatzzeit – und deutlich mehr als bei den Geißböcken.

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Eigentlich war die Reise nach San Marino gar nicht geplant, doch sie entpuppte sich als Glücksgriff. Jusuf Gazibegovic war zunächst nicht für den Kader der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina nominiert worden. Durch die Verletzung von Arjan Malic rutschte der Rechtsverteidiger der Geißböcke doch noch ins Team. Und im Duell im Stadio Olimpico di Serravalle kam der Abwehrspieler nicht nur zum Einsatz, der 25-Jährige stand sogar in der Anfangsformation. Und der Abend lief für das bosnische Team besonders gut. Schon nach einer knappen Viertelstunde sah Alessandro Golinucci die Rote Karte und das Team von Sergej Barbarez spielte 75 Minuten in Überzahl.

90 Minuten für die Nationalmannschaft

Und das nutzte Bosnien aus. Nachdem das Team in der ersten Halbzeit die Führung erzielte, drehte die Auswahl um Gazibegovic mal so richtig aus, fertigte den Gastgeber 6:0 ab. Zwar trug sich der FC-Profi nicht auf dem Scoreboard ein, der 25-Jährige war dennoch einer der besten Spieler bei Bosnien, spielte die 90 Minuten durch. Für Gazibegovic sicherlich so etwas wie eine Genugtuung. Denn beim FC durchlebt der Rechtsverteidiger gerade eine doch schwere Zeit. Im vergangenen Winter noch als großer Hoffnungsträger unmittelbar nach dem Registrierungsverbot unter Vertrag genommen, hat ihm aktuell Sebastian Sebulonsen den Rang abgelaufen. So richtig ist der Abwehrspieler ohnehin noch nicht in Köln angekommen.

In den bisherigen drei Pflichtspielen kam der gebürtige Salzburger beim FC gerade einmal 22 Minuten zum Einsatz. So richtig rund lief es im Duell gegen den SC Freiburg aber auch nicht. Zudem scheint die offensive Ausrichtung Sebulonsen ein wenig mehr zu liegen. Immerhin hatte Gazibegovic nun die Chance, einige Pluspunkte zu sammeln und eine Bewerbung abzugeben. Die hat der Bosnier abgegeben. Am Dienstag steht dann ein besonderes Spiel für den 25-Jährigen auf dem Plan. Gazibegovic empfängt in Zenica mit Bosnien-Herzegwoina sein Geburtsland Österreich.


„Mehr Qualität, weniger Quantität“ – ist das die Formel zum Erfolg des 1. FC Köln?

Die Spieler des 1. FC Köln beim Spiel gegen den SC Freiburg
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„Mehr Qualität, weniger Quantität“ – ist das die Formel zum Erfolg des 1. FC Köln?

Mit drei Pflichtspielsiegen in Folge sind die Kölner nahezu perfekt in die Saison gestartet. Die Geißböcke könnten eine der Überraschungsmannschaften der Saison werden. Könnten, denn sicher ist das nicht beim 1. FC Köln: Ist mehr Qualität, weniger Quantität der Schlüssel?

Sechs Punkte aus zwei Spielen, die 2. Runde im DFB-Pokal – der Saisonstart ist vielversprechend und die Euphorie groß beim 1. FC Köln: Ist mehr Qualität, weniger Quantität der Schlüssel?

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Jakub Kaminski hielt nicht so richtig hinter dem Berg. Als er in einem Interview für ein polnisches Sportportal nach den Zielen gefragt wurde, nahm der Kölner Schienenspieler Abstand von den üblichen Tiefstapeleien. „Als Neuling ist der Klassenerhalt das Ziel“, sagte Kaminski, schob dann aber hinterher: „Wir wollen diese Saison für eine Überraschung sorgen. Wir haben einen Trainer und einen Kader, der das kann. Das könnte eine sehr gute Saison für uns werden.“ Eine Meinung, mit der Kaminski alles andere als alleine ist. Ein Großteil der Fans würde die Einschätzung sicher unterschreiben und auch im vermeintlichen Expertenkreis wird über ein etwaiges Szenario gesprochen, wenn auch ob der frischen Spielzeit noch hinter vorgehaltener Hand.

„So war es möglich, Veränderungen vorzunehmen“

Der Start ist den Kölnern jedenfalls ganz sicher geglückt und damit auch ein wenig Dampf vom Kessel genommen. Denn die sechs gesammelten Punkte sind sicher mehr als zu Saisonbeginn erwartet und ein kleines Polster für die kommende Phase bis zum nächsten Länderspiel. Der FC kann diese mit dem Spiel gegen Wolfsburg jedenfalls beruhigt angehen, die in Köln oft erlebte Hektik herrscht nicht. Als Vater des frühen Erfolgs dürfen sich bislang vor allem Lukas Kwasniok und Thomas Kessler feiern lassen. Kwasniok, der allem Augenschein nach situativ auf Aktionen und Ereignisse zu reagieren kann und somit die Spiele nachhaltig beeinflusst und Kessler, der mit zahlreichen Transfer-Entscheidungen dem Kader ein komplett neues Gesicht hat.

Zur Wahrheit gehört auch, dass den FC-Bossen durchaus bewusst war, dass sie mit dem aktuellen Kader in der Liga Probleme bekommen würden. Zumal offenbar auch mit Abgängen wohl gerechnet wurde und diese dann auch für Kwasniok zum Thema wurden. „In den Verhandlungen wurde relativ schnell deutlich, dass es ein, zwei Abgänge geben wird – und dass das Geld, das so hereinkommt, in neue Spieler investiert werden soll. Das war für mich schon ein wichtiger Teilaspekt in der Entscheidungsfindung“, sagt der Coach in einem Interview der „Welt“. „Durch den Aufstieg war es dann möglich, Veränderungen vorzunehmen. Die waren auch wichtig. Unser Ansatz war es, die Quantität zu reduzieren und die Qualität zu erhöhen“, so Kwasniok weiter. 

Unzufriedenheit soll vermieden werden

Tatsächlich ist das Mannschaftsgefüge ein anderes. Der FC verfügt nur noch über 21 Feldspieler. Denn Kessler sorgte auch dafür, dass einige Spieler den Verein verlassen haben. „Es ist ja so: Etwa 16 bis 18 Feldspieler kommen über eine Saison auf relativ viel Einsatzzeit. Wenn du die hast, gibt es einen guten Konkurrenzkampf“, sagt Kwasniok. „Die, die neu gekommen sind, drängen in die Mannschaft – die, die schon länger hier sind, wollen ihre Plätze behaupten. Doch weil alle eine reelle Chance haben, regelmäßig zu spielen, freuen sie sich auch miteinander über Erfolge.“ So will der Kölner Coach Unzufriedenheit in der Mannschaft vermeiden. Der Kölner Coach betont, dass „Fußball ein Mannschaftssport ist. Und dazu gehört es eben auch, mal nicht zu spielen.“ 

Dazu war es aber auch unerlässlich die Qualität des Kaders noch einmal anzuheben. In der vergangenen Spielzeit wurde gerade die fehlende Breite im Team immer wieder deutlich. Von der Bank passierte relativ wenig, ein Großteil der ersten Elf war gesetzt. Nun scheint sich aber kein Spieler sicher sein zu dürfen und das erhöht bekanntlich den Konkurrenzkampf. Und das liegt zweifelsfrei daran, dass Kessler ganz offensichtlich Spieler verpflichtet hat, die dem FC sofort weiterhelfen können. Wie nachhaltig dieser Schlüssel zum Erfolg ist, wird wohl erst in den kommenden Monaten zu sehen sein.


Keine Leihe und auch noch keine Verlängerung: Die Lage von Neo Telle ist kompliziert

Neo Telle soll eigentlich verliehen werden
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Keine Leihe und auch noch keine Verlängerung: Die Lage von Neo Telle ist kompliziert

Eigentlich hatte der FC den Vertrag von Neo Telle verlängern wollen, um ihn dann zu verleihen. Beides ist bis zum Ablauf der Transferperiode nicht passiert. Die Lage von Neo Telle beim 1. FC Köln ist kompliziert.

Während Sportdirektor Thomas Kessler für einige Talente wie Julian Pauli Leihvereine finden konnte, gelang ihm das bei Neo Telle nicht. Auch läuft der Vertrag des 20-Jährigen in knapp einem Jahr aus. Die Lage von Neo Telle beim 1. FC Köln ist kompliziert.

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Eigentlich verfolgt der FC bei Talenten einen klaren Weg: Über Leihen sollen die Youngster Spielpraxis sammeln und sich so weiterentwickeln. Und das möglichst höher als in der Regionalliga, in der die Kölner U21 antritt. Das Modell haben die Geißböcke wie in den Jahren zuvor im Sommer erneut bei einigen Talenten angewendet. So ging etwa Julian Pauli in die zweite Liga zu Dynamo Dresden oder Jaka Potocnik in die dritte Spielklasse zu Rot-Weiss Essen. Das war auch der Plan bei der Neo Telle. Der Innenverteidiger sollte seinen in knapp einem Jahr auslaufenden Vertrag verlängern, um dann verliehen zu werden. Aber beides gelang bis zum Ende der Transferperiode nicht. Die Lage beim 20-Jährigen ist daher kompliziert.

„Das ist ein bisschen eine Achterbahn der Gefühle“

Dabei hatte Telle erst vergangene Saison gegen Schalke 04 sein Profidebüt für den FC gefeiert und schien auf einem sehr guten Weg. So kamen noch zwei Kurzeinsätze als Joker in der zweiten Liga dazu. Am Anfang der Vorbereitung durfte sich der 20-Jährige dann unter dem neuen Trainer Lukas Kwasniok bei den Profis beweisen. Dort schaffte der Innenverteidiger es aber nicht, den Coach von sich zu überzeugen und musste zurück zur U21. Dort kam das Eigengewächs immerhin in den vergangenen drei Partien zum Einsatz, wenn auch zuletzt gegen den Wuppertaler SV nur als Joker.

Denn unumstritten scheint der Youngster in der zweiten Mannschaft ebenfalls nicht. So bekamen an den ersten Spieltagen Konkurrenten wie Yannick Mausehund, Luc Dabrowski oder Mikail Özkan teilweise den Vorzug. Anstatt also bei den Profis eine Rolle zu spielen oder über eine Leihe Erfahrungen auf einem höheren Niveau als die vierte Liga zu sammeln, muss sich Telle erstmal wieder bei der U21 beweisen. Wenn das Talent sich dort nicht durchsetzt, droht der 20-Jährige in seiner Entwicklung zu stagnieren. Die komplizierte Lage ist auch seinem Trainer in der zweiten Mannschaft bewusst. „Das ist natürlich keine einfache Situation, aber er ist auch noch ein junger Mensch“, so Evangelos Sbonias. „Das ist ein bisschen eine Achterbahn der Gefühle. Ich bin mit Neo klar im Austausch, auch heute vor dem Spiel. Er geht vorbildlich damit um. Jetzt geht es einfach darum, sich im Training wieder anzubieten und dann schaut man sich an, was in 14 Tagen los ist.“

Nur noch bis Sommer 2026 Vertrag

Seine Vertragskonstellation beschäftigt den Innenverteidiger bestimmt auch. Denn sein Kontrakt läuft im Sommer 2026 aus. Für den FC eine gefährliche Situation, droht er doch das nächste Talent ablösefrei zu verlieren wie in diesem Sommer Tim Lemperle oder Justin von der Hitz. Dass eine Einigung nicht schon im jetzt gelang, ist sehr unglücklich, da erst durch eine Verlängerung eine Leihe möglich gewesen wäre. Ob beide Parteien noch zusammenfinden, bleibt abzuwarten. Dabei könnte es sein, dass beide Seiten erstmal die Entwicklung von Telle in der U21 abwarten. Das wäre aus Telles Sicht sinnvoll, um seine Perspektive beim FC besser einschätzen zu können. Und aus Vereinsperspektive ergibt es Sinn, um zu schauen, ob der Abwehrspieler den nächsten Schritt macht oder stagniert. Zumindest die Fans dürften sich aber wohl eine Verlängerung wünschen, um nicht das nächste talentierte Eigengewächs zu verlieren.


Gelb-Rot und Torwartpatzer: Bittere Auftaktniederlage für FC-Frauen

Laura Feiersinger im Zweikampf
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Gelb-Rot und Torwartpatzer: Bittere Auftaktniederlage für FC-Frauen

Die Fußballerinnen des FC sind mit einer Niederlage in die Saison gestartet. Die Frauen des 1. FC Köln unterliegen Leipzig 0:2. Zudem sah Celina Degen die Gelb-Rote Karte.

Bitterer Nachmittag für die Kölner Fußballerinnen. Die Frauen des 1. FC Köln unterliegen am Samstag RB Leipzig 0:2.

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Zum Auftakt musste Britta Carlson direkt improvisieren. Die neue Spielführerin Marina Hegerin plagten muskuläre Probleme. Die ehemalige Nationalspielerin nahm also zunächst auf der Bank Platz. Angeführt wurde die Mannschaft von Laura Feiersinger. Im Tor startete Lisa Schmitz, in der Offensive begannen unter anderem die Ex-Leipzigerin Lydia Andrade sowie Neuzugang Sandra Maria Jessen. Die Kölnerinnen taten sich von Beginn an im Spielaufbau schwer, Pässe kamen nicht an, technische Fehler. So erarbeitete sich der Gast ein leichtes Übergewicht und belohnte sich auch. Marleen Schimmer bekam im linken Halbfeld den Ball, zog ein paar Meter ins Zentrum und dann aus knapp 20 Metern ab. Lisa Schmitz machte im Tor dabei überhaupt keine gute Figur: 0:1 (14.).

Gelb-Rot für Degen

Und RB hätte nachlegen können. Lisa Baum war zunächst durch, visierte den langen Pfosten an, verfehlte aber knapp. Einen weiteren Versuch der Offensivspielerin nach Pass von Schimmer entschärfte Schmitz sicher. Leipzig dominierte die Begegnung, die ganz großen Chancen blieben aber bis zur Pause aus. Und genau dort schien Carlson die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn nach dem Wechsel bot sich zunächst einmal ein anderes Bild. Die Kölnerinnen waren dem Ausgleich nun deutlich näher. Unter anderem verfehlte Adriana Achcińska nach einem Querschläger. Jessen setzte einen Kopfball zudem knapp neben das Tor. Doch die Kölnerinnen bremsten sich selbst aus. Celina Degen hatte im ersten Abschnitt schon die Gelbe Karte gesehen, nach einem Halten im Mittelfeld gab es die Ampelkarte (57.).

Carlson reagierte und brachte Weronika Zawistowska für Andrade. Doch in Unterzahl hatte der FC nun wieder seine Probleme und kassierte den nächsten Gegentreffer. Nach einer starken Flanke von Schimmer stieg Sandra Starke hoch und nickte ein (62.). Und Marlene Müller hätte erhöhen müssen, als sie alleine aufs Tor zulief, legte den Ball aber neben das Gehäuse. Auf der anderen Seite traf die eingewechselte Sylwia Matysik nach einer Ecke den Pfosten. In der Schlussphase passierte abgesehen von einem guten Abschluss von Anna Gerhardt sowie zudem einer starken Grätsche der 27-Jährigen nicht mehr viel. Am kommenden Freitag ist der FC zu Gast in Freiburg.

1. FC Köln: Schmitz, Imping (76. Matysik), Degen, Agrez, Gerhardt, Vogt, Feiersinger, Achcinska, Andrade (59. Zawistowska), Donhauser, Jessen (76. Leimenstoll); Tore: 0:1 Schimmer (14.), 0:2 Starke (62.); Gelb-Rot: Celina Degen (57.)


Sargis Adamyan wieder für den 1. FC Köln am Ball: Das ist der Plan mit dem Angreifer

Sargis Adamyan hält sich bei der U21 fit
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Sargis Adamyan wieder für den 1. FC Köln am Ball: Das ist der Plan mit dem Angreifer

Eigentlich galt er als sicherer Abschiedskandidat, dann als Trainingsgast bei der Kölner Reserve. Nun kam er in einem Testspiel zum Einsatz für die U21. Und dabei muss es nicht bleiben beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Sargis Adamyan?

Die Tage beim FC sind für Sargis Adamyan eigentlich gezählt. Eigentlich, denn der 32-Jährige kam etwas überraschend in einem Testspiel nun zum Einsatz für die U21. Und es scheint noch mehr möglich beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Sargis Adamyan?

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Nach einigen harten Wochen scheint es für Leart Pacarada dieser Tage wieder bergauf zu gehen. Der Außenverteidiger befindet sich aktuell mit dem Kosovo auf Länderspielreise und trifft unter anderem heute Abend auf die Schweiz. Nach den WM-Qualifikationsspielen wird der Ex-Kölner dann auch den Kampf um einen Stammplatz beim 1. FC Heidenheim aufnehmen. Zwar betonte Pacarada nun in einem Interview, dass der Fußball auch mal grässlich sein könne, unter dem Strich scheint Pacarada aber seinen Frieden gemacht zu haben. Denn ganz sicher besteht bei dem 30-Jährigen die Chance, bald wieder Bundesligaluft zu schnuppern. Während auch Imad Rondic, Jacob Christensen und Florian Dietz andere Vereine gefunden haben, steht hinter Sargis Adamyan weiterhin ein großes Fragezeichen. Der Armenier trainiert aktuell bei der U21 der Geißböcke, ein Transfer kurz vor Toresschluss zeichnet sich bislang nicht ab. Denn auch nach dem Deadline Day sind Abgänge grundsätzlich möglich, allerdings nur Richtung ausländische Märkte, bei denen das Transferfenster später schließt.

Adamyans Zukunft ungewiss

Mit jedem jeweiligen Deadline Day sinkt also die Chance, dass auch der letzte aussortierte Profi noch bei einem neuen Verein unterkommt. Adamyan soll bekanntlich ein Angebot des VfL Osnabrück vorgelegen haben, dieses habe sich dem Vernehmen nach aber zerschlagen, weil sich der FC und Spieler nicht auf eine Abfindung einigen konnten. Kolportiert wurde, dass Adamyan auf eine Summe in Richtung seines Jahresgehalts gepocht haben soll und das liegt bei rund einer Million Euro. Noch vor wenigen Wochen war es undenkbar, dass der Stürmer Teil der U21-Mannschaft auch für Regionalliga-Spiele werden würde. Doch möglicherweise bahnt sich ein Umdenken an. Denn der 32-Jährige kam am Donnerstagabend beim Testspiel der Kölner Reserve gegen den Siegburger SV nicht nur zum Einsatz, Adamyan stand beim 4:0-Erfolg auch in der Startelf.

Auch Nikola Soldo trainierte nach seiner Ausmusterung bekanntlich beim FC mit. Der Kroate kam dann auch bei Pflichtspielen zum Einsatz, allerdings eher aus einer Personalnot heraus. Und bei Adamyan? Prinzipiell gibt es für den Angreifer drei mögliche Szenarien. Dabei erscheint es aber als unwahrscheinlich, dass der Stürmer noch auf den letzten Drücker einen neuen Verein findet. Möglich wäre auch eine Vertragsauflösung, doch die ist aktuell wohl kein Thema. Aktuell deuten die Zeichen darauf hin, dass der 32-Jährige auch weiterhin beim FC unter Vertrag stehen wird. Und offenbar hat der Angreifer auch durchaus die Chance, beim Kölner Nachwuchs eingesetzt zu werden. Nach Informationen von come-on-fc.com hat es ein Gespräch mit Adamyan gegeben. Demnach könne sich der Stürmer seine Einsatzzeit durchaus erarbeiten. Das allerdings nur, wenn er sich als Führungsspieler gut in die Mannschaft einbringe, kein Talent in dessen Entwicklung blockiere und Leistung und Einstellung auch dementsprechend seien.

Möglicherweise wollen die FC-Verantwortlichen Adamyan über die U21 die Chance geben, sich für die Wintertransferphase noch einmal attraktiv zu machen. Adamyan war im Sommer 2022 zu den Geißböcken gewechselt und direkt mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet worden. Allerdings blieb der Armenier trotz zahlreicher Chancen hinter den Erwartungen zurück. In der vergangenen Saison wurde der Angreifer noch an Jahn Regensburg verliehen, in diesem Sommer sollte eigentlich die endgültige Trennung folgen. Nun kann sich Adamyan durch gute Leistungen in der U21 empfehlen.


Isak Johannesson überragt bei Kantersieg Islands

Islands Nationalspieler Isak Johannesson läuft künftig im Trikot des 1. FC Köln auf.
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Isak Johannesson überragt bei Kantersieg Islands

Island ist mit einem Kantersieg in die WM-Qualifikation gestartet und das auch Dank eines Profis des 1. FC Köln: Isak Johannesson trifft für Island doppelt. Das Team setzte sich 5:0 gegen Aserbaidschan durch. Achtungserfolge gab es auch für andere Akteure.

Sollte es für die fünf Nationalspieler des FC bei ihren Länderspielreisen auch darum gehen, Selbstvertrauen zu tanken, mindestens ein Akteur wird mit einer ganz breiten Brust zurückkehren zum 1. FC Köln: Isak Johannesson trifft für Island in der WM-Quali doppelt. Für den Mittelfeldspieler war es der erste Doppelpack für die Nationalmannschaft.

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Beim 5:0-Erfolg über Aserbaidschan in Reykjavík erzielte der Mittelfeldspieler die Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 und 3:0. Victor Palsson hat Island mit dem Halbzeitpfiff in Führung gebrach. Nach dem Doppelpack innerhalb von neun Minuten erhöhten Albert Gudmundsson sowie Kristian Hlynsson auf den 5:0-Endstand. Nach dem Kantersieg führt Island die WM-Qualigruppe D zunächst an. Im Parallelspiel setzte sich Frankreich in Breslau gegen die Ukraine durch. Bayerns Michael Olise sowie Superstar Kylian Mbappé trafen für die Equipe tricolore. Der jeweilige Gruppensieger qualifiziert sich direkt für die WM, der Zweite muss in die Playoffs. Island hat mit dem Auftakterfolg schon mal einen wichtigen Grundstein gelegt. Für Johannesson war es der erste Doppelpack in der Nationalelf. In 36 Spielen kommt der Mittelfeldspieler nun auf sechs Tore. Den letzten Treffer erzielte Johannesson im November 2024 gegen Montenegro.

Kaminski feiert Achtungserfolg

Bereits am frühen Abend hatte Said El Mala sein Debüt für die U21 des DFB gefeiert. Der Außenbahnspieler zeigte einige vielversprechende Dribblings, hatte aber ansonsten wenig Impact auf das Spiel. Bereits am Donnerstag hatte Jakub Kaminski mit Polen einen Achtungserfolg gegen die Niederlande gefeiert. Die Mannschaft um Robert Lewandowski spielte 1:1. Kaminski stand 90 Minuten auf dem Platz. Für Jusuf Gazibegovic geht es mit Bosnien-Herzegowina am Samstag gegen San Marino und am Dienstag gegen Österreich. Rav van den Berg trifft ebenfalls am Dienstag mit der U21 der Niederlande auf den Nachwuchs aus Israel. In der kommenden Woche starten die Kölner dann mit der Vorbereitung auf das Spiel gegen den VfL Wolfsburg.


Kwasniok, Kader, Kapitänsfrage: So fielen Kesslers Entscheidungen

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Kwasniok, Kader, Kapitänsfrage: So fielen Kesslers Entscheidungen

Seit gut vier Monaten ist Thomas Kessler nun beim FC verantwortlich für die sportlichen Entscheidungen. Das Zwischenfazit fällt bislang doch sehr positiv aus. Gemessen wird der Sportchef am Ende aber am Erfolg der Mannschaft. Nun äußerte sich der 39-Jährige im WDR-Podcast zur Anfangsphase: So beurteilt Thomas Kessler den Umbruch beim 1. FC Köln.

Aufstieg, Trainerwechsel, Kaderumstellung – Die ersten Monate im Amt des Kölner Sportchefs waren alles andere als ruhig. Die Bilanz fällt insgesamt allerdings durchaus positiv aus: So beurteilt Thomas Kessler den Umbruch beim 1. FC Köln.

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Gut vier Monate ist Thomas Kessler beim 1. FC Köln nun hauptverantwortlich für die sportlichen Entscheidungen im Amt und man kann wahrlich nicht behaupten, dass diese Zeit ruhig verlaufen ist. Der Sportchef der Geißböcke musste das Ziel Aufstieg über die Linie bringen, gleich zwei neue Trainer verpflichten und dann auch noch eine schlagfertige Truppe für die Bundesliga zusammenstellen. Zumindest in den ersten Wochen musste der ehemalige Kölner Keeper zudem auch noch zweigleisig fahren. Elf Neuverpflichtungen und anderthalb Dutzend Abgänge später scheint der Umbruch geglückt zu sein. Und unter vielen Fans ist längst der Eindruck entstanden, dass Kessler aus dem Schatten von Christian Keller getreten ist, viel richtig gemacht, aus Fansicht vielleicht auch gerade gebogen hat.

„Ich versuche jetzt meine eigenen Ideen“

Das sieht der 39-Jährige allerdings anders. „Eine Korrektur ist für mich immer extrem negativ konnotiert. Ich habe die Chance, in einer Situation, den Club übernehmen zu dürfen, in der wir ja trotzdem in die erste Liga aufgestiegen sind. Wir hatten Probleme am Ende der Saison und der Club hat sich entschieden, eine Kurskorrektur vorzunehmen und ich habe die Verantwortung bekommen“, erklärt Kessler im WDR-Podcast „Einfach Fußball„. „Jetzt hast du aufgrund von guten wirtschaftlichen Entscheidungen in der Vergangenheit Spielraum und mit der Strahlkraft dieses Clubs, meine eigenen Ideen umzusetzen. Und es liegt völlig in der Natur der Sache, dass der ein oder andere auch mal eine andere Idee hat. Das war auch Teil meiner Aufgabe der letzten Jahre.“ Kessler habe „loyal“ der Geschäftsführung zugearbeitet, aber es sei völlig normal, dass man auch mal sagt, man würde es anders machen, sagt der Sportchef.

„Ich versuche jetzt meine eigenen Ideen und Sicht auf die Dinge, umzusetzen“, so Kessler weiter. Das ist dem 39-Jährigen offenbar gelungen. Zumindest wurden zahlreiche Spieler neu verpflichtet, der Kader hat ein neues Gesicht bekommen. „Dass das für Außenstehende nach einer Korrektur aussieht, das mag sein. Ich empfinde es so, dass ich das Vertrauen bekommen habe, meine Ideen umzusetzen und das gepaart mit der wirtschaftlichen Möglichkeit, diesen Kader zu verbessern“, sagt Kessler und weist auf die schwierige Zeit mit und nach der Transfersperre hin. „Die Situation, die ich vorgefunden habe, um meine Ideen umzusetzen, die hat eine andere Grundlage gehabt.“ Auch eine ungewisse, schließlich war die Ligazugehörigkeit nicht geklärt. „Dann musst du alle einnorden und sagen: ,Das ist der Plan für einen Zweitliga-Verbleib und da müssen wir sofort ran, sollten wir aufsteigen‘.“

„Lukas hat ohne Frage in Paderborn einen sehr guten Job gemacht“

Dazu gehörte die Verpflichtung von Spielern mit einer Ausstiegsklausel wie Isak Johannesson, aber auch die Auswahl eines neuen Trainers, eben Lukas Kwasniok. Kessler hatte sich mit dem Coach zunächst zu einem Gespräch in einem Frankfurter Hotel getroffen. Schnell habe man gemerkt, dass die Wellenlänge eine ähnliche war. „Für mich war es wichtig, dass ich von den fußballerischen Inhalten überzeugt bin, die der Trainer versucht, umzusetzen. Lukas hat ohne Frage in Paderborn einen sehr guten Job gemacht und gezeigt, dass er dieses Spiel versteht“, so Kessler, der besonders hervorhebt, dass der Trainer gleich mehrfach im Spiel gegen Mainz auf Situationen reagiert hat. „Es hat mich einfach bestätigt und das haben die Gespräche mit ihm auch von Beginn an gezeigt, dass er das Spiel versteht und auch für sich selbst sehr uneitel ist, Dinge zu korrigieren, die er für einen kurzen Zeitraum anders gesehen hat.“

„Einer der Garanten, warum wir jetzt wieder Bundesliga spielen dürfen“

Aber auch Kessler hat eine erste Meinung schnell korrigiert. Als der Trainer dem Sportchef die Idee der beiden Keeper als Kapitän unterbreitete, habe Kessler erst einmal gelacht, um dann schnell zu merken, dass Kwasniok seine Wahl ernst meinte. „Marvin hat sich gerade in der vergangenen Saison noch einmal extrem zu einem Führungsspieler entwickelt, weil er sich natürlich auch mit der Situation der Nummer zwei schwer getan hat, dann hat er sich reingekämpft, gute Leistungen gezeigt und war einer der Garanten, warum wir jetzt wieder Bundesliga spielen dürfen. Über die Verpflichtung von Ron habe ich mich extrem gefreut, weil er einfach eine Persönlichkeit und ein Charakter ist“, so Kessler. „Er hat viel erlebt und hat ab dem ersten Tag den Eindruck hinterlassen, dass es ihn total reizen würde, seine Karriere hier in Köln zu beenden.“ Zieler könne eine Rolle einnehmen, „die weit über das hinausgeht, was er auf dem Platz macht.“

Genau das hätten Trainer und Jungs in der Kabine sehr schnell gespürt, sagt Kessler. Der Keeper kennt die Situation. Denn auch Kessler war als zweiter Keeper ein Spieler, der in der Kabine viel zu sagen hatte. Nun hat Kessler viel über die sportlichen Geschicke beim FC zu sagen. Dabei sei es für den 39-Jährigen irrelevant, ob er Geschäftsführer oder Sportdirektor sei. Am Ende des Tages wird Kessler ohnehin an seinem Erfolg gemessen und den ersten Schritt ist er dazu gegangen.


Der nächste Schritt: Said El Mala feiert sein Debüt für die U21-Nationalmannschaft

Said El Mala macht schon ordentlich Dampf
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Der nächste Schritt: Said El Mala feiert sein Debüt für die U21-Nationalmannschaft

Am vergangenen Sonntag das erste Tor in der Bundesliga, nun das erste Spiel für den direkten Nachwuchs des DFB: Said El Mala feiert sein U21-Länderspieldebüt. Der Offensivspieler stand gegen Albanien sogar in der Startelf. Aufs Scoreboard schaffte es der 19-Jährige beim 2:0-Erfolg nicht.

Was für eine Woche für den Kölner Hoffnungsträger. Am vergangenen Sonntag erzielte der 19-Jährige seinen ersten Treffer in der Bundesliga, nun folgte der nächste Karriereschritt: Said El Mala feiert sein U21-Länderspieldebüt beim 2:0-Erfolg gegen die Auswahl von Albanien.

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Und Bundestrainer Antonio di Salvo beorderte den Kölner Youngster sogar in die Anfangsformation. Nach dem verpassten EM-Titel im Sommer hat der deutsche Nachwuchs ein neues Gesicht, viele neue Spieler bekommen. Dafür sind Akteure wie Jan Thielmann und Eric Martel aus der Mannschaft herausgewachsen. Im Freundschaftsspiel gegen Albanien standen gleich vier Debütanten in der Startelf. Darunter eben auch El Mala. Doch die deutsche Mannschaft tat sich gegen den vermeintlichen Underdog von Beginn an schwer, so richtig fand die DFB-Elf in der Offensive zunächst nicht statt. Eine erste Hereingabe des Kölner Akteurs verunglückte nach gut zehn Minuten allerdings so richtig. Auf der anderen Seite musste Dennis Seimen gleich zwei Mal eingreifen.

El Mala nach 45 Minuten ausgewechselt

Erst Mitte der Halbzeit steigerte sich das Team. Auch El Mala traute sich mehr, suchte ab und an das Eins-gegen-eins, blieb aber meist hängen. Die besten Chancen vergab Nelson Weiper nach einer gefühlvollen Flanke von Brajan Gruda sowie einem starken Spielzug, den El Mala einleitete. Der Kölner Offensivspieler wurde kurz vor dem Seitenwechsel von Nicolo Tresoldi freigespielt, vertändelte die Kugel aber. Auf der anderen Seite entschärfte Seimen einen Freistoß. Kurz darauf fand der 19-jährige Kölner die Lücke im Dribbling in der Box, jagte den Ball aber über das Tor. Zur Pause wechselte di Salvo nahezu die gesamte Mannschaft. Auch für El Mala war das Spiel beendet. Die DFB-Auswahl drehte im zweiten Abschnitt aber auf. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff erzielte Illyas Ansah die Führung, Dzenan Pejcinovic erhöhte kurz darauf auf 2:0. Das Spiel verlor wieder deutlich an Fahrt. Die DFB-Auswahl tat nicht mehr als nötig, Albanien fiel kaum etwas ein.

Am Dienstag steht das nächste Spiel für die deutsche Auswahl an. Dann hat El Mala gegen Lettland die nächste Chance, sich aufs Scoreboard zu bringen – und dann auch in einem EM-Qualifikationsspiel.


Geubbels, Zehnter, Zeneli und Co. Was ist aus den gehandelten Transfers für den 1. FC Köln geworden?

Willem Geubbels von St. Gallen ( Foto: Carsten Harz/Getty Images)
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Geubbels, Zehnter, Zeneli und Co. Was ist aus den gehandelten Transfers für den 1. FC Köln geworden?

Zahlreiche Namen wurden gehandelt, viele Spieler sind nach Köln gewechselt. Doch es gab auch einige Hochkaräter, die für einen neuen Club spielen, aber nicht für den 1. FC Köln: Was ist aus den gehandelten Transfers geworden?

Elf Sommer-Neuzugänge sprechen eine beeindruckende Sprache. Doch nicht alle Transfergerüchte spielen nun für den 1. FC Köln: Was ist aus den gehandelten Transfers geworden?

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Willem Geubbels: In Sachen Stürmersuche dürfte der Angreifer das wohl interessanteste Gerücht des Sommers gewesen sein. Immerhin handelt es sich um eins der vermeintlich größten Talente Frankreichs. Gleich drei Bundesligisten sollen im Sommer um die Gunst des Stürmers gebuhlt haben. Neben dem FC brachte die L’Equipe damals auch den 1. FC Union Berlin sowie Borussia Mönchengladbach ins Gespräch. St. Gallen forderte allerdings zehn Millionen Euro für den Franzosen und dürfte damit auch den FC verschreckt haben. Mittlerweile ist der Franzose zurück in die Heimat gewechselt. Geubbels spielt nun für Paris FC und dort gemeinsam mit Kevin Trapp. Der Schweizer Erstligist soll tatsächlich einen zweistelligen Millionenbetrag kassiert haben.

Özcan noch vor Absprung?

Besfort Zeneli: Der Schwede wurde tatsächlich von Kölner Scouts beobachtet. Kein Wunder, auch Zeneli gilt als großes Talent. Der Mittelfeldspieler könnte zeitlich schon auf der Liste von Christian Keller gestanden haben. So oder so kam der Deal offensichtlich nicht zu Stande. Im Grunde war er bereits vom Tisch, als noch wild spekuliert wurde. Im Sommer hatte der zentrale Spieler mehrfach angedeutet, sich seine Zukunft auch weiterhin bei Elfsborg vorstellen zu können. Und scheinbar bleibt es auch dabei. Aktuell läuft der schwedische Nationalspieler weiterhin für seinen Club auf.

Salih Özcan: Mit dem Kölner Eigengewächs soll sich der FC dem Vernehmen nach auch befasst haben. Wie konkret dieses Interesse war, ist nicht bekannt. Tatsächlich stand Özcan bei Dortmund auf der Liste potenzieller Abschiedskandidaten. Und so gab es auch zahlreiche Abschiedskandidaten. Türkische Medien berichteten bereits von einem „Happy End“ und das gleich mit mehreren türkischen Vereinen. Tatsächlich könnte der Markt für Özcan noch offen sein. Aktuell spielt der Sechser weiter für den BVB, möchte sich wohl durchbeißen. Ein Wechsel zum FC wäre wohl schon alleine am Gehalt des Spielers gescheitert. In Dortmund soll Özcan rund fünf Millionen Euro verdienen.

Hohe Ablösen

Étienne Kinkoué: Das Interesse am französischen Innenverteidiger kam schon etwas überraschend. Auch, weil sich der FC schon längst mit anderen Abwehrspielern befasst hatte. Auf der anderen Seite berichtete mit Fabrizio Romano, ein renommierter Transfer-Experte, über einen potenziellen Wechsel. Ein Interesse dürfte also durchaus bestanden haben, war aber spätestens mit der Verpflichtung von Rav van den Berg wohl vom Tisch. Erstaunlich: Kinkoué spielt nach wie vor für Le Havre, ist nicht gewechselt, obwohl es auch aus England Interessenten gegeben haben soll.

Leo Scienza: Gleich zwei Mal tauchte das Gerücht um den Ex-Spieler des 1. FC Heidenheim in der Sommerpause auf. Tatsächlich hat sich der FC mit dem Mittelfeldspieler beschäftigt. Allerdings war das Thema mit der Verpflichtung von Jakub Kaminski vom Tisch. Anschließend kochte es nochmal auf, allerdings erschien die Ablösesumme von zehn Millionen Euro dann doch zu hoch. Mittlerweile spielt Scienza zusammen mit Damion Downs für den FC Southampton. Angeblich ist der Offensivspieler für neun Millionen Euro gewechselt und hat damit Downs vom Thron des teuersten Neuzugangs der Engländer gestoßen.

Kurzfristig geplatzte Deals

Oumar Diakité/Timothe Nkada: Auch mit dem Stürmer der Elfenbeinküste soll sich die halbe Bundesliga befasst haben. Der 21-Jährige gilt als klassischer Mittelstürmer. In Mainz wurde der Angreifer als Ersatz für Jonathan Burkardt gehandelt. Tatsächlich wurde der Nationalspieler am Deadline Day noch verliehen. Allerdings nach Belgien. Diakité geht aktuell für Cercle Brügge auf Torejagd. Auch Timothe Nkada wurde gehandelt. Allerdings nur kurz. Der Stürmer wechselte schließlich von Rodez zu Standard Lüttich.

Ahmetcan Kaplan: Konkreter war die Spur zu dem türkischen Abwehrspieler. Kaplan soll sich mit dem FC einig gewesen sein. Allerdings scheiterte der Deal an der Ablösesumme. Ajax verlangte sechs Millionen, die wollte der FC nicht zahlen. Der Transfer platzte. Erstaunlich: Der 22-Jährige wurde nun innerhalb der niederländischen Liga zu Nijmegen verliehen und der FC zahlte mehr als acht Millionen Euro für Rav van den Berg.

Calvin Brackelmann/Aaron Zehnter/Raphael Obermair: Nach der Verpflichtung von Lukas Kwasniok wurde gefühlt halb Paderborn mit dem FC in Verbindung gebracht. Kwasniok stellte früh klar, dass das wohl eher nicht passieren werden. Tatsächlich war an einer Verpflichtung von Manuel Riemann beispielsweise eher wenig dran. Drei andere Kandidaten wurden da schon heißer. Aaron Zehnter wechselte schließlich nach Wolfsburg, Obermair blieb genauso bei den Ostwestfalen wie Brackelmann.

Geplatzte Deals/wilde Gerüchte: Am Tag vor dem Deadline Day erklärte Thomas Kessler, dass es viele Transfergespräche gegeben habe, es aber bei einigen Spielern nicht zur Unterschrift gekommen sei. Namen kommentierte der Sportchef nicht. Allerdings sind ganz offensichtlich einige Deals kurzfristig geplatzt. Jordan Torunarigha (Hamburger SV) oder Bernardo (TSG Hoffenheim) wurden gehandelt, spielen nun für die Konkurrenz. Dazu gab es die wildesten Gerüchte wie um Terry Yegbe (jetzt FC Metz), der wohl genauso wenig ein ernsthaftes Thema war wie Lucas Monzon (jetzt Junior FC) oder Juma Bah (OGC Nizza).