Die Vorbereitung hat begonnen und nach wie vor steht der Kader für die kommende Saison bei den Geißböcken noch nicht. Eine zentrale Position nimmt der Leader ein des 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Eric Martel?
Fünf Sommer-Transfers hat der FC bislang verwirklicht. Es soll gerade in der Defensive noch Verstärkungen geben. Möglicherweise auch im Angriff. Und noch eine zentrale Rolle könnte noch einmal wichtig werden beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Eric Martel?
Wie lange spielt Eric Martel noch für den 1. FC Köln?
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Zuletzt ist es ein wenig stiller geworden um die Personalie Eric Martel. Das hat Gründe. Der nun ehemalige Kapitän der U21-Nationalmannschaft weilt nach dem verlorenen EM-Finale noch im Sonderurlaub. Die Erinnerungen dürften noch frisch sein. Der Blick zurück ist aber auch der auf eine lange Saison. Und genau deswegen betont Thomas Kessler auch, dass sich Martel nun aber auch „den Urlaub wirklich verdient“ hat. „Er hat für uns eine sehr gute Saison gespielt“, sagt der Wportdirektor. Insofern ist kurzfristig auch nicht mit einer Zukunftsentscheidung zu rechnen. Die hatte Martel für die Zeit nach der Europameisterschaft in der Slowakei angekündigt. Denn der Fokus lag auf dem Endturnier. Dass der 23-Jährige nun nicht umgehend nach dem Schlusspfiff des Endspiels an die kommende Saison gedacht hat, liegt wohl auf der Hand.
Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen
Insofern ist das Verständnis des Kölner Sportchefs Thomas Kessler ebenfalls absolut nachvollziehbar. Und doch wäre eine zeitnahe Entscheidung für die Geißböcke nicht ganz unwesentlich. Denn im Falle eines durchaus möglichen Abschieds würden die FC-Bosse wohl auch auf dieser Position noch einmal nachrüsten müssen. Denn ein Eins-zu-eins-Ersatz ist der neu verpflichtete Tom Krauß wohl nicht. Bekanntlich hat der Kölner Sechser noch ein Jahr Vertrag. Wollen die Geißböcke noch eine marktegerechte Ablöse kassieren, ist dieser Sommer wohl die letzte Möglichkeit. Bei Damion Downs und Max Finkgräfe machte Thomas Kessler diese Vertragskonstellation in den vergangenen Wochen zu Geld und auch bei Martel wäre durchaus eine ordentliche Ablöse möglich.
Ob die Kölner diesen Weg aber auch gehen würden, ist fraglich. Durchaus vorstellbar wäre auch die Variante, noch eine Spielzeit von der Qualität des Mittelfeldspielers zu profitieren. Dazu wollte sich Kessler am Mittwoch nicht so wirklich äußern, eine Entscheidung sei jedenfalls noch nicht gefallen. Stand jetzt wird der 23-Jährige zum Trainingslager zurückerwartet und Kessler kündigte an, dann mit Eric „einen Kaffee trinken“ zu wollen. Tatsächlich dürfte die Ungewissheit aber weitere Transferaktionen im Zentrum zumindest ausbremsen. Spieler wie der gehandelte Salih Özcan würden durchaus ins Muster passen, wollen aber sicherlich ebenfalls zeitnah Nägel mit Köpfen machen. Umworben werden sie allemal. Der türkische Nationalspieler war mit einigen türkischen Clubs in Verbindung gebracht worden. Zuletzt war es allerdings still um den Ex-Kölner.
Insofern drängt wohl auch beim FC die Zeit. Die kommenden Wochen könnten durchaus die erhoffte Entscheidung bringen.
Florian Wirtz, Justin Diehl oder Justin von der Hitz: In den vergangenen Jahren haben einige Talente aus dem Nachwuchs den Verein nahezu ablösefrei verlassen. Im Nachhinein winken aber dennoch Erlöse, so wie bei Florian Wirtz. Und weitere könnten schon bald folgen. Diese Spieler könnten dem 1. FC Köln noch Geld bringen.
Ein großes Trauma war der ablösefreie Abgang von Florian Wirtz nach Bayer 04 Leverkusen für den 1. FC Köln. Nach einigen starken Bundesligasaisons für die Werkself wechselte er jetzt für bis zu 150 Millionen Euro zum FC Liverpool. Umso kritischer waren die FC-Fans natürlich bei allen weiteren ablösefreien und günstigen Abgängen von Eigengewächsen, von denen es in den letzten Jahren einige gab. Zuletzt kassierten die Kölner beim Wirtz-Transfer nach England aber immerhin etwas mit: Diese Spieler könnten dem 1. FC Köln noch Geld bringen.
Yann Aurel Bisseck könnte dem FC Geld einbringen (Foto: Alessandro Sabattini/Getty Images)
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Es ist nur ein Trostpflaster. Ungefähr 2,5 Millionen Euro erhält der 1. FC Köln von den 150 Millionen Euro, für die Florian Wirtz von Bayer 04 Leverkusen zum FC Liverpool wechselt. Das Geld bekommen die Kölner wegen eines in den Regeln der FIFA festgeschriebenen Solidaritätsbeitrag für Ausbildungsvereine. Trotzdem reißt der Transfer bei den Kölnern alte Wunden auf. Denn der Verlust des großen Talents 2020 nach Leverkusen schmerzt immer noch. Für viele Fans steht der damalige Wirtz-Abgang sinnbildlich für das Gefühl, viele Talente unter Wert zu verlieren. „Seit Florian Wirtz sind wir da alle getriggert“, sagte auch der neue Sportdirektor Thomas Kessler kürzlich beim Mitgliederstammtisch zu dem Thema. Aber wie bei Wirtz können die Geißböcke in Zukunft zumindest finanziell wichtige Trostpflaster durch den Solidaritätsbeitrag für die abgegebenen Eigengewächse bekommen.
Anteil pro Ausbildungsjahr
Der Solidaritätsbeitrag soll im Fußball die Solidarität innerhalb der Fußballgemeinschaft stärken. Er geht dabei nur an Ausbildungsvereine und ist deshalb im weiteren Sinne ein Teil des Systems der Ausbildungsförderung. „Die Solidaritätszahlungen sollen nach dem Willen der FIFA eher allgemein zur Umverteilung innerhalb des Fußballsystems beitragen. Sie sind deshalb von der Ablösesumme abhängig, die ja höchstens mittelbar etwas über den tatsächlichen Ausbildungsaufwand aussagt“, erläutert Professor Alexander Scheuch von der Uni Bonn, der einst selbst in der Rechtsabteilung des FC tätig war. Daher wird es für die Kölner auch schwer, mehr Geld einzufordern. Der Beitrag wird jedes Mal fällig, wenn ein Spieler für eine Ablösesumme oder eine Leihgebühr zu einem Verein wechselt, der Teil eines anderen Verbandes ist.
Die Zeit ist entscheidend
Bei Florian Wirtz war das zum Beispiel der Fall, weil er von Deutschland nach England gegangen ist. Hätte ihn wie lange spekuliert der FC Bayern München geholt, hätte dem 1. FC Köln kein Geld zugestanden. Wenn in ein paar Jahren aber ein anderer englischer Club Wirtz kaufen würde, stände den Kölnern wieder ein Anteil zu. Der Solidaritätsbeitrag fällt nämlich auch an, wenn ein Spieler zwischen zwei Mannschaften wechselt, die in einem Verband sind, der Ausbildungsverein aber in einem anderen.
Wie groß der Anteil ist, hängt von der Zeit ab, wie lange ein Verein einen Spieler trainiert und ausgebildet hat. Insgesamt sind es immer bis zu fünf Prozent der gesamten Ablösesumme inklusive Bonuszahlungen. Dieser Anteil wird unter den Vereinen nach einem Schlüssel aufgeteilt. Relevant sind dafür die Kalenderjahre, in denen der Spieler seinen zwölften bis 23. Geburtstag gefeiert hat. Von zwölf bis einschließlich 15 bekommen die Vereine pro Jahr 0,25 Prozent der Transfersumme. Ab dann bis inklusive dem 23. Lebensjahr sind es 0,5 Prozent. Wenn ein Spieler – wie auch Wirtz bei seinem Wechsel nach Leverkusen – innerhalb eines Kalenderjahres wechselt, wird das Jahr anteilig bis zum Zeitpunkt des Abgangs angerechnet. Dadurch kann sich der 1. FC Köln auch nach ablösefreien Abgängen von Eingenwächsen und Talenten Hoffnung auf einen kleinen Anteil einer zukünftigen Ablösesumme machen, wenn die Ex-Kölner (nach) außerhalb des deutschen Raumes gehen.
Wie viel kann drin sein für den 1. FC Köln?
Es gibt einige Ex-Spieler, auf die der Verein darum ein Auge haben sollte. Eines der prominentesten Beispiele: Innenverteidiger Yann Bisseck. Aktuell steht der Abwehrspieler bei Inter Mailand unter Vertrag mit einem geschätzten Marktwert von 35 Millionen Euro. Zuletzt soll es Interesse aus der Premier League gegeben haben. Bisseck, Jahrgang 2000, wurde seit 2007 bis zum Januar 2019 durchgängig beim 1. FC Köln ausgebildet. Dann wurde er bis zu seinem Abgang mehrfach verliehen. Diese Leihzeit wird nicht für den FC beim Solidaritätsbeitrag angerechnet. Daher zählt nur die Zeit von 2012 bis 2018 plus ein kleiner Anteil von 2019. So käme man gerundet bei 2,5 Prozent raus. Sollte Bisseck jetzt für seinen Marktwert gehen, wären das knapp 900.000 Euro für die Geißböcke. Keine unfassbar große Summe, aber trotzdem Geld, dass die Geißböcke gut gebrauchen könnten.
Bei Justin Diehl, der letztes Jahr ablösefrei zum VfB Stuttgart ging, wären es 3,25 Prozent. Sein Marktwert wird auf drei Millionen Euro geschätzt. Für Jens Castrop (ca. sechs Millionen Euro Marktwert), der seit Winter 2022 in Nürnberg spielt, könnten die Kölner in Zukunft rund 2,5 Prozent geltend machen. Ein weiterer Spieler aus der Kölner Jugend ist Salih Özcan, der vor einem Wechsel von Dortmund in die Türkei für fünf Millionen Euro stehen könnte. Bei dem Transfer würde der FC mit ungefähr 225.000 Euro partizipieren. Und auch bei ein paar früheren Talenten, die nicht aus dem Geißbockheim kommen, steht den Kölnern ein Anteil zu. Zum Beispiel ein Prozent bei Sebastiaan Bournauw (Marktwert von geschätzt sechs Millionen Euro) vom VfL Wolfsburg oder circa 1,25 Prozent für Dortmunds Topstürmer Serhou Guirassy. Bei einem Marktwert von 45 Millionen Euro laut transfermarkt.de wäre das ein Trostpflaster, dass beim 1. FC Köln bestimmt jeder gerne mitnimmt.
In den FIFA-Regularien steht nichts darüber, dass ein Verein keine Solidaritätszahlung leisten muss, wenn er beim Verkauf weniger Ablöse erzielt, als beim Kauf.
Auch der FC muss zahlen
Aber die Solidaritätsbeiträge haben auch eine Kehrseite für den 1. FC Köln. Wenn ein Kölner Spieler ins Ausland wechselt und zwischen seinem zwölften und 23. Lebensjahr bei einem anderen Verein als dem FC ausgebildet wurde, müssen die Geißböcke einen Teil der Ablösesumme an die Ausbildungsvereine abgeben. Das ist zum Beispiel der Fall bei Damion Downs, der für kolportierte acht Millionen Euro zum FC Southampton wechselt. Ab der U17 hatte Downs in der Domstadt gespielt, davor für den Nachwuchs vom FC Ingolstadt (14. bis 16. Lebensjahr) sowie dem FC Schweinfurt (zwölftes und 13. Lebensjahr). Daher stehen Ingolstadt ungefähr 80.000 Euro und Schweinfurt 40.000 Euro zu. Es handelt sich dabei also um nur relativ kleine, wenn auch nicht irrelevante Beträge.
Die bisherigen fünf Sommer-Transfers können sich sehen lassen. Doch es gibt noch andere Kaderbaustellen. Darunter auch die Zukunftsplanung einiger Eigengewächse des 1. FC Köln: Neo Telle wird zur nächsten Bewährungsprobe für Thomas Kessler.
Für ein paar Tage schien die Transferstimmung ein wenig kippen zu wollen. Nach der anfänglichen Euphorie um die Verpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson war der Motor bei den Geißböcken ein wenig ins Stocken geraten. Die vergangene Woche hat die Situation aber wieder geändert. In den Sozialen Medien erfährt der neue Kölner Sportchef viel Zuspruch. Nun steht aber eine weitere Hürde an beim 1. FC Köln: Neo Telle wird zur nächsten Bewährungsprobe für Thomas Kessler.
Neo Telle soll eigentlich verliehen werden
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Die Diskussion um den Umgang mit jungen Talenten beim 1. FC Köln ist sicherlich keine neue. Zuletzt war durch den Abgang von Justin von der Hitz die Kritik an den Verantwortlichen des FC gegen Ende der Spielzeit wieder laut geworden. Besonders an einem Verantwortlichen, der seit einigen Wochen keine Rolle mehr spielt beim FC. Sportdirektor Christian Keller war es damals nicht gelungen, den talentierten Youngster bei den Geißböcken zu halten, obwohl es durchaus Gespräche gegeben haben soll. Seit Ende der vergangenen Spielzeit leitet bekanntlich Thomas Kessler nun die Geschicke am Geißbockheim. Mit den bisher getätigten Transfers ist man auch durchaus zufrieden rund um den Verein. Doch wie schlägt sich der neue Sportdirektor bei den Talenten?
FC hat zwei Eigengewächse verkauft
Zwei junge Spieler sind unter Kessler bereits zu anderen Vereinen gewechselt. Denn mit Max Finkgräfe und Damion Downs haben zwei 21-Jährige die Geißböcke in der Sommer-Transferphase verlassen. Die beiden allerdings in das Regal der Nachwuchsspieler einzuordnen und von Talenteflucht zu sprechen, ist sicherlich nicht korrekt. Denn beide Akteure waren fester Bestandteil des Profi-Kaders. Finkgräfe lief in der 2. Bundesliga 14 Mal mit dem Geißbock auf dem Trikot auf, stand sieben Mal in der Startelf und kam auf 809 Minuten Einsatzzeit unter Gerhard Struber. Ex-Teamkollege Damion Downs spielte zuletzt mit der US-Nationalmannschaft im Gold Cup im Finale gegen Mexiko und gehörte beim FC zum Stammpersonal, war einer der Top-Scorer. Insofern hinkt der Vergleich zu den bisher „verlorenen Talenten“ wie von der Hitz und Co.
Zudem bescherten die beiden Transfers, die kürzlich unter der Feder von Kessler abgewickelt wurden, dem Verein Einnahmen im achtstelligen Bereich. Einnahmen, die der FC gut für die Weiterentwicklung des Kaders gebrauchen kann und Angebote, die Kessler – gerade vor dem Hintergrund, sich auch wirtschaftlich als Entwicklungsclub zu sehen – nicht ausschlagen konnte. Wie der Umgang mit dem Nachwuchs zukünftig aussehen wird, könnte indes die Causa Neo Telle zeigen. Denn der Verein möchte den Youngster eigentlich gerne behalten. „Wir sind im Austausch. Neo hat letztes Jahr die ersten Einsatzzeiten bei uns bekommen. Er trainiert völlig zurecht hier mit. Er ist ein sehr talentierter Junge, der aber auch noch einen Weg zu gehen hat, um nachhaltig in der Bundesliga auf regelmäßige Einsatzzeiten zu kommen“, lobte Kessler am Mittwoch den 20-Jährigen. „Der Ausgang ist offen, aber das, was wir anstreben, ist sicherlich eine Vertragsverlängerung mit einer Leihe.“
Vertragsverlängerung mit Leihe angestrebt
Den Innenverteidiger zu halten, ist also klar kommuniziertes Ziel der Kölner. Das Eigengewächs hat noch Vertrag bis Sommer 2026. Diesen würde Kessler nun allerdings gerne verlängern, um den Spieler nicht im kommenden Jahr ablösefrei ziehen lassen zu müssen. Bereits in der vergangenen Saison gab Telle sein Debüt bei den FC-Profis, machte seine Sache ordentlich. Seit der Saisoneröffnung am Montag trainiert der Youngster unter Lukas Kwasniok mit den Profis. Wunschvorstellung von Kessler wäre eine Leihe, um dem Innenverteidiger Spielpraxis zu ermöglichen und die Entwicklung des Eigengewächses voranzutreiben. Dazu soll allerdings die Vertragssituation geklärt sein.
Und so wird der Ausgang der Verhandlungen für den frisch gebackenen Sportdirektor des 1. FC Köln zu so etwas wie einer Bewährungsprobe im Umgang mit jungen Talenten. Denn einen ähnlichen Plan hatten die FC-Bosse bekanntlich auch mit von der Hitz und Co. Sollte Kessler es schaffen, Telle zu halten, wäre man wohl rund um das Geißbockheim auch mit diesem Teil seiner Arbeit durchaus zufrieden. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass auch trotz des größten Verhandlungsgeschicks, guten Argumenten und gebotenen Perspektiven der Spieler selbst immer das letzte Wort hat. Fällt die persönliche Entscheidung – aus welchen Gründen auch immer – gegen den Verbleib beim 1. FC Köln aus, sind auch Kessler die Hände gebunden.
Der Grundstein für einen Neuanfang ist gelegt. Nach anfänglichen Problemen beim Medizincheck ist die Leihe nun offiziell bestätigt. Der 1. FC Köln verleiht Jaka Potocnik an Rot-Weiss Essen.
Nun also doch: Der 1. FC Köln verleiht Jaka Potocnik an Rot-Weiss Essen. Wie berichtet war der Drittligist stark an dem Stürmer interessiert. Nach Problemen beim Medizincheck ging es nun doch schnell.
Jaka Potocnik verlässt den 1. FC Köln
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Am Nachmittag ging es dann doch schnell. Nachdem der Slowene den zweiten Medizincheck am Mittwoch bestanden hatte, wurde der Transfer doch finalisiert. „Für Jaka ist ganz entscheidend, dass er Woche für Woche Spielpraxis sammelt. Dabei ist er über unsere U21 inzwischen hinausgewachsen, während die Chance auf Einsatzzeiten in der Bundesliga noch begrenzt ist“, sagte Lucas Berg, der technische Direktor der Kölner. „Langfristig trauen wir ihm das zu. Deshalb freuen wir uns sehr, dass er sich in der nächsten Saison in einem ambitionierten Umfeld und über regelmäßige Einsätze in der 3. Liga weiterentwickeln kann.“ Bislang hat es bei den Profis für den Angreifer bekanntlich noch nicht geklappt. Mehr als ein paar wenige Minuten gegen den Karlsruher SC waren in der 2. Bundesliga nicht drin.
„Der Wunsch des FC und von mir war es, mehr Spielzeit zu bekommen“
„Der Wunsch des FC und von mir war es, mehr Spielzeit zu bekommen und mich weiterzuentwickeln. Dafür gab es für mich verschiedene Optionen. In den Gesprächen mit den Verantwortlichen von Essen hatte ich das beste Gefühl und denke, dass Essen jetzt der richtige Schritt für mich ist“, sagt Potocnik. Damit folgt der Stürmer Marvin Obuz, der ebenfalls zu RWE zurückgekehrt ist. „Mein Ziel ist es, dort möglichst viele Tore zu machen. Und meinen Mannschaftskollegen beim FC drücke ich natürlich die Daumen und wünsche mir, dass der FC eine gute Saison in der Bundesliga spielt“, so Potocnik weiter.
Der Wechsel in die 3. Liga zu Rot-Weiss Essen soll auch so etwas wie ein Neuanfang werden. Zunächst gab es einen Rückschlag, dann offenbar grünes Licht für den Spieler des 1. FC Köln: Jaka Potocnik vor Wechsel zu Rot-Weiss Essen.
Als Thomas Kessler am Mittwochmittag vor die Presse trat, war er eigentlich noch guter Dinge. Die Leihe von Jaka Potocnik zu Rot-Weiss Essen schien nur noch eine Frage der Zeit. Doch dann fiel der Angreifer durch den Medizincheck. Das ist mittlerweile überholt. Es gibt wohl noch einen weiteren Transfer beim 1. FC Köln: Jaka Potocnik steht vor dem Wechsel zu Rot-Weiss Essen.
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„Jaka ist tatsächlich zu Gesprächen bei Rot-Weiss Essen gewesen. Wir sind jetzt im Austausch mit Essen. Dann hoffen wir, dass es zeitnah über die Bühne geht. Ich gehe davon aus, dass dies noch in dieser Woche passiert“, sagte Kessler. Wie RevierSport berichtet, war das Trikot des Stürmers beflockt und der Flug nach Schottland gebucht. Dort bestreitet RWE am Abend ein Testspiel. Doch nach übereinstimmenden Medienberichten hat der Slowene den Medizincheck am Vormittag bei RWE nicht bestanden. Es gab offenbar medizinische Bedenken, die anscheinend keine der Parteien auf dem Zettel hatte. Ob der Stürmer dennoch an die Hafenstraße wechselt, war zunächst unklar und hing maßgeblich von weiteren Untersuchungen ab. Die sind laut „Sky“ nun abgeschlossen und einem Wechsel steht wohl nichts mehr im Weg.
Essen hat sich auch mit anderen Stürmern befasst
Anscheinend hatte sich der Drittligist aber auch mit anderen Namen befasst. Jannik Mause von Kaiserslautern soll wie berichtet noch in der Verlosung gewesen sein. Auch Vincent Vermeij wurde immer mal wieder genannt. Nun scheint es doch Potocnik zu werden. Für den Stürmer ist es die Chance, Spielpraxis zu erhalten. Und dem Vernehmen nach soll der junge Slowene tatsächlich auch eine größere Rolle in den Planungen der RWE-Verantwortlichen spielen. Potocnik wartet beim FC bekanntlich auf den Durchbruch. Bislang wird der Name eher mit der Transfersperre der Kölner verbunden, für die der Youngster natürlich am wenigsten konnte. Beim FC feierte der Stürmer in der vergangenen Spielzeit sein Profidebüt. Allerdings blieb es bei dem einen Einsatz gegen den Karlsruher SC.
Potocnik wird somit für ein Jahr ausgeliehen. Die offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus, könnte aber am Mittwoch noch erfolgen.
Einige Neuzugänge hat Thomas Kessler in seiner noch kurzen Zeit als Sportdirektor schon ans Geißbockheim geholt. Trotzdem ist auch ihm bewusst, dass er noch weitere Verstärkungen braucht beim 1. FC Köln: Das sind Thomas Kesslers Pläne für den Kader.
Nach einigen Wochen ohne Neuverpflichtung hat der Transfermotor beim FC in den letzten Tagen ordentlich Fahrt aufgenommen. Seit vergangenem Freitag gab es mehrere Neuzugänge. Trotzdem gibt es noch ein paar Fragezeichen beim 1. FC Köln: Das sind Thomas Kesslers Pläne für den Kader.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Mit Neuzugängen wie Ragnar Ache oder zuletzt Weltmeister Ron-Robert Zieler hat Thomas Kessler in seinen ersten Monaten als FC-Sportdirektor start vorgelegt. Dementsprechend zufrieden sind die Kölner Fans bist jetzt mit ihrem neuen Mann an der Spitze. Und auch auf der Abgangsseite hat er bereits gute Deals gemacht. Der Verkauf von Max Finkgräfe zu RB Leipzig und der Wechsel von Damion Downs zum FC Southampton bringen den Geißböcken kolportierte zwölf Millionen Euro ein. Einnahmen, die der Verein gut gebrauchen kann. Denn auch Kessler weiß, dass er trotz der guten ersten Verpflichtungen noch einige Kader-Baustellen schließen muss.
Baustelle Defensive
Einen Bereich hat er da besonders im Auge: die Defensive. „Das ist sicherlich unsere nächste große Aufgabe, da schon noch für Verstärkungen zu sorgen. Wir sind da auch schon im Austausch, haben ein paar Ideen und arbeiten da dran. Und da wollen wir auf jeden Fall den Kader auch noch verbessern“, sagte Kessler am Rande des Trainings am Mittwoch. Er würde es schön finden, wenn die Verstärkungen bis zum Trainingslager gelängen. So könnte Trainer Lukas Kwasniok die Abläufe in der Abwehrkette besser einstudieren. Nötig sind Verstärkungen in diesem Bereich zum einen auf beiden Außenverteidiger-Positionen. Denn dort hat man bis jetzt nur Jusuf Gazibegovic auf rechts und Leart Paqarada auf links sowie Neuzugang Jakub Kaminski, der aber eher offensiver zuhause ist. Nur zwei bis drei Spieler sind zu wenig, um in einer langen Saison in der ersten Liga zu bestehen. Trotzdem mahnt Kessler auch Geduld an: „Manchmal ist nicht der schnellste Schuss auch der Beste. (…) Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir da was vermelden werden.“
Und auch in der Innenverteidigung besteht bei den Kölnern Bedarf. Zwar hat der Verein quantitativ einige Spieler im Kader. Ob diese aber alle das Niveau in der Bundesliga mitgehen können, ist fraglich. Zumindest in Zukunft eine Option aus den eigenen Reihen könnte Neo Telle sein, dessen Vertrag aber nur noch ein Jahr läuft. „Er ist ein sehr talentierter Junge, der noch einen Weg zu gehen hat, um dann auch nachhaltig in der Bundesliga auf viele Einsatzzeiten zu kommen. Und da sind wir gerade im Austausch. Der Ausgang ist noch offen, aber da ist sicherlich eine Vertragsverlängerung mit einer Leihe etwas, das wir anstreben würden“, so Kessler.
Gespräch mit Martel im Trainingslager
Für das Mittelfeld dagegen hat Kessler schon zwei spannende Spieler mit Isak Johannesson und Tom Krauß verpflichtet. Unklar ist jedoch die Zukunft von Eric Martel. Sein Vertrag läuft nur noch bis Sommer 2026. Die Frage ist daher: Verlängert Martel, bleibt er noch eine Saison ohne Verlängerung oder verkauft ihn der Verein, um noch eine Ablöse zu generieren. Bis zu einer Entscheidung wird es aber wohl noch etwas dauern, denn der Mittelfeldspieler weilt nach der U21-EM noch im Urlaub, stößt erst zum Trainingslager wieder zur Mannschaft. Kessler gibt sich in der Angelegenheit nach außen gelassen: „Wenn der Junge sich jetzt eins verdient hat, dann ist es erstmal der Urlaub. Wir freuen uns, wenn er spätestens zum Trainingslager wieder hier sein wird. Und dann werde ich sicherlich mit dem Eric einmal einen Kaffee im Trainingslager trinken.“ Ob sich auf der Position noch etwas tut, bleibt wohl bis dahin offen.
Nicht von einer Vertragsverlängerung überzeugen konnte der FC-Sportdirektor allerdings Damion Downs. „Wir konnten uns vorstellen, den Weg mit ihm weiterzugehen. Das Gesamtpaket sowohl in der Perspektive als auch im wirtschaftlichen Rahmen war sehr lukrativ. Aber wenn sich ein Spieler dagegen entscheidet, dann muss man die beste Entscheidung für den Club treffen und ich denke, da haben wir ein wirtschaftlich sehr ordentliches Ergebnis erzielt,“ erklärte Kessler. Für insgesamt bis zu zehn Millionen Euro wechselt Downs zum FC Southampton – und hinterlässt damit eine Lücke. Auch wenn Kessler keinen akuten Zugzwang sieht durch die Verpflichtung von Ragnar Ache. Trotz der auch quantitativ vernünftigen Aufstellung im Sturm könnte „vielleicht noch was passieren auf der Position“, so der Sportdirektor. Und weiter: „Wir schauen uns da auf dem Markt um.“ Es ist also schon wahrscheinlich, dass der FC nochmal etwas auf der Position machen wird.
In den letzten Tagen hat es schon einige Transferaktivitäten rund um das Geißbockheim gegeben. Jetzt steht der nächste Abgang fest beim 1. FC Köln: Damion Downs wechselt zum FC Southampton.
Nach einigen Gerüchten in den letzten Tagen ist nun klar: Der FC verliert erneut ein Eigengewächs. Denn der nächste Abgang steht jetzt fest beim 1. FC Köln: Damion Downs wechselt zum FC Southampton.
Damion Downs wird künftig das Köln-Trikot nicht mehr tragen
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Es hatte sich in den letzten Tagen schon angedeutet: Damion Downs verlässt den 1. FC Köln. Der Stürmer wechselt zum FC Southampton in die zweite britische Liga. Damit verliert der FC erneut ein Eigengewächs. Aber der Verkauf lohnt sich für die Kölner: Dem Vernehmen nach erhalten die Geißböcke eine Ablöse in Höhe von acht Millionen Euro. Mit Bonuszahlungen seien sogar bis zu zehn Millionen Euro möglich. Viel Geld dafür, dass Downs nur noch einen Vertrag bis 2026 hatte. Trotzdem hätte FC-Sportdirektor Thomas Kessler Downs gerne gehalten und hatte ihm wohl ein für FC-Verhältnisse wirtschaftlich sehr gutes Angebot gemacht. „Wir konnten uns gut vorstellen, den Weg mit Damion weiterzugehen. Das Gesamtpaket sowohl in der Perspektive als auch im wirtschaftlichen Rahmen war sehr lukrativ. Aber wenn sich ein Spieler dagegen entscheidet, dann muss man die beste Entscheidung für den Club treffen und ich denke, da haben wir ein wirtschaftlich sehr gutes Ergebnis erzielt“, so Kessler.
Ausgebildet in der Kölner Jugend
Downs kam 2020 vom FC Ingolstadt zum 1. FC Köln in die U17. 2023 gab er für den FC sein Debüt in der Bundesliga unter dem damaligen Trainer Steffen Baumgart. Seinen ersten Treffer erzielte er dann beim Derby in Gladbach, als er mit seinem Tor den Ausgleich zum 3:3 erzielte. In der abgelaufenen Zweiliga-Saison gelang ihm der endgültige Durchbruch bei den Profis: In 29 Zweitliga-Spielen erzielte der Stürmer 10 Tore und lieferte fünf Vorlagen. Die Leistungen blieben nicht unbemerkt: Vor ein paar Wochen machte der 21-Jährige sein erstes Länderspiel für die USA und gehörte zu deren Kader im Gold Cup.
Seine starke Entwicklung rief auch andere Vereine auf den Plan: So hatte er das Interesse des FC Southampton geweckt. Weil Downs nur noch ein Jahr Vertrag hatte, standen die Geißböcke unter Zugzwang: Sie wollten entweder verlängern oder zwangsläufig verkaufen. Nachdem Downs das Kölner Angebot zur Verlängerung aber abgelehnt hatte, haben sich jetzt alle Seiten auf einen Wechsel des Stürmers geeinigt. „In der Folge haben wir für den 1. FC Köln eine Lösung gefunden, die wirtschaftlich in einem guten Rahmen liegt. Wir danken Damion für seinen Einsatz beim FC und seinen wichtigen Beitrag auf unserem Weg zurück in die Bundesliga. Für seinen weiteren Karriereweg wünschen wir ihm sportlich wie persönlich nur das Beste“, sagt Sportdirektor Kessler.
Downs Dank an Kessler und Jugendtrainer Stefan Ruthenbeck
Downs zeigt sich derweil dankbar für seine Zeit in der Domstadt: „Ich bin vor fünf Jahren als Teenager aus Ingolstadt nach Köln gekommen und bin dem FC und den Menschen in Köln extrem dankbar für die Unterstützung und Herzlichkeit in der ganzen Zeit. Es hat mir immer Spaß gemacht und die Zeit wird immer in meinem Herzen bleiben, der Aufstieg in die Bundesliga war einer der schönsten Momente meines Lebens. Ich möchte mich vor allem bei meinem Jugendtrainer Stefan Ruthenbeck und bei Thomas Kessler bedanken, die mich besonders unterstützt haben. Ich wünsche allen Kölnerinnen und Kölnern eine erfolgreiche Saison in der Bundesliga.“ In Zukunft wird der Stürmer nun also in der englischen Championship auf Torejagd gehen.
Mit der Verpflichtung von Ron-Robert Zieler wurde eine weitere Lücke im Kader der Kölner geschlossen. Mittlerweile ist ein Gerüst zu erkennen. Doch es bleiben Fragezeichen beim 1. FC Köln: So ist der Stand der Kaderplanung.
Unterm Strich fällt das Fazit bei den Fans über die Neuverpflichtungen bislang positiv aus. Zwar sind bereits einige Deals nicht zu Stande gekommen, in den letzten Tagen gab es dafür aber umso mehr Transferbewegungen. Ein Gerüst ist erkennbar, doch es bleiben noch Lücken beim 1. FC Köln: So ist der Stand der Kaderplanung.
Lukas Kwasniok gibt beim Training Anweisungen
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Torhüter: Marvin Schwäbe war sichtbar überrascht, als er auf den Transfer von Ron-Robert Zieler angesprochen wurde. Die Kölner Nummer eins wusste ganz offensichtlich nicht, dass er einen Weltmeister als seinen Backup ins Team bekommen würde. Einen Weltmeister und zweifelsfrei auch einen potenziellen adäquaten Ersatz. Lukas Kwasniok verriet später, dass man ganz bewusst den Kreis der Eingeweihten klein gehalten habe. An der Verpflichtung hätte ein Mitwissen des Kölner Torhüters ohnehin nichts geändert. Seine persönliche Entscheidung dürfte der neue Mitspieler auch nicht sonderlich beeinflussen. Schwäbe wird die Saison in Köln spielen, das Gerücht über einen Wechsel nach LA war letztlich nicht ganz so heiß. „Es ging über unser Beraterteam, die sich damit befasst haben. Grundsätzlich war es für mich in diesem Sommer kein Thema“, so Schwäbe.
Somit umfasst das Torwartteam mit Schwäbe, Zieler und Matthias Köbbing drei Keeper. Aktuell komplettiert U21-Keeper Luis Hauer das Torhüter-Quartett. Der 18-Jährige könnte aktuell noch für die U19 spielen. Gut möglich, dass der FC auf der Position hinter Schwäbe und Zieler noch einmal nachbessert.
Abwehr und Mittelfeld
Defensive: Auch wenn Timo Hübers vor einigen Wochen erklärte, er könne sich einen Wechsel ins Ausland generell vorstellen, gibt es aktuell keine Anzeichen, dass es kurzfristig noch weitere Abgänge in der Defensive gibt. Abgesehen von Neo Telle, mit dem man gerne verlängern und ihn dann verleihen würde. Wenn es tatsächlich ein Fragezeichen in der Hintermannschaft geben sollte, dann eben hinter Hübers. Die Konstellation ist bekanntlich nicht die beste, denn auch der Vertrag des aktuellen Kapitäns läuft im Sommer 2026 aus. Dann wäre der Abwehrspieler ablösefrei zu haben. Eine Vertragsverlängerung würde dementsprechend Sinn ergeben, ist aber bislang noch nicht in Sicht. Dominique Heintz, Joel Schmied und Julian Pauli sind als Innenverteidiger sicher eingeplant – genauso wie auf den Außen Leart Pacarada und Jusuf Gazibegovic.
Auf beiden Seiten und im Zentrum haben die Kölner aber noch Bedarf. Auch Lukas Kwasniok betonte, dass in der letzten Kette noch etwas passieren könne. Luca Kilian wird nach seinem Kreuzbandriss vor einigen Monaten wohl noch etwas brauchen.
Mittelfeld: Rein quantitativ scheint das Mittelfeld beim FC mal so richtig gut aufgestellt zu sein. Drei defensive und vier zentrale Mittelfeldspieler zählt der aktuelle Kader. Nur ist das eine geschönte Wahrheit. Denn in dieser Konstellation wird es wohl nicht bleiben. Fayssal Harchaoui und Emin Kujovic werden wohl nicht dauerhaft zum Profikader gehören. Kujovic soll verliehen werden, Harchaoui eher bei der U21 zum Einsatz kommen. Der Verbleib von Jacob Christensen ist auch eher unwahrscheinlich und wie es mit Eric Martel weitergeht, ist ebenfalls noch nicht final geklärt. Sein Vertrag läuft in einem Jahr aus. Immerhin wurden mit Tom Krauß und Isak Johannesson zwei Mittelfeldspieler verpflichtet, die die Qualität des Kaders erhöhen dürften. Zusätzlich könnte Denis Huseinbasic eine wichtige Rolle zukommen. Hinter den Spitzen gibt es aktuell mit Luca Waldschmidt und Florian Kainz zwei Alternativen.
Ob die Kölner im Zentrum noch einmal nachbessern, hängt wohl ganz stark mit der Personalie Eric Martel zusammen. Die Möglichkeit, dass der Sechser noch ein Jahr bleibt, ist nach wie vor da. Allerdings wird er seinen Vertrag wohl eher nicht verlängern.
Der Druck auf den Außen steigt
Offensive: Durch die Verpflichtungen von Jakub Kaminski und Said El Mala hat sich der Konkurrenzkampf auf den Außenbahnen noch einmal verschärft. Linton Maina hat seinen Vertrag verlängert, bei Jan Thielmann ist die Zukunft noch nicht final geklärt. Dennoch läuft viel auf einen harten Konkurrenzkampf auf den Außen heraus, in den sich auch – je nach Spielauslegung – die kreativen Spieler Florian Kainz und Luca Waldschmidt einmischen könnten.
Spannend wird die Situation in der vordersten Kette. Lukas Kwasniok klang am Montag nicht so, als wolle man unbedingt im Sturm noch einmal nachlegen und weckte damit Erinnerungen an so manche Fehleinschätzung der vergangenen Jahre, als die Modeste-Lücke nie geschlossen wurde. Mit Ragnar Ache haben die Kölner in der Tat einen Mittelstürmer verpflichtet, der das Zeug für Tore mit bringt. Nach dem wahrscheinlichen Abgang von Damion Downs wird es dahinter allerdings dünn. Imad Rondic hat noch nicht die ganz große Torgefahr ausgestrahlt, das Trio Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Florian Dietz soll abgegeben werden. Bei Jaka Potocnik ist eine Leihe abgedacht. Die Alternativen sind überschaubar. Ein weiterer Stürmer scheint also eigentlich dringend nötig.
Am Mittwoch wurde der Transfer verkündet: Damion Downs wechselt zum FC Southampton. Der Abgang bringt dem 1. FC Köln dem Vernehmen nach eine hohe einstellige Millionensumme. Mit diesem Geld müssen die Kölner jetzt nach einem Ersatz für den Nationalspieler der USA suchen: Das sind mögliche Sturm-Kandidaten für den 1. FC Köln.
Es könnte ein verspätetes Geburtstagsgeschenk sein: Am Sonntag wurde Damion Downs 21 Jahre alt, nun folgt der Wechsel zum FC Southampton. Damit nimmt der 1. FC Köln eine Millionensumme ein, verliert nach Tim Lemperle aber auch seinen zweiten Stamm-Stürmer aus der abgelaufenen Saison. Jetzt muss sich der Verein nach einem Ersatz umschauen: Das sind mögliche Sturm-Kandidaten für den 1. FC Köln. Es handelt sich dabei nicht um Gerüchte!
Damion Downs verlässt den 1. FC Köln
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Janis Antiste: In der vergangenen Rückrunde hat Janis Antiste schon in Deutschland gespielt. Bei seiner halbjährigen Leihe von US Sassuolo zum 1. FC Nürnberg gelangen ihm in zwölf Einsätzen immerhin fünf Tore und zwei Vorlagen. Zuvor war der 22-Jährige in der zweiten italienischen Liga kaum zum Zug gekommen. Dabei hat der Franzose durchaus Qualität: Er verfügt über eine starke Dynamik, ein trotz „nur“ 1,83 Meter Körpergröße gutes Kopfballspiel und zeigt auch Einsatz gegen den Ball. Dabei muss Antiste jedoch noch sein Timing und Anlaufverhalten verbessern und auch sein vertikales Passpiel ist ausbaufähig. Auch ist er kein klassischer Stürmer, sondern kommt meistens eher über den rechten Halbraum. Nürnberg würde den Spieler gerne halten, was aber wegen einer Kaufoption von vier Millionen Euro und einem kolportierten Jahresgehalt von 1,2 Millionen Euro schwierig wird. Für den 1. FC Köln wäre das eher stemmbar. Auch liegt der geschätzte Marktwert bei nur zwei Millionen Euro. Unklar ist aber die Vertragslänge. Eigentlich wurde in den Medien über einen Kontrakt bis 2026 berichtet. Die Bild brachte nun aber ins Spiel, dass Antiste seinen Vertrag vor der Leihe nach Nürnberg bis 2028 verlängert habe. In dem Fall hätte Sassuolo eine bessere Verhandlungsposition.
Verstärkung mit Bundesliga-Erfahrung?
Myron Boadu: Vor vier Jahren war Myron Boadu der AS Monaco ganze 17 Millionen Euro wert. Nach einer starken Zeit bei der AZ Alkmaar wollten ihn die Monegassen unbedingt. Im Fürstentum konnte er sich jedoch nie durchsetzten. So war er 2024/25 zum VfL Bochum verliehen und sammelte dort Erfahrungen im Abstiegskampf. In 19 Bundesliga-Einsätzen erzielte er starke neun Tore und lieferte eine Vorlage. Das sowie sein mit 24 Jahren immer noch vorhandenes großes Potential könnten ihn für den 1. FC Köln interessant machen. Bei Boadu gibt es jedoch mehrere große Abers. So hat er immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, verpasste alleine in der abgelaufenen Saison zwölf Spiele. Und der Niederländer zeigt immer wieder eine schlechte Einstellung im Training, wurde von VfL-Trainer Dieter Hecking deswegen sogar für ein Spiel suspendiert. Das könnte gerade im unruhigen Umfeld beim FC zum Problem werden. Boadus Marktwert liegt bei geschätzten sieben Millionen Euro. Er könnte aber vielleicht auch für weniger zu haben sein, da er nur noch ein Jahr Vertrag hat.
Milos Pantovic: Mit erst 22 Jahren hat Milos Pantovic bereits Europa und Conference League-Erfahrungen gesammelt. So erzielte der Stürmer vom FK TSC Backa Topola vergangene Saison in acht Spielen in der Conference League fünf Tore. Insgesamt kam er in der Spielzeit auf 16 Tore und acht Vorlagen in 47 Pflichtspielen. Dabei sticht der Serbe in einigen Statistiken heraus. Im Vergleich zu Stürmern in den 14 größten Wettbewerben nach den Top fünf Ligen gehörte er zu den Besten bei Tore und Vorlagen pro 90 Minuten. Er arbeitet sich viele Chancen, dient selber als Anspielstation und kann auch entscheidende Pässe spielen. Pantovic Marktwert liegt laut transfermarkt.de bei 3,5 Millionen Euro und er hat nur noch ein Jahr Vertrag. Jetzt könnte für ihn der richtige Zeitpunkt für den Sprung in die Bundesliga sein. Für den 1. FC Köln wäre es ein Transfer mit viel Potential, aber auch dem Risiko, ob Pantovic sich in der Bundesliga durchsetzen kann. Auch müsste er sich in einem neuen Land zurechtfinden, da er bis jetzt nur in Serbien gespielt hat.
Junge Kandidaten mit viel Potential
Nikola Stulic: Ein weiterer talentierter serbischer Stürmer ist Nikola Stulic. Der 23-Jährige spielt seit zwei Jahren in Belgien bei Royal Charleroi SC und ist in der abgelaufenen Saison nach einem schwierigen erstem Jahr inzwischen voll angekommen. 17 Tore und 2 Vorlagen in 34 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Der Serbe ist ein klassischer Abschlussspieler, besitzt aber auch Qualitäten gegen den Ball. Bei nur noch einem Jahr Vertrag und einem geschätzten Marktwert von vier Millionen Euro ist er definitiv für den 1. FC Köln spannend. Die Frage wäre nur, wie schnell Stulic in der Bundesliga klarkommen würde, da er schon für den Durchbruch in Belgien ein Jahr Anlaufzeit benötigt hat.
Dor Turgeman: Der Schritt nach Deutschland wäre sicher auch für Dor Turgeman ein großer Sprung. Der Israeli von Maccabi Tel Aviv ist ein fleißiger, beweglicher Stürmer, der gut darin ist, den Ball unter Druck im letzten Drittel zu halten. Mit diesen Qualitäten schaffte er es letzte Saison, in 44 Pflichtspielen 20 Tore und 6 Vorlagen zu erzielen, einen der Treffer sogar in der Europa League. So machte er Klubs aus ganz Europa auf sich aufmerksam, unter anderem auch Weder Bremen. Die besten Chancen auf einen Transfer sollen aber die Glasgow Rangers haben. Die Schotten sollen bis zu 5 Millionen Pfund, umgerechnet ungefähr 5,8 Millionen Euro, bieten. Das wäre für den 1. FC Köln eine Menge Geld, könnte sich beim erst 21-Jährigen Stürmer aber in Zukunft rentieren.
Spannende Optionen aus Frankreich
Sambou Soumano: 2024/25 war Sambou Soumano einer der Schlüsselspieler für den Aufstieg des FC Lorient in die Ligue 1. Mit 14 Toren und drei Vorlagen in 32 Spielen war der Senegalese in Topform. Bei einem geschätzten Marktwert von 2,5 Millionen Euro und einem in einem Jahr auslaufenden Vertrag könnte der 24-Jährige auch für den 1. FC Köln eine Option sein. Dabei würden die Geißböcke allerdings Konkurrenz aus der Premier League bekommen. Der FC Brentford, der FC Burnley und AFC Sunderland haben Soumano auf dem Zettel.
Lassine Sinayoko: Einen offensiv variabel einsetzbaren Spieler würde der 1. FC Köln mit Lassine Sinayoko bekommen. Der 25-Jährige Mittelstürmer kann auch als Links- oder Rechtsaußen eingesetzt werden. So lieferte er in seinen 34 Ligue 1-Einsätzen für AJ Auxerre in der abgelaufenen Saison auch mehr Vorlagen als Tore. Neun Stück waren es, aber nur fünf Treffer. Sinayoko ist kein klassischer Abschlussspieler, er kreiert eher Chancen für seine Mitspieler. Der Nationalspieler Malis ist stark darin, den Ball mit Pässen und Dribblings nach vorne zu tragen. Auch hat der 25-Jährige große Qualitäten gegen den Ball. Bei nur noch einem Jahr und einem Marktwert von geschätzten vier Millionen Euro wäre er für die Kölner wohl finanzierbar. Allerdings gibt es in Frankreich laut Medienberichten viele Interessenten wie unter anderem Olympique Marseille oder OSC Lille.
Schwedisches Talent als Downs-Ersatz?
Jusef Erabi: Der Schwede Jusef Erabi, aktuell bei Hammarby IF unter Vertrag, wäre ein weiterer möglicher Downs-Nachfolger. Erabi hat nur noch bis Ende 2026 Vertrag, sein Marktwert wird auf sechs Millionen Euro geschätzt. Er dürfte daher nicht günstig, aber bezahlbar sein für die Kölner. In der aktuellen Saison erzielte Erabi bisher in 16 Pflichtspielen vier Tore und eine Vorlage. Das er noch mehr drauf hat, zeigte er in der Saison davor. Da gelangen dem 22-Jährigen elf Tore und zwei Vorlagen in 28 Pflichtspielen. Deswegen hat er auch das Interesse vom italienischen Erstligisten Hellas Verona auf sich gezogen. Der FC hätte daher eine starken Konkurrenten, wenn er sich um Erabi bemühen wollen. Und auch bei ihm wäre unklar, wie schnell er sich an das Niveau in der Bundesliga anpassen kann.
Die vergangene Saison konnte der Slowene bei den Profis keinen Fuß fassen. Lediglich einmal stand der Stürmer für die Mannschaft auf dem Feld, setzte sich aber nicht durch. Nun soll eine Leihe Spielpraxis bringen für den Youngster der Geißböcke: Jaka Potocnik wird den 1. FC Köln vorerst wohl verlassen.
Den Glauben an den jungen Slowenen haben die Verantwortlichen des FC nicht verloren. Um in der aktuellen Saison bei den Profis durchzustarten, ist es allerdings noch zu früh. So soll eine Leihe anstehen für den Angreifer des 1. FC Köln: Jaka Potocnik wird den 1. FC Köln vorerst wohl verlassen.
Jaka Potocnik soll wohl verliehen werden.
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Dass Jaka Potocnik am Montag bei der Trainingseinheit fehlen würde, war bekannt. Der Stürmer hat genauso wie die anderen EM-Teilnehmer Said El Mala (U19), Eric Martel (U21) und Jan Thielmann (U21) ein paar Tage Sonderurlaub bekommen. Und das obwohl das Turnier für Slowenien und damit den Kölner Angreifer recht früh vorbei war. Ob der 20-Jährige in dieser Saison aber noch einmal zum Geißbockheim zurückkehrt, ist indes fraglich. Der FC würde den Stürmer gerne verleihen und wie RevierSport berichtet, ist Rot-Weiß Essen neben Dominic Baumann (SV Sandhausen), Vincent Vermeji (Fortuna Düsseldorf) und Jannik Mause (1. FC Kaiserslautern) auch an den Diensten des Kölner Angreifers interessiert. Das Interesse ist nicht nur hinterlegt, die Verhandlungen sind dem Vernehmen nach schon weit fortgeschritten.
„Wir werden noch viel Freude an ihm haben“
Dann würde Potocnik dem gebürtigen Kölner Marvin Obuz folgen, der sich in der abgelaufenen Saison einmal mehr beim FC nicht durchsetzen konnte – dazu aber bekanntlich auch relativ wenige Chancen erhielt. Auch Potocnik erhielt bei den Profis so gut wie keine Chancen, stand genau einmal gegen den Karlsruher SC auf dem Feld und bewies in der Begegnung sämtlichen Befürwortern, warum er einfach noch nicht so weit ist. Obuz offenbarte vor allem körperliche Defizite, die einen weiteren Einsatz bei den Profis nicht zuließen. Und weil man beim FC auch noch nicht das Vertrauen hat, dass der junge Slowene in dieser Vorbereitung einen immensen Sprung machen wird, soll Potocnik verliehen werden. Stand jetzt befindet sich eben Rot-Weiss Essen ganz weit vorne in der Verlosung.
Auf den ersten Blick sieht die Situation also wie eine klassische Win-Win-Win-Situation aus. Der Angreifer bekommt im Profifußball die Chance, Spielpraxis zu sammeln, RWE einen weiteren Angreifer, der die Offensive vielseitig verstärken kann und der FC hofft, mittelfristig von der Spielpraxis zu profitieren. „Wir sind mit seinen Beratern im Austausch und wollen ihn in einen Club verleihen, wo er Spielpraxis auf höherem Niveau als in der Regionalliga sammeln kann“, hatte Thomas Kessler vor wenigen Wochen auf dem Mitgliederstammtisch gesagt. „Jaka hat einen langfristigen Vertrag bei uns. Ich bin mir sicher, dass er sich entwickeln wird und wir beim FC noch viel Freude an ihm haben werden.“ Die Euphorie in Ehren, doch zuletzt entsprachen die Leistungen des 20-Jährigen nicht gerade den Erwartungen.
Obuz kehrt zu RWE zurück
Die waren aufgrund der Transfersperre und vor allem des Risikos, das der FC für eine Verpflichtung des Angreifers ganz offensichtlich eingegangen ist, große. Mit diesem Druck muss ein 20-Jähriger wohl auch erst einmal umgehen müssen. Und der wird bei RWE wohl auch nicht viel kleiner. Denn eigentlich wollte der Drittligist einen erfahrenen Mittelstürmer verpflichten. Jannik Mause von Kaiserslautern war lange im Gespräch, Vincent Vermeij von Fortuna Düsseldorf galt auch als Kandidat – nun soll es Potocnik richten und das überrascht dann im Essener Fan-Umfeld doch. So oder so ist der Schritt für Potocnik ein logischer. Ein weiteres Jahr in der Regionalliga West wäre für das vermeintliche Ausnahmetalent sicherlich zu viel des Guten, die Karriere soll vorangetrieben werden.
Das weiß auch Potocnik, der sich im Winter noch gegen eine Leihe entschieden haben soll. Und RWE scheint durchaus auch ein gutes Pflaster für Spieler des FC. Immerhin zeigte Marvin Obuz hervorragende Leistungen an der Hafenstraße, spielte sich so erst wieder in den Kader der Kölner für die vergangene Spielzeit, profitierte allerdings auch von der Transfersperre. Bekanntlich nahm die Rückkehr aber kein gutes Ende. So oder so könnte die Leihe für Potocnik ein Scheideweg der Karriere bedeuten.