Ein Auftritt, der Fragezeichen hinterlässt

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Ein Auftritt, der Fragezeichen hinterlässt

Gegen Bochum war Luca Waldschmidt noch der Matchwinner, gegen Mainz nun der absolute Unglücksrabe. Mit seinen kolportierten Abwanderungsgedanken hat das aber sicherlich wenig zu tun.

Gegen Bochum noch der Held, gegen Mainz plötzlich der Pechvogel. Im Heimspiel gegen den VfL erzielte der Angreifer den Last-Minute-Treffer, gegen die Rheinhessen leitete der 27-Jährige das 0:1 ein und vergab den Elfmeter zum Ausgleich. Luca Waldschmidt – vom Hoffnungsträger zum Unglücksraben.

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Es ist erst wenige Wochen her, da setzte Timo Schultz besonders große Stücke auf seinen Hoffnungsträger. Der Kölner Coach ernannte Luca Waldschmidt zu seinem Unterschiedsspieler. Für seinen Angreifer traf der Coach sogar die „unvernünftige Entscheidung“, den Offensivspieler nur wenige Tage nach seiner Genesung wieder auf den Platz zu bringen. Waldschmidt hatte sich Anfang des Jahres das Wadenbein angebrochen, gegen Augsburg gab die Wolfsburger Leihgabe an Ostern sein Comeback. Welchen Unterschied der Angreifer machen kann, zeigte er dann im Duell gegen den VfL Bochum, als er mit seinem Kopfball den Kölnern wieder eine ungeahnte Klassenerhalts-Hoffnung in letzter Minute bescherte. Gegen den VfL noch der Matchwinner, gegen Mainz nun mindestens der Unglücksrabe.

Waldschmidt: „Das tut schon sehr weh“

Denn mit seinem misslungenen Freistoß aus dem Halbfeld leitete Waldschmidt den Rückstand ein. Der Offensivspieler eilte zwar mit zurück, konnte den Schuss von Karim Onisiwo nicht verhindern, den Marvin Schwäbe dann dem Torschützen Leandro Barreiro vor die Füße legte. Auch sonst hatte Waldschmidt erstaunlich wenige gute Aktionen. Zwar forderte der 27-Jährige immer wieder den Ball, ließ sich in die eigene Hälfte fallen, um die Kugel dann auch zu verteilen, gefährliche Aktionen kreierte der Offensivspieler aber nicht. Zu allem Überfluss verschoss der ehemalige Nationalspieler den Elfmeter zum möglichen 1:1-Ausgleich. „Das tut schon sehr weh, aber das gehört dazu“, sagte Waldschmidt, der angab, sich gut gefühlt zu haben. „Ich würde den nächsten genauso wieder nehmen, aber es tut mir leid für die Mannschaft, für die Fans. Ich glaube, wenn ich den gemacht hätte, hätten wir das Spiel gewonnen.“

Tatsächlich machte der 27-Jährige beim Elfer viel richtig. Waldschmidt guckte Mainz-Keeper Zentner aus und wollte den Ball in die andere Ecke schieben. Er schob allerdings vorbei. So glich erst Florian Kainz in der Nachspielzeit aus, für Waldschmidt war nach einer guten Stunde Schluss. „Er hängt natürlich im 0:1 entscheidend mit drin mit dem unglücklich ausgeführten Freistoß, verschießt dann den Elfmeter, aber ich habe ihn mir schon nach dem Spiel geschnappt und habe gesagt, mach den Kopf hoch, mach die Brust raus“, sagte Sportdirektor Christian Keller später und wiederholte die Worte, die er zuvor an Waldschmidt gerichtet habe: „Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen. Heute war es für dich nicht so gut, aber vielleicht bist du nächste Woche schon der, der es für uns in die richtige Richtung dreht.“ 

Waldschmidt: „Wir zeigen, dass wir leben“

Dass er das kann, hat Waldschmidt zuletzt gegen Bochum beim 2:1 gezeigt und damit ganz offensichtlich auch bewiesen, dass der Stürmer nicht wir kolportiert, mit dem FC schon abgeschlossen habe. Diese Meinung machte in einigen Social-Media-Kommentaren nach dem 1:1 gegen Mainz die Runde. Ein Hintergrund der Kritik: Dem Vernehmen nach soll Waldschmidt den Kölner Verantwortlichen signalisiert haben, er würde nicht mit in die 2. Bundesliga gehen. Eine öffentliche Aussage des Spielers gibt es dazu nicht. Dass sich der Angreifer aufgrund eines Abschieds im Abstiegsfall aber nicht ins Zeug legt, widerspricht einer gewissen Logik. Schließlich sollte Waldschmidt doch gerade dann am Klassenerhalt der Kölner interessiert sein. Zumal der „Kicker“ berichtet, dass der VfL Wolfsburg seinem Kader ein neues Gesicht verleihen wolle. Ein Platz für Waldschmidt ist eher unwahrscheinlich. Es geht für den Siegener also auch um Eigenwerbung.

Möglich, dass die ungeklärte Situation Spuren hinterlässt, möglich, dass der Abstiegskampf weiterhin lähmt. Gegen Mainz erwischte Waldschmidt am Sonntag vielleicht aber auch einfach einen rabenschwarzen Tag. Gegen seinen Ex-Verein Freiburg kann es der Offensivspieler am kommenden Wochenende schon besser machen. Und Waldschmidt konnte dem 1:1 auch etwas Positives abgewinnen. „Wir kommen zurück, wir zeigen, dass wir leben, dass der Wille da ist, das Ding unbedingt zu drehen. Man sieht, dass wir es doch auf den Platz kriegen können“, sagte der 27-Jährige.


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Ein Punkt für die Psyche – wohl zu wenig für den Klassenerhalt

1. FC Köln: Gemischte Gefühle nach 1:1 gegen Mainz
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Ein Punkt für die Psyche – wohl zu wenig für den Klassenerhalt

Gemischte Gefühle beim 1. FC Köln und seinen Anhängern. Zwar zeigten die Kölner am Sonntag eine ansprechende Leistung, eine Reaktion auf das 0:2 gegen Darmstadt, als Sieger verließen die Geißböcke das Feld aber auch nicht. Der Klassenerhalt wird immer unwahrscheinlicher.

Das Schneckenrennen im Abstiegskampf geht weiter. Auch wenn die Chance auf den Klassenerhalt gering ist, nach dem 1:1 gegen Mainz gibt es sie noch beim 1. FC Köln: Gemischte Gefühle nach 1:1 gegen Mainz.

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Als sich die Kölner Spieler nach mehr als 100 Minuten Abstiegskampf auf dem Mainzer Rasen fallen ließen, wird die Gefühlswelt wohl ähnlich diffus gewesen sein, wie bei den meisten Fans. Der FC hatte nach einer ordentlichen ersten Halbzeit starke zweite 45 Minuten hingelegt. Dass die Kölner einen Gegner über weite Phasen dominiert hatten, kam in dieser Spielzeit wahrlich nicht oft vor. Die formstarken Mainzer führte der FC an den Rande einer Niederlage. Aber eben nur an den Rande. Denn nach diesen nervenaufreibenden 100 und irgendwas Minuten stand ein 1:1 auf der Anzeigetafel und damit auf der Haben-Seite zwei Zähler zu wenig. „Ein Punkt ist für uns zu wenig, das wissen wir selbst“, erkannte auch Timo Schultz.

Uth: „Wir leben, wir sind wieder da“

Der FC hatte auf der anderen Seite endlich die Abstiegsreaktion gezeigt, die man sich seit Wochen herbeisehnt. „Ich freue mich, dass die Mannschaft am Schluss das gemacht hat, was ich vor dem Spiel gesagt hatte. Das sie einfach das Herz in beide Hände genommen haben und einfach nur noch Fußball gespielt haben“, sagte Christian Keller. Der Sportdirektor der Geißböcke erwähnte aber nicht, dass das Aufbäumen wohl zu spät kommt. Denn drei Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz fünf Zähler, der zum rettenden Ufer sieben – inklusive deutlich schlechterem Torverhältnis. Eine Aufholjagd ist nicht unmöglich, wenn auch mehr als unwahrscheinlich. Dennoch: „Die letzten drei Spiele sind wieder Endspiele. Wir leben, wir sind wieder da und abgestiegen sind wir noch lange nicht“, sagte Mark Uth. „Wir wissen, dass wir alle drei Spiele gewinnen müssen, um in die Relegation zu kommen.“

Und selbst dann müssten die Kölner schon auf ziemlich viel Schützenhilfe hoffen. Dabei hatte es lange noch nicht einmal nach dem letzten Hoffnunsschimmer(chen) ausgesehen. Es war ein typisches FC-Spiel, symptomatisch für den bisherigen Saisonverlauf. Der FC spielte ordentlich, mehr nicht. Erspielte sich dagegen eher nicht so viele ordentliche Chancen und ging wieder einmal in Rückstand. Und das nach einer eigenen Offensivaktion, die seltsam schlampig ausgespielt wurde. Fortan mühten sich die Kölner, hatten aber kaum eine Idee. Mehr als einige Distanzschüsse waren nicht drin. Wie aus dem Nichts gab es Elfmeter, aber daraus resultierte auch kein Tor. Eine Gelb-Rote Karte, die es sicher für Anthony Caci hätte geben müssen, wollte Schiedsrichter Benjamin Brand ebenfalls nicht zeigen. Nein, es lief wieder einmal nicht so viel zusammen für die Geißböcke. Ein 0:2 wäre durchaus erwartbar gewesen.

Schultz glaubt weiterhin an seine Mannschaft

Doch nach einer guten Stunde übernahm der FC vollends die Kontrolle, drückte auf den Ausgleich, nahm den Abstiegskampf an und verdiente sich das 1:1. Dass sich Schiedsrichter Brand die Aktion von Mainz-Keeper Zentner gegen Sargis Adamyan noch einmal in der Review-Area ansah, kam ähnlich überraschend wie die nicht gegebene Ampelkarte, genauso aber auch wie der Platzverweis gegen Philipp Mwene. Mit ein wenig mehr Fortune hätte der Unparteiische unmittelbar vor Spielende sogar noch ein drittes Mal auf den Punkt zeigen können. Einen Kopfballversuch von Uth spielte Barreiro eindeutig mit der Hand. So blieb es beim 1:1. „Ich glaube daran, das Ganze kann anders aussehen, wenn wir gegen Freiburg gewinnen“, sagte der Kölner Coach.

Allerdings wird das trotz des guten Auftritts gegen Mainz eine schwere Aufgabe. Das Team aus dem Breisgau hat sehr realistische Chancen auf den europäischen Wettbewerb, wird alles dafür tun. „Das Entscheidende wird sein, dass wir so spielen, wie heute“, sagte Schultz. „Dass wir das Herz in die Hand nehmen, dass wir nach vorne spielen, dass wir uns nicht zu viel Kopf machen. Dann wird nach dem nächsten Spieltag wieder auf die Tabelle geguckt und so machen wir das bis zum Spieltag 34. Und dann schauen wir mal, was dabei rausgekommen ist.“ Mit einem weiteren Unentschieden dürfte der Abstieg schon am kommenden Wochenende besiegelt sein. Der FC muss gewinnen. Mit nur einer guten Leistung wird es am Ende nicht reichen.    


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Schmitz – Martel, Huseinbasic (72. Kainz) – Alidou (83. Adamyan), Thielmann (61. Maina) – Waldschmidt (61. Uth) – Tigges – Tore: 1:0 Barreiro (29.), 1:1 Kainz (90.+4) – Rote Karte: Mwene (90.+9)


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„Ich kann mich nur entschuldigen“

Die Stimmen zum Mainz-Spiel
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„Ich kann mich nur entschuldigen“

Der 1. FC Köln kämpft und spielt gegen Mainz 1:1. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem Luca Waldschmidt. Die Stimmen zum Mainz-Spiel.

Am Sonntagnachmittag spielte der FC gegen den 1. FSV Mainz 05 1:1 und steht mit 23 Punkten weiterhin auf dem 17. Tabellenplatz. Das Team von Timo Schultz konnte die wichtigen drei Punkt im Abstiegskampf nicht einfahren. Die Stimmen zum Mainz-Spiel.

Es war ein sehr intensives, ein sehr hitziges Spiel. Purer Abstiegskampf. Wir haben es angenommen. Wir haben heute meiner Meinung nach eine sehr sehr gute Partie gespielt. Wir müssen einfach die Tore machen und dann wahrscheinlich auswärts gewinnen. Nach Darmstadt war das eine sehr gute Reaktion und genauso geht es. Die letzten drei Spiele sind wieder Endspiele. Wir leben, wir sind wieder da und abgestiegen sind wir noch lange nicht. Die Tore haben leider gefehlt. Genauso müssen wir auftreten, das war echt gut. In der zweiten Halbzeit haben wir auch guten Fußball gespielt, haben uns die Torchancen rausgespielt. Wir wissen, dass wir alle drei Spiele gewinnen müssen, um die Klasse zu halten, beziehungsweise in die Relegation zu kommen. Genauso gehen wir es an, zuhause, mit den eigenen Fans. Man sieht, was hier los ist. 4000 Kölner sind mitgereist, das ist einfach geil, das ist das, was uns hilft. Und die Jungs haben gesagt, wenn wir so kämpfen, hoffentlich bleiben wir drin.

Mark Uth

Die Stimmen zum Mainz-Spiel

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Wir kommen zurück, wir zeigen, dass wir leben, dass der Wille da ist, das Ding unbedingt zu drehen. Man sieht, dass wir es doch auf den Platz kriegen können, aber dann auch ein bisschen zu spät. Jeder hat in der Kabine das Wort ergriffen. Alle waren da und man hat gemerkt, wir wollten gar nicht in die Halbzeit, wir wollten wieder raus. Wir haben uns gegenseitig nochmal angezündet und wollten eine zweite Halbzeit spielen, die zeigt, wie wir hier hinkommen, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen. Das hat man dann glaube ich auch gesehen.
Zum verschossenen Elfmeter: Das tut schon sehr weh, aber das gehört dazu. Ich fühle mich gut, ich würde den nächsten genauso wieder nehmen, aber es tut mir leid heute für die Mannschaft, für die Fans. Ich glaube, wenn ich den gemacht hätte, hätten wir das Spiel gewonnen. So ist es leider nur ein Punkt und ich kann mich nur entschuldigen, aber so ist das.

Luca Waldschmidt

Ich freue mich, dass die Mannschaft am Schluss das gemacht hat, was ich vor dem Spiel gesagt hatte. Das sie einfach das Herz in beide Hände genommen haben und einfach nur noch Fußball gespielt haben. Nicht mehr gedacht haben, was hätte oder könnte, wenn… Ich weiß nicht, ob es der Mut der Verzweiflung war, oder was auch immer, dass sie einfach nach vorne gespielt haben. Und dann waren wir irgendwann drückend dominant und dann glaube ich, war der Ausgleich eine Folge der Zeit. Wir müssen uns immer an die eigene Nase fassen. Das einzige, was wir beeinflussen können, ist unsere eigene Leistung. Die Mannschaft kann viel mehr, als sie oft auf dem Platz zeigt. Hinten raus hat man es heute gesehen und deshalb müssen wir jetzt nicht überlegen, hätte der Schiedsrichter jetzt nochmal was machen können, war das 1:0 unglücklich, warum verschießt man den Elfmeter. Alles egal, immer weitermachen und dann wirst du irgendwann auch belohnt. Mit einem Dreier heute wäre man noch mal richtig dran gewesen. Jetzt musst du drei Spiele gewinnen. Ich möchte, dass wir von Anfang an so spielen, wie wir jetzt hintenraus gespielt haben, damit die Spieler frei sind, sich trauen, das zu zeigen, was in ihnen steckt und dann kommen auch die Ergebnisse und vor allem kannst du dann in den Spiegel schauen. Luca Waldschmidt ist für uns ein ganz wichtiger Spieler. Auch wenn das jetzt nicht ganz sein Spiel war. Er hängt natürlich im 0:1 entscheidend mit drin mit dem unglücklich ausgeführten Freistoß, verschießt dann den Elfmeter, aber ich habe ihn mir schon nach dem Spiel geschnappt und habe gesagt, mach den Kopf hoch, mach die Brust raus. Das kann passieren, wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen. Heute war es für dich nicht so gut, aber vielleicht bist du nächste Woche schon der, der es für uns in die richtige Richtung dreht.

Christian Keller

Ein Punkt ist für uns zu wenig, das wissen wir selbst. Auf der anderen Seite bin ich stolz auf meine Mannschaft. Ich denke, wir waren auch in der ersten Halbzeit mindestens gleichwertig, haben uns leider wieder nur bis ins letzte Drittel vorspielen können. Haben dann die Chancen nicht so kreieren können. In der zweiten Halbzeit waren wir spielbestimmend, haben vier, fünf Chancen inklusive verschossenem Elfmeter. Wir sind unzufrieden mit dem Punkt. Nicht nur, weil wir drei gebraucht hätten, sondern weil wir meiner Meinung nach auch die bessere Mannschaft waren. Wir wussten, dass wir einen wahnsinnigen Endspurt brauchen, die Spieler werden weniger, aber es ist noch nicht vorbei und die Mannschaft glaubt daran. Die Energie und das einfach Loslassen und das einfach Spielen, wenn die Mannschaft das hinbekommt, dann sieht man auch, welche Qualität wir haben. Wir können dann auch in der zweiten Halbzeit mit Mark Uth einen Spieler bringen, der im letzten Drittel eine Qualität hat, die wir sonst im Kader nicht besitzen. Auch wenn ich sehe, wie sich meine beiden Innenverteidiger reinschmeißen, die beiden Außenverteidiger sind elf, zwölf Kilometer gelaufen. Und das alles bei der Hektik, die uns vielleicht auch ein bisschen gut getan hat. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wir haben eine wahnsinns Moral. Schauen wir mal, was am Ende dabei rauskommt. Es waren viele strittige Situationen dabei. Klar kann der Schiedsrichter Gelb-Rot geben, ich glaube, wir könnten fast sogar noch einen Elfmeter kriegen in der Nachspielzeit. Ich denke, der Schiri hat sein Bestes gegeben und ich werde bestimmt nicht anfangen, nachzukarten. Wenn wir selber einen Elfmeter verschießen, dann schauen wir erstmal bei uns. Rechnen kann ich auch, aber so gut war ich jetzt auch nicht in Mathe. Ich glaube daran, das Ganze kann anders aussehen, wenn wir gegen Freiburg gewinnen. Das Entscheidende wird sein, dass wir so spielen, wie heute. Dass wir das Herz in die Hand nehmen, dass wir nach vorne spielen, dass wir uns nicht zuviel Kopf machen und dann wird nach dem nächsten Spieltag wieder auf die Tabelle geguckt und so machen wir das bis zum Spieltag 34 und dann schauen wir mal, was dabei rausgekommen ist.

Timo Schultz

Spielbericht

Einzelkritik

Eine Sechs, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Mainz

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Eine Sechs, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Mainz

Der 1. FC Köln holt immerhin einen Punkt in Mainz. Das dürfte in der Endabrechnung zu wenig sein. Gerade in der zweiten Halbzeit waren die Kölner gut. Doch nicht alle Spieler konnten überzeugen. So bewerten wir die FC-Profis.

Nach dem 1:1-Unentschieden in Mainz steuert der 1. FC Köln mit Tempo auf die 2. Bundesliga zu. Es war zwar nicht alles schlecht, aber auch nicht alles gut beim 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Mainz.

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Für den 1. FC Köln wird es nun ganz schwer. Gegen Mainz kam die Mannschaft von Timo Schultz nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Bei drei verbleibenden Spielen haben die Geißböcke fünf Punkte Rückstand. Dabei spielte der FC zumindest 45 Minuten lang richtig gut gegen die Rheinhessen. Erzeugte in der Schlussphase den erhofften Druck und hätte sicher das 2:1 dann auch verdient. Die erste Halbzeit war über weite Strecken nicht so gut. Dabei überzeugten nicht alle Kölner. Im Gegenteil: Ein Offensivspieler war komplett von der Rolle. Die Defensive stand vor allem in der Innenverteidigung wieder sehr sicher.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Mainz

Hielt den FC mit einer starken Parade aus kurzer Distanz in Minute 20 im Spiel. Auch vor dem 0:1 parierte der Keeper stark, legte die Kugel aber vor die Füße von Barreiro.

Machte seine Seite eigentlich dicht. Lief neben Eric Martel am meisten von allen Kölnern. Dementsprechend schaltete sich der Rechtsverteidiger auch immer wieder in die Offensive mit ein. Und hatte die wohl größte Chance auf den Ausgleich, vergab sie.

Machte zunächst einen sehr soliden Eindruck. Ließ sich von Burkardt erschreckend einfach einschulen. Steigerte sich nach dem Wechsel.

Wieder der Inbegriff des Willens und der Leidenschaft, mit der man die Klasse halten kann. Allerdings reicht Chabot alleine nicht. Sah nach einer halben Stunde unglücklich aus, das hätte das 0:2 sein müssen. Brachte von seinen 54 Pässen 49 zum Mitspieler. War in der Schlussphase mehr im gegnerischen Sechzehner zu Hause.

Steigerte sich im Vergleich zur Vorwoche. Suchte einige Male den Weg in die Offensive, fand zu selten die richtige Maßnahme. Hatte in der Defensive seine liebe Mühe mit Gruda.

Suchte die Zweikämpfe und gewann auch einige. Versuchte das Spiel anzutreiben, suchte den Abschluss zwei Mal. Fiel mit einer schönen Einzelaktion auf. Ließ aber auch Burkardt aus den Augen, der das zweite Tor hätte machen müssen. Hatte im Laufe des Spiels immer weniger Zugriff.

Begann gerade im Zweikampfverhalten sehr stark. War in der Anfangsphase der Garant für die Harmlosigkeit der Gastgeber. Wirkte mit zunehmender Spieldauer aber zu ungestüm. In der Offensive fehlt ihm aktuell so ziemlich alles.

Spielte wieder in der Offensive. War in den ersten 45 Minuten extrem bemüht, aber komplett glücklos bei seinen Aktionen. Setzte vor dem 0:1 nicht energisch Barreiro nach. Nach einer guten Stunde war Schluss.

Seine mangelnde Technik ist erstaunlich. Nimmt unheimlich gerne das Tempo aus dem Spiel. Dabei ist genau das seine Waffe. Der herausgeholte Elfmeter war seine beste Szene – und das will was heißen.

Seltsamer Auftritt des Offensivspielers. Nahm in der Anfangsphase so gut wie gar nicht am Spiel teil. Leitete mit seinem Freistoß das 0:1 ein, das er gegen Onisiwo nicht verhindern konnte. Auch seine Ecken sorgten wenn überhaupt im eigenen Sechzehner für Gefahr. Mit dem verschossenen Elfmeter krönte Waldschmidt seinen schwachen Auftritt.

War in der Offensive kein Faktor. Ein schlechtes Zeichen für einen Stürmer. War nie Teil des Spiels, obwohl er erstmals unter Schultz in der Anfangself stand.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

1:1 – FC wahrt noch das letzte Fünkchen Hoffnung, ein besonders kleines

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1:1 – FC wahrt noch das letzte Fünkchen Hoffnung, ein besonders kleines

Der 1. FC Köln steuert weiterhin auf die 2. Bundesliga zu, hat sich aber eine Minimalchance offen gehalten. In der Nachspielzeit erzielte Florian Kainz per Strafstoß den Ausgleich im Keller-Duell gegen Mainz.

FC-Trainer Timo Schultz hatte eine Reaktion seiner Mannschaft nach dem 0:2 gegen Darmstadt gefordert. Er hat sie bekommen. Ob diese aber am Ende reicht, ist eher unwahrscheinlich. Der 1. FC Köln spielt 1:1 beim 1. FSV Mainz und hat drei Spieltage vor Saisonende fünf Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Die Führung von Leandro Barreiro glich Florian Kainz in der Nachspielzeit aus.

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Nach dem schwachen Auftritt gegen den SV Darmstadt am vergangenen Wochenende hatte Timo Schultz Veränderungen angekündigt. Und der Kölner Coach machte sie wahr. So rotierte Jan Thielmann eine Position weiter in die Offensive, Benno Schmitz startete als Rechtsverteidiger. Dafür wechselte Faride Alidou auf die linke Seite, Florian Kainz nahm zunächst nur auf der Bank Platz. Zum ersten Mal seit dem Leverkusen-Spiel, bei dem der Kölner Kapitän 90 Minuten zusah. In der Offensive begann Steffen Tigges für den zuletzt schwachen Sargis Adamyan. Auf der Doppelsechs spielten zunächst Eric Martel und Denis Huseinbasic. Schultz hatte sich noch vor dem Spiel bei DAZN einen mutigeren Fußball erhofft. Und die Kölner begannen zumindest sehr zweikampfstark.

Barreiro schockt den FC

Offensiv tat sich der FC aber einmal mehr schwer. Einen ersten scharfen Pass in die Box spielte Alidou dem Stoßstürmer Tigges aber in den Rücken (4.). Auch eine Flanke von Finkgräfe fand keinen Abnehmer (10.). Erst Huseinbasic wurde mit einem Distanzschuss präziser, aber Robin Zentner war zur Stelle (13.). Nach einer knappen Viertelstunde kam auch Mainz erstmals gefährlich in den Kölner Sechzehner. Max Finkgräfe blockte den Schuss von Nadiem Amiri (14.). Auf der anderen Seite verfehlte Huseinbasic ein weiteres Mal (15.). Doch der Gastgeber war nun deutlich besser im Spiel, erarbeitete sich zunehmend ein Übergewicht. Unter anderem scheiterte Sepp van den Berg nach eine Ecke mit einem Flachschuss an Marvin Schwäbe (21.). Der FC mühte sich dennoch.

Und ließ sich böse auskontern. Ein Freistoß von Luca Waldschmidt aus dem linken Halbfeld geriet viel zu kurz, Mainz schaltete schnell um. Karim Onisiwo brachte den Ball von rechts auf den Kasten, Schwäbe parierte stark, legte den Ball aber vor die Füße von Leandro Barreiro, der zur Führung einschob (29.). Und Mainz legte nach. Brajan Gruda spielte von der rechten Seite einen perfekten Chipball auf Jonathan Burkardt, der aber aus kürzester Distanz die Kugel über das Tor jagte (34.). Die Rheinhessen lauerten zunächst einmal auf Konter, dem FC fiel auch weiterhin rein gar nichts ein. Erst in der Nachspielzeit suchte Tigges von der linken Seite noch mal den Abschluss, der Winkel war aber zu spitz.

Waldschmidt verschießt vom Punkt

Die Kölner kamen mit Schwung aus der Kabine und Mainz dem FC entgegen. Denn absolut grundlos suchte Anthony Caci im eigenen Sechzehner den Kontakt des davon eilenden Alidou. Schiedsrichter Benjamin Brand entschied umgehend auf Strafstoß. Waldschmidt krallte sich den Ball, übernahm Verantwortung. Doch der 27-Jährige legte die Kugel neben den Pfosten (51.). Köln war sichtbar geschockt, fand zunächst die Linie nicht mehr. Aber Timo Schultz reagierte nach einer guten Stunde. Mark Uth, Linton Maina und Damion Downs kamen für Jan Thielmann, Luca Waldschmidt und Steffen Tigges. Möglicherweise hätte der Schiedsrichter dem Spiel früher noch eine Wende geben können. Doch Brand entschied sich erstaunlicher Weise dagegen, den bereits verwarnten Caci nach einem taktischen Foul die Ampelkarte zu geben.

Kainz trifft in der Nachspielzeit

Der FC mühte sich weiter, suchte auch den Weg in die Offensive. Eine Flanke von Uth blieb noch ungefährlich. Dann tankte sich Maina auf der linken Seite durch und spielt den Ball scharf vor das Gehäuse. Aus dem Rückraum kam Schmitz an den Ball und traf nur Zentner (73.). Auch der anschließende Eckball wurde gefährlich, ein Tor fiel weiterhin nicht. Der FC machte nun Druck. Uth schickte Alidou über die linke Seite. Der Offensivspieler lief zunächst alleine Richtung Mainzer Tor, machte es dann aber zu umständlich. Der Ball wurde noch zur Ecke abgefälscht. Im Anschluss an die Ecke kam der kurz zuvor eingewechselte Florian Kainz zum Abschluss, verfehlte die Kiste aber auch (76.). Köln drückte, wollte das Tor unbedingt. Schmitz kam über die rechte Seite, spielte den Ball von der Grundlinie vor das Tor, aber Uth brachte den Ball nicht über die Linie (84.).

Es deutete bereits alles auf die 0:1-Niederlage hin, als Zentner im Strafraum Adamyan umrammte. Ein klarer Elfmeter. Allerdings nicht für Brand und die Video-Assistenten. Erst nach langer Überprüfung blieb es dabei. Dieses Mal trat Kainz an und traf. Köln suchte weiterhin die Flucht in die Offensive. Unter anderem kam Uth nach einer Ecke zum Kopfball, doch der Ball wurde noch abgefälscht. Ein weiteres Tor wollte den Geißböcken aber nicht mehr gelingen. Und das, obwohl Philipp Mwene noch die Rote Karte sah.


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Schmitz – Martel, Huseinbasic (72. Kainz) – Alidou (83. Adamyan), Thielmann (61. Maina) – Waldschmidt (61. Uth) – Tigges – Tore: 1:0 Barreiro (29.), 1:1 Kainz (90.+4) – Rote Karte: Mwene (90.+9)


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Zunächst ohne Kainz gegen Mainz

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Zunächst ohne Kainz gegen Mainz

Ohne Florian Kainz startet der 1. FC Köln in die wichtige Begegnung beim FSV Mainz 05. FC-Trainer Timo Schultz hatte Veränderungen angekündigt. Ist trifft unter anderem den Kapitän.

Mit einigen Veränderungen startet der 1. FC Köln in das Duell gegen den 1. FSV Mainz 05. Unter anderem sitzt Florian Kainz zunächst auf der Bank. So spielt der FC gegen Mainz.

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Timo Schultz hatte unter der Woche bereits angekündigt, dass es nach dem schwachen Auftritt gegen Mainz Veränderungen geben würde. Nun macht der Trainer sein Versprechen war. Wie erwartet spielt Jan Thielmann eine offensivere Rolle. Das Kölner Eigengewächs hatte in den vergangenen Spielen auf der rechten Verteidigerposition begonnen. Nun rückt Thielmann wieder eine Reihe weiter nach vorne. Dafür musste Faride Alidou auf der rechten Seite Platz machen. Der 22-Jährige steht aber ebenfalls in der Startelf und wird voraussichtlich über die linke Seite anrennen.

Florian Kainz zunächst nur auf der Bank

Wie bislang nur gegen Leverkusen, wird Florian Kainz zunächst auf der Bank Platz nehmen. Auch im Angriff gibt es eine Veränderung. Für Sargis Adamyan startet zunächst Steffen Tigges. Auf der Doppelsechs beginnen Eric Martel und Denis Huseinbasic. In der Viererkette spielt Benno Schmitz auf der rechten Seite.

So spielt der FC gegen Mainz

Max Finkgräfe

Timo Hübers

Jeff Chabot

Benno Schmitz

Eric Martel

Denis Huseinbasic

Faride Alidou

Jan Thielmann

Luca Waldschmidt

Steffen Tigges

Mark Uth trifft auf seinen Lieblingsgegner

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Mark Uth trifft auf seinen Lieblingsgegner

Nach der 0:2-Pleite gegen den SV Darmstadt gibt es in Köln nur noch wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt. Ein Hoffnungsschimmer dürfte Rückkehrer Mark Uth sein. Der gebürtige Kölner trifft auf seinen „Lieblingsverein“.

Die aktuelle Form spricht vor dem Duell des 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz nicht wirklich für die Geißböcke. Ein Hoffnungsschimmer ist ausgerechnet ein Rückkehrer: Mark Uth – deswegen ist er ein Hoffnungsträger gegen Mainz.

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Viel ausrichten konnte Mark Uth nicht mehr als er zehn Minuten vor Spielende gegen den SV Darmstadt eingewechselt wurde. Der 32-Jährige war bei seinem Comeback, exakt vier Monate nach seinem letzten Pflichtspiel, sichtbar bemüht und konnte sich eigentlich selbst auch von der eigens geäußerten  Generalkritik ausschließen. Uth war zumindest einer der Akteure, die den Ball forderten, den Kontakt nicht scheuten. Noch in der vergangenen Woche hatte Timo Schultz von den besonderen Qualitäten seines Offensivspielers geschwärmt. Diese waren alleine aber nicht ausreichend, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Auch nach der Begegnung ging der gebürtige Kölner voran und fand deutliche und kritische Worte.

Uth trifft gerne gegen Mainz

Gegen den FSV Mainz stehen die Kölner nun mit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz mit dem Rücken zur Wand. Timo Schultz probierte am Dinstag den Druck von den Schultern der Spieler zu nehmen, vermittelte, dass nun ohnehin abgesehen vom Verein niemand mehr an den Klassenerhalt glaube. Allerdings werden die Spieler sehr genau wissen, dass bei einer Niederlage am Sonntag, auch der letzte Strohhalm gebrochen sein dürfte – zumal auch Bochum Punkte einfuhr. Aber selbst fünf Punkte in drei Spielen werden die Geißböcke in der aktuellen Verfassung nicht mehr holen. Ein Sieg ist also einmal mehr Pflicht, soll die Minimalchance noch gewahrt werden.

Und genau dort kommt dann wieder Hoffnungsträger Mark Uth ins Spiel. Ausgerechnet vor dem Duell gegen die Rheinhessen drängt Uth auf mehr Einsatzzeit. Ausgerechnet, weil Mainz wohl der Lieblingsgegner des Porzers ist. Gegen keine andere Mannschaft erzielte Uth so viele Tore. Acht Mal war der Offensivspieler gegen die 05er erfolgreich, bereitete zudem drei Tore vor. Somit hat Uth auch gegen keinen anderen Club eine bessere Scorerausbeute. Kein FC-Profi war gegen Mainz zudem bislang erfolgreicher. Gegen keine andere Mannschaft fuhr Uth so viele Siege ein. Sieben Mal gewann der Stürmer bereits gegen Mainz. Aber: Für Köln hat Uth gegen die Rheinhessen noch nie getroffen.


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FC-Startelf gegen Mainz: Verzichtet Schultz auf Kainz?

So könnte der FC gegen Mainz spielen.
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FC-Startelf gegen Mainz: Verzichtet Schultz auf Kainz?

Nach der 0:2-Pleite gegen den SV Darmstadt steht für den 1. FC Köln am 31. Spieltag das wohl entscheidende Spiel auf dem Programm. Der FC spielt gegen Mainz. Timo Schultz hat bereits angekündigt, dass er seine Mannschaft umbauen wird.

Endspiel in Mainz, heißt wohl das Motto des 1. FC Köln vor dem Auswärtsspiel bei den Rheinhessen. Denn am 31. Spieltag spielte so ziemlich jeder Mit-Abstiegskonkurrent gegen den FC. Will der FC noch die Minimal-Chance auf den Klassenerhalt wahren, ist ein Sieg Pflicht. So könnte der FC gegen Mainz spielen.

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Mit dem 3:0-Erfolg über den FC Augsburg ist dem SV Werder Bremen am Samstag wohl der entscheidende Schritt Richtung Klassenerhalt gelungen. Unabhängig vom Finalspiel der Kölner in Mainz werden die Norddeutschen bei aktuell zehn Punkten Vorsprung auf Rang 16 wohl nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun. Auch dem VfL Wolfsburg gelang mit dem 2:1 in Freiburg ein wichtiger Sieg. Da auch der VfL Bochum bereits am Freitag schon gegen Hoffenheim gewann, befinden sich aktuell nur noch zwei Teams einigermaßen in Reichweite der Geißböcke. Der Rückstand auf Mainz beträgt fünf Punkte, der auf Union Berlin sieben. Mit einem Sieg scheint wieder viel möglich, mit einer Niederlage dagegen so ziemlich alles gelaufen. Do or die – lautet das Motto der Kölner.

Schmitz oder Carstensen?

Das hat es eigentlich auch schon in der vergangenen Woche. Doch die Kölner spielten bekanntermaßen weitab des erhofften Abstiegskampfes. Vielmehr hatte man den Eindruck, die Geißböcke würden sich ihrem Schicksal ergeben. Dementsprechend kündigte Timo Schultz für die kommende Begegnung auch einige personelle Veränderungen an. Natürlich ohne Namen zu nennen. Zwischen den Zeilen ließ sich zumindest erahnen, dass Jan Thielmann wohl wieder eine andere Position bekleiden werde. Der 21-Jährige dürfte also eine Reihe nach vorne rutschen und über die Außen für Geschwindigkeit sorgen. Auf der rechten Seite kommen Rasmus Carstensen und Benno Schmitz in Frage. Die Tendenz geht wohl eher Richtung Routinier.

Die restliche Viererkette sollte dagegen gesetzt sein. An Jeff Chabot und Timo Hübers führt kein Weg vorbei. Max Finkgräfe erwischte zwar ebenfalls nicht den besten Tag gegen die Lilien. Da aber Leart Pacarada krank ist, käme als Alternative wohl nur Dominique Heintz in Frage. Das erscheint angesichts der bisherigen Spielzeit eher unwahrscheinlich. Auf der Doppelsechs spricht viel für einen weiteren Einsatz von Jacob Christensen. Ob Eric Martel trotz der schwachen Leistung am vergangenen Wochenende erneut in den Vorzug vor Denis Huseinbasic erhält, wird sich zeigen. Genauso wie der Spieler, der für Thielmann in der Offensive Platz machen muss. Florian Kainz blieb jedenfalls einmal mehr weit hinter seiner Form. Bislang hielt Schultz meist an seinem Kapitän fest. Einzig gegen Leverkusen schmorte der Mittelfeldspieler 90 Minuten auf der Bank.

Ein ähnliches Schicksal könnte Kainz nun auch drohen. Setzt der Trainer auf seinen Kapitän wird es wohl Faride Alidou erwischen. Der könnte allerdings auch eine Alternative im Sturmzentrum werden. Dass Sargis Adamyan nach dem Darmstadt-Spiel erneut eine Chance von Beginn an erhält, ist eher unwahrscheinlich. Möglicherweise erhält mit Damion Downs aber auch ein Youngster die Chance von Beginn an. Gesetzt sollte dagegen auf jeden Fall Luca Waldschmidt sein.

So könnte der FC gegen den SV Darmstadt spielen

Max Finkgräfe

Timo Hübers

Jeff Chabot

Rasmus Carstensen

Jacob Christensen

Eric Martel

Florian Kainz

Jan Thielmann

Faride Alidou

Luca Waldschmidt

Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Mainz

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Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Mainz

Mit der 2:0-Niederlage gegen den SV Darmstadt haben die Kölner im Abstiegskampf wichtige Punkte liegen lassen. Nun soll gegen Mainz der letzte Funken Hoffnung auf das Erreichen des Relegationsplatzes aufrecht erhalten werden. Keine leichte Aufgabe.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen die Rheinhessen geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Mainz.

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Mainz 05?

Erst zum 39. Mal treffen der 1. FC Köln und der FSV Mainz am Sonntagabend aufeinander. Die Bilanz spricht knapp für die Geißböcke. Der FC gewann 14 der Partien, die 05er setzten sich in 13 Begegnungen durch. Elf Partien endeten demnach unentschieden. Die Torbilanz spricht mit 51:50 dagegen knapp für die Rheinhessen. Im Hinspiel gab es ein 0:0-Unentschieden.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln gegen den FSV Mainz?

Das Spiel beginnt am Sonntagabend um 17.30 und wird daher von DAZN übertragen. Zusammenfassungen gibt es am Sonntag unter anderem im WDR-Fernsehen.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Mainz?

Den höchsten Sieg fuhren die Geißböcke bereits in ihrem ersten Pflichtspiel gegen die Rheinland-Pfälzer ein. 1962 trafen die Teams im Achtelfinale des DFB-Pokals aufeinander. Der FC setzte sich hochverdient mit 5:0 durch. Auch den zweithöchsten Erfolg gab es im Pokal. 1979 setzten sich die Kölner 5:1 durch. Nachdem es zur Halbzeit noch 0:0 gestanden hatte, drehten die Kölner nach der Pause auf. Holger Willmer (2), Dieter Müller, Roger van Gool sowie ein Eigentor der Mainzer brachten Köln fünf Tore ein.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen die 05er?

Die höchste Niederlage liegt noch nicht sonderlich lange zurück. In der vergangenen Saison gab es die bittere 0:5-Klatsche, die Luca Kilian mit einem verursachten Elfmeter einleitete. Später sah der Innenverteidiger zudem die Gelb-Rote Karte. 2012 unterlag der FC den Rheinhessen 0:4.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Mainz?

Bis heute ist Lukas Podolski der erfolgreichste Torschütze gegen Mainz – zumindest im FC-Dress. Vier Mal traf der Weltmeister von 2014 mit dem Geißbock auf der Brust gegen Mainz. Aus dem aktuellen Kader erzielte Mark Uth bereits acht Tore gegen die Rheinhessen – allerdings nicht nur im Kölner Trikot.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Mainz?

Jonas Hector trug gegen den FSV am häufigsten das FC-Trikot. 15 Mal spielte der ehemalige Kölner Kapitän gegen Mainz. Nikolce Noveski stand auf der anderen Seite bei 12 Spielen gegen den FC auf dem Platz.

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Mehr Einsatzzeit für Damion Downs?

Bekommt der Youngster auf der Zielgeraden mehr Einsatzzeit?
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Mehr Einsatzzeit für Damion Downs?

Mit seinem Treffer im Rheinderby gegen Gladbach sicherte Damion Downs dem FC einen wichtigen Punkt. Seitdem ist es wieder ruhiger um den 19-Jährigen geworden. Bekommt der Youngster auf der Zielgeraden mehr Einsatzzeit?

Nach dem schwachen Auftritt gegen den SC Darmstadt kündigte Timo Schultz personelle Veränderungen an. Gerade die Offensive lahmte im Duell und so setzt der Coach möglicherweise statt auf Sargis Adamyan auf Steffen Tigges oder eben Damion Downs, um die Offensivkraft zu stärken beim 1. FC Köln: Bekommt Damion Downs eine Chance gegen Mainz?

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Eine große Vorlaufzeit brauchte er nicht mehr. Ganze vier Minuten stand Damion Downs auf dem Platz. Dann steckte Denis Huseinbasic einen perfekten Ball auf den Stürmer durch, Downs fackelte nicht lange und legte den Ball ins lange Eck. Mit seinem ersten Bundesliga-Tor rettete der 19-jährige Angreifer dem FC einen wichtigen Zähler und das ausgerechnet im Rheinderby. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, der eigentlich für die Fohlen sprach. Denn Gladbach hatte die Kölner Führung mit einem Doppelschlag gedreht, Downs glich zum 3:3 aus. Kein Wunder, dass der Kölner Youngster ziemlich schnell zu einem ziemlich großen Hoffnungsträger der Geißböcke avancierte. In dem hochveranlagten Angreifer sahen nicht wenige Fans die Antwort auf die Frage nach dem Schlüssel zu mehr Sturmgefahr.

Schultz: „Er ist eine absolute Alternative“

Doch der 19-Jährige startete nicht durch. Bei der folgenden Pleite gegen Leipzig und dem Remis gegen Augsburg kam Downs in der Schlussphase zu Kurzeinsätzen. Beim späten 2:1-Erfolg über den VfL Bochum stand der Angreifer gar nicht mehr im Kader, spielte in der U21 und empfahl sich mit einem Treffer gegen die Reserve des SC Paderborn für eine schnelle Rückkehr zu den Profis. Dort spielte Downs ein paar Minuten gegen die Bayern, saß gegen Darmstadt allerdings erneut nur auf der Bank. Wirklich viel Spielzeit erhält der Angreifer aktuell nicht bei den Geißböcken. Das könnte sich bereits am Sonntag gegen Mainz ändern. Denn Timo Schultz kündigte nach dem schwachen Auftritt gegen Darmstadt personelle Konsequenzen an. Und die könnte es gerade in der Offensive geben. Denn die lahmte gegen das Tabellenschlusslicht auf erschreckende Art und Weise.

Dass Sargis Adamyan am Sonntag in der Startelf stehen wird, ist zumindest unwahrscheinlich. Ob der Kölner Coach aber auf einen Zielstürmer setzt, komplett offen. Sinn würde es machen. Selbst wenn der Erfolg der Kölner Stoßstürmer auch alles andere als überragend ist. Dann müsste sich Schultz zwischen Steffen Tigges und Downs entscheiden. „Damion hat in der Zeit, in der ich hier bin, sehr große Schritte in die richtige Richtung gemacht und in der U21 hervorragende Leistungen gebracht und sich im Duell gegen Gladbach mit einem Tor belohnt“, sagte Schultz am Freitag. „Er ist eine absolute Alternative. Auch fürs Wochenende.“

Wie geht es in der kommenden Saison weiter?

Allerdings wohl auch noch viel mehr. Downs dürfte eine wichtige Rolle in den Planungen der Geißböcke für die kommenden Spielzeiten spielen – gerade im Falle eines Abstiegs. Dann ist Davie Selke bekanntlich ohne Vertrag. Ob der Stürmer dennoch in Köln bleibt, ist unklar. Es soll Interesse aus den USA geben. Mit Marvin Obuz, Maxi Schmid und Tim Lemperle kehren im Sommer drei offensive Leihspieler zurück. Sicher werden nicht alle eine Chance im Kader der Profis bekommen. Zudem hatten sie alle Schwierigkeiten, sich bislang beim FC durchzusetzen. Damion Downs dürfte dagegen gute Karten haben. Den Grundstein hat er bereits gelegt. Am Sonntag wird er die Chance bekommen, weitere Pluspunkte zu sammeln.


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