Vom Gejagten zum Jäger

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Vom Gejagten zum Jäger

Eigentlich steuert der 1. FC Köln mit Höchstgeschwindigkeit auf die 2. Bundesliga zu. Eigentlich, weil die Konkurrenz den Abstiegskampf offen hält. Dementsprechend wird die Begegnung gegen Mainz ein weiteres Endspiel.

Die eine Mannschaft hat seit fünf Spielen nicht mehr verloren, elf Punkte in diesem Zeitraum geholt, die andere nur eins der vergangenen zehn Spiele gewonnen. Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen nicht sein zwischen Mainz und dem FC. Der 1. FC Köln steht vor dem entscheidenden Spiel.

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Timo Schultz wählt seine Worte in aller Regel mit Bedacht. Auf den Pressekonferenzen vor und nach den Bundesligaspielen lässt sich der Trainer gerne mal ein wenig Zeit mit der Antwort, setzt ein freundliches Lächeln auf, um sich die passenden Worte zurecht zu legen. In der Nachbetrachtung des Darmstadt-Spiels lag der ruhige Ostfriese bei seiner Wortwahl allerdings ein wenig daneben. „Jetzt können wir eine Scheißegal-Mentalität an den Tag legen“, sagte der Trainer und nachdem der Club die Aussage auch auf den Social-Media-Kanälen veröffentlichte, ließen einige Fans ihrem Frust freien Lauf, hauptsächlich ebenfalls im Netz, allerdings auch während des Trainings, sogar auf dem Platz.

Der FC soll gegen Mainz sein anderes Gesicht zeigen

Natürlich wollte der Trainer damit keinesfalls ausdrücken, dass es Spielern und Trainer nun Schnuppe sei, was mit dem Verein passiere. „Mit der Scheißegal-Stimmung wollte ich nicht sagen, dass es uns scheißegal sein kann“, erklärte der Trainer am Freitag. „Vielleicht können die Jungs den Druck einfach mal nach links schieben und einfach mal befreit aufspielen.“ Ganz so einfach ist es dann aber wohl doch nicht. Der Versuch, den Druck von den Spielern zu nehmen, ist löblich, das Gelingen aber angesichts der Tabellensituation nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Denn natürlich ist den Spielern die Situation durchaus bewusst. Fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz sind angesichts des direkten Duells gegen Mainz aufholbar. Sollten die Kölner gewinnen, beträgt der Rückstand nur noch zwei Zähler. Allerdings machte Bochum mit dem Erfolg gegen Hoffenheim einen großen Satz.

Und so sprachen unter der Woche sowohl Mark Uth als auch nun Timo Schultz von der Chance, die es dann doch noch gibt und die es vor allem zu nutzen gilt. Es geht nach wie vor um den Klassenerhalt, es geht um den künftigen Kader, Verträge und natürlich auch um Geld. So lange der Abstieg noch zu verhindern ist, werden es die Kölner Profis auch versuchen. Alles andere würde dem Gedanken von Leistungssport widersprechen. Dementsprechend wird auch der Druck nach wie vor groß sein. Schultz verspricht ein anderes Gesicht. „Mir als Trainer ist am Wochenende in Mainz erstmal wichtig, dass ich eine Mannschaft auf dem Platz sehe, die mutig und aggressiv nach vorne spielt, die den Ball haben will, die mit aller Macht versucht, das Spiel zu gewinnen“, sagte der Coach.

Henriksen: „Wir müssen weiter jagen“

Doch gerade die Sache mit dem Mut sei „einfacher gesagt als getan“, betonte der Trainer und kündigte auch Konsequenzen an. „Natürlich wird sich nach so einem Spiel wie gegen Darmstadt auch personell und von der Herangehensweise etwas ändern“, sagte Schultz. „Wenn man immer das gleiche macht, geht es auch immer so weiter. Dann wird sich am Ergebnis nichts ändern.“ So könnte Jan Thielmann wieder eine offensivere Rolle einnehmen, Benno Schmitz zurück in die Startelf kehren. Vermutlich gibt es auch in der Offensive Veränderungen. Florian Kainz und Sargis Adamyan machten gegen Darmstadt nicht die beste Figur.

Wie sich das Gesicht einer Mannschaft ändern kann, zeigt sich ausgerechnet beim Gegner, der ebenfalls lange ähnlich behäbig, ängstlich auftrat, mittlerweile aber von Punkt zu Punkt eilt. Mainz holte aus den vergangenen fünf Spielen elf Zähler, verlor dementsprechend keins. In dieser Form haben die Rheinhessen so gar nichts von einem Abstiegskandidaten. Zumindest bewegt sich Mainz aktuell nicht auf Augenhöhe mit den Kölnern. „Als ich angefangen habe, standen wir vier Punkte hinter den Kölner“, sagte Mainz-Coach Bo Henrikson. Mittlerweile seien aber die Rheinhessen die „Gejagten“, sagte Schultz. Schon vorher benutzte sein Gegenüber eine ähnliche Wortwahl. „Wir müssen weiter jagen“, sagte Henriksen. „Wir können uns nicht ausruhen. Köln ist gut und hat zuletzt auswärts nur eines von sechs Spielen verloren.“ Zudem will der FC seine Scheißegal-Mentalität an den Tag legen. Die, bei der die Kölner befreit aufspielen wollen.


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Bitter für den FC: Bochum landet Befreiungsschlag

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Bitter für den FC: Bochum landet Befreiungsschlag

Dem VfL Bochum ist am 31. Spieltag ein Befreiungsschlag gelungen. Die Mannschaft von Heiko Butscher setzte sich gegen Hoffenheim 3:2 durch und vergrößerte damit den Vorsprung auf den FC auf acht Punkte.

Der VfL Bochum kann in der Bundesliga doch noch gewinnen. Nach acht sieglosen Spielen in Serie setzte sich die Mannschaft von Heiko Butscher mit 3:2 gegen die TSG Hoffenheim durch. Bochum landet einen Befreiungsschlag.

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Sollte der 1. FC Köln noch Anschauungsmaterial benötigen, wie Abstiegskampf geht, der VfL Bochum hat am Freitagabend ein eindrucksvolles Beispiel abgeliefert. Zumindest gut 70 Minuten lang. Gegen die TSG Hoffenheim spielte sich Bochum in einen wahren Rausch. Allerdings wollte der Ball zunächst nicht in die Maschen. Erst ein direkt verwandelter Freistoß von Kevin Stöger brachte den Gastgeber in Front, Felix Passlack erhöhte noch vor dem Wechsel. Auch nach der Pause spielte nur eine Mannschaft. Erneut war es Stöger, der nach einer guten Stunde auf 3:0 erhöhte. Der VfL spielte wie entfesselt, wollte den Sieg unbedingt, kam auf beeindruckende 35 Torschüsse. Und doch wurde es noch einmal spannend. Weil Andrej Kramaric mit einem Doppelpack noch einmal verkürzte. Der Ausgleich wollte nicht fallen.

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten

11. Werder Bremen; 34 Punkte; -12 Tore; Gegnerdurchschnitt 10
FC Augsburg (A), Borussia Mönchengladbach (H), RB Leipzig (A), VfL Bochum (H)

12. Borussia Mönchengladbach; 31 Punkte; -7 Tore; Gegnerdurchschnitt 8,5
Union Berlin (H), Werder Bremen (A), Eintracht Frankfurt (H), VfB Stuttgart (A)

13. VfL Wolfsburg; 31 Punkte; -15 Tore; Gegnerdurchschnitt 10,5
SC Freiburg (A), Darmstadt 98 (H), FC Bayern München (A), 1. FSV Mainz 05 (H)

14. VfL Bochum; 30 Punkte; -25 Tore; Gegnerdurchschnitt 8,7
Union Berlin (A), Bayer Leverkusen (H), Werder Bremen (A)

15. Union Berlin; 29 Punkte; -24 Tore; – Gegnerdurchschnitt 13
Borussia Mönchengladbach (A), VfL Bochum (H), 1. FC Köln (A), SC Freiburg (H)

16. 1. FSV Mainz 05; 27 Punkte; -17 Tore; Gegnerdurchschnitt 11,2
1. FC Köln (H), 1. FC Heidenheim (A), Borussia Dortmund (H), VfL Wolfsburg (A)

1. FC Köln: In dieser Form befinden sich die Gegner

17. 1. FC Köln, 22 Punkte, -30 Tore; Gegnerdurchschnitt 11,5
1. FSV Mainz 05 (A), SC Freiburg (H), Union Berlin (H), 1. FC Heidenheim (A)

1. FC Köln: In dieser Form befinden sich die Gegner

18. Darmstadt 98; 17 Punkte; -42 Tore; Gegnerdurchschnitt 9,2
1. FC Heidenheim (H), VfL Wolfsburg (A), TSG Hoffenheim (H), Borussia Dortmund (A)

Bochum verabschiedet sich aus Kölns Dunstkreis

Durch den Erfolg über schwache Sinsheimer hat der VfL den Vorsprung auf den FC auf acht Zähler ausgebaut und sich wohl aus dem Kampf um den direkten Abstiegsplatz verabschiedet. Sollten die Kölner am Sonntag nicht in Mainz gewinnen, wäre Bochum wohl unerreichbar. Dann müsste Köln schon die verbleibenden drei Spiele gewinnen, während Bochum alle Begegnungen verlieren müsste. Der Fokus der Kölner richtet sich also wohl nur noch auf die Rheinhessen. Mit einem Erfolg in Mainz würden die Geißböcke auf zwei Zähler an die 05er heranrücken. Auch Union Berlin befindet sich noch in der Abstiegszone, könnte wohl noch auf den Relegationsplatz abrutschen. Der Vorsprung auf die Geißböcke beträgt allerdings sieben Punkte. Union ist am Sonntag zu Gast bei Borussia Mönchengladbach.


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Das sagt Timo Schultz zu Diehl, Downs und der Darmstadt-Pleite

Das sagt Timo Schultz vor dem Darmstadt-Spiel
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Das sagt Timo Schultz zu Diehl, Downs und der Darmstadt-Pleite

Nach der 0:2-Niederlage gegen den FSV Darmstadt steht für den 1. FC Köln am Sonntag das nächste Endspiel auf dem Programm. Der FC ist zu Gast in Mainz. Am Freitag fand die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag statt.

Für den 1. FC Köln steht am Sonntag das nächste Endspiel auf der Zielgeraden an. Die Geißböcke treffen auf den FSV Mainz. Das sagt Timo Schultz vor dem Mainz-Spiel.

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Auch mit einigen Tagen Abstand wiegt die schwache Begegnung gegen den SV Darmstadt nach. Ein Untergangsszenario will der Kölner Trainer deswegen aber nicht ausgemacht haben. „Der überwiegende Teil der Fans des 1. FC Köln unterstützt uns immer noch und glaubt an uns. Wir glauben auch noch an uns“, sagte Timo Schultz. „Und trotzdem müssen wir nüchtern einsehen, dass das Spiel gegen Darmstadt einfach nicht gut war. Es war schlecht. Deswegen konnten wir es nicht gewinnen. Die Jungs haben die PS nicht auf die Straße bekommen.“ Und genau das ärgerte den Trainer nach eigenen Angaben maßlos. Aufgrund der ebenfalls schwachen Konkurrenz ist der Zug für die Geißböcke aber noch immer nicht abgefahren. Zwar beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz fünf Zähler, mit einem Sieg gegen Mainz wären es nur noch zwei.

Timo Schultz: „Sie sind jetzt die Gejagten“

Allerdings erwartet den FC bei den Rheinhessen aber sicherlich ein anderer Brocken als noch im Heimspiel gegen Darmstadt. „Sie haben in den letzten Wochen regelmäßig gepunktet. Sie haben viele Spiele gewinnen können. Es sind viele verletzte Spieler zurückgekommen“, sagte Schultz, der auch noch einmal darauf hinwies, dass Mainz in dieser Spielzeit auch schon hinter dem FC in der Tabelle anzufinden war. „Sie sind jetzt die Gejagten.“ Um den Abstand zum Relegationsplatz zu verkürzen, müssen die Kölner allerdings eine andere Leistung als in der vergangenen Woche hervorrufen. Schultz betonte nach der Darmstadt-Partie, dass man nun eine Scheißegal-Stimmung an den Tag legen könne. „Damit wollte ich nicht sagen, dass es uns scheißegal sein kann. Ich wollte, dass die Jungs befreit aufspielen können.“

So ganz wird der Trainer den Druck nicht von der Mannschaft nehmen können. Die Akteure werden um die Situation schließlich wissen. Und auch Schultz wird die Begegnung anders angehen, als noch in der Vorwoche. „Natürlich wird sich nach so einem Spiel wie gegen Darmstadt auch personell und von der Herangehensweise etwas ändern“, sagte Schultz. „Wenn man immer das gleiche macht, geht es auch immer so weiter.“ Eine Veränderung könnte Jan Thielmann betreffen. Das Kölner Eigengewächs hatte zuletzt in der Viererkette auf der rechten Seite gespielt. „Jan ist eine Allzweckwaffe, bei der wir schon perspektivisch sehen, dass er einen richtig guten Rechtsverteidiger spielen kann.“ Allerdings habe man ihn nun ins kalte Wasser geworfen. Normalerweise würde so etwas erst angetestet werden. „Wir werden einiges ändern und auch das ist eine Position, bei der wir darüber nachdenken.“

Schultz: „Er ist eine absolute Alternative“

Noch keine Rolle wird Justin Diehl spielen. Der 19-Jährige hatte sich im Duell gegen Leverkusen muskulär verletzt. Zuletzt hatte der Youngster wieder am Training teilgenommen. „Justin ist noch kein Thema. Er hat diese Woche erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren können. Aufgrund der muskulären Verletzung sind wir da vorsichtig“, sagte Schultz. „Ich bin aber optimistisch, dass er in den verbleibenden Spielen noch mal in den Spieltagskader zurückkehrt.“ Gegen Mainz wird Damion Downs wohl im Kader stehen. Der Angreifer hatte zuletzt eher wenig Einsatzzeit erzielt. „Damion hat in der Zeit, in der ich hier bin, sehr große Schritte in die richtige Richtung gemacht und in der U21 hervorragende Leistungen gebracht und sich im Duell gegen Gladbach mit einem Tor belohnt“, sagte Schultz. „Er ist eine absolute Alternative. Auch fürs Wochenende.“

Keine Rolle werden dagegen Dejan Ljubicic und Leart Pacarada spielen, die beide noch verletzt sind. Auch Luca Kilian und Davie Selke fehlen aufgrund ihrer Verletzungen. So oder so will Timo Schultz mit seiner Mannschaft deutlich mutiger auftreten. „Aber das ist einfacher gesagt als getan“, so Schultz. „Wir haben aber keinen Grund mehr, uns zu viele Gedanken zu machen.“ Das Gefühl könnte sich am Sonntag noch einmal verstärken.


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Medienbericht: Jeff Chabot bereits in Verhandlungen

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Medienbericht: Jeff Chabot bereits in Verhandlungen

Jeff Chabot ist einer der wenigen Spieler, die in dieser Saison auf konstantem Niveau überzeugt haben. Dementsprechend wächst das Interesse an dem Innenverteidiger. Laut der „Sport Bild“ gibt es bereits konkrete Verhandlungen.

Gute Leistungen wecken Interesse: Und das, obwohl es alles andere als rundläuft bei den Geißböcken. Nun scheinen sich die ersten Abgänge für die kommende Spielzeit anzubahnen beim 1. FC Köln: Jeff Chabot befindet sich in konkreten Verhandlungen. Das berichtet die „Sport Bild„.

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Trotz der 0:2-Pleite gegen den SV Darmstadt 98 waren seine Werte wieder stark: Jeff Chabot lieferte gegen die Lilien sicher nicht seine beste Leistung ab, der Abwehrspieler gehörte aber einmal mehr zu den besten Feldspielern der Geißböcke. Auch Christian Keller betonte am Sonntag im Sport1-Doppelpass, dass einzig Jeff Chabot über die gesamte Saison eine konstant gut Leistung abgerufen habe. Das Problem: Dass der 26-Jährige auch in der kommenden Spielzeit beim FC den Abwehrchef mimt, wird zunehmend unwahrscheinlicher. Im Abstiegsfall könnte Chabot von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen. Der gebürtige Hesse wäre dann für eine Ablöse von vier bis fünf Millionen Euro zu haben. Ein Schnäppchen für einen der besten Innenverteidiger der Liga.

Frankfurt oder Stuttgart?

Schon seit vergangenem Herbst halten sich diverse Gerüchte, der Innenverteidiger stünde auf den Einkaufszetteln einiger Bundesligisten sowie Vertretern der Premier League. Vor gut zwei Wochen berichtete der „Kölner Stadt-Anzeiger“ von einem möglichen Interesse von Borussia Dortmund. Wie heiß die Spur ist, ist unklar. Verschiedene Transfer-Experten halten das Gerücht aber für sehr weit hergeholt. Konkreter wird es dagegen offenbar mit Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart. Clubs, die die „Bild“ in der vergangenen Woche in den Ring geworfen hat. Nun legt die „Sport Bild“ wiederum nach. Wir das Fachmagazin berichtet, befindet sich Chabot bereits in Verhandlungen mit beiden Clubs. Demnach befände man sich in konkreten Gesprächen.

Beide Clubs haben für den Abwehrspieler ihren Reiz. Der VfB spielt in der kommenden Saison in der Königsklasse, Frankfurt spielt wohl ebenfalls international. Zudem hat Chabot in seiner Jugend bei der Eintracht gespielt, stammt aus der Nähe. Laut „Sport Bild“ ist ein Jahresgehalt von zwei Millionen Euro für Chabot möglich. Tatsächlich könnte ein Wechsel durchaus Sinn für die Eintracht machen. Denn Innenverteidiger William Pacho steht auf dem Wunschzettel zahlreicher Spitzenclubs – unter anderem beim FC Liverpool und beim FC Arsenal.

Im Falle des Klassenerhalts wollen die Kölner den Abwehrspieler nicht so einfach ziehen lassen.. „Wir haben dazu im Innenverhältnis mit der Mannschaft schon klar gesprochen“, sagte Kölns Geschäftsführer in der vergangenen Woche bei einer Veranstaltung des „Kölner Stadt-Anzeigers“. „Ich habe allen gesagt, wie meine Position ist. Das ist jetzt eine Sondersituation, die gab es noch nie im deutschen Fußball. Das heißt automatisch, dass es auf der Abgangsseite keine großen Kaderbewegungen geben kann. Wir brauchen eine funktionsfähige Achse. Eckpfeiler können wir nicht gehen lassen.“ Chabot ist zweifelsohne ein Eckpfeiler der Geißböcke, gehört in dieser Saison zu den besten Innenverteidigern der Liga, überzeugt mit überragenden Zweikampfwerten, einer guten Passquote und einem starken Spielaufbau.


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Zwei Trainertypen, zwei Ansätze – zwei Ergebnisse

Welcher Trainertyp passt besser zum Abstiegskampf?
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Zwei Trainertypen, zwei Ansätze – zwei Ergebnisse

Die Begegnung gegen Mainz wird auch ein Duell zweier unterschiedlicher Trainertypen. Hier der Motivator Henriksen, da der strukturelle Coach Timo Schultz. Doch wer passt besser zum Abstiegskampf?

Der eine peitscht seine Team nach vorne, motiviert und stachelt an. Der andere wirkt strukturiert, gelassen und ruhig. Welche Art von Trainer im Abstiegskampf der erfolgsversprechendere ist, wer mehr aus der Mannschaft herausholt und am Ende sein Team aus dem Tabellenkeller rettet, ist nicht uneingeschränkt zu beantworten. Fest steht allerdings die Beobachtung, dass der Trainerwechsel bei Mainz bisher deutlich erfolgreicher war, als in Köln. Zumindest im Hinblick auf die Tabelle. Hat der FC auf den richtigen Trainertypen gesetzt?

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Als Timo Schultz Anfang des Jahres den Dienst beim 1. FC Köln antrat, lautete die Marschroute, man wolle die Idee vom Baumgartschen Fußball beim FC grundsätzlich weiter vorantreiben. Immerhin gibt es beim FC das Vorhaben, jenen Spielstil auch in den Nachwuchsmannschaften zu implementieren. Doch Schultz hat den Fußball durchaus verändert. Der Ostfriese setzt vermehrt auf das Spiel durchs Zentrum, lässt auch weiterhin Flanken schlagen, aber eben nicht nur. Die Kern-Veränderung ist aber eindeutig eine andere: Weniger Hauruck-Fußball, dafür gefühlt mehr Stabilität. Gefühlt, weil die Defensive rein statistisch eben gar nicht stabiler ist. Unter Baumgart kassierten die Geißböcke in 16 Ligaspielen 28 Tore, also im Schnitt 1,75 pro Spiel, unter Schultz musste Marvin Schwäbe in 14 Begegnungen 25 Mal hinter sich greifen, der FC kassiert 1,78 Gegentreffer im Schnitt. Der Ostfriese holte auf der anderen Seite aber bereits zwei Zähler mehr.

Keller stärkt Schultz den Rücken

Dennoch erhärtet sich der Eindruck, dass der Trainereffekt ausgeblieben ist. War die Trennung von Steffen Baumgart also der falsche Weg? Christian Keller betonte am Sonntag im Sport1-Doppelpass, dass es wenig Sinn mache, in den Rückspiegel zu schauen. Für den neuen Trainer gab es aber keine Kritik. „Timo macht es bis dato vom ersten Tag an sehr, sehr gut. Er hat der Mannschaft klar vermittelt, was das Allerwichtigste ist. Nämlich, dass er total davon überzeugt ist, dass wir das mit diesem Kader schaffen können“, sagte Keller. Das vermittelt der Trainer auch weiterhin, trotz der fünf Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Getreu dem Motto „Wir haben keine Chance, aber die nutzen wir“ vermittelt Schultz einen ungeteilten Optimismus. „Er arbeitet sehr systematisch im Training und probiert, den Spielern Selbstvertrauen zu vermitteln.“

Von dem Selbstvertrauen war gegen Darmstadt recht wenig zu sehen. Im Gegenteil. Die Spieler sprachen später von Angst, die Verunsicherung war im Spiel mehr als deutlich. Ein undankbarer Wegbegleiter im Abstiegskampf. Dabei hat das Selbstvertrauen die Kölner über die vergangenen beiden Spielzeiten ausgezeichnet. Motivator Baumgart hat die Mannschaft zwei Saisons vielleicht besser gemacht, als sie wirklich war. Ein ähnlicher Motivator scheint beim FSV Mainz gerade das Optimum aus den Rheinhessen herauszuholen. Bo Henriksen peitscht sein Team nach vorne, motiviert, stachelt an. Schon lange vor den Begegnungen betritt der Coach das eigene Stadion, um die Fans frühzeitig auf seine Seite zu bekommen. Und das mit Erfolg. Henriksen holte 15 Punkte seit seinem Amtsantritt im Februar. Im Doppelpass betonte auch der ehemalige Nationalspieler und heutige TV-Experte Stefan Effenberg, dass er sich ins Kölns Situation einen ähnlichen Trainertypen gewünscht hätte.

Baumgart konnte das Team nicht mehr motivieren

Möglicherweise hätte ein Coach wie Henriksen die Kölner in der Halbzeit gegen Darmstadt tatsächlich wachgerüttelt. Möglicherweise. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass Baumgart sein Team in der Hinrunde ebenfalls nicht mehr motivieren konnte, das Vertrauen in die eigene Elf verloren und die Mannschaft damit vielleicht zu sehr verunsichert hat. Der Beginn der Krise, die sich bis jetzt durchzieht.

Grundsätzlich werden zwei Trainertypen bei der Art ihrer Kommunikation unterschieden. „Es gibt die symmetrische oder die asymmetrische Kommunikation. Asymmetrisch bedeutet, dass ich eine sehr starke Hierarchie einbaue“, sagte Dr. Christoph Bertling, Kommunikationsexperte der Deutschen Sporthochschule Köln dem GA. Auf solche strukturierte Trainertypen setzen Vereine normalerweise im Abstiegskampf. Baumgart hingegen werde laut Bertling der „symmetrischen Kommunikation“ zugeordnet. Diese sieht Spieler und Trainer auf Augenhöhe. „Die Gefahr dabei ist aber, wenn es schiefläuft, ist es schwierig, die Kontrolle oder die Führung wiederzubekommen.“

Beim FC ist es am Ende schief gelaufen und nun setzt man offenbar bewusst auf einen Gegenpol zu Steffen Baumgart. Schultz gilt als strukturiert, wirkt gelassen, ruhig. Zwar betonte Keller im Doppelpass, dass auch der Ostfriese schon mal lauter werde, so wirklich abnehmen will man das dem Sportdirektor aber nicht. Unabhängig der Kommunikation kann ein Trainer ohnehin nur aus dem „Material“ etwas rausholen, das ihm zur Verfügung steht. Und die Qualität des Kaders lässt beim FC bekanntlich zu wünschen übrig. Sollte Schultz mit dem FC noch die Wende schaffen, hat Keller bei seiner Trainerwahl ohnehin alles richtig gemacht.


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Kurioser Zwischenfall beim Training

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Kurioser Zwischenfall beim Training

Bei der Vorbereitung auf das wichtige Spiel des 1. FC Köln beim FSV Mainz ist es zu einem kuriosen Zwischenfall gekommen. Ein aufgebrachter Fan ließ seinen Emotionen freien Lauf.

Die Nerven liegen rund um das Geißbockheim offenbar blank – zumindest bei den Fans. Ein aufgebrachter Fan machte seinem Ärger freien Lauf: Kurioser Zwischenfall beim Training des 1. FC Köln.

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Trotz der brenzlichen Tabellensituation ist die Stimmung in der Mannschaft des 1. FC Köln weiterhin intakt. Angesichts des Geburtstags von Marvin Schwäbe verständlicherweise auch ein wenig gelöst. Die gute Stimmung stieß offenbar einem Kölner Anhänger übel auf. Der FC-Fan schimpfte minutenlang auf die Mannschaft und Trainer ein. Auch Kevin McKenna bekam sein Fett weg. Der ehemalige Spieler der Kölner wurde von dem Anhänger unter anderem aufgefordert, die Hände doch bitte aus den Taschen zu nehmen. Der ehemalige Abwehrspieler blieb gelassen und bat den Fan auf das Trainingsgelände. Der Fan solle doch bitte erklären, was Mannschaft und Trainer besser machen könnten.

Schultz schickt Fan vom Platz

Das ließ sich der Mann nicht zwei Mal sagen und forderte unter anderem mehr Einsatzzeit für die Kölner Youngster Damion Downs und Jaka Potocnik, garniert mit der Frage, wer denn beim FC die Tore schießen soll. Nicht ohne Grund. 23 Treffer in 30 Spielen ist erstaunlich schlecht. Die Mannschaft hörte sich die Tirade des aufgebrachten Fans geduldig an. Trainer Timo Schultz löste die Situation auf seine gewohnt ruhige Art und schickte den Fan wieder vom Feld. Anschließend wurde wie gewohnt weiter trainiert. Auch der Mann beruhigte sich nach einigen weiteren deftigen Worten gegenüber der Mannschaft.

Für den FC geht es am Sonntag gegen Mainz. Eigentlich sollte das Hauptaugenmerk auf der Begegnung liegen. Schließlich fehlen den Kölnern noch fünf Punkte zum Relegationsplatz. Der kuriose Zwischenfall sollte die Spieler aber nicht zu sehr aus dem Tunnel holen. Neben den Langzeitverletzten Davie Selke und Luac Kilian fehlten auch weiterhin Dejan Ljubicic und Leart Pacarada.


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Einigungen bei Stadion-Pachtvertrag bis 2034 erzielt

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Einigungen bei Stadion-Pachtvertrag bis 2034 erzielt

Der 1. FC Köln, die Stadt Köln sowie die Kölner Sportstätten GmbH haben sich in wesentlichen Eckpunkten des neuen Pachtvertrags für das RheinEnergieStadion geeinigt. Dieser soll bis zum 30. Juni 2034 laufen. Das gab der Verein am Vormittag bekannt.

Der 1. FC Köln kann offenbar eine offene Baustelle sehr zeitnah schließen. Der FC hat in den Verhandlungen mit der Stadt Köln sowie der Kölner Sportstätten GmbH Einigungen bei dem Stadion-Pachtvertrag bis 2034 erzielt. Das gab der Verein am Vormittag bekannt.

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Der neue Pachtvertrag sieht eine Verlängerung um weitere zehn Jahre bis zum 30.06.2034 vor. Wie gehabt soll die Pacht jeweils von der Liga abhängig sein, „wobei künftig ein Teil der zu zahlenden Fixpacht sowie die Betriebskosten jährlich entsprechend der Verbraucherpreisentwicklung angepasst werden sollen“, heißt es in der Pressemitteilung der Geißböcke. Die abschließenden Vertragsverhandlungen sollen zeitnah umgesetzt werden. „Die Vereinbarung ist das Ergebnis eines konstruktiven Miteinanders zwischen der Stadt und dem FC in dieser wichtigen Zukunftsfrage. Es zeigt, was möglich ist“, sagt FC-Präsident Werner Wolf. Noch am vergangenen Sonntag war der Pachtvertrag Teil des Sport1-Doppelpasses. Dort hatte Christian Keller betont, dass es schon bald eine Einigung geben könne.

Türoff: „Das Stadion hat für den FC ganz erhebliche wirtschaftliche Bedeutung“

Tatsächlich spielt der Pachtvertrag auch beim Abstieg eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Aktuell bezahlen die Geißböcke rund zehn Millionen Euro im Jahr, in der zweiten Liga würde die Summe weitaus niedriger ausfallen. Zumindest bei einer deutlichen Reduktion wird es also auch weiterhin bleiben. „Das Stadion hat für den FC ganz erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Es ist uns in einem intensiven Verhandlungsprozess gemeinsam gelungen, eine gute und partnerschaftliche Grundlage für die zukünftige Stadionnutzung und die konsequente Weiterentwicklung des Stadionerlebnisses zu verhandeln“, so Philipp Türoff, Geschäftsführer des 1. FC Köln.

Tatsächlich sicherten sich die Kölner zudem neue Einnahme-Möglichkeiten. So beinhaltet der neue Pachtvertrag eine weitere Nutzfläche mit dem Namen “Club 78”. „Zudem werden Teile der bisherigen Büroräume der Kölner Sportstätten GmbH künftig zu Logenbereichen umgestaltet, die bei Großveranstaltungen außerhalb von Spieltagen durch die Kölner Sportstätten GmbH, an Spieltagen selbst durch den 1. FC Köln vermarktet werden“, heißt es weiter.

Zu den Plänen rund um das Stadion gehören offenbar auch weitere Modernisierungsmaßnahmen. „Wir freuen uns natürlich über die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit und werden mit dem gesamten Team weiterhin alles dafür tun, unserem Hauptmieter eine attraktive Heimspielstätte anzubieten. Im Rahmen der Verhandlungen haben wir bereits über anstehende Modernisierungen gesprochen, damit das RheinEnergieSTADION weiterhin zu den Top-Stadien in Deutschland zählt“, so Lutz Wingerath, Geschäftsführer der Kölner Sportstätten GmbH.


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Nächstes Abstiegsduell Mainz: nicht nur die Form spricht gegen Köln

1. FC Köln: Deswegen wird Mainz ein schwerer Brocken
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Nächstes Abstiegsduell Mainz: nicht nur die Form spricht gegen Köln

Mit dem Spiel gegen den FSV Mainz am Sonntag wartet auf den FC ein weiteres Keller-Duell. Allerdings eins mit schwierigen Vorzeichen. Denn Mainz spielt aktuell in Topform, während die Geißböcke zuletzt eine rätselhaft schlechte Leistung abriefen.

Trotz der Pleite gegen den SV Darmstadt hat der 1. FC Köln noch immer die theoretische Chance auf den Klassenerhalt. Und am Sonntag wartet das nächste direkte Duell gegen einen Abstiegskonkurrenten. Allerdings wird die Aufgabe alles andere als leicht für den 1. FC Köln: Deswegen wird Mainz ein schwerer Brocken.

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Als der FC in der Hinserie auch in den ausgelobten Endspielen nicht dreifach punkten konnte, sprach Steffen Baumgart das Schneckenrennen für den weiteren Saisonverlauf im Abstiegskampf voraus. Der Ex-Coach sollte recht behalten. Nach der 0:2-Niederlage gegen Darmstadt steuert der FC zwar auf direktem Weg der 2. Bundesliga entgegen. Dabei haben die Kölner aber in den verbleibenden vier Begegnungen noch zwei direkte Duelle mit Abstiegskandidaten vor der Brust. Die fünf Punkte Rückstand hören sich beim bevorstehenden Restprogramm inklusive der Begegnungen gegen Freiburg und Heidenheim zumindest in der Theorie noch machbar an. In der Theorie , weil der FC am vergangenen Samstag ein erschreckendes Bild abgab und nicht den Eindruck erweckte, als könne das Team von Timo Schultz das Ruder noch einmal herumreißen. Zu behäbig, zu ängstlich, zu formschwach.

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten

11. Werder Bremen; 34 Punkte; -12 Tore; Gegnerdurchschnitt 10
FC Augsburg (A), Borussia Mönchengladbach (H), RB Leipzig (A), VfL Bochum (H)

12. Borussia Mönchengladbach; 31 Punkte; -7 Tore; Gegnerdurchschnitt 8,5
Union Berlin (H), Werder Bremen (A), Eintracht Frankfurt (H), VfB Stuttgart (A)

13. VfL Wolfsburg; 31 Punkte; -15 Tore; Gegnerdurchschnitt 10,5
SC Freiburg (A), Darmstadt 98 (H), FC Bayern München (A), 1. FSV Mainz 05 (H)

14. Union Berlin; 29 Punkte; -24 Tore; – Gegnerdurchschnitt 13
Borussia Mönchengladbach (A), VfL Bochum (H), 1. FC Köln (A), SC Freiburg (H)

1. FC Köln: In dieser Form befinden sich die Gegner

15. 1. FSV Mainz 05; 27 Punkte; -17 Tore; Gegnerdurchschnitt 11,2
1. FC Köln (H), 1. FC Heidenheim (A), Borussia Dortmund (H), VfL Wolfsburg (A)

16. VfL Bochum; 27 Punkte; -26 Tore; Gegnerdurchschnitt 8,8
TSG Hoffenheim (H), Union Berlin (A), Bayer Leverkusen (H), Werder Bremen (A)

1. FC Köln: In dieser Form befinden sich die Gegner

17. 1. FC Köln, 22 Punkte, -30 Tore; Gegnerdurchschnitt 11,5
1. FSV Mainz 05 (A), SC Freiburg (H), Union Berlin (H), 1. FC Heidenheim (A)

1. FC Köln: In dieser Form befinden sich die Gegner

18. Darmstadt 98; 17 Punkte; -42 Tore; Gegnerdurchschnitt 9,2
1. FC Heidenheim (H), VfL Wolfsburg (A), TSG Hoffenheim (H), Borussia Dortmund (A)

Ganz anders läuft es beim Gegner. Seit der Verpflichtung von Bo Henriksen ist Mainz durchgestartet, holte 15 Punkte und hat am vergangenen Wochenende zum ersten Mal seit dem 2. Spieltag die Abstiegszone wieder verlassen. Seit der 1:8-Klatsche gegen die Bayern Anfang März haben die Rheinhessen kein Spiel mehr verloren, holten aus den vergangenen fünf Begegnungen elf Zähler, der drittbeste Wert der Liga. Auch beim 1:1 gegen den SC Freiburg hätten die Mainzer mehr verdient gehabt. Während der Trainerwechsel bei den Geißböcken noch keinen großen Effekt gezeigt hat, ist Mainz nicht mehr wieder zu erkennen. Schon seit einigen Wochen lässt sich aber absehen, dass die 05er wohl am Ende nichts mehr mit dem Abstieg hzu tun haben werden.

Schlechte Erinnerung an 2021

Die aktuelle Form spricht also wahrlich nicht für die Geißböcke. Doch damit nicht genug. Zwar haben die Kölner in der Gesamtbilanz die Nase noch knapp vorne, immerhin gewann der FC 14 der bisherigen 38 Pflichtspiele, Mainz nur 13, in den vergangenen Jahren hat sich das Blatt aber gewendet. Von den vergangenen elf Begegnungen konnte Köln gerade einmal zwei gewinnen. Von den vergangenen sechs Spielen in Mainz nur eins. Besonders bitter in Erinnerung ist die 2:3-Pleite von vor drei Jahren. Auch damals steckten die Kölner im Keller fest, brauchten unbedingt wichtige Zähler und hatten sich im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten diese versprochen. Nach dem Duell waren die Rheinhessen auf fünf Zähler weggesprungen, der FC belegte den vorletzten Tabellenplatz.


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Kann die Angst wirklich die Beine lähmen?

1. FC Köln: Warum Angst im Sport lähmt.
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Kann die Angst wirklich die Beine lähmen?

Die Angst vor dem Verlieren war den Kölner Spielern am Samstag gegen den SV Darmstadt deutlich anzusehen. Angst im Wettbewerb führt jedoch unweigerlich zu schlechteren Leistungen, schlechteren Entscheidungen und dazu, dass die Sportler ihre Fähigkeiten nicht mehr so präzise abrufen können. Ein Scheitern ist vorprogrammiert.

Die Angst zu besiegen muss für die Geißböcke nun oberstes Gebot sein. Und das schnell. Doch welche Strategien können jetzt so kurzfristig wirken, um das Selbstvertrauen der Mannschaft wieder zu stärken? Diese Frage stellt sich im Kampf um den Klassenerhalt nun für den 1. FC Köln: Warum Angst im Sport lähmt.

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Die Enttäuschung war den Spielern und Verantwortlichen des 1. FC Köln am Samstag nach dem 0:2 gegen Darmstadt deutlich anzusehen. Mit einer so schwachen Leistung hatte beim FC wohl niemand gerechnet. Im Gegenteil, der Blick auf die Tabelle würde ein anderer sein, hieß es noch vor dem Spiel. Tatsächlich hat sich die Tabelle verschoben, aber nicht zu Gunsten der Kölner. Für den schwachen Auftritt der Geißböcke gab es laut der Protagonisten schon bald einen Hauptschuldigen: die Angst, zu verlieren.

Ob beim FC, auf Schalke oder in Kaiserslautern – für den sportpsychologischen Berater Thorsten Loch ist Angst im Sport alles andere als außergewöhnlich und ein möglicher Aspekt, warum Sportler ihre Leistungen nicht immer in Bestformen abliefern. „Man befindet sich mitten in einem wichtigen sportlichen Wettkampf und plötzlich überkommt einen ein Gefühl von Angst. Die einfachsten motorischen Bewegungen, die sonst im Schlaf beherrscht werden, möchten einfach nicht mehr gelingen. Die Folge davon ist, dass man sein „peak performance“ nicht abrufen kann und versagt“, erklärt Loch.

Angst führt zu Leistungsminderung

Laut dem Experten spielen die Basisemotionen Angst und Ärger eine wichtige Rolle im Sport. Die Sportler sollten diese erkennen und regulieren können. Gerade bei einer hohen subjektiven Wertigkeit des Wettkampfs – wie etwa im Abstiegskampf – können Sportler Angst empfinden. „Dieser Zustand der stark emotionalen Erregung führt dazu, dass eine eigentlich gut beherrschte sportliche Bewegung nicht erfolgreich ausgeführt wird. Angst kann somit im Wettkampf zu einer Leistungsminderung führen“, sagt Loch. Der Fokus, die Aufmerksamkeit auf wichtige Situationen gehe verloren. Doch gerade darauf kommt es in kritischen Situationen nun mal an. So kann es zu einer Art Teufelskreis kommen. Die Erfolglosigkeit der Mannschaft führt zu einer Verunsicherung, die wiederum eine Fehleranfälligkeit mit sich bringen kann. Mehr Fehler verringern zwangsläufig die Chance auf Erfolg.

Ob es sich beim behäbigen Spiel bei Abstiegskandidaten wie etwa am Samstag beim FC tatsächlich nur um Angst handelt, ist natürlich schwer zu beantworten. Auffallend aber die Lähmung, die Lethargie, mit der die Kölner agierten – keine unüblichen Zeichen der Angst im Sport. Zumal es in dieser Saison auch schon anders lief. Und wieder anders laufen muss. Denn den Kellerkindern bleiben nur noch vier Spieltage, um den Abstieg zu verhindern. Die Zeit spricht nicht für den FC. Nur stellt sich die Frage, wie es gelingen kann, die Spirale der Angst zu unterbrechen. Loch sieht in solchen Fällen unter anderem der Entwicklung einer Aufbruchstimmung eine zentrale Rolle zukommen. So sei es „zwingend erforderlich, dass die Spieler vor dem nächsten Wettkampf die Kompetenz erlangen, aus eigenen Kräften erfolgreich agieren zu können.“ Ein Weg könnte es sein, „das Anspruchsniveau ein wenig herunterzuschrauben.“

Loch führt weiter aus, dass dies nicht etwa bedeute, „weniger zu laufen, zu kämpfen. Vielmehr geht es darum, sich auf die Basisfähigkeiten zu besinnen. Es muss nicht immer das Traumtor des Stürmers sein, sondern es geht auch um einfache Dinge, wie geschickt die Laufwege zuzustellen und eng am Gegenspieler zu stehen. Kleine Erfolgserlebnisse lassen Stück für Stück – bei erfolgreicher Bewältigung – das Selbstvertrauen wieder wachsen.“ Die Zeit, sich langsam wieder zu steigern und Selbstvertrauen zu entwickeln, hat der FC jedoch nicht mehr.

Schultz erwartet kein fußballerisches Feuerwerk

Möglich, dass die Worte von Timo Schultz bezüglich der „Scheißegal“-Mentalität aus Kölner Sicht das einzig bleibende Mittel sind, den Druck von der Mannschaft zu nehmen. Für Loch kommt dem Trainer in einer solchen Krisen-Situation grundsätzlich eine Schlüsselrolle zu und gerade die Überzeugungskraft des Trainers kann für die Mannschaft enorm wichtig sein: „Aus jener Kraft soll das Team wieder den Glauben entwickeln, aus eigener Kraft erfolgreich agieren zu können und eine realistische Chance zu haben. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn sich die Pläne und Visionen schnell als unrealistisch erweisen. In diesem Fall hat es den gegenteiligen Effekt.“

Ein zu hohes Ziel hat der Kölner Coach für die finalen Spiele zumindest nicht ausgerufen. „Jeder kann ganz gut einschätzen, dass wir in der Situation kein fußballerisches Feuerwerk erwarten können“, sagte Schultz. „Aber wir müssen mit mehr Überzeugung, mit mehr Mut und mit mehr Risikobereitschaft so ein Spiel angehen.“ Auf jeden Fall aber mit weniger Angst.


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Geißbockheim-Urteil: Oberverwaltungsgericht soll neu verhandeln

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Geißbockheim-Urteil: Oberverwaltungsgericht soll neu verhandeln

Die Hängepartie um den Ausbau des Geißbockheims geht in die nächste Runde. Das Bundesverwaltungsgericht hat das Verfahren zurück an das Oberverwaltungsgericht Münster verwiesen.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Rechtsstreit über den Bebauungsplan für den Ausbau am Geißbockheim an das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) zurückverwiesen. 1. FC Köln: Das Urteil zum Geißbockheim ist gefallen.

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Der FC hatte ursprünglich mit drei Kunstrasenfeldern auf der Gleueler Wiese geplant sowie mit einem Jugend-Leistungszentrum neben dem Franz-Kremer-Stadion. Das Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) hatte Ende 2022 den von der Stadt Köln erstellten Bebauungsplan wegen Verfahrensmängeln für unwirksam erklärt. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Dagegen hatte der 1. FC Köln wiederum in Leipzig Beschwerde eingelegt. Die Verhandlung wurde für Dienstag anberaumt, das Urteil heute verkündet. Demnach muss das OVG neu verhandeln.

Teilerfolg für den FC

„Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass das Oberverwaltungsgericht Münster den Bebauungsplan für die Erweiterung des Rhein-Energie-Sportparks im Kölner Grüngürtel mit rechtlich nicht tragfähigen Erwägungen für unwirksam erklärt hat. Das Oberverwaltungsgericht ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Festsetzung von öffentlichen Grünflächen mit der Zweckbestimmung „Kleinspielfeld“ abwägungsfehlerhaft ist“, heißt es in der Pressemitteilung des Gerichts. Bedeutet: Die kleine versiegelte Fläche innerhalb der angegebenen Grünfläche kann nicht zu einem unwirksamen Bebauungsplan führen. „Das Bundesverwaltungsgericht hat die angefochtenen Urteile aufgehoben und die Sachen zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das Oberverwaltungsgericht zurückverwiesen.“ 

Für den FC ist das Urteil ein Teil-Erfolg, mehr aber auch noch nicht. Denn die Hängepartie geht weiter. Es ist vollkommen unklar, wie schnell es zu der neuen Verhandlung in Münster kommt und wie lange diese dauern werden. Seit 2014 verfolgen die Kölner nun das Bauvorhaben am Geißbockheim. Zwischenzeitlich hatte es Überlegungen gegeben, den Standort nach Marsdorf zu verlegen. Das hatte der Club Anfang April aber ausgeschlossen.


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