Gelingt dem FC die Wende im Kellerkrimi?

So will Timo Schultz gegen Bochum punkten
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Gelingt dem FC die Wende im Kellerkrimi?

Für die vier Kellerkinder stehen am Wochenende richtungweisende direkte Duelle auf dem Spielplan. Der 1. FC Köln empfängt den VfL Bochum und hofft auf den Start einer Serie.

Der 28. Spieltag kann für den 1. FC Köln eine wichtige Wende im Kampf um den Abstieg bedeuten. Auch wenn Timo Schultz nicht auf andere Mannschaften blicken will, könnte es je nach Ausgang der Begegnungen für den FC nochmal Hoffnung und somit vielleicht Aufwind geben. So will Timo Schultz gegen Bochum punkten.

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Showdown am Samstag: Bereits am 28. Spieltag der Bundesliga kann der Kampf um den Klassenerhalt eine richtungsweisende Wende nehmen. Denn die vier Abstiegskandidaten treffen in direkten Duellen aufeinander. Während Darmstadt zu Gast in Mainz ist, empfängt der 1. FC Köln den VfL Bochum zum Kellerduell. Viel Druck will FC-Trainer Timo Schultz aber nicht spüren. „Die wichtigsten Spiele der Saison werden noch kommen. Wir wissen schon, dass wir noch eine Chance haben“, sagte Schultz auf der Pressekonferenz vor Bochum. „Alle Spiele müssen gespielt werden. Wir konzentrieren uns auf uns.“ In der Tat sind nach dem Duell gegen den VfL noch sechs Spiele zu spielen. Von daher ist für die Geißböcke rechnerisch noch alles drin. In der Theorie – de facto wird das Unterfangen Klassenerhalt aber deutlich schwerer, sollte der FC verlieren und Mainz sein Spiel gewinnen. Denn dann wäre Bochum punktemäßig weggezogen und die Rheinhessen vorerst enteilt.

Schultz: „Die Jungs wissen, dass wir eine große Chance haben“

Auf der anderen Seite kann der FC mit einem Sieg den Rückstand auf Bochum auf vier Zähler verkleinern und zurück auf den Relegationsplatz klettern, sollte Mainz gegen das Tabellenschlusslicht nicht gewinnen. Insofern bezeichnet der Kölner Trainer die Samstags-Konstellation als „Riesenchance“. „Die Jungs wissen, dass wir eine große Chance haben, um einen Schritt in die richtige Richtung zu machen“, so Schultz. „Wir wollen am Wochenende drei Punkte mehr auf dem Konto haben, das ist das Entscheidende – und nicht, wie andere Mannschaften spielen und wie die Ausgangslage ist, wenn noch sechs, vier oder drei Spiele zu gehen sind.“

Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung fand deutlichere Worte in Bezug auf die Begegnung am Samstag: „Jetzt treffen wir auf einen Gegner, wo die Erwartungshaltung schon da ist, dass wir das Spiel gewinnen – aber die Bochumer haben nicht ohne Grund mehr Punkte als wir und stehen über dem Strich. Da wollen sie auch unbedingt bleiben.“ Zuletzt deutete allerdings auch die Formkurve des VfL nicht gerade steil nach oben. Nach dem Überraschungserfolg über die Bayern im Februar (3:2) folgten vier Niederlagen und am vergangenen Wochenende ein 2:2 gegen Darmstadt – trotz 2:0-Führung. „Von einem Schock sind wir meilenweit entfernt“, sagte Thomas Letsch und gab sich optimistisch. „Wir fahren nach Köln, um das Spiel zu gewinnen.“

Schultz: „Wir wollen ihn nicht ins Spiel kommen lassen“

Sein Gegenüber Schultz hofft mit einem Erfolg gegen Bochum eine kleine Serie zu starten – und das, obwohl am kommenden Wochenende das Spiel gegen die Bayern auf dem Plan steht. Nur hatte der Trainer auch vor dem Duell gegen den FC Augsburg einen Dreier als Ziel ausgegeben. Die Kölner waren von einem Erfolg gegen sicher nicht übermächtige Fuggerstädter aber erstaunlich weit entfernt. Schultz betonte, dass Augsburg immerhin an die Tür zu Europa klopfe. „Unterm Strich haben wir einen Punkt aus Augsburg mitgenommen. Die haben einen guten Lauf. Es ist also auch kein Punkt, der für uns zu wenig ist. Obwohl wir gerne drei gehabt hätten“, sagte der Trainer. Mit weiteren Unentschieden werden die Geißböcke die Klasse aber nicht halten können. Es müssen Siege her.  

Die Chancen stehen demnach nicht schlecht, dass Timo Schultz auch gegen Bochum wieder auf seine offensivste Variante mit Doppelspitze setzt. Kein Fragezeichen steht dabei hinter Davie Selke. „Er spielt“, sagte der Trainer, der dem Stürmer schon nach dem 1:1 eine Einsatzgarantie aussprach. Immerhin ist Selke nun wieder mit sechs Treffern der erfolgreichste Kölner Spieler. Für Luca Waldschmidt käme ein Einsatz indes zu früh. Aber: „Für mich ist es schön zu wissen, dass da einer auf der Bank sitzt, der mit einer Aktion den Unterschied ausmachen kann“, sagte der 46-Jährige. Die Gefahr beim VfL Bochum strahlt in erster Linie Kevin Stöger mit fünf Toren und acht Torvorlagen aus. „Er zieht ein bisschen die Fäden, hart im offensiven Eins-gegen-eins gute Lösungen. Wir wollen ihn nicht ins Spiel kommen lassen, ihn immer in Zweikämpfe verwickeln“, sagte Schultz. Eine Rolle könnte dabei wieder Eric Martel spielen.

Doch mit dem Gegner will sich der Kölner Trainer nicht zu lange aufhalten. Schließlich liegt das Hauptaugenmerk auf den eigenen Stärken. So gibt Schultz auch den Matchplan für Samstag vor: „Sie hatten in den letzten Spielen aber auch ihre Probleme und die müssen wir ausnutzen.“



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Protestaktion: DFB verhängt Strafen gegen den 1. FC Köln

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Protestaktion: DFB verhängt Strafen gegen den 1. FC Köln

Der DFB hat den 1. FC Köln mit zwei Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 20.000 Euro belegt. Das teilte der Verband am Donnerstag mit.

Der 1. FC Köln muss ein weiteres Mal in die Tasche greifen. Das Sportgericht des DFB hat dem Bundesligisten wegen zweier Fälle unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit Geldstrafen in Höhe von 20.000 Euro belegt. Das teilte der Verband am Donnerstag mit. Der DFB verhängt Strafen wegen Fan-Protesten gegen den 1. FC Köln.

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Hintergrund sind die Protestaktionen gegen einen möglichen Investor der DFL. In dem Duell gegen Borussia Dortmund am 20. Januar flogen aus dem Kölner Block unter anderem Schokomünzen auf den Rasen. Die Begegnung war für rund fünf Minuten unterbrochen worden. Im Heimspiel gegen Werder Bremen drei Wochen später warfen Kölner Anhänger erneut Gegenstände aus das Spielfeld. Darunter Tennisbälle und ferngesteuerte Autos. Auch die Begegnung wurde für drei Minuten unterbrochen. Für beide Unterbrechungen muss der FC eine Strafe in Höhe von 10.000 Euro bezahlen. Davon kann der Verein bis zu 6.000 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.

Keller forderte Straffreiheit

Mitte März hatte der DFL-Kontollausschuss Sanktionen beantragt. „Das Gremium wird nach eigenen Angaben maßvolle und je nach Liga und Länge der Spielunterbrechungen abgestufte Geldstrafen beim DFB-Sportgericht beantragen“, hieß es von Seiten des DFB. „Es war von vornherein klar, dass wir keine Flummis und Tennisbälle zählen, sondern mit Pauschalbeträgen arbeiten werden, so wie wir es bei vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit auch getan haben“, so Dr. Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses. „An einem friedlichen Protest ist nichts auszusetzen. Aber Gegenstände, die in den Innenraum fliegen, können dort befindliche Personen gefährden, und Unterbrechungen stehen einem reibungsfreien Ablauf des Spielbetriebs entgegen. Deshalb werden dafür wie üblich Sanktionen beantragt.“ Und diese wurden nun eben auch verhängt.

Beim FC hat man mit Sanktionen gerechnet. „Als Klub hat man im Kontext der Fanproteste nach jedem Spiel Aufforderungen erhalten, zu den Spielunterbrechungen Stellung zu nehmen“, sagte Christian Keller im Februar dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, plädierte damals aber dennoch für eine Straffreiheit. „Wenn die DFB-Sportgerichtsbarkeit weitsichtig wäre, würde man nach der DFL-Entscheidung auch die potenziellen Strafgesuche einstellen und Ruhe einkehren lassen. Wir hatten eine Ausnahmesituation für den gesamten deutschen Profifußball, die nicht über den Strafzumessungsleitfaden abgedeckt ist“, so Keller weiter. Thomas Bergmann, DFB-Vizepräsident und für Rechtsangelegenheiten zuständig, betonte damals laut DFB, dass nicht der Protest an sich sanktioniert werden soll: „Aber wenn Spiele unterbrochen werden müssen, dann sind natürlich Grenzen überschritten. Das Vorgehen des Kontrollausschusses ist bewusst ausgesprochen moderat und mit dem Präsidium abgestimmt. Hier herrscht Konsens.“ Am Donnerstag wurden die Strafen nun ausgesprochen. Der FC hat den Urteilen zugestimmt.


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Timo Schultz: „Ich versuche, ihn schnellstmöglich auf den Platz zu kriegen“

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Timo Schultz: „Ich versuche, ihn schnellstmöglich auf den Platz zu kriegen“

Nach dem 1:1 gegen den FC Augsburg geht es für den 1. FC Köln ins richtungweisende Keller-Duell gegen den VfL Bochum. Am Donnerstag fand die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag statt.

Mit dem Heimspiel gegen den VfL Bochum steht das erste der „sieben Endspiele“ an, die Christian Keller ausgerufen hat. Der 1. FC Köln empfängt den direkten Konkurrenten aus Bochum. Das sagt Timo Schultz vor dem Bochum-Spiel.

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Mit Davie Selke startet der 1. FC Köln am Samstag in das Duell gegen den VfL Bochum. „Er spielt“, sagte Timo Schultz am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Hinter dem Angreifer hatte ein kleines Fragezeichen gestanden, nachdem Selke am Sonntag im Duell gegen den FC Augsburg umgeknickt war. Ansonsten fehlen Justin Diehl, Mark Uth, Florian Dietz und Luca Kilian, der nach seiner Kreuzbandverletzung erfolgreich operiert worden ist. „Er wird uns bis zum Saisonfinale fehlen“, sagte Schultz. Auch Luca Waldschmidt wird natürlich wieder zum Einsatz kommen. „Für wie viele Minuten die Spieler spielfähig sind, muss man sehen. Gerade bei Luca, ist klar, dass es nicht über 90 Minuten reichen wird. Wir sind im Kontakt, was möglich ist. Bei allem, dass man einen Spieler wie Luca Waldschmidt so schnell wie möglich auch wieder von Anfang an auf dem Platz haben möchte, wir müssen schauen, was das Spiel hergibt.“

Schultz: „Er hat sich einen enormen Stellenwert erarbeitet“

Eine Option wird am Samstag auch wieder Eric Martel sein. „Ich habe gegen Augsburg mit Dejo und Denis auf der Doppelsechs gesetzt. Die beiden haben das auch ordentlich gemacht. Aber Eric ist für uns ein sehr wichtiger Spieler. Die Art und Weise, wie er vor der Abwehr den Laden zusammenhält, da hat er bewiesen, dass er sich einen enormen Stellenwert erarbeitet hat“, sagte Schultz. „Wir hatten gegen Augsburg eine andere Idee und er war ein wenig angeschlagen. Aber er ist jetzt wieder bei 100 Prozent.“ Die Bedeutung der Begegnung ist dem Trainer natürlich durchaus bewusst. „Die wichtigsten Spiele der Saison werden noch kommen. Wir wissen schon, dass wir noch eine Chance haben“, sagte Schultz. „Alle Spiele müssen gespielt werden. Wir konzentrieren uns auf uns.“ Das entscheidende sei, nach dem Wochenende drei Punkte auf dem Konto zu haben.

Dabei soll das Remis vom vergangenen Wochenende schnell vergessen sein. „Auf der analytischen Ebene ist es so, dass du das Spiel bereits am Tag nach dem Duell abhakst“, so Schultz. „Man sieht zu, dass man das Spiel hinter sich lässt. Unterm Strich haben wir einen Punkt aus Augsburg mitgenommen. Die haben einen guten Lauf. Es ist also auch kein Punkt, der für uns zu wenig ist. Obwohl wir gerne drei gehabt hätten.“ Dennoch sagte der Coach auch, dass sich der Club viel mehr vorgenommen habe und offensiver auftreten wollte. „Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir das nicht mehr so gut hinbekommen.“

Dementsprechend liege der Fokus nun aber schon wieder auf der nächsten Begegnung. „Die Jungs wissen, dass wir eine riesen Chance haben, um einen Schritt in die richtige Richtung zu machen“, so Schultz. „Ich bin sicher, dass wir am Samstag ready sein werden.“ Schultz erwartet eine Mannschaft mit „einer klaren Identität“, so der Trainer. „Sie haben sehr schnelle Spieler in der Spitze, ein hohes Tempo über die Flügel. Es ist eine Mannschaft, die immer wieder Stress erzeugt. Wir müssen darauf vorbereitet sein.“ Schultz erwartet eine Begegnung auf Augenhöhe und hofft mit einem Sieg eine kleine Serie starten zu können.


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Debüt-Torschütze Cordoba, Achterbahnfahrer Dennis – so schlagen sich die FC-Ex-Stürmer

1. FC Köln: So schlagen sich die Ex-Stürmer
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Debüt-Torschütze Cordoba, Achterbahnfahrer Dennis – so schlagen sich die FC-Ex-Stürmer

Trotz des leichten Aufwinds beim 1. FC Köln ist die Torausbeute auch weiterhin überschaubar. Nicht umsonst wollten die Kölner im Winter eigentlich noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Daraus wurde bekanntlich nichts. Wie schlagen sich eigentlich die Kölner Ex-Stürmer?

Neun Liga-Tore erzielten die aktuellen Mittelstürmer des 1. FC Köln in der bisherigen Saison. Ganz anders fällt die Bilanz der Angreifer der vergangenen fünf Jahre aus. 1. FC Köln: So schlagen sich die Ex-Stürmer.

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Sebastian Andersson (2020 – 2023: 47 Spiele/8 Tore/2 Assists): Da Tim Lemperle und Marvin Obuz aktuell „nur“ verliehen sind, hat im vergangenen Sommer genau ein Stürmer den 1. FC Köln verlassen. Sebastian Anderssons Vertrag ist nach den bekannten Querelen nicht verlängert worden. Der ehemalige schwedische Nationalstürmer, den der FC 2020 für rund 6.5 Millionen Euro von Union Berlin verpflichtet hatte, ist mittlerweile beim 1. FC Nürnberg untergekommen – und dort auch wieder Stammspieler. Für den Club hat der 32-Jährige zwei Tore erzielt und ein weiteres vorbereitet.

Achterbahnfahrt für Emmanuel Dennis

Anthony Modeste (2015 – 2022 mit Unterbrechung: 157/79/10): Der Franzose wechselte im Sommer 2022 für immerhin noch fünf Millionen Euro zum BVB. Der Wechsel war bekanntlich von viel Lärm begleitet. Das gehört bei dem Angreifer wohl dazu. In Dortmund spielte Modeste zwar wie erhofft Champions League und um die Meisterschaft mit, das allerdings eher selten. Insgesamt kam der Stürmer auf 29 Einsätze, aber nur zwei Tore – der Abschied vom BVB war also mehr als nur erwartbar. Nachdem sich Modeste im Sommer lange bei der Fortuna fit gehalten hat, folgte der Wechsel zum ägyptischen Rekordmeister El Ahly Kairo. In dieser Saison wächst der zunächst gefeierte Modeste aber auch nicht wirklich über sich hinaus. Der Stürmer kommt in seinen bisherigen 18 Einsätzen auf vier Treffer. Stammspieler ist Modeste nicht.

1. FC Köln: So schlagen sich die Ex-Stürmer

Emmanuel Dennis (2021 – 2021: 10/1/1): Der Außenstürmer ist wohl eins der größeren Missverständnisse der vergangenen Jahre. Aber eins, mit einer kuriosen Laufbahn. Für 1.2 Millionen Euro hatten die Kölner den Spieler im Januar 2021 in größter Abstiegsnot verpflichtet. Warum man auf die Suche nach einem Stoßstürmer mit Dennis reagierte, ist offen. Eingeschlagen hat der Angreifer, der immerhin mit der Empfehlung von 29 Toren für den FC Brügge nach Köln kam, nicht. Ein Tor erzielte Dennis für die Geißböcke. Somit endete die Leihe bereits wieder im folgenden Sommer.

Der belgische Erstligist hatte aber auch keine Verwendung für den Offensivspieler und verkaufte Dennis für erstaunliche vier Millionen Euro an den FC Watford. Dort wuchs Dennis einmal mehr über sich hinaus. Trotz Abstiegskampf erzielte Dennis zehn Treffer und wechselte nach nur einer Saison für 15 (!!!) Millionen Euro zu Nottingham Forrest. Dort nahm die Achterbahnfahrt allerdings die nächste Delle. Zunächst war Dennis an den türkischen Erstligisten Basaksehir verliehen, nach einigen enttäuschenden Auftritten kehrte der Offensivspieler zurück zu Nottingham Forrest und wurde direkt wieder an Watford verliehen. Dort kommt der 26-Jährige immerhin auf vier Tore.

Jhon Cordoba: Erfolgreich in Russland

Tolu Arokodare (2020 – 2021: 11/0/0): Der Stoßstürmer wurde im Sommer 2020 aus Lettland geliehen. Die Leihgebühr soll dem Vernehmen nach bei einer halben Millionen Euro gelegen haben. Die Leihe des Nigerianers endete nach nur einem Jahr. Auf elf Einsätze kam der Angreifer für den FC. Für Arokodare folgte aber umgehend die nächste Leihe. Dieses Mal zum französischen Zweitligisten Amiens SC. Dort erzielte der Stürmer in zwei Spielzeiten immerhin 21 Treffer. Im Sommer folgte dann der Wechsel in die belgische erste Liga zum Heimatklub von Rasmus Carstensen, dem KRC Genk. Auch dort fühlt sich der 23-Jährige wohl. Mittlerweile kommt der Angreifer auf zwölf Tore und drei Vorlagen. Arokodare spielt in Genk international, sah dort aber schon die Rote Karte gegen den ungarischen Vertreter Ferencvaros.

Jhon Cordoba (2017 – 2020: 86/37/8): Es war ein Blitztransfer, der Wechsel zu Hertha BSC. Immerhin ein Wechsel, der dem FC rund 15 Millionen Euro einbrachte. Aber auch ein Wechsel, der Spuren hinterlassen hatte. Denn der Fortgang der Kölner Lebensversicherung wurde nicht adäquat ersetzt. Der Angreifer blieb nur ein Jahr bei der Hertha, schloss sich 2021 dem russischen Klub FK Krasnodar an. Und dort läuft es für den 30-Jährigen rund. In 75 Pflichtspielen erzielte der Kolumbianer 39 Tore und bereitete 18 vor. Krasnodar belegt aktuell den zweiten Tabellenplatz. Cordoba hat in Russland noch Vertrag bis 2025, der Marktwert des Angreifers liegt laut Experten bei rund zehn Millionen Euro. In der Länderspielpause gelang dem spät berufenen Cordoba auch der erste Treffer für die Nationalmannschaft.

1. FC Köln: So schlagen sich die Ex-Stürmer

Serhou Guirassy: Vom Bankdrücker zum Torjäger

Simon Terodde (2011 – 2020 mit Unterbrechung: 82/43/6): Simon Terodde und der 1. FC Köln ist eine lange Geschichte, die im Sommer 2020 (vorerst, man weiß ja nie) endete. Der Stürmer wechselte damals ablösefrei zum Hamburger SV. Für die Hanseaten schoss der Angreifer starke 24 Tore in 34 Spielen und bewarb sich für höhere Aufgaben. Immerhin folgte nach nur einer Spielzeit der Wechsel zum FC Schalke 04, für den Terodde noch heute kickt. In insgesamt 89 Spielen für Königsblau erzielte der Stürmer immerhin 40 Tore und bereitete acht vor. Gegen Hertha BSC erzielte der 36-Jährige zuletzt einen Doppelpack, an der 2:5-Niederlage änderte das aber nichts.

Serhou Guirassy (2016 – 2019: 45/9/2): Dieser Abgang dürfte dem FC aktuell besonders schmerzhaft vorkommen. In Köln hat Guirassy den Durchbruch nicht geschafft. In Stuttgart dagegen schon. Das Online-Portal gool.ai berechnet der Marktwert des Angreifers mittlerweile auf knapp 20 Millionen Euro. Den FC verließ der Stürmer im Sommer 2019 für knapp sechs Millionen Euro. Damals wurde Guirassy zunächst nach Amiens verliehen und später auch verkauft. Beim französischen Zweitligisten tat sich der Stürmer ebenfalls noch ein wenig schwer. Immerhin erzielte Guirassy in 38 Spielen aber 13 Tore. Der Stürmer schloss sich 2020 Stade Rennes an und startete mit 25 Toren in 81 Spielen durch. 2022 holte der VfB Stuttgart den Stürmer zurück in die Bundesliga. Zunächst auf Leihbasis, im Sommer folgte der feste Kauf für rund neun Millionen Euro. Nach 25 Toren in 23 Spielen soll aktuell halb Europa an der Verpflichtung des Bundesliga-Torjägers interessiert sein.


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Mehr Offensive auf Kosten der Defensive?

Dem 1. FC Köln fehlt die richtige Balance
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Mehr Offensive auf Kosten der Defensive?

Obwohl Timo Schultz eine offensivere Ausrichtung gegen den FC Augsburg wählte, fand der FC in der Offensive wieder einmal viel zu selten statt. Für einen Erfolg über Bochum muss Köln mehr Risiko eingehen. Das könnte zu Lasten der Defensive gehen.

Timo Schultz hatte in der vergangenen Woche mehr Offensivpower gefordert. Auch wenn der Trainer demnach aufstellte, war auf dem Feld von Angriffsfußball wenig zu sehen. Das soll sich gegen Bochum ändern. Doch mehr Risiko in der Offensive könnte mehr Anfälligkeit in der Defensive bedeuten. Dem 1. FC Köln fehlt die richtige Balance.

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Timo Schultz hat gegen den FC Augsburg wirklich viel ausprobiert. Den Schuh, seinen Worten der geplanten Offensive keine Taten folgen zu lassen, muss sich der Kölner Trainer zumindest nicht anziehen. Schultz stellte mit Sargis Adamyan und Davie Selke eine Doppelspitze auf, ließ Jan Thielmann auf der rechten Abwehrseite und Luca Waldschmidt früher als geplant spielen. Und Schultz setzte bei der Doppelsechs auf Denis Huseinbasic und Dejan Ljubicic, die aus seiner Sicht offensivere Ausrichtung auf der zentralen Position. Gerade die Doppelspitze betitelte der Kölner Coach selbst als die „offensivste Variante“. Doch im Vergleich zum Spiel unter Steffen Baumgart ist das Spielsystem des Ostfriesen doch deutlich defensiver ausgerichtet. Zumindest liegt der Fokus nach wie vor auf der kompakten Defensivarbeit.

Die Offensive bleibt die Baustelle

Statt Harakiri-Hurra-Fußball muss die Null stehen – so lautete Schultz‘ Marschroute bei Amtsantritt. Der Gedanke, dass die Siegwahrscheinlichkeit bei einem Spiel ohne Gegentor signifikant steigt, ist in der Theorie auch absolut richtig. Nur blieben die Kölner seit Anfang Januar genau einmal ohne Gegentor, beim 2:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt. Der FC kam 2024 im Schnitt in jedem seiner elf Ligaspiele auch zu einem Tor, kassierte aber im Schnitt zwei Gegentreffer. Die Rechnung des Trainers geht bislang also nicht auf. Zwar hat Schultz den Geißböcken mehr Stabilität verliehen, die Offensive ist aber weiterhin die Baustelle der Kölner. Auch im Duell gegen den FC Augsburg war Köln erschreckend harmlos, kreierte so gut wie keine Chance, fand im gegnerischen Drittel viel zu selten statt. Auch, wenn der Trainer „vielversprechende Dinge“ gesehen haben will.

„Vielversprechende Ding“ sehen, wird dem FC im Abstiegskampf nicht viel bringen. Die Geißböcke brauchen einen anderen Offensivplan. „Am Ende ist es eine Sache der Entscheidungsfindung und des Willens, den letzten Pass wirklich anbringen zu wollen“, sagte Luca Waldschmidt am Mittwoch und sprach explizit den Ausgleich als Positiv-Beispiel an. „Von solchen Aktionen müssen wir mehr haben. Wir müssen die Bewusstheit dafür haben, dass wir aus den Situationen ein Tor erzielen können und nicht nur einen Pass spielen, um ihn zu spielen.“

Waldschmidt zeigt gute Ansätze

Doch hat auch Schultz wirklich alle Offensivregister gezogen? Immerhin sprach der Trainer selbst davon, dass ab jetzt nur noch Siege zählen würden. Während Schultz für die Stabilität der Defensive an der Doppelsechs festhält, spielte Steffen Baumgart in der Hinrunde auch ab und an mit einem Sechser, setzte dann auch auf eine weitere Offensivkraft hinter den Spitzen. Ohnehin eine Position, die der Ex-Trainer eigentlich immer besetzte. Mit Luca Waldschmidt, Florian Kainz, aber auch Sargis Adamyan verfügen die Kölner auch über einige Akteure, die auf der „Zehn“ spielen können. Während der Kölner Kapitän aber nur selten – eigentlich nur im Hinspiel gegen Gladbach – auf dieser Position überzeugen konnte, zeigte Waldschmidt in den zehn Minuten gegen Augsburg gute Ansätze.

Ein Einsatz von Beginn an dürfte für den 27-Jährigen allerdings noch viel zu früh kommen. „Man muss auch noch den Kopf einschalten. Es macht keinen Sinn zu viel zu riskieren“, sagte Waldschmidt. Für den im Kurztrainingslager entwickelten Gedanken von mehr „Spiel mit dem Ball“ wäre ein Offensivspieler hinter den Angreifern, eine weitere Schnittstelle vielleicht ein probates Mittel, möglicherweise ein belebendes Element. Allerdings auch ein Element, das wohl wieder auf Kosten der Stabilität gehen würde. Denn gerade mit einem Sechser war der FC in der Hinrunde besonders anfällig. Bislang hat Schultz die Balance zwischen defensiver Kompaktheit und offensiver Durchschlagskraft nicht gefunden. Zwar soll die Null hinten stehen, dafür muss vorne aber mindestens ein Tor erzielt werden. Doch die Zeit rennt. Es bleiben nur noch sieben Saisonspiele. Sieben Spiele um zwei weitere zu erkämpfen.


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Luca Waldschmidt: „Es macht keinen Sinn, zu viel zu riskieren“

Das sagt Luca Waldschmidt über sein Comeback
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Luca Waldschmidt: „Es macht keinen Sinn, zu viel zu riskieren“

Nach dem Anbruch seines Wadenbeins Anfang Januar hat Luca Waldschmidt am vergangenen Spieltag sein Comeback gegeben. Am Mittwoch sprach er über seine Rückkehr auf den Platz.

Während Davie Selke am Mittwoch die Trainingseinheit vorzeitig verließ, war Luca Waldschmidt wieder voll in seinem Element. Der Offensivspieler gilt als der große Hoffnungsträger für die Crunchtime. Das sagt Luca Waldschmidt über sein Comeback.

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So richtig sicher schien sich Timo Schultz am vergangenen Sonntag in der Causa Luca Waldschmidt nicht zu sein. Auf der einen Seite baute der Trainer auf den Unterschiedsspieler Waldschmidt, auf der anderen Seite der Rekonvaleszent, mit dem er eigentlich kein Risiko eingehen wollte. Gegen die Vernunft entschied sich der 46-Jährige schließlich dem Offensivspieler einen Platz im Kader „freizuschaufeln“. Doch wenn es dann nach den Planungen des Trainers gegangen wäre, wäre Waldschmidt nicht für die letzten Minuten der Begegnung gekommen. Zumindest erklärte Schultz er hätte Davie Selke gerne auf dem Platz gelassen. Da dieser aber in der 82. Minute signalisierte, es würde nicht mehr weitergehen, musste der Trainer dann doch wechseln.

Waldschmidt: „Es macht keinen Sinn, zu viel zu riskieren“

Für Waldschmidt die richtige Entscheidung. „Ich habe mich gefreut, wieder auf dem Platz zu stehen und einfach wieder Wettkampf zu haben. Die zehn Wochen waren lang. Es hat aber leider nicht zum Sieg gereicht“, sagte der 27-Jährige am Mittwoch nach dem Training. Die Entscheidung, dass er spielen würde hatte sich unter der Woche bereits angekündigt. In einem Gespräch hatte der Offensivspieler seinem Coach erklärt, dass er bereit wäre. „Wir haben uns genau unterhalten. Ich habe mich auch gut gefühlt. Wir hatten Glück, dass die Trainingswoche lang war“, erklärte der gebürtige Siegener. „Ich konnte Gas geben. Ich habe gesagt, dass es geht. Zwar nicht 90 Minuten oder eine Halbzeit, aber es geht.“ Und so stand Waldschmidt wieder im Kader und kam zu seinen ersten Einsatzminuten in diesem Jahr und unter Timo Schultz.

Mit ein wenig mehr Präzision und einer Spur Fortune wäre dem Offensivspieler in der Schlussphase vielleicht noch der Siegtreffer gelungen. Und Schultz hätte recht gehabt, dass Waldschmidt der Unterschiedsspieler geworden wäre, eben den Unterschied gemacht hätte. Gegen Augsburg sollte es noch nicht sein. Doch genau darauf baut der Coach bei der Wolfsburger Leihgabe. Und so wird Waldschmidt auch gegen Bochum am kommenden Samstag wieder im Kader stehen. Und für voraussichtlich mehr als nur acht Minuten auf dem Feld. Aber: „Man muss dabei auch noch den Kopf einschalten. Es macht keinen Sinn, zu viel zu riskieren“, sagte Waldschmidt, der seine Einsatzzeit gegen Bochum auf eine halbe Stunde einschätzen würde. Am Ende entscheide aber der Trainer, sagte Waldschmidt mit einem Schmunzeln.

Waldschmidt: „Am Ende ist es eine Sache der Entscheidungsfindung“

Für den 27-Jährigen wird es auch darum gehen, die Offensive ein wenig zu beleben. Denn die ist nach wie vor die Schwachstelle der Kölner. „Am Ende ist es eine Sache der Entscheidungsfindung und des Willens, den letzten Pass sauber zu spielen. So wie gegen Augsburg: Kainzi spielt einen sauberen Pass auf Sargis, der spielt einen sauberen Pass auf Davie. Und der schiebt ihn letztendlich sauber rein“, sagte Waldschmidt. „Die Aktion war nicht unbedingt schwerer als Aktionen, die wir sonst haben und nicht treffen. Von den sauberen Aktionen müssen wir unbedingt mehr haben.“ Dafür will dann auch der Offensivspieler sorgen. „Es bringt nichts, wenn wir uns verstecken, wir brauchen den Ball und wollen Tore schießen. Das geht nur, wenn wir mutig sind.“


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Vorzeitiges Trainingsende: Droht das nächste Selke-Aus?

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Vorzeitiges Trainingsende: Droht das nächste Selke-Aus?

Der 1. FC Köln hat mit der Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen den VfL Bochum begonnen. Dabei fehlten einige Profis. Davie Selke beendete die Einheit frühzeitig.

Mit der öffentlichen Einheit am Mittwoch hat für den 1. FC Köln die Vorbereitung auf die Begegnung gegen den VfL Bochum am Samstag begonnen. Einige Spieler fehlten verletzt oder trainierten im Reha-Bereich. Davie Selke beendet das Trainings frühzeitig.

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Auch wenn es sicherlich nicht die schwerste Übung seiner Karriere war, der Treffer von Davie Selke zum 1:1 gegen Augsburg war ein weiterer Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf. Bei seinem Startelf-Comeback erzielte der 29-Jährige sein sechstes Saisontor, hat nun bereits mehr Treffer erzielt als in der vergangenen Spielzeit für den FC und nährte die Hoffnung auf ein Fünkchen mehr Torgefahr in den kommenden wichtigen Spielen. Gerade bei der Doppelspitze mit Sargis Adamyan sah der Trainer positive Ansätze. Doch schon am Sonntag erlebte die Hoffnung einen herben Dämpfer. Im Zweikampf mit dem Ex-Kölner Elvis Rexhbecaj knickte Selke um. Der nahezu im rechten Winkel stehende Fuß hatte bereits viel von einer Bänderdehnung. Während Rexhbecaj ausgewechselt wurde, spielte der Kölner Angreifer weiter.

Selke beendet Training frühzeitig

Und das länger als er eigentlich wollte. Timo Schultz wechselte den Angreifer erst in der 82. Minute aus, als Selke signalisierte, dass es nicht mehr weitergehe. Schultz hätte den Angreifer gerne durchspielen lassen und sprach Selke eine Startelfgarantie aus. Doch ob der 29-Jährige am kommenden Samstag gegen Bochum eine Option ist, ist offen. Nach dem ersten Startelf-Einsatz seit Januar droht das nächste Aus. Schon am Dienstag ließ sich Selke am Geißbockheim behandeln. Das Training am Mittwoch beendete er nach gut 50 Minuten. Selke hatte sich bereits im ersten Pflichtspiel im Pokal eine Verletzung zugezogen, die später den Ausfall gegen Frankfurt bedeutete. Im Duell gegen Heidenheim Anfang Januar verletzte sich Selke am Fuß und fiel gut sechs Wochen aus. Wie schwer die aktuelle Verletzung ist, ist unklar. Allerdings ist es ein gutes Zeichen, dass Selke auf dem Platz stand.

Auch Marvin Schwäbe hatte sich am Sonntag im Duell gegen den FC Augsburg behandeln lassen, der Keeper hatte sich eine Prellung zugezogen. Ein Einsatz am Sonntag scheint aber nicht in Gefahr zu sein. Weiter im Reha-Bereich arbeiteten am Mittwoch Mark Uth, Justin Diehl und Florian Dietz. Elias Bakatukanda trainierte nach seinem Infekt individuell. Luca Kilian fällt wie berichtet mit einer Kreuzbandverletzung Monate aus.


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Kein Umzug: Der FC bleibt am Geißbockheim

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Kein Umzug: Der FC bleibt am Geißbockheim

Der 1. FC Köln bleibt auch in Zukunft am Geißbockheim. Das gab der Verein am Mittwoch bekannt. Der Umzug nach Marsdorf ist damit vom Tisch.

Nach rund zehn Jahren intensiver Verhandlungen mit der Stadt Köln sowie juristischen Prüfungen hat sich der 1. FC Köln also für die Zukunft am Grüngürtel entschieden. 

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Wie berichtet war der ursprüngliche Plan des 1. FC Köln, das in die Jahre gekommene Geißbockheim um ein Nachwuchsleistungszentrum sowie drei Fußballplätze auf der Gleueler Wiese zu erweitern. Dieser Plan konnte nicht umgesetzt werden. „Im Sinne einer konstruktiven Lösungsfindung wurde daher mit der Stadt Köln in den vergangenen beiden Jahren ein infrastruktureller Komplettumzug nach Marsdorf diskutiert und in seinen wesentlichen Eckpunkten ausgearbeitet. Für die von der Stadt Köln favorisierte Lösungsvariante, komplett nach Marsdorf umzuziehen, wäre allerdings eine erhebliche finanzielle Unterstützung seitens der Kommune erforderlich gewesen“, heißt es in der Meldung des FC. Die Stadt Köln hatte nach FC-Angaben zuletzt einen Komplettumzug nach Marsdorf favorisiert.

Endgültige Entscheidung für den FC gefallen

Der Verein schätzt das Volumen eines Neubaus auf rund 120 Millionen Euro. „Bringen wir es auf den Punkt: Am Ende scheitert es oft am Finanziellen und am Willen, sich zu bewegen. Für die Variante FC CAMPUS in Marsdorf wären wir dennoch zu einem großen Kompromiss bereit gewesen, um eine wettbewerbsfähige Zukunft des FC sicherzustellen – und das entgegen unserer absoluten Überzeugung, dass das Geißbockheim Heimat des FC ist“, sagte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff. „Selbst nachdem wir mehrfach im Prozess zeitlich zurückgeworfen und mit neuen rechtlichen Bedenken konfrontiert wurden, haben wir unter erheblichem Ressourceneinsatz konstruktiv immer wieder Lösungsmöglichkeiten entwickelt, um endlich ans Ziel zu kommen. Am Ende waren die rechtlichen Hindernisse ausgeräumt, die finanziellen Vorstellungen der Stadt sind aber für den FC schlicht und einfach wirtschaftlich nicht machbar.“

Geschäftsführung und Vorstand haben den Umzug nach Marsdorf damit ausgeschlossen und die politischen Vertreter über den Schritt informiert. „Wir sind seit Jahren zu den dringend erforderlichen infrastrukturellen Weiterentwicklungen des 1. FC Köln in Gesprächen mit der Stadt Köln. Dabei wurden über all die Jahre hinweg trotz zahlreicher politischer Hindernisse und Widerstände konstruktive Lösungsmöglichkeiten entwickelt und ausgearbeitet“, so Dr. Werner Wolf, Präsident des 1. FC Köln. „Dabei zeigte sich der FC zuletzt sogar offen für eine Lösung abseits seiner Heimat am Geißbockheim. Letztlich scheiterte ein möglicher Umzug an der fehlenden wirtschaftlichen Legitimation. Deshalb werden wir ab sofort wieder den Ausbau am Geißbockheim forcieren – wir wollen als 1. FC Köln weiterhin im Grüngürtel ein Anlaufpunkt für alle Fans sein und im Sinne von Konrad Adenauer dort auch in Zukunft Repräsentant einer modernen und stolzen Sportstadt Köln sein.“

Bundesverwaltungsgericht entscheidet am 23. April

Seit November 2020 gibt es Bebauungsplan für die Gleuler Wiese sowie für das Nachwuchsleistungszentrum neben dem Franz-Kremer-Stadion. Dieser wurde aber durch ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster im November 2022 für unwirksam erklärt. Der FC erwirkte eine Revisionszulassung. Am 23. April wird am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig darüber entschieden, ob der ursprünglich genehmigte Bebauungsplan nach wie vor Gültigkeit besitzt. Unabhängig dieses Urteiles sei der FC weiterhin “der Überzeugung, dass eine Weiterentwicklung am Geißbockheim im angestrebten Umfang möglich und innerhalb überschaubarer Zeit – mit dem notwendigen politischen Willen – umsetzbar wäre, dies zudem weitaus kostengünstiger und ökologisch nachhaltiger“, heißt es in der Meldung.

Keller: „Wir haben beim FC einen fast 40-jährigen Investitionsstau“

In den vergangenen beiden Jahren hat der FC rund zehn Millionen Euro investiert. Dabei wurden unter anderem bestehende Plätze kernsaniert, eine alte Turnhalle zu einer funktionalen Athletikhalle umgebaut, der Trakt der Lizenzmannschaft modernisiert und Bestandsräume zu einer zeitgemäßen Physiotherapiepraxis für unsere Nachwuchs- und Frauenmannschaften umgestaltet. „Das alles war aber nur ein Anfang und reicht bei weitem noch nicht aus. Wir haben beim FC einen fast 40-jährigen Investitionsstau. Für eine nachhaltige Weiterentwicklung brauchen wir die politische Unterstützung der Stadt Köln. Was bisher modernisiert wurde, war genehmigungsfrei“, sagt Sportdirektor Christian Keller. „Für die nun anstehenden Maßnahmen brauchen wir aber baurechtliche Genehmigungen. Diese absolut dringenden Aufgaben müssen jetzt schnellstmöglich gelöst werden, wenn wir die Sozialisations-, Freizeit- und Unterhaltungs- sowie Botschafterfunktion des 1. FC Köln erhalten und ausbauen wollen.“ 

Der erste Showdown – keine Vorentscheidung, aber ein Fingerzeig

Bei einer Niederlage droht Köln, den Anschluss zu verlieren
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Der erste Showdown – keine Vorentscheidung, aber ein Fingerzeig

Für das Keller-Quartett gab es am vergangenen Spieltag jeweils einen Punkt und damit keine Veränderungen in der Tabelle. Das wird sich am kommenden Wochenende wohl ändern. Denn Köln, Bochum, Mainz und Darmstadt treffen in direkten Duellen aufeinander.

Am Samstag könnte das Duell gegen Bochum bereits ein Fingerzeig sein, wo es für den FC hingeht. Je nach Ausgang der Partie und der, der beiden direkten Konkurrenten schnuppert der FC entweder am Klassenerhalt oder dieser rückt in weite Ferne. Die Begegnung mit dem VfL wird für den 1. FC Köln ein entscheidender Wegweiser, ein Dreier muss her. Denn bei einer Niederlage droht Köln, den Anschluss zu verlieren.

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Auch wenn Steffen Baumgart sich aktuell eher Sorgen um einen verpassten Aufstieg als um einen drohenden Abstieg machen muss, hallen seine Worte aus dem vergangenen November als FC-Trainer noch nach. Vor der Begegnung gegen den SV Darmstadt prägte Baumgart einen Begriff, den mittlerweile einige andere Fußballexperten übernommen haben. Der Ex-Coach des 1. FC Köln prophezeite, dass der Abstiegskampf in dieser Spielzeit ein Schneckenrennen sein würde, dass sich wohl bis zum Ende der Spielzeit hinziehen könnte. Den Beweis dafür lieferte das Keller-Quartett erst wieder am vergangenen Spieltag. Denn große Sprünge machte keiner der potenziellen Abstiegskandidaten. Während der FC sich in Augsburg zu einem 1:1 mühte, spielten auch Mainz (0:0 in Leipzig), sowie Bochum und Darmstadt (2:2) im direkten Duell beim VfL unentschieden. Großartige Veränderungen gab es auf dem Tableau demnach nicht.

Bei einer Niederlage droht Köln, den Anschluss zu verlieren

Doch schon am Samstag könnte das Schneckenrennen an Fahrt aufnehmen. Dann treffen die vier Kontrahenten in direkten Duellen aufeinander. Während der FC den VfL Bochum erwartet, ist zeitgleich der SV Darmstadt zu Gast in Mainz. Bei dann noch sechs ausstehenden Spielen fällt am 28. Spieltag sicher noch keine Vorentscheidung über Abstieg und Klassenerhalt, es könnte aber bereits einen deutlichen Fingerzeig geben. Denn klar ist, sollte Köln das Heimspiel gegen Bochum verlieren, wäre der VfL auf zehn Punkte und damit auch das letzte bisschen Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt weg. Dass der FC in den verbleibenden sechs Spielen zehn Zähler mehr einsammelt als der Kontrahent aus Bochum ist wohl ausgeschlossen.

Sollte zudem auch Mainz das Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht gewinnen, wären die Rheinhessen auf vier Zähler weg. Da der FC anschließend zu Gast beim FC Bayern München ist, während Mainz „nur“ die TSG Hoffenheim empfängt, droht der FC bereits vor den nächsten direkten Duellen gegen Darmstadt und die 05er den Anschluss zu verlieren. Bei einem Erfolg über die Mannschaft von Thomas Letsch würde Köln tatsächlich mit vier Zählern Rückstand noch einmal am rettenden Ufer schnuppern. Immerhin haben die Geißböcke rein statistisch an den letzten sieben Spieltagen Stand jetzt das leichteste Restprogramm. Gemessen an den Platzierungen der Gegner treffen die Kölner auf Teams, die im Schnitt auf Rang 11,71 liegen. Der Unterschied zu Mainz ist mit 11,57 allerdings nur marginal, der auf Bochum schon größer (10,57).


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Thielmanns überzeugender Auftritt offenbart die Kaderschwächen

Jan Thielmann löste seine Aufgabe als Rechtsverteidiger gut
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Thielmanns überzeugender Auftritt offenbart die Kaderschwächen

Am Sonntag spielte Jan Thielmann erstmals unter Timo Schultz als rechter Verteidiger. Der 21-Jährige löste seine Aufgabe gut. Gleichzeitig war die Umpositionierung aber auch Zeichen – und das nicht nur an die Konkurrenz.

Die drittbeste Kölner Zweikampfstatistik, ein gefährlicher Abschluss, eine beeindruckende Rettungsaktion – der Einsatz von Jan Thielmann als Rechtsverteidiger war vielversprechend. Gleichzeitig war es aber auch ein Zeichen an die Kaderplaner des vergangenen Sommers beim 1.FC Köln: Jan Thielmann offenbart Kaderschwächen.

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Es lief die 70. Spielminute als sich eine der Offensiv-Maßnahmen des Kölner Trainers im Duell gegen Augsburg besonders bezahlbar machte. Timo Schultz hatte Allrounder Jan Thielmann in die Defensive beordert, um wiederum in der Offensive für mehr Zugkraft zu sorgen. Der Plan ging gerade bei den Angriffsbemühungen zwar nur bedingt auf, in der Rückwärtsbewegung zeichnete sich der 21-Jährige eben in jeder Minute besonders aus. Thielmann kratzte den Ball nach einem Hackenschuss von Dion Beljo mit einer Grätsche von der Linie, half dem bereits geschlagenen Marvin Schwäbe in höchster Not aus und verhalf dem FC somit ebenfalls zum Punktgewinn. Ob diese starke Aktion aber die Maßnahme des Trainers rechtfertigte, ist im Nachhinein schwer zu sagen.

Thielmann: „Ich spiele da, wo ich gebraucht werde“

In Bezug auf seine Position äußerte sich Jan Thielmann gewohnt diplomatisch: „Ich spiele da, wo ich gebraucht werde. Ich versuche, immer 100 Prozent zu geben und wenn es dem Team auf der Rechtsverteidigerposition am besten hilft, dann spiele ich Rechtsverteidiger.“ Ähnlich hatte sich der U21-Nationalspieler angehört, als er im vergangenen Jahr unter Steffen Baumgart ebenfalls den rechten Verteidiger spielte. Timo Schultz sah die berufliche Umorientierung des Kölner Eigengewächses deutlich besser. „Ich glaube, es war sehr stabil. Wir wurden gerade auf dem Flügel viel gefordert und da hat Jan extrem viele Zweikämpfe gewonnen und zwei, drei Mal in höchster Not gelöscht“, erklärte der Trainer. „Im Spiel nach vorne haben wir alle noch Verbesserungspotenzial, nicht nur Jan.“

Einen wichtigen Impuls gab Thielmann am Sonntag nicht, es war aber ein deutliches Zeichen an seine Mitspieler und die Kaderplaner des vergangenen Sommers. Dass ein gelernter Offensivspieler die Position des Rechtsverteidigers übernahm, obwohl gleich zwei etatmäßige Außenverteidiger auf der Bank saßen war zumindest kein Vertrauensbeweis für Rasmus Carstensen und Benno Schmitz. Gerade der Routinier, dessen Vertrag bekanntlich im Sommer ausläuft, hat aktuell einen schweren Stand. Carstensen wurde eigentlich als Backup für den 29-Jährigen verpflichtet, hatte Schmitz aber auch den Rang abgelaufen, weil er die Außenposition deutlich offensiver auslegt, als der gebürtige Bayer. Nun wird den beiden mit Jan Thielmann ein Spieler vor die Nase gesetzt, der vor wenigen Wochen noch die Allheilwaffe im Sturmzentrum darstellen sollte.

Thielmann eine Dauerlösung auf Rechts?

Dabei war Carstensen bislang so etwas wie der Gewinner der Sommer-Transferperiode. Der Däne hat seinen Marktwert in der Saison vervielfacht, ist laut dem Online-Portal gool.ai knapp sieben Millionen Euro wert. Ob die Offensiv-Maßnahme eine Dauerlösung ist, ließ Timo Schultz am Sonntag offen. „Wenn er da häufiger zum Einsatz kommt und da eine gewisse Routine entwickelt, dann kann er uns noch wichtige Impulse gerade im letzten Drittel geben“, sagte der Coach. Dass auf der anderen Seite Max Finkgräfe den überforderten Leart Pacarada bereits zur Halbzeit ersetzte, sendete ein ähnliches Zeichen. Der 20-Jährige wird wohl auch in den kommenden Spielen im Duell mit dem Sommer-Neuzugang die Nase vorne haben.


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