Fast schon historisch schlecht: Auch bei den Zahlen schwindet die Hoffnung

Die Konkurrenz hat die Kölner im Kampf um Platz 15 abgehängt: Eine Aufholjagd wird schwierig für den 1. FC Köln.
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Fast schon historisch schlecht: Auch bei den Zahlen schwindet die Hoffnung

Auch nach dem vergangenen Wochenende beträgt der Abstand zum sicheren Ufer weiterhin sieben Punkte. Sieben Spieltage vor Saisonende liegt der Fokus für den FC auf dem Relegationsplatz. Eine Aufholjagd zum rettenden Ufer hat es bei einem ähnlichen Abstand noch nicht gegeben.

Auch nach dem 1:1 gegen Augsburg ist für den 1. FC Köln in Sachen Klassenerhalt weiterhin alles möglich – zumindest auf dem Papier. Das Ziel heißt aber bei sieben Zählern Rückstand erst einmal nur noch Relegationsplatz. Die Konkurrenz hat die Kölner im Kampf um Platz 15 abgehängt. Eine Aufholjagd wird schwierig für den 1. FC Köln.

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Auch wenn Timo Schultz vor dem Remis gegen den FCA eigentlich einen Drei-Punkte-Plan ausgesprochen hatte, war man sich am Sonntag beim FC unschlüssig, was denn der Punkt aus Augsburg am Ende wert sei. Immerhin hatte sich durch die Unentschieden von Mainz, Darmstadt und Bochum an der Tabellensituation nicht viel geändert. Einzig die verbliebenen Spiele sind geschrumpft. Dementsprechend nahm Timo Schultz den Punkt „gerne mit“. Bei den Kölner Verantwortlichen war man sich zumindest vor dem 1:1 noch sicher, dass der Zug zum rettenden Ufer, also Platz 15, noch nicht ohne den FC abgefahren sei. Lange wartet er aber wohl nicht mehr auf die Gäste aus Köln. Denn der FC ist fast schon historisch schlecht unterwegs. Nur in der Spielzeit 2001/02 hatten die Kölner nach dem 27. Spieltag eine schlechtere Bilanz, und das nur aufgrund der schlechteren Torbilanz.

In der Regel Veränderungen zum Saisonfinale

Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel zur Spielzeit 95/96 hatte zudem nur einmal ein Tabellenvorletzter zum gleichen Zeitpunkt weniger Zähler auf dem Konto. Der FC kommt aktuell auf 19 Punkte, in der Spielzeit 18/19 waren es beim 1. FC Nürnberg sogar nur 16. Der Club stieg mit 19 Punkten als Tabellenletzter ab. Dabei gibt es auch nach dem 27. Spieltag noch immer eine Vielzahl von Veränderungen in der Tabelle. In den vergangenen 28 Spielzeiten konnte sich der Tabellenvorletzte ganze neun Mal noch auf Rang 15 und immerhin sieben Mal auf Rang 16 verbessern.

Zu mehr als 50 Prozent gab es für den Vorletzten also noch eine leichte Kurskorrektur oder sogar das rettende Ufer. Für den Tabellensechzehnten gab es zwölf Mal die direkte Rettung. Bitter sind dagegen die Aussichten für das Tabellenschlusslicht. Nur einmal rettete sich der Träger der Roten Laterne noch nach dem 27. Spieltag direkt. Der VfB Stuttgart verbesserte sich in der Saison 14/15 noch auf Rang 14. Gladbach rettete sich 2010/11 als Schlusslicht noch auf den Relegationsplatz und setzte sich dort hauchdünn gegen Bochum durch.

Im Schnitt acht Punkte

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Abstand des Vorletzten zu Rang 15 in den vergangenen 28 Jahren nur vier Mal sieben oder mehr Zähler betragen hat. Eine direkte Rettung gab es in diesen Fällen nie. In der Saison 12/13 holte die TSG Hoffenheim zwar den Zehn-Punkte-Rückstand auf Düsseldorf auf Rang 15 auf, da aber auch Augsburg die Fortunen noch überholte, mussten die Sinsheimer in die Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern. Dort setzte sich Hoffenheim souverän durch. Im Schnitt holte der Tabellensechzehnte aus den verbleibenden sieben Saisonspielen acht Zähler, also einen mehr als der Rückstand der Kölner auf Bochum beträgt.

Den beeindruckendsten Ritt legte wohl der BVB in der Spielzeit 2006/07 hin. Damals belegte Dortmund nach dem 27. Spieltag ebenfalls den vorletzten Tabellenrang, mit einer enormen Aufholjagd und 15 Zählern aus den restlichen Saisonspielen gelang noch der Sprung auf Rang neun. Immerhin trifft der FC nun auf einen direkten Konkurrenten. Sollten die Kölner gegen Bochum gewinnen, würde die Ausgangslage sechs Spiele vor dem Saisonfinale wieder anders aussehen.


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Jonas Urbig: Wertvollster Zweitliga-Keeper lässt Ex-Trainer verzweifeln

1. FC Köln: Leih-Keeper Urbig überragt einmal mehr
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Jonas Urbig: Wertvollster Zweitliga-Keeper lässt Ex-Trainer verzweifeln

Jonas Urbig sorgt in der 2. Bundesliga weiter für Freude bei den Kölner Verantwortlichen. Der Kölner Keeper überragte im Duell der Fürther gegen den Hamburger SV und erhielt ein Lob vom Ex-Trainer. Mittlerweile ist Urbig der wertvollste Torhüter der zweiten Liga.

Trotz des 1:1-Unentschieden in Augsburg gab es am Sonntag doch noch ein wenig Grund zur Freude beim 1. FC Köln: Leih-Keeper Jonas Urbig überragt einmal mehr beim 1:1 der Fürther gegen den Hamburger SV.

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Es bedurfte schon eines Kunstschusses um den überragenden Mann des Spieltags zu überwinden. Miro Muheim zog im zweiten Abschnitt des Duells zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem Hamburger SV trocken aus 25 Metern ab und traf in den linken Giebel. Fürths Keeper Jonas Urbig blieb nach einer knappen Stunde ohne Chance. Dabei hatte die Kölner Leihgabe überhaupt erst dafür gesorgt, dass es bis dahin keine Tore gegeben hatte. Immanuël Pherai scheiterte aus spitzem Winkel und András Németh aus kurzer Distanz. Der HSV war das bessere Team, erspielte sich die Mehrzahl an Chancen und hätte schon früher führen müssen. Dann war Muheim zur Stelle. Und die Gäste hätten nachlegen müssen. Unter anderem scheiterte erneut Nèmeth am überragenden 20-Jährigen.

Urbig erhält Lob von Steffen Baumgart

Die vergebenen Chancen rächten sich. Mit einem weiteren Traumtor glich Jomaine Consbruch spät aus. Der HSV rutschte vom Relegationsplatz auf Rang vier und muss weiter um den Aufstieg ins Oberhaus zittern. „Das war ein Spiel, das man gewinnen kann, was man auch sollte aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten, die wir hatten. Wir standen viel Eins-gegen-eins vor Jonas, der dann aber auch gut gehalten hat. Und wenn du das 2:0 nicht machst, bleibt der Gegner halt im Spiel“, sagte HSV-Coach Steffen Baumgart über seinen einstigen Keeper. Der 52-Jährige sieht in Urbig „eines der größten Torwart-Talente, das wir in Deutschland haben.“ Das sagte Baumgart im Winter 23. Und langfristig wollte der Kölner Ex-Coach auf das Talent setzen. „Wir sehen in Jonas eine mögliche Nummer eins. Ich traue ihm diese Rolle zu, und mit der Meinung bin ich nicht alleine.“

Am Sonntag bewies Urbig einmal mehr, dass er das Zeug dazu hat und beim FC eine große Rolle spielen kann. Je nach Ausgang der Saison bereits in der kommenden Spielzeit. Sollten die Kölner am Ende der Spielzeit absteigen, wird Marvin Schwäbe den Club wohl verlassen. Urbig zeigte in dieser Saison schon einige herausragende Leistungen beim Kleeblatt. Der Keeper spielte neun Partien bereits zu Null, einzig Timo Weiner von Holstein Kiel behielt öfter die weiße Weste. Das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Marktwert des Keepers mittlerweile auf vier Millionen Euro. Demnach wäre Urbig mit Abstand der wertvollste Keeper der 2. Bundesliga. Es folgt Tjark Ernst von Hertha BSC mit 2,5 Millionen Euro. In der Gesamtliste der wertvollsten Zweitliga-Spielern liegt Urbig gemeinsam mit dem Ex-Kölner Marcel Hartel auf Rang elf.

Soldo erneut nicht im Kader des FCK

Zwar machte Tim Lemperle bei der aktuellen transfermarkt.de-Schätzung keine Sprünge, der Angreifer kam gegen den HSV in der Schlussphase aber immerhin wieder zum Einsatz. Noch vor zwei Wochen war Lemperle mit einer Knieverletzung ausgewechselt worden und hatte damit für die ein oder andere Sorgenfalte bei den Fürther, wohl aber auch bei den Kölner Verantwortlichen gesorgt. Die Verletzung war nicht so schlimm wie befürchtet. Für Nikola Soldo bleibt die Situation beim 1. FC Kaiserslautern schwierig. Der Innenverteidiger spielt auch weiterhin keine Rolle in den Planungen von Friedhelm Funkel, stand am Wochenende wieder nicht im Kader. Ob der Abwehrspieler am Abend im Pokal gegen Saarbrücken zum Einsatz kommt, ist ebenfalls unwahrscheinlich. Funkel wird angesichts der Chance auf das Pokalfinale sicherlich nicht experimentieren.

Mathias Olesen kam derweil im Duell gegen den Tabellenführer Young Boys Bern zu seinem Start-Elf-Comeback für Yverdon Sport FC. Nach dem enttäuschenden frühzeitigen EM-Aus mit Luxemburg trotzte der Tabellenneunte dem Spitzenreiter ein Remis ab. Olesen spielte 80 Minuten. Maxi Schmid kam bei Kerkrade zu einem Zwei-Minuten-Einsatz gegen die Zweitvertretung von PSV Eindhoven. Marvin Obuz war für Rot-Weiss Essen nicht im Einsatz. Die Begegnung beim 1. FC Saarbrücken wurde aufgrund der Platzverhältnisse verschoben. Experten kamen zu dem Schluss, dass der Rasen in Saarbrücken keine zwei Begegnungen innerhalb von vier Tagen verkraften würde. Am Abend ist der FCK zu Gast im Pokal-Halbfinale.


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Kommentar: Vielversprechende Ansätze reichen nicht zum Klassenerhalt

Ein Kommentar zum wiederholten harmlosen Auftritt des 1. FC Köln
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Kommentar: Vielversprechende Ansätze reichen nicht zum Klassenerhalt

Am Sonntagnachmittag spielte der 1. FC Köln 1:1 gegen Augsburg und nahm einen Punkt mit zurück nach Köln. Die Tabellensituation bleibt nach dem 27. Spieltag unverändert für die Geißböcke. Ernüchternd ist allerdings die Tatsache, dass die Kölner selbst mit offensivster Ausrichtung kaum Torchancen herausspielen konnten. Ein Kommentar.

Trainer Timo Schultz war mit dem einen Zähler zufrieden, sah vielversprechende Dinge in der Offensive. Dennoch konnte der FC keine Punkte im Abstiegskampf gut machen und hat nun einen Spieltag weniger Zeit, um aufzuholen. Vielversprechende Dinge zu sehen, reicht nicht, um die Liga zu halten. Ein Kommentar zum wiederholten harmlosen Auftritt des 1. FC Köln.

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Die gute Nachricht vorweg: auf den ersten Blick hat sich für den 1. FC Köln nach dem 1:1 in Augsburg zunächst einmal wenig verändert. Der FC hat noch immer nur einen Punkt Rückstand auf Mainz 05 und damit den Relegationsplatz, der Abstand zum VfL Bochum hat sich ebenfalls nicht verbessert, der Vorsprung auf Darmstadt ist nicht geschrumpft. Zudem sind die Kölner unter Timo Schultz auch weiterhin auswärts unbesiegt. Bei fünf Spielen in der Fremde alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Nur hört es dann erstaunlich abrupt mit den guten Nachrichten auf. Fakt ist, die Kölner sind am Sonntag nicht über ein 1:1-Unentschieden beim FCA hinaus gekommen. Bei einem Gegner, der deutlich mehr Torgefahr entfachte als der FC und unterm Strich als Mannschaft der Stunde gefeiert wird. Insofern ist es nur verständlich, dass Timo Schultz mit dem Zähler zufrieden war. 

Auf dem Papier war alles auf Offensive ausgelegt

Der zweite Blick ist dann aber doch ein wenig ernüchternder. Und das nicht nur, weil den Kölnern bei gleicher Ausgangslage nun ein Spieltag weniger zur Rettung bleibt. Timo Schultz, der den einen Zähler „gerne mit zurück nach Köln nimmt“, klang vor dem Spiel noch ganz anders. Die Zeit des Punktehamsterns sei vorbei hat Schultz sinngemäß gesagt und angekündigt, dass „in der Crunchtime nur noch Dreier zählen“. Und man mit dem ersten Dreier in Augsburg anfangen werde. Auch wenn Luca Waldschmidt mit ein wenig mehr Glück, jeder Menge Fußball-Romantik und sicher einer rot-weiß gefärbten Brille den Siegtreffer auf dem Fuß hatte, war Augsburg am Sonntag den drei Punkten deutlich näher als der FC. Marvin Schwäbe rettete Köln den Zähler.

Dabei kann man Schultz nicht den Vorwurf machen, wenig probiert zu haben. Im Gegenteil. Der 46-Jährige ließ seinen vollmundigen Worten auch Taten folgen, stellte zwei Stürmer auf, brachte mit Denis Huseinbasic und Dejan Ljubicic zwei zentrale Mittelfeldspieler, die er als deutlich offensiver einschätzte als eine Variante mit Eric Martel. Schultz stellte den Offensivspieler Jan Thielmann als Rechtsverteidiger auf und ging wenige Minuten vor Spielende sogar das Risiko ein, mit Luca Waldschmidt einen Unterschiedsspieler zu bringen, der erst seit knapp einer Woche komplett mit der Mannschaft trainiert. Auf dem Papier war also alles auf Offensive ausgelegt. Nur sprechen die zwei (!) Torschüsse aufs Tor, die neun Flanken, von denen gerade einmal eine beim Mitspieler ankam, die erschreckend wenigen Offensivaktionen eine ganz andere Sprache. 

Vielversprechend reicht nicht mehr

Das Trainingslager in Spanien sollte dem FC helfen, das Spiel mit dem Ball anzutreiben. Unterm Strich war davon – abgesehen von dem Geniestreich von Florian Kainz vor dem 1:1 – nicht viel zu sehen und es einmal mehr die starke Defensive, die eine Pleite verhinderte. Der FC war am Sonntag sicher nicht mit dem FC Augsburg auf Augenhöhe, ertrotzte sich mit Glück einen Punkt. Schultz betonte nach dem Spiel, dass er vielversprechende Dinge in der Offensive gesehen habe, vielversprechende Kontersituationen, die aber nicht zum Torabschluss führten. Vielversprechend alleine reicht für die Bundesliga nicht. Und wieder einmal darf und muss die Frage nach der Qualität des Kaders gestellt werden. Wenn alle alles reinwerfen, wie Schultz erklärte, dann muss nach dem harmlosen Auftritt in Augsburg die Frage erlaubt sein, ob vielleicht einfach nicht mehr geht.

Die Kölner brauchen Siege, brauchen Punkte. Christian Keller sprach am Sonntag von den nun folgenden Endspielen. Endspiele haben die Kölner etwa zum gleichen Zeitpunkt der Hinrunde ebenfalls ausgerufen. In den verbliebenen sieben Spielen gab es damals sechs Punkte und ein Trainer-Aus. Auch wenn Mainz in dem gleichen Zeitraum damals nur fünf Zähler sammelte, wird das halbe Dutzend den Geißböcken mit großer Wahrscheinlichkeit nicht helfen. Nein, rein tabellarisch hat sich am Wochenende nicht viel beim FC verändert, fußballerisch aber leider auch nicht.


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Das Risiko siegt: Die „unvernünftige“ Entscheidung von Timo Schultz

Schultz trifft bei Waldschmidt eine "unvernünftige" Entscheidung
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Das Risiko siegt: Die „unvernünftige“ Entscheidung von Timo Schultz

Nach drei Monaten gab Luca Waldschmidt am Sonntag sein Bundesliga-Comeback. Ein durchaus Vielversprechendes. Aber eins, von dem Trainer Timo Schultz trotz großer Hoffnung selbst nicht restlos überzeugt war.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger tritt Timo Schultz deutlich ruhiger und nach Außen hin auch besonnener auf. Am Sonntag ging der Trainer volles Risiko. Schultz trifft bei Waldschmidt eine „unvernünftige“ Entscheidung.

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Es waren gerade einmal neun Minuten, die Luca Waldschmidt am Ostersonntag im Duell gegen den FC Augsburg einsammelte. Neun Minuten, die für den FC einen weiteren Hoffnungsschimmer darstellen, aber auch neun Minuten, die es so nicht unbedingt gegeben hätte. Zumindest gab Timo Schultz nach dem Duell zu, dass er Davie Selke, der für Waldschmidt den Platz verlassen hatte, lieber auf den Platz gelassen hätte. „Eigentlich wollte er viel früher vom Platz. Ich hätte ihn gerne durchspielen lassen“, sagte Schultz. „Am Ende hat er dann die Hand gehoben und gezeigt, es gehe nicht weiter.“ Selke verriet indes, dass er bereits nach einer Stunde die ersten körperlichen Beschwerden gespürt habe. Kein Wunder, nachdem der Stürmer sich gegen Heidenheim verletzt hatte und Wochen ausgefallen war.

Waldschmidt zum ersten Mal seit Dezember auf dem Feld

So kam Waldschmidt zu seinem ersten Einsatz seit drei Monaten. Und als der Angreifer wenige Minuten vor Spielende im Zentrum Tempo aufnahm und aus 18 Metern abschloss, wird das Herz bei dem ein oder anderen FC-Fußball-Romantiker schneller geschlagen haben. Dass ausgerechnet der Offensivspieler den Lucky-Punch setzen würde, wäre wohl aus Kölner Sicht zu schön gewesen. „Ich glaube, dass man schon in den zehn Minuten, die er auf dem Platz war gesehen hat, dass er ein absoluter Unterschiedsspieler für uns ist“, sagte Timo Schultz. Tatsächlich übernahm der Rekonvaleszent umgehend Verantwortung. Waldschmidt holte sich die Bälle tief in der eigenen Hälfte, leitete die Offensivbewegung ein. Der Angreifer kam in neun Minuten immerhin auf zehn Ballkontakte (Bester Schnitt der FC-Spieler), acht Pässe und einen Abschluss.

Schultz: „Er liegt deutlich vor dem Zeitplan“

Und dennoch haderte Schultz auch ein wenig mit der Einwechslung. Denn eigentlich kam der Einsatz aus Sicht der Trainers zu früh. „Manchmal muss man als Trainer auch Entscheidungen treffen, die unvernünftig sind“, sagte der 46-Jährige. „Er war zehn Wochen raus und hat keine volle Trainingswoche mitgemacht.“ So wollte sich Schultz auch nicht festlegen, welche Rolle der Offensivspieler am kommenden Wochenende gegen Bochum spielen wird. „Er liegt deutlich vor dem Zeitplan. Wir werden die nächste Woche wieder durchsteuern und dann vor Bochum sehen, was Sinn macht. Wir dürfen kein Risiko eingehen, weil wir noch viele wichtige Spiele haben, in denen wir ihn brauchen.“ Kein Wunder, mit seinen Ideen änderte der Offensivspieler am Sonntag die Spieldynamik, gab der Begegnung zumindest für einige Minuten ein anderes Gesicht.

Und doch sollte die Euphorie nicht zu groß sein. Zwar kann Waldschmidt Impulse setzen, der Unterschiedsspieler sein. Doch gerade in der ersten Saisonhälfte lief auch der 27-Jährige seinen eigenen Erwartungen doch ein Stück weit hinterher. Mit zwei Toren und zwei Assists fällt auch die Bilanz des Offensivspielers eher durchwachsen aus. Auch unter Steffen Baumgart war die Wolfsburger Leihgabe nicht immer Stammspieler. Das könnte sich schon bald ändern. Denn Timo Schultz hält große Stücke auf den ehemaligen Nationalspieler. So große, dass er als doch besonnener Trainer schon mal unvernünftige Entscheidungen trifft.


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Mit Selkes sechstem Saisontreffer zur Stammplatzgarantie

1. FC Köln: Selke trifft und erhält eine Stammplatzgarantie
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Mit Selkes sechstem Saisontreffer zur Stammplatzgarantie

Wirklich auffällig spielte Davie Selke am Sonntag gegen den FC Augsburg nicht. Doch der Stürmer erzielte seinen sechsten Saisontreffer und erhielt von Timo Schultz zudem eine Stammplatzgarantie.

Mit seinem sechsten Saisontreffer im 18. Ligaspiel hat Davie Selke bereits jetzt mehr Tore geschossen, als in der vergangenen Saison. FC-Coach Timo Schultz setzt auf den Stürmer und bescheinigt ihm eine große Bedeutung auf dem Platz, aber auch in der Kabine des 1. FC Köln: Selke trifft und erhält eine Stammplatzgarantie.

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Eigentlich hätte das Startelf-Comeback für ihn persönlich nicht viel besser laufen können. Gut zwei Monate nach der Verletzung gegen Heidenheim erzielte Davie Selke bereits nach einer guten halben Stunde den wichtigen Ausgleich. Natürlich Selke, der sein Scorerkonto gegen den FCA damit auf sieben Punkte erhöhte. FC-Trainer Timo Schultz hatte sich viel von dem Sturmduo Selke und Sargis Adamyan versprochen, von der „offensivsten Variante„. Gerade der Stoßstürmer hatte noch in der vergangenen Woche ein Sonderlob des Trainers erhalten. Schultz sprach von der enormen Bedeutung seines Zielstürmers. Nach seinem sechsten Saisontor, dem 1:1 im Duell gegen den FC Augsburg, ist diese Bedeutung dem Stürmer auch nicht abzusprechen. Selke machte nach dem Zuspiel von Adamyan das, was ein Stürmer machen muss und vollendete zum Ausgleich. „Das war von Kainzi und Sargis hervorragend herausgespielt. Dann ist es mein Job, dort zu stehen.“

Stammplatzgarantie für Selke

Und Timo Schultz ergänzte nach dem Spiel: „Das Zusammenspiel mit ihm und Sargis hat ja zumindest in einer Situation offensichtlich sehr gut funktioniert.“ Ansonsten fiel der 29-Jährige allerdings nicht so auf wie sein Nebenmann Adamyan, der zu einigen Abschlüssen kam und auch immer wieder den Rückwärtsgang einlegte, um Bälle zu erobern. Neben dem Tor war Selke noch einmal präsent, als er mit dem Ex-Kölner Elvis Rexhbecaj zusammenrauschte, sich dabei den Knöchel anschlug und zumindest für kurze Augenblicke Sorgenfalten auf die Stirn von Schultz zauberte. Trotz seines Treffers spielte Selke im Duell gegen Augsburg keine besonders auffällige Rolle und rettete dennoch dem FC gemeinsam mit Marvin Schwäbe den Punkt. Gerade mit dem zweiten Abschnitt war der Stürmer aber nicht zufrieden. „Da haben wir außen zu viel Raum gelassen, wodurch Augsburg Druck erzeugen konnte“, sagte der Stürmer.

Für Selke war es bereits der sechste Saisontreffer im 18. Ligaspiel, in der vergangenen Spielzeit kam der Stürmer auf fünf Treffer in 17 Partien. Und dennoch steht auch Selke für die doch harmlose Offensive der Geißböcke. Denn im Duell gegen Augsburg kamen die Kölner zu keinem weiteren Hochkaräter, der erhoffte Lucky Punch lag nicht wirklich in der Luft. Dass der Trainer auch weiterhin auf den Stürmer setzt, hat aber Gründe. „Davie ist mit seiner Präsenz nicht nur in den 90 Minuten auf dem Platz, sondern auch davor und danach in der Kabine ein Spieler, den wir nur schwer ersetzen können“, erklärte Schultz. „Er reibt sich in den Zweikämpfen auf, versucht permanent Druck auf den Ball auszuüben.“ Gerade deswegen sprach Schultz seinem Stürmer auch so etwas wie eine Stammplatzgarantie aus: „Wenn Davie fit ist, dann wird er auch spielen.“

So auch am kommenden Samstag im Duell gegen den VfL Bochum. Auch dort wird die Marschroute wieder die Dreipunkte-Vorgabe sein. Auch dort wird Schultz wieder einen möglichst offensiven Ansatz suchen. Ein Teil der Planungen ist Davie Selke. Im Hinspiel traf Selke zum Ausgleich, dem 1:1-Endstand – sein erstes Tor gegen den VfL.


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Auch die „offensivste Variante“ ist zu harmlos

Der 1. FC Köln ist weiterhin einfach zu harmlos.
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Auch die „offensivste Variante“ ist zu harmlos

Timo Schultz hatte vor dem Duell beim FC Augsburg einen offensiveren Ansatz angekündigt. Auf dem Papier hielt der Trainer Wort. Seine Mannschaft auf dem Platz aber nicht.

Am Sonntagnachmittag suchte der FC weiterhin nach seiner Torgefahr in der Offensive. Gerade im letzten Drittel fehlte es wieder an Präzision und Durchschlagskraft. Vor allem aber fehlt es an Ideen. Der 1. FC Köln ist weiterhin einfach zu harmlos.

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Am vergangenen Freitag hatte sich Timo Schultz noch unschlüssig gezeigt, am Sonntag lief sie dann doch auf, die „offensivste Variante“, wie der Trainer die Doppelspitze mit Davie Selke und Sargis Adamyan bezeichnete. Die Marschroute der drei erhofften Punkte war also nicht nur kommuniziert, sie sollte auch praktiziert werden. Einzig: Richtig gefährlich war die „offensivste Variante“ der Geißböcke im Duell gegen den FC Augsburg dann doch nur einmal. Beim Ausgleich durch Selke. „Das war von Kainzi und Sargis hervorragend herausgespielt. Dann ist es mein Job, dort zu stehen“, sagte der Angreifer. Der Treffer war tatsächlich schön herausgespielt. Vor allem von Florian Kainz, der mit einem schicken Direktpass die Augsburger Hintermannschaft aushebelte, Adamyan schickte und damit das 1:1 einleitete.

Schwäbe hält den Punkt fest

Und obwohl Schultz auch unmittelbar vor dem Spiel betont hatte, dass die Kölner einen offensiveren Ansatz wählen würden, war Augsburg im gesamten Spiel dem Sieg mindestens einen großen Schritt näher. So musste Marvin Schwäbe gleich drei Mal in höchster Not retten, während die Kölner neben dem Ausgleich nur einen weiteren Schuss auf das Tor der Fuggerstädter brachten. Zwar betonte Schultz nach der Begegnung, dass er einige „vielversprechende Dinge“ in der Offensive gesehen haben wolle, ergänzte aber wenig später, dass diese nicht klar zu Ende gespielt worden seien. „Ich denke da an vier oder fünf vielversprechende Kontersituationen in der zweiten Halbzeit, wo wir es nicht geschafft haben, zum Torabschluss zu kommen“, sagte der Trainer.

Die gab es auch schon im ersten Abschnitt, als beispielsweise der schwache Faride Alidou eine Drei-auf-drei-Situation fahrlässig durch eine gewisse Eigensinnigkeit zum Erliegen brachte. Nach dem Wechsel rettete Kevin Mbabu in letzter Sekunde gegen den eingewechselten Damion Downs und Mads Pedersen vor dem Einschuss bereiten Denis Huseinbasic. Ansonsten sorgten wenn überhaupt die Hausherren für Gefahr. Schwäbe und Jan Thielmann, der einen Ball von der Linie kratzte, hielten den Kölner Punkt fest. Dabei hatte Timo Schultz viel für mehr Offensive getan. Neben der Doppelspitze wählte der Trainer mit Dejan Ljubicic und eben Huseinbasic auch eine offensivere Doppelsechs, die sich lange aber nahezu gar nicht in die Vorwärtsbewegung mit einschaltete. Leart Pacarada hatte auf der linken Außenbahn so viel mit dem Augsburger Angriffsspiel zu tun, dass er die gegnerische Hälfte lieber nur selten betrat.

Adamyan: „Ein Punkt ist ein bisschen wenig“

Und auch Jan Thielmann hatte lange wenig Zugriff auf die Kölner Offensivbemühungen, steigerte sich aber zunehmend. „Ich glaube, die Mannschaft hat sich von der ersten bis zur letzten Minute in alles reingeschmissen“, sagte Schultz zu recht, nur brachte das nicht die erhoffte Angriffswelle, die den Kölnern die ebenfalls erhofften Punkte einspielt. Der FC verteidigte leidenschaftlich, vergaß aber wieder einmal, das Spiel auch nach vorne anzukurbeln. Köln stand viel zu tief, fand kaum kreative Mittel und nur selten den richtigen Weg aus der Drucksituation. Von den zweiten Bällen gingen zu viele verloren. Dazu leistete sich der Gast zu viele individuelle Fehler im Spielaufbau. Der FC war nicht einmal ansatzweise an den drei erhofften Punkten dran. „Wir wissen nicht, was wir davon halten sollen. Ein Punkt ist ein bisschen wenig“, sagte Adamyan. „Nach dem Spielverlauf nehmen wir den mit und wir haben einen Punkt mehr.“ Wirklich zufrieden wird man in Köln damit, aber auch mit der Leistung nicht sein.


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„Mir ist es egal, wer in den kommenden Wochen der Gegner ist“

Die Stimmen zum Augsburg-Spiel
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„Mir ist es egal, wer in den kommenden Wochen der Gegner ist“

Der 1. FC Köln spielt gegen den FC Augsburg erneut nur 1:1. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem Jan Thielmann. Die Stimmen zum Augsburg-Spiel.

Am Sonntagnachmittag spielte der FC gegen den FC Augsburg 1:1 und steht aktuell mit 19 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz. Einen Punkt nehmen die Kölner mit, aber auch Jan Thielmann hätte gerne drei gehabt. Die Stimmen zum Augsburg-Spiel.

Wir wissen nicht, was wir davon halten sollen. Ein Punkt ist ein bisschen wenig. Nach dem Spielverlauf nehmen wir den mit und wir haben einen Punkt mehr. In der ersten Halbzeit war es kompletter Offensivfußball von uns, wir haben probiert, sehr offensiv zu spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns zu doll reindrängen lassen und das darf halt nicht sein.
Auf die Frage nach den Umschaltmomenten: Das sind entscheidende Situationen, die wir besser ausspielen müssen. Mein Schuss wird leider abgeblockt. Ist halt so im Fußball.
Zum Tor: Eigentlich wollten wir auch so spielen auf den Zehnerraum, dass ein Sechser nachkommt. Und dann haben wir gut verlagert. Kainz spielt super den ersten Kontakt und Davie steht rechts alleine frei.
Wir müssen weiter zusammenhalten und wir haben ein super Team und die Fans und das muss unser Trumpf sein.

Sargis Adamyan

Die Stimmen zum Augsburg-Spiel
Foto: Alexander Hassenstein/AFP/GettyImages


Wie hatten ein intensives Spiel. Wurden gerade in der zweiten Halbzeit etwas in unsere Hälfte gedrängt. Hatten dann die ein oder andere Möglichkeit, nach vorne umzuschalten. Unter dem Strich ein Punkt mehr, aber wir hätten gerne drei gehabt. Ich glaube mit Ball haben wir gute Ansätze gefunden. Wir wussten, wie wir spielen müssen, haben es nicht immer hinbekommen. Gerade in der zweiten Halbzeit, wenn es dann ein bisschen fahriger wird, dann muss man den Kopf bewahren und das haben wir nicht immer gut hinbekommen. Der Plan war das Bewegungsspiel. Wir haben Abläufe trainiert, gerade Umschalter nach Ecken trainiert, eigene Standards trainiert und das war das grobe Ganze. Ich spiele da, wo ich gebraucht werde, versuche, immer 100 Prozent zu geben und wenn es dem Team auf der Rechtsverteidigerposition am besten hilft, dann spiele ich Rechtsverteidiger. Wir hatten einen frühen Rückschlag, sind dann gut zurückgekommen. Hatten dann das Spiel ein bisschen auf unsere Hälfte gezogen. In den kommenden Wochen stehen spannende Spiele an. Gerade mit den direkten Konkurrenten Bochum, Mainz, Darmstadt. Deswegen müssen wir da versuchen, zu überzeugen.

Jan Thielmann

Es war ein sehr intensives Spiel für beide Mannschaften. Ich habe von meiner Mannschaft vor dem Spiel ein offenes Visier erwartet. Wir sind voll auf drei Punkte gegangen. Ich glaube, die Mannschaft hat sich von der ersten bis zur letzten Minute in alles reingeschmissen. Wir hatten auch viele vielversprechende Dinge, was die Offensive angeht. Wir haben es dann aber nicht geschafft, einige Situationen für uns noch klarer auszuspielen. Ich denke da an vier oder fünf vielversprechende Kontersituationen in der zweiten Halbzeit, wo wir es nicht geschafft haben, zum Torabschluss zu kommen. Trotzdem schießen wir ein schönes Tor. Wir wollten eigentlich nicht mehr Unentschieden spielen, ich nehme den Punkt aber dennoch gerne mit nach Köln.
Wir wollten über die linke Seite mehr Druck machen. Max war zehn Tage raus, kam dementsprechend für die 90 Minuten nicht infrage. Wir haben uns erhofft, dass Max es ein wenig stabiler macht.
Zu Jan Thielmann: Ich glaube, Jan hat defensiv sehr stabil gespielt und er hat viele Zweikämpfe gewonnen und zwei, drei Mal in höchster Not gelöscht. Nach vorne haben wir alle deutliches Steigerungspotenzial. Ich glaube schon, dass wenn er da häufiger spielt und eine gewisse Routine in die Abläufe bekommt, kann er da der Mannschaft einen riesen Impuls geben.
Zum 1:1: Wir haben schon gesagt, dass wir unser Mindset anpassen müssen und auf Dreier gehen. Dementsprechend haben wir die Mannschaft auch hintenraus angetrieben für die Kontersituationen. Das haben wir auch gemacht. Da wurde es hinten nochmal gefährlich. Es war offenes Visier heute. Ein Dreier wäre drin gewesen. Mir ist es egal, wer in den kommenden Wochen der Gegner ist oder wie die Ausgangssituation ist, wir gehen jedes Spiel an, dass wir gewinnen wollen.

Timo Schultz

Spielbericht

Einzelkritik

Die Einzelkritik gegen Augsburg

1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Augsburg
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Die Einzelkritik gegen Augsburg

Der 1. FC Köln ist beim FC Augsburg nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus gekommen. Während die Defensive viel richtig machte, fiel den Kölnern in der Offensive wieder einmal zu wenig ein.

Der 1. FC Köln hat sich mit einem 1:1 in Augsburg aus der Länderspielpause zurückgemeldet. Wirklich überzeugend war der Auftritt der Geißböcke nicht, der Punkt zwar hart erarbeitet, aber möglicherweise zu wenig für den 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Augsburg.

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Die Enttäuschung war den Kölnern nach dem 1:1 in Augsburg deutlich anzusehen. Dabei konnten sich die Geißböcke bei ihrem starken Keeper Marvin Schwäbe bedanken, dass es überhaupt einen Zähler gab. Die Kölner Nummer eins hielt gleich drei Mal ganz stark. In der Offensive fiel dem FC dagegen wenig ein. Auch, wenn genau das sich Timo Schultz vor dem Spiel von seiner Mannschaft gewünscht hatte. So kamen die Kölner nur zu wenigen Tormöglichkeiten. In der Defensive stand der FC meist sicher.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Augsburg

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

Wieder kein Sieg für den FC

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Wieder kein Sieg für den FC

Der 1. FC Köln erkämpft sich beim FC Augsburg einen Punkt, verpasste aber ein weiteres Mal einen wichtigen Sieg. Dabei konnten sich die Kölner für den Zähler auch bei Marvin Schwäbe bedanken.

FC-Trainer Timo Schultz wollte das Spiel gegen den FC Augsburg offensiver angehen. Davon war trotz einiger Umstellungen gegen den FCA am 27. Spieltag aber nicht wirklich viel zu sehen. Der 1. FC Köln spielt nur 1:1 in Augsburg. Die Führung von Arne Maier (18.) glich Davie Selke (33.) aus. Insgesamt waren die Gastgeber wohl näher am Sieg.

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Nach dem Kurztrainingslager in Algorfa änderte Timo Schultz seine Startelf im Vergleich zur Pleite gegen RB Leipzig auf vier Positionen. Wie erwartet feierte Davie Selke in der Doppelspitze neben Sargis Adamyan sein Startelf-Comeback. Dejan Ljubicic startete derweil für den angeschlagenen Eric Martel. In der Viererkette begann Timo Hübers nach seiner Gelbsperre und Jan Thielmann nach abgesessener Rotsperre. Max Finkgräfe saß zunächst ebenfalls nur auf der Bank, Leart Pacarada spielte wie schon gegen Leipzig auf der linken Abwehrseite.

Selke gleicht aus

Der FC hatte sich viel vorgenommen, suchte zumindest den schnellen Weg in die Offensive. Der erste Abschluss gehörte aber dem Gastgeber. Der Ex-Kölner Elvis Rexhbecaj zog nach einem Fehlpass einfach mal trocken aus 25 Metern ab, verfehlte das Tor aber deutlich. Die Kölner kamen in der Anfangsphase nur durch Standards vor das gegnerische Tor, wirklich gefährlich wurden die Geißböcke genauso wenig wie die Augsburger. So fiel die Führung der Gastgeber wie aus dem Nichts. Einen Einwurf von Kevin Mbabu lenkte Philipp Tietz unbedrängt weiter auf Ruben Vargas und der weiter auf Arne Maier, der aus kurzer Distanz einfach nur einschob (18.). Köln zeigte eine Reaktion. Unter anderem brachte Adamyan den Ball nach einem Freistoß von Kainz auf den kurzen Pfosten, doch Hübers wusste mit der Kugel nicht viel anzufangen (21.).

Doch nach wie vor zeigte der FC in der Offensive zu wenig, fand vor dem gegnerischen Gehäuse so gut wir gar nicht statt. Erst ein genialer Moment von Kainz brachte einen schnellen Angriff. Der Kölner Kapitän spielte einen Ball aus der eigenen Hälfte tief auf den gestarteten Adamyan. Der Angreifer lief mit Tempo auf Finn Dahmen zu und legte im letzten Moment auf Selke ab, der sich nicht zwei Mal bitten ließ. Kurz darauf prüfte Kristijan Jakić nach einer Ecke Marvin Schwäbe, doch der Keeper hielt stark (37.). Genauso wie unmittelbar vor dem Seitenwechsel bei einem Distanzschuss.

Thielmann rettet auf der Linie

Zur Halbzeit brachte Schultz Finkgräfe für den doch oft überforderten Pacarada. Augsburg übernahm das Kommando. Unter anderem düpierte Mbabu Kainz, brachte den Ball scharf ins Zentrum, aber Hübers rettete vor Tietz (51.). Auf der anderen Seite senkte sich eine Flanke des Kölner Kapitäns gefährlich aber doch neben das Tor (53.). Augsburg hatte weiterhin mehr Ballbesitz, doch der FC konterte. Zunächst verfehlte Adamyan noch aus der Distanz, anschließend wurde ein Abschluss des Armeniers im letzten Moment abgefälscht (65.). Genauso wie der Distanzschuss von Jan Thielmann nach einer Ecke (66.). Nach einem weiteren Umschaltmoment drang Linton Maina in die Box ein. Den finalen Pass auf Huseinbasic unterband Mads Pedersen im letzten Moment.

Auf der anderen Seite kratzte Thielmann den Ball für den geschlagenen Schwäbe von der Linie. Der eingewechselte Dion Beljo hatte den Ball mit der Hacke Richtung Gehäuse gebracht (72.). Es ging mittlerweile hin und her. Unter anderem schickte Maina den gerade erst eingewechselten Downs, der aber das Laufduell gegen Mbabu verlor (73.). Für die Schlussphase brachte Schultz Hoffnungsträger Luca Waldschmidt für den Torschützen Selke. Doch die nächste dicke Chance hatte Vargas. Beljo verlängerte nach einer Flanke mit dem Kopf, der Schweizer Nationalspieler kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, aber erneut war Schwäbe zur Stelle (86.). Zwar kam auch Waldschmidt noch zu einem Abschluss, zittern mussten aber die Geißböcke. Es blieb beim 1:1. Am kommenden Samstag empfängt der FC den VfL Bochum.


FC: Schwäbe – Pacarada (46. Finkgräfe), Chabot, Hübers, Carstensen – Ljubicic, Huseinbasic – Kainz (66. Maina), Alidou (66. Martel) – Adamyan (73. Downs), Selke (82. Waldschmidt)- Tore: 1:0 Maier (18.), 1:1 Selke (33.)


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Vier neue Spieler in der Startelf

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Vier neue Spieler in der Startelf

Mit Davie Selke und Sargis Adamyan startet der 1. FC Köln in das Duell beim FC Augsburg. Insgesamt nimmt Timo Schultz vier Veränderungen vor.

Mit einigen Veränderungen startet der 1. FC Köln in das Duell beim FC Augsburg. Davie Selke kehrt wie erwartet in die Startelf zurück. Auch Sargis Adamyan ist nach seinem starken Spiel gegen Leipzig wieder dabei. So spielt der FC gegen Augsburg.

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Wirklich überraschend kommt die Nominierung von Davie Selke nicht. Timo Schultz hatte den Angreifer unter der Woche über den Klee gelobt, betont, dass Selke durch seine Präsenz der Mannschaft guttue. Auch Sargis Adamyan läuft auf. Somit wird der FC mit einer Doppelspitze in die Begegnung starten. Zwar spielt auch Jan Thielmann, der Selke vor der Roten Karte gegen Leverkusen im Sturmzentrum ersetzt hatte, allerdings wir der 21-Jährige als Rechtsverteidiger auflaufen. Dafür sitzen Rasmus Carstensen und Benno Schmitz zunächst auf der Bank.

Martel und Finkgräfe zunächst auf der Bank

Dort wird auch der leicht angeschlagene Eric Martel zunächst Platz nehmen. Der etatmäßige Sechser war mit einem blauen Auge von der Länderspielreise der U21 zurückgekehrt und hatte zuletzt nur mit einer Spezialmaske trainiert. Auch für Max Finkgräfe kommt ein Einsatz von Beginn an wohl zunächst zu früh. Für ihn läuft Leart Pacarada auf. Timo Hübers rückt ebenfalls zurück in die Startelf. Luca Kilian hatte gegen Leipzig gespielt, fällt nun bekanntlich einige Monate aus.

So spielt der FC gegen Augsburg

Leart Pacarada

Timo Hübers

Jeff Chabot

Jan Thielmann

Dejan Ljubicic

Denis Huseinbasic

Florian Kainz

Faride Alidou

Sargis Adamyan

Davie Selke