Wieder einmal Kölner Frust über eine strittige Entscheidung

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Wieder einmal Kölner Frust über eine strittige Entscheidung

Der FC präsentierte sich gegen Werder Bremen alles andere als in guter Form. Entscheidend waren aber auch zwei Torwart-Aktionen, die für Gesprächsstoff sorgten.

Die Enttäuschung über die eigene Leistung war beim 1. FC Köln am Freitagabend nach der 0:1-Niederlage gegen Bremen groß. Doch es herrschte auch FC-Frust nach nicht gegebenem Elfmeter.

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Nein, die strittige Szene wollte sich Timo Schultz nach dem Spiel nicht mehr ansehen. „Der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen, also war es auch kein Elfmeter“, sagte der 46-Jährige gewohnt nüchtern. Und so nüchtern betrachtet, hat der Ostfriese auch nicht ganz unrecht. Denn unterm Strich gab es keinen Elfmeter – ob Fehlentscheidung oder nicht. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ergänzte der Trainer dann, dass sich niemand hätte beschweren dürfen, wenn der Elfmeter gepfiffen worden wäre. Nein, es hätte sich niemand beschweren können. Michael Zetterer war nach einem Freistoß mit dem Knie voran in die Rippen von Luca Kilian gesprungen – ein klares Foulspiel. „Aus Torwartsicht will er zum Ball“, versuchte FC-Keeper Marvin Schwäbe noch den Hauch von Verständnis aufzubringen, um dann aber die Szene anders einzuordnen. „Er springt aber mit dem Knie voraus in den Rücken, berührt den Ball auch nicht. Für mich daher auch ein Elfmeter.“

Kainz: „Vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschaut“

Nur gab es diesen am Ende nicht. Schon mehrfach fühlten sich die Kölner in dieser Saison in strittigen Entscheidungen benachteiligt. Zuletzt im Duell gegen Wolfsburg, als Moritz Jenz der Ball im Strafraum gegen die Hand gesprungen war. Einen Elfmeter gab es damals nicht. “Das war Gipfel der Entscheidungen heute. Da möchte ich wirklich mal drum bitten, dass sich das einige noch mal anschauen, weil ich glaube, dass es in unserer Situation wichtig ist, dass auch auf Kleinigkeiten geschaut wird. Da verstehe ich nicht, dass es keinen Handelfmeter gibt”, hatte damals Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung, gesagt. Das Unverständnis über den nicht gegebenen Elfmeter am Freitagabend dürfte aber nun wohl noch größer bei den Geißböcken ausfallen.

Das sah auch Florian Kainz ähnlich. „Für mich war das ein ganz klarer Elfmeter. Vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschaut“, sagte der Kölner Kapitän. „Aber die (Schiedsrichter, Anm.d.Red.) dürfen ja machen, was sie wollen.“ Allerdings sollte die umstrittene Elfmeterentscheidung nicht über die schwache Leistung der Geißböcke hinwegtäuschen. Denn der FC spielte erneut einmal viel zu harmlos, kreierte keine einzige Großchance. Für die größte Gefahr sorgte der Ex-Kölner Mitchell Weiser nach einer Ecke, als er den Ball aufs eigene Tor brachte und Michael Zetterer gemeinsam mit Marco Friedl das Spielgerät noch von der Linie kratzte. „Im Spiel mit dem Ball war es gerade in der ersten Halbzeit nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles investiert und sind leider nicht belohnt worden“, sagte Kainz.

Bremen belohnte sich am Ende für eine ebenfalls mäßige Leistung. Denn auch Werder konzentrierte sich weitestgehend auf die Defensivarbeit. So war es nicht verwunderlich, dass ein Torwartfehler die Entscheidung brachte. Marvin Schwäbe flog bei einer Flanke von Weiser seltsam am Ball vorbei und eröffnete Justin Njinmah die Entscheidung. „Ich wollte eigentlich zum Ball, sehe dann vor mir noch einen Bremer reinlaufen, dementsprechend wollte ich mehr in den Block, weil ich das Gefühl hatte, dass wenn er an den Ball kommt, dass ich dann keine Chance hab und dann im leeren Raum stehe“, sagte Schwäbe. „So stand ich auch im leeren Raum und sehe nicht ganz glücklich aus.“ Der FC verpasste vor allem aber die Chance, weiteren Boden im Abstiegskampf gutzumachen. Dementsprechend wollte sich Timo Schultz auch nicht mehr zu lange mit dem nicht gegebenen Elfmeter aufhalten. „Ich kümmere mich lieber darum, dass wir besseren Fußball spielen”, sagte der Trainer. 

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Werder Bremen


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Die Einzelkritik gegen Bremen

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Die Einzelkritik gegen Bremen

Eigentlich wollte der FC die Konkurrenz unter Druck setzen, am Ende kassierten die Kölner eine bittere Niederlage. Auch, weil Schwäbe vorbeigriff und der FC nicht gut spielte. So bewerten wir die FC-Profis.

Es sollten drei Punkte werden, es gab keinen. Der FC kassierte im Heimspiel gegen Werder Bremen eine bittere Heimpleite und hat die Chance verpasst, Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Dabei überzeugten nur wenige Spieler des 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Bremen.

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Drei Punkte hätten es werden sollen. Und die Vorzeichen standen auch nicht schlecht, immerhin hatte der FC die vergangenen elf Heimspiele gegen Werder nicht verloren. Die Serie ist am Freitagabend gerissen, es gab für die Geißböcke nicht einen Zähler und das noch nicht einmal unverdient. Die Kölner Offensive fand wieder einmal so gut wie gar nicht statt. Es fehlte an Ideen, an kreativen Momenten. Die Defensive stand zwar lange sicher. Dafür war es ausgerechnet die Kölner Konstante, die patzte. Marvin Schwäbe griff am Ball vorbei und ermöglichte Justin Njinmah den einzigen Treffer.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Bremen

Parierte zu Beginn der Partie gegen Duksch. Im Spielaufbau oft mit guten Bällen hinter die Bremer Kette, auch wenn er dort nur selten einen Abnehmer fand. Auch mit ein wenig Abstand und nach einigen Wiederholungen stellt sich beim Gegentor die Frage: Was genau macht er da? Hielt dann noch einmal stark gegen Duksch.

Zu Beginn mit einem leichtsinnigen Ballverlust. Dennoch wie immer einer der Besten auf dem Feld, überzeugte durch seinen Mut in den Dribblings und starken Zweikämpfen. Zeigte, dass Tempo im Eins-gegen-eins ein probates Mittel gegen Werder sein kann. War aber einer der wenigen, die es versuchten. Stand beim Gegentor zu weit von Weiser entfernt.

Kam gemeinsam mit Martel auf die beste Zweikampfquote, führte aber deutlich weniger Duelle. Stand in der Defensive absolut sicher, stand in Offensive Zetterer im Weg und hätte so einen Elfmeter erhalten müssen.

War in der Defensive meist konsequent und stand weitestgehend sicher. Bei zweiten Bällen und Abprallern teilweise zu überhastet. Nach einer Ecke hatte er Glück, dass sein Abpraller nicht im eigenen Tor landete.

Bearbeitete wie gewohnt die rechte Seite und schaltete sich auch in die Offensive vermehrt ein, seine Flanken fanden aber weiterhin keine Abnehmer.

Hatte Pech bei seinem Abschluss kurz nach dem Seitenwechsel. Überzeugte erneut durch seine Übersicht und Zweikampfstärke. Leistete sich aber auch erstaunlich viele Fehler.

Unauffälliger als Martel, aber zusammen mit diesem enorm wichtig für das Kölner Spiel mit Ball. Auch er verteilte gut die Bälle und arbeitete defensiv enorm viel mit. War laufstärkster Kölner und kam wie gewohnt auf eine gute Passquote.

Die meisten Kölner Offensivaktionen liefen über seine Seite. Allerdings gab es nicht viele Offensivaktionen. Sein Tempo brachte die Bremer Verteidigung in Verlegenheit. Doch nach wie vor fehlt dem Offensivspieler die Durchschlagskraft.

Das Freigeist-Formhoch scheint bereits wieder ein Ende gefunden zu haben. Läuft der Form erneut hinterher und das Spiel gegen Bremen ging am Kölner Kapitän vorbei. Schwacher Auftritt des Mittelfeldspielers.

Oftmals der einzige Kölner, der bei Flanken den Sechzehner besetzte und die Meter mit nach vorne machte. Auch defensiv arbeitete er stark mit zurück und half Martel und Huseinbasic die zweiten Bälle und Abpraller zu bekommen. Wohl einer der besseren Feldspieler. Allerdings zu wenig Torgefahr in der Offensive.

Seine Grätschen verkörpern eindrucksvoll die Leidenschaft, die in dem Offensivspieler steckt. Unermüdlich beackerte er das Spielfeld. Allerdings wird das Kölner Eigengewächs als Stürmer an Offensivaktionen gemessen und die waren mehr als nur überschaubar.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

„Vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschaut“

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„Vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschaut“

Im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen konnte der FC keinen Punkt holen. Zum Gegentor und der umstrittenen Elfmeter-Entscheidung äußerte sich unter anderem Marvin Schwäbe. Die Stimmen zum Bremen-Spiel.

Am 22. Spieltag verlor der 1. FC Köln 0:1 gegen Werder Bremen und steht weiterhin auf dem Relegationsplatz. Und das, obwohl sich Bremen über einen Elfmeter nicht hätte beschweren dürfen. Das findet auch Marvin Schwäbe. Die Stimmen zum Bremen-Spiel.

Sehr bitter, sehr enttäuschend, das ist ein Rückschlag. Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt. Wir haben viele Themen, die wir besprechen werden. Im Spiel mit dem Ball war es gerade in der ersten Halbzeit nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles investiert und sind leider nicht belohnt worden. Wir haben ein zwei Chancen gehabt. Die müssen wir noch konsequenter nutzen. In der Situation, in der wir sind, müssen wir versuchen, da noch konsequenter, noch konzentrierter zu sein. Mit dem Hinblick auf die nächsten Spiele wollten wir heute Punkte holen, das war unser Ziel. Jetzt mit der Niederlage war das schon ein Rückschlag. 
Für mich war das ein ganz klarer Elfmeter. Vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschaut.

Florian Kainz

Foto: Lars Baron / Getty Images

Aus Torwartsicht will er zum Ball, springt aber mit dem Knie voraus in den Rücken, berührt den Ball auch nicht. Für mich daher auch ein Elfmeter.
Ich wollte eigentlich zum Ball, sehe dann vor mir noch einen Bremer reinlaufen, dementsprechend wollte ich mehr in den Block, weil ich das Gefühl hatte, dass wenn er an den Ball kommt, dass ich dann keine Chance hab und dann im leeren Raum stehe. So stand ich auch im leeren Raum und sehe nicht ganz glücklich aus. Es ist ein extrem bitterer Zeitpunkt heute. Wie wir letzte Woche gesehen haben, machen wir einen gutes Spiel gegen Hoffenheim, holen dann den Punkt. Heute müssen wir uns vorwerfen lassen, dass die erste Halbzeit nicht so gut war, wie wir uns das vorgestellt haben, dass wir dann nach dem 1:0 einen Ticken aggressiver und mutiger nach vorne spielen. Das kommt dann leider einen Tick zu spät. Jetzt stehen starke Gegner vor der Brust, aber auch da müssen wir unsere Punkte holen. 

Marvin Schwäbe

Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt. Uns hat der Mut gefehlt, auch die Überzeugung ein paar Abläufe in der Offensive durchzuspielen. Wir starten natürlich auch schlecht ins Spiel mit zwei direkten Chancen für Bremen, die wir ihnen auf dem Silbertablett servieren. Die Mannschaft hat sich während des Spiels reingekämpft. Wir haben uns unsere Chancen erarbeitet, haben uns heute aber nicht belohnt. Die Bremer haben eins gemacht, wir nicht, dementsprechend stehen wir heute mit leeren Händen da.
Der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen, also ist das kein Elfmeter.
Wir wussten genau, dass wir jetzt am Freitagabend, nachdem wir in den letzte Wochen Punkte gesammelt haben, vorlegen können und den Anschluss schaffen können. Das Ziel haben wir heute zu Recht nicht erreicht, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen und trotzdem, nächste Woche geht es weiter. Es wird ein langer Weg für uns werden. Wir haben jetzt zwei schwierige Spiele vor der Brust. Für alle die, die heute damit gerechnet haben, dass wir drei Punkte holen, die werden dann überrascht sein, dass wir in den nächsten zwei Spielen dann doch noch punkten. Es ist okay, dass sie heute enttäuscht sind, das sind wir alle zu Recht, da haben wir uns mehr vorgestellt. Wir brauchen eine bessere Trainingswoche und eine bessere Spielleistung und das können wir beeinflussen.

Timo Schultz

Alles zum Spiel

Spielbericht

FC kassiert bittere Heimpleite gegen Bremen

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FC kassiert bittere Heimpleite gegen Bremen

Der 1. FC Köln hat einen bitteren Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen müssen. Die Geißböcke unterlagen am Freitagabend harmlosen Bremern 0:1. Auch, weil Marvin Schwäbe bei einer Flanke daneben griff.

Der 1. FC Köln verliert am Freitagabend das Heimspiel gegen Werder Bremen 0:1 und hat damit einen bitteren Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen müssen. Und das zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. In den kommenden vier Begegnungen spielt der FC unter anderem gegen Stuttgart, Leverkusen und Leipzig.

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Timo Schultz veränderte seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Positionen. Wie erwartet stand Timo Hübers wieder in der Anfangsformation, Jeff Chabot fehlte aufgrund der fünften Gelben Karte gesperrt. Zudem setzte der Kölner Trainer zunächst auf Linton Maina, am Morgen hatte sich Faride Alidou krank abgemeldet. Das Spiel war ganze elf Sekunden alt, da hatte Marvin Duksch den ersten Warnschuss abgegeben – allerdings deutlich verzogen. Das Spiel war noch keine Minute alt, da hatte der Offensivspieler auch Schwäbe erstmals geprüft – allerdings nicht wirklich gefährlich. Anschließend flachte die Begegnung erschreckend ab. Mehr als eine scharfe Hereingabe zum Gegner von Max Finkgräfe war in der ersten 30 Minuten nicht drin.

Keine Tore zur Halbzeit

Köln hatte deutlich mehr Ballbesitz, wusste damit aber wenig anzufangen. Die Gäste kamen durch Standards vor das Kölner Tor, waren da aber ebenfalls erstaunlich ungefährlich. Erst nach einer halben Stunde fand der FC den ersten Abschluss. Dejan Ljubicic legte etwas umständlich auf Florian Kainz ab, der den Ball direkt nahm, aber nicht richtig traf und über das Tor drosch. Keine 120 Sekunden später versuchte es Jan Thielmann, der sich dem Kasten schon annäherte. Ljubicic brachte dann doch noch einen ersten Ball auf den Kasten, aber SVW-Keeper Michael Zetterer hatte keine Probleme. Das war es dann aber auch schon wieder mit der Drangphase. Leistungsgerecht ging es ohne Tor in die Kabine.

Schwäbe greift daneben

Zwar gehörte Duksch auch der erste Versuch nach dem Wechsel, doch die Kölner kamen nun deutlich zielstrebiger aus der Kabine. Sowohl Kainz als auch Benno Schmitz brachten aus guter Position Flanken in die Box, einen Abnehmer fanden sie nicht. Auf der anderen Seite sorgte Timo Hübers für große Gefahr, als der Abwehrspieler den Ball mit dem eigenen Arm aufs Tor brachte. Auch der anschließende Eckball kam Richtung Gehäuse, strahlte aber ebenfalls zu wenig Gefahr aus (54.). Nach einer guten Stunde brachte Schultz Justin Diehl für Florian Kainz, um für mehr Tempo zu sorgen. Das Tor erzielte aber ein anderer Justin. Mit seinem fünften Saisontreffer brachte Justin Njinmah Bremen in Führung. Mitchel Weiser schlug die Flanke, Schwäbe sprang wild aus dem Tor und verschätzte sich komplett und der Bremer Joker stand blank.

Der FC zeigte eine Reaktion. Zunächst brachte Weiser nach einer Diehl-Ecke den Ball erstaunlich gefährlich aufs eigene Tor (74.), Zetterer klärte auf der Linie. Anschließend senkte sich ein abgefälschter Ball von Diehl immerhin Richtung Werder-Kasten (76.). Doch auch Bremen kam zu weiteren Abschlüssen. Unter anderem versuchte es erneut Duksch, aber Schwäbe war dieses Mal zur Stelle. Schultz machte in der Schlussphase auf, brachte mit Steffen Tigges und Florian Dietz zwei Zielstürmer. Köln drückte noch einmal und Bremen hatte erstaunlich großes Glück, ohne Elfmeter davon zu kommen. Zetterer sprang bei einer Ecke mit dem Knie in Luca Kilian. Warum der Kölner Keller nicht eingriff, blieb offen (87.). Auch weiterhin spielte eigentlich nur noch Köln, war aber viel zu harmlos. So stand am Ende die enttäuschende Niederlage, nach einem insgesamt schwachen Spiel. „Das war schon extrem bitter“, sagte Florian Kainz. „Das war ein Rückschlag heute. Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt.“ Am kommenden Samstag ist der FC zu Gast beim VfB Stuttgart.

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Werder Bremen


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Hübers, Kilian, Schmitz (84. Tigges) – Martel (74. Christensen), Huseinbasic – Maina (74. Adamyan), Kainz (67. Diehl), Ljubicic (84. Dietz) – Thielmann – Tore: 0:1 Njinmah (70.)


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Was dem FC gegen Bremen Hoffnung machen darf

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Was dem FC gegen Bremen Hoffnung machen darf


Für den 1. FC Köln steht am Freitagabend die schwere Aufgabe gegen Werder Bremen auf dem Plan. Aussichtslos ist die Begegnung für die Geißböcke aber nicht.

Respekt hatte Timo Schultz vor dem Duell gegen Bremen, als er am Mittwoch davon sprach, dass Werder zusammengewachsen sei und durchaus auch als Vorbild gelten könne. Die Chancen für den FC, Punkte aus der Begegnung mitzunehmen, sind aber nicht aussichtslos. Das kann dem FC gegen Bremen Hoffnung machen.

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So forsch wie noch vor den Begegnungen gegen Borussia Dortmund, einem Spiel mit einem „Gegner auf Augenhöhe“, oder dem Duell gegen Frankfurt, in dem er seinem Team „alles zutraue“, war Timo Schultz am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bremen nicht. „Es ist ein Gefüge, das zusammen gewachsen ist und sich in der ersten Halbserie entwickelt hat und jetzt sogar die Punkte einfährt. Das kann für uns vielleicht sogar ein kleines Vorbild sein„, sagte der 46-Jährige. Der Respekt vor dem Team, das noch vor wenigen Monaten als Mannschaft auf Augenhöhe gehandelt wurde, war dem 46-Jährigen anzuhören. Und das sicher nicht zu Unrecht. Bremen wäre aktuell zumindest ein erfolgreiches Vorbild.

Starke Heimbilanz gegen Bremen

Zehn Punkte aus den fünf Spielen in diesem Jahr, nur Dortmund und Leverkusen fuhren 2024 mehr Zähler ein, dazu der Sieg gegen die Bayern – zwar zeigt sich der FC seit dem Amtsantritt von Timo Schultz ebenfalls verbessert, Werder Bremen ist aber bislang eins der Teams der Rückrunde. Daran ändert auch die 1:2-Niederlage gegen Heidenheim am vergangenen Spieltag nichts. Auf dem Papier sind die Rollen für die Begegnung am Freitagabend eigentlich klar vergeben. Eigentlich, denn es gibt auch Vorzeichen, die durchaus für den FC sprechen und den Kölner Fans Hoffnung machen können. So wie der 7:1-Erfolg vor einem guten Jahr. Vor dem Jahreswechsel hatten die Geißböcke damals fünf Spiele in Serie nicht gewonnen. Es war die erste Krise für den damaligen Trainer Steffen Baumgart. Der FC meldete sich im neuen Jahr bekanntlich mit einem überragenden Kantersieg eindrucksvoll zurück.

Für den FC war das 7:1 der höchste Sieg seit 1990. Damals hatte der FC gegen Waldhof Mannheim 6:0 gewonnen. Insgesamt ist die Partie am Freitag die 110. Begegnung zwischen dem FC und Werder Bremen, die Bilanz ist nahezu ausgeglichen – der FC hat 39 Spiele, Bremen 40 Begegnungen gewonnen. Allerdings haben die Geißböcke seit 2005 auch kein Heimspiel mehr gegen die Hanseaten verloren. Damals gab es eine 1:4-Klatsche. Miro Klose traf doppelt für Werder. Auch ein Jahr zuvor gab es ebenfalls ein 1:4. Seit 2005 gewann Köln fünf von 12 Begegnungen. Gegen kein anderes Team hat der FC in der Bundesliga in Heimspielen so viel gepunktet. Zudem zeigt die Form der Geißböcke mit zuletzt drei Spielen ohne Niederlage in Serie nach oben.

FC-Startelf gegen Bremen: Maina zurück in die Startelf? Bleibt Schultz bei Schmitz?

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FC-Startelf gegen Bremen: Maina zurück in die Startelf? Bleibt Schultz bei Schmitz?


Zwar steht Timo Hübers dem FC im Duell gegen Bremen wieder zur Verfügung. Dafür fällt nun Jeff Chabot gesperrt aus. Timo Schultz muss sein Team umstellen. Bleibt es bei einer Veränderung?

Überrascht Timo Schultz nochmal mit seiner Startelf gegen Bremen, oder hat der Trainer seine Wunschaufstellung weitestgehend gefunden? Setzt der Trainer wieder auf den Thielmann-Sturm? Hat sich Linton Maina seinen Platz zurückerobert? Und wer spielt für Jeff Chabot? Vor dem Spiel gegen Werder gibt es beim 1. FC Köln einige Fragezeichen. So könnte der FC gegen Werder Bremen spielen.

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Wie schon gegen Hoffenheim ist Timo Schultz auch im Duell gegen Werder Bremen gezwungen, seine Startelf umzustellen. Dabei scheint der FC-Trainer diese gerade gefunden zu haben. Zumindest sprach der 46-Jährige am Mittwoch davon, dem Team eine gewisse Kontinuität zu verpassen. Nach der Gelb-Sperre seines Abwehr-Chefs wird es aber eine Umstellung geben. Jeff Chabot holte sich gegen Hoffenheim seine fünfte Gelbe ab. Doch auf wen setzt Schultz für den Innenverteidiger. „Timo Hübers kehrt wieder zurück in die Startelf. Da verrate ich nicht zu viel“, sagte Schultz. Auch für Luca Kilian fand der Trainer lobende Worte bezüglich seines Einsatzes als Hübers-Ersatz. Er habe der Mannschaft die Stabilität verliehen, die er sich erhofft hatte. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die beiden zusammen auflaufen“, kündigte Schultz an.

Dennoch war Schultz nicht mit allem im Duell gegen Hoffenheim zufrieden. Der Coach sah durchaus Verbesserungsbedarf im Spiel mit dem Ball. Möglich, dass es Schultz diesmal mit Linton Maina für Faride Alidou versucht, der laut Trainer hervorragend trainiert und bekanntlich ordentlich Tempo in das Spiel der Kölner bringt. So bescheinigte Schultz dem zuletzt aus der Startelf geflogenen Außenbahnspieler die Belebung des Spiels nach der Einwechslung gegen Hoffenheim. „Für Linton war es eine ungewohnte Situation, aber er hat die richtige Reaktion gezeigt. Das wird ein Abwägungsprozess gegen Bremen, wer uns weiterbringen kann. Wenn Linton Maina gut drauf ist, kann er jedem weh tun“, so der Trainer.

Schmitz oder Carstensen?

Auch Justin Diehl könnte wieder zum Thema werden, ein Einsatz von Beginn an ist nach langer Erkrankung aber eher unwahrscheinlich. Nach den starken Leistungen in den vergangenen Spielen wird das FC-Talent Max Finkgräfe wohl wieder gesetzt sein. Der 19-Jährige besticht aktuell durch seine herausragende Form. Der Youngster spielte sich in der Startelf fest und nutzte seine Chance, sich gegen Leart Pacarada durchzusetzen. Auch der Einsatz von Jan Thielmann ist wahrscheinlich. An Marvin Schwäbe geht ohnehin kein Weg vorbei. Ob sich Schultz auf der rechten Verteidigerposition erneut für Benno Schmitz entscheidet oder doch wieder auf Rasmus Carstensen zurückgreift, ist offen. Allerdings betonte Schultz, dass sich die beiden Dänen trotz guter Leistung in zweiter Reihe befinden würden.

Die Doppelsechs könnte wieder von Eric Martel und Denis Huseinbasic besetzt werden. Die zwei Youngster machen ihre Sache durchaus gut und finden immer besser in ihre Rolle hinein. Auch Florian Kainz wird wohl in der Startelf stehen, obwohl er gegen Hoffenheim bereits nach einer knappen Stunde ausgewechselt wurde. „Kainzi hat einen sehr guten Start in die Rückrunde gehabt. Er lebt auch davon, dass wir es als Mannschaft schaffen, organisierter ins letzte Drittel zu kommen und ihn in Szene setzen können. Das ist uns gegen Hoffenheim nicht oft genug gelungen. Wir haben gesehen, dass wir nicht zwischen die Linien kommen und wollten auf Tempo setzen. Wir können froh sein, dass wir ihn bei uns haben“, betonte der Trainer.

So könnte der FC gegen Bremen spielen

Offener Brief an die DFL: Der 1. FC Köln fordert neue Investoren-Abstimmung

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Offener Brief an die DFL: Der 1. FC Köln fordert neue Investoren-Abstimmung


In einem offenen Rundschreiben an die DFL und alle 36 dazugehörigen Klubs hat der 1. FC Köln eine erneute Abstimmung zum geplanten Investoren-Deal gefordert. Das berichtet die „Sportschau“, der das Rundschreiben vorliegt.

Laut der „Sportschau“ hat die Geschäftsführung des 1. FC Köln in einem offenen Brief an die DFL sowie an alle Klubs mitgeteilt, dass der „gefasste Beschluss für ein Verhandlungs- und Abschlussmandat des DFL-Präsidiums auf einem sehr fragilen Fundament steht.“ Die Sportschau zitiert weiter: „Mit Hinblick auf die strittige Abstimmung von Hannover-Geschäftsführer Martin Kind bestehe der Verdacht, dass „ein Verstoß gegen die 50+1-Regel vorliegt.“

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Die FC-Verantwortlichen fordern die „Herstellung von Rechtssicherheit und Akzeptanz“ als Grundlage für den Einstieg eines Investors. Der FC kündigt in dem Brief an, den DFL-Bossen „zeitnah einen förmlichen Antrag zukommen zu lassen, um das DFL-Präsidium vom durch die Mitgliederversammlung erteilten Abschlussmandat zu befreien.“ Die Entscheidung darüber solle an die 36 Klubs der DFL zurückfallen. Sollte für die Abstimmung die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung notwendig sein, werde der FC diese ebenfalls beantragen, heißt es weiter. Köln ist mit der Forderung nicht alleine. Zuvor hatten schon mehrere andere Klubvertreter eine neue Abstimmung gefordert.

Unter anderem Claus Vogt, Präsident des VfB Stuttgart. „Unser Verständnis von Demokratie – auch im Fußball – sollte sein: Die Mehrheit entscheidet“, schrieb Vogt vor knapp zehn Tagen im Netzwerk X: „Kann aber nicht sichergestellt werden, dass ein demokratisch zustande gekommenes Abstimmungsergebnis korrekt ist, sollte man im Sinne der Demokratie und im Sinne unseres Fußballs miteinander diskutieren, ob eine erneute, transparente Abstimmung aller 36 Vereine in der DFL notwendig ist. Ich meine: ja, es ist notwendig!“ Auch die beiden Berliner Bundesligisten wünschen sich mehr Transparenz.

FC hat nach eigenen Angaben mit „Nein“ gestimmt

Bei der Abstimmung im Dezember hatten 24 der 36 Klubs aus Bundesliga und 2. Bundesliga für den Einstieg eines Investors gestimmt, damit war die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit genau erreicht worden. Hannovers Vereinsführung soll Martin Kind angewiesen haben, gegen den Investoren-Einstieg zu stimmen. Kind betonte, dass nur er selbst wisse, wie er gestimmt habe. Der FC hatte nach eigenen Angaben mit „Nein“ gestimmt. Den Einstieg eines Investors und damit einen Milliarden-Deal unterstützen viele Fans nicht. Seit einigen Wochen wird teils heftig demonstriert. In einigen Fällen drohte sogar der Spielabbruch.

Die DFL hatte zuletzt noch erklärt, dass der Beschluss „wirksam und rechtmäßig gefasst“ sei. Dem widersprechen die FC-Bosse in ihrem Schreiben. Der FC vertrete „die Position, dass eine der für den deutschen Profifußball historisch weitreichendsten Entscheidungen überhaupt, mit einer Bindungsdauer von bis zu 20 Jahren nicht mithilfe rechtlicher Experteneinschätzungen und Gutachten, sondern auf Grundlage eines unstrittigen Beschlusses legitimiert werden muss“, heißt es weiter. Am Dienstag war etwas überraschend mit der US-Investmentgesellschaft Blackstone einer der beiden potenziellen Investoren aus den Verhandlungen ausgestiegen. Die luxemburgische Gesellschaft CVC ist damit vorerst einziger Bieter.

Bilanz, TV, Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bremen

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Bilanz, TV, Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bremen

Nach einer kurzen Woche für den 1. FC Köln empfangen die Geißböcke am Freitagabend Werder Bremen. Alles Wissenswerte rund um die Partie gibt es hier.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen Werder geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bremen.

Foto: David Hecker / Getty Images

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen?

109-mal trafen der 1. FC Köln und Werder Bremen bislang in Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz ist ausgeglichen. Werder gewann 40 der Partien, der FC setzte sich in 39 Spielen durch, zudem gab es 30 Remis. Die Torbilanz spricht mit 182:175 knapp für den FC. 99 dieser Partien fanden in der Bundesliga statt. Auch da ist die Bilanz ausgeglichen. 36 Kölner Siege stehen 36 Werder Erfolgen gegenüber. In der vergangenen Saison gewann Köln das Heimspiel gegen Bremen mit einem überragenden 7:1.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln bei Bremen im TV?

Das Spiel beginnt am Freitag um 20:30 Uhr. Die Begegnung wird bei DAZN live übertragen. Zusammenfassungen gibt es wie immer unter anderem bei der Sportschau und im Sportstudio.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Bremen?

Das ist noch nicht einmal lange her. Anfang letzten Jahres feierten die Kölner den 7:1-Erfolg über Werder. Steffen Tigges schnürte einen Doppelpack, traf aus gut 40 Metern. Auch Ellyes Skhiri erzielte zwei Tore. Ebenfalls erfolgreich waren für Köln Denis Huseinbasic und Linton Maina. Bremens Marco Friedl traf ins eigene Netz, Nicklas Füllkrug ins gegnerische. 1977 setzten sich die Kölner schon einmal mit sieben Toren durch, allerdings traf Bremen zwei Mal.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen Bremen?

Die 0:6-Niederlage 2006 war aus doppelter Sicht bitter. Nicht nur, dass die Bremer dem FC ein halbes Dutzend einschenkten, der FC stand nach der Begegnung als Absteiger fest. Miro Klose, Ovan Klasnic und Tim Borowski trafen alle drei doppelt.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Bremen?

Die meisten Tore im Kölner Dress gegen Werder Bremen erzielte Dieter Müller. Das Kölner Angreifer war elf Mal erfolgreich. Auf der anderen Seite traf Frank Neubarth acht Mal für Bremen.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Bremen?

Hannes Löhr trug das Kölner Trikot 14-mal in Begegnungen gegen Bremen. Frank Neubarth und Horst-Dieter Höttges liefen für Hoffenheim acht mal gegen Köln auf.

Wie hoch liegen die Kaderwerte vom FC und von Bremen?

Die Online-Plattform Gool.ai berechnet den Marktwert des 1. FC Köln auf knapp 84 Millionen Euro. Bremens Marktwert berechnet das Portal auf gut 131 Millionen Euro. Marvin Ducksch ist der wertvollste Bremer mit rund 22 Millionen Euro. Beim FC ist Dejan Ljubicic der wertvollste Spieler mit 9.07 Millionen Euro.

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Selke wieder zurück im Training

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Selke wieder zurück im Training

Nach dem Ausfall des Mittelstürmers aufgrund einer Fußverletzung kehrte Davie Selke am Donnerstag nach gut einem Monat zurück auf den Trainingsplatz.

Im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim hatte sich der Torjäger des FC eine Fußverletzung zugezogen und musste pausieren. Nun kehrte Selke zurück ins individuelle Training.

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Beim 1. FC Köln gibt es nach Timo Hübers den nächsten Rückkehrer, zumindest ins Training. Davie Selke kehrte am Donnerstag nach gut einem Monat Auszeit auf den Trainingsplatz zurück. Das Mannschaftstraining konnte er zwar noch nicht absolvieren, der 29-Jährige trainierte aber das erste Mal seit dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim wieder mit dem Ball. Eine Stunde dauerte die Individualeinheit mit Athletiktrainer Leif Frach für den Mittelstürmer. „Es fühlt sich sich super an, wieder auf dem Platz zu stehen und den Ball am Fuß zu haben. Bisher sind wir voll im Plan, es gab zum Glück keine Rückschläge. Ich kann es kaum erwarten, wieder mit den Jungs zu trainieren und mitzuhelfen, unser großes Ziel Klassenerhalt zu erreichen“, sagte Selke. „Wir nähern uns jetzt Schritt für Schritt, damit ich wieder voll angreifen kann. Ich habe unfassbaren Bock, endlich wieder das Trikot überzustreifen und loszulegen“, so Selke weiter.

Baldige Rückkehr des Trios?

Der FC-Torjäger hatte sich im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim den Fuß verletzt. Wäre er nicht früh genug aus der Belastung genommen worden, hätte diese Verletzung einen Ermüdungsbruch nach sich ziehen können. So beginnt der 29-Jährige das Training zunächst individuell. Laut Vereinsaussagen wird es aber wohl noch eine Weile dauern, bis Selke wieder in der Bundesliga zur Verfügung steht. Auch Trainer Timo Schultz sagte, er rechne mit der Rückkehr der drei Langzeitverletzten erst in der Länderspielpause. Neben Davie Selke fehlen dem FC noch die beiden weiteren Verletzten Luca Waldschmidt (Wadenbeinbruch) und Mark Uth (Bänderzerrung im Knie). Die Rückkehr der beiden und somit die Komplettierung des Offensiv-Trios ist hingegen noch offen.


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Die erste Elf gefunden – die zweite Reihe drückt

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Die erste Elf gefunden – die zweite Reihe drückt

Wäre Timo Hübers am Wochenende nicht erkrankt ausgefallen, hätte Timo Schultz wohl zum dritten Mal in Serie mit derselben Startelf begonnen. Die Stammelf scheint gefunden zu sein, doch der Coach betont, dass die zweite Reihe sich durchaus sehen lassen kann.

Eigentlich gibt er nicht gerne seine Anfangsformation bekannt, doch Timo Schultz hat seine Stammelf beim 1. FC Köln offensichtlich gefunden.

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Der Wind ist ein anderer, der seit Anfang des Jahres rund um das Geißbockheim weht. Und das nicht nur, weil es gefühlt ruhiger geworden ist oder der neue Coach Timo Schultz der Mannschaft seit seinem Amtsantritt mehr Stabilität verliehen hat. Der Weg des neuen Trainers ist ganz offensichtlich eine deutliche Spur defensiver und wenn man so will auch geheimnisvoller. So ließ sich Steffen Baumgart vor den Begegnungen regelmäßig in die Karten schauen. Taktische Formation, Ausrichtung, der gemeinsame Weg – alles ganz klar. Die Denke, „wir spielen sowieso unseren Stiefel runter, egal, ob der Gegner diesen kennt oder nicht“ hatte sich auch lange bewährt.

Doch mit Timo Schultz ist im Januar ein wenig mehr Dunkel nach Köln gekommen. Der Coach hält einige Trainingseinheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Gut, das hat Baumgart offiziell auch, dran gehalten hat sich aber nicht jeder Fan – und das war für den Übungsleiter auch vollkommen okay. Auch um die Aufstellung hatte der Ex-Trainer gerade in der ersten Spielzeit nie einen großen Hehl gemacht. Der neue Coach ist auch dort zurückhaltender, sicher ein Freund von Überraschungen. Wobei sich diese in Bezug auf die Anfangsformation wohl auch am Freitag im Heimspiel gegen Bremen in Grenzen halten werden.

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Denn Timo Schultz scheint seine Stammelf gefunden zu haben. Schon gegen Frankfurt lief dieselbe Anfangsformation auf, wie in der Woche zuvor gegen Wolfsburg. Und hätte sich Timo Hübers am vergangenen Wochenende nicht krank gemeldet, wäre es gegen Hoffenheim wohl erneut die gleiche Startelf geworden. So spielte nur Luca Kilian für den maladen Innenverteidiger. „Wir schauen auch, dass wir für eine gewisse Stabilität und Kontinuität sorgen“, sagte Schultz am Mittwoch. „Und die Spieler, die jetzt spielen, zahlen das auch mit sehr hohem Engagement und ihrer Leistung zurück.“ So wird es auch am Freitag wohl nur wenige Veränderungen geben – zumindest Stand jetzt. Timo Hübers wird zurück in die Startelf kehren, dafür wird Luca Kilian mit großer Wahrscheinlichkeit den gesperrten Jeff Chabot ersetzen.

Schultz betonte einmal mehr, wie gut es Kilian in der Defensive am Sonntag gemacht habe und, dass die Chancen gut stünden, dass beide in der Anfangsformation auflaufen würden. Es deutet sich kein weiterer Wechsel an. Dabei gibt es durchaus potenziellen Ersatz. „Wir haben einige Spieler in der zweiten Reihe, wie unsere beiden Dänen Christensen und Carstensen, die hervorragend trainieren, die es sich eigentlich auch verdient haben, mal von Anfang an zu spielen“, sagte Schultz. „Bei Luca Kilian sieht man es ja. Er wurde gebraucht, ist da und hat eine gute Leistung gezeigt. Und hat nun am Wochenende wieder die Möglichkeit, sich zu zeigen.“

Auch Linton Maina drängt sich laut Trainer auf. Der Stammspieler unter Baumgart saß zuletzt zu Beginn der Partien auf der Bank. Unter Schultz war der schnelle Außenspieler in den vergangenen Spielen zunächst außen vor, habe aber laut Schultz am vergangenen Wochenende die richtige Reaktion gezeigt. „Wenn Linton Maina gut drauf ist, kann er jedem Gegner weh tun“, sagte der Trainer. Wenn er denn spielt und sei es für die letzten Minuten. „Wir werden jeden Spieler brauchen. Ob das für 17 Spiele am Stück ist oder für die letzten neun Minuten – die können am Ende auch entscheidend sein“, sagt Schultz.  


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