Timo Schultz übernimmt beim 1. FC Köln

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Timo Schultz übernimmt beim 1. FC Köln

Der 1. FC Köln hat zwei Wochen nach dem Aus von Steffen Baumgart einen neuen Trainer gefunden. Timo Schultz übernimmt den kriselnden Bundesligisten und wird heute bereits das erste Training leiten.

Die Suche nach der Baumgart-Nachfolge ist beim FC 14 Tage nach dem Aus des ehemaligen Trainers beendet. Timo Schultz wird neuer Trainer des 1. FC Köln. Das teilte der Klub am Donnerstagmorgen mit.

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Genau zwei Wochen nach der Trennung von Steffen Baumgart hat Timo Schultz den 1. FC Köln übernommen. Das teilte der Verein am Donnerstagvormittag mit. Wie Sky-Transfer-Experte Florian Plettenberg berichtet, habe sich der neue Trainer der Mannschaft bereits vorgestellt. Der 46-Jährige übernimmt den FC in der wohl schwierigsten Phase der Vereinsgeschichte. Der FC steht mit zehn Zählern aus 16 Spielen mit dem Rücken zur Wand und darf im Gegensatz zur direkten Konkurrenz aufgrund der Transfersperre bekanntlich nicht nachbessern. Der ehemalige Spieler des FC St. Pauli und von Holstein Kiel soll den FC nun aus der Krise führen.

Viel Erfahrung im Juniorenbereich

Von 2011 bis 2020 trainierte der 46-Jährige diverse Nachwuchsmannschaften des FC St. Pauli. Zur Saison 2020/21 übernahm Schultz den Zweitligisten von Jos Luhukay. Nach erheblichen anfänglichen Schwierigkeiten führte der Ostfriese den Zweitligisten auf den zehnten Tabellenplatz. In der Folgesaison wurde St. Pauli Herbstmeister, verspielte die Führung aber und beendete die Spielzeit als Fünfter, drei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Im Winter 2022 wurde Schultz aufgrund sportlicher Misserfolge wieder entlassen. Fabian Hürzeler übernahm den Klub vom Millerntor und brachte den Erfolg zurück. Es folgte im vergangenen Mai die Anstellung beim FC Basel. Allerdings war auch diese Zusammenarbeit nur von kurzer Dauer. Von elf Begegnungen gewann der Coach mit dem Spitzenteam nur vier. „Der FCB befindet sich in einer sportlichen Krise, in der es dem Trainer nicht gelang, den absoluten Siegeswillen auf die Mannschaft zu übertragen“, teilte der Schweizer Klub damals mit.

Insgesamt hat Schultz als Trainer 240 Spiele bestritten, 100 Partien gewann er, 52 endeten Remis. Seine fußballerische Karriere begann „Schulle“ beim TuS Esens, erst als 17-Jähriger wechselte zu den Junioren von Werder Bremen. Von 1996 bis 2000 lief er für die Amateure der Hanseaten auf. Es folgte der Wechsel zum FC St. Pauli, für den Schultz 138 Mal spielte. Der Ostfriese galt in Hamburg als Publikumsliebling. 17 Jahre war ein verschiedenen Funktionen für den Kiezklub tätig. In Köln trifft Schultz auch auf alte Bekannten. Mit Leart Pacarada arbeitete der 46-Jährige in der Vergangenheit zusammen. Zudem war er Teamkollege von Thomas Kessler. Der Coach soll bereits um elf Uhr die erste Trainingseinheit leiten.

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Trainersuche: Die letzte externe Stellschraube

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Trainersuche: Die letzte externe Stellschraube

Voraussichtlich wird der 1. FC Köln noch am heutigen Donnerstag den neuen Trainer präsentieren. Für die Kölner ist dies die letzte Möglichkeit, extern auf die Krise einzuwirken.

Dem Vernehmen nach ist die Trainerentscheidung beim FC gefallen und kann im Laufe des Tages kommuniziert werden. Die Suche hat möglicherweise auch deswegen so lange gedauert, weil ein Fehlschuss folgenschwer sein könnte für den 1. FC Köln: Deswegen muss die Trainerauswahl sitzen.

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Darüber, dass die Hausnummer 1. FC Köln eine andere sein würde als Jahn Regensburg, wird sich Christian Keller bei seinem Amtsantritt sehr wohl bewusst gewesen sein. Dabei erlebte der heute 45-Jährige auch in der Vergangenheit schwere Phasen. „Ich habe vor vielen Jahren einmal eine Saison erlebt, wo mein Auto zerkratzt wurde, die Stadt plakatiert war mit „Suchen neuen Sport-Geschäftsführer“ und die Leute bei fast jedem Spiel „Keller raus“ geschrien haben – insofern habe ich schon ganz anderes mitgemacht“, erzählte der Kölner Sportdirektor im vergangenen Sommer in einer Medienrunde. Nicht ahnend, dass der Gegenwind ein halbes Jahr später doch enorm zunehmen würde. Eine verpasste außergerichtliche Einigung mit Olimpija Ljubljana, der Umgang mit der drohenden Transfersperre, der schwache Kader – die Kritik an dem Sportdirektor ist immens. „Wenn ich von außen drauf schauen würde, wäre ich auch nicht gerade begeistert“, sagte Keller am Dienstag.

Keller „Es geht nicht um meine Person“

Nicht gerade begeistert waren viele Fans auch am Tag nach der Bestätigung des CAS-Urteils sowie der kommunizierten Trennung von Steffen Baumgart. Der Kölner Sportdirektor wirkte auf der Pressekonferenz auf viele Zuschauer alles andere als souverän. Eine Art Selbstreflektion, die sich viele Fans erhofft oder gewünscht hatten, ließen die Kölner Verantwortlichen allesamt vermissen. „Ich habe es nicht so verstanden, dass wir gesagt haben, dass wir alles richtig gemacht haben. Ich habe unter anderem gesagt, dass wenn eine Trainer-Trennung stattfinden muss, dann kann man das mit Nichten alleine am Cheftrainer festmachen“, erklärte Keller nun. „Dann haben alle Fehler gemacht. Fehler machen beginnt beim 1. FC Köln bei mir. Denn ich bin in der Verantwortung.“

Das gilt natürlich auch für die Suche nach dem Baumgart-Nachfolger. Gut möglich, dass diese auch deswegen verhältnismäßig lange dauert. Keller wolle lieber gründlich statt schnell suchen und beschrieb die Personalie „Trainer“ als die wichtigste des Vereins. Kein Wunder: In der aktuellen Situation ist es die einzige Stellschraube, an der der 45-Jährige personell noch drehen kann. Der neue Trainer ist die einzige Möglichkeit, noch einmal von extern auf die Misere einzuwirken, den Abstieg abzuwenden. Keller weiß, dass die Personalie sitzen muss, die letzte Patrone eine wichtige ist. Für die sportliche Zukunft des Vereins, womöglich aber auch für seine beim FC. „Es geht nicht um meine eigene Person. Ich habe die Verantwortung. Wenn ich der Verantwortung nicht gerecht werde, dann wird es eine Person geben, die über meine Person entscheidet“, sagte Keller allerdings und betonte, dass er auch die Verantwortung gegenüber seiner Mitarbeiter habe.

Ein Abstieg wäre nicht folgenlos

Ein Abstieg würde für den Klub nicht folgenlos bleiben. Zwar betonte Keller vor einigen Wochen, dass Köln einen Abstieg überleben würde und am Dienstag einmal mehr, dass nur wenige aktuelle Spieler eine Ausstiegsklausel besäßen, ein erneuter Aderlass wäre dennoch sehr wahrscheinlich. Zumal nach wie vor nicht bekannt ist, welche Spieler eben eine Klausel besitzen. Jeder weggehende Leistungsträger wäre einer zu viel. Auch finanziell wäre der Gang in die 2. Liga besonders bitter. Der harte Sparkurs würde verpuffen. Die „Sport Bild“ bezifferte den Verlust bei Ab- mit direktem Wiederaufstieg kürzlich auf 60 bis 70 Millionen Euro. Und ein direkter Wiederaufstieg wäre aufgrund der Transfersperre alles andere als selbstverständlich.

Neben dem von Keller beschriebenen Anforderungsprofil muss der Trainer also auch jetzt schon mit einer gehörigen Portion Druck umgehen können. In den Sozialen Medien ist die Kritik an Kellers Trainer-Entscheidung schon groß, bevor diese auch nur annähernd kommuniziert ist. Sollte sich Keller tatsächlich für die No-Name-Variante wie beispielsweise Matthias Kohler entscheiden, fehlt vielen Anhängern die nötige Bundesliga-Erfahrung, sollte es am Ende ein erfahrener Bundesliga-Trainer werden, fehlt anderen eine neue Perspektive oder Sichtweise. Die eigentliche Abrechnung folgt wohl im Sommer.

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Sebastian Andersson vor Rückkehr nach Deutschland?

Sebastian Andersson vom 1. FC Köln
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Sebastian Andersson vor Rückkehr nach Deutschland?

Steht Sebastian Andersson vor einem Comeback im deutschen Fußball? Der Ex-Stürmer des 1. FC Köln spielt aktuell beim 1. FC Nürnberg vor.

Nach einem halben Jahr Pause könnte der Ex-Stürmer des 1. FC Köln einen neuen Klub gefunden haben. Sebastian Andersson spielt momentan beim 1. FC Nürnberg vor. Der 32-Jährige wird ab Donnerstag zum Probetraining erwartet.

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Ob Andersson aber für die Mittelfranken auch auflaufen wird, ist komplett offen. „Wie lange Sebastian bei uns bleibt, ist noch offen. Wir haben aber so die Möglichkeit, ihn genauer zu beobachten und uns auch ein Bild von ihm zu machen“, sagt Nürnbergs Sportchef Olaf Rebbe. Der Club hatte bereits angekündigt, sich nach einem weiteren Stürmer umzuschauen. Der gesuchte Stoßstürmer solle auch die körperliche Präsenz für den Strafraum mitbringen. Da würde Andersson ins Bild passen. Für den Schweden geht es offiziell darum, sich fitzuhalten. Doch wird sich der 32-Jährige natürlich auch um ein neues Arbeitspapier bemühen.  

Andersson und FC nicht mehr als ein Missverständnis

Andersson hatte den FC im vergangenen Sommer verlassen. Im September 2020 war der Schwede für knapp sieben Millionen Euro an den Rhein gewechselt. Und das mit der Empfehlung von 28 Toren in 74 Spielen für Union Berlin. Doch die Zeit in Köln entwickelte sich für den Hoffnungsträger, der den Abgang von Jhon Cordoba kompensieren sollte, zum großen Missverständnis. In den drei Jahren beim FC kam Andersson auf 47 Einsätze, erzielte acht Tore. Gerade die letzten Jahre in Köln waren für Andersson besonders hart und von Verletzungen und Missverständnissen geprägt. „Ich lag im Krankenhaus und musste Gerüchten über mein Karriereende widersprechen“, sagte Andersson „Fotbollskanalen“ im Herbst. „Ich hatte nicht so gut gespielt und sollte in den Medien Dinge dementieren, die der Trainer gesagt hat.“

Im Sommer endete die Zusammenarbeit zwischen dem FC und Andersson. Anschließend suchte der Schwede eine neue Herausforderung, wollte noch einmal auf höchstem Niveau angreifen. Es gab wohl lose Gespräche mit schwedischen Klubs, zu einem Engagement ist es aber nicht gekommen. Zuletzt weilte der Angreifer auf Mallorca. „Wir wussten nicht wirklich, was passieren würde, also mussten wir eine Entscheidung treffen. Daher dachten wir, wir würden uns hier niederlassen“, sagte Andersson dem schwedischen Online-Portal. „Es ist ein bisschen frustrierend, keinen neuen Verein zu finden, der interessant ist. Die Familie möchte hier leben, daher versuche ich vorrangig künftig hier zu spielen.“ Nun könnte es auf ein Leben in Mittelfranken herauslaufen.

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Ein weiterer Abgang ist beim 1. FC Köln im Winter geplant

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Ein weiterer Abgang ist beim 1. FC Köln im Winter geplant

Zwar wird der 1. FC Köln aufgrund der Transfersperre keine neuen Spieler verpflichten können, es soll aber noch ein weiterer Abgang folgen. Das bestätigte Christian Keller am Dienstag.

Große Kaderveränderungen wird es beim 1. FC Köln in diesem Winter nicht geben können. Neue Spieler dürfen nicht verpflichtet werden, dementsprechend wird es auch auf der Abgabe-Seite nur wenige Spieler geben beim 1. FC Köln: so ist nur ein weiterer Abgang im Winter geplant.

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Die Nachricht kam für die Kölner Vereinsbosse nach eigener Aussage überraschend, sie hat aber weitreichende Folgen für den FC. Die Bestätigung der Transfersperre hat sämtliche bisherigen Transferbemühungen über den Haufen geworfen. Und nicht nur die Gespräche mit möglichen Neuzugängen waren vergeblich, denn auch Entscheidungen über mögliche Abgänge hat das Urteil des internationalen Sportgerichtshofs ausgehebelt. So wird der FC den Kader in diesem Winter weitestgehend zusammenhalten. Wie es dann im kommenden Sommer weitergeht, hängt sicherlich auch mit der Frage der Ligazugehörigkeit zusammen. Dennoch wollen die Geißböcke nach dem Abschied von Dimitrios Limnios noch einen weiteren Spieler abgeben. Allerdings als Leihspieler.

Wie geht es weiter mit Dejo Ljubicic?

So betonte Christian Keller am Dienstag, dass es einen jungen Spieler gäbe, „für den eine Leihe gegebenenfalls Sinn macht, um ihm Spielzeit zu verschaffen, um ihn weiterzuentwickeln.“ Um wen es sich genau handelt, sagte der Sportdirektor zwar nicht, wirklich viele Optionen zeichnen sich aber nicht ab. So handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen zentralen Mittelfeldspieler. Sowohl Mathias Olesen als auch Denis Huseinbasic kamen in dieser Spielzeit noch nicht auf die erhoffte Einsatzzeit. Gerade der Nationalspieler Luxemburgs, auf den Christian Keller bekanntlich große Stücke zählt, stand in dieser Saison erst sechs Mal auf dem Platz, spielte seit Ende Oktober ganze fünf Minuten. Huseinbasic spielte in der Liga immerhin zehn Partien, zuletzt 90 Minuten gegen Union Berlin kurz vor Weihnachten. Ein Transfer ist daher dann doch eher unwahrscheinlich. Olesen müsste zuvor seinen Vertrag verlängern.

Ansonsten sind laut Keller stand jetzt keine weiteren Veränderungen geplant. „Ich sehe im Moment keine weiteren Abgänge“, betonte der Sportdirektor. Heißt offenbar auch, dass Dejan Ljubicic in diesem Winter nun kein Transferkandidat mehr ist. Die Personalie sorgte bekanntlich schon zwei Mal in dieser Spielerzeit für hohe Wellen. Zunächst im Sommer als das Interesse des VfL Wolfsburg bekannt wurde und dann Anfang Dezember, als Gerüchte aufbrodelten, Ljubicic könne den Verein verlassen, um mögliche Gelder für Neuverpflichtungen einzubringen. Damals war Steffen Baumgart mit deutlichen Worten vor die Presse getreten und hatte die Transferpolitik seiner Verantwortlichen scharf kritisiert. Nicht wenige Fans sahen darin den Anfang von Baumgarts Ende.

Auch die Personalien Noah Katterbach und Sargis Adamyan dürften damit vorerst geklärt sein. Katterbach galt weiterhin als Kandidat bei seinem Ex-Verein, dem Hamburger SV. In der vergangenen Woche berichtete die „Hamburger Morgenpost“ vom weiterhin vorhandenen Interesse der Hanseaten. Zumindest bis der neue Kölner Trainer im Amt ist, scheint sich ein Wechsel aber nicht zu konkretisieren. Auch Adamyan galt als möglicher Wechselkandidat. Der Armenier scheint den Geißböcken aber auch weiterhin zur Verfügung zu stehen.

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Baumgart-Nachfolge: Frischer Wind vs. Bundesliga-Erfahrung?

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Baumgart-Nachfolge: Frischer Wind vs. Bundesliga-Erfahrung?

Noch in dieser Woche könnte die Entscheidung über den neuen Trainer beim 1. FC Köln fallen. Gehandelt werden vor allem drei Kandidaten. Alle drei verfügen nicht gerade über viel Bundesliga-Erfahrung. Wie wichtig ist diese?

Die Suche nach dem neuen Trainer beim 1. FC Köln läuft nach wie vor auf Hochtouren. Noch diese Woche könnte es Vollzug geben. In den Sozialen Medien werden die gehandelten Namen heiß diskutiert. Wie geht es weiter beim 1. FC Köln: Frischer Wind oder Bundesliga-Erfahrung?

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Während die Mannschaft des 1. FC Köln mit der Vorbereitung auf die Begegnung gegen den 1. FC Heidenheim in zehn Tagen begonnen hat, läuft im Hintergrund die Suche nach einem Trainer auf Hochtouren. Christian Keller stellte in Aussicht, dass es schon bald eine Vollzugsmeldung geben könne. Dennoch sei die Vorgehensweise „Gründlichkeit statt Schnelligkeit.“ Und gründlich bedeutet in diesem Fall ein längeres Auswahlverfahren. „Es ist doch logisch, dass egal welche wichtige Personalie gesucht wird, und die des Cheftrainers ist die wichtigste im ganzen Klub, man schauen sollte, dass möglichst wenige Überraschungen auftreten und wechselseitige Erwartungen abgesteckt werden“, sagte Christian Keller am Dienstag. „Es bedarf der ein oder anderen Gesprächsrunde, die wir aber auch geführt haben.“

Keine interne Lösung

Eine interne Lösung wird es bei den Geißböcken nicht geben, obwohl diese wohl auch beim FC lange ein Thema gewesen ist. „Für uns war, nachdem die internen Kandidaten lange relevant waren, ein Punkt erreicht, an dem wir gesagt haben, dass es wichtig ist, dass wir eine unbefleckte Sache angehen. Wir wollten jemand, der zumindest am Anfang keine blinden Flecke hat“, sagte Keller. Und somit fällt die Entscheidung zwischen einigen wenigen Trainern, auf die die Auswahl in den vergangenen Tagen reduziert wurde. Vor allem drei Namen wurden zuletzt von „Sky“ gehandelt. Matthias Kohler, Bo Henriksen und Thomas Stamm nannte der TV-Sender als Trainer, mit denen sich der FC befasst oder zumindest befasst hat. Drei Namen, die auf der Bundesliga-Bühne unter die Kategorie „unbekannt“ fallen dürften. Denn alle drei Trainer haben bislang noch keinen Bundesliga-Verein trainiert.

Kohler ist aktuell vereinslos, trainierte zuletzt den niederländischen Erstligisten FC Volendam. Nach Unstimmigkeiten mit dem Vereinsvorstand kam es Anfang Dezember zur Trennung. Die Punkteausbeute bis zu diesem Zeitpunkt ist mehr als überschaubar. In 14 Spielen holte Volendam zwei Siege und zwei Remis. Als Cheftrainer einer ersten Mannschaft war Kohler zuvor nur beim slowakischen Klub AS Trencin tätig. Die Bilanz dort war mit sechs Siegen und vier Unentschieden in 15 Begegnungen deutlich besser. Über eine beeindruckende Erfahrung als Trainer von Profimannschaften verfügt Kohler nicht. Dennoch scheint Kohler bei den Kölner Verantwortlichen gute Karten zu haben. Keller soll von den Ideen und Einschätzungen des 32-Jährigen angetan sein. Auch, wenn dieser erst wenig Trainerluft auf hohem Niveau schnuppern konnte.

Wie wichtig ist in dieser Situation die Erfahrung?

Auch Thomas Stamm ist eher ein unbeschriebenes Blatt in der Bundesliga. Der 40-Jährige war zunächst als Nachwuchstrainer der Schweizer Nationalmannschaft aktiv, wechselte dann in den Jugendbereich des SC Freiburg. Sechs Jahre trainierte Stamm im Breisgau die U19, bevor er die U21 übernahm. Diese führte er zum zweiten Platz in der 3. Liga. Das weckte Begehrlichkeiten. Stamm galt lange bei einigen Erstligaklubs – nicht nur aus Deutschland – als geeigneter Kandidat. Über die größte Erfahrung verfügt zweifelsohne Bo Henrikson. Nicht nur in Dänemark ist der 48-Jährige schon lange kein Unekannter mehr. Henriksen trainierte zunächst Brønshøj BK und den AC Horsens, bevor er Coach beim Football Club Midtjylland wurde. Im Oktober 2022 wurde er Coach beim damals amtierenden Schweizer Meister FC Zürich.

Doch mit Bundesliga-Erfahrung kann auch Henriksen nicht aufwarten. Aber wäre die nicht in der aktuellen Situation nicht ganz unerheblich? „Kompetenz ist das entscheidende Kriterium“, betonte Keller, der entgegen einiger Meinungen in den Sozialen Medien bei seinem Anforderungsprofil nie von einem erfahrenen Bundesligatrainer gesprochen hatte. „Ein Baustein von Kompetenz ist auch immer Erfahrung. Es gibt aber noch andere Kriterien“, so der Sportdirektor weiter. Ob unter anderem Julian Nagelsmann, Sebastian Hoeneß oder Tino Toppmöller – zahlreiche Trainer, die ohne große Bundesligaerfahrung gestartet sind, haben sich längst etabliert. Eine kreative, andere, eben eine unbefleckte Herangehensweise kann genauso gut der Schlüssel zum Erfolg sein. Vor allem wenn der Trainer Talent und Ehrgeiz mitbringt.

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch weitere, vielleicht erfahrenere Namen auf der finalen Liste stehen. So oder so: Christian Keller weiß um die Bedeutung der Trainersuche, weiß auch, dass er nur noch diese eine Patrone hat, es für einen Testballon zu spät ist. Auch deswegen läuft das Auswahlverfahren eben so gründlich. Mit Evangelos Sbonias hat er bei seinem Vorgehen immerhin recht behalten.

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Auf diesen FC-Talenten ruhen die Hoffnungen

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Auf diesen FC-Talenten ruhen die Hoffnungen

FC-Sportdirektor Christian Keller betonte nach der Bestätigung der Transfersperre, dass nun die Hoffnungen auch auf dem eigenen Nachwuchs ruhen. Doch wer hat realistische Chancen auf die Bundesliga?

Als am Dienstagmittag die Profis zum ersten Training des Jahres zusammenkamen, waren unter anderem auch Jaka Cuber Potocnik und Justin Diehl mit von der Partie. Das Sturmjuwel Potocnik darf zwar in den kommenden beiden Monaten nicht spielen, erste Profiluft soll der Youngster aber schon schnuppern und auch bei Justin Diehl gibt es Hoffnung. Denn der Einsatz der Kölner Nachwuchshoffnungen soll ein Weg aus der Krise werden beim 1. FC Köln: Auf welchen Talenten nun die Hoffnungen ruhen.

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Eine Minute hat die Erschütterung gedauert. Glaubt man den Worten von Christian Keller wurde innerhalb von 60 Sekunden nach der vom internationalen Sportgerichtshof per Mail bestätigten Transfersperre aus einem „Ach, du Scheiße“ ein Ärmel hochkrempeln. Auf der Pressekonferenz des 1. FC Köln vor einer Woche zeigte sich der Sportdirektor nicht gerade selbstkritisch, dafür aber angriffslustig. Bei der aktuellen Situation handele es sich nicht um die Apokalypse, vielmehr um Tag eins. Also eine Art Neuanfang. Und mit der Arbeit sollte umgehend begonnen werden. Gut zehn Tage später heißt die kurzfristige Maßnahme: Trainersuche. Doch es gibt auch mittelfristige Ansätze. „Wir müssen einen Trainer finden, der in der Lage ist und es auch möchte, junge Spieler einzubauen und sie gezielt zu entwickeln“, sagte Keller. „Der FC hat bekanntlich eine sehr, sehr gute Nachwuchsarbeit seit vielen Jahren. Dafür haben viel zu wenige Spieler den Sprung nach oben geschafft.“

Hoffnung ruht auf eigenem Nachwuchs

Ob Keller damit – wie kolportiert wurde – zu einem Seitenhieb gegen Baumgart ausholte, ist unwahrscheinlich. Dazu hatte der Sportdirektor überhaupt keinen Grund. Der 45-Jährige sprach allerdings vielen Fans aus der Seele, die seit Wochen bis Monaten einen anderen Umgang mit dem Kölner Nachwuchs forderten. Ob das wiederum der Richtige ist, ist offen. DFB und DFL haben – wie berichtet – eine Studie veröffentlich, aus der hervorgeht, dass der Einsatz von Nachwuchsspielern auf einem Niveau von 2., 3., vor allem auch 4. Liga einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Nachwuchsspielern habe, während sich punktuelle Einsätze in der Bundesliga tendenziell negativ auswirken würden. Heißt: die Jungprofis werden laut der Experten in ihrer Entwicklung gehemmt, wenn sie zu früh im Kader der Profis auf wenig Einsatzzeit kommen. Mehr Einsatzzeit über Leihen zu unterklassigen Teams wie im Falle von Jonas Urbig und Tim Lemperle oder das eigene Nachwuchsteam wie die Kölner U21 fördern die Entwicklung.

Zudem ist die sogenannte Durchlässigkeit bei den Kölnern auch nicht wirklich schlecht. Mit Max Finkgräfe und Damion Downs gaben in dieser Saison gleich zwei FC-Talente ihr Profidebüt. In der Bundesliga feierten in dieser Spielzeit 20 Akteure ihre Profi-Premiere. Mehr als zwei Debütanten hat kein Bundesligist in den eigenen Reihen. Dennoch werden die Kölner Talente alleine aufgrund der Transfersperre schon bald eine größere Rolle spielen müssen. Der FC muss spätestens im kommenden Sommer erfinderisch sein. Neben den zurückkehrenden fünf Leihspielern (Tim Lemperle, Jonas Urbig, Marvin Obuz, Maxi Schmid und Nikola Soldo) kann der FC zudem die Kaufoption bei den geliehenen Spielern ziehen und den Kader mit jungen Talenten auffüllen. Zwar merkte Christian Keller zu den aktuellen Leihspielern an, dass dort gerade kein alleiniger Heilsbringer zu erwarten sei, gleiches gilt aber zweifelsohne auch für die Youngsters. Dennoch findet sich viel Potenzial in den Reihen der Nachwuchsmannschaften.

Auf diesen FC-Youngsters ruhen die Hoffnungen

Max Finkgräfe (Position: Linksverteidiger/Vertrag bis: 2025) Der 19-Jährige wurde von Christian Keller schon vor dieser Saison als die Nachwuchshoffnung beschrieben, der man am ehesten den Sprung zu den Profis zutrauen würde. Der etatmäßige Linksverteidiger hat bereits abgeliefert. Finkgräfe kommt auf sieben Einsätze und konnte sich für mehr empfehlen. Unbekümmert, mutig trat Finkgräfe in der Bundesliga auf. In der U21 ist er ein absoluter Leistungsträger, kommt trotz seiner Bundesliga-Einsätze auf acht Spiele, in denen er zwei (sehenswerte) Tore erzielte und zwei weitere vorbereitete.

Damion Downs (Stürmer/2026): Auch der Angreifer feierte in dieser Spielzeit bereits sein Bundesliga-Debüt. Der Stürmer kam gegen Bremen zu einem Kurzeinsatz, in dem er den Ball an den Pfosten wuchtete. Mit seinem Körper und seiner Schnelligkeit ist er vielleicht der Spieler, den Baumgart lange gesucht hat – zumindest von der Physis. Doch der Sprung von der Regionalliga zu den Profis ist bekanntermaßen immens. Zwar erzielte der Stürmer in den 14 Einsätzen für die U21 in der Regionalliga sechs Tore, doch auch bei Downs war in dieser Spielzeit nicht alles Gold, was glänzt. Immerhin hat Downs noch Vertrag bis 2026.

Justin Diehl (Stürmer/2024): Bleibt weiterhin das heiße und viel diskutierte Thema beim FC. Viele Fans wünschen sich nach dem Baumgart-Aus eine neue Chance für den Stürmer. Am Dienstag trainierte das Ausnahmetalent erstmals in dieser Spielzeit bei den Profis mit. Man habe sich zusammengesetzt und viele Dinge besprochen, erklärte Christian Keller. Eine Vertragsverlängerung hat es nicht gegeben. Doch sie scheint nicht mehr ausgeschlossen. Vor allem aber steht einem Einsatz bei den Profis offenbar nicht mehr viel im Wege. In der Regionalliga erzielte Diehl in 19 Spielen zwölf Tore.

Meiko Wäschenbach (Mittelfeldspieler/2024): Der Kapitän der Pokalsieger-U19 bestritt wie Max Finkgräfe die Vorbereitung bei den Profis und hinterließ in den Testspielen ebenfalls einen sehr ordentlichen Eindruck. Gerade im Sommer galt Wäschenbach ebenfalls als potenzieller Kandidat für das Bundesliga-Debüt, möglicherweise sogar als Backup für Benno Schmitz. Im Testspiel gegen Bergisch Gladbach erzielte der Youngster zudem ein Tor. Bei der U21 ist der Mittelfeld-Allrounder ebenfalls gesetzt, spielte zuletzt auf der Zehn. Zwischenzeitlich fiel Wäschenbach mit muskulären Problemen aus. Zwar betonte der 19-Jährige im Frühling dieses Jahr, auch gerne weiter beim FC zu spielen, allerdings würde er gerne eine Perspektive aufgezeigt bekommen. Das sollten die Kölner tun, der Vertrag läuft im kommenden Sommer aus.

Elias Bakatukanda (Innenverteidiger/2026): Der Innenverteidiger unterschrieb erst im vergangenen April seinen ersten Profivertrag. Der 19-Jährige hat sich zum Stammspieler der U21 entwickelt, kassierte zwar in der Saison eine Gelb-Rote Karte gegen Aachen, kam aber nach der Sperre eindrucksvoll zurück. Auch Bakatukanda gehörte zu den sechs Spielern, die Baumgart im Sommer „viel Spaß“ machten. Zuletzt stand Bakatukanda nach einer Verletzung nicht im Kader.

Rijad Smajic (Innenverteidiger/2025): Der Innenverteidiger wurde noch in der vergangenen Saison als großes Defensiv-Talent der Kölner gefeiert. Smajic zog sich allerdings eine Knöchelverletzung zu, die ihn deutlich zurückwarf. Das Talent hatte zunächst keine Chance bei der Kölner U21. Leih- und Abwanderungsgedanken standen im Raum. Dann erhielt er aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre von Salger die Chance, sich zu zeigen und spielte sich umgehend fest. Seit September hat Smajic kein Spiel mehr verpasst.

Pierre Nadjombe (Rechtsverteidiger/2024): Der Rechtsverteidiger könnte eine große Rolle in Zukunft beim FC spielen. Der Vertrag von Benno Schmitz läuft im kommenden Sommer aus, eine Vertragsverlängerung deutet sich gerade nicht an. Rasmus Carstensen ist bis zum Sommer ausgeliehen, eine Kaufoption soll der FC besitzen. Ob Nadjombe aber seine Zukunft in Köln sieht, scheint fraglich. Zumindest tauchte vor wenigen Tagen das Gerücht auf, er sei in weiten Gesprächen mit einem Zweitligisten. Der FC würde ein weiteres Talent verlieren. Der 20-Jährige ist ein absoluter Leistungsträger der U21.

Emin Kujovic (Defensives Mittelfeld/2025): Der Mittelfeldspieler wurde von Christian Keller ebenfalls schon hochgelobt und als potenzieller Kandidat der Bundesliga-Mannschaft genannt. Kujovic konnte sich ebenfalls im Training und einigen Testspielen präsentieren. Bei der U21 ist Kujovic ebenfalls gesetzt, stand aufgrund einer Rotsperre in 17 von 19 möglichen Spielen auf dem Platz, davon 15 Mal in der Startelf.

Jaka Cuber Potocnik (Stürmer/2027): Die vergangenen Monate werden sicherlich nicht spurlos an dem Stürmer vorbeigegangen sein. Nachdem das CAS-Urteil nun gesprochen ist, wird er die Chance bekommen, sich bei den Profis zu zeigen. Am Dienstag trainierte der Stürmer erstmals bei André Pawlak mit. Der 18-Jährige war in den bisherigen 14 U19-Spielen schon acht Mal erfolgreich. Der Sprung zu den Profis wird aber auch bei ihm ein großer sein.

Bei den angegebenen Spielern handelt es sich nur um eine Auswahl. Auch weiteren Nachwuchsspielern werden gute Chancen eingeräumt.


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Trainerwechsel

Alles zum CAS-Urteil

Noch kein neuer Coach, aber Diehl und Potocnik im Training

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Noch kein neuer Coach, aber Diehl und Potocnik im Training

Der 1. FC Köln sucht weiterhin nach der Nachfolge von Steffen Baumgart. Das gab Christian Keller am Dienstagmittag bekannt. Die erste Trainingseinheit leitete André Pawlak. Mit dabei Jaka Potocnik und Justin Diehl.

Unter Interims-Coach André Pawlak startete der 1. FC Köln am Dienstagnachmittag in das neue Jahr: Erste FC-Trainingseinheit mit Jaka Potocnik und Justin Diehl.

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Trotz Transfersperre gab es sie dann doch zum Trainingsauftakt: Eine Verstärkung bei den Profis, wenn auch aus dem eigenen Lager. Denn am ersten Training des Jahres nahmen unter anderem wie erwartet Jaka Cuber Potocnik sowie dann doch überraschend Justin Diehl teil. Während Christian Keller bei Potocnik angekündigt hatte, dass der junge Slowene, um den es in den vergangenen Wochen bekanntermaßen viel Trubel gegeben hat, Profiluft schnuppern sollte, schien das Tischtuch bei Justin Diehl zerschnitten zu sein. Der FC hatte Diehl, wie berichtet, eine Zukunft in Köln aufgemalt, die dieser allerdings nicht in der Domstadt sieht. Daraufhin wurde der Stürmer in die U21 degradiert. In der Regionalliga gehört Diehl zu den absoluten Leistungsträgern. Keller betonte am Dienstag, dass man sich zusammengesetzt habe, um Ungereimtheiten auszuräumen. Näher wollte der Sportdirektor auf dieses Thema nicht eingehen. Keller betonte nur, dass dieses vermeintliche Umdenken nichts mit der Personalie Baumgart zu tun habe.

Neuer Trainer: Noch keine finale Entscheidung gefallen

Diehl scheint im neuen Jahr zumindest die Chance auf Einsatzzeit bei den Profis zu bekommen. Das wiederum hängt natürlich auch von dem neuen Trainer ab, den der FC am Dienstag aber noch nicht präsentierte. „Für mich gilt Gründlichkeit, statt Schnelligkeit“, sagte Keller, der bei der Suche nach einem neuen Trainer bewusst nicht nach großen Namen sucht, sondern nach Analysen und Daten vorgeht. „Es wurden viele Namen gehandelt, ich werde keinen einzigen davon kommentieren“, sagte Keller, der aber bestätigte, dass sich der Kandidatenkreis in den letzten Tagen deutlich reduziert habe. Zuletzt hatte „Sky“ Matthias Kohler ins Gespräch gebracht. Der 32-Jährige ist aktuell vereinslos. Laut dem TV-Sender gehören auch Bo Henriksen und Thomas Stamm zu den Trainern, an denen Köln interessiert sein soll.

Vorerst wird André Pawlak das Training der Geißböcke weiter leiten. Und das so lange, bis ein neuer Chef-Coach gefunden ist. Das könnte noch diese Woche passieren. Auf einen genauen Zeitpunkt wollte sich Keller nicht festlegen. Dagegen nicht mehr mit von der Partie sind der bisherige Torwart-Trainer Uwe Gospodarek sowie Baumgarts Co-Trainer René Wagner, dem Keller eine hohe Loyalität gegenüber dem FC bescheinigte, aber eben eine noch höhere gegenüber dem bisherigen Chef-Trainer Steffen Baumgart. Beide wurden vom Verein freigestellt. Das Torwart-Training übernimmt vorerst Eberhard Trautner. Kevin McKenna bleibt den Geißböcken weiter erhalten.

Neben Diehl und Potocnik nahmen auch weitere Youngsters wie unter anderem Elias Bakatukanda und Damian Downs an der Trainingseinheit teil. Keller hatte schon vor Weihnachten betont, dass man aufgrund der Transfersperre verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen werde. Die Berücksichtigung von Diehl im ersten Training ist ein deutlicher Fingerzeig.

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Trainingsauftakt: Ljubicic, Schmitz und Co. fehlen

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Trainingsauftakt: Ljubicic, Schmitz und Co. fehlen

Mit Interims-Coach André Pawlak, dafür aber ohne Dejan Ljubicic, Luca Kilian und Benno Schmitz startet der 1. FC Köln am Dienstag in die Vorbereitung auf die Rückrunde.

Am Dienstag um 14 Uhr startet der 1. FC Köln in die Vorbereitung auf das neue Jahr, ein besonders herausforderndes Jahr. Der Trainingsauftakt findet ohne Ljubicic, Schmitz, Kilian und Co. statt.

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Trainingsauftakt ohne Ljubicic: Mit leicht reduziertem Kader startet der FC am Dienstagmittag um 14 Uhr in das Jahr 2024. Mit leicht reduziertem Kader, aber auch einer nicht ganz unwesentlichen Veränderung im Trainerteam. So wird die Auftakteinheit, wie berichtet, von dem bisherigen Co-Trainer André Pawlak geleitet. Zur ersten Einheit meldeten sich Dejan Ljubicic und Luca Kilian krankheitsbedingt ab. Sargis Adamyan, der ohnehin aufgrund seiner Verletzung im Reha-Bereich arbeiten sollte, fehlt ebenfalls krankheitsbedingt. Adamyan hatte zuletzt unter Baumgart keine Chance mehr erhalten und stand zudem verletzungsbedingt nicht mehr zur Verfügung. Wann der Armenier wieder ins Mannschaftstraining einsteigt, ist offen.

Schmitz fehlt aus privaten Gründen

Auch Leart Pacarada hatte die letzten Ligaspiele des vergangenen Jahres verletzungsbedingt verpasst. Pacarada arbeitet weiterhin im Reha-Bereich. Ob der Abwehrspieler dem neuen Trainer im ersten Spiel gegen den 1. FC Heidenheim zur Verfügung steht, ist fraglich. Auch Benno Schmitz sagte die Einheit am Dienstag ab. Wie der Verein mitteilt, aus privaten Gründen. Wie berichtet, wechselt Dimitrios Limnios zu PAOK Thessaloniki und steht dem FC demnach nicht mehr zur Verfügung.

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Medienbericht: FC führt konkrete Gespräche mit Matthias Kohler

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Medienbericht: FC führt konkrete Gespräche mit Matthias Kohler

Die Suche nach einem neuen Trainer läuft beim 1. FC Köln weiterhin auf Hochtouren. Wie „Sky“ berichtet sollen die Kölner konkrete Gespräche mit Matthias Kohler geführt haben.

Geht es jetzt doch schnell? Zumindest scheinen die Verantwortlichen des 1. FC Köln den Kontakt zu einem eher unbekannten Trainer aufgenommen haben. Das berichtet „Sky„: Der FC führt offenbar konkrete Gespräche mit Matthias Kohler.

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Wie der TV-Sender berichtet, soll der 32-Jährige bereits in Köln zu konkreten Gesprächen gewesen sein. Kohler ist auf der großen Trainerbühne allerdings eher ein Unbekannter. Der 32-Jährige spielte in der Jugend noch beim SC Freiburg, unter anderem mit dem heutigen TSG-Keeper Oliver Baumann und unter Christian Streich. Gleich zwei Kreuzbandrisse beendeten allerdings frühzeitig den Traum einer Profikarriere. Kohler sattelte um, arbeitete zunächst im südbadischen Fußballverband und kam anschließend über eine Funktion beim südafrikanischen Farmteam von Ajax tatsächlich in den Juniorenbereich von Amsterdam. 2015 verließ Kohler den niederländischen Klub allerdings im Streit. Zunächst gründete er eine eigene Firma, bevor er wieder zurück ins Trainingsgeschäft kam. Und das 2019 beim slowakischen Erstligisten AS Trencin. Anschließend trainierte er die U21 des FC Basel und wurde 2021 Co-Trainer beim niederländischen Erstligisten FC Volendam. Im Sommer übernahm er dort die Cheftrainerposition, verließ den Verein aber erst vor wenigen Wochen im Streit.

Auch Interesse an Henriksen und Stamm

Seit knapp zwei Wochen befindet sich der 1. FC Köln auf Trainersuche. Sportdirektor Christian Keller hat eine klare Vorstellung von seinem neuen Coach. Der Baumgart-Nachfolger soll dessen Spielidee weiter fortführen, von der Qualität des Kaders überzeugt sein und aufgrund der Transfersperre möglichst zeitnah Nachwuchsspieler in die Mannschaft integrieren. Nachdem bereits zahlreiche Namen gehandelt, diese Trainer aber offenbar nicht kontaktiert worden sind, kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Keller offenbar kein Problem mit einer No-Name-Lösung hat oder einen überraschenden Namen aus dem Hut zaubert. Das sollte nicht sonderlich überraschen. Denn schon im vergangenen Sommer präsentierte Keller für die U21 mit Evangelos Sbonias einen unerwarteten Trainer.

Wie Sky weiter berichtet, soll es auch einen Informationsaustausch wegen Bo Henriksen gegeben haben. Der 48-jährige Däne ist aktuell aber Cheftrainer des FC Zürich. Den schweizer Erstligisten übernahm Henriksen 2022 als Tabellenletzter, schaffte den Klassenerhalt und befindet sich mit der Mannschaft aktuell auf Rang drei der Super League. Zudem soll es von Kölner Seite auch ein Interesse an Thomas Stamm, dem aktuellen Coach des SC Freiburg II, geben. Zunächst wird das Training aber von André Pawlak geleitet. Bereits am heutigen Dienstag fungiert der bisherige Co-Trainer von Steffen Baumgart als Interimscoach. Pawlak steht seit 2017 beim 1. FC Köln unter Vertrag. Der 52-Jährige hatte sich zu einer Fortführung seiner Tätigkeit beim FC entschieden. Wie es mit dem restlichen Trainerteam weitergeht, ist noch nicht bekannt. Am Rande des Trainings am Dienstag will sich Christian Keller zur Trainersuche äußern. Den Namen Kohler wird er sicherlich nicht kommentieren.

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2024 – das wohl schwerste Jahr der Vereinsgeschichte?

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2024 – das wohl schwerste Jahr der Vereinsgeschichte?

Es klingt schon nach sehr viel Pathos, wenn vom schwersten Jahr der Vereinsgeschichte gesprochen wird und doch steht wohl genau das beim 1. FC Köln gerade an. Zumindest stehen die Geißböcke vor einigen sehr großen Herausforderungen. 

Viel Zeit für Besinnlichkeit wird es beim 1. FC Köln rund um den Jahreswechsel nicht mehr gegeben haben. Die Geißböcke stehen vor einem Jahr voller Herausforderungen. 2024 könnte für den FC das wohl schwerste Jahr der Vereinsgeschichte werden.

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Denn schon vor Weihnachten hat für die Verantwortlichen des FC die erste Herausforderung für 2024 begonnen: die Suche nach einem neuen Trainer. Und die scheint es durchaus in sich haben. Zumindest machen es sich Christian Keller und Co. nicht leicht. In einem aufwendigen Auswahlprozess soll der neue Coach, der zudem auch noch ein genau definiertes Anforderungsprofil erfüllen soll, gefunden werden. Einen Schnellschuss gab es bislang zumindest nicht, die erste Trainingseinheit wird am Dienstag der bisherige Assistenztrainer André Pawlak leiten. Nach dem vergangenen Jahr mit der Fehleinschätzung zum CAS-Urteil, der eher mäßigen Kaderzusammenstellung und dann auch noch dem Aus von Steffen Baumgart wird Christian Keller genau wissen, dass die Trainerwahl genau sitzen muss. Der Kölner Sportdirektor hat nur diese eine Patrone. Auch Keller wird wissen, dass seine Zukunft beim FC zum Großteil an die zweite große Herausforderung geknüpft ist: den Klassenerhalt.

Klassenerhalt bleibt das oberste Ziel

Denn der Sportdirektor wird nicht müde, zu betonen, dass die Qualität des Kaders der Zugehörigkeit der Bundesliga genügt. Den Beweis ist das Team bei zehn Zählern aus 16 Punkten, vor allem aber bei schwankenden Leistungen schuldig geblieben. Dass einige Spieler weit unter ihrer Form spielen, ist ein Puzzlestück, aber sicher nicht der einzige Grund für die Misere. Es gibt zahlreiche Kader-Baustellen, die im Sommer nicht geschlossen wurden und nun aufgrund der Transfersperre bekanntermaßen nicht mehr geschlossen werden dürfen. Zwar können die Kölner schon am ersten Spieltag des Jahres mit einem Sieg über Heidenheim die Abstiegsränge verlassen, doch zum einen muss auch die Konkurrenz weiterhin mitspielen, zum anderen folgt dann das schwere Auftaktprogramm mit Spielen gegen Dortmund, Wolfsburg und Frankfurt – also jenen Gegnern, die den schwachen Auftakt in die Hinrunde erklären sollten. Die Ausgangslage wird sich Anfang des Jahres sicher nicht grundlegend ändern.

Dennoch muss der Klassenerhalt das höchste sportliche Ziel bleiben. Die Folgen eines ohnehin schmerzhaften Abstiegs wären aufgrund der Transfersperre enorm. Denn auch wenn Christian Keller betonte, dass ein Großteil der Spieler über Verträge für die 2. Bundesliga verfügen würden, dürfte der Aderlass sehr groß ausfallen. Und das nicht nur, weil mehrere Verträge auslaufen. Kaum vorstellbar, dass einige Leistungsträger mit Wohlwollen den Gang in die 2. Bundesliga antreten und dort in der kommenden Spielzeit auch spielen werden. Zumal nicht klar ist, bei welchen Akteuren eben kein gültiges Arbeitspapier für Liga zwei vorliegt. Dass aus dem bisherigen Kader alle Spieler in Köln bleiben, ist mehr als nur unwahrscheinlich. Spieler wie Dejan Ljubicic oder Jeff Chabot sind schon jetzt heiß begehrt. Bei dem entsprechenden Angebot werden sicher auch Spieler mit Vertrag den Verein verlassen können.

Transfers ab 1. Januar 2025 möglich

Auch für dieses Szenario muss der richtige Trainer gefunden werden. Der Abstieg muss inklusive Aderlass jedenfalls ein potenzielles Szenario bleiben. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Und dennoch hat der Optimismus, mit dem die Kölner Verantwortlichen den Ausgang des CAS-Urteils angegangen sind, große Zweifel hinterlassen. Klar ist, der kommende Trainer wird in der kommenden Sommer-Transferphase ebenfalls keine Spieler verpflichten dürfen, dafür aber einige zurückkehrende Leihspieler sowie Nachwuchshoffnungen in das Team integrieren müssen. Sollte der FC wirklich absteigen, muss mit dem vorhandenen Kader bis zum Winter eine gute Ausgangslage erzielt werden, um dann ab dem 1. Januar 2025 wieder anzugreifen. Denn ab diesem Moment dürfen die Kölner auch wieder auf dem Transfermarkt zugreifen. Bis dahin steht der FC vor einem besonders herausforderndem Jahr.

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