Kaderanalyse Teil III – Mittelfeld

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Kaderanalyse Teil III – Mittelfeld

Ein möglicher Weggang von Dejan Ljubicic sorgte am Mittwoch für reichlich Wirbel. Dabei soll der Sechser eigentlich eine zentrale Rolle im Gebilde des 1. FC Köln ausfüllen. Quantitativ ist das Mittelfeld der Kölner gut dabei. Aber reicht das?

Stand jetzt startet der FC mit fünf zentralen Mittelfeldspielern und vier für die Außenbahn in die neue Saison. Allerdings sind einige Akteure variabel einsetzbar und FC-Sportdirektor Christian Keller betonte zuletzt einmal mehr, dass man noch einen weiteren Akteur für die Außenbahn verpflichten wolle. Unsere Kaderanalyse Teil III: Mittelfeld.

Die Nachricht sorgte unter den FC-Fans am Mittwochabend für ordentlich Wirbel. Dejan Ljubicic könnte den Verein verlassen, hieß es in einer Meldung des TV-Senders Sky. Verhandlungen, Freigabe, Ablöse – die Reizwörter verfehlten ihre Wirkung nicht. Dabei war die Meldung längst überholt. Sportdirektor Christian Keller stellte jedenfalls schnell klar, dass es keinen Grund zur Panik gab. Er würde ausschließen, „dass Dejan Ljubicic den FC verlässt“. Dass der FC einem möglichen Abwanderungsgedanken seines Sechsers den Riegel vorgeschoben hat, kommt natürlich nicht von ungefähr. Zwar betonten die Kölner Verantwortlichen stets, sie würden bei Wechsel-Gedanken das Gespräch mit den jeweiligen Spielern eingehen, das soll dem Vernehmen nach auch stattgefunden haben, der Abgang des Österreichers hätte den FC aber in arge Nöte gebracht. Schon der Wechsel von Ellyes Skhiri hat eine große Lücke hinterlassen. Eine Lücke, die (noch) nicht zu kompensieren ist. Eine ähnliche Baustelle hätten sich die Kölner drei Wochen vor Transferschluss wohl nicht mehr leisten wollen oder können.

Ljubicic ist gesetzt, Christensen hat Potenzial

Denn auf Ljubicic ruhen große Hoffnungen. Der 25-Jährige ist laut der Online-Plattform Gool.ai der FC-Spieler mit dem höchsten Marktwert (rund acht Millionen Euro). Er ist flexibel im Mittelfeld einsetzbar und seit seiner Ankunft in Köln vor zwei Jahren ein Leistungsträger. In der vergangenen Spielzeit lief Ljubicic meistens auf der rechten Seite auf. Von Hause aus ist der 25-Jährige aber ein zentraler Mittelfeldspieler. Da sich in dieser Saison mit Luca Waldschmidt und Mark Uth gleich zwei Spieler für die Position hinter den Spitzen aufdrängen, Florian Kainz wieder auf den Außen spielt und der FC zusätzlich noch einen Offensivspieler in ähnlicher Rolle sucht, dürfte Ljubicic die Rolle von Skhiri auf dem Feld einnehmen. Zumindest wenn Linton Maina wieder genesen und Jan Thielman zurückgekehrt sind. Personell wurde die Skhiri-Lücke mit Jacob Christensen geschlossen. Der junge Däne kommt ablösefrei an den Rhein.

Die Datenscouts von Global Soccer Network (GSN) sehen in dem Mittelfeldspieler großes Potenzial. „Christensen bringt direkt viel Qualität mit, ein Eins-zu-eins-Ersatz zu Skhiri ist er aber nicht. Das sollte man von ihm auch nicht erwarten“, sagt Dustin Böttger, CEO von GSN. Die Experten, die sonst internationale Spitzenklubs wie PSG oder Chelsea beraten, sehen die Stärken des 22-Jährigen in der Defensivarbeit und im starken Passspiel. Er sei aber in der Offensive nicht so gut wie Skhiri. Dennoch sieht GSN in dem Dänen das Potenzial zur „internationalen Klasse“. Somit kann Christensen schon bald eine Alternative auf der Doppelsechs neben Eric Martel werden. Der U21-Nationalspieler ist nach seiner starken vergangenen Saison in der Zentrale gesetzt. „Im defensiven Mittelfeld fahren die Kölner mit Martel, Ljubicic und Christensen sehr gut“, sagt Böttger. Sie sind stark gegen den Ball und durchaus mit einem guten Passspiel ausgestattet.“

Kainz wird wieder auf die Außen rücken

In einem Gros der Vorbereitungsspiele agierten die Kölner allerdings ohne Doppelsechs, dafür mit einer Raute. In diesem Fall kommen Denis Huseinbasic und Mathias Olesen zum Einsatz. Huseinbasic hat sich im vergangenen Jahr enorm entwickelt, erhielt in der Generalprobe gegen den FC Nantes etwas überraschend den Vorzug und spielte von Beginn an. Die Vorbereitung lief für den Mittelfeldspieler ebenfalls gut. Gut möglich, dass er in diesem Vergleich die Nase vorne hat. Auch bei den beiden jungen Spielern sehen die Datenexperten ein hohes Potenzial. Allerdings: „Es fehlt ein wenig die Kreativität auf dieser Position“, betont Böttger.

Auch die Außenpositionen sind aktuell nominell doppelt besetzt – wenn Florian Kainz wie erwartet das Zentrum wieder verlässt. Der neue Kapitän war in der vergangenen Saison aus der Not heraus auf die Zehn beordert worden, machte seine Sache aber sehr gut. Dennoch fühlt sich der Österreicher auf seiner ursprünglichen Außenposition wohler. Durch die Verpflichtung von Luca Waldschmidt wird Kainz diese Rolle wohl wieder abgeben. In der vergangenen Spielzeit absolvierte Kainz 40 Spiele für den FC, bereitete dabei zwölf Tore vor, erzielte sechs selbst. An dem Kapitän führt aktuell kein Weg vorbei.

Genauso wenig wie an einem fitten Linton Maina. Der 24-Jährige war in der vergangenen Saison der Kölner Feldspieler mit den meisten Einsätzen und sollte eigentlich ebenfalls gesetzt sein. Seine jüngsten Rückenprobleme lassen einen Einsatz am kommenden Montag gegen Osnabrück wohl noch nicht zu. Genauso wenig wie bei Jan Thielmann, der sich im Juni eine Verletzung zugezogen hat. Bis Herbst wird der Youngster ausfallen. Ein bitterer Rückschlag für die Geißböcke, denn dem U21-Natioinalspieler trauen die Kölner Verantwortlichen viel zu. Genauso wie die Datenscouts von GSN. Nach den Analysen der Experten gehört Thielmann jetzt schon der Kategorie „internationale Klasse“ an, der 21-Jährige habe aber sogar das Potenzial zur „Weltklasse“.

In den Vorbereitungsspielen hinterließ aber auch Dimitrios Limnios einen positiven Eindruck. Der Grieche könnte zur Alternative werden. Da die Kölner Verantwortlichen sich aber noch nach einem schnellen Offensivspieler umschauen, ist auch ein Wechsel des Außenspielers nicht auszuschließen. Zwar werden auch Spieler aus dem Zentrum auf die Außen rotieren, der Wunsch, einen weiteren Außenspieler zu verpflichten, ist aber nachvollziehbar.

 

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Neuzugang beim FC: Das sagt Carstensen zu seinem FC-Wechsel

Rasmus Carstensen
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Neuzugang beim FC: Das sagt Carstensen zu seinem FC-Wechsel

Vor knapp einer Woche hat der FC mit Rasmus Carstensen eine weitere Lücke im Kader geschlossen. Der Däne zeigte in den bisherigen Tests vielversprechende Leistungen. Jetzt äußerte sich der 22-Jährige zu seinem Wechsel.

Beim KRC Genk kam Rasmus Carstensen so gut wie nicht zum Zug, beim FC will er nun durchstarten. Seit gut einer Woche ist der Däne bei den Geißböcken und wusste schon zu überzeugen. Das sagt Rasmus Carstensen zu seinem FC-Wechsel.

Rasmus Carstensen

Zwischen der Verpflichtung und dem ersten Einsatz lagen keine zwei Tage. Rasmus Carstensen hatte also gerade seinen Vertrag unterschrieben, da lief er das erste Mal für den 1. FC Köln auf. Und der Däne ließ am vergangenen Samstag gegen den FC Nantes aufblitzen, was ihn in Dänemark bei Silkeborg bereits als 18-Jährigen zum Stammspieler und später zum Publikumsliebling des dänischen Klubs machte. Carstensen ist schnell, extrem passsicher und sucht den direkten Weg in die Offensive. Beim folgenden Test gegen Ajax Amsterdam zeigte er, dass er auch gerne den Abschluss sucht. Der Abwehrspieler, der nach einer durchwachsenen Saison beim KRC Genk mit einer gehörigen Portion Skepsis in Köln begrüßt wurde, hat umgehend bewiesen, dass er definitiv das Zeug hat, Benno Schmitz auf der rechten Verteidigerposition ordentlich Konkurrenz zu machen.

Carstensen passt ins Kölner System

Dabei deutete zunächst nicht viel auf einen spannenden Zweikampf bei den Kölnern hin. Carstensen spielte ganze 46 Minuten in der ersten belgischen Liga, hatte gegen die starke Konkurrenz auf seiner Position so gut wie keine Chance. „Die Konkurrenz war einfach enorm“, sagte der 22-Jährige am Donnerstag. „Ich glaube aber auch, dass der belgische Spielstil nicht optimal gepasst hat.“ So bescheiden die Bilanz bei Genk auch ist, so überzeugend war sie noch in Dänemark. Natürlich ist Silkeborg nicht mit Genk zu vergleichen, dennoch absolvierte der Rechtsverteidiger 89 Spiele für den aktuellen Erstligisten. Dabei bereitete der Abwehrspieler starke 24 Tore vor, erzielte zwei selbst.

Tatsächlich ist Carstensen ein sehr offensiv spielender Außenverteidiger, bekannt für seine gefährlichen Hereingaben und ein starkes Anlaufen. Der Abwehrspieler passt somit perfekt in das Kölner Spielsystem. „Die Spielweise von Steffen Baumgart liegt mir sehr. Ich habe das Gefühl, dass ich mich hier gut weiterentwickeln kann, sowohl als Spieler als auch als Mensch“, sagte der Däne. Nicht der einzige Grund für die Entscheidung pro FC. „Ich hatte das Gefühl, dass sich der FC nicht nur für meine fußballerischen Fähigkeiten, sondern auch an mir selbst interessiert ist“, so der Defensivspieler, der seine Freundin Sofie Vendelbo direkt mit nach Köln brachte, die ebenfalls beim FC unterschrieben hat. „Wir sind sehr dankbar dafür, dass es geklappt hat und wir gemeinsam nach Köln gehen konnten. Uns wurde sehr viel Vertrauen entgegengebracht. Wir beide wollen hart arbeiten und dem FC etwas zurückgeben“, sagt Carstensen.

Am Montag, in der ersten Runde des DFB-Pokals, wird wohl Schmitz den Vorzug erhalten. Der Routinier ist vorerst gesetzt. Aber: „Der Konkurrenzkampf beim FC wird hart, Benno ist ein guter Spieler. Trotzdem möchte ich mich weiterentwickeln und mein Bestes geben“, so Carstensen.  

 

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Systemfrage beim 1. FC Köln: Das Geschäft mit den Leihspielern

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Systemfrage beim 1. FC Köln: Das Geschäft mit den Leihspielern

Mit Jonas Urbig, Tim Lemperle, Marvin Obuz und nun Maxi Schmid hat der FC vier Spieler verliehen, gleichzeitig mit Luca Waldschmidt und Rasmus Carstensen zwei geliehen – weitere könnten folgen. Ein lukratives Transfer-Modell mit geringem Risiko – für alle Parteien.

In einer Medienrunde vor wenigen Monaten erklärte FC-Sportdirektor Christian Keller, dass er ein Freund von Leihgeschäften sei. Kein Wunder: das Geschäft mit den Leihspielern ist risikoarm, fördert die Akteure, ist vor allem aber eins: lukrativ.

Bild: Herbert Bucco

Für Maxi Schmid könnte der Freitagabend ein ganz besonderer Abend werden. Hätte der 20-Jährige nicht schon eine Minute Europapokal erlebt, FC-Trainer Steffen Baumgart ließ ihn in der Conference League gegen den 1. FC Slovacko ran, würde der Angreifer sein Profidebüt feiern können, wenn er denn spielt. Denn Maxi Schmid ist an Rode Kerkrade verliehen worden. Eben mit der Absicht, möglichst viel zu spielen, Profifußball zu spielen. Ein Wunsch, den nicht nur der Spieler hegt. Denn Schmid gehört offenbar zu den Youngstern, denen der FC mittelfristig den Sprung zu den Profis zutraut. Genau deswegen wurde der Vertrag mit Schmid verlängert, genau deswegen wurde der 20-Jährige an Kerkrade verliehen. Und so könnte der junge Offensivmann am Freitagabend Zweitliga-Luft, wenn auch in den Niederlanden, schnuppern.

Für aufnehmenden Verein geringes Risiko

Einst verpönt sind Leihen mittlerweile ein probates Mittel bei der Kaderplanung geworden. Nicht umsonst haben die Kölner in dieser Transferperiode bereits vier Spieler ver- und zwei Akteure geliehen. Zumindest auf der Abgaben-Seite ist die Chance gar nicht so gering, dass weitere, etwa Nikola Soldo oder Florian Dietz, folgen werden. Leihen – wenn man so will eine Win-Win-Win-Situation: Der Spieler erhält Spielpraxis, kann sich weiterentwickeln und gleichzeitig für höhere Aufgaben empfehlen. Eine Leihe kann den Karriereschub, in einigen Fällen den Durchbruch bedeuten. Der aufnehmende Verein erhält einen Akteur für kleines Geld, der allerdings darauf brennt, seine Karriere voranzutreiben. Dabei geht der Klub ein denkbar geringes Risiko ein.

Funktioniert der Spieler nicht, kehrt er mit dem Ende der Leihe zu seinem Heimatklub zurück, hat der Verein eine Kaufoption vereinbart und der Spieler entwickelt sich positiv, steht ein Schnäppchen im Raum. Und: In der Branche ist es üblich, die Leihgebühr an die Anzahl der Einsätze zu koppeln. Je häufiger der Spieler zum Einsatz kommt, desto weniger Gebühr muss der Verein bezahlen. „Ich fand Leihgeschäfte schon immer gut und kann der Tatsache, dass man dadurch gegebenenfalls einen Spieler bekommt, den man eigentlich nicht kriegen würde, etwas abgewinnen“, sagte Christian Keller. Nur wenige Tage später erfolgte die Leihe von Luca Waldschmidt. Der Kauf des ehemaligen Nationalspielers wäre wohl nicht zu Stande gekommen. „Im Idealfall gibt uns der Stamm-Klub noch eine Kaufoption mit, dann kann man nicht viel falsch machen.“ So könnte der FC Luca Waldschmidt im kommenden Sommer für 4 Millionen Euro kaufen.

Wirtschaftliche Aspekt spielt ebenfalls eine Rolle

Ähnlich verhält es sich bei der Leihe von Rasmus Carstensen. Dem Vernehmen nach liegt die Kaufoption bei 1,5 Millionen Euro, laut der Online-Plattform Gool.ai liegt der Marktwert des 22-Jährigen aktuell bei 1,25 Millionen Euro, die KI des Portals prognostiziert Carstensen für den kommenden Sommer einen Wert von mehr als zwei Millionen Euro. Der FC hätte einen wirtschaftlichen Gewinn erzielt. Aktuell wird über eine Leihe von Faride Alidou von Eintracht Frankfurt spekulier. Der Außenspieler passt ins Profil der Kölner, Frankfurt will ihn verleihen – allerdings nicht mit einer Kaufoption.   

Denn auch der abgebende Verein profitiert natürlich von einem Leihgeschäft. So wollen die Hessen den U21-Nationalspieler nicht verkaufen, da sie noch Potenzial in ihm erkennen, sich den Durchbruch erhoffen. Er soll erst einmal Spielpraxis sammeln, um sich zu entwickeln. Entwicklung, das Zauberwort beim Leihgeschäft. Die abgebenden Vereine erwarten eine Entwicklung der Spieler, die sie im Heimatverein aufgrund der Konkurrenz nicht ausreichend erhalten würden. Spielpraxis ist der zweite Begriff, der bei nahezu jeder Leihe genannt wird. Die Akteure sollen sich über ihre Einsatzzeit verbessern.

Win-Win-Situation

Und das sicher nicht nur aus sportlichen Gründen: Der wirtschaftliche Aspekt an dem Transfermodell ist nicht von der Hand zu weisen. Leihgeschäfte sind aus Klubsicht risikoarm, versprechen aber gleichzeitig hohe Gewinne. Die Leih-Gebühren decken einen Teil der Kosten, Verkaufserlöse bringen Gewinne ein. Denn durch die erhoffte positive Entwicklung steigt automatisch auch der Marktwert des Akteurs. Im Idealfall ist der Spieler also entweder so gut geworden, dass er dem eigenen Team helfen kann, oder er wird mit hohem Gewinn weiterverkauft. Zur Not folgt vorerst eine weitere Leihe. Aktuell berechnet Gool.ai den Marktwert von Alidou auf 1,3 Millionen Euro, für den kommenden Sommer prognostiziert das Online-Portal einen Wert von 2,6 Millionen Euro. Demnach könnten die Hessen den Spieler dann unter Berücksichtigung des doppelten Marktwerts und wenn sie noch wollten verkaufen.

Gool.ai berechnet den Marktwert der Kölner Leihspieler Jonas Urbig, Tim Lemperle und Marvin Obuz auf insgesamt rund 2.25 Millionen Euro, die Prognose der Online-Plattform liegt für die drei Akteure bei 3.85 Millionen Euro, der FC würde bei der aktuellen Berechnung eine Marktwertsteigerung von fast 75 Prozent erreichen. Ob gewollt oder nicht, der FC geht mit jeder Leihe ein geringes Risiko ein, eröffnet sich aber gleichzeitig die Chance auf einen satten Gewinn.

Fifa musste einschreiten

Ein Modell, dass über viele Jahre ad absurdum geführt wurde. Der FC Chelsea war beispielsweise für seine „Loan Army“ bekannt. Zwischenzeitlich hatte der Londoner Klub nahezu 40 Spieler (darunter auch Nachwuchsakteure) unter Vertrag, die an andere Klubs verliehen wurden. Manchester City hatte in der Spielzeit 21/22 33 Spieler verliehen und Atalanta Bergamo sogar 65. Mittlerweile ist die Fifa eingeschritten und hat die Regeln verschärft. So dürfen unter anderem nur noch maximal acht Spieler eines Klubs verliehen werden. Akteure unter 21 Jahren fallen allerdings nicht unter diese Regel. Zudem dürfen nur drei Spieler an den gleichen Klub verliehen werden. Mit Florian Dietz, Nikola Soldo und Dimitrios Limnios haben die Kölner weitere drei potentielle Leihspieler im Kader – nicht allen wird man eine positive Entwicklung zutrauen.

 

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Christian Keller: Ljubicic bleibt beim 1. FC Köln

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Christian Keller: Ljubicic bleibt beim 1. FC Köln

Am Mittwochabend sorgte das Gerücht um einen möglichen Abschied von Dejan Ljubicic für mächtig Trubel in den Sozialen Medien. Mittlerweile hat Sportdirektor Christian Keller das Gerücht dementiert.

Dejan Ljubicic wird den 1. FC Köln nicht verlassen. Das bestätigte Christian Keller am Rande des „Rheinischen Gipfels“ der „Rheinischen Post“ und dementierte auf dem Fußball-Talk die Gerüchte um einen Wechsel des Mittelfeldspielers. Im Gegenteil – Christian Keller: Ljubicic bleibt in Köln.

Am frühen Mittwochabend hatte Sky berichtet, dass der Kölner Mittelfeldspieler den FC um die Freigabe gebeten habe und der VfL Wolfsburg an Dejan Ljubicic interessiert sei. Nicht nur das: Laut Sky befänden sich die Vereine bereits in Verhandlungen. Über eine Ablöse von acht bis zehn Millionen Euro wurde spekuliert. Eine geringe Ablöse für einen Spieler, der noch bis 2025 Vertrag hat und der laut Experten einen Marktwert zwischen eben jenen acht und zehn Millionen Euro aufweist. Am Abend dementierte Sportdirektor Christian Keller das Gerücht am Rande des Fußball-Talks „Rheinischer Bundesliga-Gipfel“ der „Rheinischen Post“. Schon während des Gesprächs betonte der Sportdirektor, dass er am liebsten keinen Spieler abgeben würde.

Nach der Talkrunde wurde der Sportdirektor konkreter: „Ich schließe komplett aus, dass Dejan Ljubicic den FC verlässt“, sagte der 46-Jährige. Der „Express“ hatte zuvor berichtet, dass dem FC weder ein Angebot des VfL Wolfsburg vorliege noch der Spieler an den Verein herangetreten sei. Dem widerspricht der „Kölner Stadt-Anzeiger„, demnach habe es sehr wohl ein Angebot über einen Mittelsmann gegeben. Der FC habe das Angebot aber umgehend abgelehnt. Dass es grundsätzlich Interesse an Ljubicic geben würde, ist offenkundig. Der Mittelfeldspieler bringt seit Jahren konstant gute Leistungen, gehört zu den Säulen der Mannschaft und war als mögliche Alternative für Ellyes Skhiri auf der Doppelsechs neben Eric Martel gedacht. Ein Abschied hätte die Kölner empfindlich getroffen. Spätestens nach dem Abgang von Ellyes Skhiri galt der Österreicher als zentraler Akteur im Kölner Gebilde.

 

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Das sagt Christian Keller zu Transfers, Steffen Baumgart und dem FC

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Das sagt Christian Keller zu Transfers, Steffen Baumgart und dem FC

Die Rheinische Post hatte am Mittwochabend zum Fußball-Talk geladen. Auch Christian Keller war zu Gast. Der Kölner Sportdirektor äußerte sich zu einem weiteren Transfer, seinem Trainer und der Zukunft des 1. FC Köln und er dementierte die Ljubicic-Gerüchte.

Vier Bundesligisten, vier Sportchefs – im Rahmen des „Rheinischen Bundesliga-Gipfels“ der „Rheinischen Post“ diskutierten die Sportdirektoren des 1. FC Köln, von Fortuna Düsseldorf, Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach über den Fußball. Das sagt Christian Keller zu Transfers, Steffen Baumgart und dem FC.

Bild: Herbert Bucco

So etwas wie Hektik wollte erst nach der lockeren Gesprächsrunde in Düsseldorf aufkommen. Christian Keller nahm in der Landeshauptstadt gemeinsam mit Simon Rolfes, Klaus Allofs und Roland Virkus am „Rheinischen Bundesliga-Gipfel“ der „Rheinischen Post“ teil. In lockerer Atmosphäre plauderten die Sportchefs der vier rheinischen Top-Klubs über ihr Geschäft. Nach der Runde fand der Kölner Sportdirektor dann konkrete Worte und dementierte das Gerücht, dass die Kölner Fan-Gemeinde am frühen Abend beunruhigt hatte. „Ich schließe komplett aus, dass Dejan Ljubicic den FC verlässt“, sagte der 46-Jährige. Sky hatte am frühen Abend berichtet, Ljubicic habe den FC um Freigabe gebeten, Wolfsburg verhandle mit dem FC. Eine Ablöse von acht bis zehn Millionen Euro stünde im Raum. Ob die Niedersachsen mit dem FC in Kontakt getreten sind, ist unklar. Klar ist, Ljubicic bleibt dem FC erhalten.

Keller bestätigt Transfergesuch

Das hatte Keller indirekt schon zwei Stunden zuvor bestätigt. Auf die Frage, ob er sich mit Anfragen aus Saudi-Arabien beschäftigte, sagte der Kölner Sportdirektor, dass er am liebsten gar keinen Spieler abgäbe, bestimmt auch nicht nach Saudi-Arabien. Vielmehr bestätigte der Sportdirektor nun, dass der FC doch konkret nach einem weiteren Offensivspieler suche. „Wir haben eine Sollstelle noch offen. Wir werden idealerweise einen sehr schnellen Spieler für die Außen noch holen, der links und oder rechts spielen kann und wenn uns das gelingt, dann wären wir in unserem Rahmen sehr einverstanden mit unserem Kader.“ „Werden“ klingt deutlich konkreter als Kellers Worte von vergangener Woche. Möglicherweise befindet sich der FC bereits in konkreteren Gesprächen. Eventuell mit Faride Alidou und Eintracht Frankfurt. Laut „Kicker“ haben die Kölner den Offensivspieler in den Fokus genommen. Allerdings räumen die Hessen dem FC wohl keine Kaufoption ein. Dennoch scheint der Deal möglich.

Zuletzt war der Sportdirektor in den Sozialen Medien für seine Transferpolitik, den vermeintlichen Sparkurs kritisiert worden. „Wir haben mehr als 30 Jahre lang einen sehr wilden Ritt hingelegt. Und das als viertgrößte Stadt in Deutschland, die auch noch mit einem großen Potenzial ausgestattet ist. Wir sind schon ein Klub, der die Menschen in seinen Bann zieht. Wir sind sehr glücklich darüber, dass so viele Menschen an unserer Seite stehen“, sagte Keller. „Aus diesem großen Potenzial müssen wir perspektivisch schon ein bisschen mehr rausholen. Das heißt für uns, dass wir wirtschaftlich wieder auf einen grünen Zweig kommen. Davon ausgehend, dass wir unsere Infrastruktur verbessern. Das ist die Basis, gut arbeiten zu können.“ Sportlich sieht Keller den FC auf einem guten, einem sehr klaren Weg, „mit klarer Spielidee“. Einen Tabellenplatz als Saisonziel wollte Keller nicht ausgeben. „Ich finde, für uns ist es gut, wenn wir in Leistungszielen denken. Wenn du die Leistungsziele erreichst, sind positive Ergebnisse meistens ein Begleiteffekt.“

Keller lobt seinen Trainer

Für den klaren Weg der Profis ist Steffen Baumgart verantwortlich. Für Keller ein Glücksfall: „Ich bin sehr sehr froh, dass wir Steffen als Trainer haben, weil er einfach ein extrem authentischer und sehr Werte bezogener Mensch ist“, sagte der 46-Jährige. „Er lässt sich auch von den Reizen und Verlockungen, die der Fußball bietet nicht ablenken. Er bleibt sich treu. Das ist sehr wichtig, weil er genau das der Mannschaft vorlebt.“ Allerdings betonte der Sportdirektor auch, dass ihm bei dem ganzen Lob das Trainerteam zu kurz komme. „Wir haben beim FC auf vielen Ebenen ein sehr sehr gutes Team beieinander und haben die spannende Aufgabe, diesen Klub, der 30 Jahre lang eine Achterbahnfahrt hingelegt hat, vielleicht in ruhigeres Gewässer zu führen, um dann vielleicht auch wieder ein wenig mehr Fahrt aufzunehmen.“

Fahrt nahm am Abend vor allem das Gerücht um Dejan Ljubicic auf. Laut dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sei tatsächlich ein Mittelsmann an den FC herangetreten. Die Kölner hätten ein Angebot aber umgehend abgelehnt. Das wollte Keller nicht bestätigen. Die Worte über den Verbleib des Mittelfeldspielers waren dagegen umso deutlicher.

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Neuzugang: Ist Faride Alidou der gewünschte Offensivspieler des 1. FC Köln?

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Neuzugang: Ist Faride Alidou der gewünschte Offensivspieler des 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln ist offenbar auf der Suche nach dem gewünschten Offensivspieler einen Schritt weiter. Wie unter anderem der Kicker berichtet, soll sich der U21-Nationalspieler zumindest im Fokus des FC befinden.

Grundsätzlich hat der 1. FC Köln die Kaderlücken geschlossen. Ein Muss sei kein Transfer mehr, sagte FC-Sportdirektor Christian Keller vor wenigen Tagen. Der Sportchef erklärte aber auch, dass man durchaus die Augen nach einem schnellen Offensivspieler offen halte. Ist Faride Alidou der gewünschte Offensivspieler?

picture alliance / Action Plus | AllShotLive

Unter anderem berichtet der „Kicker„, dass der U21-Nationalspieler in den Fokus der Kölner geraten sei. Schon vor einigen Tagen ließ Eintracht Frankfurt verlauten, dass man sich eine Leihe des Spielers durchaus vorstellen könne. Der schnelle Offensivspieler ist bei den Hessen in der vergangenen Saison nicht wirklich glücklich geworden, kam auf insgesamt 15 Kurzeinsätze mit nur einer Torvorlage. Immerhin erzielte der Offensivspieler ein Tor in der Champions League gegen Tottenham. Zu den Stärken des 22-Jährigen gehören die progressiven Läufe, Läufe in die Tiefe und ein starkes Eins-gegen-eins. Der gebürtige Hamburger passt also perfekt in das Anforderungsprofil der Geißböcke. „Es ist kein Geheimnis, dass wir in der Offensive noch was machen wollen. Und ich bin auch zuversichtlich, dass das klappt“, hatte Christian Keller am vergangenen Samstag gesagt.

Und der Spieler ist auch bei den Geißböcken kein Unbekannter. Die Kölner waren schon 2021 an Alidou interessiert. Wie der Kicker berichtet, habe es bereits Kontakt zwischen den Klubs gegeben. Christian Keller hatte im Juni betont, dass er ein Fan von Leihen sei. „Ich fand Leihgeschäfte schon immer gut und kann der Tatsache, dass man dadurch gegebenenfalls einen Spieler bekommt, den man eigentlich nicht kriegen würde, etwas abgewinnen“, sagte Christian Keller im Juni dem „Express“. „Im Idealfall gibt uns der Stamm-Klub noch eine Kaufoption mit, dann kann man nicht viel falsch machen.“ Doch genau da könnte das Problem des Transfers liegen. Frankfurt ist nicht bereit den Kölnern eine Kaufoption einzuräumen. Die Hessen sind von den Qualitäten des Offensivspielers überzeugt, hoffen nach wie vor auf den Durchbruch. Man wolle den Spieler abgeben, weil man aktuell keinen Platz im Kader habe, heißt es.

 

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Update: Keller dementiert Gerüchte

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Update: Keller dementiert Gerüchte

Verliert der 1. FC Köln einen seiner prominenten Spieler? Wie Sky berichtet, ist der VfL Wolfsburg an Dejan Ljubicic interessiert. Am Abend hat Christian Keller das Gerücht dementiert.

Wie der TV-Sender Sky berichtet, ist der VfL Wolfsburg an Ljubicic interessiert. Der Spieler haben den Klub demnach bereits um die Freigabe gebeten. Am Abend dementierte der Sportdirektor der Kölner die Gerüchte.

picture alliance / Action Plus | AllShotLive

UPDATE: Am Abend hat Christian Keller die Gerüchte dementiert. Den aktuellen Artikel gibt es hier.

Laut Sky befänden sich die jeweiligen Parteien bereits in Verhandlungen und Dejan Ljubicic soll das Gespräch mit den Kölner Verantwortlichen gesucht haben. Demnach habe der 25-Jährige um die Freigabe gebeten. Ein Wechsel des Österreichers wäre ein herber Schlag für die Kölner. Nach dem Abgang von Ellyes Skhiri war Ljubicic einer der Kandidaten für die Doppelsechs. Laut dem Online-Portal Gool.ai ist Ljubicic aktuell der wertvollste Spieler des FC. Das Portal berechnet den Marktwert des Mittelfeldspielers auf gut acht Millionen Euro. Laut Sky ist eine Ablöse von acht bis zehn Millionen Euro im Gespräch. Ob die Kölner den Spieler für diese Summe ziehen lassen, ist aber zu bezweifeln. Ljubicic verfügt dem Vernehmen nach nicht über eine Ausstiegsklausel. Der FC hätte demnach alle Karten in der Hand.

In der vergangenen Saison stand der Österreicher oft in der Startelf. In 33 Pflichtspielen erzielte der laufstarke Mittelfeldspieler acht Tore. Aktuell hat Ljubicic noch Vertrag bis 2025. Der gebürtige Wiener wechselte 2021 zum 1. FC Köln und entwickelte sich schnell zu einer festen Größe bei den Geißböcken. In der vergangenen Saison war Ljubicic lange verletzt ausgefallen und hatte dann Schwierigkeiten, zurück zu alter Form zu finden. In dieser Saison soll dem Österreicher beim FC eigentlich eine wichtige Rolle zukommen. Am Mittwoch konnte Ljubicic nicht mit der Mannschaft des 1. FC Köln trainieren. Der Österreicher leidet noch an den Folgen einer Verletzung aus dem Test gegen den FC Nantes.

Wie der „Express“ mittlerweile berichtet, liegt dem FC allerdings kein Angebot aus Wolfsburg vor. Zudem habe auch der Spieler nicht nach der Freigabe gefragt.

 

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Nummer zwei: das meint Philipp Pentke zu seiner Rolle

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Nummer zwei: das meint Philipp Pentke zu seiner Rolle

Mit Philipp Pentke hat der 1. FC Köln seine Nummer zwei gefunden. Jetzt äußerte sich der Keeper über seine Rolle und seinen neuen Klub.

Lange hat der 1. FC Köln nach einer neuen Nummer zwei gesucht. In der vergangenen Woche hat er sie gefunden. Allerdings brauchten die Kölner dazu nur auf den eigenen Trainingsplatz zu schauen. Die Suche verlief auch so schwierig, weil die Kölner ein klares Anforderungsprofil hatten. Unter anderem war ganz klar definiert, dass dem Keeper nur die Rolle auf der Bank bleiben würde. Dazu äußerte sich der 38-Jährige. So denkt Pentke über seine Rolle als Nummer zwei.

Bild: Herbert Bucco

Philipp Pentke ist alles andere als unerfahren im Fußball-Geschäft. Mit seinen 38 Jahren kommt der Keeper auf rund 250 Profi-Pflichtspiele, allerdings stehen nur wenige auf höchstem Niveau zu Buche. Die Situation beim FC dürfte für den Keeper dennoch neu gewesen sein. FC-Geschäftsführer Sport Christian Keller kannte Pentke noch aus der gemeinsamen Zeit bei Jahn Regensburg und stellte den Kontakt her. Der FC brauchte vorerst einen Torhüter, der das Trainings-Quartett auffüllen sollte. Parallel suchten die Kölner aber einen weiteren Keeper. Einen, der das Erbe von Timo Horn antreten würde. Besonders erschwerend war das Anforderungsprofil des Torwarts, der erfahren sein sollte, zur Not für Marvin Schwäbe einspringen würde, sich aber gleichzeitig auch darüber im Klaren sein sollte, dass er nur die Nummer zwei und wenn überhaupt im kommenden Jahr die Nummer drei sein würde. Wie Keller später zugab, habe man an Pentke zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gedacht. Pentke war dennoch von Beginn an voll dabei. „Ich habe alles mitgemacht, keinen Tag in der Vorbereitung gefehlt. Ich bin mehr gelaufen als in den Jahren zuvor. Der Trainer ist so motivierend, dass du nur mehr laufen kannst. Es macht viel Spaß“, sagte der 38-Jährige am Mittwoch.

Pentke mit der Rolle der Nummer zwei zufrieden

Mit der Zeit gingen dem FC aber die Optionen, die Gespräche mit möglichen Ersatzkeepern aus und so beobachteten die Kölner ihren Trainingskeeper dann doch ein wenig genauer. „Wir waren aber nach den Trainingseindrücken, die der Philipp hinterlassen hat, der Meinung, dass wie keine weiteren Spieler mehr angucken müssen, weil er es einfach so gut gemacht hat“, sagte Keller. „Es war schon ein Gedanke, ob ein 38-Jähriger diese Trainingsintensität gehen kann, die wir gehen möchte. Das kann er.“ Und nicht nur das. Pentke bringt viel Ehrgeiz mit zum FC. „Ich bin Profi durch und durch, ich will immer mehr. Ich hätte mich geärgert, wenn es nicht geklappt hätte“, so der Torwart. Pentke will zwar mehr, doch beim FC wird es – wenn alles nach Plan läuft – nicht viel mehr werden. Ein Pflichtspiel wird der Keeper wohl eher nicht absolvieren.

Pentke: „Ich habe mich von Anfang an pudelwohl gefühlt“

Denn Fakt ist: Marvin Schwäbe ist als Nummer eins gesetzt, wird auch im Pokal auflaufen. „Für mich ist das gar kein Problem, ich will, dass die Nummer eins Gas gibt und erfolgreich ist. Für uns ist wichtig, dass wir alle gut performen“, sagte Pentke. Tatsächlich ist der Keeper die Rolle gewohnt und hat sie auch in der Vergangenheit immer akzeptiert. „Wir konnten uns immer auf Penne verlassen. Egal ob im Training oder im Spiel – wenn er gebraucht wurde, war er da. Auch in der Kabine hatten seine Worte aufgrund seiner großen Erfahrung eine hohe Bedeutung“, sagte TSG-Geschäftsführer Alexander Rosen im Mai. Positive Worte fand auch Christian Keller, als sich der damalige Stammkeeper von Regensburg vom Jahn 2019 verabschiedete. „Philipp ist seit vier Jahren ein absolut sicherer Rückhalt unserer Mannschaft mit immenser Präsenz und Ausstrahlung. Klar, dass wir Philipp deshalb sehr gerne weiter beim SSV Jahn gesehen hätten“, so der heutige FC-Geschäftsführer, damals noch im Dienst der Regensburger. „Sein nun anstehender Abgang schmerzt insofern sehr.“

Mittlerweile ist Pentke also in Köln und innerhalb der Mannschaft voll angekommen. Das scheint ihm offenbar nicht schwer gefallen zu sein. „Es macht die Mannschaft und den Erfolg aus den vergangenen Jahren aus, dass der FC eine Einheit ist. Die Jungs marschieren zusammen und haben viel Spaß. Das ist schon sehr besonders hier. Das ist mir schon am ersten Tag aufgefallen“, so Pentke. „Ich wurde super aufgenommen und direkt integriert. Ich habe mich von Anfang an pudelwohl gefühlt.“

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Paqarada hat das Training beim 1. FC Köln wieder aufgenommen

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Paqarada hat das Training beim 1. FC Köln wieder aufgenommen

Leart Paqarada hat das Training beim 1. FC Köln wieder aufgenommen. Linton Maina und Dejan Ljubicic drohen für den Pokalfight gegen Osnabrück auszufallen.

Der 1. FC Köln hat am Mittwoch mit der Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel der Saison begonnen. Am kommenden Montag ist der FC in der 1. Runde des DFB-Pokals zu Gast beim VfL Osnabrück. Während sich Kristian Pedersen und Leart Paqarada wieder im Training befinden, konnten Linton Maina und Dejan Ljubicic nur individuell trainieren.

Bild: Herbert Bucco

Der Österreicher hatte im Testspiel gegen den FC Nantes einen Tritt gegen den Knöchel einstecken müssen. Zwar gaben die Verantwortlichen später an, dass offenbar keine strukturelle Verletzung vorliege, dennoch konnte Ljubicic nicht mit der Mannschaft trainieren. Ein Einsatz am kommenden Montag bleibt vorerst offen. Möglicherweise steigt der Mittelfeldspieler bereits am Donnerstag wieder in das Training ein. Für Linton Maina dürfte ein Einsatz in der ersten Runde des Pokals dagegen zu früh kommen – selbst wenn er bis Montag genesen sollte. Der Außenspieler hatte sich zunächst einen grippalen Infekt eingefangen, fiel darauf hin eine gute Woche aus. Unmittelbar nach seinem ersten Training litt Maina dann unter Rückenproblemen und konnte nun ebenfalls nur eine Art Reha-Training absolvieren. Da Maina einen Großteil der Vorbereitung verpasst hat, deutete Steffen Baumgart bereits an, dass er zumindest keine erste Wahl sein werde.

Das sieht bei Paqarada ganz anders aus. Der Abwehrspieler war ebenfalls im Duell gegen Nantes gefoult worden, erlitt aber offenbar nur eine Muskelverletzung. Am Mittwoch stand der Linksverteidiger genauso wie sein Backup Kristian Pedersen auf dem Platz. Pedersen hatte sich im Vorbereitungsspiel gegen Ajax Amsterdam mit muskulären Problemen auswechseln lassen. Jan Thielmann, Steffen Tigges, Florian Dietz und Noah Katterbach fehlen ebenfalls weiterhin.

 

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Wie geht es weiter mit Timo Horn?

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Wie geht es weiter mit Timo Horn?

Timo Horn wurde vor wenigen Wochen mit dem AC Florenz in Verbindung gebracht. Doch die Lilien haben Herthas Oliver Christensen verpflichtet. Die Zukunft des Kölners ist offen.

Lange hat der 1. FC Köln nach einem Ersatz für Timo Horn gesucht. Zwar war das Anforderungsprofil der Kölner auch sehr speziell, doch halb Europa scheint sich in einem Torwart-Stau zu befinden. Das könnte auch Kölns ehemalige Nummer zwei betreffen. Ende Juni war der Keeper noch mit den Lilien in Verbindung gebracht worden. Doch der AC hat sich für einen Torhüter aus der Bundesliga entschieden. Florenz verpflichtet Christensen: Was passiert mit Timo Horn?

Ws passiert mit Timo Horn
Bild: Herbert Bucco

Dass der Torwartmarkt aktuell nicht das einfachste Pflaster ist, hat der FC schmerzend zu spüren bekommen. Rund drei Monate suchten die Kölner einen Ersatz für Timo Horn, allerdings auch von der Fifa-Transfersperre ausgebremst. So unterschrieb am Ende der eigentliche Trainings-Keeper Philipp Pentke bei den Geißböcken und wird für ein Jahr die Position hinter Marvin Schwäbe bekleiden. Wie weit und mit wem Timo Horn in Verhandlungen steht, ist nicht bekannt. Es gibt noch nicht einmal Gerüchte um den 30-Jährigen. Die gab es noch Ende Juni. Damals wurde der Keeper mit dem AC Florenz in Verbindung gebracht. Gleich mehrere italienische Medien berichteten von dem Interesse der Lilien.

Tatsächlich soll der ablösefreie Keeper relativ weit oben auf der Wunschliste des AC gestanden haben. Favorit war allerdings Dominik Livaković. Hinter dem kroatischen Nationalspieler sind viele europäische Klubs her. Beim Wettbieten um den Keeper war für Florenz offenbar schnell das Ende der Fahnenstange erreicht. So berichteten gleich mehrere italienische Zeitungen, dass die Verantwortlichen des AC nicht bereit gewesen seien, die geforderte Ablöse von zehn Millionen Euro an Dinamo Zagreb zu entrichten. Dem Vernehmen nach bot Florenz nur sechs Millionen Euro. Fenerbahce Istanbul sollte dann das Rennen um den Keeper gemacht haben, mittlerweile sind aber auch etliche spanische Klubs in den Poker eingestiegen.

Christensen wechselt nach Florenz

Horn, der lange als Nummer zwei galt, wird aber nicht nach Florenz wechseln. Die Lilien haben Oliver Christensen von Hertha BSC verpflichtet. Wie unter anderem tuttomercatoweb.com berichtet, hat Florenz fünf Millionen Euro für den dänischen Keeper bezahlt, dieser soll einen Vertrag bis 2028 bei den Lilien unterschrieben haben. Timo Horn wird also nicht in die Toskana wechseln. Allerdings offenbart das Ringen um die neue Nummer eins in Florenz auch eine Chance. Gefühlt ist halb Europa aktuell auf der Suche nach einem neuen Stammkeeper, wieder einmal herrscht ein regelrechter Stau auf dieser Position.

Die Datenscouts von Global Soccer Network zählen den ehemaligen Kölner Keeper nach den reinen Leistungsparametern immer noch zu den zehn besten Torhütern Deutschlands. Im vergangenen Jahr war Timo Horn übrigens mit Hertha BSC in Verbindung gebracht worden. Auch, weil der ehemalige Kölner Spieler und Torwart-Trainer Andreas Menger mittlerweile bei der alten Dame unter Vertrag steht. Horn ging bekanntlich nicht, offenbar war der Keeper dem Hauptstadtklub zu teuer. Nun wird sich auch der Zweitligist noch einmal auf dem Torhüter-Markt umschauen müssen. Schließlich ist Marius Gersbeck aufgrund polizeilicher Ermittlungen suspendiert. Aktuell verfügt Hertha über drei Nachwuchskeeper. Die Zeit rennt. Denn die 2. Bundesliga ist im vollen Gange, Hertha liegt nach zwei Spieltagen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Am Samstag steht für die „Alte Dame“ gegen den FC Carl Zeiss Jena die 1. Runde des DFB-Pokals auf dem Plan.

 

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