Trainersuche: Externer Coach oder doch noch die interne Lösung?

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Trainersuche: Externer Coach oder doch noch die interne Lösung?

Seit dem Aus von Steffen Baumgart kurz vor Weihnachten wird über dessen Nachfolge spekuliert. Die Suche dauert an, scheint nicht leicht zu sein. Vorerst soll André Pawlak die Mannschaft betreuen, aber wäre der bisherige Co vielleicht auch eine Dauerlösung?

Seit kurz vor Weihnachten und dem Baumgart-Aus läuft die Suche nach einem neuen Trainer beim 1. FC Köln: Externer Coach oder doch interne Lösung? Aktuell deutet viel auf frischen Wind hin, aber wäre André Pawlak auch eine Dauerlösung?

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Wirklich überraschend kam die Meldung am Sonntagmittag nicht. André Pawlak wird also am kommenden Dienstag die erste Trainingseinheit des neuen Jahres, die erste Einheit nach Steffen Baumgart leiten, teilte der 1. FC Köln mit. Das kam nicht sonderlich unerwartet, weil bis zu diesem Zeitpunkt über zahlreiche Namen für die Baumgart-Nachfolge spekuliert wurde, es aber selbst bei den vielen Gerüchten keine wirklich nennenswerte Spur gab. Im Gegenteil: einige gehandelte Namen sind bereits wieder verworfen. Unter anderem sind Thomas Reis, Heiko Herrlich oder Bo Svensson dem Vernehmen nach aus dem Rennen. Dass Christian Keller möglicherweise einen eher unerwarteten Namen auf den Tisch legt, sollte dann in der kommenden Woche nicht wirklich überraschen. So hätten im vergangenen Sommer wohl auch nur wenige Experten mit Evangelos Sbonias als Trainer der U21 gerechnet.

Intensives Auswahlverfahren

Dass sich Keller mit der Suche nach einem neuen Trainer Zeit lässt, ist verständlich. Das Anforderungsprofil hatte der Sportdirektor vor Weihnachten genau definiert. „Wir haben eine klare Spielidee, die unter Steffen implementiert wurde. Diese Spielidee soll sich nicht verändern. Ganz im Gegenteil: Sie soll gestärkt und stabilisiert werden. Wir müssen also einen Trainer finden, der zu dieser Idee passt“, sagte Keller. „Zudem muss der Trainer die Qualität in der Mannschaft sehen, die wir alle sehen – die sich auch die Spieler wieder zutrauen müssen, um in der Liga zu bleiben.“ Der Sportdirektor betonte, dass auch die Einbindung von jungen Spielern ein wichtiger Aspekt sei. Diese Punkte unter einen Hut zu bringen, wird sicher keine leichte Aufgabe sein. Keller macht es sich aber auch nicht leicht. Vermutlich in dem Wissen, dass er genau diese eine Patrone hat, soll das Auswahlverfahren kein leichtes sein. Ein „Feuerwehrmann“ soll wenn überhaupt nur eine Notlösung sein.

Eine denkbare Lösung – wenn auch zunehmend unwahrscheinliche – ist nach wie vor eine interne. Dabei würde André Pawlak durchaus einen Großteil des Anforderungsprofils erfüllt. Der 52-Jährige kennt das System und die Spielidee wie wohl kein anderer. Denn auch Pawlak hat bei der Umsetzung einen gewissen Anteil. „Jeder trägt seinen Teil bei, Steffen holt sich sehr viel Meinung ein“, sagte der 52-Jährige im Frühling dem „Express“. Insofern dürfte der ehemalige Lehrer auch von der Mannschaft überzeugt sein, die Qualität in ihr weiterhin sehen, an den Klassenerhalt mit ihr glauben. Pawlak kennt zudem die Abläufe beim 1. FC Köln, ist seit 2017 am Geißbockheim tätig. Zunächst übernahm Pawlak die B-Junioren, noch in derselben Saison folgte der Wechsel zur U21. Zunächst gab er das Team wieder ab, um sich auf den Fußball-Lehrgang zu konzentrieren. Wenige Wochen später war er aber wieder am Ruder.

Wäre eine interne Lösung sinnvoll?

Unmittelbar nachdem Pawlak die Fußballlehrer-Ausbildung erfolgreich absolviert hatte, musste er auch direkt bei den Profis eingreifen. Der gebürtige Gelsenkirchener übernahm 2019 drei Spieltage vor Saisonende die Zweitliga-Mannschaft von Markus Anfang. Seitdem war Pawlak Co-Trainer von Achim Beierlorzer, Markus Gisdol, Friedhelm Funkel und schließlich von Steffen Baumgart. Zudem dürfte der bisherige Co-Trainer eine durchaus günstige Lösung für die Kölner sein. Und womöglich eine für den Nachwuchs. Pawlak war acht Jahre lang Juniorentrainer beim FC Schalke 04. Nicht umsonst wurde über ein Gespann mit Sbonias spekuliert.

Angesichts der offenbar nur geringen Auswirkungen eines Trainerwechsels muss die Frage dann aber erlaubt sein, wie viel frischen Wind eine interne Lösung bringen würde. Denn gerade der könnte in Sachen Motivation und Selbstvertrauen eine nicht ganz unerhebliche Rolle spielen.

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So bewerten wir die FC-Spieler zur Winterpause – Mittelfeld und Sturm

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So bewerten wir die FC-Spieler zur Winterpause – Mittelfeld und Sturm

Mal abgesehen von dem verdienten Derbysieg gegen Gladbach hat der 1. FC Köln in der zweiten Hälfte des Jahres wenig Grund zur Freude gehabt. Das spiegelt sich besonders in unseren Noten für Mittelfeld und Sturm wider.

Sonderlich viele Erfolgserlebnisse gab es in den ersten 16 Ligaspielen nicht für den 1. FC Köln: Das zeigt auch die Einzelkritik der FC-Profis zur Winterpause. In Teil II bewerten wir das Mittelfeld und die Stürmer.

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Zehn Punkte aus 16 Spielen sprechen eine deutliche Sprache: der 1. FC Köln spielt bislang eine desolate Saison. Nur aufgrund der ebenfalls schwachen Konkurrenz können die Kölner im letzten Spiel der Hinrunde gegen den 1. FC Heidenheim die Abstiegsplätze Mitte Januar verlassen. Und auch im Pokal gab es das frühe Aus gegen einen Zweitligisten. Über die gesamte Hinrunde überzeugen konnte nur Torhüter Marvin Schwäbe. Dabei erhielt der Keeper auch viele Chancen, sich auszuzeichnen. Ansonsten fallen die Zwischennoten der Kölner Profis nicht besonders erfreulich aus. Gerade in der Offensive ist in dieser Saison noch unheimlich viel Luft nach oben.

Die Einzelkritik der FC-Profis zur Winterpause

Eric Martel: Ist sicherlich eins der größten Zukunftsversprechen der Kölner, sollte er denn auch seine Zukunft bei den Geißböcken sehen. Ist mit 21 Jahren schon überraschend weit, reifte neben Ellyes Skhiri zu einem wichtigen Spieler, ist ohne Skhiri unverzichtbar. Kommt auf eine Zweikampfquote von fast 60 Prozent (dritter Platz im FC-Ranking), bringt 85 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler (dritter Platz im FC-Ranking) und nähert sich auch in der Laufleistung Skhiri zunehmend an. Auch an ihm gingen die Leistungsschwankungen mit Tiefpunkten wie etwa gegen Leipzig oder Union Berlin nicht vorüber. Dennoch eine sehr konstante Hinrunde.

Dejan Ljubicic: Machte gegen Dortmund zum Auftakt ein ordentliches Spiel und erweckte mit seinen Werten den Eindruck, als würde er die Lücke, die Ellyes Skhiri hinterlassen hat, stopfen können. Doch mit der Pleite gegen Bremen kam der Knick. Und der war gewaltig. Ljubicic war weit entfernt von den Leistungen der Vorsaison. Der Österreicher verlor viele wichtige Zweikämpfe, spielte Fehlpässe und hatte kaum noch Zug zum Tor. Bis zur Winterpause kommt der 26-Jährige auf keine Torbeteiligung. So wurde er auch nicht mehr für die Nationalmannschaft Österreichs nominiert.

Denis Huseinbasic: Erlebte in der vergangenen Spielzeit den Raketenaufschwung, landete in dieser Spielzeit hart auf dem Boden der Realität. Profitierte zunächst noch von einer Verletzung von Eric Martel. Konnte sich aber kaum empfehlen. War dementsprechend auch lange außen vor und erhielt erst gegen Union Berlin wieder die Chance, sich von Beginn an zu beweisen. Diese Chance nutzte er nicht wirklich. Wirkte schon bei der EM der U21 im Sommer nicht immer glücklich. Das hat sich in die Saison übertragen.

Florian Kainz: Ging als neuer Kapitän hoch motiviert in die aktuelle Saison. Doch es wirkt fast so, als sei die Binde eine zu hohe Bürde für den Österreicher. Fand sich in dieser Saison überhaupt nicht zu recht und ist nach wie vor auf der Suche nach der Form und nach dem nötigen Selbstvertrauen. Das holte er sich auch nicht durch die seltsame Positionsrochade seines Ex-Trainers. Spielte erstaunlich viele Fehlpässe, kommt oft in den Zweikämpfen zu spät. Zeigte einige unbekannte Frustfouls. Ein Sechser wird Kainz wohl nicht mehr werden, um wieder ein guter Zehner oder Achter zu werden, ist es ein Stück Arbeit. Möglich, dass ein neuer Trainer den richtigen Impuls gibt. Erzielte immerhin drei Treffer – alle vom Punkt.

Jacob Christensen: Die Erwartungshaltung war groß. Schließlich wurde Christensen als Sechser verpflichtet und mit Ellyes Skhiri ging der Inbegriff eines Sechsers. Dass der junge Däne den Tunesier nicht eins-zu-eins ersetzen würde, wurde frühzeitig kommuniziert. Allerdings zauberten die Kölner Verantwortlichen auch keinen anderen Sechser aus dem Hut. So lag von Beginn an viel Druck auf Christensen, der bislang nicht mehr als ein wenig Pokal-Luft schnuppern dürfte. Laut Daten und Analysen schlummert in Christensen ein sehr starker Spieler. Es wird Zeit, dass er das Potenzial mal aufblitzen lässt.

Jan Thielmann: Fiel lange aus und dann bei seinem Comeback mit einer beeindruckenden Leistung auf. Ist sicherlich einer der größten Hoffnungsträger der Geißböcke. Steht zumindest für die wesentlichen Dinge, die den Abstiegskampf ausmachen: Leidenschaft, Wille, Körperlichkeit. Lässt sich auch von ungewohnten Positionen nicht aus der Ruhe bringen und zeigt erstaunliche Defensiv-Qualitäten. Feierte auch in der U21 des DFB sein Comeback. Wartet allerdings noch auf seine erste Torbeteiligung in der Liga.

Linton Maina: Seine Tempoläufe sind eigentlich eine Waffe, nur durch die fehlende Präzision im finalen Pass eine ziemlich stumpfe. Sorgt immer wieder für ordentlich Tempo, weckt die Hoffnung auf Offensivaktionen, die dann aber mit einer schlampigen Aktion verpuffen. Kommt bislang auf ein Tor und eine Vorarbeit – zu wenig für den schnellen Außenbahnspieler. Hatte unter Baumgart eine Art Stammplatzgarantie. Die dürfte mit einem neuen Coach möglicherweise wackeln.

Faride Alidou: Wurde kurz vor Ende der Transferperiode noch von Eintracht Frankfurt ausgeliehen. Eigentlich sollte Benedict Hollerbach von Wehen Wiesbaden kommen, der entschied sich anders. Fiel unter die Kategorie „Baumgart-holt-sie-schon-aus-der-Krise“-Spieler. Hat Baumgart nicht. Alidou blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Sehr weit. Aktuell braucht man viel Fantasie um zu verstehen, wie eine Kaufoption in Höhe von kolportiert drei bis vier Millionen Euro zu Stande gekommen ist. Seine Leistungen sind bislang ein großes Rätsel.

Mathias Olesen: Kam einige Male für den verletzten Eric Martel zum Einsatz – allerdings nur als Joker. Konnte nicht ansatzweise für mehr Spielzeit werben. Fiel zwischenzeitlich ebenfalls verletzt aus. Könnte möglicherweise von einem neuen Trainer profitieren. Könnte…

Luca Waldschmidt: Wurde als gefühlter Königstransfer in Köln empfangen. Die ersten Eindrücke in der Saisonvorbereitung waren auch sehr vielversprechend. In den Pflichtspielen konnte Waldschmidt dann nur noch ansatzweise an diese Leistungen anknüpfen. Der ehemalige Nationalspieler macht die Offensive definitiv variabler, lässt seine Kreativität auch aufblitzen. Mehr aber (noch) nicht. Zwei Tore und ein Assist sind für einen Spieler seiner Klasse definitiv zu wenig.

Mark Uth: Kehrte mit großen Erwartungen zurück aus einer Seuchensaison, um dann umgehend wieder verletzt auszufallen. Kehrte dann erneut mit großen Erwartungen zurück und erfüllte sie im Pokal gegen Lautern. Baumgart betonte immer wieder, dass Uth noch Zeit brauchen würde. Damit lag der Ex-Coach der Kölner goldrichtig. Der Kölner Offensivspieler ist noch nicht an der Leistungsgrenze, die ihn für den FC zu einem wichtigen Faktor macht.

Steffen Tigges: Der Angreifer bringt mit seiner Kompaktheit, seiner Größe eigentlich viel für einen Mittelstürmer mit. Doch das alleine reicht offensichtlich nicht. Tigges ist bei den Kölnern überhaupt kein Faktor. Kam auf elf Einsätze in dieser Saison, auf sieben Torschüsse, aber auf nicht eine Torbeteiligung. Und selbst die sieben Torschüsse waren weit von einer echten Chance entfernt. Erstaunlich, dass Baumgart so lange und so oft an Tigges festgehalten hat.

Sargis Adamyan: Kündigte an, sich in dieser Saison durchsetzen zu wollen. Die Saisonvorbereitung war verheißungsvoll. Doch mit dem ersten Pflichtspiel war die Hoffnung, dass der Knoten in Köln vielleicht doch noch platzen könnte, wie weggeblasen. Adamyan findet ähnlich wie Tigges nicht statt – auch auf dem Spielfeld. Warum man den Angreifer mit einem Vier-Jahres-Vertrag ausgestattet hat, bleibt wohl eins der größten Geheimnisse von Christian Keller.

Davie Selke: Über eine mangelnde Einstellung kann man sich bei dem Mittelstürmer sicherlich nicht beschweren. Selke bringt auch viel mit und doch hat man den Eindruck, dass der Angreifer immer einen Schritt zu spät kommt, bei Flanken einen Schritt falsch steht, den Ball knapp verpasst oder sonst glücklos agiert. Vier Tore ist noch die beste Ausbeute der Kölner Offensivabteilung. Das ist in dieser Saison aber auch nicht wirklich schwer.

Florian Dietz: Die Rekonvaleszenz dauerte nach dem Kreuzbandriss länger als zunächst angenommen. Feierte unmittelbar vor Weihnachten sein Comeback und strahlte mehr Offensivkraft aus als Tigges und Adamyan. Ob er dem FC aber aus der Krise helfen kann, ist mindestens fraglich.

Damion Downs: Feierte in dieser Spielzeit sein Bundesliga-Debüt gegen Werder Bremen. Hatte auch eine Großchance und hätte beinahe sein erstes Liga-Tor erzielt. Dieser Einsatz alleine hat nicht viel Aussagekraft über die Ligatauglichkeit.

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André Pawlak leitet erstes Training

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André Pawlak leitet erstes Training

André Pawlak wird das erste Training des 1. FC Köln nach der Winterpause am kommenden Dienstag leiten. Das gab der Verein am Sonntagmittag bekannt.

Am kommenden Dienstag versammelt sich die Mannschaft des 1. FC Köln wieder zum Trainingsauftakt in das neue Jahr. Nun gab es eine erste Entscheidung von Seiten des 1. FC Köln: André Pawlak leitet das erste Training nach Baumgart.

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Am kommenden Dienstag startet der 1. FC Köln in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim und die folgende Rückrunde. Einen neuen Cheftrainer scheinen die Kölner bis dahin nicht zu präsentieren. Denn wie der Verein am Mittag bekannt gegeben hat, wird der bisherige Co-Trainer André Pawlak die Einheit am Dienstag leiten. Diese findet am 2. Januar um 14 Uhr am Geißbockheim statt. Über die Suche nach einem neuen Trainer will sich Christian Keller ebenfalls am Dienstag vor dem Training in der Mixed Zone der Medien äußern. Pawlak ist seit 2017 für die Geißböcke als Trainer aktiv, arbeitete zunächst als U17-Trainer, später als Übungsleiter der U21 sowie als Co-Trainer unter Achim Beierlorzer, Markus Gisdol und zuletzt Steffen Baumgart. 2019 war Pawlak für drei Spieltage zudem Interimstrainer der Profis. Zuvor hatte der 52-Jährige unter anderem die SG Wattenscheid sowie Velbert in die Regionalliga geführt.

Gerüchteküche brodelt

Vor knapp zehn Tagen hatten die Kölner die Trennung von Baumgart als Coach bekannt gegeben. Seitdem brodelt die Gerüchteküche. Zahlreiche Namen wurden bislang in den Ring geworfen. Allerdings wurde eine Großzahl an Trainern wie beispielsweise Friedhelm Funkel bislang von Seiten der Kölner noch nicht kontaktiert. Christian Keller hatte am Freitag vor Weihnachten ein Anforderungsprofil für den kommenden Trainer benannt. Demnach soll der neue Coach die Spielidee von Baumgart weiterführen, von der Qualität der Mannschaft überzeugt sein sowie die Nachwuchshoffnungshoffnungen nach und nach integrieren. Pawlak würde als ehemaliger Trainer der Kölner durchaus einige Punkte erfüllen. Baumgarts Spielidee kennt er aus dem Effeff. Als ehemaliger Juniorencoach beim FC und Schalke 04 scheint er an den Umgang mit jungen Spielern zudem gewöhnt zu sein.

Pawlak soll die Vorbereitung zum Jahresauftakt 2024 leiten – mindestens bis eine Baumgart-Nachfolge gefunden ist. Damit ist klar, dass der 52-Jährige beim FC bleibt. Gut möglich, dass es auch ein erster Fingerzeig auf eine interne Lösung ist. Das Gedankenspiel mit einer Kombination aus Pawlak und U21-Trainer Evangelos Sbonias scheint zumindest kein unrealistisches zu sein. Möglicherweise hat Sportdirektor Keller aber auch einfach die Zeit gefehlt, um einen möglichen Nachfolger zu präsentieren. Wie es mit dem restlichen Trainerteam weitergeht, ist allerdings weiterhin offen. Es gilt als wahrscheinlich, dass René Wagner den Verein verlassen wird. Wagner kam gemeinsam mit Baumgart aus Paderborn. Möglicherweise wird er also dem 51-jährigen Ex-Trainer der Kölner folgen.

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Transfer
-gerüchte

Transfersperre: Ist die Situation des FC mit der vom FC Nantes vergleichbar?

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Transfersperre: Ist die Situation des FC mit der vom FC Nantes vergleichbar?

Wie der 1. FC Köln nun, ist der FC Nantes in der Saison 2014/15 mit einem Registrierungsverbot belegt worden. Den damaligen Aderlass fingen die Franzosen mit Leihspielern und Akteuren aus dem Nachwuchs auf – mit Erfolg. Doch sind die Situationen wirklich vergleichbar?

Wie der 1. FC Köln erhielt auch der FC Nantes vor einigen Jahren ein Registrierungsverbot. Kein Wunder, dass die ersten Parallelen bereits gezogen wurden. Aber sind die Situationen überhaupt vergleichbar?

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Als der FC zur Saisoneröffnung im Sommer auf den FC Nantes im Kölner Stadion treffen sollte, waren nicht wenige Fans verwundert. Der erhoffte große Name kam da nicht gerade nach Köln und die Berührungspunkte mit dem französischen Erstligisten waren auch überschaubar. Ein knappes halbes Jahr später wird der Name FC Nantes dann schon öfter mit dem FC in einem Atemzug genannt – zudem mit dem Wort Transfersperre. Denn dem französischen Klub erging es zur Spielzeit 2014/2015 nicht anders als den Kölnern nun. Auch Nantes wurde von der FIFA mit einem Registrierungsverbot von zwei Transferperioden belegt. Die Franzosen hatten 2013 Ismaël Bangoura unter Vertrag genommen, der aber eigentlich noch ein gültiges Arbeitspapier bei SC Al Nasr hatte. Zumindest lag auch dort aus der Sicht des Weltverbands kein rechtmäßiger Kündigungsgrund vor.

Die Ausgangslage ist eine komplett andere

Ein Vergleich zwischen dem Testspiel-Gegner vom Sommer ist daher naheliegend. Für den FC ein gutes Omen: Der FC Nantes ging sportlich unbeschadet aus der Situation hervor. Aber ist das Beispiel wirklich so gut? Das Urteil erging im März 2014, schon im folgenden Sommer konnten die Franzosen auf dem Transfermarkt nicht nachbessern. Das war aber bitter nötig, denn neun Spieler verließen in diesem Sommer den Klub, darunter auch Filip Djordjevic, einer der Topscorer der Franzosen. Nantes zog die Kaufoption bei zwei geliehenen Spielern und holte einen verliehenen Akteur zurück. Den Rest des Kaders füllten die Franzosen mit jungen Spielern aus der zweiten Mannschaft auf. Sieben Youngsters zog der FC Nantes in den Profikader. Am Ende der Saison landete der Klub auf einem ungefährdeten 14. Tabellenplatz, hatte den Klassenerhalt früh in trockene Tücher gebracht. Seitdem sind die Westfranzosen nicht mehr abgestiegen – eine Erfolgsgeschichte, die 2022 mit dem Pokalsieg gekrönt wurde.

Eine Erfolgsgeschichte, eine, die dem FC Hoffnung machen kann. Zumindest auf den ersten Blick. Denn die Ausgangssituation ist natürlich eine ganz andere. Während Nantes in eine neue Spielzeit startete, befinden sich die Kölner mitten in der Saison, belegen zur Winterpause den 17. Tabellenplatz und stehen bereits mit dem Rücken zur Wand. Die Hinrunde hat offenbart, dass der Kader jetzt dringend nachjustiert werden muss. Und das ist alles andere als einfach. Tatsächlich könnten auch die Kölner bei geliehenen Spielern wie Rasmus Carstensen, Luca Waldschmidt und Faride Alidou die Kaufoption ziehen, zudem sollen die fünf Leihspieler zurück nach Köln kommen. Allerdings greifen diese Maßnahmen erst im kommenden Sommer. Sollte der FC dann bereits abgestiegen sein, wäre ein weiterer Aderlass wohl kaum aufhaltbar – selbst wenn, wie von Christian Keller betont, die meisten Spieler über Verträge für die 2. Bundesliga verfügen. Welcher Teil dann keinen Kontrakt mehr hätte, ist nicht bekannt.

Was ist aus den Nachwuchshoffnungen von Nantes geworden?

Somit bleibt den Kölnern in dieser Spielzeit nur die Möglichkeit, den Kader mit Spielern aus dem eigenen Klub zu verbreitern. Eine Maßnahme, die wohl erst im kommenden Sommer greifen wird. Aktuell ist der Kader quantitativ gut besetzt, würde wohl nur punktuell vergrößert werden. Zudem ist die Frage, ob der FC auch einen direkten Heilsbringer in den eigenen Reihen hat. Auch dort lohnt der Blick nach Nantes. Sieben Spieler haben die Franzosen aus ihrer B-Mannschaft damals in den Kader integriert. Drei dieser Youngsters kamen in der folgenden Spielzeit in der Liga nicht zum Einsatz, drei weitere kamen auf insgesamt neun Kurzeinsätze. Einzig Yacine Bammou war eine Soforthilfe, spielte 37 Begegnungen in seinem Premierenjahr bei den Profis. Der Mittelstürmer erzielte vier Tore und bereitete drei vor. Insgesamt lief Bammou 130 Mal für Nantes auf, steht mittlerweile in der zweiten Liga bei AC Ajaccio unter Vertrag.

Während einige der damaligen Spieler komplett von der Bildfläche des Profifußballs verschwunden sind, haben andere Akteure im Laufe der Zeit dann doch ihren Durchbruch gefeiert. Bei Nantes spielt keiner der ehemaligen Heilsbringer mehr. Léo Dubois feierte schon in der Spielzeit 15/16 seinen Durchbruch in Nates, spielte damals 28 Mal und weckte Begehrlichkeiten. 2018 folgte der Wechsel zu Olympique Lyon. Der Rechtsverteidiger ging ablösefrei, erreichte aber laut transfermarkt.de damals schon einen Marktwert von zehn Millionen Euro. Aktuell ist Dubois von Galatasaray an Basaksehir ausgeliehen. Valentin Rongier gelang erst in der Spielzeit 16/17 der Durchbruch. Der zentrale Mittelfeldspieler brachte Nantes 13 Millionen Euro ein, als er 2019 zu Olympique Marseille wechselte. Dort ist Rongier bis heute Stammspieler und Kapitän, wenn auch aktuell verletzt. Sein Marktwert wird auf 22 Millionen Euro geschätzt.

Ob der FC in den eigenen Reihen Spieler mit einem ähnlichen Entwicklungspotenzial hat, ist nicht absehbar. Ob sie Heilsbringer sein können, genauso wenig. Hoffnungsträger aber allemal.


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Trainerwechsel

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Glück für den FC: Die Konkurrenz spielt mit

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Glück für den FC: Die Konkurrenz spielt mit

Zehn Punkte aus 16 Spielen – und dennoch stehen die Kölner nicht chancenlos da, könnten schon am ersten Spieltag nach der Winterpause den Abstiegsrang verlassen. Das allerdings nur, weil die Konkurrenz mitspielt und der Kellerkampf fast schon historisch schwach ist.

Der 1:0-Erfolg des 1. FC Köln über Darmstadt stand symptomatisch für den aktuellen Kellerkampf: wenige Chancen und wenige Tore. Weil die Konkurrenz ebenfalls nicht punktet, hat der FC noch alle Chancen. Glück für den 1. FC Köln: die Konkurrenz spielt mit.

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Das Trainer-Aus, die Transfersperre und die drakonischen Geldstrafen aufgrund der Pyrotechnik – wirklich viel Grund zum Optimismus hat der FC vor der Winterpause bekanntlich nicht verbreitet. Zudem stecken die Kölner auch sportlich ganz schön tief in der Krise. Zehn Punkte aus 16 Spielen, zehn Tore, Platz 17 – der neue Trainer übernimmt die Geißböcke in der wohl größten Krise der Vereinsgeschichte. Nicht ohne Grund werden in den Sozialen Medien schon die ersten Horrorszenarien vom Durchmarsch in die 3. Liga gemalt. Ob wirklich ein weiterer Abstieg folgen würde, liegt im fernen Reich der Spekulationen. Aber: Sollten die Kölner die Klasse wirklich nicht halten, werden so oder so einige Leistungsträger das Team verlassen, selbst wenn Christian Keller zuletzt betonte, dass einige Verträge auch für die 2. Bundesliga gelten würden.

Glück im Unglück

Dabei haben die Kölner noch Glück im Unglück oder Unvermögen. Denn der Abstiegskampf ist eng wie selten zuvor. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel haben nach dem 16. Spieltag noch nie drei Mannschaften im Tabellenkeller gleichauf gelegen. Aktuell haben Darmstadt, Köln und Mainz jeweils zehn Zähler, einzig die Tordifferenz macht den Unterschied. Mit Union Berlin befindet sich das rettende Ufer auf Schlagdistanz die Eisernen kommen nach dem 2:0-Erfolg über den FC auf 13 Punkte. Noch nie hatte ein 15. der Tabelle nach den ersten 16 Spieltagen weniger Zähler. Zwar hat Union Berlin ein Spiel weniger absolviert als die direkte Konkurrenz, dabei handelt es sich aber um das verlegte Duell gegen Bayern München – Punkte sind also keine Selbstverständlichkeit. Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart sprach noch vor wenigen Wochen von einem Schneckenrennen um den Klassenerhalt. Das scheint sich zu bewahrheiten. Erst vier Mal war in den vergangenen 28 Jahren das Keller-Trio im Punkte-Schnitt schlechter. Zehn Zähler ist zudem der schlechteste Wert eines Tabellensechzehnten.

Der FC steht aktuell zum neunten Mal seit Beginn der Drei-Punkte-Regel nach dem 16. Spieltag auf einem Abstiegsrang (inklusive Relegationsplatz). Weniger als zehn Zähler hatten die Kölner nur einmal. In der Katastrophen-Spielzeit 2017/18 belegten die Geißböcke nach dem 16. Spieltag den letzten Rang, kamen gerade einmal auf drei Zähler. Der Ausgang ist bekannt. Auch 2003/2004 waren die Kölner am 16. Spieltag mit zehn Punkten im Besitz der Roten Laterne. Am Ende der Spielzeit waren es 23: Abstieg. Besser lief es unter anderem in der Saison 1995/96. Damals lagen die Kölner zum gleichen Zeitpunkt mit 14 Punkten auf Rang 17. Doch der FC berappelte sich, holte in der Rückrunde mächtig auf und beendete die Spielzeit mit 40 Punkten als Tabellenzwölfter. Zum Retter avancierte damals Peter Neururer, der wenige Spieltage vor Saisonende das Ruder übernahm.


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Trainerwechsel

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FC-Transferbilanz: Zwischen Schnäppchen und Fehleinkauf

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FC-Transferbilanz: Zwischen Schnäppchen und Fehleinkauf

Auch wenn die Verantwortlichen nach wie vor von der Qualität des Kölner Kaders überzeugt sind, spricht die aktuelle sportliche Bilanz des 1. FC Köln eine andere Sprache. So fällt die Transferbilanz der Kölner aus.

Seit einer Woche steht fest, dass der FC ein ganzes Jahr keine neuen Spieler verpflichten darf, doch wie fällt die Transferbilanz des vergangenen Jahres aus. Nicht erst seit der Frustrede von Steffen Baumgart wird die Kaderplanung des 1. FC Köln heftig kritisiert: So fällt die Transferbilanz seit Sommer 22 aus.

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Anfang Dezember trat Steffen Baumgart nach dem Training in die Mixed Zone, gab bereitwillig seine Antworten zur aktuellen Misere und verlor sich dann aber in dem offenbar angestauten Frust der vergangenen Wochen. Der 51-Jährige redete sich in einen Fluss, der unterm Strich nichts anderes als eine deutliche Kritik an seinen Vorgesetzten und deren Transferpolitik war. Möglicherweise der Anfang vom Ende. Doch in der Konsequenz waren Baumgarts Worte mehr als nur verständlich. Der Plan, Leistungsträger abzugeben und diese mit zu entwickelnden Spielern aufzufangen, ist zumindest kein erfolgsversprechender, wie man in Köln wohl leidvoll erkennen muss. Zur kompletten Wahrheit gehört wohl auch, dass sich die Kölner Verantwortlichen um anderen Ersatz bemüht, diesen aber nicht bekommen haben.

13 Millionen für vier Spieler

Unterm Strich bleiben aber die nackten Zahlen und Daten. Im Sommer 22 gab der FC mit Anthony Modeste und Salih Özcan zwei Stammspieler und Leistungsträger ab, kassierte mehr als zehn Millionen Euro. Für die beiden Defensivspieler Kingsley Ehizibue und Yann Bisseck gab es noch einmal etwas mehr als drei Millionen Euro. Während Özcan aufgrund einer Ausstiegsklausel nicht zu halten gewesen ist, passte Modeste wohl nicht mehr ins Gehaltsgefüge der Kölner. Zudem wird man sich auch Gedanken darüber gemacht haben, ob der Angreifer noch einmal eine Spielzeit auf diesem Level würde absolvieren können. Bisseck hattes es bei seinen Leihen nie wirklich geschafft.

Insgesamt verließen acht Akteure den FC, acht neue Spieler verpflichtete der Klub in jenem Sommer. Die Geißböcke investierten rund sieben Millionen Euro – alleine zwei in den Kauf von Luca Kilian, der bis dato ausgeliehen war. Weitere drei Millionen Euro flossen in die Zugänge Steffen Tigges, der als Wunschstürmer von Steffen Baumgart galt sowie Sargis Adamyan, den die Kölner als ihren Königstransfer präsentierten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Modeste zwar einen generellen Wechselwunsch angedeutet, die Offerte aus Dortmund war aber noch kein Thema. Tigges und Adamyan wurden wie auch Florian Dietz als Ergänzung zum Routinier verpflichtet beziehungsweise hochgezogen. Auf den späteren Abschied des Franzosen reagierten die Kölner nicht. Auch damals wollte man den Weggang intern auffangen.

Nachjustierung mit Selke als Eingeständnis der Fehleinschätzung

Eine grobe Fehleinschätzung, wie sich die FC-Bosse dann im folgenden Winter mit der Nachverpflichtung von Davie Selke eingestehen mussten. Adamyan kommt bis heute auf insgesamt 38 Pflichtspiel-Einsätze für den FC, davon zehn in der Startelf, davon wiederum nur vier in der Bundesliga. Adamyan erzielte bislang drei Tore, bereitete fünf vor. Tigges kommt auf 49 Einsätze für die Geißböcke, davon mehr als die Hälfte in der Startelf. Der Mittelstürmer erzielte beim FC sieben Tore und bereitete zwei weitere vor. Auch Kristian Pedersen und Nikola Soldo erwiesen sich nicht als die erhofften Verstärkungen zur Steigerung der Kaderbreite. Der Däne verabschiedete sich nach nur einer Saison gänzlich und hat auch in Birmingham nahezu keine Spielzeit. Last-Minute-Transfer Soldo kam in seinem ersten Jahr auf elf Einsätze und ist aktuell an Kaiserslautern ausgeliehen. Dort sammelt der Innenverteidiger Spielzeit. Soldo war damals für rund 500.000 Euro nach Köln gekommen, der aktuelle Marktwert liegt laut gool.ai bei gut zwei Millionen Euro.

Vermutlich wird Soldo in der kommenden Saison aufgrund der Transfersperre eine größere Rolle einnehmen. Auch wenn Denis Huseinbasic in dieser Saison nicht an die Leistung der Vorsaison anknüpfen kann, ist der Mittelfeldspieler einer der erfolgreichen Transfers der vergangenen Wechselperioden. 50.000 Euro hat der 22-Jährige den FC gekostet, laut gool.ai liegt der Marktwert mittlerweile über einer Millionen Euro. Der Königstransfer der vergangenen Saison ist allerdings Eric Martel. Der Kapitän der U21-Nationlamannschaft reifte neben Ellyes Skhiri und ist im Kölner Gebilde unersetzlich. Auch er hat die Ablöse von 1.2 Millionen vervielfacht. Stammspieler Linton Maina kam ablösefrei. Von den insgesamt neun Neuverpflichtungen haben es Martel, Maina und Selke in die Stammformation geschafft. Huseinbasic, Tigges und Kilian kommen immerhin auf einige Einsätze. Während Pedersen den Verein verlassen hat und Soldo verliehen wurde, war Adamyan seit Oktober nicht mehr Teil des Kaders.

Carstensen der eigentliche Königstransfer

Auch in der zurückliegenden Transferperiode hat der FC acht neue Spieler verpflichtet, zog mit Jeff Chabot erneut die Kaufoption eines geliehenen Spielers. Mehr als diese 2.5 Millionen Euro gaben die Kölner aber nicht für Ablösen aus. Gerade durch jene Transferphase ist die Kritik an den Kaderplanern gewachsen – auch, wenn sie durch die Unklarheit aufgrund der Transfersperre erschwert war. Die Abgänge von Jonas Hector und Ellyes Skhiri (Karriereende und ablösefrei) wurden ganz offensichtlich nicht adäquat, mit Leart Pacarada und Jacob Christensen aber zumindest die Positionen, nachbesetzt. Mehrfach betonten die Kölner Verantwortlichen, dass die beiden Akteure die abgewanderten Leistungsträger nicht eins-zu-eins ersetzen sollten. Zumindest auf der Sechs sollte die Lücke intern gestopft werden, offensichtlich mit mäßigem Erfolg. Pacarada war bis zum 0:6-Debakel der Kölner zumindest Stammspieler, Christensen traute Baumgart den Sprung offensichtlich dann doch nicht zu.

Mit Philipp Pentke sowie Jonas Nickisch holten die Kölner zwei Torhüter, die nicht für die erste Elf vorgesehen sind. Die Rollen sind klar definiert und kommuniziert. Der Königstransfer der aktuellen Spielzeit sollte eigentlich Luca Waldschmidt sein. Der geliehene Offensivspieler deutet auch seine Qualität an, ackert und ist bemüht, Zählbares ist bislang aber nur wenig herumgekommen. So mausert sich Rasmus Carstensen zur heimlichen Top-Verpflichtung. Der Däne ist mittlerweile Stammspieler und könnte auch in Zukunft beim FC eine wichtige Rolle einnehmen. Auch wirtschaftlich könnte sich der Transfer für die Kölner lohnen. Offenbar ist für den Leihspieler eine Kaufoption in Höhe von 1.5 Millionen Euro festgeschrieben. Gool.ai berechnet den Marktwert des Rechtsverteidigers mittlerweile auf über sechs Millionen Euro.

Sieben Akteure im erweiterten Kreis der Stammspieler

Zuletzt verpflichteten die Kölner noch Faride Alidou und Dominique Heintz. Gerade der aus Frankfurt geliehene Außenbahnspieler ist im bisherigen Saisonverlauf ein Flop. Der gebürtige Hamburger kommt zwar auf neun Einsätze, überzeugen konnte er bislang nicht einmal. Zuletzt bekam Alidou auch keine Einsatzzeit mehr. Aktuell fehlt die Fantasie, wie eine kolportierte Kaufoption-Ablöse in Höhe von drei bis vier Millionen Euro vereinbart werden konnte. Dominique Heintz scheint dagegen eine defensive Allzweckwaffe zu sein. Von den acht Neuverpflichtungen gehören immerhin drei bis vier Spieler zum erweiterten Kreis der Stammspieler. Insgesamt verließen in den vergangenen Transferperioden vier absolute Leistungsträger die Geißböcke, mindestens drei wurden nicht annähernd ersetzt. Von den insgesamt 17 Neuzugängen gehören mindestens sieben zu den Spielern mit regelmäßigen Einsätzen.


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Trainerwechsel

Alles zum CAS-Urteil

Limnios verlässt den 1. FC Köln

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Limnios verlässt den 1. FC Köln

Es hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet, nun hat es der 1. FC Köln bestätigt: Dimitrios Limnios verlässt die Geißböcke und wechselt zurück zu PAOK Saloniki.

Der erste Abgang der anstehenden Transferperiode ist offiziell: Dimitrios Limnios verlässt den 1. FC Köln. Der Grieche wechselt zurück zu PAOK Saloniki. Das bestätigte der Verein am Nachmittag.

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Im Sommer hatte der Mittelfelfspieler noch angekündigt, sich beim FC durchsetzen zu wollen und seinen Worten in der Vorbereitung auch Taten folgen lassen. Limnios spielte starke Testspiele und hinterließ auch in den Trainingseinheiten einen ordentlichen Eindruck. Zu Einsätzen in Pflichtspielen reichte die Leistung aber nicht. Auch aufgrund der Nicht-Berücksichtigung verlor der Mittelfeldspieler seinen Platz in der Nationalmannschaft Griechenlands. „Es ist wichtig für mich, dass ich bei meinem Verein zum Spielen komme, damit ich mich über gute Leistungen in der Liga wieder für die Nationalmannschaft empfehlen kann“, sagte Limnios. „Noch hat Griechenland die Chance, bei der EM dabei zu sein. Dabei möchte ich gerne mithelfen. Dazu freue ich mich, wieder in meinem Heimatland zu spielen. Ich möchte meinem Team, allen Beteiligten und den Fans für die Unterstützung danken. Dem FC drücke ich für die Rückrunde die Daumen, damit der Club in der Bundesliga bleibt.“

Limnios wurde beim FC nicht glücklich

Im Sommer 2020 war der Grieche zum FC gewechselt. Die Ablöse betrug mehr als drei Millionen Euro. „Mit Dimitrios Limnios bekommen wir einen technisch starken Mann für den Flügel dazu, der von außen mit hohem Tempo und guten Vorlagen für Gefahr sorgt“, hatte der damalige Sportchef Horst Heldt betont. „Er hat seine Qualität auf internationalem Level nachgewiesen und verfügt mit seinem jungen Alter noch über reichlich Potenzial“. Glücklich wurde der einstige Hoffnungsträger beim FC aber nicht. Und die Kölner auch nicht mit dem Mittelfeldspieler. Limnios kam in der ersten Spielzeit zwar auf 13 Einsätze, überzeugte aber nur selten.

Es folgte die Leihe nach Enschede. Limnios drehte auf, erzielte acht Tore und bereitete zwei vor. Als man sich in den Niederlanden Gedanken über eine Weiterverpflichtung machte, riss sich der Mittelfeldspieler das Kreuzband und kehrte nach Köln zurück. In der vergangenen Spielzeit arbeitete sich Limnios zurück in den Kader, kam sogar auf zwei Kurzeinsätze für die Kölner. In dieser Saison war er dann aber wieder komplett außen vor, spielte in Baumgarts Gedanken überhaupt keine Rolle. „Für Dimi war seine Situation zuletzt nicht mehr zufriedenstellend, da er zu wenig Einsatzzeiten hatte“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. „Gleichzeitig ist die Konkurrenzsituation in unserem Kader so, dass wir ihm die nicht ermöglichen konnten. Aus diesem Grund haben wir jetzt für beide Seiten eine gute Lösung gefunden. Wir danken Dimi für seinen Einsatz beim FC und wünschen ihm für seine neue Herausforderung alles Gute und viel Erfolg.“

Bereits am Freitag hatte das griechische Portal „sportime.gr“ über den möglichen Transfer und die Rückkehr des Mittelfeldspielers zu PAOK berichtet. „Sofern kein schockierender Notfall eintritt, wird Dimitris Limnios einer der ersten Transfers sein, die das Team von Razvan Lucescu im kommenden Januar vornimmt“, hieß es. Für die Kölner endet damit ein Millionen-Euro-Missverständnis. Für Saloniki spielte Limnios 112 Mal und erzielte zehn Tore. Nun hat er bei seinem Ex-Verein einen Vertrag bis 2027 unterschrieben. Eine Ablösesumme wird wohl nicht mehr geflossen sein.

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Medienbericht: Limnios vor Wechsel

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Medienbericht: Limnios vor Wechsel

Nach der Transfersperre darf der 1. FC Köln in den kommenden Transferperioden keine Spieler registrieren, die Sanktion gilt aber nicht für Abgänge. Und so deutet sich der Wechsel von Dimitrios Limnios an.

Nach der Bestätigung der Transfersperre wird sich der 1. FC Köln sehr gut überlegen, ob es für den ein oder anderen von Steffen Baumgart aussortierten Spieler nicht doch noch eine Chance gibt. Nach einem Medienbericht steht Dimitrios Limnios vor dem Wechsel zu PAOK.

Foto: Oliver Hardt/Getty Images

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Die Leistungen in den Testspielen waren vielversprechend. Zugegeben, gegen unterklassige Mannschaften – dennoch: Dimitrios Limnios war in der Vorbereitung, aber auch in den Freundschaftsspielen während der Saison ein Aktivposten auf der rechten Mittelfeldseite. Eine echte Chance bekam er unter Steffen Baumgart nie. Limnios war noch unter Horst Heldt im Sommer 2020 für drei Millionen Euro von PAOK Thessaloniki zum FC gewechselt. Genau dorthin könnte es nun zurückgehen. Wie das griechische Portal „Sporttime.gr“ berichtet, soll Limnios seinen Vertrag kündigen und ablösefrei nach Thessaloniki wechseln. Man wolle einem Spieler, der die PAOK-Schule durchlaufen hat, „nicht gleichgültig gegenüber stehen“, heißt es in dem Artikel.

Limnios wurde beim FC nicht glücklich

Ein Gefühl, dass der Grieche möglicherweise in Köln gewonnen hat – zumindest in den vergangenen Monaten. Glücklich wurde der einstige Hoffnungsträger beim FC nämlich nicht. Zunächst verzögerte sich der Wechsel wochenlang aufgrund einer Corona-Infektion. Dann fand sich der Mittelfeldspieler nicht zu recht, kam nicht über die Rolle des Jokers hinaus. Erst bei seiner Leihe zu Enschede kam Limnios in die erhoffte Form, erzielte acht Tore und bereitete zwei vor. Als man sich in den Niederlanden Gedanken über eine Weiterverpflichtung machte, riss sich der Mittelfeldspieler das Kreuzband. In der vergangenen Spielzeit kehrte Limnios nach überstandener Verletzung zurück, kam sogar auf zwei Kurzeinsätze für die Kölner. In dieser Saison war er dann aber wieder komplett außen vor, spielte in Baumgarts Gedanken überhaupt keine Rolle.

Schon im Sommer hatte sich ein Abschied angedeutet. Die Meinung über den Mittelfeldspieler scheint sich auch nicht nach dem Aus von Steffen Baumgart verändert zu haben. Limnios darf den Verein offensichtlich trotz der Transfersperre wohl verlassen. Und das möglicherweise schon Anfang Januar. So heißt es in dem Artikel weiter: „Sofern kein schockierender Notfall eintritt, wird Dimitris Limnios einer der ersten Transfers sein, die das Team von Razvan Lucescu im kommenden Januar vornimmt.“ Für die Kölner endet damit ein Millionen-Euro-Missverständnis.

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So bewerten wir die FC-Spieler zur Winterpause – Defensive

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So bewerten wir die FC-Spieler zur Winterpause – Defensive

Mal abgesehen von dem verdienten Derbysieg gegen Gladbach hat der 1. FC Köln in der zweiten Hälfte des Jahres wenig Grund zur Freude gehabt. Das spiegelt sich auch in den Noten wider.

Sonderlich viele Erfolgserlebnisse gab es in den ersten 16 Ligaspielen nicht für den 1. FC Köln: Das zeigt auch die Einzelkritik der FC-Profis zur Winterpause. In Teil I bewerten wir die Torhüter und die Abwehrspieler.

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Zehn Punkte aus 16 Spielen sprechen eine deutliche Sprache: der 1. FC Köln spielt bislang eine desolate Saison. Nur aufgrund der ebenfalls schwachen Konkurrenz können die Kölner im letzten Spiel der Hinrunde gegen den 1. FC Heidenheim die Abstiegsplätze Mitte Januar verlassen. Und auch im Pokal gab es das frühe Aus gegen einen Zweitligisten. Über die gesamte Hinrunde überzeugen konnte nur Torhüter Marvin Schwäbe. Dabei erhielt der Keeper auch viele Chancen, sich auszuzeichnen. Ansonsten fallen die Zwischennoten der Kölner Profis nicht besonders erfreulich aus.

Die Einzelkritik der FC-Profis zur Winterpause

Marvin Schwäbe: Der überragende FC-Akteur im bisherigen schwachen Saisonverlauf. Leistete sich so gut wie keine Fehler. Im Gegenteil: Verhinderte beispielsweise gegen Leverkusen und Bayern Schlimmeres, rettete gegen Bochum mit überragenden Paraden einen Punkt. Vereitelte 21 Großchancen (Ligabestwert) und kommt auf eine Torwart-Effizienz von +7.2 (ebenfalls Bestwert). Fakt ist: Ohne Schwäbe stünde der FC noch deutlich schlechter dar.

Philipp Pentke: Erfüllt die Rolle des Ersatz-Keepers erwartungsgemäß geräuschlos, aber genauso erwartungsgemäß unauffällig. Die Position war klar definiert, Pentke damit absolut einverstanden. Sorgte mit seiner Knieverletzung im Training für einen Schock-Moment. Durfte sich bislang nur in Testspielen beweisen. Eine Note hat er sich damit nicht verdient.

Matthias Köbbing: Wurde nach der Verletzung von Philipp Pentke zur Nummer zwei, kam aber erwartungsgemäß nicht zum Einsatz.

Benno Schmitz: Startete mit einem Traumtor im Pokal beeindruckend in die neue Spielzeit. Steffen Baumgart deutete scherzhaft an, dass der Rechtsverteidiger damit möglicherweise sein Pulver schon verschossen hat. Der 51-Jährige sollte recht behalten – zumindest bei den Offensiv-Bemühungen seines Rechtsverteidigers. Schmitz ist von dem kölschen Cafu soweit entfernt, wie der FC von den internationalen Plätzen. Steht in der Defensive dafür aber meist sicher, verlor dennoch seinen Stammplatz an Neuzugang Rasmus Carstensen.

Dominique Heintz: Wurde kurz vor Ende der Transferperiode noch verpflichtet. Der Transfer wurde allerdings aufgrund seines Alters und der Beweglichkeit von einigen Fans von einer gewissen Portion Skepsis begleitet. Heintz beschrieb seine Rolle beim Antritt zwischen den Zeilen als Allzweckwaffe. Er wolle immer da spielen, wo er gebraucht würde, sagte der 30-Jährige, der auch mit der Rolle des Reservisten einverstanden gewesen ist. Vermutlich hätte der Abwehrspieler selbst nicht damit gerechnet, dass er zwischenzeitlich so oft in der Startelf stehen würde – wenn auch nur selten in der Innenverteidigung. War allerdings als Ersatz für Pacarada nicht der erhoffte Stabilisator.

Timo Hübers: Gewann im Schnitt zwei von drei seiner Zweikämpfe. Ein ordentlicher bis guter Wert – genauso wie die 88 Prozent seiner Passquote sowie der Topwert der abgefangenen Bälle. Nach den Zahlen knüpft Hübers an die Leistungen der Vorsaison an. Auf dem Platz wirkte aber auch der Innenverteidiger einige Male extrem verunsichert. Alles in allem liegt die Krise aber sicherlich nicht an der Abwehrzentrale der Geißböcke.

Luca Kilian: Sicherlich einer der Verlierer der Krise. Der Innenverteidiger wäre in einer Saison in ruhigen Fahrgewässern mit großer Wahrscheinlichkeit öfter zum Einsatz gekommen. Kommt so auf drei Begegnungen von Beginn an. Sorgte in den Begegnungen aber nicht gerade für mehr Sicherheit. Wird auch weiterhin eher von der Bank aus kommen – Konkurrenz für Hübers und Chabot ist der 24-Jährige so nicht.

Leart Pacarada: Wurde verpflichtet als die Transfersperre noch nicht im Raum und der Abschied von Jonas Hector nicht feststand. Avancierte dann aber schnell zum Hoffnungsträger. Wirkt in der Offensive ein wenig aktiver als Hector – Zählbares kam dabei aber nicht heraus. Noch nicht einmal ein Fünftel seiner Flanken kommt beim Mitspieler an. Pacarada verlor nach dem 0:6 gegen Leipzig seinen Stammplatz. Erstaunlicherweise an einen Innenverteidiger. Das spricht nicht für den Abwehrspieler. Fiel schließlich verletzt aus. Wird möglicherweise unter einem neuen Trainer eine neue Chance erhalten.

Rasmus Carstensen: Ist wohl der heimliche Gewinner der letzten Transferphase. Kam trotz internen Bedenken zum FC, wurde dort mit Skepsis begrüßt und ließ diese mit ordentlichen Leistungen hinter sich. Erkämpfte sich gegen Benno Schmitz einen Stammplatz, obwohl er als dessen Backup verpflichtet worden ist. Ist in der Offensive deutlich aktiver. Deutete schon mehrfach seine Stärken an. Das Potenzial würde man gerne mal in einem besser funktionierenden Kader sehen.

Jeff Chabot: Ist neben Marvin Schwäbe wohl der wichtigste und stärkste Spieler im bisherigen Saisonverlauf. Mit seiner Zweikampf- und Passquote gehört er zu den fünf besten Innenverteidigern der Liga. Und das, obwohl der Abwehrspieler zu seiner Anfangszeit beim FC noch überhaupt keine Rolle spielte. Hat sich in der vergangenen Saison festgespielt und untermauert die Stärke in dieser Spielzeit. Hatte ein paar wenige Ausreißer nach unten und Unsicherheiten im Spiel. Wird aber auch erstaunlich oft in der Defensive alleine gelassen. Seine Gelb-Rote Karte im Spiel gegen den SC Freiburg war absolut überflüssig und zog die unnötige Sperre gegen Berlin nach sich.

Noah Katterbach: Ist nach seiner Kreuzbandverletzung wieder fester Bestandteil der Mannschaft. Bislang nur auf dem Trainingsplatz. Steffen Baumgart hatte schon unmittelbar nach seinem Amtsantritt wenig Verwendung für den Außenverteidiger. Wird immer noch mit dem Hamburger SV in Verbindung gebracht. Seine Position könnte sich aber durch die Trennung von Steffen Baumgart und einem möglichen neuen Coach verändert haben.

Max Finkgräfe: Ist die große Überraschung der ersten Saisonphase. Zeigte schon in der Vorbereitung, dass er unbedingt bei den Profis spielen will. Agiert dort nun unbekümmert, sucht den Weg über sein Tempo in die Offensive und versucht in der Defensive, jeden Zweikampf anzunehmen. Viel gelingt dem 19-Jährigen, viel aber auch noch nicht. Das erwartet auch keiner von Finkgräfe.

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Einzelkritik

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Baumgart: „Wir haben die Situation unterschätzt“

Keller deutet weiteren Transfer an
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Baumgart: „Wir haben die Situation unterschätzt“

Auch eine Woche nach dem Aus beim 1. FC Köln glaubt Steffen Baumgart weiterhin an die Qualität des FC-Kaders, räumte aber Fehler ein. Das sagte der 51-Jährige in einem „BILD“-Interview.

Knapp eine Woche nach der kommunizierten Trennung hat sich der ehemalige FC-Trainer Steffen Baumgart nun erstmals geäußert zum Ausscheiden beim 1. FC Köln: Das sagt Steffen Baumgart nach dem Aus.

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Während die Suche nach einem neuen Trainer beim 1. FC Köln auf Hochtouren laufen dürfte, verbringt der ehemalige Kölner Trainer Steffen Baumgart mit seiner Familie ein paar erholsame Tage in Österreich. Neben einem Weihnachtsgruß über Instagram gewährte Baumgart nun auch Einblicke in seine Gemütslage nach der Trennung. In einem Interview mit der „BILD“ (BILD+) betonte Baumgart noch einmal, wie schwer ihm der Abschied vom FC gefallen sei. „Dieser Verein macht was mit dir.“, sagte der 51-Jährige. Zweieinhalb Jahre brannte Baumgart sichtbar für die Geißböcke, identifizierte sich zu 100 Prozent mit dem Klub und hätte sicherlich auch gerne weitergemacht, doch der Erfolg blieb bekanntlich aus.

Baumgart: „Ich habe alles probiert“

Die desaströse Bilanz bis zur Winterpause von zehn Punkten aus 16 Spielen haben auch in dem Kölner Trainer die Idee reifen lassen, dass der 51-Jährige die Mannschaft nicht mehr zu 100 Prozent erreicht habe. „Ich habe alles probiert. Aber wenn alle Ansprachen und Veränderungen in Aufstellungen und Taktik nicht mehr fruchten, muss man sich Gedanken machen“, sagte Baumgart der „BILD“. „Das habe ich getan und dann mit dem Klub eine Entscheidung getroffen. Ich war nicht mehr zu 100 Prozent überzeugt von mir.“ Nach Aussagen der Kölner Verantwortlichen wäre aber genau diese vollkommene Überzeugung die Basis der Weiterbeschäftigung gewesen. Der gebürtige Rostocker betonte einmal mehr, dass die Entscheidung der Trennung gemeinsam nach dem Spiel gegen Union getroffen worden war.

Baumgart liebäugelt mit Rückkehr in den Trainerjob

Der FC hatte die Begegnung bei den Eisernen lange dominiert, stand aber am Ende des Spiels einmal mehr mit leeren Händen da. Schon unmittelbar nach dem Abpfiff deuteten Baumgarts erste Worte auf eine mögliche Trennung hin. Dabei hatte Christian Keller noch im November dem damaligen Kölner Trainer ein „sehr gutes“ Arbeitszeugnis ausgestellt. Auch in dem Wissen, dass der Sportdirektor für die Zusammenstellung des Kaders verantwortlich ist und Baumgart nur mit den Spielern arbeiten konnte, die Keller ihm zur Verfügung gestellt hat. Immer wieder hatten die Kölner Verantwortlichen betont, dass sie von der Qualität des Kaders überzeugt seien, dieser die nötige Stärke für den Klassenerhalt besitze. Davon ist der Ex-Trainer auch weiterhin überzeugt, betonte gegenüber der „BILD“ aber: „Wir haben die Situation unterschätzt. Trotzdem bin ich überzeugt, dass diese Mannschaft es schaffen kann. Die Jungs sind willig – und niemand ist mir in der ganzen Zeit in den Rücken gefallen. Das weiß ich sehr zu schätzen.“

Wenn es nach Baumgart geht, dürfte die erholsamen Tage schon bald ein Ende finden. Der 51-Jährige erklärte, dass er sich ein neues Engagement ab Ende Januar schon wieder vorstellen könnte. Angebote lägen zwar bereits vor, offenbar ist das richtige aber noch nicht dabei. „Wenn einer geht, stehen 20 neue Kandidaten bereit. So ist das nun mal, in dieser Sache ist das irgendwie ein Drecksjob.“, so Baumgart. Dass Baumgart aber nicht der Typ des ruhigen Abwartens ist, hat er in den vergangenen zweieihalb Jahren in Köln eindrucksvoll gezeigt.

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