Gute Leistung und trotzdem außen vor

,
Startseite » News » Seite 608

Gute Leistung und trotzdem außen vor

Sargis Adamyan, Dimitrios Limnios und Luca Kilian zeigten gegen den SC Germania Reusrath gute Leistungen – wieder einmal. Nutzen wird es den Spielern für die kommenden Pflichtspiele herzlich wenig. Denn dort sind die drei Kölner Profis erst weiterhin außen vor.

Fünf Tore, vier Vorlagen – selbst gegen den Bezirksligisten aus Reusrath eine erfreuliche Bilanz für Luca Kilian (3 Tore), Sargis Adamyan (2 Tore, 2 Assists) und Dimitrios Limnios (2 Assists). Insgesamt kamen die drei Akteure am Mittwochabend auf 225 Spielminuten und damit auf mehr Einsatzzeit als es für sie in den bisherigen sieben Ligaspielen gab. Nun ist es per se kein Wunder, dass in einem Freundschaftsspiel Akteure zum Einsatz kommen, die zuletzt eher das Dasein eines Reservisten fristeten. Über die aktuelle Situation werden aber wohl weder die Einsatzzeit noch die guten Leistungen gegen den Bezirksligisten hinweghelfen. Denn aktuell deutet wenig daraufhin, dass das Spiel gegen Reusrath auch nur annähernd einen Effekt auf die künftige Berücksichtigung der Spieler des 1. FC Köln hat.

Während sich Sargis Adamyan wie auch die weiteren FC-Spieler in einen kleinen Kurzurlaub verabschiedeten, gab Adamyans Heimatland in Riga einen Spielball in der EM-Quali aus der Hand. Armenien unterlag Lettland 0:2 trotz Überzahl. Mit einem Sieg wäre Armenien mit dem Gruppenzweiten gleichgezogen. Dennoch besteht nach wie vor noch die Chance auf die Qualifikation zur Europameisterschaft 2024 in Deutschland. Wie Adamyan wird auch Dimitrios Limnios seiner Mannschaften in den wichtigen Quali-Spielen gegen die Niederlande und Irland nicht helfen können. Die beiden Akteure wurden gar nicht erst für die Länderspiele berücksichtigt. Limnios, lange gesetzter Außenspieler der Nationalmannschaft, saß zuletzt nur noch auf der Bank, Adamyan stand im September immerhin noch gegen die Türkei eine halbe Stunde als Joker auf dem Feld. Nun hieß es Krisen-Training in Köln statt EM-Chance auf internationalem Parkett. „Das ist nun mal so, wenn du in deinem Klub nicht zum Einsatz kommst“, sagte Baumgart. „Dann entscheiden sich Nationaltrainer auch mal für andere. Das ist der Wettbewerb.“ Immerhin würden die Akteure die Situation so akzeptieren.

Adamyan konnte Leistung der Vorbereitung nicht bestätigen

Etwas anderes bleibt den beiden Spielern auch nicht übrig. Die Situation ähnelt der beim FC. Denn auch dort kommen die beiden nicht über die Rolle des Zuschauers hinaus. Besonders bitter ist es gerade für Adamyan. Der Angreifer hat bei nicht wenigen Kölner Fans einen besonders schweren Stand, den Kredit verspielt. Adamyan kam im Sommer 2022 nach Köln, wurde von einigen Experten als möglicher Königstransfer der Kölner betitelt und mit einem für Christian Keller eher ungewöhnlichen Vierjahres-Vertrag ausgestattet, zumindest in Bezug auf das fortgeschrittene Alter. Der Offensivspieler blieb bekanntlich weit hinter den Erwartungen der Fans, aber auch der Kölner Verantwortlichen zurück. Adamyan gehört ganz offensichtlich nicht zu den Spielern, die unter Steffen Baumgart den Weg aus der Krise finden würden. Nicht umsonst, galt er in diesem Sommer als potenzieller Transferkandidat.

Tatsächlich war die Vorbereitung aber vielversprechend. Adamyan wirkte in den Testspielen klarer in den Aktionen, spielte frei auf. Die Hoffnung ist genauso schnell verpufft, wie sie aufgeploppt war. Nachdem der 30-Jährige in den ersten fünf Ligaspielen zumindest als Joker seine Einsatzzeit – gegen Wolfsburg sogar mehr als einer Stunde – erhielt, stand er zuletzt nicht mehr auf dem Feld, scheint aktuell nicht nur in der Nationalmannschaft wieder außen vor zu sein. In seinen bisherigen Einsätzen für den FC kam er auf drei Torschüsse, immerhin eine Torvorlage – wenn auch unfreiwillig. Zuletzt wurde Adamyan sogar der 19-jährige Damion Downs bevorzugt, das allerdings auch aufgrund der Ausrichtung als Stoßstürmer. Aber auch hinter den Spitzen ist für den Offensivspieler in der aktuellen Form kein Platz. Adamyan und der FC scheinen auch in der zweiten Saison nicht zueinander finden zu wollen. Daran wird auch die gute Leistung gegen Reusrath nichts geändert haben. Adamyan erzielte nicht nur zwei Tore und bereitete zwei weitere vor, der Armenier war ein Aktivposten, erarbeitete sich eine Vielzahl guter Möglichkeiten. Bringen wird ihm das herzlich wenig.

Keine Chance für Limnios

Das gleiche gilt für Limnios. Auch der Grieche zeigte gegen den Bezirksligisten eine ordentliche Vorstellung. Bereits in den ersten Minuten bereitete er zwei Tore vor, legte auch Mark Uth und Steffen Tigges die Bälle mehr als nur gut auf, die Angreifer vergaben aber. Dennoch war in der Halbzeit bereits Schluss für den Mittelfeldmann. Auch in der Vorbereitung zeigte Limnios eine ansprechende Form, betonte, dass er sich bei den Kölnern durchsetzen wolle. Spätestens seit der Verpflichtung von Faride Alidou war aber wohl klar, dass der Mittelfeldspieler unter Steffen Baumgart keine Chance haben würde. Bis zuletzt wurde über einen Abschied des Griechen spekuliert, ein Abnehmer wurde ganz offensichtlich nicht gefunden. In dieser Spielzeit hatte Limnios aber auch noch keine Chance, seine Qualitäten in einem Pflichtspiel unter Beweis zu stellen. Nicht nur das, von den bisherigen sieben Spielen, stand der Grieche drei Mal gar nicht erst im Kader.

Immerhin auf elf Einsatzminuten kommt Luca Kilian. Doch auch der Innenverteidiger gehört bisher zu den sportlichen Verlierern. Der 24-Jährige wurde zuletzt gegen Leverkusen wenige Minuten vor Spielende eingewechselt. Eine undankbare Einwechslung – wieder einmal. Im bisherigen Saisonverlauf kommt der Abwehrspieler auf genau 17 Ballkontakte und drei Zweikämpfe, von denen er zwei gewann, beide im Kopfballduell. Und die Situation wird sich für den kolportierten Ziehsohn des Trainers wohl auch nicht so schnell ändern. Timo Hübers und Jeff Chabot sind als Abwehrzentrale gesetzt und lösen ihre Aufgabe trotz der anhaltenden Misere zum größten Teil gut. Das betonte auch Baumgart nach dem Spiel in Langenfeld. Trotz der drei Tore von Kilian sagte Baumgart, dass der Innenverteidiger aktuell nicht über den Status der Nummer drei hinauskommen würde. Mit Dominique Heintz haben die Geißböcke zudem einen weiteren, einen routinierten Innenverteidiger verpflichtet. Die Situation der drei Reservisten ist alles andere als zufriedenstellend, der Frust dem Vernehmen nach groß.

Wie geht es weiter mit Christensen?

Ähnlich ergeht es Jacob Christensen. Der Däne ist aktuell verletzt und somit keine Option. Dabei hatte Christian Keller den Mittelfeldspieler zuletzt gelobt, betont, der Abstand zur ersten Elf sei gar nicht mehr so groß. Das wollte Baumgart so nicht bestätigen, hielt sich mit einer Einschätzung zurück. Christensen spielte zunächst im DFB-Pokal gegen Osnabrück, kam anschließend aber ebenfalls nicht mehr zum Einsatz. Beide Seiten dürften sich von dem Transfer wohl deutlich mehr versprochen haben. Immerhin scheint das Potenzial des 22-Jährigen groß zu sein, genauso wie die Hoffnung, dass er sich schon bald zu einer Hilfe entwickeln wird. Diese Hoffnung sinkt bei Adamyan und Limnios zunehmend.

Mark Uth: Zwei Tore, ein Assist und ganz viel Hoffnung

,
Startseite » News » Seite 608

Mark Uth: Zwei Tore, ein Assist und ganz viel Hoffnung

Mit zwei Toren, einem Assist und einem guten Spiel deutete Mark Uth gegen Reusrath an, dass er bereit für das Derby gegen Gladbach ist. Tatsächlich wird ein Offensivspieler wie er beim FC benötigt. Bei aller Hoffnung schwingt auch Sorge mit.

Er führte das Team auf das Feld, lenkte das Spiel gegen Reusrath und sprudelte vor Spielfreude. Es ging zwar „nur“ gegen einen Bezirksligisten dennoch setzte er ein Ausrufezeichen und weckt damit Lust auf mehr. Mark Uth: Zwei Tore, ein Assist und ganz viel Hoffnung

Als der Kapitän das Spielfeld verließ, war der Arbeitstag noch lange nicht beendet. Mark Uth ließ sich ein paar weitere Sprints nicht nehmen, während Youngster Max Finkgräfe nun auf dem Feld die Binde trug und Uths Teamkollegen das Schaulaufen gegen Reusrath mit einem lockeren 15:0 nach Hause brachten. Uth konnte durchaus zufrieden sein. Der 32-Jährige hatte nicht nur zwei Tore erzielt und ein weiteres vorbereitet, der Offensivspieler sprudelt nur so vor Tatendrang. Viel wichtiger aber, er hielt 60 Minuten durch. Schon am vergangenen Samstag hatte der gebürtige Kölner 45 Minuten in der Regionalliga bei der U21 ausgeholfen, offenbar schmerz- und verletzungsfrei. Nun folgte der nächste Härtetest, zugegeben gegen einen harmlosen Gegner. Ganz offensichtlich arbeitet der Angreifer an einem Ziel. „Nach einem Derby-Heimsieg mit den Jungs in der Kabine zu feiern, wäre mein Traum“, hatte Uth Ende September gesagt. Dieser Traum nimmt Konturen an.

Uth mit starker Torschussquote

Denn auch Steffen Baumgart kündigte bereits an, dass Mark Uth definitiv ein Kandidat für das Derby gegen Mönchengladbach am Sonntag in einer Woche sei. Zwar schränkte der Trainer ein, dass das ja jeder Spieler sei, der die vergangenen Wochen trainiert habe, doch in der jetzigen Situation, in der Krise, bei der herrschenden Torflaute, wird der Offensivspieler mehr denn je gebraucht. „Wir haben Mark für die Saison als jemanden eingeplant, der Tore macht“, erklärte Baumgart am vergangenen Dienstag. Und gerade daran hapert es beim FC. Vier Tore haben die Kölner in der bisherigen Saison erzielt, ist damit auch in dieser Kategorie Schlusslicht der Liga. Und das, obwohl der FC mit 103 Torschüssen, davon gute 70 aufs Tor, zur oberen Hälfte der Liga gehört. Dass der 32-Jährige weiß, wo das Tor steht, hat Uth nicht erst im Testspiel gegen Reusrath gezeigt. Zudem ist die Torschussquote laut dem Online-Portal gool.ai ein Marktwerttreiber des Angreifers.

Der mangelnde Torabschluss, die fehlende Kaltschnäuzigkeit ist aber nur ein Teil der Krise. Beim FC hapert es auch im Zuspiel im letzten Drittel, der finale Pass will nicht ankommen. Auch dort liegt eine Stärke des 32-Jährigen. Die Quote von Pässen, die zu einem Torschuss führen ist hoch. Uth sucht den finalen, aber auch riskanten Pass und spielt ihn und der Offensivspieler sucht den direkten Weg Richtung Tor. In der Vorbereitung deutete der Porzer an, dass er mit Luca Waldschmidt harmoniert. Nach seiner langen Verletzung wurde Uth bereits als gefühlter Neuzugang betitelt, die Variabilität in der Offensive als kommende Stärke des FC ausgemacht.

Uths sechster Anlauf beim FC

Den Beweis blieben die beiden bislang aber schuldig – und das nicht grundlos. Uths Verletzung machte dem Duo, dem FC einen Strich durch die Rechnung. Wieder einmal. Uths Werdegang beim FC erinnert ein wenig an die sieben Leben einer Katze. Wenn man so will, ist es nun der sechste Anlauf des 32-Jährigen beim FC. Mit 12 Jahren wechselte der Offensivspieler vom TuS Langel zu den Geißböcken, ab 2004 spielte Uth bei den Junioren des FC, wechselte 2007 zur Viktoria, kehrte 2009 zurück. 2012 sollte der Sprung zu den Profis gelingen. Doch unter dem damaligen Trainer Stale Solbakken erhielt Uth keine Chance und er wechselte zum niederländischen Erstligisten SC Heerenveen. Über Hoffenheim und Schalke kehrte er schließlich auf Leihbasis zum FC zurück. Nach einem halben Jahr endete auch dieser Kontrakt und es ging wieder zu den Königsblauen, bevor Uth endgültig zum FC zurückkehrte. Es folgte in der vergangenen Saison die Seuchenspielzeit, mit nur wenigen Kurzeinsätzen und einigen Operationen.

In diesem Sommer wollte es Uth wissen. Der 32-Jährige trainierte schon vor der Vorbereitung hart, um möglichst zum Saisonstart dabei zu sein. Die Vorbereitung verlief vielversprechend, das Comeback kurz. Denn schon im ersten Pflichtspiel gegen Osnabrück folgte die erneute Verletzungspause. Kein Wunder, dass es unter den Fans in den Sozialen Medien nicht ganz unberechtigte Zweifel am Fitnesszustand des Angreifers gibt. Dennoch überwiegt die Hoffnung, dass mit den Rückkehrern wie Uth, aber auch Florian Dietz, der ebenfalls doppelt erfolgreich war, die Wende eingeleitet wird. Immerhin winkt gegen Gladbach die nächste Rückkehr. Baumgart sagte zwar dem „Kicker“, dass Uth noch kein Mann für die Startelf sei, in der jetzigen Situation würde es allerdings nicht verwundern, wenn der Trainer seine Meinung vor dem Derby noch einmal ändert.

Max Finkgräfe übernimmt die Kapitänsrolle

,
Startseite » News » Seite 608

Max Finkgräfe übernimmt die Kapitänsrolle

Beim Testspiel gegen den SC Germania Reusrath trug Max Finkgräfe eine halbe Stunde lang die Kapitänsbinde. Vor einem halben Jahr war mit diesem Aufstieg nicht zu rechnen.

Erwartungsgemäß deutlich hat sich der 1. FC Köln am Mittwochabend gegen den Bezirksligisten aus Reusrath durchgesetzt. Das 15:0 sollte nicht verwundern, war auch kein Gradmesser. Überraschend trug ein Youngster aber die Kapitänsbinde. Max Finkgräfe: Und plötzlich Kapitän

Die Bedeutung des Testspiels in Langenfeld am Mittwochabend war überschaubar, das Ergebnis wohl standes-, die Aufstellung einiger zuletzt nicht berücksichtigter Spieler dagegen erwartungsgemäß. Nach einer guten Stunde wartete FC-Trainer Steffen Baumgart dann doch mit einer Überraschung auf. Max Finkgräfe trug die Kapitänsbinde. Auch wenn es sich „nur“ um ein Testspiel und das auch noch gegen einen Bezirksligisten handelte, eine erstaunliche Maßnahme, aber auch ein wichtiger Schritt für den Youngster. Zunächst hatte Mark Uth die Binde getragen, sie bei seiner Auswechslung dem 19-Jährigen übergeben. Dahinter steckt ein besonderer Aspekt: Wie der „Express“ berichtet, hat sich durch die vier Einsätze im deutschen Oberhaus die Vertragssituation des Akteurs verändert. Der Vertrag des für die U21 vorgesehene Finkgräfe hat sich in einen Profivertrag „umgewandelt“, er ist somit offiziell Teil der Profis.

Finkgräfe ein großer Hoffnungsträger

Für den Youngster die nächste folgerichtige Entwicklungsstufe. Dass 19-Jährige einer der großen Hoffnungsträger der Kölner ist, ist kein Geheimnis. Auch beim FC hat man der Youngster schon länger auf dem Schirm. Schon bei der US-Reise im Herbst vergangenen Jahres hatte Finkgräfe auf sich aufmerksam gemacht. Im April gab es die folgerichtige Vertragsverlängerung bis Sommer 2025. Anfang des Sommers verriet Christian Keller, dass er Finkgräfe am ehesten den Sprung zu den Profis zutraute und wiederholte das dann auch bei einer Veranstaltung der „Rheinischen Post“: „Wir haben mit Max Finkgräfe einen sehr interessanten Spieler, der noch unter dem Radar schwirrt. Der aber das Zeug hat, über den Radar zu kommen“, sagte Keller.

Dabei war Finkgräfes Weg zu den Profis alles andere als einfach. Der Youngster hatte in verschiedenen Juniorenteams von Mönchengladbach über Dortmund seine Startschwierigkeiten und auch beim Nachwuchs vom FC tat sich der Defensivspieler zunächst schwer, entwickelte sich aber schließlich zu einer festen Größe. Ausgerechnet gegen Borussia Dortmund im ersten Ligaspiel kam Finkgräfe dann auch zu seinem Profi-Debüt und hätte sich beinahe in der Schlussminute mit einem Volley-Treffer zum großen Matchwinner gemacht, verzog aber knapp. „Die Eier musst du erst einmal haben“, sagte Baumgart damals.  

Eine Momentaufnahme

Der Trainer räumt dem Hoffnungsträger aber auch Pausen ein, betonte, dass es für die Entwicklung der Nachwuchsspieler wichtiger sei, viele Minuten in der Regionalliga als wenige in der Bundesliga zu sammeln. Und dennoch folgten weitere Einsätze gegen Wolfsburg und Stuttgart sowie zuletzt eine halbe Stunde gegen Leverkusen. Dabei ist Finkgräfe vielseitig einsetzbar, spielt unter Baumgart eher eine offensivere Rolle. Gegen den Bezirksligisten trug sich der Youngster zwar nicht in die Scorerliste ein, Finkgräfe bot dennoch eine solide Leistung, leitete einige Angriffe und Aktionen ein. Und erhielt die Kapitänsbinde. Natürlich „nur“ in einem Testspiel, nur eine Momentaufnahme. Dennoch für Finkgräfe eine besondere Ehre und vermutlich keine ganz günstige. Denn Baumgart verriet schon bei einem Testspiel im Sommer, dass das erstmalige Tragen der Binde mit einem Beitrag in die Mannschaftskasse verbunden ist.

Welche Lehren kann Steffen Baumgart aus dem Testspiel ziehen

, ,
Startseite » News » Seite 608

Welche Lehren kann Steffen Baumgart aus dem Testspiel ziehen

Mit einem lockeren 15:0 hat sich der FC gegen den SC Germania Reusrath durchgesetzt. Gegen einen Bezirksligisten ein erwartbares Ergebnis. Zwar sollten die Geißböcke dem Spiel nicht zu viel Bedeutung beimessen, ein paar Lehren kann FC-Trainer Steffen Baumgart dennoch aus dem Spiel ziehen.

Auf viel Gegenwehr ist der 1. FC Köln im Spiel gegen den SC Germania Reusrath nicht getroffen. Das 15:0 gegen den Bezirksligisten war für die Kölner Profis vermutlich nicht mehr als ein lockerer Trainingskick. Dennoch: Diese Lehren kann Baumgart aus dem Testspiel ziehen

Das Ergebnis auf der Anzeigetafel wirkte schon beeindruckend, auch wenn es aufgrund eines Stromausfalls zwischenzeitlich nicht zu sehen war. 15:0 stand dort nach ziemlich genau 90 Minuten in roten Ziffern auf dem Display im Jahnstadion in Langenfeld. 15:0 setzte sich der 1. FC Köln gegen den SC Germania Reusrath durch, hochverdient. Große Aussagekraft hat das Ergebnis aber nicht, die Kölner Profis werden sich weder Frust von der Seele geschossen noch großes Selbstvertrauen getankt haben. Gegen den Bezirksligisten war das Ergebnis zu erwarten und hätte durchaus auch noch höher ausfallen können, vielleicht sogar müssen. Dass sich die meisten Kölner Akteure in Szene setzen und ihre individuelle Klasse unter Beweis stellen konnten, sollte daher auch nicht sonderlich überraschen.

Uth brennt auf das Derby

Und doch taten sich einige Spieler hervor und Steffen Baumgart wird einige Lehren aus dem Testspiel ziehen können. Der Kölner Coach hatte vor dem Spiel angegeben, dass es ihm gar nicht so sehr um die Tore ginge. Dennoch wird der Trainer mit der Ausbeute gerade seiner Stürmer oder Offensivkräfte zufrieden gewesen sein. Florian Dietz, Sargis Adamyan, Mark Uth, Steffen Tigges und Luca Waldschmidt trafen allesamt doppelt und legten jeweils auch Tore auf. Die etatmäßige Nummer eins im Sturm Davie Selke war krankheitsbedingt ausgefallen. Das Toreschießen, wenn auch gegen einen Bezirksligisten, hat die Kölner Offensive jedenfalls nicht verlernt.

Viel wichtiger als die Tore war in der Offensive aber die Erkenntnis, dass Mark Uth eine Stunde problemlos durchhielt. Nicht nur das, dem gebürtigen Kölner war wie auch schon in der Saisonvorbereitung die Vorfreude auf den nächsten Pflichtspieleinsatz anzusehen. Nach seiner Auswechslung absolvierte der Offensivspieler noch einige Sprints. Vermutlich, um sich auch weiter für das Derby gegen Gladbach in Form zu bringen. Uth brennt auf sein Pflichtspiel-Comeback und gegen das Derby. Auch Eric Martel gab 45 Minuten lang Vollgas, der Sechser wurde zur Halbzeit ausgewechselt, scheint aber wie Comebacker Florian Dietz keine Probleme gehabt zu haben. Nach dem Leverkusen-Spiel hatte der Sechser offenbar noch leichte Beschwerden am Fuß.

Kilian erzielt drei Treffer

Zudem schenkte Baumgart vielen Spielern Spielzeit, die zuletzt wenig oder gar nicht zum Zug gekommen waren. Waren es gegen Bergisch Gladbach noch die Youngsters, die sich in den Vordergrund spielten, überzeugten nun auch einige Akteure, die zuletzt eher hinten anstanden. So wie Dimitrios Limnios, der seine Chance ganz offensichtlich nutzen wollte. Der Mittelfeldspieler, der nicht in den Kader Griechenlands für die EM-Qualifikationsspiele berufen wurde, machte im ersten Durchgang ordentlich Tempo über die rechte Seite, brachte eine Hereingabe nach der nächsten und fand im Zentrum auch seine Abnehmer. Hätten Tigges und Uth sich in der Anfangsphase besser sortiert, hätte Limnios mindestens vier Tore vorbereiten können, so waren es die ersten beiden von Luca Waldschmidt. Limnios erinnerte wie auch Adamyan (ebenfalls nicht für die Nationalmannschaft im Einsatz) an die Leistungen der Vorbereitungen, als die beiden noch auftrumpften.

Auch Luca Kilian, der in der Liga auf keine 15 Minuten Spielzeit kommt, überzeugte. Und das nicht wegen seiner windschnittigen neuen Frisur, der Abwehrspieler stand in der Defensive gegen die zugegeben schwache Reusrather Offensive genauso sicher wie sein Pendant Dominique Heintz und schaltete sich zudem immer wieder in die Angriffsbemühungen der Kölner ein. Mit drei Treffern war Kilian der erfolgreichste Kölner Spieler. Der 24-Jährige hätte mit ein wenig mehr Spielglück sogar noch mehr Tore erzielen können. So blieb es am Ende beim 15:0. Das Ergebnis wird für Baumgart gegen den Bezirksligisten zweitrangig sein – der Klassenunterschied war zu deutlich, der Gegner zu harmlos, Viel wichtiger war dem Trainer daher, dass seine Mannschaft bis zum Ende konzentriert geblieben ist und bis zum Spielende auf weitere Tore gespielt hat.


FC gewinnt das Testspiel gegen Reusrath deutlich

, ,
Startseite » News » Seite 608

FC gewinnt das Testspiel gegen Reusrath deutlich

Der 1. FC Köln hat das Testspiel gegen den SC Germania Reusrath erwartungsgemäß mühelos für sich entschieden. Gegen den Bezirksligisten gewann der FC 15:0. Unter anderem Mark Uth und Florian Dietz erzielten einen Doppelpack, Luca Kilian traf sogar drei Mal.

FC-Trainer Steffen Baumgart hatte zu Beginn der Woche noch betont, es ginge ihm in dem Testspiel gegen Reusrath nicht um die Tore, vielmehr um die Spielabläufe. Der Kölner Trainer bekam gegen den Bezirksligisten vor 2000 Zuschauern beides. Der FC feiert ein Schützenfest gegen Reusrath, setzte sich 15:0 durch.

Wie angekündigt stellte FC-Trainer Steffen Baumgart den Rekonvaleszenten Mark Uth auf, der das Team als Kapitän auf das Feld führte. Auch Eric Martel und Luca Waldschmidt standen in der Startelf. Ansonsten schenkte der Coach einigen Spielern das Vertrauen, die zuletzt weniger oder gar nicht gespielt hatten. So sorgten Dimitrios Limnios und Steffen Tigges nach wenigen Minuten für die erste Chance. Der Grieche, der noch keine Einsatzzeit in dieser Saison erhalten hat, flankte ins Zentrum und Tigges brachte den Ball Richtung Tor. Wenige Minuten später legte Waldschmidt auf Uth ab, der aus spitzem Winkel das Außennetz traf. Ins Netz traf dagegen Waldschmidt mit einem Schuss aus 16 Metern nach einen Einwurf von Limnios. Reusraths Torhüter Tim Hechler machte nicht die beste Figur, konnte den Ball aber auch erst spät sehen. Dafür zeigte der Keeper einer beeindruckende Parade bei einem weiteren Kopfball von Tigges aus kurzer Distanz.

Dietz trifft beim Comeback doppelt

Köln dominierte den Bezirksligisten nach Belieben, Reusrath schaffte es nicht aus der eigenen Hälfte heraus. Vor allem über die rechte Seite, über den starken Limnios und Rasmus Carstensen, spielten sich die Geißböcke immer wieder vor das gegnerische Tor. Der FC erspielte sich Chance um Chance, war aber in vielen Situationen nicht kaltschnäuzig genug, spielte vielleicht einen Pass zu viel. Zunächst vergaben Uth und Dominique Heintz aus aussichtsreicher Position, dann wurde Sargis Adamyan im letzten Moment geblockt.

Nach gut 20 Minuten war es dann aber wieder Waldschmidt, der nach einer scharfen Hereingabe von erneut Limnios bedacht einschob. Der ehemalige Nationalstürmer eröffnete damit das muntere Toreschießen. Keine 120 Sekunden später war nämlich auch der emsige Uth endlich erfolgreich. Nach einem Handspiel im Strafraum traf der Rückkehrer vom Punkt. Kurz darauf legte Uth perfekt auf Martel ab, der auf das 4:0 erhöhte. Vor dem Seitenwechsel trafen dann Luca Kilian nach Vorarbeit von Adamyan und Tigges nach Vorlage von Waldschmidt zum 6:0-Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel gab dann auch Florian Dietz sein Comeback. Der FC machte da weiter, wo er vor dem Wechsel aufgehört hat – mit Toren. Zunächst traf der ebenfalls stark aufspielende Adamyan nach einer Flanke des in der Halbzeit ebenfalls eingewechselten Pierre Nadjombe. Anschließend erhöhte Uth mit einem sehenswerten Distanzschuss nach Vorlage von Denis Huseinbasis sowie Dietz nach Vorarbeit von Tigges. Der Stürmer bedankte sich keine 120 später ebenfalls mit einer Vorlage und Tigges machte die Zehn voll. Und der FC blieb dran. Auch Kilian durfte sich ein zweites Mal in die Torschützenliste eintragen, so wie kurz darauf auch Dietz und Adamyan. Reusrath schaffte es auch weiterhin nicht, sich zu befreien, der FC ließ dagegen nicht nach, blieb haushoch überlegen und legte noch einmal nach. Zunächst erhöhte Kilian mit seinem dritten Treffer per Elfmeter, Huseinbasic erzielte in der Schlussminute den 15:0-Endstand.

Der FC setzte sich gegen den Bezirksligisten verdient durch, zu viel Bedeutung sollten die Kölner dem Spiel aber nicht beimessen. Mehr als ein lockerer Trainingskick war es für den FC nicht.

1. FC Köln: Pentke (46.) – Carstensen (46. Nadjombe), Kilian, Heintz, Finkgräfe – Martel (46. Huseinbasic), Waldschmidt (46. Dietz), Adamyan, Limnios (46. Alidou) – Tigges (60. Baktukanda), Uth (60. Downs) ; Tore: 1:0 Waldschmidt (9.), 2:0 Waldschmidt (23.), 3:0 Uth (26., HE), 4:0 Martel (29.), 5:0 Kilian (40.), 6:0 Tigges (43.), 7:0 Adamyan (53.), 8:0 Uth (56.), 9:0 Dietz (57.), 10:0 Tigges (59.), 11:0 Kilian (68.), 12:0 Dietz (71.), 13:0 Adamyan (77.), 14:0 Kilian (86.,FE), 15:0 Huseinbasic (90.)

FC-Testspiel im Livestream

,
Startseite » News » Seite 608

FC-Testspiel im Livestream

Für den 1. FC Köln steht am Mittwochabend das nächste Testspiel auf dem Programm. Der FC ist zu Gast beim Bezirksligisten Germania Reusrath. Das Testspiel wird im Livestream übertragen.

Während es für Florian Kainz, Dejan Ljubicic und Mathias Olesen in den kommenden Tagen um mögliche EM-Tickets geht, ist der 1. FC Köln zu Gast bei Germania Reusrath. Das FC-Testspiel wird im Livestream übertragen.

Eigentlich war das Testspiel bei dem damaligen Landesligisten für den Dezember vergangenen Jahres vorgesehen gewesen. Da allerdings der Platz in Langenfeld damals unbespielbar war, wurde das Spiel verlegt und wird heute Abend im Jahnstadion nachgeholt. Über die Startelf und die Spielzeiten der einzelnen Akteure konnte oder wollte sich Steffen Baumgart am Dienstag noch nicht äußern. Allerdings erklärte der Kölner Trainer, dass Mark Uth und Florian Dietz Einsatzzeit erhalten, um weitere Spielpraxis zu sammeln. Auch Luca Waldschmidt wird nach überstandenem Infekt seine Zeit erhalten. Benno Schmitz, Leart Pacarada und Linton Maina fallen dagegen aus.

FC-Spiel im Livestream

Reusrath ist mittlerweile in die Bezirksliga abgestiegen, soll für den FC aber kein Aufbaugegner in der Krise sein. Baumgart betonte am Dienstag, dass es ihm darum ginge, in die richtigen Abläufe zu kommen. Wahrscheinlich wird der Kölner Trainer auch wieder einige Nachwuchsspieler zum Einsatz kommen lassen. Bei dem letzten Testspiel, dem 6:0-Erfolg über Bergisch Gladbach hatten vor allem die Youngsters wie Damion Downs überzeugen können. „Die Jungs sind heiß darauf, sich mit einem Bundesligisten zu messen“, sagte Reusraths Trainer Marco Schobhofen der „Rheinischen Post„. „Und auch ich freue mich auf das Spiel. Wer kann schon als Bezirksliga-Trainer von sich behaupten, dass er in seiner Karriere mal gegen eine Profimannschaft gespielt hat? Außerdem mag ich Steffen Baumgart. Solche Typen gibt es leider immer seltener.“ Das Spiel wird um 18 Uhr angepfiffen und wie gewohnt auf dem Youtube-Kanal des FC live übertragen.

HSV oder FC – wie geht es weiter mit Katterbach?

,
Startseite » News » Seite 608

HSV oder FC – wie geht es weiter mit Katterbach?

Noah Katterbach wird beim 1. FC Köln wieder langsam an die Mannschaft herangeführt. Laut Steffen Baumgart soll er schon bald wieder ins komplette Training einsteigen. Ob er unter dem Kölner Coach aber eine Rolle spielt, ist offen.

Seit Montag nimmt Noah Katterbach wieder an Teilen des Mannschaftstrainings teil. Vor acht Monaten hatte sich der Linksverteidiger im Dienste des HSV das Kreuzband gerissen. Eigentlich wollte er in Hamburg bleiben und die Hanseaten die Kaufoption ziehen. Nun ist er mindestens bis zum Winter in Köln. HSV oder FC – wie geht es weiter mit Noah Katterbach?

Die ersten Einheiten auf dem Feld sind absolviert, teilweise schon mit der Mannschaft. In zwei bis drei Wochen erwartet Steffen Baumgart ihn komplett im Mannschaftstraining zurück. Noah Katterbach arbeitet an seinem Comeback, könnte ausgerechnet unter Steffen Baumgart seine lange Leidenszeit beenden und wieder für den FC auflaufen. Ausgerechnet, weil der Linksverteidiger unter Steffen Baumgart vor seinen Leihen nach Basel und Hamburg keine wirkliche Chance hatte. Auf einen Einsatz und auf 15 Minuten Spielzeit kam Katterbach unter Baumgart. „Ich sehe ihn aktuell nicht in der ersten Elf und auch noch nicht auf dem Niveau, dass ich ihn jederzeit bringen würde“, hatte der Kölner Trainer damals gesagt. Für das große Talent, das seit der U16 jede DFB-Nachwuchs-Nationalmannschaft durchlief, zwischenzeitlich einen Marktwert von sieben Millionen Euro erreichte und gleich zwei Mal mit der Fritz-Walter-Goldmedaille des DFB ausgezeichnet wurde, wurde ein Tapetenwechsel nötig. Katterbach zog es zunächst nach Basel, dann zum Hamburger SV.

Katterbach zieht sich im April Kreuzbandriss zu

Gerade beim Zweitligisten lief es nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder rund für Katterbach. Zunächst. Ende April zog sich der verliehene Abwehrspieler die schwere Verletzung zu. Der HSV wollte für den U21-Nationalspieler eigentlich die Kaufoption ziehen, zögerte aber und soll dem Vernehmen nach nicht mehr bereit gewesen sein, die komplette Summe zu bezahlen. Beim HSV reifte der geborene Eifeler zu einem Leistungsträger. In der Defensive spielte er auf so ziemlich jeder Position. Im Zuge der möglichen Transfersperre wurde das Kölner Eigengewächs aber auch für den FC wieder interessant, der den Außenverteidiger trotz der schweren Knieverletzung natürlich nicht unter Wert abgeben wollte. Ein Transfer kam nicht zustande. Doch das Interesse der Hanseaten soll noch immer vorhanden sein. Und auch Katterbach hatte damals den Wunsch geäußert, für Hamburg wieder auflaufen zu wollen. „Wenn du bei einem Klub erfolgreich bist, ist es doch verständlich, dass du bei einem Klub auch bleiben willst“, sagte Baumgart am Dienstag.

Die Situation hat sich aber verändert. Katterbach steht beim FC unter Vertrag und Baumgart erweckt nicht den Eindruck, als wolle er das Eigengewächs möglichst schnell wieder abgeben. „Noah ist extrem gereift. Als Spieler, aber auch als Mensch“, sagte der Kölner Coach und betonte, dass die Verletzung an diesem Prozess nicht ganz unschuldig gewesen sei. „Das ist keine einfache Situation, die aber zum Profifußball dazu gehört. So, wie er die Situation annimmt, merkt man, dass er als Persönlichkeit gereift ist“, sagt der Trainer, der aber nicht Baumgart wäre, würde er nicht gleich wieder auf die Euphoriebremse treten. „Wie das auf dem Platz aussieht, ist eine andere Geschichte“, sagte der Coach in Anbetracht der langen Verletzungspause. „Er tut aber alles dafür, um erfolgreich Fußball spielen zu können.“

Konkurrenzkampf ist für Katterbach groß

Und das möglichst bald. Dabei ist der FC auf der linken Verteidigerposition aktuell gut aufgestellt. Leart Pacarada macht seine Sache bislang sehr gut, mit Max Finkgräfe hat sich ein Youngster mehr als nur in den Dunstkreis der Profis gespielt und mit Dominique Heintz haben die Kölner kurz vor Toreschluss noch einen routinierten Innenverteidiger verpflichtet, der ebenfalls auf der linken Außenbahn spielen kann. Der Kampf um einen Platz im Kölner Team wird für Katterbach also kein leichter. Auch nicht auf der rechten Seite, die er ebenfalls spielen kann. Dort spielen mit Benno Schmitz ein Routinier und mit Rasmus Carstensen ein Youngster, der vielversprechende Ansätze zeigt. Steht also doch noch ein Abschied Richtung Hamburg im Raum? „Wir freuen uns erst einmal, dass er bei uns ist und wir werden sehen, ob er für uns ein Faktor wird“, sagt der Trainer.

Das sagt Baumgart zur Länderspielpause, dem Derby und Mark Uth

Keller deutet weiteren Transfer an
,
Startseite » News » Seite 608

Das sagt Baumgart zur Länderspielpause, dem Derby und Mark Uth

Während die Nationalspieler zur EM-Quali aufgebrochen sind, wird am Geißbockheim trainiert. Nach der Einheit am Dienstag äußerte sich Steffen Baumgart zur Länderspielpause, zu möglichen Rückkehrern und zu Bayer Leverkusen.

Die deutliche Pleite gegen Leverkusen ist noch nicht verdaut, da hat der FC bereits mit der Vorbereitung auf das Derby begonnen. Allerdings mit dezimierten Kader, da sich gleich drei Spieler auf Länderspielreise befinden. Das sagt Baumgart zur Länderspielpause, dem Derby und Mark Uth.

Keller deutet weiteren Transfer an

Während sich Florian Kainz, Dejan Ljubicic und Mathias Olesen mit ihren Nationalmannschaften auf den Weg Richtung Europameisterschafts-Qualifikation gemacht haben, hat für den FC verfrüht die Vorbereitung auf das Derby gegen Borussia Mönchengladbach begonnen. Schon nach der jüngsten Länderspielreise, vor allem aber der Verletzung von Eric Martel hatte der Kölner Coach seinen Unmut über die Folgen der jeweiligen Einsätze geäußert.

So richtig glücklich zeigte er sich auch am Dienstag nicht über die vermeintliche „Pause“, obwohl dieses Mal nur drei Nationalspieler nicht zur Verfügung stehen. „Normal wäre heute frei. Dadurch, dass wir am Mittwoch das Spiel haben, verändern wir den Rhythmus. So viel vom Trainingsinhalt ist jetzt nicht da“, sagte Baumgart. „Wir werden morgen noch etwas machen und im Spiel versuchen, einige Dinge umzusetzen, so wie wir sie uns vorstellen. In der ganzen Zeit, in der ich als Spieler oder Trainer dabei war, habe ich mir in diesen Phasen nie etwas erarbeitet.“ Mal abgesehen von Fitness, wie Baumgart betonte.

Baumgart: „Es war noch nie so wichtig, ein Derby positiv zu gestalten“

Dabei könnten Kainz und Ljubicic mit Österreich frühzeitig das EM-Ticket buchen, Olesen mit Luxemburg einen großen Schritt in diese Richtung machen. Selbstvertrauen würden sich die Spieler aber eher nicht holen. „Man muss mit dem Selbstvertrauen immer ein wenig aufpassen. Es ist ja nicht so, dass es da ist, wenn du mal gewinnst und dann wieder weg ist, wenn du verlierst“, sagte der Trainer. „Ganz so einfach ist es nicht. Es geht darum, dass die Jungs ihren Job machen und das machen sie ja“, sagte Baumgart weiter und befand sich somit mitten in der aktuellen Situation der Kölner. „Wir waren Leverkusen komplett unterlegen und nicht, weil die Jungs nicht gewollt hätten. Leverkusen hat es einfach gut gemacht. Ich glaube, wir sind noch nie so an Grenzen gestoßen, wie in diesem Spiel. Und trotzdem haben die Jungs alles rausgehauen“, so Baumgart.

Und dennoch bleibt am Ende dieser eine Punkt aus sieben Spielen. Mehr nicht. Die Situation ist für die Akteure dementsprechend belastend. „Das merkst du bei mir, das merkst du bei jedem. Wir gehen da nicht drüber weg. Es ist im Moment schon anstrengend. Das ist eine Situation, die du nicht erleben möchtest. Aber da musst du durch“, sagte der Trainer, der noch einmal betonte, dass man den eingeschlagenen Weg weitergehen werde.

Eine Alternative haben die Kölner aktuell auch nicht. Es gibt keinen Plan B. Und so gilt die Konzentration der bevorstehenden Aufgabe, die nicht einfacher wird. „Es war noch nie so wichtig, so ein Derby erfolgreich zu gestalten“, sagte Baumgart angesichts der aktuellen Situation. „Das wird der Derby-Gegner aber genauso sehen.“ Umso wichtiger, dass Baumgart in Sachen Personal „Licht am Ende des Tunnels sieht.“ Luca Waldschmidt trainierte am Dienstag wieder mit und steht somit wieder zur Verfügung. Über Linton Maina und Benno Schmitz konnte Baumgart keine genaue Prognose abgeben, sie werden im Testspiel am Mittwoch aber wohl kein Faktor werden.

Baumgart: Uth ist ein Kandidat für das Derby

Dafür aber die Rekonvaleszenten Eric Martel, Flo Dietz und Mark Uth, die am Wochenende Einsatzminuten sammelten. „Es ist wichtig, dass insgesamt alle wieder da sind. Du brauchst aber dann auch ein bisschen, um wieder in die Form zu kommen“, sagte der 51-Jährige. „Dass Eric ein Stabilisator ist, darüber braucht man nicht reden. Es geht aber auch um Mark. Wir haben ihn als Jemanden eingeplant, der dann auch Tore macht. Wenn solche Spieler dabei sind, macht das die anderen auch insgesamt besser.“

Uth ist somit auch ein Kandidat für das Duell gegen Mönchengladbach. „Mark hat jetzt vier Wochen trainiert, er hat bei der U21 gespielt und wird auch morgen spielen. Wenn er seine Leistung bringt und gesund bleibt, ist er ein Kandidat für das Derby“, sagte der Trainer. Das gelte aber auch für die anderen Akteure, die im Training seien. Auch bei Jan Thielmann und Noah Katterbach sieht der Kölner Coach eine Verbesserung, erwartet beide Akteure in „zwei bis drei“ Wochen im Mannschaftstraining zurück. Direkt zum Einsatz werden sie dann aber wohl nicht kommen.

 

Folgt uns auf:

Welche Profis des 1. FC Köln haben die Chance auf die EM?

Dejan Ljubicic und Florian Kainz waren bei der EM-Quali im Einsatz
,
Startseite » News » Seite 608

Welche Profis des 1. FC Köln haben die Chance auf die EM?

Länderspielpause in der Bundesliga: Dennoch sind einige FC-Profis im Einsatz. Wenn auch wenige. Nur drei Spieler des Profi-Kaders treten für ihre Nationalmannschaften an.

Ein Punkt aus sieben Spielen lautet die reine Zählerausbeute des 1. FC Köln nach dem Saisonstart der Bundesliga. Während Steffen Baumgart ankündigte, am Geißbockheim gleich an mehreren Stellen arbeiten zu wollen, geht es für andere Profis zu den Nationalmannschaften. Diese FC-Profis können nun das EM-Ticket lösen.

So schlugen sich die FC-Spieler bei den Länderspielen

Auch wenn sich der FC mitten in der Krise befindet, braucht sich Steffen Baumgart eine Sorge aktuell nicht machen: zu wenig Betrieb auf dem Trainingsplatz. Denn trotz der anstehenden Länderspielpause ist der FC-Kader ungewohnt gut besetzt. Insgesamt befinden sich gerade einmal drei Kölner Profis auf Länderspielreise. Während die deutsche Nationalmannschaft mit dem neuem Bundestrainer Julian Nagelsmann die viel kritisierte und sportlich nicht ganz so bedeutende Reise in die USA angetreten, geht es für die Kölner Akteure in die heiße Phase und um nicht weniger als die Qualifikation für die Europameisterschaft im Land ihres Arbeitgebers. So kommt es in der Gruppe F der EM-Quali am Freitag zum Spitzenspiel zwischen Österreich und Belgien. Nach fünf Spielen führen die beiden Teams die Gruppe mit 13 Zählern vor Schweden mit 6 Punkten an.

Spitzenspiel für Kainz und Ljubicic

Heißt: Sollte Österreich gegen Belgien gewinnen, ist das Team mit Dejan Ljubicic und Florian Kainz für die EM 2024 definitiv qualifiziert. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage käme es auf das nächste Spiel der Schweden an. Die Skandinavier bestreiten am Donnerstag ein Freundschaftsspiel gegen Moldawien, bevor dann am kommenden Montag die schwere Begegnung in Belgien ansteht. Theoretisch könnte auch Aserbaidschan den Tabellenzweiten noch abfangen, allerdings ist die Ausgangslage des Außenseiters eher schlecht. Die Chancen stehen für Österreich also nicht schlecht. Allerdings gehörten die beiden Kölner Profis zuletzt nicht zum Stammpersonal der Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick. Im Testspiel im September gegen Moldawien dürften beide Akteure beginnen, konnten sich aber nicht beweisen. Zudem verletzte sich Ljubicic leicht.

Hoffnungen auf die EM darf sich auch Mathias Olesen mit Luxemburg machen. Der Mittelfeldspieler ist rechtzeitig fit geworden, um an den Länderspielen teilzunehmen. Luxemburg belegt aktuell in der Gruppe J den dritten Platz, nur drei Punkte hinter der Slowakei mit Ondrej Duda. Portugal führt die Gruppe souverän an, hat alle Quali-Spiele gewonnen und ist so gut wie sicher qualifiziert. Für Olesen geht es am Freitag nach Island, bevor dann am kommenden Montag eine Art vorgezogenes Endspiel eben gegen die Slowakei ansteht. Sollten die Team punktgleich sein, entscheidet der direkte Vergleich. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Luxemburg mit einem Sieg mit der Slowakei gleichzieht. Die Mannschaft um Duda ist am Donnerstag zu Gast in Portugal. Im November stehen dann die Spiele gegen Liechtenstein und Bosnien-Herzegowina an.

Keine weiteren Profis im Einsatz

Sargis Adamyan und Dimitrios Limnios wurden für die Länderspiele Armeniens sowie Griechenlands nicht berücksichtigt. Für die Griechen geht es gegen Irland und die Niederlande um die letzte Chance auf die EM-Quali. Griechenland liegt aktuell auf Rang drei mit drei Punkten Rückstand auf die Niederlande. Oranje hat aber ein Spiel weniger absolviert. Armenien hat ebenfalls noch Chancen, spielt am Donnerstag gegen Lettland. Wie der kosovarische Fußballverband bereits am Morgen mitteilte, wird Leart Pacarada aufgrund einer Verletzung (Rückenprobleme) nicht an den Länderspielen des Kosovo teilnehmen können.

Auch Eric Martel wird nicht an den Länderspielen der U21 teilnehmen. Für den Mittelfeldspieler kommt ein Einsatz zu früh.

Die Nationalspieler des 1. FC Köln

Florian Kainz

Österreich

27 Einsätze

1 Tor

Dejan Ljubicic

Österreich

9 Länderspiele

1 Tor

Dimitrios Limnios

Griechenland

25 Länderspiele

3 Tore

Leart Pacarada

Kosovo

27 Länderspiele

1 Tor

Mathias Olesen

Luxemburg

17 Länderspiele

1 Tore

Sargis Adamyan

Armenien

35 Länderspiele

2 Tore

Eric Martel

U21

14 Länderspiele

1 Tore

Jan Thielmann

U21

9 Länderspiele

1 Tore

 

Rekord-Transfers

Sommerfahrplan

Was dem FC nun Hoffnung machen darf

,
Startseite » News » Seite 608

Was dem FC nun Hoffnung machen darf

Nach der verdienten Pleite in Leverkusen ist der FC erstmals seit vier Jahren wieder am unteren Ende der Tabelle angekommen. Die Situation ist bedrohlich, sie ist aber nicht aussichtslos.

Die bittere Pleite gegen Leverkusen hatte einen schmerzhaften Nebeneffekt. Der 1. FC Köln ist zum ersten Mal seit vier Jahren wieder Träger der roten Laterne. Mit nur einem Punkt aus sieben Spielen befindet sich der FC auf Abstiegskurs. Die Situation ist bedrohlich. Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer. Diese 5 Gründe dürfen dem FC Hoffnung machen

Ein Punkt aus sieben Spielern, ganze vier Treffer auf der Haben-Seite, eine zwischenzeitliche Ratlosigkeit der Verantwortlichen und der letzte Tabellenplatz – aktuell deutet nicht viel darauf hin, dass der FC in dieser Saison noch die Kurve kriegen kann. Die Situation ist wie FC-Trainer Steffen Baumgart schon sagte „bedrohlich“, sie ist aber nicht hoffnungslos.

Der Spielplan

Vor dem vergangenen Saisonfinale gegen den FC Bayern München gestand FC-Trainer Steffen Baumgart, dass er sich bei der Veröffentlichung des Spielplans schon ein paar Gedanken um das letzte Spiel gegen Bayern München gemacht habe und er nun froh sei, dass es sich um kein Endspiel handeln würde. Bei der Veröffentlichung des neuen Rahmenplans wird es ihm wohl kaum besser ergangen sein. Der FC hat tatsächlich ein denkbar schweres Auftaktprogramm erwischt. Und das soll keine Schönmalerei sein. Fakt ist: Auch bei diesem Auftaktprogramm ist ein Zähler definitiv zu wenig. Auf der anderen Seite haben die Kölner nun aber schon gegen sechs Klubs der aktuellen Top-Acht gespielt. Einzig die Bayern und Leipzig warten noch in der Hinrunde als Großkaliber. Mainz und Darmstadt haben zum Beispiel erst gegen drei Mannschaften der Top-Acht gespielt. Die 98er aber gegen Bremen im Gegensatz zum FC gewonnen.

Zudem trifft der FC in der Hinrunde noch auf die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf. Die Spieltage 10 bis 14 im November und Anfang Dezember sind für die Kölner absolut richtungweisend. Zunächst erwarten die Geißböcke die ebenfalls kriselnden Augsburger, bevor es am 11.11. nach Bochum geht. Nach dem Heimspiel gegen die Bayern warten die Aufgaben in Darmstadt und in Köln gegen Mainz. Doch auch diese Begegnungen werden für die angeschlagenen Kölner natürlich alles andere als Selbstläufer.

Die Rückkehrer

Schon vor dem Spiel gegen Leverkusen hatte Baumgart betont, dass sich das Lazarett langsam lichtet. Dann kamen die Erkrankung von Luca Waldschmidt sowie die Beschwerden von Linton Maina dazwischen. Dennoch wird sich der Kader nach der Länderspielpause – sollten keine weiteren Verletzungen dazukommen – wieder breiter aufstellen. Eric Martel stand gegen die Werkself bereits wieder auf dem Platz und deutete an, welche Relevanz er für die Kölner Defensive hat. Auch Mathias Olesen steht wieder zur Verfügung. Viel wichtiger aber dürfte die Rückkehr von Mark Uth für die Kölner sein. Schließlich hapert es in der Offensive bei den Geißböcken doch gewaltig. Waldschmidt, Maina und Benno Schmitz dürften dann ebenfalls zum Kader gehören, so dass einzig Noah Katterbach, Jacob Christensen und Jan Thielmann noch nicht zur Verfügung stünden. Ob der breitere Kader dann auch mehr Qualität bringt, wird sich zeigen.

Die Leistungsparameter

Zwar lag Marvin Schwäbe am vergangenen Wochenende mit seiner Einschätzung, der FC habe gegen den Nachbarn eine gute Leistung gezeigt, ausnahmsweise daneben, doch generell kann man den Kölnern die fehlende Leistungsbereitschaft nicht absprechen. Der FC gehört in der Bundesliga zu den Top-Teams in den Kategorien Laufleistung, Sprints und intensive Läufe. Die von Baumgart geforderte Intensität bringen die Kölner jedenfalls auf den Platz. Und das lässt hoffen. Schließlich haben die gleichen Parameter die vergangenen Spielzeiten so erfolgreich gemacht. Es spricht nichts dagegen, dass diese Leistungen gegen Mannschaften auf Augenhöhe ausreichen. Defizite weist der FC aber in anderen Parametern auf, die im Grunde der Inbegriff des Abstiegskampfes sind. Die Kölner haben zwar viele Zweikämpfe geführt, davon aber nicht so viele gewonnen. Im Ranking der gewonnenen Zweikämpfe liegt der FC im unteren Drittel. In der Fairplay-Wertung belegen die Kölner mit zehn Gelben und einer Roten Karte den fünften Platz. Zudem fehlt den Kölnern nach wie vor die nötige Durchschlagskraft. Keine andere Mannschaft flankt so viel wie der FC, Tore sind aus dem Spiel heraus aber nicht gefallen.

Die Ruhe

Im und um das Geißbockheim ist es angesichts der anhaltenden Krise ungewohnt still. Mal abgesehen von den ersten Fans, die in den Sozialen Netzwerken die Entlassung des Trainers fordern, steht Baumgart in Köln nicht zur Diskussion. Zurzeit hat man nicht das Gefühl, dass sich daran auch bei weiteren Pleiten gegen Gladbach und Leipzig etwas ändern würde. Das hat vielschichtige Gründe. Unter anderem wissen die Kölner Verantwortlichen nur zu gut, dass es für Baumgarts eingeschlagenen Weg aktuell kaum Alternativen gibt. Die FC-Bosse hoffen auf die Entwicklungsfähigkeiten des Trainers, der wiederum mit dem Kader arbeiten muss, dem man ihm zur Verfügung gestellt hat. Der Qualitätsverlust ist nicht von der Hand zu weisen. Das tun die Kölner auch nicht. Sie machen dafür aber auch nicht den Trainer verantwortlich. Unabhängig der Gründe kann Baumgart aktuell noch in Ruhe arbeiten.

Das Vertrauen

Das ist wiederum an den Trainer gekoppelt. Sowohl die Kölner Bosse – wenn auch aus den genannten Gründen – als auch die Mannschaft Vertrauen dem Können von Steffen Baumgart. Die Mannschaft ist auch deswegen absolut intakt. Sie stellt sich ungefragt hinter den Trainer. Solche Äußerungen sind mitunter schon einmal verdächtig – beim FC aktuell nicht. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Mannschaft dem Trainer, seinem Weg und seinen Ansagen vertraut. Das hat sich Baumgart in den vergangenen beiden Jahren hart erarbeitet und das ist der Grundstein seines Erfolgs. Genauso stellt sich der Trainer aber auch vor seine Mannschaft, nimmt sie in Schutz, weiß aber auch an den richtigen Stellen zu kritisieren. Die Mannschaft funktioniert als Team, sie ist auch in der Krise eine Einheit. Sie glaubt an den Klassenerhalt und das ist in der aktuellen Situation viel wert.