Doppelspitze statt Doppelsechs – die richtige Entscheidung?

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Doppelspitze statt Doppelsechs – die richtige Entscheidung?

FC-Trainer Steffen Baumgart überraschte gegen Leverkusen mit seiner taktischen Ausrichtung. Der Trainer vertraute der Doppelspitze anstatt der Doppelsechs.

FC-Trainer Steffen Baumgart hatte am vergangenen Freitag vor der Leverkusener Offensive gewarnt. Dennoch entschied sich der Kölner Coach für die vermeintlich offensivere Variante. Doppelspitze statt Doppelsechs – war das die richtige Entscheidung?

Obwohl die Personalsituation beim 1. FC Köln eigentlich wenige Optionen bot, hielt FC-Trainer Steffen Baumgart zum Nachbarschafts-Duell am Sonntag dann doch eine Überraschung bereit. Nicht etwa, dass Rekonvaleszent Eric Martel etwas verfrüht wieder in der Startelf gegen Leverkusen stand. Das war eben jener Personalnot geschuldet und hatte sich bereits unter der Woche angedeutet. Vielmehr überraschte, dass der Kölner Trainer auch gegen den ungeschlagenen und besonders torgefährlichen Tabellenführer die vermeintlich offensivere Variante mit zwei Spitzen und nur einer Sechs aufbot: Zum zweiten Mal in dieser Spielzeit hieß die Devise Doppelspitze statt Doppelsechs.

Erstaunlich, denn Baumgart selbst hatte noch unter der Woche von der Offensivkraft und Variabilität jener Offensive der Leverkusener geschwärmt und gewarnt. Nun setzte der Coach nur auf den 21-jährigen Martel im defensiven Zentrum, und das unmittelbar nach der Verletzung. Ein Vertrauensbeweis, aber auch ein gewisses Risiko, wie sich bereits nach 40 Sekunden zeigte, als Florian Wirtz zum ersten Tempovorstoß der Leverkusener ansetzte. Es sollte nicht der letzte gewesen sein.

Alidou kein Faktor im Angriff

Zudem stand Faride Alidou erstmals in der Startelf der Kölner. Auch das kam nicht sonderlich überraschend. Schließlich waren dem Kölner Trainer in der vergangenen Woche mit Linton Maina und Luca Waldschmidt gleich zwei Optionen für die linke Außenbahn weggebrochen. Allerdings beackerte der etatmäßige Linkaußen zunächst nicht etwa die linke Seite, die Frankfurter Leihgabe stand zu Beginn der Begegnung neben Davie Selke im Sturmzentrum. Eine überraschende und wenig wirksame Maßnahme. Alidou hatte diese Position bislang noch nicht gespielt und machte ehrlich gesagt auch wenig Werbung für weitere Einsätze. Der Offensivspieler kam in der Spitze zu keinem Torschuss, keiner Torschussvorlage, keiner Flanke. Dazu passten die Laufwege nicht zu den aus dem Mittelfeld oder den Außen gespielten Pässen. Der 22-Jährige fand in der Offensive überhaupt keine Bindung zum Spiel und somit auch so gut wie gar nicht statt.

Ganz anders Martel, der nach gut 45 Minuten nach einer Ecke zur einzigen ernsthaften Kölner Chance kam, diese aber nicht nutzte, obwohl er sie wohl hätte nutzen müssen. Dennoch ackerte der Rekonvaleszent, lief viele, sehr viele Löcher zu und ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Martel kam auf eine Zweikampfquote von mehr als 72 Prozent, erreichte damit den Bestwert. Doch auch der U21-Nationalspieler konnte nicht alle Lücken stopfen, Leverkusens Offensive war einfach zu stark, zu variabel, zu gewaltig, das Kölner Mittelfeld zu offen, nicht kompakt genug. So wie bei der Führung der Leverkusener, als sich Boniface den Weg durch das Zentrum suchte, erst Timo Hübers und dann eben Martel aussteigen ließ. Es fehlte der Nebenmann, die Unterstützung, obwohl sich sowohl Denis Huseinbasic als auch Dejan Ljubicic ab und an notgedrungen zurückfallen ließen.

Schwäbe bewahrt den FC vor Schlimmerem

Zur zweiten Halbzeit stellte Baumgart um, zog Huseinbasic ins Zentrum zurück, Alidou kam nun über die rechte Seite. Tatsächlich hatte Leverkusen nach dem Wechsel nicht mehr die Wucht, das Tempo des ersten Durchgangs. Ob der Baumgartschen Maßnahme geschuldet oder ob die Alonso-Elf einfach einen Gang runter schaltete, der FC stand nun höher, auch wenn er weiterhin keinen wirklichen Zugriff bekam. Zwar waren die Kölner nicht mehr so anfällig für den spielerischen Tempofußball, gerade durch das Zentrum, dafür aber für das Umschaltspiel der Leverkusener wie beim 3:0 durch Boniface. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Schwäbe noch einige gute Chancen der Werkself entschärfte und Köln in der Offensive weiterhin nichts zustande brachte.

Ob eine andere taktische Ausrichtung gegen den Tabellenführer insofern besser funktioniert hätte, ist spekulativ und gleichzeitig doch sehr unwahrscheinlich. Leverkusen war dem FC am Sonntag in jeglicher Hinsicht überlegen. 65 Prozent Ballbesitz, 300 Pässe mehr als die Kölner, eine Passquote von 92 Prozent im Vergleich zu 80 Prozent – sprechen eine deutliche Sprache. Allerdings spielten weder Alidou noch Davie Selke am Sonntag eine entscheidende Rolle, insofern verpuffte die taktische Maßnahme der Doppelspitze. Das konnte Baumgart wiederum vor dem Spiel nicht wissen.

Motivierende Worte, bedrohliche Ergebnisse

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Motivierende Worte, bedrohliche Ergebnisse

Beim 0:3 in Leverkusen bekam der FC seine Grenzen deutlich aufgezeigt. Die aktuellen Leistungen machen wenig Hoffnung auf mehr. Steffen Baumgart glaubt dennoch weiterhin an den Klassenerhalt. Ein Kommentar

Auch nach der deutlichen 0:3-Pleite in Leverkusen glaubt FC-Trainer Steffen Baumgart weiterhin an den Klassenerhalt. Seine Aussagen sind verständlich, sogar logisch. Viel bleibt ihm auch nicht übrig. Dabei sprechen die bisherigen Leistungen eine andere Sprache: Motivierende Worte, bedrohliche Ergebnisse

Mal angenommen, und der Gedanke bedarf zugegebener Weise schon sehr viel Fantasie, dennoch: mal angenommen, der FC hätte gegen Leverkusen gepunktet – wie auch immer. Dann wäre der Spieler des Spiels mit großer Sicherheit ein Kölner gewesen. Marvin Schwäbe. Die Kölner Nummer eins hielt im Nachbarschafts-Duell so ziemlich alles, was ging und vielleicht sogar noch ein wenig mehr. Die Niederlage konnte Schwäbe nicht verhindern. Der Keeper bewahrte die Geißböcke aber mit einigen wirklich starken Paraden vor einer derben Klatsche, tatsächlich sogar vor einem Debakel. Der Klassenunterschied war mehr als nur deutlich. Wenn Leverkusen der Maßstab der ersten Liga sein soll, dann fehlte dem FC am Sonntag die Bundesligareife. Und so unterlief dem Kölner Keeper dann doch noch ein kleiner Fehlgriff, wenn auch nach dem Spiel, als er sagte, die Leistung seines Teams sei keine schlechte gewesen. Ehrlicher Weise hat eben diese Leistung nicht ausgereicht, um Leverkusen Paroli zu bieten, noch nicht einmal, um die Werkself ernsthaft in Gefahr zu bringen. Mehr als das Doppelpech von Eric Martel nach einer Ecke war für die Kölner nicht drin.

Diskrepanz zwischen Glauben und Ergebnisse

Der FC kassierte eine vollkommen verdiente Niederlage, die getrost auch höher hätte ausfallen können. Es war die sechste im siebten Spiel, ein Punkt steht auf dem Konto. Kein Wunder, dass die üblichen und verständlichen Mechanismen einer Krise greifen. Ein Teil der Fans schießt gegen Sportdirektor und oder Trainer, ein anderer Teil stellt so ziemlich alles rund um das Geißbockheim in Frage, ein weiterer schwört die ewige Liebe, egal was auch passiert. Und von Seiten der Kölner hört man die obligatorischen Durchhalteparolen. „Wir werden da unten rauskommen“, sagte Steffen Baumgart und wiederholte sinngemäß seine Worte der vergangenen Woche, als er betonte, er sei überzeugt, dass der FC nicht absteige. Auch Christian Keller erklärte vor dem Spiel, dass der Kader durchaus Bundesliga-Qualität besitze.

Die Worte der Kölner Verantwortlichen sind verständlich, sie sind logisch, und in der aktuellen Situation unumgänglich. Baumgart vertraut seiner Mannschaft und seinem Kader – das hat ihn, aber vor allem seine Spieler in den vergangenen Jahren stark gemacht. Der Kölner Coach geht voran. Er wird die Worte ernst meinen, von dem Klassenerhalt überzeugt sein. Sonst wäre er Fehl am Platz. Außer diesem bedingungslosen Glauben bleibt dem Trainer aber auch wenig übrig. Bei der personellen und finanziellen Lage gibt es für ihn aber auch wenige bis gar keine Alternativen. Dieser Kader wird den FC mit großer Sicherheit durch die Saison begleiten. Egal, wer Trainer oder Sportdirektor ist.

Nur liegt zwischen den Worten der Verantwortlichen und den Ergebnissen eine große Diskrepanz. Nach sieben Spieltagen lässt sich genau ein Punkt festhalten und kurzfristig wenig Aussicht auf mehr. Denn auch das Derby gegen Mönchengladbach und das Auswärtsspiel bei Leipzig sind in die Kategorie „schwere Brocken“ einzuordnen – zumindest in der aktuellen Verfassung. Mal abgesehen von dem Dortmund-Spiel, in dem der FC leidenschaftlich gekämpft hat und auch hätte gewinnen können, waren die Leistungen nur selten ausreichend. Es fehlt aktuell die Fantasie, wie der FC sich aus dieser Lage befreien kann. Nach dem siebten Spieltag lässt sich die Punkteausbeute jedenfalls nicht mit dem schweren Auftaktprogramm, Zufall, dem fehlenden Spielglück oder fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen erklären. Im Gegenteil: Bislang hat der FC viel von einem Absteiger.

Die Aufgaben werden nicht leichter

Natürlich ist die Situation nicht hoffnungslos. Es sind noch 27 Spiele zu spielen, die zweite Hälfte der Hinrunde ist vermeintlich leichter. In der Länderspielpause werden zudem einige verletzte Spieler wie Mark Uth zurückkehren. Und es stehen eben noch die Partien gegen die direkte Konkurrenz aus. Also werden die Aufgaben leichter? Das könnte sich schnell als Trugschluss erweisen. Denn die Kölner werden in diese Spiele mit der Bürde des letzten Tabellenplatzes und eben einem Zähler gehen. Auch Heidenheim, Darmstadt, Mainz und Bochum werden kämpfen, punkten wollen. Auch für jene Teams geht es gegen den Abstieg. Nur haben die Klubs bereits mehr gepunktet als der FC. Der Druck liegt auf Köln. Und wenn man Baumgarts Worten Glauben schenken soll, dann arbeitet es schon jetzt in den Köpfen der Spieler. Das macht die Gesamtsituation gewiss nicht einfacher.

Trotz 0:3: Warum der FC einem höheren Debakel entging

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Trotz 0:3: Warum der FC einem höheren Debakel entging

Beim 0:3 gegen Bayer Leverkusen war der FC nicht nur chancenlos, der Klassenunterschied zwischen dem Tabellenführer und dem Schlusslicht war nicht zu übersehen. Einzig Marvin Schwäbe konnte mithalten.

FC-Trainer Steffen Baumgart hatte in der vergangenen Woche vor der variablen Offensive der Leverkusener gewarnt. Die Wucht, mit der Bayer gegen die Kölner anlief, dürfte den 51-Jährigen dann doch überrascht haben. Warum der FC einem Debakel entging

Steffen Baumgart ist ein Mann der klaren Worte. Der Kölner Coach nennt die Probleme beim Namen, kritisiert, ist sich aber auch nicht für lobende Worte zu schade. Baumgart baut keine Luftschlösser, malt aber auch nicht schwarz. Das schafft Vertrauen – bei seiner Mannschaft, bei den FC-Fans. Am Sonntagabend saß der Kölner Trainer bei der obligatorischen Pressekonferenz in der BayArena und verkündete: „Wir werden da unten rauskommen.“ Man würde dem 51-Jährigen diese Aussage so gerne abnehmen, ihm in diesen wenigen Worten Vertrauen schenken und doch stellt sich die Frage nach dem „Wie?“. Wie will Baumgart den Tabellenkeller mit dem FC verlassen? Denn die Kölner vermittelten am Sonntag nicht den Eindruck, als hätten sie eine Idee, wie sie sich aus dieser misslichen Lage mit sechs Niederlagen, einem einzigen Zähler aus sieben Spielen befreien könnten. Der FC entging nur knapp einem Debakel.

Klassenunterschied war nicht zu übersehen

Dass es gegen die Werkself schwer werden würde, war klar. Doch es war mehr als die befürchtete schwere Aufgabe, es war ein Klassenunterschied. Und so musste sich auch Baumgart eingestehen, dass er mit einer Aussage der vergangenen Woche doch gründlich daneben gelegen hat. „In der Bundesliga kann jeder jeden schlagen“, sagte der Trainer vor wenigen Tagen. Doch diese Leverkusener waren für die Geißböcke – zumindest am Sonntag – nicht zu schlagen. „Man muss es am Ende so klar sagen: Wir waren nicht in der Lage, einer so gut aufspielenden Mannschaft Paroli zu bieten“, sagte Baumgart. „Das hat definitiv nicht gereicht, um hier etwas mitzunehmen.“

Und das war sogar gefühlt noch untertrieben. In keinem Spiel der aktuellen Saison war der FC weiter von einem Punkt entfernt als ausgerechnet im Nachbarschafts-Duell. Schon in der ersten Aktion zeigte – auch das ausgerechnet – Florian Wirtz, mit welcher Wucht, mit welchem Tempo es die Kölner zu tun bekommen würden. So waren es neben eben jenem Ex-Kölner sowie dem Ex-Gladbacher Jonas Hofman vor allem die Schienenspieler Jeremie Frimpong und Alejandro Grimaldo, die Geburtstagskind Leart Pacarada und Rasmus Carstensen vor unlösbare Aufgaben stellten.

Immerhin sah Baumgart sich in der Meinung bestätigt, dass die Leverkusener Offensive besonders stark sei. „Die Elf, die ich erwarte, sind alle in der Kategorie, wo ich sage: Leck mich am Arsch, da kommt einiges auf uns zu“, hatte Baumgart gesagt und sollte damit wiederum recht behalten. Teilweise verlor die Kölner Hintermannschaft den Überblick, von wo der nächste Angriff anrollte. Leverkusen legte sich die Geißböcke zurecht, um dann im entscheidenden Moment zuzuschlagen. Bayer spielte 300 Pässe mehr als die Kölner, kam nahezu auf 65 Prozent Ballbesitz und zu 25 Abschlüssen. Vor allem Grimaldo war ein ständiger Unruheherd. Mehr als 40 Prozent der Leverkusener Angriffe liefen über seine Seite – der Spanier, der im Sommer ablösefrei nach Leverkusen gewechselt war, leitete gleich mehrere gefährliche Angriffe ein, bereitete einen Treffer vor und hätte beinahe mit einem satten Schuss in den Winkel das Tor des Spieltags erzielt. Beinahe, weil der FC dann doch einen Spieler hatte, der es mit der Leverkusener Offensivkraft aufnehmen konnte: Marvin Schwäbe.

Schwäbe pariert einige Male überragend

Schon vor dem ersten Gegentreffer hatte Schwäbe drei Mal, zwei Mal gegen Victor Boniface, ein Mal gegen Wirtz, seine starke Form unter Beweis gestellt, die Null gehalten. Beim Treffer von Jonas Hofmann war er chancenlos, das Tor perfekt herausgespielt. Auch das 2:0 durch Jeremie Frimpong hätte der Keeper nicht verhindern können. Bei Grimaldos Schlenzer war er wieder zur Stelle. Nach dem Wechsel rettete Schwäbe erneut gegen Wirtz, Frimpong und Boniface, das 3:0 war von ihm nicht zu verhindern. „Wir sind sehr zufrieden, haben sehr gut gespielt. Wir hatten viele Chancen, hätten fünf oder sechs Tore machen können“, sagte Leverkusens Coach Xabi Alonso. Tatsächlich hätte Leverkusen vielleicht sogar fünf oder sechs Tore machen müssen.

Schwäbe bewahrte den FC vor nicht weniger als einem Debakel. Und so blieb Baumgart nichts anderes als die Durchhalteparolen der vergangenen Wochen zu wiederholen: „Wir brauchen Punkte, was soll ich sagen. Wir haben sieben Spiele und einen Punkt. Dass das gefährlich und für uns eine unangenehme Situation ist, muss ich nicht jedes Mal erklären – das ist einfach so. Am Ende helfen uns nur Punkte.“

„Wir kommen da unten raus“

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„Wir kommen da unten raus“

Gegen Leverkusen setzte es für den FC eine bittere und verdiente 0:3-Pleite. Dabei blieb Köln im Grunde chancenlos. Dementsprechend war die Stimmung beim FC. Die Stimmen zum Leverkusen-Spiel.

„Es war ein verdienter Sieg für Leverkusen. Bayer hat ein super Team. Wir haben heute nicht unser Maximum erreicht, um hier etwas mitzunehmen. Wir haben jetzt viel Zeit zu regenerieren, uns auf das nächste Spiel vorzubereiten – dann steht das Derby vor der Tür. Wir haben heute bei einem Titelanwärter verloren, jetzt geht es weiter.“ 

Timo Hübers

„Wir wollen die Zeit nutzen, um das nächste Heimspiel gegen Gladbach vor unseren Fans erfolgreich zu bestreiten. Wir wissen aktuell genau, wo wir tabellarisch stehen. Nichtsdestotrotz versuchen wir, weiter hart zu arbeiten, versuchen unsere Stärken auszuspielen. Wenn wir das machen, hatten wir bislang immer ein gutes Gefühl. Wir hatten auch eine Trainingswoche, die gut war. Wir arbeiten daran, unsere Dinge besser zu machen. Wir wollen zu Hause gegen Gladbach versuchen, unseren Fans etwas zurückzugeben. Wir müssen als Mannschaft, als Club und in der Stadt weiter zusammenstehen, dann wird auch das Spielglück zurückkommen.“

Marvin Schwäbe

„Glückwunsch an Leverkusen. Ein verdienter Sieg. Bayer war uns leider in vielen Bereichen überlegen, sie haben die Situationen gut ausgespielt. Das muss man klar anerkennen. Unsere Jungs haben gekämpft und es probiert, aber es hat definitiv heute nicht gereicht. Wir brauchen Punkte. Wir sind in einer unangenehmen Situation, das ist uns klar. Wir kommen da unten raus. Aber wir benötigen einfach Punkte.“

Steffen Baumgart

„Wir haben heute gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Bayer Leverkusen war sehr ballsicher. Wir haben versucht, die Räume eng und die Mitte zu zu machen. Wir haben gut gearbeitet, hatten vor der Pause zwei Chancen zum Anschluss. Aber die müssen halt mal reingehen. Im Endeffekt hat uns Marvin ein paar Schüsse rausgeholt. Es ist sehr enttäuschend, weil wir sehr viel investiert haben. Aber am Ende war es eine sehr deutliche Niederlage. Natürlich ist die Situation schwer. Mit einem Punkt als Tabellenletzter ist die Situation angespannt. Wir werden weiter zusammenstehen und hart arbeiten, dann werden wir gegen Gladbach zuhause erfolgreich sein.“

Florian Kainz

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So bewerten wir die FC-Profis gegen Leverkusen

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So bewerten wir die FC-Profis gegen Leverkusen

Bei der 0:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen hatte der FC so gut wie keine Chance. Ohne Marvin Schwäbe hätte es wohl ein Debakel geben können. Demnach fallen die Noten insgesamt eher schlecht aus.

Der FC wartet weiterhin auf die ersten Sieg in der Liga. Gegen Bayer Leverkusen kassierten die Kölner eine verdiente 0:3-Pleite und verabschieden sich als Tabellenschlusslicht in die Länderspielpause. Somit wird es noch ungemütlich für die Geißböcke. Dabei hätte es ohne den überragenden Marvin Schwäbe noch deutlich schlechter laufen können.

Tatsächlich verdiente sich der Keeper eine gute Note, obwohl er gleich drei Mal hinter sich greifen musste. Doch Schwäbe setzte einige weltklasse Paraden. Auch Eric Martel lieferte nach seinen langen Verletzungspause ein ordentliches Spiel ab, hatte aber wie das gesamte Mittelfeld Probleme mit dem enormen Tempo der Leverkusener. Doch es gab auch drei Fünfen.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Leverkusen

Sowas wie der tragische Held des FC. Wehrte sich mit so ziemlich allem gegen die Niederlage. Wurde bereits nach 40 Sekunden von Wirtz geprüft. Rettete gegen Boniface aus kurzer Distanz, anschließend gegen Wirtz aus 25 Metern, kratzte später einen Schuss von Grimaldo aus dem Winkel. Im zweiten Durchgang mit überragenden Paraden unter anderem gegen Frimpong, Boniface und Wirtz. Bei den drei Gegentreffern chancenlos. Trotzdem überragender Kölner.

Hatte mit dem Tempo von Frimpong seine Mühe. Machte die Defizite einige Male durch sein Stellungsspiel wett. Aber eben nur einige Male. War defensiv so stark gebunden, dass er wenig in die Offensive investieren konnte.

War sehr engagiert. Hatte der beeindruckenden Offensive der Leverkusener aber sehr wenig entgegenzusetzen.

Hatte die erste nennenswerte Chance der Kölner. Sein Kopfball war aber zu ungenau. Gewann zwar nur 50 Prozent seiner Zweikämpfe, das waren aber extrem wichtige. Hatte aber auch seine Probleme mit der Leverkusener Offensive.

Hatte in der Defensive gegen Grimaldo nicht den Hauch einer Chance, fand auch deswegen in der Offensive nicht statt. Ließ sich vor dem 0:2 zu einfach abkochen, erschreckender Fehlpass, den weder Boniface noch Frimpong im Tor unterbrachten. Ein schwarzer Tag für den Dänen.

War wie schon in den vergangenen Wochen auch gegen Leverkusen kein Faktor. Spielte zunächst auf der Acht. Da Köln in der Offensive aber lange gar nicht stattfand, hatte er so gut wie keine Szenen. Wurde neben Eric Martel auf der Doppelsechs dann besser.

Bekam von Wirtz einige Male die Grenzen aufgezeigt. Hatte enorme Probleme das Tempo der Leverkusener mitzugehen. Gewann aber 80 Prozent seiner Zweikämpfe, die meisten davon waren extrem wichtig. Hätte kurz vor dem Seitenwechsel per Kopfball und dann mit einer Grätsche verkürzen müssen.

Dürfte auf der linken Seite ran. Das hatte aber auf die Kölner Offensivbemühungen wenig Einfluss. Allerdings, weil der FC so gut wie keine Offensivaktionen erspielen konnte. Sein Pass auf Selke war stark, sein Versuch einer Flanke auf Selke ebenfalls okay. Rieb sich in vielen Zweikämpfen auf. Da muss mehr kommen.

An ihm lief die Begegnung weitestgehend vorbei. Dabei lief keiner so viel wie Ljubicic. Startete auf der Zehn, kreierte aus dem Zentrum aber keine Tormöglichkeiten.

War sehr bemüht, rieb sich gegen Tapsoba auf. Hatte ansonsten bei wenig Offensivbemühungen einen schweren Stand. Wurde dann von Kainz eingesetzt, Tah rettete in höchster Not.

Begann neben Davie Selke in der Spitze. War auf dieser Position überhaupt kein Faktor. Genauso wenig aber auch auf der rechten Seite, die er im zweiten Abschnitt zunächst beackerte.

Bei unserer Bewertung werden die Spieler berücksichtigt, die mindestens 30 Minuten gespielt haben.

Leverkusen lässt dem FC keine Chance

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Leverkusen lässt dem FC keine Chance

Der 1. FC Köln geht mit einer bitteren Pleite und als Tabellenschlusslicht in die Länderspielpause. Im Nachbarschafts-Duell bei Bayer Leverkusen kassierten die Kölner eine verdiente 0:3-Niederlage.

Das Nachbarschafts-Duell hat also doch keine eigenen Gesetze. Zumindest nicht am 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga und nicht für die Geißböcke. Bayer Leverkusen zeigt dem FC die Grenzen auf, setzt sich wie erwartet verdient gegen die Kölner durch. Nach Toren von Jonas Hofmann (22.), Jeremie Frimpong (32.) und Victor Boniface (67.) verabschiedet sich Leverkusen mit einem 3:0-Erfolg und als Tabellenführer in die anstehende Länderspielpause, der FC als Schlusslicht. Zum ersten Mal seit vier Jahren belegen die Kölner den letzten Platz. „Wir haben gegen einen unglaublich guten Gegner gespielt“, sagte Florian Kainz. „Der Marvin hat uns heute einige noch rausgeholt.“

Baumgart musste seine Mannschaft notgedrungen einmal mehr umbauen. Für den verletzten Linton Maina gab Faride Alidou sein Startelf-Debüt. Allerdings spielte der Neuzugang zunächst neben Selke in der Spitze, Florian Kainz kam über die linke Seite, Dejan Ljubicic begann im Zentrum, Denis Huseinbasic auf der Acht. Überraschend stand Eric Martel dann ebenfalls in der Startelf. Der 21-Jährige hätte nach seiner Achillessehnenverletzung eigentlich erst gegen Gladbach wieder auflaufen sollen, die anhaltende Verletzungsmisere machte einen früheren Einsatz aber nötig.

Leverkusen drückend überlegen

Es war noch keine Minute gespielt, da war Martel bereits gefordert. Der Sechser kam dem Ex-Kölner Florian Wirtz nicht rechtzeitig hinterher. Der Nationalspieler zog aus 16 Metern ab, scheiterte aber an Marvin Schwäbe. Leverkusen machte erwartungsgemäß das Spiel, aber der FC versteckte sich in den Anfangsminuten nicht. Unter anderem kam Jeff Chabot nach einer Ecke zum Kopfball, setzte das Leder aber knapp über das Tor. Doch die Werkself war dem FC drückend überlegen, sorgte vor allem über die Außen für enormes Tempo und dadurch auch immer wieder durch Bälle in den Rückraum für Gefahr. So rettete Schwäbe gegen Victor Boniface aus kurzer Distanz, anschließend blockte Chabot einen Abschluss des Stürmers. Auch Wirtz probierte es einmal mehr aus der Distanz, fand erneut im Kölner Torhüter seinen Meister.

Leverkusen schnürte den FC teilweise ein, zog ein Powerplay auf und belohnte sich nun auch für die Offensivbemühungen. Boniface legte ab auf Alex Grimaldo, der spielte weiter auf Wirtz, der wiederum mit der Hacke Jonas Hofmann bediente. Der Mittelfeldspieler schob problemlos ein. Der FC protestierte zwar, weil Boniface den Ball mit der Hand berührt hatte, doch Schiedsrichter Felix Zwayer blieb bei seiner Entscheidung. Und Bayer spielte munter weiter. Grimaldo ließ Carstensen wie eine Trainingsstange stehen, passte scharf in den Sechzehner, gleich drei Kölner Abwehrspieler rutschten am Ball vorbei, Frimpong nicht: 2:0. Der FC fand überhaupt kein Mittel gegen den Nachbarn, in der Offensive so gut wie gar nicht statt und in der Defensive keine Lösungen gegen den Tempofußball von Bayer. Einzig Schwäbe verhinderte Schlimmeres. So kratzte der Keeper einen Schlenzer von Grimaldo aus dem Winkel.

Wie aus dem Nichts kam der FC kurz vor dem Seitenwechsel doch noch zu seiner Chance. Kainz spielte Selke stark frei, dessen Schuss gerade noch von Jonathan Tah geblockt wurde. Die anschließende Ecke wurde dann ebenfalls gefährlich. Martel kam aus fünf Metern zum Kopfball, brachte den Ball aber nur auf Bayer-Keeper Lukas Hradecky. Auch den Abpraller brachte der Sechser nicht im Tor unter.

Schwäbes Glanzparaden helfen nicht

Nach dem Wechsel gab Leverkusen weiterhin wie erwartet den Ton an. So war es auch in diesem Durchgang Wirtz, der Schwäbe zu der ersten Glanzparade zwang. Doch Baumgart stellte um. Huseinbasic spielte nun neben Martel um das Zentrum zu stabilisieren, Alidou kam über die rechte Seite. Tatsächlich kam der FC nun zu mehr Ballbesitz, offener wurde das Spiel aber nicht. Auch, weil sich die Kölner das Leben selbst schwer machten. So lud Carstensen mit einem haarsträubenden Fehlpass Boniface ein, der Stürmer legte trotz guter Position quer auf Frimpong und wieder war Schwäbe zur Stelle. Anschließend verfehlte Wirtz aus der Distanz. Gerade als die Kölner das Spiel ein wenig besser in den Griff bekamen, schlug Leverkusen erneut zu. Frimpong schickte Hofmann perfekt in die Tiefe. Der Ex-Gladbacher legte auf den mitgeeilten Boniface ab, der zum 3:0 einschob.

Und ohne die Kölner Nummer eins hätte es noch schlimmer kommen können. Alleine Boniface scheiterte noch zwei Mal am Kölner Keeper. Der FC kam wenn überhaupt durch Standardsituationen noch vor das gegnerische Gehäuse, gefährlich wurde der FC aber nicht mehr. Der FC kassiert also im siebten Spiel die sechste Niederlage und verabschiedet sich als Tabellenschlusslicht in die Länderspielpause. Dann folgt das nächste Derby gegen Borussia Mönchengladbach – vielleicht hat das dann seine eigenen Gesetze.

1. FC Köln: Schwäbe – Carstensen (90. Kilian), Chabot, Hübers, Pacarada – Martel (75. Tigges) – Kainz, Huseinbasic (75. Olesen), Ljubicic – Selke (90. Downs), Alidou (62. Finkgräfe) Tore: 1:0 Hofmann (22.), 2:0 Frimpong (32.), 3:0 Boniface (66.)

Macht es Finkgräfe wie einst Thielmann?

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Macht es Finkgräfe wie einst Thielmann?

Nach den Ausfällen von Linton Maina und Luca Waldschmidt ist FC-Trainer Steffen Baumgart auf der Suche nach einem Linksaußen. Eine Option wäre Max Finkgräfe. Der Youngster könnte gegen Leverkusen sein Startelf-Debüt geben – er wäre nicht die erste Nachwuchskraft, die gegen die Werkself die Wende einläutete.

Nun hat es also Linton Maina auch erwischt. Der Linksaußen fehlte am Samstag beim Abschlusstraining, wird also gegen Bayer nicht auflaufen. Da auch Luca Waldschmidt krank ist, suchen die Kölner eine Alternative auf der linken Seite. Es könnte ein weiteres Debüt geben. Macht es Finkgräfe wie einst Thielmann?

Vier Minuten gab es am vergangenen Samstag für den Youngster. Max Finkgräfe kam für die letzten Momente bei der 0:2-Niederlage gegen Stuttgart auf den Platz. Eine undankbare Einwechslung, schließlich fiel keine 120 Sekunden später das 0:2, der FC war wieder einmal geschlagen, Einfluss auf das Spiel konnte der Kölner Nachwuchsspieler aber nicht mehr nehmen. Dennoch war es im sechsten Spiel bereits der dritte Einsatz bei den Profis für den Youngster – eine beachtliche Bilanz. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass am Sonntag im Duell bei Bayer Leverkusen ein weiterer, der vierte dazukommt. Diese Möglichkeit ist tatsächlich am Samstag noch einmal gestiegen. Denn zum Abschlusstraining fehlte mit Linton Maina ein Leistungsträger und Stammspieler. Maina hatte bereits Teile der Vorbereitung und Spiele zum Saisonauftakt wegen Rückenbeschwerden verpasst, nun scheinen die Beschwerden wieder aufgetreten zu sein. Der 24-Jährige wird dem FC am Sonntag nicht zur Verfügung stehen.

Wer ersetzt Maina?

Maina ist nicht der einzige Offensivspieler, der ausfällt. Auch Luca Waldschmidt fehlt krankheitsbedingt. FC-Trainer Steffen Baumgart steht nun vor der schweren Aufgabe, die richtigen Mosaiksteinchen für das Duell gegen den Nachbarn zu finden. Während Mainas Ausfall zu Beginn der Saison spielte Waldschmidt auf der linken Seite. Viele Optionen bleiben dem Kölner Trainer nun nicht. Florian Kainz spielte die Position bis in die vergangene Saison hinein beim FC, wurde von Baumgart dann aber zum Zehner umfunktioniert. Zuletzt mehrten sich die Stimmen in den Sozialen Medien, dass Kainz doch wieder auf die Seite ausweichen solle. Baumgart sieht aber die Qualitäten des Kölner Kapitäns hinter den Spitzen. Sollte er Kainz auf die linke Seite ziehen, entstünde die nächste Vakanz auf der Zehn. Faride Alidou ist gelernter Linksaußen, konnte bislang aber noch nicht überzeugen. Gegen Stuttgart ließ er seine Qualitäten aufblitzen, mehr aber auch nicht.

Und genau da kommt Max Finkgräfe ins Spiel. Der 19-Jährige startete gegen Dortmund auf der linken Außenbahn, hatte wenige Minuten vor Spielende sogar den Ausgleich auf dem Fuß. Auch in der Vorbereitung setzte Baumgart den Youngster auf dieser Position ein. Finkgräfe überzeugte auch damals. Eigentlich hatte Baumgart davon gesprochen, den Nachwuchshoffnungen mehr Einsatzzeit in der U21 zu verschaffen. Soll heißen: die Spiele über 90 Minuten in der Regionalliga sind für die Entwicklung der Youngsters wichtiger, als die wenigen Minuten bei den Profis. Nun ist es alles andere als ausgeschlossen, dass Finkgräfe sein Startelf-Debüt bei den Profis feiert. Der 19-Jährige wäre nicht der erste in einer ähnlichen Situation.

Thielmann gab gegen Leverkusen sein Debüt

Denn vor vier Jahren schmiss der damalige FC-Trainer Markus Gisdol ebenfalls einen Youngster in der sportlichen Krise ins kalte Wasser. Der FC stand nach dem 14. Spieltag mit dem Rücken zur Wand. Mit gerade einmal acht Zählern belegten die Kölner den letzten Tabellenplatz, noch hinter Baumgarts SC Paderborn. Sieben Pflichtspiele hatten die Kölner nicht mehr gewonnen. Unterlagen Teams, die sich eigentlich maximal auf Augenhöhe befinden sollten. Und dann kam das Duell gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Leverkusen, der zwar nur den sechsten Rang belegte, allerdings mit nur einem Zähler Rückstand auf den Tabellendritten aus Dortmund. Gisdol wechselte sein Team auf sieben Positionen, brachte unter anderem den 17-jährigen Jan Thielmann von Beginn an. Zwar trug sich der Youngster nicht in die Torschützenliste ein, Thielmann kam aber in der knappen Stunde Spielzeit auf beachtliche drei Torschüsse, lief nahezu acht Kilometer und absolvierte 18 Sprints. Alles in allem war es ein sehr ansprechendes Debüt und gleichzeitig der Start einer verheißungsvollen Karriere.

Für den FC war es aber am Ende ein Sieg über Leverkusen, ein Befreiungsschlag, vor allem aber der Startschuss einer Aufholjagd, die am Ende der Spielzeit mit dem Klassenerhalt belohnt wurde. Finkgräfe hat sein Bundesliga-Debüt bereits absolviert, das Startelf-Debüt könnte gegen Leverkusen folgen. Aus Kölner Sicht gerne mit einer ähnlichen Aufholjagd verbunden.

So könnte der FC gegen Leverkusen spielen

 

Rekord-Transfers

Mark Uth und Florian Dietz geben ihr Comeback bei FC

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Mark Uth und Florian Dietz geben ihr Comeback bei FC

Wie angekündigt haben Florian Dietz und Mark Uth ihr Comeback beim 1. FC Köln gegeben. Die beiden Offensivspieler kamen am Samstagabend wie erwartet bei der U21 zum Einsatz. Der FC setzte sich gegen Wegberg-Beeck mit 2:0 durch.

FC-Trainer Steffen Baumgart hatte es am vergangenen Dienstag bereits angekündigt: das Lazarett bei den Geißböcken lichtet sich. Zumindest kehren zwei Langzeitverletzte wieder zurück. Mark Uth und Florian Dietz geben ihr Comeback.

Vor allem für Florian Dietz hat die lange Leidenszeit vorerst ein Ende. Ziemlich genau ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss im Duell gegen die TSG Hoffenheim hat der Angreifer sein Comeback für den 1. FC Köln gegeben – allerdings für die U21. Vor den Augen von Cheftrainer Steffen Baumgart, Ex-Kapitän Jonas Hector sowie dem Leiter der Lizenzspielabteilung Thomas Kessler stand der 25-Jährige in der Startelf im Regionalliga-Spiel gegen den FC Wegberg-Beeck. Dietz war im Oktober 2022 gegen Hoffenheim in der Schlussphase eingewechselt worden, musste aber wenige Minuten später wieder mit der Verletzung vom Platz. Es war bereits der zweite Kreuzbandriss des Angreifers. Die Rückkehr hatte sich immer wieder herausgezögert, nun spielte Dietz das erste Mal wieder unter ernsten Wettkampfbedingungen. Ende August stand der Angreifer bereits im Testspiel gegen Fortuna Köln auf dem Platz, fiel aber anschließend wieder aus, sollte kürzer treten.

U21 gewinnt verdient 2:0

Neben Dietz stand mit Mark Uth auch die zweite angekündigte Verstärkung der Profis auf dem Feld. Baumgart hatte in der vergangenen Woche gesagt, dass er den beiden Akteuren erst einmal Spielpraxis in der U21 verschaffen wolle. Uth hatte sich im Pokalspiel gegen den VfL Osnabrück verletzt. Zwar hatte der Klub verlauten lassen, dass bei dem Offensivspieler keine strukturelle Verletzung vorgelegen habe, dafür fiel der 32-Jährige aber lange aus. Vor allem Uth war anzumerken, dass er auf eine schnelle Rückkehr brennt. Der Zehner brachte viele Standards, versuchte, das Spiel zu lenken, die Offensivspieler immer wieder in Szene zu setzen. Bei seinen Abschlüssen war er im Pech. Auch Dietz war sehr engagiert, kam ebenfalls zu einigen Schüssen. Zählbares sprang aber für beide nicht heraus. Zur Halbzeit war für die beiden Rekonvaleszenten – wie zuvor vereinbart – die Begegnung beendet. Die größte Möglichkeit der ersten Halbzeit vergab Justin Diehl.

Zwar war der FC bereits im ersten Durchgang das bessere Team, war aber nicht zwingend genug, tat sich trotz der Feldüberlegenheit schwer. Das änderte sich nach dem Wechsel. Rijad Smajic traf nach einer knappen Stunde per Kopf nach einem Eckball von Justin Diehl. Der für Uth eingewechselte Jonas Saliger erhöhte wenige Minuten später auf 2:0. Durch den verdienten Erfolg springen die Geißböcke auf den fünften Platz. Tabellenführer Fortuna Köln hat zwei Punkte Vorsprung vor dem FC. Am kommenden Spieltag ist die Mannschaft von Evangelos Sbonias zu Gast bei der Zweitvertretung des SC Paderborn. Mathias Olesen stand nicht im Kader der U21, dürfte also am Sonntag mit zum Auswärtsspiel nach Leverkusen fahren.

 

Rekord-Transfers

Fußballerinnen des 1. FC Köln feiern zweiten Sieg

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Fußballerinnen des 1. FC Köln feiern zweiten Sieg

Die Frauen des 1. FC Köln haben am 3. Spieltag den zweiten Sieg eingefahren. Gegen die Frauen des MSV Duisburg setzte sich der FC souverän mit 4:1 durch.

Der Blick auf die Tabelle wird den Frauen des 1. FC Köln besonders gut schmecken. Der FC belegt zumindest für eine Nacht den dritten Tabellenplatz der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Die FC-Frauen feiern am dritten Spieltag den zweiten Sieg.

Nach der doch verdienten Niederlage gegen den FC Bayern München am vergangenen Montag feierte die Mannschaft von Daniel Weber am Samstagmittag einen ungefährdeten 4:1-Erfolg über den MSV Duisburg und kletterte in der Tabelle zumindest bis Sonntag auf den dritten Tabellenplatz. Allerdings tat sich der FC in der ersten Halbzeit doch lange schwer. Überhaupt war es zunächst eine Begegnung mit wenigen Torchancen. So war es tatsächlich der erste Torschuss Richtung gegnerisches Gehäuse, der zur Kölner Führung führte. Sharon Beck vollendete eine Flanke von Martyna Wiankowska zum 1:0. Tatsächlich war die Kölner Führung der Startschuss für mehr Offensivaktionen. Unter anderem vergab Laura Vogt knapp. Zur Halbzeit blieb Beck in der Kabine, sie war beim Tor mit dem Kopf mit ihrer Gegenspielerin zusammengeprallt.

FC nach dem Wechsel deutlich überlegen

Auf der anderen Seite nutzte aber auch Duisburg die erste nennenswerte Aktion zum Ausgleich. Ausgerechnet die Ex-Kölnerin Yvonne Zielinski traf für die Zebras keine 120 Sekunden nach dem Wiederanpfiff. Duisburg fand für einige Minuten besser ins Spiel. Bis Wiankowska nach einem schönen Doppelpass mit Meike Meßmer den Ball aus gut zehn Metern in den Winkel schoss. Der MSV versuchte, das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Doch wieder schlug der FC im richtigen Moment zu. Vogt eroberte den Ball, spielte Andrea Gevric frei, die den Ball ins lange Eck schlenzte. Im direkten Gegenzug hätte Antonia Havlerkamps dem Spiel noch eine andere Wendung geben können, doch die 22-Jährige traf nur den Pfosten. Köln setzte fortan auf Konter, sorgte auch immer wieder für Gefahr. Nach einem Handspiel einer Duisburger Abwehrspielerin verwandelte erneut die überragende Wiankowska per Strafstoß zum 4:1. Duisburg hatte der Niederlage in der Schlussphase nicht mehr viel entgegenzusetzen.

Tore: 1:0 Beck (29.), 1:1 Zielinski (47.), 2:1 Wiankowska (59.), 3:1 Gavric (69.), 4:1 Wiankowska (78. Handelfmeter)

 

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Bilanz, TV, Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Leverkusen

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Bilanz, TV, Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Leverkusen

Ein Punkt aus sechs Spielen lautet die überschaubare Bilanz des FC in der bisherigen Saison. Nun folgt das Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen. Alles Wissenswerte rund um die Partie gibt es hier.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen Bayer geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Leverkusen.

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen?

In der Bundesliga standen sich Köln und Leverkusen bislang 70 Mal gegenüber. Die Bilanz spricht dabei für die Werkself, die 27 Partien für sich entscheiden konnte. Demgegenüber stehen 25 Unentschieden und 18 Erfolge des FC. Auch die Torbilanz spricht mit 110:92 Treffern für Bayer. Neben den Bundesliga-Duellen trafen beide Clubs noch dreimal im DFB-Pokal aufeinander; hier setzte sich Leverkusen zweimal und Köln einmal durch. Hinzu kommen zwei Spiele in der ehemaligen Oberliga West, in der es ein Remis und einen Leverkusener Sieg gab.

Wer überträgt die Begegnung des 1. FC Köln in Leverkusen im TV?

Das Spiel beginnt am Sonntag um 15.30 Uhr. Das Spiel zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln wird vom Streamingdienst DAZN live und exklusiv ausgestrahlt. Die Übertragung beginnt um 14.45 Uhr mit der Vorberichterstattung. Zusammenfassungen gibt es wie immer unter anderem bei der Sportschau im WDR Fernsehen.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Leverkusen?

Zweimal setzte sich der FC mit 4:0 gegen den rechtsrheinischen Rivalen durch: Zunächst am 1. März 1980 und dann nochmal am 24. Mai 1997. 1980 schossen Gerd Strack, Herbert Neumann, Dieter Müller und Holger Willmer die Geißböcke mit ihren Toren zum Sieg. Beim deutlichen Erfolg im Jahr 1997 war Stürmer Toni Polster der gefeierte Mann: Der Österreicher erzielte beim 4:0 drei Tore, zudem traf Janosch Dziwior.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen Leverkusen?

Insgesamt unterlag der FC dem Rivalen drei Mal mit vier Toren Unterschied: Ausgerechnet am 11. November 1997, also dem Auftakt der Karnevalssession, kassierten die Kölner eine 0:4-Auswärtspleite. Nicht besser lief es am 29. November 2014 (1:5 in Leverkusen) und am 16. Dezember 2020, als die Mannschaft des damaligen Trainers Markus Gisdol im Rheinenergiestadion ebenfalls mit 0:4 unterlag.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Leverkusen?

Die meisten Tore im FC-Dress erzielte Klaus Allofs gegen Bayer, der ehemalige Nationalspieler war gleich sechsmal erfolgreich. Auf die doppelte Anzahl an Treffern kommt allerdings ein Akteur des Rivalen: Leverkusens Ulf Kirsten erzielte gegen den FC zwölf Tore. Davie Selke traf bereits drei Mal gegen Leverkusen, Mark Uth war sogar fünf Mal in zwei Spielen erfolgreich – allerdings in der U19.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Leverkusen?

Für die Geißböcke stand keiner so oft gegen Leverkusen auf dem Feld wie Pierre Littbarski. Der Weltmeister von 1990 bestritt 26 Spiele gegen die Werkself. Auf der anderen Seite verfügt Torwart Rüdiger Vollborn mit 25 Einsätzen über die größte Derbyerfahrung.

Wie hoch liegen die Kaderwerte vom FC und von Leverkusen?

Die Online-Plattform Gool.ai berechnet den Marktwert des 1. FC Köln auf gut 79.9 Millionen Euro. Der FC liegt damit im unteren Drittel der Liga. Leverkusens Marktwert berechnet das Portal auf 445 Millionen Euro. Ex-FC-Spieler Florian Wirtz ist der wertvollste Leverkusener mit rund 55 Millionen Euro. Beim FC ist Dejan Ljubicic der wertvollste Spieler mit 9.2 Millionen Euro.

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