Ein aktueller FC-Profi ist bei der WM bekanntlich nicht dabei. Doch auch für die Ex-Spieler der Geißböcke verläuft das Turnier nicht wie erhofft und für einige Akteure ist die WM bereits beendet. Durchwachsene Leistungen der Ex-Profis des 1. FC Köln bei der WM.
Ron-Robert Zieler ist gerade aus den USA zurück. Der Keeper der Geißböcke hat sich die WM live vor Ort angesehen. Als Nationalspieler hat es bekanntlich kein Kölner zum Turnier geschafft. Dafür sind einige Ex-FC-Profis dabei. Doch die Reise ist für den ein oder anderen auch schon wieder beendet.
Salih Özcan bei der WM (Foto: Jamie Squire/GettyImages)
Erst einmal zurück nach Köln, soll Salih Özcan der Weg nach der WM führen. Zumindest sagte der türkische Nationalspieler im Podcast von Jonas Hector und Fabian Köster, dass er nach dem Ausscheiden der Türkei nun erst einmal nach Hause wolle. Das Turnier in den USA, in Mexiko und Kanada verlief alles andere als glücklich für den Mittelfeldspieler. Nach den beiden durchaus überraschenden Niederlagen gegen Australien und Paraguay war der Weg bereits beendet. Der 3:2-Erfolg über Gastgeber USA war wohl nur wenig Balsam auf der geschundenen WM-Seele. Allerdings wurde Özcan in der Türkei anschließend für seine Leistung im letzten Spiel gelobt. Nach wie vor wird der Spieler mit Besiktas in Verbindung gebracht, der Vertrag ist bekanntlich ausgelaufen. Ein Wechsel nach Köln ist aktuell eher unwahrscheinlich.
Durchwachsene Leistungen der Ex-Kölner
Auch Ellyes Skhiri wurde zuletzt mit dem FC in Verbindung gebracht. Allerdings gibt es dafür keine belastbare Quelle. Der Mittelfeldspieler ist wohl einer der größten Enttäuschungen der WM. Der Mittelfeldspieler erwischte gleich mehrere rabenschwarze Tage, schied mit den Nordafrikanern sang- und klanglos ohne einen einzigen Punkt aus. Tunesien kassierte 2:12-Tore. Pluspunkte konnte Skhiri wahrlich nicht sammeln. Auch für Jens Castrop ist die WM beendet. Der Mittelfeldspieler scheiterte mit Südkorea als Gruppendritter. Drei Punkte waren am Ende zu wenig. Für die weiteren Ex-FC-Profis geht die Reise bei der WM aber noch weiter. Jhon Cordoba hat mit Kolumbien sogar den Gruppensieg eingefahren. Zwar hat der Ex-Stürmer der Geißböcke noch keinen Treffer erzielt, der 33-Jährige kam aber bereits zwei Mal zum Einsatz. So auch von Beginn an gegen Portugal. Am 4. Juli hat das Team um den Ex-Kölner die Chance, mit einem Sieg über Ghana das Achtelfinale zu erreichen. Da will auch Ismail Jakobs hin. Der gebürtige Kölner trifft mit Senegal auf Belgien. Auch Jakobs kommt schon auf zwei Einsätze bei der WM.
Keine Rolle spielte dagegen Dejan Ljubicic bislang. Dem nachnominierten Mittelfeldspieler blieb nur die Rolle des Zuschauers. Möglicherweise bekommt Ljubicic die Chance gegen Spanien am 2. Juli. Florian Wirtz ist bei der DFB-Auswahl gesetzt. Doch so richtig rund will es bei dem Spieler des FC Liverpool noch nicht laufen. Am Montag steht das Spiel gegen Paraguay auf dem Plan. Kerim Alajbegovic erzielte gegen Katar ein Traumtor. Der Offensivspieler trifft nun mit Bosnien auf den Gastgeber USA.
Auch in diesem Sommer verlassen offenbar einige Spieler den Verein, die Christian Keller verpflichtet hat. Tatsächlich bleiben kaum noch Akteure vergangener Tage. Und der aktuelle Geschäftsführer Sport der Geißböcke kann dem Kader seine eigenen Handschrift verleihen: Thomas Kessler geht seinen eigenen Weg beim 1. FC Köln.
Die Veränderungen des Kaders der Geißböcke führt unweigerlich zu einem neuen Gesicht der Mannschaft. Die Handschrift Thomas Kesslers wird immer deutlicher. Denn für die kommende Saison hat der 40-Jährige ordentlich aussortiert. Vor allem traf es dabei Spieler, die noch von Christian Kessler zum FC geholt wurden.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm / Getty Images)
Mit der 1:5-Niederlage gegen den FC Schalke 04 II endete Ende Mai die Zeit von Sargis Adamyan beim 1. FC Köln. Wohlgemerkt in der Zweitvertretung der Geißböcke in der Regionalliga West. Adamyan war im Sommer 2022 als vermeintlicher Königstransfer aus Hoffenheim an den Rhein geholt worden. Doch die Erwartungen erfüllte der Stürmer, der bekanntlich mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet wurde, nicht. Adamyan wurde zwischenzeitlich verliehen, spielte zuletzt in der Kölner „Reserve“, weil es keinen Abnehmer gab, der den Anforderungen des Spielers, vielleicht auch des Vereins entsprach. Und vermutlich auch, weil es keinen Abnehmer gab, der bereit war, das üppige Gehalt des Stürmers zu bezahlen. Dem Vernehmen nach gehörte der Angreifer zu den Besser-Verdienern beim FC. In vier Jahren lief der Armenier 60 Mal für den FC auf, erzielte vier Tore, bereitete sieben vor. Besonders beeindruckende Auftritte sind bei den meisten Fans wohl nicht in Erinnerung geblieben.
Kessler entledigt sich der Keller-Transfers
Adamyan wird gerne als sinnbildliches Beispiel hervorgeholt, wenn es um die eher magere Transferbilanz von Christian Keller geht. Es gibt noch weitere Einkäufe, die sich im Nachhinein als wenig effektvoll erwiesen haben. Zuletzt zum Beispiel Imad Rondic, der im Winter der vergangenen Saison zum FC kam, ebenfalls mit einem satten Vertrag ausgestattet wurde, ebenfalls die Erwartungen nicht hielt – weder in Köln, noch bei seinen Leihstationen in Rakow oder Münster. Trotz der Transfersperre hat Keller in seiner Amtszeit deutlich mehr als 20 Spieler nach Köln geholt. Zu den wirtschaftlich größten Erfolgen dürften dabei Linton Maina (ablösefrei) und Denis Huseinbasic (50.000 €) zählen. Eric Martel eigentlich auch, wäre der nicht gerade erst ablösefrei zum 1. FSV Mainz 05 gewechselt. Sonst gab es eben auch viel Leerlauf. Steffen Tigges, Nikola Soldo, Jacob Christensen – einige Spieler konnten die Erwartungen der Anhänger, vermutlich auch nicht des Vereins erfüllen. Nun ist Christian Keller bekanntlich nicht mehr für den FC tätig und Nachfolger Thomas Kessler entledigt sich nach und nach der Keller-Transfers.
Zuletzt sollen Imad Rondic und Jusuf Gazibegovic mitgeteilt bekommen haben, dass man in Köln auch in der kommenden Saison nicht auf sie setzt. Rasmus Carstensen, ein Rechtsverteidiger, bei dem sich Keller nach eigener Auskunft mit seinem Bauchgefühl intern gegen Skeptiker durchgesetzt habe, wird wohl bei Aarhus unterkommen. Die Liste der Spieler, die der Ex-Geschäftsführer zum FC geholt hat, ist mittlerweile sehr kurz. Für die kommende Saison stehen Stand jetzt mit Joel Schmied, Said El Mala, Linton Maina und Luca Waldschmidt vier von Keller verpflichtete Spieler im Profi-Kader. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich an dieser Zahl aber noch etwas verändert. Immerhin wird El Mala mit der Premier League und eine Ablöse von 50 Millionen Euro in Verbindung gebracht. Waldschmidt und Maina gelten als theoretische Wackelkandidaten.
Eigene Handschrift
Dabei sind die Veränderungen mehr als eine Umstrukturierung, die Kessler anstrebt, es ist eine Art Emanzipation. Der Ex-Keeper war zunächst Kellers Mann, arbeitete in einer Struktur, die Keller aufgebaut, und übernahm einen Kader, den Keller zusammengestellt hatte. Doch je länger Kessler in der Rolle des Sportchefs arbeitet, desto klarer wird: Er denkt den FC anders. Ruhiger, geduldiger, ohne das Bedürfnis, jeden Schritt laut zu erklären. Und mit einer Bereitschaft, Fehler – auch die seines Vorgängers – einfach zu korrigieren, ohne sie groß zu thematisieren. Und das eben nicht nur im Kader, sondern auch bei den Menschen, die diesen bestimmen. Von der einst festgeschriebenen Viererkette ist mittlerweile genauso selten die Rede, wie von einem durch alle Mannschaften hinweg festvorgeschriebenen Spielsystem. Auf dem Transfermarkt scheint ein überraschend neuer Weitblick zu existieren. Neue Märkte, neue Spieler, neue Strategie. Den von Keller genannten Weg zum Entwicklungsclub scheint der Ex-Keeper auf seine Weise zu interpretieren und hat dem FC eine andere wirtschaftliche Denke ermöglicht.
Zur Wahrheit gehört auch, dass Keller den FC mit seiner Spar-Philosophie durch eine sehr schwere Zeit manövriert hat – unabhängig davon, wer daran Schuld hatte. Viele von Kesslers Schritte wären so vielleicht nicht möglich gewesen. Doch Kessler hat in den vergangenen zwei Jahren sukzessive eigene Handschrift entwickelt. El Mala ohne Ausstiegsklausel zu verlängern, war seine Entscheidung. Kwasniok zu entlassen und Wagner zu befördern, war seine Entscheidung. Mit Evangelos Sbonias erneut auf starke Leute aus den eigenen Reihen zu setzen, hat der Ex-Keeper ebenfalls ein Zeichen gesetzt. Den Kader jetzt so konsequent umzubauen, ist seine Entscheidung. Er räumt auf – und er tut es ohne Kommentar, ohne Schuldzuweisung, ohne Drama. Er baut einfach seinen FC. Ob das der richtige Weg ist, wird sich zeigen. Denn die Zeit bis zum Saisonstart rennt und die großen Entscheidungen auf der Zugangsseite stehen noch aus.
Der FC ist auch in der vordersten Kette auf der Suche nach Verstärkung. Ein spannender Name ploppte am Samstag auf und könnte tatsächlich passen in die Planungen des 1. FC Köln: Ist Chido Obi der gesuchte Zielstürmer?
Ausgerechnet in den letzten Saisonspielen fehlte Ragnar Ache den Geißböcken. Der Stürmer offenbarte damit unfreiwillig eine Lücke, die bei der Kaderplanung gemacht wurde. Es fehlte ein Backup. Diese Lücke wollen die FC-Bosse schließen und sind tatsächlich an einer Verpflichtung von Chido Obi interessiert. Eine spannende Lösung…
Die 1:3-Niederlage gegen Newcastle United war besonders schmerzhaft. Ein einziger Punkt hätte an jenem Nachmittag im April gereicht, um die Meisterschaft perfekt zu machen. Doch die Red Devils unterlagen den Magpies. An Chido Obi lief die Begegnung weitestgehend vorbei. Der Stürmer hatte seine Schwierigkeiten, wurde zur Pause beim Stand von 0:2 ausgewechselt. Zwar verkürzte ManU, der erhoffte Punkt blieb aber aus. Dennoch blickt Obi auf eine insgesamt starke Saison zurück. Der 18-Jährige ist in der U21 von Manchester United Stammspieler, kam in 16 von 21 Begegnungen zum Einsatz, zehn Mal von Beginn an. Beim 4:1-Erfolg über Leicester im Februar erzielte der Angreifer alle vier Treffer und ergatterte damit die Nominierung zum Spieler der Premier League 2 im Februar. Dass Obi ein herausragender Fußballer ist, ist den internationalen Scouts nicht verborgen geblieben. Der Stürmer gilt als eins der ganz großen dänischen Talente und wurde in frühen Jahren bereits als „Wunderkind“ gefeiert. Kein Wunder also, dass der FC wirklich auf den Spieler aufmerksam geworden ist. Nach Informationen von come-on-fc.com können sich die Kölner Verantwortlichen eine Verpflichtung durchaus vorstellen.
Stärken im Abschluss, Schwächen in der Luft
Die Datenlage ist auf jeden Fall vielversprechend. So liegt der Stürmer mit seinen erzielten Toren deutlich über dem xGoals-Wert. Zudem sucht Obi oft den Abschluss, trifft mit mehr als jedem dritten Versuch. Mehr als die Hälfte seiner Abschlüsse geht auch auf den Kasten. Seine Treffer haben also durchaus mehr mit Qualität als mit Abschlussglück zu tun. Eine Fähigkeit, die schon früh auffiel. Bereits in jungen Jahren beim FC Arsenal zeigte der Angreifer seine beeindruckende Abschlussstärke. In der U16 der Gunners traf der Stürmer in einem Spiel gegen Liverpool zehn Mal, Arsenal setzte sich 14:3 durch. Anschließend, in der U18, war er gegen Norwich in einer Begegnung sieben Mal, gegen West Ham fünf Mal erfolgreich. In jener Spielzeit traf er in 17 Partien 32 Mal. Ganz Europa wollte den Stürmer. Unter anderem auch die Bayern. Arsenal lockte mit einem langen, dem Vernehmen nach lukrativen Vertrag, doch Obi entschied sich für Manchester United, eine der Talentschmieden im Juniorenbereich Englands. Und auch dort sorgte der Stürmer umgehend für Furore. 17 Treffer in 16 Spielen in der Premieren-Saison bei der U18.
FC als gute Adresse
Doch was macht den Spieler so stark? Mit mehr als 3,5 Ballberührungen in der gefährlichen Zone gehörte Obi in der abgelaufenen Spielzeit zu den Angreifern der Premier League 2, die sich selbst immer wieder in gute Positionen bringen. Die vier Abschlüsse pro Spiel sind ein ähnlich beeindruckender Wert, ligaweit Spitze. Das Talent weiß, wo das Tor steht, findet die passenden Räume, um gefährliche Abschlusspositionen zu nutzen. Für einen 18-Jährigen beweist Obi einen echten Stürmerinstinkt – und der ist ganz sicher nicht angelernt. Mit seinem Tempo schafft es der Däne aber auch immer wieder, nach Vertikalpässen hinter die letzte Kette zu kommen. Dass der 18-Jährige technisch stark ausgebildet ist, ist bei den Stationen des Ausbildung kein Wunder und lässt sich vielleicht an einem überraschenden Wert ablesen. Denn nahezu jeder seiner langen Bälle kommt auch beim Mitspieler an. Eine Qualität, die ein Mittelstürmer aber nicht zwingend mitbringen muss und Angreifer in diesem Ausmaß auch so gut wie nie mitbringen.
Doch Obi offenbart auch einige Entwicklungsfelder, an denen der Angreifer noch arbeiten muss. Der Däne gewinnt beispielsweise im Schnitt nur einen von drei Luftzweikämpfen. Für einen Mittelstürmer, der über Physis kommt und mit 1,88 Metern zu den größeren Spielern der Mannschaft gehört, ein erstaunlich schwacher Wert. Obi ist zudem ein klassischer Stürmer. Mit Tempo über die Außen, ins Dribbling gehen, diese zu gewinnen, gehört jedenfalls nicht zu den Stärken des Angreifers. Genauso wenig glänzte Obi bislang als der große Vorlagengeber. Diese Schwächen sind bei einem 18-Jährigen keine Überraschung und kein Ausschlusskriterium – sie zeigen aber, dass Obi ein sehr spezifisches Profil hat: Strafraum, Abschluss, Volumen. Bei Manchester United hält man große Stücke auf den Stürmer, würde ihm aber zu gerne mehr Spielpraxis auf höherem Niveau ermöglichen. Der FC scheint aus Sicht der Red Devils eine gute Adresse, immerhin hat es bei Jahmai Simpson-Pusey auch geklappt. Allerdings wird es Obi gegen Ragnar Ache nicht leicht haben, sich durchzusetzen.
Beim FC gilt der Torhüter als unumstritten – und das wird er wohl auch bleiben. Denn die aktuelle Kadersituation offenbart zwar so manche Baustelle, im Tor wird Thomas Kessler aber wohl keine Vakanz ausmachen. Ein Blick auf die Zahlen, seine Bedeutung für die Mannschaft und die Überlegung, ob ein echter Herausforderer guttäte beim 1. FC Köln: Marvin Schwäbe ist unumstritten, aber nicht fehlerfrei.
Zweifelsfrei war Marvin Schwäbe der große Rückhalt zwischen den Pfosten in der abgelaufenen Saison. Der Keeper ist unumstritten, allerdings nicht fehlerfrei. Ein Grund, sich auf dem Transfermarkt nach einem Herausforderer umzugucken, ist dies aber bei weitem nicht. Und so bleibt die Position des Keepers eine, um die sich Thomas Kessler dieser Tage wohl keine Sorgen machen dürfte.
Selbst im Urlaub denkt Marvin Schwäbe offenbar an den 1. FC Köln. Zumindest ließ es sich der Keeper der Geißböcke nicht nehmen, vor einigen Tagen eine kleine Grußbotschaft Richtung Heimat zu schicken. So forderte der Keeper über den Social-Media-Account der Geißböcke die User zum Tippspiel beim FC auf. In zwei Wochen wird dann der komplette Fokus wohl wieder auf Köln liegen. Am 13. Juli startet die Mannschaft von René Wagner in die Vorbereitung auf die neue Saison, am Wochenende zuvor steht schon die Leistungsdiagnostik an. Dass Schwäbe daran teilnehmen wird, scheint eigentlich klar. Eigentlich, weil es zuletzt immer wieder mal Gerüchte über einen möglichen Abschied des Torhüters gab. Hintergrund: Der Keeper war offenbar aktiv anderen Vereinen angeboten worden. Möglicherweise, weil eine Vertragsverlängerung noch aussteht. Wie die Bild zuletzt berichtete, würde das aufgrund einer Klausel aber mit dem Erreichen von etwa 20 Ligaspielen automatisch passieren.
Beachtliche Werte und Verbesserungspotenzial
Die FC-Bosse verspüren also keinen Druck, möglichst schnell zu verlängern, sehen aber auch keine Notwendigkeit, sich anderweitig umzuschauen. Andere Vakanzen haben da Vorrang und man ist zufrieden mit den Leistungen des Torhüters. Das hat gute Gründe. Im Spielaufbau gehört der 31-Jährige zum Beispiel zur absoluten Bundesliga-Spitze. Mit einer Quote von 82,32 Prozent angekommener progressiver Pässe lag er ligaweit in der abgelaufenen Saison nur knapp hinter Spitzenreitern wie Ex-FC-Keeper Jonas Urbig und Wolfsburgs Kamil Grabara — deutlich vor etablierten Größen wie Nationalkeeper Oliver Baumann oder dem langjährigen Freiburg-Schlussmann Noah Atubolu. Für einen modernen Torhüter, der zunehmend als erster Spieleröffner verstanden wird, ist das ein beachtlicher Wert. Zudem gehört Schwäbe auf der Linie zu den stärksten Torhütern der Liga. Gerade im Eins-gegen-Eins gibt es nur wenige Torhüter, die mit dem 31-Jährigen mithalten können. Schwäbe bleibt lange stehen, macht sich groß und verhinderte in der Saison so einige Gegentore. Auch die Reflexe sind stark.
Was sich zudem statistisch nicht einfangen lässt, ist der Wert in der Mannschaftshierarchie. Schwäbe ist Kapitän. Eine Rolle, die über reine Zahlen hinausgeht — als Führungsspieler in der Kabine, als Stimme nach außen, als jemand, der eine junge Mannschaft durch eine Saison trägt. Auf der anderen Seite ist der Keeper aber nicht komplett. Rein statistisch gibt es durchaus Defizite. Und das bei den klassischeren Torhüter-Werten. Die Fangquote liegt bei 60,38 Prozent — der zweitschlechteste Wert aller in der aktuellen Erhebung erfassten Bundesliga-Torhüter, nur knapp vor Kauã Santos von Eintracht Frankfurt. Auch die Gegentor-Bilanz ist alles andere als hervorragend: 63 Gegentore bei einem erwarteten Wert von rund 55 — ein Unterschied, der schon ins Gewicht fällt, aber eben auch nicht nur an Schwäbe hängt. Der Keeper ist zurecht unumstritten, doch offenbaren die Daten, das es durchaus Verbesserungspotenzial gibt.
Und so stellt sich durchaus die Frage, ob dem Keeper ein Herausforderer gut tun würde. Zweifelsfrei ist Ron-Robert Zieler einer der besten zweiten Torhüter der Liga. Er ist aber eben auch als Nummer zwei klar deklariert. Abgesehen von der Episode mit Jonas Urbig hatte Schwäbe beim FC eigentlich nie einen direkten Konkurrenten. Auch, wenn es mit Timo Horn zeitweilig anders kommuniziert wurde. In zwei Wochen startet die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Schwäbe wird zwischen den Pfosten stehen. Daran besteht nur wenig Zweifel.
Kommt der Transfermarkt beim FC nun auch auf der Zugangsseite in Gang? Der 1. FC Köln soll an Chido Obi interessiert sein. Der Stürmer steht aktuell bei Manchester United unter Vertrag. Dem Vernehmen nach wurden Gespräche bereits aufgenommen.
In gut zwei Wochen fängt für den FC die Vorbereitung auf die neue Saison an. Dabei ist nicht klar, mit welcher Mannschaft die Kölner auflaufen werden. Es fehlen Zugänge. Nun könnte ein wenig Schwung in die Angelegenheit kommen. Denn der FC wird in Verbindung mit einem Stürmer von Manchester United gebracht. Angeblich befinden sich die Clubs über Chido Obi im Austausch.
Chido Obi von Manchester United (Foto: Alex Livesey/Getty) Images)
Er ist 18 Jahre alt, dänischer Junioren-Nationalspieler, kommt auf einen Marktwert von fünf Millionen Euro und steht offenbar auf der Liste des 1. FC Köln. Das berichtet der britische Transferexperte Pete O’Rourke. Demnach befinden sich der FC und Manchester United bereits in Gesprächen über eine Leihe des Angreifers. Bei den Red Devils erhofft man sich mehr Spielpraxis für den Stürmer. Der 18-Jährige stand bei ManU zwar bereits im Kader der Profis, doch zum Einsatz kam der Angreifer nicht. Sein Profi-Debüt feierte der Spieler im Februar 2025 gegen Tottenham Hotspur. Vor allem aber kam Obi in diversen Nachwuchsmannschaften zum Einsatz. So für die U21 in der Premier League 2. Dort erzielte der Däne in 24 Spielen elf Tore. Im Sommer 2022 wechselte der Spieler von Kopenhagen in die Nachwuchsabteilung des FC Arsenal. Von dort ging es nach kurzer Unterbrechung zu den Red Devils. Dort gilt der Angreifer als eins der größten Offensivtalente. Mit seinen 18 Jahren ist er bereits jetzt U21-Nationalspieler Dänemarks.
Leihgeschäft mit Obi?
Pete O’Rourke gilt als renommierter Transferjournalist, der unter anderem für footballinsider schreibt. Wie der Experte weiter berichtet genieße der Spieler bei ManU hohes Ansehen. Obi würde in das Bild passen, das sich beim FC in den vergangenen Wochen abzeichnet. Die Kölner scheinen bewusst auf den englischen Markt zu schielen. Mit Jahmai Simpson-Pusey von Manchester City haben die Kölner zuletzt absolut richtig gelegen. Bei Obi könnten sich die FC-Bosse eine ähnliche Entwicklung erhoffen. Bei den vergangenen Leihkonstrukten hatte Thomas Kessler immer wieder Kaufoptionen vereinbaren können. Diese zog der FC bekanntlich bei Jahmai Simpson-Pusey. Dadurch haben die Kölner schon jetzt einen wirtschaftlichen Erfolg erzielt. Auch bei Obi wäre eine Leihe wohl die einzige Möglichkeit, den Angreifer unter Vertrag zu nehmen. Der Marktwert liegt bei fünf Millionen Euro. Über die Länge des Vertrags gibt es keine Angaben.
Mit der Nachnominierung des Kölner Talents ist und auch der FC bei der U19-EM vertreten. Luis Stapelmann reist zur U19-Europameisterschaft nach. Bereits am Sonntag startet die Gruppenphase des Turniers.
Nachdem bei den Profis eine Nominierung für die deutsche DFB-Elf zwar heiß diskutiert wurde, blieb eine Berufung bekanntlich am Ende doch aus. Doch der 1. FC Köln bekommt im Sommer 2026 doch noch seinen deutschen Nationalspieler. Mit Luis Stapelmann reist ein FC-Talent zur U19-EM nach Wales.
Luis Stapelmann von der U19 des 1. FC Köln (Foto: Fabio Deinert/Getty Images)
Was bei den Profis in diesem Jahr so gar nicht klappen wollte, schafft nun ein U19-Spieler des 1. FC Köln. Luis Stapelmann wird in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Der Abwehrspieler aus dem Kölner Nachwuchs wurde am Freitag für die U19-Europameisterschaft nachnominiert und wird heute zum Team reisen. Das Talent ist beim FC Stammspieler, stand in den Duellen zur deutschen A-Junioren Meisterschaft immer über die volle Spielzeit auf dem Platz. Auch in der Liga war Stapelmann der Rückhalt der Kölner Verteidigung. Nun startet für den 19-Jährigen bereits am Sonntag die U19-Europameisterschaft in Wales. Mit dem Team von Trainer Christian Wörns trifft die DFB-Auswahl zunächst in der Gruppenphase auf Dänemark. Das Duell wird um 21 Uhr angepfiffen. Drei Tage später, am 1. Juli (21 Uhr) muss sich die Mannschaft dann gegen Gastgeber Wales beweisen, bevor am Samstag, den 4. Juli um 15 Uhr die Partie gegen Spanien auf dem Plan steht.
„Wir gehen Schritt für Schritt vor“
Das Turnier ist gleich in mehrfacher Hinsicht spannend. Denn neben dem zu gewinnenden EM-Titel steht auch die Qualifikation für die U20-WM 2027 in Aserbaidschan und Usbekistan auf dem Spiel. Die besten vier Mannschaften qualifizieren sich dafür. „Unser Ziel ist es, mindestens das Halbfinale zu erreichen. Ab dem Halbfinale ist grundsätzlich alles möglich“, blickt U19-Trainer Wörns auf das Turnier voraus. „Dann braucht man auch ein wenig Spielglück. Mit dem Halbfinaleinzug wäre gleichzeitig die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr ein großer Erfolg. Wir gehen Schritt für Schritt vor.“ Mit Stapelmann ist nun auch der FC personell mit von der Partie. Die Spiele der deutschen Elf werden live bei DFB-TV übertragen.
Der 1. FC Köln blickt auf ein bislang ruhiges Transferfenster. Acht Abgänge und mit Jakub Kaminski, Tom Krauß und Jahmai Simpson-Pusey drei festverpflichtete Leihspieler stehen bislang bei den bisherigen Bewegungen. Bei den anderen Bundesligisten ist im Vergleich schon mehr Betrieb auf dem Markt. So agiert die Konkurrenz des 1. FC Köln auf dem Transfermarkt.
Weitere Zugänge hängen beim FC bekanntlich besonders von potenziellen Verkäufen ab. Denn die Millionen von einem Deal um Jakub Kaminski und Said El Mala eröffnen den Geißböcken ganz andere Möglichkeiten. Die Konkurrenz ist da schon weiter.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm / Getty Images)
Nach der festen Verpflichtung von Sheraldo Becker legten die Mainzer mit den beiden ablösefreien Zugängen Eric Martel und Ransford Königsdörffer sowie Fabio Gruber aus Nürnberg nach. Auf der Abgangsseite gingen Tom Krauß fest nach Köln, Nicolas Veratschnig zu Salzburg, Daniel Batz nach Gladbach und Stefan Posch sowie Armindo Sieb nach ihren Leihen zurück zu ihren Stammvereinen. Zudem wurden die Verträge von Maxim Leitsch und Niklas Tauer nicht verlängert. Der Abgang von Posch ist für Mainz ein herber Verlust. Der Österreicher gehörte in der Rückrunde zum Stammpersonal in der Innenverteidigung und hatte einen großen Anteil am Klassenerhalt der Mainzer. Der FSV will versuchen, Posch fest zu verpflichten und somit die Kaderplanung vorerst abzuschließen.
Ausgaben: 5 Millionen – Einnahmen: 7 Millionen
1. FC Union Berlin
Bei Union Berlin gab es in den ersten Wochen des Transferfensters hauptsächlich Bewegung im Defensivbereich. Mit den beiden ablösefreien Spielern Diogo Leite und Danilo Doekhi sowie Stanley Nsoki, der nach seiner Leihe nach Hoffenheim zurückkehrt, verließen gleich drei Innenverteidiger die Hauptstädter. Zudem wurde auch der Vertrag mit Alex Kral nicht verlängert. Um die freien Plätze in der Abwehr zu besetzen, blickte Union auf den Markt der ablösefreien Spieler und verpflichtete mit Marvin Friedrich von Borussia Mönchengladbach und Zeno van den Bosch zwei Akteure zum Nulltarif. Trotzdem ist die Arbeit in der letzten Reihe noch nicht abgeschlossen. So möchte Union noch einen weiteren Defensivspieler unter Vertrag nehmen und sich dadurch auch in der Breite verstärken.
Ausgaben: – Einnahmen: –
Borussia Mönchengladbach
Die Fohlen haben schon richtig zugeschlagen. Mit Isac Lidberg, David Herold, Zento Uno, Yukhym Konoplya, Enzo Leopold und Daniel Batz sowie dem festen Wechsel von Leihspieler Hugo Bolin nahm Gladbachs Head of Sports bislang gleich sieben Spieler fest unter Vertrag. Allerdings war dies auch notwendig. Neben Rocco Reitz, Marvin Friedrich, Winsley Botelli, Shio Fukuda und Jonas Omlin verließen auch die ausgeliehenen Haris Tabakovic, Yannik Engelhardt, Alejo Sarco und Kota Takai den Verein. Doch die Arbeit am Borussia-Park ist noch nicht vorbei. Sollten Joe Scally, Franck Honorat und Nico Elvedi den Verein noch verlassen, dürfte sowohl in der Abwehr als auch auf der rechten Offensivseite noch einmal nachgelegt werden.
Ausgaben: 9 Millionen – Einnahmen: 21 Millionen
Hamburger SV
Der Hamburger SV musste in diesem Sommer schon einige namhafte Abgänge hinnehmen. Mit Damion Downs, Luka Vuskovic, Fabio Vieira und Giorgi Gocholeishvilli verließen gleich vier Profis den Verein aufgrund auslaufender Leihgeschäfte. Zudem verloren die Rothosen neben Lukasz Poreba, der nach seiner Leihe fest nach Elversberg wechselte, auch Ransford Königsdörffer. Der Angreifer ging nach Jahren in Hamburg ablösefrei nach Mainz. Auf der Zugangsseite war der HSV bislang zurückhaltend. Mit Kofi Amoako wechselt ein spannender Mittelfeldspieler in den Norden. Zudem wurde Albert Gronbaek nach seiner Leihe fest unter Vertrag genommen. Der HSV ist noch gefühlt auf jeder Position auf der Suche nach Verstärkungen und benötigt diese aufgrund der schmerzhaften Abgänge.
Ausgaben: 6 Millionen – Einnahmen: 1,5 Millionen
Werder Bremen
Genau wie der Rivale Hamburg, musste auch Werder Bremen mit Yuki Sugawara, Cameron Puertas, Victor Boniface, Maximilian Wöber, Jovan Milosevic und Isaac Schmidt einige Leihspieler verabschieden. Zudem wurde der Vertrag mit Leonardo Bittencourt nicht verlängert, der ablösefrei zu Energie Cottbus wechselte. Der bitterste Abgang fand jedoch im Tor statt. Stammkeeper Mio Backhaus schloss sich dem SC Freiburg an, brachte den Bremern mit zwölf Millionen Euro eine Stange Geld. Die freie Position im Kasten schlossen die Werderaner mit der Festverpflichtung von Karl Hein. Zudem kamen mit Cedric Itten, Chuki und Kenny Quetant drei Offensivkräfte ablösefrei zum SVW. Mit Lasse Günther von Elversberg soll in den kommenden Wochen ein weiterer Linksverteidiger unter Vertrag genommen werden. Die größte Frage bei Bremen ist aktuell die Personalie Jens Stage. Der Mittelfeldspieler würde gern zur TSG 1899 Hoffenheim wechseln. Bremen hat bislang jedoch jedes Angebot der Hoffenheimer abgelehnt. Sollte der Transfer doch noch über die Bühne gehen, müsste Werder die Ablöse in einen adäquaten Ersatz investieren.
Ausgaben: 3 Millionen – Einnahmen: 12 Millionen
Schalke 04
Die Königsblauen haben mit Satoshi Tanaka von Fortuna Düsseldorf und Junior Adamu vom SC Freiburg schon zwei spannende Spieler verpflichtet. Dazu befindet sich Schalke in intensiven Gesprächen über eine Leihe von Innenverteidiger Igor Julio von Brighton sowie einen festen Transfer von Dina Junior Ebimbe von Eintracht Frankfurt. Mit Henning Matriciani und Christopher Antwi-Adjei verließen zwei Akteure den Verein aufgrund eines auslaufenden Vertrags. Zudem kehrten Torwart Kevin Müller und Linksverteidiger Moussa Ndiaye zu ihren Stammvereinen zurück. Besonders der Abgang von Ndiyae schmerzt. Der 24-Jährige etablierte sich schnell als Leistungsträger. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Schalke Ndiaye gern behalten würde. Klappt der Transfer, hat Schalke schon einige Hausaufgaben erledigt. Sollte Edin Džeko sich dafür entscheiden, seine Karriere zu beenden, müsste Schalke im Sturm definitiv noch einmal nachlegen.
Ausgaben: 2 Millionen – Einnahmen: –
SC Paderborn 07
Mit Luka Duric, Jano ter Horst, Albert Millgramm, Timur Gayret, Tom Baack, Clemens Lippman, Nyamekye Awortwie-Grant und Martin Ens haben die Ostwestfalen schon acht Spieler unter Vertrag genommen und damit so viele wie keine andere Mannschaft. Allerdings kommen alle Neuzugänge aus unteren Ligen und haben bislang noch keine oder erst wenig Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt. Besonders schmerzhaft sind die Abgänge von Calvin Brackelmann, der ablösefrei zum FC Augsburg geht, und Dennis Seimen, der nach seiner Leihe zum VfB Stuttgart zurückkehrt. Bei der Suche nach einem Nachfolger für Seimen zwischen den Pfosten ist der SCP wohl bei Hoffenheim fündig geworden. So soll Nahuel Noll die neue Nummer eins beim Team von Trainer Ralf Kettemann werden.
Ausgaben: 0,5 Millionen – Einnahmen: –
SV Elversberg
Die ELV hat neben der Festverpflichtung von Lukasz Poreba vom Hamburger SV zwei hochspannende Spieler zu sich gelotst. Mit Maurice Krattenmacher, der fest vom FC Bayern kommt, und Francis Onyeka, der von Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen wurde, haben die Elversberger zwei Spieler bekommen, die ihre Qualität in der zweiten Liga schon gezeigt haben und nun den nächsten Schritt machen wollen. Nun wurde auch Noah Darvich vom VfB Stuttgart geliehen. Mit Bambase Conte und Immanuel Pherai verließen zwei Leihspieler den Verein, die einen großen Anteil am Aufstieg hatten. Elversberg dürfte die Ohren auf jeder Position weiter offenhalten und schauen, ob man vielleicht den ein oder anderen Profi holen kann, der bereits Erfahrung in der Bundesliga sammeln konnte.
Der 1. FC Köln hat die Zukunft des 21-Jährigen langfristig gesichert. Jaka Cuber Potocnik verlängert beim 1. FC Köln. Der Stürmers unterschreibt einen neuen Vertrag bei den Geißböcken und kehrt gleichzeitig für eine weitere Saison zu Rot-Weiss Essen zurück, wo er bereits in der vergangenen Spielzeit auf Leihbasis aktiv war.
Die langfristige ist Zukunft gesichert, die nächste Station bekannt: Der 1. FC Köln verlängert den Vertrag mit Jaka Cuber Potocnik und leiht den Stürmer erneut an Rot-Weiss Essen aus. Für den 21-Jährigen ist es die Chance, dort anzuknüpfen, wo er aufgehört hat und als Stammspieler in einem Team mit Ambitionen zu wachsen.
Jaka Potocnik verlängert beim 1. FC Köln seinen Vertrag.
In Essen war Potocnik zuletzt immer mehr zum Faktor geworden. In den entscheidenden Relegationsspielen gegen die SpVgg Greuther Fürth, stand er in der Startelf. RWE scheiterte allerdings am Aufstieg in die zweite Bundesliga. Dennoch ein Zeichen, das Technischer Direktor Lukas Berg bewusst hervorhebt: „Gerade gegen Ende der letzten Spielzeit hat Jaka dort eine stabile Entwicklung genommen und stand als Leihspieler in den entscheidenden Relegationsspielen in der Startaufstellung. Das zeigt wiederum den Stellenwert, den sich Jaka in Essen erarbeitet hat“, so Berg.
Ein langer Weg mit Hindernissen
Potocnik kam im Januar 2022 als Teenager aus Slowenien in die U19 des 1. FC Köln. Der Beginn seiner Kölner Zeit verlief alles andere als reibungslos: Eine Sperre durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS legte ihn bekanntlich für vier Monate lahm. Trotzdem arbeitete er sich durch die Nachwuchsabteilung und kommt auf 35 Einsätze für die U19 mit 23 Toren. Zudem stehen weitere 35 Pflichtspiele für die U21 mit 15 Treffern zu Buche. Im September 2024 folgte das Profidebüt im Heimspiel gegen den Karlsruher SC.
Dass der 1. FC Köln nun langfristig verlängert, ist kein Automatismus, sondern eine klare Positionierung. Berg macht das deutlich: „Diese Verlängerung zeigt gegenseitiges Vertrauen und die Überzeugung in Jakas Fähigkeiten. Das kommende Jahr wird ein wichtiges für seinen nächsten Entwicklungsschritt.“
Essen als bewusste Wahl
Die erneute Leihe zu RWE ist dabei keine Verlegenheitslösung, sondern eine gemeinsame Entscheidung. Potocnik kennt das Umfeld, hat sich dort Respekt erarbeitet und soll bei einem ambitionierten Drittligisten weiter reifen. „Ich kenne das Umfeld in Essen schon sehr gut und bin hochmotiviert, mit dem Team die gute letzte Saison zu bestätigen“, sagt der sechsfache slowenische U21-Nationalspieler. Die Botschaft an den 1. FC Köln formuliert er dabei fast schon automatisch: „Der 1. FC Köln hat mich seit meinem Wechsel auch in schwierigen Zeiten immer maximal unterstützt. Das möchte ich zurückzahlen.“
Die Pläne für die Sommervorbereitung der Geißböcke werden konkreter. Neben dem anstehenden Trainingslager in Kitzbühel Ende Juli steht für die Mannschaft von René Wagner ein Highlight-Testspiel fest. Der 1. FC Köln testet gegen Real Sociedad San Sebastian.
Die Spieler befinden sich noch in der Sommerpause, die Mannschaft für die kommende Spielzeit steht noch nicht, doch der Rahmen der Vorbereitung bekommt immer mehr Konturen. Der erste Auftritt im Müngersdorfer Stadion findet vor Beginn der Pflichtspiel-Saison statt.
Am 8. August 2026 steht um 15:30 Uhr der erste Termin im Kölner Stadion für die Geißböcke an. Dann ist mit Real Sociedad San Sebastian der viermalige Pokalsieger Spaniens zu Gast. Bevor das Team von FC-Trainer René Wagner vor Beginn der Pflichtspielsaison gegen die Spanier aufläuft, wird sich das Gesicht der Kölner wohl noch deutlich verändern. Denn bis auf die drei fest verpflichteten Leihen sowie die Abgänge, hat sich noch nicht viel getan auf der Zugangsseite der Profis. Der 1909 gegründete Club gehörte zu den Gründungsmitgliedern der spanischen Primera División und etabliert sich in den vergangenen Jahren zunehmen in der Liga. Neben Barcelona und Madrid schloss Real Sociedad die Liga zwischen 2020 und 2024 auf einem der sechs oberen Plätze ab. Somit sammelte der Verein auch Erfahrung im europäischen Wettbewerb.
In den beiden vergangenen Jahren lief es durchwachsener. San Sebastian ordnete sich im Mittelfeld der spanischen Tabelle ein, spielte aber erfolgreich im Pokal. So gewann die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo vergangenen März das Halbinale gegen Athletic Bilbao und belohnte sich im Finale gegen Atlético Madrid mit dem Pokalsieg. Nun steht der Test gegen die Geißböcke im Highlight-Testspiel der Sommervorbereitung 2026 an. Tickets sind für Mitglieder bereits ab kommenden Montag den 29.6. ab 10 Uhr im FC-Ticketshop erhältlich. Der offizielle Vorverkauf beginnt dann einen Tag später.
Terminkalender Sommer 2026
Auch im Trainingslager in Kitzbühel wird es einen Test geben. Termin und Gegner sind noch nicht veröffentlicht.
Trainingsauftakt: 13. Juli Testspiel Bergisch Gladbach: 23. Juli Trainingslager Kitzbühel: 24. bis 31. Juli Saisonauftakt: 1. August Testspiel San Sebastian: 8. August 1. Runde DFB-Pokal/Würzburger Kickers: 24. August (18 Uhr) Bundesliga-Start: 28. bis 30. August
Nach der abgeschlossenen Rekord-Saison arbeiten die Fußballerinnen der Geißböcke weiter mit Hochdruck an dem Kader für die kommende Spielzeit: Der 1. FC Köln verpflichtet Laureta Elmazi. Die 23-Jährige Offensivspielerin hat bis 2029 unterschrieben.
Bei den Frauen des 1. FC Köln zeichnet sich immer mehr der Kader für die kommende Spielzeit ab. Nach den zahlreichen Vertragsverlängerungen noch während der Saison gibt es nun bereits die zweite Neuverpflichtung. Laureta Elmazi verstärkt den FC.
Laureta Elmazi unterschreibt bei den FC-Frauen (Foto: 1. FC Köln)
Teil’ diesen Beitrag mit deinen Freunden:
Der Kader der Frauen des 1. FC Köln füllt sich. Am Freitagmittag gab der Verein einen weiteren Zugang bekannt. Laureta Elmazi wechselt von der SGS Essen zum FC und wird mit ihren 23-Jahren die Offensive verstärken. Bislang kommt Elmazi auf 88 Bundesligaspiele und erzielte elf Tore. Mit Essen wurde die Spielerin mit den B-Juniorinnen 2019 Deutsche VizemeisterinIm und stieg durch ihre Leistungen bis in die erste Mannschaft auf. Im DFB-Pokal gelangen ihr in zehn Partien zwei Treffer. Die 23-Jährige hat aber auch internationale Erfahrungen gesammelt. Von der U19 bis zur U23 war sie Teil der Nationalmannschaften der DFB-Juniorinnen, mit der U20 Deutschlands reiste sie nach Costa Rica und nahm an der Weltmeisterschaft 2022 teil. Zuvor bekam Elmazi bei der U19 des DFB bei der Europameisterschaft in Tschechien Einsatzzeit. Nun schließt sich Elmazi dem FC an und unterschreibt einen Kontrakt bis 30. Juni 2029.
Elmazi soll die Mannschaft „nachhaltig verstärken“
Im März des Jahres zog sich die Spielerin eine Knieverletzung zu und arbeitet derzeit an ihrem Comeback. „Wir sind von Laureta Elmazis sportlichen Qualitäten voll überzeugt und standen bereits vor ihrer Verletzung in intensivem Austausch mit ihr“, so Nicole Bender-Rummler, Direktorin Frauen- und Mädchenfußball. „Sie zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit im Offensivbereich aus, kann sowohl im Sturmzentrum als auch auf den Flügelpositionen eingesetzt werden und überzeugt mit ihrer Dynamik, ihrer Durchsetzungsfähigkeit sowie ihrem ausgeprägten Gespür für Räume im vertikalen Spiel.“ Diese Qualitäten soll Elmazi beim FC einbringen und ausbauen. „Gleichzeitig sehen wir in ihr noch großes Entwicklungspotenzial. Wir werden Laureta auf ihrem Weg zurück vollumfänglich begleiten und freuen uns darauf, sie nach ihrer Genesung in unserem Team begrüßen zu dürfen. Wir sind überzeugt, dass sie unsere Mannschaft nachhaltig verstärken wird“, so Bender-Rummler weiter.
Die gebürtige Düsseldorferin blickt positiv auf ihre kommende Aufgabe: „Ich freue mich unglaublich, künftig für den 1. FC Köln auflaufen zu dürfen. Die Gespräche mit dem Verein haben mir von Anfang an ein sehr gutes Gefühl gegeben und ich bin überzeugt, hier den nächsten Schritt in meiner Entwicklung machen zu können“, sagt Laureta Elmazi. „Dieses Vertrauen bedeutet mir besonders viel, gerade in einer Zeit, in der ich aufgrund meiner Knieverletzung hart an meinem Comeback arbeite. Umso motivierter bin ich, alles dafür zu geben, um so schnell wie möglich wieder auf dem Platz zu stehen und gemeinsam mit dem FC erfolgreich zu sein.“