Wunschtransfer geplatzt: Abubacarr Sedi Kinteh wechselt nicht zum 1. FC Köln

Abubacarr Sedi Kinteh soll sich mit den Kölnern bereits einig sein
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Wunschtransfer geplatzt: Abubacarr Sedi Kinteh wechselt nicht zum 1. FC Köln

Der FC muss wohl einen weiteren Rückschlag auf dem Transfermarkt hinnehmen. Es gibt offenbar eine Absage an den 1. FC Köln: Der Wunschtransfer von Abubacarr Sedi Kinteh ist wohl geplatzt. Der Spieler hat sich für einen anderen Club entschieden.

Lange galt er als möglicher Wunschtransfer. Ein möglicher Wechsel zum FC stand in Raum, schien aber an Bedingungen geknüpft zu sein. Darüber brauchen sich die Kölner nun wohl keine Gedanken mehr zu machen. Denn Abubacarr Sedi Kinteh wechselt nach Saudi Arabien. Das berichtet mit „iTromsø“ eine sehr seriöse Quelle.

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Der FC soll an dem schnellen Innenverteidiger schon seit einiger Zeit interessiert gewesen sein. Insgesamt drei Mal haben die Kölner ein Angebot unterbreitet, zuletzt sollen die Geißblöcke bereit gewesen sein, rund sechs Millionen Euro zu überweisen. Doch aus dem Deal wird nichts. Wie „iTromsø“ berichtet, steht der Abwehrspieler unmittelbar vor einem Wechsel nach Saudi Arabien. Offenbar ist Al Ahli SC bereit, den Spieler zu verpflichten. Die Ablösesumme soll demnach bei 70 Millionen Norwegischen Kronen (also rund 6,4 Millionen Euro) plus Bonuszahlungen liegen. Für den norwegischen Erstligisten wäre das ein absoluter Rekordtransfer. Tatsächlich wird Kinteh wohl in der kommenden Woche den Medizincheck in Saudi Arabien absolvieren. Dann soll er einen Vertrag bis 2031 bei dem Club unterschreiben. Auch die norwegische Zeitung verweist auf das Interesse der Geißböcke, die demnach ebenfalls noch einmal ein weiteres Angebot einreichen wollten. Am Abend bestätigte auch „Sky“ den Bericht des lokalen Mediums.

Auch andere Clubs im Rennen

Zuletzt hatte noch Transfer-Experte Rudy Galetti berichtet, dass ein möglicher Transfer der Kölner an einem Verkauf von Said El Mala geknüpft sei. Auch „Sky“ hatte eine ähnliche Bedingung ins Spiel gebracht. Demnach wollten die Kölner nur einen der beiden Spieler verpflichten. Nach Informationen von come-on-fc.com gab es aber nach wie vor den Gedanken, den Spieler unter Vertrag zu nehmen. Nur waren nach und nach weitere Clubs in das Bieten um den Spieler eingestiegen. Zuletzt auch Leeds United und Trabzonspor. Den Zuschlag hat nun ganz offensichtlich Al Ahli erhalten. Für den FC ein Dämpfer. Nach wie vor steht auf der Seite der „Neuverpflichtungen“ nicht ein Spieler. Immerhin haben die FC-Bosse drei Kaufoptionen gezogen. Und dafür rund 14 Millionen Euro ausgegeben. Dem Vernehmen nach wollen die Kölner auch weiterhin auf der Position des Innenverteidigers nachrüsten. Zudem sollen mindestens noch ein Sechser, zwei Linksverteidiger und ein Stürmer geholt werden. Vermutlich werden aber noch weitere Lücken gestopft.

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Ausbau am Geißbockheim – Das sagt Philipp Türoff: „Der 1. FC Köln will nicht ein Rechtsstreit gewinnen, der 1. FC Köln möchte Fußball spielen“

Geißbockheim-Gelände des 1. FC Köln
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Ausbau am Geißbockheim – Das sagt Philipp Türoff: „Der 1. FC Köln will nicht ein Rechtsstreit gewinnen, der 1. FC Köln möchte Fußball spielen“

Es wird wohl die Unendliche Geschichte Kölns. Der Ausbau des Trainingszentrums der Geißböcke rückt wieder in weite Ferne, nachdem die für Donnerstag geplante Verhandlung vor dem OVG Münster abgesagt wurde. Ein Dämpfer für den 1. FC Köln: Das sagt Philipp Türoff zum Ausbau des Geißbockheims.

Es ist ein weiterer Rückschlag im Geißbockheim-Streit und es ist das nächste Kapitel der unendlichen Geschichte rund um den erhofften Ausbau. Am Donnerstag sprach Philipp Türoff über den Stand, die verschobene Verhandlung und das weitere Vorgehen.

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Das Sagt Philipp Türoff…

… zur Absage des Verhandlungstermins:
“Die Information traf uns wirklich völlig überraschend. Das Thema ist schon lange zäh, da haben wir schon viele Ups und Downs gehabt. Aber dass jetzt am Abend vor so einem Termin eine Absage kommt, da habe ich mit dem besten Willen nicht mit gerechnet. Letztendlich muss man in der Frage mit allem rechnen. Da ist jetzt aber auch keine Welt zusammen gebrochen, da es in dieser Frage auch Themen gibt, die jetzt so weiter gehen, die verändern jetzt nicht alles vollkommen. Letztendlich ist dieser Termin einer, um den wir viel gekämpft haben. Jetzt war gestern der Vorabend dieses betreffenden Tages und dann kommt so ein Ding raus, da kann ich hauptsächlich antworten: Fassungslos. Nichtsdestotrotz ist das geltendes Recht, da hat niemand gegen verstoßen, solche Eingaben können erfolgen. Da hat jemand nochmal eine Stellungnahme zum Gutachten gemacht mit vier Seiten.“

„Wir müssen weiter vorankommen“

…zur weiteren Terminierung:
„Ich bin da keine seriöse Quelle, um Prognosen abzugeben. In so einem Fall reden wir mit unseren Juristen. Solche Terminlichkeiten werden ja nicht nur zwei, drei Wochen verschoben, sondern die Planung von solchen Verfahren dauert üblicherweise viele Monate. Der zweite Aspekt ist die Frage, warum das Gericht den Termin verschoben hat und was da jetzt nochmal verarbeitet werden muss, um den Termin stattfinden zu lassen.“

… zum weiteren Vorgehen:
„Wir nehmen es, wie es kommt. Nichts, von dem, woran wir konkret arbeiten, kann jetzt pausieren. Wir müssen weiter vorankommen. Das ist am Ende des Tages die entscheidende Botschaft. Wir arbeiten, um den 1. FC Köln besser zu machen. Wir brauchen Fußballplätze. Wir werden durch den Aufschub des Urteils nicht unsere Finalisierung der Planung des Leistungszentrums oder den Baubeginn aufschieben. Da arbeiten wir genauso dran weiter, wie das gestern noch der Fall war. Das ist das Entscheidende. Und in der Sekunde, in der wir den Fußballplatz nicht mehr benutzen können, weil da eine Baustelle entsteht, haben wir ein Problem. Dieser Tag rückt näher.“

… die Sattelitenplätze:
„Da kommt jetzt noch mal ne Schippe Druck drauf, die beiden Plätze (am Fort Deckstein und am Haus am See) zu bekommen. Das läuft nicht erst seit heute. Wir haben die nächste Ratssitzung Anfang Juli vor der Tür. Wenn die Politik will, könnte da was kommen. Den Ascheplatz auf unsere Kosten über den Sommer in einen Kunstrasen umzuwandeln, würde schon mal etwas bringen. Aber dafür müsste auch der Wille da sein.“

„Wir müssen nach Lösungen suchen“

…die Relevanz der Plätze:
„Ich weiß, woran wir jetzt arbeiten. Und das ist eine Geschichte, in der wir rechtssicher sind. Die Baugenehmigungen für das Leistungszentrum liegen vor. Die hängen auch nicht davon ab, ob Die viel größere Relevanz ist die für die Fußballplätze. Die gibt es nicht für die Gleueler Wiese. Und da ist natürlich der Bebauungsplan in höchstem Maße relevant. Wir müssen entweder da hinschauen und jetzt einen Bebauungsplan, der schon mal auf demokratische Art und Weise in diese Welt gebracht worden ist. Das ist natürlich eine Voraussetzung, dass da rechtssicher ist. Oder wir müssen nach Lösungen suchen, dann auch wieder mit Politik, mit Verwaltung, um hier die Fußballfelder zu finden, zu erschließen, die wir brauchen, damit es vorangehen kann. Und in der Frage ist schon das Urteil relevant, weil uns natürlich ein positives Urteil nochmal Schwung gegeben hätte, auch zu sagen, hier, das ist jetzt so viel, ja, das ist demokratisch, das ist auch formal rechtlich offenbar absolut in Ordnung. 

Hier haben wir Fußball gespielt. Wir wachsen vor allen Dingen im Bereich Frauen- und Mädchenfußball. Es geht einfach um Fußballplätze. Und ob das jetzt genau die sind oder die anderen Lösungen, Satellitenplätze – das ist das, wo wir hinschauen müssen. Der 1. FC Köln will nicht ein Rechtsstreit gewinnen, der 1. FC Köln möchte Fußball spielen.“


Sommer-Trainingslager: Der 1. FC Köln bereitet sich in Kitzbühel vor

Spieler des 1. FC Köln beim Training
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Sommer-Trainingslager: Der 1. FC Köln bereitet sich in Kitzbühel vor

Der FC wird sich in diesem Sommer erneut in Österreich auf die kommende Saison vorbereiten. Allerdings geht es nach Tirol und nicht mehr in die Steiermark. Der 1. FC Köln bezieht Ende Juli das Trainingslager in Kitzbühel. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt.

Wie schon im Vorjahr wird es auch in diesem Sommer wieder eine Vorbereitung in den Bergen für die Geißböcke geben. Der 1. FC Köln bezieht allerdings dieses Mal das Trainingslager nicht in der Steiermark, sondern reist nach Kitzbühel. Vom 24. bis 31. Juli bereitet sich die Mannschaft von René Wagner in den Alpen gezielt auf die neue Saison vor.

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Der FC bezieht im Juli wieder ein Vorbereitungs-Trainingslager in Österreich. Dieses Mal geht es Richtung Kitzbühel nach Tirol. Am 24. Juli bricht die Mannschaft auf und kehrt am 31. Juli wieder zurück. Sicherlich wird man sich auch um Testspiele kümmern, Termine oder mögliche Gegner stehen aber noch nicht fest. Trainieren wird die Mannschaft im nahegelegenen St. Johann. Dort befinden sich gut bespielbare Rasenplätze sowie das Koasastadion. Der Alpenort hat sich in den vergangenen Jahren als beliebtes Ziel für Profimannschaften entpuppt. Unter anderem bereiteten sich bereits der VfB Stuttgart und der Hamburger SV auf die bevorstehende Saison vor.

Für Trainer René Wagner keine Unbekannte

Bereits im vergangenen Sommer reiste der heutige Chefcoach René Wagner mit der Mannschaft zur Saisonvorbereitung nach Österreich. Damals noch als Co-Trainer unter Lukas Kwasniok. Allerdings damals noch nach Bad Waltersdorf in der Steiermark. Die Bedingungen vor Ort scheinen aber nicht restlos überzeugt zu haben. Unter anderem wies der Rasen im Stadion erhebliche Schäden nach einem Feuerwehrfest auf. Bis zum Start der Bundesliga-Saison 26/27 am 28. August sowie dem Auftakt in den DFB-Pokal eine Woche zuvor hat der FC nach der Rückkehr an den Rhein dann noch drei Wochen, um weiter an den nötigen Stellschrauben zu drehen und die Mannschaft zu formen. Der Trainingsauftakt wird voraussichtlich am 13. Juli stattfinden.

England Callin‘ – Der 1. FC Köln und der kuriose Sommer in der Premier League

Said El Mala, Abubacarr Sedi Kinteh, Jakub Kaminski und Sebastiaan Bornauw
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England Callin‘ – Der 1. FC Köln und der kuriose Sommer in der Premier League

Bislang war der englische Markt keiner, auf dem sich die Kölner in der Vergangenheit so richtig ausgetobt haben. Dabei gilt er als besonders lukrativ. Und in diesem Sommer gibt es eine kuriose Geschichte rund um den 1. FC Köln und mögliche Transfers mit der Premier League.

Said El Mala und Jakub Kaminski stehen auf der Liste englischer Vertreter. Der FC soll dann aber an einem Spieler der Premier League interessiert sein. Der wird möglicherweise aber nur frei, wenn der englische Club wiederum beim Wunschziel der Geißböcke zuschlägt. Es ist kompliziert beim FC.

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Jahmai Simpson-Pusey, Rav van den Berg und Damion Downs – in der abgelaufenen Saison scheint der FC den englischen Markt für sich entdeckt zu haben. Drei Transferbewegung mit UK hat es in der FC-Historie in einer Spielzeit vermutlich noch gar nicht, wenn überhaupt sehr selten gegeben. In diesem Sommer wirkt es so, als habe Thomas Kessler die Chancen in den Geschäften mit der Premier League oder der Championship für sich entdeckt. Zumindest rumort da gerade einiges mit dem englischen Markt. Sicher auch, weil mit Tim Steidten nun bessere Kontakte dorthin geknüpft werden können. Und angesichts des angestrebten Kader-Umbruchs wird man sich über Anfragen von der Insel sicherlich nicht ärgern. Für Said El Mala gibt es in England jedenfalls einen Markt und der ist in aller Regel ein besonders lukrativer. Für den Offensivspieler kommen Summen auf den Tisch, die es im Rest Europas so wohl eher nicht geben wird. Und Kessler und Co. werden durchaus auch darauf bauen, dass für El Mala noch ein lukratives Angebot reinflattert. Selbst, wenn die Not des Verkaufs nach eigener Aussage überschaubar ist.

Kinteh, Bornauw und Leeds United

Mit Jakub Kaminski gibt es aber noch ein zweites England-Eisen im Feuer. Der Pole ist auf der Insel ebenfalls begehrt. Brighton und Newcastle gelten als mögliche Interessenten. Der Unterschied: Der FC hat hier das Heft des Handelns eben nicht in der Hand. Bezahlt ein Club die Ablöse, ist der Wechsel fix. Spannend wird es aber noch an ganz anderer Stelle. Vielleicht sogar ein wenig kurios. Denn die Kölner sollen sich wie berichtet mit Abubacarr Sedi Kinteh bereits einig sein. Die Frage ist: Wollen die Geißböcke den Spieler trotz der festen Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey unter Vertrag nehmen? Wenn ja, müsste der FC mindestens sechs Millionen Euro investieren. Viel Geld. Möglicherweise Geld, das erst vorhanden ist, wenn Said El Mala tatsächlich verkauft wird – eben nach England. Zwar steht Kinteh nicht unter Vertrag bei einem Club der Premier League, sondern beim norwegischen Erstligisten Tromsø IL, eine Verbindung nach England gibt es trotzdem.

Denn ganz offensichtlich will nun auch Leeds United im Buhlen um den Abwehrspieler ernst machen. Die Peacocks sollen bereit sein, für das Talent tief in die Tasche zu greifen. Denn die Whites wollen sich in der Defensive noch einmal verstärken. Auch, weil es durchaus Abgangskandidaten gibt, von denen sich der Club eigentlich trennen will. Unter anderem von Sebastiaan Bornauw. Der Innenverteidiger stand im Winter auf der Liste der Kölner und auch in diesem Sommer soll es ein Interesse geben. Dem Vernehmen nach ist der Belgier nicht die erste Wahl. Das könnte wiederum Kinteh sein. Nur scheinen die FC-Verantwortlichen noch abwarten zu wollen, wie es mit der Mannschaft in den kommenden Wochen weitergeht. Leeds hingegen soll aufs Tempo drücken. Sollte die Mannschaft von Daniel Farke den Zuschlag erhalten (auch Trabzonspor soll gute Karten haben), wird Bornauw den Verein verlassen. Vielleicht nach Köln. Denn die Geißböcke brauchen einen Innverteidiger und sind dabei, ihre Kontakte nach England weiter aufzubauen.


Huseinbasic verlässt den 1. FC Köln nach vier Jahren – ein Abschied, der sich angedeutet hat

Denis Huseinbasic verlässt den FC Richtung Braga
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Huseinbasic verlässt den 1. FC Köln nach vier Jahren – ein Abschied, der sich angedeutet hat

Nach vier Jahren kehrt Denis Huseinbasic dem FC den Rücken. Der Mittelfeldspieler kam einst für kleines Geld, steigerte sich zum Dauerbrenner und spielte in der vergangenen Saison dann kaum noch eine Rolle. Denis Huseinbasic verlässt den 1. FC Köln – das sagen die Daten.

Es hatte sich bereits angedeutet, nun ist es auch offiziell. Denis Huseinbasic verlässt den 1. FC Köln. So wirklich verwunderlich ist das nach der vergangenen Saison allerdings nicht.

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Denis Huseinbasic ließ es sich nicht noch einmal nehmen, vor die Kamera zu treten, um ein paar persönliche Worte zu verlieren. Der Mittelfeldspieler bedankte sich bei den Kölner Fans für die vergangenen vier Jahre. 2022 war der gebürtige Hesse ans Geißbockheim gewechselt. Er dürfte durchaus in die relativ dünne Kategorie von erfolgreichen Transfers unter Christian Keller gezählt werden. Denn die Kölner bezahlten 50.000 Euro, hätten irgendwann mal um die fünf Millionen kassieren können, gaben sich nun aber mit einem mittleren sechsstelligen Betrag als Ablöse zufrieden, dem Vernehmen nach inklusive Weiterverkaufsgebühr. „Deni hat in der vergangenen Saison nicht die Spielzeit gesammelt, die er sich vorgestellt hatte, und kam mit dem Wechselwunsch auf uns zu. Wir konnten uns daraufhin mit dem SC Braga einigen und seinem Wunsch entsprechen“, sagte Thomas Kessler am Mittwoch. Zwar hat mit Eric Martel ein zentraler Mittelfeldspieler – wenn auch defensiver ausgerichtet – den FC verlassen, doch die Kölner schauen sich aktiv nach Verstärkungen um.

Passsicher, aber kein Risiko nach vorne

Ob der 24-Jährige also unter René Wagner eine Zukunft beim FC gehabt hätte, ist mindestens fraglich. Dabei war Huseinbasics Auftakt bei den Geißböcken ein vielversprechender. Direkt in der ersten Spielzeit unter Steffen Baumgart kam der Mittelfeldspieler auf wettbewerbsübergreifend 31 Einsätze. Dabei erzielte er fünf Tore, bereitete drei vor. An die starke Leistung konnte der ehemalige U21-Nationalspieler in den beiden Folgejahren zwar nicht mehr vollends anknüpfen. Huseinbasic blieb aber ein absoluter Dauerbrenner, kam auf seine Einsatzzeit und wurde Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina. Nun der Wechselwunsch und das für eine Summe, die wohl nicht dem Marktwert entspricht. Zwar handelt es sich bei dem Online-Portal Transfermarkt.de nicht um offizielle, reale Zahlen, als Richtwert gelten sie aber schon. Demnach wäre Huseinbasic zwei Millionen Euro wert. So viel wurde es nicht, nur werden die Geißböcke Gehalt einsparen können.

Daten Tom Krauß der Saison 25/26 im Ligavergleich
Daten Tom Krauß der Saison 25/26 im Ligavergleich
Daten Isak Johannesson der Saison 25/26 im Ligavergleich
Daten Isak Johannesson der Saison 25/26 im Ligavergleich
Daten Eric Martel der Saison 25/26 im Ligavergleich
Daten Eric Martel der Saison 25/26 im Ligavergleich
Daten Denis Huseinbasic der Saison 25/26 im Ligavergleich
Daten Denis Huseinbasic der Saison 25/26 im Ligavergleich

In der Defensive zu harmlos

Warum Wagner am Ende des Tages keine Verwendung mehr für den Spieler hatte (in sieben Spielen, ein Einsatz, drei Mal nicht im Kader), werden nur die Kölner Verantwortlichen wissen. Allerdings zeigt ein Blick in die Daten, dass der Mittelfeldspieler im Ligavergleich eben auch nicht die übergeordnete Rolle gespielt hat. Zwar kam er in dieser Saison auf eine überragende Passquote von 92 Prozent, gehört damit zur Elite der Bundesliga, allerdings lag der 24-Jährige bei den progressiven Pässen, denen ins letzte Drittel und kreierten Chancen jeweils im letzten Drittel aller Mittelfeldspieler. Heißt: Huseinbasic war zwar extrem ballsicher, er ging dabei aber sehr selten ins Risiko. Er war trotz seiner Passsicherheit einer der wirkungslosesten Mittelfeldspieler der Saison. Und das, obwohl die Stärken des Akteurs eher im spielerischen liegen sollen. Tatsächlich gehörte der Mittelfeldspieler auch in den für die Defensive relevanten Statistiken eher zum unteren Drittel. Huseinbasic gewann zum Beispiel nur 57 Prozent seiner Zweikämpfe, führte aber auch eher wenig.

Wenn man so will, ging er den direkten Duellen eher aus dem Weg. Insgesamt fällt der Spieler im Vergleich zu den weiteren Kölner Profis der vergangenen Spielzeit ab, kann defensiv und offensiv nicht mit Eric Martel, Tom Krauß und Isak Johannesson – je nach Position – nicht mithalten. Am Ende bleibt also ein Spieler, der gerade zuletzt nicht mehr das versprechen konnte, was das Debütjahr erwarten ließ. Nach der vergangenen Spielzeit ist es wohl ein Abgang, der den Kader nicht schwächt. Für Huseinbasic bietet sich nur die Chance, eine weitere Karriere-Etwicklung zu gehen.


Wieder warten: OVG Münster sagt Geißbockheim-Verhandlung kurzfristig ab

Geschäftsstelle des 1. FC Köln
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Wieder warten: OVG Münster sagt Geißbockheim-Verhandlung kurzfristig ab

Wieder kein Urteil, wieder kein Termin, wieder keine Klarheit. Eigentlich hätte die Verhandlung am Donnerstag stattfinden sollen. Eine juristische Hängepartie, die kein Ende findet für den 1. FC Köln: OVG Münster sagt Geißbockheim-Termin ab.

Der jüngste Rückschlag im Geißbockheim-Streit trifft den 1. FC Köln besonders bitter: Das OVG Münster sagte die für Donnerstag geplante Verhandlung kurzfristig ab, nachdem FC-Geschäftsführer Philipp Türoff öffentlich auf ein baldiges Urteil gehofft hatte.

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Es war die Nachricht, die niemand so kurz vor dem entscheidenden Tag erwartet hatte. Am Mittwochabend hat das Oberverwaltungsgericht Münster die für Donnerstag anberaumte Verhandlung über den geplanten Ausbau des Geißbockheims kurzfristig abgesagt. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Wieder einmal muss der 1. FC Köln auf Klarheit warten – und ein Ende dieser juristischen Hängepartie ist nicht in Sicht.

Zwölf Jahre, 50 bis 60 Millionen Euro – und kein Urteil

Seit zwölf Jahren verfolgt der FC das Ziel, am Geißbockheim ein Leistungszentrum für 50 bis 60 Millionen Euro sowie weitere Fußballplätze zu errichten. Der Weg dorthin ist gepflastert mit juristischen Rückschlägen. Vor vier Jahren hatte das OVG Münster den zugrunde liegenden Bebauungsplan für unwirksam erklärt. Der FC zog vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, bekam dort Recht – und das Verfahren landete zurück in Münster zur erneuten Bewertung. Am Donnerstag hätte nun endlich verhandelt werden sollen. Daraus wird nichts.

Neues Gutachten zu Artenschutzfragen wirft alles über den Haufen

Das OVG begründete die Absage knapp, aber eindeutig: „Am heutigen Nachmittag ist eine Stellungnahme der Antragsteller zu Artenschutzfragen eingegangen, die weitere Aufklärung erfordert. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.“ Mit den Antragstellern sind die Bürgerinitiative „Grüngürtel für alle“ sowie der NRW-Ableger des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland gemeint, die bereits 2020 gegen den Bebauungsplan geklagt hatten. Friedmund Skorzenski von der Bürgerinitiative wollte auf Nachfrage nicht näher auf das Gutachten eingehen, bezeichnete es aber schlicht als „Hammer“. Das Dokument liege bereits seit Sonntag vor, die Anwälte hätten es daraufhin beim Gericht eingereicht.

Türoff hatte noch auf Klarheit gehofft

Pikant: Noch am Mittwoch – also kurz vor der Absage – hatte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff die Erwartungen an den Termin formuliert. „Der Termin beim OVG in Münster ist für uns vor allem mit der Hoffnung verbunden, dass endlich Klarheit geschaffen wird. Dieses Verfahren läuft seit vielen Jahren. Irgendwann muss doch einmal eine Entscheidung stehen, mit der alle Beteiligten arbeiten können“, sagte Türoff. Und weiter: „Unser Ziel ist nicht, vor Gericht Recht zu bekommen. Unser Ziel ist, die Voraussetzungen für die Zukunft eines wettbewerbsfähigen FC zu schaffen.“ Worte, die nun ins Leere laufen.

Selbst ein Urteil wäre kein Ende gewesen

Dabei hatten viele Beteiligte in Rathaus und Stadtrat auch im Falle einer Entscheidung am Donnerstag nicht unbedingt mit endgültiger Klarheit gerechnet. Es galt als wahrscheinlich, dass die unterlegene Seite erneut vor das Bundesverwaltungsgericht gezogen wäre – jene Instanz, die diese Schleife überhaupt erst ausgelöst hatte, und die allein schon vier Jahre in Anspruch genommen hat. Wann das OVG Münster einen neuen Verhandlungstermin ansetzt, ist völlig offen. Für den FC und seine Fans bedeutet das: weiterwarten – in einem Rechtsstreit, der sich mittlerweile wie ein eigenes Kapitel der Vereinsgeschichte anfühlt.


Justin Diehl geht nun den Weg, den er so vielleicht nicht gehen wollte

Justin Diehl bei einem seiner wenigen Auftritte bei den Profis
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Justin Diehl geht nun den Weg, den er so vielleicht nicht gehen wollte

Dem Vernehmen nach wollte Justin Diehl den Weg über Leihclubs und die 2. Bundesliga nicht mit den Geißböcken gehen. Nun deutet sich eine Wechsel im Dienste des VfB Stuttgarts an. Justin Diehl: Warum die Leihe kein Rückschritt sein muss.

Als Justin Diehl im Januar 2023 beim 7:1-Heimsieg gegen Werder Bremen sein Debüt für seinen Jugendklub gab, schien die Welt noch in Ordnung. Der damals 19-Jährige galt als eins der größten Talente der Geißböcke, der FC hatte in der Vorsaison einen starken siebten Platz belegt und Diehl selbst äußerte sich in den sozialen Medien extrem dankbar gegenüber dem Verein. Doch dieses positive Verhältnis hielt nicht lange. Es folgte aber eine Geschichte, die anders hätten enden können, vielleicht sogar sollen.

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Von Erik Stalleicken

Diehl durchlief ab der U8 jede Jugendmannschaft beim 1. FC Köln. Nach starken Leistungen in der U19 verdiente sich der Linksaußen sein Bundesligadebüt, der Profikader schien für die folgende Spielzeit möglich. Doch Diehl verlängerte seinen auslaufenden Vertrag nicht. Das Verhältnis zwischen Spieler und Verein bröckelte dem Vernehmen nach, der Youngster wurde in die U21 versetzt und kam in der Hinrunde der Saison 2023/24 in der Regionalliga West zum Einsatz. Da der FC zur Winterpause tief im Abstiegskampf steckte und Diehl währenddessen in 19 Spielen 21 Torbeteiligungen beisteuerte, holte man den damals 20-Jährigen schließlich doch in die erste Mannschaft. In seinen sieben Spielen konnte der Flügelflitzer keinen Scorerpunkt beisteuern und die Domstädter stiegen mit einem desaströsen 1:4 in Heidenheim ab. Das Eigengewächs wurde für dieses Spiel suspendiert.

Leihen können durchaus sinnvoll sein

Den Weg in Liga zwei wollte der Shootingstar mitzugehen, wechselte ablösefrei zum VfB Stuttgart. Aber auch dort wollte der endgültige Durchbruch nicht gelingen. Zwar erzielte er im November 2024 sein erstes Bundesligator, ein weiteres sollte jedoch nicht folgen. Immer wieder wurde der Youngster von Verletzungen zurückgeworfen. So auch in seiner ersten Saison bei den Schwaben. In dieser verpasste er 20 Spiele aufgrund von drei Verletzungen und absolvierte mehr Spiele für die zweite Mannschaft des VfB als für die erste Auswahl. Folglich gehörte der 21-Jährige in dieser Saison fest zum Kader der zweiten Mannschaft. In der 3. Liga kam er in 21 Einsätzen auf drei Tore und vier Assists. Auch in dieser Saison verpasste er somit fast die Hälfte aller Spiele verletzungsbedingt. Nun plant der VfB eine Leihe in die Zweite Liga. Magdeburg und Hannover sollen konkrete Interessenten sein. Genau der Schritt, den Diehl einst offenbar vermeiden wollte.

Dabei zeigt die Vergangenheit gerade auch von Ex-FC-Profis, dass der Weg über ein Leihkonstrukt kein schlechter sein muss. Jonas Urbig und Tim Lemperle waren in der Spielzeit 2023/24 Akteure des 1. FC Köln, allerdings an Fürth ausgeliehen. Beide erhielten Spielzeit, machten ihren Weg. Der eine ist mittlerweile Stammspieler bei der TSG Hoffenheim, hatte bis zuletzt Hoffnungen, die Champions League erreichen zu können. Der andere weilt gerade in den USA – wenn auch als inoffizieller vierter Torwart der deutschen Nationalmannschaft. Urbig spielt mittlerweile für die Bayern, wird als Nachfolger von Manuel Neuer gehandelt. Zwei Karrieren, denen der Umweg über Leihen jedenfalls nicht geschadet hat.

Ein Rückschritt ist manchmal ein Schritt nach vorne

Kompliziert wird die Lage bei Yann Bisseck. Wie schon vor Wochen berichtet, beschäftigt sich der FC Bayern München mit dem Ex-Abwehrspieler der Kölner. Vier Leihen absolvierte der Innenverteidiger als Kölner Spieler — Kiel, Roda, Guimarães, Aarhus. Keine davon führte bei dem Talent zu dem erhofften Durchbruch – zumindest bei den Geißböcken. Am Ende wurde der gebürtige Kölner für knapp zwei Millionen Euro verkauft. Ein Preis, der damals für wenig Furore sorgte. Die 40 Millionen, die nun im Gespräch sind, klingen schon deutlich spannender.

Die Frage, ob Diehls Karriere über eine Leihe oder den Weg beim FC eine andere Wendung genommen hätte, lässt sich heute natürlich nicht mehr sagen. Doch es gibt genug Beispiele, die zeigen, dass ein Rückschritt manchmal auch ein Schritt nach vorne bedeutet. Beim FC dürfte man die Entwicklung des Spielers mit gemischten Gefühlen verfolgen.


Co-Trainer beim 1. FC Köln: Kevin McKenna kehrt zurück ans Geißbockheim

Kevin McKenna kehrt zum 1. FC Köln zurück
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Co-Trainer beim 1. FC Köln: Kevin McKenna kehrt zurück ans Geißbockheim

Personelle Veränderung beim 1. FC Köln: Kevin McKenna wird wieder Co-Trainer beim FC. Der 46-Jährige war in dieser Rolle bereits mehrfach bei den Geißböcken tätig. Zuletzt von 2021 bis 2024. Nun kehrt der Kanadier wieder ans Geißbockheim zurück.

Nicht nur am Kader wollen die Kölner in der Transferperiode nun schrauben, auch im Trainerstab wird es Veränderungen geben. Kevin McKenna wird künftig wieder als Co-Trainer beim FC arbeiten. Ein Job, den der Ex-Spieler der Geißböcke bereits bestens kennt.

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Der FC hat einen neuen Co-Trainer. Allerdings einen „neuen“ Co-Trainer, der eigentlich schon mehr als ein „alter“ Co-Trainer ist. Denn wieder einmal heuert Kevin McKenna bei den Geißböcken an. Der Kanadier wird René Wagner künftig zur Seite stehen. Eine naheliegende Entscheidung, denn die beiden kennen sich nur zu gut. Inklusive kürzerer Unterbrechungen arbeiten die beiden Coachs fast fünf Jahre zusammen. Von 2021 bis 2024 waren beide Co-Trainer unter Steffen Baumgart. Wagner verließ die Geißböcke damals gemeinsam mit dem Cheftrainer. Auch in Hamburg und bei Union Berlin arbeiteten Wagner und McKenna nah miteinander. Nun führt der Weg sie wieder zusammen. „Kevin bringt durch seine Stationen als Co-Trainer bei verschiedenen Traditionsvereinen und in der Bundesliga einen großen Erfahrungsschatz mit. Gleichzeitig kennt er den 1. FC Köln aus seiner eigenen Vergangenheit sehr gut. Seine Erfahrung, seine fachliche Expertise und seine Persönlichkeit werden eine Bereicherung für unser Trainerteam sein. Wir freuen uns, ihn wieder in der FC-Familie begrüßen zu dürfen“, sagt FC Geschäftsführer Thomas Kessler.

Kevin McKenna war Spieler und Co-Trainer beim 1. FC Köln

McKenna erarbeitete sich bereits als Spieler einen besonders guten Ruf beim FC. Der ehemalige Innenverteidiger galt als Inbegriff für Willen, Leidenschaft und Intensität. Für die Geißböcke lief der in Calgary geborene Abwehrspieler 153 Mal auf, erzielte elf Tore, bereitete drei weitere vor. Nach seiner aktiven Karriere wurde McKenna Juniorencoach beim FC, war Co-Trainer der U17, der U21 und mehrfach der Profis. Auch beim 1. FC Kaiserslautern heuerte der ehemalige Nationalspieler Kanadas an. „Ich freue mich sehr, wieder beim FC zu sein. Ich habe schon häufig gesagt, dass es für mich eine sehr große Ehre ist, bei einem so großen Verein erst spielen und jetzt trainieren zu dürfen. Besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam und den Jungs“, sagt Kevin McKenna.

Welche Auswirkungen die Verpflichtung von Kevin McKenna auf die weitere Zusammenstellung der Assistenztrainer hat, ist indes nicht geklärt. Nach Informationen von come-on-fc.com werden hinter den Kulissen noch Gespräche geführt. Zuletzt hatte der bisherige Co-Trainer Lukas Sinkiewicz mit einem Social-Media-Post für Diskussionen gesorgt. Der ehemalige Nationalspieler bedankte sich für seine Zeit beim FC. Allerdings soll es sich bislang nur um eine wertfreie Danksagung gehandelt haben.


Offiziell: Denis Huseinbasic verlässt den 1. FC Köln und wechselt nach Braga

Denis Huseinbasic wechselt nach Braga
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Offiziell: Denis Huseinbasic verlässt den 1. FC Köln und wechselt nach Braga

Es hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angekündigt. Nun ist es auch offiziell, es gibt einen weiteren Abschied vom 1. FC Köln: Denis Huseinbasic wechselt zum SC Braga. Der Mittelfeldspieler verlässt die Geißböcke ein Jahr vor dem Vertragsende für eine mittlere sechsstellige Summe.

Am vergangenen Freitag ploppte das Gerücht erstmals auf. Nur wenige Stunden später verdichteten sich die Anzeichen, nun ist es auch offiziell: Denis Huseinbasic und der FC gehen getrennte Wege. Der 24-Jährige spielt künftig in Portugal für den SC Braga.

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Schon vor einem Jahr hatte sich der Deal erstmals angebahnt, nun wurde er vollzogen. Damals gab es ebenfalls Gespräche mit dem Erstligisten. Für den Mittelfeldspieler bietet sich in Portugal die Chance, die Karriere wieder ein wenig anzukurbeln. Denn beim FC lief es zuletzt nicht mehr so rund. Der 24-Jährige bekam unter René Wagner kaum noch eine Chance, stand unter dem neuen Coach nur einmal auf dem Feld, dafür aber sogar drei Mal gar nicht im Kader. „Deni hat in der vergangenen Saison nicht die Spielzeit gesammelt, die er sich vorgestellt hatte, und kam mit dem Wechselwunsch auf uns zu“, sagte Thomas Kessler. „Wir konnten uns daraufhin mit dem SC Braga einigen und seinem Wunsch entsprechen. Wir danken Deni für vier Jahre im Trikot des 1. FC Köln und wünschen ihm sportlich und persönlich alles Gute für seine Zukunft.“

FC erhält eine sechsstellige Summe

Huseinbasic war 2022 für 50.000 Euro an den Rhein gewechselt. Zuvor spielte der Mittelfeldspieler für Kickers Offenbach. Bei den Kölner erlebte der Nationalspieler Bosniens vor allem unter Steffen Baumgart eine gigantische erste Saison. Angebote von anderen Clubs ließen nicht lange auf sich warten. So soll der VfB Stuttgart bereit gewesen sein, fünf Millionen Euro für den Akteur auf den Tisch zu legen. Zu dem Deal kam es bekanntlich nicht. Nun wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. „Es waren vier aufregende Jahre für mich, für die ich in erster Linie sehr dankbar bin“, sagt Denis Huseinbasic. „Der FC hat mir damals die Chance und das Vertrauen gegeben, meine ersten Schritte im Profifußball zu gehen. Die Fans haben mich und das Team unterstützt, auch in schwierigen Phasen. Dafür möchte ich mich bei allen FC-Fans bedanken.“

Das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Wert des Mittelfeldspielers auf zwei Millionen Euro ein. Darunter ist der SC Braga mit der Ablöse deutlich geblieben. Der portugiesische Verein hat nur einen mittleren sechsstelligen Betrag überwiesen. Sollte Huseinbasic weiterverkauft werden, würden die Kölner aber am Verkauf beteiligt werden.


Jakub Kaminski und der Traum, den der 1. FC Köln nicht erfüllen kann – von dem er aber profitiert

Jakub Kaminski ist eine der großen Überraschungen beim FC
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Jakub Kaminski und der Traum, den der 1. FC Köln nicht erfüllen kann – von dem er aber profitiert

Als vor einem Jahr erstmals das Transfergerücht zu Jakub Kaminski aufploppte, wurde ein möglicher Wechsel zum 1. FC Köln von Skepsis begleitet. Der Pole hatte in Wolfsburg nicht so richtig funktioniert, steckte in einer Formkrise. Beim FC wendete sich das Blatt und nun steht der nächste Karriereschritt an. Eine logische Konsequenz einer starken Saison. Der 1. FC Köln profitiert von einem Wechsel von Jakub Kaminski.

Mit einem Wechsel nach England würde sich Jakub Kaminski seinen Traum erfüllen. Den FC hat der Pole durchaus als Sprungbrett benutzt. Doch das ist absolut legitim. Und für den FC auch ein wirtschaftlicher Erfolg.

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Der Name Mateusz Borek ist im polnischen Fußball alles andere als ein unbekannter. Der Journalist ist seriös, gilt sowohl in Vereins- als auch in Spielerkreisen als gut vernetzt. Nachrichten, Informationen und auch Gerüchte haben meist einen erstaunlich wahren Kern. Vor ziemlich genau einem Jahr warf Borek als erster Journalist und somit auch vor sämtlichen Transfer-Experten das Interesse des 1. FC Köln an Jakub Kaminski in den Ring. Die Reaktionen ließen in der Domstadt nicht lange auf sich warten, sie waren aber nicht alle durchweg positiv. Gerade in den Sozialen Medien herrschte Skepsis. Kein Wunder, der Pole spielte in Wolfsburg eine sehr kleine Rolle. 22 Einsätze, nur wenige von Beginn an. Bei der Verpflichtung drei Jahre zuvor waren die Niedersachsen ganz offensichtlich von etwas anderem ausgegangen. Immerhin hatte der VfL rund 10 Millionen Euro an Lech Posen bezahlt. Doch bis zu seinem Wechsel nach Köln verlief die Karriere des Schienenspielers ähnlich geradlinig wie die Suche nach seiner effektivsten Position – nämlich eher nicht.

Kaminski träumt von der besten Liga

Die Erwartungen waren hoch, doch Wolfsburg schien nur bedingt zu passen. Zu wenig Vertrauen, zu wenig Kontinuität, zu wenig Spielzeit. Der Wechsel nach Köln war insofern mehr als ein einfacher Transfer, es schien eine Notwendigkeit, um die Karriere dann wieder anzukurbeln. Und mit Lukas Kwasniok sah der Spieler eben die Chance auf mehr Vertrauen und mehr Spielzeit. Der Kölner Ex-Trainer gab Versprechen, überzeugte Kaminski. Gleichzeitig brauchten die Kölner einen erfahrenen Schienenspieler, vor allem in dem Unwissen, ob das Zukunftsversprechen Said El Mala schon die Bundesligatauglichkeit abliefern könne. Was nach Zweckehe klingt, entwickelte sich zur absoluten Erfolgsgeschichte. Alle Spiele von Beginn an, sieben Tore, fünf Vorlage, beeindruckende Laufwerte, beeindruckende Intensität, Torgefahr gepaart mit dem Auge für den Mitspieler. Thomas Kessler verpflichtete in Kaminski den absoluten Königstransfer, der Pole fand das erhoffte Sprungbrett. Denn der 24-Jährige träumt seit jeher von der besten Liga der Welt.

Wirtschaftlicher Gewinn für den 1. FC Köln

Aus der Hoffnung, irgendwann den Schritt in die Premier League zu kommen, machte Kaminski nie einen Hehl. Insofern ist die von der Spielerseite (inklusive Berater) im Vertrag verankerte Ausstiegsklausel ganz sicher kein Exklusiv-Wissen, sie entspricht der normalen Transfer-Matrix. Warum sollte ein Verein, eine solche Hintertür für den Spieler befürworten. Natürlich kam der Impuls von Spieler und/oder Berater. Die veranschlagten 20 Millionen sind allerdings durchaus ein Indiz dafür, dass es auf der Spielerseite wohl keine Zweifel gab, den Durchbruch schon bald schaffen zu können. Kaminski und sein Berater haben ganz offensichtlich die Möglichkeit in den englischen Fußball zu kommen, in Betracht gezogen. Dass der FC dabei als Sprungbrett dient, sollte zu keinem bitteren Beigeschmack oder sogar Groll führen. Denn die Kölner verdienen einen Batzen Geld für einen Spieler, der im vergangenen Sommer noch ein Wagnis darstellte. Natürlich gäbe es bei einem Wechsel den sportlichen Verlust, allerdings einen vor einem Jahr nicht für möglich gehaltenen wirtschaftlichen Gewinn.

Nun stehen die Zeichen auf Abschied. „In der Bundesliga zu spielen, war immer mein Traum. Aber nach 104 Spielen und vier Saisons ist die Premier League der nächste Traum. Sie ist die beste Liga der Welt. Ich würde mich dort gerne beweisen“, sagte Kaminski am Wochenende. Brighton & Hove Albion sowie Newcastle United werden genannt. Dass der FC nicht von einem möglichen Angebot weiß, bedeutet nicht, dass der Pole nicht mit anderen Vereinen spricht. Ein Jahr nach seiner Ankündigung, Jakub Kaminski würde auf dem Zettel der Kölner stehen, hat Mateusz Borek nun also von konkreten Gesprächen zwischen dem Spieler und einem interessierten Verein aus der Premier League gesprochen. Der Journalist dürfte wieder recht haben. Das weiß man auch beim FC. Doch angesichts der Ablöse, dem wirtschaftlichen Gewinn, wird Kaminskis Traum nicht als Fehleinkauf oder schlechte Verhandlung gewertet werden können.