Schafft Tim Lemperle beim FC den Durchbruch?

Tim Lemperle auf dem Trainingsplatz
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Schafft Tim Lemperle beim FC den Durchbruch?

Sein Bundesliga-Debüt feierte er als 18-Jähriger vor vier Jahren, auf den Durchbruch beim 1. FC Köln wartet Tim Lemperle noch immer. Nach einer Saison Stammspieler in der 2. Bundesliga, soll dieser nun gelingen.

Mit 34 Einsätzen hat Tim Lemperle während seiner Leihe beim Zweitligisten Greuther Fürth Spielzeit und Erfahrung gesammelt. Der Mittelstürmer könnte in der kommenden Saison die Chance bekommen, sich zu beweisen beim 1. FC Köln: Schafft Tim Lemperle endlich den Durchbruch?

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Die Einheiten sind schweißtreibend, auch aufgrund des Wetters. Doch Gerhard Struber fordert seine Mannschaft in den ersten Tagen nach seinem Amtsantritt sehr. Am Donnerstagnachmittag standen bei knapp 30 Grad Läufe auf dem Programm. Vor genau vier Jahren standen für die FC-Profis auch Läufe auf dem Programm – allerdings im Duell gegen Werder Bremen am 34. Spieltag der damaligen Spielzeit. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Saison unterbrochen worden, reichte bis in den Sommer, weit in den Juni hinein. Die Geißböcke kassierten nach einer desolaten Leistung eine 1:6-Klatsche, eingeleitet durch den Doppeltorschützen und Ex-Kölner Yuya Osako. Bremen erreichte so noch die Relegation, der FC war zwar ohnehin gerettet, die Nicht-Leistung sorgte dennoch für viel Unmut. Fast schon ging dadurch das Profi-Debüt von Tim Lemperle unter. Der junge Stürmer kam in der Schlussphase für Tony Modeste.

Einsätze unter Steffen Baumgart

Undankbar – denn der damals 18-Jährige kam erst beim Stand von 1:6, die Chance auf einen Treffer hatte der Angreifer dennoch auf dem Fuß, scheiterte nur knapp. „Es freut mich für Tim“, sagte der damalige Coach Markus Gisdol. „Dass er gespielt hat, lag aber auch daran, dass wir vorne etwas dünn bestückt waren. Aber er ist sicher ein Spieler für die Zukunft.“ Die Zukunft könnte schon sehr bald kommen, ließ aber ehrlicherweise auch ein wenig auf sich warten. Obwohl Lemperle als besonders hoch veranlagt gilt, spielte er in der Folgesaison nur einmal im Pokal (13 Minuten), kam erst in der Premieren-Spielzeit von Steffen Baumgart als FC-Coach vermehrt zum Einsatz. 15 Profi-Einsätze standen am Ende auf dem Konto, allerdings spielte Lemperle im Schnitt nur zehn Minuten pro Begegnung. Gegen Bochum gelang dem Angreifer im August 21 das Debüt-Tor. In der Folgesaison waren es nur noch 13 Einsätze, kein Tor, keine Vorarbeit.

Spielpraxis kommt über die Leihe

So war der nächste logische Schritt, der des vergangenen Sommers. Lemperle wurde zur SpVgg Greuther Fürth verliehen, um Spielpraxis zu sammeln. 34 von 36 Pflichtspielen, davon 31 in der Startelf sind in dieser Hinsicht durchaus als Erfolg zu verzeichnen. Lemperle hat Spielpraxis gesammelt. „Ich denke, dass es ein ganz wichtiges Jahr für mich war, weil ich ganz viele Spiele gemacht habe“, sagt Lemperle auf dem Insta-Kanal des FC. „Durch Spiele wird man nochmal ganz anders besser als wenn man viel trainiert und wenig Spielzeit hat.“ Nun scheint er bereit für ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga, allerdings als Gegner des Kleeblatts. Da bei Davie Selke die Zeichen eher Richtung Abschied tendieren, werden Mittelstürmer dringend benötigt.

Steffen Tigges und Florian Dietz konnten ihre Qualitäten auf dieser Position in den vergangenen Jahren nicht gerade unter Beweis stellen. Und doch gibt es da noch dieses kleine „Aber“. Denn die große Torgefahr hat der Zielstürmer auch bei den Mittelfranken nicht entfachen können. Lemperle erzielte sechs Treffer, bereitete vier weitere vor. Zudem ließ der Angreifer einige dicke Chancen liegen. Und dennoch ist Lemperle wohl eher keiner der Kandidaten, die der FC noch verleihen wird. Die Hoffnungen sind am Geißbockheim jedenfalls groß, dass Lemperle den Durchbruch in dieser Saison schafft. Über seine läuferischen Fähigkeiten konnte sich Gerhard Struber direkt vor Ort ein Bild machen. Bei den schweißtreibenden Läufen am Donnerstag spulte der Stürmer die Runden in der Laufgruppe des Trainers ab. Ein Saisonziel gibt der Stürmer ebenfalls aus. „Ich will so viele Spiele machen, wie es nur geht“, sagt Lemperle. Tore sind dafür die beste Bewerbung.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Trainer, Spieler, Leihen – wer geht, wer bleibt? Ein Überblick

Jan Thielmann, Timo Schultz und André Pawlak
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Trainer, Spieler, Leihen – wer geht, wer bleibt? Ein Überblick

Wenige Tage nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga nimmt das Karussell der Gerüchteküche Fahrt auf. Tatsächlich überwiegen bei den Kölnern momentan die Fragezeichen. Wir geben eine Übersicht, wie der Stand der Dinge ist.

Ob Spieler oder Trainer, in den kommenden Wochen wird es Veränderungen bei den Geißböcken geben. Welche Wechsel stehen bereits fest? Welche sind wahrscheinlich? Welche Tendenzen gibt es? Wir geben einen aktualisierten Überblick. Wer bleibt beim und wer verlässt den 1. FC Köln?

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Diese Abgänge stehen beim FC bislang fest:

Die ersten Abgänge sind nun offiziell. Und sie kommen alles andere als überraschend. Justin Diehl wechselt zum VfB Stuttgart. Und das ablösefrei. Bereits seit einigen Wochen galt der Deal als perfekt, war wohl schon in trockenen Tüchern, es fehlte die Bestätigung. Beim VfB hat Diehl einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Ebenfalls sicher ist der Abgang von Jeff Chabot zum VfB Stuttgart. Chabot verabschiedete sich aber bereits von den FC-Fans. Auch der Abwehrspieler ist sich mit den Schwaben einig geworden. Der 26-Jährige wechselt für die Ablöse rund um vier Millionen Euro. Ein Schnäppchen: Das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Marktwert des Innenverteidigers auf rund neun Millionen Euro ein. Der FC hat Chabot damals für gut zwei Millionen Euro fest verpflichtet, zuvor aber schon einen sechsstelligen Betrag als Leihgebühr bezahlt.

Zudem verlässt Benno Schmitz nach sechs Jahren die Geißböcke. Der Vertrag ist ausgelaufen, Schmitz hat mehrere Angebote unbeantwortet gelassen. Der Abwehrspieler kann also ablösefrei gehen. Die Kaufoption für Faride Alidou soll ebenfalls nicht gezogen werden. Der Außenbahnspieler kehrt erst einmal zur Eintracht aus Frankfurt zurück.

Diese Spieler haben über eine Ausstiegsklausel verfügt:

Sieben Spieler des 1. FC Köln haben über eine Ausstiegsklausel verfügt. Mittlerweile haben sich die meisten zum FC bekannt und werden trotz Klausel in Köln bleiben. Neben den U21-Nationalspieler Jan Thielmann und Eric Martel bleiben auch die Routiniers Timo Hübers und Kapitän Florian Kainz. Einzig Jeff Chabot hat seine Klausel Stand jetzt gezogen. Der Abwehrspieler hat beim VfB Stuttgart angeheuert. Auch Marvin Schwäbe wollte von seiner Klausel gebraucht machen, diese ist aber mittlerweile abgelaufen. Ein Verbleib beim FC ist aber dennoch unwahrscheinlich. Bei Linton Maina scheint die Entscheidung ebenfalls pro FC gefallen.

Diese Spieler haben keinen Vertrag für Liga zwei:

Nach dem Abschied von Benno Schmitz ist aktuell nur noch Davie Selke ohne gültigen Kontrakt. Dem Stürmer liegt dem Vernehmen nach ein Angebot von Seiten des FC vor. Der Berater von Selke brachte zuletzt aber auch andere Interessenten ins Spiel. Unter anderem aus Saudi Arabien soll ein sehr konkretes und lukratives Angebot vorliegen.

Diese Spieler bleiben in Köln:

Mark Uth hat am Tag vor dem Heidenheim-Spiel bekannt gegeben, dass er in Köln bleiben werde. Gleiches gilt für Jan Thielmann, Eric Martel, Timo Hübers und nun auch Florian Kainz, die ebenfalls sicher bleiben. Nun hat sich auch Luca Waldschmidt zum FC bekannt. Auch Dominique Heintz und Philipp Pentke haben erst vor wenigen Wochen ihre Arbeitspapiere verlängert. Es ist nicht davon auszugehen, dass es sich die beiden nun anders überlegt haben oder überlegen können. Zudem wird der Markt für einige Spieler alles andere als einfach sein. Gerade die lahmende Offensive um Sargis Adamyan oder Steffen Tigges hat sich nicht unbedingt um andere Clubs beworben.

Spieler wie Damion Downs, Jacob Christensen und Denis Huseinbasic dürften für die kommende Saison mit mehr Spielzeit spekulieren und stehen aktuell (noch) nicht zur Diskussion. Max Finkgräfe hat sich durchaus für höhere Aufgaben beworben, doch ist bislang auch nicht davon auszugehen, dass er deswegen den Verein verlassen werde. Zumal alle Spieler auch einen gültigen Vertrag haben.

Welche Tendenzen gibt es?

Dejan Ljubicic hatte im vergangenen Jahr ein Angebot des VfL Wolfsburg vorliegen. Damals überzeugten Christian Keller und Steffen Baumgart den Mittelfeldspieler zum Verbleib. Angeblich wurde Ljubicic für diesen Sommer ein Abschied eingeräumt. Ob die Wölfe noch immer an einer Verpflichtung des Mittelfeldspielers interessiert sind, ist aber fraglich. Auch Marvin SChwäbe wird den Verein wohl noch verlassen.

FC trennt sich von Timo Schultz, André Pawlak und Kevin McKenna

Durch den Abstieg hat sich der Vertrag von Timo Schultz nicht verlängert. Zwar betonte Christian Keller an verschiedenen Stellen, dass er von der Arbeit von Schultz überzeugt sei. Die Trennung erfolgte dennoch. „Wir haben uns in der vergangenen Woche bewusst sehr viel Zeit genommen, um gemeinsam mit Timo die Rückrunde aufzuarbeiten und jeden Stein umzudrehen. Im Ergebnis waren wir übereinstimmend der Ansicht, dass wir in die mit großen Herausforderungen einhergehende Zweitligasaison mit neuen Impulsen im Trainerteam starten müssen“, sagte Christian Keller. Auch André Pawlak und Kevin McKenna werden den FC verlassen. Pawlak wird U16-Trainer beim DFB. Mit Gerhard Struber ist ein Nachfolger gefunden.

Diese Spieler verlassen den FC:

  • Justin Diehl (VfB Stuttgart, ablösefrei)
  • Jeff Chabot (VfB Stuttgart, rund 4 Mio Euro)
  • Benno Schmitz (Vertragsende)
  • Faride Alidou (Leihende)

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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Ein Dutzend Eigengewächse – beim FC zeichnet sich ein sehr junges Team ab

Gerhard Struber vom 1. FC Köln mit Fayssal Harchaoui.
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Ein Dutzend Eigengewächse – beim FC zeichnet sich ein sehr junges Team ab

Der befürchtete Ausverkauf der Leistungsträger ist beim 1. FC Köln ausgeblieben. So starten die Kölner mit einem XXL-Kader in die Vorbereitung. Starker Nebeneffekt: Es befinden sich extrem viele Eigengewächse in den FC-Reihen. Sicher werden es nicht alle in den Profikader schaffen und doch zeichnet sich schon jetzt ein besonders junges Team ab.

Mit Fayssal Harchaoui, Julian Pauli und Jaka Potocnik dürfen sich aktuell drei weitere junge Spieler im Training des 1. FC Köln beweisen. Leihspieler, die ebenfalls beim FC bei den Junioren gespielt haben, kehren zurück zum 1. FC Köln: Deswegen ist der FC bereits ein Entwicklungsclub.

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Unter die rund 250 Zuschauer, die sich das erste Training von Gerhard Struber am Montag nicht entgehen lassen wollten, mischte sich auch Sascha Bigalke – allerdings in offizieller Funktion. Der ehemalige FC-Spieler und TV-Experte wird ab sofort als Talente-Betreuer beim 1. FC Köln fungieren. Bigalke, der vor einiger Zeit noch unter Steffen Baumgart beim FC hospitierte, soll die Youngster unterstützen, den Sprung aus dem Nachwuchsfußball in den Profifußball zu schaffen. „Der Übergang aus dem Nachwuchsfußball in den Seniorenfußball ist der entscheidende, aber auch der mit Abstand herausforderndste in der noch jungen Karriere der Spieler“, sagte Lukas Berg, Bereichsleiter Nachwuchsfußball. „Gerade beim FC hat dieser Bereich eine große strategische Bedeutung. Es ist alternativlos, dass wir hier einen sehr guten Job machen, damit die Jungs das auch tun können. Daher freuen wir uns sehr, dass wir Sascha für diese Aufgabe gewinnen konnten.“

Drei Youngster zusätzlich im Einsatz

Und so sah sich der 34-Jährige einige seiner Talente im ersten Profitraining der neuen Saison schon am Montag genauer an. So dürfen sich U17-Weltmeister Fayssal Harchaoui, Julian Pauli und Jaka Potocnik aktuell im Training beweisen. Laut Christian Keller liege es in der Hand der Spieler, wie die kurzfristige Zukunft der Akteure aussähe. So oder so, zeigen die Kölner Verantwortlichen, dass sie durchaus bereit sind, ihr Versprechen umzusetzen, mittelfristig verstärkt auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Ob das angesichts der überraschend großen Vielzahl von verbliebenen Leistungsträgern schon jetzt dringend nötig sein wird, ist fraglich. Die Chance, sich zu beweisen, bekommen die Akteure dennoch. Und der FC untermauert den Weg, den er sich auch aufgrund der Transfersperre in Sachen Nachwuchsentwicklung auf die Fahne geschrieben hat.

Mehr als ein Dutzend Eigengewächse

Dabei ist die Nachwuchsarbeit bei den Kölnern bislang ebenfalls alles andere als schlecht. Schon in der vergangenen Spielzeit hatten die Kölner sechs Eigengewächse im Profi-Kader, mit Max Finkgräfe und Damion Downs zwei Debütanten und zwei Debüt-Torschützen. Der FC gehörte damit zum oberen Drittel der Bundesliga. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass unter anderem auch der gebürtige Kölner Mark Uth in die Statistik mit einfließt. Und dennoch: Der Wert wird sich in der kommenden Spielzeit deutlich steigern. Und das nicht nur durch die drei Juniorenspieler, die sich zeigen dürfen. Mit Tim Lemperle, Jonas Urbig, Marvin Obuz, Maxi Schmid und Mathias Olesen kehren gleich fünf Leihspieler zurück, die ebenfalls Juniorenmannschaften der Geißböcke durchlaufen haben. Sollte keiner der jungen Spieler ein weiteres Mal verliehen werden, haben die Kölner mehr als ein Dutzend Eigengewächse im Kader.

Nicht alle Akteure werden es in den Profikader schaffen

Mit Urbig, Jan Thielmann sowie Max Finkgräfe haben auch drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs wohl mehr als nur berechtigte Chancen auf einen Stammplatz. Sollte sich Davie Selke gegen den FC entscheiden, könnte es gut sein, dass im Angriff ein weiterer Youngster dazukommt. Überhaupt werden die Kölner wohl mit einer erstaunlich jungen Startelf das Unterfangen Wiederaufstieg angehen. Urbig (20), Finkgräfe (20), Eric Martel, Denis Huseinbasic (oder Jacob Christensen (23)) und Jan Thielmann (alle 22) – nahezu die Hälfte einer vermeintlichen Startelf ist unter 23 Jahren alt. So ist die Transfersperre eine drakonische Strafe, aber gleichzeitig auch eine enorme Chance für den Nachwuchs und den wollen die Kölner ja weiterentwickeln.

Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass alle Nachwuchshoffnungen zum Saisonstart im Kader der Profis stehen werden. Inklusive der drei Talente umfasst der bereits deutlich mehr als 30 Köpfe, dazu kommen potenziell noch weitere Nachwuchsspieler wie Meiko Wäschenbach, die sich ebenfalls ihre Chancen ausrechnen. Gerhard Struber kündigte am Montag bereits an, dass er nicht mit einem XXL-Kader in die neue Saison starten wird. Wahrscheinlich also, dass Christian Keller auch in diesem Sommer wieder sein gern gesehenes Mittel der Leihe wählen wird.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

„Es gibt eine Menge, was den Club attraktiv macht“

Timo Hübers bleibt beim 1. FC Köln
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„Es gibt eine Menge, was den Club attraktiv macht“

Über einen Abschied von Timo Hübers ist viel spekuliert worden, letztlich spielt der Innenverteidiger auch in der kommenden Saison für den FC. Nun hat der Abwehrspieler erklärt warum.

Er wurde von den ersten Experten bereits als sicherer Abgang eingestuft, letztlich blieb er doch beim FC. Deshalb hat sich Timo Hübers für den 1. FC Köln entschieden.

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In einem Sommer mit Transfersperre brodelt die Gerüchteküche zwangsläufig nicht so heiß. Einzig auf der Abgänge-Seite waren mögliche Wechsel am Geißbockheim ein Thema. In den Tagen nach dem Abstieg war der mögliche Abschied von Timo Hübers ein besonders großes. Aus der ursprünglichen Aussage, dass Udinese einen Abwehrspieler suche und Timo Hübers sich in der Theorie aufgrund einer Ausstiegsklausel verändern könne, wurde schnell ein kolportiertes Interesse, dann ein angeblich sehr konkretes Angebot. Wie konkret dieses Angebot wirklich war, wird nur der interne Kreis wissen. Dass Angebote vorgelegen haben, steht wohl nach der insgesamt ordentlichen Spielzeit außer Frage. Am Mittwoch bestätigte Hübers, dass er sich einige Sachen angeschaut, dann aber sehr bewusst für den FC entschieden habe.

Hübers: „Ich habe mich für das coolste Gesamtpaket entschieden“

Und das mit einer gehörigen Portion Abstand. „Nach der Saison war ich erst einmal froh, ein paar Tage frei zu haben und einen neutraleren Blick auf die Situation zu bekommen“, sagte Hüber. „Ich habe mich am Ende für das für mich persönlich coolste Gesamtpaket entschieden und das ist der FC.“ Von den Fans, über das Stadion, bis hin zur Stadt – der Abwehrspieler ist längst in der Domstadt angekommen. Doch auch der FC selbst hat am Ende den Unterschied gemacht. „Da gibt es trotz der 2. Bundesliga eine Menge, was den Club super attraktiv macht.“ Und so geht der Abwehrspieler nun den Weg mit in das Unterhaus des deutschen Fußballs.

Sicher auch, weil sich einige andere Leistungsträger ebenfalls für den FC entschieden haben. Der prognostizierte „Weltuntergang“ sei jedenfalls nicht eingetreten. Von den eigentlichen Stammspielern hat bislang bekanntlich nur Jeff Chabot den Club verlassen. Und doch ist ein Umbruch zu spüren, bei dem Hübers eine neue Rolle einnehmen wird. „Wir haben noch mehr junge Spieler, da brauchen wir noch mehr Coaching auf dem Platz. Ich bin – auch wenn es sich komisch anfühlt – inzwischen einer der Ältesten und Erfahrensten hier. Ich will die Jungs von meinem Erfahrungsschatz profitieren lassen und auch eine Richtung vorgeben mit meinen Eindrücken“, so Hübers. Das Ziel heißt nun schnellst möglicher Wiederaufstieg. Auch durch seinen Verbleib ist das schon in dieser Saison kein unmögliches Ziel.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Gerhard Struber und die Kapitänsfrage

Gerhard Struber beim Training des 1. FC Köln
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Gerhard Struber und die Kapitänsfrage

Gerhard Struber ist in seine erste Trainingswoche beim FC gestartet. Der 47-Jährige steht vor einer herausfordernden Saison und wichtigen Entscheidungen. Eine ist die Wahl des richtigen Kapitäns.

Mit der Nationalmannschaft läuft es für Florian Kainz dieser Tage richtig rund. Der 31-Jährige hat mit Österreich das Achtelfinale erreicht. Im Club wollte es zuletzt bekanntlich nicht rundlaufen. Ob das auch an der Kapitänsbinde lag, ist nicht zu beantworten, aber durchaus möglich. So stellt sich die Frage beim 1. FC Köln: Wer wird Kapitän? Eine Frage, die sich auch Gerhard Struber in den kommenden Wochen stellt.

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Zum Einsatz kam Florian Kainz bei der Europameisterschaft bislang noch nicht, doch der einzige FC-Profi, der an dem Kontinental-Turnier teilnimmt, steht mit Österreich im Achtelfinale und das sogar als Gruppensieger. Mindestens bis zum kommenden Dienstag hält die Reise durch Deutschland für den Mittelfeldspieler noch an. Doch für das Team von Ralf Rangnick ist sogar noch mehr drin. Im Achtelfinale wartet schließlich der Zweite der Gruppe F. Da Portugal schon vor dem abschließenden Duell als Gruppensieger feststeht, steht Österreich vor einer lösbaren Aufgabe, es besteht zumindest die Chance auf das Viertelfinale. Auch ohne Einsatzzeit ein Erfolgserlebnis für den 31-Jährigen, gerade nach der desolaten Spielzeit mit dem FC.

Struber: „Ich wähle mit den Kapitän schon selbst aus“

Es wird also noch ein wenig dauern, bis Kainz zur Mannschaft stößt, zumal er sicherlich auch noch ein wenig Regenerationszeit erhalten wird. Rund ums Geißbockheim stellt sich derweil die Frage nach dem Kapitän. Kainz hatte die Rolle in der vergangenen Saison von Jonas Hector übernommen. Sowohl Steffen Baumgart als auch Timo Schultz betonten immer wieder, wie wichtig der Österreicher für die Mannschaft sei. Davon ist neben dem Platz auch auszugehen, auf dem Rasen wollte es bei Kainz aber so gar nicht laufen. Der Mittelfeldspieler lief seiner guten Form der Vorsaison weit hinterher. Zwar erzielte Kainz fünf Saisontore, allerdings alle vom Punkt. Ob das Formtief mit der Kapitänsbinde zusammenhing, ist reine Spekulation. Möglich ist es aber allemal.

Ob Kainz die Binde auch in der kommenden Spielzeit tragen wird, ist mindestens fraglich. „Wir haben da einige interessante Persönlichkeiten, neben Florian Kainz natürlich“, sagte Gerhard Struber am Montag. Mark Uth, Timo Hübers, Luca Waldschmidt, Jan Thielmann und Co. – die Liste der Persönlichkeiten ist beim FC in der Tat lang. „Ich bin da komplett offen und schau mir das alles sehr gut an“, sagte Struber. „Ich will mir da einfach die nächsten Wochen die Zeit nehmen, um dann auch drauf zu kommen, wer die Rolle einnehmen soll.“ Festgelegt hat sich der Trainer also nicht. Der Coach betont aber auch, dass es keine Wahl wie bei anderen Clubs geben wird. „Ich wähle mir den Kapitän schon selbst aus. Das ist mein Weg in den kommenden Wochen.“

Österreich als Gruppensieger im Achtelfinale

Wie wichtig die richtige Hierarchie für eine Mannschaft ist, betonten auch die TV-Experten Christoph Kramer und Per Mertesacker am Dienstagabend in Bezug auf ihren WM-Titel 2014. Das gilt natürlich auch für den Vereinsfußball und den FC. Die kommenden Wochen finden am Geißbockheim (zunächst) ohne Florian Kainz statt und das spricht nicht unbedingt für eine weitere Amtszeit des Mittelfeldmannes. Der konzentriert sich ohnehin auf die folgenden Länderspiele. Es ist sicherlich nicht ausgeschlossen, dass Kainz noch seine Einsatzzeit erhält. Denn das Turnier könnte für die Rangnick-Auswahl noch andauern. „Die Mannschaft zeigt sich bei der EM wenig überraschend sehr gut. Sie haben sich in den letzten Monaten unter Ralf Rangnick fantastisch entwickelt, sie haben einen unglaublichen Spirit“, erklärte Struber vor dem Niederlande-Spiel und wünschte sich den nächsten Schritt. Den ist Österreich gegangen, mit Florian Kainz – wenn auch ohne Einsatzzeit.


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Wer geht, wer bleibt?

Die Kölner Wackelkandidaten: Keine konkrete Aussagen, aber klare Tendenzen

Gerhard Struber ist Trainer des 1. FC Köln
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Die Kölner Wackelkandidaten: Keine konkrete Aussagen, aber klare Tendenzen

Der 1. FC Köln hat am Montag das Training wieder aufgenommen, bereitet sich nun intensiv auf die kommende Spielzeit vor. Während der Großteil des Kaders steht, gibt es noch einige Wackelkandidaten. Und bei denen klare Tendenzen.

Mit einem XXL-Kader ist der FC am Montag in die Vorbereitung zur neuen Saison gestartet. So groß wird der Kader aber nicht bleiben beim 1. FC Köln: So ist der Stand bei Selke, Maina, Ljubicic und Co.

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Das Grinsen von Christian Keller war schon ein besonders breites, als der Sportdirektor über die Zukunft von Linton Maina sprach. Denn während der 46-Jährige in der Causa Urbig/Schwäbe erstaunlich deutlich wurde und den Youngster als die künftige Nummer eins bestätigte, wollte Keller bei Maina nicht konkret werden. Der schnelle Außenbahnspieler verfügt über eine Ausstiegsklausel, die noch nicht abgelaufen ist. Im Gegensatz zu einigen anderen Mitspielern hat sich der 25-Jährige aber noch nicht offiziell zum FC bekannt. Eine Meldung wie in den Fällen Thielmann, Martel, Hübers oder Kainz steht noch aus. „Linton hat Geburtstag gehabt und die Leistungsdiagnostik absolviert und freut sich, dass es wieder losgeht“, sagte Keller also mit einem breiten Grinsen und freute sich selbst über seine doch offene Antwort.

Selke vor Abschied?

Tatsächlich geht die Tendenz wohl Richtung Verbleib. Die erste Einheit absolvierte Maina am Montag, der vor einem Jahr noch so etwas wie der Pechvogel der Vorbereitung war, unter anderem mit Rückenbeschwerden lange ausfiel. Sollte sich Maina für den FC entscheiden, wäre eine Vertragsverlängerung wie bei Florian Kainz nicht unwahrscheinlich. Denn der Kontrakt des Mittelfeldspielers läuft im kommenden Sommer aus, Maina wäre dann ablösefrei zu haben. Fakt ist aber auch, dass die Ausstiegsklausel noch gilt. Sollte ein für Maina interessanter Verein die Fühler ausstrecken, ist ein Wechsel immer noch denkbar.

Immer wahrscheinlicher wird er indes bei Davie Selke. Keller betonte am Montag noch einmal, dass man dem Stürmer ein Angebot unterbreitet habe, dieser aber die Frist habe verstreichen lassen. „Jetzt ist die Frage, ob es noch mal eine neue Frist gibt“, sagte Keller. Sowohl der Sportdirektor als auch der neue Trainer betonten, wie wichtig ein Stürmer wie Selke für den Verein sein könne, allerdings müsse es da auch ein klares Commitment gegenüber dem Verein geben und das fehle nach wie vor. Das geforderte Commitment hat wohl auch mit dem nötigen Kleingeld zu tun. Die finanziellen Vorstellungen beider Parteien liegen viel zu weit auseinander, als dass eine schnelle Lösung möglich scheint. Die Kölner Verantwortlichen hatten zuletzt betont, dass man sich nicht ausquetschen lasse. Heißt: Auch für Selke gibt es wohl kein Gehalt, das das aktuelle Spektrum an Löhnen sprengen könnte. Zudem scheint der Stürmer nicht sonderlich glücklich über die Wortwahl gewesen zu sein. Zuletzt hat Selke sogar den Insta-Link des FC von seinem Account genommen.

Wie geht es weiter mit Dejan Ljubicic?

Lukrative Angebote sollen Selke durchaus vorliegen. Auf der anderen Seite fühlt sich der Stürmer in Köln sehr wohl. Der FC muss allerdings langsam auch planen, braucht eine gewisse Sicherheit. Der neue Coach würde sich sicherlich über den Zielstürmer und erfolgsreichsten Torschützen der Vorsaison freuen. „Grundsätzlich zeige ich mich demgegenüber sehr offen, gleichzeitig haben wir sehr interessante Jungs im offensiven Bereich jetzt zur Verfügung. Mein Vertrauen in diese Jungs ist groß, Entwicklung zu schaffen“, sagte Struber. Gerade mit Tim Lemperle, Marvin Obuz, aber auch Damion Downs und vielleicht sogar Jaka Potocnik haben die Kölner viel offensives Talent, dass nun zur Entfaltung kommen könnte. Struber klingt jedenfalls so, als könne er sich mit einem Selke-Abschied arrangieren.

Deutliche Worte findet der Trainer bei Dejo Ljubicic. „Dejan ist ein sehr spannender Spieler. Auch, wenn das letzte Jahr ein schwieriges für ihn war“, sagte der Coach und betonte, dass der Mittelfeldspieler dem Team in dem Vorhaben, möglichst schnell wieder ins Oberhaus zurückzukehren, gut zu Gesicht stünde. „Ich spüre, dass er eine persönliche Verbundenheit zum Verein spürt. Er ist einer, den ich sehr gerne hier weitersehen würde.“ Tatsächlich war auch Ljubicic bei der ersten Einheit am Montag offensichtlich mit viel Freude dabei. Der Österreicher schrieb nach der Einheit bereitwillig Autogramme. Genauso wie Marvin Schwäbe, der gemeinsam mit Jonas Urbig und dem neuen Torwarttrainer Peter Greiber seine Einheit absolvierte. Eine konkrete Aussage zu dem Keeper machte Keller ebenfalls nicht. Nur, dass Jonas Urbig die Nummer eins sein würde. Klar ist aber, dass man Schwäbe sicherlich keine Steine in den Weg legen wird.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Statt Spielerflucht ein Überangebot: Einige Spieler werden den FC verlassen müssen

Der Kader des FC ist groß
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Statt Spielerflucht ein Überangebot: Einige Spieler werden den FC verlassen müssen

Noch vor wenigen Wochen waberte die berechtigte Sorge von einem dünnen Kader rund um das Geißbockheim. Nun gibt es einen zu großen Kader. So ist es sehr wahrscheinlich, dass einige Spieler den FC noch verlassen werden.

Knapp 30 Spieler tummelten sich am Montag auf dem Trainingsplatz am Geißbockheim. Einige weitere werden in den kommenden Tagen bis Wochen wieder dazustoßen. Für Trainer Gerhard Struber ist der Kader aktuell zu groß. Trotz der Transfersperre beim 1. FC Köln: Einige Spieler werden den FC noch verlassen müssen.

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Als der 1. FC Köln sich vor so ziemlich genau einem Monat auf Trainersuche begab, kam zwangsläufig die Frage auf, mit welchen Mitteln Christian Keller einen neuen Coach zum FC lotsen wolle. Eine Spielerflucht war ganz sicher nicht ausgeschlossen, immerhin möglich, die Chance auf eine Kaderverbesserung auf dem Transfermarkt allerdings nicht gegeben, dazu eine selbst für Köln schon fast ungewohnte Unruhe, wenn auch berechtigte Kritik an handelnden Personen. Vier Wochen später ist der Trainer nicht nur gefunden, die Situation hat sich rund um den Club grundlegend verändert. Statt Panik herrscht Aufbruchstimmung und dazu eine bislang erstaunlich störfreie. Am Montag hat mit Gerhard Struber der neue Coach das Training aufgenommen und bei den rund 250 anwesenden Fans, das Gefühl von Veränderung wohl noch verstärkt.

Der Kader ist zu groß

Von einer Unruhe wollte der Coach rund um das Geißbockheim ohnehin nichts mitbekommen haben. „Ich habe in den Gesprächen gemerkt, dass jeder hier in der Sache weiß, was zu tun ist, um wieder erfolgreich zu werden“, betonte Struber sachlich, fast schon analysierend. Für ihn gehe es ohnehin darum, die Menschen, mit denen er zusammenarbeite, erst einmal kennenzulernen. Dann werde gehandelt. Dass es überhaupt personellen Handlungsspielraum gibt, war für den Trainer in der Gänze wohl nicht zu erwarten. So wird es in den kommenden Wochen einige wichtige Entscheidungen zu treffen geben. Denn der Kader ist zum jetzigen Standpunkt deutlich größer, als es dem 47-Jährigen dann final lieb sein wird. Struber und Keller werden vor dem Saisonbeginn noch aussortieren, den Kader verkleinern müssen. Und das, nachdem im Worst-Case-Szenario nur ein gutes Dutzend Feldspieler der vergangenen Spielzeit übrig geblieben wäre.

Wird wohl noch Veränderungen geben

Nun gibt es eine andere Marschroute. “Die Gruppe muss schon ein Stück kleiner werden“, erklärte der Trainer am Montag. Die aktuelle Größe des Kaders sei zwar bewusst gewählt, ob sie aber zielführend ist, ist eine andere Baustelle. Immerhin stehen auf dem Papier mehr als 30 Namen, die Teil der Profimannschaft sein können. So wird es auch in Zeiten der Transfersperre Entscheidungen geben, an die man vor einigen Wochen gar nicht denken mochte. Den FC werden mit großer Wahrscheinlichkeit einige Spieler noch verlassen. Und das möglicherweise nicht nur auf Leihbasis. Zumal die Kölner auf einigen Position besonders gut, auf anderen wiederum ziemlich spärlich besetzt sind. Gerade in der Innenverteidigung hat Struber eher wenig Spielraum, auf den Außenbahnen ebenso. Flexibler wird der FC wohl in der Offensive sein.

Sicherlich wird Christian Keller Spielern, die sich nur wenig Hoffnung auf Einsatzzeit machen, keine Steine in den Weg legen. Zumindest wenn der Sportdirektor zu einer ähnlichen Einschätzung kommt. Und der 46-Jährige ist bekanntlich ein Freund von Leihen. Dieses Modell erachtete der Sportdirektor auch für dieses Sommer als ein „wahrscheinliches“. Dabei wird es sicherlich nicht die ganz jungen Nachwuchshoffnungen treffen. Keller betonte am Montag, dass Fayssal Harchaoui, Jaka Potocnik und Co. durchaus die Chance haben, sich zu beweisen und das Trainerteam dann über die kurzfristige Zukunft entscheide. Sollte es bei den Youngstern noch nicht reichen, geht es zunächst einmal zum Spielpraxis sammeln zur U21.

Die Frage ist vielmehr, ob Struber in Spielern, die in den vergangenen Jahren den Durchbruch nicht geschafft haben, noch die Hoffnung auf Besserung sieht. Zumal gleich mehrere Akteure noch einen Vertrag bis zum kommenden Sommer besitzen. Will der FC noch einmal verdienen, dann jetzt.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Offiziell: Der 1. FC Köln verpflichtet Malek und Said El Mala

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Offiziell: Der 1. FC Köln verpflichtet Malek und Said El Mala

Der 1. FC Köln hat trotz der Transfersperre die nächsten Talente verpflichtet. Malek und Said El Mala wechseln von Viktoria Köln zu den Geißböcken, werden aber vorerst weiterhin für den Drittligisten auflaufen.

Der FC arbeitet mit Hochdruck an seinem Kader. Und das auch am mittelfristigen: Der 1. FC Köln verpflichtet Malek und Said El Mala. Die Brüder werden allerdings zunächst weiter für Viktoria Köln auflaufen.

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Schon vor einigen Tagen waberten die ersten Gerüchte rund um das Geißbockheim, nun hat es der FC auch offiziell gemacht. Die Kölner verpflichten die nächsten Talente und das aus der direkten Nachbarschaft. Malek und Said El Mala wechseln von Viktoria Köln zum FC. Die Brüder gelten als besonders talentiert. „Sowohl Said als auch Malek haben sich in der abgelaufenen Saison hervorragend entwickelt. In der U19 von Viktoria haben die beiden starke Leistungen abgeliefert und zudem durch Einsätze in der 3. Liga die ersten Schritte im Herrenfußball gemacht – Said dabei sogar als jüngerer U19-Jahrgang“, sagt Christian Keller. „Beide Jungs bringen sehr gute Voraussetzungen mit, um diesen Weg fortzusetzen und sich mittelfristig im Profifußball zu etablieren. Dafür wird ihnen die Chance auf regelmäßige Spielpraxis in ihrem gewohnten Umfeld und auf hohem Niveau in der Drittligamannschaft von Viktoria guttun.“

Said El Mala: „Es ist nicht selbstverständlich, die nächsten Schritte gemeinsam machen zu können“

Hintergrund ist das Registrierungsverbot, das dem FC auferlegt worden ist. Die Kölner dürfen Spieler verpflichten, aber bis Winter nicht einsetzen. Christian Keller hatte angekündigt, mehrere Talente verpflichten zu wollen. Nach Mansour Ouro-Tagba und Chilohem Onuoha sind Malek und Said El Mala die weiteren Neuverpflichtungen. Keller hatte insgesamt vier angekündigt. „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung beim 1. FC Köln. Das ist ein riesiger Meilenstein, den ich zusammen mit meinem Bruder erreicht habe und wir werden alles für diesen Verein tun“, sagt Malek El Mala. „Dass wir unseren Weg im Profi-Bereich beim FC gemeinsam weitergehen können, ist etwas ganz besonders, dafür haben wir immer gearbeitet und darauf sind wir sehr stolz.“ Der 19-Jährige spielte zunächst Innenverteidiger, wurde aber bei der Viktoria zum Stürmer umgeschult. In 22 Spielen erzielte er zehn Tore und bereitete sieben Tore vor. Sein Debüt in der 3. Liga gab es im April.

Bereits im Februar gab der jüngere Bruder Said El Mala sein Debüt in der Drittliga-Mannschaft. Gegen den VfB Lübeck erzielte der Offensivspieler am 31. Spieltag zudem ein wunderbares Tor. „Es ist ein unheimlich gutes Gefühl, bei so einen großen Verein unterschreiben zu dürfen. Und wie es mein Bruder gesagt hat: Es ist nicht selbstverständlich, die nächsten Schritte gemeinsam machen zu können“, sagt Said El Mala. „Dafür sind wir sehr dankbar. Wir werden in der kommenden Saison alles geben und wollen uns so möglichst gut auf die Zeit beim FC vorbereiten.“ Ähnlich wie Max Finkgräfe verbrachten auch die beiden Brüder einen Teil ihrer Ausbildung bei Borussia Mönchengladbach, spielten aber vor dem Wechsel zur Viktoria beim TSV Meerbusch.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Mark Uth: Weniger Mannschaftstraining, mehr Einsätze?

Mark Uth will beim 1. FC Köln wieder mehr spielen.
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Mark Uth: Weniger Mannschaftstraining, mehr Einsätze?

In der vergangenen Vorbereitung schob Mark Uth Extraschichten, um nach seinem „Seuchenjahr“ wieder angreifen zu können. Doch auch in der vergangenen Saison fiel der gebürtige Kölner immer wieder aus. Nun haben sich Spieler und Verantwortliche auf eine Sonder-Vorbereitung geeinigt.

Zwar verlief die vergangene Saison schon deutlich besser als die Spielzeit 22/23 – so wirklich glücklich war sie für Mark Uth aber auch nicht. Durch zwei hartnäckige Verletzungen blieb dem gebürtigen Kölner doch wieder viel zu oft nur die Rolle des Zuschauers. Das soll sich in der kommenden Saison ändern und führt zu einer Umdenke beim 1. FC Köln: Deswegen ist Mark Uth nicht bei jeder Einheit dabei.

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Es ist gut möglich, dass sich Christian Keller ein wenig mehr versprochen hatte. Ein wenig mehr Impuls. Denn der FC scheint dieser Tage sehr darauf bedacht zu sein, wann welche Meldung den Weg an die Öffentlichkeit findet. Das Treuebekenntnis von Mark Uth wurde jedenfalls vor dem Heidenheim-Spiel, also vor dem sicheren Abstieg, verkündet. Ob die Kölner Verantwortlichen damit auch einen gewissen mentalen Impuls auf das Saisonfinale auslösen wollten, ist nicht bekannt, aber nicht unwahrscheinlich. Der Klassenerhalt wurde bekanntlich verpasst. Ganz sicher sollte es aber eine Signalwirkung auf weitere Spieler ohne Vertrag oder mit Ausstiegsklausel haben. Und das hat dann wieder erstaunlich gut gefruchtet. Wenn auch nicht bekannt ist, mit welchen monetären Mitteln bei der Entscheidungsfindung nachgeholfen wurde.

Uths Vorbereitung wird „etwas anders“ gestaltet

Mark Uth war der erste Spieler, der sich für den FC öffentlich ausgesprochen hat. Am Montagnachmittag fehlte der gebürtige Kölner allerdings zum Auftakt der Vorbereitung bei der Mannschaft und das ganz bewusst. „Er wird nicht fehlen. Er wird jetzt am Anfang aber nicht immer auf dem Platz stehen“, erklärte Keller am Montag. „Wir haben uns bei Mark dazu entschieden, dass wir den ersten Teil der Vorbereitung bei ihm sehr individuell gestalten, um ihn dann so aufzubauen, dass er uns nicht immer nur ein paar Minuten Freude machen kann.“ Noch vor einem Jahr hatte der Offensivspieler Extraeinheiten geschoben, sich nach seinem „Seuchenjahr“ mit vielen Verletzungen und Operationen zurück gekämpft und war besonders motiviert in die neue Spielzeit gestartet. Doch die nächsten Verletzungen ließen nicht lange auf sich warten. Schon beim ersten Pflichtspiel war mit muskulären Problemen Schluss.

Zudem verletzte sich der 32-Jährige im Testspiel gegen Rot-Weiss Essen am Knie. Insgesamt kam Uth in der vergangenen Spielzeit auf 13 Pflichtspiel-Einsätze, stand nur drei Mal in der Startelf – insgesamt 400 Minuten. In der Saison 22/23 waren es sogar nur fünf Kurzeinsätze. Ein entscheidender Faktor war der Offensivspieler für die Kölner in den vergangenen beiden Jahren somit nicht. Und das, obwohl er als Hoffnungsträger galt und wieder gilt. Zwischenzeitlich wurde sogar über ein Karriereende in den Medien spekuliert. Davon ist Uth weit entfernt, aber offenbar ebenfalls ein Stück weit von der uneingeschränkten Rückkehr auf den Platz.

Zumindest schwingt die Sorge vor weiteren Verletzungen bei dem Offensivspieler mit. „Mark ist einer der herausragenden Spieler in unserem Kader. Da müssen wir einfach die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass er 20, 25 oder sogar hoffentlich noch mehr Spiele machen kann“ so Keller. „Deswegen haben wir gesagt, dass wir seine Vorbereitung etwas anders gestalten wollen.“ So wird der Porzer zunächst ein wenig kürzer treten, um für den FC in dieser Saison möglichst lange eine Rolle spielen zu können. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich im Laufe der Saison wiederum sehr schnell zeigen.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

XXL-Kader zum Trainingsauftakt des 1. FC Köln

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XXL-Kader zum Trainingsauftakt des 1. FC Köln

Gut fünf Wochen nach dem enttäuschenden Ende der vergangenen Saison ist der 1. FC Köln in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit gestartet. Bei sommerlichen Temperaturen leitete Gerhard Struber sein erstes Training.

Wenige Stunden nach der offiziellen Vorstellung gab es den ersten Einsatz aus dem Trainingsplatz des 1. FC Köln: So lief die erste Trainingseinheit unter Gerhard Struber.

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Bei sommerlichen Temperaturen ist der 1. FC Köln nun auch öffentlich in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Unter Gerhard Struber wollen die Geißböcke „schnellst möglich“ wieder ins deutsche Fußball-Oberhaus zurückkehren. Und der neue Coach begrüßte einen XXL-Kader zur ersten Einheit. Nur wenige Profis fehlten zum Auftakt. Leart Pacarada (Krankheit), Luca Kilian (Reha-Training nach Kreuzbandriss), Mark Uth (individuelles Training) sowie Florian Kainz (Einsätze bei der EM) fehlten bei der ersten Einheit. Zudem haben bekanntlich mit Benno Schmitz, Faride Alidou, Justin Diehl und Jeff Chabot einige Akteure den Club verlassen. Davie Selke hatte ein Angebot vorliegen, dieses aber nicht angenommen. Ob es ein weiteres geben wird, ist unklar.

Youngster im Einsatz

Dafür trainierten die Leihspieler, die im Sommer zurückgekehrt sind, wieder mit der Mannschaft mit. Jonas Urbig, die neue Nummer eins, genauso wie unter anderem Tim Lemperle und Mathias Olesen. Nicht mit dabei war dagegen Marvin Obuz. Das Eigengewächs wird nach einem Muskelbündelriss noch einige Wochen fehlen. Laut Christian Keller wird der Rückkehrer von RW Essen erst Mitte der Vorbereitung einsteigen können. Präsentieren dürften sich mit Fayssal Harchaoui, Julian Pauli und Jaka Cuber Potocnik allerdings einige Nachwuchshoffnungen. Ob sie bei den Profis bleiben oder erst einmal bei der U21 zum Einsatz kommen, läge an den Spielern selbst, sagte Keller am Montag.

Bis zum ersten Testspiel beim VfL Rheingold Poll am kommenden Samstag sind für jeden Tag Trainingseinheiten anberaumt.


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