Christian Keller bestätigt Torhüter-Entscheidung

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Christian Keller bestätigt Torhüter-Entscheidung

Jonas Urbig wird in der kommenden Saison die Nummer eins des 1. FC Köln. Das bestätigte Sportdirektor Christian Keller am Montagvormittag. Wie es mit Marvin Schwäbe weitergeht, ist offen.

Der FC hat sich wie berichtet bereits auf den ersten Keeper für die neue Saison festgelegt. Es gibt eine neue Nummer eins beim 1. FC Köln: Christian Keller bestätigt Torhüter-Entscheidung.

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Die Situation hätte eine ungemütliche werden können – für Christian Keller, genauso wie für Marvin Schwäbe und Jonas Urbig. Denn eigentlich hatte der Plan für diesen Sommer so ausgesehen, dass Schwäbe als Nummer eins den Herausforderer Jonas Urbig zur Seite gestellt bekommen würde. Nur lieferte Urbig bei Greuther Fürth eine so starke Spielzeit ab, dass er sich wohl kaum mit der Position des Ersatzkeepers zufrieden gegeben hätte. Es drohten Unstimmigkeiten, die die Kölner wohl gerne vermieden hätten. Schließlich gilt Urbig als eins der größten Talente des Landes. Der FC hätte wohl sehr ungern einen weiteren Youngster verloren. Doch auch Schwäbe lieferte Argumente für den Posten zwischen den Pfosten. „Marvin hat über zweieinhalb Jahre ein sehr sehr guten Job gemacht“, sagte Keller. „Er hat teils herausragende Leistungen für uns gezeigt und sich nicht umsonst in den Fokus der Nationalmannschaft gespielt.“

Keller: „Marvin wird sich hier einbringen“

Wie konkret dieser Fokus wirklich gewesen ist, ist offen. Fakt ist dagegen, dass der 1. FC Köln nicht mit Schwäbe als Nummer eins in die neue Saison startet. Die Kölner haben sich wie berichtet auf Jonas Urbig festgelegt. Und das nicht ohne Grund. Schwäbe hatte in der Tat seinen Wunsch hinterlegt, den Verein verlassen zu wollen. „So einem Spieler muss man mit kompletten Verständnis nachsehen, wenn er sagt, ich habe auf Erstliga-Niveau performt, wenn für mich eine Türe aufgeht, dann möchte ich die auch nutzen“, so Keller, der betonte, dass es einen offenen Austausch gegeben habe und man offen gewesen sei, ihm diesen Wunsch zu ermöglichen. Anscheinend hat sich noch keine Tür geöffnet. „So lange wird Marvin sich hier einbringen und mit trainieren, so, wie er das die letzten zwei Jahre gemacht hat.“

Die für Schwäbe geöffnete Tür hatte aber auch einen Nebeneffekt. „Klar ist aber auch der Umkehrschluss, dass wenn sich unsere aktuelle Nummer eins mit hoher Wahrscheinlichkeit verändern wird, wir dann eine neue Aussage zur neuen Nummer eins treffen müssen“, so Keller. „Wir haben einen hochtalentierten Nachwuchstorwart in unseren Reihen, wahrscheinlich einer der talentiertesten Torhüter überhaupt im deutschen Fußball. Und in dem Moment, in dem die aktuelle Nummer eins den total nachvollziehbaren Veränderungswunsch äußert, dann ist damit die Entscheidung gefallen, wer die neue Nummer eins wird. Und so werden wir jetzt auch in die neue Saison gehen.“

Entscheidung pro Jonas Urbig

Wie es mit Schwäbe weitergeht, ist unterdessen offen. Als der 29-Jährige vor drei Jahren zum FC wechselte, kam der Keeper als klare Nummer zwei hinter Timo Horn, eroberte aber schnell den Stammposten. Dass der Keeper sich nach zweieinhalb Jahren Nummer eins aber wieder im zweiten Glied einordnen will, ist unwahrscheinlich. Zumal die Kölner aktuell über fünf Keeper verfügen. Auf der anderen Seite ist der Keeper-Markt alles andere als leicht. Durch die Vertragsverlängerung von Philipp Pentke deutet aber einiges darauf hin, dass man Schwäbe auch weiterhin keine Steine in den Weg legen wird. Somit heißt die Zukunft Jonas Urbig und das schneller als erwartet. Der 20-Jährige spielt damit bereits bei seinem dritten Club in der zweiten Liga als Nummer eins.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Gerhard Struber: „Es ist die Aufgabe, die irrsinnig reizt“

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Gerhard Struber: „Es ist die Aufgabe, die irrsinnig reizt“

Wenige Stunden vor dem Auftakttraining wurde Gerhard Struber als neuer Trainer des 1. FC Köln offiziell vorgestellt. Der Coach äußert sich zu seinem Kader, der bevorstehenden Aufgabe und seinen Zielen.

Das sagt Gerhard Struber auf der ersten Pressekonferenz als Trainer des 1. FC Köln zu seiner Aufgabe, zum Kader, der Spielidee und der Kapitänsfrage.

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Wenige Stunden vor dem Trainingsauftakt in die Zweitliga-Saison hat der 1. FC Köln seinen neuen Trainer vorgestellt. Auf Gerhard Struber ist bekanntlich die Wahl gefallen. Und das nicht ohne Grund. „Ich hatte ja schon viel über das Anforderungsprofil gesprochen“, erklärte Christian Keller am Montagmorgen. „Dazu gehört die Passfähigkeit zur Spielidee, die Passfähigkeit, junge Spieler zu entwickeln und die Fähigkeit, den Blick nur noch nach vorne zu richten und mit totaler Überzeugung, die Chance in dieser Aufgabe zu sehen.“ Die Chance heißt, die schnellst mögliche Rückkehr in die Bundesliga zu gewährleisten. Für den neuen Coach hat es in den ersten Gesprächen ebenfalls „gematcht“. „Es ist die Aufgabe, die mich irrsinnig reizt“, sagt Struber. „Die Gespräche, die wir geführt haben, waren am Ende ausschlaggebend, warum ich mich schnell für diese Aufgabe entschieden habe. Weil einfach der Reiz so groß ist, hier etwas in Bewegung zu bringen.“

Struber: „Wir wollen so schnell wie möglich zurück in die Bundesliga“

Das muss nach dem Abstieg auch nötig sein, denn der schnellstmögliche Aufstieg ist auch für den 47-Jährigen das erklärte Ziel. Der Club soll sich schnell dort wieder einfinden, „wo sich Stadt und Fans es verdient haben“, sagt der neue Coach, warnt aber zugleich: „Ich bin mir der Aufgabe bewusst. Wir wollen so schnell wie möglich zurück in die Bundesliga. Wir wissen aber alle, was es heißt, dieses Ziel anzugehen. Da müssen viele Räder ineinander greifen.“ Die Situation um den neuen Kader und die Transfersperre hat Struber dabei nicht abgeschreckt. Im Gegenteil: „Der Kader ist interessant, spannend und von einigen Persönlichkeiten geprägt. Wir werden den Kader entwickeln, in diese Spielidee, die uns hoffentlich dann auch gewährleisten lässt, diesen Aufstieg in Angriff zu nehmen“, sagt Struber. „Ich traue dem Kader zu, auch in dieser Spielidee und dieser Entwicklung, Leistungen abzuliefern, die uns Punkte gewährleisten.“

Zu dem Kader gehören zunächst auch Linton Maina, Marvin Schwäbe und Dejan Ljubicic. Zwar äußerte sich Keller nicht konkret zu der Vertragssituation von Maina, deutete aber an, dass er sehr glücklich beim FC sei und sich auf den Trainingsstart freue. Bei Schwäbe ist due Zukunft weiterhin offen, Jonas Urbig wird aber wie berichtet als neue Nummer eins in die kommende Saison gehen. Struber betonte, dass er sehr gerne mit Ljubicic abreiten würde, der sich beim FC wiederum sehr wohl fühle. Eine konkrete Aussage, wie es mit dem kolportiert wechselwilligen Mittelfeldspieler weitergeht, gab es nicht. Davie Selke hat das Angebot der Kölner verstreichen lassen. Die Tür scheint noch nicht ganz geschlossen zu sein. Struber äußerte sich auch zur Kapitänsfrage: „Wir haben neben dem Florian Kainz einige interessante Persönlichkeiten. Ich will mir da einfach die nächsten Wochen die Zeit nehmen, um da drauf zu kommen, wer die Rolle einnehmen soll.“

Struber: „Wir wollen sehr proaktiv agieren“

Nun steht für den Trainer zunächst einmal das Implementieren der Spielidee im Fokus. „Wir wollen sehr proaktiv agieren. Wir wollen in allen Phasen Antworten liefern. Und das gepaart mit einer hohen Intensität“, so Struber. eine wichtige Rolle soll dabei auch die Mentalität spielen. „Mir ist es wichtig, dass sich die Spieler viel zutrauen. Sie sollen Überzeugung aufbauen, Selbstvertrauen aufbauen. Wir wollen jeden einzelnen Spieler ein Stück besser machen.“ Dazu gehören auch einige Nachwuchshoffnungen. „Wir wollen uns einen Überblick gerade auch über die jungen talentierten Spieler verschaffen“, so Struber. So werden Fayssal Harchaoui, Julian Pauli und Jaka Cuber Potocnik vorerst bei den Profis mit trainieren und möglicherweise ihre Chance erhalten. Das Vertrauen in die „interessanten Jungs“ sei groß, betont Struber.


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Der Kronprinz tritt sein Erbe an – der rasante Aufstieg des Jonas Urbig

Jonas Urbig vom 1. FC Köln
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Der Kronprinz tritt sein Erbe an – der rasante Aufstieg des Jonas Urbig

Noch vor drei Jahren wurde Jonas Urbig beim 1. FC Köln als möglicher Kronprinz von Timo Horn gehandelt. Dieses Erbe tritt der junge Keeper nun an. Und das absolut verdient.

Schon bevor die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen hat, ist er einer der Gewinner. Es gibt eine Wachablösung beim 1. FC Köln: Jonas Urbig wird die Nummer eins.

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Es ist sonnig auf dem Fußballplatz des SV Aasen. Nur drei große Bäume stehen hinter dem Fangnetz des Kunstrasenplatzes. Einige Rentner haben sich dort versammelt, suchen Schutz vor der Sonne. Das eigentliche Geschehen spielt sich auf der anderen Seite des Kunstrasens ab, doch auch hier gibt es etwas zu sehen. Sprünge und Paraden. Es ist Sommer 2021, es ist Trainingslager in Donaueschingen, es wird die erste Spielzeit unter Steffen Baumgart. Und es ist der ungeahnte Beginn einer Wachablösung. Uwe Gospodarek trainiert die Kölner Keeper: Marvin Schwäbe, Timo Horn und da ist das noch „dieser Junge“, wie einer der Rentner sagt und mit urigstem Kölsch prophezeit „Der macht seinen Weg, das sage ich euch.“

Jonas Urbig setzt Tradition der Keeper fort

Der Junge heißt Jonas Urbig und wird nicht nur von den anwesenden Rentnern als Hoffnungsträger der Kölner Keeper-Schmiede angesehen. „Jonas Urbig als Kronprinz wollen wir fördern und für ihn ist perspektivisch der Kaderplatz im Profibereich angedacht“, sagte damals auch Jörg Jakobs, der bekanntermaßen nicht mehr für den FC tätig ist. Urbig der Kronprinz. Kronprinz von Timo Horn und damit wohl auch Nachfolger von Kölner Torwart-Größen wie Bodo Illgner und Toni Schumacher. „Es ist wichtig, dass wir junge Talente an den Profikader heranführen. Jonas ist ein sehr guter Torwart, der auch im Trainingslager eine gute Leistung abgerufen hat“, sagte Horn damals. „Ich kann auch nicht ewig spielen. Es ist gut, wenn der FC diese Torhüter-Tradition fortsetzen kann. Wenn Jonas das ist, dann würde mich das sehr freuen. Er ist ein guter Junge.“ 

Drei Jahre später setzt Urbig diese Tradition fort. Der gute Junge von damals wird in der kommenden Spielzeit die Nummer eins im Kasten des 1. FC Köln sein. Das Potenzial hat man damals schon gesehen, die enorme Sprungkraft, das spielerische Verständnis, die Reflexe. Dass es der Euskirchener, der die Torwartfähigkeiten wohl von seinem Vater mit in die Wiege gelegt bekommen hat, bereits drei Jahre nach seinem ersten Trainingslager mit dem FC die Stammhandschuhe tragen würde, war damals nicht abzusehen. Timo Horn galt als unumstrittene Nummer eins, Marvin Schwäbe war der Herausforderer. Dieser setzte sich aber doch recht schnell durch, erhielt einen erstaunlich langen Vertrag und galt als ebenso unumstritten. Bis der Abstieg drohte und Schwäbe offenbar andeutete, den Verein nicht in die 2. Bundesliga begleiten zu wollen. Christian Keller betonte am Montagvormittag auf der ersten Pressekonferenz mit Gerhard Struber, dass Schwäbes Wunsch aufgrund seiner Leistungen nachvollziehbar sei und sich der FC somit auf Jonas Urbig als neue Nummer eins festlege.

Jonas Urbig steigert seinen Marktwert

Es wäre aber viel zu einfach, Schwäbes Abschiedsankündigung als Hauptursache für Urbigs Beförderung auszumachen. Dass sie jetzt schon festzusteht schon, eine Wachablösung wäre aber auch sonst nicht unwahrscheinlich gewesen. Denn Urbig hat in den vergangenen beiden Jahren eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Offenbar auch schneller als erwartet. Der 20-Jährige wurde im Januar 2023 nach Regensburg verliehen. Eigentlich, um den Konkurrenzkampf zu beleben, eigentlich für anderthalb Jahre. Doch der Keeper entschied das interne Torhüter-Duell für sich, wurde beim Jahn Stammkeeper, konnte den Abstieg aber nicht verhindern. Damit änderte sich auch der eigentliche Plan der Leihe. Urbig kehrte bereits im Sommer 2023 zurück, sollte weiterhin 2. Liga spielen, um den nächsten Schritt zu gehen.

Dieses Mal trat Urbig in den Konkurrenzkampf bei Greuther Fürth. Wieder setzte sich der Youngster durch und avancierte zudem zu einem der besten Keeper der 2. Bundesliga, spielte unter anderem zehn Mal zu Null. Nur Kiels Timon Weiner war noch besser. Zwei Mal Konkurrenzkampf, zwei Mal in Liga zwei problemlos durchgesetzt, zudem den Marktwert laut transfermarkt.de auf vier Millionen Euro in die Höhe geschraubt. Urbig ist damit der wertvollste Keeper der 2. Bundesliga. Kein Wunder, dass der Torwart höhere Ambitionen hat. Und so hätte sich der Keeper wohl auch beim FC dem Konkurrenzkampf gerne gestellt. Den hat Urbig kampflos gewonnen. Im Trainingslager in der Steiermark ist der U21-Nationalkeeper die neue Nummer eins. In ein überraschendes Staunen wird der Torwart die Zaungäste dann wohl nicht mehr so leicht versetzen können.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Es geht wieder los – Gerhard Struber muss direkt den höchsten Gang einlegen

Der FC startet ins erste Training
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Es geht wieder los – Gerhard Struber muss direkt den höchsten Gang einlegen

Nach gut fünf Wochen starten die Geißböcke am Montag mit dem ersten Training in die neue Saison. Die Vorfreude ist riesig, die Sorge vor einem Fehlstart wohl auch. Trainer Gerhard Struber steht vor weiteren Baustellen.

Am Montagnachmittag startet der 1. FC Köln in das erste Training für die kommende Saison. Mit dabei sind einige Nachwuchskräfte, einige Leihspieler sowie ein neues Trainergespann. Auf das wartet direkt eine große Herausforderung: Diese Aufgaben gehen Gerhard Struber und Co. nun an.

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Gerade einmal 37 Tage liegen für den 1. FC Köln zwischen dem Abstieg in die 2. Bundesliga und dem Auftakt in die Vorbereitung auf jene. Vor fünf Wochen kassierte der FC die Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim und verpasste damit den Klassenerhalt. Nun starten die Geißböcke in die Mission 2. Liga, bemüht um den direkten Wiederaufstieg, zumindest den schnellst möglichen Aufstieg. Nachdem es am Sonntagabend noch ein gemeinsames Grillen mit der Mannschaft gegeben hat, wird der neue Trainer Gerhard Struber am Montagmorgen offiziell vorgestellt und dabei wohl auch seine Spielidee für die kommende Saison vorstellen, bevor der Coach am Nachmittag dann auch die erste Einheit mit dem Team absolviert. Bis zum ersten Testspiel am kommenden Samstag im Südstadion gegen den VfL Rheingold 1912 Köln-Poll wird es tägliche Einheiten geben.

Einige Baustellen bleiben

Struber und sein neu installiertes Trainerteam werden umgehend auf Hochtouren arbeiten müssen. Denn es gibt noch einige Baustellen, die die FC-Verantwortlichen schnellst möglich angehen müssen. Dabei wird das Implementieren einer neuen Spielidee zunächst nur eine periphere Aufgabe des 47-Jährigen sein. Vielmehr wird das neue Trainerteam erst einmal die Rahmenbedingungen schaffen müssen. Struber wird versuchen müssen, der abgestiegenen Mannschaft das Selbstvertrauen einzuhauchen, das den FC fast zwei Spielzeiten lang über den eigenen Möglichkeiten hat spielen lassen. Gerade die Leistungsträger muss der Trainer wieder auf Spur bringen, soll der Aufstieg in die Bundesliga schon in dieser Saison zum Thema werden.

Keine leichte Aufgabe, immerhin blieben einige Stammspieler weit hinter den Erwartungen zurück. Dabei dürfte es tatsächlich von Vorteil sein, dass der FC den Kader der Vorsaison nahezu zusammengehalten hat. Eine große Einheit muss in der Vorbereitung nicht aufs Neue herausbeschworen werden. Immerhin gibt es mit den Leihspieler gleich ein Halbes Dutzend Akteure, die wie einer Art Neuverpflichtung zu bewerten sind. Struber muss die Leihspieler genauso wie den Kölner Nachwuchs in den Kader integrieren. Dabei werden sicherlich nicht alle in Köln bleiben, alle aber eine wohl faire Chance erhalten. Zudem warten mit der Kapitänsfrage, der Rollenverteilung zwischen den Pfosten und den wechselwilligen Kandidaten weitere spannende Aufgaben auf Struber. Außerdem wird die Suche nach einem klassischen Zielstürmer eine spannende werden.

Hochtouren aber auch, weil dem Kölner Trainer-Team nicht viel Zeit für das Schaffen der Rahmenbedingungen bleibt. Anfang August, also in gut fünf Wochen, gut 30 Tagen, startet die 2. Bundesliga bereits wieder. Wenige Tage zuvor kehren die Kölner aus dem Trainingslager aus der Steiermark zurück. Bis dahin werden die Leitplanken lange stehen, dann geht es um den Fußball.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Der FC präsentiert sein Trainerteam – „Wichtig, die richtige Balance zu finden“

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Der FC präsentiert sein Trainerteam – „Wichtig, die richtige Balance zu finden“

Nachdem die Spieler des 1. FC Köln mit der Leistungsdiagnostik in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet sind, hat auch Gerhard Struber die Arbeit aufgenommen. Der FC präsentierte nun auch das gesamte Trainerteam.

Während die Spieler bei der Leistungsdiagnostik schwitzten, gab auch Gerhard Struber am Samstagmorgen seinen Einstand bei den Geißböcken. Der FC stellte am Abend dann die gesamte Riege der Übungsleiter vor: Das ist das Trainerteam des 1. FC Köln.

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Bereits am Morgen fuhr Gerhard Struber am Geißbockheim vor. Während seine neue Mannschaft sich der Leistungsdiagnostik unterzog, wurde der 47-Jährige an seinem neuen Arbeitsplatz rumgeführt, sammelte erste Eindrücke. Und er war nicht alleine. Auch seine künftigen Co-Trainer Bernd Eibler und Thomas Hickersberger waren vor Ort. Am Abend bestätigte der FC das neue Team um den Österreicher. „Bei der Neuzusammensetzung unseres Trainerteams war es uns wichtig, die richtige Balance aus fachlicher Expertise, starken Charakteren und Seniorität zu finden“, erklärte Christian Keller. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir Thomas Hickersberger, Bernd Eibler und Peter Greiber für den FC gewinnen konnten.“

Greiber kehrt zum FC zurück

Keine Überraschung war auch die Rückkehr des Torwarttrainers Peter Greiber, der schon zu Studienzeiten in Köln als Torwarttrainer arbeitete. Seit 2005 war er beim VfL Bochum tätig, bat dort zuletzt um die Freigabe. „Alle drei kommen mit der Überzeugung und der Ambition, gemeinsam mit dem gesamten Trainerteam durch eine systematische Vermittlung unserer Spielidee und eine klare Führung das Leistungspotential unserer Mannschaft heben zu können“, so Keller weiter. Eibler ist für Struber kein Unbekannter. Der 30-Jährige hatte schon bei RB New York mit dem neuen Cheftrainer der Kölner zusammengearbeitet. Hickersberger war seit 2011 bei Rapid Wien unter Vertrag.

Am Montag wird Struber das erste Mal vor die Presse treten und offiziell vorgestellt. Am Nachmittag geht es dann auch erstmals mit der neuen Mannschaft auf den Platz.


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Mathias Olesen: Im Juni noch gegen Mbappé, ab Juli gegen den HSV, S04 und Co.

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Mathias Olesen: Im Juni noch gegen Mbappé, ab Juli gegen den HSV, S04 und Co.

Mit Mathias Olesen kehrt ein weiterer Leihspieler zurück, der in der kommenden Saison wohl einen Kaderplatz beim FC bekommen wird. Unter Gerhard Struber soll in der 2. Bundesliga der Durchbruch gelingen.

Auch der Mittelfeldspieler war in der vergangenen Saison verliehen worden, um Spielpraxis zu sammeln. Das gelang. Nun kehrt der Luxemburger mit Selbstvertrauen zurück zum 1. FC Köln: Mathias Olesen will sich in dieser Saison durchsetzen.

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Während die Mannschaftskollegen am Geißbockheim im Rahmen der Leistungsdiagnostik die ersten Schweißperlen vergießen, steht für Mathias Olesen noch ein wenig Urlaub auf dem Programm. Die Nationalspieler des 1. FC Köln haben aufgrund ihrer Länderspielreisen noch ein wenig Extra-Urlaub erhalten. Nach der knapp verpassten EM-Teilnahme standen für Luxemburg vor dem Turnier die Testspiele gegen Belgien und Frankreich auf dem Spielplan. Zwar kassierte das Team gegen die potenziellen Titelkandidaten zwei klare 0:3-Pleiten, in beiden Begegnungen kam Olesen allerdings jeweils 90 Minuten zum Einsatz. Der Mittelfeldspieler hat sich nach überstandener Erkrankung im Frühling den Stammplatz in der Nationalelf zurückerobert, kommt schon auf 20 Einsätze für die Auswahl Luxemburgs.

Gelingt Olesen nun der Durchbruch?

Und nun will der 23-Jährige einen ähnlichen Schritt auch beim FC gehen. Olesen hat in einem Interview mit dem „Geissblog“ angekündigt, sich in der kommenden Spielzeit auch beim FC endlich durchsetzen zu wollen. Trotz 23 Bundesliga-Einsätzen ist dem gebürtigen Kopenhagener der Durchbruch bei den Geißböcken nicht gänzlich gelungen. Dabei hat Olesen beim FC durchaus einige Befürworter. So kam es im vergangenen Winter auch zu der Leihe in die Schweiz. Beim FC Yverdon sollte der 23-Jährige Spielpraxis sammeln, sich den nötigen Punch für den FC zu holen. „Mathias hat sich in seiner bisherigen FC-Zeit konstant nach vorne entwickelt. Um diese Entwicklung weiter zu forcieren, braucht Mathias jetzt noch mehr und vor allem auch regelmäßigere Spielzeit“, sagte Christian Keller damals.

Tatsächlich hatte Olesen maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt des Schweizer Erstligisten, während die Kölner abgestiegen sind. Olesen kam immerhin zu 17 Einsätzen, davon elf in der Startelf. Eine Lungenentzündung kostete den Mittelfeldspieler mehr Einsatzzeit. Obwohl mit Steffen Baumgart ein Fürsprecher des Luxemburgers nicht mehr in Köln weilt, könnte auch Olesen ein Gewinner der aktuellen Situation beim FC sein. Der 23-Jährige ist im Mittelfeld variabel einsetzbar, spielte in seiner Karriere sowohl im offensiven Mittelfeld hinter den Spitzen als auch auf der Sechs oder im offensiven Halbfeld. Positionen, die auch Dejan Ljubicic beim FC besetzt hat. Der Österreicher will dem Vernehmen nach den Club noch verlassen. Olesen könnte in der 2. Bundesliga in die Rolle sicherlich hereinwachsen. Doch auch ohne Ljubicic gibt es im Zentrum für Olesen namhafte Konkurrenz. Dennoch soll in der kommenden Saison der Durchbruch gelingen.


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Vom kolportierten Ausverkauf zum Aufstiegsfavoriten? So einfach ist es nicht

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Vom kolportierten Ausverkauf zum Aufstiegsfavoriten? So einfach ist es nicht

„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ – die vergangene Saison bot den FC-Fans wohl so manches Gefühlschaos. Nun scheint es emotional wieder aufwärts zu gehen rund um den 1. FC Köln. Über den wertvollsten Kader wird bereits gesprochen, der FC zum Aufstiegsfavoriten erklärt. Doch die Erwartungen sind ein wenig hochgegriffen.

Bereits vor dem ersten Duell der neuen Saison, sogar vor dem Trainingsauftakt der Mannschaft wird der FC von einigen Fußball-Fans bereits zum Aufstiegsfavoriten erkoren. Doch so einfach ist es sicher nicht. Warum der 1. FC Köln nicht zwangsläufig der große Aufstiegsfavorit ist.

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So wirklich gerne hören es die FC-Anhänger nicht, dass die kölsche Fußball-Mentalität immer wieder mit „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ beschrieben wird. Eine Achterbahn der Gefühle war die vergangene Spielzeit aber allemal. Trotz personellem Aderlass mit einer gewissen Portion Hoffnung in die Saison gestartet, sportlich erschreckend schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Die Transfersperre, das Aussetzen der gleichen, die erneute Bestätigung, dann das Baumgart-Aus, der Hoffnungsschimmer gegen Frankfurt, weitere Enttäuschungen, Last-Minute-Erfolge und die Zitterpartie bis zum letzten Spieltag. Der Abstieg. Beim FC war in der vergangenen Monaten so ziemlich jede Gefühlslage zwischen Horror, Entsetzen, Hoffnung, Zorn und Enttäuschung mit von der Partie.

Höchster Kaderwert – deswegen Favorit?

Zuletzt überwog bei vielen Fans so etwas wie Panik. Der Abstieg, gepaart mit der Transfersperre und einem drohenden Spieler-Ausverkauf. Doch wenn die Talfahrt meistens besonders rasant wird, sich im freien Fall befindet, folgt auch wieder der nächste Aufwind. Und schon machen die ersten Fußball-Freunde den FC zum Aufstiegskandidaten der 2. Bundesliga – vor dem ersten Spiel, vor dem ersten Training. Gerade einmal 35 Tage nach dem Horrorszenario herrscht Aufbruchstimmung. Das kommt tatsächlich nicht von ungefähr. Immerhin hat der zum Großteil zu recht kritisierte Christian Keller in den vergangenen Wochen ganze Arbeit geleistet und den Großteil der FC-Profis zum Verbleib am Geißbockheim gebracht. Ob monetär, mit warmen Worten oder einer interessanten Perspektive wird letztlich egal sein, Fakt ist: Keller hat einen wettbewerbsfähigen Kader versprochen, die 2. Bundesliga wird ihn aus Köln bekommen.

Laut dem Online-Portal transfermarkt.de, verfügen die Kölner auch nach dem Abgang von Jeff Chabot, einem möglichen Abschied von Marvin Schwäbe und Co. tatsächlich über den wertvollsten Kader der 2. Bundesliga – mit Abstand. Den FC aber aufgrund dessen direkt zum Aufstiegsfavoriten zu erklären, ist mindestens fragwürdig. Zumal das Online-Portal die Marktwerte bekanntlich schätzt. Und die gleiche Rechnung in der vergangenen Spielzeit ordentlich in die Hose ging. Denn da verfügten die Kölner lange über einen Kaderwert von 90 Millionen Euro, lagen vor Heidenheim, Darmstadt und Bochum, etwa gleichauf mit Bremen und Augsburg – das Ende der Geschichte ist bekannt. Und so stellt sich die Frage, ob der in der vergangenen Spielzeit nicht Bundesliga taugliche, leicht modifizierte Kader in der Lage ist, den direkten Wiederaufstieg anzupeilen?

Es bleibt die Sturmschwäche

Dass die Kölner sich im oberen Tabellendrittel aufhalten können, steht sicherlich außer Frage. Doch, dass der direkte Wiederaufstieg kein Selbstläufer wird, wohl mindestens genauso. Die Konkurrenz ist mit den üblichen Verdächtigen, dem Hamburger SV, Hertha BSC, Schalke 04 oder Fortuna Düsseldorf jedenfalls groß, zudem nehmen aktuell einige weitere Vereine Geld in die Hand, um ebenfalls ein Wörtchen im Kampf um das Oberhaus mitzureden. Ähnlich wird es der FC dann wohl im Winter handhaben. Bis dahin heißt es, sich also eine gute Ausgangsposition zu erarbeiten. Im Optimalfall eine so gute, dass im Winter nur eine Feinjustierung nötig sein muss.

Dazu müssen die Kölner aber auch Schwachstellen der vergangenen Saison abstellen. Und das wird schwer genug. Die Defensive hat mit dem Abschied von Jeff Chabot viel Qualität verloren. Es wird sich zeigen müssen, ob der eigene Nachwuchs schon bereit für den Sprung in den erweiterten Kreis der Startelf ist. Die größte Baustelle war aber die Sturmflaute der Kölner. Und auch dort scheint der Abgang der größten Qualität eines Zielstürmers nicht unwahrscheinlich. Selke hat das Angebot der Kölner bekanntlich nicht angenommen, sondiert wohl weiterhin die Angebote, die vorliegen.

Zwar haben die Kölner einige Stürmer im Kader, die in der 2. Liga Fuß fassen sollten, bekommen auch mit Tim Lemperle und Marvin Obuz gute Offensivkräfte dazu, doch ein Kernproblem waren auch die vergebenen Chancen. Der FC lag mit knapp 600 Schüssen in der oberen Tabellenhälfte, die 4,7 Prozent Quote an Toren war aber die schlechteste aller Bundesligisten. In der 2. Liga kam Rostock als schwächstes Team auf einen Wert von 5,8.

Der FC braucht wieder Selbstvertrauen

Zudem muss der neue Trainer der Mannschaft das Selbstvertrauen zurückgeben, das die Kölner in der vergangenen Spielzeit unter zwei Trainern sukzessive verloren haben. Es wird essentiell werden, dass Florian Kainz und Co. wieder zu alter Form finden. Sonst nutzt auch der höchste Kaderwert der Liga nichts.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Taktik, Formation, Talente – das ist Gerhard Struber

Gerhard Struber Trainer 1. FC Köln
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Taktik, Formation, Talente – das ist Gerhard Struber

Mit Gerhard Struber hat der 1. FC Köln seinen neuen Trainer gefunden. Auf den ersten Blick passt die Personalie. Restlos überzeugen konnte der 47-Jährige in der jüngeren Vergangenheit aber auch nicht.

Am Samstagvormittag hat er die Arbeit beim 1. FC Köln aufgenommen: Das ist Gerhard Struber.

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Ohne Ralf Rangnick wäre die Suche nach einem neuen Trainer für den 1. FC Köln wohl eine andere geworden – zumindest ganz anders verlaufen. Denn der Cheftrainer der Nationalmannschaft Österreichs hatte maßgeblichen Anteil an der Berufswahl von Gerhard Struber. Dieser hatte dem Fußball eigentlich schon abgeschworen. Dem Sport, dem der heute 47-Jährige schon früh verfallen war. Denn schon als Kind kickte der Österreicher auf den Wiesen des landwirtschaftlichen Hofs seines Vaters in Kuchl. Dort, beim SV, begann auch die fußballerischer Karriere und später die des Trainers.

Testspiel gegen Salzburg als Wende

Als 14-Jähriger wechselte Struber zum SV Austria Salzburg, spielte dort auch für die Senioren und tingelte durch einige Clubs des Landes. Insgesamt kam Struber auf 140 Erst- und Zweitliga-Einsätze. „Damals war ja noch alles ein Stück weit passiver, die heutige aktivere Spielweise hätte ganz gut zu mir gepasst, weil ich eher dynamisch und antizipierend gespielt habe. Nur technisch war ich zugegeben maximal ein durchschnittlicher Kicker“, sagte Struber in einem Interview von RB Salzburg. Den ganz großen Durchbruch verhinderten möglicherweise aber auch Verletzungen. Struber riss sich unter anderem gleich zwei Mal das Kreuzband. Der Fußballer ging in die Berufswelt, machte verschiedene Ausbildungen, ging in die Versicherungsbranche. „Zu diesem Zeitpunkt war ich schon in einer Verabschiedungsphase vom Fußball, weil ich den Weg in einem ganz anderen Bereich beschritten hatte“, so Struber.

Nebenbei übernahm der Österreicher seinen Heimatverein, bewahrte den SV Kuchl vor dem Abstieg und trat zu einem Freundschaftsspiel gegen RB Salzburg an. Anschließend habe es ein folgenschweres Gespräch gegeben. „Ralf Rangnick hat mich danach zum Gespräch eingeladen. Mit all seiner Begeisterungsfähigkeit hat er mich überzeugt, den Weg als Fußballtrainer hauptberuflich einzuschlagen. Es war zu diesem Zeitpunkt eine sehr mutige Entscheidung, weil ich einen wirklich guten Job mit tollen Perspektiven hatte“, sagte Struber. Offenbar aber die richtige Entscheidung. Der 47-Jährige trainierte Teams in der Salzburger Nachwuchsakademie, in Österreich, in England, in den USA. Im Sommer 2023 folgte die Rückkehr nach Salzburg, als Cheftrainer. Und obwohl er mit RB die Tabelle anführte, wurde er entlassen.

Warum Gerhard Struber zum FC passt

Dabei scheint der Coach auf den ersten Blick zum Anforderungsprofil der Kölner zu passen. Beim FC Barnsley arbeitete der Trainer nach eigener Auskunft unter ständigem Druck. Struber gilt zudem als Coach, der junge Spieler entwickeln kann und entwickeln will. „Wenn man so viele Jahre als Nachwuchstrainer alle Stufen durchlaufen hat und dann letztlich den Sprung ganz nach oben schafft, dann ist die Identifikation mit der gesamten Entwicklungsphilosophie ganz eine andere“, sagte der Trainer. „Mir liegt die Entwicklung der Burschen in der Akademie am Herzen, weil ich das alles selbst erlebt habe und weiß, wie wichtig das für die Spieler ist.“ Die Entwicklung gelang dem Coach in England. Struber rettete Barnsley vor dem Abstieg – mit einer erstaunlich jungen Mannschaft. Auch sein Team in Salzburg war mit Abstand das jüngste der Liga (21,7).

Zudem dürfte Struber zu der Spielidee von Steffen Baumgart passen. Jene Spielidee, die die Kölner Verantwortlichen auch in Zukunft gerne sehen würden, die über sämtliche Mannschaften implementiert werden soll. „Ich bin Überzeugungstäter, Fans wollen den Fußball erleben, für den wir stehen. Attraktiven, proaktiven Fußball, der die Fans mitreißt. Dazu braucht es eine klare Anleitung und einen Matchplan, der den Jungs hilft, ihnen aber auch Freiheiten lässt“, erklärte Struber bei seinem Amtsantritt 2023 in Salzburg. „Wir müssen richtig ‚on fire‘ sein. Ich will, dass die Burschen von der ersten Minute an mit viel Engagement zur Sache gehen und mit richtig viel Lust, unseren Fußball auf den Platz zu bringen.“ Struber arbeitete in Salzburg vornehmlich mit einer 4-3-1-2-Taktik, ließ den Red-Bull-Fußball spielen.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Coach in Salzburg lange kritisiert wurde, weil von seinem angekündigten Offensivspiel, von einem Spektakel nicht immer viel zu sehen war und auch der Sturm nicht so funktionierte, wie es Vereinsvertreter und Fans gerne gehabt hätten. Probleme, die man in Köln nur zu gut kennt. Allerdings kam RB am Ende der Saison auf 74 Tore. Probleme, die man in Köln wohl gerne hätte.


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Wer geht, wer bleibt?

Leistungsdiagnostik beginnt – mit Schwäbe, Maina und Ljubicic

Geißbockheim-Gelände des 1. FC Köln
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Leistungsdiagnostik beginnt – mit Schwäbe, Maina und Ljubicic

Am Freitagmorgen startete die Leistungsdiagnostik des 1. FC Köln am Geißbockheim. Dabei waren auch Spieler vor Ort, deren Zukunft beim FC oder eben auch nicht, noch nicht abschließend geklärt ist.

Am Freitagmorgen haben sich auch die FC-Profis aus dem Urlaub zurückgemeldet. Der FC beginnt die Leistungsdiagnostik mit den Wechselkandidaten.

Das Geißbockheim erwachte am Freitagmorgen mit dem Erscheinen von Rasmus Carstensen und Jacob Christensen nach fünf Wochen wieder zum Leben – zumindest das der Spieler. Denn mit der obligatorischen Leistungsdiagnostik starten nun auch die Profis in die neue Saison, während hinter den Kulissen eifrig am „neuen“ alten Kader gearbeitet wurde. Neben den Dänen war auch Jonas Urbig früh vor Ort und kehrte nach den Leihen bei Greuther Fürth und zuvor Jahn Regensburg zurück zum 1. FC Köln. Während die neue Nummer eins am Geißbockheim die ersten Übungen absolvierte, weilte Marvin Schwäbe in der MediaPark-Klinik zu den medizinischen Untersuchungen. Und das, obwohl die Zukunft des 29-jährigen Keepers beim FC noch offen ist. Kein Wunder, schließlich ist Schwäbe nach Auslaufen der Ausstiegsklausel an den FC gebunden, steht, bis er einen neuen Verein hat, beim FC unter Vertrag.

Weitere optionale Spieler bei den Tests

Das gleiche gilt auch für Linton Maina, dessen Vertragssituation ebenfalls nicht final geklärt ist. Im Gegensatz zu Schwäbe ist die Ausstiegsklausel noch aktiv. Maina könnte dem FC den Rücken kehren. Bislang gab es noch kein Treuebekenntnis. Wohl auch, weil der Außenbahnspieler noch auf weitere Optionen wartet. Zwar steht Dejan Ljubicic beim FC weiter unter Vertrag, der Verbleib ist aber nach wie vor alles andere als sicher. Dem Vernehmen nach liebäugelt der Mittelfeldspieler nach wie vor mit einem Wechsel. Nur in diesem Sommer würden die Kölner wohl noch eine angemessene Ablöse für Ljubicic kassieren. Der Vertrag läuft nur noch bis 2025, dann wäre der Österreicher ablösefrei. Der Abschied von Ljubicic ist also definitiv ein mögliches Szenario, da der FC im Zentrum auch quantitativ gut aufgestellt ist.

Auch am Samstag stehen noch weitere Tests und Diagnostik an. Am Sonntag wird dann erstmals auch Gerhard Struber vor der Mannschaft sprechen. Der neue Chef-Coach wird dann am Montagvormittag auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt. Am Nachmittag leitet der Österreicher die erste Einheit, eine öffentliche. Voraussichtlich mit den drei offenen Personalien.

 

Transfergerüchte

Wer bleibt, wer geht?

Auftakt mit neuem Trainer und alten Bekannten – doch ein Halbes Dutzend fehlt

Die Mannschaft des 1. FC Köln auf dem Trainingsplatz
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Auftakt mit neuem Trainer und alten Bekannten – doch ein Halbes Dutzend fehlt

Am Freitag startet der 1. FC Köln mit der Leistungsdiagnostik in die Vorbereitung auf die kommende Saison. Am Montagnachmittag folgt das Auftakttraining. Einige Topspieler werden aber fehlen.

Der Kader für die kommende Saison steht weitestgehend, einen neuen Trainer haben die Geißböcke auch gefunden. Nun folgt der nächste Schritt in die neue Saison für den 1. FC Köln: Öffentlicher Trainingsauftakt am Montagnachmittag.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Knapp fünf Wochen hatten die FC-Akteure Zeit, sich von der bitteren Niederlage gegen Heidenheim und dem damit verbundenen siebten Abstieg der Vereinsgeschichte zu erholen. Ab Freitag wird das nächste Kapitel der Geißböcke aufgeschlagen. Und das nach einigen Wochen der Erholung für Fußballprofis recht früh. Bereits am Morgen startet die Leistungsdiagnostik bei den Kölnern – der erste offizielle Termin der neuen Saison, die rein formell erst am 1. Juli beginnt. Bis Samstag dauern die Untersuchungen an, bevor dann am Montag um 14 Uhr auch der erste öffentliche Termin ansteht.

Die Kölner starten am Geißbockheim ins Training – und das öffentlich und mit einigen wenigen neuen Gesichtern: dem Trainerteam. Chefcoach Gerhard Struber wird ebenfalls am Montag offiziell vorgestellt. Bis einschließlich Freitag wird jeden Tag in Köln trainiert, Dienstag und Donnerstag sogar doppelt. Am kommenden Samstag folgt dann das erste Testspiel gegen den Kreisligisten VfL Rheingold Poll im Kölner Südstadion.

Viele alte Gesichter

Bis auf das Trainerteam wird es allerdings kaum neue Gesichter zu sehen geben. Bekanntlich können die Kölner in dieser Sommertransferphase keine Spieler verpflichten, die umgehend für die Geißböcke auflaufen dürfen. Einen Eindruck von neuen Spielern werden sich die Kölner Fans nicht machen können. Dafür kehren aber mit Tim Lemperle, Marvin Obuz, Jonas Urbig, Maxi Schmid und Nikola Soldo einige Spieler von ihren Leihen zurück. Auch einige Nachwuchsspieler wie Julian Pauli werden wohl mit dabei sein. Doch es werden auch einige Akteure fehlen. Neben den vier Abgängen um Abwehrchef Jeff Chabot, ist auch Florian Kainz nicht dabei. Der Kapitän der vergangenen Saison spielt bekanntlich mit Österreich bei der EM.

Auch Damion Downs, Denis Huseinbasic, Leart Pacarada und Mathias Olesen fehlen bei der Leistungsdiagnostik – da sie nach den Länderspielreisen noch Urlaub haben. Doch damit nicht genug: Auch Davie Selke wird nicht dabei sein. Wie der „Express“ berichtet, ist der Stürmer vom Verein vom der Diagnostik befreit worden. Selke und der FC konnten sich bislang nicht auf eine Verlängerung des Vertrags einigen. Offenbar liegen die finanziellen Vorstellungen doch sehr weit auseinander. Selke liegen zahlreiche Angebote vor, darunter auch einige sehr lukrative. Der FC wird dagegen nicht bereit sein, das Gehaltsgefüge für den Stürmer aufzubrechen.

 

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