Debüt-Torschütze Cordoba, Achterbahnfahrer Dennis – so schlagen sich die FC-Ex-Stürmer

1. FC Köln: So schlagen sich die Ex-Stürmer
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Debüt-Torschütze Cordoba, Achterbahnfahrer Dennis – so schlagen sich die FC-Ex-Stürmer

Trotz des leichten Aufwinds beim 1. FC Köln ist die Torausbeute auch weiterhin überschaubar. Nicht umsonst wollten die Kölner im Winter eigentlich noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Daraus wurde bekanntlich nichts. Wie schlagen sich eigentlich die Kölner Ex-Stürmer?

Neun Liga-Tore erzielten die aktuellen Mittelstürmer des 1. FC Köln in der bisherigen Saison. Ganz anders fällt die Bilanz der Angreifer der vergangenen fünf Jahre aus. 1. FC Köln: So schlagen sich die Ex-Stürmer.

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Sebastian Andersson (2020 – 2023: 47 Spiele/8 Tore/2 Assists): Da Tim Lemperle und Marvin Obuz aktuell „nur“ verliehen sind, hat im vergangenen Sommer genau ein Stürmer den 1. FC Köln verlassen. Sebastian Anderssons Vertrag ist nach den bekannten Querelen nicht verlängert worden. Der ehemalige schwedische Nationalstürmer, den der FC 2020 für rund 6.5 Millionen Euro von Union Berlin verpflichtet hatte, ist mittlerweile beim 1. FC Nürnberg untergekommen – und dort auch wieder Stammspieler. Für den Club hat der 32-Jährige zwei Tore erzielt und ein weiteres vorbereitet.

Achterbahnfahrt für Emmanuel Dennis

Anthony Modeste (2015 – 2022 mit Unterbrechung: 157/79/10): Der Franzose wechselte im Sommer 2022 für immerhin noch fünf Millionen Euro zum BVB. Der Wechsel war bekanntlich von viel Lärm begleitet. Das gehört bei dem Angreifer wohl dazu. In Dortmund spielte Modeste zwar wie erhofft Champions League und um die Meisterschaft mit, das allerdings eher selten. Insgesamt kam der Stürmer auf 29 Einsätze, aber nur zwei Tore – der Abschied vom BVB war also mehr als nur erwartbar. Nachdem sich Modeste im Sommer lange bei der Fortuna fit gehalten hat, folgte der Wechsel zum ägyptischen Rekordmeister El Ahly Kairo. In dieser Saison wächst der zunächst gefeierte Modeste aber auch nicht wirklich über sich hinaus. Der Stürmer kommt in seinen bisherigen 18 Einsätzen auf vier Treffer. Stammspieler ist Modeste nicht.

1. FC Köln: So schlagen sich die Ex-Stürmer

Emmanuel Dennis (2021 – 2021: 10/1/1): Der Außenstürmer ist wohl eins der größeren Missverständnisse der vergangenen Jahre. Aber eins, mit einer kuriosen Laufbahn. Für 1.2 Millionen Euro hatten die Kölner den Spieler im Januar 2021 in größter Abstiegsnot verpflichtet. Warum man auf die Suche nach einem Stoßstürmer mit Dennis reagierte, ist offen. Eingeschlagen hat der Angreifer, der immerhin mit der Empfehlung von 29 Toren für den FC Brügge nach Köln kam, nicht. Ein Tor erzielte Dennis für die Geißböcke. Somit endete die Leihe bereits wieder im folgenden Sommer.

Der belgische Erstligist hatte aber auch keine Verwendung für den Offensivspieler und verkaufte Dennis für erstaunliche vier Millionen Euro an den FC Watford. Dort wuchs Dennis einmal mehr über sich hinaus. Trotz Abstiegskampf erzielte Dennis zehn Treffer und wechselte nach nur einer Saison für 15 (!!!) Millionen Euro zu Nottingham Forrest. Dort nahm die Achterbahnfahrt allerdings die nächste Delle. Zunächst war Dennis an den türkischen Erstligisten Basaksehir verliehen, nach einigen enttäuschenden Auftritten kehrte der Offensivspieler zurück zu Nottingham Forrest und wurde direkt wieder an Watford verliehen. Dort kommt der 26-Jährige immerhin auf vier Tore.

Jhon Cordoba: Erfolgreich in Russland

Tolu Arokodare (2020 – 2021: 11/0/0): Der Stoßstürmer wurde im Sommer 2020 aus Lettland geliehen. Die Leihgebühr soll dem Vernehmen nach bei einer halben Millionen Euro gelegen haben. Die Leihe des Nigerianers endete nach nur einem Jahr. Auf elf Einsätze kam der Angreifer für den FC. Für Arokodare folgte aber umgehend die nächste Leihe. Dieses Mal zum französischen Zweitligisten Amiens SC. Dort erzielte der Stürmer in zwei Spielzeiten immerhin 21 Treffer. Im Sommer folgte dann der Wechsel in die belgische erste Liga zum Heimatklub von Rasmus Carstensen, dem KRC Genk. Auch dort fühlt sich der 23-Jährige wohl. Mittlerweile kommt der Angreifer auf zwölf Tore und drei Vorlagen. Arokodare spielt in Genk international, sah dort aber schon die Rote Karte gegen den ungarischen Vertreter Ferencvaros.

Jhon Cordoba (2017 – 2020: 86/37/8): Es war ein Blitztransfer, der Wechsel zu Hertha BSC. Immerhin ein Wechsel, der dem FC rund 15 Millionen Euro einbrachte. Aber auch ein Wechsel, der Spuren hinterlassen hatte. Denn der Fortgang der Kölner Lebensversicherung wurde nicht adäquat ersetzt. Der Angreifer blieb nur ein Jahr bei der Hertha, schloss sich 2021 dem russischen Klub FK Krasnodar an. Und dort läuft es für den 30-Jährigen rund. In 75 Pflichtspielen erzielte der Kolumbianer 39 Tore und bereitete 18 vor. Krasnodar belegt aktuell den zweiten Tabellenplatz. Cordoba hat in Russland noch Vertrag bis 2025, der Marktwert des Angreifers liegt laut Experten bei rund zehn Millionen Euro. In der Länderspielpause gelang dem spät berufenen Cordoba auch der erste Treffer für die Nationalmannschaft.

1. FC Köln: So schlagen sich die Ex-Stürmer

Serhou Guirassy: Vom Bankdrücker zum Torjäger

Simon Terodde (2011 – 2020 mit Unterbrechung: 82/43/6): Simon Terodde und der 1. FC Köln ist eine lange Geschichte, die im Sommer 2020 (vorerst, man weiß ja nie) endete. Der Stürmer wechselte damals ablösefrei zum Hamburger SV. Für die Hanseaten schoss der Angreifer starke 24 Tore in 34 Spielen und bewarb sich für höhere Aufgaben. Immerhin folgte nach nur einer Spielzeit der Wechsel zum FC Schalke 04, für den Terodde noch heute kickt. In insgesamt 89 Spielen für Königsblau erzielte der Stürmer immerhin 40 Tore und bereitete acht vor. Gegen Hertha BSC erzielte der 36-Jährige zuletzt einen Doppelpack, an der 2:5-Niederlage änderte das aber nichts.

Serhou Guirassy (2016 – 2019: 45/9/2): Dieser Abgang dürfte dem FC aktuell besonders schmerzhaft vorkommen. In Köln hat Guirassy den Durchbruch nicht geschafft. In Stuttgart dagegen schon. Das Online-Portal gool.ai berechnet der Marktwert des Angreifers mittlerweile auf knapp 20 Millionen Euro. Den FC verließ der Stürmer im Sommer 2019 für knapp sechs Millionen Euro. Damals wurde Guirassy zunächst nach Amiens verliehen und später auch verkauft. Beim französischen Zweitligisten tat sich der Stürmer ebenfalls noch ein wenig schwer. Immerhin erzielte Guirassy in 38 Spielen aber 13 Tore. Der Stürmer schloss sich 2020 Stade Rennes an und startete mit 25 Toren in 81 Spielen durch. 2022 holte der VfB Stuttgart den Stürmer zurück in die Bundesliga. Zunächst auf Leihbasis, im Sommer folgte der feste Kauf für rund neun Millionen Euro. Nach 25 Toren in 23 Spielen soll aktuell halb Europa an der Verpflichtung des Bundesliga-Torjägers interessiert sein.


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Mehr Offensive auf Kosten der Defensive?

Dem 1. FC Köln fehlt die richtige Balance
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Mehr Offensive auf Kosten der Defensive?

Obwohl Timo Schultz eine offensivere Ausrichtung gegen den FC Augsburg wählte, fand der FC in der Offensive wieder einmal viel zu selten statt. Für einen Erfolg über Bochum muss Köln mehr Risiko eingehen. Das könnte zu Lasten der Defensive gehen.

Timo Schultz hatte in der vergangenen Woche mehr Offensivpower gefordert. Auch wenn der Trainer demnach aufstellte, war auf dem Feld von Angriffsfußball wenig zu sehen. Das soll sich gegen Bochum ändern. Doch mehr Risiko in der Offensive könnte mehr Anfälligkeit in der Defensive bedeuten. Dem 1. FC Köln fehlt die richtige Balance.

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Timo Schultz hat gegen den FC Augsburg wirklich viel ausprobiert. Den Schuh, seinen Worten der geplanten Offensive keine Taten folgen zu lassen, muss sich der Kölner Trainer zumindest nicht anziehen. Schultz stellte mit Sargis Adamyan und Davie Selke eine Doppelspitze auf, ließ Jan Thielmann auf der rechten Abwehrseite und Luca Waldschmidt früher als geplant spielen. Und Schultz setzte bei der Doppelsechs auf Denis Huseinbasic und Dejan Ljubicic, die aus seiner Sicht offensivere Ausrichtung auf der zentralen Position. Gerade die Doppelspitze betitelte der Kölner Coach selbst als die „offensivste Variante“. Doch im Vergleich zum Spiel unter Steffen Baumgart ist das Spielsystem des Ostfriesen doch deutlich defensiver ausgerichtet. Zumindest liegt der Fokus nach wie vor auf der kompakten Defensivarbeit.

Die Offensive bleibt die Baustelle

Statt Harakiri-Hurra-Fußball muss die Null stehen – so lautete Schultz‘ Marschroute bei Amtsantritt. Der Gedanke, dass die Siegwahrscheinlichkeit bei einem Spiel ohne Gegentor signifikant steigt, ist in der Theorie auch absolut richtig. Nur blieben die Kölner seit Anfang Januar genau einmal ohne Gegentor, beim 2:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt. Der FC kam 2024 im Schnitt in jedem seiner elf Ligaspiele auch zu einem Tor, kassierte aber im Schnitt zwei Gegentreffer. Die Rechnung des Trainers geht bislang also nicht auf. Zwar hat Schultz den Geißböcken mehr Stabilität verliehen, die Offensive ist aber weiterhin die Baustelle der Kölner. Auch im Duell gegen den FC Augsburg war Köln erschreckend harmlos, kreierte so gut wie keine Chance, fand im gegnerischen Drittel viel zu selten statt. Auch, wenn der Trainer „vielversprechende Dinge“ gesehen haben will.

„Vielversprechende Ding“ sehen, wird dem FC im Abstiegskampf nicht viel bringen. Die Geißböcke brauchen einen anderen Offensivplan. „Am Ende ist es eine Sache der Entscheidungsfindung und des Willens, den letzten Pass wirklich anbringen zu wollen“, sagte Luca Waldschmidt am Mittwoch und sprach explizit den Ausgleich als Positiv-Beispiel an. „Von solchen Aktionen müssen wir mehr haben. Wir müssen die Bewusstheit dafür haben, dass wir aus den Situationen ein Tor erzielen können und nicht nur einen Pass spielen, um ihn zu spielen.“

Waldschmidt zeigt gute Ansätze

Doch hat auch Schultz wirklich alle Offensivregister gezogen? Immerhin sprach der Trainer selbst davon, dass ab jetzt nur noch Siege zählen würden. Während Schultz für die Stabilität der Defensive an der Doppelsechs festhält, spielte Steffen Baumgart in der Hinrunde auch ab und an mit einem Sechser, setzte dann auch auf eine weitere Offensivkraft hinter den Spitzen. Ohnehin eine Position, die der Ex-Trainer eigentlich immer besetzte. Mit Luca Waldschmidt, Florian Kainz, aber auch Sargis Adamyan verfügen die Kölner auch über einige Akteure, die auf der „Zehn“ spielen können. Während der Kölner Kapitän aber nur selten – eigentlich nur im Hinspiel gegen Gladbach – auf dieser Position überzeugen konnte, zeigte Waldschmidt in den zehn Minuten gegen Augsburg gute Ansätze.

Ein Einsatz von Beginn an dürfte für den 27-Jährigen allerdings noch viel zu früh kommen. „Man muss auch noch den Kopf einschalten. Es macht keinen Sinn zu viel zu riskieren“, sagte Waldschmidt. Für den im Kurztrainingslager entwickelten Gedanken von mehr „Spiel mit dem Ball“ wäre ein Offensivspieler hinter den Angreifern, eine weitere Schnittstelle vielleicht ein probates Mittel, möglicherweise ein belebendes Element. Allerdings auch ein Element, das wohl wieder auf Kosten der Stabilität gehen würde. Denn gerade mit einem Sechser war der FC in der Hinrunde besonders anfällig. Bislang hat Schultz die Balance zwischen defensiver Kompaktheit und offensiver Durchschlagskraft nicht gefunden. Zwar soll die Null hinten stehen, dafür muss vorne aber mindestens ein Tor erzielt werden. Doch die Zeit rennt. Es bleiben nur noch sieben Saisonspiele. Sieben Spiele um zwei weitere zu erkämpfen.


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Luca Waldschmidt: „Es macht keinen Sinn, zu viel zu riskieren“

Das sagt Luca Waldschmidt über sein Comeback
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Luca Waldschmidt: „Es macht keinen Sinn, zu viel zu riskieren“

Nach dem Anbruch seines Wadenbeins Anfang Januar hat Luca Waldschmidt am vergangenen Spieltag sein Comeback gegeben. Am Mittwoch sprach er über seine Rückkehr auf den Platz.

Während Davie Selke am Mittwoch die Trainingseinheit vorzeitig verließ, war Luca Waldschmidt wieder voll in seinem Element. Der Offensivspieler gilt als der große Hoffnungsträger für die Crunchtime. Das sagt Luca Waldschmidt über sein Comeback.

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So richtig sicher schien sich Timo Schultz am vergangenen Sonntag in der Causa Luca Waldschmidt nicht zu sein. Auf der einen Seite baute der Trainer auf den Unterschiedsspieler Waldschmidt, auf der anderen Seite der Rekonvaleszent, mit dem er eigentlich kein Risiko eingehen wollte. Gegen die Vernunft entschied sich der 46-Jährige schließlich dem Offensivspieler einen Platz im Kader „freizuschaufeln“. Doch wenn es dann nach den Planungen des Trainers gegangen wäre, wäre Waldschmidt nicht für die letzten Minuten der Begegnung gekommen. Zumindest erklärte Schultz er hätte Davie Selke gerne auf dem Platz gelassen. Da dieser aber in der 82. Minute signalisierte, es würde nicht mehr weitergehen, musste der Trainer dann doch wechseln.

Waldschmidt: „Es macht keinen Sinn, zu viel zu riskieren“

Für Waldschmidt die richtige Entscheidung. „Ich habe mich gefreut, wieder auf dem Platz zu stehen und einfach wieder Wettkampf zu haben. Die zehn Wochen waren lang. Es hat aber leider nicht zum Sieg gereicht“, sagte der 27-Jährige am Mittwoch nach dem Training. Die Entscheidung, dass er spielen würde hatte sich unter der Woche bereits angekündigt. In einem Gespräch hatte der Offensivspieler seinem Coach erklärt, dass er bereit wäre. „Wir haben uns genau unterhalten. Ich habe mich auch gut gefühlt. Wir hatten Glück, dass die Trainingswoche lang war“, erklärte der gebürtige Siegener. „Ich konnte Gas geben. Ich habe gesagt, dass es geht. Zwar nicht 90 Minuten oder eine Halbzeit, aber es geht.“ Und so stand Waldschmidt wieder im Kader und kam zu seinen ersten Einsatzminuten in diesem Jahr und unter Timo Schultz.

Mit ein wenig mehr Präzision und einer Spur Fortune wäre dem Offensivspieler in der Schlussphase vielleicht noch der Siegtreffer gelungen. Und Schultz hätte recht gehabt, dass Waldschmidt der Unterschiedsspieler geworden wäre, eben den Unterschied gemacht hätte. Gegen Augsburg sollte es noch nicht sein. Doch genau darauf baut der Coach bei der Wolfsburger Leihgabe. Und so wird Waldschmidt auch gegen Bochum am kommenden Samstag wieder im Kader stehen. Und für voraussichtlich mehr als nur acht Minuten auf dem Feld. Aber: „Man muss dabei auch noch den Kopf einschalten. Es macht keinen Sinn, zu viel zu riskieren“, sagte Waldschmidt, der seine Einsatzzeit gegen Bochum auf eine halbe Stunde einschätzen würde. Am Ende entscheide aber der Trainer, sagte Waldschmidt mit einem Schmunzeln.

Waldschmidt: „Am Ende ist es eine Sache der Entscheidungsfindung“

Für den 27-Jährigen wird es auch darum gehen, die Offensive ein wenig zu beleben. Denn die ist nach wie vor die Schwachstelle der Kölner. „Am Ende ist es eine Sache der Entscheidungsfindung und des Willens, den letzten Pass sauber zu spielen. So wie gegen Augsburg: Kainzi spielt einen sauberen Pass auf Sargis, der spielt einen sauberen Pass auf Davie. Und der schiebt ihn letztendlich sauber rein“, sagte Waldschmidt. „Die Aktion war nicht unbedingt schwerer als Aktionen, die wir sonst haben und nicht treffen. Von den sauberen Aktionen müssen wir unbedingt mehr haben.“ Dafür will dann auch der Offensivspieler sorgen. „Es bringt nichts, wenn wir uns verstecken, wir brauchen den Ball und wollen Tore schießen. Das geht nur, wenn wir mutig sind.“


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Vorzeitiges Trainingsende: Droht das nächste Selke-Aus?

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Vorzeitiges Trainingsende: Droht das nächste Selke-Aus?

Der 1. FC Köln hat mit der Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen den VfL Bochum begonnen. Dabei fehlten einige Profis. Davie Selke beendete die Einheit frühzeitig.

Mit der öffentlichen Einheit am Mittwoch hat für den 1. FC Köln die Vorbereitung auf die Begegnung gegen den VfL Bochum am Samstag begonnen. Einige Spieler fehlten verletzt oder trainierten im Reha-Bereich. Davie Selke beendet das Trainings frühzeitig.

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Auch wenn es sicherlich nicht die schwerste Übung seiner Karriere war, der Treffer von Davie Selke zum 1:1 gegen Augsburg war ein weiterer Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf. Bei seinem Startelf-Comeback erzielte der 29-Jährige sein sechstes Saisontor, hat nun bereits mehr Treffer erzielt als in der vergangenen Spielzeit für den FC und nährte die Hoffnung auf ein Fünkchen mehr Torgefahr in den kommenden wichtigen Spielen. Gerade bei der Doppelspitze mit Sargis Adamyan sah der Trainer positive Ansätze. Doch schon am Sonntag erlebte die Hoffnung einen herben Dämpfer. Im Zweikampf mit dem Ex-Kölner Elvis Rexhbecaj knickte Selke um. Der nahezu im rechten Winkel stehende Fuß hatte bereits viel von einer Bänderdehnung. Während Rexhbecaj ausgewechselt wurde, spielte der Kölner Angreifer weiter.

Selke beendet Training frühzeitig

Und das länger als er eigentlich wollte. Timo Schultz wechselte den Angreifer erst in der 82. Minute aus, als Selke signalisierte, dass es nicht mehr weitergehe. Schultz hätte den Angreifer gerne durchspielen lassen und sprach Selke eine Startelfgarantie aus. Doch ob der 29-Jährige am kommenden Samstag gegen Bochum eine Option ist, ist offen. Nach dem ersten Startelf-Einsatz seit Januar droht das nächste Aus. Schon am Dienstag ließ sich Selke am Geißbockheim behandeln. Das Training am Mittwoch beendete er nach gut 50 Minuten. Selke hatte sich bereits im ersten Pflichtspiel im Pokal eine Verletzung zugezogen, die später den Ausfall gegen Frankfurt bedeutete. Im Duell gegen Heidenheim Anfang Januar verletzte sich Selke am Fuß und fiel gut sechs Wochen aus. Wie schwer die aktuelle Verletzung ist, ist unklar. Allerdings ist es ein gutes Zeichen, dass Selke auf dem Platz stand.

Auch Marvin Schwäbe hatte sich am Sonntag im Duell gegen den FC Augsburg behandeln lassen, der Keeper hatte sich eine Prellung zugezogen. Ein Einsatz am Sonntag scheint aber nicht in Gefahr zu sein. Weiter im Reha-Bereich arbeiteten am Mittwoch Mark Uth, Justin Diehl und Florian Dietz. Elias Bakatukanda trainierte nach seinem Infekt individuell. Luca Kilian fällt wie berichtet mit einer Kreuzbandverletzung Monate aus.


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Kein Umzug: Der FC bleibt am Geißbockheim

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Kein Umzug: Der FC bleibt am Geißbockheim

Der 1. FC Köln bleibt auch in Zukunft am Geißbockheim. Das gab der Verein am Mittwoch bekannt. Der Umzug nach Marsdorf ist damit vom Tisch.

Nach rund zehn Jahren intensiver Verhandlungen mit der Stadt Köln sowie juristischen Prüfungen hat sich der 1. FC Köln also für die Zukunft am Grüngürtel entschieden. 

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Wie berichtet war der ursprüngliche Plan des 1. FC Köln, das in die Jahre gekommene Geißbockheim um ein Nachwuchsleistungszentrum sowie drei Fußballplätze auf der Gleueler Wiese zu erweitern. Dieser Plan konnte nicht umgesetzt werden. „Im Sinne einer konstruktiven Lösungsfindung wurde daher mit der Stadt Köln in den vergangenen beiden Jahren ein infrastruktureller Komplettumzug nach Marsdorf diskutiert und in seinen wesentlichen Eckpunkten ausgearbeitet. Für die von der Stadt Köln favorisierte Lösungsvariante, komplett nach Marsdorf umzuziehen, wäre allerdings eine erhebliche finanzielle Unterstützung seitens der Kommune erforderlich gewesen“, heißt es in der Meldung des FC. Die Stadt Köln hatte nach FC-Angaben zuletzt einen Komplettumzug nach Marsdorf favorisiert.

Endgültige Entscheidung für den FC gefallen

Der Verein schätzt das Volumen eines Neubaus auf rund 120 Millionen Euro. „Bringen wir es auf den Punkt: Am Ende scheitert es oft am Finanziellen und am Willen, sich zu bewegen. Für die Variante FC CAMPUS in Marsdorf wären wir dennoch zu einem großen Kompromiss bereit gewesen, um eine wettbewerbsfähige Zukunft des FC sicherzustellen – und das entgegen unserer absoluten Überzeugung, dass das Geißbockheim Heimat des FC ist“, sagte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff. „Selbst nachdem wir mehrfach im Prozess zeitlich zurückgeworfen und mit neuen rechtlichen Bedenken konfrontiert wurden, haben wir unter erheblichem Ressourceneinsatz konstruktiv immer wieder Lösungsmöglichkeiten entwickelt, um endlich ans Ziel zu kommen. Am Ende waren die rechtlichen Hindernisse ausgeräumt, die finanziellen Vorstellungen der Stadt sind aber für den FC schlicht und einfach wirtschaftlich nicht machbar.“

Geschäftsführung und Vorstand haben den Umzug nach Marsdorf damit ausgeschlossen und die politischen Vertreter über den Schritt informiert. „Wir sind seit Jahren zu den dringend erforderlichen infrastrukturellen Weiterentwicklungen des 1. FC Köln in Gesprächen mit der Stadt Köln. Dabei wurden über all die Jahre hinweg trotz zahlreicher politischer Hindernisse und Widerstände konstruktive Lösungsmöglichkeiten entwickelt und ausgearbeitet“, so Dr. Werner Wolf, Präsident des 1. FC Köln. „Dabei zeigte sich der FC zuletzt sogar offen für eine Lösung abseits seiner Heimat am Geißbockheim. Letztlich scheiterte ein möglicher Umzug an der fehlenden wirtschaftlichen Legitimation. Deshalb werden wir ab sofort wieder den Ausbau am Geißbockheim forcieren – wir wollen als 1. FC Köln weiterhin im Grüngürtel ein Anlaufpunkt für alle Fans sein und im Sinne von Konrad Adenauer dort auch in Zukunft Repräsentant einer modernen und stolzen Sportstadt Köln sein.“

Bundesverwaltungsgericht entscheidet am 23. April

Seit November 2020 gibt es Bebauungsplan für die Gleuler Wiese sowie für das Nachwuchsleistungszentrum neben dem Franz-Kremer-Stadion. Dieser wurde aber durch ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster im November 2022 für unwirksam erklärt. Der FC erwirkte eine Revisionszulassung. Am 23. April wird am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig darüber entschieden, ob der ursprünglich genehmigte Bebauungsplan nach wie vor Gültigkeit besitzt. Unabhängig dieses Urteiles sei der FC weiterhin “der Überzeugung, dass eine Weiterentwicklung am Geißbockheim im angestrebten Umfang möglich und innerhalb überschaubarer Zeit – mit dem notwendigen politischen Willen – umsetzbar wäre, dies zudem weitaus kostengünstiger und ökologisch nachhaltiger“, heißt es in der Meldung.

Keller: „Wir haben beim FC einen fast 40-jährigen Investitionsstau“

In den vergangenen beiden Jahren hat der FC rund zehn Millionen Euro investiert. Dabei wurden unter anderem bestehende Plätze kernsaniert, eine alte Turnhalle zu einer funktionalen Athletikhalle umgebaut, der Trakt der Lizenzmannschaft modernisiert und Bestandsräume zu einer zeitgemäßen Physiotherapiepraxis für unsere Nachwuchs- und Frauenmannschaften umgestaltet. „Das alles war aber nur ein Anfang und reicht bei weitem noch nicht aus. Wir haben beim FC einen fast 40-jährigen Investitionsstau. Für eine nachhaltige Weiterentwicklung brauchen wir die politische Unterstützung der Stadt Köln. Was bisher modernisiert wurde, war genehmigungsfrei“, sagt Sportdirektor Christian Keller. „Für die nun anstehenden Maßnahmen brauchen wir aber baurechtliche Genehmigungen. Diese absolut dringenden Aufgaben müssen jetzt schnellstmöglich gelöst werden, wenn wir die Sozialisations-, Freizeit- und Unterhaltungs- sowie Botschafterfunktion des 1. FC Köln erhalten und ausbauen wollen.“ 

Der erste Showdown – keine Vorentscheidung, aber ein Fingerzeig

Bei einer Niederlage droht Köln, den Anschluss zu verlieren
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Der erste Showdown – keine Vorentscheidung, aber ein Fingerzeig

Für das Keller-Quartett gab es am vergangenen Spieltag jeweils einen Punkt und damit keine Veränderungen in der Tabelle. Das wird sich am kommenden Wochenende wohl ändern. Denn Köln, Bochum, Mainz und Darmstadt treffen in direkten Duellen aufeinander.

Am Samstag könnte das Duell gegen Bochum bereits ein Fingerzeig sein, wo es für den FC hingeht. Je nach Ausgang der Partie und der, der beiden direkten Konkurrenten schnuppert der FC entweder am Klassenerhalt oder dieser rückt in weite Ferne. Die Begegnung mit dem VfL wird für den 1. FC Köln ein entscheidender Wegweiser, ein Dreier muss her. Denn bei einer Niederlage droht Köln, den Anschluss zu verlieren.

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Auch wenn Steffen Baumgart sich aktuell eher Sorgen um einen verpassten Aufstieg als um einen drohenden Abstieg machen muss, hallen seine Worte aus dem vergangenen November als FC-Trainer noch nach. Vor der Begegnung gegen den SV Darmstadt prägte Baumgart einen Begriff, den mittlerweile einige andere Fußballexperten übernommen haben. Der Ex-Coach des 1. FC Köln prophezeite, dass der Abstiegskampf in dieser Spielzeit ein Schneckenrennen sein würde, dass sich wohl bis zum Ende der Spielzeit hinziehen könnte. Den Beweis dafür lieferte das Keller-Quartett erst wieder am vergangenen Spieltag. Denn große Sprünge machte keiner der potenziellen Abstiegskandidaten. Während der FC sich in Augsburg zu einem 1:1 mühte, spielten auch Mainz (0:0 in Leipzig), sowie Bochum und Darmstadt (2:2) im direkten Duell beim VfL unentschieden. Großartige Veränderungen gab es auf dem Tableau demnach nicht.

Bei einer Niederlage droht Köln, den Anschluss zu verlieren

Doch schon am Samstag könnte das Schneckenrennen an Fahrt aufnehmen. Dann treffen die vier Kontrahenten in direkten Duellen aufeinander. Während der FC den VfL Bochum erwartet, ist zeitgleich der SV Darmstadt zu Gast in Mainz. Bei dann noch sechs ausstehenden Spielen fällt am 28. Spieltag sicher noch keine Vorentscheidung über Abstieg und Klassenerhalt, es könnte aber bereits einen deutlichen Fingerzeig geben. Denn klar ist, sollte Köln das Heimspiel gegen Bochum verlieren, wäre der VfL auf zehn Punkte und damit auch das letzte bisschen Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt weg. Dass der FC in den verbleibenden sechs Spielen zehn Zähler mehr einsammelt als der Kontrahent aus Bochum ist wohl ausgeschlossen.

Sollte zudem auch Mainz das Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht gewinnen, wären die Rheinhessen auf vier Zähler weg. Da der FC anschließend zu Gast beim FC Bayern München ist, während Mainz „nur“ die TSG Hoffenheim empfängt, droht der FC bereits vor den nächsten direkten Duellen gegen Darmstadt und die 05er den Anschluss zu verlieren. Bei einem Erfolg über die Mannschaft von Thomas Letsch würde Köln tatsächlich mit vier Zählern Rückstand noch einmal am rettenden Ufer schnuppern. Immerhin haben die Geißböcke rein statistisch an den letzten sieben Spieltagen Stand jetzt das leichteste Restprogramm. Gemessen an den Platzierungen der Gegner treffen die Kölner auf Teams, die im Schnitt auf Rang 11,71 liegen. Der Unterschied zu Mainz ist mit 11,57 allerdings nur marginal, der auf Bochum schon größer (10,57).


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Thielmanns überzeugender Auftritt offenbart die Kaderschwächen

Jan Thielmann löste seine Aufgabe als Rechtsverteidiger gut
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Thielmanns überzeugender Auftritt offenbart die Kaderschwächen

Am Sonntag spielte Jan Thielmann erstmals unter Timo Schultz als rechter Verteidiger. Der 21-Jährige löste seine Aufgabe gut. Gleichzeitig war die Umpositionierung aber auch Zeichen – und das nicht nur an die Konkurrenz.

Die drittbeste Kölner Zweikampfstatistik, ein gefährlicher Abschluss, eine beeindruckende Rettungsaktion – der Einsatz von Jan Thielmann als Rechtsverteidiger war vielversprechend. Gleichzeitig war es aber auch ein Zeichen an die Kaderplaner des vergangenen Sommers beim 1.FC Köln: Jan Thielmann offenbart Kaderschwächen.

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Es lief die 70. Spielminute als sich eine der Offensiv-Maßnahmen des Kölner Trainers im Duell gegen Augsburg besonders bezahlbar machte. Timo Schultz hatte Allrounder Jan Thielmann in die Defensive beordert, um wiederum in der Offensive für mehr Zugkraft zu sorgen. Der Plan ging gerade bei den Angriffsbemühungen zwar nur bedingt auf, in der Rückwärtsbewegung zeichnete sich der 21-Jährige eben in jeder Minute besonders aus. Thielmann kratzte den Ball nach einem Hackenschuss von Dion Beljo mit einer Grätsche von der Linie, half dem bereits geschlagenen Marvin Schwäbe in höchster Not aus und verhalf dem FC somit ebenfalls zum Punktgewinn. Ob diese starke Aktion aber die Maßnahme des Trainers rechtfertigte, ist im Nachhinein schwer zu sagen.

Thielmann: „Ich spiele da, wo ich gebraucht werde“

In Bezug auf seine Position äußerte sich Jan Thielmann gewohnt diplomatisch: „Ich spiele da, wo ich gebraucht werde. Ich versuche, immer 100 Prozent zu geben und wenn es dem Team auf der Rechtsverteidigerposition am besten hilft, dann spiele ich Rechtsverteidiger.“ Ähnlich hatte sich der U21-Nationalspieler angehört, als er im vergangenen Jahr unter Steffen Baumgart ebenfalls den rechten Verteidiger spielte. Timo Schultz sah die berufliche Umorientierung des Kölner Eigengewächses deutlich besser. „Ich glaube, es war sehr stabil. Wir wurden gerade auf dem Flügel viel gefordert und da hat Jan extrem viele Zweikämpfe gewonnen und zwei, drei Mal in höchster Not gelöscht“, erklärte der Trainer. „Im Spiel nach vorne haben wir alle noch Verbesserungspotenzial, nicht nur Jan.“

Einen wichtigen Impuls gab Thielmann am Sonntag nicht, es war aber ein deutliches Zeichen an seine Mitspieler und die Kaderplaner des vergangenen Sommers. Dass ein gelernter Offensivspieler die Position des Rechtsverteidigers übernahm, obwohl gleich zwei etatmäßige Außenverteidiger auf der Bank saßen war zumindest kein Vertrauensbeweis für Rasmus Carstensen und Benno Schmitz. Gerade der Routinier, dessen Vertrag bekanntlich im Sommer ausläuft, hat aktuell einen schweren Stand. Carstensen wurde eigentlich als Backup für den 29-Jährigen verpflichtet, hatte Schmitz aber auch den Rang abgelaufen, weil er die Außenposition deutlich offensiver auslegt, als der gebürtige Bayer. Nun wird den beiden mit Jan Thielmann ein Spieler vor die Nase gesetzt, der vor wenigen Wochen noch die Allheilwaffe im Sturmzentrum darstellen sollte.

Thielmann eine Dauerlösung auf Rechts?

Dabei war Carstensen bislang so etwas wie der Gewinner der Sommer-Transferperiode. Der Däne hat seinen Marktwert in der Saison vervielfacht, ist laut dem Online-Portal gool.ai knapp sieben Millionen Euro wert. Ob die Offensiv-Maßnahme eine Dauerlösung ist, ließ Timo Schultz am Sonntag offen. „Wenn er da häufiger zum Einsatz kommt und da eine gewisse Routine entwickelt, dann kann er uns noch wichtige Impulse gerade im letzten Drittel geben“, sagte der Coach. Dass auf der anderen Seite Max Finkgräfe den überforderten Leart Pacarada bereits zur Halbzeit ersetzte, sendete ein ähnliches Zeichen. Der 20-Jährige wird wohl auch in den kommenden Spielen im Duell mit dem Sommer-Neuzugang die Nase vorne haben.


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Fast schon historisch schlecht: Auch bei den Zahlen schwindet die Hoffnung

Die Konkurrenz hat die Kölner im Kampf um Platz 15 abgehängt: Eine Aufholjagd wird schwierig für den 1. FC Köln.
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Fast schon historisch schlecht: Auch bei den Zahlen schwindet die Hoffnung

Auch nach dem vergangenen Wochenende beträgt der Abstand zum sicheren Ufer weiterhin sieben Punkte. Sieben Spieltage vor Saisonende liegt der Fokus für den FC auf dem Relegationsplatz. Eine Aufholjagd zum rettenden Ufer hat es bei einem ähnlichen Abstand noch nicht gegeben.

Auch nach dem 1:1 gegen Augsburg ist für den 1. FC Köln in Sachen Klassenerhalt weiterhin alles möglich – zumindest auf dem Papier. Das Ziel heißt aber bei sieben Zählern Rückstand erst einmal nur noch Relegationsplatz. Die Konkurrenz hat die Kölner im Kampf um Platz 15 abgehängt. Eine Aufholjagd wird schwierig für den 1. FC Köln.

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Auch wenn Timo Schultz vor dem Remis gegen den FCA eigentlich einen Drei-Punkte-Plan ausgesprochen hatte, war man sich am Sonntag beim FC unschlüssig, was denn der Punkt aus Augsburg am Ende wert sei. Immerhin hatte sich durch die Unentschieden von Mainz, Darmstadt und Bochum an der Tabellensituation nicht viel geändert. Einzig die verbliebenen Spiele sind geschrumpft. Dementsprechend nahm Timo Schultz den Punkt „gerne mit“. Bei den Kölner Verantwortlichen war man sich zumindest vor dem 1:1 noch sicher, dass der Zug zum rettenden Ufer, also Platz 15, noch nicht ohne den FC abgefahren sei. Lange wartet er aber wohl nicht mehr auf die Gäste aus Köln. Denn der FC ist fast schon historisch schlecht unterwegs. Nur in der Spielzeit 2001/02 hatten die Kölner nach dem 27. Spieltag eine schlechtere Bilanz, und das nur aufgrund der schlechteren Torbilanz.

In der Regel Veränderungen zum Saisonfinale

Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel zur Spielzeit 95/96 hatte zudem nur einmal ein Tabellenvorletzter zum gleichen Zeitpunkt weniger Zähler auf dem Konto. Der FC kommt aktuell auf 19 Punkte, in der Spielzeit 18/19 waren es beim 1. FC Nürnberg sogar nur 16. Der Club stieg mit 19 Punkten als Tabellenletzter ab. Dabei gibt es auch nach dem 27. Spieltag noch immer eine Vielzahl von Veränderungen in der Tabelle. In den vergangenen 28 Spielzeiten konnte sich der Tabellenvorletzte ganze neun Mal noch auf Rang 15 und immerhin sieben Mal auf Rang 16 verbessern.

Zu mehr als 50 Prozent gab es für den Vorletzten also noch eine leichte Kurskorrektur oder sogar das rettende Ufer. Für den Tabellensechzehnten gab es zwölf Mal die direkte Rettung. Bitter sind dagegen die Aussichten für das Tabellenschlusslicht. Nur einmal rettete sich der Träger der Roten Laterne noch nach dem 27. Spieltag direkt. Der VfB Stuttgart verbesserte sich in der Saison 14/15 noch auf Rang 14. Gladbach rettete sich 2010/11 als Schlusslicht noch auf den Relegationsplatz und setzte sich dort hauchdünn gegen Bochum durch.

Im Schnitt acht Punkte

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Abstand des Vorletzten zu Rang 15 in den vergangenen 28 Jahren nur vier Mal sieben oder mehr Zähler betragen hat. Eine direkte Rettung gab es in diesen Fällen nie. In der Saison 12/13 holte die TSG Hoffenheim zwar den Zehn-Punkte-Rückstand auf Düsseldorf auf Rang 15 auf, da aber auch Augsburg die Fortunen noch überholte, mussten die Sinsheimer in die Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern. Dort setzte sich Hoffenheim souverän durch. Im Schnitt holte der Tabellensechzehnte aus den verbleibenden sieben Saisonspielen acht Zähler, also einen mehr als der Rückstand der Kölner auf Bochum beträgt.

Den beeindruckendsten Ritt legte wohl der BVB in der Spielzeit 2006/07 hin. Damals belegte Dortmund nach dem 27. Spieltag ebenfalls den vorletzten Tabellenrang, mit einer enormen Aufholjagd und 15 Zählern aus den restlichen Saisonspielen gelang noch der Sprung auf Rang neun. Immerhin trifft der FC nun auf einen direkten Konkurrenten. Sollten die Kölner gegen Bochum gewinnen, würde die Ausgangslage sechs Spiele vor dem Saisonfinale wieder anders aussehen.


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Jonas Urbig: Wertvollster Zweitliga-Keeper lässt Ex-Trainer verzweifeln

1. FC Köln: Leih-Keeper Urbig überragt einmal mehr
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Jonas Urbig: Wertvollster Zweitliga-Keeper lässt Ex-Trainer verzweifeln

Jonas Urbig sorgt in der 2. Bundesliga weiter für Freude bei den Kölner Verantwortlichen. Der Kölner Keeper überragte im Duell der Fürther gegen den Hamburger SV und erhielt ein Lob vom Ex-Trainer. Mittlerweile ist Urbig der wertvollste Torhüter der zweiten Liga.

Trotz des 1:1-Unentschieden in Augsburg gab es am Sonntag doch noch ein wenig Grund zur Freude beim 1. FC Köln: Leih-Keeper Jonas Urbig überragt einmal mehr beim 1:1 der Fürther gegen den Hamburger SV.

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Es bedurfte schon eines Kunstschusses um den überragenden Mann des Spieltags zu überwinden. Miro Muheim zog im zweiten Abschnitt des Duells zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem Hamburger SV trocken aus 25 Metern ab und traf in den linken Giebel. Fürths Keeper Jonas Urbig blieb nach einer knappen Stunde ohne Chance. Dabei hatte die Kölner Leihgabe überhaupt erst dafür gesorgt, dass es bis dahin keine Tore gegeben hatte. Immanuël Pherai scheiterte aus spitzem Winkel und András Németh aus kurzer Distanz. Der HSV war das bessere Team, erspielte sich die Mehrzahl an Chancen und hätte schon früher führen müssen. Dann war Muheim zur Stelle. Und die Gäste hätten nachlegen müssen. Unter anderem scheiterte erneut Nèmeth am überragenden 20-Jährigen.

Urbig erhält Lob von Steffen Baumgart

Die vergebenen Chancen rächten sich. Mit einem weiteren Traumtor glich Jomaine Consbruch spät aus. Der HSV rutschte vom Relegationsplatz auf Rang vier und muss weiter um den Aufstieg ins Oberhaus zittern. „Das war ein Spiel, das man gewinnen kann, was man auch sollte aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten, die wir hatten. Wir standen viel Eins-gegen-eins vor Jonas, der dann aber auch gut gehalten hat. Und wenn du das 2:0 nicht machst, bleibt der Gegner halt im Spiel“, sagte HSV-Coach Steffen Baumgart über seinen einstigen Keeper. Der 52-Jährige sieht in Urbig „eines der größten Torwart-Talente, das wir in Deutschland haben.“ Das sagte Baumgart im Winter 23. Und langfristig wollte der Kölner Ex-Coach auf das Talent setzen. „Wir sehen in Jonas eine mögliche Nummer eins. Ich traue ihm diese Rolle zu, und mit der Meinung bin ich nicht alleine.“

Am Sonntag bewies Urbig einmal mehr, dass er das Zeug dazu hat und beim FC eine große Rolle spielen kann. Je nach Ausgang der Saison bereits in der kommenden Spielzeit. Sollten die Kölner am Ende der Spielzeit absteigen, wird Marvin Schwäbe den Club wohl verlassen. Urbig zeigte in dieser Saison schon einige herausragende Leistungen beim Kleeblatt. Der Keeper spielte neun Partien bereits zu Null, einzig Timo Weiner von Holstein Kiel behielt öfter die weiße Weste. Das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Marktwert des Keepers mittlerweile auf vier Millionen Euro. Demnach wäre Urbig mit Abstand der wertvollste Keeper der 2. Bundesliga. Es folgt Tjark Ernst von Hertha BSC mit 2,5 Millionen Euro. In der Gesamtliste der wertvollsten Zweitliga-Spielern liegt Urbig gemeinsam mit dem Ex-Kölner Marcel Hartel auf Rang elf.

Soldo erneut nicht im Kader des FCK

Zwar machte Tim Lemperle bei der aktuellen transfermarkt.de-Schätzung keine Sprünge, der Angreifer kam gegen den HSV in der Schlussphase aber immerhin wieder zum Einsatz. Noch vor zwei Wochen war Lemperle mit einer Knieverletzung ausgewechselt worden und hatte damit für die ein oder andere Sorgenfalte bei den Fürther, wohl aber auch bei den Kölner Verantwortlichen gesorgt. Die Verletzung war nicht so schlimm wie befürchtet. Für Nikola Soldo bleibt die Situation beim 1. FC Kaiserslautern schwierig. Der Innenverteidiger spielt auch weiterhin keine Rolle in den Planungen von Friedhelm Funkel, stand am Wochenende wieder nicht im Kader. Ob der Abwehrspieler am Abend im Pokal gegen Saarbrücken zum Einsatz kommt, ist ebenfalls unwahrscheinlich. Funkel wird angesichts der Chance auf das Pokalfinale sicherlich nicht experimentieren.

Mathias Olesen kam derweil im Duell gegen den Tabellenführer Young Boys Bern zu seinem Start-Elf-Comeback für Yverdon Sport FC. Nach dem enttäuschenden frühzeitigen EM-Aus mit Luxemburg trotzte der Tabellenneunte dem Spitzenreiter ein Remis ab. Olesen spielte 80 Minuten. Maxi Schmid kam bei Kerkrade zu einem Zwei-Minuten-Einsatz gegen die Zweitvertretung von PSV Eindhoven. Marvin Obuz war für Rot-Weiss Essen nicht im Einsatz. Die Begegnung beim 1. FC Saarbrücken wurde aufgrund der Platzverhältnisse verschoben. Experten kamen zu dem Schluss, dass der Rasen in Saarbrücken keine zwei Begegnungen innerhalb von vier Tagen verkraften würde. Am Abend ist der FCK zu Gast im Pokal-Halbfinale.


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Kommentar: Vielversprechende Ansätze reichen nicht zum Klassenerhalt

Ein Kommentar zum wiederholten harmlosen Auftritt des 1. FC Köln
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Kommentar: Vielversprechende Ansätze reichen nicht zum Klassenerhalt

Am Sonntagnachmittag spielte der 1. FC Köln 1:1 gegen Augsburg und nahm einen Punkt mit zurück nach Köln. Die Tabellensituation bleibt nach dem 27. Spieltag unverändert für die Geißböcke. Ernüchternd ist allerdings die Tatsache, dass die Kölner selbst mit offensivster Ausrichtung kaum Torchancen herausspielen konnten. Ein Kommentar.

Trainer Timo Schultz war mit dem einen Zähler zufrieden, sah vielversprechende Dinge in der Offensive. Dennoch konnte der FC keine Punkte im Abstiegskampf gut machen und hat nun einen Spieltag weniger Zeit, um aufzuholen. Vielversprechende Dinge zu sehen, reicht nicht, um die Liga zu halten. Ein Kommentar zum wiederholten harmlosen Auftritt des 1. FC Köln.

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Die gute Nachricht vorweg: auf den ersten Blick hat sich für den 1. FC Köln nach dem 1:1 in Augsburg zunächst einmal wenig verändert. Der FC hat noch immer nur einen Punkt Rückstand auf Mainz 05 und damit den Relegationsplatz, der Abstand zum VfL Bochum hat sich ebenfalls nicht verbessert, der Vorsprung auf Darmstadt ist nicht geschrumpft. Zudem sind die Kölner unter Timo Schultz auch weiterhin auswärts unbesiegt. Bei fünf Spielen in der Fremde alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Nur hört es dann erstaunlich abrupt mit den guten Nachrichten auf. Fakt ist, die Kölner sind am Sonntag nicht über ein 1:1-Unentschieden beim FCA hinaus gekommen. Bei einem Gegner, der deutlich mehr Torgefahr entfachte als der FC und unterm Strich als Mannschaft der Stunde gefeiert wird. Insofern ist es nur verständlich, dass Timo Schultz mit dem Zähler zufrieden war. 

Auf dem Papier war alles auf Offensive ausgelegt

Der zweite Blick ist dann aber doch ein wenig ernüchternder. Und das nicht nur, weil den Kölnern bei gleicher Ausgangslage nun ein Spieltag weniger zur Rettung bleibt. Timo Schultz, der den einen Zähler „gerne mit zurück nach Köln nimmt“, klang vor dem Spiel noch ganz anders. Die Zeit des Punktehamsterns sei vorbei hat Schultz sinngemäß gesagt und angekündigt, dass „in der Crunchtime nur noch Dreier zählen“. Und man mit dem ersten Dreier in Augsburg anfangen werde. Auch wenn Luca Waldschmidt mit ein wenig mehr Glück, jeder Menge Fußball-Romantik und sicher einer rot-weiß gefärbten Brille den Siegtreffer auf dem Fuß hatte, war Augsburg am Sonntag den drei Punkten deutlich näher als der FC. Marvin Schwäbe rettete Köln den Zähler.

Dabei kann man Schultz nicht den Vorwurf machen, wenig probiert zu haben. Im Gegenteil. Der 46-Jährige ließ seinen vollmundigen Worten auch Taten folgen, stellte zwei Stürmer auf, brachte mit Denis Huseinbasic und Dejan Ljubicic zwei zentrale Mittelfeldspieler, die er als deutlich offensiver einschätzte als eine Variante mit Eric Martel. Schultz stellte den Offensivspieler Jan Thielmann als Rechtsverteidiger auf und ging wenige Minuten vor Spielende sogar das Risiko ein, mit Luca Waldschmidt einen Unterschiedsspieler zu bringen, der erst seit knapp einer Woche komplett mit der Mannschaft trainiert. Auf dem Papier war also alles auf Offensive ausgelegt. Nur sprechen die zwei (!) Torschüsse aufs Tor, die neun Flanken, von denen gerade einmal eine beim Mitspieler ankam, die erschreckend wenigen Offensivaktionen eine ganz andere Sprache. 

Vielversprechend reicht nicht mehr

Das Trainingslager in Spanien sollte dem FC helfen, das Spiel mit dem Ball anzutreiben. Unterm Strich war davon – abgesehen von dem Geniestreich von Florian Kainz vor dem 1:1 – nicht viel zu sehen und es einmal mehr die starke Defensive, die eine Pleite verhinderte. Der FC war am Sonntag sicher nicht mit dem FC Augsburg auf Augenhöhe, ertrotzte sich mit Glück einen Punkt. Schultz betonte nach dem Spiel, dass er vielversprechende Dinge in der Offensive gesehen habe, vielversprechende Kontersituationen, die aber nicht zum Torabschluss führten. Vielversprechend alleine reicht für die Bundesliga nicht. Und wieder einmal darf und muss die Frage nach der Qualität des Kaders gestellt werden. Wenn alle alles reinwerfen, wie Schultz erklärte, dann muss nach dem harmlosen Auftritt in Augsburg die Frage erlaubt sein, ob vielleicht einfach nicht mehr geht.

Die Kölner brauchen Siege, brauchen Punkte. Christian Keller sprach am Sonntag von den nun folgenden Endspielen. Endspiele haben die Kölner etwa zum gleichen Zeitpunkt der Hinrunde ebenfalls ausgerufen. In den verbliebenen sieben Spielen gab es damals sechs Punkte und ein Trainer-Aus. Auch wenn Mainz in dem gleichen Zeitraum damals nur fünf Zähler sammelte, wird das halbe Dutzend den Geißböcken mit großer Wahrscheinlichkeit nicht helfen. Nein, rein tabellarisch hat sich am Wochenende nicht viel beim FC verändert, fußballerisch aber leider auch nicht.


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