Und plötzlich rollt die Offensive – vorerst?

1. FC Köln: Im Derby rollt die Offensive dann endlich.
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Und plötzlich rollt die Offensive – vorerst?

Die Kölner Offensive erwachte am Samstagnachmittag im Derby gegen Borussia Mönchengladbach scheinbar zum Leben. Der FC erzielte zum zweiten Mal in dieser Saison drei Liga-Tore.

In der Hinrunde gegen Borussia Mönchengladbach traf der FC ebenfalls drei Mal. Es folgte eine lange Durststrecke mit wenigen Treffen des 1. FC Köln: Im Derby rollt die Offensive dann endlich.

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Wirklich strahlende Gesichter suchte man nach dem 3:3-Unentschieden zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln auf dem Spielfeld vergebens. Dabei brachte das Derby mit wechselnden Führungen, gleich zwei Doppelpackern und einem Bundesliga-Premieren-Tor am Samstagnachmittag viel mit, was bei dem neutralen Beobachter für Freude hätte sorgen können. Dementsprechend ambivalent fiel die Gemütslage der Protagonisten aus. „Drei Tore gemacht, drei Tore bekommen. In Rückstand gewesen und zurückgekommen. Viele Umschaltsituationen gehabt, die wir besser ausspielen müssen“, sagte Florian Kainz. „Wir haben viele Fehler gemacht, aber auch viele Torchancen rausgespielt.“ Zu den Fehlern gehörte unter anderem auch der Fehlpass von Timo Hübers, der den starken Konter inklusive Ausgleich durch Honorat einleitete und dem Derby damit die erste Wende gab.

Die Offensive rollt endlich

Nicht die einzige Wende. Denn der FC gab dem Spiel gleich mehrere weitere. Und das vor allem, weil die Offensive einen ganz anderen Eindruck hinterließ als noch in den vergangenen Wochen. Bereits im Hinspiel hatte der FC drei Treffer gegen Gladbach erzielt – zum ersten und einzigen Mal in der laufenden Spielzeit – zumindest in der Liga. Allerdings fielen damals zwei Treffer vom Punkt. Dieses Mal erspielten sich die Geißböcke die Tore zum 1:0 durch Faride Alidou sowie das 3:3 durch Damion Downs. Gerade beim ersten Treffer kam auch das Spielglück zum FC zurück. „Wir haben vielleicht ein bisschen Glück gebraucht vorne. Und ein wenig Selbstvertrauen“, sagte Alidou. Das 2:1 durch den 22-Jährigen bereitete der kriselnde Kapitän Florian mit einem Freistoß vor.

Doch es gab noch mehr in der Offensive als drei Tore. Der FC sorgte mit schnellen Umschaltmomenten immer wieder für Torgefahr, erspielte sich sogar einige Möglichkeiten. Linton Maina brachte einen Ball Richtung langem Pfosten, Sargis Adamyan kam einen Schritt zu spät. Max Finkgräfe tanzte die Defensive der Gladbacher aus und bediente Florian Kainz, der am Gladbacher Keeper scheiterte. Kainz` Flanke landete bei Adamyan, der aber zu zentral abschloss. Und sogar der Abwehrchef der Kölner Jeff Chabot kam zu einem Abschluss. Auch der seit langem wieder spielende Leart Pacarada bediente Selke, der nur noch in letzter Sekunde vor einem Kopfballtreffer abgehalten werden konnte.

„Das war heute ein erster guter Schritt“

Zumindest an Chancen mangelte es der Offensive der Kölner in diesem Derby nicht. Und das, obwohl einige verheißungsvolle Offensivkräfte weiterhin ausfallen. „Es hat auf der einen Seite Spaß gemacht, weil wir zuletzt nicht für Spektakel gestanden haben und uns nun mal viele Torchancen erspielt haben. Das hat schon sehr danach ausgesehen, wie ich es mir vorstelle“, sagte Timo Schultz. Spaß machten auch die beiden Offensivkräfte Alidou mit seinen Saisontoren drei und vier sowie Downs, der sein erstes Bundesliga-Tor erzielte. Beide hatten unter Steffen Baumgart nach anfänglichen Schwierigkeiten wenige oder sogar keine Chance mehr erhalten. „Wir haben Potenzial, auch in den vorderen Linien. Es liegt an uns als Mannschaft, das konsequent und mutig durchzuziehen“, sagte Schultz.

Allerdings spielten die Kölner viele Offensivaktionen nicht gut genug zu Ende, waren gerade bei den Kontern in vielen Pässen zu unpräzise. Zudem ließ Gladbach in der Defensive auch erstaunlich viel zu. Und dennoch: „Das war heute ein erster guter Schritt“, sagte Schultz zufrieden. Den nächsten Schritt kann der FC schon am kommenden Wochenende gehen. Doch die Aufgabe wird gegen Leipzig nicht einfacher.“



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Damion Downs: Von der U21 zum Derby-Retter

Damion Downs wird zum Derby-Retter.
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Damion Downs: Von der U21 zum Derby-Retter

Die Kader-Nominierung am Freitag kam etwas überraschend. Doch Damion Downs zahlte das Vertrauen mit dem 3:3-Unentschieden gegen Gladbach zurück. Downs wurde zum Derby-Retter.

Sechs Tore, zwei Doppelpacker, eine Premiere – gleich mehrere Spieler stachen im Rheinderby am Samstag hervor. Trotz zweimaliger Führung sah der FC nach dem 2:3 kurzfristig wie der Verlierer aus. Aber: Damion Downs wird zum Derby-Retter.

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Nach dem 3:1-Erfolg im Rheinderby der Hinrunde war der Derbyheld der Begegnung schnell ausgemacht. Auch, wenn er beide Treffer vom Punkt erzielte, war Florian Kainz mit seinen beiden Toren der Matchwinner im Oktober. Nach dem spektakulären 3:3 im Rückspiel gestaltet sich die Suche nach dem Man of the Match ein wenig schwieriger. Und das nicht etwa, weil sich kein Akteur gerade besonders hervortat. Selbst Florian Kainz dürfte mit einer insgesamt doch mäßigen Leistung, aber zwei Assists eine Außenseiterrolle bei der Nominierung spielen. Immerhin verdoppelte der Kölner Kapitän seine Torvorlagen auf nunmehr vier.

Damion Downs rettet den Punkt

In die engere Verlosung kommen aber wohl drei andere Spieler. Zunächst natürlich Faride Alidou. Die 22-jährige Leihgabe von Eintracht Frankfurt brachte den FC gleich zwei Mal in Führung. Alidou erzielte seinen ersten Doppelpack und verdoppelte seine Torausbeute nun auf vier Treffer. Als Robin Hack aber nur eine Minute nach seiner Einwechslung ausglich und 120 Sekunden später sogar Gladbach erstmals 3:2 in Führung brachte, wechselte das Momentum auf die Gladbach Seite. Hack schien das Spiel gedreht, Gladbach auf Erfolgskurs gebracht zu haben. „Wenn du 2:3 in Rückstand bist, kannst du zufrieden sein, wenn du noch mit einem Punkt nach Hause fährst“, sagte auch der Kölner Kapitän. Und für diese Zufriedenheit sorgte ein Spieler, den am Donnerstag noch keiner so recht auf dem Zettel hatte: Damion Downs.

Die Nominierung des Youngsters kam ein wenig wie Kai aus der Kiste. Denn der 19-Jährige hatte unter Timo Schultz bislang noch keine Rolle gespielt. Noch unter der Woche hatte der Trainer in Bezug auf Meiko Wäschenbach betont, dass die Kölner Nachwuchsspieler sich erst in der U21 beweisen müssen, dort hervorstechen müssen, bevor es Richtung erste Mannschaft geht. “Das wird immer der Weg für die Jungs bleiben”, sagte Schultz. Diesen Weg scheint Downs gegangen zu sein. Der 19-Jährige wurde etwas überraschend in den Kader berufen. Um die Offensive für die Schlussphase zu stärken, brachte Schultz den Youngster und der zahlte mit dem 3:3 das Vertrauen zurück. „Keine Worte nötig, einfach nur eine himmlische Erfahrung mein erstes Tor in einem Derby zu erzielen”, schrieb der Stürmer später auf Instagram.  

Timo Schultz: „Er bringt enorm viel Potenzial mit“

Für den Stürmer war das erste Tor im Derby gleichzeitig auch das erste Tor in der Bundesliga. Seit Oktober hatte Downs nicht mehr im Kader der Profis gestanden. „Downs ist ein Junge, der Tore schießt. Er ist ein sehr ruhiger Junge, der seitdem ich hier bin bei uns mittrainiert und auch in der U21 gute Leistungen gezeigt hat“, sagte Schultz nach dem Derby. Er schießt dort auch Tore und war im Training die letzten Wochen sehr auffällig. Er bringt enorm viel Potenzial mit, muss noch ein wenig mehr aus sich herauskommen und muss letztendlich im Erwachsenen-Fußball auch noch ankommen. Das war heute für ihn eine tolle Belohnung für die letzten guten Trainingsleistungen.“ Und so spricht auch nichts dafür, dass der Youngster noch mehr Einsatzzeit bekommt. Ein besseres Bewerbungsschreiben als ein Tor im Derby kann ein 19-Jähriger wohl nicht abgeben. 



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Ein Spektakel mit gerechtem Ausgang

Deswegen war das Rheinderby ein Spektakel
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Ein Spektakel mit gerechtem Ausgang

Der FC schnupperte gegen Borussia Mönchengladbach am vierten Saisonsieg. Aber auch die Fohlen hätten mit drei Punkten nach Hause gehen können. Das 3:3 ging absolut in Ordnung. Die Gewinner waren am Ende die Zuschauer.

Gleich zwei Doppelpacks, ständig wechselnde Führungen, sechs Tore – das Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach hatte viel von einem Spektakel. Einen Sieger gab es nicht. Der FC verpasste die Chance, die Niederlagen der Konkurrenz auszunutzen. Deswegen war das Rheinderby ein Spektakel.

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Als Felix Zwayer das Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Samstagnachmittag beendete, wusste keiner der Feldspieler so recht, ob er sich freuen oder ärgern sollte. Das 3:3 war unterm Strich leistungsgerecht, ein verdientes Ergebnis, doch beide Mannschaften verließen das Feld mit dem Gefühl, eine Hand schon am Derbysieg gehabt zu haben. „Ob ich mich jetzt ärgern oder freuen soll, das entscheide ich noch“, sagte Timo Hübers, der an dem Endergebnis seinen Anteil hatte. Der noch unter der Woche von Timo Schultz als Konstante geadelte Abwehrspieler, war überraschend inkonstant, als er Nico Elvedi den Ball sinnfrei im Zentrum zupasste und so den 1:1-Ausgleich durch Franck Honorat einleitete.

Zwei Doppelpacker, kein Sieger

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Kölner bereits den ersten Derby-Jubel hinter sich. Faride Alidou hatte aus spitzem Winkel aufs Tor geschossen. Ein spitzer Winkel, der einen Treffer eigentlich unmöglich erscheinen ließ. Eigentlich, denn Torhüter Moritz Nicolas lenkte die Kugel mit dem Knie ins eigene Netz. Gladbach hätte schon früher ausgleichen können, doch Marvin Schwäbe leitete eine Direktabnahme sehenswert an den Pfosten ab. Noch in der vergangenen Woche hatte Timo Schultz betont, dass seinem Team oft das nötige Spielglück fehle, man müsse sich das Glück auch mal erarbeiten. Ausgerechnet im Derby schien der FC genau das wiedergefunden zu haben. Doch das Glück verließ die Kölner mit dem Fehlpass von Hübers und dem Ausgleich.

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte zunächst Gladbach den Druck. Doch wieder war es Alidou, der den FC auf Erfolgskurs brachte. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld war der Angreifer erneut zur Stelle, dieses Mal mit dem Kopf. Die zweite Führung der Kölner, dieses Mal nach einer guten Stunde. Wieder deutete viel auf den FC als Derbysieger hin. Doch erneut schlug Gladbach zurück und das doppelt und ziemlich beeindruckend. Robin Hack wurde in der 70. Minuten eingewechselt, erzielte in der 71. Minute den Ausgleich und in der 73. Minute das 3:2. Der Doppelschlag hinterließ beim FC Wirkung und bei vielen Kölner Fans das Gefühl, dass den Geißböcken das Spiel nun aus den Händen glitt. Der Dreier, aber selbst ein Remis, schien plötzlich ganz weit weg.

Schultz: „Alle haben ein tolles Fußballspiel gesehen“

Doch auch Timo Schultz bewies ein glückliches Händchen, brachte Damion Downs, der dann doch überraschend in den Kader gerückt war. Der Youngster zahlte das Vertrauen mit dem 3:3 zurück. „Bei der Summe der Chancen ist das ein faires Ergebnis, das Pendel hätte am Ende auf beide Seiten ausschlagen können. Wahrscheinlich hätte es auch 5:5 ausgehen können“, sagte Hübers. Tatsächlich drückten beide Teams weiter, wollten den Sieg. Der eingewechselte Davie Selke wartete nach einer Flanke von Leart Pacarada vergeblich am langen Pfosten, auf der anderen Seite schlenzte erneut Hack den Ball nur Zentimeter über das Tor. Es blieb beim verrückten 3:3 mit zahlreichen Richtungswechseln. „Das 3:3 geht in Ordnung. Es war eine Menge los“, sagte Timo Schultz. „Alle haben ein tolles Fußballspiel gesehen. Die meisten Zuschauer dürften glücklich nach Hause gegangen sein, weil sie ein Spektakel gesehen haben.“ Und waren damit die eigentlichen Gewinner des Derbys.

Denn unter dem Strich hatte Schultz vor dem Spiel noch betont, dass die Kölner langsam mal mit dem Gewinnen anfangen müssten. Acht Punkte betrug vor dem Derby der Rückstand zum rettenden Ufer. Einen Erfolg gab es auch gegen Mönchengladbach nicht – trotz doppelter Führung, trotz Spielglück, trotz neu gewonnener Offensivstärke. Die Kölner ließen damit eine große Chance liegen. Denn die Konkurrenz spielte wie erwartet für den FC. Mainz bekam bei den Bayern eine 1:8-Klatsche verpasst, Darmstadt verlor gegen RB Leipzig 0:2. Bereits am Freitag hatte auch Union Berlin gegen den VfB verloren. Der Abstand zum rettenden Ufer hätte mit einem Erfolg nur noch fünf Zähler betragen, der Vorsprung auf Mainz vier. Dennoch zeigte sich Timo Schultz zufrieden. „Es war ein Schritt in die richtige Richtung und ein Punkt, den wir gerne mitnehmen“, sagte der Trainer.



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„Mit dem neuen Coach läuft es ein bisschen besser“

1. FC Köln: Stimmen zum Gladbach-Spiel
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„Mit dem neuen Coach läuft es ein bisschen besser“

Der 1. FC Köln holt im packenden Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach einen Punkt. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem der Kapitän Florian Kainz. Die Stimmen zum Gladbach-Spiel.

Am Samstagnachmittag spielte der FC gegen Borussia Mönchengladbach 3:3 und steht aktuell mit 18 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Florian Kainz kann mit dem Punkt gut leben. Die Stimmen zum Gladbach-Spiel.

Schwierig zu sagen. Drei Tore gemacht, drei Tore bekommen. In Rückstand gewesen und zurückgekommen. Viele Umschaltsituationen gehabt, die wir besser ausspielen müssen. Wir haben viele Fehler gemacht, aber auch viele Torchancen rausgespielt. Man muss das jetzt gut analysieren. So kurz nach dem Spiel ist das schwer zu sagen. Wir wollten das Spiel heute unbedingt gewinnen. Wenn man dann 2:3 hinten ist und dann noch den Ausgleich macht, dann kann man auch zufrieden sein. 
Wir haben gerade bei zwei Gegentoren individuelle Fehler gemacht. Die passieren in der Defensive. Die sind uns zuletzt nicht passiert. Heute passiert es leider. Wir hatten gute Chancen und haben drei Tore gemacht. Darauf können wir aufbauen. Das gibt uns auf jeden Fall Selbstvertrauen. 
Es sind noch viele Spiele. Wir haben noch ein Duell vor der Länderspielpause. Da wollen wir auch Punkte holen, allerdings in einem schwierigen Heimspiel gegen Leipzig. Heute können wir dann mit dem Punkt gut leben.
 

Florian Kainz

1. FC Köln: Stimmen zum Gladbach-Spiel
Foto: Lars Baron / Getty Images

Beide Mannschaften haben alles gegeben. Aber wir nehmen den Punkt mit. Wir müssen in unserer Situation um jeden Punkt kämpfen. Wir machen nächste Woche da weiter, wo wir jetzt aufgehört haben. Wir haben vielleicht ein bisschen Glück gebraucht vorne. Und ein wenig Selbstvertrauen. Mit dem neuen Coach läuft es ein bisschen besser. Jeder spielt offener. Er gibt uns auch das Selbstvertrauen, das wir brauchen. Die Mannschaft steht voll hinter mir. Sie stehen auch dazu, was ich mache. Momentan schaue ich nicht auf die Tabelle. Ich konzentriere mich nur auf unsere Mannschaft, damit wir so schnell wie möglich aus dem Loch kommen. 

Faride Alidou

Alle, die heute ins Stadion gekommen sind, haben das noch nicht bereut. Es war vor beiden Toren ein Spektakel. Noch mehr solcher Spiele und ich bekomme graue Haare. Es hat auf der einen Seite Spaß gemacht, weil wir nicht für Spektakel gestanden haben und uns viele Torchancen erspielt haben. Das hat schon sehr danach ausgesehen, wie ich es mir vorstelle. Auf der anderen Seite haben wir aber zu viel zugelassen. Selbstvertrauen kann man sich auch im Training holen, Selbstvertrauen kann man sich in Spielen holen, die vielleicht nicht ganz so erfolgreich gestaltet wurden. Wir haben uns auch letzte Woche gegen Leverkusen, trotz Unterzahl, drei, vier Riesenchancen rausgespielt und da hat die Mannschaft heute dran angeknüpft. Wir haben Potenzial, auch in den vorderen Linien. Es liegt an uns als Mannschaft, das konsequent und mutig durchzuziehen. Und das war heute ein erster guter Schritt.
Das ist ein tolles Stadion hier mit einer tollen Stimmung. Das Spiel hat auch einiges hergegeben. Letztendlich hatten wir am Ende sogar noch die Chance, den Lucky Punch zu setzen. In der Nachspielzeit hatte Gladbach nochmal einen Abschluss. Also wenn heute die Stimmung nicht fantastisch gewesen wäre, dann hätte ich nicht gewusst, wann es so sein soll.

Timo Schultz

Spielbericht

Einzelkritik

Die Einzelkritik gegen Gladbach

Die Einzelkritik gegen Gladbach
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Die Einzelkritik gegen Gladbach

Der 1. FC Köln hat einen wichtigen Punkt aus Gladbach entführt, allerdings dabei auch zwei Führungen verspielt. Nicht alle Spieler überzeugten. So bewerten wir den FC gegen Gladbach.

Der FC hat unter Timo Schultz das nächste ordentliche Spiel abgeliefert und sich in einem packenden Derby ein 3:3 erkämpft. Allerdings lagen die Kölner auch zwei Mal in Führung. Am Ende ging der Punkt wohl in Ordnung. 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Gladbach.

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Der Doppelpack von Faride Alidou sowie drei Treffer in einem Spiel reichten dem 1. FC Köln nicht, um einen Sieg im Rheinderby einzufahren. Doch das 3:3 beim Rivalen war ein wahres Offensiv-Spektakel von beiden Mannschaften, in der Defensive lieferten sich beide Mannschaften einige Fehler. Mit seinem Doppelpack war Alidou wieder einmal der auffälligste Kölner Spieler. Der Angreifer blüht unter Timo Schultz extrem auf. Von den Startspielern konnte in der Offensive sonst kein Akteur in dem Maße überzeugen. In der Hintermannschaft hielt Jeff Chabot die Viererkette zusammen. Timo Hübers erwischte dagegen eher einen schwachen Tag.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Gladbach

Hielt in der Anfangsphase stark, lenkte einen Versuch von Neuhaus noch gerade so an den Pfosten. War bei den Gegentoren chancenlos und rettete im zweiten Abschnitt noch einmal gegen Jordan.

Mutig bei den Dribblings, verhaspelte sich aber ab und an. Defensiv steht der Youngster meist robust und ist hart in den Zweikämpfen. Blockte viele Flanken ab und spekulierte oft sehr gut bei den Pässen der Fohlen. Ließ beim 1:1 Honorat einen Tick zu weit weg. Hatte nach seiner frühen Gelben Karte ein wenig Glück, den Schlusspfiff auf dem Feld zu erleben.

Leistete sich einen unfassbaren Fehlpass auf Nico Elvedi ins Zentrum, der das 1:1 einleitete. Wirkte auch anschließend ein wenig verunsichert. Sichert allerdings den Raum hinter Carstensen sehr gut ab. Ließ sich vor dem 3:2 von Jordan viel zu einfach wegschieben und kam so nicht an den Ball. Sein Rückpass auf Schwäbe sorgte noch einmal für Gefahr.

Lieferte sich harte Duelle mit Jordan. Sicherte aber eigentlich immer sehr gut ab und mischte sich in die Offensive ein. Gewann rund 60 Prozent seiner Zweikämpfe – der beste Kölner Wert.

Mit Problemen gegen Ngoumou, aber oftmals noch mit einem Fuß dazwischen. Schaltete sich dieses Mal zu selten in die Offensive ein. Verlor beim 2:2 das Kopfballduell gegen den kleineren Hack.

Erwartungsgemäß einmal mehr mit der besten Laufleistung (12,6 Km). Ging gefühlt keinem Zweikampf aus dem Weg. Fand in der Offensive allerdings eher nicht statt. Kam beim 2:2 erst nicht in den Zweikampf, dann zu spät gegen Reitz. Hatte Glück, dass er dort keine gelbe Karte bekommen hat. Die holte er sich später ab. Mit 95 Prozent eine enorm starke Passquote.

Einmal mehr auffallend aufmerksam bei zweiten Bällen und im Stellungsspiel. Schaltete sich in der zweiten Halbzeit dann auch immer öfter offensiv ein. Bereitete das 3:3 mit einem starken Pass vor.

Der überragende Mann auf dem Platz, obwohl ihm sicher nicht alles gelang. In manchen Aktionen wünscht man sich, dass er das Tempo aufnimmt, das in ihm steckt. Vollendete zum 1:0 aus eigentlich unmöglicher Position, nickte zum 2:1 stark ein.

Brachte eine starke Flanke auf Adamyan. Anschließend tauchte der Mittelfeldspieler zunehmend ab. Sein Tempo ist eine Waffe, aber auf diese Art und Weise eine erschreckend stumpfe.

Seinem Kopfball in der Nachspielzeit fehlte die Präzision. Meist gute Laufwege und gegen den Ball mit einer hohen Laufbereitschaft. Gewann viele Bälle im Pressing und machte die Kugel oft fest. Allerdings auch oft unglücklich in seinen Aktionen – gerade im Abschluss.

Wieder in zu vielen Situationen unglücklich. Leistet sich viel zu viele einfache Fehler und Fehlpässe in den Offensivaktionen. Zwei Torvorlagen sprechen dagegen eine komplett andere Sprache.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

FC holt Punkt in packendem Derby

Der FC spielt 3:3 Unentschieden gegen Gladbach
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FC holt Punkt in packendem Derby

Der 1. FC Köln kehrt mit einem Punkt vom Rheinderby aus Mönchengladbach heim. Beim packenden 3:3-Unentschieden hatte Faride Alidou die Kölner mit einem Doppelpack jeweils in Führung gebracht. Damion Downs glich das Gladbacher 3:2 spät aus.

Der 1. FC Köln hat sich in einem packenden Rheinderby einen wichtigen Punkt erkämpft, aber einen durchaus möglichen Sieg verpasst. Der FC spielt 3:3 bei Mönchengladbach. Faride Alidou brachte den FC mit einem Doppelpack jeweils in Führung, Franck Honorat glich zwischenzeitlich das 0:1 aus. Robin Hack drehte die Begegnung ebenfalls mit zwei Treffern. Schließlich sorgte Damion Downs für das wichtige 3:3.

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Notgedrungen musste Timo Schultz seine Mannschaft auf zwei Positionen im Vergleich zum 0:2 gegen Leverkusen in der vergangenen Woche verändern. Für den gesperrten Jan Thielmann rückte wie angekündigt Kapitän Florian Kainz wieder in die Anfangsformation. Zudem ersetzte Denis Huseinbasic den ebenfalls fehlenden Dejan Ljubicic. Beide Temas spielten von Beginn an munter nach vorne, suchten den schnellen Weg in die gegnerische Hälfte, am Sechzehner war aber meist Schluss. Bis Kainz an der Strafraumgrenze Faride Alidou einsetzte. Der 22-Jährige nahm Tempo auf und zog zur Grundlinie. Aus spitzem Winkel zog Alidou ab und Gladbachs Torwart Moritz Nicolas lenkte den Ball unglücklich ins eigene Netz (7.). Die Fohlen reagierten umgehend. Zunächst traf Florian Neuhaus den Pfosten, den Abpraller schoss Nathan Ngoumou ans Außennetz (10.).

Hübers mit haarsträubendem Fehlpass

Doch der FC suchte ebenfalls weiterhin den Weg in die Offensive. Unter anderem brachte Linton Maina im Sechzehner einen weiteren Ball Richtung langen Pfosten flach vor das Tor, aber Sargis Adamyan kam nicht heran. Kurz darauf tanzte sich Finkgräfe durch einen Teil der Gladbacher Hintermannschaft, bediente Kainz, der aus 20 Metern Nicolas erfolglos prüfte (21.). Und auch Jeff Chabot kam zu einem Abschluss nach einer Hereingabe von Eric Martel (24.). Auf der anderen Seite setzte sich Ngoumou problemlos gegen Carstensen durch, Jordan war vor Chabot am Ball, brachte den aber nicht aufs Tor (30.).

Ganz anders als Franck Honorat. Timo Hübers spielte einen katastrophalen Fehlpass auf Nico Elvedi. Der Ball landete bei Neuhaus, der Honorat mit einem Pass in die Tiefe bediente. Der Franzose fackelte nicht lange und netzte mit einem satten Schuss zum 1:1 ein (32.). Zu viele Fehlpässe, viele Ungenauigkeiten, kleine Fouls – das Duell flachte zunehmend ab. Gefährlich wurden die Kölner erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel wieder. Kainz flankte ins Zentrum, Adamyan brachte den Ball aber zu zentral auf die Kiste (45.+1). Es ging mit dem 1:1 in die Kabine.

Doppelpack Faride Alidou

Die erste Aktion nach dem Wechsel gehörte auch dem FC: Kainz brachte eine Flanke aus dem Halbfeld, doch Nicolas war vor Maina am Ball (47.). Gladbach machte es wieder einen Tick besser. Neuhaus kombinierte sich mit Ngoumou durch den gesamten Sechzehner. Nach einem Doppelpass mit Jordan zog der Mittelfeldspieler aus kurzer Distanz ab, traf aber nur den Pfosten (53.). Das Spiel blieb aber weiterhin chancenarm. So war es eine Standardsituation, die der FC nutzte. Ein Freistoß aus dem Halbfeld brachte Kainz an den langen Pfosten, Alidou stand genau richtig und nickte zum 2:1 ein (64.). Wieder ließ die Antwort der Fohlen nicht lange auf sich warten. Ngoumou zog aus 13 Metern ab, aber Schwäbe war zur Stelle. Gegen den kurz zuvor eingewechselten Robin Hack hatte Schwäbe gleich doppelt keine Chance. Zunächst traf der 25-Jährige nach einer Flanke aus dem Halbfeld, anschließend nach einer Ecke, die die Geißböcke nicht rechtzeitig klärten (71., 73.).

Timo Schultz brachte mit Davie Selke und Damion Downs zwei weitere Stürmer für die Schlussphase. Und der erste stach sofort. Denis Huseinbasic steckte den Ball auf der linken Seite auf Downs durch, der sich im Rücken von Itakura davon geschlichen hatte. Downs brachte den Ball im langen Eck unter (79.). Beide Mannschaften wollten die Sieg. Die Kölner waren sogar ein bisschen näher dran. Unter anderem brachte Pacarada eine Flanke von der rechten Seite auf den langen Pfosten, doch Itakura war gerade noch vor Selke am Ball (89.). In der Nachspielzeit kam auch Gladbach noch zu zwei weiteren Möglichkeiten. Der Ball wollte aber nicht mehr ins Tor. Am kommenden Freitag empfängt der FC RB Leipzig.


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Hübers, Kilian, Carstensen – Martel, Huseinbasic – Maina (65. Pacarada), Kainz (74. Selke), Alidou (74. Downs) – Adamyan – Tore: 0:1, 1:2 Alidou (7., 64), 1:1 Honorat (32.), 2:2, 3:2 Hack (71., 73.), 3:3 Downs (79.).


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Adamyan und Kainz in der Startelf

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Adamyan und Kainz in der Startelf

Mit Florian Kainz und Sargis Adamyan startet der 1. FC Köln in das Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Davie Selke wird wie erwartet zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Ohne große Überraschungen startet der 1. FC Köln in das rheinische Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Florian Kainz kehrt wie angekündigt in die Startelf zurück. Auch Sargis Adamyan ist nach seinem starken Spiel gegen Leverkusen wieder dabei. So spielt der FC gegen Gladbach.

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Eine Startplatz-Garantie sprach Timo Schultz am vergangenen Donnerstag aus und machte sein Versprechen war. Florian Kainz kehrt nach den 90 Minuten Bank gegen Leverkusen zurück in die Anfangsformation der Geißböcke. Aber auch die weiteren Startelf-Plätze kommen nicht wirklich überraschend. So spielt die gleiche Viererkette wie schon im Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen. Neben den gebürtigen Gladbacher Max Finkräfe beginnen Timo Hübers und Jeff Chabot in der Innenverteidigung. Auf der rechten Seite erhält einmal mehr Rasmus Carstensen den Vorzug vor Benno Schmitz.

Adamyan in der Startelf

In der Offensive erhält erneut Sargis Adamyan das Vertrauen des Trainers. Der Angreifer zeigte sich am vergangenen Wochenende in guter Form gegen Leverkusen, traf unter anderem den Pfosten. Schon unter der Woche hatte Timo Schultz bestätigt, dass die Form weiterhin gut sei. Für Davie Selke kommt ein Einsatz dagegen zu früh. Der Stürmer steht aber im Kader, genauso wie Damion Downs, der erstmals seit Oktober wieder bei den Profis dabei ist. Für den gesperrten Dejan Ljubicic kommt Denis Huseinbasic zurück in die Startelf auf die Doppelsechs neben Eric Martel. Zudem beginnt auf der rechten Seite Faride Alidou.

So spielt der FC gegen Gladbach

Timo Hübers

Jeff Chabot

Rasmus Carstensen

Denis Huseinbasic

Linton Maina

Faride Alidou

Sargis Adamyan

Florian Kainz

Kleine Mutmacher gegen Gladbach

Diese Zahlen dürfen dem FC gegen Gladbach Mut machen.
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Kleine Mutmacher gegen Gladbach

Auch das Rheinderby hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Dabei spricht die Gesamtbilanz ganz klar für die Fohlen. Doch es gibt auch Zahlen, die dem FC Mut machen können.

Im Teamvergleich auf dem Papier hat Borussia Mönchengladbach dem FC den Rang abgelaufen. Gegen kein anderes Team haben die Geißböcke öfter verloren. Und dennoch spricht nicht alles gegen die Geißböcke. Diese Zahlen dürfen dem FC gegen Gladbach Mut machen.

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Thomas Kessler hatte es im Vorfeld des Nachbarschafts-Duells gegen Leverkusen betont: Die Begegnungen gegen die Werkself sowie gegen Gladbach solle man losgelöst der Tabelle betrachten, sagte der Leiter der Lizenzspielabteilung. Kurz gesagt, diese brisanten lokalen Duelle haben ähnlich wie der Pokal unabhängig von Formkurve und Tabellenstand ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. Und tatsächlich sah der Auftritt gegen Leverkusen trotz Unterzahl und eindeutigen Vorzeichen gar nicht so eindeutig aus. Der FC hatte zumindest einige gute Möglichkeiten, das Spiel zu einem anderen Resultat zu führen. Nach der aktuellen Tabellensituation und der Gesamtbilanz dürfte Mönchengladbach als leichter Favorit in das Spiel gegen den FC gehen.

Seoane konnte noch nie gegen den FC gewinnen

Doch wie immer im Profifußball: wer lang genug sucht, findet auch die Statistiken, die dann doch für den eigenen Club sprechen. So So gibt es auch einige Zahlen, die dem FC für den Samstag durchaus Mut machen können. Zwar hat die Borussia in der Gesamtstatistik die Nase gegenüber dem FC deutlich vorne, feierte in der Bundesliga 52 Derbysiege, während die Kölner nur 28 Erfolge einfuhren, die Tendenz der vergangenen sechs Spiele spricht aber klar für den FC. Nur eins der vergangenen sechs Spiele ging aus Kölner Sicht verloren, vier Duelle gewannen die Kölner. Vor nahezu zwei Jahren auch zuletzt im Borussia-Park. Beim 3:1-Erfolg trafen neben Anthony Modeste auch die aktuellen Kölner Profis Dejan Ljubicic, der allerdings gesperrt ist, sowie Florian Kainz.

Der Kölner Kapitän trifft ohnehin besonders gerne gegen die Fohlen. Kainz war bereits vier Mal gegen Gladbach selbst erfolgreich, legte zudem zwei weitere Treffer auf. Das gelang ihm gegen keinen anderen Bundesligisten öfter. „Das sind ganz besondere Tore und ganz besondere Spiele“, sagte Florian Kainz. „Wir wissen, was das für die Fans bedeutet.“ Ganz so erfolgreich ist die Bilanz für Gladbach-Trainer Gerardo Seoane dann wiederum nicht. Der Gladbach-Coach traf bislang drei Mal auf den FC, konnte keins der Duelle mit seinen Clubs für sich entscheiden. Und auch wenn in den Sozialen Medien zuletzt die Kritik an der Schiedsrichter-Ansetzung für das Derby gegen Gladbach wuchs. Was die Statistik angeht, ist Felix Zwayer aus Kölner Sicht keine schlechte Besetzung. Der 42-Jährige pfiff drei Rheinderby, der FC verlor keins davon (Zwei Remis, ein Sieg). Überhaupt ist die Bilanz unter Zweyer mit 14 Siegen, vier Unentschieden und nur fünf Niederlagen recht positiv.



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Fan-Krawalle vor dem Rheinderby: Polizisten werden bei Einsatz verletzt

Fan-Krawalle vor Derby: Polizisten bei Einsatz verletzt
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Fan-Krawalle vor dem Rheinderby: Polizisten werden bei Einsatz verletzt

Bereits am Abend vor dem Rheinderby des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach ist es in Gladbach zu Ausschreitungen gekommen. Dabei wurden drei Polizisten verletzt.

Die Kölner Verantwortlichen hofften nach den Prügeleien rund ums Kölner Stadion gegen Leverkusen auf ein friedliches Fußballspiel gegen Mönchengladbach, nun gab es bereits die ersten Fan-Krawalle vor dem Derby: Polizisten wurden bei dem Einsatz verletzt.

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Emotionen unbedingt, Ausschreitungen auf keinen Fall, lauteten die Hoffnungen der Kölner Verantwortlichen vor dem Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach. Doch die Apelle von Thomas Kessler und Co. waren offenbar umsonst. Bereits am Freitagabend ist es zu einer Auseinandersetzung der Anhänger beider Fan-Lager am Borussia-Park gekommen. Laut Polizei-Angaben ist am Eingang Nord des Borussia-Parks gegen 21 Uhr eine Gruppe von circa 120 Kölner Anhängern eingetroffen. Eine Vielzahl von Mönchengladbacher „Problemfans“ habe daraufhin das Stadion verlassen. Dort hatten sie gerade die Choreografie für das Spiel vorbereitetet. Die beiden Gruppen standen sich gegenüber und zündeten Pyrotechnik.

Polizisten bei Einsatz verletzt

Die Polizei sei daraufhin eingeschritten. „Die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte der Polizei konnten eine weitere Auseinandersetzung beider Gruppen verhindern und die Problemfans separieren. Sie mussten dazu weitere Kräfte hinzuziehen und Pfefferspray sowie den Einsatzmehrzweckstock einsetzen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Einige Personen sind in Gewahrsam genommen worden. „Bei der polizeilichen Intervention wurden zwei Beamte und eine Beamtin verletzt. Die Polizistin konnte den Dienst nicht fortsetzen“, heißt es weiter. „Die Polizei leitet Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, schwerem Landfriedensbruch und Widerstand gegen die Einsatzkräfte ein.“

„Wir tun als Club eine Menge dafür, das zu verhindern. Ich kann einfach nur an alle Fans appellieren, dass es sich darauf begrenzt, dass die Jungs alles geben, um das Spiel zu gewinnen, und die Fans ihre Mannschaft unterstützen. Es ist ein traditionsreiches Duell, das sollte man feiern und genießen – aber bitte alles im Rahmen“, hatte Thomas Kessler am Donnerstag gesagt. „Es ist nicht immer zu verhindern. Die Rivalität ist groß. Das Derby hat eine Tradition. Aber die sollte auf dem Platz ausgetragen werden. Alles, was wir da auf den Rängen gesehen haben und auch nachher gehört haben, ist nicht schön und gehört nicht zum Fußball. Es sollte fair bleiben und nicht zu Gewalttaten kommen. Daran können wir nur appellieren. Auch jetzt vor dem Spiel gegen Gladbach.” Und Timo Schultz ergänzte: „Ich hoffe, dass alles friedlich bleibt und auch Eltern mit ihren Kindern ins Stadion gehen können, ohne Angst haben zu müssen, in Trouble zu geraten.“ Die Hoffnungen waren offenbar umsonst.



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Modeste nach Pokalsieg mit Seitenhieb an Kritiker

Anthony Modeste richtet emotionale Worte an seine Kritiker.
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Modeste nach Pokalsieg mit Seitenhieb an Kritiker

Anthony Modeste hat mit seinem Club Al Ahly am Freitag den zweiten Pokal gewonnen. Und das im Stadtderby. Anschließend fand der Stürmer emotionale Worte – auch an seine Kritiker.

In der späten Phase seiner Karriere wird Anthony Modeste noch zum Trophäen-Jäger. Mit seinem ägyptischen Club Al Ahly gewann der Stürmer seinen zweiten Pokal und fand anschließend emotionale Worte. Anthony Modeste richtet emotionale Worte an seine Kritiker.

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Er wurde erst in der Nachspielzeit eingewechselt, die Freude über den Pokal war dennoch groß. Mit seinem ägyptischen Verein Al Ahly gewann der 35-Jährige den Ägyptischen Cup. Am Freitagabend setzte sich Al Ahly im Endspiel und dem Kairoer Derby gegen den Stadtrivalen Zamalek 2:0 durch. Modeste kam in der 92. Minute. „Danke Gott und Leben, dass ihr mir den Weg gezeigt habt, in dem ich Pokale in die Höhe heben darf und Glücksgefühle erlebe, die ich so noch nie erlebt habe“, schreibt Modeste auf seinem Instagram-Account. Für den Franzosen war es bereits der zweite Pokal, den er mit Al Ahly in die Höhe heben dürfte. Neben dem Nationalen Cup gewann der 35-Jährige auch den ägyptischen Superpokal. Für den Franzosen ein relativ neues Gefühl, mehr als den Titel des Zweitliga-Meisters mit dem FC hatte Modeste im Profi-Fußball nicht gewonnen.

Modeste: „Ich danke Gott, dass er mich herausgefordert und in unangenehme Situationen gebracht hat“

Modeste scheint in Ägypten sein Glück wiedergefunden zu haben. Ein Glück, das er in Deutschland in den vergangenen Jahren so nicht mehr erlebt hat. Gerade nach dem glücklosen Auftritt bei Borussia Dortmund, mit zwei Toren in 28 Pflichtspielen, hatte der Franzose Schwierigkeiten, einen neuen Club zu finden. Es wurde schließlich Al Ahly. „Ich danke Gott, dass er mich herausgefordert und in unangenehme Situationen gebracht hat“, schreibt Modeste weiter. „Ich konnte nicht verstehen, warum die Tür geschlossen wurde, als ich noch härter arbeitete, warum ich Demütigungen, Schmerzen, Zweifel, Ablehnung und Ungerechtigkeit ertragen musste. Denjenigen unter Ihnen, die daran beteiligt waren, wünsche ich Frieden und Glück.“ Modeste schreibt nicht, wen er mit seinen Worten explizit meint.

Mit seinem Weggang aus Köln 2022 hatte der Angreifer jedenfalls keinen Frieden geschlossen. Im Sommer vergangenen Jahres hatte der Stürmer die FC-Führung scharf kritisiert. „Keiner außer mir weiß, was wirklich hinter den Kulissen passiert ist, und ich muss leider diese Geheimhaltung respektieren“, sagte der 35-Jährige damals. Laut Modeste sei sein Gehalt für den FC ein Problem gewesen und der Verein habe ihm auf subtilem Weg mitgeteilt, den Club verlassen zu müssen. Seine Worte kamen nicht überall gut an, seine kolportierte Entscheidung, den Club Richtung Dortmund verlassen zu wollen, ebenfalls nicht. „Wir haben zweimal die Qualifikation für Europa geschafft. Ich habe mein Bestes gegeben. Was muss man mehr tun, um eine Fußballlegende zu sein? Dann werde ich mit 34 Jahren am Ende nach Dortmund verkauft und werde zum Staatsfeind Nummer 1 in der Stadt. Das verstehe ich nicht“, so der Stürmer.

Modeste kommt in 16 Begegnungen auf drei Tore

In Ägypten gab es nach seiner Verpflichtung einen regelrechten Modeste-Hype. Doch auch bei Al Ahly läuft es nicht nur perfekt für den Angreifer. In 16 Begegnungen kommt Modeste auf drei Tore, in der Startelf stand der Franzose selten. Dennoch scheint er sein Glück in Ägypten gefunden zu haben. Und richtet dafür seine Worte an Gott: „Du hast mir durch Entschlossenheit und Opferbereitschaft ein neues Leben geschenkt. Du hast mich dazu gebracht, meine Liebe zu Anstrengung und Disziplin wiederzuentdecken, obwohl 35 das Alter hätte sein können, mit dem ich aufhören sollte. Wie in der Fußballschule, als ich meine Jugend für meinen Traum opferte, als ich nicht der Beste war und es keine Garantie gab, dass ich der „1 von 2.000“ sein würde, der es als Profi schaffen würde.“

Verzichten muss Timo Schultz auf die beiden gesperrten Spieler Jan Thielmann und Dejan Ljubicic. Zudem fällt Justin Diehl wie berichtet für einige Wochen aus.



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