Steht Schultz vor dem nächsten „Luxusproblem“?

Steht Schultz vor dem nächsten "Luxusproblem"?
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Steht Schultz vor dem nächsten „Luxusproblem“?

Mit Damion Downs hat endlich wieder ein Zielstürmer beim FC getroffen. Der Youngster drängt sich auf, Davie Selke kehrt zurück. Andere lösten ihre Aufgaben ebenfalls gut, sind wohl gesetzt. Plötzlich hat Timo Schultz auch in der Offensive die Qual der Wahl.

Noch in den vergangenen Wochen sprach Timo Schultz von dem Überangebot in der Innenverteidigung, musste sich für zwei von drei Abwehrspielern entscheiden. Nun entspannt sich auch die Situation in der Offensive zunehmend. Steht Schultz vor dem nächsten „Luxusproblem“?

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Ganz vier Minuten lagen zwischen Einwechslung und Tor. Timo Schultz wechselte Damion Downs in der 74. Minute ein, in der 79. hatte der Youngster dem Derby gegen Mönchengladbach seinen Stempel aufgedrückt, eine weitere Wende beim spektakulären 3:3 herbeigeführt und vor allem sein erstes Saisontor erzielt. „Ich habe ihm gesagt, dass er nicht dabei ist um den Kader vollzumachen, sondern um ein Faktor zu werden“, sagte Schultz später. „Er bringt viel mit und ist ein weiterer hochtalentierter Spieler, den wir fördern wollen.“ Zwar betont der 46-Jährige auch, dass der Youngster noch ein wenig braucht, „um im Erwachsenenfußball anzukommen“, dennoch ist Downs ein Teil der Kölner Zukunft und könnte auch in dieser Saison noch ein weiterer Faktor sein. Ein Empfehlungsschreiben war das abgeklärte Tor gegen Gladbach allemal.

Wie sieht die Offensive aus?

Und so entwickelt sich die Situation in der Kölner Offensive ebenfalls zu einer Art Luxusproblem, wie Schultz es in der Innenverteidigung ausgemacht hat. Dort hatte Luca Kilian die Gunst der Stunde genutzt und sich in den Vordergrund gespielt, als das Stamm-Abwehr-Duo Jeff Chabot und Timo Hübers wechselweise ausfiel. Am Freitagabend wird der 24-Jährige die nächste Chance erhalten, Hübers fehlt gesperrt. Zuletzt stand der Trainer bei den drei Abwehrspielern vor der Qual der Wahl. Auch wenn die drei Treffer gegen Mönchengladbach ein erfreulicher Ausreißer nach oben waren und nicht über die mangelnde Abschlussschwäche der FC-Offensive hinwegtäuschen sollte, hat der Kölner Coach genau dort ein ähnliches Luxusproblem. Und das nicht erst wenn nach der Länderspielpause mit Luca Waldschmidt und Justin Diehl zwei der drei verletzten Offensivspieler sowie der gesperrte Jan Thielmann zurückkehren.

Schon gegen Leipzig steht der Kölner Trainer vor der schweren Aufgabe, das richtige Offensivpuzzle zusammenzustellen. So kehrte Davie Selke am vergangenen Samstag gegen Gladbach zurück, strahlte in der Box die erhoffte Präsenz aus und spielt in den Überlegungen von Schultz grundsätzlich eine große Rolle. Sein Vertreter Sargis Adamyan war zwar gegen Gladbach alles andere als torgefährlich, machte aber viele Bälle fest, belebt das Offensivspiel. Dass Faride Alidou ein Teil dieses Gebildes ist, ist angesichts des Doppelpacks am vergangenen Samstag wohl klar. “Davie ist zurück, Damion hat ein Tor gemacht – ich bin positiv gestimmt, was die Zukunft in der Offensive betrifft“, sagte dementsprechend Florian Kainz.

Droht Kainz erneut die Bank?

Doch gerade das Offensivpotenzial macht die Position des Kölner Kapitäns noch schwieriger. Auch wenn Kainz gegen Gladbach zwei Treffer vorbereitete, befindet sich der Mittelfeldspieler in der Krise, Kainz ruft seine Topform nicht ab. So wäre eine Doppelspitze mit Selke und Adamyan gar nicht so unwahrscheinlich. Kainz müsste wieder auf die linke Außenbahn rotierten, die Schultz ohnehin zunächst für seinen Kapitän ausgemacht hatte. Dort stand zuletzt Linton Maina in der Startelf. Der schnelle Außenbahnspieler strahlt auch weiterhin im letzten Pass nicht die erhoffte Gefahr aus, ist aber mit seinem Tempo ein wichtiger Bestandteil in Schultz‘ Spielsystem. Droht Kainz erneut die Bank wie gegen Leverkusen? Zumindest ist ein ähnliches Spiel wie gegen die Werkself zu erwarten.

Wenn dann nach der Länderspielpause Waldschmidt, Diehl und Thielmann zurückkehren, wird Timo Schultz wohl einige unbequeme Gespräche führen müssen.


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In der Krise: Kehrt Ljubicic in die Startelf zurück?

Wie geht es weiter mit Dejan Ljubicic?
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In der Krise: Kehrt Ljubicic in die Startelf zurück?

Das packende Rheinderby in Gladbach verpasste Dejan Ljubicic aufgrund seiner Gelbsperre. Sein Vertreter Denis Huseinbasic löste die Aufgabe gut. Nach der anhaltenden Formkrise stellt sich die Frage, ob Timo Schultz an dem eigentlichen Leistungsträger weiter festhält.

So richtig rund läuft die Saison für Dejan Ljubicic wahrlich nicht. Die Leistungen sind überschaubar, der Ertrag ebenfalls und nun wurde der 26-Jährige auch nicht für den Kader der Nationalmannschaft Österreichs nominiert. Zuletzt überzeugten andere beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Dejan Ljubicic?

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Die gelbe Karte war mehr als unnötig. Dejan Ljubicic regte sich zu Beginn des Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen so dermaßen über ein nicht gegebenes Handspiel in der Nähe der Mittellinie (!) auf, dass Schiedsrichter Tobias Stieler gar nichts anderes übrig blieb, als den Kölner Mittelfeldspieler zu verwarnen. Fünfte Gelbe Karte, ein Spiel Sperre für Ljubicic. Ausgerechnet das spektakuläre Rheinderby verpasste der 26-Jährige. Für Ljubicic rotierte Denis Huseinbasic zurück in die Startelf, absolvierte sein 50. Pflichtspiel für den FC und machte seine Sache insgesamt ordentlich. Timo Schultz hatte dem 22-Jährigen zunächst viel Spielzeit gegönnt. Huseinbasic gehörte in den ersten Begegnungen unter dem neuen Trainer zum Stammpersonal.

Welche Rolle übernimmt Ljubicic?

Nach einer eher schwachen Leistung gegen den VfB Stuttgart stand der Mittelfeldspieler gegen Leverkusen erstmals unter Schultz nicht in der Startelf. Das könnte sich nach dem Auftritt im Rheinderby aber wieder ändern. Huseinbasic verteilte taktisch klug die Bälle, leitete das 3:3 durch Damion Downs ein und stopfte wie gewohnt viele Löcher in der Rückwärtsbewegung. Der 22-Jährige ist der offensivere Teil der Doppelsechs neben Eric Martel. Gegen Gladbach wirkte das Konstrukt allerdings nicht immer sattelfest. Nach der anhaltenden Formkrise stellt sich dennoch die Frage, ob Timo Schultz wieder auf Ljubicic zurückgreift. Bislang ist Ljubicic bei den Kölner Verantwortlichen unumstritten. Das war der Mittelfeldspieler auch unter Steffen Baumgart, fehlte nur krankheitsbedingt, stand in 20 von 22 Ligaspielen in der ersten Elf.

Allerdings spielte der Österreicher meist auf der Außenbahn, wurde von Schultz sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite eingesetzt. Mit überschaubarem Erfolg. Ljubicic, in der vergangenen Saison mit 14 Punkten noch einer der Topscorer der Kölner, bereitete in dieser Spielzeit erst zwei Treffer vor – beide gegen Eintracht Frankfurt. Auch, wenn der Kölner Dauerläufer einen wichtigen Part in der Rückwärtsbewegung übernimmt, kommt in der Offensive bislang zu wenig. Kehrt Ljubicic dennoch in die Startelf zurück? Die Konkurrenz ist jedenfalls nicht ohne. Am vergangenen Samstag spielte mit Faride Alidou der Man of the Match auf der rechten Seite, erzielte zwei Tore. Der 22-Jährige war auch gegen Bayer Leverkusen schon extrem auffällig. Auf der linken Seite spielte Linton Maina, der mal wieder viel Tempo machte, aber ebenfalls eher wirkungslos blieb.

So oder so wird es für Ljubicic in dieser Trainingswoche eine Aufgabe, sich den Stammplatz zurückzuerobern. Die Woche begann für den 26-Jährigen bereits mit einer bitteren Nachricht. Ljubicic steht wie bereits im vergangenen November nicht im Kader der Nationalmannschaft. Zwar betonte Ralf Rangnick, dass die Tür für die EM noch nicht verschlossen sei, doch zum einen deutet die aktuelle Verfassung von Ljubicic nicht auf eine Rückkehr ins Nationalteam, zum anderen muss Rangnick den aktuellen Kader bis zum Turnier eigentlich noch verkleinern.


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Sky: Diehl mit Stuttgart einig

Sky: Diehl mit Stuttgart einig
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Sky: Diehl mit Stuttgart einig

Ist der Wechsel von Justin Diehl in trockenen Tüchern? Das berichtet Sky-Transferexperte Florian Plettenberg. Demnach gibt es eine mündliche Einigung.

Der FC hat in den vergangenen Wochen noch einmal den Kampf um eins seiner größten Talente intensiviert. Gebracht hat es offenbar nichts. Das berichtet Sky: Justin Diehl mit Stuttgart einig.

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Der 19-Jährige hatte bereits im vergangenen Sommer dem Verein mitgeteilt, dass er die Zukunft nicht in Köln sehe. Daraufhin war Diehl aus dem Profikader gestrichen worden. Steffen Baumgart hatte mehrfach betont, dass er die Kapazitäten seines Trainerstabs auf Spieler verwenden wolle, die auch für den FC spielen wollen. „Dieser Junge hat zwölf Jahre in diesem Verein gespielt, er wurde in dieser Stadt geboren, er war vom allerersten Tag meiner Zeit hier, vom allerersten Training an, seit ich Cheftrainer bin, dabei“, sagte Baumgart im November. „Trotzdem gibt es ein ganz klares Statement von ihm, dass er nächstes Jahr nicht mehr mit uns arbeiten möchte. Daher stellt sich die Frage: Warum möchte er in seiner Heimatstadt, bei dem Verein, in dem er groß geworden ist, nicht Bundesliga spielen?“

Dem Vernehmen nach soll die Seite von Diehl über die Maßnahme nicht erfreut gewesen sein. Erst nach der Entlassung des Coachs wurde Diehl von Christian Keller zurückgeholt. Damals intensivierten die Kölner auch die Gespräche mit dem Talent, in der Hoffnung, es noch zu einem Umdenken zu bewegen. „Es geht um eine sportliche Entscheidung und nicht um eine Vertrags- oder Transferentscheidung“, sagte Keller damals, betonte aber, dass man wieder Gespräche führen werde.

Vertrag bis 2029

Das scheint nicht funktioniert zu haben. Laut Florian Plettenberg ist der Wechsel des Stürmers zum VfB Stuttgart bereits in trockenen Tüchern. Wie damals berichtet hat der VfB im Januar den Druck auf Diehl erhöht. Damals habe es laut Sky auch den Medizincheck und die mündliche Einigung gegeben. Diehl wechselt wie bekannt ablösefrei und soll beim VfB einen Vertrag bis 2029 unterschreiben. Der Medizincheck soll positiv ausgefallen sein. Neben dem VfB Stuttgart sollen auch die TSG Hoffenheim sowie Bayer Leverkusen um die Gunst des Stürmers gebuhlt haben. Aktuell fällt Diehl wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel aus. Wann der Spieler zurückkehrt, ist offen. Es wird aber offensichtlich eine Abschiedstour.

Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt Diehl beim 1. FC Köln. Mit zwölf Toren und neun Vorlagen ist Justin Diehl der beste Offensivspieler der Regionalliga West. Der 19-Jährige hatte einen großen Anteil an der doch sehr erfolgreichen Saison der Kölner U21. Ausgerechnet gegen den VfB Stuttgart feierte der Youngster sein Startelf-Debüt in der Bundesliga. Unter dem neuen Trainer Timo Schultz kam der 19-Jährige sechs Mal zum Einsatz und absolvierte 158 Minuten in der Bundesliga.


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Luca Waldschmidt trainiert wieder

Luca Waldschmidt zurück auf dem Platz
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Luca Waldschmidt trainiert wieder

Gut zwei Monate nach seiner Wadenbein-Verletzung hat Luca Waldschmidt wieder eine Trainingseinheit auf dem Platz absolviert – eine individuelle. Der Angreifer soll in die entscheidende Saisonphase wieder eingreifen.

Unter Applaus hat Luca Waldschmidt am Dienstag wieder das Training auf dem Platz am Geißbockheim aufgenommen. Der Offensivspieler absolvierte eine individuelle Einheit mit Ball. Bei den Kölner Bossen dürfte das für Erleichterung sorgen: Luca Waldschmidt ist wieder zurück auf dem Platz.

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Während Timo Schultz am Dienstagvormittag seiner Mannschaft auf dem Trainingsplatz vor dem Geißbockheim Anweisungen gab, betrat auch Luca Waldschmidt erstmals seit seinem Wadenbeinanbruch im Januar wieder das Trainingsgelände. Der Offensivspieler absolvierte nur wenige Meter entfernt von der Mannschaft eine individuelle Einheit mit Reha-Trainer Leif Frach. Waldschmidt war sogar wieder am Ball unterwegs – allerdings noch sehr langsam. Dabei ist aber nicht zu schnell mit einer Rückkehr der Wolfsburger Leihgabe zu rechnen. Während Davie Selke wieder für die Geißböcke eine Option ist und am vergangenen Samstag gegen Mönchengladbach sein Comeback feierte, soll Waldschmidt behutsam an das Mannschaftstraining herangeführt werden.

Waldschmidt arbeitet auf dem Platz am Comeback

Möglicherweise wird der ehemalige Nationalspieler im Trainingslager in Spanien wieder mit der Mannschaft trainieren, um dann im Saisonendspurt wieder anzugreifen. Waldschmidt hatte sich im Abschlusstraining vor dem FC-Trainer-Debüt von Timo Schultz gegen den 1. FC Heidenheim bei einem Zweikampf verletzt. Zunächst hoffte der neue Coach noch auf eine schnelle Genesung. Doch eine genauere Untersuchung ergab den Anbruch des Wadenbeins. Nach einigen Tagen auf Krücken nahm Waldschmidt das Reha-Programm auf. Nun arbeitet der Angreifer auf dem Platz an seinem Comeback. Waldschmidt soll in der entscheidenden Phase der Saison noch einmal zu einem wichtigen, wenn nicht entscheidenden Faktor für die Kölner werden.

Der FC hat den Offensivspieler vom VfL Wolfsburg ausgeliehen. Im Winter hatte Christian Keller angedeutet, dass man die Kaufoption bei Waldschmidt genauso wie bei Rasmus Carstensen ziehen wolle. Die Ablöse soll dem Vernehmen nach zwischen drei und vier Millionen Euro liegen. Nicht so optimal verläuft dagegen die Rekonvaleszenz von Mark Uth. Der gebürtige Kölner hatte in der Reha einen Rückschlag erlebt und wird nicht so schnell zurückerwartet.


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Fehlende Konstanz: Timo Schultz muss wieder umbauen

1. FC Köln: Deswegen muss Timo Schultz die Abwehr einmal mehr umbauen.
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Fehlende Konstanz: Timo Schultz muss wieder umbauen

Beim 3:3-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach fehlte dem FC die Stabilität in der Hintermannschaft. Die Kölner ließen in der Defensive erstaunlich viel zu. Am Freitag muss Timo Schultz seine Mannschaft in der Abwehr umbauen. Der Grund ist aber ein anderer.

Drei Gegentore, zwei Pfostentreffer – die Hintermannschaft des 1. FC Köln wirkte am Samstag alles andere als sicher und erinnerte doch sehr an fast schon vergessene Spiele. Im Duell gegen Leipzig wird es Veränderungen geben beim 1. FC Köln: Deswegen muss Timo Schultz die Abwehr einmal mehr umbauen.

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Zwar mit einem Lächeln, aber doch ein wenig angefressen zeigte sich Timo Hübers am Samstag nach dem 3:3 im Rheinderby bei Borussia Mönchengladbach. „Schön, dass ihr mich drauf ansprecht“, sagte der Abwehrspieler im ZDF-Sportstudio mit einer Spur Sarkasmus. Hübers hatte den Ball ohne Not ins Zentrum, diesen aber auf Nico Elvedi gespielt und damit das 1:1 eingeleitet. „Es war schlecht. Zu viel Risiko, mein Mitspieler rechnet auch nicht mit diesem Ball. Dann spielen die Gladbacher das aber auch gut aus“, sagte Hübers. Ausgerechnet Hübers hatte Timo Schultz unter der Woche noch als die große Konstante der Kölner Hintermannschaft ausgemacht. Tatsächlich bildet der Abwehrspieler gemeinsam mit Jeff Chabot eins der besten Innenverteidiger-Duos der Liga – zumindest was die Zweikampfwerte angeht.

Timo Hübers fehlt gesperrt

Am Samstag erlebte der Abwehrspieler allerdings einen eher schwachen Tag, wirkte gleich in einigen Situationen nicht immer sattelfest, war alles andere als die Kölner Konstante. Überhaupt war der FC in der Defensive nicht sicher. Ließ neben den Toren noch zwei Pfostentreffer zu. Zu allem Überfluss holten sich gleich drei Verteidiger der Viererkette der Kölner den gelben Karton ab. Bei Hübers war es die fünfte, der Innenverteidiger wird gegen Leipzig fehlen. Das Einsteigen gegen Nathan Ngoumou wertete Schiedsrichter Felix Zwayer als verwarnungswürdig und zog den Karton. „Eigentlich hatte ich ein ganz gutes Gefühl bei dem Zweikampf, habe den Körper gut reinbekommen”, sagte Hübers später. “Wenn er pfeift, muss er wohl Gelb geben.” Das tat der Unparteiische.

Und so muss Timo Schultz für die Begegnung am Freitag wieder umbauen. Seit der 46-Jährige den FC trainiert, liefen die Geißböcke nur zwei Mal in zwei Spielen in Serie mit der gleichen Viererkette auf. Die einzige Konstante war in allen neun Begegnungen Linksverteidiger Max Finkgräfe und das auch spielerisch. Auf der rechten Seite bleibt es bei dem umkämpften Duell zwischen Benno Schmitz und Rasmus Carstensen – in den vergangenen drei Spielen hatte der junge Däne wieder die Nase vorne. Auch Jeff Chabot hatte sich zwischenzeitlich den fünften gelben Karton abgeholt, fehlte bei der 0:1-Niederlage gegen Bremen. Timo Hübers war krankheitsbedingt ebenfalls in zwei Begegnungen (Stuttgart und Hoffenheim) nicht dabei.

Luca Kilian wird wieder zur Alternative

Immerhin hat der Kölner Trainer eine Alternative oder wie er es nennt ein Luxusproblem für die Abwehrzentrale. Luca Kilian wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder in die Startelf rücken. Den 24-Jährigen hatte der Coach in den vergangenen Wochen gelobt. “Die drei Spiele, die Luca gemacht hat, haben mir sehr gut gefallen. Er hätte es verdient gehabt, in der Mannschaft zu bleiben”, hatte Schultz vor dem Leverkusen-Spiel gesagt, sich dann aber doch wieder für Hübers entschieden. Der sah in der Sperre gegen Leipzig auch etwas Positives. „Die Kehrseite davon ist, dass es in der Crunchtime wahrscheinlich keine Sperre mehr gibt. Wer weiß, wofür es am Ende gut ist, wenn man die letzten acht Spiele komplett durchziehen kann.”


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Wenig Spielzeit, auslaufende Verträge: Stehen die Zeichen auf Abschied?

1. FC Köln: Stehen die Zeichen bei Benno Schmitz und Dominique Heintz auf Abschied?
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Wenig Spielzeit, auslaufende Verträge: Stehen die Zeichen auf Abschied?

Benno Schmitz und Dominique Heintz haben bereits einige Jahre für den FC abgerissen. Auf viel Einsatzzeit kamen die beiden Routiniers zuletzt nicht mehr. Timo Schultz sprach in Bezug auf seine Innenverteidigung vom Luxusproblem – wird die Abwehr zu einem echten Problem?

Für Benno Schmitz und Dominique Heintz liefen die vergangenen Wochen unter Timo Schultz alles andere als gut. Auf wirklich viel Einsatzzeit kamen die beiden Routiniers zuletzt nicht. Die Verträge der beiden Routiniers laufen im Sommer aus beim 1. FC Köln: Stehen die Zeichen bei Benno Schmitz und Dominique Heintz auf Abschied?

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Der Arbeitsnachweis war in der Tat überschaubar. In 83 Minuten kam Benno Schmitz im Duell gegen Werder Bremen auf sechs Zweikämpfe, von denen er zwei gewann. Von seinen vier Flanken kam beim Mitspieler nicht eine an. Der Rechtsverteidiger erwischte wie die meisten Kölner am 22. Spieltag einen eher schwachen Abend. Für den 29-Jährigen, der sich seit Beginn der Saison einem harten Zweikampf mit Rasmus Carstensen stellt, war es das vorerst letzte Spiel in der Startelf. In den vergangenen drei Spielen kam der gebürtige Bayer nur noch einmal sieben Minuten gegen den Spitzenreiter aus Leverkusen zum Einsatz, saß sonst auf der Bank. Kein unbekanntes Gefühl, denn Schmitz stand bis zum 25. Spieltag in der Liga nur zehn Mal in der Anfangsformation.

Benno Schmitz hat starke Konkurrenz

Dass sich die Situation ausgerechnet gegen RB Leipzig, Schmitz Ex-Verein, kurzfristig ändert, ist durchaus möglich, aber alles andere als sicher. Denn mit Carstensen hat der 29-Jährige einen Konkurrenten, der in der Defensive nicht unbedingt stabiler verteidigt als Schmitz, aber mit deutlich mehr Tempo den Weg in die Offensive sucht. Wen Timo Schultz gegen die schnellen Außen wie Xavi Simons am kommenden Freitag aufstellt, ist von außen betrachtet komplett offen. Sicherer dürfte dagegen sein, dass Schmitz mit dem bisherigen Saisonverlauf alles andere als zufrieden ist. Immerhin war der 29-Jährige in den vergangenen beiden Spielzeiten mit jeweils 31 Einsätzen in der Liga unumstritten. In der ersten Saison unter Steffen Baumgart sogar ein absoluter Leistungsträger.

Nun hat der Routinier den Stammplatz verloren und das, obwohl Schmitz mittlerweile der dienstälteste aktuelle FC-Profi ist. Ob der Rechtsverteidiger das auch in der kommenden Saison bleibt, ist aber mehr fraglich. Denn der Vertrag des Abwehrspielers läuft bekanntlich im Sommer aus. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir mit Benno über den Sommer hinaus weiterarbeiten werden“, hatte Thomas Kessler im Februar gesagt. So richtig überzeugt klang der Leiter der Lizenzspielabteilung dabei nicht.

Dabei sollte eine Vertragsverlängerung angesichts der Transfersperre zumindest eine Option sein. Denn aktuell haben die Geißböcke mit Rasmus Carstensen nur noch einen weiteren Rechtsverteidiger im Profi-Kader. Dessen Leihe läuft zwar im Sommer ebenfalls aus, doch der FC wird mit Sicherheit die Kaufoption ziehen. Diese liegt dem Vernehmen nach bei 1,5 Millionen Euro, der Spieler hat seinen Marktwert aber bereits vervielfacht. Dahinter wird es auf der Position allerdings dünn. Pierre Nadjombe hat sich bereits früh für einen Wechsel zum 1. FC Magdeburg ausgesprochen. Ein Backup muss im Nachwuchs gefunden werden. Die überschaubare Spielzeit könnte zudem auf Seiten von Schmitz bei der Entscheidungsfindung helfen. Zumal mit Baumgart der größte Befürworter des Verteidigers den Club verlassen hat. Die Zeichen stehen offenbar auf Abschied.

Zukunft der Defensive nicht sicher

Auch das Arbeitspapier von Dominique Heintz läuft im Sommer aus. Noch in der vergangenen Woche sprach Timo Schultz von einem Luxusproblem, das er auf dieser Position des Innenverteidigers im Moment habe. Tatsächlich vertrat Luca Kilian Jeff Chabot und Timo Hübers im Wechsel auch ordentlich und ist eine Alternative. Schultz hat drei Innenverteidiger, die aktuell auf Bundesliga-Niveau spielen.

Heintz wäre eigentlich die Nummer vier auf der Position, spielt aber in den Planungen von Timo Schultz ganz offensichtlich keine große Rolle. Im Jahr 2024 kommt der Innenverteidiger auf zwei Einsätze, die offizielle Einsatzzeit beträgt insgesamt zwei Minuten. Da Nikola Soldo bei Kaiserslautern aber nicht die Entwicklung mitmacht, die sich alle drei Seiten von der Leihe versprochen haben, kann das Luxusproblem in der kommenden Spielzeit schnell ein handfestes werden. Spätestens dann, wenn Chabot den Verein verlassen sollte. Das könnte aufgrund einer Ausstiegsklausel der Fall werden. Dann wäre wohl Luca Kilian neben Timo Hübers gesetzt. Ein Mann für die Zukunft ist zweifelsohne Elias Bakatukanda, der bislang aber noch auf sein Profi-Debüt wartet.


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EM in Gefahr: Ljubicic und Kainz nicht mehr im ÖFB-Kader

Ljubicic und Kainz nicht mehr im ÖFB-Kader
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EM in Gefahr: Ljubicic und Kainz nicht mehr im ÖFB-Kader

Bittere Nachricht für Dejan Ljubicic und Florian Kainz. Die beiden FC-Profis wurden nicht für die anstehenden Testspiele der Nationalmannschaft Österreichs berufen. Nach den durchwachsenen Leistungen für den FC droht der Traum von der EM zu platzen.

Die Freude wenige Tage vor dem Rheinderby in Köln war bei Florian Kainz und Dejan Ljubicic groß, als die beiden FC-Profis im Oktober mit der Nationalmannschaft Österreichs das Ticket für die EM buchten, wenige Tage nach dem Rheinderby in Mönchengladbach ist die Enttäuschung dagegen groß, denn der Traum von der EM könnte platzen: Kainz und Ljubicic stehen nicht im ÖFB-Kader.

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Die Leistung war unterm Strich durchwachsen, der Ertrag aber endlich mal positiv. Florian Kainz gehörte mit seinen beiden Vorlagen im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach zumindest auf dem Papier zu den großen Gewinnern. Wir bereits im Hinspiel schraubte der Mittelfeldspieler seine Scorerpunkte auch am vergangenen Samstag einigermaßen in die Höhe. Doch die beiden Vorlagen können kaum über die schwache Saison der Kölner Kapitäns hinwegtäuschen. Seit Saisonbeginn läuft Kainz den eigenen Erwartungen hinterher, ist ein Schatten vergangener Spielzeiten und trägt somit sicherlich seinen Teil zur Kölner Misere bei.

EM für FC-Profis in Gefahr

Doch Kainz ist damit nicht alleine. Auch Dejan Ljubicic konnte nur selten an die Leistungen seiner ersten Spielzeiten im Trikot des 1. FC Köln anknüpfen. Noch in der Vorsaison kamen die beiden Mittelfeldspieler auf insgesamt 14 Tore sowie 14 Vorlagen. In dieser Saison sind es bislang drei Tore (Elfmeter) und sechs Vorlagen. Seit Wochen bis Monaten wird über die Personalien diskutiert. Gegen Leverkusen saß Kainz erstmals seit vier Jahren 90 Minuten auf der Bank. Die schwachen Leistungen sind natürlich auch Ralf Rangnick nicht verborgen geblieben. Der Cheftrainer des ÖFB hat am Montagabend seinen Kader für ein Trainingslager in Marbella sowie die Testspiele gegen die Slowakei und Türkei bekannt gegeben.

Zwar reisen auch Dejan Ljubicic und Florian Kainz am 18. März nach Spanien, allerdings mit dem FC ins Kurz-Trainingslager und nicht mit der Nationalmannschaft. Nachdem Ljubicic schon bei den vergangenen Länderspielen nicht mehr im Kader stand, hat es nun auch Florian Kainz erwischt. Die beiden FC-Profis müssen ernsthaft um die Teilnahme an der EM im Land ihres Arbeitsgebers bangen. Für Ljubicic scheint der Traum in ganz weite Ferne gerückt zu sein. Die Konkurrenz auf seinen Positionen war ohnehin stark, der 26-Jährige kam unter Rangnick nur selten zum Einsatz, spielte sogar Außenverteidiger. Kainz war bislang fester Bestandteil des Kaders, kam aber bei den Länderspielen im November nur eine Minute zum Einsatz. Immerhin befinden sich die beiden FC-Profis aber noch auf Abruf.

Sein Debüt in der Nationalmannschaft könnte dagegen Denis Huseinbasic feiern. Der Kölner Mittelfeldspieler wurde erstmals in den Kader der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina berufen. Und die Spiele haben es in sich. Huseinbasic könnte sein Debüt umgehend in den Playoffs zur EM feiern.

Der Kader im Überblick

TOR: Tobias Lawal (LASK; 0), Patrick Pentz (Bröndby IF/DEN; 4), Alexander Schlager (FC Red Bull Salzburg; 15)
VERTEIDIGUNG: Flavius Daniliuc (FC Red Bull Salzburg; 1/0), Kevin Danso (RC Lens/FRA; 16/0), Stefan Lainer (Borussia Mönchengladbach/GER; 38/2), Philipp Lienhart (SC Freiburg/GER; 19/1), Phillipp Mwene (1. FSV Mainz 05/GER; 9/0), Stefan Posch (FC Bologna/ITA; 28/1), Leopold Querfeld (SK Rapid; 0), Maximilian Wöber (Borussia Mönchengladbach/GER; 21/0)
MITTELFELD: Christoph Baumgartner (RB Leipzig/GER; 34/11), Muhammed Cham (Clermont Foot/FRA; 2/0), Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim/GER; 40/1), Konrad Laimer (FC Bayern München/GER; 32/4), Christoph Lang (SK Rapid; 0), Alexander Prass (SK Puntigamer Sturm Graz; 3/0), Marcel Sabitzer (Borussia Dortmund/GER; 77/17), Xaver Schlager (RB Leipzig/GER; 40/3), Romano Schmid (SV Werder Bremen/GER; 7/0), Matthias Seidl (SK Rapid; 3/0), Nicolas Seiwald (RB Leipzig/GER; 20/0), Patrick Wimmer (VfL Wolfsburg/GER; 8/0)
STURM: Maximilian Entrup (TSV Egger Glas Hartberg; 1/0), Michael Gregoritsch (SC Freiburg/GER; 51/12), Andreas Weimann (West Bromwich Albion/ENG; 21/1)

Auf Abruf: Cican Stankovic (AEK Athen/GRE; 4), Dejan Stojanovic (Cashpoint SCR Altach; 0); David Affengruber (SK Puntigamer Sturm Graz; 0); Thierno Ballo (RZ Pellets WAC; 0), Andreas Gruber (FK Austria Wien; 0), Florian Kainz (1. FC Köln/GER; 27/1), Dejan Lljubicic (1. FC Köln/GER, 9/1), Thomas Murg (PAOK Saloniki/GRE; 0), Nikolas Sattlberger (SK Rapid; 0), Kevin Stöger (VfL Bochum/GER; 0), Junior Adamu (SC Freiburg/GER; 6/0), Ercan Kara (Samsunspor/TUR; 7/0)


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Verletzungssorge um FC-Leihgabe Tim Lemperle

Verletzungssorge um Leihspieler Tim Lemperle
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Verletzungssorge um FC-Leihgabe Tim Lemperle

Für die Kölner Leihspieler verlief der vergangene Spieltag durchwachsen. Tim Lemperle musste bei der 1:4-Pleite von Greuther Fürth gegen Elversberg bereits in der Anfangsphase verletzt vom Platz.

Die SpVgg Greuther Fürth hat mit den Kölner Leihspielern Tim Lemperle und Jonas Urbig am Sonntag einen bitteren Dämpfer im Aufstiegsrennen erfahren. 1:4 unterlag Fürth dem Aufsteiger und Überraschungsteam Elversberg. Beim Kleeblatt gibt es zudem die Verletzungssorge um Tim Lemperle. Der Stürmer musste in der Anfangsphase ausgewechselt werden. Auch für die weiteren Kölner Leihspieler lief nicht alles rund.

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Viel haben sich die Kölner Verantwortlichen von der Leihe von Tim Lemperle und Jonas Urbig versprochen und die beiden Eigengewächse des 1. FC Köln kommen auch auf die erhoffte Spielzeit, sind beide Stammspieler. Doch so richtig rund liefen die vergangenen Wochen nicht mehr. Fünf Niederlagen kassierte das Kleeblatt in den vergangenen sechs Spielen und Urbig musste in diesen Begegnungen ganze 16 Mal hinter sich greifen. Zuletzt am Sonntag beim 1:4 gegen Aufsteiger Elversberg vier Mal. Zwar blieb der 19-Jährige in neun Spielen ohne Gegentreffer, führt damit die Torhüter-Liste der zweiten Liga an, die Bilanz der vergangenen Einsätze ist aber überschaubar. Dass Fürth trotz der Pleiten-Serie noch alle Chancen auf den Aufstieg hat, liegt auch an der Formkrise anderer Aufstiegskandidaten. Das Kleeblatt belegt Rang fünf, hat nur drei Punkte Rückstand zum Relegationsplatz.

Lemperle früh ausgewechselt

Für Tim Lemperle verlief die vergangene Woche aber noch bitterer. Schon bei der 0:4-Pleite gegen Karlsruhe am vergangenen Spieltag zog sich der Stürmer eine Platzwunde zu, wurde getackert und spielte weiter. Unter der Woche verletzte sich der Angreifer erneut. Die Begegnung gegen Elversberg am Sonntag musste Lemperle dann ebenfalls schon nach 19 Minuten wieder beenden. Später saß Lemperle mit bandagiertem Knöchel auf der Bank, doch es scheint auch das Knie betroffen zu sein. „Es ist bis jetzt nichts Strukturelles, aber das müssen wir noch sehen“, sagte Fürths Trainer Alexander Zorniger. „Er fühlt sich im Knie aber irgendwie nicht so gut. Wir werden sehen.“ Eine genaue Diagnose steht also noch aus.

Nikola Soldo spielt derweil unter Friedhelm Funkel beim 1. FC Kaiserslautern weiterhin keine Rolle. Der Innenverteidiger stand auch gegen den VfL Osnabrück am Sonntag wieder nicht im Kader. Die vergangenen vier Spiele wurde Soldo nicht berücksichtigt, spielte im Jahr 2024 von acht Begegnungen genau eine. Das Unterfangen Leihe scheint sich für alle drei Parteien nicht auszuzahlen. Mathias Olesen gab in der Schweiz dagegen sein Comeback. Der Mittelfeldspieler wurde für Yverdon Sport zwar nur wenige Minuten vor Spielende eingewechselt, doch nach überstandener Viruserkrankung war es immerhin wieder ein Einsatz. Den gab es auch für Marvin Obuz beim 1:1-Unentschieden von RWE in Verl. Obuz vergab in der zweiten Halbzeit die mögliche Entscheidung. Maxi Schmid kommt in Kerkrade aktuell nicht über die Rolle des Jokers hinaus. Den letzten Treffer erzielte der Stürmer im Dezember.


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Alidou in Topform, in der Elf-des-Tages, aber mit Fragezeichen

Faride Alidou erneut in der Elf des Tages
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Alidou in Topform, in der Elf-des-Tages, aber mit Fragezeichen

Beim 3:3-Unentschieden war Faride Alidou mit seinen beiden Treffern wohl der Kölner Derbyheld. Der Offensivspieler ist der große Profiteur von Timo Schultz. Seine Leistung im Derby ehrt auch die Fachzeitschrift „Kicker“.

Zwei Tore, zwei Mal die Führung im Derby – Faride Alidou blüht unter Timo Schultz auf und zeigt, warum die Kölner den Offensivspieler verpflichtet haben. In der Hinrunde noch als Transfer-Flop empfunden, wird Alidou für Köln vielleicht noch überlebenswichtig. Der 22-Jährige war wieder einer der besten Kölner am Wochenende. Das sieht auch der Kicker so: Faride Alidou ist erneut in der Elf des Tages.

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Die Kritik war groß, nachdem Faride Alidou den möglichen Siegtreffer gegen den VfB Stuttgart liegen gelassen hatte. Möglicherweise hätte den Offensivspieler die vergebene Chance in der Hinrunde noch völlig aus dem Konzept gebracht. Doch im Kalenderjahr 2024 scheint den Offensivspieler nicht viel aus der Ruhe bringen zu können. Alidou gab am vergangenen Samstag die richtige Antwort, war gegen Borussia Mönchengladbach gleich doppelt zur Stelle und verhalf den Kölnern zu einem 3:3-Unentschieden im Rheinderby. Ausgerechnet Alidou, der unter Steffen Baumgart keine Rolle mehr gespielt hat. „Mit dem neuen Coach läuft es ein bisschen besser“, sagte Alidou nun. „Jeder spielt offener. Er gibt uns auch das Selbstvertrauen, das wir brauchen. Die Mannschaft steht voll hinter mir. Sie stehen auch dazu, was ich mache.“ 

Alidou zahlt Vertrauen zurück

Am Samstag waren das in erster Linie zwei Treffer, die der Offensivspieler erzielte. Alidou schnürte den ersten Doppelpack seiner Profi-Karriere, erzielte für den FC nun vier Tore und damit mehr als bei seinen bisherigen Stationen in Hamburg (2) und Frankfurt (1). Dabei ist das Talent des 22-Jährigen schon seit jungen Jahren unbestritten. Doch die Karriere des Youngsters war bei der Eintracht in der vergangenen Spielzeit ein wenig ins Stocken geraten. Alidou durchlief im Grunde jede Jugendmannschaft des Hamburger SV, bevor er im Oktober 2021 sein Debüt bei den Profis gab. Fortan spielte er für die Profis des HSV, kam in der Spielzeit in 23 Zweitliga-Partien zum Einsatz, bereitete sieben Treffer vor und erzielte zwei selbst. Noch 2022 hatte der schnelle Außenbahnspieler ein Angebot der Kölner offenbar abgelehnt. 2023 zog es Alidou doch nach Köln. Vermutlich in der Hoffnung, Steffen Baumgart würde ihm aus dem Formtief helfen.

Das übernimmt nun Timo Schultz. Zwar mag Faride Alidou noch nicht alles gelingen. Doch der Schienenspieler wird für den FC immer wichtiger. Immerhin kommt der gebürtige Hamburger nun auf vier Treffer, belegt in der internen Torjäger-Liste Rang zwei hinter Davie Selke. “In der Offensive haben sich ein paar Spieler in den Vordergrund gespielt, die sonst nicht so die Rolle gespielt haben”, sagte Schultz und meinte wohl Akteure wie Alidou oder Adamyan, der ebenfalls kein schlechtes Spiel gegen Gladbach ablieferte. Alidou scheint in Köln endlich angekommen zu sein und eröffnet damit die spannende Frage nach seiner Zukunft. Dass der FC den Spieler gerne behalten würde, steht angesichts der Formkurve und der Transfersperre außer Frage. Doch Alidou dürfte nun auch wieder das Interesse der Eintracht wecken, die eine Rückkaufoption auf den 22-Jährigen hat. Wenn die Eintracht will, hat der FC keine Chance. Möglich wäre aber auch eine Verlängerung der Leihe.

Zweite Nominierung für Alidou

Aktuell fühlt sich Alidou in Köln jedenfalls wohl, betonte am Samstag im Sportstudio, dass der Trainer ihm ein gutes Gefühl gebe. Die starke Leistung im Derby ehrte auch einmal mehr die Fachzeitschrift „Kicker“. Alidou wurde erneut in die „Elf des Spieltags“ gewählt. Für den Kölner Akteur ist es bereits die zweite Nominierung in dieser Saison. Marvin Schwäbe führt damit die interne Liste der Kölner an. Bislang wurden Spieler des FC zwölf Mal in die Auswahl gewählt. Zuletzt Marvin Schwäbe. Auch Max Finkgräfe, Jeff Chabot, Eric Martel, Florian Kainz, Davie Selke, Luca Waldschmidt und Dejan Ljubicic wurde bereits nominiert. Die Liste führen die beiden Leverkusener Alejandro Grimaldo (9) und Jeremie Frimpong (8) an.


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Kommentar: Kein Sieg im Derby, aber einer für die Moral

 1. FC Köln: Kommentar zum Unentschieden gegen Gladbach
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Kommentar: Kein Sieg im Derby, aber einer für die Moral

Beim Unentschieden im Rheinderby lief die Offensive des FC endlich wieder an, bei der Defensive aber nicht alles rund. Auch deswegen gaben die Kölner wieder einmal einen möglichen Dreier aus der Hand. Und dennoch war das 3:3 auch ein Sieg der Moral. Ein Kommentar.

Zwar gaben die Kölner im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag die zweimalige Führung noch aus der Hand, doch die Geißböcke kamen auch nach dem Doppeltreffer von Hack zurück und glichen zum Unentschieden aus. Trotzdem steht auf der Haben-Seite nur ein Punkt für den 1. FC Köln: Kommentar zum Unentschieden gegen Gladbach.

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Nein, unmittelbar nach dem Schlusspfiff des Rheinderbys wusste wohl keiner so recht, wie er das 3:3-Unentschieden einordnen sollte. Weder die Spieler auf dem Feld noch die Zuschauer. Der FC führt nach einer knappen Stunde, hat das Spielglück auf seiner Seite, steuert dem Sieg entgegen. Robin Hack dreht innerhalb von 150 Sekunden die Partie, das Momentum liegt auf Seiten der Fohlen, Gladbach steht unmittelbar vor der Wiedergutmachung nach der Pleite aus dem Hinspiel. Dann schlägt Youngster Damion Downs zu und gleicht die Begegnung wieder aus. Unterm Strich bleibt eine Punkteteilung in einem packenden, in einem wilden und wie Florian Kainz zu recht sagte, in einem chaotischen Spiel. Das Derby hatte so ziemlich alles im Gepäck – der Zuschauer war letztendlich der Sieger.

FC muss Lehren aus dem 3:3 ziehen

Trotz des Remis kann und muss der FC positive, aber auch negative Lehren aus der Begegnung ziehen. So haben unerklärliche individuelle Fehler die Kölner vielleicht mehr gekostet. Der FC war erstaunlich anfällig in der Defensive, also dem Teil der Mannschaft, den Timo Schultz in den vergangenen Wochen stabilisiert hatte. Den Teil, der dem FC und seinen Fans zuletzt Mut gemacht hat. Zu viele Fehler, zu leichte Fehlpässe, zu wenig Spielfluss – ein wirklich gutes Spiel haben die Kölner nicht gemacht. Zudem haben die Geißböcke schon wieder Führungen aus der Hand gegeben – am Sonntag gleich zwei.

Am Ende bleibt also wieder nur ein Punkt. Ein Zähler, der trotz den Patzern und Niederlagen der Konkurrenz nur wenig Einfluss auf das Tableau nimmt. Sollte der FC am Freitagabend nicht gegen die wiedererstarkten Leipziger gewinnen, droht Mainz vorbeizuziehen (Heimspiel gegen Bochum) und Wolfsburg und Union Berlin auf zehn Zähler zu entfliehen (Heimspiele gegen Bremen und Augsburg). Timo Schultz wird nicht müde zu betonen, dass seine Mannschaft mit der Konkurrenz auf Augenhöhe spielt. Das stimmt oft, aber natürlich nicht immer – vor allem aber reicht das nicht. Das zähe Punktesammeln kann den Kölnern am Ende der Saison noch um die Ohren fliegen. Spieler und Trainer betonen, dass Siege her müssen. Doch die lassen weiterhin auf sich warten. Nur drei Spiele hat der FC weiterhin in dieser Saison gewonnen – schlechter war der FC noch nie.

Momentum bei Gladbach, FC beweist Moral

Acht Punkte holte Köln in neun Spielen unter Timo Schultz. Es fehlen sieben Zähler zum direkten Klassenerhalt. Zwar fanden die Kölner am Samstag auch endlich wieder in der Offensive statt, den Geißböcken fehlte aber die Balance zwischen wichtiger Stabilität und mutigem Angriffsfußball. Das Rheinderby hatte viel vom Baumgartschen Offensive-auf-Kosten-der-Defensive-Problem. Dabei war das 3:3 wahrlich nicht nur etwas für Kölner Schwarzmaler. Im Gegenteil: Das Remis war ein Mutmacher – und das in vielerlei Hinsicht. Der FC hat einen Angriff, der Tore schießt. Faride Alidou verdoppelte seine bisherige Torausbeute auf vier Treffer, Damion Downs war erstmals in der Liga erfolgreich. Zwei Spieler, die unter Steffen Baumgart keine Rolle gespielt haben, nun Hoffnungsträger des Clubs sind.

Der FC hat zudem zum zweiten Mal in dieser Saison drei Tore geschossen und dieses Mal auch zwei aus dem Spiel heraus. Selbst wenn die Defensive anfällig war, spielte die Offensive bundesligatauglich. Neben den Toren gab es schließlich noch weitere Chancen. Das macht Hoffnung auf mehr. Am wichtigsten war aber, dass die Kölner nach dem Doppelschlag innerhalb von 150 Sekunden zurückgekommen sind. Obwohl der Moment Gladbach gehörte, die Fohlen die Kölner Führung gedreht haben, waren die Geißböcke da, gaben sich nicht auf und holten noch einen verloren geglaubten Punkt. Der FC hat das Derby zwar nicht gewonnen, ein Sieg für die Moral war das 3:3 aber allemal.


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