1. FC Köln nimmt Stellung zu Ausschreitungen bei Nachbarschafts-Duell

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1. FC Köln nimmt Stellung zu Ausschreitungen bei Nachbarschafts-Duell

Nach den Ausschreitungen beim Nachbarschafts-Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen hat der FC die Vorfälle verurteilt. Das sagt Philipp Türoff.

Der 1. FC Köln verurteilt die Ausschreitungen rund um das Duell gegen Leverkusen. Am Montagnachmittag äußerte sich Philipp Türoff zu den Vorfällen.

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„Der 1. FC Köln verurteilt die gewalttätigen Auseinandersetzungen, die am Sonntag am Rande des Bundesligaspiels gegen Bayer Leverkusen stattfanden und die zu Verletzungen bei Fans, Ordnern und Polizisten geführt haben. Diskriminierung und Gewalt zählen zu den roten Linien, die wir im Umgang mit unseren Fans immer wieder deutlich ziehen“, weird Philipp Türoff in der Pressemeldung des Vereins zitiert. „Wir stehen mit den verletzten Ordnern in Kontakt und hoffen, dass es allen schnell besser geht. Außerdem untersuchen wir die Vorgänge und unterstützen die täterorientierte Aufklärung der Vorfälle durch die Polizei.“

Ausschreitungen auch vor dem Stadion

Während und nach dem Nachbarschafts-Duell des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen war es im und im Umfeld des Stadions zu Auseinandersetzungen der beiden Fan-Lager gekommen. So gab es schon während der Begegnung auf dem Oberrang der Nordtribüne eine handfeste Schlägerei der Anhänger der beiden Teams. Dabei wurde ein Ordner niedergeschlagen. Der Mann sackte bewusstlos zusammen. Rettungskräfte eilten zur Hilfe und brachten den Ordner ins Krankenhaus. Eine weitere Ordnerin wurde bei der Auseinandersetzung leicht verletzt. Zudem wurde ein zehnjähriges Kind von den Resten von Pyrotechnik getroffen und noch im Stadion versorgt. Die Verletzung soll nicht schwerwiegend sein.

Auch im Anschluss an die Begegnung war es zu Ausschreitungen gekommen. So gerieten zwei FC-Fans auf der Junkersdorfer Straße mit einem Anhänger von Bayer Leverkusen aneinander. Nach einem verbalen Wortgefecht sollen die Kölner Fans den dritten Mann angegriffen haben. Anwesende Beamte griffen ein. Laut der Polizei wurden Teilnehmer des Fan-Marschs auf die Auseinandersetzung aufmerksam und griffen die Einsatzkräfte an. „Einige warfen Pyrotechnik, Fahrräder, Äste und Steine auf Einsatzkräfte. Ein Ordner im Stadion erlitt schwere, zwei Polizeibeamte auf der Rückseite des Stadions leichte Verletzungen“, teilte ein Pressesprecher der Polizei mit. „Dabei warfen sie offensichtlich mit Gegenständen, die sie im direkten Umfeld fanden.“ 

„Unterstützungskräfte umschlossen die Angreifer und unterbanden weitere Angriffe. Bislang wird gegen mindestens zehn Personen wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt, zwei von ihnen sitzen bereits im Polizeigewahrsam“, heißt es von der Polizei. Im Rahmen der Maßnahmen sollen auch Straßen kurzfristig gesperrt worden sein. Vor dem Duell hatten Bayer-Fans einen Marsch vom Kölner Hauptbahnhof Richtung Neumarkt gestartet. Die Polizei hatte sich mit einem Großaufgebot auf den angekündigten Fanmarsch eingestellt. Bereitschaftspolizisten begleiteten die Leverkusener Anhänger. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Auseinandersetzungen mit Fans des 1. FC Köln gab es während des Fan-Marschs nicht. Auch ein Zusammentreffen mit FC-Ultras habe es nicht gegeben.

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Übermotiviert und unnötig

1. FC Köln: Jan Thielmann sieht Rot
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Übermotiviert und unnötig

Bereits nach einer Viertelstunde konnte Timo Schultz seinen Matchplan gegen Bayer Leverkusen über den Haufen werfen. Jan Thielmann sah die Rote Karte und erwies seiner Mannschaft einen Bärendienst.

Keine 15 Minuten waren im Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen gespielt, da nahm die Begegnung eine folgenschwere Wende für den 1. FC Köln: Jan Thielmann sieht Rot.

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Wohl kaum ein Spieler des 1. FC Köln strotzt so vor Leidenschaft und Willen wie Jan Thielmann. Nach der langen Verletzungspause im Sommer sprach Ex-Coach Steffen Baumgart genau diese Qualität des Youngsters an, sprach aber gleichzeitig auch eine Warnung aus: „Er ist positiv verrückt, aber wir müssen ihn leider etwas weiter einbremsen“, sagte der damalige Trainer. Eigentlich auf den Übereifer angesprochen. Thielmann wollte schneller zurück auf das Feld als es der Genesungsprozess zuließ. Nun wird der Kölner Offensivspieler dem FC fehlen, gegen Gladbach eben nicht zurück aufs Feld kehren. Zwar ist Thielmann mittlerweile absolut fit, gibt in jedem Spiel seine 100 Prozent und manchmal mehr. Doch diese Prozent mehr kosten den 21-Jährigen das Derby. Thielmann sah im Duell gegen Leverkusen bereits nach einer Viertelstunde die Rote Karte.

Früh ein anderer Matchplan

Timo Schultz konnte seinen Matchplan damit über den Haufen werfen. Dabei schien der bis dahin aufzugehen. Der FC ließ abgesehen von einer Möglichkeit für Jonas Hofmann in der Defensive nicht viel zu. Kurz vor dem Platzverweis hatte Dejan Ljubicic die Chance auf die Kölner Führung. Das Foul an Granit Xhaka sah auf den ersten Blick gar nicht wild aus. Das sah auch Schiedsrichter Tobias Stieler so. Der Kölner Keller sah das anders, Stieler die Bilder und Thielmann eine berechtigte Rote Karte. „Warum er so reingeht, muss er selbst wissen. Selbst schuld. Die Entscheidung war auf jeden Fall korrekt“, sagte Xhaka. Für den Heißsporn war es im 117. Pflichtspiel für die Profis der erste Platzverweis. Bei den B-Junioren hatte Thielmann einst die Ampelkarte gesehen.

Trainer Timo Schultz war über die Szene ebenfalls eher unglücklich. „Der Schiedsrichter will das eigentlich weiterlaufen lassen und wird dann zum Monitor gebeten. Er trifft ihn über dem Knöchel und dann geben die Regeln das heute her““ Der Ex-Profi meinte daher auch: „, sagte der 46-Jährige. „Zu meiner Zeit hätte man sich die Hand gegeben und gut ist.“ Doch Xhaka monierte, verzögerte so den weiteren Spielverlauf – allerdings vollkommen legitim. „Er muss da nicht so hingehen. Damit schwächt er seine Mannschaft. Wir profitieren“, sagte der Leverkusener Mittelfeldspieler. Zwar haderten die Kölner verständlicherweise mit dem Platzverweis, von einer ganz ähnlichen Szene hatten die Kölner aber auch bereits profitiert. Im ersten Spiel der vergangenen Saison sah Dominick Drexler die Rote Karte nach einem ähnlichen Foul an Jonas Hector. Nur hatte sich der Kölner Kapitän nicht so beschwert.

Für den FC war die Rote Karte gegen Thielmann wettbewerbsübergreifend der sechste Platzverweis der laufenden Spielzeit.

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Die Niederlage war verdient, aber höchst unglücklich

1. FC Köln: Deswegen war die verdiente Niederlage dennoch unglücklich.
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Die Niederlage war verdient, aber höchst unglücklich

Die 0:2-Niederlage des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen ging absolut in Ordnung, sie war aber dennoch sehr unglücklich. Und das aus mehreren Gründen.

Alles andere als eine Niederlage gegen Leverkusen wäre nach dem aktuellen Saisonverlauf beim 1. FC Köln einer Sensation gleich gekommen. Insofern war das 0:2 auch erwartbar. Und dennoch durfte man nach dem Duell mit dem Spielverlauf alles andere als glücklich gewesen sein beim 1. FC Köln: Deswegen war die verdiente Niederlage dennoch unglücklich.

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Dass der 1. FC Köln im Nachbarschafts-Duell es am Sonntagnachmittag dann mal nicht mit einem Gegner auf Augenhöhe zu tun bekommen würde, war wohl bereits vor dem Spiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Leverkusen klar. Der Blick auf die Statistik nach dem Spiel untermauerte die These mehr als nur eindrucksvoll: 830:230 Pässe, 80:20 Prozent Ballbesitz, 17:6 Torschüsse – man könnte x-beliebige weitere Daten anschauen, die Dominanz der Werkself war beeindruckend. Insofern ging das 2:0 der Leverkusener auch absolut in Ordnung. Und dennoch kann die Niederlage durchaus als Mutmacher gesehen werden. Denn die Niederlage war zwar verdient, sie war trotz der Dominanz des Spitzenreiters aber paradoxer Weise auch höchst unglücklich.

Jan Thielmann kassiert die Rote Karte

„Das Spiel ist für uns heute maximal unglücklich gelaufen“, befand dementsprechend auch Trainer Timo Schultz. Und das Unglück begann bereits in der Anfangsphase, als Dejan Ljubicic einen Kopfball freistehend neben das Tor setzte. Eine Chance, die der Mittelfeldspieler auch gerne schon mal verwertet hat. Nur vier Minuten später kam Jan Thielmann einen Schritt gegen Granit Xhaka zu spät. Schiedsrichter Tobias Stieler beließ es erst bei einer deutlichen Verwarnung. Zunächst beschwerte sich Xhaka vehement, dann gab der Kölner Keller Bescheid. Stieler schaute sich die Szene an und zeigte Thielmann berechtigter Weise die Rote Karte. „Er muss da nicht so hingehen. Damit schwächt er seine Mannschaft“, sagte der Gefoulte nüchtern und traf damit den Punkt. „Die Entscheidung war auf jeden Fall korrekt.“ Korrekt und doch für Köln unglücklich, denn die Ausgangslage verbesserte sich dadurch sicher nicht.

Genauso richtig, aber im Ergebnis für die Kölner in Bezug auf die kommende Aufgabe in Gladbach ebenfalls sehr ungünstig war die fünfte Gelbe Karte für Dejan Ljubicic. Der Mittelfeldspieler echauffierte sich dermaßen über ein nicht gepfiffenes Handspiel gegen Xhaka, dass Stieler gar nichts anderes übrig blieb, als Ljubicic zu verwarnen. Der Österreicher und Thielmann fehlen also im Derby kommenden Samstag (15.30 Uhr, Sky). „Ich denke, es war keine Absicht. Er trifft ihn trotzdem deutlich über dem Knöchel und dann ist das heutzutage so, dass man dafür vom Platz fliegt“, sagte Schultz. „Mit elf Mann war es schon schwer, gegen die anzulaufen. Mit zehn noch schwieriger“, sagte Sargis Adamyan, der überraschend in der Startelf gestanden hatte. „Ich hätte das Spiel über 90 Minuten gerne elf gegen elf gesehen.“

Diehl nach 180 Sekunden verletzt vom Platz

Ob der Spielverlauf ein anderer, aus Kölner Sicht besserer geworden wäre, ist rein spekulativ. Glücklich war indes, dass der FC das Spiel zumindest mit zehn Spielern zu Ende brachte. Denn auch Eric Martels Einsteigen gegen Florian Wirtz war nah an der Platzverweis-Grenze. Nur wenige Minuten später klingelte es das erste Mal. Und das, obwohl Leverkusen im letzten Drittel nicht die Gefahr ausstrahlte, die man von dem Spitzenreiter gewohnt war. Mit ein wenig mehr Glück hätte Faride Alidou noch vor dem Wechsel ausgleichen können, doch der Offensivspieler war für die Flanke von Rasmus Carstensen minimal zu klein, bekam nicht genügend Druck hinter den Ball.

Nach dem Wechsel machte es Adamyan noch einen Tick besser. Aber eben nur einen Tick. Der Armenier machte nach einer weiteren Flanke viel richtig, traf aber nur den Pfosten. „Seitdem ich hier bin, haben wir, glaube ich, viermal den Innenpfosten getroffen und mehrfach Kann-Elfmeter nicht für uns gepfiffen bekommen“, so Schultz. „Ich will das Wort Glück nicht überstrapazieren, aber es würde helfen, wenn da das Quäntchen Glück kommt.“ Kam es gegen Leverkusen nicht. Gar nicht – zumindest nicht für Justin Diehl. Der Youngster kam als Hoffnungsträger nach einer guten Stunde und musste nur drei Minuten später schon wieder verletzt runter, wird dem FC wohl ebenfalls einige Wochen fehlen. Der FC gab sich nicht auf. Der Ausgleich schien angesichts der Kölner Konter möglich. Doch Leverkusen schlug erneut zu, traf durch Grimaldo zum 2:0.

Bei allem Unglück fand Timo Schultz dennoch auch positive Aspekte: „Was die taktische Disziplin, die Kompaktheit angeht, war es eine sehr gute Leistung von uns. Wir sind immer noch überm ersten Strich“, sagte der Coach. „So wie die Jungs sich präsentieren, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir es schaffen.“

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Ausschreitungen in Köln: Ordner schwer verletzt, Polizei attackiert

Ausschreitungen in Köln: Ordner schwer verletzt, Polizei attackiert
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Ausschreitungen in Köln: Ordner schwer verletzt, Polizei attackiert

Bei Ausschreitungen während und nach dem Nachbarschafts-Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen ist ein Ordner schwer verletzt und die Polizei attackiert worden. Zwei vermeintlich Beteiligte wurden in Gewahrsam genommen.

Während und nach dem Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen ist es zu Auseinandersetzungen der Anhänger gekommen im und am Stadion des 1. FC Köln: Schwerverletzter bei Ausschreitungen.

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Schon während der Begegnung zwischen dem FC und Bayer Leverkusen waren Anhänger beider Mannschaften auf dem Oberrang der Nordtribüne aufeinander losgegangen. Laut der Kölner Polizei wollte ein Ordner dazwischen gehen und wurde mit einem Schlag niedergeschlagen. Der Ordner brach bewusstlos zusammen und wurde von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht. Ein weiterer Ordner soll dem Vernehmen nach ebenfalls leicht verletzt worden sein. Laut WDR soll der mutmaßliche Täter vor Ort ermittelt worden sein. Ordner und Polizei trennten die unterschiedlichen Fanlager anschließend.

Ausschreitungen auch vor dem Stadion

Nach dem Abpfiff gerieten zudem auf der Junkersdorfer Straße weitere Fans aneinander. „Als Bereitschaftspolizisten dazwischengingen und die Parteien trennten, wurden Teilnehmer eines Fanmarsches, der kurz vorher mit etwa 500 Personen gestartet war, auf die Situation aufmerksam“, teilte ein Polizeisprecher mit. Laut der Kölner Polizei kehrten die Teilnehmer des Fanmarschs zurück und attackierten die Einsatzkräfte. Es soll sich um rund 200 Anhänger gehandelt haben, die eingekesselt wurden. Die Gewalttäter warfen unter anderem mit Pyrotechnik, Fahrrädern, Ästen und Steinen auf die Einsatzkräfte. Dabei wurden auch zwei Polzisten leicht verletzt.

„Unterstützungskräfte umschlossen die Angreifer und unterbanden weitere Angriffe. Bislang wird gegen mindestens zehn Personen wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt, zwei von ihnen sitzen bereits im Polizeigewahrsam“, heißt es von der Polizei. Vor dem Duell hatten Bayer-Fans einen Marsch vom Kölner Hauptbahnhof Richtung Neumarkt gestartet. Die Polizei hatte sich mit einem Großaufgebot auf den angekündigten Fanmarsch eingestellt. Bereitschaftspolizisten begleiteten die Leverkusener Anhänger. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Auseinandersetzungen mit Fans des 1. FC Köln gab es während des Fan-Marschs nicht. Auch ein Zusammentreffen mit FC-Ultras habe es nicht gegeben.

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Die Einzelkritik gegen Leverkusen

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Die Einzelkritik gegen Leverkusen

Der 1. FC Köln hat gegen Bayer Leverkusen leidenschaftlich gekämpft, am Ende standen die Kölner aber mit leeren Händen da. Dennoch gab es auch einige Lichtblicke. So bewerten wir die FC-Profis gegen Leverkusen.

Nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart hat der FC auch eine ordentliche Leistung gegen den Tabellenführer aus Leverkusen gezeigt. Zwar reichte es nicht für Punkte, dennoch überzeugten einige Spieler des 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Leverkusen.

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Die Ausgangslage war vor dem Spiel eindeutig: Spitzenreiter gegen Abstiegskandidaten, 33 Spiele ungeschlagen gegen drei Saisonsiege. Auf dem Platz war die Dominanz von Bayer Leverkusen auch deutlich zu sehen, dennoch zeigte der FC gegen die Werkself eine leidenschaftliche, eine engagierte Leistung. Und das auch noch in Unterzahl. Nach der frühen Roten Karte gegen Jan Thielmann wurde die Ausgangslage jedenfalls nicht besser. Dennoch hatte auch der FC gute Möglichkeiten und Leverkusen immerhin nicht allzu viele. Auch, weil die Kölner Defensive weitestgehend gut funktionierte und die Offensive einige gefährliche Konter setzte.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Leverkusen

Zu Beginn im Glück, dass Hofmann seinen Schuss knapp am Tor vorbeisetzte. War dann in der 36. und 41. Minute mit starken Paraden gegen Wirtz aber hellwach. Chancenlos beim 0:1. Beim 0:2 im Pech, da der Schuss von Chabot noch abgefälscht wird.

Verteidigte gegen den schnellen Frimpong zunächst stark, ließ sich aber einige Male aus der Kette locken. Beim 0:1 ließ er Frimpong die entscheidenden (Zenti-) Meter Platz. Nach der Halbzeit mit guten Offensiven wegen und mutiger als zu Beginn der Partie. Befreite den FC einige Male mit starken Pässen aus dem Dauerdruck.

Klärte viele Flanken sicher und schlug sie weit aus dem eigenen Sechzehner. War bei der Flanke vor dem 0:1 zu zögerlich, ließ beim 0:2 Grimaldo passieren. Lud mit einem katastrophalen Fehlpass Hofmann ein, bügelte den Fehler aber selbst wieder aus.

Robust gegen Schick, verhinderte nach 25 Minuten durch eine starke Grätsche das 0:1. Beim 0:1 attackierte er mit Hübers gemeinsam Schick und ließ dabei den Raum im Rücken offen. Beim 0:2 fälschte er unglücklich ab. Gewann beeindruckende 78 Prozent seiner Zweikämpfe.  

Stand lange auf der rechten Seite gegen die schnellen Außenspieler gut und konzentriert. Attackierte vor dem 0:1 Grimaldo nicht ausreichend und ließ sich vor dem 0:2 viel zu leicht abkochen. Brachte auf der anderen Seite aber zwei mustergültige Flanken auf Alidou und Adamyan.

Wirkte in vielen Situationen zu ungestüm. Bekam nach 30 Minuten für ein Foul an Wirtz Gelb, das durchaus auch eine andere Farbe verdient hätte. Zudem ungewohnt unsauber im Passspiel, brachte nur 60 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler (schlechtester Wert der Feldspieler). Rutschte vor dem 0:2 ins Leere und ließ den Rückraum offen.

Spielte mal wieder auf der Sechs, aber auch dort unglücklich. Hatte nach gut zehn Minuten das Tor auf dem Kopf. Holte sich vollkommen unnötig die fünfte Gelbe Karte ab. Fand nach seiner Chance in der Offensive kaum noch statt. Lief und ackerte viel.

Verstolperte einen vielversprechenden Konter der Kölner Mitte der ersten Halbzeit. Spielt sein Tempo nicht immer gut aus. Die Flanke von Carstensen auf Adamyan leitete er mit einem starken Pass ein. Belebte nach dem Wechsel zunehmend das Kölner Spiel.

Bereitete nach knapp zehn Minuten die erste gute Chance der Kölner vor. Hätte deutlich mehr aus seinem Tempo machen können. In der Defensive mit zu wenig Unterstützung für Finkgräfe. In der zweiten Halbzeit sehr unauffällig.

Sicherlich einer der besseren Kölner Feldspieler. Stand überraschend in der Startelf und machte seine Sache gut. Laufbereit und mit einigen guten Anspielen. Sein Hackenpass-Tunnel-Gemisch im ersten Durchgang leitete eine Kölner Großchance ein. Hatte viel Pech bei der perfekten Hereingabe von Carstensen, als er nur den Pfosten traf. Alles wollte noch nicht gelingen.

Erwies seinem Team mit dem Tritt gegen Xhaka einen Bärendienst. Sicherlich keine Absicht, aber viel zu ungestüm und absolut vertretbar.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

„Das sah im ersten Moment nicht gut aus“

1. FC Köln: Stimmen zum Leverkusen-Spiel
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„Das sah im ersten Moment nicht gut aus“

Der 1. FC Köln verliert gegen Leverkusen 0:2. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem der Trainer. Die Stimmen zum Leverkusen-Spiel.

Am Sonntagnachmittag spielte der FC gegen Beyer Leverkusen 0:2 und steht aktuell mit 17 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Der FC spielte durch eine Rote Karte für Jan Thielmann ab der 14. Minute in Unterzahl. Die Stimmen zum Leverkusen-Spiel.


 Ich hätte das Spiel über 90 Minuten gerne elf gegen elf gesehen. Nichtsdestotrotz hatten wir unsere Chancen, die müssen wir gegen Leverkusen nutzen, um was mitzunehmen. Man sieht schon, dass die eine extreme Qualität haben. Mit elf Mann war es schon schwer, gegen die anzulaufen. Mit zehn noch schwieriger. Da muss man sich kompakt hinstellen und probieren, keinen zu kriegen und auf die wenigen Chancen lauern. Es ist bitter, dass der Ball genau gegen den Pfosten und raus geht. Das beschäftigt einen noch ein, zwei Tage und dann muss es abgehackt werden, um gegen Gladbach alles rauszuhauen. Ich habe mich sehr gefreut, wieder in der Startelf zu stehen.

Sargis Adamyan

1. FC Köln: Stimmen zum Leverkusen-Spiel


 Wenn man die Woche durch Köln gegangen ist, das war komplett rot und weiß, das macht schon was mit einem. Echt super Support. Unseren großen Faustpfand konnten wir den Fans heute nicht zurückgeben, aber nächste Woche steht das Derby an und dann hoffen wir, dass wir da was zurückgeben können. Wenn einer runterfliegt, dann möchte man den schon lieber auf dem Platz haben. Dennoch hatten wir unsere Kontersituationen eigentlich ganz gut ausgespielt, aber die Jungs können dann schon ganz gut den Ball laufen lassen von Leverkusen. Sie haben es dann zweimal ausgenutzt. Ich muss aber vom Gefühl her sagen, dass es nicht das typische „an die Wand spielen“ war, trotz der Überzahl haben wir dem Spielverlauf entsprechend das Beste draus gemacht und gehen aber trotzdem mit einer Niederlage runter heute. Ich sehe Schick in meinem Rücken auftauchen, habe dann Angst, dass ich ihn treffe, da kann es dann mal schnell Elfmeter geben. Die Positionierung passt nicht 100 Prozent und dann klingelt es halt. In Sachen Engagement, Laufbereitschaft und Wille können wir uns nichts vorwerfen. Wir müssen schauen, dass wir nächste Woche elf Mann bleiben und dann sieht das Ganze auch schon wieder anders aus.

Timo Hübers

Das Spiel ist für uns heute maximal unglücklich gelaufen. Wir kommen eigentlich ganz gut rein, haben vor dem Platzverweis gleich eine riesen Chance durch Dejan Ljubicic, wo er am zweiten Pfosten vorbei köpft. Dann die unglückliche Szene, ich denke es war keine Absicht, er trifft ihn trotzdem deutlich über dem Knöchel und dann ist das heutzutage so, dass man dafür vom Platz fliegt. Die Mannschaft hat sich über die restlichen fast 90 Minuten mit Nachspielzeit bravourös gewehrt, hat immer wieder Nadelstiche setzen können. Wir haben drei riesige Chancen, die wir leider nicht nutzen können und dementsprechend verlierst du dann so ein Spiel 2:0. Was den Einsatz, die Bereitschaft die taktische Disziplin angeht, die Ordnung, die Kompaktheit, war es ein sehr sehr gutes Spiel von uns gegen einen Top-Gegner, der natürlich in Überzahl deutlich mehr Spielanteile hat. Jan ist selbst der Unglücklichste. Das war überhaupt keine Absicht. Xhaka kreuzt seinen Laufweg, trotzdem trifft er ihn oberhalb des Knöchels. Ich glaube der Schiri will erst gar nichts geben und gibt dann aufgrund eines Anrufs aus dem Kölner Keller doch noch Rot. So ist es heutzutage. Trotzdem, wir haben es auch mit zehn Mann gut gemacht. Bei Justin wird das was Muskuläres sein, ich hoffe nicht schlimmer, aber das sah im ersten Moment nicht gut aus.

Timo Schultz

Bilder zum Spiel 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen

Alles zum Spiel

Einzelkritik

Großer Kampf, aber bittere Niederlage

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Großer Kampf, aber bittere Niederlage

Der 1. FC Köln hat das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen verdient 0:2 verloren. Gegen den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter agierte der FC nach einer Roten Karte mehr als 75 Minuten in Unterzahl.

Die Überraschung ist ausgeblieben: Der 1. FC Köln verliert das Duell gegen Bayer Leverkusen 0:2. Das aber durchaus bitter. Bereits in der Anfangsphase sah Jan Thielmann die Rote Karte (14.) und verstärkte die ohnehin schwierige Situation der Geißböcke. Jeremie Frimpong (37.) und Grimaldo (73.) trafen für den weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter.

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Timo Schultz sorgte zumindest bei der Startelf für die ein oder andere Überraschung. Erstmals saß Florian Kainz unter dem neuen Trainer nur auf der Bank. Für den Kapitän startete Sargis Adamyan im Angriff – für den Armenier der erste Startelf-Einsatz seit der 1:6-Pleite gegen Dortmund vor etwa einem Jahr. Zudem spielten Timo Hübers für Luca Kilian sowie Faride Alidou und Linton Maina für Denis Huseinbasic und Justin Diehl. Die Rolle von Huseinbasic auf der Sechs übernahm zunächst Dejan Ljubicic, Jan Thielmann startete zumindest auf dem Papier auf der rechten Seite, Faride Alidou neben Adamyan im Angriff.

Thielmann sieht Rot

Wenig überraschend kam aber der Gast zur ersten Möglichkeit. Patrik Schick legte den Ball zurück auf Jonas Hofmann, der aus kurzer Distanz die Kugel neben das Tor (3.) schob. Leverkusen gab erwartungsgemäß den Ton an, Köln stand extrem tief. Und konterte. So nahm Maina Tempo auf der rechten Seite auf, brachte die Flanke aus dem Halbfeld auf Ljubicic, der das Tor knapp verfehlte (10.). Doch die Kölner Hoffnung erlebte einen frühen Dämpfer. Jan Thielmann kam gegen Granit Xhaka deutlich zu spät, trat dem Mittelfeldspieler von hinten in die Hacke und sah nach Ansicht der Videobilder die Rote Karte (14.). Nur eine Minute später holte sich Ljubicic für Meckern seine fünfte Gelbe Karte ab, beide Spieler fehlen dem FC im Derby gegen Gladbach.

Frimpong eiskalt

Leverkusen erhöhte den Druck, fand aber gegen die kompakt verteidigenden Kölner lange kein Mittel. Grimaldo probierte es Mitte der ersten Halbzeit mit einem direkten Freistoß, verzog aber deutlich (23.). Näher kam der Leverkusener mit dem nächsten Versuch von der Strafraumgrenze. Der Ball streifte das Tornetz (31.). Der FC fand nur wenige Konter zur Entlastung. Alidou spielte nach einem Umschaltmoment Adamyan frei. Der Angreifer zögerte einen Tick zu lange, legte sich den Ball auf den stärkeren rechten Fuß, wurde dann aber geblockt (35.).

>>>So bewerten wir die Spieler des 1. FC Köln gegen Leverkusen>>>

Auf der anderen Seite rettete Schwäbe zunächst noch mit einem starken Reflex gegen Florian Wirtz (36.). Beim nächsten Angriff war der Kölner Keeper chancenlos. Grimaldo brachte von der linken Seite eine scharfe Hereingabe, Schick spitzelte den Ball gemeinsam mit Chabot weiter und Frimpong war vor Max Finkgräfe zur Stelle (37.). Noch vor dem Wechsel probierte es erneut Wirtz aus spitzem Winkel (41.), scheiterte aber wieder an Schwäbe. Köln konterte noch einmal über Alidou, auf dessen Flanke wartete Adamyan, wurde aber von Grimaldo abgeräumt. Schiedsrichter Tobias Stieler sah aber keinen Grund, die Szene zu überprüfen. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff brachte Carstensen eine Flanke auf Alidou, der aber nicht genug Druck hinter den Ball bekam (45.+2).

Adamyan trifft nur den Pfosten

Das Bild änderte sich erwartungsgemäß auch nach dem Wechsel zunächst nicht. Leverkusen trat weiterhin dominant auf, spielte bis weit in die Kölner Hälfte eine gute Kugel, tat sich im Strafraum weiterhin schwer. Auf der anderen Seite setzte Alidou Rechtsverteidiger Carstensen perfekt ein. Der Däne flankte genau auf Adamyan, der den Ball direkt nahm und gegen die Laufrichtung von Lukas Hradecky aufs Tor brachte. Doch die Kugel knallte nur an den Innenpfosten (51.). Leverkusen fiel weiterhin nicht viel ein. Erst Timo Hübers lud den Gegner wieder ein. Der Abwehrspieler spielte weit aufgerückt Hofmann an, dessen Querpass der Innenverteidiger aber selbst abfing (59.). Schultz reagierte nach einer guten Stunde, brachte Justin Diehl für den ordentlich agierenden Adamyan.

Für den Angreifer war bereits 180 Sekunden später schon wieder Schluss. Diehl musste verletzt vom Platz. Schultz brachte Leart Pacarada, Fingräfe rückte ins linke Mittelfeld. Der FC gab sich nicht auf, wurde aber erneut kalt erwischt. Armine Adli tankte sich problemlos auf der linken Seite gegen Carstensen durch und brachte die Kugel in die Box. Grimaldo zog direkt ab, die Kugel wurde von Chabot noch unhaltbar abgefälscht (73.). Die Werkself schaltete sichtbar einen Gang herunter, hielt den Ball in den eigenen Reihen, sorgte nur noch für wenig Gefahr. Bayer ließ auf der anderen Seite aber auch nicht mehr viel zu. Am kommenden Samstag ist der FC zu Gast bei Borussia Mönchengladbach.

Bilder zum Spiel Köln gegen Leverkusen


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Hübers, Kilian, Carstensen – Martel (82. Schmitz), Ljubicic – Maina (82. Tigges), Thielmann – Adamyan (64. Diehl, 69. Pacarada), Alidou (82. Tigges) – Tore: 0:1 Frimpong (37.), 0:2 Grimaldo (73.) Rote: Karte: Thielmann


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Adamyan in der Startelf, Kainz auf der Bank

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Adamyan in der Startelf, Kainz auf der Bank

Timo Schultz hat den Konkurrenzkampf vor dem Spiel gegen Leverkusen betont und offenbar auch genau so gesehen. Einige Überraschungen in der Startelf.

Mit einigen Überraschungen startet der 1. FC Köln das Spiel gegen Bayer Leverkusen. Unter anderem sitzt Florian Kainz zunächst nur auf der Bank, Davie Selke steht nicht im Kader. So spielt der FC gegen Leverkusen.

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Bislang hat Timo Schultz in weiten Teilen der gleichen Anfangsformation vertraut, musste jüngst in erster Linie aber seine Abwehr umbauen. Am vergangenen Freitag rief der Trainer dann den Konkurrenzkampf in seiner Mannschaft aus, den er auf gleich mehren Positionen sehe. Von einem Luxusproblem sprach er explizit in der Abwehr. Denn mit Timo Hübers kehrte der eigentliche Stammspieler zurück, Luca Kilian machte seine Aufgabe in den vergangenen Spielen aber gut. Die Entscheidung ist nun zu Gunsten von Timo Hübers gefallen. Zudem spielt Rasmus Carstensen erneut für Benno Schmitz auf der rechten Abwehrseite.

Adamyan in der Startelf

Aber auch in der Offensive sind die Positionen mittlerweile deutlich umkämpfter als noch in der Hinrunde. Klar war nur, dass Davie Selke kein Kandidat für die Startelf gegen Leverkusen ist. Der Stürmer steht am Sonntag noch nicht im Kader der Geißböcke. Dafür überrascht Schultz aber mit einigen anderen Personalien. Florian Kainz erhält eine Pause. Der Kapitän spielt bislang außer Form. Die Mannschaft wird von Marvin Schwäbe aufs Feld geführt.

Dafür rückt Faride Alidou in die Startelf. Im Sturm vertraut der Coach auf Sargis Adamyan. Auch diese Personalie hatte Schultz bereits unter der Woche zumindest leicht angedeutet. Adamyan dränge sich auf, hatte der Trainer gesagt. Ebenfalls nicht mit dabei: Denis Huseinbasic und Justin Diehl. Huseinbasic erwischte zuletzt einen eher schwachen Tag. Gut möglich, dass Dejan Ljubicic den Part der Doppelsechs neben Eric Martel übernimmt. Zudem beginnt Linton Maina auf der Außenbahn. Auch dort hatte der Coach von einem engen Konkurrenzkampf gesprochen.

So spielt der FC gegen Leverkusen

Timo Hübers

Jeff Chabot

Rasmus Carstensen

Linton Maina

Dejan Ljubicic

Dejan Ljubicic

Faride Alidou

Sargis Adamyan

Jan Thielmann beim 1. FC Köln wieder eine feste Größe

Jan Thielmann

Nachbarschafts-Duell: Diese vier Gründe dürfen dem FC Hoffnung machen

Diese vier Gründe dürfen dem FC gegen Leverkusen Hoffnung machen
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Nachbarschafts-Duell: Diese vier Gründe dürfen dem FC Hoffnung machen

Die Tabelle ist aktuell erbarmungslos für den 1. FC Köln. Während der Rückstand auf Rang 15 auf acht Zähler angestiegen ist, prangt die Werkself von der Spitze des Tableaus. Auf dem Papier dürfte der Sieger des Duells feststehen. Doch es gibt auch Hoffnung.

Wirklich viel spricht am Sonntagnachmittag nicht für den 1. FC Köln im Duell gegen den Nachbarn aus Leverkusen. Bayer ist in dieser Saison das Non plus Ultra der Liga. Doch es gibt auch einige wenige Dinge, die für eine Überraschung sprechen. Diese vier Gründe dürfen dem FC Hoffnung machen.

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1. Der neue Trainer: Timo Schultz hat dem FC ein neues Gesicht verpasst. Auch, wenn der Trainer bei seinem Amtsantritt betonte, die DNA von Steffen Baumgart weitertragen zu wollen, ist das Kölner Spiel mittlerweile ein ganz anderes. Köln agiert aus einer stabilen Defensive, steht deutlich sicherer und ist bei Umschaltmomenten durch das kompaktere Mittelfeld nicht mehr so anfällig. Dabei ist die Intensität der Kölner noch immer hoch. Auch unter Schultz ist der FC eine der laufstärksten Mannschaften der Liga. Das schlägt sich bislang auch in den Punkten nieder. Von den sieben Begegnungen unter dem neuen Coach verlor der FC nur zwei Spiele, holte immerhin sieben Punkte und überraschte zuletzt den VfB Stuttgart. Auch gegen Dortmund spielten die Kölner lange gut mit, gingen dann aber 0:4 unter.

2. Das Gesetz der Serie: Jede Serie endet einmal und jede Mannschaft muss auch irgendwann mal wieder verlieren. Zweiteres betonte jedenfalls Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung, am Freitag auf der Spieltags-Pressekonferenz. Warum sollte das nicht ausgerechnet nach 33 Spielen in Köln passieren. Dass der FC Serien der Leverkusener brechen kann, bewiesen die Kölner schon mehrfach. Zuletzt erst in der vergangenen Spielzeit, als Bayer wettbewerbsübergreifend 14 Spiele in Folge nicht verlor. Davie Selke machte dem Ganzen mit einem Doppelpack ein Ende. Köln bezwang Leverkusen. Bis zum Saisonende gewann Leverkusen kein Spiel mehr. Auch in den Jahren zuvor haben die Kölner manche Serie des Nachbarn durchbrochen. Und gerade unter dem Druck des Abstiegskampfs gab es schon einige Überraschungen.

3. Die Brisanz des Duells: Thomas Kessler sprach am Freitag ebenfalls davon, die Begegnungen gegen Leverkusen und Gladbach losgelöst der Tabelle betrachten zu wollen. Das ist angesichts der aktuellen Lage natürlich nur schwer möglich. Doch tatsächlich haben gerade diese brisanten Duelle einen anderen Charakter, Gesetzmäßigkeiten werden ausgehebelt. Eine wahre Leistungsexplosion wie im Rheinderby gegen Gladbach in der Hinserie hatten wohl auch nur wenige Experten von den Kölnern nach dem desolaten Saisonauftakt erwartet. Auch, wenn sich die Kölner gegen den Begriff Derby in dem Duell gegen die Werkself wehren, birgt die Begegnung ordentlich Zündstoff. So gab es in den bisherigen Duellen bereits 20 Platzverweise (Zehn auf jeder Seite).

4. Die Rolle des Underdogs: Auch wenn es schwer fällt, den Kölnern in der bedrohlichen sportlichen Situation einen gewissen Druck abzusprechen, gehen die Geißböcke in das Duell mit Leverkusen als absoluter Underdog. Bei der aktuellen Tabellensituation, dem beeindruckenden Spiel der Werkself ist alles andere als eine Niederlage wohl eine Überraschung. Unterm Strich haben die Kölner im Heimspiel gegen Leverkusen also zumindest moralisch nichts zu verlieren.


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Bloß nicht mit angezogener Handbremse

 Diese FC-Spieler stehen vor einer Gelbsperre.
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Bloß nicht mit angezogener Handbremse

Gleich drei Kölner Profis gehen mit der Belastung von vier Gelben Karten in das Duell gegen Leverkusen. Ausgerechnet. Denn im Nachbarschafts-Duell sind weitere Verwarnungen zu erwarten.

Bisher sah die Mannschaft von Timo Schultz erst 33 Gelbe und drei Gelb-Rote Karten und ist somit eins der fairsten Teams der Liga. Ausgerechnet vor dem Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen und dem folgenden Derby haben drei Stammspieler des 1. FC Köln vier Gelbe Karten auf dem Konto. Diese FC-Spieler stehen vor einer Gelbsperre.

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Eigentlich war die Messe bereits gelesen. Im Heimsiel gegen Werder Bremen lief bereits die Nachspielzeit. Dem FC war in der Offensive so gut wie gar nichts eingefallen, an den späten Ausgleichstreffer wollten die Fans nicht so recht glauben – die Kölner Spieler möglicherweise auch nicht. Zunächst entlud sich der Frust bei Denis Huseinbasic, der nach einem Foul an Felix Agou die Gelbe Karte sah. Nur drei Minuten später holte sich Timo Hübers auch den Gelben Karton ab. Für die Kölner unnötige Verwarnungen. Vor allem aber Verwarnungen, die sich nun rächen könnten, denn für beide Spieler war es bereits die vierte. Ausgerechnet im Nachbarschafts-Duell droht der fünfte Karton und damit die Sperre fürs Derby. Ein ähnliches Schicksal droht auch Dejan Ljubicic. Der Mittelfeldspieler sah schon gegen Wolfsburg Ende Januar seine vierte Gelbe Karte.

Schon 20 Mal Rot im Nachbarschafts-Duell

Dass das Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen ohne weitere Verwarnungen und Karten auskommt, ist nicht nur angesichts der lokalen Brisanz eher unwahrscheinlich. Die Begegnungen der beiden Kontrahenten ist in aller Regel hitzig. So gab es bereits 20 Platzverweise in den Duellen der beiden Klubs – jeweils zehn für Köln und Leverkusen. Zuletzt beim 2:0-Erfolg der Kölner im Dezember 2019. Damals hatte Leverkusens Aleksandar Dragovic die Ampelkarte unmittelbar vor der Führung durch Jhon Córdoba gesehen. Anschließend gab es glatt Rot für Leon Bailey. Kurz vor Spielende erhöhte Sebastiaan Bornauw zum 2:0 Endstand. Auf Kölner Seite sah Leonardo Bittencourt gleich zweimal glatt Rot gegen Leverkusen. Unvergessen ist wohl der Rote Karton gegen Toni Polster, der bei der Berufungsverhandlung vor dem DFB-Sportgericht mit einem Bläck-Fööss-Video aufwartete.

Bislang gehört der FC in der Liga zu den fairsten Mannschaften in dieser Saison. Die Kölner sahen erst 33 Gelbe Karten. Keine andere Mannschaft kam mit weniger Verwarnungen aus. Auf der anderen Seite gab es für den FC aber schon drei Ampelkarten. Jeff Chabot sah gegen Freiburg am 15. Spieltag Gelb-Rot, Rasmus Carstensen bereits am vierten Spieltag gegen Hoffenheim und Mathias Olesen nach zehn gespielten Minuten gegen Leipzig am neunten Spieltag. Mehr Platzverweise gab es in dieser Spielzeit nur für Union Berlin (5), Eintracht Frankfurt (4) und der SV Darmstadt (4). Große Rücksicht werden die Kölner auf ihre Vorverwarnung gegen die schnellen Leverkusener aber nicht nehmen können. Selbst, wenn das Aus für das Rheinderby droht.


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