Kommentar: Dem FC gelingt ein Achtungserfolg – es wird aber mehr brauchen

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Kommentar: Dem FC gelingt ein Achtungserfolg – es wird aber mehr brauchen

Mit dem 1:1 beim VfB Stuttgart musste man nicht unbedingt rechnen. Der Punktgewinn gegen den Tabellendritten ist durchaus als Achtungserfolg zu werten. Doch das wird dem FC in der Endabrechnung nicht reichen. Ein Kommentar.

Mit einer konzentrierten Defensivleistung entführten die Kölner einen Punkt aus Stuttgart. Ein absoluter Achtungserfolg, ein verdienter dazu. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. Es wird mehr als Achtungserfolge brauchen. 1. FC Köln: Kommentar zum Punktgewinn in Stuttgart.

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Nein, mit einem Punkt gegen den VfB Stuttgart konnte man vor dem 23. Spieltag beim 1. FC Köln nicht unbedingt rechnen. Der FC traf schließlich als 16. mit 16 Punkten auf den Tabellendritten, der sich punktetechnisch auf Tuchfühlung mit dem Rekordmeister befindet und dessen bester Stürmer mehr Tore erzielt hat als der gesamte FC zusammen – wohlgemerkt nach zwei Dritteln der Saison. Allerdings haben die Kölner allen Statistiken getrotzt, sich gegen viele Erwartungen einen Punkt beim Champions-League-Anwärter eingeheimst und in den letzten Minuten sogar an der Sensation geschnuppert. Ein Achtungserfolg.

Mehr Stabilität für die Kölner

Bevor nun irgendwer auf die Idee kommt, man habe sich auch im siebten Spiel unter Timo Schultz mit dem Gegner auf Augenhöhe befunden: Das hat man nicht. Der VfB war in nahezu sämtlichen Statistiken deutlich (!) besser. Und es wird sicherlich einige Beobachter gegeben haben, die sich nach den Anfangsminuten für eine Phase von gut zehn Minuten an Spiele von vor der Winterpause erinnert gefühlt haben, als der FC innerhalb von einer Aktion das Selbstvertrauen für das gesamte Spiel verlor und auseinanderbrach. Das ist gegen Stuttgart nicht passiert, obwohl die Schwaben die Kölner minutenlang in der eigenen Hälfte einschnürten.

Der FC hat die Phase überstanden und stand angeführt von Jeff Chabot in der Defensive fortan stabil, ließ nach dem Wechsel trotz der hohen individuellen Qualität der Stuttgarter nur noch wenig zu. Timo Schultz hat der Mannschaft eine andere Struktur verliehen. Eine Struktur, die den Geißböcken keine Angst vor Gegnern aus dem oberen Tabellendrittel machen muss. Ein 0:6 gegen Leipzig wie in der Hinrunde ist in dieser Konsequenz, mit diesem konzentrierten Spiel, mit deutlich mehr Selbstvertrauen sehr unwahrscheinlich. Selbst gegen Mannschaften wie Leverkusen ist ein Zähler in dieser Verfassung sicher nicht ausgeschlossen.

Die Konkurrenz kann den Gegnern ebenfalls wehtun

Schultz hat recht, dass seine Mannschaft jedem Gegner wehtun kann, wenn sie denn ihre Topleistung abruft. Die Geißböcke haben sich tatsächlich in den meisten Spielen unter dem neuen Trainer zumindest phasenweise auf Augenhöhe mit dem Gegner befunden und auch regelmäßig gepunktet. Allerdings meist nur einfach. Und da liegt das Problem für den FC: Die Strategie „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ wird den Geißböcken im Abstiegskampf nicht reichen – selbst wenn der Punkt gegen Stuttgart durchaus ein Erfolg ist. Denn die direkte Konkurrenz hat angefangen, zu punkten. Am Wochenende gewannen mit Augsburg und Mönchengladbach die beiden Mannschaften im direkten Kölner Umfeld, der Abstand zum sicheren Klassenerhalt beträgt mittlerweile acht Punkte.

Die Geißböcke müssten also drei Siege mehr holen als die Konkurrenz. Für eine Mannschaft, die in dieser Spielzeit erst drei Siege insgesamt geholt hat, ein kaum erreichbares Ziel. Das heißt: aktuell geht es um nicht mehr als „nur“ Rang 16, die Relegation. Und selbst diese Aufgabe wird eine große Herausforderung: Das Programm bis zur Länderspielpause hat es mit den Begegnungen gegen Leverkusen, Gladbach und Leipzig in sich. Zum Kölner Übel scheint sich der FSV Mainz unter Bo Henriksen stabilisiert zu haben, schrammte am Wochenende ebenfalls nur knapp an einer Überraschung gegen Leverkusen vorbei, kann offenbar auch jedem Gegner mit einer konzentrierten Leistung wehtun. Darmstadt verpasste höchst unglücklich einen Sieg gegen Bremen. Die Konkurrenz schläft nicht. Auch wenn das Programm schwer ist, die Kölner werden wohl mehr brauchen als Achtungserfolge.


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Einen Punkt beim Dritten geholt und doch ein wenig Verlierer des Spieltags

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Einen Punkt beim Dritten geholt und doch ein wenig Verlierer des Spieltags

Der Punkt gegen Stuttgart war nicht erwartbar und insofern fühlte er sich ein wenig wie ein Sieg an. Nach den Spielen der Konkurrenz ist die Freude aber getrübt.

Nicht viel hat gefehlt und der FC wäre sogar mit drei Punkten aus Stuttgart heim gekehrt. Am Ende wurde es ein Punkt, der sich dennoch wie ein Sieg anfühlte. Aber nur auf den ersten Blick. Deswegen ist der FC ein gefühlter Verlierer des Spieltags.

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Bei der Einordnung des 1:1 beim VfB Stuttgart gab es bei den Protagonisten des 1. FC Köln keine zwei Meinungen. Ja, man hätte gerne auch drei Punkte mitgenommen, unterm Strich könne man mit dem Punkt beim Tabellendritten aber mehr als zufrieden sein. „Für uns ist es definitiv ein gewonnener Punkt“, sagte Timo Schultz. „Ein Punkt in Stuttgart ist aller Ehren wert, den nehmen wir gerne mit nach Köln.“ Natürlich weiß Schultz, dass am Ende des Tages in der Endabrechnung jeder Punkt zählen kann. Gerade die gegen die haushohen Favoriten wie der VfB Stuttgart sind da natürlich gerne gesehen.

Und doch ist der FC dann doch ein wenig der große Verlierer der Spieltags. Zwar kassierte der FSV Mainz am Freitagabend eine knappe Niederlage gegen den Spitzenreiter aus Leverkusen und Köln baute den Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze auf zwei Punkte aus und doch hat sich die Situation der Geißböcke deutlich verschlechtert – zumindest was das rettende Ufer angeht. Denn während der FC einen Überraschungspunkt beim VfB einsammelte, sind der direkten Konkurrenz Befreiungsschläge gelungen. Unter anderem Borussia Mönchengladbach. Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Serie waren die Fohlen auf Rang 15 abgestürzt. Gegen Bochum gelang der Borussia ein 5:2-Erfolg und Gladbach verbesserte sich wieder auf den zwölften Platz.

Auch dem FC Augsburg konnte die jüngsten vier Spiele nicht für sich entscheiden, punktete aber am Sonntagabend gegen Freiburg dreifach. Somit ist der Rückstand zum sicheren Ufer auf acht Punkte angewachsen. Heißt: Die Kölner müssten in den verbliebenen elf Spielen drei Duelle mehr für sich entscheiden als die direkte Konkurrenz. Für eine Mannschaft, die im bisherigen Saisonverlauf insgesamt erst drei Siege eingefahren hat eine ordentliche Hürde. Nun belegt Bochum wieder den 15. Rang, punktgleich mit drei anderen Teams. Und doch macht der Auftritt gegen Stuttgart Hoffnung auf mehr. So langsam mag man Timo Schultz glauben, dass der FC allen Gegnern der Liga wehtun kann.


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Platzverweis, Tor, Derbysieger: Wildes Derby der Ex- und Leih-Kölner

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Platzverweis, Tor, Derbysieger: Wildes Derby der Ex- und Leih-Kölner

Im wilden Franken-Derby zwischen Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg sorgten vor allen Dingen die Ex- und Leih-Kölner für Ausrufezeichen.

Packender Spieltag in der zweiten Liga, wildes Derby für Kölner Ex-und Leih-Spieler.

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Die SpVgg Greuther Fürth hat das Franken-Derby gegen den 1. FC Nürnberg 2:1 gewonnen und damit ihre Aufstiegsambitionen untermauert. Beim Kleeblatt standen einmal mehr Jonas Urbig und Tim Lemperle in der Startelf, der Kölner Keeper war allerdings wenig gefragt. Aber auch bei Nürnberg standen einige Spieler mit Kölner Vergangenheit auf dem Feld. Und diese fielen deutlich mehr auf als die Kölner Leih-Spieler Urbig und Lemperle.

Erster Saisonsieg für Baumgart

Ausgerechnet Sebastian Andersson, beim FC nicht gerade in guten Erinnerungen geblieben, brachte den Klub mit der ersten Nürnberger Chance in Führung. Eine Flanke von Goller köpfte der Stürmer ins Tor und erzielte damit gegen seinen ehemaligen Weggefährten Urbig seinen ersten Treffer seit März 2022. In der Innenverteidigung des FCN lief Jannes Horn auf, der sich gleich mehrfach verletzt behandeln lassen musste. Unglücklicher lief die Begegnung für Jens Castrop. Das ehemalige Kölner Talent holte sich bereits früh die neunte gelbe Karte der Saison ab. Noch vor dem Wechsel sah Castrop die Ampelkarte und brachte den Gegner damit auf Erfolgskurs. Armindo Sieb traf doppelt für die Hausherren und lässt Fürth von Aufstieg träumen.

Einen Einstand nach Maß erwischte auch Steffen Baumgart bei seinem neuen Arbeitgeber dem Hamburger SV. Die Hanseaten setzten sich 1:0 gegen Elversberg durch. Das Tor erzielte Ransford Königsdörffer. Der HSV-Akteur hatte in der vergangenen Woche noch ein Gegentor gegen Rostock verschuldet.


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Die Pässe zu ungenau, dafür hält die Defensive

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Die Pässe zu ungenau, dafür hält die Defensive

Vor allem Dank einer starken Defensivleistung verdienten sich die Kölner einen Punkt beim favorisierten VfB Stuttgart. Der Zähler war durchaus verdient, allerdings sollte er nicht über einige Schwächen hinwegtäuschen.

Den Punkt gegen den VfB Stuttgart nehmen die Kölner gerne mit. Auch wenn zwischenzeitlich sogar ein Sieg möglich gewesen wäre, können die Geißböcke mehr als zufrieden sein. Die starke Defensive ließ erneut wenig zu, die Passgenauigkeit ließ allerdings zu wünschen übrig beim 1. FC Köln: das lief gut, das lief schlecht.

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Faride Alidous große Möglichkeit in der Schlussphase trübte ein wenig den Blick auf den gesamten Spielverlauf der Begegnung des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, einen Punkt verdient gehabt, hinten raus vielleicht sogar drei“, sagte Jan Thielmann. Ja, der FC hätte mit ein wenig mehr Fortune oder mehr Kaltschnäuzigkeit des Offensivspielers drei Punkte einfahren können. Ein verdienter Sieg wäre das aber auf das gesamte Spiel sicher nicht gewesen. Denn Stuttgart war erwartungsgemäß über 90 Minuten das bessere Team, die Mannschaft mit der besseren Spielanlage, mit der höheren individuellen Qualität. Ein Ballbesitz von 75 Prozent spricht eine genauso deutliche Sprache wie die rund 850 Pässe der VfB-Kicker im Vergleich zu den 280 Zuspielen auf Kölner Seite.

Stuttgarter Druckphase im ersten Abschnitt

Gerade in einer Phase der ersten Halbzeit war die Dominanz drückend. Für den FC teilweise erdrückend. Die Stuttgarter schnürten den FC in der Kölner Hälfte ein, zogen mit Diagonalbällen und Spielverlagerungen das Spiel in die Breite und fanden Lücken. Serhou Guirassy hätte in dieser Phase die Führung erzielen können, wenn nicht müssen. “Wir hatten auf unserer linken Seite in der ersten Halbzeit schon ein paar Probleme mit der wechselnden Spieleröffnung des Gegners“, sagte Schultz und sprach vor allem das Projekt „Jugend forscht“ auf der linken Seite mit Justin Diehl und Max Finkgräfe an. „Das war für Justin sicher nicht ganz so einfach, da immer sofort die Situation zu erkennen und Max zu unterstützen. Das war auch der Hauptgrund, warum der VfB in der Mitte der ersten Halbzeit wirklich enorm Druck aufbauen konnte.”

Doch das war nicht der einzige Grund. Den Kölnern unterliefen gerade in dieser Phase teils haarsträubende Fehlpässe oder Fehler im Spielaufbau. Kämpferisch stimmte die Leistung auch zu diesem Zeitpunkt. Die Kölner gewannen die Duelle im Mittelfeld. Nur war dann der Ball sofort wieder weg. So finden sich in der Statistik der Passquote auf den ersten elf Plätzen nur VfB-Spieler wieder. „Man sieht an ein paar Aktionen, dass wir noch zu unruhig sind und uns ein Stück weit die Erfahrung fehlt“, erklärte Eric Martel. Vor allem bei Denis Huseinbasic, sonst besonders sicher im Abspiel, fielen die schlampigen Pässe besonders auf. So gelang der VfB immer wieder früh in Ballbesitz und fuhr Angriff um Angriff. Erst nach der kurzen Behandlungspause von Huseinbasic wurden die Kölner wieder sicherer. Dennoch ging die erste Halbzeit eindeutig an Stuttgart.

Starker Defensivverbund

Nach dem Wechsel steigerte sich der FC, fand auch mehr in der Offensive statt. „Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir aus unseren Balleroberungen dann auch deutlich mehr Gefahr erzeugen können und folgerichtig den Ausgleich erzielt“, sagte Schultz. Den allerdings nach einem Standard. Linton Maina brachte eine Flanke aus dem Halbfeld Richtung zweiten Pfosten, Martel stand genau richtig. Denn auch wenn der FC nun mehr Umschaltmomente hatte, lahmte die Offensive auch gegen den VfB. Florian Kainz und Dejan Ljubicic fanden nur kaum statt. Symptomatisch ein drei-auf-zwei-Konter, den Ljubicic mit einem schlampigen Pass auf Kainz selbst entschärfte. „Wir hatten einige Konter am Ende, die wir hätten besser ausspielen können, ich glaube, Farides gehört dazu“, sagte Jan Thielmann. Tatsächlich hätte Alidou den Spielverlauf mit seiner Großchance auf den Kopf stellen können.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Kölner Defensive neben der Druckphase im ersten Abschnitt nur wenig zuließ. Guirassy hätte im ersten Abschnitt die Führung erzielen können, auch Enzo Millot hatte noch einen Hochkaräter nach dem Wechsel. Ansonsten hielt die Defensive, angeführt von dem überragenden Innenverteidiger-Duo Jeff Chabot und Luca Kilian, gegen die sonst stark aufspielenden Schwaben stand. Einen Sieg hätte der FC nicht verdient gehabt, der Punkt ging aber aufgrund der starken Defensiv-Arbeit, einer konzentrierten und engagierten Leistung durchaus in Ordnung.  


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Martels Lohn für harte Arbeit

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Martels Lohn für harte Arbeit

Eric Martel ist einer der wenigen Kölner Spieler, die in dieser Saison konstant ordentliche Leistungen bringen. Am Samstag krönte er seine harte Arbeit mit dem ersten Saisontor.

Eric Martel erfüllt seine Rolle bei FC. Der 21-Jährige ist in der Startelf gesetzt und überzeugt Woche für Woche durch Leistung und Willen. So auch wieder am Samstag gegen den VfB: Martel belohnt sich für seine harte Arbeit.

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Einen großen Hehl wollte er gar nicht erst daraus machen. „Ich habe gesehen, dass am zweiten Pfosten keiner stand. Dann habe ich gehofft, dass der Ball da hin kommt. Kam er auch und dann musste ich ihn eigentlich nur noch reinmachen“, sagte Eric Martel in seiner gewohnt besonnenen Art. Dabei war sein Treffer schon etwas Besonderes. Martel traf gegen die favorisierten Schwaben zum Ausgleich. Für Martel das erste Saisontor, das zweite in der Bundesliga überhaupt. Für den FC war es dagegen der 16. Saisontreffer, der zehnte nach einem Standard. Vor allem war es aber ein besonders wichtiger. Denn durch das 1:1 entführten die Kölner einen Punkt einem Gegner, der vor dem Duell den meisten noch als übermächtig schien. „Man sieht, was Stuttgart für eine Saison spielt“, sagte der Torschütze.

Martel: „Irgendeiner muss es ja machen“

Und anders als einige seiner Mannschaftskollegen ordnete der Sechser das Spiel auch im Großen und Ganzen ein, hielt sich gar nicht erst lange mit der vergebenen Großchance von Alidou und damit vielleicht auch einem vergebenen Sieg auf. „Wenn man sich das ganze Spiel ansieht, muss man schon sagen, dass wir ein bisschen Glück gehabt haben, so viele Chancen wie Stuttgart hatte, aber wir nehmen den Punkt gerne mit“, sagte der 21-Jährige. Martel krönte mit seinem Treffer seine konstant gute Arbeit. Denn während sich die Kölner im bisherigen Saisonverlauf bekanntlich sehr schwer tun, spielt Martel auf einem konstant hohem Niveau. Mit seinen 21 Jahren ist er im Kölner Konstrukt nicht mehr wegzudenken, kommt längst an zahlreiche Leistungswerte seines ehemaligen Mitspielers Ellyes Skhiri heran.

Am Samstag kam der Sechser auf fast 13 Kilometer Laufleistung, brachte die meisten Pässe der Kölner Akteure zum Mitspieler, stopfte Lücken und suchte vor allem auch den Abschluss. Dabei wirkt Martel stehts unauffällig. Und Martel erzielte den wichtigen Ausgleich. Ein Tor des gebürtigen Straubingers ist eher eine Rarität. Anders als bei Skhiri, ist die Torgefahr des 21-Jährigen überschaubar. Martel ist eher der Mann fürs Grobe. „Irgendeiner muss es ja machen“, sagt Martel in der neuesten Ausgabe des „Geißbock Echo“. „Es macht mir aber auch Spaß. Ich mag es, Zweikämpfe zu gewinnen. Das gehört dazu, dass es beim Fußball auch mal scheppert.“ Nicht umsonst ist er auch nach dem Trainer-Wechsel im Januar absoluter Stammspieler und Leistungsträger.

Martel: „Gegen Leverkusen ist bestimmt auch was möglich“

Trotz seines verletzungsbedingten Ausfalls im vergangenen Herbst haben bei den Feldspielern bislang nur Timo Hübers und Jeff Chabot mehr Minuten für den FC gesammelt. „Ich spüre inzwischen sehr großes Vertrauen, wofür ich sehr dankbar bin. Ich versuche, die Rolle anzunehmen und voranzugehen“, sagt Martel. Das tut der Mittelfeldspieler aber längst nicht nur beim FC. Bei der deutschen U21 ist er Kapitän, würde das DFB-Team gerne bei der U21-EM im kommenden Jahr anführen. Bis dahin steht aber der Klassenerhalt mit dem FC im Fokus. Ein ambitioniertes Ziel. „Du kannst die Situation nicht einfach verändern, deshalb schaust du am besten auf das, was du beeinflussen kannst, und das ist deine eigene Leistung“, sagt Martel. „Deshalb versuche ich, in jedem Training, in jedem Spiel alles reinzuhauen, damit ich persönlich besser werde und wir als Team vorankommen.“

Einen kleinen Schritt hat der FC am Samstag gemacht. Für den ehrgeizigen Martel möglicherweise ein zu kleiner. Doch der Sechser hat den Blick schon nach vorne gerichtet. „Gegen Leverkusen ist bestimmt auch was möglich und Gladbach ist Derby, da brennt es immer“, sagt der Torschütze zum 1:1. Martel wird in beide Begegnungen wieder so viel wie möglich reinschmeißen.


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FC bestätigt den Optimismus des Trainers

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FC bestätigt den Optimismus des Trainers

Nach der Niederlage gegen Bremen gab sich FC-Trainer Timo Schultz zuversichtlich, aus den kommenden Spielen Punkte zu holen. Gegen den VfB bestätigte der FC die Kampfansage des Coaches und sammelte einen verdienten Zähler ein.

Die Kölner Defensive um Abwehrchef Jeff Chabot stand gegen den VfB stabil. Eric Martel belohnte sich mit seinem ersten Saisontreffer für eine starke Spielzeit und Timo Schultz` Ankündigung, man werde Punkte aus den kommenden Spielen mitnehmen, bewahrheitete sich. Der FC holt einen Punkt in Stuttgart.

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Timo Schultz war nach der 0:1-Niederlage gegen Werder Bremen am vergangenen Spieltag natürlich alles andere als glücklich. Kein Wunder, die Leistung gegen Werder war auch alles andere als gut, noch nicht mal ordentlich. Doch Schultz brauchte gar nicht lange, um in den fast schon obligatorischen Optimismus zu verfallen. Gegen Werder nach einer schwachen Leistung verloren, warum die Punkte nicht in den Spielen gegen Stuttgart und Leverkusen zurückholen, ließ Schultz zwischen den Zeilen lesen. Schließlich könne man jedem Gegner der Liga wehtun. So recht wollte man den Optimismus des neuen Trainers angesichts der schweren Aufgaben nicht teilen.

Hintermannschaft nimmt Guirassy aus dem Spiel

Doch Schultz behielt mit seiner Ankündigung zumindest gegen den Champions-League-Anwärter aus Stuttgart recht. Die Kölner taten den Schwaben weh. 1:1 hieß es am Samstagnachmittag nach 95 umkämpften Minuten. „Wir haben gewusst, dass uns ein sehr spielstarker Gegner erwartet, das hat Stuttgart dann auch über die vollen 95 Minuten auf den Platz gebracht“, sagte der Trainer. „Wir haben sehr viel Arbeit in unsere Defensive investiert. Ich denke, das haben die Jungs wirklich alle, wie sie auf dem Platz standen, hervorragend gemacht.“ Das stimmte nicht ganz. Alle hatten es nicht hervorragend gemacht. Aber vor allem die Defensive der Geißböcke erledigte wie schon in den vergangenen Wochen einen weitestgehend sicheren Job. Vor allem den Goalgetter und Ex-Kölner Serhou Guirassy nahm der FC nahezu komplett aus dem Spiel. Mehr als ein Kopfball nach einer guten Viertelstunde war für den Stürmer nicht drin.

Auch, weil Jeff Chabot einen hervorragenden Tag erwischte und den Stürmer mit Unterstützung des ebenfalls gut spielenden Luca Kilian an der Entfaltung hinderte. „Es war körperbetont und die ganze Liga weiß, was er drauf hat. Heute ist es mir aber gut gelungen, dass er nicht getroffen hat“, sagte Chabot. Bis zu Guirassys Kopfball hatte einzig Wooyeong Jeong den Ball aufs Kölner Tor gebracht. Nach gut 20 Minuten versuchte es Enzo Millot, doch immer blieb Marvin Schwäbe der Sieger. Auch nach dem Wechsel ließ die Kölner Hintermannschaft wenig zu, verteidigte viel konsequent weg. Beim Gegentreffer waren die Geißböcke nicht auf der Höhe, so dass der Ex-Kölner Chris Führich dem Franzosen Millot den Treffer perfekt auflegte. Millot hätte auf 2:0 erhöhen können, doch Marvin Schwäbe zeigte sich nach dem folgeschweren Fehler gegen Bremen nun wieder in Top-Verfassung und rettete mit einem starken Reflex.

Alidou hat den Sieg auf dem Fuß

Nach der Stuttgarter Führung benötigte man schon eine gehörige Portion Fantasie, um dem FC noch einen Punkt zuzutrauen. Denn auch gegen Stuttgart hatte der FC lange seine Schwierigkeiten, Chancen zu kreieren. Und wenn die Kölner in gute Abschlusspositionen kamen, strahlten sie eher geringe Gefahr aus. So tauchte Jan Thielmann bereits in der dritten Minute alleine vor Fabian Bredlow auf, doch vor große Probleme stellte der Kölner Youngster den gegnerischen Keeper nicht. Ähnlich ungefährlich waren auch die Abschlüsse von Justin Diehl und Dejan Ljubicic. Das 0:0 zur Pause war aus Kölner Sicht schon eher ein glückliches.

Nach dem Wechsel spielten die Kölner in der Offensive mutiger. Zunächst verpasste Thielmann eine gute Hereingabe des ansonsten erneut blassen Florian Kainz, nach einer knappen Stunde brachte Linton Maina eine Flanke aus dem Halbfeld Richtung langen Pfosten und Eric Martel schob ein. „Ich musste ihn eigentlich nur noch reinmachen“, sagte der Torschütze, der mit seinem ersten Saisontor ausglich. Der Ausgleich machte offensichtlich Mut.

Die Geißböcke witterten nun ihre Chance und spielten auf einmal auf Augenhöhe mit. Nicht nur das, in der Schlussphase hatten die Kölner sogar ein Chancenplus. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, einen Punkt verdient gehabt, hinten raus vielleicht sogar drei“, sagte Thielmann und deutete eine Szene unmittelbar vor dem Ende der regulären Spielzeit an. So kam Faride Alidou etwas glücklich in Ballbesitz und lief alleine aufs Tor zu. Doch offenbar verließ den Offensivspieler der Mut. „Nicht jede Hundertprozentige ist auch immer ein Tor, so ist das manchmal, aber es ist natürlich bitter“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. Doch für zu viel Trübsal war kein Platz. „Jeder Punkt ist viel wert und wir gucken einfach nächste Woche, dass wir dort auch etwas rausholen“, sagte Chabot. Vor dem Duell gegen Leverkusen vielleicht ein wenig zu optimistisch. Doch eben jener Optimismus hat sich gegen den VfB bestätigt.


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„Im Training knallt er den in die Maschen“

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„Im Training knallt er den in die Maschen“

Im Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart holte der FC ein Unentschieden. Zum erkämpften Punkt äußerte sich unter anderem Torschütze Eric Martel. Die Stimmen zum Stuttgart-Spiel.

Am 23. Spieltag verdiente sich der 1. FC Köln mit dem 1:1 gegen den VfB einen Punkt und steht weiterhin auf dem Relegationsplatz. Eric Martel belohnte sich für eine konstant starke Spielzeit. Faride Alidou vergibt eine solche Chance eigentlich nicht. Das findet auch Jan Thielmann. Die Stimmen zum Stuttgart-Spiel.

Ich glaube, gerade in unserer Situation ist es nicht einfach, von Spiel zu Spiel zu denken. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, einen Punkt verdient gehabt, hinten raus vielleicht sogar drei. Heute war in der Abwehr das Glück auf unserer Seite. Wir hatten einige Konter am Ende, die wir hätten besser ausspielen können, ich glaube, Farides gehört dazu. Im Training knallt er den in die Maschen.

Jan Thielmann

Foto: Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

 Wenn man sich das ganze Spiel ansieht, muss man schon sagen, dass wir ein bisschen Glück gehabt haben, so viele Chancen wie Stuttgart hatte, aber wir nehmen den Punkt gerne mit. Ich habe gesehen, am zweiten Pfosten stand keiner, und dann habe ich gehofft, dass der Ball da hin kommt. Kam er auch und dann musste ich ihn eigentlich nur noch reinmachen. Man sieht, was Stuttgart für eine Saison spielt. Von großen Druck kann man nicht sprechen. Wir hauen uns rein, geben alles, jeder versucht einfach nur, Gas zu geben und ich denke, das sieht man auch auf dem Feld. Man sieht an ein paar Aktionen, dass wir noch zu unruhig sind und uns ein Stück weit die Erfahrung fehlt. Timo versucht im Spiel mit dem Ball, dass wir mutiger sind, das besser rausspielen, das haben wir heute leider nicht geschafft. Das ist auch dem Gegner geschuldet, weil sie es sehr gut machen mit dem Ball, aber wenn man die letzten Spiele anschaut, dann haben wir auch gute Spiel mit Ball gemacht. In Leverkusen ist bestimmt auch was möglich und Gladbach ist Derby, da brennt es immer.

Eric Martel

Das war ein hartes Stück Arbeit heute, wir wussten, was auf uns zukommt. Wenn uns vor dem Spiel jemand sagt, dass wir einen Punkt mitnehmen, unterschreibe ich das auf jeden Fall. Jeder Punkt ist viel wert und wir gucken einfach nächste Woche, dass wir dort auch etwas rausholen. Guirassy ist der, der am meisten auf mich trifft, weil er ganz vorne spielt. Es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß. Es war körperbetont und die ganze Liga weiß, was er drauf hat. Heute ist es mir aber gut gelungen, dass er nicht getroffen hat.

Jeff Chabot

Spielbericht

Einzelkritik

Die Einzelkritik gegen Stuttgart

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Die Einzelkritik gegen Stuttgart

Der 1. FC Köln hat sich im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart einen Punkt verdient und schnupperte sogar an der großen Überraschung. Dabei konnten nicht alle Kölner Spieler überzeugen.

Der FC hat eine gute Reaktion auf das schwache Spiel gegen Werder Bremen am vergangenen Spieltag gezeigt. Beim VfB Stuttgart holten die Geißböcke einen Punkt. Dabei überzeugten aber nicht alle Spieler des 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Stuttgart.

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Nachdem der 1. FC Köln am vergangenen Spieltag eine schwache Leistung gegen Werder Bremen zeigte, erkämpften sich die Kölner einen wichtigen Punkt beim VfB Stuttgart. Und der war am Ende sogar nicht gänzlich unverdient. Vor allem in der Defensive zeigten die Kölner eine ansprechende Leistung. So überzeugten allen voran einmal mehr Jeff Chabot und Torhüter Marvin Schwäbe. Aber auch Luca Kilian zeigte eine starke Leistung. Auch in der Offensive waren die Kölner wieder besser. So hätte sogar der Siegtreffer kurz vor Spielende fallen können, wenn nicht müssen. Doch es gab einmal mehr auch viel Schatten bei den Geißböcken.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Stuttgart

Zeigte sich nach dem Fauxpas von letzter Woche wieder in starker Form. Hielt so ziemlich alles, was er konnte. Zeigte aber auch kleinere Unsicherheiten im Spielaufbau. Beim Gegentor chancenlos. In der 68. Minute rettet er in höchster Not gegen Millot und hielt den FC so im Spiel.

War mit Ball weniger offensiv als in den Wochen zuvor und zeigte auch in der Defensive zunächst ein paar Wackler. Steigerte sich zunehmend und nahm Vagnoman aus dem Spiel. Zeigte allerdings auch einige Fehler im Aufbau. In den Zweikämpfen sehr robust, manchmal ein Tick zu hart.  

Starkes Spiel des Innenverteidigers. War nach 16 Minuten nicht nah genug an Guirassy, dessen Kopfball das Tor verfehlte. Enorm wach und auch im Spielaufbau immer wieder mit mutigen Eröffnungen. Zusammen mit Chabot kontrollierte er Guirassy sehr gut. Gewann starke 75 Prozent seiner Zweikämpfe.

Robust in jeglichen Duellen mit Guirassy und Co. Setzte sich gerade in Luftzweikämpfen stark durch und klärte zwei gute Stuttgarter Chancen Ende der ersten Halbzeit. Erlaubte sich einige seltsame Ausflüge in die gegnerische Hälfte.

Leitete mit einem starken langen Ball die erste Chance der Kölner ein. Trat danach in der Offensive kaum noch in Erscheinung. Leistete sich zudem in der Defensive einige Wackler. Vor allem vor dem 0:1, als er mehr Statist als Abwehrspieler war.

Stopfte in bester Skhiri-Manier die Lücken in der Defensive und zeigte leidenschaftlichen Einsatz für das Team. Belohnte sich endlich für konstant gute Einsätze mit dem ersten Saisontor. In der 75. Minute erneut mit einem guten Abschluss der aber abgefälscht wurde. 

Leistete sich gerade in der Anfangsphase unerklärliche Fehler im Spielaufbau und haarsträubende Fehlpässe. Schien nicht so recht bei der Sache zu sein. Sonst so sicher in den Pässen brachte er nur 75 Prozent zum Mitspieler, die Zweikampfquote von 26 Prozent war auch eher überschaubar.

Hatte seinen Abschluss zu Beginn der Partie, danach mit einigen Bällen die er gut festmacht. Sein hohes Tempo konnte er gerade in den Eins-gegen-eins-Duellen nicht ausspielen. Bis zu seiner Auswechselung in der 60. Minute nicht mehr in gefährliche Aktionen verwickelt.

Kam nach gut 20 Minuten Spielzeit auf zwei Ballkontakte. Bis zu seiner Auswechslung wurden es 21. Zu wenig für einen Lenker. Brachte immerhin eine scharfe Hereingabe auf Thielmann, der diese nicht rechtzeitig erreichte.

Ähnlich wie Kainz kein entscheidender Faktor im Kölner Spiel und weiter im Formtief. Fiel vor allem durch ein schlampiges Spiel bei einem aussichtsreichen Konter auf. Stopft immerhin Lücken im Rückwärtsspiel.

Zu harmlos und zögerlich beim ersten Abschluss. Da war schon mehr drin. Rackerte und ackerte – der Ertrag war aber mehr als überschaubar. Holte immerhin die Ecke vor dem 1:1 heraus.

Kam nach einer knappen Stunde zum Einsatz. Konnte nicht an die Leistungen von vor seiner Erkrankung anknüpfen. Im Gegenteil. Wieder einmal Schwächen beim ersten Kontakt. Muss das 2:1 machen oder noch einmal Adamyan einsetzen. Das ging in Richtung kläglich.

Seine Flanke kurz nach Einwechslung landete direkt bei Martel und sorgte für den Ausgleich. Besser kann man nicht ins Spiel kommen. Auch er konnte sein Tempo danach nicht mehr für mehr nutzen.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

FC spielt 1:1 gegen den VfB Stuttgart

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FC spielt 1:1 gegen den VfB Stuttgart

Dank einer leidenschaftlichen Leistung kehrt der 1. FC Köln mit einem Punkt aus Stuttgart heim. Beim VfB spielten die Kölner 1:1. In der Schlussphase wäre sogar noch mehr drin gewesen.

Der FC verdient sich mit einer leidenschaftlichen Leistung einen Punkt in Stuttgart. Beim VfB spielten der 1. FC Köln am 23. Spieltag 1:1. Die Führung durch Enzo Millot glich Eric Martel aus. In der Schlussphase ließ Faride Alidou das 2:1 für die Kölner aus.

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FC-Trainer Timo Schultz musste einmal mehr seine Abwehrzentrale umbauen, Timo Hübers hatte sich am Freitag erneut krankgemeldet, so lief neben Rückkehrer Jeff Chabot erneut Luca Kilian auf. Auch auf der rechten Abwehrseite veränderte der Trainer die Startelf: Rasmus Carstensen rotierte für Benno Schmitz in die Mannschaft. Zudem feierte Justin Diehl das ersehnte, aber erwartbare Startelf-Debüt. Für den 19-Jährigen saß Linton Maina zunächst auf der Bank. Dabei setzte der Trainer zunächst auf eine 4-4-2-Formation mit Jan Thielmann und Kapitän Florian Kainz im Angriff, so wie der FC es schon gegen Dortmund gespielt hatte. Dabei seien die ersten 60 Minuten gegen den BVB die besten gewesen, die Schultz seit seinem Amtsantritt von seiner Mannschaft gesehen habe, erklärte der 46-Jährige vor dem Spiel.

Thielmann im Abschluss zu zögerlich

Tatsächlich war es auch der FC, der zum ersten Abschluss kam. Nach einem langen Ball von Carstensen tauchte Thielmann im Grunde alleine vor Fabian Bredlow auf, der Abschluss war aber viel zu zögerlich, für den VfB-Keeper kein Problem (3.). Stuttgart übernahm aber zunehmend die Kontrolle. Doch es dauerte bis zur 13. Minute, bis auch die Schwaben den ersten Ball aufs Tor brachten. Und das gleich doppelt. Wooyeong Jeong zog aus gut elf Metern ab, Schwäbe ließ abprallen. Kurz darauf kam der Südkoreaner erneut zum Abschluss, wieder war der Kölner Keeper zur Stelle. Jeong leitete auch die nächste Chance ein. Der Offensivspieler flankte von der rechten Seite, Serhou Guirassy stieg höher als Kilian, nickte den Ball aber knapp neben das Tor (16.). Der VfB schnürte den FC in dieser Phase tief in der Kölner Hälfte ein, drückte auf die Führung. Der FC sorgte viel zu selten für Entlastung.

Auch, weil sich die Kölner unerklärliche Fehler im Aufbauspiel erlaubten. Nach gut 20 Minuten setzte Thielmann erstmals Diehl ein, dessen Abschluss aber auch eher ungefährlich war (21.). Auf der anderen Seite stellte Enzo Millot den Kölner Keeper aber auch vor keine großen Probleme (23.). Doch der FC befreite sich aus der Umklammerung. Stuttgart hatte nicht mehr den Zugriff, blieb bei Flanken gefährlich, diese fanden aber nur selten einen Abnehmer. Kurz vor dem Seitenwechsel zog Dejan Ljubicic noch einmal aus der Distanz ab, verzog aber deutlich (43.). Genauer machte es der Ex-Kölner Christ Führich mit einem direkten Freistoß. Doch Chabot stand genau richtig (45.+2).

Martel gleicht aus

Auch nach dem Wechsel kamen die Geißböcke zur ersten gefährlichen Aktion. Kainz spielte den Ball von rechts scharf in den Strafraum, aber Thielmann kam nicht heran (50.). Der erste Treffer fiel aber auf der anderen Seite. Führich kombinierte sich mit Hiroki Ito auf der linken Seite durch und bediente Enzo Millot, der locker einschob (53.). Und die Schwaben hätten umgehend nachlegen können. Doch Josha Vagnoman war zu überrascht, dass er aus kurzer Distanz zum Abschluss kam (56.). Schultz brachte für die letzte halbe Stunde mit Linton Maina für Diehl und Faride Alidou für Huseinbasic noch einmal neue Kräfte. Und der Wechsel zeigte direkt Wirkung. Maina brachte nach einer Ecke eine Flanke aus dem Halbfeld, Martel stand völlig blank und schob zum Ausgleich ein (62.).

Alidou lässt 2:1 liegen

Doch Stuttgart blieb das bessere Team, wollte den Sieg. Guirassy steckte den Ball stark auf Millot durch, dessen Schuss Schwäbe ganz stark parierte (68.). Der FC setzte auf Konter, spielte die aber nicht gut genug zu Ende. Immerhin schloss Alidou aus 20 Metern ab, allerdings zu ungenau und harmlos (70.). Genauso wie der zweite Versuch von Martel aus 25 Metern, den Bredlow im Nachfassen hielt (74.). Der FC spielte nun deutlich besser mit. Beide Teams kamen zu ihren Möglichkeiten. Guirassy bekam die Füße im Sechzehner nicht rechtzeitig geklärt, auf der anderen Seite wurde ein Abschluss des eingewechselten Sargis Adamyan nach einem Konter noch im letzten Moment geblockt (80.). Wie aus dem Nichts hätte schließlich Alidou die Entscheidung erzielen müssen, als er alleine auf das Tor von Bredlow zulief. Mit Tempo ging der 22-Jährige an dem Keeper vorbei, wurde dabei aber so abgedrängt, dass er den Ball nicht mehr aufs Tor brachte (87.).

Zwar war Alidou in der letzten Minute der Nachspielzeit genauer, sein Abschluss aber erneut harmlos (90.+4). So blieb es beim nicht unverdienten 1:1-Unetschieden. Am kommenden Sonntag empfängt der 1. FC Köln Bayer Leverkusen im Kölner Stadion.


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Hübers, Kilian, Carstensen – Martel, Huseinbasic (59. Alidou) – Diehl (59. Maina), Ljubicic – Kainz (72. Adamyan), Thielmann (92. Tigges) – Tore: 1:0 Millot (53.), 1:1 Martel (62.)


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Justin Diehl feiert sein Startelf-Debüt

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Justin Diehl feiert sein Startelf-Debüt


Große Veränderungen hatte Timo Schultz eigentlich nicht angekündigt. Doch Justin Diehl wird gegen den VfB sein Startelf-Debüt geben.

Timo Schultz hatte es bereits einige Male angekündigt – gegen Stuttgart wird es nun ernst: Justin Diehl feiert sein Startelf-Debüt.

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Eigentlich hatte Timo Schultz keine großen Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche gegen den VfB Stuttgart angekündigt. Kleinere Änderungen würde er aber notgedrungen vornehmen. Der Trainer machte jedenfalls keinen Hehl daraus, dass Jeff Chabot wieder zurück in die Startelf rücken würde. Der Abwehrspieler sei für die Mannschaft auf und neben dem Platz von enormer Bedeutung. Der „heimliche Chef“ ist also zurück. Doch durch den Ausfall von Timo Hübers spielt Chabot nun neben Luca Kilian. Auch Max Finkgräfe steht erwartungsgemäß einmal mehr in der Anfangsformation. Für Benno Schmitz läuft dagegen erneut Rasmus Carstensen auf. Der 23-Jährige war zuletzt nur noch wenige Minuten zum Einsatz gekommen, hatte seinen Stammplatz an den Routinier verloren.

Diehl in der Startelf

Eine große Veränderung gibt es zudem in der Offensive. Erstmals steht Justin Diehl in der Anfangsformation. Ob der 19-Jährige in der Spitze für Jan Thielmann oder über die Außen kommen und Thielmann wieder in der Sturmspitze spielen wird, wird sich mit dem Anpfiff wohl zeigen. Diehl hatte nach seiner Einwechslung in der vergangenen Woche für mehr Tempo über die Seiten gesorgt. Genauso wie Thielmann, der in den letzten Minuten ebenfalls wieder auf die Außen gewechselt war. Linton Maina nimmt damit zunächst auf der Bank Platz. Schon mehrfach hatte Schultz angedeutet, dass Diehl sehr nah dran an der Startelf gewesen sei. Ein Infekt hatte das Debüt in der Anfangsformation zunächst verhindert. Das wird nun ausgerechnet gegen Stuttgart nachgeholt, jenen Klub, der besonders um die Dienste von Diehl buhlt.

Timo Schultz schickt mit Eric Martel und Denis Huseinbasic auf der Doppelsechs, Finkgräfe, Carstensen, Thielmann und Diehl gleich sechs Spieler im Alter von 23 Jahren oder jünger in die Begegnung. Routine im Abstiegskampf sieht eigentlich anders aus. Allerdings haben Akteure wie Martel, Carstensen und Thielmann bereits mehr als 100 Profi-Pflichtspiel-Einsätze abgerissen.

So spielt der FC gegen Stuttgart

Luca Kilian

Jeff Chabot

Rasmus Carstensen

Dejan Ljubicic

Dejan Ljubicic

Justin Diehl

Jan Thielmann beim 1. FC Köln wieder eine feste Größe

Jan Thielmann